Bei Bussen muß zur Verhinderung eines Motorstarts vom Fahrerplatz aus
vor Arbeiten im Motorraum der Schalter 'Start front' in der hinteren
Zentral- Elektrikeinheit auf 0 gestellt werden.
Hinweis: Diese
Arbeitsbeschreibung gilt für Busse mit Diesel- oder Ethanolmotoren. Die
Unterschiede zu Bussen und Lkw mit Gasmotoren sind in der
Funktionsbeschreibung beschrieben.
Bei den folgenden Maßnahmen muß unbedingt die Zündspannung ausgeschaltet
werden:
Anschließen und Abbauen von Messinstrumenten
Messen von Widerständen mit dem Ohmmeter
Abziehen und Aufstecken von Steuergeräte-Steckern
Maßnahmen bei Störungen
Allgemeines
?
Offensichtliche Fehler, die zu erheblichen
?
Störungen oder Pannen führen, sind meist ?
einfach zu finden. Weniger offensichtliche
Fehler, z. B. Fehleinstellungen, sind meist schwieriger zu finden.
Solche Fehler unterbrechen außerdem oftmals die Interaktion zwischen
den verschiedenen Systemen. Eine Unterscheidung zwischen Ursache und
Wirkung ist dann oft schwierig.
Zuerst muß eine Grundlage für alle weiteren Arbeiten geschaffen sein.
Eine Voraussetzung für die einwandfreie Funktion des E-Gas sowie die
Interaktion zwischen dem E-Gas und den damit verbundenen Systemen
ist die korrekte Grundeinstellung aller Komponenten. Wenn nicht
sicher ist, in welchem System sich der Fehler befindet, wird eine
Grundeinstellung des E-Gas-Systems empfohlen.
Nützliche Hinweise
Vor Arbeitsbeginn alle vorhandenen Fehlercodes notieren.
Dann nach jeder Fehlersuche oder jedem Einstellvorgang die
Fehlercodes löschen. Dadurch wird offensichtlich, welche neuen
Fehlercodes erzeugt werden.
Vor Einstellarbeiten den Motor auf Betriebstemperatur bringen.
Wenn verschiedene Fehlercodes erzeugt werden, mit der
Grundeinstellung von Fahrpedal, Leerlaufdrehzahl und
Verbindungsstange des Stellmotors beginnen. Nach der Einstellung
der Verbindungsstange können weitere Fehlercodes untersucht
werden. Jetzt ist die Funktion des Verschleißausgleichs
gewährleistet, und in eine falsche Richtung weisende Fehlercodes
werden verhindert.
Nun kann mit der Prüfung und Fehlersuche an den Systembauteilen
begonnen werden.
?
???
104 168
? ?
Fahrbarkeit bei Störungen
Allgemeines
Bei einem Fehler im E-Gas leuchtet oder blinkt die Warnleuchte. (Mit
dieser Leuchte werden auch die gespeicherten Fehlercodes
ausgelesen.)
Wenn die Motordrehzahl nicht mit der Fahrpedalstellung übereinstimmt
(Drehzahl zu hoch), wird das Sicherheitssystem aktiviert.
Die Motordrehzahl wird auf ca. 1000/min gesenkt.
Fahrzeug anhalten und Motor abschalten.
Motor wieder starten.
Wenn die Warnleuchte nach diesem Vorgang nicht mehr aufleuchtet,
funktioniert das E-Gas wieder. Trotzdem muß das Fahrzeug bei der
nächsten Möglichkeit, z. B. nach Fahrtende, in einer Werkstatt
geprüft werden. Der Fehlercode wird im Steuergerät gespeichert.
Warnleuchte leuchtet
Das Fahrzeug kann zur nächsten Werkstatt gefahren werden.
Warnleuchte blinkt
Bei der nächsten geeigneten Möglichkeit anhalten. Wenn das Fahrzeug
noch ohne wesentliche Probleme fahrbar ist, kann es von entsprechend
technisch ausgebildeten Personen bis zur nächsten Werkstatt gefahren
werden.
Wenn die Warnleuchte blinkt und die Drehzahl durch Impulsregelung
des Kraftstoffventils auf ca. 1000/min eingestellt wird, kann das
Fahrzeug noch eine kurze Entfernung – maximal 500 m – gefahren
werden, um z. B. eine Kreuzung zu räumen.
Bei einer Fahrt über eine längere Entfernung kann das
Kraftstoffventil beschädigt werden. Dies kann eine Abschaltung des
Motors verursachen. Wenn der Motor noch hochdreht, Getriebe in
Leerlauf schalten und Motor mit Startschlüssel abschalten. Der Motor
kann
104169
während dieser Zeit im Stand mit Vollast betrieben werden (die
Drehzahl wird vom Drehzahlregler der Einspritzpumpe geregelt).
Fehlercodes
Allgemeines
103 644
Fehlercodes aus dem System werden durch einen Blinkcode der Leuchte
im Diagnoseschalter und der Leuchte in der Instrumententafel
angezeigt. Die Diagnoseleuchte und die Leuchte in der
Instrumententafel sind parallel geschaltet.
Wenn während der Fahrt ein Fehler auftritt, wird ein Fehlercode im
Steuergerät gespeichert. Gleichzeitig leuchtet die Warnleuchte in
der Instrumententafel auf oder blinkt. (Bei bestimmten Fehlern, die
die Verkehrssicherheit nicht beeinträchtigen, leuchtet die
Warnleuchte nicht auf.) Bei kleineren oder zeitweise auftretenden
Fehlern kann die Leuchte durch Ausschalten der Zündspannung
ausgeschaltet werden. Der Fehlercode bleibt im Steuergerät
gespeichert und kann später ausgelesen werden.
Fehlercodes werden als Blinkcode in Zehner- und Einerstellen
ausgegeben.
103 644
Fehlercodes auslesen
Im Steuergerät gespeicherte Fehlercodes werden als Blinkcodes von
der Warnleuchte in der Instrumentenanlage sowie von der
Diagnoseleuchte neben dem Diagnoseschalter ausgegeben.
116 533
Die Zündspannung muß dabei eingeschaltet sein.
Während der ersten zwei 2 Sekunden nach Einschalten der Zündspannung
kann der Blinkcode aktiviert werden. Je nach Fehlerart blinkt die
Warnleuchte, leuchtet oder leuchtet nicht. Das Beispiel rechts zeigt
den Fehlercode 32.
Diagnoseschalter mindestens 0,5 Sekunden drücken und loslassen.
Die Warnleuchte erlischt für 2 Sekunden.
Dann werden die Zehnerstellen ausgegeben. Die Leuchte blinkt
einmal pro Sekunde. Anzahl der Blinksignale abzählen, um die
Zehnerstelle des Fehlercodes zu erhalten.
Die Warnleuchte erlischt für 2 Sekunden.
Dann werden die Einerstellen des Fehlercodes ausgegeben. Die
Leuchte blinkt zweimal pro Sekunde. Anzahl der Blinksignale
abzählen, um die Einerstelle des Fehlercodes zu erhalten.
Die Warnleuchte erlischt für 2 Sekunden.
Bis zum nächsten Drücken des Diagnoseschalters wird die Ausgabe
des Fehlercodes wiederholt.
Danach wird der nächste Fehlercode angezeigt.
Wenn keine weiteren Fehlercodes vorliegen, kehrt die Anzeigeleuchte
in den Zustand vor dem ersten Drücken des Diagnoseschalters zurück
(siehe oben, Punkt 1).
Fehlercodes löschen
Fehlercodes müssen nur gelöscht werden, wenn sie angezeigt werden.
Die Fehlercodes bleiben bis zur beabsichtigten Löschung gespeichert.
Zündspannung ausschalten.
116 533
Diagnoseschalter drücken und festhalten.
Zündspannung einschalten.
Diagnoseschalter mindestens zwei weitere Sekunden gedrückt
halten. Der Fehlerspeicher ist jetzt gelöscht.
Fehlercodetabelle
Fehlercodetabelle anwenden
Die Fehlercodetabelle enthält folgende Informationen: Fehlercodes,
mögliche Fehler, Systemverhalten und Anzeige durch die Warnleuchte.
Anhand der im Steuergerät gespeicherten Fehlercodes können Fehler im
E-Gas-System leichter gefunden werden.
Im Steuergerät gespeicherte Fehlercodes auslesen.
Die Spalte 'Anschluß' der Fehlercodetabelle gibt an, auf welchen
Pin am Steuergerät sich der Fehlercode bezieht. Anhand dieser
Angabe kann dann mit dem Schaltplan in Gruppe 16 das Kabel
verfolgt werden.
Die Spalte 'Ursache' gibt die Fehlerart an (normalerweise den
betroffenen Pin).
In der Spalte 'Systemverhalten oder mögliche Abhilfe' ist angegeben,
wie das System auf den Fehler reagiert und, in bestimmten Fällen,
wie der Fehler behoben werden kann.
Wenn in der Spalte 'Ursache' der Fehler 'Kurzschluß nach +24 V /
Masse' oder 'Kabelfehler' angegeben ist, stellt dies die
Fehlerinterpretation durch das Steuergerät an der entsprechenden
Klemme dar. Das Steuergerät kann nicht erkennen, wo im Stromkreis
der Fehler auftritt. Der Fehler kann deshalb in den Kabeln oder in
einem Bauteil liegen.
Beispiel einer Fehlersuche
Ein Bus wird mit einem nicht mehr drehbaren Motor in die
Werkstatt gebracht. Die Fehlercodes 21, 34 und 36 werden
ausgelesen.
Beim Vergleich der Fehlercodes 21, 34 und 36 wird festgestellt,
daß einige Fehlerursachen gleich sind. Von diesen Fehlercodes
werden die gelöscht, die das Systemverhalten 'Keine
Fahrpedalbetätigung' erzeugen.
Dies ergibt zwei mögliche Fehler: 3 / Actuator– Kabelfehler
4 / Actuator+ Kabelfehler Kurzschluß nach +24 V
Gemeinsame elektrische Verbindungspunkte, Stecker usw. im
Schaltplan suchen.
In diesem Fall verlaufen die Kabel durch den Stecker C558 am
Stellmotor.
Der Fehler liegt dementsprechend wahrscheinlich im Kabelstrang (z.
B. Unterbrechung) oder im Stecker C558. Prüfen, ob in C558 ein
offensichtlicher Fehler vorliegt. Wenn nicht, Stecker C558
entsprechend den Anweisungen unter 'Potentiometer im
Fahrpedalstellungs- Sensor prüfen' prüfen.
Wenn keine Kabelinformationen vorhanden sind, müssen die Kabel
auf konventionelle Weise mit dem Multimeter geprüft werden.
Warnleuchtenzustände
Wenn dem Fehler in der Fehlercodetabelle drei verschiedene
Warnleuchtenzustände zugeordnet sind, ist dies u. a. davon abhängig,
ob der Bus fährt oder steht. Die Spalte Systemverhalten enthält
weitere Informationen.
Probleme mit Fehlercodes
Das Erkennen und Interpretieren von Fehlern und deren Umwandlung in
Fehlercodes ist für das Programm im Steuergerät sehr schwierig.
Deshalb kann es für das Steuergerät manchmal schwierig sein, einen
Fehlercode zu bestimmen. Gelegentlich ist es möglich, daß ein
Fehlercode zuviel angezeigt wird.
Trotz mehrerer Fehlercodes werden nur Fehler gefunden, die auf einen
Fehlercode hinweisen: gefundenen Fehler beheben, Fehlercodes löschen
und Probefahrt durchführen.
Wenn keine Fehlercodes mehr erzeugt werden, wurde zuvor
wahrscheinlich ein Fehlercodes zuviel angezeigt.
Beispiel: Unterbrechung
im Kabel zum Anschluß 4 / Actuator +. Das Steuergerät erkennt dann –
über das Potentiometer im Stellmotor –, daß sich der Stellmotor
nicht bewegt. Das Steuergerät kann nicht erkennen, ob dies durch
eine Unterbrechung oder durch eine verstellte Verbindungsstange
verursacht wird, die die Bewegung blockiert.
Das Steuergerät erzeugt die Fehlercodes 21, 34 und 36. (Verstellte
Verbindungsstange oder Kabelfehler 4 / Actuator +).
Fehlercodes werden nur in bestimmten Situationen erzeugt. Zur
korrekten Erzeugung eines Fehlercodes genügt es nicht, nach der
Behebung des Fehlers nur die Zündspannung einzuschalten.
Zuerst muß der Motor gestartet, das Fahrpedal vollständig
durchgetreten (über den Kick- Down-Bereich hinaus) und die Bremse
betätigt sowie die erhöhte Leerlaufdrehzahl eingeschaltet werden.
Wenn dann noch keine Fehlercodes erzeugt werden, Probefahrt
durchführen und dabei sowohl Fahr- und Bremspedal vollständig
durchtreten.
Beispiel: Unterbrechung
im Kabel zum Anschluß 54 / Safety switch sensor. Das Steuergerät
vergleicht den Wert vom Potentiometer mit der
Fahrpedalschalterstellung. Das Steuergerät kann erst beim Betätigen
des Fahrpedals die Übereinstimmung dieser Werte prüfen, da erst dann
der Fehlercode erzeugt wird.
Mögliche Fehler
Wenn der Fehler im Steuergerät liegt, kann dieser so schwerwiegend
sein, daß keine Fehlercodes mehr erzeugt werden können.
Wenn die Fehlersuche zeigt, daß der Fahrpedalstellungs-Sensor
funktioniert, aber ein nicht korrektes Spannungssignal am
Steuergerät empfangen und dabei die Fehlercodes 14 oder 41-44
erzeugt werden, ist wahrscheinlich der Kabelstrang defekt.
nur innerhalb der ersten 1,5 Sekunden nach Einschalten
der Zündspannung (Zündschloß Pin 15) geprüft. Wenn die
Abschalttaste (im Motorraum oder ein Notschalter)
während dieser Zeitspanne gedrückt wird, wird der
Fehlercode 15 erzeugt (31 / Safety system + wird dann an
+24 V geschaltet). Normale Fehlersuche durchführen und
System auf weitere Fehler prüfen.
Leerlaufdrehzahl und Geschwindigkeitsregelung:
Fehlfunktion.
Blinkt
26 / Pot–, sensor
Kabelfehler.
E-Gas-Einstellung mit 3 Positionen.
Blinkt
Kurzschluß nach +24 V.
E-Gas-Einstellung mit 3 Positionen.
Siehe Tabelle Systemverhalten.
Blinkt / Ein /
Aus
27 / Pot+, sensor
Kurzschluß nach +24 V.
Sicherheitssystem aktiviert.
Blinkt
45
Fahrpedalstellungs
-Sensor nicht korrekt eingestellt
-
Sensor falsch eingestellt oder
fehlerhaft.
-
Ein
51
Speicherfehler
(EEPROM).
-
-
Anwendung vorprogrammierter
Werte. Steuergerät erneuern.
Ein
Fehlercodetabelle
Notizen
Einstellung mit 3 Positionen
Das Steuergerät regelt den Stellmotor in drei Stellungen: Leerlauf,
50% und 100%.
Dies kann von zwei Personen geprüft werden: eine Person betätigt das
Fahrpedal, die andere beobachtet den Stellmotor im Motorraum.
Fahrpedal langsam lösen und niedertreten. Dabei muß der
Stellmotorarm zwischen den drei Stellungen hin- und herfahren.
Stromregelung
Bei der Einstellung der Stromstärke wird das Signal vom
Fahrpedal-Potentiometer nicht vom Steuergerät angenommen. Die
Stellmotorstellung wird in diesem Fall anhand des Stromaufnahmewerts
des Stellmotors geregelt.
Dieser Fehler ist im Fahrbetrieb bemerkbar. Die Prüfung ist auch bei
stehendem Fahrzeug durchführbar, der Fehler tritt dann aber weniger
deutlich auf. Das Niedertreten des Fahrpedals hat zuerst wenig
Auswirkung. Nach ca. dem halben Pedalweg reagiert der Motor durch
einen starken Drehzahlanstieg.
Die Tabelle zeigt die Fehler und Systemverhalten, die bei den
verschiedenen Fehlern an den Steuergerätanschlüssen erzeugt werden.
Diese Tabelle enthält mehr Informationen als die Fehlercodetabelle.
In der Spalte 'Systemverhalten' können Fehlersymptome gesucht
werden, die denen des Fahrzeugs möglichst ähnlich sind.
Die Spalte 'Pin/Benennung' enthält den entsprechenden Anschluß am
Steuergerät für den jeweiligen Fehler.
Im nächsten Schritt werden diese Informationen mit dem Schaltplan
verglichen (siehe Werkstatt- Handbuch, Gruppe 16), um die betroffene
Funktion zu finden. Anhand des Bauteilecodes im Schaltplan und der
Pin-Nr. am Steuergerät kann dann die Fehlerursache bestimmt werden.
Diese Methode eignet sich auch für schwer zu findende Fehler, deren
Fehlercodes keine ausreichende Information darstellen.
Spezielle Fehler
Diese Tabelle enthält zwei ungewöhnliche Fehlerarten:
Pin 9, Kurzschluß nach +24 V, erzeugt Fehlercode 16, wobei die
Warnleuchte aber nicht leuchtet.
Pin 13, Masseschluß, verursacht ein Leuchten der Warnleuchte, aber
keinen Fehlercode.
des Fahrmodusschalters verursacht Kurzschluß,
Getriebe-Sicherung brennt durch. Die
Geschwindigkeitsregelung regelt auf Vollast, wenn am
Fahrmodusschalter in Leerlauf geschaltet wird (bei
aktivierter Geschwindigkeitsregelung).
E-Gas-Einstellung mit 3 Positionen. Durch Beheben des
Fehlers schaltet die E-Gas-Warnleuchte von Blinken auf
Dauerleuchten oder erlischt. Ob die Warnleuchte zur
Signalausgabe blinkt oder ständig leuchtet, hängt von der
Situation ab, in der der Fehlercode erzeugt wurde.
E-Gas-Einstellung mit 3 Positionen. Durch Beheben des
Fehlers schaltet die E-Gas-Warnleuchte von Blinken auf
Dauerleuchten oder erlischt. Ob die Warnleuchte zur
Signalausgabe blinkt oder ständig leuchtet, hängt von der
Situation ab, in der der Fehlercode erzeugt wurde.
Kabelfehler, ohne Drehzahl.
43
Ein / Aus
E-Gas-Einstellung mit 3 Positionen. Durch Beheben des
Fehlers erlischt die E-Gas-Warnleuchte.
Kurzschluß nach +24 V.
Blinkt
35, 42, 44
Sicherheitssystem aktiviert.
Masseschluß.
41, 43
Blinkt / Ein
E-Gas-Einstellung mit 3 Positionen. Durch Beheben des
Fehlers schaltet die E-Gas-Warnleuchte von Blinken auf
Dauerleuchten.
28 / Pin 15
Kabelfehler.
-
Aus
Steuergerät-Abschaltung, Keine E-Gas-Regelung.
Kurzschluß nach +24 V.
-
Aus
-
Masseschluß.
-
Aus
Steuergerät-Abschaltung, Keine E-Gas-Regelung. Sicherung
brennt durch.
Durch Beheben des Fehlers erlischt die E-Gas- Warnleuchte.
TC-Warnleuchte leuchtet.
36 / Cruise control
acc
Kabelfehler.
-
Aus
-
Kurzschluß nach +24 V.
-
Aus
Leerlaufdrehzahl steigt auf 1200/min, fällt beim Anlegen von
+24 V an Pin 9. (Gleichzeitiges Anlegen von +24 V an Pins 9
und 36 erzeugt Fehlercode 16).
Masseschluß.
-
Aus
Geschwindigkeitsregelung: Fehlfunktion
37 / Cruise control
resume.
Kabelfehler.
-
Aus
-
Kurzschluß nach +24 V.
-
Aus
Geschwindigkeitsregelung: Fehlfunktion
Masseschluß.
-
Aus
Speicher der Geschwindigkeitsregelung: Fehlfunktion
Sicherheitssystem aktiviert. Erhöhte Leerlaufdrehzahl und
Geschwindigkeitsregelung: Fehlfunktion.
Kurzschluß nach +24 V.
41
Ein
Erhöhte Leerlaufdrehzahl und
Geschwindigkeitsregelung: Fehlfunktion. Durch Beheben des
Fehlers schaltet die E-Gas-Warnleuchte von Blinken auf
Dauerleuchten.
Masseschluß.
35, 44
Blinkt / Ein
Sicherheitssystem aktiviert. Erhöhte Leerlaufdrehzahl und
Geschwindigkeitsregelung: Fehlfunktion. Durch Beheben des
Fehlers schaltet die E-Gas-Warnleuchte
von Blinken auf Dauerleuchten.
55 / Pot signal sensor
Kabelfehler.
Drei alternative Fehlersymptome je nach Toleranz des
Steuergeräts.
41
Ein
Langsamer Anstieg auf Enddrehzahl bei
niedergetretenem Fahrpedal. Bei nicht betätigtem Fahrpedal
ist das Sicherheitssystem aktiv.
42
Blinkt
E-Gas-Einstellung mit 3 Positionen.
Fehlercodes 42–43 sind am
häufigsten.
43
Kurzschluß nach +24 V.
42, 44
Blinkt / Aus
E-Gas-Einstellung mit 3 Positionen.
Masseschluß.
43
Durch Beheben des Fehlers erlischt die blinkende E-Gas-
Die Fahrpedalsperre ist direkt hinter dem Fahrpedal eingebaut und mit
dem Pedalmechanismus über einen kurzen Seilzug verbunden. Der Seilzug
zum Motor ist direkt an der Fahrpedalsperre angebaut und deshalb kürzer
als bei Fahrzeugen ohne Fahrpedalsperre.
Die Fahrpedalsperre kann in Fahrzeuge mit mechanischer
Verstellhebelbewegung, E-Gas oder EDC eingebaut werden.
Sie verhindert bei bestimmten Fehlermeldungen eine Bewegung des
Fahrpedals sowie das Weiterfahren. Auf Kundenwunsch können Signale für
die folgenden 5 Fehlfunktionen auf die Fahrpedalsperre einwirken:
Kühlmittelstand niedrig
Tür offen
Öldruck niedrig
Batterie lädt nicht
Kühlmitteltemperatur hoch (>105 °C)
Für die ersten vier Signale werden die vorhanden Sensoren verwendet. Das
Kühlmitteltemperatur-Signal wird von einer speziell hierfür eingebauten
Temperaturüberwachung geliefert. Diese befindet sich an einer der
Kühlmittelleitungen am Getriebe.
Bei Empfang eines Signals wird an der Fahrpedalsperre ein Magnetventil
geöffnet und das Fahrpedal über Hebel und einen Druckluftzylinder in
Leerlaufstellung gebracht.
Durch eine Drosselscheibe am Druckluft- zylinder wird eine weiche
Bremswirkung sichergestellt. Der Druckluftzylinder erschwert die
Pedalbewegung, wobei es weiterhin
möglich ist, das Fahrzeug z. B. aus einem Kreuzungsbereich zu fahren.
Die Konstruktion der Fahrpedalsperre für Fahrzeuge mit mechanischer
Verstellhebel- bewegung unterscheidet sich von der für Fahrzeuge mit
E-Gas bzw. EDC.
Am Verstellhebelgestänge führt ein Seilzug vom Steuerunghebel der
Fahrpedalsperre zum Motor. Bei E-Gas bzw. EDC wurde der Seilzug durch
eine an der Fahrpedalsperre angebrachte Rückholfeder ersetzt.
Hinweis: Beim
Erneuern der Bauteile darauf achten, daß die Messung für die Einbaulage
des Druckluftzylinders jeweils mittig an den Befestigungspunkten
durchgeführt wird und 194-196 mm beträgt. Sicherstellen, daß der Seilzug
zwischen Fahrpedal und Sperre kein Spiel aufweist.
Diese Heft behandelt den Geschwindigkeitsbe- grenzer SLD (Speed Limiter
Device) für Fahr- zeuge ohne EDC. Der Geschwindigkeits- begrenzer wird
pneumatisch betätigt und von einem Steuergerät geregelt. Fehler im
System werden durch Blinkcodes angezeigt.
Systemkomponenten
Die Hauptkomponenten des Geschwindigkeits- begrenzers sind:
Steuergerät
Proportionalventil
Regelventil
Diese drei Komponenten beeinflussen die Ein- spritzpumpe und somit
die Gasbetätigung, wo- durch sich die Geschwindigkeit begrenzen
läßt.
Steuergerät
Das Steuergerät ist unter dem Armaturenbrett oberhalb des Fußraumes
auf der Beifahrerseite angeordnet.
Eine bestimmte Geschwindigkeit ist vorpro- grammiert.
Fahrzeuge mit ABS haben ein gemeinsames Steuergerät für den
Geschwindigkeitsbegrenzer und für das ABS. Fahrzeuge ohne ABS haben
auch ein spezielles Steuergerät.
Proportionalventil
Das Proportionalventil versorgt den Regelzy- linder mit Druckluft
vom Druckluftsystem.
Der Druck steht in direktem Verhältnis zum Strom, den das Ventil vom
Steuergerät erhält.
Regelventil
Der Zylinder ist zwischen Gasbetätigung und Betätigungshebel der
Einspritzpumpe montiert. Die Druckluft, die dem Zylinder zugeführt
wird, betätigt eine Kolbenstange, die die Gas- betätigung steuert.
Funktionsweise
Der Fahrtschreiber liefert dem Steuergerät ein
Geschwindigkeitssignal, das mit der voreinge- stellten
Höchstgeschwindigkeit verglichen wird.
Wenn das Fahrzeug sich der Höchstgeschwin- digkeit nähert, sendet
das Steuergerät ein Signal an das Proportionalventil, das den Druck
im Zy- linder erhöht. Der Zylinder bewegt dadurch den Betätigungsarm
in eine Stellung, die durch Be- schleunigung und Geschwindigkeit
bestimmt wird.
Wenn die Geschwindigkeit durch das System geregelt wird, wird die
Einspritzpumpe vom Zylinder gesteuert. Der Fahrer kann nur die
Gasbetätigung verringern.
Wenn die Geschwindigkeit abgenommen hat, unterbricht das Steuergerät
den Strom an das Ventil und der Druck im Zylinder nimmt ab. Die
Gasbetätigung kann vom Fahrer wieder er- höht werden.
Manche Märkte stellen die Forderung, daß das
Geschwindigkeitsbegrenzersystem plombiert sein muß, um nicht
manipuliert werden zu können.
Die Plombierung darf nur von einer autorisier- ten Werkstatt
durchgeführt werden.
Steuergerät, Proportionalventil und Steckver- binder sind mit
Draht und Bleiplombe plom- biert. Das Steuergerät (E13) ist nur
bei Fahrzeugen ohne ABS plombiert (siehe Punkt 1 unten).
Die Luftanschlüsse an das Proportionalventil und der
Regelzylinder sind mit Plombierungs- farbe plombiert. Das
Steuergerät ist bei Fahr- zeugen mit ABS (siehe Punkt 1 unten)
nicht plombiert.
Die Signalleitungen sind mit einer Kunststoff- plombe plombiert
(nicht abgebildet).
WABCO
446 063 020 0
GB PROP ELECTRONIC
CONTROL UNIT SLD
1353428
>
P
B
T
−
G
F
1
0
<
1
3
4
1
3
4
9
24V
100508
100511
1 2
Plombierungen:
Steuergerät E13 (ohne ABS)
Steckverbinder C95
a: Proportionalventil V88 b: Proportionalventil V88 in
ADR-Ausführung
Wenn das Steuergerät einen Fehler oder eine Tatsache entdeckt, die
es als unnormal deutet, reagiert es unverzüglich und bildet
Fehlerco- des.
Der fortschrittlichen Software zum Trotz kann es vorkommen, daß
Fehler auftreten, die keinen Fehlercode bilden.
Siehe Verbindungsplan SLD 16:04-52.
Begrenzungen
In manchen Fällen bildet das Steuergerät einen Fehlercode, obwohl
gar kein Fehler vorliegt. Dies passiert z.B., wenn jemand einen
Steck- verbinder zerlegt, obwohl die Spannung einge- schaltet ist.
Bei Wackelkontakten kann der Fehler wieder verschwinden, aber der
Fehlercode bleibt im Steuergerät gespeichert, bis er gelöscht wird.
Man kann dann zumindest sehen, in welchem Kreis der Fehler
aufgetreten ist und die Ursache dort suchen, auch wenn der Fehler
momentan nicht auftritt.
Achtung!
Versuchen, den Fehler so genau wiemöglich so lokalisieren, bevor
eine Plombierung gebro- chen wird. Gebrochene Plombierungen müssen
durch neue ersetzt werden. Eine gebrochene Plombe an ”falscher”
Stelle führt daher zu un- nötiger Mehrarbeit. Die Plombierung darf
nur von autorisiertem Fachpersonal durchgeführt werden.
Steuergerät
Allzuoft wird das Steuergerät auf gut Glück er- setzt und der Fehler
gilt als behoben, was nicht heißt, daß die Fehlerursache im
Steuergerät ge- legen haben muß. Die Erfahrung zeigt, daß die
Fehlerquelle oft in anderen Teilen des Systems begründet liegt.
Wenn der Fehler nach dem Auswechseln ver- schwindet, das alte
Steuergerät erneut anschlie- ßen. Wenn jetzt kein Fehler auftritt,
liegt die Fehlerquelle in den Steckverbindern oder in der
Verkabelung. Nicht vergessen, eventuell vor- handene Fehlercodes bei
Auswechseln zu lö- schen.
Bei Fahrzeugen mit ABS
Für Fehlersuche und Abrufen von Fehlercodes bei Fahrzeugen mit ABS
wird auf die Gruppe 10, Bremsen, verwiesen.
Für Fahrzeuge mit ABS, siehe Gruppe 10, Bremsen. Wenn Fehler im
System für Ge- schwindigkeitsbegrenzung auftreten, wird der Fahrer
über Blinkcodes informiert.
Wenn keine Fehler im System vorliegen, muß die Diagnoselampe ca. 1
Sekunde nachdem die Zündung eingeschaltet worden ist, erlöschen.
Wenn ein Fehler im System auftritt, zeigt die Lampe dies durch
Blinksignale, die den Fehler- code zeigen, an. Die Lampe muß mit dem
Schalter aktiviert werden, damit sie Fehlerco- des zeigt.
Löschen von Fehlercodes
Die Zündung muß ausgeschaltet sein.
Den Diagnoseschalter drücken.
Die Zündung einschalten und den Schalter mindestens 1 Sekunde
gedrückt halten.
Abrufen von Fehlercodes
Der Fehlercode besteht aus vier verschiedenen Blöcken / Blinksequenzen.
Zwischen jedem Block liegt ein Zwischenraum von 2,5 Sekun- den:
Der Startblock hat immer ein langes Blink- signal (2,5 Sekunden).
Der Systemblock zeigt an für welches Sy- stem der Code zutrifft. Er
besteht aus 6 kur- zen Blinksignalen à 0,5 Sekunden.
Der erste Fehlerblock zeigt die Zehner des Fehlercodes. Wenn ein
Fehler gespeichert ist, werden 1 - 8 Blinksignale à 0,5 Sekun- den
gezeigt werden.
Der zweite Fehlerblock zeigt die einer des Fehlercodes. Wenn ein
Fehler gespeichert ist, werden 1 - 8 Blinksignale à 0,5 Sekun- den
gezeigt werden.
Der Fehlercode selbst besteht aus den beiden letzten Blöcken. Der
Fehlercode 32 wird somit durch 1 + 6 + 3 + 2 Blinksignalen angezeigt.
Ursache: Das
Steuergerät hat erfaßt, daß die Spannung an Stift 9 geringer als 18 V
ist.
Kommentar: Zwischen
dem Steuergerät und der Elektrozen- trale ist die Verbindung mangelhaft.
Dieser Fehler wird nicht im Speicher des Steuergerätes festgehalten.
Maßnahme: Stift
9 und 21 sowie die Sicherung in der Elek- trozentrale kontrollieren.
Fehlercode 13
Fehler: Das
Geschwindigkeitssignal vom Fahrtschreiber fehlt.
Ursache: Das
Steuergerät hat erfaßt, daß die Signalleitung vom Fahrtschreiber
unterbrochen ist.
Kommentar: Die
Verbindung zwischen Fahrtschreiber und Steuergerät ist vorübergehend
(Wackelkontakt) oder konstant unterbrochen.
Maßnahme: Leitung
an Stift 4 und Anschluß D3 am Fahrt- schreiber kontrollieren.
Fehlercode 15
Fehler: Fahrtschreibersignal
zeigt Kurzschluß mit der Batte- riespannung an.
Ursache: Das
Steuergerät hat erfaßt, daß der Fahrtschreiber oder dessen Leitung an
das Steuergerät mit der Batteriespan- nung kurzgeschlossen ist.
Kommentar: Anstelle
von Geschwindigkeitssignalen erhält das Steuergerät ein unendlich langes
positives Signal. Vermut- lich liegt der Kurzschluß im Fahrtschreiber
oder in dessen An- schlüsse für die Versorgungsspannung vor (Stift A3,
A4).
Maßnahme: Fahrtschreiber
(Stift A3, A4) und Stift 4 am Steuergerät kontrollieren. Wenn eine
Kurzschluß im Fahrt- schreiber vorliegt, diesen auswechseln.
Fehlercode 16
Fehler: Fahrtschreiber
liefert zu kurze Geschwindigkeitsim- pulse an das Steuergerät.
Ursache: Das
Steuergerät hat erfaßt, daß der Fahrtschreiber zu kurze Impulse liefert.
Kommentar: Die
Frequenz des Geschwindigkeitssignals liegt außerhalb des Intervalls 2400
Imp/km - 24000 Imp/km.
Maßnahme: Fahrtschreiber
auswechseln.
Fehlercode 17
Fehler: Der
Fahrtschreiber liefert lange Geschwindigkeitsim- pulse an das
Steuergerät.
Ursache: Das
Steuergerät hat erfaßt, daß der Fahrtschreiber zu lange Impulse liefert.
Kommentar: Die
Frequenz des Geschwindigkeitssignals liegt außerhalb des Intervalls 2400
Imp/km - 24000 Imp/km.
Maßnahme: Fahrtschreiber
auswechseln.
Fehlercode 21
Fehler: Keine
Verbindung zum Proportionalventil.
Ursache: Das
Steuergerät hat erfaßt, daß der Kreis zum Pro- portionalventil
unterbrochen ist.
Kommentar: Die
Verbindung zwischen Proportionalventil und Steuergerät ist vorübergehend
(Wackelkontakt) oder kon- stant unterbrochen.
Maßnahme: Anschlüsse
an das Proportionalventil (Steckver- binder C95) und Steuergerät, Stift
12 und 25, kontrollieren.
Fehlercode 32
Fehler: Interner
Fehler im Steuergerät.
Kommentar: Wenn
der Fehler nach dem Löschen des Fehler- codespeichers bestehen bleibt,
oder wenn der Fehler mit unre- gelmäßigen Abständen wiederkommt, muß das
Steuergerät ausgewechselt werden.
Maßnahme: Steuergerät
auswechseln.
Fehlercode 41
Fehler: Der
Kreis des Proportionalventils ist mit Masse kurz- geschlossen.
Ursache: Die
Leitungen oder deren Anschlüsse schließen mit Masse kurz.
Kommentar: Die
Leitungen zwischen Proportionalventil und Steuergerät schließen
vorübergehend (Wackelkontakt) oder konstant mit Masse kurz.
Maßnahme: Anschlüsse
an das Proportionalventil (Steckver- binder C95) und Steuergerät, Stift
12 und 25, kontrollieren.
Fehlercode 61
Fehler: Interner
Fehler im Steuergerät.
Kommentar: Wenn
der Fehler nach dem Löschen des Fehler- codespeichers bestehen bleibt,
oder wenn der Fehler mit unre- gelmäßigen Abständen wiederkommt, muß das
Steuergerät ausgewechselt werden.
Maßnahme: Fehlercodespeicher
löschen.
Fehlercode 63
Fehler: Proportionalventil
ist mit Batteriespannung kurzge- schlossen.
Ursache: Entweder
ist das Proportionalventil oder dessen Lei- tung an das Steuergerät mit
Batteriespannung (+) kurzge- schlossen.
Kommentar: Die
Verbindung zwischen Proportionalventil und Steuergerät schließt
vorübergehend oder konstant mit Bat- teriespannung kurz.
Maßnahme: Anschlüsse
an das Proportionalventil (Steckver- binder C95) und Steuergerät, Stift
12 und 25, kontrollieren.
Fehlercode 64
Fehler: Interner
Fehler im Steuergerät.
Kommentar: Wenn
der Fehler nach dem Löschen des Fehler- codespeichers bestehen bleibt,
oder wenn der Fehler mit unre- gelmäßigen Abständen wiederkommt, muß das
Steuergerät ausgewechselt werden.
Maßnahme: Fehlercodespeicher
löschen.
Fehlercode 65
Fehler: Zu
hohe Versorgungsspannung.
Ursache:
Das Steuergerät hat erfaßt, daß die Versorgungs- spannung höher als 30 V
gewesen ist.
Kommentar: Der
Fehler liegt wahrscheinlich im Spannungs- regler.
Maßnahme: Spannungsregler
kontrollieren.
Fehlercode 66
Fehler: Interner
Fehler im Steuergerät.
Kommentar: Wenn
der Fehler nach dem Löschen des Fehler- codespeichers bestehen bleibt,
oder wenn der Fehler mit unre- gelmäßigen Abständen wiederkommt, muß das
Steuergerät ausgewechselt werden.
Maßnahme: Fehlercodespeicher
löschen.
Fehlercode 71
Fehlercode 73
Fehlercode 74
Fehlercode 75
Fehlercode 77
Fehlercode 78
Fehler: Interner
Fehler im Steuergerät.
Kommentar: Wenn
der Fehler nach dem Löschen des Fehler- codespeichers bestehen bleibt,
oder wenn der Fehler mit unre- gelmäßigen Abständen wiederkommt, muß das
Steuergerät ausgewechselt werden.
Maßnahme: Fehlercodespeicher
löschen.
Fehlercode 81
Fehlercode 82
Fehlercode 83
Fehlercode 84
Fehlercode 85
Fehlercode 86
Fehlercode 87
Fehlercode 88
Fehler: Interner
Fehler im Steuergerät.
Kommentar: Wenn
der Fehler nach dem Löschen des Fehler- codespeichers bestehen bleibt,
oder wenn der Fehler mit unre- gelmäßigen Abständen wiederkommt, muß das
Steuergerät ausgewechselt werden.
Das E-Gas stellt als ein elektronisches System zur
Motorleistungssteuerung die Verbindung zwischen Fahrer und Motor dar.
Zum System gehören das elektronische Fahrpedal mit Sensor, ein
Stellmotor und ein Steuergerät. Das Steuergerät erfüllt zusätzliche
Komfort- und Sicherheitsfunktionen. Das Steuergerät steuert anhand
verschiedener Eingangssignale den Stellmotor des Einspritzpumpen-
Drehzahlreglers sowie andere Komponenten.
Dieses Heft beschreibt das E-Gas von Bussen mit Diesel- und
Ethanolmotoren. Am Ende des Heftes werden die Unterschiede zu Bussen und
Lkw mit Gasmotoren erläutert.
Das E-Gas hat mehrere Vorteile:
Bei Bussen mit quer eingebautem Motor erzeugt ein plötzliches
Betätigen des Fahrpedals ein starkes Abstützmoment des Motors und
damit Schwingungen in Motoraufhängung und Antriebsstrang. Die
Leistungssteuerung mit dem E-Gas erfolgt stets sanft, unabhängig
davon, wie schnell der Fahrer das Pedal betätigt.
Busse müssen auch beim Auftreten von Fehlern solange wie möglich
fahrbar bleiben. Eine Sicherheitsfunktion beinhaltet ein Warnsystem,
das den Fahrer durch Warnleuchten auf Fehler aufmerksam macht und in
der Werkstatt auslesbare Fehlercodes erzeugt. Bei korrekter
mechanischer Grundeinstellung kann das E-Gas automatisch
Verschleißerscheinungen ausgleichen. Andernfalls besteht die
Möglichkeit, daß der Stellmotor den normalen Verstellbereich
überschreitet. In diesem Fall wird dem Fahrer ein Fehler
signalisiert und ein Fehlercode erzeugt, der später in der Werkstatt
ausgelesen werden kann. Fehlercodes können ebenfalls durch
elektrische Fehler erzeugt werden, z. B. korrodierte Stecker oder
schlechte Masseverbindungen.
Das E-Gas verfügt über mehrere Sicherheitsfunktionen. Das System ist
mit dem Automatikgetriebe und den Bremsleuchten, bei Gelenkbussen
ebenfalls mit der Knickgelenksteuerung, vernetzt. Bei
eingeschalteten Bremsleuchten (Bremsvorgang) fällt der Motor
unabhängig von der Fahrpedalstellung auf Leerlaufdrehzahl zurück.
Die korrekte Einstellung aller Funktionen ist deshalb äußerst
wichtig. Die dazu erforderlichen Arbeiten sind nicht schwierig,
müssen aber mit Sorgfalt und in der korrekten Reihenfolge
durchgeführt werden.
Das Einstellverfahren ist in der Arbeitsbeschreibung beschrieben.
Hauptbauteile
Die folgenden Abbildungen zeigen die Einbaupositionen der
wichtigsten Bauteile des E-Gas bei CN94, d. h. Bussen mit Scania
OmniCity-Karosserie. Bei anderen Fahrzeugen können die
Einbaupositionen von den gezeigten Anordnungen abweichen. Auch die
vordere Zentral-Elektrikeinheit kann sich bei diesen Fahrzeugen
etwas unterscheiden, die Bauteile des E-Gas entsprechen aber den
Abbildungen.
Bauteile des E-Gas an der Einspritzpumpe. M500 = Stellmotor
V45 = Kraftstoffventil
E-Gas - Übersicht
Die Abbildung rechts zeigt die Vernetzung des E-Gas mit anderen
Systemen. Verschiedene Fehler können die Systeme gegenseitig
beeinflussen.
Ein Fehler im TC-System erzeugt einen Fehlercode im E-Gas und
verursacht ein Aufleuchten der Warnleuchte.
Ein Fehler in der Knickgelenksteuerung kann das E-Gas beeinflussen,
umgekehrt ist dies jedoch nicht möglich.
Ein Fehler im Bremsleuchten-Stromkreis kann das E-Gas beeinflussen,
nicht jedoch umgekehrt.
Ein Fehler im Automatikgetriebe oder dessen Steuerung kann das E-Gas
beeinflussen. Gleichzeitig können Fehler im E-Gas die Funktion des
Automatikgetriebes beeinflussen.
Fehler, die durch die Interaktion zwischen den Systemen entstehen,
werden durch Einstellen der einzelnen Systeme behoben. Die
Interaktion zwischen den Systemen ist dann normalerweise wieder
hergestellt.
Wenn dies nicht zur Fehlerbehebung ausreicht, und nur dann, ist eine
Fehlersuche notwendig.
Eines der Hauptbauteile des E-Gas-Systems ist das Steuergerät.
Dieses wird mit dem Scania Programmer mit den folgenden Parametern
programmiert:
Motortyp
TC / kein TC (nicht bei Gelenkbussen oder Lkw)
Leerlauf
Höchstgeschwindigkeit und Geschwindigkeitsgrenze 2
Neue Steuergeräte müssen mit dem Scania Programmer (SP2)
programmiert werden. Werkseitig sind Steuergeräte nur mit einigen
Grundparametern programmiert.
Das Steuergerät wird über Klemme 15 (Startschlüssel) mit Strom
versorgt.
Automatikgetriebe
Das E-Gas-Steuergerät sendet ein PWM-Signal mit der
Fahrpedalbetätigung an das Automatikgetriebe-Steuergerät. Anhand des
ungewandelt gesendeten PWM-Signal werden die Schaltpunkte des
Automatikgetriebes gesteuert.
PWM bedeutet "Puls-Weiten-Modulation",
d. h., daß die Impulsweite des Signals proportional zur
Fahrpedalbetätigung ist. Der analoge Wert wird dabei in ein
Digitalsignal gewandelt.
Leerlaufdrehzahlregelung
Das E-Gas sorgt auch bei Änderungen der Motorlast, z. B. durch Ein-
und Ausschalten der Klimaanlage, für eine stabile Leerlaufdrehzahl.
Erhöhte Leerlaufdrehzahl (Handregelung)
Mit dieser Funktion kann die Leerlaufdrehzahl auf 1000/min angehoben
werden, z. B. zum Aufwärmen des Motors oder Füllen des
Druckluftsystems. Bei aktiver erhöhter Leerlaufdrehzahl leuchtet die
Kontrolleuchte im Schalter.
Die erhöhte Leerlaufdrehzahl kann nur bei Fahrmodusschalter-Position
N eingeschaltet werden. Ein Betätigen des Schalters während der
Fahrt hat keine Auswirkung. Zum Einschalten der erhöhten
Leerlaufdrehzahl muß sich der Fahrmodusschalter in Position N
befinden. Die Schalter für erhöhte Leerlaufdrehzahl und
Getriebe-Leerlaufstellung sind in Reihe geschaltet.
Der Stellmotor kann den Reglerhebel der Einspritzpumpe nur bei
drehendem Motor in die Stellung für die erhöhte Leerlaufdrehzahl
stellen.
Sicherheitssystem
?
Das E-Gas verfügt über mehrere Sicherheitsfunktionen. So wird z. B.
die Fahrpedalstellung ständig mit der Stellung des Stellmotors
verglichen.
Beide Werte müssen mit einem im Steuergerät programmierten1Wert
sowie mit den Stellungen von Sicherheits- und Fahrpedalschalter
übereinstimmen. Ist dies nicht der Fall, aktiviert das
Sicherheitssystem eine oder mehrere der folgenden Maßnahmen:
Die Warnleuchte leuchtet auf.
Die Leerlaufdrehzahlregelung wird abgeschaltet
Das E-Gas fährt in Leerlaufstellung.
118 620
Die Motordrehzahl wird bei Drehzahlen über 1000/min vom
Kraftstoffventil gesteuert. In diesem Fall wird eine Drehzahl von
ca. 1000/min eingestellt. Das Fahrzeug kann dann noch eine kurze
Strecke gefahren werden, z. B. um einen Kreuzungsbereich zu räumen.
1. Die Werte können erheblich variieren, z. B. bei erhöhter
Leerlaufdrehzahl oder Leerlaufdrehzahlregelung mit einer hohen Last
durch Klimaanlage oder Generator. Die Werte ändern sich ebenfalls
entsprechend den Drehzahlanstiegs- und
-senkungskurven.
Bremskreisanschluß
Der Bremskreisanschluß ist ein Anschluß an den Bremsleuchtenschalter
(der Betriebsbremse) und einen Druckwächter (für die
Haltestellenbremse beim Bus), der bei eingeschalteten Bremsleuchten
eine Absenkung der Motordrehzahl auf Leerlauf verursacht. Das Signal
wird an Klemme 14 / Reduction 4 des Steuergeräts geleitet.
104 165
In diesem Fall ist der Motor im Leerlauf blockiert (maximal 5%
Drehzahlerhöhung bei Betätigen des Fahrpedals) und kann nicht
hochgedreht werden. Nähere Informationen enthält der Abschnitt
'Drehzahlsenkung'.
Diese Funktion ist nicht aktiv, wenn die Feststellbremse betätigt
ist. In diesem Fall ist ein Hochdrehen des Motors möglich.
Karosserieanschluß
Bestimmte, vom Karosseriehersteller verwendete Funktionen sind
werkseitig voreingestellt. Die Kabel dazu verlaufen vom Steuergerät
zu einem Stecker (siehe Schaltplan, Gruppe 16).
Fahrpedalsignal
Der Steuergerätepin 2 (Teillast 3) ist Ausgang, der durch Betätigen
des Fahrpedals nach Masse geschaltet wird.
Dieser Ausgang kann vom Karosseriehersteller für verschiedene
Funktionen genutzt werden. Bei Scania Karosserien ist der Ausgang am
Netzknotensystem (BNS) angeschlossen. Wenn das Fahrzeug steht und
die Türen geöffnet werden, wird die Haltestellenbremse aktiviert.
Nach dem Schließen der Türen löst das Signal die Bremse, sobald das
Fahrpedal betätigt wird. Der Anschluß befindet sich in der vorderen
Zentral-Elektrikeinheit.
Der Ausgang schaltet nach Masse (Spannung fällt von +24 V auf
maximal +3 V), wenn der Stellmotor mehr als 2% betätigt ist. Der
Ausgang ist bis maximal 0,8 A belastbar.
Durch die Leerlaufregelung wird der Ausgang nicht aktiviert.
Geschwindigkeitsbegrenzung 2
Das E-Gas enthält zwei vorprogrammierbare Höchstgeschwindigkeiten.
Der Steuergerätepin 12 ist ein Eingang für die Aktivierung der
Funktion Geschwindigkeitsbegrenzung 2. Die
Geschwindigkeitsbegrenzung 2 wird aktiviert, wenn eine Spannung von
+24 V am Pin anliegt.
Drehzahlanstiegs- und
-senkungskurven
Bei Bussen mit quer eingebautem Motor erzeugt ein plötzliches
Betätigen oder Lösen des Fahrpedals ein starkes Abstützmoment des
Motors und damit Schwingungen in Motoraufhängung und Antriebsstrang.
Das Fahrpedal muß deshalb sanft betätigt werden. Das E-Gas stellt
dabei die Verbindung zwischen Fahrer und Motor dar. Unabhängig von
der Geschwindigkeit, mit der der Fahrer das Fahrpedal betätigt oder
löst, werden Drehzahlanstieg und -senkung stets optimiert.
Dazu verwendet das Steuergerät der Fahrsituation entsprechend
verschiedene Anstiegs- und Senkungskurven.
E-Gas-Einstellung mit 3 Positionen
Bei bestimmten Fehlern, z. B. am Fahrpedal- Potentiometer, steuert
das E-Gas die Motorleistung anhand der Signale der Fahrpedal- und
Kick-Down-Schalter. In diesem Fall sind nur die Stellungen Leerlauf,
50% oder 100% möglich.
Pedalstellung
Fahrpedalschalter
Kick-Down-Schalter
Stellung
Gelöst
Offen
Offen
Leerlaufdrehzahl
Zwischenstellung
Geschlossen
Offen
50%
Kick-Down
Geschlossen
Geschlossen
100%
Steuergerätanschlüsse
Das Steuergerät ist mit einem 55-Pin-Anschluß ausgestattet. Die
folgende Tabelle erläutert die Funktion der einzelnen Pins.
Pin Nr. / Benennung
Bezeichnung
Funktion
1 / Pin 31
Pin 31
Steuergerät-Masse.
2 / Part load 3
Teillast 3
Ausgang, der bei Betätigen des Fahrpedals nach Masse
geschaltet wird. Eine Betätigung um mehr 2% des
Stellmotors verursacht eine Masseschaltung. Der Ausgang
ist bis maximal 0,8 A belastbar.
3 / Actuator –
Stellmotor –
Stromversorgung (–) für Stellmotor.
4 / Actuator +
Stellmotor +
Stromversorgung (+) für Stellmotor.
5 / Neutral
Neutral
+24 V-Eingang für Leerlaufstellung von
Fahrmodusschalter.
6 / -
-
Ohne Funktion.
7 / PWM actual throttle
PWM-Signal für tatsächliche Fahrpedalstellung
Ausgang für PWM-Signal der tatsächlichen
Fahrpedalbetätigung. Wird verwendet von
Automatikgetriebe und TC.
8 / Cruise control +
Geschwindigkeitsregelung
+
Stromversorgung (+) für
Geschwindigkeitsregelungs-Schalter.
Pin Nr. / Benennung
Bezeichnung
Funktion
9 / Cruise control ret.
Geschwindigkeitsregelung: Geschw. verringern
Eingang zur Verringerung und Speicherung der geregelten
Geschwindigkeit.
10 / Cruise control off
Geschwindigkeitsregelung abgeschaltet
Eingang zur Abschaltung der Geschwindigkeitsregelung
11 / Speed
Geschwindigkeit
Eingang für Fahrgeschwindigkeit. Angeschlossen an
Tachometer / Fahrtschreiber.
12 / Speed limit 2
Geschwindigkeitsbegren- zung 2
Eingang für Aktivierung von Geschwindigkeitsbegrenzung
2.
13 / Flashing code
Blinkcode
Eingang von Diagnoseschalter zur Aktivierung der
Blinkcodes.
14 / Reduction 4
Drehzahlsenkung 4
Eingang zur Verringerung der maximalen
Fahrpedalbetätigung auf den voreingestellten Wert (5%).
15 / -
-
Ohne Funktion.
16 / -
-
Ohne Funktion.
17 / Reduction 2
Drehzahlsenkung 2
Eingang zur Verringerung der maximalen
Fahrpedalbetätigung auf den voreingestellten Wert.
18 / High idle 3
Hoher Leerlauf 3
Eingang zur Erhöhung der Leerlaufdrehzahl auf den
voreingestellten Wert.
Pin Nr. / Benennung
Bezeichnung
Funktion
19 / Motor on speed
Motordrehzahlregelung
Eingang zur Aktivierung der Drehzahlregelung über die
Geschwindigkeitsregelung
20 / n
n
Eingang für Motordrehzahl von Generator oder
Magnetsensor. Dieser Eingang ist bei Scania
Steuergeräten nicht programmiert.
21 / -
-
Ohne Funktion.
22 / Safety switch actuator
Sicherheitsschalter im Stellmotor
Eingang vom Sicherheitsschalter im Stellmotor
23 / Pot–, actuator
Stellmotor-Potentiometer–
Stromversorgung (–) für Potentiometer im Stellmotor.
24 / Pot+, actuator
Stellmotor-Potentiometer +
Stromversorgung (+) für Potentiometer im Stellmotor.
25 / Kick down / Safety switch +
Kick-Down-/ Sicherheitsschalter +
Stromversorgung (+) für Kick-Down- und
Fahrpedal-Schalter.
26 / Pot–, sensor
Potentiometer– im Fahrpedalstellungs-Sensor
Stromversorgung (–) für Potentiometer im
Fahrpedalstellungs-Sensor.
27 / Pot+, sensor
Pot+, Fahrpedalstellungs- Sensor
Stromversorgung (+) für Potentiometer im
Fahrpedalstellungs-Sensor.
Pin Nr. / Benennung
Bezeichnung
Funktion
28 / Pin 15
Pin 15
Versorgungsspannung (+24 V) zum Steuergerät von
Startschalter, Pin 15.
29 / -
-
Ohne Funktion.
30 / Status lamp
Warnleuchte
Ausgang (–) für Warnleuchte in Instrumentenanlage und in
Zentral- Elektrikeinheit.
31 / Safety system +
Sicherheitssystem +
Ausgang (+24 V) zur Aktivierung des Kraftstoffventils im
Sicherheitssystem.
32 / Kick down
Kick-Down
Eingang für Kick-Down-Schalter im
Fahrpedalstellungs-Sensor.
33 / High idle 2
Hoher Leerlauf 2
Eingang zur Erhöhung der Leerlaufdrehzahl auf den
voreingestellten Wert.
34 / Part load 1
Teillast 1
Ausgang an Masse bei voreingestellter
Stellmotorstellung. Maximallast 10 mA. Verringerung von
+24 V auf maximal
+5,6 V.
35 / PWM throttle reducing
PWM-Drehzahlsenkung
Eingang für PWM-Signal zur Verringerung der
Stellmotorbetätigung. Verwendet von TC.
36 / Cruise control acc
Geschwindigkeitsregelung Beschleunigung
Eingang zur Erhöhung und Speicherung der geregelten
Geschwindigkeit.
Pin Nr. / Benennung
Bezeichnung
Funktion
37 / Cruise control resume
Geschwindigkeitsregelung Wiederaufnahme
Eingang zur Wiederaufnahme der zuletzt gespeicherten
Geschwindigkeit.
38 / Cruise control off, brake
Geschwindigkeitsregelung aus, Bremse
+24 V-Eingang zur Aufrechterhaltung der Drehzahlregelung
bei Normalbetrieb.
Stromunterbrechung wird vom Steuergerät als Betätigung
des Bremspedals interpretiert.
39 /
-
Ohne Funktion.
40 /
-
Ohne Funktion.
41 /
Oszillatorsensor +
Stromversorgung (+) für Motordrehzahl- Sensor, vgl.
Klemme 20. Wird bei Scania nicht verwendet.
42 / Ref. r/m
Ref.-Drehz.
Referenzsignal für Steuergerätanschluß 49 / RPM.
43 /
-
Ohne Funktion.
44 / Diagnosis
Diagnose
Computeranschluß für Steuergerät- Programmierung oder
Diagnose.
45 / Reduction 3
Drehzahlsenkung 3
Eingang zur Verringerung der maximalen
Fahrpedalbetätigung auf den voreingestellten Wert.
46 / Reduction 1
Drehzahlsenkung 1
Eingang zur Verringerung der maximalen
Fahrpedalbetätigung auf den voreingestellten Wert.
Pin Nr. / Benennung
Bezeichnung
Funktion
47 / Part load 2
Teillast 2
Ausgang an Masse bei voreingestellter
Stellmotorstellung. Maximallast 10 mA. Verringerung von
+24 V auf maximal 5,6 V.
48 / High idle 1
Hoher Leerlauf 1
Eingang zur Erhöhung der Leerlaufdrehzahl auf den
voreingestellten Wert.
49 / r/m
Drehz.
Eingang für Motordrehzahl von Induktionssensor. Dieser
Eingang ist bei Scania Steuergeräten programmiert.
50 / Retarder
Retarder
Ausgang zur Aktivierung des Retarders beim Fahren mit
Geschwindigkeitsregelung.
51 / Safety switch actuator +
Sicherheitsschalter im Stellmotor +
Stromversorgung (+) für Sicherheitsschalter im
Stellmotor.
52 / Pot signal actuator
Potentiometersignal vom Stellmotor
Eingang vom Potentiometer im Stellmotor.
53 / n-limit
n-Grenze
Eingang zur Aktivierung von voreingestellter
Höchstdrehzahl.
54 / Safety switch sensor
Fahrpedalschalter
Eingang vom Fahrpedalschalter im
Fahrpedalstellungs-Sensor.
55 / Pot signal sensor
Potentiometer-Signal von Sensor
Eingang für Signal vom Potentiometer im
Fahrpedalstellungs-Sensor.
Stellmotor
Allgemeines
Der Stellmotor besteht aus folgenden Hauptbauteilen: Elektromotor,
Getriebe, Stellarm, Potentiometer und Sicherheitsschalter. Der
Elektromotor dreht über das Getriebe den Stellarm. Der Stellarm ist
über eine Stange mit der Einspritzpumpe verbunden. Je nach Stellung
des Stellarms ändert sich die Ausgangsspannung des Potentiometers,
wodurch dem Steuergerät die Stellung des Stellarms signalisiert
wird.
Der Sicherheitsschalter öffnet, wenn der Stellmotor die
Leerlaufstellung verläßt. Dadurch kann auch bei einem Ausfall des
Potentiometers bestimmt werden, ob die Stellung des Stellmotors
(sowie die Stellung des Reglers bei angebauter Stange) mit der
Leerlaufdrehzahl übereinstimmt.
Im Stellmotor befindet sich außerdem eine Rückstellfeder, die bei
einem Ausfall der Stromversorgung des Motors den Stellarm an den
Leerlaufanschlag zurückzieht.
Der Stellmotor kann nicht geöffnet werden. Eine Instandsetzung ist
nicht möglich, der Motor muß komplett erneuert werden.
Elektromotor
Getriebe
Sicherheitsschalter
Potentiometer
Stellarm
Der Stellmotor befindet sich bei Diesel- und Ethanolmotoren
neben der Einspritzpumpe.
Rückstellfeder
Stange
Fahrpedal- stellungs-Sensor
Allgemeines
Der Fahrpedalstellungs-Sensor besteht aus einem mechanisch mit dem
Fahrpedal verbundenen Potentiometer. Die Bewegung des Fahrpedals
wird über ein Gestänge und den Sensorarm auf das Potentiometer
übertragen, dessen Widerstand sich abhängig von der Pedalstellung
ändert. Die Ausgangsspannung des Potentiometers signalisiert dem
E-Gas- Steuergerät die Fahrpedalstellung.
Der Fahrpedalstellungs-Sensor besteht aus folgenden Hauptbauteilen:
Rückstellfeder, Potentiometer mit Fahrpedal- und Kick-Down- Schalter
(hinter dem Fahrpedalschalter in der Abbildung).
Der Fahrpedalschalter schließt, wenn das Fahrpedal aus der
Leerlaufstellung bewegt wird.
Der Kick-Down-Schalter schließt kurz vor Erreichen der
Vollaststellung. Das Kick-Down- Signal wird direkt zu den
Steuergeräten von Getriebe und E-Gas geleitet.
Rückstellfeder
Fahrpedalschalter
Potentiometer
Stellarm
Der Fahrpedalstellungs-Sensor befindet sich unter dem Boden.
Beim Lösen des Fahrpedals stellt die Rückstellfeder den Arm und
damit auch das Fahrpedal zurück. Schalterstellung und
Potentiometerspannung werden vom Steuergerät verglichen. Dies
ermöglicht eine Fehlererkennung.
Der Fahrpedalstellungs-Sensor kann nicht geöffnet werden. Eine
Instandsetzung ist nicht möglich, der Sensor muß komplett erneuert
werden.
Schalterstellung und Potentiometerspannung sind von der Armstellung
abhängig.
A = Leerlauf
B = 1-5°, Schließwinkel für Fahrpedalschalter
C = 60-68°, Schließwinkel für Kick-Down- Schalter
D =Max.-Stellung
Busse mit Gasmotor
Allgemeines
In diesem Abschnitt werden die Unterschiede zwischen Bussen mit
Gasmotor und solchen mit Diesel-/Ethanolmotor beschrieben.
Der Stellmotor steuert anstelle der Einspritzpumpen-Regelstange ein
Drosselventil.
Es gibt ein separates Zündungs- Steuergerät, das aber nicht mit dem
E-Gas verbunden ist.
Die Gaszufuhr wird automatisch bei 2250/min abgeschaltet, die
Zündung bei 2400/min.
Bei der Funktionsprüfung des Sicherheitssystems dreht der Motor mit
ca. 2250/min.
M500 = Stellmotor C558 = Stecker
CD =
Stange
Sicherheitsfunktionen
Bei der Funktionsprüfung des Sicherheitssystems dreht der Motor mit
ca. 2250/min.
Die Gaszufuhr wird automatisch bei 2250/min abgeschaltet, die
Zündung bei 2400/min (Bei Diesel- und Ethanolmotoren wird durch
Impulssteuerung der Kraftstoffventile eine Drehzahl von ca. 1000/min
geregelt.)
Wenn der Motor eine Drehzahl von 2250/min überschreitet, schaltet
das
E-Gas-Steuergerät eine Spannung von
+24 V nach Pin 31, wodurch ein Relais (R1002) aktiviert und die
Gaszufuhr abgeschaltet wird.
Lkw mit Gasmotor
Allgemeines
In diesem Abschnitt werden die Unterschiede zwischen Lkw mit
Gasmotor und Bussen beschrieben.
Der Fahrpedalstellungs-Sensor verfügt über separate Anschlüsse für
Potentiometer, Kick-Down- und Fahrpedalschalter.
Der Stellmotor steuert anstelle der Einspritzpumpen-Regelstange ein
Drosselventil.
Es gibt ein separates Zündungs- Steuergerät, das aber nicht mit dem
E-Gas verbunden ist.
Der Motordrehzahl-Sensor greift ein Impulsrad ab, das an der
Motorsteuerung angebaut ist. Das Impulsrad befindet sich dort, wo
normalerweise die Einspritzpumpe angebaut ist.
Bei der Funktionsprüfung des Sicherheitssystems dreht der Motor mit
ca. 2250/min.
Die Gaszufuhr wird automatisch bei 2250/min abgeschaltet, die
Zündung bei 2400/min. (Bei Diesel- und Ethanolmotoren wird durch
Impulssteuerung der Kraftstoffventile eine Drehzahl von ca. 1000/min
geregelt.)
Wenn der Motor eine Drehzahl von 2250/min überschreitet, schaltet
das
E-Gas-Steuergerät eine Spannung von
+24 V nach Pin 31, wodurch ein Relais (R1002) aktiviert und die
Gaszufuhr abgeschaltet wird.
Warnsignale und Fehlercodes
Als Warnleuchte für das E-Gas dient die EDC- Warnleuchte.
116 532
EDC
ETC
EDC
Fehlercodes werden mit der EDC-Diagnosetaste ausgelesen.
106 448
1 2 EDC
Geschwindig- keitsregelung
Im Fahrerbereich befindet sich ein Bedienhebel für die
Geschwindigkeitsregelung. Mit diesem Hebel wird außerdem die
Motordrehzahl von Hand gesteuert, z. B. beim Betrieb des
Nebenabtriebs.
Set
Memo
Off
Set
116 905
Funktionen
Set
Beschleunigen
Set
Verzögern
MEMO
Vorherige Geschwindigkeit aufnehmen
OFF
Abschaltung
Pin
Motordrehzahl
33
1200/min
48
1000/min
Konstante Motordrehzahl aktivieren
Die konstante Motordrehzahl wird über den Stecker S1009/1 aktiviert.
Der Stecker befindet sich unter der Schaltergruppe neben dem
Lenkrad. Pin 2 (grünes Kabel) ist die
+-Versorgung und Pin 6 (rotes Kabel) sendet das Signal zum
E-Gas-Steuergerät.
Durch Anschließen des Steckers an einen Schalter in der
Instrumententafel kann die konstante Motordrehzahl von Hand
eingeschaltet werden.
Anschluß von Pin 2 und 6 durch ein Relais, das von Signalen von
der gewünschten Quelle gesteuert wird.
Wenn eine andere Motordrehzahl als 1400/min gewünscht wird, muß das
Kabel zu Pin 18 am E-Gas-Steuergerät an die entsprechenden in der
folgenden Tabelle angegebenen Pins angeschlossen werden.
14:02-56
Ausgabe 1 de
E-Gas
Arbeitsbeschreibung
Inhalt
Sicherheitssystem Allgemeines
3
Stellmotor Prüfungen
5
Prüfungen mit Schaltbox 6
Potentiometer prüfen 8
Sicherheitsschalter prüfen 10
Fahrpedal Prüfungen
12
Prüfungen mit Schaltbox 12
Fahrpedalstellungs-Sensor 15
Fahrpedalschalter prüfen 17
Kick-Down-Schalter prüfen 19
Maßnahme mit Einfluß auf E-Gas Einspritzpumpe
erneuern 21
Stellmotor erneuern 21
Verbindungsstange am Stellmotor erneuern 21
Leerlaufdrehzahl einstellen 22
E-Gas-Steuergerät erneuern 22
Fahrpedalstellungs-Sensor erneuern 22
Fahrpedalwinkel ändern 22
Arbeitsbeschreibungen Motortyp
mit SP2 programmieren 23
Mechanische Leerlaufdrehzahl der
Einspritzpumpe prüfen / einstellen. 23
Leerlaufdrehzahl mit SP2 programmieren 25
Gespeicherte Endstellung löschen 26
Verbindungsstange zwischen Stellmotor und Einspritzpumpe prüfen /
einstellen 29
Fahrpedalwinkel einstellen 32
Verbindungsstange am Fahrpedalstellungs-
Sensor prüfen / einstellen 34
Stecker Wartung
35
Steuergerätanschlüsse 35
Sicherheitssystem
Allgemeines
Hinweis: Diese
Arbeitsbeschreibung gilt für Busse mit Diesel- oder Ethanolmotoren.
Die Unterschiede zu Bussen und Lkw mit Gasmotoren sind in der
Funktionsbeschreibung beschrieben.
Das E-Gas verfügt über eine Sicherheitsfunktion, die im Falle eines
schwerwiegenden Fehlers aktiviert wird. Während des Fahrbetriebs
vergleicht das Steuergerät ständig die Signale vom Fahrpedal mit den
Werten des Potentiometers im Stellmotor. Wenn diese wesentlich
voneinander abweichen, wird ein Fehlercode erzeugt und das
Kraftstoffventil aktiviert.
Die Funktion des Sicherheitssystems kann anhand der
Funktionsbeschreibung auf der folgenden Seite einfach geprüft
werden.
Funktionsprüfung
Motor starten. Motor bei betätigter Feststellbremse und Getriebe
in Leerlaufstellung mit Leerlaufdrehzahl drehen lassen.
Verbindungsstange zwischen Stellmotor und Einspritzpumpe in
Vollaststellung ziehen. Die Sicherheitsfunktion wird jetzt
aktiviert, da das Steuergerät gegensätzliche Signale empfängt.
Die Fahrpedalstellung stimmt nicht mit der Stellmotorstellung
überein. Das Kraftstoffventil muß einschalten und die
Motordrehzahl impulsweise auf ca. 1000/min absenken. Dadurch
wird das Funktionieren der Sicherheitsfunktion bestätigt.
104 184
Hinweis: 2250/min bei Gasmotoren (Lkw und Busse). Das
Sicherheitssystem schaltet die Gaszufuhr ab.
Motor abschalten.
Alle aufgetretenen Fehlercodes löschen. Siehe Abschnitt
'Fehlercodes löschen' im Heft 'E-Gas: Fehlersuche und
Fehlercodeliste'.
Bei aktivierter Sicherheitsfunktion kann das Fahrzeug noch maximal
500 m gefahren werden, um z. B. einen Kreuzungsbereich zu räumen.
Stellmotor
Prüfungen
Der Stellarm muß fest auf der Stellmotorwelle sitzen. Schraube des
Stellarms auf korrekten Anzug prüfen. Das Anzugsmoment beträgt
6 Nm.
Prüfen, ob die Rückstellfeder korrekt am Stellarm befestigt ist.
Dies ist wichtig, falls die Stromversorgung des Stellmotors
ausfällt.
118 027
Das untere Federauge muß um die Kante des Stellarms greifen (Pfeil
in Abb.) und darf die Bewegung des Arms nicht beeinträchtigen.
Verbindungsstange und Kugelgelenke auf festen Sitz prüfen.
Verbindungsstangenenden mit wärmebeständigem Schmiermittel 561 205
schmieren.
Nach dem Fahrbetrieb und Abschalten des Motors steigt die Temperatur
im Motorraum auf über 130 °C an. Normale Fette oder Öle sind gegen
so hohe Temperaturen nicht beständig.
104 206
Deshalb stets das o. g. Schmiermittel verwenden.
Prüfungen mit Schaltbox
Spezifikationen
Anschlüsse im Stellmotor-Stecker (C558)
Pin
Kabelfarbe
Anwendung
1
Blau
Motor –
2
Schwarz
Motor +
3
Weiß
Sicherheitsschalter
4
Grün
Sicherheitsschalter
5
Braun
Potentiometer –
6
Gelb
Potentiometer, Aufnehmerkontakt
7
Rot
Potentiometer +
Werkzeuge
Nummer
Bezeichnung
Abbildung
Tafel
587 423
Multimeter
-
639 813 Schaltbox -
Prüfen
Für die Prüfung und Fehlersuche ist eine korrekte Einstellung der
Verbindungsstange zwischen Stellmotor und Einspritzpumpe eine
Voraussetzung. Ist dies nicht der Fall, muß vor der Fehlersuche die
Verbindungsstange eingestellt werden.
Durch Anschluß der Schaltbox an den dem Stellmotor nächstgelegenen
Stecker kann die Funktion des Stellmotors geprüft werden. Dazu wird
die Spannung des Stellmotor- Potentiometers gemessen und die
Stellung des Sicherheitsschalters bestimmt.
Stecker am Stellmotor abziehen.
104 185
C558
Sicherstellen, daß die Kontakte korrekt im Stecker sitzen und
nicht korrodiert sind.
Schaltbox 639 813 an Stecker anschließen. Sicherstellen, daß die
Stecker nicht herunterhängen und die Bewegung der
Verbindungsstange behindern.
639 813
104 183
587 423
Potentiometer prüfen
Spannung messen
Potentiometer
+-Pol
–-Pol
Spannung
Leerlauf
7
5
3,0 V **
Teillast
7
5
3,0 V **
Vollast / Kick-Down
7
5
3,0 V **
Leerlauf
6
5
2,5 V
Teillast
6
5
2,6 - 0,6 V *
Vollast / Kick-Down
6
5
0,6 V
* Die Spannung nimmt beim Betätigen des Fahrpedals gleichmäßig ab.
** Die Spannung muß zwischen 2,6 und 3,1 V liegen.
Spannung messen
Multimeter-Prüfspitzen an die Ausgänge der Schaltbox
anschließen, deren Spannung gemessen werden soll.
Sicherstellen, daß das Multimeter auf
Gleichstrom-Spannungsmessung geschaltet ist.
Zündspannung einschalten.
Spannung bei verschiedenen Fahrpedalstellungen messen und mit
den Werten in der Tabelle vergleichen.
Zündspannung ausschalten.
Diese Fehlersuche erzeugt Fehlercodes, die nach der Messung
gemäß den Anweisungen im Heft 'E-Gas: Fehlersuche und
Fehlercodeliste', Abschnitt 'Fehlercodes löschen', gelöscht
werden müssen.
Voltmeter zeigt zwischen Pin 5/6 und 5/7 eine Spannung von 0 V an:
Anschluß zwischen Schaltbox und Stellmotor trennen. Wenn die
Spannung zwischen Pin 5 und 7 immer noch 0 V beträgt, liegt der
Fehler im Steuergerät oder im Kabelstrang.
Anschluß zwischen Schaltbox und Stellmotor trennen. Wenn die
Spannung 2,5 V (Pin 5/6) oder 3,0 V (Pin 5/7) beträgt, aber beim
Anschluß des Stellmotors auf Null absinkt, liegt der Fehler in einem
kurzgeschlossenen Potentiometer.
Wenn die Spannung zwischen Pin 5 und 6 abweicht:
Wenn keine Spannungsänderung angezeigt wird, liegt der Fehler im
Potentiometer.
Sicherheitsschalter prüfen
Messungen
Sicherheitsschalter
+-Pol
–-Pol
Stellung
Spannung
Leerlauf
3
4
geschlossen
0 V
Teillast
3
4
offen
+24 V
Vollast / Kick-Down
3
4
offen
+24 V
Sofort nach Verlassen der Leerlaufstellung muß der Schalter öffnen.
Spannung messen
Multimeter-Prüfspitzen an die Ausgänge der Schaltbox
anschließen, deren Spannung gemessen werden soll.
Sicherstellen, daß das Multimeter auf
Gleichstrom-Spannungsmessung geschaltet ist.
Zündspannung einschalten.
Spannung bei verschiedenen Fahrpedalstellungen messen und mit
den Werten in der Tabelle vergleichen.
Zündspannung ausschalten.
Diese Fehlersuche erzeugt Fehlercodes, die nach der Messung
gemäß den Anweisungen im Heft 'E-Gas: Fehlersuche und
Fehlercodeliste', Abschnitt 'Fehlercodes löschen', gelöscht
werden müssen.
Voltmeter zeigt +24 V an:
• Wenn
der Sicherheitsschalter auch bei Leerlaufstellung +24 V anzeigt,
liegt der Fehler im Sicherheitsschalter. In diesem Fall ist der
Sicherheitsschalter in allen Stellungen offen.
Voltmeter zeigt 0 V an:
• Wenn
der Sicherheitsschalter 0 V auch bei Teil- und Vollast anzeigt, gibt
es zwei Möglichkeiten. Stecker zwischen Schaltbox und Stellmotor
trennen und prüfen, ob der Sicherheitsschalter ständig geschlossen
ist.
Voltmeter zeigt jetzt +24 V an: Fehler im kurzgeschlossenen
Sicherheitsschalter.
Voltmeter zeigt jetzt 0 V an: Fehler im Steuergerät oder im
Kabelstrang.
Fahrpedal
Prüfungen
Vom Fahrer eingetragene Steine und Schmutz sind in das Fahrpedal
eingedrungen. Durch die Innenreinigung des Fahrzeugs kann das
Schmiermittel vom Pedalgelenk entfernt worden sein. Pedalgelenk
reinigen und mit normalem Motoröl schmieren.
Die Gabelenden der Verbindungsstange am Fahrpedalstellungs-Sensor
müssen normalerweise nicht geschmiert werden, sind aber auf
Freigängigkeit zu prüfen.
Prüfungen mit Schaltbox
Anschlüsse
Pin
Kabelfarbe
Anwendung
1
Weiß
Fahrpedalschalter
2
Rot
Potentiometer +
3
Gelb
Potentiometer, Aufnehmerkontakt
4
Blau
Kick-Down-Schalter
5
Braun
Potentiometer –
6
Grün
Kick-Down-Schalter
7
Schwarz
Fahrpedalschalter
Werkzeuge
Nummer
Bezeichnung
Abbildung
Tafel
587 423
Multimeter
-
639 813 Schaltbox -
Prüfen
Für die Prüfung und Fehlersuche ist eine korrekte Einstellung der
Verbindungsstange zwischen Stellmotor und Einspritzpumpe eine
Voraussetzung. Ist dies nicht der Fall, muß vor der Fehlersuche die
Verbindungsstange eingestellt werden.
1 Durch
Anschluß der Schaltbox an den dem Fahrpedalstellungs-Sensor
nächstgelegenen Stecker kann die Funktion des
Fahrpedalstellungs-Sensors geprüft werden. Dazu wird die Spannung
des Potentiometers und die Stellung des Fahrpedal- und Kick-
Down-Schalters geprüft.
Einstellung
Spezifikationen
Abstand zwischen Arm und Anschlag
2 ± 1 mm
Werkzeuge
Nummer Bezeichnung
Abbildung
Tafel
587 090 Winkelmesser
-
Bezeichnung
Verbindungsstange zwischen Fahrpedal und Fahrpedalstellungs-Sensor
einstellen.
Außenverkleidung vorn abbauen, um Zugang zum
Fahrpedalstellungs-Sensor zu erhalten. Dies kann je nach
Karosserieausführung unterschiedlich sein.
Sicherstellen, daß der Bus auf ebenem Untergrund steht.
Sicherstellen, daß die Zündspannung
ausgeschaltet ist.
Fahrpedal vollständig und bis an das Ende des Kick-Down-Bereichs
niedertreten. Der Abstand zwischen Arm und Anschlag muß 2 ± 1 mm
betragen. Der Abstand kann mit der Einstellschraube (1) unter
dem Fahrpedal eingestellt werden.
Fahrpedalstellungs- Sensor
Spannung messen
Potentiometer
+-Pol
–-Pol
Spannung
Leerlauf
2
5
3,0 V **
Teillast
2
5
3,0 V **
Vollast / Kick-Down
2
5
3,0 V **
Leerlauf
3
5
0,1 V
Teillast
3
5
0,1–2,0 V*
Vollast / Kick-Down
3
5
2,0 V
* Die Spannung nimmt beim Betätigen des Fahrpedals gleichmäßig zu.
** Die Spannung muß zwischen 2,6 und 3,1 V liegen.
Spannung messen
Multimeter-Prüfspitzen an die Ausgänge der Schaltbox
anschließen, deren Spannung gemessen werden soll.
Sicherstellen, daß das Multimeter auf
Gleichstrom-Spannungsmessung geschaltet ist.
Zündspannung einschalten.
Spannung bei verschiedenen Fahrpedalstellungen messen. Meßwerte
mit den Angaben in der Tabelle vergleichen.
Zündspannung ausschalten.
Diese Fehlersuche erzeugt Fehlercodes, die nach der Messung
gemäß den Anweisungen im Heft 'E-Gas: Fehlersuche und
Fehlercodeliste', Abschnitt 'Fehlercodes löschen', gelöscht
werden müssen.
Voltmeter zeigt zwischen Pin 2/5 und 3/5 eine Spannung von 0 V an:
Anschluß zwischen Schaltbox und Fahrpedalstellungs-Sensor trennen.
Wenn die Spannung immer noch 0 V beträgt, liegt der Fehler im
Steuergerät oder im Kabelstrang.
Anschluß zwischen Schaltbox und Fahrpedalstellungs-Sensor trennen.
Wenn die Spannung jetzt 3,0 V (Pin 2/5) oder 2,0 V (Pin 3/5)
beträgt, beim Anschließen
des Fahrpedalstellungs-Sensor aber auf Null absinkt, liegt der
Fehler in einem kurzgeschlossenen Potentiometer.
Wenn die Spannung zwischen Pin 3 und 5 abweicht:
Wenn keine Spannungsänderung angezeigt wird, liegt der Fehler im
Potentiometer.
Fahrpedalschalter prüfen
Messungen
Stellung
+-Pol
–-Pol
Stellung
Spannung
Leerlauf
1
7
offen
+24 V
Teillast
1
7
geschlossen
0 V
Vollast / Kick-Down
1
7
geschlossen
0 V
Sofort nach Verlassen der Leerlaufstellung muß der Schalter
schließen.
Spannung messen
Multimeter-Prüfspitzen an die Ausgänge der Schaltbox
anschließen, deren Spannung gemessen werden soll.
Sicherstellen, daß das Multimeter auf
Gleichstrom-Spannungsmessung geschaltet ist.
Zündspannung einschalten.
Spannung bei verschiedenen Fahrpedalstellungen messen. Meßwerte
mit den Angaben in der Tabelle vergleichen.
Zündspannung ausschalten.
Diese Fehlersuche erzeugt Fehlercodes, die nach der Messung
gemäß den Anweisungen im Heft 'E-Gas: Fehlersuche und
Fehlercodeliste', Abschnitt 'Fehlercodes löschen', gelöscht
werden müssen.
Voltmeter zeigt +24 V an:
• Wenn
am Fahrpedalschalter bei Teil- und Vollast +24 V angezeigt wird,
liegt der Fehler im Fahrpedalschalter. Der Schalter schließt in
keiner Fahrpedalstellung.
Voltmeter zeigt 0 V an:
• Wenn
der Fahrpedalschalter bei gelöstem Fahrpedal 0 V anzeigt, gibt es
zwei Möglichkeiten. Stecker zwischen Schaltbox und
Fahrpedalstellungs-Sensor trennen und prüfen, ob der
Fahrpedalschalter ständig offen ist.
Voltmeter zeigt jetzt +24 V an: Fehler im kurzgeschlossenen
Fahrpedalschalter.
Voltmeter zeigt jetzt 0 V an: Fehler im Steuergerät oder im
Kabelstrang.
Widerstand messen
Sicherstellen, daß die Zündspannung (Startschlüssel, Pin 15)
ausgeschaltet ist.
Schaltbox nur an Fahrpedalstellungs- Sensor anschließen und
sicherstellen, daß sie nicht am Kabelstrang des Busses
angeschlossen ist.
Multimeter-Prüfspitzen an die Ausgänge der Schaltbox
anschließen, deren Widerstand gemessen werden soll.
Sicherstellen, daß das Multimeter auf Widerstandsmessung
geschaltet ist.
Widerstand bei verschiedenen Fahrpedalstellungen messen und mit
den Werten in der Tabelle vergleichen.
Diese Fehlersuche erzeugt Fehlercodes, die nach der Messung
gemäß den Anweisungen im Heft 'E-Gas: Fehlersuche und
Fehlercodeliste', Abschnitt 'Fehlercodes löschen', gelöscht
werden müssen.
Ohmmeter zeigt unendlich hohen Widerstand an:
Wenn am Fahrpedalschalter bei Teil- und Vollast ein unendlich hoher
Widerstand angezeigt wird, liegt der Fehler im Fahrpedalschalter. In
diesem Fall ist der Fahrpedalschalter in allen Stellungen offen.
Ohmmeter zeigt Kurzschluß an:
Wenn der Fahrpedalschalter bei gelöstem Fahrpedal 0 Ohm anzeigt,
liegt der Fehler im Fahrpedalschalter. In diesem Fall ist der
Fahrpedalschalter ständig geschlossen.
Kick-Down-Schalter prüfen
Messungen
Stellung
+-Pol
–-Pol
Stellung
Spannung
Leerlauf
6
4
offen
+24 V
Teillast
6
4
offen
+24 V
Vollast / Kick-Down
6
4
geschlossen
0 V
Der Schalter muß schließen, kurz bevor das Pedal den Endanschlag
erreicht.
Spannung messen
Multimeter-Prüfspitzen an die Ausgänge der Schaltbox
anschließen, deren Spannung gemessen werden soll.
Sicherstellen, daß das Multimeter auf
Gleichstrom-Spannungsmessung geschaltet ist.
Zündspannung einschalten.
Spannung bei verschiedenen Fahrpedalstellungen messen.
Meßwerte mit den Angaben in der Tabelle vergleichen.
Zündspannung ausschalten.
Diese Fehlersuche erzeugt Fehlercodes, die nach der Messung
gemäß den Anweisungen im Heft 'E-Gas: Fehlersuche und
Fehlercodeliste', Abschnitt 'Fehlercodes löschen', gelöscht
werden müssen.
Voltmeter zeigt +24 V an:
Wenn am Kick-Down-Schalter bei Teil- und Vollast +24 V angezeigt
wird, liegt der Fehler im Kick-Down-Schalter. In diesem Fall ist
der Kick-Down-Schalter in allen Stellungen offen.
Voltmeter zeigt 0 V an:
Wenn der Kick-Down-Schalter bei gelöstem Fahrpedal 0 V anzeigt,
gibt es zwei Möglichkeiten. Stecker zwischen Schaltbox und
Fahrpedalstellungs-Sensor trennen und prüfen, ob der Kick-Down-
Schalter ständig offen ist.
Voltmeter zeigt jetzt +24 V an: Fehler im kurzgeschlossenen
Fahrpedalschalter.
Voltmeter zeigt jetzt 0 V an: Fehler im Steuergerät oder im
Kabelstrang.
Widerstand messen
Sicherstellen, daß die Zündspannung (Startschlüssel, Pin 15)
ausgeschaltet ist.
Schaltbox nur an Fahrpedalstellungs- Sensor anschließen und
sicherstellen, daß sie nicht am Kabelstrang des Busses
angeschlossen ist.
Multimeter-Prüfspitzen an die Ausgänge der Schaltbox
anschließen, deren Widerstand gemessen werden soll.
Sicherstellen, daß das Multimeter auf Widerstandsmessung
geschaltet ist.
Widerstand bei verschiedenen Fahrpedalstellungen messen und mit
den Werten in der Tabelle vergleichen.
Diese Fehlersuche erzeugt Fehlercodes, die nach der Messung
gemäß den Anweisungen im Heft 'E-Gas: Fehlersuche und
Fehlercodeliste', Abschnitt 'Fehlercodes löschen', gelöscht
werden müssen.
Ohmmeter zeigt unendlich hohen Widerstand an:
Wenn am Kick-Down-Schalter auch bei Vollast unendlich hoher
Widerstand angezeigt wird, liegt der Fehler im Kick- Down-Schalter.
In diesem Fall ist der Kick- Down-Schalter in allen Stellungen
offen.
Ohmmeter zeigt Kurzschluß an:
Wenn der Kick-Down-Schalter bei gelöstem Fahrpedal 0 Ohm anzeigt,
liegt der Fehler im Kick-Down-Schalter. In diesem Fall ist der
Kick-Down-Schalter ständig geschlossen.
Maßnahme mit Einfluß auf E-Gas
Im folgenden werden Maßnahmen beschrieben, die beim Auswechseln von
solchen Teilen durchgeführt werden müssen, die die Funktion des
E-Gas-Systems beeinflussen können. Die einzelnen Vorgänge werden an
späterer Stelle in diesem Heft beschrieben.
Einspritzpumpe erneuern
Mechanische Leerlaufdrehzahl der Einspritzpumpe prüfen /
einstellen.
Mit SP2 die korrekte Leerlaufdrehzahl im E-Gas-Steuergerät
programmieren.
Gespeicherte Endstellung löschen.
Verbindungsstange (Leerlauf / Vollast) zwischen Stellmotor und
Einspritzpumpe prüfen / einstellen.
Stellmotor erneuern
Gespeicherte Endstellung löschen.
Verbindungsstange (Leerlauf / Vollast) zwischen Stellmotor und
Einspritzpumpe prüfen / einstellen.
Verbindungsstange am Stellmotor erneuern
Eine Erneuerung ist notwendig, wenn am Kugelgelenk Spiel auftritt.
Gespeicherte Endstellung löschen.
Verbindungsstange (Leerlauf / Vollast) zwischen Stellmotor und
Einspritzpumpe prüfen / einstellen.
Leerlaufdrehzahl einstellen
Mechanische Leerlaufdrehzahl der Einspritzpumpe prüfen /
einstellen.
Mit SP2 die korrekte Leerlaufdrehzahl im E-Gas-Steuergerät
programmieren.
Gespeicherte Endstellung löschen.
Verbindungsstange (Leerlauf / Vollast) zwischen Stellmotor und
Einspritzpumpe prüfen / einstellen.
E-Gas-Steuergerät erneuern
Mit SP2 den korrekten Motortyp im E-Gas-Steuergerät
programmieren.
Mechanische Leerlaufdrehzahl der Einspritzpumpe prüfen /
einstellen.
Mit SP2 die korrekte Leerlaufdrehzahl im E-Gas-Steuergerät
programmieren.
Gespeicherte Endstellung löschen.
Verbindungsstange (Leerlauf / Vollast) zwischen Stellmotor und
Einspritzpumpe prüfen / einstellen.
Fahrpedalstellungs- Sensor erneuern
Verbindungsstange (Leerlauf) am Fahrpedalstellungs-Sensor prüfen
und einstellen.
Pedalanschlag (Vollast) prüfen / einstellen.
Fahrpedalwinkel ändern
Winkel des Fahrpedals einstellen.
Verbindungsstange (Leerlauf) am Fahrpedalstellungs-Sensor prüfen
und einstellen.
Pedalanschlag (Vollast) prüfen / einstellen.
Arbeitsbeschreibungen
Motortyp mit SP2 programmieren
Mit Scania Programmer 2 den korrekten Motortyp im E-Gas-Steuergerät
programmieren.
Mechanische Leerlaufdrehzahl der Einspritzpumpe prüfen / einstellen.
Werkzeuge
Nummer Bezeichnung Abbildung
102 210
587 304 IR-Drehzahlmesser
Motor bis zum Erreichen der Betriebstemperatur mindestens 30 min
lang warmlaufen lassen, dabei häufig den Retarder verwenden. Der
gesamte Motor muß betriebswarm sein.
104 175
Klemme des Kugelgelenks an der Einspritzpumpe lösen.
Verbindungsstange von Stellarm abbauen.
Motor starten.
Motordrehzahl an Riemenscheibe messen. IR-Drehzahlmesser
verwenden.
Hinweis: Nicht
den Drehzahlmesser in der Instrumentenanlage verwenden. Dieser
ist nicht ausreichend genau.
Gewünschte Drehzahl (520 oder 550/min) an der Leerlaufschraube
einstellen.
Sicherungsmutter (1) auf der Unterseite 1
lösen. Leerlaufschraube (2) einstellen.
2
Sicherstellen, daß der Stellarm (3) an der
Leerlaufschraube anliegt.
3
Sicherungsmutter (1) festziehen.
104 176
Motor abschalten.
Leerlaufdrehzahl mit SP2 programmieren
Die Leerlaufdrehzahl von 520/min (oder 550/min) muß auch im
Steuergerät programmiert werden. Deshalb muß die mechanische
Leerlaufeinstellung mit der programmierten Leerlaufdrehzahl (520
oder 550/min) übereinstimmen. Andernfalls sind Motorvibrationen
möglich. Es ist wichtig, daß im Steuergerät die tatsächliche
Leerlaufdrehzahl programmiert ist.
Die Leerlaufdrehzahl ist vom Motortyp abhängig. Ggf. muß die
Leerlaufdrehzahl mit dem Scania Programmer 2 geprüft werden.
Einstellwerte
Bezeichnung Wert
Standard-Leerlaufdrehzahl für Dieselmotoren 520/min
Standard-Leerlaufdrehzahl für Ethanolmotoren 550/min
Standard-Leerlaufdrehzahl für Gasmotoren (Lkw und Busse). 550/min
Gespeicherte Endstellung löschen
Zündspannung einschalten.
Der Löschvorgang (die Speicherung des Endanschlags) beginnt.
Motor starten und im Leerlauf (520 oder
550/min) drehen lassen.
Fahrpedal mit von der Einspritzpumpe getrennter
Verbindungsstange mindestens zwei Sekunden in Vollaststellung
drücken.
Motor abschalten. Zündspannung nicht ausschalten.
Der Löschvorgang ist jetzt abgeschlossen.
Gespeicherte Endstellung aktualisieren
Wenn die Endstellung nicht wie o. g. gelöscht wird, wird mit jeder
Nachstellung der Verbindungsstange der Verstellbereich des
Stellmotors weiter eingeschränkt.
Durch das Löschen des Speichers wird sichergestellt, daß nach einer
Einstellung der Stellmotor den maximalen Verstellbereich nutzt.
Für die Leerlaufdrehstellung genügt eine einfache mechanische
Grundeinstellung.
Das Steuergerät prüft die Endstellung bei Vollast nach jedem
Einschalten des Systems. Diese Prüfung erfolgt, wenn das erste Mal
länger als eine Sekunde die Vollaststellung gehalten wird und die
Fahrgeschwindigkeit mehr als 7,5 km/h oder die Motordrehzahl 400/min
beträgt. Das Steuergerät bestimmt dann, ob die gemessene Endstellung
innerhalb des Sollbereichs liegt.
Die Einstellung der Endstellung erfolgt in einem Bereich von 30% des
Gesamtstellbereichs des Stellmotors. Wenn sich die Endposition
außerhalb dieses Bereichs befindet, werden ein Warnsignal und ein
Fehlercode erzeugt.
Im Steuergerät ist die Endposition der vorhergehenden Prüfung
gespeichert. Wenn das Steuergerät eine neue elektrische Endposition
erkennt, wird der vorherige Wert überschrieben.
Wenn die gespeicherte Endposition gelöscht ist, wird die mechanische
Endposition im Steuergerät gespeichert. Wenn die Endposition nicht
gelöscht wird, liegt die Selbsteinstellung nach einigen
Nachstellvorgängen der Verbindungsstange außerhalb des zulässigen
Verstellbereichs.
Die Verbindungsstange wird beim Einstellen um 3 mm verkürzt. Dadurch
wird erreicht, daß sich die eingestellte Endposition ungefähr in der
Mitte des Einstellbereichs befindet. Bei der nächsten Fahrt wird
dieser Wert als elektrische Endposition gespeichert, sobald die
entsprechenden Bedingungen erfüllt sind. Dies ermöglicht einen
Verstellbereich von 15% in beide Richtungen gegenüber dem
Gesamtverstellweg des Stellmotors.
Endposition-Einstellbereich.
M bezeichnet die im Steuergerät gespeicherte Position.
M bezeichnet die bei korrekt eingebauter und eingestellter
Verbindungsstange im Steuergerät gespeicherte Position.
Verbindungsstange zwischen Stellmotor und Einspritzpumpe prüfen /
einstellen
Werkzeuge
Bezeichnung Abbildung
Spezialschlüssel
Zündspannung einschalten.
Verbindungsstange so einstellen, daß die Kugelköpfe mittig in
den Kugelpfannen sitzen. Sicherungsmutter festziehen.
Verbindungsstange hängen lassen.
Dies ist der Einstellvorgang für die Leerlaufstellung der
Verbindungsstange.
Von einem Helfer das Fahrpedal bis zum Vollastanschlag
niederdrücken lassen.
Dies ist der Einstellvorgang für die Vollaststellung der
Verbindungsstange.
Einspritzpumpenarm in Vollaststellung
104 179
stellen.
Die Verbindungsstange muß auf der Seite der Einspritzpumpe 3 ± 1
mm zu kurz sein. Der Wert kann am Einspritzpumpenarm gemessen
werden.
Die Vollaststellung der Verbindungsstange ist jetzt eingestellt.
Ggf. muß der Stellarm nachgestellt werden. Schlüssel verwenden:
Spezialanfertigung 8 oder 10 mm.
Einstellungen an dieser Schiene haben keine Auswirkung auf die
Leerlaufstellung.
Wenn der Verstellweg von Einspritzpumpenarm oder Stellarm nicht
ausreichend ist, muß die Länge des Einspritzpumpenarms
nachgestellt werden. In diesem Fall den Arm in der Schiebe
verschieben.
Fahrpedal lösen.
Leerlaufstellung nochmals prüfen. (Ggf. Vorgang ab Schritt 2
wiederholen.)
Verbindungsstange an Einspritzpumpenarm anbauen.
104 182
Alle Fehlercodes löschen, siehe Abschnitt 'Fehlercodes löschen'
im Heft 'E-Gas: Fehlersuche und Fehlercodeliste'.
Fahrpedalwinkel einstellen
Hinweis: Die
Kugelgelenkstellung 3 gilt für Busse der Serie 4.
Stecker
Gabelstück
Kugelgelenkstellung beim Bus der Serie 4.
Leerlaufstellung
Der Fahrpedalarm (3) begrenzt den Fahrpedalwinkel nach oben und
liegt an der Unterseite des Fahrpedalträgers an. Ist dies nicht
der Fall, muß die Stange des Fahrpedalstellungs-Sensors (6)
verlängert werden.
Der Pedalwinkel muß ca. 45° von der Horizontalen betragen.
Fahrpedalwinkel entsprechend dem Kundenwunsch an der vertikalen
Verbindungsstange (4) unter dem Pedal einstellen. Die
Verbindungsstange ist im Pedal mit einem Stift und einer
Verriegelungsplatte (5) befestigt.
Vollaststellung
1 Einstellschraube
(1) so einstellen, daß das Pedal einen Betätigungsbereich von ca.
30° erreicht.
Einstellungen des Fahrpedalstellungs-Sensors prüfen.
Fahrpedalstellungs-Sensor-Arm
Seilzuggabel
Stellarm
Vertikale Verbindungsstange
Stift und Verriegelungsplatte
Stange
Einstellschraube
Fahrpedalstellungs-Sensor-Arm
Verbindungsstange am Fahrpedalstellungs- Sensor prüfen / einstellen
Leerlaufstellung
Der Fahrpedalarm (3) begrenzt den Fahrpedalwinkel nach oben und
liegt an der Unterseite des Fahrpedalträgers an.
1 Der
Fahrpedalstellungs-Sensor-Arm (1) muß beinahe am hinteren Anschlag
anstehen.
Vollaststellung
1 Prüfen,
ob ein Abstand von 1-3 mm zwischen Fahrpedalstellungs-Sensor-Arm
(2) und dem vorderen Anschlag vorhanden ist. Bei Bedarf mit der
Einstellschraube (1) unter dem Pedal einstellen.
Fahrpedalstellungs-Sensor-Arm
Seilzuggabel
Stellarm
Vertikale Verbindungsstange
Stift und Verriegelungsplatte
Stange
Einstellschraube
Fahrpedalstellungs-Sensor-Arm
Stecker
Wartung
Stecker mit Spezialfett 584 070 vor Korrosion schützen. Dies verringert
das Risiko von unnötigen Warnmeldungen und Pannen.
Steuergerätanschlüsse
Zum Ausbauen von Kontakten aus dem Steuergeräte-Stecker sind zwei
Spezialwerkzeuge erforderlich.
Die größeren Kontakte mit Spezialwerkzeug 588 192, die kleineren mit
Spezialwerkzeug
588 195 ausbauen.
Vor dem Herausziehen eines Kontakts muß die Verriegelungslasche gelöst
werden. Dazu den oberen Teil des Steckers zur Seite schieben. An den
drei Haken (A) ist sichtbar, ob der Stecker geöffnet oder geschlossen
ist.
Als Zusatzausstattung können folgende Bauteile eingebaut sein:
Handgas-Seilzug
Fahrpedal-Sensor
Fahrpedalbetätigungs-Sensor
Fahrpedalsperre
Fahrpedal
Das Fahrpedal ist auf einer Grundplatte befestigt, auf deren Unterseite
sich Hebelmechanismus, Verbindungsgestänge und Fahrpedal-Sensor
befinden. Die Rückstellung des Fahrpedals in die Ausgangsstellung
erfolgt durch eine Rückholfeder im Fahrpedal-Sensor bzw. im
Pedalmechanismus bei Ausführungen ohne Sensor. Die Endstellungen des
Fahrpedals sind durch einen Hebelanschlag unterhalb der Grundplatte
(Leerlaufstellung) und eine Einstellschraube (Vollaststellung)
vorgegeben.
Fahrpedal
Fahrpedalzug
Der Fahrpedalzug mit Außenzug verläuft unten am Fahrzeugboden vom
Fahrpedalmechanismus zur Einspritzpumpe. Die Seilzuglänge hängt von der
jeweiligen Buslänge ab. Zur Führung des Fahrpedalzugs dienen ein
Kunststoffrohr (Durchmesser: 25 mm) bzw. Kabelbinder. Der Seilzug ist
wartungsfrei und darf nicht geschmiert werden.
Handgasbetätigung
Mit der Handgas-Funktion kann die Leerlaufdrehzahl angehoben werden, z.
B. zur Füllung von Druckluftbehältern oder zur schnelleren
Motorerwärmung.
Der Handgas-Seilzug ist mit dem Hebel am Fahrpedal verbunden. Zur
Feineinstellung der Drehzahl dient der Drehknopf.
Handgasbetätigung
Geschwindigkeitsbegrenzer
Der Geschwindigkeitsbegrenzer befindet sich im Bereich der
Einspritzpumpe und regelt die Höchstgeschwindigkeit des Fahrzeugs. Bei
Überschreiten der eingestellten Höchstgeschwindigkeit wird ein
Druckluftzylinder beaufschlagt, der den Verstellhebel an der
Einspritzpumpe zurückschiebt.
Geschwindigkeitsbegrenzer
Fahrpedalsperre
Die Fahrpedalsperre (falls eingebaut) ist direkt hinter dem Fahrpedal
eingebaut und mit dem Pedalmechanismus über einen kurzen Seilzug
verbunden. Der Seilzug zum Motor ist direkt an der Fahrpedalsperre
angebaut und deshalb kürzer als bei Fahrzeugen ohne Fahrpedalsperre.
Siehe Fahrpedalsperre, Funktions- und Arbeitsbeschreibung.
Fahrpedalsperre
Seilzug zum Fahrpedal
Seilzug zum Motor
Fahrpedal-Sensor
Der Fahrpedal-Sensor besteht aus einem Potentiometer und zwei
Mikro-Schaltern zur Erkennung der Fahrpedalbetätigung und Kick-
Down-Funktion. Bei mechanischer Verstellung der Einspritzpumpe entfällt
das Potentiometer. Der Kick-Down-Schalter wird bei vollständig
durchgetretenem Fahrpedal aktiviert. Der
Kick-Down-Schalter wird bei Automatikgetrieben verwendet. Der
Fahrpedalbetätigungs-Schalter wird am Anfang der Pedalbewegung
aktiviert. Das Zusatzbremssystem benötigt die Signale vom
Fahrpedalbetätigungs-Schalter.
Fahrpedal-Sensor
Fahrpedalbetätigungs-Sensor
Der Fahrpedalbetätigungs-Sensor sitzt an der Einspritzpumpe und
registriert Stellungsveränderungen des Fahrpedals. Dieser Sensor wird
nur bei Automatikgetrieben verwendet. Siehe Werkstatthandbuch
Hauptgruppe 5.
WICHTIG! Bei
der Einstellung des Seilzugs ist darauf zu achten, daß in entlastetem
Zustand ausreichend Durchhang vorhanden ist, damit der Motorleerlauf bei
eingeschobenem Einspritzpumpen-Verstellhebel nicht beeinträchtigt wird.
WICHTIG! Prüfen,
ob der Abstand von Mitte Kugelzapfen bis Mitte Gelenkgabel am neuen
Geschwindigkeitsbegrenzer bzw. am neuen Gestänge zwischen 251-253 mm
liegt.
WICHTIG! Leerlauf-
und Vollaststellung der Einspritzpumpe prüfen.
WICHTIG! Sicherstellen,
daß der Seilzug im Außenzug freigängig ist. Biegeradius von 250 mm nicht
unterschreiten. Seilzug beim Einbau nicht knicken.
WICHTIG! Sicherstellen,
daß der Einspritzpumpen-Verstellhebel in Leerlaufstellung steht und der
Seilzug so straff als möglich gespannt ist. Ggf. mit Halter (2)
einstellen.
WICHTIG! Leerlauf-
und Vollaststellung der Einspritzpumpe prüfen.
Der Fahrpedalhebel (3) begrenzt die Aufwärtsbewegung des Pedals und
liegt auf der Unterseite der Fahrpedalhalterung auf. Ist der
Auflagepunkt verschoben, ist die längeneinstellbare
Verbindungsstange des Fahrpedal-Sensors (6) oder der Handgas-
Seilzug (7) entsprechend zu verstellen.
Das Fahrpedal muß in einem Winkel von ca. 45° zur Horizontalen
stehen. Fahrpedalwinkel mit dem Vertikalgelenk (4) unter dem Pedal
gemäß Kundenanforderung einstellen. Das Gelenk ist mit einer
Halteplatte und Stift (5) am Pedal befestigt.
Die Spannung des Handgas-Seilzugs darf nicht zu Klemmen oder zur
Beeinträchtigung der Leerlaufdrehzahl bei eingeschobenem
Einspritzpumpen- Verstellhebel führen.
Fahrpedal-Sensorhebel
Gabel
Hebel
Vertikalgelenk
Gelenkgabel mit Stift
Betätigungsstange
Handgas-Seilzug
Der Fahrpedal-Sensorhebel (1) muß den hinterenAnschlag beinahe
berühren.
Gilt für Fahrzeuge mit Fahrpedalsperre. Seilzug zwischen
Fahrpedalsperre und Fahrpedal mit der Gabel (2) am Fahrpedal so
einstellen, daß kein Spiel mehr vorhanden ist.
Pedalwinkel von ca. 30° mit der Einstellschraube (1) justieren.
Sicherstellen, daß zwischen Fahrpedal- Sensorhebel (2) und dem
vorderen Anschlag ein Spiel von 1-3 mm vorhanden ist. Ggf. mit der
Einstellschraube (1) unter dem Pedal einstellen.
Einstellschraube
Fahrpedal-Sensorhebel
Sicherstellen, daß der Einspritzpumpen- Verstellhebel in
Leerlaufstellung steht und der Seilzug so straff als möglich
gespannt ist. Ggf. mit Halter (2) einstellen.
Leerlauf- und Vollaststellung der Einspritzpumpe prüfen.
Prüfen, ob der Abstand von Mitte Kugelzapfen bis Mitte Gelenkgabel
am neuen Gestänge bzw. am neuen Geschwindigkeitsbegrenzer zwischen
251-253 mm liegt. An der Gabel (1) oder am Kugelzapfen (2)
einstellen.
Gilt nur für 9l-Motoren: Fahrpedal vollständig durchtreten.
Sicherstellen, daß die Betätigungsstange bzw. der
Geschwindigkeitsbegrenzer
2-5 mm herausragt, wenn der Einspritzpumpen-Verstellhebel den
Anschlag der Vollaststellung erreicht hat. Durch Verschieben des
Kugelzapfens (2) im Langloch einstellen.
Hinweis: Bei
11l- und 12l-Motoren ist eine Einstellung nicht möglich. Der
Seilzughub muß 50 mm betragen.
Sicherstellen, daß der Fahrpedalsensor korrekt eingestellt ist.
Siehe Hauptgruppe 5.
Leerlauf- und Vollaststellung der Einspritzpumpe prüfen.
Sicherstellen, daß der Einspritzpumpen- Verstellhebel in den beiden
Fahrpedal- Endstellungen am Leerlauf- bzw. den Vollastanschlag
anliegt. Zur Durchführung dieses Arbeitsvorganges sind zwei
Mechaniker erforderlich.
Gilt nur für 9l-Motoren: Fahrpedal vollständig durchtreten.
Sicherstellen, daß die Verbindungsstange bzw. der
Geschwindigkeitsbegrenzer
2-5 mm herausragt, wenn der Einspritzpumpen-Verstellhebel den Anschlag
der Vollaststellung erreicht hat.
Hinweis: Entspricht
der Abstand nicht dem vorgegebenen Maß, ist eine Prüfung gemäß Prüfungen
und Einstellungen, hinten durchzuführen.
1 Gelenkpfanne
14:02-57
Ausgabe 1 de
E-Gas
116 533
Fehlersuche und Fehlercodeliste
Inhalt
Fehlersuche Wichtige
Informationen 3
Maßnahmen bei Störungen 4
Fahrbarkeit bei Störungen Allgemeines
5
Warnleuchte leuchtet 5
Warnleuchte blinkt 5
Fehlercodes Allgemeines
6
Fehlercodes auslesen 6
Fehlercodes löschen 8
Fehlercodetabelle Fehlercodetabelle
anwenden 9
Beispiel einer Fehlersuche 10
Warnleuchtenzustände 11
Probleme mit Fehlercodes 11
Mögliche Fehler 12
Fehlercodetabelle 13
Systemverhalten 25
Fehlersuche
Wichtige Informationen
! ACHTUNG!
Bei Bussen muß zur Verhinderung eines Motorstarts vom Fahrerplatz aus
vor Arbeiten im Motorraum der Schalter 'Start front' in der hinteren
Zentral- Elektrikeinheit auf 0 gestellt werden.
Hinweis: Diese
Arbeitsbeschreibung gilt für Busse mit Diesel- oder Ethanolmotoren. Die
Unterschiede zu Bussen und Lkw mit Gasmotoren sind in der
Funktionsbeschreibung beschrieben.
Bei den folgenden Maßnahmen muß unbedingt die Zündspannung ausgeschaltet
werden:
Anschließen und Abbauen von Messinstrumenten
Messen von Widerständen mit dem Ohmmeter
Abziehen und Aufstecken von Steuergeräte-Steckern
Maßnahmen bei Störungen
Allgemeines
?
Offensichtliche Fehler, die zu erheblichen
?
Störungen oder Pannen führen, sind meist ?
einfach zu finden. Weniger offensichtliche
Fehler, z. B. Fehleinstellungen, sind meist schwieriger zu finden.
Solche Fehler unterbrechen außerdem oftmals die Interaktion zwischen
den verschiedenen Systemen. Eine Unterscheidung zwischen Ursache und
Wirkung ist dann oft schwierig.
Zuerst muß eine Grundlage für alle weiteren Arbeiten geschaffen
sein. Eine Voraussetzung für die einwandfreie Funktion des E-Gas
sowie die Interaktion zwischen dem E-Gas und den damit verbundenen
Systemen ist die korrekte Grundeinstellung aller Komponenten. Wenn
nicht sicher ist, in welchem System sich der Fehler befindet, wird
eine Grundeinstellung des E-Gas-Systems empfohlen.
Nützliche Hinweise
Vor Arbeitsbeginn alle vorhandenen Fehlercodes notieren.
Dann nach jeder Fehlersuche oder jedem Einstellvorgang die
Fehlercodes löschen. Dadurch wird offensichtlich, welche neuen
Fehlercodes erzeugt werden.
Vor Einstellarbeiten den Motor auf Betriebstemperatur bringen.
Wenn verschiedene Fehlercodes erzeugt werden, mit der
Grundeinstellung von Fahrpedal, Leerlaufdrehzahl und
Verbindungsstange des Stellmotors beginnen. Nach der Einstellung
der Verbindungsstange können weitere Fehlercodes untersucht
werden. Jetzt ist die Funktion des Verschleißausgleichs
gewährleistet, und in eine falsche Richtung weisende Fehlercodes
werden verhindert.
Nun kann mit der Prüfung und Fehlersuche an den Systembauteilen
begonnen werden.
?
???
104 168
? ?
Fahrbarkeit bei Störungen
Allgemeines
Bei einem Fehler im E-Gas leuchtet oder blinkt die Warnleuchte. (Mit
dieser Leuchte werden auch die gespeicherten Fehlercodes
ausgelesen.)
Wenn die Motordrehzahl nicht mit der Fahrpedalstellung übereinstimmt
(Drehzahl zu hoch), wird das Sicherheitssystem aktiviert.
Die Motordrehzahl wird auf ca. 1000/min gesenkt.
Fahrzeug anhalten und Motor abschalten.
Motor wieder starten.
Wenn die Warnleuchte nach diesem Vorgang nicht mehr aufleuchtet,
funktioniert das E-Gas wieder. Trotzdem muß das Fahrzeug bei der
nächsten Möglichkeit, z. B. nach Fahrtende, in einer Werkstatt
geprüft werden. Der Fehlercode wird im Steuergerät gespeichert.
Warnleuchte leuchtet
Das Fahrzeug kann zur nächsten Werkstatt gefahren werden.
Warnleuchte blinkt
Bei der nächsten geeigneten Möglichkeit anhalten. Wenn das Fahrzeug
noch ohne wesentliche Probleme fahrbar ist, kann es von entsprechend
technisch ausgebildeten Personen bis zur nächsten Werkstatt gefahren
werden.
Wenn die Warnleuchte blinkt und die Drehzahl durch Impulsregelung
des Kraftstoffventils auf ca. 1000/min eingestellt wird, kann das
Fahrzeug noch eine kurze Entfernung – maximal 500 m – gefahren
werden, um z. B. eine Kreuzung zu räumen.
Bei einer Fahrt über eine längere Entfernung kann das
Kraftstoffventil beschädigt werden. Dies kann eine Abschaltung des
Motors verursachen. Wenn der Motor noch hochdreht, Getriebe in
Leerlauf schalten und Motor mit Startschlüssel abschalten. Der Motor
kann
104169
während dieser Zeit im Stand mit Vollast betrieben werden (die
Drehzahl wird vom Drehzahlregler der Einspritzpumpe geregelt).
Fehlercodes
Allgemeines
103 644
Fehlercodes aus dem System werden durch einen Blinkcode der Leuchte
im Diagnoseschalter und der Leuchte in der Instrumententafel
angezeigt. Die Diagnoseleuchte und die Leuchte in der
Instrumententafel sind parallel geschaltet.
Wenn während der Fahrt ein Fehler auftritt, wird ein Fehlercode im
Steuergerät gespeichert. Gleichzeitig leuchtet die Warnleuchte in
der Instrumententafel auf oder blinkt. (Bei bestimmten Fehlern, die
die Verkehrssicherheit nicht beeinträchtigen, leuchtet die
Warnleuchte nicht auf.) Bei kleineren oder zeitweise auftretenden
Fehlern kann die Leuchte durch Ausschalten der Zündspannung
ausgeschaltet werden. Der Fehlercode bleibt im Steuergerät
gespeichert und kann später ausgelesen werden.
Fehlercodes werden als Blinkcode in Zehner- und Einerstellen
ausgegeben.
103 644
Fehlercodes auslesen
Im Steuergerät gespeicherte Fehlercodes werden als Blinkcodes von
der Warnleuchte in der Instrumentenanlage sowie von der
Diagnoseleuchte neben dem Diagnoseschalter ausgegeben.
116 533
Die Zündspannung muß dabei eingeschaltet sein.
Während der ersten zwei 2 Sekunden nach Einschalten der Zündspannung
kann der Blinkcode aktiviert werden. Je nach Fehlerart blinkt die
Warnleuchte, leuchtet oder leuchtet nicht. Das Beispiel rechts zeigt
den Fehlercode 32.
Diagnoseschalter mindestens 0,5 Sekunden drücken und loslassen.
Die Warnleuchte erlischt für 2 Sekunden.
Dann werden die Zehnerstellen ausgegeben. Die Leuchte blinkt
einmal pro Sekunde. Anzahl der Blinksignale abzählen, um die
Zehnerstelle des Fehlercodes zu erhalten.
Die Warnleuchte erlischt für 2 Sekunden.
Dann werden die Einerstellen des Fehlercodes ausgegeben. Die
Leuchte blinkt zweimal pro Sekunde. Anzahl der Blinksignale
abzählen, um die Einerstelle des Fehlercodes zu erhalten.
Die Warnleuchte erlischt für 2 Sekunden.
Bis zum nächsten Drücken des Diagnoseschalters wird die Ausgabe
des Fehlercodes wiederholt.
Danach wird der nächste Fehlercode angezeigt.
Wenn keine weiteren Fehlercodes vorliegen, kehrt die Anzeigeleuchte
in den Zustand vor dem ersten Drücken des Diagnoseschalters zurück
(siehe oben, Punkt 1).
Fehlercodes löschen
Fehlercodes müssen nur gelöscht werden, wenn sie angezeigt werden.
Die Fehlercodes bleiben bis zur beabsichtigten Löschung gespeichert.
Zündspannung ausschalten.
116 533
Diagnoseschalter drücken und festhalten.
Zündspannung einschalten.
Diagnoseschalter mindestens zwei weitere Sekunden gedrückt
halten. Der Fehlerspeicher ist jetzt gelöscht.
Fehlercodetabelle
Fehlercodetabelle anwenden
Die Fehlercodetabelle enthält folgende Informationen: Fehlercodes,
mögliche Fehler, Systemverhalten und Anzeige durch die Warnleuchte.
Anhand der im Steuergerät gespeicherten Fehlercodes können Fehler im
E-Gas-System leichter gefunden werden.
Im Steuergerät gespeicherte Fehlercodes auslesen.
Die Spalte 'Anschluß' der Fehlercodetabelle gibt an, auf welchen
Pin am Steuergerät sich der Fehlercode bezieht. Anhand dieser
Angabe kann dann mit dem Schaltplan in Gruppe 16 das Kabel
verfolgt werden.
Die Spalte 'Ursache' gibt die Fehlerart an (normalerweise den
betroffenen Pin).
In der Spalte 'Systemverhalten oder mögliche Abhilfe' ist angegeben,
wie das System auf den Fehler reagiert und, in bestimmten Fällen,
wie der Fehler behoben werden kann.
Wenn in der Spalte 'Ursache' der Fehler 'Kurzschluß nach +24 V /
Masse' oder 'Kabelfehler' angegeben ist, stellt dies die
Fehlerinterpretation durch das Steuergerät an der entsprechenden
Klemme dar. Das Steuergerät kann nicht erkennen, wo im Stromkreis
der Fehler auftritt. Der Fehler kann deshalb in den Kabeln oder in
einem Bauteil liegen.
Beispiel einer Fehlersuche
Ein Bus wird mit einem nicht mehr drehbaren Motor in die
Werkstatt gebracht. Die Fehlercodes 21, 34 und 36 werden
ausgelesen.
Beim Vergleich der Fehlercodes 21, 34 und 36 wird festgestellt,
daß einige Fehlerursachen gleich sind. Von diesen Fehlercodes
werden die gelöscht, die das Systemverhalten 'Keine
Fahrpedalbetätigung' erzeugen.
Dies ergibt zwei mögliche Fehler: 3 / Actuator– Kabelfehler
4 / Actuator+ Kabelfehler Kurzschluß nach +24 V
Gemeinsame elektrische Verbindungspunkte, Stecker usw. im
Schaltplan suchen.
In diesem Fall verlaufen die Kabel durch den Stecker C558 am
Stellmotor.
Der Fehler liegt dementsprechend wahrscheinlich im Kabelstrang
(z. B. Unterbrechung) oder im Stecker C558. Prüfen, ob in C558
ein offensichtlicher Fehler vorliegt. Wenn nicht, Stecker C558
entsprechend den Anweisungen unter 'Potentiometer im
Fahrpedalstellungs- Sensor prüfen' prüfen.
Wenn keine Kabelinformationen vorhanden sind, müssen die Kabel
auf konventionelle Weise mit dem Multimeter geprüft werden.
Warnleuchtenzustände
Wenn dem Fehler in der Fehlercodetabelle drei verschiedene
Warnleuchtenzustände zugeordnet sind, ist dies u. a. davon abhängig,
ob der Bus fährt oder steht. Die Spalte Systemverhalten enthält
weitere Informationen.
Probleme mit Fehlercodes
Das Erkennen und Interpretieren von Fehlern und deren Umwandlung in
Fehlercodes ist für das Programm im Steuergerät sehr schwierig.
Deshalb kann es für das Steuergerät manchmal schwierig sein, einen
Fehlercode zu bestimmen. Gelegentlich ist es möglich, daß ein
Fehlercode zuviel angezeigt wird.
Trotz mehrerer Fehlercodes werden nur Fehler gefunden, die auf einen
Fehlercode hinweisen: gefundenen Fehler beheben, Fehlercodes löschen
und Probefahrt durchführen.
Wenn keine Fehlercodes mehr erzeugt werden, wurde zuvor
wahrscheinlich ein Fehlercodes zuviel angezeigt.
Beispiel: Unterbrechung
im Kabel zum Anschluß 4 / Actuator +. Das Steuergerät erkennt dann –
über das Potentiometer im Stellmotor –, daß sich der Stellmotor
nicht bewegt. Das Steuergerät kann nicht erkennen, ob dies durch
eine Unterbrechung oder durch eine verstellte Verbindungsstange
verursacht wird, die die Bewegung blockiert.
Das Steuergerät erzeugt die Fehlercodes 21, 34 und 36. (Verstellte
Verbindungsstange oder Kabelfehler 4 / Actuator +).
Fehlercodes werden nur in bestimmten Situationen erzeugt. Zur
korrekten Erzeugung eines Fehlercodes genügt es nicht, nach der
Behebung des Fehlers nur die Zündspannung einzuschalten.
Zuerst muß der Motor gestartet, das Fahrpedal vollständig
durchgetreten (über den Kick- Down-Bereich hinaus) und die Bremse
betätigt sowie die erhöhte Leerlaufdrehzahl eingeschaltet werden.
Wenn dann noch keine Fehlercodes erzeugt werden, Probefahrt
durchführen und dabei sowohl Fahr- und Bremspedal vollständig
durchtreten.
Beispiel: Unterbrechung
im Kabel zum Anschluß 54 / Safety switch sensor. Das Steuergerät
vergleicht den Wert vom Potentiometer mit der
Fahrpedalschalterstellung. Das Steuergerät kann erst beim Betätigen
des Fahrpedals die Übereinstimmung dieser Werte prüfen, da erst dann
der Fehlercode erzeugt wird.
Mögliche Fehler
Wenn der Fehler im Steuergerät liegt, kann dieser so schwerwiegend
sein, daß keine Fehlercodes mehr erzeugt werden können.
Wenn die Fehlersuche zeigt, daß der Fahrpedalstellungs-Sensor
funktioniert, aber ein nicht korrektes Spannungssignal am
Steuergerät empfangen und dabei die Fehlercodes 14 oder 41-44
erzeugt werden, ist wahrscheinlich der Kabelstrang defekt.
nur innerhalb der ersten 1,5 Sekunden nach Einschalten
der Zündspannung (Zündschloß Pin 15) geprüft. Wenn die
Abschalttaste (im Motorraum oder ein Notschalter)
während dieser Zeitspanne gedrückt wird, wird der
Fehlercode 15 erzeugt (31 / Safety system + wird dann an
+24 V geschaltet). Normale Fehlersuche durchführen und
System auf weitere Fehler prüfen.
Leerlaufdrehzahl und Geschwindigkeitsregelung:
Fehlfunktion.
Blinkt
26 / Pot–, sensor
Kabelfehler.
E-Gas-Einstellung mit 3 Positionen.
Blinkt
Kurzschluß nach +24 V.
E-Gas-Einstellung mit 3 Positionen.
Siehe Tabelle Systemverhalten.
Blinkt / Ein /
Aus
27 / Pot+, sensor
Kurzschluß nach +24 V.
Sicherheitssystem aktiviert.
Blinkt
45
Fahrpedalstellungs
-Sensor nicht korrekt eingestellt
-
Sensor falsch eingestellt oder
fehlerhaft.
-
Ein
51
Speicherfehler
(EEPROM).
-
-
Anwendung vorprogrammierter
Werte. Steuergerät erneuern.
Ein
Fehlercodetabelle
Notizen
Einstellung mit 3 Positionen
Das Steuergerät regelt den Stellmotor in drei Stellungen: Leerlauf,
50% und 100%.
Dies kann von zwei Personen geprüft werden: eine Person betätigt das
Fahrpedal, die andere beobachtet den Stellmotor im Motorraum.
Fahrpedal langsam lösen und niedertreten. Dabei muß der
Stellmotorarm zwischen den drei Stellungen hin- und herfahren.
Stromregelung
Bei der Einstellung der Stromstärke wird das Signal vom
Fahrpedal-Potentiometer nicht vom Steuergerät angenommen. Die
Stellmotorstellung wird in diesem Fall anhand des Stromaufnahmewerts
des Stellmotors geregelt.
Dieser Fehler ist im Fahrbetrieb bemerkbar. Die Prüfung ist auch bei
stehendem Fahrzeug durchführbar, der Fehler tritt dann aber weniger
deutlich auf. Das Niedertreten des Fahrpedals hat zuerst wenig
Auswirkung. Nach ca. dem halben Pedalweg reagiert der Motor durch
einen starken Drehzahlanstieg.
Die Tabelle zeigt die Fehler und Systemverhalten, die bei den
verschiedenen Fehlern an den Steuergerätanschlüssen erzeugt werden.
Diese Tabelle enthält mehr Informationen als die Fehlercodetabelle.
In der Spalte 'Systemverhalten' können Fehlersymptome gesucht
werden, die denen des Fahrzeugs möglichst ähnlich sind.
Die Spalte 'Pin/Benennung' enthält den entsprechenden Anschluß am
Steuergerät für den jeweiligen Fehler.
Im nächsten Schritt werden diese Informationen mit dem Schaltplan
verglichen (siehe Werkstatt- Handbuch, Gruppe 16), um die betroffene
Funktion zu finden. Anhand des Bauteilecodes im Schaltplan und der
Pin-Nr. am Steuergerät kann dann die Fehlerursache bestimmt werden.
Diese Methode eignet sich auch für schwer zu findende Fehler, deren
Fehlercodes keine ausreichende Information darstellen.
Spezielle Fehler
Diese Tabelle enthält zwei ungewöhnliche Fehlerarten:
Pin 9, Kurzschluß nach +24 V, erzeugt Fehlercode 16, wobei die
Warnleuchte aber nicht leuchtet.
Pin 13, Masseschluß, verursacht ein Leuchten der Warnleuchte, aber
keinen Fehlercode.
des Fahrmodusschalters verursacht Kurzschluß,
Getriebe-Sicherung brennt durch. Die
Geschwindigkeitsregelung regelt auf Vollast, wenn am
Fahrmodusschalter in Leerlauf geschaltet wird (bei
aktivierter Geschwindigkeitsregelung).
E-Gas-Einstellung mit 3 Positionen. Durch Beheben des
Fehlers schaltet die E-Gas-Warnleuchte von Blinken auf
Dauerleuchten oder erlischt. Ob die Warnleuchte zur
Signalausgabe blinkt oder ständig leuchtet, hängt von der
Situation ab, in der der Fehlercode erzeugt wurde.
E-Gas-Einstellung mit 3 Positionen. Durch Beheben des
Fehlers schaltet die E-Gas-Warnleuchte von Blinken auf
Dauerleuchten oder erlischt. Ob die Warnleuchte zur
Signalausgabe blinkt oder ständig leuchtet, hängt von der
Situation ab, in der der Fehlercode erzeugt wurde.
Kabelfehler, ohne Drehzahl.
43
Ein / Aus
E-Gas-Einstellung mit 3 Positionen. Durch Beheben des
Fehlers erlischt die E-Gas-Warnleuchte.
Kurzschluß nach +24 V.
Blinkt
35, 42, 44
Sicherheitssystem aktiviert.
Masseschluß.
41, 43
Blinkt / Ein
E-Gas-Einstellung mit 3 Positionen. Durch Beheben des
Fehlers schaltet die E-Gas-Warnleuchte von Blinken auf
Dauerleuchten.
28 / Pin 15
Kabelfehler.
-
Aus
Steuergerät-Abschaltung, Keine E-Gas-Regelung.
Kurzschluß nach +24 V.
-
Aus
-
Masseschluß.
-
Aus
Steuergerät-Abschaltung, Keine E-Gas-Regelung. Sicherung
brennt durch.
Durch Beheben des Fehlers erlischt die E-Gas- Warnleuchte.
TC-Warnleuchte leuchtet.
36 / Cruise control
acc
Kabelfehler.
-
Aus
-
Kurzschluß nach +24 V.
-
Aus
Leerlaufdrehzahl steigt auf 1200/min, fällt beim Anlegen von
+24 V an Pin 9. (Gleichzeitiges Anlegen von +24 V an Pins 9
und 36 erzeugt Fehlercode 16).
Masseschluß.
-
Aus
Geschwindigkeitsregelung: Fehlfunktion
37 / Cruise control
resume.
Kabelfehler.
-
Aus
-
Kurzschluß nach +24 V.
-
Aus
Geschwindigkeitsregelung: Fehlfunktion
Masseschluß.
-
Aus
Speicher der Geschwindigkeitsregelung: Fehlfunktion
Sicherheitssystem aktiviert. Erhöhte Leerlaufdrehzahl und
Geschwindigkeitsregelung: Fehlfunktion.
Kurzschluß nach +24 V.
41
Ein
Erhöhte Leerlaufdrehzahl und
Geschwindigkeitsregelung: Fehlfunktion. Durch Beheben des
Fehlers schaltet die E-Gas-Warnleuchte von Blinken auf
Dauerleuchten.
Masseschluß.
35, 44
Blinkt / Ein
Sicherheitssystem aktiviert. Erhöhte Leerlaufdrehzahl und
Geschwindigkeitsregelung: Fehlfunktion. Durch Beheben des
Fehlers schaltet die E-Gas-Warnleuchte
von Blinken auf Dauerleuchten.
55 / Pot signal sensor
Kabelfehler.
Drei alternative Fehlersymptome je nach Toleranz des
Steuergeräts.
41
Ein
Langsamer Anstieg auf Enddrehzahl bei
niedergetretenem Fahrpedal. Bei nicht betätigtem Fahrpedal
ist das Sicherheitssystem aktiv.
42
Blinkt
E-Gas-Einstellung mit 3 Positionen.
Fehlercodes 42–43 sind am
häufigsten.
43
Kurzschluß nach +24 V.
42, 44
Blinkt / Aus
E-Gas-Einstellung mit 3 Positionen.
Masseschluß.
43
Durch Beheben des Fehlers erlischt die blinkende E-Gas-
Die Fahrpedalsperre ist direkt hinter dem Fahrpedal eingebaut und mit
dem Pedalmechanismus über einen kurzen Seilzug verbunden. Der Seilzug
zum Motor ist direkt an der Fahrpedalsperre angebaut und deshalb kürzer
als bei Fahrzeugen ohne Fahrpedalsperre.
Die Fahrpedalsperre kann in Fahrzeuge mit mechanischer
Verstellhebelbewegung, E-Gas oder EDC eingebaut werden.
Sie verhindert bei bestimmten Fehlermeldungen eine Bewegung des
Fahrpedals sowie das Weiterfahren. Auf Kundenwunsch können Signale für
die folgenden 5 Fehlfunktionen auf die Fahrpedalsperre einwirken:
Kühlmittelstand niedrig
Tür offen
Öldruck niedrig
Batterie lädt nicht
Kühlmitteltemperatur hoch (>105 °C)
Für die ersten vier Signale werden die vorhanden Sensoren verwendet. Das
Kühlmitteltemperatur-Signal wird von einer speziell hierfür eingebauten
Temperaturüberwachung geliefert. Diese befindet sich an einer der
Kühlmittelleitungen am Getriebe.
Bei Empfang eines Signals wird an der Fahrpedalsperre ein Magnetventil
geöffnet und das Fahrpedal über Hebel und einen Druckluftzylinder in
Leerlaufstellung gebracht.
Durch eine Drosselscheibe am Druckluft- zylinder wird eine weiche
Bremswirkung sichergestellt. Der Druckluftzylinder erschwert die
Pedalbewegung, wobei es weiterhin
möglich ist, das Fahrzeug z. B. aus einem Kreuzungsbereich zu fahren.
Die Konstruktion der Fahrpedalsperre für Fahrzeuge mit mechanischer
Verstellhebel- bewegung unterscheidet sich von der für Fahrzeuge mit
E-Gas bzw. EDC.
Am Verstellhebelgestänge führt ein Seilzug vom Steuerunghebel der
Fahrpedalsperre zum Motor. Bei E-Gas bzw. EDC wurde der Seilzug durch
eine an der Fahrpedalsperre angebrachte Rückholfeder ersetzt.
Hinweis: Beim
Erneuern der Bauteile darauf achten, daß die Messung für die Einbaulage
des Druckluftzylinders jeweils mittig an den Befestigungspunkten
durchgeführt wird und 194-196 mm beträgt. Sicherstellen, daß der Seilzug
zwischen Fahrpedal und Sperre kein Spiel aufweist.
Diese Heft behandelt den Geschwindigkeitsbe- grenzer SLD (Speed Limiter
Device) für Fahr- zeuge ohne EDC. Der Geschwindigkeits- begrenzer wird
pneumatisch betätigt und von einem Steuergerät geregelt. Fehler im
System werden durch Blinkcodes angezeigt.
Systemkomponenten
Die Hauptkomponenten des Geschwindigkeits- begrenzers sind:
Steuergerät
Proportionalventil
Regelventil
Diese drei Komponenten beeinflussen die Ein- spritzpumpe und somit
die Gasbetätigung, wo- durch sich die Geschwindigkeit begrenzen
läßt.
Steuergerät
Das Steuergerät ist unter dem Armaturenbrett oberhalb des Fußraumes
auf der Beifahrerseite angeordnet.
Eine bestimmte Geschwindigkeit ist vorpro- grammiert.
Fahrzeuge mit ABS haben ein gemeinsames Steuergerät für den
Geschwindigkeitsbegrenzer und für das ABS. Fahrzeuge ohne ABS haben
auch ein spezielles Steuergerät.
Proportionalventil
Das Proportionalventil versorgt den Regelzy- linder mit Druckluft
vom Druckluftsystem.
Der Druck steht in direktem Verhältnis zum Strom, den das Ventil vom
Steuergerät erhält.
Regelventil
Der Zylinder ist zwischen Gasbetätigung und Betätigungshebel der
Einspritzpumpe montiert. Die Druckluft, die dem Zylinder zugeführt
wird, betätigt eine Kolbenstange, die die Gas- betätigung steuert.
Funktionsweise
Der Fahrtschreiber liefert dem Steuergerät ein
Geschwindigkeitssignal, das mit der voreinge- stellten
Höchstgeschwindigkeit verglichen wird.
Wenn das Fahrzeug sich der Höchstgeschwin- digkeit nähert, sendet
das Steuergerät ein Signal an das Proportionalventil, das den Druck
im Zy- linder erhöht. Der Zylinder bewegt dadurch den Betätigungsarm
in eine Stellung, die durch Be- schleunigung und Geschwindigkeit
bestimmt wird.
Wenn die Geschwindigkeit durch das System geregelt wird, wird die
Einspritzpumpe vom Zylinder gesteuert. Der Fahrer kann nur die
Gasbetätigung verringern.
Wenn die Geschwindigkeit abgenommen hat, unterbricht das Steuergerät
den Strom an das Ventil und der Druck im Zylinder nimmt ab. Die
Gasbetätigung kann vom Fahrer wieder er- höht werden.
Manche Märkte stellen die Forderung, daß das
Geschwindigkeitsbegrenzersystem plombiert sein muß, um nicht
manipuliert werden zu können.
Die Plombierung darf nur von einer autorisier- ten Werkstatt
durchgeführt werden.
Steuergerät, Proportionalventil und Steckver- binder sind mit
Draht und Bleiplombe plom- biert. Das Steuergerät (E13) ist nur
bei Fahrzeugen ohne ABS plombiert (siehe Punkt 1 unten).
Die Luftanschlüsse an das Proportionalventil und der
Regelzylinder sind mit Plombierungs- farbe plombiert. Das
Steuergerät ist bei Fahr- zeugen mit ABS (siehe Punkt 1 unten)
nicht plombiert.
Die Signalleitungen sind mit einer Kunststoff- plombe plombiert
(nicht abgebildet).
WABCO
446 063 020 0
GB PROP ELECTRONIC
CONTROL UNIT SLD
1353428
>
P
B
T
−
G
F
1
0
<
1
3
4
1
3
4
9
24V
100508
100511
1 2
Plombierungen:
Steuergerät E13 (ohne ABS)
Steckverbinder C95
a: Proportionalventil V88 b: Proportionalventil V88 in
ADR-Ausführung
Wenn das Steuergerät einen Fehler oder eine Tatsache entdeckt, die
es als unnormal deutet, reagiert es unverzüglich und bildet
Fehlerco- des.
Der fortschrittlichen Software zum Trotz kann es vorkommen, daß
Fehler auftreten, die keinen Fehlercode bilden.
Siehe Verbindungsplan SLD 16:04-52.
Begrenzungen
In manchen Fällen bildet das Steuergerät einen Fehlercode, obwohl
gar kein Fehler vorliegt. Dies passiert z.B., wenn jemand einen
Steck- verbinder zerlegt, obwohl die Spannung einge- schaltet ist.
Bei Wackelkontakten kann der Fehler wieder verschwinden, aber der
Fehlercode bleibt im Steuergerät gespeichert, bis er gelöscht wird.
Man kann dann zumindest sehen, in welchem Kreis der Fehler
aufgetreten ist und die Ursache dort suchen, auch wenn der Fehler
momentan nicht auftritt.
Achtung!
Versuchen, den Fehler so genau wiemöglich so lokalisieren, bevor
eine Plombierung gebro- chen wird. Gebrochene Plombierungen müssen
durch neue ersetzt werden. Eine gebrochene Plombe an ”falscher”
Stelle führt daher zu un- nötiger Mehrarbeit. Die Plombierung darf
nur von autorisiertem Fachpersonal durchgeführt werden.
Steuergerät
Allzuoft wird das Steuergerät auf gut Glück er- setzt und der Fehler
gilt als behoben, was nicht heißt, daß die Fehlerursache im
Steuergerät ge- legen haben muß. Die Erfahrung zeigt, daß die
Fehlerquelle oft in anderen Teilen des Systems begründet liegt.
Wenn der Fehler nach dem Auswechseln ver- schwindet, das alte
Steuergerät erneut anschlie- ßen. Wenn jetzt kein Fehler auftritt,
liegt die Fehlerquelle in den Steckverbindern oder in der
Verkabelung. Nicht vergessen, eventuell vor- handene Fehlercodes bei
Auswechseln zu lö- schen.
Bei Fahrzeugen mit ABS
Für Fehlersuche und Abrufen von Fehlercodes bei Fahrzeugen mit ABS
wird auf die Gruppe 10, Bremsen, verwiesen.
Für Fahrzeuge mit ABS, siehe Gruppe 10, Bremsen. Wenn Fehler im
System für Ge- schwindigkeitsbegrenzung auftreten, wird der Fahrer
über Blinkcodes informiert.
Wenn keine Fehler im System vorliegen, muß die Diagnoselampe ca. 1
Sekunde nachdem die Zündung eingeschaltet worden ist, erlöschen.
Wenn ein Fehler im System auftritt, zeigt die Lampe dies durch
Blinksignale, die den Fehler- code zeigen, an. Die Lampe muß mit dem
Schalter aktiviert werden, damit sie Fehlerco- des zeigt.
Löschen von Fehlercodes
Die Zündung muß ausgeschaltet sein.
Den Diagnoseschalter drücken.
Die Zündung einschalten und den Schalter mindestens 1 Sekunde
gedrückt halten.
Abrufen von Fehlercodes
Der Fehlercode besteht aus vier verschiedenen Blöcken / Blinksequenzen.
Zwischen jedem Block liegt ein Zwischenraum von 2,5 Sekun- den:
Der Startblock hat immer ein langes Blink- signal (2,5 Sekunden).
Der Systemblock zeigt an für welches Sy- stem der Code zutrifft. Er
besteht aus 6 kur- zen Blinksignalen à 0,5 Sekunden.
Der erste Fehlerblock zeigt die Zehner des Fehlercodes. Wenn ein
Fehler gespeichert ist, werden 1 - 8 Blinksignale à 0,5 Sekun- den
gezeigt werden.
Der zweite Fehlerblock zeigt die einer des Fehlercodes. Wenn ein
Fehler gespeichert ist, werden 1 - 8 Blinksignale à 0,5 Sekun- den
gezeigt werden.
Der Fehlercode selbst besteht aus den beiden letzten Blöcken. Der
Fehlercode 32 wird somit durch 1 + 6 + 3 + 2 Blinksignalen angezeigt.
Ursache: Das
Steuergerät hat erfaßt, daß die Spannung an Stift 9 geringer als 18 V
ist.
Kommentar: Zwischen
dem Steuergerät und der Elektrozen- trale ist die Verbindung mangelhaft.
Dieser Fehler wird nicht im Speicher des Steuergerätes festgehalten.
Maßnahme: Stift
9 und 21 sowie die Sicherung in der Elek- trozentrale kontrollieren.
Fehlercode 13
Fehler: Das
Geschwindigkeitssignal vom Fahrtschreiber fehlt.
Ursache: Das
Steuergerät hat erfaßt, daß die Signalleitung vom Fahrtschreiber
unterbrochen ist.
Kommentar: Die
Verbindung zwischen Fahrtschreiber und Steuergerät ist vorübergehend
(Wackelkontakt) oder konstant unterbrochen.
Maßnahme: Leitung
an Stift 4 und Anschluß D3 am Fahrt- schreiber kontrollieren.
Fehlercode 15
Fehler: Fahrtschreibersignal
zeigt Kurzschluß mit der Batte- riespannung an.
Ursache: Das
Steuergerät hat erfaßt, daß der Fahrtschreiber oder dessen Leitung an
das Steuergerät mit der Batteriespan- nung kurzgeschlossen ist.
Kommentar: Anstelle
von Geschwindigkeitssignalen erhält das Steuergerät ein unendlich langes
positives Signal. Vermut- lich liegt der Kurzschluß im Fahrtschreiber
oder in dessen An- schlüsse für die Versorgungsspannung vor (Stift A3,
A4).
Maßnahme: Fahrtschreiber
(Stift A3, A4) und Stift 4 am Steuergerät kontrollieren. Wenn eine
Kurzschluß im Fahrt- schreiber vorliegt, diesen auswechseln.
Fehlercode 16
Fehler: Fahrtschreiber
liefert zu kurze Geschwindigkeitsim- pulse an das Steuergerät.
Ursache: Das
Steuergerät hat erfaßt, daß der Fahrtschreiber zu kurze Impulse liefert.
Kommentar: Die
Frequenz des Geschwindigkeitssignals liegt außerhalb des Intervalls 2400
Imp/km - 24000 Imp/km.
Maßnahme: Fahrtschreiber
auswechseln.
Fehlercode 17
Fehler: Der
Fahrtschreiber liefert lange Geschwindigkeitsim- pulse an das
Steuergerät.
Ursache: Das
Steuergerät hat erfaßt, daß der Fahrtschreiber zu lange Impulse liefert.
Kommentar: Die
Frequenz des Geschwindigkeitssignals liegt außerhalb des Intervalls 2400
Imp/km - 24000 Imp/km.
Maßnahme: Fahrtschreiber
auswechseln.
Fehlercode 21
Fehler: Keine
Verbindung zum Proportionalventil.
Ursache: Das
Steuergerät hat erfaßt, daß der Kreis zum Pro- portionalventil
unterbrochen ist.
Kommentar: Die
Verbindung zwischen Proportionalventil und Steuergerät ist vorübergehend
(Wackelkontakt) oder kon- stant unterbrochen.
Maßnahme: Anschlüsse
an das Proportionalventil (Steckver- binder C95) und Steuergerät, Stift
12 und 25, kontrollieren.
Fehlercode 32
Fehler: Interner
Fehler im Steuergerät.
Kommentar: Wenn
der Fehler nach dem Löschen des Fehler- codespeichers bestehen bleibt,
oder wenn der Fehler mit unre- gelmäßigen Abständen wiederkommt, muß das
Steuergerät ausgewechselt werden.
Maßnahme: Steuergerät
auswechseln.
Fehlercode 41
Fehler: Der
Kreis des Proportionalventils ist mit Masse kurz- geschlossen.
Ursache: Die
Leitungen oder deren Anschlüsse schließen mit Masse kurz.
Kommentar: Die
Leitungen zwischen Proportionalventil und Steuergerät schließen
vorübergehend (Wackelkontakt) oder konstant mit Masse kurz.
Maßnahme: Anschlüsse
an das Proportionalventil (Steckver- binder C95) und Steuergerät, Stift
12 und 25, kontrollieren.
Fehlercode 61
Fehler: Interner
Fehler im Steuergerät.
Kommentar: Wenn
der Fehler nach dem Löschen des Fehler- codespeichers bestehen bleibt,
oder wenn der Fehler mit unre- gelmäßigen Abständen wiederkommt, muß das
Steuergerät ausgewechselt werden.
Maßnahme: Fehlercodespeicher
löschen.
Fehlercode 63
Fehler: Proportionalventil
ist mit Batteriespannung kurzge- schlossen.
Ursache: Entweder
ist das Proportionalventil oder dessen Lei- tung an das Steuergerät mit
Batteriespannung (+) kurzge- schlossen.
Kommentar: Die
Verbindung zwischen Proportionalventil und Steuergerät schließt
vorübergehend oder konstant mit Bat- teriespannung kurz.
Maßnahme: Anschlüsse
an das Proportionalventil (Steckver- binder C95) und Steuergerät, Stift
12 und 25, kontrollieren.
Fehlercode 64
Fehler: Interner
Fehler im Steuergerät.
Kommentar: Wenn
der Fehler nach dem Löschen des Fehler- codespeichers bestehen bleibt,
oder wenn der Fehler mit unre- gelmäßigen Abständen wiederkommt, muß das
Steuergerät ausgewechselt werden.
Maßnahme: Fehlercodespeicher
löschen.
Fehlercode 65
Fehler: Zu
hohe Versorgungsspannung.
Ursache:
Das Steuergerät hat erfaßt, daß die Versorgungs- spannung höher als 30 V
gewesen ist.
Kommentar: Der
Fehler liegt wahrscheinlich im Spannungs- regler.
Maßnahme: Spannungsregler
kontrollieren.
Fehlercode 66
Fehler: Interner
Fehler im Steuergerät.
Kommentar: Wenn
der Fehler nach dem Löschen des Fehler- codespeichers bestehen bleibt,
oder wenn der Fehler mit unre- gelmäßigen Abständen wiederkommt, muß das
Steuergerät ausgewechselt werden.
Maßnahme: Fehlercodespeicher
löschen.
Fehlercode 71
Fehlercode 73
Fehlercode 74
Fehlercode 75
Fehlercode 77
Fehlercode 78
Fehler: Interner
Fehler im Steuergerät.
Kommentar: Wenn
der Fehler nach dem Löschen des Fehler- codespeichers bestehen bleibt,
oder wenn der Fehler mit unre- gelmäßigen Abständen wiederkommt, muß das
Steuergerät ausgewechselt werden.
Maßnahme: Fehlercodespeicher
löschen.
Fehlercode 81
Fehlercode 82
Fehlercode 83
Fehlercode 84
Fehlercode 85
Fehlercode 86
Fehlercode 87
Fehlercode 88
Fehler: Interner
Fehler im Steuergerät.
Kommentar: Wenn
der Fehler nach dem Löschen des Fehler- codespeichers bestehen bleibt,
oder wenn der Fehler mit unre- gelmäßigen Abständen wiederkommt, muß das
Steuergerät ausgewechselt werden.
Das E-Gas stellt als ein elektronisches System zur
Motorleistungssteuerung die Verbindung zwischen Fahrer und Motor dar.
Zum System gehören das elektronische Fahrpedal mit Sensor, ein
Stellmotor und ein Steuergerät. Das Steuergerät erfüllt zusätzliche
Komfort- und Sicherheitsfunktionen. Das Steuergerät steuert anhand
verschiedener Eingangssignale den Stellmotor des Einspritzpumpen-
Drehzahlreglers sowie andere Komponenten.
Dieses Heft beschreibt das E-Gas von Bussen mit Diesel- und
Ethanolmotoren. Am Ende des Heftes werden die Unterschiede zu Bussen und
Lkw mit Gasmotoren erläutert.
Das E-Gas hat mehrere Vorteile:
Bei Bussen mit quer eingebautem Motor erzeugt ein plötzliches
Betätigen des Fahrpedals ein starkes Abstützmoment des Motors und
damit Schwingungen in Motoraufhängung und Antriebsstrang. Die
Leistungssteuerung mit dem E-Gas erfolgt stets sanft, unabhängig
davon, wie schnell der Fahrer das Pedal betätigt.
Busse müssen auch beim Auftreten von Fehlern solange wie möglich
fahrbar bleiben. Eine Sicherheitsfunktion beinhaltet ein Warnsystem,
das den Fahrer durch Warnleuchten auf Fehler aufmerksam macht und in
der Werkstatt auslesbare Fehlercodes erzeugt. Bei korrekter
mechanischer Grundeinstellung kann das E-Gas automatisch
Verschleißerscheinungen ausgleichen. Andernfalls besteht die
Möglichkeit, daß der Stellmotor den normalen Verstellbereich
überschreitet. In diesem Fall wird dem Fahrer ein Fehler
signalisiert und ein Fehlercode erzeugt, der später in der Werkstatt
ausgelesen werden kann. Fehlercodes können ebenfalls durch
elektrische Fehler erzeugt werden, z. B. korrodierte Stecker oder
schlechte Masseverbindungen.
Das E-Gas verfügt über mehrere Sicherheitsfunktionen. Das System ist
mit dem Automatikgetriebe und den Bremsleuchten, bei Gelenkbussen
ebenfalls mit der Knickgelenksteuerung, vernetzt. Bei
eingeschalteten Bremsleuchten (Bremsvorgang) fällt der Motor
unabhängig von der Fahrpedalstellung auf Leerlaufdrehzahl zurück.
Die korrekte Einstellung aller Funktionen ist deshalb äußerst
wichtig. Die dazu erforderlichen Arbeiten sind nicht schwierig,
müssen aber mit Sorgfalt und in der korrekten Reihenfolge
durchgeführt werden.
Das Einstellverfahren ist in der Arbeitsbeschreibung beschrieben.
Hauptbauteile
Die folgenden Abbildungen zeigen die Einbaupositionen der
wichtigsten Bauteile des E-Gas bei CN94, d. h. Bussen mit Scania
OmniCity-Karosserie. Bei anderen Fahrzeugen können die
Einbaupositionen von den gezeigten Anordnungen abweichen. Auch die
vordere Zentral-Elektrikeinheit kann sich bei diesen Fahrzeugen
etwas unterscheiden, die Bauteile des E-Gas entsprechen aber den
Abbildungen.
Bauteile des E-Gas an der Einspritzpumpe. M500 = Stellmotor
V45 = Kraftstoffventil
E-Gas - Übersicht
Die Abbildung rechts zeigt die Vernetzung des E-Gas mit anderen
Systemen. Verschiedene Fehler können die Systeme gegenseitig
beeinflussen.
Ein Fehler im TC-System erzeugt einen Fehlercode im E-Gas und
verursacht ein Aufleuchten der Warnleuchte.
Ein Fehler in der Knickgelenksteuerung kann das E-Gas beeinflussen,
umgekehrt ist dies jedoch nicht möglich.
Ein Fehler im Bremsleuchten-Stromkreis kann das E-Gas beeinflussen,
nicht jedoch umgekehrt.
Ein Fehler im Automatikgetriebe oder dessen Steuerung kann das E-Gas
beeinflussen. Gleichzeitig können Fehler im E-Gas die Funktion des
Automatikgetriebes beeinflussen.
Fehler, die durch die Interaktion zwischen den Systemen entstehen,
werden durch Einstellen der einzelnen Systeme behoben. Die
Interaktion zwischen den Systemen ist dann normalerweise wieder
hergestellt.
Wenn dies nicht zur Fehlerbehebung ausreicht, und nur dann, ist eine
Fehlersuche notwendig.
Eines der Hauptbauteile des E-Gas-Systems ist das Steuergerät.
Dieses wird mit dem Scania Programmer mit den folgenden Parametern
programmiert:
Motortyp
TC / kein TC (nicht bei Gelenkbussen oder Lkw)
Leerlauf
Höchstgeschwindigkeit und Geschwindigkeitsgrenze 2
Neue Steuergeräte müssen mit dem Scania Programmer (SP2)
programmiert werden. Werkseitig sind Steuergeräte nur mit einigen
Grundparametern programmiert.
Das Steuergerät wird über Klemme 15 (Startschlüssel) mit Strom
versorgt.
Automatikgetriebe
Das E-Gas-Steuergerät sendet ein PWM-Signal mit der
Fahrpedalbetätigung an das Automatikgetriebe-Steuergerät. Anhand des
ungewandelt gesendeten PWM-Signal werden die Schaltpunkte des
Automatikgetriebes gesteuert.
PWM bedeutet "Puls-Weiten-Modulation",
d. h., daß die Impulsweite des Signals proportional zur
Fahrpedalbetätigung ist. Der analoge Wert wird dabei in ein
Digitalsignal gewandelt.
Leerlaufdrehzahlregelung
Das E-Gas sorgt auch bei Änderungen der Motorlast, z. B. durch Ein-
und Ausschalten der Klimaanlage, für eine stabile Leerlaufdrehzahl.
Erhöhte Leerlaufdrehzahl (Handregelung)
Mit dieser Funktion kann die Leerlaufdrehzahl auf 1000/min angehoben
werden, z. B. zum Aufwärmen des Motors oder Füllen des
Druckluftsystems. Bei aktiver erhöhter Leerlaufdrehzahl leuchtet die
Kontrolleuchte im Schalter.
Die erhöhte Leerlaufdrehzahl kann nur bei Fahrmodusschalter-Position
N eingeschaltet werden. Ein Betätigen des Schalters während der
Fahrt hat keine Auswirkung. Zum Einschalten der erhöhten
Leerlaufdrehzahl muß sich der Fahrmodusschalter in Position N
befinden. Die Schalter für erhöhte Leerlaufdrehzahl und
Getriebe-Leerlaufstellung sind in Reihe geschaltet.
Der Stellmotor kann den Reglerhebel der Einspritzpumpe nur bei
drehendem Motor in die Stellung für die erhöhte Leerlaufdrehzahl
stellen.
Sicherheitssystem
?
Das E-Gas verfügt über mehrere Sicherheitsfunktionen. So wird z. B.
die Fahrpedalstellung ständig mit der Stellung des Stellmotors
verglichen.
Beide Werte müssen mit einem im Steuergerät programmierten1Wert
sowie mit den Stellungen von Sicherheits- und Fahrpedalschalter
übereinstimmen. Ist dies nicht der Fall, aktiviert das
Sicherheitssystem eine oder mehrere der folgenden Maßnahmen:
Die Warnleuchte leuchtet auf.
Die Leerlaufdrehzahlregelung wird abgeschaltet
Das E-Gas fährt in Leerlaufstellung.
118 620
Die Motordrehzahl wird bei Drehzahlen über 1000/min vom
Kraftstoffventil gesteuert. In diesem Fall wird eine Drehzahl von
ca. 1000/min eingestellt. Das Fahrzeug kann dann noch eine kurze
Strecke gefahren werden, z. B. um einen Kreuzungsbereich zu räumen.
1. Die Werte können erheblich variieren, z. B. bei erhöhter
Leerlaufdrehzahl oder Leerlaufdrehzahlregelung mit einer hohen Last
durch Klimaanlage oder Generator. Die Werte ändern sich ebenfalls
entsprechend den Drehzahlanstiegs- und
-senkungskurven.
Bremskreisanschluß
Der Bremskreisanschluß ist ein Anschluß an den Bremsleuchtenschalter
(der Betriebsbremse) und einen Druckwächter (für die
Haltestellenbremse beim Bus), der bei eingeschalteten Bremsleuchten
eine Absenkung der Motordrehzahl auf Leerlauf verursacht. Das Signal
wird an Klemme 14 / Reduction 4 des Steuergeräts geleitet.
104 165
In diesem Fall ist der Motor im Leerlauf blockiert (maximal 5%
Drehzahlerhöhung bei Betätigen des Fahrpedals) und kann nicht
hochgedreht werden. Nähere Informationen enthält der Abschnitt
'Drehzahlsenkung'.
Diese Funktion ist nicht aktiv, wenn die Feststellbremse betätigt
ist. In diesem Fall ist ein Hochdrehen des Motors möglich.
Karosserieanschluß
Bestimmte, vom Karosseriehersteller verwendete Funktionen sind
werkseitig voreingestellt. Die Kabel dazu verlaufen vom Steuergerät
zu einem Stecker (siehe Schaltplan, Gruppe 16).
Fahrpedalsignal
Der Steuergerätepin 2 (Teillast 3) ist Ausgang, der durch Betätigen
des Fahrpedals nach Masse geschaltet wird.
Dieser Ausgang kann vom Karosseriehersteller für verschiedene
Funktionen genutzt werden. Bei Scania Karosserien ist der Ausgang am
Netzknotensystem (BNS) angeschlossen. Wenn das Fahrzeug steht und
die Türen geöffnet werden, wird die Haltestellenbremse aktiviert.
Nach dem Schließen der Türen löst das Signal die Bremse, sobald das
Fahrpedal betätigt wird. Der Anschluß befindet sich in der vorderen
Zentral-Elektrikeinheit.
Der Ausgang schaltet nach Masse (Spannung fällt von +24 V auf
maximal +3 V), wenn der Stellmotor mehr als 2% betätigt ist. Der
Ausgang ist bis maximal 0,8 A belastbar.
Durch die Leerlaufregelung wird der Ausgang nicht aktiviert.
Geschwindigkeitsbegrenzung 2
Das E-Gas enthält zwei vorprogrammierbare Höchstgeschwindigkeiten.
Der Steuergerätepin 12 ist ein Eingang für die Aktivierung der
Funktion Geschwindigkeitsbegrenzung 2. Die
Geschwindigkeitsbegrenzung 2 wird aktiviert, wenn eine Spannung von
+24 V am Pin anliegt.
Drehzahlanstiegs- und
-senkungskurven
Bei Bussen mit quer eingebautem Motor erzeugt ein plötzliches
Betätigen oder Lösen des Fahrpedals ein starkes Abstützmoment des
Motors und damit Schwingungen in Motoraufhängung und Antriebsstrang.
Das Fahrpedal muß deshalb sanft betätigt werden. Das E-Gas stellt
dabei die Verbindung zwischen Fahrer und Motor dar. Unabhängig von
der Geschwindigkeit, mit der der Fahrer das Fahrpedal betätigt oder
löst, werden Drehzahlanstieg und -senkung stets optimiert.
Dazu verwendet das Steuergerät der Fahrsituation entsprechend
verschiedene Anstiegs- und Senkungskurven.
E-Gas-Einstellung mit 3 Positionen
Bei bestimmten Fehlern, z. B. am Fahrpedal- Potentiometer, steuert
das E-Gas die Motorleistung anhand der Signale der Fahrpedal- und
Kick-Down-Schalter. In diesem Fall sind nur die Stellungen Leerlauf,
50% oder 100% möglich.
Pedalstellung
Fahrpedalschalter
Kick-Down-Schalter
Stellung
Gelöst
Offen
Offen
Leerlaufdrehzahl
Zwischenstellung
Geschlossen
Offen
50%
Kick-Down
Geschlossen
Geschlossen
100%
Steuergerätanschlüsse
Das Steuergerät ist mit einem 55-Pin-Anschluß ausgestattet. Die
folgende Tabelle erläutert die Funktion der einzelnen Pins.
Pin Nr. / Benennung
Bezeichnung
Funktion
1 / Pin 31
Pin 31
Steuergerät-Masse.
2 / Part load 3
Teillast 3
Ausgang, der bei Betätigen des Fahrpedals nach Masse
geschaltet wird. Eine Betätigung um mehr 2% des
Stellmotors verursacht eine Masseschaltung. Der Ausgang
ist bis maximal 0,8 A belastbar.
3 / Actuator –
Stellmotor –
Stromversorgung (–) für Stellmotor.
4 / Actuator +
Stellmotor +
Stromversorgung (+) für Stellmotor.
5 / Neutral
Neutral
+24 V-Eingang für Leerlaufstellung von
Fahrmodusschalter.
6 / -
-
Ohne Funktion.
7 / PWM actual throttle
PWM-Signal für tatsächliche Fahrpedalstellung
Ausgang für PWM-Signal der tatsächlichen
Fahrpedalbetätigung. Wird verwendet von
Automatikgetriebe und TC.
8 / Cruise control +
Geschwindigkeitsregelung
+
Stromversorgung (+) für
Geschwindigkeitsregelungs-Schalter.
Pin Nr. / Benennung
Bezeichnung
Funktion
9 / Cruise control ret.
Geschwindigkeitsregelung: Geschw. verringern
Eingang zur Verringerung und Speicherung der geregelten
Geschwindigkeit.
10 / Cruise control off
Geschwindigkeitsregelung abgeschaltet
Eingang zur Abschaltung der Geschwindigkeitsregelung
11 / Speed
Geschwindigkeit
Eingang für Fahrgeschwindigkeit. Angeschlossen an
Tachometer / Fahrtschreiber.
12 / Speed limit 2
Geschwindigkeitsbegren- zung 2
Eingang für Aktivierung von Geschwindigkeitsbegrenzung
2.
13 / Flashing code
Blinkcode
Eingang von Diagnoseschalter zur Aktivierung der
Blinkcodes.
14 / Reduction 4
Drehzahlsenkung 4
Eingang zur Verringerung der maximalen
Fahrpedalbetätigung auf den voreingestellten Wert (5%).
15 / -
-
Ohne Funktion.
16 / -
-
Ohne Funktion.
17 / Reduction 2
Drehzahlsenkung 2
Eingang zur Verringerung der maximalen
Fahrpedalbetätigung auf den voreingestellten Wert.
18 / High idle 3
Hoher Leerlauf 3
Eingang zur Erhöhung der Leerlaufdrehzahl auf den
voreingestellten Wert.
Pin Nr. / Benennung
Bezeichnung
Funktion
19 / Motor on speed
Motordrehzahlregelung
Eingang zur Aktivierung der Drehzahlregelung über die
Geschwindigkeitsregelung
20 / n
n
Eingang für Motordrehzahl von Generator oder
Magnetsensor. Dieser Eingang ist bei Scania
Steuergeräten nicht programmiert.
21 / -
-
Ohne Funktion.
22 / Safety switch actuator
Sicherheitsschalter im Stellmotor
Eingang vom Sicherheitsschalter im Stellmotor
23 / Pot–, actuator
Stellmotor-Potentiometer–
Stromversorgung (–) für Potentiometer im Stellmotor.
24 / Pot+, actuator
Stellmotor-Potentiometer +
Stromversorgung (+) für Potentiometer im Stellmotor.
25 / Kick down / Safety switch +
Kick-Down-/ Sicherheitsschalter +
Stromversorgung (+) für Kick-Down- und
Fahrpedal-Schalter.
26 / Pot–, sensor
Potentiometer– im Fahrpedalstellungs-Sensor
Stromversorgung (–) für Potentiometer im
Fahrpedalstellungs-Sensor.
27 / Pot+, sensor
Pot+, Fahrpedalstellungs- Sensor
Stromversorgung (+) für Potentiometer im
Fahrpedalstellungs-Sensor.
Pin Nr. / Benennung
Bezeichnung
Funktion
28 / Pin 15
Pin 15
Versorgungsspannung (+24 V) zum Steuergerät von
Startschalter, Pin 15.
29 / -
-
Ohne Funktion.
30 / Status lamp
Warnleuchte
Ausgang (–) für Warnleuchte in Instrumentenanlage und in
Zentral- Elektrikeinheit.
31 / Safety system +
Sicherheitssystem +
Ausgang (+24 V) zur Aktivierung des Kraftstoffventils im
Sicherheitssystem.
32 / Kick down
Kick-Down
Eingang für Kick-Down-Schalter im
Fahrpedalstellungs-Sensor.
33 / High idle 2
Hoher Leerlauf 2
Eingang zur Erhöhung der Leerlaufdrehzahl auf den
voreingestellten Wert.
34 / Part load 1
Teillast 1
Ausgang an Masse bei voreingestellter
Stellmotorstellung. Maximallast 10 mA. Verringerung von
+24 V auf maximal
+5,6 V.
35 / PWM throttle reducing
PWM-Drehzahlsenkung
Eingang für PWM-Signal zur Verringerung der
Stellmotorbetätigung. Verwendet von TC.
36 / Cruise control acc
Geschwindigkeitsregelung Beschleunigung
Eingang zur Erhöhung und Speicherung der geregelten
Geschwindigkeit.
Pin Nr. / Benennung
Bezeichnung
Funktion
37 / Cruise control resume
Geschwindigkeitsregelung Wiederaufnahme
Eingang zur Wiederaufnahme der zuletzt gespeicherten
Geschwindigkeit.
38 / Cruise control off, brake
Geschwindigkeitsregelung aus, Bremse
+24 V-Eingang zur Aufrechterhaltung der Drehzahlregelung
bei Normalbetrieb.
Stromunterbrechung wird vom Steuergerät als Betätigung
des Bremspedals interpretiert.
39 /
-
Ohne Funktion.
40 /
-
Ohne Funktion.
41 /
Oszillatorsensor +
Stromversorgung (+) für Motordrehzahl- Sensor, vgl.
Klemme 20. Wird bei Scania nicht verwendet.
42 / Ref. r/m
Ref.-Drehz.
Referenzsignal für Steuergerätanschluß 49 / RPM.
43 /
-
Ohne Funktion.
44 / Diagnosis
Diagnose
Computeranschluß für Steuergerät- Programmierung oder
Diagnose.
45 / Reduction 3
Drehzahlsenkung 3
Eingang zur Verringerung der maximalen
Fahrpedalbetätigung auf den voreingestellten Wert.
46 / Reduction 1
Drehzahlsenkung 1
Eingang zur Verringerung der maximalen
Fahrpedalbetätigung auf den voreingestellten Wert.
Pin Nr. / Benennung
Bezeichnung
Funktion
47 / Part load 2
Teillast 2
Ausgang an Masse bei voreingestellter
Stellmotorstellung. Maximallast 10 mA. Verringerung von
+24 V auf maximal 5,6 V.
48 / High idle 1
Hoher Leerlauf 1
Eingang zur Erhöhung der Leerlaufdrehzahl auf den
voreingestellten Wert.
49 / r/m
Drehz.
Eingang für Motordrehzahl von Induktionssensor. Dieser
Eingang ist bei Scania Steuergeräten programmiert.
50 / Retarder
Retarder
Ausgang zur Aktivierung des Retarders beim Fahren mit
Geschwindigkeitsregelung.
51 / Safety switch actuator +
Sicherheitsschalter im Stellmotor +
Stromversorgung (+) für Sicherheitsschalter im
Stellmotor.
52 / Pot signal actuator
Potentiometersignal vom Stellmotor
Eingang vom Potentiometer im Stellmotor.
53 / n-limit
n-Grenze
Eingang zur Aktivierung von voreingestellter
Höchstdrehzahl.
54 / Safety switch sensor
Fahrpedalschalter
Eingang vom Fahrpedalschalter im
Fahrpedalstellungs-Sensor.
55 / Pot signal sensor
Potentiometer-Signal von Sensor
Eingang für Signal vom Potentiometer im
Fahrpedalstellungs-Sensor.
Stellmotor
Allgemeines
Der Stellmotor besteht aus folgenden Hauptbauteilen: Elektromotor,
Getriebe, Stellarm, Potentiometer und Sicherheitsschalter. Der
Elektromotor dreht über das Getriebe den Stellarm. Der Stellarm ist
über eine Stange mit der Einspritzpumpe verbunden. Je nach Stellung
des Stellarms ändert sich die Ausgangsspannung des Potentiometers,
wodurch dem Steuergerät die Stellung des Stellarms signalisiert
wird.
Der Sicherheitsschalter öffnet, wenn der Stellmotor die
Leerlaufstellung verläßt. Dadurch kann auch bei einem Ausfall des
Potentiometers bestimmt werden, ob die Stellung des Stellmotors
(sowie die Stellung des Reglers bei angebauter Stange) mit der
Leerlaufdrehzahl übereinstimmt.
Im Stellmotor befindet sich außerdem eine Rückstellfeder, die bei
einem Ausfall der Stromversorgung des Motors den Stellarm an den
Leerlaufanschlag zurückzieht.
Der Stellmotor kann nicht geöffnet werden. Eine Instandsetzung ist
nicht möglich, der Motor muß komplett erneuert werden.
Elektromotor
Getriebe
Sicherheitsschalter
Potentiometer
Stellarm
Der Stellmotor befindet sich bei Diesel- und Ethanolmotoren
neben der Einspritzpumpe.
Rückstellfeder
Stange
Fahrpedal- stellungs-Sensor
Allgemeines
Der Fahrpedalstellungs-Sensor besteht aus einem mechanisch mit dem
Fahrpedal verbundenen Potentiometer. Die Bewegung des Fahrpedals
wird über ein Gestänge und den Sensorarm auf das Potentiometer
übertragen, dessen Widerstand sich abhängig von der Pedalstellung
ändert. Die Ausgangsspannung des Potentiometers signalisiert dem
E-Gas- Steuergerät die Fahrpedalstellung.
Der Fahrpedalstellungs-Sensor besteht aus folgenden Hauptbauteilen:
Rückstellfeder, Potentiometer mit Fahrpedal- und Kick-Down- Schalter
(hinter dem Fahrpedalschalter in der Abbildung).
Der Fahrpedalschalter schließt, wenn das Fahrpedal aus der
Leerlaufstellung bewegt wird.
Der Kick-Down-Schalter schließt kurz vor Erreichen der
Vollaststellung. Das Kick-Down- Signal wird direkt zu den
Steuergeräten von Getriebe und E-Gas geleitet.
Rückstellfeder
Fahrpedalschalter
Potentiometer
Stellarm
Der Fahrpedalstellungs-Sensor befindet sich unter dem Boden.
Beim Lösen des Fahrpedals stellt die Rückstellfeder den Arm und
damit auch das Fahrpedal zurück. Schalterstellung und
Potentiometerspannung werden vom Steuergerät verglichen. Dies
ermöglicht eine Fehlererkennung.
Der Fahrpedalstellungs-Sensor kann nicht geöffnet werden. Eine
Instandsetzung ist nicht möglich, der Sensor muß komplett erneuert
werden.
Schalterstellung und Potentiometerspannung sind von der Armstellung
abhängig.
A = Leerlauf
B = 1-5°, Schließwinkel für Fahrpedalschalter
C = 60-68°, Schließwinkel für Kick-Down- Schalter
D =Max.-Stellung
Busse mit Gasmotor
Allgemeines
In diesem Abschnitt werden die Unterschiede zwischen Bussen mit
Gasmotor und solchen mit Diesel-/Ethanolmotor beschrieben.
Der Stellmotor steuert anstelle der Einspritzpumpen-Regelstange ein
Drosselventil.
Es gibt ein separates Zündungs- Steuergerät, das aber nicht mit dem
E-Gas verbunden ist.
Die Gaszufuhr wird automatisch bei 2250/min abgeschaltet, die
Zündung bei 2400/min.
Bei der Funktionsprüfung des Sicherheitssystems dreht der Motor mit
ca. 2250/min.
M500 = Stellmotor C558 = Stecker
CD =
Stange
Sicherheitsfunktionen
Bei der Funktionsprüfung des Sicherheitssystems dreht der Motor mit
ca. 2250/min.
Die Gaszufuhr wird automatisch bei 2250/min abgeschaltet, die
Zündung bei 2400/min (Bei Diesel- und Ethanolmotoren wird durch
Impulssteuerung der Kraftstoffventile eine Drehzahl von ca. 1000/min
geregelt.)
Wenn der Motor eine Drehzahl von 2250/min überschreitet, schaltet
das
E-Gas-Steuergerät eine Spannung von
+24 V nach Pin 31, wodurch ein Relais (R1002) aktiviert und die
Gaszufuhr abgeschaltet wird.
Lkw mit Gasmotor
Allgemeines
In diesem Abschnitt werden die Unterschiede zwischen Lkw mit
Gasmotor und Bussen beschrieben.
Der Fahrpedalstellungs-Sensor verfügt über separate Anschlüsse für
Potentiometer, Kick-Down- und Fahrpedalschalter.
Der Stellmotor steuert anstelle der Einspritzpumpen-Regelstange ein
Drosselventil.
Es gibt ein separates Zündungs- Steuergerät, das aber nicht mit dem
E-Gas verbunden ist.
Der Motordrehzahl-Sensor greift ein Impulsrad ab, das an der
Motorsteuerung angebaut ist. Das Impulsrad befindet sich dort, wo
normalerweise die Einspritzpumpe angebaut ist.
Bei der Funktionsprüfung des Sicherheitssystems dreht der Motor mit
ca. 2250/min.
Die Gaszufuhr wird automatisch bei 2250/min abgeschaltet, die
Zündung bei 2400/min. (Bei Diesel- und Ethanolmotoren wird durch
Impulssteuerung der Kraftstoffventile eine Drehzahl von ca. 1000/min
geregelt.)
Wenn der Motor eine Drehzahl von 2250/min überschreitet, schaltet
das
E-Gas-Steuergerät eine Spannung von
+24 V nach Pin 31, wodurch ein Relais (R1002) aktiviert und die
Gaszufuhr abgeschaltet wird.
Warnsignale und Fehlercodes
Als Warnleuchte für das E-Gas dient die EDC- Warnleuchte.
116 532
EDC
ETC
EDC
Fehlercodes werden mit der EDC-Diagnosetaste ausgelesen.
106 448
1 2 EDC
Geschwindig- keitsregelung
Im Fahrerbereich befindet sich ein Bedienhebel für die
Geschwindigkeitsregelung. Mit diesem Hebel wird außerdem die
Motordrehzahl von Hand gesteuert, z. B. beim Betrieb des
Nebenabtriebs.
Set
Memo
Off
Set
116 905
Funktionen
Set
Beschleunigen
Set
Verzögern
MEMO
Vorherige Geschwindigkeit aufnehmen
OFF
Abschaltung
Pin
Motordrehzahl
33
1200/min
48
1000/min
Konstante Motordrehzahl aktivieren
Die konstante Motordrehzahl wird über den Stecker S1009/1 aktiviert.
Der Stecker befindet sich unter der Schaltergruppe neben dem
Lenkrad. Pin 2 (grünes Kabel) ist die
+-Versorgung und Pin 6 (rotes Kabel) sendet das Signal zum
E-Gas-Steuergerät.
Durch Anschließen des Steckers an einen Schalter in der
Instrumententafel kann die konstante Motordrehzahl von Hand
eingeschaltet werden.
Anschluß von Pin 2 und 6 durch ein Relais, das von Signalen von
der gewünschten Quelle gesteuert wird.
Wenn eine andere Motordrehzahl als 1400/min gewünscht wird, muß das
Kabel zu Pin 18 am E-Gas-Steuergerät an die entsprechenden in der
folgenden Tabelle angegebenen Pins angeschlossen werden.
14:02-56
Ausgabe 1 de
E-Gas
Arbeitsbeschreibung
Inhalt
Sicherheitssystem Allgemeines
3
Stellmotor Prüfungen
5
Prüfungen mit Schaltbox 6
Potentiometer prüfen 8
Sicherheitsschalter prüfen 10
Fahrpedal Prüfungen
12
Prüfungen mit Schaltbox 12
Fahrpedalstellungs-Sensor 15
Fahrpedalschalter prüfen 17
Kick-Down-Schalter prüfen 19
Maßnahme mit Einfluß auf E-Gas Einspritzpumpe
erneuern 21
Stellmotor erneuern 21
Verbindungsstange am Stellmotor erneuern 21
Leerlaufdrehzahl einstellen 22
E-Gas-Steuergerät erneuern 22
Fahrpedalstellungs-Sensor erneuern 22
Fahrpedalwinkel ändern 22
Arbeitsbeschreibungen Motortyp
mit SP2 programmieren 23
Mechanische Leerlaufdrehzahl der
Einspritzpumpe prüfen / einstellen. 23
Leerlaufdrehzahl mit SP2 programmieren 25
Gespeicherte Endstellung löschen 26
Verbindungsstange zwischen Stellmotor und Einspritzpumpe prüfen /
einstellen 29
Fahrpedalwinkel einstellen 32
Verbindungsstange am Fahrpedalstellungs-
Sensor prüfen / einstellen 34
Stecker Wartung
35
Steuergerätanschlüsse 35
Sicherheitssystem
Allgemeines
Hinweis: Diese
Arbeitsbeschreibung gilt für Busse mit Diesel- oder Ethanolmotoren.
Die Unterschiede zu Bussen und Lkw mit Gasmotoren sind in der
Funktionsbeschreibung beschrieben.
Das E-Gas verfügt über eine Sicherheitsfunktion, die im Falle eines
schwerwiegenden Fehlers aktiviert wird. Während des Fahrbetriebs
vergleicht das Steuergerät ständig die Signale vom Fahrpedal mit den
Werten des Potentiometers im Stellmotor. Wenn diese wesentlich
voneinander abweichen, wird ein Fehlercode erzeugt und das
Kraftstoffventil aktiviert.
Die Funktion des Sicherheitssystems kann anhand der
Funktionsbeschreibung auf der folgenden Seite einfach geprüft
werden.
Funktionsprüfung
Motor starten. Motor bei betätigter Feststellbremse und Getriebe
in Leerlaufstellung mit Leerlaufdrehzahl drehen lassen.
Verbindungsstange zwischen Stellmotor und Einspritzpumpe in
Vollaststellung ziehen. Die Sicherheitsfunktion wird jetzt
aktiviert, da das Steuergerät gegensätzliche Signale empfängt.
Die Fahrpedalstellung stimmt nicht mit der Stellmotorstellung
überein. Das Kraftstoffventil muß einschalten und die
Motordrehzahl impulsweise auf ca. 1000/min absenken. Dadurch
wird das Funktionieren der Sicherheitsfunktion bestätigt.
104 184
Hinweis: 2250/min bei Gasmotoren (Lkw und Busse). Das
Sicherheitssystem schaltet die Gaszufuhr ab.
Motor abschalten.
Alle aufgetretenen Fehlercodes löschen. Siehe Abschnitt
'Fehlercodes löschen' im Heft 'E-Gas: Fehlersuche und
Fehlercodeliste'.
Bei aktivierter Sicherheitsfunktion kann das Fahrzeug noch maximal
500 m gefahren werden, um z. B. einen Kreuzungsbereich zu räumen.
Stellmotor
Prüfungen
Der Stellarm muß fest auf der Stellmotorwelle sitzen. Schraube des
Stellarms auf korrekten Anzug prüfen. Das Anzugsmoment beträgt
6 Nm.
Prüfen, ob die Rückstellfeder korrekt am Stellarm befestigt ist.
Dies ist wichtig, falls die Stromversorgung des Stellmotors
ausfällt.
118 027
Das untere Federauge muß um die Kante des Stellarms greifen (Pfeil
in Abb.) und darf die Bewegung des Arms nicht beeinträchtigen.
Verbindungsstange und Kugelgelenke auf festen Sitz prüfen.
Verbindungsstangenenden mit wärmebeständigem Schmiermittel 561 205
schmieren.
Nach dem Fahrbetrieb und Abschalten des Motors steigt die Temperatur
im Motorraum auf über 130 °C an. Normale Fette oder Öle sind gegen
so hohe Temperaturen nicht beständig.
104 206
Deshalb stets das o. g. Schmiermittel verwenden.
Prüfungen mit Schaltbox
Spezifikationen
Anschlüsse im Stellmotor-Stecker (C558)
Pin
Kabelfarbe
Anwendung
1
Blau
Motor –
2
Schwarz
Motor +
3
Weiß
Sicherheitsschalter
4
Grün
Sicherheitsschalter
5
Braun
Potentiometer –
6
Gelb
Potentiometer, Aufnehmerkontakt
7
Rot
Potentiometer +
Werkzeuge
Nummer
Bezeichnung
Abbildung
Tafel
587 423
Multimeter
-
639 813 Schaltbox -
Prüfen
Für die Prüfung und Fehlersuche ist eine korrekte Einstellung der
Verbindungsstange zwischen Stellmotor und Einspritzpumpe eine
Voraussetzung. Ist dies nicht der Fall, muß vor der Fehlersuche die
Verbindungsstange eingestellt werden.
Durch Anschluß der Schaltbox an den dem Stellmotor nächstgelegenen
Stecker kann die Funktion des Stellmotors geprüft werden. Dazu wird
die Spannung des Stellmotor- Potentiometers gemessen und die
Stellung des Sicherheitsschalters bestimmt.
Stecker am Stellmotor abziehen.
104 185
C558
Sicherstellen, daß die Kontakte korrekt im Stecker sitzen und
nicht korrodiert sind.
Schaltbox 639 813 an Stecker anschließen. Sicherstellen, daß die
Stecker nicht herunterhängen und die Bewegung der
Verbindungsstange behindern.
639 813
104 183
587 423
Potentiometer prüfen
Spannung messen
Potentiometer
+-Pol
–-Pol
Spannung
Leerlauf
7
5
3,0 V **
Teillast
7
5
3,0 V **
Vollast / Kick-Down
7
5
3,0 V **
Leerlauf
6
5
2,5 V
Teillast
6
5
2,6 - 0,6 V *
Vollast / Kick-Down
6
5
0,6 V
* Die Spannung nimmt beim Betätigen des Fahrpedals gleichmäßig ab.
** Die Spannung muß zwischen 2,6 und 3,1 V liegen.
Spannung messen
Multimeter-Prüfspitzen an die Ausgänge der Schaltbox
anschließen, deren Spannung gemessen werden soll.
Sicherstellen, daß das Multimeter auf
Gleichstrom-Spannungsmessung geschaltet ist.
Zündspannung einschalten.
Spannung bei verschiedenen Fahrpedalstellungen messen und mit
den Werten in der Tabelle vergleichen.
Zündspannung ausschalten.
Diese Fehlersuche erzeugt Fehlercodes, die nach der Messung
gemäß den Anweisungen im Heft 'E-Gas: Fehlersuche und
Fehlercodeliste', Abschnitt 'Fehlercodes löschen', gelöscht
werden müssen.
Voltmeter zeigt zwischen Pin 5/6 und 5/7 eine Spannung von 0 V an:
Anschluß zwischen Schaltbox und Stellmotor trennen. Wenn die
Spannung zwischen Pin 5 und 7 immer noch 0 V beträgt, liegt der
Fehler im Steuergerät oder im Kabelstrang.
Anschluß zwischen Schaltbox und Stellmotor trennen. Wenn die
Spannung 2,5 V (Pin 5/6) oder 3,0 V (Pin 5/7) beträgt, aber beim
Anschluß des Stellmotors auf Null absinkt, liegt der Fehler in einem
kurzgeschlossenen Potentiometer.
Wenn die Spannung zwischen Pin 5 und 6 abweicht:
Wenn keine Spannungsänderung angezeigt wird, liegt der Fehler im
Potentiometer.
Sicherheitsschalter prüfen
Messungen
Sicherheitsschalter
+-Pol
–-Pol
Stellung
Spannung
Leerlauf
3
4
geschlossen
0 V
Teillast
3
4
offen
+24 V
Vollast / Kick-Down
3
4
offen
+24 V
Sofort nach Verlassen der Leerlaufstellung muß der Schalter öffnen.
Spannung messen
Multimeter-Prüfspitzen an die Ausgänge der Schaltbox
anschließen, deren Spannung gemessen werden soll.
Sicherstellen, daß das Multimeter auf
Gleichstrom-Spannungsmessung geschaltet ist.
Zündspannung einschalten.
Spannung bei verschiedenen Fahrpedalstellungen messen und mit
den Werten in der Tabelle vergleichen.
Zündspannung ausschalten.
Diese Fehlersuche erzeugt Fehlercodes, die nach der Messung
gemäß den Anweisungen im Heft 'E-Gas: Fehlersuche und
Fehlercodeliste', Abschnitt 'Fehlercodes löschen', gelöscht
werden müssen.
Voltmeter zeigt +24 V an:
• Wenn
der Sicherheitsschalter auch bei Leerlaufstellung +24 V anzeigt,
liegt der Fehler im Sicherheitsschalter. In diesem Fall ist der
Sicherheitsschalter in allen Stellungen offen.
Voltmeter zeigt 0 V an:
• Wenn
der Sicherheitsschalter 0 V auch bei Teil- und Vollast anzeigt, gibt
es zwei Möglichkeiten. Stecker zwischen Schaltbox und Stellmotor
trennen und prüfen, ob der Sicherheitsschalter ständig geschlossen
ist.
Voltmeter zeigt jetzt +24 V an: Fehler im kurzgeschlossenen
Sicherheitsschalter.
Voltmeter zeigt jetzt 0 V an: Fehler im Steuergerät oder im
Kabelstrang.
Fahrpedal
Prüfungen
Vom Fahrer eingetragene Steine und Schmutz sind in das Fahrpedal
eingedrungen. Durch die Innenreinigung des Fahrzeugs kann das
Schmiermittel vom Pedalgelenk entfernt worden sein. Pedalgelenk
reinigen und mit normalem Motoröl schmieren.
Die Gabelenden der Verbindungsstange am Fahrpedalstellungs-Sensor
müssen normalerweise nicht geschmiert werden, sind aber auf
Freigängigkeit zu prüfen.
Prüfungen mit Schaltbox
Anschlüsse
Pin
Kabelfarbe
Anwendung
1
Weiß
Fahrpedalschalter
2
Rot
Potentiometer +
3
Gelb
Potentiometer, Aufnehmerkontakt
4
Blau
Kick-Down-Schalter
5
Braun
Potentiometer –
6
Grün
Kick-Down-Schalter
7
Schwarz
Fahrpedalschalter
Werkzeuge
Nummer
Bezeichnung
Abbildung
Tafel
587 423
Multimeter
-
639 813 Schaltbox -
Prüfen
Für die Prüfung und Fehlersuche ist eine korrekte Einstellung der
Verbindungsstange zwischen Stellmotor und Einspritzpumpe eine
Voraussetzung. Ist dies nicht der Fall, muß vor der Fehlersuche die
Verbindungsstange eingestellt werden.
1 Durch
Anschluß der Schaltbox an den dem Fahrpedalstellungs-Sensor
nächstgelegenen Stecker kann die Funktion des
Fahrpedalstellungs-Sensors geprüft werden. Dazu wird die Spannung
des Potentiometers und die Stellung des Fahrpedal- und Kick-
Down-Schalters geprüft.
Einstellung
Spezifikationen
Abstand zwischen Arm und Anschlag
2 ± 1 mm
Werkzeuge
Nummer Bezeichnung
Abbildung
Tafel
587 090 Winkelmesser
-
Bezeichnung
Verbindungsstange zwischen Fahrpedal und Fahrpedalstellungs-Sensor
einstellen.
Außenverkleidung vorn abbauen, um Zugang zum
Fahrpedalstellungs-Sensor zu erhalten. Dies kann je nach
Karosserieausführung unterschiedlich sein.
Sicherstellen, daß der Bus auf ebenem Untergrund steht.
Sicherstellen, daß die Zündspannung
ausgeschaltet ist.
Fahrpedal vollständig und bis an das Ende des Kick-Down-Bereichs
niedertreten. Der Abstand zwischen Arm und Anschlag muß 2 ± 1 mm
betragen. Der Abstand kann mit der Einstellschraube (1) unter
dem Fahrpedal eingestellt werden.
Fahrpedalstellungs- Sensor
Spannung messen
Potentiometer
+-Pol
–-Pol
Spannung
Leerlauf
2
5
3,0 V **
Teillast
2
5
3,0 V **
Vollast / Kick-Down
2
5
3,0 V **
Leerlauf
3
5
0,1 V
Teillast
3
5
0,1–2,0 V*
Vollast / Kick-Down
3
5
2,0 V
* Die Spannung nimmt beim Betätigen des Fahrpedals gleichmäßig zu.
** Die Spannung muß zwischen 2,6 und 3,1 V liegen.
Spannung messen
Multimeter-Prüfspitzen an die Ausgänge der Schaltbox
anschließen, deren Spannung gemessen werden soll.
Sicherstellen, daß das Multimeter auf
Gleichstrom-Spannungsmessung geschaltet ist.
Zündspannung einschalten.
Spannung bei verschiedenen Fahrpedalstellungen messen. Meßwerte
mit den Angaben in der Tabelle vergleichen.
Zündspannung ausschalten.
Diese Fehlersuche erzeugt Fehlercodes, die nach der Messung
gemäß den Anweisungen im Heft 'E-Gas: Fehlersuche und
Fehlercodeliste', Abschnitt 'Fehlercodes löschen', gelöscht
werden müssen.
Voltmeter zeigt zwischen Pin 2/5 und 3/5 eine Spannung von 0 V an:
Anschluß zwischen Schaltbox und Fahrpedalstellungs-Sensor trennen.
Wenn die Spannung immer noch 0 V beträgt, liegt der Fehler im
Steuergerät oder im Kabelstrang.
Anschluß zwischen Schaltbox und Fahrpedalstellungs-Sensor trennen.
Wenn die Spannung jetzt 3,0 V (Pin 2/5) oder 2,0 V (Pin 3/5)
beträgt, beim Anschließen
des Fahrpedalstellungs-Sensor aber auf Null absinkt, liegt der
Fehler in einem kurzgeschlossenen Potentiometer.
Wenn die Spannung zwischen Pin 3 und 5 abweicht:
Wenn keine Spannungsänderung angezeigt wird, liegt der Fehler im
Potentiometer.
Fahrpedalschalter prüfen
Messungen
Stellung
+-Pol
–-Pol
Stellung
Spannung
Leerlauf
1
7
offen
+24 V
Teillast
1
7
geschlossen
0 V
Vollast / Kick-Down
1
7
geschlossen
0 V
Sofort nach Verlassen der Leerlaufstellung muß der Schalter
schließen.
Spannung messen
Multimeter-Prüfspitzen an die Ausgänge der Schaltbox
anschließen, deren Spannung gemessen werden soll.
Sicherstellen, daß das Multimeter auf
Gleichstrom-Spannungsmessung geschaltet ist.
Zündspannung einschalten.
Spannung bei verschiedenen Fahrpedalstellungen messen. Meßwerte
mit den Angaben in der Tabelle vergleichen.
Zündspannung ausschalten.
Diese Fehlersuche erzeugt Fehlercodes, die nach der Messung
gemäß den Anweisungen im Heft 'E-Gas: Fehlersuche und
Fehlercodeliste', Abschnitt 'Fehlercodes löschen', gelöscht
werden müssen.
Voltmeter zeigt +24 V an:
• Wenn
am Fahrpedalschalter bei Teil- und Vollast +24 V angezeigt wird,
liegt der Fehler im Fahrpedalschalter. Der Schalter schließt in
keiner Fahrpedalstellung.
Voltmeter zeigt 0 V an:
• Wenn
der Fahrpedalschalter bei gelöstem Fahrpedal 0 V anzeigt, gibt es
zwei Möglichkeiten. Stecker zwischen Schaltbox und
Fahrpedalstellungs-Sensor trennen und prüfen, ob der
Fahrpedalschalter ständig offen ist.
Voltmeter zeigt jetzt +24 V an: Fehler im kurzgeschlossenen
Fahrpedalschalter.
Voltmeter zeigt jetzt 0 V an: Fehler im Steuergerät oder im
Kabelstrang.
Widerstand messen
Sicherstellen, daß die Zündspannung (Startschlüssel, Pin 15)
ausgeschaltet ist.
Schaltbox nur an Fahrpedalstellungs- Sensor anschließen und
sicherstellen, daß sie nicht am Kabelstrang des Busses
angeschlossen ist.
Multimeter-Prüfspitzen an die Ausgänge der Schaltbox
anschließen, deren Widerstand gemessen werden soll.
Sicherstellen, daß das Multimeter auf Widerstandsmessung
geschaltet ist.
Widerstand bei verschiedenen Fahrpedalstellungen messen und mit
den Werten in der Tabelle vergleichen.
Diese Fehlersuche erzeugt Fehlercodes, die nach der Messung
gemäß den Anweisungen im Heft 'E-Gas: Fehlersuche und
Fehlercodeliste', Abschnitt 'Fehlercodes löschen', gelöscht
werden müssen.
Ohmmeter zeigt unendlich hohen Widerstand an:
Wenn am Fahrpedalschalter bei Teil- und Vollast ein unendlich hoher
Widerstand angezeigt wird, liegt der Fehler im Fahrpedalschalter. In
diesem Fall ist der Fahrpedalschalter in allen Stellungen offen.
Ohmmeter zeigt Kurzschluß an:
Wenn der Fahrpedalschalter bei gelöstem Fahrpedal 0 Ohm anzeigt,
liegt der Fehler im Fahrpedalschalter. In diesem Fall ist der
Fahrpedalschalter ständig geschlossen.
Kick-Down-Schalter prüfen
Messungen
Stellung
+-Pol
–-Pol
Stellung
Spannung
Leerlauf
6
4
offen
+24 V
Teillast
6
4
offen
+24 V
Vollast / Kick-Down
6
4
geschlossen
0 V
Der Schalter muß schließen, kurz bevor das Pedal den Endanschlag
erreicht.
Spannung messen
Multimeter-Prüfspitzen an die Ausgänge der Schaltbox
anschließen, deren Spannung gemessen werden soll.
Sicherstellen, daß das Multimeter auf
Gleichstrom-Spannungsmessung geschaltet ist.
Zündspannung einschalten.
Spannung bei verschiedenen Fahrpedalstellungen messen.
Meßwerte mit den Angaben in der Tabelle vergleichen.
Zündspannung ausschalten.
Diese Fehlersuche erzeugt Fehlercodes, die nach der Messung
gemäß den Anweisungen im Heft 'E-Gas: Fehlersuche und
Fehlercodeliste', Abschnitt 'Fehlercodes löschen', gelöscht
werden müssen.
Voltmeter zeigt +24 V an:
Wenn am Kick-Down-Schalter bei Teil- und Vollast +24 V angezeigt
wird, liegt der Fehler im Kick-Down-Schalter. In diesem Fall ist
der Kick-Down-Schalter in allen Stellungen offen.
Voltmeter zeigt 0 V an:
Wenn der Kick-Down-Schalter bei gelöstem Fahrpedal 0 V anzeigt,
gibt es zwei Möglichkeiten. Stecker zwischen Schaltbox und
Fahrpedalstellungs-Sensor trennen und prüfen, ob der Kick-Down-
Schalter ständig offen ist.
Voltmeter zeigt jetzt +24 V an: Fehler im kurzgeschlossenen
Fahrpedalschalter.
Voltmeter zeigt jetzt 0 V an: Fehler im Steuergerät oder im
Kabelstrang.
Widerstand messen
Sicherstellen, daß die Zündspannung (Startschlüssel, Pin 15)
ausgeschaltet ist.
Schaltbox nur an Fahrpedalstellungs- Sensor anschließen und
sicherstellen, daß sie nicht am Kabelstrang des Busses
angeschlossen ist.
Multimeter-Prüfspitzen an die Ausgänge der Schaltbox
anschließen, deren Widerstand gemessen werden soll.
Sicherstellen, daß das Multimeter auf Widerstandsmessung
geschaltet ist.
Widerstand bei verschiedenen Fahrpedalstellungen messen und mit
den Werten in der Tabelle vergleichen.
Diese Fehlersuche erzeugt Fehlercodes, die nach der Messung
gemäß den Anweisungen im Heft 'E-Gas: Fehlersuche und
Fehlercodeliste', Abschnitt 'Fehlercodes löschen', gelöscht
werden müssen.
Ohmmeter zeigt unendlich hohen Widerstand an:
Wenn am Kick-Down-Schalter auch bei Vollast unendlich hoher
Widerstand angezeigt wird, liegt der Fehler im Kick- Down-Schalter.
In diesem Fall ist der Kick- Down-Schalter in allen Stellungen
offen.
Ohmmeter zeigt Kurzschluß an:
Wenn der Kick-Down-Schalter bei gelöstem Fahrpedal 0 Ohm anzeigt,
liegt der Fehler im Kick-Down-Schalter. In diesem Fall ist der
Kick-Down-Schalter ständig geschlossen.
Maßnahme mit Einfluß auf E-Gas
Im folgenden werden Maßnahmen beschrieben, die beim Auswechseln von
solchen Teilen durchgeführt werden müssen, die die Funktion des
E-Gas-Systems beeinflussen können. Die einzelnen Vorgänge werden an
späterer Stelle in diesem Heft beschrieben.
Einspritzpumpe erneuern
Mechanische Leerlaufdrehzahl der Einspritzpumpe prüfen /
einstellen.
Mit SP2 die korrekte Leerlaufdrehzahl im E-Gas-Steuergerät
programmieren.
Gespeicherte Endstellung löschen.
Verbindungsstange (Leerlauf / Vollast) zwischen Stellmotor und
Einspritzpumpe prüfen / einstellen.
Stellmotor erneuern
Gespeicherte Endstellung löschen.
Verbindungsstange (Leerlauf / Vollast) zwischen Stellmotor und
Einspritzpumpe prüfen / einstellen.
Verbindungsstange am Stellmotor erneuern
Eine Erneuerung ist notwendig, wenn am Kugelgelenk Spiel auftritt.
Gespeicherte Endstellung löschen.
Verbindungsstange (Leerlauf / Vollast) zwischen Stellmotor und
Einspritzpumpe prüfen / einstellen.
Leerlaufdrehzahl einstellen
Mechanische Leerlaufdrehzahl der Einspritzpumpe prüfen /
einstellen.
Mit SP2 die korrekte Leerlaufdrehzahl im E-Gas-Steuergerät
programmieren.
Gespeicherte Endstellung löschen.
Verbindungsstange (Leerlauf / Vollast) zwischen Stellmotor und
Einspritzpumpe prüfen / einstellen.
E-Gas-Steuergerät erneuern
Mit SP2 den korrekten Motortyp im E-Gas-Steuergerät
programmieren.
Mechanische Leerlaufdrehzahl der Einspritzpumpe prüfen /
einstellen.
Mit SP2 die korrekte Leerlaufdrehzahl im E-Gas-Steuergerät
programmieren.
Gespeicherte Endstellung löschen.
Verbindungsstange (Leerlauf / Vollast) zwischen Stellmotor und
Einspritzpumpe prüfen / einstellen.
Fahrpedalstellungs- Sensor erneuern
Verbindungsstange (Leerlauf) am Fahrpedalstellungs-Sensor prüfen
und einstellen.
Pedalanschlag (Vollast) prüfen / einstellen.
Fahrpedalwinkel ändern
Winkel des Fahrpedals einstellen.
Verbindungsstange (Leerlauf) am Fahrpedalstellungs-Sensor prüfen
und einstellen.
Pedalanschlag (Vollast) prüfen / einstellen.
Arbeitsbeschreibungen
Motortyp mit SP2 programmieren
Mit Scania Programmer 2 den korrekten Motortyp im E-Gas-Steuergerät
programmieren.
Mechanische Leerlaufdrehzahl der Einspritzpumpe prüfen / einstellen.
Werkzeuge
Nummer Bezeichnung Abbildung
102 210
587 304 IR-Drehzahlmesser
Motor bis zum Erreichen der Betriebstemperatur mindestens 30 min
lang warmlaufen lassen, dabei häufig den Retarder verwenden. Der
gesamte Motor muß betriebswarm sein.
104 175
Klemme des Kugelgelenks an der Einspritzpumpe lösen.
Verbindungsstange von Stellarm abbauen.
Motor starten.
Motordrehzahl an Riemenscheibe messen. IR-Drehzahlmesser
verwenden.
Hinweis: Nicht
den Drehzahlmesser in der Instrumentenanlage verwenden. Dieser
ist nicht ausreichend genau.
Gewünschte Drehzahl (520 oder 550/min) an der Leerlaufschraube
einstellen.
Sicherungsmutter (1) auf der Unterseite 1
lösen. Leerlaufschraube (2) einstellen.
2
Sicherstellen, daß der Stellarm (3) an der
Leerlaufschraube anliegt.
3
Sicherungsmutter (1) festziehen.
104 176
Motor abschalten.
Leerlaufdrehzahl mit SP2 programmieren
Die Leerlaufdrehzahl von 520/min (oder 550/min) muß auch im
Steuergerät programmiert werden. Deshalb muß die mechanische
Leerlaufeinstellung mit der programmierten Leerlaufdrehzahl (520
oder 550/min) übereinstimmen. Andernfalls sind Motorvibrationen
möglich. Es ist wichtig, daß im Steuergerät die tatsächliche
Leerlaufdrehzahl programmiert ist.
Die Leerlaufdrehzahl ist vom Motortyp abhängig. Ggf. muß die
Leerlaufdrehzahl mit dem Scania Programmer 2 geprüft werden.
Einstellwerte
Bezeichnung Wert
Standard-Leerlaufdrehzahl für Dieselmotoren 520/min
Standard-Leerlaufdrehzahl für Ethanolmotoren 550/min
Standard-Leerlaufdrehzahl für Gasmotoren (Lkw und Busse). 550/min
Gespeicherte Endstellung löschen
Zündspannung einschalten.
Der Löschvorgang (die Speicherung des Endanschlags) beginnt.
Motor starten und im Leerlauf (520 oder
550/min) drehen lassen.
Fahrpedal mit von der Einspritzpumpe getrennter
Verbindungsstange mindestens zwei Sekunden in Vollaststellung
drücken.
Motor abschalten. Zündspannung nicht ausschalten.
Der Löschvorgang ist jetzt abgeschlossen.
Gespeicherte Endstellung aktualisieren
Wenn die Endstellung nicht wie o. g. gelöscht wird, wird mit jeder
Nachstellung der Verbindungsstange der Verstellbereich des
Stellmotors weiter eingeschränkt.
Durch das Löschen des Speichers wird sichergestellt, daß nach einer
Einstellung der Stellmotor den maximalen Verstellbereich nutzt.
Für die Leerlaufdrehstellung genügt eine einfache mechanische
Grundeinstellung.
Das Steuergerät prüft die Endstellung bei Vollast nach jedem
Einschalten des Systems. Diese Prüfung erfolgt, wenn das erste Mal
länger als eine Sekunde die Vollaststellung gehalten wird und die
Fahrgeschwindigkeit mehr als 7,5 km/h oder die Motordrehzahl 400/min
beträgt. Das Steuergerät bestimmt dann, ob die gemessene Endstellung
innerhalb des Sollbereichs liegt.
Die Einstellung der Endstellung erfolgt in einem Bereich von 30% des
Gesamtstellbereichs des Stellmotors. Wenn sich die Endposition
außerhalb dieses Bereichs befindet, werden ein Warnsignal und ein
Fehlercode erzeugt.
Im Steuergerät ist die Endposition der vorhergehenden Prüfung
gespeichert. Wenn das Steuergerät eine neue elektrische Endposition
erkennt, wird der vorherige Wert überschrieben.
Wenn die gespeicherte Endposition gelöscht ist, wird die mechanische
Endposition im Steuergerät gespeichert. Wenn die Endposition nicht
gelöscht wird, liegt die Selbsteinstellung nach einigen
Nachstellvorgängen der Verbindungsstange außerhalb des zulässigen
Verstellbereichs.
Die Verbindungsstange wird beim Einstellen um 3 mm verkürzt. Dadurch
wird erreicht, daß sich die eingestellte Endposition ungefähr in der
Mitte des Einstellbereichs befindet. Bei der nächsten Fahrt wird
dieser Wert als elektrische Endposition gespeichert, sobald die
entsprechenden Bedingungen erfüllt sind. Dies ermöglicht einen
Verstellbereich von 15% in beide Richtungen gegenüber dem
Gesamtverstellweg des Stellmotors.
Endposition-Einstellbereich.
M bezeichnet die im Steuergerät gespeicherte Position.
M bezeichnet die bei korrekt eingebauter und eingestellter
Verbindungsstange im Steuergerät gespeicherte Position.
Verbindungsstange zwischen Stellmotor und Einspritzpumpe prüfen /
einstellen
Werkzeuge
Bezeichnung Abbildung
Spezialschlüssel
Zündspannung einschalten.
Verbindungsstange so einstellen, daß die Kugelköpfe mittig in
den Kugelpfannen sitzen. Sicherungsmutter festziehen.
Verbindungsstange hängen lassen.
Dies ist der Einstellvorgang für die Leerlaufstellung der
Verbindungsstange.
Von einem Helfer das Fahrpedal bis zum Vollastanschlag
niederdrücken lassen.
Dies ist der Einstellvorgang für die Vollaststellung der
Verbindungsstange.
Einspritzpumpenarm in Vollaststellung
104 179
stellen.
Die Verbindungsstange muß auf der Seite der Einspritzpumpe 3 ± 1
mm zu kurz sein. Der Wert kann am Einspritzpumpenarm gemessen
werden.
Die Vollaststellung der Verbindungsstange ist jetzt eingestellt.
Ggf. muß der Stellarm nachgestellt werden. Schlüssel verwenden:
Spezialanfertigung 8 oder 10 mm.
Einstellungen an dieser Schiene haben keine Auswirkung auf die
Leerlaufstellung.
Wenn der Verstellweg von Einspritzpumpenarm oder Stellarm nicht
ausreichend ist, muß die Länge des Einspritzpumpenarms
nachgestellt werden. In diesem Fall den Arm in der Schiebe
verschieben.
Fahrpedal lösen.
Leerlaufstellung nochmals prüfen. (Ggf. Vorgang ab Schritt 2
wiederholen.)
Verbindungsstange an Einspritzpumpenarm anbauen.
104 182
Alle Fehlercodes löschen, siehe Abschnitt 'Fehlercodes löschen'
im Heft 'E-Gas: Fehlersuche und Fehlercodeliste'.
Fahrpedalwinkel einstellen
Hinweis: Die
Kugelgelenkstellung 3 gilt für Busse der Serie 4.
Stecker
Gabelstück
Kugelgelenkstellung beim Bus der Serie 4.
Leerlaufstellung
Der Fahrpedalarm (3) begrenzt den Fahrpedalwinkel nach oben und
liegt an der Unterseite des Fahrpedalträgers an. Ist dies nicht
der Fall, muß die Stange des Fahrpedalstellungs-Sensors (6)
verlängert werden.
Der Pedalwinkel muß ca. 45° von der Horizontalen betragen.
Fahrpedalwinkel entsprechend dem Kundenwunsch an der vertikalen
Verbindungsstange (4) unter dem Pedal einstellen. Die
Verbindungsstange ist im Pedal mit einem Stift und einer
Verriegelungsplatte (5) befestigt.
Vollaststellung
1 Einstellschraube
(1) so einstellen, daß das Pedal einen Betätigungsbereich von ca.
30° erreicht.
Einstellungen des Fahrpedalstellungs-Sensors prüfen.
Fahrpedalstellungs-Sensor-Arm
Seilzuggabel
Stellarm
Vertikale Verbindungsstange
Stift und Verriegelungsplatte
Stange
Einstellschraube
Fahrpedalstellungs-Sensor-Arm
Verbindungsstange am Fahrpedalstellungs- Sensor prüfen / einstellen
Leerlaufstellung
Der Fahrpedalarm (3) begrenzt den Fahrpedalwinkel nach oben und
liegt an der Unterseite des Fahrpedalträgers an.
1 Der
Fahrpedalstellungs-Sensor-Arm (1) muß beinahe am hinteren Anschlag
anstehen.
Vollaststellung
1 Prüfen,
ob ein Abstand von 1-3 mm zwischen Fahrpedalstellungs-Sensor-Arm
(2) und dem vorderen Anschlag vorhanden ist. Bei Bedarf mit der
Einstellschraube (1) unter dem Pedal einstellen.
Fahrpedalstellungs-Sensor-Arm
Seilzuggabel
Stellarm
Vertikale Verbindungsstange
Stift und Verriegelungsplatte
Stange
Einstellschraube
Fahrpedalstellungs-Sensor-Arm
Stecker
Wartung
Stecker mit Spezialfett 584 070 vor Korrosion schützen. Dies verringert
das Risiko von unnötigen Warnmeldungen und Pannen.
Steuergerätanschlüsse
Zum Ausbauen von Kontakten aus dem Steuergeräte-Stecker sind zwei
Spezialwerkzeuge erforderlich.
Die größeren Kontakte mit Spezialwerkzeug 588 192, die kleineren mit
Spezialwerkzeug
588 195 ausbauen.
Vor dem Herausziehen eines Kontakts muß die Verriegelungslasche gelöst
werden. Dazu den oberen Teil des Steckers zur Seite schieben. An den
drei Haken (A) ist sichtbar, ob der Stecker geöffnet oder geschlossen
ist.
Als Zusatzausstattung können folgende Bauteile eingebaut sein:
Handgas-Seilzug
Fahrpedal-Sensor
Fahrpedalbetätigungs-Sensor
Fahrpedalsperre
Fahrpedal
Das Fahrpedal ist auf einer Grundplatte befestigt, auf deren Unterseite
sich Hebelmechanismus, Verbindungsgestänge und Fahrpedal-Sensor
befinden. Die Rückstellung des Fahrpedals in die Ausgangsstellung
erfolgt durch eine Rückholfeder im Fahrpedal-Sensor bzw. im
Pedalmechanismus bei Ausführungen ohne Sensor. Die Endstellungen des
Fahrpedals sind durch einen Hebelanschlag unterhalb der Grundplatte
(Leerlaufstellung) und eine Einstellschraube (Vollaststellung)
vorgegeben.
Fahrpedal
Fahrpedalzug
Der Fahrpedalzug mit Außenzug verläuft unten am Fahrzeugboden vom
Fahrpedalmechanismus zur Einspritzpumpe. Die Seilzuglänge hängt von der
jeweiligen Buslänge ab. Zur Führung des Fahrpedalzugs dienen ein
Kunststoffrohr (Durchmesser: 25 mm) bzw. Kabelbinder. Der Seilzug ist
wartungsfrei und darf nicht geschmiert werden.
Handgasbetätigung
Mit der Handgas-Funktion kann die Leerlaufdrehzahl angehoben werden, z.
B. zur Füllung von Druckluftbehältern oder zur schnelleren
Motorerwärmung.
Der Handgas-Seilzug ist mit dem Hebel am Fahrpedal verbunden. Zur
Feineinstellung der Drehzahl dient der Drehknopf.
Handgasbetätigung
Geschwindigkeitsbegrenzer
Der Geschwindigkeitsbegrenzer befindet sich im Bereich der
Einspritzpumpe und regelt die Höchstgeschwindigkeit des Fahrzeugs. Bei
Überschreiten der eingestellten Höchstgeschwindigkeit wird ein
Druckluftzylinder beaufschlagt, der den Verstellhebel an der
Einspritzpumpe zurückschiebt.
Geschwindigkeitsbegrenzer
Fahrpedalsperre
Die Fahrpedalsperre (falls eingebaut) ist direkt hinter dem Fahrpedal
eingebaut und mit dem Pedalmechanismus über einen kurzen Seilzug
verbunden. Der Seilzug zum Motor ist direkt an der Fahrpedalsperre
angebaut und deshalb kürzer als bei Fahrzeugen ohne Fahrpedalsperre.
Siehe Fahrpedalsperre, Funktions- und Arbeitsbeschreibung.
Fahrpedalsperre
Seilzug zum Fahrpedal
Seilzug zum Motor
Fahrpedal-Sensor
Der Fahrpedal-Sensor besteht aus einem Potentiometer und zwei
Mikro-Schaltern zur Erkennung der Fahrpedalbetätigung und Kick-
Down-Funktion. Bei mechanischer Verstellung der Einspritzpumpe entfällt
das Potentiometer. Der Kick-Down-Schalter wird bei vollständig
durchgetretenem Fahrpedal aktiviert. Der
Kick-Down-Schalter wird bei Automatikgetrieben verwendet. Der
Fahrpedalbetätigungs-Schalter wird am Anfang der Pedalbewegung
aktiviert. Das Zusatzbremssystem benötigt die Signale vom
Fahrpedalbetätigungs-Schalter.
Fahrpedal-Sensor
Fahrpedalbetätigungs-Sensor
Der Fahrpedalbetätigungs-Sensor sitzt an der Einspritzpumpe und
registriert Stellungsveränderungen des Fahrpedals. Dieser Sensor wird
nur bei Automatikgetrieben verwendet. Siehe Werkstatthandbuch
Hauptgruppe 5.
WICHTIG! Bei
der Einstellung des Seilzugs ist darauf zu achten, daß in entlastetem
Zustand ausreichend Durchhang vorhanden ist, damit der Motorleerlauf bei
eingeschobenem Einspritzpumpen-Verstellhebel nicht beeinträchtigt wird.
WICHTIG! Prüfen,
ob der Abstand von Mitte Kugelzapfen bis Mitte Gelenkgabel am neuen
Geschwindigkeitsbegrenzer bzw. am neuen Gestänge zwischen 251-253 mm
liegt.
WICHTIG! Leerlauf-
und Vollaststellung der Einspritzpumpe prüfen.
WICHTIG! Sicherstellen,
daß der Seilzug im Außenzug freigängig ist. Biegeradius von 250 mm nicht
unterschreiten. Seilzug beim Einbau nicht knicken.
WICHTIG! Sicherstellen,
daß der Einspritzpumpen-Verstellhebel in Leerlaufstellung steht und der
Seilzug so straff als möglich gespannt ist. Ggf. mit Halter (2)
einstellen.
WICHTIG! Leerlauf-
und Vollaststellung der Einspritzpumpe prüfen.
Der Fahrpedalhebel (3) begrenzt die Aufwärtsbewegung des Pedals und
liegt auf der Unterseite der Fahrpedalhalterung auf. Ist der
Auflagepunkt verschoben, ist die längeneinstellbare
Verbindungsstange des Fahrpedal-Sensors (6) oder der Handgas-
Seilzug (7) entsprechend zu verstellen.
Das Fahrpedal muß in einem Winkel von ca. 45° zur Horizontalen
stehen. Fahrpedalwinkel mit dem Vertikalgelenk (4) unter dem Pedal
gemäß Kundenanforderung einstellen. Das Gelenk ist mit einer
Halteplatte und Stift (5) am Pedal befestigt.
Die Spannung des Handgas-Seilzugs darf nicht zu Klemmen oder zur
Beeinträchtigung der Leerlaufdrehzahl bei eingeschobenem
Einspritzpumpen- Verstellhebel führen.
Fahrpedal-Sensorhebel
Gabel
Hebel
Vertikalgelenk
Gelenkgabel mit Stift
Betätigungsstange
Handgas-Seilzug
Der Fahrpedal-Sensorhebel (1) muß den hinterenAnschlag beinahe
berühren.
Gilt für Fahrzeuge mit Fahrpedalsperre. Seilzug zwischen
Fahrpedalsperre und Fahrpedal mit der Gabel (2) am Fahrpedal so
einstellen, daß kein Spiel mehr vorhanden ist.
Pedalwinkel von ca. 30° mit der Einstellschraube (1) justieren.
Sicherstellen, daß zwischen Fahrpedal- Sensorhebel (2) und dem
vorderen Anschlag ein Spiel von 1-3 mm vorhanden ist. Ggf. mit der
Einstellschraube (1) unter dem Pedal einstellen.
Einstellschraube
Fahrpedal-Sensorhebel
Sicherstellen, daß der Einspritzpumpen- Verstellhebel in
Leerlaufstellung steht und der Seilzug so straff als möglich
gespannt ist. Ggf. mit Halter (2) einstellen.
Leerlauf- und Vollaststellung der Einspritzpumpe prüfen.
Prüfen, ob der Abstand von Mitte Kugelzapfen bis Mitte Gelenkgabel
am neuen Gestänge bzw. am neuen Geschwindigkeitsbegrenzer zwischen
251-253 mm liegt. An der Gabel (1) oder am Kugelzapfen (2)
einstellen.
Gilt nur für 9l-Motoren: Fahrpedal vollständig durchtreten.
Sicherstellen, daß die Betätigungsstange bzw. der
Geschwindigkeitsbegrenzer
2-5 mm herausragt, wenn der Einspritzpumpen-Verstellhebel den
Anschlag der Vollaststellung erreicht hat. Durch Verschieben des
Kugelzapfens (2) im Langloch einstellen.
Hinweis: Bei
11l- und 12l-Motoren ist eine Einstellung nicht möglich. Der
Seilzughub muß 50 mm betragen.
Sicherstellen, daß der Fahrpedalsensor korrekt eingestellt ist.
Siehe Hauptgruppe 5.
Leerlauf- und Vollaststellung der Einspritzpumpe prüfen.
Sicherstellen, daß der Einspritzpumpen- Verstellhebel in den beiden
Fahrpedal- Endstellungen am Leerlauf- bzw. den Vollastanschlag
anliegt. Zur Durchführung dieses Arbeitsvorganges sind zwei
Mechaniker erforderlich.
Gilt nur für 9l-Motoren: Fahrpedal vollständig durchtreten.
Sicherstellen, daß die Verbindungsstange bzw. der
Geschwindigkeitsbegrenzer
2-5 mm herausragt, wenn der Einspritzpumpen-Verstellhebel den Anschlag
der Vollaststellung erreicht hat.
Hinweis: Entspricht
der Abstand nicht dem vorgegebenen Maß, ist eine Prüfung gemäß Prüfungen
und Einstellungen, hinten durchzuführen.