Bus absenken, bis die Niveauregulierung alle Luft aus dem Bälgen
entleert hat. Prü- fen, ob alle Luftbälge leer sind. Bei Bussen ohne
Niveauregulierung müssen die Luft- bälge mit Entlüftungsventilen
entleert wer- den. Siehe Hauptgruppe 12, Bus ELC, Einstellen der
Balghöhe zum Positionieren der Ventile.
Motor ausschalten.
Bus mit Radhebern anheben und die Böcke an den angezeigten
Aufbockpunkten posi- tionieren. Siehe Hauptgruppe 0, Überwa-
chungsprogramm für Aufbockpunkte.
Um den Zugang zu erleichtern, die Vorder- achse leicht absenken.
Vorratsbehälter für Bremsluft entleeren.
Untere Reaktionsstreben ausbauen.
Schrauben an den Aufhängungen des Quer- stabilisators herausdrehen.
Schrauben an der Kappe für den Querstabi- lisator entfernen.
Querstabilisator nach unten schwenken, um den Zugang zu erleichtern.
Die oberen Reaktionsstreben an der Befesti- gung für die Hinterachse
ausbauen. Einen Druckluftschrauber verwenden.
104 373
Die Splinte für die untere Befestigung der Luftbälge entfernen.
Stoßdämpfer von den unteren Befestigun- gen (2) abbauen.
Kugelgelenke (1) für die Niveauventilver- bindungsstangen trennen.
Gelenkwelle vom Differential abbauen.
Gelenkwelle etwas nach hinten schieben
und am Rahmen anbinden.
Luftleitungen (1) von den Bremszylindern trennen. Die Leitungen und
Anschlüsse markieren.
ABS-Sensor (2) abbauen und die Aufnah- mebohrungen abdecken.
Druckluftleitungen von der Achse abbauen.
Vorsichtig die Hinterachse mit den Radhe- bern absenken. Auf zwei
Paletten positio- nieren.
Achtung! Wenn
die Radheber bewegt werden müssen, muß ihre Position auf dem Boden mar-
kiert werden.
Die luftgefederte Hinterachse ADA1100 ist für einen maximalen Achsdruck
von 11,5 Tonnen ausgelegt. Die Hinterachse ADA1100 ist aus einem
dünneren Blech gefertigt als die Achse ADA1300 und deshalb leichter.
Bremsen
Bei Arbeiten an den Bremsen gelten die Anweisungen im
Werkstatt-Handbuch 10:02-06,
Radbremskomponenten, Funktions- und Arbeitsbeschreibung.
Radnaben
Bei Arbeiten an den Radnaben gelten die Anweisungen im
Werkstatt-Handbuch 09:02-01,
HinterradnabeAD\ADA1300.
Befestigung
Die Befestigung der Achse ist die gleiche wie bei der Hinterachse
ADA1300.
Stiftschrauben im Hinterachsgehäuse (mit Gewindesicherungsmittel
befestigt)
80 Nm
Spezialwerkzeuge
Nr. Bezeichnung Abbildung Werkzeugtafel
98 401 V-Adapter
98 402 Halter für Adapterstange
98 401 F1
00 1899
98 402 F1
00_1643
98 403 Aufspannarm F1
98 404 Gelenkgabelhalter
98 403
00_1645
98 404 F1
98 405 Halter und Aufspannstrebe
776 Halter
167 Hubbügel
00_1646
98 405
98 776
99 167 G1
*Diese Werkzeug sind Befestigungselemente zur Verwendung mit dem
Getriebeheber.
Weitere Werkzeuge
Nr. Bezeichnung Abbildung Werkzeugtafel
102 902
587 313 Getriebeheber
Bei beladenen Fahrzeugen muß die Hinterachse vor dem Ausbau des
Ausgleichgetriebes entlastet werden.
Fahrzeug unter den Federn mit Unterstellböcken abstützen.
Gelenkwelle ausbauen.
Antriebswellenflansche ausbauen und Antriebswellen herausziehen.
Druckluftleitung zur Ausgleichgetriebesperre lösen.
Kabel zum Schalter für die Warnleuchte der Ausgleichgetriebesperre
abklemmen.
Bremszylinder ausbauen.
Vier untere Befestigungsmuttern des Getriebes am Hinterachsgehäuse
abschrauben.
Folgende Werkzeuge am Getriebeheber anbauen: 98 401, 98 402, 98 403,
98 404 und 98 405. Hinterachsgetriebe an Getriebeheber anbauen.
Übrige Befestigungsmuttern des Getriebes abschrauben und mit
Getriebeheber aus dem Hinterachsgehäuse herausziehen.
Getriebe mit Hebewerkzeug 99 167 anheben und in Aufspannvorrichtung
98 776 in Universalständer befestigen.
Einbau
Hinterachsgehäuse innen und an den Kontaktflächen zum Getriebe
reinigen.
Hinterachsgetriebe so anordnen, daß das Antriebskegelrad nach unten
zeigt. Getriebegehäuse mit ca. 0,5 l Öl befüllen. Antriebskegelrad
um einige Umdrehungen drehen. Dies ist für die Schmierung des
vorderen Antriebskegelradlagers während der ersten Betriebszeit
unerläßlich.
Hinweis: Bei
6x2 Fahrzeugen muß die Nachlaufachse während der ersten 100 km
abgesenkt sein. Hierdurch läßt sich die Neigung des
Antriebskegelrads verringern und die Schmierung verbessern.
Getriebe an Getriebeheber mit folgenden Werkzeugen anbauen: 98 401,
98 402, 98 403, 98 404 und 98 405.
Sicherstellen, daß der Stützring im Achsträger und die Haltelaschen
an den Lagerdeckeln nicht verschlissen sind. Die Haltelaschen müssen
bei Belastung gegen den Stützring im Achsträger gedrückt werden und
die Lagerdeckel an einem Auseinanderweichen hindern. Verschlissene
Haltelaschen und Sitze im Hinterachsgehäuse verringern die
Lebensdauer des Achsgetriebes.
Hinweis: Die
Haltelaschen dürfen zur Erleichterung der Achsgetriebeeinbaus
keinesfalls bearbeitet werden.
Sicherstellen, daß alle Stiftschrauben im Achsträger korrekt sitzen.
Lose Stiftschrauben müssen ausgebaut und mit Sicherungsmittel
eingebaut werden. Stiftschrauben mit 80 Nm festziehen.
Zickzack-förmige Dichtmittelraupe 584 010 (Silikongummi) an den
Kontaktflächen des Hinterachsgehäuses auftragen (siehe Abbildung).
Die Dichtmittelraupe muß
2-3 mm dick sein.
Dichtmittel
Hinterachsgehäuse
Getriebe in Hinterachsgehäuse einsetzen. Müssen die Schrauben zur
Positionierung des Getriebes verwendet werden, mindestens jede
zweite Schraube verwenden und Muttern stufenweise von Hand über
Kreuz anziehen. Das Getriebe muß abschließend im rechten Winkel zum
Achsträger eingebaut werden, damit die Haltelaschen gleichzeitig in
den Achsträger eingreifen.
Hinweis: Beim
Einbau des Getriebes in den Achsträger keine übermäßige Kraft
aufwenden. Treten Schwierigkeiten beim Einziehen des Getriebes auf,
Ursache ermitteln.
Muttern stufenweise über Kreuz mit 300 Nm festziehen. Die fünf
unteren Muttern müssen mit Gewindesicherungsmittel, Teile-Nr.
561 019, an den Stiftschrauben gesichert werden.
Kabel und Druckluftleitungen für Ausgleichgetriebesperre
anschließen.
Bremszylinder anbauen und Bremsgestängesteller einstellen.
Antriebswellen und Antriebswellenflansche einbauen.
Gelenkwelle anschrauben.
Hinterachsgehäuse mit Öl befüllen. Menge: 11,5 Liter
Ausgleichgetriebesperre aktivieren: Durch Drehen eines Antriebsrads
sicherstellen, daß die Ausgleichgetriebesperre greift. Die
Warnleuchte muß aufleuchten. Ausgleichgetriebesperre deaktivieren:
Prüfen, ob die Ausgleichgetriebesperre abgeschaltet hat und die
Warnleuchte erloschen ist.
Räder anbauen. Stützen unter der Hinterachse entfernen und
Hinterachse absenken.
Ausgleichgetriebegehäuse
Aus- und Einbau
Spezifikationen
Einstellwerte, Prüfmaße
Lager, Ausgleichgetriebegehäuse Vorgespannt
Anzugsdrehmomente
Schrauben des Ausgleichgetriebegehäuses in zwei Stufen festziehen
1. 90 Nm
2. 90° +/- 5°
Spezialwerkzeuge
Nr. Bezeichnung Abbildung Werkzeugtafel
87 143 Presse
87 932 Dorn
87 143
00 1631
87 932
AM1
D3, G1
98 450 Hebel R2
98 524 Einbauhülse
98 568 Stützdorn
00 1633
98 450
98 524 R1
110 454
00_1618
98 568 R2
590 Abzieher
136 Hohldorn
00_1808
99 136
98 590
00 1622
AD1 PT1
Ausbau
Klemmschrauben aus beiden Lagerdeckeln herausdrehen. Lagerdeckel
abbauen.
Ausgleichgetriebegehäuse und Tellerrad mit Zugstange 88 292 und
Haltebändern wie dargestellt herausheben.
Ausgleichgetriebegehäuse mit Rollenlager nach oben auf Hohldorn 99
136 legen.
Lager mit Abzieher 587 321 abziehen. Mit Stützdorn 98 568
gegenhalten.
Hinweis: Nach
dem Abziehen des Lagers sicherstellen, daß die Kontaktfläche der
Achse nicht beschädigt ist. Ggf. zurückbleibende Markierungen müssen
entfernt werden.
Schrauben des Ausgleichgetriebegehäuses herausdrehen und
Gehäusehälfte mit Verschleißring abheben.
Achswellenrad, Zapfenkreuz, Zahnräder und Verschleißringe sowie
Verschleißring und Kupplungshälfte ausbauen.
Gehäusehälfte umdrehen und Rollenlager mit Abzieher 587 321 abbauen.
Mit Stützdorn 98 692 gegenhalten.
Einbau
Lager mit Dorn 98 524 und 87 932 einpressen.
Gehäusehälfte umdrehen und auf Hohldorn 99 136 aufsetzen.
Kupplungshälfte zuerst einsetzen. Anschließend Verschleißring
einsetzen. Verschleißring schmieren und Achswellenrad einsetzen. Mit
Kupplungshälfte ausrichten.
Zapfenkreuz schmieren, Kegelräder und Verschleißringe anbauen und in
Gehäusehälfte einsetzen.
Kegelräder schmieren und Achswellenrad aufsetzen.
Verschleißring auf Achswellenrad aufsetzen.
Lager auf Getriebegehäusehälfte aufpressen. Presse 87 143 und Griff
98 450 verwenden.
Ausgleichgetriebegehäuse zusammenbauen und Schrauben eindrehen.
Ausgleichgetriebegehäuse in einer Presse mit 20-30 kN einspannen.
Dorn 87 143 verwenden. Schrauben wie folgt festziehen:
Schrauben über Kreuz mit 90 Nm festziehen.
Schrauben des Ausgleichgetriebegehäuses mit geeignetem Werkzeug
im 90° Winkel markieren.
Markierung (B) bei Markierung (A) auf dem
Ausgleichgetriebegehäuse anfertigen.
Schrauben mit Druckluftschrauber über Kreuz um 90° festziehen,
bis die Markierungen (B) miteinander ausgerichtet sind.
Funktion der Achswellenräder durch Drehen mit abgesägter
Antriebswelle prüfen.
Antriebskegelrad
Aus- und Einbau
Spezifikationen
Einstellwerte, Prüfmaße
Antriebskegelradlager Vorgespannt
Presskraft 110 - 120 kN
Zugkraft bei einem Radius von 102 mm (Außenring des hinteren Lagers)
120 - 200 N (neu)
30 - 50 N
(verschlissen)
Anzugsdrehmomente
Mutter für Gelenkgabel am Antriebskegelrad 1000 Nm*
Schrauben für Antriebskegelradlager 210 Nm
* Mit 300 Nm anziehen. Anschließend am Umfang des Steckschlüssels um 26
mm weiterdrehen.
Spezialwerkzeuge
Nr. Bezeichnung Abbildung Werkzeugtafel
87 279 Abzieherschraube, 2 St.
87 488 Führungsstifte, 2 St.
87 579 Dorn
87 279 R2
110 314
87 488 R2
110 321
87 579 R1
00 1816
87 921 Dorn
932 Dorn
247 Dorn
88 292 Zugstange
87 921
110 340
87 932
00 1636
88 247
00_1806
88 292
R1
D3, G1
G1
00 1848
G2
98 224 Lochplatte
98 224 G1
110 065
98 450 Hebel R2
98 566 Presse
00 1633
98 450
00 1617
98 566 R1
98 568 Stützdorn
00_1618
98 568 R2
98 575 Dorn
98 662 Presse
00_1642
765 Kerbverzahnter Steckschlüssel
98 575 G2
98 662 R1
98 765 G2
Nr. Bezeichnung Abbildung Werkzeugtafel
129 Haltewerkzeug
99 136 Hohldorn
99 167 Hebewerkzeug
99 129
00_1616
99 136
99 167
G2
PT1
G1
00_1625
99 252 Druckhülse R1, A4
99 253 Dorn R3
Weitere Werkzeuge
Nr. Bezeichnung Abbildung Werkzeugtafel
114 053
587 511 Abzieher XA3
Getriebegehäuse mit Antriebskegelrad zerlegen
Mutter der Gelenkgabel mit kerbverzahntem Steckschlüssel 98 765
lösen. Mutter nicht vollständig abschrauben.
Schrauben aus Lagergehäuse herausdrehen. Gewinde mit
Gewindeschneider (M16) reinigen.
Lagergehäuse mit Abzieherschrauben
87 279 herausziehen. Abzieherschrauben abwechselnd festziehen, bis
sich das Lagergehäuse vollständig vom Getriebegehäuse löst.
Antriebskegelrad und Lagergehäuse mit Hubbügel 99 167 an der
Gelenkgabel herausheben.
Lagergehäuse in einer Presse auf Hohldorn 99 136 aufsetzen. Mutter
abschrauben und Antriebskegelrad mit Dorn 88 247 herauspressen.
Sicherstellen, daß das Antriebskegelrad nicht auf eine harte
Oberfläche fällt.
Dichtringhalter ausbauen. Abzieher
587 511, Platte 98 568 und Dorn 98 575 verwenden. Stützdorn 98 568
auf das Lager aufsetzen.
Dichtring aus Dichtringhalter ausbauen.
Vorderes Lager des Antriebskegelrads ausbauen. Distanzring und
Scheiben zusammenbinden. Sie werden für die spätere Grundeinstellung
der Lagervorspannung benötigt.
Lageraußenring des vorderen Lagers mit Pressplatte 98 566 und
Pressdornen 99 252 aus Lagergehäuse auspressen.
Lagergehäuse umdrehen und Lageraußenring des hinteren Lagers mit
Pressplatte 98 566 und Pressdornen 99 252 aus Lagergehäuse
auspressen.
Lagerkäfig und Rollen des hinteren Lagers ausbauen.
Enge Nut in Lagerinnenring fräsen, der Frässcheibendurchmesser muß
zwischen 50 und 60 mm liegen.
Einige Raupen auf Lagerinnenring mit Elektro-Schweißgerät
aufschweißen. Lagersitze und Zahnräder mit nassem Lappen vor
Schweißperlen schützen.
Schweißstellen anschließend mit einem nassen Lappen kühlen. Der
Lagerinnenring gibt aufgrund von Schrumpfung nach
4-5 Schweißvorgängen nach.
Gebrochenen Lagerinnenring ausbauen. Lagersitz mit Schleifstein
entgraten.
Sicherungsring ausbauen.
Innenring des Rollenlagers am Kegelradzapfen ausbauen. Dazu Nut in
den Innenring schleifen und mit stumpfem, kalten Meißel spalten.
Hinweis: Innenring
nicht durch Schweißen ausbauen, da dies die Materialhärte des
Lagerzapfens beeinträchtigen kann. Alle Teile nach dem Schweißen und
Schleifen sorgfältig reinigen!
Stützlager mit Dorn 87 932 aus Gehäuse klopfen.
Getriebegehäuse mit Antriebskegelrad zusammenbauen
Alle Teile vor dem Zusammenbau sorgfältig reinigen. Lagergehäuse auf
Dorn 99 136 aufsetzen. Außenring des vorderen Antriebskegelradlagers
einpressen. Pressplatte 98 566 und Griff 98 450 verwenden.
Außenring des hinteren Antriebskegelradlagers mit Pressplatte 98 662
und Griff 98 450 einpressen.
Hinteres Antriebskegelradlager mit Dorn 87 921 und Lochplatte 98 224
einpressen. Für den Durchmesser des Kegelradzapfens geeignete
Bohrung wählen.
Lagerinnenring auf Antriebskegelradzapfen aufpressen. Lochplatte 98
224 und Dorn
98 575 verwenden.
Lager schmieren und Distanzring und Scheiben einbauen. Zunächst mit
Original- Distanzring und Scheiben versuchen. Lagergehäuse
aufsetzen.
Vorderes Antriebskegelradlager mit Dorn 87 932 aufpressen.
Lagergehäuse während des Pressvorgangs vor und zurück drehen. Keine
Presskraft ausüben, wenn sich das Lagergehäuse nur schwer drehen
läßt. In diesem Fall stärkeren Distanzring oder stärkere Scheibe
einbauen.
Presskraft auf 110-1120 kN erhöhen, während das Lagergehäuse gedreht
wird. Rollwiderstand mit Federwaage und um das Lagergehäuse
gewundenem Band messen. Mit geeigneten Scheiben und Distanzring auf
120 - 200 N (neue Lager) bzw. 30 - 50 N (alte Lager) einstellen.
Widerstand zu hoch: Scheiben oder Distanzring größerer Stärke.
Widerstand zu niedrig: Scheiben oder Distanzring geringerer
Stärke.
Beilegscheiben sind in folgenden Stärken verfügbar:
3.00; 3,01; 3,02; 3,03; 3,04; 3,05;
3,06; 3,07; 3,08 und 3,09 mm.
Distanzringe sind mit folgenden Maßen verfügbar:
19,0; 19,1; 19,2; 19,3; 19,4; 19,5;
19,6; 19,7 und 19,8 mm.
Sicherungsmittel 561 200 auf den Dichtringhalter auftragen und mit
Dorn 99 253 und 87 932 in Lagergehäuse einpressen.
Neue Dichtung an Gelenkgabel anbauen. Gelenkgabel mittig ausrichten
und auf das Antriebskegelrad aufpressen. Für Gelenkgabel neue Mutter
verwenden und Gewinde sowie Kontaktfläche mit Gelenkgabel schmieren.
Mutter von Hand aufschrauben.
Lagersitz für Stützlager im Getriebegehäuse sowie entsprechende
Oberfläche des Stützlagers entfetten. Sicherungsmittel
561 200 auftragen und Stützlager mit Dorn 87 932 vom
Antriebskegelradlager her eintreiben. Sicherstellen, daß die Rollen
den Außenring berühren.
Sicherungsring 811 664 an Rollen im Stützlager anbauen. Hierdurch
werden die Rollen gegen den Außenring gedrückt.
Zwei Führungsstifte 87 488 einander gegenüber in Getriebegehäuse
einsetzen. Zuvor verwendete Scheiben einsetzen.
Antriebskegelrad und Kegelradlagergehäuse mit Hebebügel 99 167
herausheben.
Kegelradlagergehäuse mit zwei M16 x 90 Schrauben nach unten ziehen.
Beide Schrauben gleichzeitig festziehen, um ein Verkanten zu
vermeiden. Zur vereinfachten Ausrichtung des Stützlagers darauf
achten, daß Maß A am gesamten Umfang des Gehäuses gleich ist. Nicht
weiter festziehen, sobald die normalen Schrauben greifen.
Hinweis: Beim
Festziehen sicherstellen, daß der Innenring des Stützlagers auf dem
Antriebskegelradzapfen gerade in das Stützlager eintritt. Zum Drehen
der Gelenkgabel beim Festziehen zweiten Mechaniker hinzuziehen.
Lagergehäuse mit normalen Schrauben in Einbaulage bringen. Schrauben
mit 210 Nm festziehen.
Gegenhalter 99 129 und Zugstange 88 292 an Gelenkgabel anbauen.
Zugstange auf Boden ablegen.
Mutter der Gelenkgabel mit 1.000 Nm festziehen. Zum Erreichen dieses
Drehmoments bestehen zwei Möglichkeiten:
Methode 1: Mutter der Gelenkgabel mit
08_1310
1.000 Nm festziehen. Werkzeug 98 765 verwenden.
Hinweis: Beim
Festziehen sicherstellen, daß der Innenring des Stützlagers auf
dem Antriebskegelradzapfen gerade in das Stützlager eintritt.
Zum Drehen der Gelenkgabel beim Festziehen zweiten Mechaniker
hinzuziehen.
08_1309
Methode 2: Mutter der Gelenkgabel zunächst mit
Drehmomentschlüssel mit 300 Nm festziehen. Werkzeug 98 765
verwenden. Steckschlüssel und Gelenkgabel gemäß Abbildung
markieren und weitere 26 mm festziehen. Die entstehende
Klemmkraft entspricht einem Anzugsdrehmoment von 1.000 Nm.
Mutter durch Verstemmen in Gelenkgabel sichern.
Einstellen
Spezifikationen
Einstellwerte, Prüfmaße
Axialstellung des Antriebskegelrads, gemessen mit
Antriebskegelrad-Tiefenlehre 99 105
(A + 0,5) +/- 0,05 mm*
* A = gekennzeichneter Wert auf Tellerrad
Spezialwerkzeuge
Nr. Bezeichnung Abbildung Werkzeugtafel
125 Magnetscheibe
105 Tiefenlehre R2
Kegelradhöhe einstellen
Vor dem Einstellen Abweichung prüfen. Zwischen den Nietbohrungen auf
der gezahnten Seite des Tellerrads befinden sich zwei weiße Ziffern,
die die Abweichung A in Hundertstel Millimeter angeben, z. B.: 65 =
0,65 mm. Das Einstellmaß für das Antriebskegelrad beträgt (0,5 + A)
+/- 0,05.
Hinweis: Die
Abweichung darf nicht mit der vierstelligen Seriennummer B
verwechselt werden, die jeweils unterschiedlich ist. Die Nummern auf
Antriebskegelrad und Tellerrad müssen identisch sein.
Magnetscheibe 98 125 auf das Ende des Antriebskegelrads aufsetzen
und Tiefenlehre 99 105 unten in den Sitz des Ausgleichgetriebelagers
einsetzen. Die Tiefenlehre muß vertikal und parallel zur Mittellinie
des Ausgleichgetriebes angeordnet sein. Die Tiefenlehre darf sich
nicht bewegen.
Einstellmaß für das Antriebskegelrad mit Fühlerlehre zwischen
Magnetscheibe und Tiefenlehre messen. Beispiel: Auf dem Tellerrad
steht die Nummer 65. Das Einstellmaß beträgt daher 0,65 + 0,5 =
1,15. Der Abstand zwischen Stirnfläche des Antriebskegelrads und
Tiefenlehre muß daher 1,10 - 1,20 mm betragen. Tiefenlehre leicht
niederdrücken, damit sie sich beim Messen nicht verschieben kann.
Einstellung ggf. durch Beilegscheiben zwischen Antriebskegelradlager
und Ausgleichsgetriebegehäuse verändern. Beilegscheiben sind in
folgenden Stärken erhältlich: 0,10, 0,25, 0,40 und 0,50 mm.
Ausgleichgetriebegehäuse hälfte und Tellerrad
Zerlegen
Spezifikationen
Anzugsdrehmomente
Tellerrad 240 Nm + 90°
Spezialwerkzeuge
Nr. Bezeichnung Abbildung Werkzeugtafel
98 450 Hebel R2
98 662 Presse
Muttern abschrauben.
Tellerrad mit Ausgleichgetriebegehäusehälfte auf zwei parallele
Teile einer Presse legen.
Ausgleichgetriebegehäusehälfte mit Pressplatte 98 662 und Griff 98
450 von Tellerrad abpressen.
Schrauben herausklopfen und entsorgen.
98 450
110 842
98 662 R1
Zusammenbau
Vier Schrauben einander gegenüber in Tellerrad einpressen.
Ausgleichgetriebegehäusehälfte auf Tellerrad aufsetzen.
Ausgleichgetriebegehäuse so weit herunterklopfen, daß die Muttern
aufgeschraubt werden können. Gewinde ölen und Tellerrad und
Ausgleichgetriebegehäusehälfte zusammenziehen.
Übrige Schrauben einklopfen, Gewinde ölen und übrige Muttern
aufschrauben.
Vier festgezogene Muttern lösen. Anschließend alle Muttern über
Kreuz mit 240 Nm festziehen. Über Kreuz um 90° weiterdrehen.
Tellerrad in Getriebegehäuse einbauen
Lagersitze und Einstellringe mit Öl reinigen und schmieren.
Lageraußenring auf Ausgleichgetriebelager aufsetzen.
Ausgleichgetriebe mit Tellerrad in Achsgetriebegehäuse einsetzen.
Dazu Zugstange 88 292 und Haltebänder verwenden.
Einstellringe einbauen. Gewinde der Einstellringe sorgfältig in
Gewinden des Gehäuses positionieren.
Lagerdeckel ölen und anbauen. Sicherstellen, daß die Lagerdeckel am
Gehäuse anliegen.
Schrauben der Lagerdeckel ölen und handfest anziehen.
Zahnflankenspiel und Lagervorspannung
Zahnflankenspiel einstellen
Spezifikationen
Verdrehspiel
Einstellwerte, Prüfmaße
Zahnflankenspiel zwischen Tellerrad und Antriebskegelrad
0,36 - 0,46 mm
Anzugsdrehmomente
Lagerdeckelschrauben 100 Nm und weitere 90°.
Spezialwerkzeuge
Nr. Bezeichnung Abbildung Werkzeugtafel
98 075 Meßuhr
98 075 D2
0
90 10
10 90
80 20
20
80
15 5
30 10
70
70 30
00_1637
40 60
Meßuhr 98 075 in Ständer einsetzen.
Großen Einstellring ausschrauben. Kleinen Einstellring einschrauben,
bis das Zahnflankenspiel mindestens 0,5 mm beträgt.
Kleinen Einstellring ausschrauben.
Großen Einstellring einschrauben, bis das Zahnflankenspiel zwischen
0,36 und
0,46 mm beträgt. Nach Möglichkeit den niedrigeren Wert erreichen.
50
60 40
50
Kleinen Ring von Hand eindrehen, bis er am Lageraußenring anschlägt.
Tellerrad 5-6 Umdrehungen drehen und Zahnflankenspiel an vier um
jeweils 90° versetzten Stellen prüfen. Das Zahnflankenspiel muß 0,36
- 0,46 mm betragen.
Bei unzulässigem Zahnflankenspiel erneut mit Schritt 2 beginnen.
Lagervorspannung einstellen
Die Lagervorspannung kann erst eingestellt werden, wenn das
Zahnflankenspiel korrekt ist.
Kleinen Einstellring um weitere 2-3 Nuten festziehen.
Einstellschraube so eindrehen, daß die kegelförmigen Teile an den
Haltelaschen der Einstellringe anliegen. Einstellschrauben
anschließend leicht lösen.
Lagerdeckelschrauben mit 100 Nm + 90° festziehen.
Einstellschrauben festziehen.
Tragbild
Tragbildprüfung
Dünne Farbmarkierung auf zwei benachbarte Zähne auftragen.
Tellerrad um 1,5 Umdrehungen drehen und Vorgang wiederholen.
Die Farbmarkierung muß am Antriebskegelrad sichtbar sein.
Gelenkgabel einige Male hin und her drehen. Tellerrad
gleichzeitig von Hand abbremsen.
Sicherstellen, daß das Tragbild vorn und hinten mit Abbildung 1
übereinstimmt.
Sicherstellen, daß der gekennzeichnete Bereich (siehe Abbildung
2) nicht überschritten wird.
Entspricht das Tragbild Abbildung 3, ist das Antriebskegelrad zu
weit von der Mittellinie des Tellerrades entfernt. Entspricht
das Tragbild Abbildung 4, ist das Antriebskegelrad zu nah an der
Mittellinie des Tellerrades. Antriebskegelrad und Tellerrad in
Pfeilrichtung einstellen, dabei vorgeschriebenes
Zahnflankenspiel einhalten.
Vordere Flanke
Abb. 1a Korrektes Tragbild
Hintere Flanke
Abb. 1b Korrektes Tragbild
1 Vordere Flanke (konvex) Tellerrad 2 Hintere Flanke (konkav) Abb. 2
Sicherstellen, daß der gekennzeichnete Bereich nicht überschritten wird.
Vordere Flanke Hintere Flanke
Abb. 3 inkorrektes Tragbild. Das Antriebskegelrad muß weiter zur
Mittellinie des Tellerrades eingestellt werden.
Vordere Flanke Hintere Flanke
Abb. 4 inkorrektes Tragbild. Das Antriebskegelrad muß weiter von der
Mittellinie des Tellerrades entfernt eingestellt werden.
Abdichtung des Antriebskegelrads
Abdichtung des Antriebskegelrads am Fahrzeug erneuern
Spezifikationen
Anzugsdrehmomente
Mutter für Gelenkgabel am Antriebskegelrad 1000 Nm*
* Mit 300 Nm anziehen. Anschließend am Umfang des Steckschlüssels um 26
mm weiterdrehen.
Spezialwerkzeuge
Nr. Bezeichnung Abbildung Werkzeugtafel
87 596 Gleithammer
87 596 D2
932 Dorn
292 Zugstange
00_1632
87 408
00_1848
88 292
D3, G1
G2
98 568 Stützdorn
00_1642
765 Kerbverzahnter Steckschlüssel
00_1618
98 568 R2
98 765 G2
129 Haltewerkzeug
99 129 G2
00_1616
99 253 Dorn R3
Weitere Werkzeuge
Nr. Bezeichnung Abbildung Werkzeugtafel
114 693
587 318 Abzieher XA3
587 319 XA3
Ausbau
Mutter von Gelenkgabel abschrauben. Werkzeug 98 765 verwenden.
Gelenkgabel und Antriebskegelradende markieren, um den Zusammenbau
zu erleichtern.
Gelenkgabel abziehen.
Dichtung, ältere Bauart: Dichtring mit Gleithammer 87 596 ausbauen.
Hinweis: Die
Spitze des Gleithammers darf die Abdeckung der Dichtung nicht
berühren.
Dichtung, neuere Bauart: Die Dichtung teilt sich in zwei Teile. Ein
Teil befindet sich an der Gelenkgabel, der andere am Dichtungssitz.
Teil im Dichtungssitz sorgfältig entfernen. Der Dichtringsitz darf
dabei nicht beschädigt werden.
Schutzabdeckung und Dichtung an der Gelenkgabel sorgfältig ausbauen,
Abzieher 587 319 und 587 318 sowie Stützdorn
98 568 verwenden. Die Oberfläche der Gelenkgabel darf dabei nicht
beschädigt werden.
WICHTIG! Wurden
die Dichtungen an der Gelenkgabel ausgebaut, können sie nicht mehr
wiederverwendet werden. Sie sind zu erneuern.
Dichtung mit Dorn 99 377 in Gelenkgabel einpressen. Sicherstellen,
daß die Dichtung korrekt eingebaut ist, siehe Abbildung. Die
Dichtung darf nicht hineingeklopft werden.
Verzahnung schmieren.
Sicherstellen, daß die Gelenkgabel keine Grate oder sonstige
Oberflächenschäden an der Endfläche bzw. an den Dichtflächen
aufweist.
113 235
99 377
Gelenkgabel auf verzahnte Welle entsprechend der zuvor angebrachten
Markierung anbauen.
08_1310
Gegenhalter 99 129 und Zugstange 88 292 an Gelenkgabel anbauen.
Zugstange auf Boden ablegen.
Gewinde einer neuen Mutter und Oberfläche der Mutter schmieren.
Mutter aufschrauben und mit 1.000 Nm festziehen. Dies kann auf zwei
Arten geschehen - je nachdem, ob ein für ein Anzugsdrehmoment von
1.000 Nm geeigneter Drehmomentschlüssel verfügbar ist.
Methode 1: Mutter der Gelenkgabel mit
1.000 Nm festziehen. Werkzeug 98 765 verwenden.
08_1309
Methode 2: Mutter der Gelenkgabel zunächst mit
Drehmomentschlüssel mit 300 Nm festziehen. Werkzeug 98 765
verwenden. Steckschlüssel und Gelenkgabel gemäß Abbildung
markieren und weitere 26 mm festziehen. Die entstehende
Klemmkraft entspricht einem Anzugsdrehmoment von 1.000 Nm.
Mutter durch Verstemmen in Gelenkgabel sichern.
Betätigungsmechanismus der Ausgleichgetriebe- sperre
Zerlegen
Hebel
Halter
Achse
Innensechskantschraube
Gabelzapfen
Scheibe
Zylinder
Dichtring
Zugstange
Kolben
Flanschmutter
O-Ring
Feder
Abdeckung
O-Ring
Feder
Schraube
Schalter
Schraube
O-Ring
Schutzplatte
Die Messungen unter “Zerlegen” 1-5 können am Fahrzeug durchgeführt
werden. Das Achsgetriebe muß nicht aus dem Achsträger ausgebaut werden.
Die Messungen unter “Zusammenbau” 2-6 können bei in den Achsträger
eingebautem Achsgetriebe durchgeführt werden.
Schalter, Abdeckung, Feder und O-Ring ausbauen.
Die Mutter wurde mit Sicherungsmittel gesichert. Daher ist sie
zunächst auf 100 °C zu erwärmen und anschließend vorsichtig zu
lösen. Mutter nicht vollständig abschrauben.
Kolben durch die Bohrung im Zylinder mit Druckluft beaufschlagen und
auspressen. Mutter und Kolben ausbauen.
Zylinder aus dem Gehäuse ziehen. Beilegscheiben (eine oder mehrere)
und O-Ring ausbauen.
Zugstange aushängen und von Hebel abbauen.
Innensechskantschrauben herausdrehen und Hebel mit Halter ausbauen.
Betätigungsmechanismus der Ausgleichgetriebesperre zusammenbauen
Halter und Hebel mit Schrauben in Gehäuse einbauen. Gabelzapfen des
Hebels in Kupplungshülse einsetzen.
Zugstange in Hebel einhängen.
Beilegscheibe(n) und Zylinder mit O-Ring an Gehäuse anbauen.
Kolben mit O-Ring an Zugstange anbauen und Mutter festziehen.
O-Ring und Feder anbauen. Abdeckung anschrauben.
Schalter einbauen. Mit 20 Nm festziehen.
08_1119
Funktion des Mechanismus prüfen. Zylinder mit Druckluft
beaufschlagen und sicherstellen, daß das Spiel zwischen den
Kupplungshälften zwischen 0,1 und 0,6 mm beträgt. Spiel mit
Beilegscheiben einstellen. Beispiel: Der Ausbau einer 0,8 mm
Beilegscheibe hat ein um 0,5 mm größeres Spiel zur Folge.
Beilegscheiben sind in folgenden Stärken erhältlich: 0,5; 0,8 und
2,5 mm. Schalterfunktion prüfen; bei gesperrtem Ausgleichgetriebe
muß Spannung anliegen.
Ausbau der Betätigungseinheit der Achsdifferentialsperre 38
Ausbau des Achsdifferentialgehäuses 40
Instandsetzung des Achsdifferentials 41
Ausbau von Ölpumpe und vorderem
Deckel mit Antriebswelle 46
Ausbau der Betätigungseinheit der Doppelachsdifferentialsperre 48
Instandsetzung des Doppelachs-
differentials 50
Instandsetzung der Antriebswelle 55
Instandsetzung des Kegelritzels 57
Ausbau von Lageraußenringen
im Getriebegehäuse 59
Instandsetzung Einstellen
der Kegelritzelhöhe und
Einbau von Lageraußenringen 61
Einstellen der Kegelritzellager-
vorspannung 64
Zusammenbau des Doppelachsdifferentials
und Einbau der Antriebswelle 67
Auswechseln von Lageraußenringen
im vorderen Deckel 69
Einbau des vorderen Deckels 71
Einbau des Dichtdeckels der Antriebswelle und Kontrolle
des Lagerspiels 72
Einbau des Mitnehmers
auf der Antriebswelle 74
Einbau von Ölpumpe,
Filterhalter, Filter, Filterschutz
und Siebeinheit 77
Einbau des Achsdifferentialgehäuses 80
Einstellen der Lagervorspannung und
des Zahnflankenspiels 81
Prüfen des Tragbildes 84
Einbau der Betätigungseinheit
der Achsdifferentialsperre 87
Instandsetzung der Abtriebswelle 89
Einbau des Achsgetriebes 90
Daten Allgemeines,
Einstellwerte,
Kontrollmaße, Anzugsmomente 94
Spezialwerkzeug Werkzeugnummer,
Bezeichnung
und Anordnung 96
Wichtig
Eine saubere Arbeitsumgebung ist eine Voraussetzung für eine
ordnungsgemäße Arbeitsweise und lange Lebensdauer bei Achs-
getrieben.
Immer die Außenseite des Achsgetriebes und benachbarte Teile
reinigen, um zu verhindern, daß Schmutz in das Getriebe fällt, wenn
es aus dem Achsgehäuse ausgebaut wird.
Ebenfalls alle Teile, alt wie neu, reinigen, bevor das Getriebe
zusammengebaut wird.
Alle beweglichen Teile müssen vor dem Einbau geschmiert werden.
Immer Schmiermittel gemäß Empfehlungen im Servicehanbuch, Gruppe 0,
verwenden.
Die Ziffern nach den Bezeichnungen beziehen sich auf die
Explosionszeichnungen.
Die erhaltene Preßkraft ist direkt abhängig vom Hydraulikdruck von der
pneumatischen Pumpe. Der Hydraulikdruck der Pumpe ist vom gespei- sten
Luftdruck, welcher mit einem Druckregler eingestellt wird, abhängig.
Der Luftdruck wird mit dem Drehgriff D verän- dert. Den roten
Sicherungsring zum Griff hin ziehen und den gewünschten Druck
einstellen, der am Manometer C abgelesen werden kann.
Am Pumpengehäuse befindet sich ein Dia- gramm E, aus dem die Preßkraft
des Hydraulik- zylinders als Funktion des an der Pumpe eingestellten
Luftdrucks abgelesen werden kann. Das Diagramm ist unten abgebildet.
Preßkraft auf 120 kN (12 Tonnen) wie folgt ein- stellen:
Der Skala für die Preßkraft (die unterste Skala) nach rechts bis 120
kN folgen.
Anschließend der Linie gerade noch oben bis zum Schnittpunkt mit der
kräftigen Dia- gonalen folgen.
Vom Schnittpunkt eine waagerechte Linie nach links ziehen. Diese
befindet sich auf Höhe von 5,2 bar, was dem benötigtem Druck für 120
kN Preßkraft entspricht.
Unter der Rubrik Punktreparaturen sind die häufigsten Reparatu- ren
zusammengestellt. Bei diesen Reparaturen kann das Achsge- triebe im
Fahrzeug belassen werden.
Druckluft- und elektrische Leitungen der Differentialsperre lösen.
Die Verbindungs- stelle der elektrischen Leitung befindet sich am
Flansch des Rahmenträgers.
00_1846
Schalter 44,
Schrauben 45,
Deckel 35,
Feder
43 und
O-Ring 36 entfernen.
Die Mutter 40 ist
mit Sicherungsflüssigkeit gesichert. Diese daher auf 100 ˚C erwär-
men, bevor sie vorsichtig gelöst wird. Die Mutter ein paar
Umdrehungen aufge- schraubt lassen.
Mit Hilfe von Druckluft in der Bohrung A im Zylinder 42 den
Kolben 38 hinausdrük-
ken. Mutter, Kolben und O-Ring 41 entfer-
nen.
Montagewerkzeug 98 726 aufschrauben, um zu vermeiden, daß der
Zugbolzen 39 in
das Getriebegehäuse fällt, wenn der Zylinder 42 entfernt
wird.
Das Werkzeug muß gemäß Abbildung unten modifiziert werden.
98 726
98 726
08_1346
08_1344
12.3
Zylinder 42 aus
dem Getriebegehäuse zie- hen. Paßscheibe(n) 46 (eine
oder mehrere) und den O-Ring 49 entfernen.
Dichtring 37 entfernen.
Alle Teile sorgfältig reinigen.
Neuen Dichtring 37 in
abgebildeter Rich- tung montieren. Mit Fett Art.Nr. 319 308
schmieren.
Gleitfläche des Zugbolzens und O-Ring 41
mit Fett Art.Nr. 319 308 schmieren.
Paßscheibe(n) 46,
O-Ring 49 und
Zylinder
42 am
Getriebegehäuse montieren.
101 653
Kolben 38 mit
O-Ring 41 am
Zugbolzen montieren. Mutter 40 mit 20
Nm anziehen. Die Mutter muß mit Sicherungsflüssigkeit Art.Nr.
561 200 gesichert werden.
Neuen O-Ring 36 samt
Feder 43 anbringen
und Deckel 35 festschrauben.
Schalter 44 anbringen
und mit 20
Nm
anziehen.
14 Druckluft-
und elektrische Leitung montie- ren.
15 Funktionstüchtigkeit kontrollieren.
Hinterachse anheben.
Differentialsperre einschalten.
Durch Drehen eines der Antriebsräder kon- trollieren, ob die
Differentialsperre greift.Die Kontrollampe muß leuchten.
Differentialsperre ausschalten:
Kontrollieren, daß die Differentialsperre nicht mehr im Eingriff ist und
daß die Kon- trollampe erloschen ist.
Druckluft- und elektrische Leitung der Dif- ferentialsperre lösen.
Die Verbindung der elektrischen Leitung befindet sich am Flansch des
Rahmenträgers.
Schalter 53,
Schrauben 49 und 52,
Deckel
51,
Feder 55 und
O-Ring 60 entfernen.
Die Mutter 54 ist
mit Sicherungsflüssigkeit gesichert. Diese daher auf 100 ˚C erwär-
men, bevor sie vorsichtig gelöst wird. Die Mutter ein paar
Umdrehungen aufge- schraubt lassen.
Mit Hilfe von Druckluft in der Bohrung A im Zylinder 61 den
Kolben 57 hinausdrük-
ken. Mutter, Kolben und O-Ring 56 entfer-
nen.
Zylinder 61 aus
dem Getriebegehäuse zie- hen. Paßscheibe(n) 62 (eine
oder mehrere) und O-Ring 48 entfernen.
Dichtring 59 entfernen.
Alle Teile sorgfältig reinigen.
101 653
Neuen Dichtring 59 in
abgebildeter Rich- tung montieren.
Gleitfläche des Zugbolzens und den O-Ring
56 mit
Fett Art.Nr. 319 308 schmieren.
Paßscheibe(n) 62,
O-Ring 48 und
Zylinder
61 am
Getriebegehäuse montieren.
Kolben 57 mit
O-Ring 56 am
Zugbolzen
58 montieren.
Mutter 54 mit 20
Nm anzie-
hen. Die Mutter muß mit Sicherungsflüssig- keit Art.Nr. 561 200
gesichert werden.
Neuen O-Ring 60 samt
Feder 55 anbringen
und Deckel 51 festschrauben.
12 Schalter 53 anbringen
und mit 20 Nm
anziehen.
Druckluft- und elektrische Leitung montie- ren.
Funktionstüchtigkeit kontrollieren.
Hinterachse anheben.
Differentialsperre einschalten.
Durch Drehen eines der Antriebsräder kon- trollieren, ob die
Differentialsperre greift. Die Kontrollampe muß leuchten.
Differentialsperre ausschalten:
Kontrollieren, daß die Differentialsperre nicht mehr im Eingriff ist und
daß die Kon- trollampe erloschen ist.
Wenn sich der Mitnehmer nicht von Hand anbringen läßt, muß er gemäß
Abbildung mit dem Hydraulikwerkzeug aufgepreßt werden. Der
Aufpreßvorgang wird mit einer Preßkraft von 100
kN beendet. (Siehe Abschnitt ”Einstellen der Preßkraft”).
99 004
99 003
99 012
Achtung!Nicht auf den Mitnehmer schla- gen! Es besteht die Gefahr
von Lagerschä- den.
Gewinde und Anliegefläche einer neuen Mitnehmermutter 64 schmieren.
101 522
99 040 99 005−1
11 Die Mitnehmermutter gemäß folgender Methode auf 1000
Nm anziehen:
101 776
1
2
Zuerst die Mutter mit 300
Nm anziehen. Hülse 98 765 verwenden. Hülse und Mit- nehmer gemäß
Abbildung kennzeichnen und die Mutter weitere 26
mm anziehen, um
die 1000 Nm zu
erreichen.
Mutter durch Stauchen in die beiden Aus- sparungen im Mitnehmer
sichern.
Gelenkwelle gemäß Arbeitsbeschreibung im Servicehandbuch, Heft
06:01-01, montieren.
Wenn sich der Mitnehmer nicht von Hand anbringen läßt, muß er gemäß
Abbildung mit dem Hydraulikwerkzeug aufgepreßt werden. Der
Aufpreßvorgang wird mit einer Preßkraft von 50
kN beendet. (Siehe Abschnitt ”Einstellen der Preßkraft”.)
Achtung!
Nicht auf den Mitnehmer schlagen!
Es besteht die Gefahr von Lagerschäden.
Achtung!
Die Mitnehmermutter muß abschließend mit 400
Nm angezogen werden (kein Win- kelanzug), damit das Lager nicht
verformt wird.
P300, P400, P500
105 Nm
P600
Deckel
170 Nm
20 Nm
18 Gelenkwelle gemäß Arbeitsbeschreibung im Servicehandbuch, Heft
06:01-01, montieren.
98 402* Halter für Aufspannarm 98 403* Aufspannarm
98 404* Endmitnehmerhalter
655* Halter und Aufspannstrebe 98 776 Aufspannvorrichtung
167 Hebebügel
Diese Werkzeuge sind Aufspannvorrichtun- gen, die zusammen mit dem
Getriebeheber verwendet werden.
Sonstiges Werkzeug
587 313 Getriebeheber
98 655
08_1585
587 313
! WARNUNG!
Niemals unter einem Fahrzeug arbeiten, das nur auf einem Wagenheber
ruht!
Unterstellböcke verwenden.
Fahrzeuge ohne Luftfederung:
Das Achsgehäuse entlasten, bevor das Achsge- triebe ausgebaut wird.
Das Fahrzeug unter dem Achsgehäuse mit Unterstellböcken aufbocken.
Fahrzeuge mit Luftfederung:
Achsgehäuse durch Aufstellen von Unterstell- böcken unter dem Rahmen
aufbocken.
Die Muttern der Antriebsflansche lösen.
Diese ein paar Umdrehungen aufgeschraubt lassen. Vorsichtig mit
einem Kupferhammer gegen den Flansch klopfen, bis sich die Kegel
lösen.
Muttern, Kegel und Antriebsflansch entfer- nen.
Antriebshalbachsen ca. 20 cm heraus- ziehen.
Fahrzeuge mit Verbindungsträger: 2
Muttern der Federbolzen 3 lösen.
Diese ein paar Umdrehung aufgeschraubt lassen.
Federbolzen ca. 5 mm hineinklopfen. Schrauben 2 entfernen
und Paßscheiben 4
aufbewahren.
Verbindungsträger 1 entfernen.
Öl ablassen. Gelenkwelle entfernen.
Druckluft- und elektrische Leitungen für die Differentialsperren
entfernen. Die Verbin- dung der elektrischen Leitung ist am
Flansch des Rahmenlängsträgers angeord- net.
Schnellöseventil und Bremszylinder entfernen.
101 530
1 3
4
Verbindungsträger
Schraube
Federbolzen
Paßscheiben
Muttern, die das Achsgetriebe am Achsge- häuse befestigen,
entfernen. Die vier oberen aufheben.
Getriebeheber 587 313 mit folgenden Auf-
spannvorrichtungen versehen: 98 401,
98 402, 98 403, 98 404 und 98 655.
Achsgetriebe am Getriebeheber befestigen.
98 403
98 404
98 402
Die übrigen Muttern entfernen und das Achsgetriebe aus dem
Achsgehäuse heraus- ziehen.
Getriebe mit dem Hebebügel 99 167 heraus- heben und dieses
mit der Aufspannvorrich- tung 98 776 an einem
Universalstativ befestigen.
Tellerrad-Differentialgehäusehälfte mit dem Rollenlager 19 nach
oben auf dem Rohrdorn 99 136 montieren.
Lager 19 mit
dem Abzieher 587 321 abzie-
hen. Stützdorn 98 568 als Gegenhalter verwenden.
98 450
98 566 98 568
08_1577
587 321
99 136
Achtung! Nach dem Abziehen kontrollie- ren, daß die
Anliegefläche des Lagers an der Differentialgehäusehälfte 14 unbeschä-
digt ist. Eventuelle Abdrücke vom Abzieher müssen entfernt
werden.
Bevor die Differentialgehäusehälften 4 und 14 auseinandergebaut
werden, daran den- ken, daß die Teile des Differentialgehäuses
in der gegebenen Anordnung montiert wer- den müssen. Die Lage
der Differentialge- häusehälften zueinander kennzeichnen.
Schrauben 15 des
Differentialgehäuses ent- fernen und Differentialgehäusehälfte 14 abheben.
Verschleißscheibe 12,
Differentialrad 10,
Ausgleichkreuz 7 mit
Ausgleichkegelrä- dern 8 und
Verschleißscheiben 9,
Differen-
tialrad 11,
Verschleißscheibe 12 und
Kupplungshälfte 13 entfernen.
Wenn eine der Verschleißscheiben 9 (4
St.),
Ausgleichkegelräder 8 (4
St.) oder Differen- tialräder 10 und 11 erneuert
werden muß, müssen alle Teile ausgewechselt werden.
Tellerrad-Differentialgehäusehälfte umdre- hen und das
Rollenlager 17 mit
dem Abzie- her 587 321 abziehen.
Stützdorn 98 692 als Gegenhalter verwen- den.
17
6
4 13 12 11 8
9
7
10 12
3
5
14
16 15
101 532
19
Die Schritte 6-13 treffen
dann zu, wenn das Tellerrad vom Achsdifferentialgehäuse gelöst
werden muß.
Muttern 6 entfernen.
Tellerrad mit Differentialgehäusehälfte 4
auf zwei Stützen in einer Presse aufbauen.
Differentialgehäusehälfte 4 mit
Dorn 87 292 und 87 932 aus dem Tellerrad herauspres- sen.
Schrauben 5 herauspressen
und wegwerfen.
Vier neue Schrauben 5 über
Kreuz in das Tellerrad 3 hineinpressen.
Differentialgehäusehälfte 4 auf
dem Teller-
rad 3 anordnen.
Die Differentialgehäusehälfte 4 so
weit hin- unterklopfen, daß die neuen Muttern 6 auf-
geschraubt werden können.
Gewinde schmieren und Tellerrad 3 mit
Differentialgehäusehälfte 4 zusammenzie-
hen.
Die übrigen neuen Schrauben 5 hineinpres-
sen, Gewinde schmieren und die übrigen neuen Muttern 6 anbringen.
Tellerrad-Differentialgehäusehälfte in einer Presse festspannen.
Preßkraft 20-30
kN. Die vier angezogenen Muttern lösen und alle Muttern über
Kreuz mit 240
Nm + 90˚ anziehen.
08_1350
87 292
87 932
90
08_1351
A B
! WARNUNG!
Splitter können sich lösen. Schutzbrille aufsetzen.
Lager 17 mit
den Dornen 98 332, 98 566
und Schaft 98 450 aufpressen.
Tellerrad-Differentialgehäusehälfte drehen und auf den Rohrdorn
99 136 aufsetzen.
Kupplungshälfte 13 einlegen.
Alle inneren Teile des Differentialgetriebes schmieren.
Verschleißscheibe 12 in
das Differentialrad
11 einlegen.
Ausgleichkegelräder 8 und
Verschleißschei- ben 9 auf
das Ausgleichkreuz 7 aufsetzen
und dieses in die Differentialgehäusehälfte einlegen.
98 450
98 566
08_1352
98 332
08_1119
Achtung! Wenn eine dieser Kegelräder oder Verschleißscheiben
erneuert werden muß, müssen alle vier ausgewechselt werden.
! WARNUNG!
Splitter können sich lösen. Schutzbrille aufsetzen.
22 Differentialrad 10 und
Verschleißscheibe 12
auflegen.
Differentialgehäuse gemäß gemachter Mar- kierung zusammenbauen
und Schrauben 15 mit
den Scheiben 16 anbringen.
Differentialgehäuselager 19 auf
die
Differentialgehäusehälfte 14 aufpressen.
Dorn 87 143 und Schaft 98 450 verwenden.
08_1353
Differentialgehäuse in einer Presse mit
20-30 kN festspannen.
Die Schrauben 15 über
Kreuz mit
90 Nm + 90˚ anziehen.
08_1119
26 Die
Funktionstüchtigkeit der Ausgleichke- gelräder durch Drehen mit
einer Antriebs- halbachse prüfen.
Die Ziffern nach den Bezeichnungen der Teile beziehen sich auf die
Abbildung auf Seite 6.
Mutter 64 am
Mitnehmer 65 mit
der Nut-
hülse 98 765 lösen.
Mitnehmer entfernen. Wenn der Mitnehmer 65 sich
nicht von Hand abziehen läßt, mit das Hydraulikwerkzeug gemäß
Abbildung verwendet werden.
99 006
Dichtring 41 mit
dem Gleithammer 87 596 entfernen.
99 004
99 003
99 011
99 001
99 124
08_1345
98 257
Deckel 12 der
Ölpumpe entfernen.
Ölpumpe 8 entfernen.
Unter dem Deckel 39 befinden
sich die Paß- scheiben 37,
die beim Zusammenbau wie- derverwendet werden müssen. Schrauben 40 entfernen
und Deckel 39 durch
Klopfen mit einem Gummihammer lösen.
Schrauben 34 und 33 am
vorderen Deckel 32 entfernen.
Mit einem Gummihammer gegen die Seiten des Deckels an den Füh-
rungsstiften klopfen. Deckel abheben.
Pumpengehäuse 11 mit
dem Dorn 87 475 hinausklopfen.
Stützring 38,
der an der Antriebswelle 27
lose aufliegt, entfernen.
Antriebswelle 27 aus
dem Getriebegehäuse herausheben.
Die Ziffern nach den Bezeichnungen der Teile beziehen sich auf
die Abbildung auf Seite 6.
Verschleißring 26 und
vorderes Differenti-
alrad 14 entfernen.
Buchse 15 mit
einem Dorn aus dem Diffe- rentialrad 14 hinausklopfen.
87 223 98 566 98 691
08_1521
99 092
26
101 385
14
Gleitflächen schmieren. Eine neue Buchse
15 mit
dem Dorn 98 691 hineinpressen.
Beim Einpressen der Buchse vorsichtig vor- gehen. Die Buchse muß
sich in einer Ebene mit dem Differentialrad 14 befinden.
Wird die Buchse zu tief hineingepreßt, verformt sie sich und
dann klemmt die Achse. Nach dem Einpressen immer kontrollieren,
daß die Antriebswelle 27 sich
ungehindert bewegen läßt.
Das Doppelachsdifferentialgehäuse 20-25
aus dem Getriebegehäuse herausheben.
Die Teile im Doppelachsdifferentialgehäuse müssen in der
gegebenen Lage montiert werden. Ausgleichkegelräder 24 oder
Ver- schleißscheiben 25 dürfen
nicht vertauscht werden. Differentialgehäusehälften 20 und 22 zusammen
mit dem Ausgleichkreuz
23 (A)
kennzeichnen.
Schrauben 21 entfernen.
Differentialgehäu- sehälften 20 und 22 mit
einem Gummiham- mer auseinanderklopfen.
Wenn eine der Verschleißscheiben 25 (4
St.), Ausgleichkegelräder 24 (4
St.), Differential- räder 14 und 17 erneuert
werden muß, müssen alle Teile ausgewechselt werden.
20 23 22
08_1375
21 24 25
Teile im Differentialgehäuse schmieren und nach vorheriger
Markierung zusam- menbauen.
Achtung!
Das Ausgleichkreuz 23 muß
in der Diffe- rentialgehäusehälfte 22 mit
den Gewinde- bohrungen angeordnet werden. Der Ölkanal muß sich
dabei im unteren Bereich befin- den.
Das Differentialgehäuse 20-25 in
einem Schraubstock mit weichen Backen einspan- nen. Schrauben
schmieren und über
Kreuz mit 100
Nm anziehen.
Verschleißring 19 entfernen
und das hintere
Differentialrad 17 herausnehmen. 19
101 386
17
! WARNUNG!
Schutzbrille, Gehörschutz und Schutz- handschuhe tragen.
Achtung! Lagerflächen
und Keilprofil beim Schleifen und Schweißen schützen.
Den Käfig am Lager 16 des
Differentialra- des öffnen. Käfig und Rollen entfernen.
Eine schmale Nut mit einer Schleifscheibe mit einem Durchmesser
unter 60 mm in den Lagerinnenring schleifen.
Einige Schweißraupen mit einem Elektro- schweißgerät auf dem
Lagerinnenring auf- tragen. Nach jeder Schweißraupe mit einem
nassen Lappen kühlen. Der Lagerinnenring bricht durch Schrumpfen
nach 4-5 Schweiß- vorgängen.
101 533
Buchse 18 mit
einem Dorn aus dem Diffe- rentialrad 17 klopfen.
Gleitflächen schmieren und einen neuen Lagerinnenring 16 mit
Dorn 99 092 und
98 566 auf das Differentialrad 17 aufpressen.
16 Die Gleitflächen schmieren und eine neue Buchse 18 mit
dem Dorn 87 223 hinein- pressen.
Beim Einpressen vorsichtig vorgehen. Die Buchse muß in einer Ebene
mit dem Diffe- rentialrad 17 liegen.
Wird die Buchse zu tief hineingepreßt, wird sie verformt, und die
Abtriebswelle 42 klemmt.
Immer nach dem Einpressen kontrollieren, daß die Abtriebs- welle
ungehindert gedreht werden kann.
Schutzbrille, Gehörschutz und Schutz- handschuhe tragen.
Achtung! Beim Schleifen und Schweißen Lagerflächen und Keilprofile
schützen.
101 400
Den Käfig am Lagerinnenring 36 der
Antriebswelle öffnen. Käfig und Rollen entfernen.
101 447
Eine schmale Nut mit einer Schleifscheibe mit einem Durchmesser
unter 60 mm in den Lagerinnenring schleifen.
101 408
3 Einige
Schweißraupen mit einem Elektro- schweißgerät auf dem Lagerinnenring
auf- tragen. Nach jeder Schweißraupe mit einem nassen Lappen kühlen.
Der Lagerinnenring bricht durch Schrumpfen nach 4-5 Schweiß-
vorgängen.
! WARNUNG!
Splitter können sich lösen. Schutzbrille aufsetzen.
4 Gleitflächen schmieren und einen neuen Lagerinnenring 36 mit
dem Dorn 99 005-1 aufpressen.
Die Ziffern nach den Bezeichnungen der Teile beziehen sich auf die
Abbildung auf Seite 8.
Die Mutter 29 mit
der Hülse 587 697 lösen.
87 550
88 247
08_1579
587 697
Achtung! Mutter ein paar Umdrehungen aufgeschraubt lassen.
Getriebegehäuse in einer Presse aufbauen. Fallschutz unter dem
Kegelritzel 3 anbrin-
gen.
Mutter 29 entfernen
und den Dorn 88 247 gemäß Abbildung montieren.
Kegelritzel 3 hinauspressen.
Stützlager 28,
Zahnrad 27,
vorderes Kegel-
ritzellager 26,
Distanzhülse 25 und
Paß- scheiben 24,
die lose auf dem Kegelritzel sitzen, entfernen.
101 387
587 697
101 388
88 247
! WARNUNG!
Schutzbrille, Gehörschutz und Schutzhandschuhe tragen.
Achtung! Beim Schleifen und Schweißen Lagerflächen und
Keilprofile schützen.
Käfig des Kegelritzellagers 22 öffnen.
Käfig und Rollen entfernen.
Eine schmale Nut mit einer Schleifscheibe mit einem Durchmesser
unter 60 mm in den Lagerinnenring schleifen.
Einige Schweißraupen mit einem Elektro- schweißgerät auf dem
Lagerinnenring auf- tragen. Nach jeder Schweißraupe mit einem
nassen Lappen kühlen. Der Lagerinnenring bricht durch Schrumpfen
nach 4-5 Schweiß- vorgängen.
! WARNUNG!
Splitter können sich lösen. Schutzbrille aufsetzen.
101 389
Gleitflächen schmieren und einen neuen Lagerinnenring 22 mit
dem Dorn 87 550 auf dem Kegelritzel 3 aufpressen.
Die Ziffern nach den Bezeichnungen der Teile beziehen sich auf
die Abbildung auf Seite 8.
Die Paßscheiben 23,
die sich unter dem Lageraußenring des hinteren
Kegelritzella- gers 22 befanden,
einlegen.
Einstellring 99 278 anstelle des Lagerau- ßenrings 22 einlegen.
Dieser hat einen etwas kleineren Außendurchmesser, wodurch
die Anzahl der Paßscheiben 23 leichter
zu ändern ist.
Einstellring schmieren. Kegelritzel 3 einset-
zen und ein paar Umdrehungen drehen, damit die Rollen ihre
richtige Lage einnehmen.
87 143 89 408
99 108
98 450
98 125
98 566
08_1581
99 278
99 278
23
Magnetscheibe 98 125 an der Kegelritzel- stirn anbringen und
Ritzelhöhenlehre
99 108 am tiefsten Punkt des Lagersitzes auflegen. Darauf
achten, daß ihre Stirnflä- che senkrecht und die Lehre
parallel zur Mittellinie des Differentials ist.
Am Tellerrad befindet sich ein zweistelliges Abweichmaß A.
Das Maß ist in Hundertstel mm angegeben und ist immer
positiv.
Beispiel:
A = 72 = 0,72 mm.
Das Einstellmaß des Kegelritzels beträgt (0,5 + A) 0,05.
Es ergibt sich das Einstellmaß
0,72 + 0,5 = 1,22 mm. Der Abstand zwi- schen der Stirnfläche
des Kegelritzels und der Lehre muß somit 1,17 - 1,27 mm
(Toleranz: 0,05) betragen.
Das Einstellmaß des Kegelritzels mit Füh- lerlehre zwischen
Magnetscheibe und Lehre messen. Beim Messen die Lehre nach
unten drücken, damit sie nicht wackelt.
Bei Bedarf mit den Paßscheiben 23 zwi-
schen Getriebegehäuse und Einstellring das Maß korrigieren.
Paßscheiben sind in den Stärken 0,25, 0,30 und 0,40 mm
erhältlich.
101 694
Das Einstellmaß des Ritzels beträgt:
(0,5 + A) 0,05
101 392
99 108
Getriebegehäuse auf einer Stütze in einer Presse montieren.
Kegelritzel und Einstellring 99 278 entfer- nen.
Paßscheiben 23 belassen.
Stütze unter dem Getriebegehäuse anbringen. Gleitflä- chen
schmieren und Lageraußenring des hinteren Ritzellagers 22 mit
Dorn 98 566
und Schaft 98 450 hineinpressen.
Getriebegehäuse umdrehen und auf die Stütze legen.
Gleitflächen schmieren und Lageraußenring 26 des
vorderen Kegelrit- zellagers mit Dorn 87 408 und Schaft
98 450 hineinpressen.
Gleitflächen schmieren und den Lagerau- ßenring 16 des
hinteren Differentialrades 42
mit Dorn 87 143 und Schaft 98 450 hinein- pressen. Der Dorn
87 143 muß mit dem gro- ßen Durchmesser nach unten verwendet
werden.
Getriebegehäuse auf ein Universalstativ zurückheben.
Laufbahn am Lageraußenring 22 schmieren.
Kegelritzel einsetzen und einige Umdrehun- gen drehen, damit
die Rollen ihre richtige Lage einnehmen.
Kontrollieren, daß die eingestellte Ritzel- höhe sich nicht
verändert hat.
Die Ziffern nach den Bezeichnungen der Teile beziehen sich auf die
Abbildung auf Seite 8.
Paßscheibe(n) 24 und
Distanzhülse 25,
die unter dem Lagerinnenring des vorderen Kegelritzellagers 26 waren,
einlegen.
Lageraußenring des vorderen Kegelritzella- gers 26 schmieren.
Anstelle des Lagerinnenringes des vorderen Kegelritzellagers muß
ein spezieller Ein- stellring 99 277 auf das Kegelritzel aufge-
schoben werden. Dieser hat einen größeren Innendurchmesser, was
das Verändern der Paßscheibenanzahl erleichtert.
00_1817
99 277
99 277
25
101397
24
Die Lagervorspannung durch Anbringen des abgebildeten Werkzeugs
kontrollieren.
Die Preßkraft der Hydraulikpumpe auf
70 - 80 kN einstellen,
was ca. 3,5 bar an der Pumpe 99 004 entspricht.
101 398
Das genaue Vorgehen beim Einstellen der Pumpe wird im Abschnitt
”Einstellen der Preßkraft” beschrieben.
Mit einer Federwaage kontrollieren, daß der Lagervorspannung 7-12
Nm beträgt.
Beispiel:
Einen offenen Ringschlüssel mit 33 cm
Länge als Hebel verwenden.
0,33(m) = 36N
Fmax=12(Nm)
Fmin= 7(Nm)
0,33(m) = 21N
Wenn die Lagervorspannung größer ist, muß eine dickere
Paßscheibe oder ein brei- terer Distanzring eingelegt werden.
Paßscheiben sind in den Stärken 3,00, 3,01, 3,02, 3,03, 3,04,
3,05, 3,06, 3,07, 3,08 und
3,09 mm erhältlich.
Distanzscheiben sind in den Breiten 38,70, 38,80, 38,90, 39,00,
39,10, 39,20, 39,30,
39,40 und 39,50 mm erhältlich.
Wenn die Lagervorspannung richtig einge- stellt ist, den
speziellen Einstellring durch den richtigen Lagerinnenring des
Kegelrit- zellagers 26 ersetzen.
Innenring schmieren und mit demselben Werkzeug und derselben
Preßkraft wie gehabt aufpressen.
Bevor das Werkzeug entfernt wird, kontrol- lieren, daß die
Lagervorspannung sich nicht geändert hat.
Die Gleitflächen schmieren und darauf ach- ten, daß das Zahnrad 27 ordnungsgemäß
in das Keilprofil greift. Zahnrad aufpressen.
Das hintere Differentialrad 17 und
den Ver- schleißring 19 schmieren
und montieren.
Das Doppelachsdifferentialgehäuse hinein- heben.
Achtung! Die Schraubenköpfe müssen nach oben zeigen.
Das vordere Differentialrad 14 und
den Verschleißring 26 hineinheben.
Betätigungseinheit des Doppelachsdifferen- tials im
Getriebegehäuse montieren. Welle 58 mit
Fett schmieren. Darauf achten, daß die Paßscheiben 62 und
der O-Ring 48 zwi-
schen der Betätigungseinheit der Differenti- alsperre und dem
Getriebegehäuse sich in ihrer richtigen Lage befinden. Die
Schrau- ben 49 mit 20
Nm anziehen.
Den Schalter 53 mit 20
Nm festziehen.
101 402
19 17
101 537
101 405
26 14
Gabelhebel 30 montieren.
Sicherungs-
schraube 31 im
Gabelhebel festschrauben. 28
Die Schraube muß in die Bohrung des Zug-
bolzens eingeführt werden. 30
Mitnehmer 29 im
Gabelhebel montieren.
101 407
Kupplungshülse 28 hineinschieben.
Die Antriebswelle 27 schmieren
und in das Getriebegehäuse hineinheben. Sorgfältig darauf
achten, daß das Keilprofil der Welle jenem im
Doppelachsdifferentialgehäuse eingepaßt wird.
Funktionstüchtigkeit der Differentialsperre kontrollieren.
Druckluft an die Betätigungseinheit der Dif- ferentialsperre
anschließen und kontrollie- ren, daß das Spiel zwischen der
Hülse 28 und
dem Differentialrad 14 in
Höhe des Mitnehmers 29 0,1
- 0,6 mm beträgt.
101 538
Das Spiel wird durch Hinzufügen oder Ent- fernen von
Paßscheiben 62 justiert.
Den Lageraußenring 28 mit
dem Dorn 98 616 aus dem Stützlager klopfen.
98 450
08_1583
98 616
98 616
101 410
Den Lageraußenring 36 der
Antriebswelle
mit Dorn 87 292 und 87 932 aus der Antriebswelle pressen.
Lageraußenring des Stützlagers 28 mit
Schaft 98 450 und Dorn 87 408 hineinpressen.
101 411
98 450
101 412
87 408
87 932
87 292
101 411
Lageraußenring des Lagers 36 der
Antriebs- welle mit Dorn 87 292 und 87 932 hineinpres- sen.
So lang pressen, bis der Lageraußenring 10
mm aus dem Deckel herausragt.
Dichtmittel auf die Anliegefläche des vor- deren
Deckels, die zum Getriebegehäuse hin zeigt, auftragen.
Um die Schraubenlöcher herum sorgfältig vorgehen.
Den vorderen Deckel montieren. Halter 55 für
die Schutzabdeckung 56 des
Ölfilters anbringen. Schrauben 33 und 34 über
Kreuz mit 100
Nm anziehen.
Den Dichtdeckel 39 über
das Lager 36 auf-
legen. Darauf achten, daß die Aussparung zur Ölpumpe hin die
richtige Lage ein- nimmt.
Eventuell vorhandene Paßscheiben 37 und
den Dichtring 41 noch
nicht anbringen.
Schrauben 40 über
Kreuz mit 100
Nm anziehen. Der Lageraußenring 36 wird
dabei nach unten in den Deckel gepreßt.
Antriebswelle ca. 10 Umdrehungen drehen, damit die Lagerrollen
ihre richtige Lage ein- nehmen.
Neue Mitnehmermutter 64 von
Hand aufschrauben.
Mit Hilfe von Meßuhr 98 075, Magnetfuß-
stativ 587 250 und 2 Brechstangen das Axi- alspiel der
Antriebswelle messen.
Richtiges Spiel beträgt 0,01 - 0,06 mm.
Wenn das Spiel eingestellt werden muß, Paßscheibe(n) 37 verwenden.
Diese sind in den Stärken 0,25, 0,30 und 0,40 mm erhält- lich.
Anschließend Dichtdeckel 39 entfernen
und mit Dichtmittel einstreichen, bevor er zusammen mit den
Paßscheiben montiert und mit 100
Nm festgeschraubt wird.
Mitnehmermutter 64 entfernen.
Dichtring 41 mit
Dorn 99 192 und 87 932 in den Deckel 39 hineinklopfen.
Die Ziffern nach den Bezeichnungen der Teile beziehen sich auf
die Abbildung auf Seite 6.
Neuen Staubschutz 66 auf
dem Mitnehmer
65 montieren.
Stützring 38 so
montieren, daß er am Lager- innenring 36 anliegt.
Achtung!
Der kleinere Durchmesser des Stützrings muß zum Lager hin
montiert werden.
Keilprofil und Lippen des Dichtrings 41 mit
Fett schmieren.
Den Mitnehmer genau ausrichten.
Wenn der Mitnehmer sich nicht von Hand montieren läßt, muß
er mit dem Hydraulik- werkzeug gemäß Abbildung aufgepreßt
werden. Der Preßvorgang muß mit einer Kraft von 100
kN abgeschlossen werden (siehe Abschnitt ”Einstellen der
Preßkraft”).
99 004
99 003
99 012
Achtung!
Nicht auf den Mitnehmer schlagen!
Es besteht die Gefahr von Lagerschäden.
Gewinde und Anliegefläche der Mitnehmer- mutter 64 schmieren.
Mutter von Hand auf- schrauben.
Getriebegehäuse eine Viertel Umdrehung drehen.
Gegenhalter 99 129 und Zugstange 88 292 am Mitnehmer
montieren. Die Zugstange am Boden ruhen lassen. Die
Mitnehmermut- ter nach folgender Methode mit 1000
Nm anziehen:
Zuerst die Mutter mit dem Drehmoment- schlüssel auf 300
Nm anziehen. Hülse 98 765 verwenden. Hülse und Mitnehmer
gemäß Abbildung kennzeichnen und anschließend 26
mm anziehen, um 1000
Nm zu erreichen.
Gegenhalter und Zugstange auf dem Mit- nehmer belassen.
08_1251
99 040 99 005−1
Mutter 64 durch
Stauchen in beide Ausspa-
rungen am Mitnehmer sichern.
Die Mutter des Kegelritzels nach derselben Methode wie für
die Mitnehmermutter mit 1000
Nm anziehen.
Beim Anziehen muß die Doppelachsdiffe- rentialsperre mit
Luft unter Druck gesetzt werden.
Lagersitze und Einstellringe 18 und 20 rei-
nigen und schmieren.
Lageraußenringe auf den Differentiallagern 17 und 19 anbringen.
Tellerrad-Differential- gehäusehälfte mit Hilfe der Zugstange
88 292 und der Hebeschlaufen in das Getriebegehäuse heben.
Lagerdeckel und deren Schrauben schmie- ren. Deckel montieren
und Schrauben mit den Fingern anziehen. Darauf achten, daß die
Deckel am Getriebegehäuse anliegen.
Einstellringe 18 und 20 einölen
und montieren.
Gewinde der Einstellringe sorgfältig in das Gewinde des
Getriebegehäuses einpassen.
Den großen Einstellring 18 weit
heraus- schrauben. Den kleinen Einstellring 20 hineinschrauben,
bis das Zahnflankenspiel mindestens 0,5 mm beträgt.
Den kleinen Einstellring 20 herausschrauben.
Anschließend den großen Einstellring 18 hineinschrauben,
bis das Zahnflankenspiel 0,25 - 0,35 mm beträgt.
Anschließend den kleinen Ring 20 von
Hand hineinschrauben, bis er am Lagerau- ßenring anliegt.
Das Tellerrad 5-6 Umdrehungen drehen und das Zahnflankenspiel an
vier Punkten mes- sen. Zwischen jedem Meßvorgang Tellerrad 90˚
drehen. Das Zahnflankenspiel muß 0,30 - 0,41 mm betragen.
Wieder bei Schritt 2 beginnen, wenn das Spiel nicht innerhalb
der Toleranz liegt.
Einstellen der Lagervorspannung
Das Einstellen der Lagervorspannung muß bei richtig
eingestelltem Zahnflankenspiel erfolgen.
Den kleinen Einstellring 20 weitere
2-3 Aussparungen anziehen, nachdem er gegen den
Lageraußenring angezogen wurde.
Die Gewindestifte 21 so
hineinschrauben, daß die Spitze gegen die Zähne der
Einstell- ringe anliegt. Anschließend die Gewinde- stifte
etwas lösen.
Die Schrauben der Lagerdeckel mit
100 Nm + 90˚ anziehen.
Kontrollieren, daß das Zahnflankenspiel innerhalb der
Toleranz liegt.
Auf zwei benachbarte Tellerradzähne eine dünne Schicht
Markierungsfarbe auftragen. Das Tellerrad eine halbe Umdrehung
drehen und den Vorgang wiederholen.
Dafür sorgen, daß die Markierungsfarbe in Berührung mit dem
Kegelritzel kommt. Den Endmitnehmer einige Umdrehungen hin- und
herdrehen. Gleichzeitig das Tellerrad mit der Hand bremsen.
Kontrollieren, daß das Tragbild sowohl auf der Vorder- als auch
auf der Rückseite mit den Abbildungen rechts übereinstimmt.
Vorderseite
Rückseite
Die Tragzone muß gemäß Abbildungen unten innerhalb des
markierten Bereiches liegen.
Bei einem Tragbild gemäß Abbildung 3 auf der nächsten Seite ist
das Kegelritzel zu weit von der Mitte des Tellerrades ent-
fernt.
Bei einem Tragbild gemäß Abbildung 4 ist das Kegelritzel zu nah
an der Mitte des Tellerrades.
Kegelritzel und Tellerrad in Pfeilrichtung bewegen und dabei das
vorgeschriebene Zahnflankenspiel beibehalten.
Differentialsperrzylinder im Getriebege- häuse montieren.
Halter 32 mit
Gabelhebel 30 mit
Schrauben 34 im
Getriebegehäuse befestigen. Mitneh- mer 33 des
Gabelhebels in der Kupplungs- hülse und im Zugbolzen des
Differentialsperr- zylinders einpassen.
Funktionstüchtigkeit der Mechanik prüfen.
Druckluft an den Zylinder anschließen und kontrollieren, daß das
Spiel zwischen den Kupplungshälften 0,1 - 0,6 mm beträgt. Das
Spiel wird mit den Paßscheiben 46 justiert.
Beispiel:
Entfernt man eine Paßscheibe der Stärke 0,8 mm, nimmt das Spiel
um 0,5 mm zu. Paßscheiben sind in den Stärken 0,5; 0,8 und 2,5
mm erhältlich.
Funktionstüchtigkeit des Schalters 44 prü-
fen. Der Stromkreis muß bei eingeschalteter Differentialsperre
geschlossen sein.
98 402* Halter für Aufspannarm 98 403* Aufspannarm
98 404* Endmitnehmerhalter
98 655* Halter und Aufspannstrebe 99 167 Hebebügel
Diese Werkzeuge sind Aufspannvorrichtun- gen, die zusammen mit dem
Getriebeheber verwendet werden.
Sonstiges Werkzeug
587 313 Getriebeheber
Achsgehäuse innen und dessen Anligeflä- che für das Getriebe
reinigen. Ölablaß- schraube festziehen.
Kontrollieren, daß alle Stiftschrauben mit dem Achsgehäuse fest
verbunden sind. Lose Stiftschrauben werden entfernt und mit
Sicherungsflüssigkeit Art.Nr. 561 200 im Gewinde eingeschraubt. Die
Stiftschrauben werden mit 80
Nm angezogen.
98 655
08_1575
587 313
! WARNUNG!
Nicht neben dem Getriebe stehen, da es umkippen kann.
Achsgetriebe wie abgebildet mit den Auf- spannvorrichtungen auf dem
Getriebeheber befestigen.
98 403
98 404
98 402
98 401
98 655
101 382
587 313
Einen Strang Dichtmittel Art.Nr. 304 088 (Silikongummi) ringsherum
auf die Anlie- gefläche des Getriebegehäuses, die zum Achsgehäuse
zeigt, verteilen. Das Dichtmit- tel gleichmäßig über die gesamte
Fläche verteilen.
Achsgetriebe in das Achsgehäuse hinein- führen. Darauf achten, daß
das Keilprofil der Abtriebswelle ordnungsgemäß einge- führt wird.
Mitnehmer drehen und Lage der Abtriebs- welle kontrollieren.
Gewindedichtmittel auf die Anliegefläche der Muttern auftragen und
jede zweite Mutter mit Scheibe anbrin- gen. Die Muttern von Hand
über Kreuz anziehen. Achsgetriebe anziehen. Dabei müssen die Ebenen
von Achsgetriebe und Getriebegehäuse parallel bleiben.
Achtung!
Nicht das Getriebe mit Gewalt hineinziehen. Bei Schwergängigkeit muß
die Ursache ermittelt werden. Die Stützabsätze dürfen nicht zur
Erleichterung des Einbaus bearbei- tet werden.
Die übrigen Muttern anbringen und über Kreuz mit 300
Nm anziehen.
Bremszylinder und Schnellöseventil mon- tieren. Bremshebel
einstellen.
Druckluft- und elektrische Leitungen der 2
Differentialsperren anschließen.
Fahrzeuge mit Verbindungsträger:
101 530
Verbindungsträger 1,
Paßscheiben 4 und
Schrauben 2 anbringen.
Schrauben mit 135
Nm anziehen.
Achtung! Das Spiel zwischen dem Verbin- dungsträger und der
Federbefestigung darf pro Seite nicht 1 mm übersteigen. Wenn mehr
als 3 Paßscheiben benötigt werden, müssen diese auf beide Seiten
verteilt wer- den.
Fahrniveau gemäß Anweisung im Service- handbuch, Gruppe 12,
”Balghöhen”, einstellen.
Mutter der Federbolzen mit 800
Nm und zum nächsten Sicherungsloch anziehen. Muttern mit neuen
Splinten sichern.
Antriebshalbachsen einführen und Antriebs- flansche und Kegel
montieren. Muttern mit 84
Nm anziehen.
1 3
4
Verbindungsträger
Schraube
Federbolzen
Paßscheiben
P300, P400, P500
105 Nm
P600
Deckel
170 Nm
20 Nm
Gelenkwelle gemäß Arbeitsbeschreibung im Serviceheft 06:01-01
montieren.
Öl in das Achsgehäuse einfüllen.
Ölfüllmenge: 14
dm3.
Für die richtige Ölqualität siehe Service- handbuch, Gruppe 0.
Differentialsperren einschalten.
Kontrollieren, daß die Differentailsperren greifen und die Kontrollampen
leuchten.
Differentialsperren ausschalten.
Kontrollieren, daß die Differentialsperren nicht mehr greifen und die
Kontrollampen erloschen sind.
In diesem Heft ist sowohl die Beschreibung für die einfache Hinterachse
RP832 als auch die Beschreibung für die Tandemhinterachse RBP832
enthalten. Sofern nicht anders angegeben, gelten die
Arbeitsbeschreibungen für beide Hinterachsgetriebe. Die Nummern in den
Arbeitsbeschreibungen beziehen sich auf die jeweiligen Abbildungen oder
Explosionszeichnungen im vorderen Teil des Heftes.
Pressenkraft einstellen
Die erreichte Pressenkraft ist abhängig vom Hydraulikdruck der
Druckluftpumpe. Der Hydraulikdruck der Pumpe hängt von dem durch den
Druckregler geregelten Eingangsdruck ab.
Der Luftdruck kann mit Drehknopf D verändert werden. Roten
Sicherungsring in Richtung Drehknopf ziehen und gewünschten Druck
einstellen. Der Druck kann am Manometer C abgelesen werden.
B Druckluftanschluß C Manometer
Drehknopf
Anzeige am Pumpengehäuse
Pressenkraft auf 120 kN (12 Tonnen) wie folgt einstellen:
Auf der Pressenkraft-Skala (untere Skala) nach rechts gehen, bis der
Wert 120 kN erreicht ist.
Danach der an diesem Punkt beginnenden senkrechten Linie bis zum
Schnittpunkt mit der Diagonalen folgen.
Vom Schnittpunkt eine waagrechte Linie nach links ziehen. Diese
schneidet die senkrechte Achse bei 5,2 bar. Dies ist der
erforderliche Druck bei einer Pressenkraft von 120 kN.
Die häufigsten Reparaturarbeiten sind unter dem Punkt "Häufige
Reparaturen" zusammengefaßt. Bei diesen Reparaturen muß das
Hinterachsgetriebe nicht ausgebaut werden.
Betätigungsmechanismus der Differentialsperre beim Achsdifferential
Spezialwerkzeuge
Nummer Beschreibung Abbildung Werkzeugtafel
98 726 Montagewerkzeug
98 726 R2
00 1846
587 312 Sicherungsringzange
111 445
587 312
Betätigungsmechanismus der Differentialsperre
42
38
35 36
29 33 31 39
23
25 20
27 40
30 41
28
34
26
37
32
111 451
24
Schalter
Zylinder
Winkelstück
Kolbenanschlag
O-Ring
Sicherungsring
Mutter
Kolben
Zugstange
O-Ring
O-Ring
Sicherungsring
Druckfeder
Sicherungsscheibe
Dichtring
Sicherungsring
Hebel
Halter
Schraube
Welle
Sicherungsring (28) mit Sicherungs- ringzange 587 312 ausbauen
und Zylinder
(24) nach vorn abziehen. O-Ring (27) von Zylinder ausbauen.
Montagewerkzeug 98 726 anbauen und Zugstange (31) so weit nach
vorne ziehen, bis der Sicherungsring (34) am Ende der Welle
ausgebaut werden kann.
Montagewerkzeug abbauen und Kolben
(30) abziehen. O-Ring (33) ausbauen.
Mutter (29) abschrauben und Schraube aus Kolbenanschlag (26)
herausdrehen. Dichtring (37) aus Kolbenanschlag ausbauen.
Feder (35) ausbauen und Zugstange (31) von Hebel (39) aushängen
und ausbauen.
O-Ring (33) an Zugstange (31) anbauen. Zugstange in Hebel (39)
einhängen. Zugstange schmieren und Feder (35) anbauen.
Mutter (29) auf Kolbenanschlag (26) aufschrauben, Sicherungsring
(28) vorläufig nur aufsetzen. Kolbenanschlag in Gehäuse
schrauben.
Sicherungsring (37) schmieren und in Kolbenanschlag einbauen,
neuen O-Ring
(32) an Kolben (30) anbauen. Kolben an Zugstange anbauen.
Sicherungsring (34) auf Schraube des Montagewerkzeugs 98 726
setzen und Werkzeug an Zugstange anschrauben. Zugstange so weit
nach vorne ziehen, bis der Sicherungsring eingebaut werden kann.
Werkzeug abbauen.
Linkes hinteres Rad anheben, damit die Zahnräder des
Ausgleichgetriebes gedreht werden können. Gleichzeitig unteren
Teil herausdrehen, bis die Stirnseiten der Kupplungsklauen
aneinanderstreifen. Unteren Teil um eine Umdrehung hineindrehen
und Sicherungsmutter festziehen.
Wurde das Hinterachsgetriebe ausgebaut, muß eine alte
abgeschnittene Antriebswelle zum Drehen der Zahnräder des
Ausgleichgetriebes beim Einstellen des Zahnflankenspiels
verwendet werden.
Neuen O-Ring (27) in Zylinder (24) einbauen. Zylinder mit Fett
319 308 schmieren und einbauen. Sicherungsring mit
Sicherungsringzange 587 312 einbauen.
Funktion durch Anschließen von Druckluft an den Zylinder prüfen.
Funktion des Schalters der Differentialsperre prüfen.
WICHTIG! Wurden
die Dichtungen an der Gelenkgabel ausgebaut, können sie nicht
mehr wiederverwendet werden. Sie müssen erneuert werden.
Dichtung mit Dorn 99 377 in Gelenkgabel einpressen.
Sicherstellen, daß die Dichtung korrekt eingebaut ist, siehe
Abbildung. Die Dichtung darf nicht hineingeklopft werden.
Gelenkgabel einpressen, siehe Abbildung. Die Gelenkgabel darf
nicht erhitzt werden, da die Dichtung dadurch beschädigt wird.
Mutter der Gelenkgabel mit Hülse 98 765 festziehen.
WICHTIG! Unterschiedliche
Zahnräder haben verschiedene Anzugsdrehmomente, siehe unten.
RP832
Anzugsdrehmoment 1000 Nm.
99 377
1000 Nm
08_1348
88 292
99 129
111 171
98 765
Alternative Methode
2
Mutter zuerst mit 300 Nm mit Steckschlüssel 98 765 anziehen.
Steckschlüssel und Gelenkgabel gemäß Abbildung markieren und weitere
26 mm anziehen, um 1000 Nm zu erreichen.
88 292
99 129
111 316
1
98 765
RBP832
Anzugsdrehmoment 600 Nm
600 Nm
88 292
99 129
111 493
98 765
Alternative Methode
2
1
Mutter zuerst mit 300 Nm mit Steckschlüssel 98 765 anziehen.
Steckschlüssel und Gelenkgabel gemäß Abbildung markieren und weitere
11 mm anziehen, um 600 Nm zu erreichen.
WICHTIG! Deckel
von Differentialsperre zwischen den Achsen abbauen und umgekehrt
anbauen, damit die Differentialsperre sperrt.
Dichtringaufnahme (62) abschrauben.
Mutter von Gelenkgabel abschrauben.
Schlagwerkzeug 98 626 in hintere Gelenkgabel einbauen und
Abtriebswelle und Lager herausziehen. Scheiben (65) zwischen
Dichtringaufnahme (62) und Hinterachsgehäuse aufbewahren.
Mutter von Gelenkgabel mit Steckschlüssel 98 765 abschrauben und
Gelenkgabel abpressen.
Lager von Welle pressen.
Lagerlaufring von Hinterachsgehäuse mit Gleithammer ausklopfen.
Einbau
Beide Lager (60) auf Welle pressen. Mit Montagehülse 98 297
gegenhalten.
Hinweis: Lager
wie abgebildet drehen.
Lagerlaufring in Hinterachsgehäuse einklopfen. Werkzeug 99 147
verwenden.
Differentialsperre zwischen den Achsen
Welle mit Lager in Gehäuse einbauen. Lageraußenring mit Dorn 99
147 auftreiben.
Dichtringaufnahme einbauen und Schrauben eindrehen, bis der
Abstand zwischen Hinterachsgehäuse und Dichtringaufnahme 1,5 mm
beträgt. Maß an verschiedenen Stellen prüfen.
Druckadapter 99 040 und Gewindespindel 99 012 an Wellenende
anbauen. Schrauben an Dichtringaufnahme abwechselnd gleichmäßig
hineindrehen. Dabei am Werkzeug prüfen, wann kein Spiel mehr
vorhanden ist.
Abstand zwischen Dichtringaufnahme und Hinterachsgehäuse
aufbewahren mit Fühlerlehre messen. Die Stärke der einzubauenden
Scheiben muß um
0,05-0,1 mm kleiner sein, als der gemessene Wert, um die
korrekte Lagervorspannung zu erreichen. Beilegscheiben sind in
folgenden Stärken verfügbar: 0,10, 0,25 und 0,50 mm.
Neuen Dichtring (61) in Dichtringaufnahme
(62) mit Dorn 99 192 einpressen.
Dünnen Dichtmittelfilm auf Scheiben (65) und Dichtringaufnahme
auftragen.
Dichtringaufnahme und Scheiben einbauen. Beim Einbau der
Scheiben und Dichtringaufnahme müssen die Schmiernuten nach
unten zeigen.
Nuten und Oberfläche am Dichtring mit Fett schmieren.
Gelenkgabel auf verzahnte Welle entsprechend der zuvor
angebrachten Markierung anbauen. Gelenkgabel korrekt ausrichten.
Hinweis: Nicht
auf Gelenkgabel schlagen.
Abzieher gemäß Abbildung anbauen und Gelenkgabel mit 100 kN
einpressen.
Mutter der Gelenkgabel mit Hülse 98 765 festziehen.
Anzugsdrehmoment 400 Nm.
88 292
400 Nm
99 129
111 495
98 765
Mutter durch Verstemmen in Gelenkgabel sichern.
WICHTIG! Deckel
der Differentialsperre umdrehen. Sicherstellen, daß die Membran
eingebaut ist.
Bei beladenen Fahrzeugen muß die Hinterachse vor dem Ausbau des
Differentials entlastet werden.
Fahrzeug anheben und Hinterachse unter den Federn mit
Unterstellböcken abstützen. Räder abbauen.
Öl aus Hinterachsgehäuse ablassen.
Nabe so drehen, daß der Stopfen (3) nach unten zeigt.
! ACHTUNG!
Die Entlüftungsöffnung im Radnabendeckel kann verstopft sein.
Schutzbrille tragen. Beim Entfernen des Stopfens kann Öl unter
hohem Druck ausströmen.
Stopfen (2) und (3) entfernen und Öl ablassen.
Sicherungsring (31) und Druckscheibe (30) ausbauen. M10 Schraube
in Antriebswelle einschrauben und Antriebswelle herausziehen.
Dichtringe (40) im Achsrohr dabei nicht beschädigen.
Halter für Druckluftleitungen lösen.
Leitung zu Differentialsperren abbauen.
Bremszylinder ausbauen.
1 2
100910
3
Markierungslinie
Einfüllstopfen
Ablaßstopfen
32 31
30
104 717
20 27
WICHTIG! Deckel
von Differentialsperre zwischen den Achsen RBP832 abbauen
und umgekehrt anbauen, damit die Differentialsperre sperrt.
Kabel zum Schalter für Differentialsperre(n) lösen.
Beide Gelenkwellen von Gelenkgabel des Hinterachsgetriebes
abbauen.
Vier untere Befestigungsmuttern des Differentials am
Hinterachsgehäuse abschrauben.
13 Spezialwerkzeuge
98 401, 98 402, 98 403,
98 404 und 98 405 an Getriebeheber anbauen.
Hinterachsgetriebe an Getriebeheber anbauen.
Differentialsperre zwischen den Achsen RBP832
RBP832
Übrige Befestigungsmuttern für Differential abschrauben und
Differential vorne aus dem Hinterachsgehäuse herausziehen.
RP832
Differential mit Hebewerkzeug 99 167 anheben und in
Aufspannvorrichtung 98 776 in Universalständer befestigen.
Hinterachsgehäuse innen und an den Kontaktflächen zum
Achsantriebsgehäuse reinigen.
Hinterachsgetriebe so anordnen, daß das Antriebskegelrad nach
unten zeigt.
Ca. 0,5 Liter Öl einfüllen, siehe Service- Handbuch, Gruppe 0,
"Kraftstoff, Schmiermittel und Flüssigkeiten".
Antriebskegelrad um einige Umdrehungen drehen. Dies ist für die
Schmierung des vorderen Antriebskegelradlagers während der
ersten Betriebszeit unerläßlich.
WICHTIG! Sicherstellen,
daß der Deckel der Differentialsperre zwischen den Achsen RBP832
(54) umgekehrt angebaut ist, damit der Kolben eingedrückt ist
und die Differentialsperre sperrt.
Achsgetriebe mit Haltern 98 401, 98 402, 98 403, 98 404 und 98
405 in Getriebeheber befestigen.
RBP832
RP832
1
Zickzack-förmige Dichtmittelraupe 584 010
(Silikongummi) an den Kontaktflächen des Hinterachsgehäuses
auftragen. Die Dichtmittelraupe muß 2-3 mm dick sein.
Getriebe in Gehäuse einsetzen. Kann das Getriebe nur mit den
Schrauben in korrekte Einbaulage gebracht werden, so darf nur
jede zweite Schraube eingebaut werden. Muttern abwechselnd von
Hand anziehen.
Hinweis: Das
Getriebe darf nicht mit Gewalt eingebaut werden. Läßt sich das
Getriebe nur schwer in Einbaulage bringen, muß die Ursache dafür
ermittelt werden.
110 775
2
Dichtmittel
Achsantriebsgehäuse
Sicherstellen, daß das Achsantriebsgehäuse rundherum Kontakt mit
dem Hinterachsgehäuse hat.
Achsgetriebe und Radnabengetriebe mit Öl befüllen. Beim RBP832
muß am Stirndeckel ein Liter Öl in die Einfüllöffnung gefüllt
werden, um eine ausreichende interne Schmierung des
Planetenradsatzes sicherzustellen. Korrekte Füllmengen sind dem
Service-Handbuch, Gruppe 0 "Kraftstoffe, Schmiermittel und
Flüssigkeiten" zu entnehmen.
WICHTIG! Deckel
der Differentialsperre umdrehen. Sicherstellen, daß die Membran
eingebaut ist.
Differentialsperre aktivieren: Funktion der Differentialsperre
durch
Drehen eines der Antriebsräder prüfen. Die Warnleuchte muß
aufleuchten.
Differentialsperre deaktivieren:
Prüfen, ob die Differentialsperre abgeschaltet hat und die
Warnleuchte erloschen ist.
Lageraußenringe (15) mit Dorn 98 610 und Schaft 98 450 in
Stirndeckel (9) einpressen.
Sicherungsring (21) in Nut auf Antriebswelle (14) einsetzen.
Welle in Hohlrad (22) einbauen. Sicherungsring zusammenpressen
und Antriebswelle so weit in inneres Rad einbauen, bis der
Sicherungsring in der Nut im Hohlrad einrastet.
21 14 22
Antriebswelle auf 99 147 legen und hinteren Lagerinnenring mit
Dorn 87 932 einpressen. Distanzring (16) zwischen Lagerring und
Dorn legen.
110 776
16 Distanzring
Ausgebaute Beilegscheiben (17) wieder einbauen.
Stirndeckel auf Welle setzen. Vorderes Lager anbauen und mit
Dorn 87 932 einpressen, Deckel dabei drehen. Stützring
(19) zwischen Lagerring und Dorn legen.
Reibwert in Lagern prüfen.
Dorn 87 932 und Stützdorn 98 332 als Preßwerkzeuge verwenden und
mit 70-80 kN pressen.
Reibwert mit Reibwertmesser prüfen. Der Reibwert muß bei einem
Abstand von 250 mm von der Mittellinie 0,4 - 6,0 N betragen.
Ggf. durch Distanzringe oder Beilegscheiben einstellen.
Distanzringe sind in folgenden Längen verfügbar: 5,70, 5,72,
5,74, 5,76 und
5,78 mm. Beilegscheiben sind in folgenden Stärken verfügbar:
0,30, 0,40 und 0,50 mm.
WICHTIG! Wurden
die Dichtungen neuerer Bauart an der Gelenkgabel ausgebaut,
können sie nicht mehr wiederverwendet werden. Sie sind zu
erneuern.
Dichtung mit Dorn 99 377 in Gelenkgabel einpressen.
Sicherstellen, daß die Dichtung korrekt eingebaut ist, siehe
Abbildung. Die Dichtung darf nicht hineingeklopft werden.
113 235
99 377
Verzahnung der Antriebswelle schmieren.
Dichtfläche der Gelenkgabel mit Öl schmieren und an Zapfen gemäß
Markierungen anbauen. Gelenkgabel korrekt ausrichten.
Gelenkgabel mit Dorn 87 579 einpressen. Die Gelenkgabel darf
nicht erhitzt werden, da die Dichtung dadurch beschädigt wird.
Gewinde und Druckfläche der neuen Gelenkgabelmutter schmieren
und Mutter mit Steckschlüssel 98 765 aufschrauben. Nach dem
Einbau des Deckels an das Achsantriebsgehäuse Mutter festziehen.
Hintere Druckscheibe (31) für das Sonnenrad
(30) einlegen und schmieren. Sonnenrad einbauen. Vordere
Druckscheibe einfetten und gegen die Antriebswelle (14) pressen.
Dichtung (8) an Stirndeckel (9) anbauen. Mit Fett schmieren.
Stirndeckel mit Hebewerkzeug 99 167 auf Achsgetriebegehäuse
heben. Schrauben festziehen. Anzugsdrehmoment 84 Nm.
Hebewerkzeug abbauen, Gegenhalter 99 129 und Zugstange 88 292 an
Gelenkgabel anbauen. Zugstange auf Boden ablegen.
Mutter der Gelenkgabel mit Hülse 98 765 festziehen.
Anzugsdrehmoment 600 Nm
600 Nm
88 292
99 129
111 493
98 765
Alternative Methode
Alternative Methode
Mutter zuerst mit 300 Nm mit Steckschlüssel 98 765 anziehen.
Steckschlüssel und Gelenkgabel gemäß Abbildung markieren und weitere
11 mm abziehen, um 600 Nm zu erreichen.
88 292
2
99 129
111 316
1
98 765
18 Mutter
durch Verstemmen in Gelenkgabel sichern.
Schiebemuffe, Differentialsperre (43) ausbauen. Muß die
Schiebemuffe zerlegt werden, sind der Sicherungsring (46) und
die Stützscheiben (45) auszubauen und die Schiebemuffe vom
Druckring (44) zu trennen.
Schrauben (36) an Halter (35) herausdrehen und Hebel (34) mit
Halter herausnehmen
Splinte aus beiden Lagerdeckeln ausbauen und Lagerdeckel
abbauen.
Ausgleichsgetriebe und Tellerrad mit einer geeigneten, durch das
Differential gesteckten Stange und einem Hebegurt herausheben.
Lose Einstellringe, Lageraußenringe und Beilegscheibe ausbauen.
Gewinde an Einstellringen sowie Gewinde im Achsgetriebegehäuse
und in den Lagerdeckeln reinigen.
Rollenlager, Einstellringe und Schrauben der Lagerdeckel mit Öl
schmieren.
Ausgleichsgetriebe mit Tellerrad und Lageraußenringen in
Achsgetriebegehäuse heben.
Beim Einbau der Lagerdeckel sicherstellen, daß diese am
Achsgetriebegehäuse anstehen. Mit Steckschlüssel festziehen,
lösen und erneut von Hand anziehen.
Schutzscheibe an Planetenrad anbauen und Einstellringe um einige
Umdrehungen hineindrehen.
Einstellring auf Gehäuseseite einschrauben, damit zwischen
Antriebskegelrad und Tellerrad Spiel vorliegt.
Einstellring an Zahnseite bis zum Anschlag festziehen, dabei
Ausgleichsgetriebe drehen.
Dann um weitere 1-2 Nuten festziehen.
Zahnseite
Gehäuseseite
Zahnflankenspiel und Lagervorspannung des Ausgleichsgetriebes
einstellen
Meßuhr 98 075 senkrecht auf eine Flanke am Tellerrad anordnen.
Meßuhr auf Null stellen.
Zahnflankenspiel durch seitliches Verschieben des
Ausgleichsgetriebes mit den Einstellringen einstellen. Beide
Ringe gleichmäßig drehen und sicherstellen, daß die Ringnuten
mit den Löchern für die Splinte übereinstimmen.
Das Zahnflankenspiel muß 0,30 – 0,41 mm an allen Übersetzungen
betragen; außer bei 5,88, dort muß das Spiel 0,25 – 0,36 mm
betragen. Idealerweise liegt das Spiel im Bereich des unteren
Grenzwertes, da das Spiel nach dem Anziehen der Lagerdeckel
leicht zunimmt. Meßwerte an 4 Punkten ablesen und Durchschnitt
errechnen.
Lagerdeckelschrauben mit 330 Nm festziehen. Tellerrad ca.
zehnmal drehen und Zahnflankenspiel erneut prüfen.
Hinweis: Sicherstellen,
daß die Rollen des Rollenlagers nicht rutschen, sondern sich
tatsächlich drehen. Mit einem Schraubendreher kann ebenfalls
geprüft werden, ob einzelne Rollen lose sind. Ist das
Achsgetriebe mit dem Tellerrad nach oben zeigend angeordnet,
Lagervorspannung an oberem Lager prüfen.
Splinte einbauen.
Tragbildprüfung
Dünne Farbmarkierung auf zwei benachbarte Zähne auftragen.
Tellerrad um eine halbe Umdrehung drehen und Vorgang
wiederholen.
Die Farbmarkierung muß am Antriebskegelrad sichtbar sein.
Gelenkgabel in jede Richtung um einige Umdrehungen drehen.
Währendessen Tellerrad von Hand abbremsen.
Das Tragbild muß mit Abbildung 1 für die vorderen und hinteren
Flanken übereinstimmen.
Entspricht das Tragbild Abbildung 2, ist das Antriebskegelrad zu
weit von der Mittellinie des Tellerrades entfernt.
Entspricht das Tragbild Abbildung 3, ist das Antriebskegelrad zu nah
an der Mittellinie des Tellerrades.
Antriebskegelrad und Tellerrad in Pfeilrichtung einstellen, dabei
vorgeschriebenes Zahnflankenspiel einhalten.
(52) aufsetzen und zwei Schrauben (49) gegenüberliegend
eindrehen.
Schrauben abwechselnd anziehen, bis das Tellerrad an der
Ausgleichsgetriebehälfte ansteht.
Übrige Schrauben eindrehen.
Um ein Verdrehen der Ausgleichsgetriebehälfte beim Eindrehen der
Tellerradschrauben zu vermeiden, Ausgleichsgetriebehälfte in
Presse einspannen. Stützring 99 139 und Dorn 87 579 verwenden.
Mit 100-150 kN pressen.
Tellerradschrauben mit Drehmomentschlüssel zuerst mit 300 Nm
anziehen. Tellerrad und Steckschlüssel kennzeichnen und um weitere
40 anziehen.
Dies entspricht einer Kraft von 1000 Nm.
40 kann
wie folgt auf dem Steckschlüssel gekennzeichnet werden.
Beispiel:
Durchmesser des Steckschlüssels,
z. B. 46 mm mit Meßschieber messen.
Mit 3,14 multiplizieren, um den Umfang zu berechnen: 46 x 3,14 = 144
mm.
40 entspricht
einem Neuntel einer Umdrehung. Umfang von 144 mm durch 9 teilen,
dies ergibt 16 mm. Zwei Striche auf der Außenseite des
Steckschlüssels im Abstand von 16 mm anbringen.
Neue Sicherungsscheibe (51) an Tellerradschrauben anbauen.
Scheibe mit Dorn 98 574 eintreiben, bis die Scheibe mit dem
Schraubenkopf bündig abschließt.
Sicherungsscheibe an jedem Schraubenkopf eintreiben, bis die
Scheibe an das Tellerrad anstößt.
Sicherungsring (50) mit Sicherungsringzange 587 311 einbauen.
Ausgleichsgetriebe auf Stützring 99 139 auflegen und Lager mit
Dorn 98 364 einpressen.
WICHTIG! Teile
beim Zusammenbauen nicht verwechseln. Ausgleichsgetriebe
zusammenbauen, dabei Markierungen beachten. Ist ein einzelnes
Teil beschädigt, müssen alle anderen Teile ebenfalls erneuert
werden.
Ausgleichsgetriebe auf andere Seite drehen. Stützring (53)
einbauen, Achswellenrad
(57) schmieren und einbauen.
Vier Ausgleichskegelräder (55) und Stützscheiben (54) mit Öl
schmieren und an Zapfenkreuz (56) anbauen.
Zapfenkreuz in Ausgleichsgetriebehälfte einbauen.
Übriges Achswellenrad an Ausgleichskegelräder anbauen. Zahnräder
und Lagerflächen mit Öl schmieren.
Stützscheibe in anderer Gehäusehälfte mit Fett schmieren und
beide Hälften zusammenbauen.
Dorn 87 579 verwenden und beide Gehäusehälften in eine Presse
mit 20-30 kN einspannen und Schrauben festziehen.
Anzugsdrehmoment 120 Nm.
Ein Achswellenrad durch Drehen einer Antriebswelle drehen und
sicherstellen, daß die Ausgleichskegelräder frei drehen.
Deckel (9) über vorderem Lager (7) von Antriebskegelrad
abhebeln. Zuerst unteren Rand mit Schraubendreher aufhebeln,
dann Deckel schräg abhebeln.
Deckel über Zahnräder abbauen und Haltewerkzeug 98 615 einbauen.
Verstemmung an Mutter (8) lösen. Mutter mit Steckschlüssel 98
480 lösen.
Achsgetriebegehäuse von Universalständer abbauen und in Presse
einspannen, der Planetenradträger muß dabei nach oben zeigen.
Zwei Hebeösen 87 564 verwenden.
Befestigungspunkte für Hebeösen
Holzbrett unter Presse legen, damit das Planetenrad nicht auf
den Boden fallen kann. Antriebskegelrad mit Dorn 99 135
auspressen. Lager (7) und (10) mit Distanzringen (6) und (12)
ausbauen und Beilegscheiben (13) an den Lagern herausnehmen. Sie
müssen für die spätere Grundeinstellung der Lagervorspannung
aufbewahrt werden.
Lagerkäfig aufschneiden und Käfig und Rollen herausnehmen.
! ACHTUNG!
Schutzbrille tragen.
110 777
Enge Nut in Lagerinnenring fräsen, der Frässcheibendurchmesser
muß kleiner als 60 mm sein.
Einige Raupen auf Lagerinnenring mit Elektro-Schweißgerät
aufschweißen. Schweißstellen anschließend mit einem nassen
Lappen kühlen.
110 778
Gesprungenen Lagerinnenring ausbauen. Er bricht nach 4-5
Schweißvorgängen durch das Einschrumpfen.
Hinteres Antriebskegelradlager (10) mit Dorn 87 550 und 99 092
auf Antriebskegelrad pressen.
Ölsammler in Gehäuse einbauen. Sicherungsmittel auf Schrauben
auftragen und Schrauben festziehen.
Vorderen Antriebskegellageraußenring (7) mit Montagehülse 98
524, Dorn 87 247 und Schaft 98 450 in Gehäuse einpressen.
Gehäuse drehen und Beilegscheiben (11) einbauen, die zuvor unter
hinterem Antriebskegellageraußenring eingebaut waren.
Einstellring 98 779 statt hinterem
Antriebskegelradlageraußenring einbauen. Dieser hat einen
geringfügig kleineren Außendurchmesser, wodurch die Anzahl der
Beilegscheiben leichter geändert werden kann.
Auf dem Antriebskegelrad ist eine zweistellige Nummer angegeben.
Diese gibt das Maß der Abweichung A in
hundertstel-mm an. Das Einstellmaß für das Antriebskegelrad
beträgt 0,50 +
A +/- 0,05 mm.
111 105
Maß der Abweichung
Lauffläche des Rings mit Öl schmieren. Antriebskegelrad einbauen
und einige Umdrehungen drehen, bis die Rollen korrekt
positioniert sind.
Antriebskegelrad-Tiefenlehre 99 072 auf Differentiallager
aufsetzen. Die Tiefenlehre muß vertikal und parallel zur
Mittellinie des Differentials angeordnet sein. Tiefenlehre
leicht niederdrücken, damit sie sich beim Messen nicht
verschieben kann.
Einstellwert des Antriebskegelrades messen, dabei Meßuhr
zwischen Antriebskegelrad und Tiefenlehre positionieren.
Beispiel: Auf dem Antriebskegelrad steht die Nummer 58. Dies
ergibt ein Einstellmaß von 0,50 + 0,50 = 1,08. Das Einstellmaß
muß 1,03 - 1,13 mm betragen.
Einstellung ggf. durch Beilegscheiben zwischen
Antriebskegelradlager und Ausgleichsgetriebegehäuse verändern.
Beilegscheiben sind in folgenden Stärken verfügbar: 0,25, 0,30
und 0,40 mm.
111 107
Antriebskegelrad und Einstellring ausbauen. Anstelle dieser
Teile Lageraußenring mit Stützring 98 613, Dorn 98 566 und
Schaft 98 450 einpressen.
98 566
98 613
98 450
Antriebskegelrad auf Werkbank ablegen und Distanzring (12) und
Beilegscheiben (13), die ursprünglich eingebaut waren, einbauen.
Kontaktflächen schmieren.
Gehäuse drehen, so daß die Vorderseite nach unten zeigt (siehe
Abbildung).
Zahnrad (4) in Achsgetriebegehäuse einschieben. Dabei zeigt die
nicht verzahnte Seite zur Rückseite des Gehäuses (nach oben).
Antriebskegelrad in Gehäuse einbauen. Sicherstellen, daß die
Zahnräder ineinander eingreifen.
Antriebskegelrad vorsichtig nach unten eintreiben, bis die
Mutter (8) aufgeschraubt werden kann.
Nicht verzahnte Seite nach oben
Gehäuse drehen und Antriebskegelrad auf Stützdorn 98 332, Dorn
99 253 und Zusammenbaudorn 98 364 positionieren.
Zahnrad mit Dorn 87 932 einpressen.
Distanzring (6) und vorderes Antriebskegelradlager (7) einbauen.
Lager mit Dorn 87 932 und max. 70-80 kN zusammenpressen.
Gleichzeitig Achsantriebsgehäuse drehen. Läßt sich das
Achsantriebsgehäuse nur noch schwer drehen, darf nicht mehr
gepreßt werden. Dickere Beilegscheibe oder längeren Distanzring
wählen.
Hinweis: Die
Seite des Distanzrings mit dem größeren Durchmesser muß am
Zahnrad anliegen.
An der zur Differentialsperre nächstgelegenen Bohrung
Reibwertmesser an Achsantriebsgehäuse anbauen. Erforderliche
Kraft zum Drehen des Achsantriebsgehäuses messen.
Die Lagervorspannung ist korrekt, wenn der mit dem
Reibwertmesser ermittelte Reibwert bei eingelaufenen Lagern 8-14
N und 25-45 N bei neuen Lagern bei einer Pressenkraft von 70-80
kN beträgt.
Beilegscheiben sind in folgenden Stärken verfügbar: 0,30, 0,40
und 0,50 mm.
Distanzringe sind in folgenden Längen verfügbar: 22,48, 22,50,
22,52, 22,54 und
22,56 mm.
Holzbrett unter Presse legen, damit das Antriebskegelrad nicht
auf den Boden fallen kann. Antriebskegelrad mit Dorn 99 135
auspressen. Beilegscheiben und Distanzringe aufbewahren. Zahnrad
herausnehmen. Nach dem Einstellen des Planetenradträgers muß das
Antriebskegelrad wieder eingebaut werden.
Gehäuse drehen, so daß die Vorderseite nach unten zeigt (siehe
Abbildung).
Zahnrad (4) in Achsantriebsgehäuse einschieben. Dabei zeigt die
nicht verzahnte Seite zur Rückseite des Gehäuses (nach oben).
Nicht verzahnte Seite nach oben
Zahnrad (37) mit nicht verzahnter Seite zum Stirndeckel zeigend
(nach unten) einbauen.
Achsantriebsgehäuse anheben und auf Planetenradträger absetzen.
Die Verzahnungen am Zahnrad und Planetenradträger müssen
ineinander eingreifen.
Nicht verzahnte Seite nach unten
Distanzring (36) und Lager (38) einbauen, Lagerinnenring mit
zwei Druckringen
Achsantriebsgehäuse drehen und dabei Pressenkraft am Lager auf
70-80 kN erhöhen.
Meßuhr 98 075 an Magnetfuß in Achsantriebsgehäuse anbauen. Die
Spitze der Meßuhr muß an Dorn 99 221 anstehen. Meßuhr auf Null
stellen.
Gehäuse mit zwei Montiereisen anheben und Lagerspiel ablesen.
Das Spiel muß 0,02-0,10 mm betragen.
Lagerspiel ggf. durch Beilegscheiben ändern.
Beilegscheiben sind in folgenden Stärken verfügbar: 0,30, 0,40
und 0,50 mm.
Distanzringe sind in folgenden Längen verfügbar: 12,30, 12,32,
12,34, 12,36 und
12,38 mm.
Haltewerkzeug 98 615 anbauen.
Mutter mit Werkzeug 98 440 festziehen. Anzugsdrehmoment 400 Nm.
Mutter in vier Nuten im Planetenradträger verstemmen.
Antriebskegelrad einbauen, siehe "Antriebskegelradlager und
Lagervorspannung einstellen", Punkte 14-19 Mutter mit
Steckschlüssel 98 480 festziehen. Anzugsdrehmoment 600 Nm.
Haltewerkzeug 98 615 abbauen und Deckel
(55) mit neuer Dichtung (54) über Zahnrad anbauen.
Deckel über Mutter von Antriebskegelrad anbauen. Deckel unter
Planetenradträger einschieben und mit einem Kunststoffhammer
einklopfen.
Hebel (42) und (40) sowie Welle (43) zusammenbauen. Welle in
inneren Hebel pressen. Die Wellenenden müssen auf beiden Seiten
des äußeren Hebels in gleicher Länge überstehen. Feder (41)
einhängen.
Hebel mit Feder in Achsantriebsgehäuse einbauen, Welle (44)
schmieren und mit 75 Nm anziehen. Die Hebel müssen sich
gegenüber den Bohrungen für den Schalter und den Kolben
befinden.
Kolben (49) und Deckel (51) umgekehrt einbauen, damit der Kolben
eingedrückt bleibt.
Einstellschraube 45 hineindrehen, damit die Differentialsperre
(39) auf die Verzahnung des Planetenradträgers ausgerichtet
werden kann.
Einstellschraube so einstellen, daß kein Spiel zwischen den
Zähnen vorliegt. Einstellschraube um 1/8 Umdrehung zurückdrehen
(45),
um ein Axialspiel von 0,20-0,50 mm zwischen Zahnkopflinie an
Differentialsperre und Zahnfußlinie am Planetenradträger
einzustellen. Kugel (46) einlegen und Sicherungsschraube (47)
festziehen.
Achsantriebsgehäuse auf andere Seite drehen. Hebeösen 87 564
abbauen. Verstemmung an Mutter (38) lösen. Mutter mit Werkzeug
98 440 abschrauben.
Haltewerkzeug 98 615 von Planetenradsatz abbauen.
Achsantriebsgehäuse auf zwei parallelen Blöcken und einem
Holzbrett in Presse legen und Planetenradträger mit Dorn
98 574 und Stützdorn 98 568 auspressen.
Hinteres Lager von Planetenradträger (37) und Distanzring (36)
herausnehmen.
Achsantriebsgehäuse anheben und beide Zahnräder (35) ausbauen.
Beilegscheiben (34) und Distanzring (33) von Planetenradträger
ausbauen und aufbewahren. Sie werden für die spätere
Grundeinstellung der Lagervorspannung benötigt.
Lagerinnenring von Planetenradträger ausbauen, dazu Innenring
trennen.
Lagerkäfig aufschneiden und Käfig und Rollen herausnehmen.
! ACHTUNG!
Schutzbrille tragen.
Enge Nut in Lagerinnenring fräsen, der Frässcheibendurchmesser
muß kleiner als 60 mm sein.
Einige Raupen auf Lagerinnenring mit Elektro-Schweißgerät
aufschweißen. Schweißstellen anschließend mit einem nassen
Lappen kühlen.
Gesprungenen Lagerinnenring ausbauen. Er bricht nach 4-5
Schweißvorgängen durch das Einschrumpfen.
Lageraußenringe von Gehäuse austreiben, Beilegscheiben unter
hinterem Lageraußenring von Antriebskegelrad aufbewahren. Sie
werden für die spätere Grundeinstellung der Lagervorspannung
benötigt.
Ölsammler (5) von Gehäuse abbauen.
Ölsammler von Planetenradträger abbauen.
Wellen (25) zu den Planetenrädern zurückschieben, Zahnräder (24)
und Rollen des Nadellagers (26) herausnehmen. Kugel
(27) aufbewahren.
Die zweifachen Nadellager (26) an den Planetenrädern (24)
bestehen aus jeweils 30 Nadeln und verfügen zwischen den beiden
Reihen über eine Druckscheibe. Sechs Lager sind in einem inneren
und äußeren Kartonrohr verpackt, der als Einbauwerkzeug
verwendet werden kann. Das innere Kartonrohr verfügt an beiden
Seiten eines Lagersatzes über Kunststoffstopfen.
Einen Nadellagersatz mit Kartonrohr in Planetenrad schieben.
Kunststoffdeckel an innerem Rohr vorsichtig entfernen und
Planetenrad in
Planetenradträger (23) einbauen.
Planetenrad gegenüber der Wellenbohrung in Planetenradträger
einbauen. Welle (25) hineinschieben und dabei Kartonrohr
herauspressen. Sperrkugel (27) in Welle einsetzen und Welle
einschieben.
Ölsammler (28) an Planetenradträger anbauen. Sicherungsmittel
auf Schrauben auftragen und Schrauben festziehen.
Vorderen Lageraußenring von Planetenradträger (32) in
Achsantriebs- gehäuse einpressen, dazu Dorn 98 566, Schaft 98
450 und Stützring 98 613 verwenden.
Achsantriebsgehäuse drehen und hinteren Lageraußenring von
Planetenradträger (37) in Achsantriebsgehäuse einpressen, dazu
Einbauhülse 98 524, Dorn 87 247 und Schaft 98 450 verwenden.
Planetenradträger auf Stützring 98 613 in der Presse setzen.
Vorderes Lager für Planetenradträger mit Dorn 87 550 aufpressen.
Distanzring (33) und Beilegscheiben (34) wieder einbauen.
Mutter der Gelenkgabel mit Hülse 98 765 abschrauben.
Hebewerkzeug 99 167 anbauen. Achsantriebsgehäuse in Presse
legen.
Gelenkgabel und Antriebskegelradende markieren, um den
Zusammenbau zu erleichtern.
Holzbrett unter Antriebskegelrad legen, damit dieses nicht auf
den Boden fallen kann. Antriebskegelrad (33) mit Dorn 98 575
auspressen.
Gehäuse (1) abbauen. Distanzring (6) und Beilegscheiben (7) für
die Lager am Antriebskegelrad aufbewahren. Sie werden für die
spätere Grundeinstellung der Lagervorspannung benötigt.
1 4 5
8
Dichtringaufnahme (14) ausbauen.
Dichtring (15) von Deckel ausbauen. 7 6
Stützscheibe (12) und vorderen 13
Antriebskegellagerinnenring mit Laufring
12
(8) ausbauen. 15
63
14
18 61
17
111 449
64
62
Hinteren Antriebskegellageraußenring (5) mit einstellbarem Dorn
98 616 austreiben.
Beilegscheiben (4) aufbewahren. Sie werden für die spätere
Einstellung des Antriebskegelrads benötigt.
Achsantriebsgehäuse drehen und vorderen
Antriebskegelradlageraußenring (8) mit einstellbarem Dorn 98 616
austreiben.
Lagerkäfig aufschneiden und Käfig und Rollen herausnehmen.
! ACHTUNG!
Schutzbrille tragen.
110 777
Enge Nut in Lagerinnenring fräsen, der Frässcheibendurchmesser
muß kleiner als 60 mm sein.
Einige Raupen auf Lagerinnenring mit Elektro-Schweißgerät
aufschweißen. Schweißstellen anschließend mit einem nassen
Lappen kühlen.
10 778
Gesprungenen Lagerinnenring ausbauen. Er bricht nach 4-5
Schweißvorgängen durch das Einschrumpfen.
(5) mit Dorn 87 550 und 99 092 auf Antriebskegelrad pressen.
Vorderen Antriebskegelradlageraußenring
(8) mit Dorn 98 566 und Schaft 98 450 in Gehäuse pressen.
Gehäuse drehen und z. B. auf Presse ablegen. Für das
Antriebskegelrad muß eine Öffnung vorhanden sein.
Die zuvor im Gehäuse eingebauten Beilegscheiben (4) in hinteren
Antriebskegelradlagersitz einbauen.
Einstellring 98 779 statt hinterem
Antriebskegelradlageraußenring einbauen. Dieser hat einen
geringfügig kleineren Außendurchmesser, wodurch die Anzahl der
Beilegscheiben leichter geändert werden kann.
Auf dem Antriebskegelrad ist eine zweistellige Nummer angegeben.
Diese gibt das Maß der Abweichung A in hundertstel- mm an. Das
Einstellmaß für das Antriebskegelrad beträgt 0,50 +
A +/- 0,05 mm.
111 105
Maß der Abweichung
Lauffläche des Rings mit Öl schmieren. Antriebskegelrad einbauen
und einige Umdrehungen drehen, bis die Rollen korrekt
positioniert sind.
Antriebskegelrad-Tiefenlehre 99 072 auf Differentiallager
aufsetzen. Die Tiefenlehre muß vertikal und parallel zur
Mittellinie des Differentials angeordnet sein. Tiefenlehre
leicht niederdrücken, damit sie sich beim Messen nicht
verschieben kann.
Einstellwert des Antriebskegelrades messen, dabei Meßuhr
zwischen Antriebskegelrad und Tiefenlehre positionieren. Das
Einstellmaß muß 1,03 - 1,13 mm betragen.
Beispiel: Auf dem Antriebskegelrad steht die Nummer 58. Dies
ergibt ein Einstellmaß von 0,50 + 0,58 = 1,08.
Einstellung ggf. durch Beilegscheiben zwischen
Antriebskegelradlager und Ausgleichsgetriebegehäuse verändern.
Beilegscheiben sind in folgenden Stärken verfügbar: 0,25, 0,30,
und 0,40 mm.
Antriebskegelrad und Einstellring ausbauen. Lageraußenring mit
Stützring 98 613, Dorn 98 566 und Schaft 98 450 einpressen.
Antriebskegelrad auf Stützdorn 98 332, Dorn 99 253 und
Zusammenbaudorn 98 364 positionieren.
Distanzring (6) und Beilegscheiben (7) einbauen, die beim
Zerlegen ausgebaut wurden. Dummy-Lager 98 570 an vorderem
Antriebskegelradlager anbauen.
Lager mit Dorn 87 932 und max. 70-80 kN zusammenpressen.
Gleichzeitig Achsantriebsgehäuse drehen. Läßt sich das
Achsantriebsgehäuse nur noch schwer drehen darf nicht mehr
gepreßt werden. Dickere Beilegscheibe oder längeren Distanzring
wählen.
An der zur Differentialsperre nächstgelegenen Bohrung
Reibwertmesser an Achsantriebsgehäuse anbauen. Erforderliche
Kraft zum Drehen des Achsantriebsgehäuses messen.
Die Lagervorspannung ist korrekt, wenn der mit dem
Reibwertmesser ermittelte Reibwert bei eingelaufenen Lagern 8-14
N und 25-45 N bei neuen Lagern bei einer Pressenkraft von 70-80
kN beträgt.
Beilegscheiben sind in folgenden Stärken verfügbar: 0,30, 0,40
und 0,50 mm.
Distanzringe sind in folgenden Längen verfügbar: 22,48, 22,50,
22,52, 22,54 und
22,56 mm.
Beilegscheiben sind in folgenden Stärken verfügbar: 0,25, 0,30
und 0,40 mm.
Distanzringe sind in folgenden Längen verfügbar: 11,00, 11,02,
11,04, 11,06 und
11,08 mm.
Dummy-Lager ausbauen und korrektes Lager einbauen. Dorn 87 932
verwenden. Sicherstellen, daß sich der Reibwert nicht geändert
hat.
WICHTIG! Wurden
die Dichtungen an der Gelenkgabel ausgebaut, können sie nicht
mehr wiederverwendet werden. Sie sind zu erneuern.
Dichtung mit Dorn 99 377 in Gelenkgabel einpressen.
Sicherstellen, daß die Dichtung korrekt eingebaut ist, siehe
Abbildung. Die Dichtung darf nicht hineingeklopft werden.
Stützscheibe (12) an Antriebskegelradende anbauen.
Dichtungsdeckel (14) mit neuer Dichtung
(13) einbauen.
113 235
99 377
Verzahnung der Antriebswelle schmieren.
Dichtfläche der Gelenkgabel mit Öl schmieren und an Zapfen gemäß
Markierungen anbauen. Gelenkgabel korrekt ausrichten.
Gewinde der Gelenkgabelmutter und Druckseite der Mutter
schmieren. Mutter aufsetzen aber noch nicht festziehen.
Mutter der Gelenkgabel mit Hülse 98 765 festziehen.
Anzugsdrehmoment 1000 Nm.
1000 Nm
88 292
99 129
111 171
98 765
Alternative Methode
2
1
Mutter zuerst mit 300 Nm mit Steckschlüssel 98 765 anziehen.
Steckschlüssel und Gelenkgabel gemäß Abbildung markieren und weitere
26 mm abziehen, um 1000 Nm zu erreichen.
Antriebskegelradlager-Reibwert bei 220 mm Radius und einer Pressenkraft
von 70-80 kN: Eingelaufen
................................................................................................................8-14
N
Neu
.............................................................................................................................25-45
N
Zahnflankenspiel
Übersetzung 5,93:
......................................................................................................0,25-0,36
mm
Andere Übersetzungen
...............................................................................................0,30-0,41
mm
Antriebskegelradeinstellung, gemessen mit Antriebskegelrad-Tiefenlehre
99 072 ..0,50 mm Maß um den auf dem Tellerrad angegebenen Wert erhöhen
WICHTIG! Nur
wenn der Arbeitsbereich sauber gehalten wird, läßt sich eine korrekte
Funktion und lange Lebensdauer des Achsgetriebes gewährleisten.
Achsgetriebe außen und umgebende Bereiche stets reinigen. Hierdurch läßt
sich ein Eindringen von Schmutzpartikeln beim Abbau des Achsgetriebes
vom Hinterachsgehäuse verhindern.
Vor dem Zusammenbau des Achsgetriebes sowohl neue als auch alte Teile
reinigen.
Alle beweglichen Teile vor dem Einbau schmieren.
Stets Schmiermittel gemäß Gruppe 0 des Service-Handbuchs verwenden.
Die erreichte Preßkraft ist abhängig vom Hydraulikdruck der
Druckluftpumpe 99 004. Der Hydraulikdruck der Pumpe hängt von dem durch
den Druckregler geregelten Eingangsdruck ab.
Der Luftdruck kann mit Drehknopf D verändert werden. Roten
Sicherungsring in Richtung Drehknopf ziehen und gewünschten Druck
einstellen. Der Druck kann am Manometer C abgelesen werden.
Eine Tabelle E auf dem Pumpengehäuse zeigt die gewünschte Kraft als
Funktion des Luftdrucks am Pumpeneingang an. Tabelle siehe unten.
Druckluftanschluß
Manometer
Einstellrad für Luftdruck
Tabelle am Pumpengehäuse
Preßkraft auf 120 kN (12 Tonnen) wie folgt einstellen:
Auf der Preßkraft-Skala (untere Skala) nach rechts gehen, bis der
Wert 120 kN erreicht ist.
Danach der an diesem Punkt beginnenden senkrechten Linie bis zum
Schnittpunkt mit der Diagonalen folgen. Vom Schnittpunkt eine
waagrechte Linie nach links ziehen. Diese schneidet die senkrechte
Achse bei 5,2 bar. Dies ist der erforderliche Druck bei einer
Preßkraft von 120 kN.
Kabel und Druckluftleitungen der Differentialsperre abbauen. Bei
neueren Fahrzeugen befindet sich der Anschluß für das Schalterkabel
im Rahmen.
Deckel, Druckfeder und O-Ring ausbauen.
Die Mutter wurde mit Sicherungsmittel gesichert. Daher ist sie
zunächst auf 100 °C zu erwärmen und anschließend vorsichtig zu
lösen. Mutter nicht vollständig abschrauben.
Zugstange
Scheibe
Zylinder
Dichtring
Kolben
O-Ring
Mutter
Druckfeder
Deckel
Beilegscheibe
Schraube
O-Ring
Anschluß
Schalter
Schraube
Kolben durch die Bohrung A im Zylinder mit Druckluft beaufschlagen
und auspressen. Mutter und Kolben ausbauen.
Zylinder aus Getriebegehäuse ausbauen. Scheibe(n) aufbewahren.
Teile sorgfältig reinigen.
Neuen Dichtring einbauen.
Zylinder und Scheibe(n) einbauen.
Kolben mit neuem O-Ring und Mutter einbauen. O-Ring schmieren, und
Mutter mit Sicherungsmittel sichern.
Neuen O-Ring und Feder einbauen, und Deckel festziehen.
Wenn der Schalter vom Deckel abgebaut wurde, Schalter mit 20 Nm
festziehen. Schalterpins leicht einfetten.
Schmiermittel für Kerbverzahnung Teile-Nr. 584 072
Anzugsdrehmoment
Mutter, Gabelflansch an Antriebswelle 1000 Nm Gelenkwelle 105 Nm
Spezialwerkzeuge
Nummer Beschreibung Abbildung Werkzeugtafel
596 Gleithammer
00 1610
87 596 D2
292 Zugstange
88 292
98 257
00 1848
98 257 Stützdorn G2, AM2
110 076
98 568 Stützdorn R2
98 568
00_1618
765 Kerbverzahnter Steckschlüssel
G2
98 765
99 001
00_1642
001 Adapter H1
99 003
00 1562
99 003 Hydraulikzylinder H1
99 004
109 403
110 188
99 004 Hydraulikpumpe H1
Nummer Beschreibung Abbildung Werkzeugtafel
99 005-1 Aufzieheradapter
99 005−1
G1, H1
111 423
99 010 Buchse -
99 011 Gewindebuchse H1
99 011
99 012 Gewindespindel
99 377 Dorn
00 1565
99 012 H1
109 431
99 377
99 040
112 705
99 040 Aufzieheradapter H1
99 124
110 995
99 124 Abzieher G1, H1
110 253
99 129 Haltewerkzeug G2
00_1616
99 129
Weitere Werkzeuge
Nummer
Beschreibung
Abbildung
Werkzeugtafel
587 318
Abzieher
XA3
114 693
587 319 Abzieher XA3
Feststellbremse anziehen.
Gelenkwelle ausbauen.
Mutter, Gabelflansch
Gabelflansch
Staubkappe
V-Ring
Dichtring
Dichtungsdeckel
Mutter von Gabelflansch abschrauben. Werkzeug 98 765 verwenden.
Gabelflansch ausbauen. Kann der Gabelflansch nicht von Hand
ausgebaut werden, Hydraulikwerkzeug wie abgebildet verwenden.
Hinweis: Sicherstellen,
daß der Gabelflansch unbeschädigt ist.
Dichtring ausbauen.
Dichtung, ältere Ausführung
Dichtring mit Werkzeug 87 596 ausbauen.
Hinweis: Sicherstellen,
daß die Spitze des Gleithammers den Dichtungsdeckel nicht
berührt.
Dichtung, neuere Ausführung
Die Dichtung ist zweigeteilt. Ein Teil befindet sich am
Gabelflansch, der andere am Dichtungssitz.
Teil im Dichtungssitz sorgfältig entfernen. Der Dichtungssitz
darf dabei nicht beschädigt werden.
Staubkappe und Teil der Dichtung am Gabelflansch vorsichtig
ausbauen. Abzieher 587 318 und 587 319 sowie Stützdorn 98 568
verwenden. Die Oberfläche des Gabelflanschs darf dabei nicht
beschädigt werden.
Neuen Dichtring mit Dorn 99 377 auf Gabelflansch aufpressen.
Korrekte Einbaurichtung sicherstellen.
113 235
WICHTIG! Dichtring
vorsichtig aufpressen. Nicht aufschlagen.
99 377
Kerbverzahnung des Gabelflanschs schmieren.
Gabelflansch an Kegelrad anbauen. Kann der Gabelflansch nicht von
Hand angebaut werden, mit Hydraulikwerkzeug wie dargestellt
aufpressen. Abschließend mit Preßkraft von 100 kN aufpressen. Siehe
"Preßkraft einstellen".
WICHTIG! Nie auf
Gabelflansch schlagen. Andernfalls können Lager beschädigt werden.
RP730/731 RBP730
Mutter des Gabelflanschs mit 300 Nm festziehen. Hülse und
Gabelflansch wie dargestellt markieren. Um weitere 26 mm auf 1000 Nm
festziehen.
Mutter des Gabelflansches durch Verstemmen in beiden Öffnungen des
Gabelflansches sichern.
Gelenkwelle anbauen. Schrauben mit 105 Nm festziehen.
Mutter des Gabelflansches mit kerbverzahntem Steckschlüssel 98 765
abschrauben.
Abtriebswelle
Lager
Distanzscheibe
Sicherungsring
Dichtring
Mutter, Gabelflansch
Gabelflansch ausbauen. Kann der Gabelflansch nicht von Hand
festgezogen werden, Hydraulikwerkzeug wie abgebildet verwenden.
Dichtring mit Abziehern 587 318, 587 319 und Werkzeug 98 568
ausbauen.
587 319
98 568
114 657
587 318
Sicherungsring und Distanzscheibe ausbauen.
Werkzeugteile gemäß Abbildung zusammenbauen. Abtriebswelle aus
Hinterachsgehäuse herausziehen.
Lager mit Abzieher 587 320 abziehen.
Werkzeugteile gemäß Abbildung zusammenbauen. Neues Lager auf Welle
pressen.
Achse in Hinterachsgehäuse einbauen und Kerbverzahnung korrekt
positionieren.
WICHTIG! Nie auf
die Achse schlagen. Andernfalls können Lager beschädigt werden.
Zwei Abzieherbeine 99 146 an Hinterachsgehäuse anbauen.
Abzieher 587 315 an Abzieherbeine anbauen.
Dorn 99 147 an Lager positionieren, und Abtriebswelle und Lager mit
Abzieher einpressen.
Distanzscheibe und Sicherungsring einbauen.
Dichtring mit Dorn 99 413 einpressen.
Kerbverzahnung und Dichtringlippen sorgfältig schmieren.
Gabelflansch anbauen und sorgfältig ausrichten. Kann der
Gabelflansch nicht von Hand angebaut werden, Hydraulikwerkzeug wie
abgebildet verwenden. Abschließend mit Preßkraft von 50 kN
aufpressen (siehe Preßkraft einstellen).
WICHTIG! Nie auf
Gabelflansch schlagen. Andernfalls können Lager beschädigt werden.
Die Mutter des Gabelflanschs muß mit insgesamt 400 Nm angezogen
werden (kein Winkelanzug), so daß das Lager nicht verformt wird.
*Diese Werkzeug sind Befestigungselemente zur Verwendung mit dem Heber.
00 1646
114 965
98 405 F5
98 776 A
110 877
99 145 F2
00 1625
00_1413
99 167 G1
Hinterachsgehäuse vor dem Ausbau des Achsgetriebes entlasten.
Fahrzeuge mit Blattfederung unter den Federn mit Unterstellböcken
abstützen.
! ACHTUNG!
Keinesfalls unter Fahrzeugen mit Luftfederung arbeiten, wenn das
Fahrzeug nicht vollständig abgestützt wurde. Verletzungsgefahr
aufgrund von Druckänderung in den Federbälgen.
Sowohl Fahrgestell als auch bewegliche Teile der Federung müssen mit
Unterstellböcken oder ähnlichem vollständig abgestützt werden.
Öl aus Hinterachsgehäuse ablassen.
Kabel und Druckluftleitungen der Differentialsperre abbauen. Bei
neueren Fahrzeugen befindet sich der Anschluß für das Schalterkabel
im Rahmen.
Nabe so drehen, daß die Ölstopfen gerade nach oben und unten zeigen.
! ACHTUNG!
Die Entlüftungsöffnung im Nabendeckel kann verstopft sein.
Schutzbrille tragen. Beim Entfernen der Stopfen kann Öl unter hohem
Druck austreten.
Beide Ölstopfen ausbauen, und Öl aus Nabe ablassen.
Füllstandsmarkierung und zwei Ölstopfen
Ggf. Metallpartikel von Ölstopfen entfernen.
Deckel und Anlaufscheibe ausbauen. Die Anlaufscheibe löst sich
häufig beim Abbau des Deckels.
Schraube
Deckel
Anlaufscheibe
Sonnenrad
M10 Schraube in das Ende der Antriebswelle eindrehen, und
Antriebswellen ca. 20 cm herausziehen. Ein vollständiges
Herausziehen der Antriebswellen führt zur Beschädigung der inneren
Nabenlager. Sonnenrad und Anlaufscheiben sichtprüfen.
Bis auf zwei Muttern (eine in jeder Ecke) alle Muttern lösen, mit
denen das Achsgetriebe befestigt ist.
Gewinde der zwei Abzieherbohrungen ggf. mit Gewindeschneider
reinigen.
Heber vorbereiten.
Achsgetriebe an Heber anbauen.
Zwei übrige Muttern, mit denen das Achsgetriebe befestigt ist,
herausschrauben, und Achsgetriebe mit Heber und Abzieherschrauben in
den beiden Bohrungen aus Hinterachsgehäuse ausbauen.
Betrifft RBP730:
Achsgetriebe mit Werkzeug 99 167 anheben
und in Werkzeug 98 776 in Universalständer befestigen.
Falls die Lager wiederverwendet werden sollen, diese zusammen mit
den Differentialgehäusehälften markieren.
! ACHTUNG!
Beim Abziehen Schutzbrille tragen, da Öl unter hohem Druck austreten
kann.
Beide Innnenringe mit Abzieherplatte 587 432 und Abzieher 587 428
sowie Stützdorn 98 568 abziehen.
Schraube, Tellerrad
Lager
Tellerrad und Kegelrad
Differentialgehäusehälfte (rechts)
Innere Anlaufscheibe
Achswellenrad
Zapfenkreuz
Achswellenrad
Innere Anlaufscheibe
Differentialgehäusehälfte (links)
Sicherungsring
Lagerbuchse
Ausgleichskegelrad
Äußere Anlaufscheibe
Schraube
Hinweis: Abzieherplatte
587 432 von Hand anziehen. Andernfalls können die Anlageflächen der
Differentialgehäusehälften beschädigt werden. Abzieherschraube
schmieren.
Tellerradschrauben herausdrehen, und
Tellerrad mit Gummihammer abklopfen.
Differentialgehäusehälften mit Zapfenkreuz
markieren. Vor dem Trennen der Differentialgehäusehälften
beachten, daß die differentialgehäuseinternen Teile beim
Zusammenbau in ihrer ursprünglichen Position eingebaut werden
müssen. Zahnräder, Kegelräder, Buchsen und Anlaufscheiben dürfen
nicht vertauscht werden. Schrauben herausdrehen.
Differentialgehäusehälften durch leichtes Schlagen mit Gummihammer
trennen.
Hinweis: Müssen
Lagerbuchsen erneuert werden, stets alle vier Buchsen erneuern. Dies
betrifft auch die Anlaufscheiben (außen 4 Stück, innen 2 Stück),
Kegelräder (4 Stück) und
Differentialgehäuseinterne Bauteile zusammenbauen, dabei
Markierungen beachten. Alle Bauteile sorgfältig schmieren.
Differentialgehäuse in Schraubstock mit Schonbacken einspannen, und
Schrauben über Kreuz mit 85 Nm festziehen.
Differentialgehäuse im Schraubstock drehen, und geölte
Tellerradschrauben mit 60 Nm + 90°festziehen.
! ACHTUNG!
Beim Pressen Schutzbrille tragen, da Öl unter hohem Druck austreten
kann.
Gleitflächen mit Öl schmieren. Beide Lager aufpressen.
Tellerradseitig (A) beginnen. Dorne 99 092 und 98 566 verwenden.
Sicherstellen, daß die Außenringe den korrekten Innenringen
zugeordnet werden.
Werkzeuge 99 129 und 88 292 an Gabelflansch anbauen. Zugstange auf
Boden abstützen. Mutter des Gabelflanschs mit Werkzeug 98 765 lösen.
Hinweis: Mutter
des Gabelflanschs nicht vollständig abschrauben.
Deckel abbauen, und Schrauben der Ölpumpe herausdrehen.
Schrauben aus Getriebegehäusedeckel herausdrehen. Gummihammer
verwenden (an den Seiten des Deckels an den Führungsstiften).
Deckel und Antriebswelle mit Werkzeug 99 167 herausheben.
Schraube
Scheibe
Lager
Deckel, Getriebegehäuse
Antriebswelle
Schraube
Schraube
Mutter, Gabelflansch
Gabelflansch
Staubkappe
V-Ring
Dichtring
Dichtungsdeckel
Stützring
Ölpumpendeckel
Ölpumpe
Pumpengehäuse
Herunterfallschutz in Dorn 99 136 einsetzen. Deckel in Presse auf
Werkzeuge 99 136, 99 142 und 98 332 aufsetzen.
Mutter von Gabelflansch abschrauben.
Stützdorn 98 257 auf Antriebswelle aufsetzen. Deckel mit Presse
sichern.
Ölpumpe mit Dorn 87 475 ausbauen.
Antriebswelle herauspressen.
Scheiben unter dem Dichtungsdeckel bei Zusammenbau wiederverwenden.
Schrauben herausdrehen, und Dichtungsdeckel mit Gummihammer abbauen.
Stützring aufbewahren.
Herunterfallschutz in Dorn 99 136 einsetzen. Deckel drehen und
Werkzeuge 99 141 und 87 579 verwenden.
Sicherungsschraube aus Gabel herausdrehen. Die Sicherungsschraube
wurde mit Sicherungsmittel gesichert. Daher ist sie zunächst auf
100 °C
zu erwärmen und anschließend zu lösen.
Drei Schrauben zur Sicherung des Betätigungsmechanismus
herausdrehen.
Betätigungsmechanismus und Scheibe(n) aus Gehäuse herausklopfen.
Kleinen Dorn verwenden.
Gabel, Kupplungshülse mit Antrieb und Anlaufring ausbauen.
Vorderes Differentialrad ausbauen.
Hinweis: Wird
die Kupplungshülse bei älteren Fahrzeugen erneuert, paßt die neue Hülse
nicht für das alte Differentialrad, da der Eingriffswinkel bei den neuen
Hülsen vergrößert wurde. Daher müssen in diesem Fall auch
Differentialrad und Buchse erneuert werden.
Gabel
Differentialrad (vorn)
Differentialgehäusehälfte (vorn)
Zapfenkreuz
Differentialgehäusehälfte (hinten)
Kupplungshülse
Antrieb
Anlaufring
Buchse
Schraube
Ausgleichskegelrad
Anlaufscheibe
Anlaufring
Buchse
Differentialrad (hinten)
Lager
Abtriebswelle
Wenn die Buchse erneuert werden soll, diese mit einem Dorn
austreiben.
Gleitflächen mit Öl schmieren. Neue Buchse einpressen. Stützdorn 98
691 verwenden. Buchse vorsichtig aufpressen. Die Kante der Buchse
muß mit der Kante des Differentialrads fluchten. Wird die Buchse zu
weit aufgepreßt, führt dies zur Verformung und zum Klemmen auf der
Welle. Antriebswelle nach Aufpressen der Buchse stets auf
Freigängigkeit prüfen.
Differentialgehäuse aus Getriebegehäuse herausheben.
Differentialgehäusehälften mit Zapfenkreuz
markieren.
Vor dem Trennen der Differentialgehäusehälften beachten, daß die
differentialgehäuseinternen Teile beim Zusammenbau in ihrer
ursprünglichen Position eingebaut werden müssen. Kegelräder und
Anlaufscheiben dürfen nicht vertauscht werden. Schrauben
herausdrehen.
Differentialgehäusehälften durch leichtes Schlagen mit Gummihammer
trennen.
Hinweis: Müssen
Anlaufscheiben (4 Stück), Kegelräder (4 Stück) oder
Differentialräder erneuert werden, stets alle erneuern.
Differentialgehäuseinterne Bauteile schmieren und zusammenbauen,
dabei Markierungen beachten.
Hinweis: Zapfenkreuz
in Differentialgehäusehälfte mit Gewindebohrungen nach oben
einsetzen. Ölkanal A muß nach unten weisen.
Differentialgehäuse in Schraubstock mit Schonbacken einspannen, und
Schrauben über Kreuz mit 84 Nm festziehen.
Anlaufring ausbauen, und hinteres Differentialrad herausheben.
! ACHTUNG!
Bei Schleifarbeiten Schutzbrille, Gehörschutz und Schutzhandschuhe
tragen, um Verletzungen durch Splitter und Gehörschäden zu
vermeiden.
Lager wie folgt aus hinterem Differentialrad ausbauen:
Lagerkäfig aufschneiden, und Käfig und Rollen herausnehmen.
Enge Nut in Lagerinnenring fräsen, der Frässcheibendurchmesser
muß kleiner als 60 mm sein.
Einige Raupen auf Lagerinnenring mit Elektro-Schweißgerät
aufschweißen. Schweißstellen anschließend mit einem nassen
Lappen kühlen. Zähne beim Schweißen schützen.
Der Lagerinnenring gibt aufgrund von Schrumpfung nach 4-5
Schweiß- vorgängen nach.
Gesprungenen Lagerinnenring ausbauen.
Buchse - falls diese erneuert werden muß -
mit Dorn aus Differentialrad ausbauen.
Gleitflächen schmieren, und neuen Lagerinnenring in Differentialrad
einpressen. Werkzeuge 99 092 und 98 566 verwenden.
Gleitflächen mit Öl schmieren, und neue Buchse einpressen. Dorn 87
223 verwenden.
Beim Pressen vorsichtig vorgehen. Die Kante der Buchse muß mit der Kante
des Differentialrads fluchten. Wird die Buchse zu weit aufgepreßt, führt
dies zur Verformung und zum Klemmen auf der Abtriebswelle. Antriebswelle
nach Aufpressen der Buchse stets auf Freigängigkeit prüfen.
Mutter des Gabelflanschs mit Werkzeug 98 765 lösen aber nicht
abschrauben. Werkzeuge 99 129 und 88 292 an
Gabelflansch anbauen, wenn dieser mitdreht und die Mutter des
Gabelflanschs nicht gelöst werden kann.
Getriebegehäuse in Presse legen. Herunterfallschutz unter Kegelrad
in Getriebegehäuse legen.
Mutter von Gabelflansch abschrauben.
Stützdorn 98 257 auf das Kegelrad aufsetzen, und Kegelrad
herauspressen.
Gabelflansch und Getriebegehäuse ausbauen.
Distanzhülse, Scheibe und Distanzring aufbewahren.
! ACHTUNG!
Bei Schleifarbeiten Schutzbrille, Gehörschutz und Schutzhandschuhe
tragen, um Verletzungen durch Splitter und Gehörschäden zu
vermeiden.
Großes Kegelradlager wie folgt aus Kegelrad ausbauen:
Lagerkäfig aufschneiden, und Käfig und Rollen herausnehmen.
Enge Nut in Lagerinnenring fräsen, der Frässcheibendurchmesser
muß kleiner als 60 mm sein. Sicherstellen, daß die Zähne
unbeschädigt sind.
Distanzhülse
Scheibe
Distanzring
Einige Raupen auf Lagerinnenring mit Elektro-Schweißgerät
aufschweißen. Zähne z. B. mit Lappen vor Schweißperlen
schützen. Schweißstellen anschließend mit einem nassen
Lappen kühlen.
Der Lagerinnenring gibt aufgrund von Schrumpfung nach 4-5
Schweiß- vorgängen nach.
Gesprungenen Lagerinnenring ausbauen.
Neuen Lagerinnenring auf Kegelrad aufpressen. Werkzeuge 99 127 und
87 550 verwenden. Gleitflächen mit Öl schmieren.
Mutter des Kegelrads mit kerbverzahntem Steckschlüssel 587 697
abschrauben.
Werkzeugteile gemäß Abbildung zusammenbauen.
99 012
99 011
99 124
99 003
99 001
99 004
08_1568
98 257
! ACHTUNG!
Getriebegehäuse eine viertel Umdrehung in der Aufspannung drehen, so
daß das Kegelrad nicht aus dem Getriebegehäuse fällt.
Kegelrad auspressen. Zahnrad, Scheibe und Distanzring ausbauen.
Lagerinnenring ausbauen. Die Distanzhülse sitzt lose auf dem
Kegelrad.
! WARNING!
Bei Schleifarbeiten Schutzbrille, Gehörschutz und Schutzhandschuhe
tragen, um Verletzungen durch Splitter und Gehörschäden zu
vermeiden.
Kleines Kegelradlager wie folgt aus Kegelrad ausbauen:
Lagerkäfig aufschneiden, und Käfig und Rollen herausnehmen.
Kegelradmutter
Kegelradlager (klein)
Distanzring
Scheibe
Zahnrad
Distanzhülse
Kegelrad
Enge Nut in Lagerinnenring fräsen, der Frässcheibendurchmesser
muß kleiner als 60 mm sein.
Einige Raupen auf Lagerinnenring mit Elektro-Schweißgerät
aufschweißen. Zähne z. B. mit Lappen vor Schweißperlen schützen.
Schweißstellen anschließend mit einem nassen Lappen kühlen.
Der Lagerinnenring gibt aufgrund von Schrumpfung nach 4-5
Schweiß- vorgängen nach.
5 Gleitflächen
schmieren, und neuen Lagerinnenring mit Werkzeug wie dargestellt auf
Kegelrad aufpressen.
Getriebegehäuse auf Hohldorn 99 136 aufsetzen, und
Herunterfallschutz unten an Hohldorn positionieren.
Dichtring
Dichtungsdeckel
Kegelradlager (klein)
Scheibe
Kegelradlager (groß)
Kleines Kegelradlager mit Dorn 98 616 austreiben. Mit Innenring
beginnen, anschließend Außenring ausbauen. Dichtungsdeckel und
Dichtring lösen sich ebenfalls aus dem Getriebegehäuse.
Scheiben, die unterhalb des großen Kegelradlageraußenrings ausgebaut
wurden, einbauen.
Einstellring 99 278 statt großem Kegelradlager verwenden. Der
Einstellring hat einen geringfügig kleineren Außendurchmesser,
wodurch die Anzahl der Scheiben leichter geändert werden kann.
Lauffläche des Einstellrings mit Öl schmieren. Kegelrad einbauen und
einige Umdrehungen drehen, bis die Lagerrollen korrekt positioniert
sind.
Kegelradhöhe folgendermaßen einstellen:
Auf dem Tellerrad befindet sich ein weißes zweistelliges
Abweichmaß A. Die Angabe ist in hundertstel Millimeter und ist
immer positiv.
Beispiel: 85 = 0,85 mm
Das Einstellmaß für das Kegelrad beträgt (A + 0,5) +/- 0,05.
6
Antriebskegelrad-Tiefenlehre 99 106 auf Differentiallagersitz
aufsetzen. Die Antriebskegelrad-Tiefenlehre muß vertikal und
parallel zur Mittellinie des Differentials angeordnet sein.
Einstellwert des Kegelrads messen, dabei Fühlerlehre zwischen
Kegelrad und Tiefenlehre positionieren.
Antriebskegelrad-Tiefenlehre leicht niederdrücken, damit sie
sich beim Messen nicht verschieben kann.
Beispiel:
Auf dem Tellerrad steht 0,85 + 0,5 = 1,35. Der Abstand zwischen
Stirnfläche des Kegelrads und Tiefenlehre muß daher 1,30 bis
1,40 mm betragen.
Ggf. durch Austausch der Scheiben unter dem großen Kegelradlager
einstellen. Die Scheiben sind in folgenden Stärken verfügbar:
0,25, 0,30 und 0,40 mm.
Kegelrad und Einstellring 99 278 ausbauen. Scheiben nicht ausbauen.
Gleitflächen mit Öl schmieren, und großes Kegelradlager mit Dorn 98
566 und Schaft 98 450 aufpressen.
Getriebegehäuse umdrehen. Kleines Kegelradlager mit Werkzeugen 98
524,
98 566 und 98 450 aufpressen. Gleitflächen mit Öl schmieren.
Getriebegehäuse auf Ständer heben.
Lauffläche des kleinen Kegelradlagers mit Öl schmieren. Kegelrad
einbauen und einige Umdrehungen drehen, bis die Lagerrollen korrekt
positioniert sind.
Sicherstellen, daß sich die eingestellte Kegelradhöhe nicht
verändert hat.
RBP730
Scheiben, die unterhalb des großen Kegelradlagers ausgebaut wurden,
einbauen.
Einstellring 99 276 statt großem Kegelradlager verwenden. Der
Einstellring hat einen geringfügig kleineren Außendurchmesser,
wodurch die Anzahl der Scheiben leichter geändert werden kann.
Lauffläche des Einstellrings mit Öl schmieren. Kegelrad einbauen und
einige Umdrehungen drehen, bis die Lagerrollen korrekt positioniert
sind.
Kegelradhöhe folgendermaßen einstellen:
Auf dem Tellerrad befindet sich ein weißes zweistelliges
Abweichmaß A. Die Angabe ist in hundertstel Millimeter und ist
immer positiv.
Beispiel: 85 = 0,85 mm
Das Einstellmaß für das Kegelrad beträgt (A + 0,5) +/- 0,05.
Antriebskegelrad-Tiefenlehre 99 106 auf
Differentiallagersitz aufsetzen. Die
Antriebskegelrad-Tiefenlehre muß vertikal und parallel zur
Mittellinie des Differentials angeordnet sein.
Einstellwert des Kegelrads messen, dabei Fühlerlehre
zwischen Kegelrad und Tiefenlehre positionieren. Tiefenlehre
leicht niederdrücken, damit sie sich beim Messen nicht
verschieben kann.
Beispiel:
Auf dem Tellerrad steht die Nummer 85. Das Einstellmaß
beträgt daher
0,85 + 0,5 = 1,35. Der Abstand zwischen Stirnfläche des
Kegelrads und Tiefenlehre muß daher 1,30 bis 1,40 mm
betragen.
Ggf. durch Austausch der Scheiben unter dem großen
Kegelradlager einstellen. Beilegscheiben sind in folgenden
Stärken verfügbar: 0,25, 0,30 und 0,40 mm.
Kegelrad und Einstellring ausbauen. Scheiben nicht ausbauen.
Gleitflächen mit Öl schmieren, und großes Kegelradlager mit Dorn 98
566 und Schaft 98 450 aufpressen.
Getriebegehäuse umdrehen. Gleitflächen mit Öl schmieren, und kleines
Kegelradlager mit Dorn 87 408 und Schaft 98 450 aufpressen.
Das Getriebegehäuse muß beim Einpressen mit Stütze A versehen sein.
Gleitflächen mit Öl schmieren, und Antriebswellenlager mit Dorn 87
143 und Schaft 98 450 aufpressen.
Getriebegehäuse auf Ständer heben.
Lauffläche des kleinen Kegelradlagers mit Öl schmieren. Kegelrad
einbauen und einige Umdrehungen drehen, bis die Lagerrollen korrekt
positioniert sind.
Sicherstellen, daß sich die eingestellte Kegelradhöhe nicht
verändert hat.
Distanzhülse und Zahnrad in Getriebegehäuse einsetzen.
Sicherstellen, daß Zahnradhals A die Distanzhülse berührt.
Kegelrad in Getriebegehäuse einbauen und durch Distanzhülse
schieben. Sicherstellen, daß die Verzahnung des Zahnrads und das
Kegelrad korrekt positioniert sind.
Distanzhülse
Zahnrad
3 Kegelrad
mit Öl schmieren und mit Werkzeugen wie dargestellt auf Zahnrad
aufpressen. Aufpressen, bis die Distanzhülse gesichert ist.
Rollwiderstand des Kegelradlagers bei einer Preßkraft von 110-120 kN
10 - 15 Nm
Spezialwerkzeuge
Nummer Beschreibung Abbildung Werkzeugtafel
99 003 Hydraulikzylinder
99 003 H1
99 004
109 403
99 004 Hydraulikpumpe H1
110 188
99 005-1 Aufzieheradapter
99 005−1
G1, H1
111 423
99 005-4 Verlängerungsring H1
99 010 Buchse -
99 012 Gewindespindel
99 040 Aufzieheradapter
99 012 H1
109 431
99 040 H1
110 995
99 277 Einstellager
99 277 R3
00_1817
99 279 Einstellager R3
Hinweis: Bei
RP730/731 zunächst Getriebegehäuse auf dem Ständer so drehen, daß die
Kegelradachse nach unten geneigt ist.
Distanzhülse anbauen.
Scheibe(n) und Distanzring, die unterhalb des kleinen Kegelradlagers
ausgebaut wurden, einbauen.
Außenring des Kegelradlagers mit Öl schmieren.
Einstellager wie unten dargestellt anstelle des kleinen
Kegelradlagers auf das Kegelrad aufschieben. Das Einstellager hat
einen geringfügig größeren Innendurchmesser, wodurch die Anzahl der
Scheiben leichter geändert werden kann.
RP730/731
RBP730
Distanzring
Scheibe
Distanzhülse
Durch Anbau des Werkzeugs wie dargestellt Lagervorspannung prüfen.
RBP730 RP730/731
Preßkraft der Hydraulikpumpe auf 110-120 kN einstellen; dies
entspricht ca. 5 bar an der Pumpe 99 004. Zur
Einstellung der Pumpe siehe "Preßkraft einstellen".
Mit Federwaage prüfen, ob die Lagervorspannung bei neuen Lagern
10-15 Nm (30-45 N) bzw. 3-4 Nm (9-12 N)
bei gebrauchten Lagern beträgt.
Ist die Lagervorspannung größer, stärkere Scheibe oder längeren
Distanzring verwenden.
Scheiben sind in folgenden Stärken verfügbar: 0,25, 0,30 und 0,40
mm.
Distanzringlängen
RBP730/731
14,50 mm
14,52 mm
14,54 mm
14,56 mm
14,58 mm
RP730
15,80 mm
15,82 mm
15,84 mm
15,86 mm
15,88 mm
Bei korrekter Lagervorspannung anstelle des Einstellagers das
Kegelradlager einbauen. Kegelradlager mit Öl schmieren und mit
gleichen Werkzeugen und gleicher Preßkraft wie zuvor aufpressen.
Vor dem Abbau der Werkzeuge sicherstellen, daß sich die
Lagervorspannung nicht verändert hat.
Von Hand neue Mutter für Gabelflansch aufschrauben.
Neuen Dichtring mit Dorn 99 377 in Dichtungsdeckel einpressen.
112 705
99 377
99 377
113 235
Dichtungsdeckel in Getriebegehäuse einklopfen oder einpressen. Dorne
99 127 und 87 550 verwenden. Der Dichtungsdeckel muß mit
Sicherungsmittel abgedichtet werden.
Hinteres Differentialrad mit Öl schmieren und in Lagerinnenring
einbauen.
Anlaufring einbauen.
In Achsaggregate-Differentialgehäuse hineinheben. Schrauben mit Kopf
nach oben in Differentialgehäuse eindrehen.
Vorderes Differentialrad und Anlaufring hineinheben. Schlitze des
Anlaufrings zum Differentialrad drehen.
Antriebswelle in das Gehäuse heben. Sicherstellen, daß die
Kerbverzahnung der Antriebswelle in die Kerbverzahnung des
Achsaggregate-Differentialgehäuses eingreift.
Kupplungshülse, Antrieb und Gabel auf Antriebswelle aufsetzen.
Spiel zwischen Hülse und Differentialrad 0,7 - 1,2 mm
Anzugsdrehmoment
Betätigungsmechanismus 20 Nm
Ende der Zugstange für den Zylinder der Differentialsperre gegenüber
der Bohrung für die Sicherungsschraube markieren. Auf diese Weise
wird die Positionierung erleichtert.
Gabel
Sicherungsschraube
Zugstange
Scheibe
Schalter
Schraube
Betätigungsmechanismus in Getriebegehäuse einbauen. Sicherstellen,
daß die Scheibe(n) zwischen dem Betätigungsmechanismus der
Differentialsperre und dem Getriebegehäuse korrekt positioniert
ist/sind.
Sicherungsschraube in Gabel festziehen. Die Schraube muß in die
Bohrung der Zugstange eingreifen.
Betätigungsmechanismus im Getriebegehäuse festziehen.
Anzugsdrehmoment 20 Nm.
Schalter mit 20 Nm festziehen.
Differentialsperre auf Funktion prüfen.
Zylinder mit Druckluft beaufschlagen und sicherstellen, daß das
Spiel zwischen Hülse und Differentialrad 0,7 - 1,2 mm beträgt.
Das Spiel kann durch Hinzufügen bzw. Ausbauen von Scheiben
eingestellt werden.
Sicherungsschraube nach dem Einstellen des Spiels zwischen Hülse und
Differentialrad mit Sicherungsmittel sichern.
Dichtmittel auf die Anlagefläche zwischen vorderem Deckel und
Getriebegehäuse auftragen. Dichtmittel an Bohrungen für die
Schrauben und am Ölkanal sorgfältig auftragen.
Vorderen Deckel anbauen. Schrauben über Kreuz mit 100 Nm festziehen.
Stützring so einbauen, daß er den Lagerinnenring berührt.
Hinweis: Sicherstellen,
daß die Seite des Stützrings mit dem kleineren Außendurchmesser zum
Lager weist.
Kerbverzahnung und Dichtringlippen schmieren.
Gabelflansch korrekt ausrichten.
Kann der Gabelflansch nicht von Hand angebaut werden, mit
Hydraulikwerkzeug wie dargestellt aufpressen. Abschließend mit
Preßkraft von 100 kN aufpressen (siehe Preßkraft einstellen).
WICHTIG! Nie auf
Gabelflansch schlagen. Andernfalls können Lager beschädigt werden.
RBP730
RP730/731
Mutter des Gabelflanschs an Gewinde und Anlagefläche mit Öl
schmieren. Mutter des Gabelflanschs von Hand aufschrauben.
Getriebegehäuse eine viertel Umdrehung drehen.
Werkzeuge 99 129 und 88 292 an Gabelflansch anbauen. Zugstange auf
Boden abstützen.
Mutter des Gabelflanschs wie folgt mit 1000 Nm festziehen.
Mutter des Gabelflanschs zunächst mit 300 Nm festziehen. Werkzeug 98
765 verwenden. Werkzeug und Gabelflansch gemäß Abbildung markieren
und weitere
26 mm anziehen, um 1000 Nm zu erreichen.
Haltewerkzeug und Zugstange an Gabelflansch belassen.
WICHTIG! Mutter
des Gabelflanschs durch Verstemmen in beiden Öffnungen des
Gabelflansches sichern.
Für RPB730:
Kegelradmutter mit 1000 Nm festziehen. Beim Festziehen muß die
Achsaggregate- Differentialsperre mit Druckluft beaufschlagt werden.
WICHTIG! Die Kegelradmutter muß durch
Verstemmen gesichert werden.
WICHTIG! Ölpumpe
zerlegt einbauen. Andernfalls kann die Ölpumpe beschädigt werden.
Dichtmittel auf Anlagefläche des Ölpumpengehäuses auftragen.
Dichtmittel an Bohrungen für die Schrauben sorgfältig auftragen.
Pumpengehäuse einbauen. Korrekten Einbau sicherstellen. Ölkanäle und
Bohrungen für die Schrauben beachten.
Rotor der Ölpumpe einbauen. Sicherstellen, daß der Rotor das
Pumpengehäuse berührt.
Stator einbauen.
Dichtmittel auf die Anlagefläche des Ölpumpengehäuses auftragen.
Dichtmittel an Bohrungen für die Schrauben sorgfältig auftragen.
Ölpumpengehäuse einbauen.
Anzugsdrehmoment 10 Nm.
Ölpumpendeckel einbauen. Anzugsdrehmoment 8 Nm.
Dichtmittel auf die Anlagefläche zwischen Ölfilterhalter und Deckel
auftragen. Um die beiden Ölkanäle sorgfältig vorgehen.
Ölfilterhalter einbauen. Anzugsdrehmoment 40 Nm.
Neue Ölfilter-Gummidichtung schmieren, und Filter an Halter anbauen.
Schutzabdeckung anbauen. Anzugsdrehmoment 100 Nm.
Neuen geschmierten O-Ring und neue Kupferdichtung an Sieb anbauen.
Lagerdeckelschrauben 120 Nm + 60° Sicherungsschrauben für
Einstellringe 10 Nm
Spezialwerkzeuge
Nummer Beschreibung Abbildung Werkzeugtafel
98 075 Meßuhr
98 075 D2
0
90 10
10 90
80 20
20
80
15 5
30 10
70
70 30
40 60
102350
Weitere Werkzeuge
50
60 40
00_1637
50
Nummer
Beschreibung
Abbildung
Werkzeugtafel
587 250
Halter für Meßuhr
1 Deckelschrauben
lose anziehen. Die Schraubengewinde und Anlageflächen müssen
geschmiert sein.
Schraube
Einstellschraube
Einstellring (rechts)
Ölsammler
Einstellring (links)
Gewinde der beiden Einstellringe sorgfältig mit Öl schmieren.
Rechten Einstellring einige Umdrehungen festziehen.
Ölsammler in korrekter Richtung einbauen. Linken Einstellring so
drehen, daß das Zahnflankenspiel zwischen Tellerrad und Kegelrad
0,40 mm überschreitet.
Meßuhr 98 075 in Halter 587 250 auf dem Lagergehäuse einsetzen.
Prüfspitze der Meßuhr an einem Zahn des Tellerrads
positionieren.
Rechten Einstellring so weit wie möglich festziehen.
Anschließend linken Einstellring einige Umdrehungen lösen.
Zahnflankenspiel mit rechtem Einstellring auf 0,20-0,28 mm
einstellen. Idealerweise liegt das Spiel näher am unteren
Grenzwert, da das Spiel nach dem Anziehen der Lagerdeckel leicht
zunimmt. Tellerrad beim Einstellen des Zahnflankenspiels
gelegentlich drehen.
Hinweis: Nach
Möglichkeit nur den rechten Einstellring nach innen festziehen.
Ist das Zahnflankenspiel geringer als 0,20 mm, müssen die
Arbeitsschritte ab Schritt 4 wiederholt werden, bevor das
Zahnflankenspiel erneut eingestellt werden kann.
Linken Einstellring von Hand anziehen, bis er beginnt, fest zu
sitzen. Dann um weitere 1-2 Nuten festziehen. Einstellschraube
so eindrehen, daß die kegelförmigen Teile an den Haltelaschen
der Einstellringe anliegen. Einstellschraube anschließend leicht
lösen. Einstellringe festziehen.
Sicherstellen, daß alle Lagerrollen frei drehbar, d. h.
vorgespannt sind.
Beide Lagerdeckelschrauben mit 120 Nm festziehen.
Zwei Einstellschrauben der Einstellringe
eindrehen. Anzugsdrehmoment 10 Nm.
Sicherstellen, daß das Zahnflankenspiel noch immer 0,20-0,28 mm
beträgt. Liegt das Zahnflankenspiel außerhalb dieser Grenzwerte,
Lagerdeckelschrauben leicht herausdrehen und betreffenden
Einstellring leicht festziehen oder lösen (jeweils eine Nut),
bis das Zahnflankenspiel korrekt ist. Das Zahnflankenspiel
ändert sich pro Nut um ca. 0,03 mm. Lagerdeckelschrauben
anschließend mit 120 Nm festziehen und Zahnflankenspiel prüfen.
Lagerdeckelschrauben um weitere 60° festziehen, und
Zahnflankenspiel prüfen.
WICHTIG! Anhand
der Tragbildprüfung läßt sich eine korrekte Einstellung der Zähne
sicherstellen. Ein schlechtes Tragbild kann Beschädigungen der Zähne
zur Folge haben.
Dünne Farbmarkierung auf zwei benachbarte Zähne des Tellerrads
auftragen. Tellerrad um 1,5 Umdrehungen drehen, und Vorgang
wiederholen.
Die Farbmarkierung muß am Kegelrad sichtbar sein. Gabelflansch
einige Male hin und her drehen. Tellerrad gleichzeitig von Hand
abbremsen.
Sicherstellen, daß das Tragbild vorn und hinten mit den
Abbildungen übereinstimmt.
Vordere Flanke
Hintere Flanke
Das Tragbild muß sich auf der Hochachse in der Zahnmitte
befinden. Gleichzeitig muß sich das Tragbild auf der Längsachse
innerhalb des markierten Bereichs befinden (siehe nachstehende
Abbildung).
Druckfeder und Gabel in Getriebegehäuse einsetzen.
Achse durch Getriebegehäuse, Gabel und Druckfeder einsetzen.
Sicherstellen, daß die Gewindebohrungen an der Gabel für die
Bohrung in der Achse passen.
Sicherungsschraube
Deckel
Zylinder
Achse
Gabel
Druckfeder
Sicherungsmittel auf Gewinde der Sicherungsschraube auftragen,
und Schraube festziehen.
Dichtmittel auf beide Anlageflächen des Zylinders auftragen.
Dichtmittel an Bohrungen sorgfältig auftragen.
Hinweis: Bei
älteren Differentialzylindern Dichtmittel auch auf die
Anlagefläche des Deckels auftragen, wenn Deckel und Zylinder
getrennt wurden.
Neuen O-Ring an Kolben anbauen. O-Ring schmieren.
Zylinder, Kolben und Deckel zusammenbauen. Einheit in
Getriebegehäuse mit 20 Nm festziehen.
Schalter einbauen. Anzugsdrehmoment 20 Nm.
Betätigungsmechanismus mit Luft beaufschlagen, und
Eingriffsspiel prüfen. Das Spiel muß 0,1-0,6 mm betragen. Eine
Einstellung ist nicht möglich. Bei inkorrektem Spiel müssen die
Teile des Betätigungsmechanismus geprüft und ggf. erneuert
werden.
Ölfüllmenge für Vorderachsgehäuse RP731 13,5 Liter
Ölfüllmenge für Hinterachsgehäuse RBP730 14 Liter
Anzugsdrehmoment
Ölstopfen 80 Nm
Stiftschraube 80 Nm
Mutter für Stiftschraube 300 Nm
Schraube für Nabendeckel 40 Nm
Ölstopfen 10 Nm
Gelenkwelle 105 Nm
Spezialwerkzeuge
Nummer Beschreibung Abbildung Werkzeugtafel
98 402* Halter für Aufspannvorrichtung
98 402 .
00_1643
98 403* Aufspannvorrichtung F1
00 1644
98 404* Halter für Gabelflansch
98 404 F1
114 965
405* Befestigung und Aufspannstrebe
145* Aufspannstrebe
99 167 Hebewerkzeug
00 1646
F5
98 405
99 145 F2
00_1413
99 167 G1
00 1625
* Diese Werkzeug sind Befestigungselemente zur Verwendung mit dem
Heber.
Nummer
Beschreibung
Abbildung
Werkzeugtafel
587 313
Heber
-
Weitere Werkzeuge
102 902
Hinterachsgehäuse innen und an den Kontaktflächen zum
Achsgetriebe reinigen. Ölstopfen mit 80 Nm festziehen.
Sicherstellen, daß alle Stiftschrauben im Hinterachsgehäuse
korrekt sitzen. Lose Stiftschrauben müssen ausgebaut und mit
Sicherungsmittel eingebaut werden. Stiftschrauben mit 80 Nm
festziehen.
Um Anlageflächen und um jede Stiftschraube einen Wulst
Silikongummi auftragen.
Heber und Anbauteile wie dargestellt zusammenbauen.
RP730/731
RBP730
Achsgetriebe von Befestigung an Heber anbauen.
Achsgetriebe mit Befestigung an Heber ausrichten. Gabelflansch
in Halter für Gabelflansch festziehen.
! ACHTUNG!
Vorsichtig vorgehen. Nicht seitlich stehen. Verletzungsgefahr
bei Kippen.
Achsgetriebe in Hinterachsgehäuse einsetzen. Korrekte
Ausrichtung der Abtriebswellen-Kerbverzahnung sicherstellen.
Gabelflansch drehen, und Länge der Abtriebswelle prüfen. Jede
zweite Mutter mit Beilegscheibe aufschrauben, und Muttern über
Kreuz von Hand festziehen. Achsgetriebe einziehen. Die
Oberflächen von Achsgehäuse und Getriebegehäuse müssen parallel
sein.
Hinweis: Keine
übermäßige Kraft aufwenden. Bei Widerstand sichtprüfen.
Übrige Muttern aufschrauben. Anzugsdrehmoment für Stiftschrauben
300 Nm.
Kabel und Druckluftleitungen für Differentialsperren
anschließen. Pins leicht einfetten.
Innere Anlaufscheibe mit Schmierfett in Einbaulage bringen.
Antriebswellen einschieben, und M10 Schrauben herausdrehen.
Deckel mit neuer Dichtung anbauen.
Hinweis: Der
Deckel verfügt über eine Führung, so daß er nur in einer
Position eingebaut werden kann.
Schrauben eindrehen und über Kreuz mit
40 Nm festziehen. 1 Schraube
Deckel
Anlaufscheibe
Dichtung
Nabe mit Füllstandsmarkierung A wie dargestellt positionieren.
Mit Öl befüllen, bis der Ölstand die Bohrung für den Ölstopfen
erreicht (Markierung A).
Siehe Gruppe 0 des Service-Handbuchs zur korrekten Ölqualität.
Beide Ölstopfen mit 10 Nm festziehen.
Füllstandsmarkierung und zwei Ölstopfen
Gelenkwelle einbauen. Anzugsdrehmoment 105 Nm.
Hinterachsgehäuse mit Öl befüllen.
Siehe Gruppe 0 des Service-Handbuchs zur korrekten Ölqualität.
Differentialsperren einkuppeln. Sicherstellen, daß die
Differentialsperren eingekuppelt sind und die Warnleuchten
aufleuchten.
Differentialsperren deaktivieren. Prüfen, ob die Differentialsperren
deaktiviert wurden und die Warnleuchten erloschen sind.
Schrauben von Achsaggregate-Differential
...........................................................................
85 Nm
Rollwiderstand des Kegelrads bei einer Preßkraft von 110-120 kN
................................ 10-15 Nm Betätigungsmechanismus
......................................................................................................
20 Nm
Schrauben des vorderen Deckels
.........................................................................................
100 Nm
Dichtungsdeckel der Antriebswelle
....................................................................................
100 Nm
Bei Arbeiten am Achsantrieb stets auf Sauberkeit achten. Dies ist
für die Funktion und Lebensdauer des Achsantriebs von größter
Bedeutung.
Achsantrieb außen und umgebende Bereiche stets reinigen. Hierdurch
läßt sich ein Eindringen von Schmutzpartikeln verhindern, wenn der
Achsantrieb vom Hinterachsgehäuse abgebaut wird.
Vor dem Zusammenbau des Achsantriebs sowohl neue als auch alte Teile
reinigen.
Stets Schmiermittel gemäß Gruppe 0 des Service-Handbuchs verwenden.
Häufige Reparaturen
Die häufigsten Reparaturarbeiten sind unter dem Punkt "Häufige
Reparaturen" zusammengefaßt.
Bei diesen Reparaturen muß der Achsantrieb nicht ausgebaut werden.
Die erreichte Presskraft ist abhängig vom Hydraulikdruck der
Druckluftpumpe. Der Hydraulikdruck der Pumpe hängt von dem durch
den Druckregler geregelten Eingangsdruck ab.
Der Luftdruck kann mit Drehknopf D verändert werden. Roten
Sicherungsring in Richtung Drehknopf ziehen und gewünschten
Druck einstellen. Der Druck kann am Manometer C abgelesen
werden.
Anhand einer Tabelle auf dem Pumpenge- häuse kann der zum
Erreichen der gewünschten Presskraft erforderliche Luft- druck
ermittelt werden. Tabelle siehe unten.
Druckluftanschluß
Druckmesser
Drehknopf
Tabelle am Pumpengehäuse
Presskraft auf 120 kN (12 Tonnen) wie folgt einstellen:
Auf der Presskraft-Skala (untere Skala) nach rechts gehen, bis
der Wert 120 kN erreicht ist.
Danach der an diesem Punkt beginnenden senkrechten Linie bis zum
Schnittpunkt mit der Diagonalen folgen.
Vom Schnittpunkt eine waagrechte Linie nach links ziehen. In
diesem Beispiel schneidet die waagerecht gezogene Linie die
senkrechte Achse bei 5,2 bar. Dies ist der erforderliche Druck
bei einer Presskraft von 120 kN.
Mutter von Gelenkgabel abschrauben. Werkzeug 98 765
verwenden.
Gelenkgabel und Antriebskegelradende markieren, um den
Zusammenbau zu erleichtern.
Gelenkgabel abbauen. Treten Schwierigkeiten auf,
Hydraulikwerkzeug wie dargestellt verwenden.
99 004
99 006
99 003
99 011
99 001
99 124
08_1345
98 257
Dichtring ausbauen.
Dichtung, ältere Bauart
Dichtring mit Werkzeug 87 596 ausbauen.
08_1336
Hinweis: Die
Spitze des Werkzeugs darf die Abdeckung der Dichtung nicht
berühren.
Dichtung, neuere Bauart
Die Dichtung ist zweigeteilt. Ein Teil befindet sich an der
Gelenkgabel, der andere am Dichtungssitz.
Teil im Dichtungssitz sorgfältig entfernen. Der Dichtungssitz
darf dabei nicht beschädigt werden.
Schutzabdeckung und Dichtung an der Gelenkgabel sorgfältig
ausbauen, Werkzeuge 587 319, 587 318 und 98 568 verwenden. Die
Oberfläche der Gelenkgabel darf dabei nicht beschädigt werden.
98 568
587 319
114 657
587 318
Einbau
Schutzabdeckung einbauen.
WICHTIG! Wurden
die Dichtungen an der Gelenkgabel ausgebaut, können sie nicht mehr
wiederverwendet werden. Sie sind zu erneuern.
Dichtung mit Werkzeug 99 377 in Gelenkgabel einpressen.
Sicherstellen, daß die Dichtung korrekt eingebaut ist, siehe
Abbildung. Die Dichtung darf nicht hineingeklopft werden.
Verzahnung schmieren.
Sicherstellen, daß die Gelenkgabel keine Grate oder sonstige
Oberflächenschäden an der Endfläche bzw. an den Dichtflächen
aufweist.
Gelenkgabel auf verzahnte Welle entsprechend der zuvor angebrachten
Markierung anbauen.
08_1310
Werkzeuge 99 129 und 88 292 an Gelenkgabel anbauen. Zugstange auf
Boden ablegen.
113 235
99 377
Gewinde einer neuen Mutter und Oberfläche der Mutter schmieren. Mit
1.000 Nm festziehen. Dies kann auf zwei Arten geschehen - je
nachdem, ob ein für ein Anzugsdrehmoment von 1.000 Nm geeigneter
Drehmomentschlüssel verfügbar ist.
Methode 1:
08_1309
Mutter der Gelenkgabel mit 1.000 Nm festziehen. Drehmomentschlüssel
587 943
und Werkzeug 98 765 verwenden.
Methode 2:
Mutter der Gelenkgabel zunächst mit Drehmomentschlüssel mit 300 Nm
festziehen. Werkzeug 98 765 verwenden. Werkzeug und Gelenkgabel
gemäß Abbildung markieren und weitere 26 mm festziehen. Die
entstehende Klemmkraft entspricht einem Anzugsdrehmoment von
Klemmschrauben aus beiden Lagerdeckeln herausdrehen.
Lagerdeckel und Einstellringe ausbauen.
Differentialgehäuse mit Zugstange 88 292 und Haltebändern wie
dargestellt herausheben.
Differentialgehäuse mit Tellerradzähnen nach oben auf Rohrdorn 99
136 legen.
Lager mit Abzieher 587 321 abziehen. Mit Stützdorn 98 568
gegenhalten.
Hinweis: Nach
dem Abziehen des Lagers sicherstellen, daß die Kontaktfläche der
Achse nicht beschädigt ist. Ggf. zurückbleibende Markierungen müssen
entfernt werden.
Lage des Differentialgehäuses markieren, Schrauben herausdrehen und
Differentialgehäusehälfte abheben.
Verschleißring, Differentialgehäuse, Zapfenkreuz mit Zahnrädern und
Verschleißringen, Zahnrad, Verschleißring und Kupplungshälfte
ausbauen.
Tellerrad und Differentialgehäusehälfte umdrehen und Rollenlager mit
Abzieher 587 321 abbauen. Mit Abzieher 98 692 gegenhalten.
Gewinde der Abzieherbohrungen mit Gewindeschneider reinigen.
Lagergehäuse mit Schrauben herausziehen.
08_1355
Schrauben abwechselnd festziehen, bis sich das Lagergehäuse
vollständig vom Gehäuse löst.
Kegelrad und Lagergehäuse mit Spezialwerkzeug 99 167 an der
Gelenkgabel herausheben.
08_1354
98 765
Lagergehäuse in einer Presse auf Rohrdorn 99 136 und Stützring 99
138 aufsetzen.
Mutter abschrauben und Kegelrad mit Dorn 88 247 herauspressen.
Sicherstellen, daß das Kegelrad nicht auf eine harte Oberfläche
fällt.
88 247
08_1356
99 136 + 99 138
Dichtungsdeckel abbauen.
Werkzeuge 587 511 und 98 257 verwenden. Werkzeug 98 568 auf das
Lager aufsetzen.
587 511
08_1357
98 257
Dichtring aus Dichtungsdeckel ausbauen.
Kegelradlager vorn ausbauen.
Distanzring und Scheiben zusammenbinden. Sie werden für die spätere
Grundeinstellung der Lagervorspannung benötigt.
Lageraußenring des vorderen Lagers mit Pressplatte und verstellbarem
Dorn 98 616 aus Lagergehäuse ausbauen.
98 616
99 136
08_1328
Lagergehäuse umdrehen und Lageraußenring des hinteren Lagers mit
verstellbarem Dorn 98 616 aus Lagergehäuse ausbauen.
98 616
99 136
08 1329
Lagerkäfig und Rollen des hinteren Lagers ausbauen.
Enge Nut in Lagerinnenring fräsen, der Frässcheibendurchmesser muß
zwischen 50 und 60 mm liegen.
Hinweis: Sicherstellen,
daß die Zähne unbeschädigt sind.
Einige Raupen auf Lagerinnenring mit Elektro-Schweißgerät
aufschweißen.
Lagersitze und Zähne mit nassem Lappen vor Schweißperlen schützen.
Schweißstellen anschließend mit einem nassen Lappen kühlen.
Der Lagerinnenring gibt aufgrund von Schrumpfung nach 4-5
Schweißvorgängen nach.
Gebrochenen Lagerinnenring ausbauen. Lagersitz mit Schleifstein
entgraten.
Sicherungsring ausbauen. Innenring des Rollenlagers am
Kegelradzapfen ausbauen. Dazu Nut in den Innenring schleifen und mit
stumpfem, kalten Meißel spalten.
Alle Teile nach dem Schleifen sorgfältig reinigen.
Hinweis: Innenring
nicht durch Schweißen ausbauen, da dies die Materialhärte des
Lagerzapfens beeinträchtigen kann.
Lagergehäuse auf Werkzeuge 99 136 und 99 138 aufsetzen. Außenring
des vorderen Lagers einpressen. Werkzeuge 98 566,
98 450 und 98 524 verwenden.
98 566
98 450
98 524
99 136 +
08_1368
99 138
Außenring des hinteren Lagers mit Werkzeugen 98 566 und 98 450
einpressen.
98 566
98 450
08_1359
99 136 + 99 138
Hinteres Lager mit Werkzeugen 87 156 und 98 224 einpressen.
Für den Durchmesser des Zapfens geeignete Bohrung wählen.
87 156
08 1360
98 224
Lagerinnenring auf Kegelradzapfen aufpressen.
Werkzeuge 98 224 und 98 257 verwenden.
98 257
08_1361
98 224
WICHTIG! Lager
mit Öl schmieren. Dies ist für die Schmierung des Lagers während der
ersten Betriebszeit unerläßlich.
Lager mit Öl schmieren. Distanzring und Beilegscheiben einbauen.
Zunächst mit Original-Distanzring und Scheiben versuchen.
Lagergehäuse aufsetzen.
Lager mit Öl schmieren. Vorderes Lager mit Dorn 87 932 aufpressen.
Lagergehäuse während des Pressvorgangs vor und zurück drehen.
Keine Presskraft ausüben, wenn sich das Lagergehäuse nur schwer
drehen läßt. In diesem Fall stärkeren Distanzring oder stärkere
Scheibe einbauen.
Presskraft auf 70-80 kN erhöhen, während das Lagergehäuse gedreht
wird.
Rollwiderstand mit Federwaage 587 589 und um das Lagergehäuse
gewundenem Band messen. Auf 80 - 170 N (neues Lager) bzw. 20 - 40 N
(bereits gebrauchtes Lager) einstellen.
Bei zu hohem Widerstand stärkere Scheiben oder stärkeren
Distanzring verwenden.
Bei zu niedrigem Widerstand dünnere Scheiben oder dünneren
Distanzring verwenden.
Beilegscheiben sind in folgenden Stärken verfügbar: 3,00, 3,01,
3,02, 3,03, 3,04, 3,05, 3,06, 3,07, 3,08 und 3,09 mm.
Distanzringe sind in folgenden Stärken verfügbar: 10,8, 10,9,
11,0, 11,1, 11,2, 11,3 und 11,4 mm.
Sicherungsmittel 561 200 auf den Dichtungsdeckel auftragen und mit
Werkzeugen 99 253 und 87 932 in Lagergehäuse einpressen.
Neue Dichtung mit Werkzeug 99 377 in Gelenkgabel einpressen.
Sicherstellen, daß die Dichtung korrekt eingebaut ist, siehe
Abbildung. Die Dichtung darf nicht hineingeklopft werden.
Verzahnung schmieren. Gelenkgabel mittig ausrichten und auf das
Kegelrad aufpressen.
Mutter von Hand aufschrauben.
113 235
99 377
Stützlager mit Werkzeugen 87 408 und 98 450 aus Gehäuse
herausklopfen.
98 450
08_1358
87 408
Stützlager mit Dorn 87 932 von der Kegelradseite her einklopfen.
98 450
08_1363
87 408
Sicherungsring an Rollen im Stützlager anbauen. Hierdurch werden die
Rollen gegen den Außenring gedrückt.
Zwei Führungsstifte 87 492 einander gegenüber in Gehäuse einsetzen.
Zuvor verwendete Scheiben einsetzen.
Kegelrad und Kegelradlagergehäuse mit Werkzeug 99 167 absenken.
99 167
87 492
08_1364
Kegelradlagergehäuse mit zwei M14 x 75 Schrauben nach unten ziehen.
Beide Schrauben gleichzeitig festziehen, um ein Verkanten zu
vermeiden.
Zur vereinfachten Ausrichtung des Stützlagers darauf achten, daß Maß
A am gesamten Umfang des Gehäuses gleich ist.
Hinweis: Beim
Festziehen sicherstellen, daß der Innenring des Stützlagers auf dem
Kegelradzapfen gerade in das Stützlager eintritt.
Nicht weiter festziehen, sobald die normalen Schrauben greifen.
Lagergehäuse mit normalen Schrauben in Einbaulage bringen. Schrauben
mit 135 Nm festziehen.
08_1365
87 492
Werkzeuge 99 129 und 88 292 an Gelenkgabel anbauen. Zugstange auf
Boden ablegen.
Gewinde der Muttern sowie Anlagefläche an der Gelenkgabel ölen.
Mutter der Gelenkgabel mit 1.000 Nm festziehen. Zum Erreichen dieses
Drehmoments bestehen zwei Möglichkeiten:
Methode 1:
08_1310
Werkzeuge 98 765 und 587 943 verwenden.
Methode 2:
Mutter der Gelenkgabel zunächst mit Drehmomentschlüssel mit 300 Nm
festziehen. Werkzeug 98 765 verwenden. Werkzeug und Gelenkgabel
gemäß Abbildung markieren und weitere 26 mm festziehen. Die
entstehende Klemmkraft entspricht einem Anzugsdrehmoment von
Zwischen den Nietbohrungen auf der gezahnten Seite des Tellerrads
befinden sich zwei weiße Ziffern, die die Abweichung A in
Hundertstel Millimeter angeben, z. B.: 65 = 0,65 mm. Das Einstellmaß
für das Kegelrad beträgt (0,5 + A) ± 0,05 mm.
Hinweis: Die
Abweichung darf nicht mit der vierstelligen Seriennummer B
verwechselt werden, die jeweils unterschiedlich ist. Die Nummern auf
Kegelrad und Tellerrad müssen identisch sein.
Werkzeug 98 125 auf das Ende des Kegelrads aufsetzen und Werkzeug 99
107 unten in den Sitz des Differentiallagers einsetzen. Die
Antriebskegelradhöhenlehre muß vertikal und parallel zur Mittellinie
des Differentials angeordnet sein. Antriebskegelradhöhenlehre leicht
niederdrücken, damit sie sich beim Messen nicht verschieben kann.
99 107
08_1366
98 125
Einstellmaß für das Kegelrad mit Fühlerlehre zwischen Meßzusatz und
Antriebskegelradhöhenlehre messen.
Beispiel:
Auf dem Tellerrad steht die Nummer 65. Das Einstellmaß beträgt daher
0,65 + 0,5 = 1,15.
Da die Toleranz +0,05 mm beträgt, muß der Abstand zwischen Meßzusatz
und Antriebskegelradhöhenlehre 1,10 - 1,20 mm betragen.
Einstellung ggf. durch Beilegscheiben zwischen Kegelradlagergehäuse
und Gehäuse verändern.
Beilegscheiben sind in folgenden Stärken verfügbar: 0,10, 0,25, 0,40 und
0,50 mm.
Großen Einstellring ausschrauben. Kleinen Einstellring einschrauben,
bis das Zahnflankenspiel mindestens 0,5 mm beträgt.
Kleinen Einstellring ausschrauben.
Großen Einstellring einschrauben, bis das Zahnflankenspiel zwischen
0,30 und 0,41 beträgt. Nach Möglichkeit den niedrigeren Wert
erreichen.
Kleinen Ring von Hand eindrehen, bis er am Lageraußenring anschlägt.
Tellerrad 5-6 Umdrehungen drehen und Zahnflankenspiel an vier um
jeweils 90° versetzten Stellen prüfen. Das Zahnflankenspiel muß 0,30
- 0,41 mm betragen.
Bei unzulässigem Zahnflankenspiel erneut mit Schritt 2 beginnen.
Hinweis: Die
Lagervorspannung kann erst eingestellt werden, wenn das Zahnflankenspiel
korrekt ist.
Kleinen Einstellring um weitere 2 - 3 Nuten festziehen, nachdem er
an der Kontaktfläche des Lageraußenrings anschlägt.
Einstellschraube so eindrehen, daß die kegelförmigen Teile an den
Haltelaschen der Einstellringe anliegen. Einstellschrauben
anschließend leicht lösen.
Zylinder der Differentialsperre in Achsantrieb einbauen.
Halter 43 und Hebel 41 mit Schrauben 45 in Achsantrieb einbauen.
Antriebsstück 44 in Kupplungshülse und in Zugstange des Zylinders
der Differentialsperre einsetzen.
Funktion des Mechanismus prüfen.
Zylinder mit Druckluft beaufschlagen und sicherstellen, daß das Spiel
zwischen den Kupplungshälften zwischen 0,1 und 0,6 mm beträgt. Spiel mit
Beilegscheiben 57 einstellen.
Beispiel:
Der Ausbau einer 0,8 mm Beilegscheibe hat ein um 0,5 mm größeres Spiel
zur Folge.
Beilegscheiben sind in folgenden Stärken verfügbar: 0,5, 0,8, und 2,5
mm.
Schalterfunktion prüfen; bei gesperrtem Differential muß Spannung
anliegen.
*Diese Werkzeug sind Befestigungselemente zur Verwendung mit dem
Getriebeheber.
102 902
Weitere Werkzeuge
00 1644
98 403
114 965
98 404 F1
00 1646
98 405
00 1625
99 167 G1
Nr.
Bezeichnung
Abbildung
587 313
Getriebeheber
Hinterachsgehäuse innen und an den Kontaktflächen zum Achsantrieb
reinigen.
Achsantrieb an Getriebeheber mit folgenden Werkzeugen anbauen:
98 401, 98 402, 98 403, 98 404 und 98 405.
Sicherstellen, daß der Stützring im Hinterachsgehäuse und die
Haltelaschen an den Lagerdeckeln nicht verschlissen sind. Die
Haltelaschen müssen bei Belastung gegen den Stützring im
Hinterachsgehäuse gedrückt werden und die Lagerdeckel an einem
Auseinanderweichen hindern. Verschlissene Haltelaschen und Sitze im
Hinterachsgehäuse verringern die Lebensdauer des Achsantriebs.
Hinweis: Die
Haltelaschen dürfen zur Erleichterung des Achsantriebeinbaus
keinesfalls bearbeitet werden.
Sicherstellen, daß alle Stiftschrauben im Hinterachsgehäuse korrekt
sitzen. Lose Stiftschrauben müssen ausgebaut und mit
Sicherungsmittel eingebaut werden. Stiftschrauben mit 80 Nm
festziehen.
08 1338
2 mm starke Dichtmittelraupe (Silikondichtmittel 584 010) um
Anlagefläche zwischen Achsantriebsgehäuse und Hinterachsgehäuse
auftragen. Dichtmittel auf gesamter Oberfläche gleichmäßig
verteilen.
Achsantrieb in Hinterachsgehäuse einsetzen. Müssen Schrauben zur
Positionierung des Achsantriebs verwendet werden, mindestens jede
zweite Schraube verwenden und Muttern stufenweise von Hand über
Kreuz anziehen.
Der Achsantrieb muß abschließend im rechten Winkel zum
Hinterachsgehäuse eingebaut werden, damit die Haltelaschen
gleichzeitig in das Hinterachsgehäuse eingreifen.
Hinweis: Beim
Einbau des Achsantriebs in das Hinterachsgehäuse keine übermäßige
Kraft aufwenden. Treten Schwierigkeiten beim Einbau des Achsantriebs
auf, Ursache ermitteln.
Muttern stufenweise über Kreuz mit 300 Nm festziehen. Die fünf
unteren Muttern müssen mit Gewindesicherungsmittel, Teile-Nr.
561 019, an den Stiftschrauben gesichert werden.
Kabel und Druckluftleitungen für Differentialsperre anschließen.
Bremszylinder anbauen und Bremsgestängesteller einstellen.
Antriebswellen und Antriebswellenflansche einbauen. Muttern mit 84
Nm festziehen.
Gelenkwelle anschrauben. Anzugsdrehmoment 105 Nm.
Hinterachsgehäuse mit Öl befüllen. Menge: 12,5 Liter
Siehe Gruppe 0 des Service-Handbuchs zur korrekten Ölqualität.
Funktion der Differentialsperre prüfen. Differentialsperre
aktivieren: Funktion der Differentialsperre durch Drehen eines der
Antriebsräder prüfen. Die Warnleuchte muß aufleuchten.
Differentialsperre deaktivieren: Prüfen, ob die Differentialsperre
abgeschaltet hat und die Warnleuchte erloschen ist.
Hinweis: Bei
6x2 Lkw muß die Nachlaufachse während der ersten 5 km abgesenkt sein.
Hierdurch läßt sich die Neigung des Kegelrads verringern und die
Schmierung verbessern.
Rollwiderstand des Kegelradlagers bei einem Radius von 102
mm.................... Neue Lager 80-170 N
Gebrauchte Lager 20-40 N Zahnflankenspiel zwischen Tellerrad und
Kegelrad.......................................................0,30 -
0,41 mm Axialstellung des Antriebskegelrads, gemessen mit
Antriebskegelradhöhenlehre 99 107
.....................................................................(A¹
+ 0,5) ± 0,05 mm
Mutter der Gelenkgabel am Kegelrad
.....................................................................................
1.000 Nm
Mit 300 Nm anziehen und weitere 26 mm am Radius des Steckschlüssels
Schrauben von Kegelradlagergehäuse
.......................................................................................
135 Nm
Befestigungselemente des Differentialgehäuses
................................................................ 90 Nm +
90° Muttern
zur Befestigung des Achsantriebs am Hinterachsgehäuse
........................................... 300 Nm
Bolzen im Hinterachsgehäuse (mit Gewindesicherungsmittel befestigt)
.................................... 80 Nm Befestigungselemente des
Tellerrads...............................................................................
240 Nm + 90° Gelenkwelle
...............................................................................................................................
105 Nm
Muttern an Antriebswellenflansch
...............................................................................................
84 Nm
Einstellschrauben für Einstellringe
..............................................................................................
10 Nm
Diese Heft beschreibt das Liftachsaggregat mit Blattfederung. Für
Luftfederung siehe
Gruppe 12.
Weshalb Liftachse?
Weil ein Fahrzeug mit Doppelachse hinten zwei lasttragende Achsen hat,
darf es mehr laden, als ein Fahrzeug mit einfacher Hinterachse. Die
zulässige Belastung wird u.a. durch gesetzliche Bestimmungen
entschieden, die zwischen ver- schiedenen Ländern variieren, sowie durch
die technisch zulässige Belastung der Achsen.
Das Liftachsaggregat kann so ausgestattet wer- den, daß die hintere
Achse mit Hilfe eines elek- trisch-hydraulischen Systems gehoben wird.
Bei Leerfahrt oder mit wenig Last gibt das niedrige- ren Rollwiderstand,
welches Reifen schont und Kraftstoff spart.
Lastübertragung
Zur Verbesserung der Straßenlage bei der Antriebsachse, z.B. auf glatter
Unterlage, kann die Liftachse zeitweilig entlastet werden. Man ”hebt”
dann die Liftachse mit dem Achsenlift, so daß ein Teil der Belastung auf
die Antriebs- achse übertragen wird.
Achslastbegrenzer
Auf einigen Märkten ist eine Achlastbegrenzung vorgeschrieben. In diesem
Fall kann keine Last- übertragung geschehen, die den eingestellten
maximalen Antriebsachsendruck überschreitet.
Die Liftachsenräder sind getrennt in Ausgleichs- armen aufgehängt, die
in einer Welle auf dem Rahmen gelagert sind. Der vordere Arm des
Ausgleichsarms ist mit einer Haltestrebe mit dem hinteren Ende der
Antriebsachsenfeder ver- bunden.
Durch dieses Aufhängungsprinzip können sowohl die Räder der
Antriebsachse als auch die der Liftachse den Unebenheiten der Fahrbahn
folgen. Die Gewichtsverteilung zwischen Antriebsachse und Liftachse ist
während der Federungsbewegungen im großen und ganzen unverändert.
Das Liftachsenrad 1 ist
auf einem Wellenzapfen 2 gelagert,
der im Ausgleichsarm 3 einpreßt
und gesichert ist
Die Ausgleichsarme sind auf einer Drehwelle 4 gelagert
und können sich unabhängig voneinan- der bewegen. Die Lagerung zwischen
Drehwelle und Ausgleichsarmen besteht aus Rollenlagern
Die Drehwelle sitzt mit Klemmverband in zwei gegossenen
Drehwellenlagern 6 fest,
die im Rahmen verschraubt sind.
Der Ausgleichsarm ist vorn mit der Feder 7 über
eine Federlasche 8 verbunden.
Weil an die Sta- bilität in der Aufhängung große Anforderungen
gestellt sind, ist diese Lagerung mit konischen Rollenlagern 9 ausgeführt.
Das Liftachsaggregat gibt es in mehreren Vari- anten. Der Achsenabstand
variiert in der Dop- pelachse je nach den Forderungen verschiedener
Märkte.
Fahrzeuge mit AS900 Liftachse haben doppelte Räder an der Liftachse. Die
Achsdruckvertei- lung beträgt 10t/8 t. Die Spurweite ist bei beiden
Achsen gleich.
Siehe auch unter Spezifikationen.
Federung
Beim Liftachsaggregat sitzt das Federpaket fest- gespannt unter der
Antriebsachse. Bei Belastung ist die Antriebsachse bestrebt, sich von
den Federn zu heben, welches an den Verband zwi- schen Antriebsachse und
Federn große Anforde- rungen stellt. Der Neigungswinkel der
Antriebsachse wird bei großen Federungsbewe- gungen geändert und auch
wenn die Liftachse gehoben und gesenkt wird. Dann ändern sich auch die
Gelenkwinkel bei der Kardanwelle.
Damit der Winkel im hinteren Kreuzgelenk nicht zu groß wird, mit
Verschleiß und Vibratio- nen als Folge, sind folgende Maßnahmen durch-
geführt:
Bei Fahrzeugen mit langem Achsenabstand sind zwischen Federpaket und
Antriebsachse Scheibenfedern angebracht.
Die Hubhöhe der Liftachse ist bei Fahrzeu- gen mit kurzem
Achsenabstand begrenzt (siehe weiter unter Begrenzte Hubhöhe).
Siehe auch Gruppe 6, Kardanwellen und Gruppe 12, Blattfederung.
Der Achsenlift wird elektrisch vom Fahrerplatz betätigt. Ein
elektrischer Motor treibt eine Hydraulikpumpe. Die Hydraulikpumpe
betätigt einen Hydraulikzylinder über ein Ventilgehäuse. Der
Hydraulikzylinder betätigt einen Hebel, welcher seinerseits die
Ausgleichsarme hebt oder senkt.
Alle Hydraulikkomponenten außer dem Hydraulikzylinder sitzen in einem
Aggregatka- sten auf der rechten Seite des Rahmens.
Hydraulikanlage
Die Hydraulikanlage besteht aus einer elektrisch angetriebenen
Hydraulikpumpe und einem Hydraulikzylinder sowie zwei elektrisch gesteu-
erten Magnetventilen, um den Ölfluß zum Zylinder zu steuern.
Die Hydraulikpumpe ist eine Zahnradpumpe die das Öl vom Vorratsbehälter
ins Ventilgehäuse transportiert. Ein Rückschlagventil in der
Hydraulikanlage verhindert, daß das Öl zurück- fließt, wenn die Pumpe
stehenbleibt.
Über das Ventilgehäuse wird das Öl zum Zylin- der geleitet. Die
Ventilschieber im Ventilge- häuse werden von Elektromagneten aktiviert
und gehen durch Federkraft zurück.
Im Ventilgehäuse befindet sich auch ein Über- druckventil
(Sicherheitsventil), das zum Einsatz kommt, wenn der Druckschalter
(siehe elektri- sche Anlage) nicht funktioniert. Das Öl wird dann von
der Druckseite im Ventilgehäuse direkt zurück in den Vorratsbehälter
geleitet.
Der Hydraulikzylinder ist doppeltwirkend mit hartverchromter
Druckstange, die gegen Korro- sion schützt.
08_1529
Vorratsbehälter
Pumpe
Rückschlagventil
Druckschalter
Ventilgehäuse
Magnetventil zum Senken
Magnetventil zum Heben
Doppeltwirkender Hydraulikzylinder
Hebel
Elektrische Anlage
Die elektrische Anlage besteht aus dem Schalter mit Kontrollampe auf dem
Armaturenbrett, Steuergerät, Sicherungen, Relais, elektrischem Motor mit
Hydraulikpumpe, Druckschalter und zwei elektrisch gesteuerten
Magnetventilen.
Wenn der Schalter, der drei Stellungen hat, zum Heben bzw. Senken
eingedrückt wird, bleibt er in eingedrückter Stellung stehen. Der
Elektro- motor startet und gleichzeitig wird eines der Magnetventile
aktiviert und die Kontrollampe wird eingeschaltet.
Wenn die Liftachse ihre Endlage erreicht, unter- bricht ein
Druckschalter in der Hydraulikanlage die Steuerspannung zum Relais und
der Elektro- motor bleibt stehen. Die Kontrollampe erlischt und zeigt
an, daß die Liftachse in der Lage ”her- auf” oder ”herunter” ist. Das
Steuergerät unter- bricht die gesamte Steuerspannung zum Elektromotor
bis der Schalter seine Mittelstel- lung passiert.
Wenn der Schalter oben eingedrückt wird, star- tet die Pumpe und saugt
Öl vom Vorratsbehälter durch ein Sieb. Das Öl wird zum Ventilgehäuse
geleitet, wo der Magnet zum Heben aktiviert ist. Das Öl wird in den
Hydraulikzylinder gepumpt und drückt den Kolben heraus.
Der Hebel drückt die Ausgleichsarme vorn her- unter, an der Hinterseite
gehen sie nach oben und die Liftachse wird angehoben. Wenn die
Ausgleichsarme die Horizontallage passiert haben wird die hintere
Federbefestigung der Antriebsachse heruntergedrückt und die Boden-
freiheit für die Liftachsenräder nimmt zu.
Die Bewegung wird unterbrochen, wenn die Ausgleichsarme an den
Gummikissen zu stehen kommen. In einer Richtung ist die Bewegung der
Ausgleichsarme von den Gummikissen blockiert und in der anderen Richtung
vom Hebel, der vom hydraulischen System in seiner Stellung festgehalten
wird.
Begrenzte Hubhöhe
Die begrenzte Hubhöhe bei Fahrzeugen mit kur- zem Achsenabstand wird
durch Distanzplatten auf den Gummikissen und einen Hydraulikzy- linder
mit kürzerer Hublänge erreicht.
Wenn der Schalter unten eingedrückt wird, star- tet die Pumpe und saugt
Öl vom Vorratsbehälter durch ein Sieb. Das Öl wird zum Ventilgehäuse
geleitet, wo der Magnet zum Senken aktiviert ist. Das Öl wird auf der
Kolbenstangenseite in den Hydraulikzylinder gepumpt und drückt den
Kolben zurück.
Der Hebel läßt die Ausgleichsarme nach oben gehen und die
Liftachsenräder werden gesenkt bis sie auf der Erde ruhen. Der Hebel
bewegt sich weiter bis zur Ruhelage. Da die Ausgleichs- arme an der
Vorderseite angehoben werden, ändert sich die Federbefestigung der
Antriebs-
achse und der Rahmen wird gesenkt.
Lastübertragung
Bei Lastübertragung befinden sich der Hydrau- likzylinder und der Hebel
in einer Zwischen- lage. Die Ausgleichsarme drücken gegen den Hebel, der
somit starken Beanspruchungen aus- gesetzt ist. Lastübertragung darf
deshalb nur vorübergehend angewendet werden, wenn es der Fahrbahnzustand
erfordert.
Rahmen heben und beide Längsträger so hoch aufbocken, daß die
Liftachsenräder frei laufen.
Liftachsenräder entfernen.
Ausgleichsarm am hinteren Ende etwas anheben, so daß die Feder ganz
entlastet ist, und den Federbolzen zur Feder entfernen.
Beide Dichtungsdeckel von der Federla- sche entfernen und die
O-Ringe entfernen. Sicherungsbleche aufbiegen, Muttern mit
Steckschlüssel 98 550 entfernen. Siche- rungsbleche und
Lagerinnenringe entfernen.
Entfernen der Sechskantmutter
Auspreßwerkzeug 98 772 auf der Welle auf- schrauben. Spindel 99 013,
Gegenhalter
98 774 und Abzieher 99 009 anbringen.
Die Welle kann dann auf zwei Arten heraus- gezogen werden.
Alternative 1.
Lochzylinder 99 003 anbringen und Welle
herausziehen. Hydraulikpumpe 99 004 benutzen.
Alternative 2.
Ausgleichsarmöse erwärmen und die Welle mit der Mutter auf der
Abzieherschraube herausziehen.
Wenn der Ausgleichsarm komplett vom Fahrzeug entfernt wird, muß die
Welle in einer Presse herausgepreßt werden.
Distanzringe, Paßscheiben und O-Ringe entfernen.
Wellendichtringe und Lageraußenringe mit Dorn 98 616 von der
Federlasche entfernen.
Herausziehen des Ausgleichsarms mit mechanischem Abzieher
Herausziehen des Ausgleichsarms mit hydraulischem Abzieher
Entfernen des Lageraußenrings in der Federlasche
Einbau
Spezialwerkzeug
Nummer Bezeichnung
87 294 Dorn
98 550 Steckschlüssel
98 772 Aus- Einpreßwerkzeug
98 773 Verlängerung
Neue Lageraußenringe mit Dorn 87 294 ein- pressen und neue
Wellendichtringe in die Federlasche einsetzen. Die Lippen der Wel-
lendichtringe zueinander wenden.
Neue O-Ringe über das Lagergehäuse der Federlasche ziehen.
Den Distanzring in den äußeren Wellen- dichtring einsetzen.
Achtung! Der
Distanzring muß eingesetzt sein, damit bei Anwendung von Einpreß-
werkzeug 98 772 das richtige Maß erreicht wird.
Einpressen des Lageraußenrings in die Federlasche
Distanzring
O-Ring
Federlasche
Ein Ende der Welle ist beim Ansatz am Gewinde gefast. Durch die Fase
soll die Welle leichter in den Ausgleichsarm einge- preßt werden
können. Eine Fase ist auch im Loch auf der äußeren Seite des
Ausgleichs- arms angebracht.
Das nicht gefaste Ende der Welle in das Einpreßwerkzeug 98 772 bis
zum Boden des Werkzeugs einschrauben.
Die Öse des Ausgleichsarms bis auf 100-150 ˚C erwärmen.
Die Federlasche einsetzen und die Welle mit Verlängerung 98 773 so
weit einschla- gen, daß das Einpreßwerkzeug 98 772 gegen den
Distanzring stößt. Das Einpreß- werkzeug ist so abgepaßt, daß die
Welle mitten in den Ausgleichsarm kommt. Aus- gleichsarm abkühlen
lassen.
Welle des Ausgleichsarm - die Federlasche ist auf einer Seite gefast
1 Distanzring
Einsetzen der Welle in den Ausgleichsarm - Federlasche
1 Distanzring
Einsetzen der Welle in den Ausgleichsarm
Einsetzen der Welle in den Ausgleichsarm
Wenn der Ausgleichsarm vom Fahrzeug entfernt ist, muß die Welle mit
Hilfe einer Presse eingepreßt werden. Das Erwärmen des Ausgleichsarms
ist dann nicht notwen- dig. Einpreßwerkzeug 98 772 benutzen.
Einpressen der Welle in den Ausgleichsarm
Distanzring auf der gegenüberliegenden Seite einsetzen.
Eine Anzahl Paßscheiben, gleichviel auf jeder Seite, einsetzen, z.B.
0,6 mm (2 x 0,6
= 1,2 mm total).
Beide Lager und die Muttern einsetzen (nun ohne Sicherungsbleche).
Muttern mit Steckschlüssel 98 550 anziehen.
Anzugsmoment 225 Nm.
Die Lasche mehrmals vorwärts und rück- wärts drehen und fühlen, ob
die Lager Spiel haben.
Die Lasche gegen eine Seite drücken und mit einer Fühllehre den
Abstand zwischen Lasche und Ausgleichsarm messen (z.B. 1,1 mm).
Einen Kreidestrich genau vor der Meßstelle auf dem Ausgleichsarm
anbrin- gen.
Die Lasche nach der anderen Seite drücken und an derselben Stelle
erneut den Abstand zwischen Lasche und Ausgleichsarm mes- sen, (z.B.
0,8 mm).
Das Lagerspiel in diesem Beispiel beträgt dann 1,1 - 0,8 = 0,3 mm.
Die Lager sollen jedoch kein Spiel haben, sondern mit max. 0,1 mm
vorbelastet sein. Deshalb Paßschei- ben mit einer Gesamtdicke von
0,4 mm (0,3 + 0,1) entfernen. Davon auf jeder Seite die Hälfte
entfernen, d.h. 0,2 mm.
Lager und Sicherungsbleche einsetzen. Die Mutternfläche mit Öl
schmieren und Mut- tern mit Steckschlüssel 98 550 anziehen.
Anzugsmoment 225 Nm.
Wichtig! Keinen
Schlagschrauber benutzen. Es besteht die Gefahr, daß die Kanten des
Siche- rungsblechs abgeschert werden.
O-Ringe und Dichtungsdeckel aufsetzen. Anzugsmoment 24 Nm.
Beide Lager schmieren. Die O-Ringe in die Nut zwischen Lasche und
Hebel schieben.
Für Arbeiten an der Nabe wird auf das Service-
Handbuch verwiesen, Hinterradnabe
AD/ADA 1300, 09:02-01.
Liftachsenrad, Bremstrommel, Nabe, Bremshalterung und Bremszylinder
entfer- nen.
Federbolzen entfernen.
1 2 3
08_1572
4
Ausgleichsarm
Bremstrommel
Nabe
Federbolzen
Deckel über der Ausgleichsarmlagerung entfernen und Sicherungsblech
hochbiegen. Sechskantmutter mit Schlagringschlüssel 98 652,
Sicherungsblech, Stützscheibe und Lager entfernen.
Ausgleichsarm abziehen.
Schlüssel für Sechskantmutter der Drehwelle
Den inneren Lagerring, Wellendichtring und Distanzring mit Abzieher
98 590, Zug- stange 98 690 und Abzieherschaft 98 596 abziehen.
Die äußeren Lagerringe mit Dorn 98 616 vom Ausgleichsarm
herauspressen.
Die Hülse zwischen den Lagern wird nor- malerweise nicht entfernt,
kann aber mit Dorn 98 616 herausgeschlagen werden.
Abzieher für inneres Lager
Lageraußenring herauspressen
Einbau
Spezialwerkzeug
Nummer Bezeichnung
87 550 Dorn
98 450 Schaft
98 652 Schlagringschlüssel
98 662 Dorn
Eine neue Hülse in den Ausgleichsarm ein- setzen. Zwei der vier
Aussparungen sollen zum jeweiligen Schmiernippelloch gewen- det
sein.
Lageraußenring einsetzen und gleichzeitig mit der Hülse mit Dorn 98
662 und Schaft 98 450 einpressen. Die Hülse wird dann vom Lagerring
gesteuert und bis zur richti- gen Tiefe eingepreßt.
Lageraußenring
Hülse
Schmiernippel
Einsetzen der Hülse in den Ausgleichsarm
Einpressen von Lageraußenring und Hülse
Ausgleichsarm wenden und den gegenüber- stehenden Lageraußenring
einpressen.
Federlasche einsetzen, siehe Seite 15.
Eventuell vorhandenen Rost sorgfältig von der Hohlkehle der
Drehwelle entfernen.
Eine dünne Schicht Schmierfett oder Rost- schutzöl rund um die
Hohlkehle (unmittel- bar am Drehwellenlager) auftragen.
Einen neuen O-Ring in den Distanzring ein- setzen und diesen auf den
Wellenzapfen schieben. Den Zwischenraum im Wellen- dichtring mit
Schmierfett füllen und den Ring einsetzen.
Die zwei kleinen Prägungen im Wellen- dichtring sollen genau vor den
Löchern im Distanzring eingepaßt werden.
Inneres Lager schmieren und über den Wel- lenzapfen ziehen.
Gleichzeitig Lager-, Wel- lendicht-, Distanzring mit Dorn 87 550 auf
den Wellenzapfen auftreiben.
Kontrollieren, daß der O-Ring im Distanz- ring in seiner Nut liegt.
Zuviel Schmierfett auf der Welle kann dazu führen, daß der
O-Ring herausgepreßt wird.
Lageraußenring einpressen
08_1545
Die Prägungen des Wellendichtrings genau vor den Löchern im
Distanzring einpassen
Dorn für das innere Lager
Das äußere Rollenlager mit Fett schmieren.
Ausgleichsarm über die Drehwelle ziehen und Rollenlager,
Stützscheibe, Sicherungs- blech und Sechskantmutter anbringen. Das
Lager kann auf 50 ˚C erwärmt werden, damit es leichter über den
Wellenzapfen gezogen werden kann. Die Sechskantmutter mit
Schlagringschlüssel 98 652 und einem Drehmomentsteckschlüssel
anziehen.
Anzugsmoment 200-250 Nm.
Ausgleichsarm mindestens fünfmal vor- wärts und rückwärts drehen.
Sechskantmut- ter anziehen.
Anzugsmoment 425 Nm.
Das Sicherungsblech umbiegen.
Ausgleichsarmlagerung schmieren, bis Fett durch das äußere Lager
vordringt.
Eine neue Dichtung anbringen und den Deckel festschrauben.
Sechskantschrauben anziehen.
Anzugsmoment 24 Nm.
Noch mehr schmieren, bis rund um den Distanzring Fett herausdringt.
Den Federbolzen anbringen.
Bremshalterung, Bremszylinder, Nabe, Bremstrommel und
Liftachsenräder anbringen.
Ausgleichsarm gegen die Preßplatte 98 158 in der Presse stellen und
den Wellenzapfen mit Dorn 87 592 herauspressen.
1 Gewindestift
Herauspressen des Achsenrohrs
Einbau
Spezialwerkzeug
Nummer Bezeichnung
87 348 Dorn
87 592 Dorn
1 Der
Wellenzapfen des Ausgleichsarms kann auf zwei Arten eingebaut werden,
abhängig von der Ausrüstung der Werkstatt.
Alternative 1.
Ausgleichsarm auf den Boden stellen, mit Stütze mitten unter dem Loch
für den Wel- lenzapfen.
Ausgleichsarm an den Kontaktflächen zum Wellenzapfen auf ca. 150 ˚C
erwärmen.
Erwärmung rund um an den Kontaktflächen beim Einsetzen des Wellenzapfens
in den Ausgleichsarm
Wellenzapfen mit der Nut 1 für
das Siche- rungsblech nach hinten einsetzen, in die gleiche Richtung wie
Gewindestift 2.
Dorn 87 592 am Wellenende benutzen und die Welle so weit eintreiben, wie
das Bild zeigt.
Dieser Arbeitsgang muß schnell erfolgen, damit die Wärme vom
Ausgleichsarm den Wellenzapfen nicht nennenswert beeinflußt.
Nut für das Sicherungsblech nach hinten wenden
Gewindestift
Ausgleichsarm
Alternative 2.
Der Wellenzapfen kann auch ohne Erwär- mung des Ausgleichsarms
eingepreßt wer- den, wenn der Arbeitsgang in einer Presse ausgeführt
werden kann, wo der Abstand zwischen Preßtisch und Preßkopf ausrei-
chend ist.
Einpressen des Wellenzapfens
Ein Loch in den neuen Wellenzapfen boh- ren und ein Gewinde im
Zapfen und Aus- gleichsarm schneiden.
Gewinde M14.
Gewindestift einsetzen und anziehen. Anzugsmoment 150-180 Nm.
Neue Dichtscheiben mit Dorn 87 348 in die Enden des Wellenzapfens
einpressen.
Achtung! Bei
der Arbeit an der Hydraulikan- lage größtmögliche Sauberkeit walten
lassen.
Ausbau
Liftachsenräder ganz senken.
Hebel senken, so daß er so nahe wie mög- lich an den Ausgleichsarmen
liegt.
Beide Schläuche des Hydraulikzylinders lösen.
Spannstifte der Paßbolzen 2 und 3 entfernen
08_1530
und Paßbolzen entfernen. Hydraulikzylinder 1 4
entfernen.
2 3
Hebel
Paßbolzen
Paßbolzen
Hydraulikzylinder
Achsenlift
Zerlegen
Den Zylinder in einem Schraubstock mit Schutzbacken festspannen,
über der Befesti- gungsöse des Zylinders oder über der hinte- ren
Stirnwand einspannen.
Kolbenstange 8 ca.
50 bis 60 mm aus dem Zylindergehäuse 15 herausziehen.
Sicherungsring 4 mit
Hilfe von zwei Schraubenziehern entfernen.
Die vordere Stirnwand 16 aus
dem Zylin- dergehäuse herausziehen und das Hydrauli- köl in ein
Auffanggefäß auslaufen lassen. Wenn die Stirnwand fest sitzt, können
zwei Schraubenzieher in der Nut der Stirnwand benutzt werden und
gegen die Außenkante des Zylindergehäuses drücken.
Die Kolbenstange mit der vorderen Stirn- wand noch weiter
herausziehen, so daß der Sicherungsring 7 im
Zylindergehäuse mit einem Schraubenzieher entfernt werden kann.
Kolbenstange mit Kolben und Stirnwand aus dem Zylindergehäuse
herausziehen.
O-Ring 11 mit
Stützringen 10 entfernen.
Sechskantschraube 14,
die Kolben 12 an
Kolbenstange 8 hält,
entfernen.
Kolben 12 entfernen.
O-Ring 9 von
der Kolbenstange entfernen.
Kolben von der Kolbenstange entfernen.
Von der Stirnwand die inneren und äußeren O-Ringe 3 und 6 mit
den Stützringen 2 und 5 sowie
dem Abstreifring 1 entfernen.
Die eingehenden Einzelteile sauberwa- schen und untersuchen.
Insbesondere das Zylindergehäuse und die Kolbenstange in Hinsicht
auf Schrammen kontrollieren.
Abstreifring
Stützring
O-Ring
Sicherungsring
Stützring
O-Ring
Sicherungsring
Kolbenstange
O-Ring
Stützring
O-Ring
Kolben
Schmiernippel
Sechskantschraube
Zylindergehäuse
Vordere Stirnwand
Zusammenbau
Zylindergehäuse mit Hydrauliköl ein- schmieren.
Abstreifring 1 in
die vordere Stirnwand ein- setzen. Eine Presse benutzen und ein
Rohr, das auf die Metallkappe des Abstreifrings drückt, so daß der
Abstreifring nicht beschä- digt wird.
Die inneren und äußeren O-Ringe 3 und 6 mit
Stützringen 2 und 5 in
die Stirnwand einsetzen und mit Vaseline schmieren.
Die Kolbenstange mit Hydrauliköl ein- schmieren und die vordere
Stirnwand auf die Kolbenstange aufsetzen.
O-Ring 11 mit
Stützring 10 am
Kolben anbringen, Dichtung mit Vaseline ein- schmieren.
Kolbenstange mit Kolben und vorderer Stirnwand ins Zylindergehäuse
einsetzen. Kolben so einführen, daß er gerade die Nut für den
Sicherungsring passiert.
Sicherungsring 7 einsetzen.
Kontrollieren, daß er rund um in die Nut kommt.
Die vordere Stirnwand so ins Zylinderge- häuse einführen, daß sie
gegen den Siche- rungsring 7 stößt
und der Sicherungsring 4 eingesetzt
werden kann.
Die Kolbenstange so weit wie möglich ein- drücken.
Falls möglich, soll der Zylinder vor dem Einsetzen einer Druckprobe
unterzogen werden.
Schutzstopfen in die Anschlußnippel des Zylinders einsetzen.
Den Zwischenraum beim Sicherungsring 4 mit
einem erstarrenden Rostschutzmittel bestreichen.
Abstreifring
Stützring
O-Ring
Sicherungsring
Stützring
O-Ring
Sicherungsring
Kolbenstange
O-Ring
Stützring
O-Ring
Kolben
Schmiernippel
Sechskantschraube
Zylindergehäuse
Vordere Stirnwand
Einbau
Hydraulikzylinder an seinem Platz setzen und die Kolbenbolzen
einsetzen und sie mit Spannstiften sichern.
Hydraulikschläuche anbringen.
Hebellagerungen und Buchsen im Hydrau- likzylinder schmieren.
Die Kabel von den Magneten 5 entfernen
und den Druckschalter 6 abschrauben.
Die Kabel markieren, so daß sie später an der richtigen Stelle
angebracht werden.
Rücklaufschlauch 1 entfernen.
Rohranschlüsse 3 an
der Ventilgruppe 2
lösen.
Hohlschraube 4,
die die Ventilgruppe hält, entfernen und die Ventilgruppe mit den
Magneten 5 entfernen.
Magneten entfernen.
Ventilschieber
Ausbau
Montageplatte 1 des
Magneten von der Ventilgruppe entfernen.
Verschlußschraube 4 losschrauben
und Feder 3 aus
der Ventilgruppe herausneh- men.
Die Ventilschieber 2 äußerst
vorsichtig von der Magnetseite her aus dem Ventilgehäuse
herausdrücken.
Alle O-Ringe von den Ventilschiebern ent- fernen.
Rücklaufschlauch
Ventilgruppe
Rohranschluß
Hohlschraube
Magnete
Druckschalter
Hydraulikaggregat
Montageplatte
Ventilschieber
Feder
Verschlußschraube
Einbau
Neue O-Ringe auf die Ventilschieber 2 auf-
setzen.
Die Ventilschieber reichlich mit Hydrauli- köl einschmieren, und sie
in die Ventil- gruppe einsetzen.
Feder 3 anbringen
und Verschlußschraube 4
anziehen.
Montageplatte 1 des
Magneten anbringen.
Ventilgruppe und Magnete
Einbau
Magnete 5 einsetzen.
Ventilgruppe 2 einsetzen.
Rohranschlüsse 3 an
der Ventilgruppe anbringen.
Rücklaufschlauch 1 anbringen.
Hohlschraube 4 anbringen,
die die Ventil- gruppe hält.
Anzugsmoment 40 Nm.
Die Kabel an den Magneten und Druck- schalter 6 entsprechend
der vorherigen Mar- kierung anbringen.
Elektrischer Motor mit Pumpe
Ausbau
Das Minuskabel von der Batterie entfernen.
Die Kabel von den Magneten 5 entfernen
und Druckschalter 6 losschrauben.
Die Kabel markieren, so daß sie später an der richtigen Stelle
angebracht werden.
Rücklaufschlauch 1 entfernen.
Rohranschlüsse 3 an
der Ventilgruppe 2
lösen.
Hohlschraube 4,
die die Ventilgruppe hält, entfernen und die Ventilgruppe mit den
Magneten 5 entfernen.
Erdungsflechte 4 zwischen
Elektromotor 2
und Relais 5 entfernen.
Anschlüsse am Relais entfernen. Die Kabel markieren, so daß sie
später an der richtigen Stelle angebracht werden.
Relais entfernen.
Das Kabel zwischen dem Relais und dem Temperaturwächter des
Elektromotors an der Verbindungshülse teilen.
Hydraulikschlauch 1 zur
Pumpe entfernen.
Klammer 3 lösen
und Elektromotor und Pumpe herausheben.
Rücklaufschlauch
Ventilgruppe
Rohranschluß
Hohlschraube
Magnete
Druckschalter
Hydraulikschlauch
Elektromotor
Klammer
Erdungsflechte
Relais
12 Die
Pumpe mittels Lösen der zwei Befesti- gungsschrauben vom Elektromotor
entfer- nen. Die beiden anderen Schrauben halten die Pumpe zusammen.
1 Befestigungsschrauben
der Pumpe zum Elektromotor
Austausch der Kohle
Befestigungsschrauben für die hintere Stirn- wand des Elektromotors
entfernen.
Den Stopfen im Zentrum der Stirnwand ent- fernen, eine
Abzieherschraube mit
Gewinde M5 anbringen und die Stirnwand lospressen.
Die Schraube für den entsprechenden Kabelschuh ein paar Umdrehungen
lösen, den Kabelschuh herausziehen.
Die Feder hochheben und zur Seite führen. Die Kohle herausziehen.
Neue Kohle einsetzen. Darauf achten, daß das unisolierte Kupferkabel
nicht mit der hinteren Stirnwand in Kontakt kommt. Den Kabelschuh
anbringen und die Schraube festziehen.
Stirnwand anbringen.
Befestigungsschrauben der Stirnwand anbringen und den Stopfen ins
Loch im
Ausbau der Motorstirnwand
Zentrum der Stirnwand einsetzen. 1 Temperaturwächter
Bürstenfeder
Schraube zu Kohle und Magnetwicklung
Einbau
Die Pumpe mit den zwei Befestigungs- schrauben am Elektromotor
befestigen.
Anzugsmoment 25 Nm
Klammer 3 für
den Elektromotor 2 und
Hal- ter für das Relais anbringen und den Elek- tromotor festziehen.
Den Hydraulikschlauch 1 zur
Pumpe anbringen.
Kabel für den Temperaturwächter anbrin- gen.
Das Relais 5 und
dessen Anschlüsse ent- sprechend der vorherigen Markierung
anbringen.
Erdungsflechte 4 zwischen
Motor und Relais anbringen.
1 Befestigungsschrauben
der Pumpe zum Elektromotor
Hydraulikschlauch
Elektromotor
Klammer
Erdungsflechte
Relais
Ventilgruppe 2 einsetzen.
Rohranschlüsse 3 an
der Ventilgruppe anbringen.
Rücklaufschlauch 1 anbringen.
Hohlschraube 4 anbringen,
die die Ventil- gruppe hält.
Anzugsmoment 40 Nm.
Die Kabel an den Magneten und Druck- schalter 6 entsprechend
der vorherigen Markierung anbringen.
Dichtungsmittel für Kabel
........................................
584 010
Hydraulikanlage/Hydraulikaggregat
Druckschalter unterbricht bei ...................................
145-155 bar
Überdruckventil öffnet bei .......................................
170-180 bar Temperaturwächter unterbricht bei ca.
.................... 90 ˚C Ölfüllmenge total im Achsenlift
.............................. 6,5 Liter
Gewinde für Prüfanschluß in der Hohlschraube ...... M8x1
Werkzeug
Nummer
Bezeichnung
Werkzeugtafel
87 294
Dorn
AD/AS3, G3
87 348
Dorn
AM1
87 550
Dorn
AD2
87 592
Dorn
G1
98 158
Preßplatte
98 450
Schaft
R2, AD2, AM1
98 550
Steckschlüssel
AD3, G3
98 590
Abzieher
AD1
98 596
Abzieherschaft
AD1
98 616
Verstellbarer Dorn
R2, AD2
98 652
Schlagringschlüssel
AD3
98 662
Dorn
R1
98 690
Zugstange
AD1
98 772
Werkzeug zum Heraus- und Einpressen
AD3
98 773
Verlängerung (Zeichnung siehe unten)
98 774
Gegenhalter
AD3
99 003
Hydraulischer Lochzylinder
H1
99 004
Preßluftgetriebene Hydraulikpumpe
H1
99 009
Abzieher
AD/AS3
99 013
Vollgewindespindel
H1
Verlängerung für Heraus- und Einpreßwerkzeug 98 772 wird aus
Stahlrohr mit 26 mm Durchmesser und 5 mm Materialdicke hergestellt,
und trägt die Bezeichnung 98 773
08_1571
Liftachse ASA700
Liftachse ASA700
Allgemeines
ASA700 ist eine luftgefederte Liftachse, die für eine maximale
Achslast von 7,5 Tonnen vorgesehen ist.
Die Liftachse besteht aus einem geschweißten Kastenprofil mit
derselben Grundnabe wie die Vorderradnabe. Die Bremskomponenten kom-
men auch von der Vorderachse.
Nabe
Für Arbeiten an der Nabe wird auf das Service- handbuch verwiesen, 09:01-01,
Vorderrad- nabe, Funktions- und Arbeitsbeschreibung.
Bremsen
Für Arbeiten an den Bremsen wird auf das Ser- vicehandbuch
verwiesen, 10:02-06,
Radbrems- komponenten, Funktions- und Arbeits- beschreibung.
Befestigung
Die Befestigung der Achse ist dieselbe wie an der treibenden
Hinterachse.
1
2
3
7
4
5
6
09_0475
Nabe
Lagereinheit
Distanzscheibe
Nabenmutter
Nabendeckel
Stopfen
ABS-Sensor
8
Liftachse ASA1000
Liftachse ASA1000
Allgemeines
ASA1000 ist eine luftgefederte Liftachse, die für eine maximale
Achslast von 10 Tonnen vorgesehen ist.
Die Liftachse ASA1000 besteht aus einem geschweißten
Kastenprofil mit Nabe AD1300 ohne Antriebswelle und
Antriebswellenkappe. Die Bremskomponenten kommen auch von
AD1300.
Nabe
Für Arbeiten an der Nabe wird auf das Service- handbuch
verwiesen, 09:02-01,
Hinterrad- nabe AD/ADA 1300.
Bremsen
Für Arbeiten an den Bremsen wird auf das Ser- vicehandbuch
verwiesen, 10:02-06,
Radbrems- komponenten, Funktions- und Arbeitsbeschreibung.
Befestigung
Die Befestigung der Achse ist dieselbe wie für die Hinterachse
ADA1300.
1 2 3 4 5
09_0474
11 10
9 8 7 6
ABS-Sensor
Zackenring
Dichtring
Schutzscheibe
Nabenmutter
Nabendeckel
NabendeckelWellenzapfen
Rollenlager, äußeres
Nabe
Distanzhülse
Rollenlager, inneres
08:06-04
Ausgabe 1 de
112 288
Liftachse ASA700D
Liftachse ASA700D
Allgemeines
ASA700D ist eine luftgefederte Liftachse, die für einen
maximalen Druck von 7,5 t ausgelegt ist.
Die Liftachse besteht aus einer quadratischen
Schweißkonstruktion mit der auch an den Vorderrädern
verwendeten Basis-Radnabe.
Auch die Bauteile des Bremssystems entsprechen den bei
Vorderachsen mit Scheibenbremsen verwendeten.
Lagerungen
Die Achslager entsprechen denen der hinteren Antriebsachse.
Radnabe
Zu Arbeiten an der Radnabe siehe "Radnaben für
Scheibenbremsen, Vorderachse, Arbeitsanweisungen".
Bremsen
Zu Arbeiten an den Bremsen siehe "Scheibenbremsen,
Funktionsweise und Arbeitsanweisungen".
ASA1000D ist eine luftgefederte Liftachse, die für einen
maximalen Druck von 10 t ausgelegt ist.
Die Liftachse ASA1000D besteht aus einer quadratischen
Schweißkonstruktion mit AD/ADA1300 Radnabe ohne
Antriebswelle und Antriebswellengehäuse. Auch die
Bauteile des Bremssystems entsprechen den bei AD/ADA1300
mit Scheibenbremsen verwendeten.
Lagerungen
Die Achslagerungen entsprechen denen der AD/ADA1300
Hinterachse.
Radnabe
Zu Arbeiten an der Radnabe siehe "Radnaben für
Scheibenbremsen, Hinterachse, Arbeitsanweisungen".
Beim Ausbau der Radnabe ist Werkzeug 99 356 anstelle von
Platte 98 691 zu verwenden.
Bremsen
Zu Arbeiten an den Bremsen siehe "Scheibenbremsen,
Funktionsweise und Arbeitsanweisungen".
Bei ARA900 handelt es sich um eine Nachlaufachse mit Luftfederung,
die sich hinter der Antriebsachse befindet. Die Nachlaufachse ist
für eine maximale Achslast von 9,0 Tonnen ausgelegt.
Die Nachlaufachse besteht aus einem geschweißten Achsrohr der
gleichen Ausführung wie ASA1000. Die Nachlaufachse verfügt über ein
geschweißtes Achsende aus Gußeisen mit einem Anschlag für einen
Radeinschlagwinkel von 10-25°.
Achsschenkelbolzenlager
Das Achsschenkelbolzenlager in der Achsnabenwelle entspricht dem in
der vorderen Achsnabenwelle. Siehe Service- Handbuch, Hauptgruppe 7,
Vorderachse; Erneuern des Achsschenkelbolzenlagers
Radnabe
Die Radnabe der Nachlaufachse gleicht der der Vorderachsen. Für
Arbeitsbeschreibungen siehe Service-Handbuch, Hauptgruppe 9, Naben
und Räder.
Bremsen
Die Nachlaufachse ist entweder mit Trommelbremsen oder mit
Scheibenbremsen ausgestattet. Für Arbeitsbeschreibung siehe
Service-Handbuch, Gruppe 10.
Lagerung
Das Achslager entspricht dem der hinteren Antriebsachse. Siehe
Service-Handbuch, Hauptgruppe 12, Federung.
Lenkung
Bei den Bauteilen der Lenkung handelt es sich um die gleichen wie
für die Vorderachsen. Um die bestmögliche Lenkgeometrie zu erhalten,
befindet sich die Spurstange vor der Nachlaufachse Die
Geradeausstellung wird am Kugelgelenk am Ende der Kolbenstange des
Rückstellzylinders eingestellt.
Achseinstellung
WICHTIG! Nach
Reparaturarbeiten oder Erneuern der Bauteile Achsgeometrie prüfen,
um anormalen Reifenverschleiß zu verhindern. Siehe Service-Handbuch,
Lenkeinschlagwinkel messen in Hauptgruppe 13, Lenkung.
Technical information
00
TI 00-98 06 16 T/B
en
Chassis Information
Background
Beginning June 15 1998 Scania has started a Chassis Database on the
Internet. The database consists of information on truck chassis
produced as of 1980 and bus chassis produced as of 1983. It does not
include units produced in Latin America.
This is the same information that you can get from the chassis cards
today, together with some com- plementary information.
From August the database will be uppdated on a regular basis, though
you can expect a backlog of a few weeks.
At the end of 1998 this database will be replaced by a modified
database which will be easier to read and also admits possibilities
of systems connections. Scania´s recommendation is to use the
database introduced in June only for manual reading.
ASA701 ist eine luftgefederte Liftachse für Busse mit einer zulässigen
Achslast von maximal 7,5 Tonnen.
Die Liftachse besteht aus einem geformten Stahlrohr mit angeschweißten
Halterungen. Die verwendeten Radnaben entsprechen denen der Vorderachse.
Für die Bremsen werden ebenfalls die auch an der Vorderachse verbauten
Teile verwendet.
Radnabe
Zu Arbeiten an der Radnabe siehe "Vorderradnabe,
Funktions- und Arbeitsbeschreibung" unter Hauptgruppe 9 im
Werkstatthandbuch.
Bremsen
Zu Arbeiten an den Bremsen siehe "Bremsen,
Funktions- und Arbeitsbeschreibung" unter Hauptgruppe 10 im
Werkstatthandbuch.
Achsanbau
Zum Achsanbau siehe "Luftfederung,
Mechanik (Bus)" unter Hauptgruppe 12 im Werkstatthandbuch.
Bei ARA860 handelt es sich um eine luftgefederte, gelenkte Nachlaufachse
für Busse. Die maximale Achslast beträgt 7,5 Tonnen.
Diese Nachlaufachse basiert auf der Achse AMA860, wurde jedoch mit einem
Halter zum Anbau von Luftfederbälgen und Schubstreben ausgestattet.
Sowohl die Radnaben der Nachlaufachse, als auch die Bauteile des
Bremssystems entsprechen den bei der Vorderachse verwendeten.
Radnabe
Zu Arbeiten an der Radnabe siehe Anweisungen in Service-Handbuch, Gruppe
9, Scheibenbremsnabe, Vorderachse.
Lenkung
Zu Arbeiten an der Lenkhydraulik siehe Anweisungen in Service-Handbuch,
Gruppe 13, ARA860 Gelenkte Nachlaufachse hinter Antriebsachse.
Bremsen
Zu Arbeiten am Bremssystem siehe Anweisungen im Service-Handbuch, Gruppe
10, Bauteile des Bremssystems.
Anbau
In Bezug auf Anbau am Rahmen sowie dessen Abmessungen entspricht ARA860
der Achse ASA701. Die beiden oberen Schubstreben können durch Lösen
einer Klemmverbindung und Drehen des Rohres eingestellt werden.
Siehe dazu Anweisungen im Service- Handbuch, Gruppe 12, Bauteile des
Bremssystems.
Zur Achseinstellung siehe Service-Handbuch, Gruppe 13, Achseinstellung,
gelenkte Nachlaufachse ARA860.
Bei Fahrzeugen mit Liftachse und Achslastbe- grenzer reguliert der
Achslastbegrenzer die Antriebsachslast, damit sie den gesetzlich fest-
gelegten Wert nicht übersteigt.
Der Achslastbegrenzer und der Achsenlift sind elektrisch miteinander
verbunden und werden vom gleichen Steuergerät reguliert.
Der Achslastbegrenzer nimmt das Zusammen- drücken der Federung der
Antriebsachse wahr und beeinflußt über Hebel einen induktiven Sensor.
Der Sensor 4 liest die Lage des Hebels 1 ab und teilt dem Steuergerät
mit wieviel die Fede- rung zusammengedrückt ist, das heißt wie groß die
Antriebsachslast ist. Wenn die Belastung der Antriebsachse den
zulässigen Wert über- schreitet, gibt der Sensor dem Steuergerät das
Signal, die Liftachse zu senken.
Der Achslastbegrenzer hat eine eingebaute Verzögerung von circa 20
Sekunden bevor die Achse gesenkt wird.
Infolgedessen wird der Achslastbegrenzer nicht von kurzzeitigen
Federbewegungen beeinflußt, die beim Fahren auf unebener Fahrbahn
entstehen.
Damit der Achslastbegrenzer die Liftachse bei max. zulässiger Achslast
senkt, muß der Aus- lösepunkt richtig eingestellt sein.
Der Auslösepunkt ist theoretisch berechnet, was zur Folge hat, daß der
Wert 300 kg variie- ren kann.
Hebel
Hebelwelle
Rückzugfeder
Sensor
Halter
Arbeitsbeschreibung
Einstellung des Auslösepunkts
Der Auslösepunkt ist vom Werk aus eingestellt. Bei Veränderungen oder
bei Kontrolle des Aus- lösepunkts (der Auslösepunkt ist die Achslast,
bei der die Liftachse abgesenkt wird) muß das Fahrzeug bis zum
betreffenden Auslösepunkt belastet werden.
Kontrolle des Auslösepunkts
Die Antriebsachslast des Fahrzeugs kontrollieren.
Das Fahrzeug mit Gewichten belasten bis die Antriebsachslast dem
betreffenden Aus- lösepunkt entspricht. Kontrollieren, wie weit der
Hebel sich am induktiven Sensor vorbeibewegt hat. Wenn die
Kontrollampe des Sensors leuchtet, ist der Sensor immer noch vom
Hebel verdeckt. Die Kontroll- lampe sitzt an der Hinterkante des
Sensors.
Arbeitsbeschreibung
Das Fahrzeug fahren, damit die Federung sich bewegt. Der
Bewegungswiderstand der Federung soll ausgeglichen werden.
Wenn die Liftachse nun mit einer Verzöge- rung von circa 20 s
absinkt, nachdem die Kontrollampe des Sensors erloschen ist, ist der
Achslastbegrenzer richtig eingestellt.
Hebel
Hebelwelle
Rückzugfeder
Sensor
Halter
08:07-03 de Scania
AB 1996 3
Einstellung
Den Abstand zwischen dem induktiven Sen- sor und dem Hebel
kontrollieren. Der Abstand muß 0,5 mm betragen, durch Lösen der
Muttern und seitliches Versetzen des Sensors einstellen.
Das Anzugsdrehmoment für die Muttern beträgt 6 Nm.
Der Auslösepunkt wird geändert, indem der Abstand B verändert wird,
welcher der Abstand zwischen der Einstellschraube 7 und dem Hebel
ist.
Die Punktschweißung abschleifen, die die Sicherungsmutter an der
Einstellschraube sichert.
Senken des Auslösepunkts: den Abstand B vermindern.
Erhöhen des Auslösepunkts: Abstand B vergrößern.
Gemäß Abschnitt Kontrolle des Auslöse- punkts kontrollieren.
Nach abgeschlossener Einstellung und Kon- trolle die
Sicherungsmutter anziehen und durch Punktschweißung an der Einstell-
schraube sichern.
Die Hinterachse ADA1350 gibt es in zwei Aus- führungen; mit einer
5˚-Neigung nach der Höhe des Antriebskegelrades und mit einer 9˚-Nei-
gung. Die Achse ist der sogenannte Portaltyp, bei dem das Achsgetriebe
im Verhältnis zum Hinterrad tief liegt. Außerdem ist das Achsge- triebe
seitlich verschoben. Die Portalachse macht es möglich, die Fußbodenhöhe
im Inne- ren des Fahrzeugs sehr niedrig zu halten.
Die erste Untersetzung geschieht im Achsge- triebe und die restliche
Untersetzung geschieht in den Reduziervorgelegen im Portalgehäuse.
Das Achsgetriebe enthält einen Kegelradsatz, bestehend aus Tellerrad und
Antriebskegelrad und einem Ausgleichgetriebe.
Tellerrad und Antriebskegelrad
Da hohe Momente übertragen werden, muß die Passung zwischen Tellerrad
und Antriebskegel- rad optimal sein. Daher werden diese Teile bei der
Herstellung in einem Einfahrprozeß paar- weise zusammengefahren. Beim
Tausch des Tel- lerrades oder des Antriebskegelrades müssen folglich
beide Artikel ausgetauscht werden.
Das Tellerrad hat einen verhältnismäßig kleinen Durchmesser, wodurch das
Achsgetriebe platz- sparend wird. Das Antriebskegelrad ist in zwei
konischen Rollenlagern gelagert. Das Tellerrad bildet zusammen mit dem
Ausgleichgehäuse eine Einheit, die mit konischen Rollenlagern gelagert
wird.
Ausgleichgetriebe
Das Ausgleichgetriebe ist konventionell gefer- tigt. Auf der
Tellerradseite wird der Antrieb über eine kurze Antriebsachse übertragen
und auf der Ausgleichgehäuseseite über eine lange Achse.
Der Portalteil enthält ein Reduziervorgelege, bestehend aus einem
Eingangs-Antriebsrad auf zwei Nadellagern, zwei Zwischenrädern und einem
Ausgangs-Antriebsrad auf zwei koni- schen Rollenlagern. Sämtliche
Antriebsräder des Reduziervorgeleges haben eine reduzierte Zahnung.
Portalgehäuse in einem Universalstativ aufstellen.
Aufspannvorrichtung 82 329 ver- wenden. Mit Zugbändern anheben,
siehe Beschreibung Ausbau des Portalgehäuses.
Nabe und Bremse entfernen, siehe Haupt- gruppe 09, Ausbau der Nabe
bei ADA1350.
Achsenrohr entfernen.
Bremssattelbefestigung entfernen.
Ausgangs-Antriebsrad vom Portalgehäuse entfernen.
Beide Lager mit Abzieher 587 511 und Dorn 87 582 abziehen.
Beim Tausch des Zahnrads zwei Löcher in das Zahnrad bohren und mit
M10 gewin- deschneiden. Mit Abzieher 587 519 und Dorn 87 582
abziehen.
Achtung! Das
Zahnrad darf nicht wiederver- wendet werden!
Lagerring des Ausgangs-Antriebsrades ent- fernen. Stemmeisen
verwenden.
Oberen Sicherungsring entfernen.
Deckel mit Hilfe einer M12-Schraube ent-
fernen. Unteren Sicherungsring entfernen.
Treibrad mit einem Messingdorn sperren und Sicherungsschraube lösen.
Unter der Achse gegenhalten, damit sie nicht durch- rutschen kann.
Achse entfernen.
Achtung! Zwei
Stifte sitzen lose in der Achse!
Eingehendes Antriebsrad samt Scheiben
und Lager entfernen.
Gehäuse umdrehen und Lagerringe des Ausgleichgetriebes entfernen,
dazu ein Stemmeisen verwenden.
Schrauben der Achse entfernen.
Zwei Lenkschrauben (M14 x 75) anbringen und Achse herausklopfen.
Achtung! Auf
der Achse sitzen lose Paßschei- ben!
Zwischenrad und Lager aus dem Gehäuse herausnehmen.
Achtung! Position
und Plazierung von Zwi- schenrad und Lager notieren!
Lagerring des Zwischenrades mit Abzieher 587 316 und 587 530
herausziehen.
Konsole anbringen und Schrauben mit 440 Nm anziehen.
Scheiben und Lager, jedoch nicht die Paßscheibe, im oberen und
unteren Loch einsetzen, siehe Abbildung.
Eingangs-Antriebsrad einsetzen. Antriebs- rad etwas vom Zentrum des
Lochs verschie- ben, um Platz für die Meßuhr zu schaffen.
Meßuhr 98 075 und Magnetfußstativ
587 250 zum Messen des Spiels verwenden (Maß A). Messung durch
senkrechtes Anhe- ben des Antriebsrades durchführen.
Dicke der Paßscheibe = A.
Achtung! Maximal
zugelassenes Spiel nach der Justierung ist 0 - 0,03 mm!
Eingangs-Antriebsrad, Scheiben und Lager entfernen.
Lagerring des Zwischenrads mit Dorn
87 292 hereindrücken.
Zwischenrad, Lager und die alte Paßscheibe einsetzen. Achse in einem
Schraubstock mit Dorn 87 348 fixieren.
Meßuhr 98 075 und Magnetfußstativ
587 250 zum Messen des Spiels verwenden.
Achtung! Das
Spiel sollte zwischen 0,05 - 0,08 mm liegen, mit Paßscheibe
korrigieren!
Zwischenrad und Lager einsetzen.
O-Ring der Achse austauschen. Achse und O-Ring einfetten. Achse und
Paßscheibe einsetzen. Lenkschraube (M14 x 75) von unten im Loch der
Achse anbringen.
Achse völlig hineinklopfen.
Zweites Zwischenrad hineinheben.
Achtung! Paßscheibe
des Eingangs-Antriebsra- des, Scheiben und Lager einsetzen, bevor
die Achse des Zwischenrades eingebaut wird. Die Paßscheibe muß im
obersten Loch sitzen!
Achse des Zwischenrades einsetzen, siehe Zusammenbau Punkt 10 - 11.
Eingangs-Antriebsrad mit der Sicherung-
snut nach oben einsetzen.
Stift einfetten und montieren.
Achse einsetzen, dabei von unten gegenhal- ten, damit die Achse
nicht durchrutschen kann.
Sicherungsschraube mit Sicherungsflüssig- keit, Artikelnr. 561200
bestreichen und befestigen. Mit 79 Nm anziehen.
Achtung! Rad
mit Messingdorn sichern!
Unteren Sicherungsring in das Gehäuse ein- setzen.
O-Ring austauschen. O-Ring einschmieren und Deckel anbringen.
Oberen Sicherungsring anbringen.
Schrauben der Achse anbringen und mit 185 Nm anziehen.
Zahnrad mit Dorn 87 445 auf das Ausgangs- Antriebsrad drücken.
Beide Lager des Ausgangs-Antriebsrades auf 100 ˚C erwärmen und
einbauen.
Lagerring des Ausgangs-Antriebsrades mit Dorn 99 147 und 99 192
hineinklopfen.
Ausgangs-Antriebsrad und dessen äußeren Lagerring montieren.
Digitale Schieblehre und Parallelstücke ver- wenden, um den Abstand
zwischen Flansch 2 und Lagerring 1 zu messen (Maß B). Drei Messungen
durchführen und den Mittel- wert ausrechnen.
Achtung! Zwischen
den Messungen das Lager drehen. Lagerring während der Messung mit
der Hand nach unten gegen das Lager drücken!
Digitale Schieblehre und Parallelstücke ver- wenden, um den Abstand
zwischen Flansch 2 und Kontaktfläche 1 des Lagerring zu messen (Maß
C). Drei Messungen an ver- schiedenen Stellen durchführen und den
Mittelwert ausrechnen.
Dicke des Paßscheibe = B + C.
Achtung! Maximal
zugelassenes Spiel 0 - 0,03 mm!
Beispiel 1:
Maß B................................... 1,48 mm
Maß C................................... +0,07 mm
Dicke der Paßscheibe............ =1,55 mm
Bei maximal zulässigem Spiel von 0,03 mm sollte eine Paßscheibe
zwischen 1,52 -
1,55 mm gewählt werden.
Paßscheibe einlegen und Lagerring des Aus- gangs-Antriebsrades mit
Adapter 99 350 und Dorn 87 758 hineinklopfen.
O-Ring der Bremssattelbefestigung austaus- chen.
O-Ring einschmieren. Bremssattelbefesti- gung anbringen und mit 200
Nm anziehen.
O-Ring des Achsenrohres austauschen.
O-Ring einschmieren. Achsenrohr montie- ren und mit 620 Nm anziehen.
Paßscheibe einsetzen und äußeren Lagerring des Ausgleichgetriebes
mit Dorn 87 292 und 98 332 hineinklopfen.
Bremse und Nabe montieren, siehe Haupt- gruppe 09, Anbringen der
Nabe auf ADA1350.
Äusseren Lagerring mit gleichem Werkzeug hineinpressen.
Lager des Antriebskegelrades auf 100 ˚C
erwärmen und Antriebskegelrad einsetzen.
Meßscheibe 82 331 am Antriebskegelrad anbringen.
Achtung! Der
Stift der Scheibe muß in der Mitte hervorragen!
Äußeres Lager des Antriebskegelrades auf 100 ˚C erwärmen.
Antriebskegelrad in die richtige Lage brin- gen und Lager einsetzen.
Mitnehmer und Scheibe anbringen und vor- sichtig die
Endmitnehmermutter anziehen. Hülse 82 330, Gegenhalter 99 129 und
Hebel 88 292 verwenden. Anziehen und zwischenmessen gemäß Punkt 14.
Achtung! Zuerst
Hülse 82 330 anbringen und dann den Gegenhalter 99 129 mit
Distanzschei- ben dahinter montieren, so daß die Hülse nicht klemmt!
Achtung! Vorsichtig
anziehen! Wenn die End- mitnehmermutter zu fest angezogen wird, müs-
sen alle Messungen neu ausgeführt werden!
Anziehen, bis der Rollwiderstand des Mit- nehmers 20 - 40 N beträgt.
Achtung! Bei
Verwendung von neuen Lagern sollte der Rollwiderstand näher bei 40 N
liegen. Bei gebrauchten Lagern sollte der Rollwider- stand näher bei
20 N liegen!
Rollwiderstand mit Federwaage 587 590 messen. Antriebskegelrad
zwischen den Messungen einige Male drehen.
Antriebskegelrad entfernen, siehe Zerlegung Punkt 14 - 17.
Meßscheibe entfernen und ihre Dicke mes- sen (Maß D). Dicke der
Paßscheibe = D.
Antriebskegelrad und Paßscheibe ein- setzen, siehe Zusammenbau Punkt
10 - 11.
Mitnehmer montieren und Endmitnehmer- mutter mit 1000 Nm anziehen.
Hülse
82 330, Gegenhalter 99 129 und Hebel
88 292 verwenden.
Achtung! Drehen
und mit Kunststoffhammer während des Anziehens der Endmitnehmermut-
ter auf das Antriebskegelrad klopfen, damit sich das Lager einpasst!
Nochmals kontrollieren, daß der Rollwider- stand 20 - 40 N ist.
Endmitnehmermutter lösen und Mitnehmer entfernen, siehe Zerlegen
Punkt 14 - 15.
Eine neue Dichtung mit Dichtlippe nach außen gewendet einsetzen.
Dazu Dorn 98 524 und 98 364 verwenden.
Mitnehmer einsetzen und Endmitnehmer- mutter mit 1000 Nm anziehen,
siehe Zusam- menbau Punkt 18.
Sicherungsblech einsetzen und mit einem Kunststoffhammer
hineinklopfen.
Das Sicherungsblech stauchen.
Zwei Schrauben im Tellerrad befestigen, damit die
Ausgleichgehäuse-Hälfte angelegt ist. Ausgleichgehäuse-Hälfte
pressen.
Ausgleichgehäuse-Hälfte in einem Schraub- stock befestigen und
Schrauben des Teller- rads mit 250 Nm anziehen.
Achtung! Nur
neue Sicherungsschrauben ver- wenden!
Druckscheibe auf dem Führungsstift mit der ringförmigen Nut nach
oben einsetzen.
Seitenrad einsetzen.
Ganzen Achsschenkel mit Scheiben- Führungszapfen nach oben 1
einsetzen.
Druckscheibe 2 auf dem Führungsstift mit der ringförmigen Nut nach
oben einsetzen.
Anderes Seitenrad anbringen.
Ausgleichgehäuse-Hälften so zusam- mensetzen, daß die
ZF-Bezeichnungen mit- tig zueinander stehen.
Ausgleichgetriebe in einem Schraubstock befestigen und Schrauben mit
120 Nm anziehen.
Lager des Ausgleichgetriebes auf 100 ˚C
erwärmen und einbauen.
Alte Paßscheibe einsetzen und inneren Lagerring des
Ausgleichgetriebes mit Dorn 98 607 und 87 550 hineinklopfen.
Ausgleichgetriebe in Achsgehäuse ein- setzen.
Äußeren Lagerring des Ausgleichgetriebes
in den Meßdeckel 82 332 einsetzen.
Meßdeckel 82 332 in das Achsgehäuse ein- setzen.
Stellschraube 1 solange anziehen, bis die Meßuhr 98 075
auszuschlagen beginnt, dort liegt das 0-Spiel.
Stellschraube mit Sicherungsschraube 2 sperren.
Meßuhr 98 075 an einem Versenk- schraubkopf des Tellerrads ansetzen
und durch Bewegen des Tellerrades das Zahnspiel kontrollieren.
Korrektes Spiel = 0,15 - 0,20 mm.
Wenn das Spiel zu klein ist - Innere Paßscheibe gegen eine
dickere Paßscheibe austauschen und Messung neu durchführen.
Wenn das Spiel zu groß ist - Innere Paßscheibe gegen eine
dünnere austaus- chen und Messung neu durchführen.
Meßdeckel 82 332 entfernen.
Ausgleichgetriebe aus dem Achsgehäuse herausheben und
Antriebskegelrad mit Markierungsfarbe markieren.
Eine dünne Schicht Markierungsfarbe auf zwei ineinandergreifende
Zähne streichen. Antriebskegelrad eine halbe Umdrehung drehen und
nochmals eine solche Marki- erung vornehmen.
Ausgleichgetriebe wieder einsetzen und Meßdeckel 82 332 anbringen,
siehe Zusam- menbau Punkt 37 - 40.
Zahnkontaktbild folgendermaßen kon- trollieren:
Sicherstellen, daß die Markierungsfarbe mit dem Tellerrad in
Kontakt kommt. Mitnehmer einige Umdrehungen vor- wärts und
rückwärts drehen. Gleichzei- tig Tellerrad mit der Hand bremsen.
Kontrollieren, daß das Zahnkontaktbild sowohl vorn wie auch auf
der Rückseite der Zähne mit Abb. 1 übereinstimmt.
Bei einem Kontaktbild wie Abb. 2 ist das Antriebskegelrad zu
weit vom Zen- trum des Tellerrades entfernt.
Bei einem Kontaktbild wie Abb.3 ist das Antriebskegelrad zu nahe
am Zentrum des Tellerrades.
Antriebskegelrad und Tellerrad justie- ren und vorgeschriebenes
Zahnspiel bei- behalten.
Abbildung 1. Korrektes Zahnkontaktbild.
Vorderseite (konvex) Rückseite
(konkav)
Abbildung 2. Fehlerhaftes Zahnkontaktbild. Das Antriebskegelrad
muß näher am Zen- trum des Tellerrades justiert werden.
Vorderseite (konvex) Rückseite (konkav)
Abbildung 3. Fehlerhaftes Zahnkontaktbild. Das Antriebskegelrad
muß weiter vom Zen- trum des Tellerrades weg justiert werden.
Vorderseite (konvex) Rückseite
(konkav)
Deckel und äußeren Lagerring des Aus- gleichgetriebes entfernen.
Im Deckel den Abstand zwischen Flansch 1 und Kontaktfläche 2 des
Lagerrings ausmes- sen. Dazu Digitalschieblehre und Parallel- stücke
verwenden (Maß E).
Im Portalgehäuse den Abstand zwischen Flansch 1 und Kontaktfläche 2
des Lager- rings mit Digitalschieblehre und Parallel- stücken messen
(Maß F).
Dicke der Paßscheibe = F - E + 0,20 mm (Lagervorbelastung).
Beispiel 3:
Maß E................................... 27,76 mm
Maß F................................... -27,01 mm
Lagervorbelastung............... +0, 20 mm
Dicke der Paßscheibe........... =0,95 mm
Bei einer Toleranz von 0,05 mm sollte eine Paßscheibe zwischen 0,90
- 1,00 mm.
Paßscheibe einsetzen und äußeren Lagerring des Ausgleichgetriebes in
das Portalgehäuse hineinklopfen. Dazu Dorn 87 292 und
98 332 anwenden.
Stift einfetten und montieren.
Achse in das Gehäuse drücken.
Sicherungsschraube mit Sicherungsflüs- sigkeit, Artikelnr. 561200
bestreichen und befestigen. Mit 79 Nm anziehen.
Achtung! Das
andere Ende der Achse mit einer Wasserpumpenzange festhalten. Die
Keilverzah- nungen der Achse mit Weichblech schützen!
Inneren Sicherungsring im Gehäuse ein- setzen.
O-Ring des Deckels austauschen. O-Ring einfetten und Deckel
montieren.
Die Lebensdauer der Hinterachse ist häufig durch Verschleißschäden, die
durch kleine, harte Partikel im Schmieröl verursacht werden, beschränkt.
Ein Ölfilter erhöht die Lebensdauer der Hinterachsgetriebe R560/660 und
R780 durch das Befreien des Öls von diesen Partikeln. Das Intervall
zwischen den Ölwechseln ist ver- längert worden.
Das Hinterachsgetriebe R660 wird bei Doppel- achsbetrieb zusammen mit
RB660 eingesetzt.
Das Achten auf Sauberkeit ist bei Arbeiten an Hinterachsgetrieben von
großer Bedeutung.
Das Ölfilter ist am Ölfangblech aufgeschraubt, der auf dem hinteren Teil
der Achse angeord- net ist.
Das Tellerrad pumpt das Öl über einen speziel- len hierfür konstruierten
Einlaß an das Ölfilter, wo es gereinigt wird. Anschließend wird das Öl
an das Getriebegehäuse zurückgeleitet.
Der spezialkonstruierte Einlaß ist in Nähe des Außenrandes des
Tellerrades angeordnet. Die Position des Einlasses in der Höhe und der
Breite im Verhältnis zum Tellerrad und Ölstand beeinflußt die Größe des
Ölflusses.
Achtung! Es
kann erforderlich sein, bei einer Änderung der Übersetzung des Hin-
terachsgetriebes auch den Ölfänger auszuwechseln.
Der Auslaßkanal besteht aus einem zylindri- schen Rohr und einer Haube,
die verhindert, daß das zu filtrierende Öl von der falschen Seite in das
Filter geleitet wird.
Eine Schutzhaube ist über dem Ölfilter ange- bracht, um dieses vor
Schmutz und Stößen zu schützen.
Achtung! Bei
manchen Aufbauten ist kein Platz für ein Filter am Hinterachsgehäuse
vorhanden. In diesen Fällen muß das Filter durch eine Stahlplatte
ersetzt werden, die zum Hinterachsgehäuse gut mit Silikon abgedichtet
ist. Die Schmierung des Hinterachsgetriebes wird nicht beeinträchtigt,
aber das Ölwechselintervall entspricht dem von Getrieben ohne Filter.
Derselbe Filterhalter wird bei K-Bussen ver- wendet, die Anordnung ist
jedoch anders.
Für das Wechseln von Öl und Filter siehe War- tungsanweisungen unter der
Hauptgruppe 0.
WICHTIG! Beim
Auswechseln des Hinterachs- gehäuses oder der Hinterachse sicherstellen,
daß das für die betreffende Übersetzung richtige Ölfangblech eingebaut
wird.
Achtung! Bei
manchen Aufbauten ist kein Platz für ein Filter am Hinterachsgehäuse
vorhanden. In diesen Fällen muß das Filter durch eine Stahlplatte
ersetzt werden, die zum Hinterachsgehäuse gut mit Silikon abgedichtet
ist. Die Schmierung des Hinterachsgetriebes wird nicht beeinträchtigt,
aber das Ölwechselintervall entspricht dem von Getrieben ohne Filter.