Eine saubere Arbeitsumgebung ist bei Nabengetrieben Vorausset- zung für
Funktionstüchtigkeit und lange Lebensdauer.
Immer die Außenseite des Nabengetriebes und benachbarte Teile reinigen,
um zu verhindern, daß Verunreinigungen beim Ausbau in das Getriebe
gelangen. Alle Teile, sowohl alte als auch neue, reinigen, bevor das
Getriebe wieder zusammengebaut wird.
Alle beweglichen Teile müssen vor dem Zusammenbau hauch- dünn eingeölt
werden. Immer Schmiermittel gemäß Empfehlun- gen unter der Gruppe 0 im
Servicehandbuch verwenden.
Das Zerlegen der Nabe unter der Rubrik ”Instandsetzung” ist chro-
nologisch aufgebaut. Wenn man Radlager auswechseln muß, über- springt
man die Abschnitte ”Auswechseln von Planetenradlagern” und ”Auswechseln
der ABS-Polräder”.
Die Ziffern nach den Bezeichnungen beziehen sich auf die Explo-
sionszeichnung.
Achsdifferentialsperre einschalten. Dies er- leichtert den Einbau
der linken Antriebswelle.
Differentialsperre einschalten. Sie sollte im- mer eingeschaltet
sein, wenn die Antriebs- welle herausgezogen ist, da die Schaltmuffe
sonst aus ihrer Lage fallen könnte.
Schrauben 20 entfernen
und Deckel 32 des
Nabendeckels und die Axialscheiben 27 ab-
nehmen.
Sicherungsring 31 und
Druckscheibe 30 ent-
fernen. Eine M10 Schraube in die Stirn von der Antriebswelle
hineinschrauben und An- triebshalbachse vorsichtig herausziehen, da-
mit die Dichtringe 40 im
Achsrohr nicht beschädigt werden.
32 31
30
104 717
20 27
Die Nabe so drehen, daß die Magnetschrau- 1 2
ben gerade nach oben bzw. nach unten zei-
gen.
! WARNUNG!
100910
3
2 Magnetschraube
Die Entlüftung im Nabendeckel kann ver- stopft sein. Schutzbrille
aufsetzen, da Öl mit hohem Druck herausspritzen kann, wenn der Ölstopfen
entfernt wird.
Das Öl aus der Nabe durch Entfernen beider Magnetschrauben ablassen.
Bei Bedarf Metallpartikel entfernen, die sich an den Magnetschrauben
angesammelt ha- ben.
Einbau
Dichtringe im Achsrohr mit Fett ein- schmieren.
Antriebswelle vorsichtig hineinschieben, da- mit die Dichtringe
nicht beschädigt werden.
Axialscheibe 30 und
Sicherungsring 31 in
der Nut am Sonnenrad anbringen.
Distanzscheiben 27 anbringen,
mit ein wenig Fett werden sie an Ort und Stelle gehalten.
Dichtfläche des Nabendeckels reinigen.
Dichtmittel 815 235 an der Dichtfläche des Nabendeckels und am
Deckel 32 auftragen.
Deckel anbringen.
Schrauben 20 über
Kreuz anziehen. Anzugsmoment 225 +/- 35 Nm.
Nabe mit der Niveaumarkierung gemäß Ab- bildung drehen.
Öl einfüllen, bis der Ölstand die Unterkante des Loches für den
Magnetstopfen erreicht.
Ölfüllmenge ca. 2 Liter pro Nabe.
Siehe Gruppe
0 im Servicehandbuch hin- sichtlich der richtigen Ölqualität.
Die beiden Magnetstopfen anbringen. Anzugsmoment 60 Nm.
Federbefestigung der Hinterachse mit Unter- stellböcken aufbocken.
Bei luftgefederten Fahrzeugen unter dem Rahmen aufbocken,
vorzugsweise hinter der Hinterachse.
! WARNUNG!
Niemals unter einem Fahrzeug arbeiten, daß nur auf einem Wagenheber
ruht. Un- terstellböcke verwenden. Ist die Achse luftgefedert,
müssen die Luftbälge ent- leert werden.
07:0253
Räder abnehmen. Radhebewagen 587 121 verwenden.
Bremstrommel mit Abziehschrauben 87 368 entfernen.
1 2
Die Nabe so drehen, daß die Magnetschrau- ben gerade nach oben bzw.
nach unten zei- gen.
! WARNUNG!
Die Entlüftung im Nabendeckel kann ver- stopft sein. Schutzbrille
aufsetzen, da Öl mit hohem Druck herausspritzen kann, wenn der
Ölstopfen entfernt wird.
Das Öl aus der Nabe durch Entfernen beider Magnetschrauben ablassen.
Bei Bedarf Metallpartikel entfernen, die sich an den Magnetschrauben
angesammelt haben.
Die Schrauben 35,
die den Nabendeckel an der Nabe halten, entfernen.
Wenn das Nabengetriebe zerlegt werden soll, Schrauben 20 lösen,
bevor das Naben- getriebe entfernt wird.
Gewinde in den Abzieherbohrungen des Na- bendeckels reinigen. Zwei
Abzieherschrau- ben 87 368 anbringen.
100910
3
2 Magnetschraube
Nabendeckel so drehen, daß eines der Lö- cher der Ölstopfen nach
oben zeigt. Durch dieses Loch ist die Öse des Sicherungsringes
sichtbar.
Einen Schraubendreher in das Loch bis zum Mitnehmer stecken, so daß
die Klinge in der Öse des Sicherungsringes einhakt.
09_0302
Schraubendreher festhalten und gleichzeitig den Nabendeckel drehen,
wodurch der Si- cherungsring zusammengezogen wird.
! WARNUNG!
Das Nebengetriebe wiegt 50 kg. Hebevor- richtung 98 405 mit der
Stütze 98 401 ver- wenden.
Abziehschrauben hineindrehen, damit sich der Nabendeckel von der
Nabe löst. Kontrol- lieren, daß der Sicherungsring auch wirklich
nicht mehr greift.
Das Nabengetriebe mit Hilfe der Hebevor- richtung von der Nabe
heben. Die Nabe z.B. mit einem Spannband sichern.
Nabengetriebe auf einer horizontalen Unter- lage aufbauen.
Schrauben 20 entfernen
und Deckel 32 des
Nabendeckels und die Axialscheiben 27 ab-
nehmen.
Sicherungsring 31 und
Druckscheibe 30 ent-
fernen.
Planetenradträger und Nabendeckel kenn- zeichnen, um den Zusammenbau
zu erleichtern.
Wichtig! Der
Nabendeckel und der Planetenrad- träger wurden zusammen bearbeitet
und passen nur in einer ganz bestimmten Weise zusammen. Sie können
mit einer Buchstaben- und Ziffern- kombination gekennzeichnet sein.
Wenn sie nicht gekennzeichnet sind, muß dies geschehen, damit der
Nabendeckel und der Planetenradträ- ger nicht in irgendeiner Weise
verwechselt wer- den und, um den Zusammenbau zu erleichtern.
20 32
27 31
102 928
30
Vier der Schrauben des Deckels so anbrin- gen, daß der Abstand
zwischen der Anlage- fläche der Schrauben und dem Deckel ca. 20 mm
beträgt.
Abwechselnd mit einem Kunststoffhammer gegen die Schrauben klopfen,
so daß sich die Führungshülsen vom Nabendeckel lösen. Der
Planetenradträger ”hängt” jetzt in den Schrauben. Den
Planetenradträger weiterhin in den Schrauben hängen lassen.
Nabengetriebe anheben und auf den Rohr- dorn 99 136 mit dem
Stützring 99 144 stel- len, so daß der Planetenradträger des
Nabengetriebes am Stützring anliegt.
Die vier Schrauben entfernen.
Nabendeckel abheben. Der Planetenradträ- ger bleibt mit Ritzel und
Lager auf dem Stützring liegen.
Hohlrad entfernen.
20 mm
09_0485
99 144
99 136
Die Lage der Planetenräder im Verhältnis zum Planetenradträger
kennzeichnen. Die Planetenräder müssen beim Zusammenbau an derselben
Stelle montiert werden.
Sonnenrad und Planetenräder entfernen.
102 778
1
6 5
2
7
4
102 768
3
1-4 Kennzeichnung
der Lage
Hohlrad
Planetenrad
Sonnenrad
Kontrolle der enthaltenen Teile
Dichtringe und O-Ringe müssen immer durch neue Teile ersetzt werden.
Das gesamte Spiel zwischen den Rollen des Rollenlagers durch
Einführen einer Fühllehre zwischen zwei der Rollen messen. Die Mes-
sung erfolgt ohne Planetenrad.
Wenn das Spiel mehr als 0,7 mm beträgt oder wenn die Rollen
beschädigt sind, müssen die Lager ausgewechselt werden.
Beim Auswechseln der Lager auch immer gleichzeitig die Planetenräder
auswechseln.
Die Außenringe der Rollenlager sitzen mit Preßpassung im Nabendeckel
und im Plane- tenradträger.
Die Planetenräder müssen ausgewechselt werden, wenn ein Lagerzapfen
oder irgendein Zahn beschädigt ist. Alle Planetenräder müs- sen
ausgewechselt werden. Die Rollenlager müssen dabei auch
ausgewechselt werden.
Das Sonnenrad muß ausgewechselt werden, wenn es zu Grübchenbildung
mit einer Aus- breitung über 5 mm gekommen ist. Weich ge- rundete
Verschleißspuren an den Zahnflanken sind in der Regel kein Anlaß,
das Sonnenrad auszuwechseln.
Das Hohlrad muß nur dann ausgewechselt werden, wenn ein Zahn
teilweise oder ganz abgebrochen ist.
Die Druckscheibe im Sonnenrad muß ausge- wechselt werden, wenn sie
eine deutliche Vertiefung von mehr als 0,2 mm aufweist.
Auswechseln der Lager im Planetengetriebe
Sicherungsscheiben 22 am
Planetenradträ- ger 19 entfernen.
Die Schrauben 23 sind
mit Sicherungsflüssigkeit gesichert.
Achtung! Schrauben
vor dem Entfernen 5-6 s mit einer Schweißflamme (max. 200 C)
erwärmen.
Lager 24 mit
Dorn 98 582 und Schaft 98 450 aus dem Planetenradträger pressen.
Lager 24 von
innen mit Dorn 98 582 und Schaft 98 450 aus dem Nabendeckel
pressen.
Mit Dorn 98 582 und Schaft 98 450 neue La- ger im
Planetenradträger und Nabendeckel anbringen.
Sicherungsscheiben für die Lager am Plane- tenradträger
anbringen. Schrauben mit Si- cherungsflüssigkeit 561 200
sichern.
Anzugsmoment 24 +/- 4 Nm.
102 774
98 450
102 769
98 582
Zusammenbau des Nabengetriebes
Anhand der beim Zerlegen angebrachten Markierung kontrollieren,
daß Nabendeckel 18 und
Planetenradträger 19 zusammenge-
hören.
Planetenradträger auf dem Rohrdorn 99 136 mit Stützring 99 144
anbringen.
Sonnenrad 28 mit
der Sicherungsnut nach oben (außen) anbringen.
Hohlrad 26 anbringen.
99 144
09_0484
99 136
99 144
102 825
99 136
Nabendeckel am Planetenradträger anbrin- gen.
Achtung! Dieser
kann nur in einer Position mon- tiert werden. Die Führungszapfen
so einpassen, daß sie gemäß zuvor angebrachter Markierung exakt
in den Nabendeckel passen. Den Deckel mit Handkraft festdrücken.
Vier der Originalschrauben des Deckels neh- men und mit deren
Hilfe die Führungszapfen in den Planetenradtäger hineinziehen.
Schrauben über Kreuz anziehen, bis der Pla- netenradträger am
Nabendeckel anliegt. Die Schrauben werden entfernt, nachdem das
Ge- triebe an Ort und Stelle montiert worden ist.
Axialscheibe 30 und
Sicherungsring 31 in
der Nut am Sonnenrad montieren.
Distanzscheiben 27 anbringen,
mit ein wenig Fett werden sie an Ort und Stelle gehalten.
Dichtmittel 815 235 an der Dichtfläche des Nabendeckels 18 und
am Deckel 32 auftra-
gen und Deckel anbringen.
Wenn das Nabengetriebe im Fahrzeug mon- tiert ist, Schrauben 20 über
Kreuz anziehen.
Differentialsperre einschalten. Dies erleich- tert den Einbau
der linken Antriebswelle.
Differentialsperre einschalten. Sie sollte im- mer eingeschaltet
sein, wenn die Antriebs- welle herausgezogen ist, da die
Schaltmuffe sonst aus ihrer Lage fallen könnte.
Antriebswelle herausziehen.
Die beiden Dichtringe 40 und
die Scheibe 41
102 826
mit dem Gleithammer 87 596 entfernen. 87 596
Eine neue Scheibe 41 einsetzen.
Die Außen- seiten der Dichtringe 40 mit
Fett schmieren und einen Dichtring nach dem anderen mit dem Dorn
87 505 hineinklopfen.
Wichtig! Darauf
achten, daß die Dichtringe rich- tig herum montiert werden.
Die Dichtlippen der Dichtringe 40 reichlich
mit Fett schmieren.
Eine geteilte Schutzhülse 99 157 (die modi- fiziert und geteilt
worden ist) durch die Dichtringe 40.
Antriebswelle vorsichtig in das Achsrohr hineinschieben, damit
die Dichtringe 40 nicht
beschädigt werden.
Schutzhülse 99 157 entfernen, indem sie nach hinten über die
Antriebswelle gezogen wird.
Wenn die Lager nicht ausgewechselt werden sollen, muß das Lagerspiel
vor dem Entfernen der Nabe kontrolliert werden. Wenn das Lager-
spiel mehr als 0,05 mm beträgt, muß es justiert werden. Wenn nicht,
kann die Nabe ohne Ju- stierung des Lagerspiels montiert werden.
Bremsbacken so kennzeichnen, daß sie an derselben Stelle
montiert werden können. Rückzugfeder mit dem Werkzeug 87 015
oder mit einer kleinen Brechstange entfernen.
Rückzugfedern, Sicherungsringe, Scheiben und O-Ringe auf dem
Stehbolzen entfernen und Backen abnehmen.
Eventuell vorhandenen ABS-Sensor entfernen.
Differentialsperre einschalten. Sie sollte immer eingeschaltet
sein, wenn die An- triebswelle herausgezogen ist, da die
Schaltmuffe sonst aus ihrer Lage fallen könnte.
Antriebswelle herausziehen.
Die beiden gestauchten Blechlaschen der Nabenmutter nach oben
klopfen und Naben- mutter entfernen. Hülse 98 580 und bei-
spielsweise Kraftvervielfältiger 587 259 verwenden.
Wichtig! Keinen
Schlag-Schrauber beim Entfer- nen der Nabenmutter verwenden.
Achtung! Die
Nabenmutter auf der linken Seite hat Linksgewinde.
Lage des Mitnehmers auf der Achse kenn- zeichnen.
Mitnehmer und Nabe mit dem Abzieher 98 590 und der Platte 99 356
abziehen. Bei Speichenrädern werden auch zwei Adapter 98 688
verwendet.
Achtung! Darauf
achten, daß das Gewinde des Abziehers gut geschmiert ist.
08_1589
98 590
99 356
Distanzhülse und Paßscheiben entfernen. Nabe
für Scheibenrad und 24” Speichenrad
98 688 x 2
99 356
08_1590
98 590
Nabe für 20” und 22,5” Speichenrad
Kontrolle der enthaltenen Teile:
Die Gewinde von Nabenmutter und Hinter- achsgehäuse dürfen nicht
beschädigt sein.
Sitzt einer der Lageraußenringe locker, muß die Nabe ausgewechselt
werden.
Wenn die Lagerringe, Rollen oder Rollenkä- fige die geringste Spur
von Schäden aufwei- sen, müssen sie ausgewechselt werden. Die Lager
in erster Linie nach dem Zustand des Lagerinnenrings beurteilen. Den
Innenring wie folgt untersuchen:
Licht gegen das ”spitze” Ende des Lagers richten. Es besteht die
Möglichkeit, von der anderen Seite Schäden zu entdecken.
Die Lage der Innenringe kennzeichnen und beim Einbau eine halbe
Umdrehung drehen.
Schritt 1 und 2 befolgen, wenn die Radlager nicht ausgewechselt worden
sind.
Den Dichtring 13 mit
Hilfe des Gleitham- mers 87 596 aus der Nabe 1 ziehen.
Einen neuen Dichtring mit dem Dorn 99 230 hineinpressen.
08_1588
Achtung! Es
ist von großer Bedeutung, daß der Dichtring richtig herum montiert
wird.
99 230
Distanzhülse 11 und
Paßscheiben 12 anbrin-
gen. Wenn die Lager ausgewechselt werden, muß die Gesamtdicke der
Paßscheiben min- destens 5,2 mm (4 St. à 1,3 mm) betragen, um
sicherzustellen, daß das Radlager beim Kontrollieren und Justieren
der Lagervor- spannung Spiel hat.
Dichtring der Nabe 13 und
Verschleißring
2mit
Fett einstreichen.
Die Nabe an Ort und Stelle heben. Dabei un- bedingt von einem
Kollegen helfen lassen! Vorsichtig vorgehen, damit der Dichtring 13 nicht
beschädigt wird.
Achsrohr 48 mit
Fett schmieren.
12 11
104 267
13 2
Das äußere Lager 10 auf
ca. 70-80 C erwär- men und mit dem Dorn 87 550 aufpressen.
Wichtig! Das
Lager nicht bis zum Anschlag auf- pressen. Das Lager nimmt beim
Festziehen der Nabenmutter 17 ihre
richtige Lage ein.
Mitnehmer 4 mit
dem Sicherungsring 16 an-
bringen. Mit dem Dorn 87 550 auftreiben. Die Ölschaufel des
Mitnehmers muß in die Aussparung im Achsrohr passen. Die Öse des
Sicherungsrings gerät somit nach oben.
104 493
Wichtig! Darauf
achten, daß das Gewinde nicht beschädigt wird.
104 495
87 550
Nabenmutter 17 mit
der Hülse 98 580 anzie- hen.
Anzugsmoment 300-500 Nm.
Die Nabe mindestens 5 Umdrehungen dre- hen und die Mutter bei
fortgeführtem Dre- hen festziehen.
Anzugsmoment 1100 Nm.
Vorzugsweise den Kraftvervielfältiger 587 259 mit dem
Übersetzungsverhältnis 4:1 verwenden.
275 Nm x 4 = 1100 Nm
1100Nm
--------------------- =
4
275Nm
Radlagervorspannung
Um die Radlagervorspannung zu kontrollie- ren, wird das Meßwerkzeug 99
091 und der Abzieher 98 590 verwendet.
Meßwerkzeug 99 091 und Abzieher 98 590 anbringen. Die
Abzieherschraube über die Kontermutter am Meßwerkzeug sichern.
Achtung! Darauf
achten, daß das Gewinde des Abziehers gut geschmiert ist.
Meßwerkzeug 99 091
Abzieherschraube im Uhrzeigersinn anzie- hen, um die Nabe nach innen
zu drücken.
Anzugsmoment 20 Nm (1).
104 494
Nabe 5 Umdrehungen rotieren (2) und er- neut kontrollieren, daß die
Abzieherschrau- be mit 20 Nm angezogen ist.
102 777
Eine Meßuhr mit Magnetfuß an der Nabe be- festigen und die Meßspitze
gegen den Mit- nehmer anlegen und Meßuhr auf Null stellen.
Anlagestelle der Meßspitze am Mit- nehmer kennzeichnen.
Abzieherschraube entgegen dem Uhrzeiger- sinn drehen, um die Nabe
nach außen zu ziehen.
Anzugsmoment 20 Nm (1).
Meßspitze lösen und Nabe 5 Umdrehungen rotieren (2). Erneut
kontrollieren, daß das Moment an der Abzieherschraube 20 Nm beträgt.
An der Markierung die Meßuhr ablesen. Paßscheiben entfernen oder
auswechseln, um die richtige Radlagervorspannung zu er- halten. Das
Lager muß zwischen 0 und
0,1 mm vorgespannt sein.
Alte Lager müssen justiert werden, wenn das Radlagerspiel 0,05 mm
übersteigt.
Einstellwert (Achtung! Radlagervorspannung)
0,0 bis -0,10 mm.
Paßscheiben sind in folgenden Stärken erhält- lich: 1,00, 1,05, 1,20
und 1,30 mm.
Beispiel:
Die richtige Lagereinstellung liegt zwischen 0 und -0,10 mm. Die
Meßuhr zeigt 0,12 mm. Zwei 1,3 mm Paßscheiben durch zwei 1,20 mm
Schei- ben ersetzen.
Die Meßuhr hat 0,12 mm angezeigt. Die Paß- scheiben werden um 0,2 mm
verringert (0,12 - 0,20). Die Lagervorspannung beträgt - 0,08 mm.
Um die Paßscheiben auswechseln zu können, muß das äußere Lager
abgezogen werden, siehe ”Entfernen der Nabe”, Seite 22.
Die Nabe mit der erforderlichen Anzahl Paß- scheiben 8 zusammenbauen.
Die Nabemutter 17 gemäß
Schritt 9 auf Seite 33 anziehen.
Mutter 17 durch
das Biegen eines Teils ihres Flansches in die Aussparungen am
Mitneh- mer sichern.
Die Stehbolzen mit Fett 329 481 schmieren. O-Ringe, Bremsbacken,
Scheibe, Siche- rungsringe und Rückzugfeder anbringen. Dorn 87 153
für die Sicherungsringe und Montagewerkzeug 87 015 für die Rückzug-
federn verwenden.
Eine neue Scheibe 41 einsetzen.
Die Außen- seiten der Dichtringe 40 mit
Fett schmieren und einen Dichtring nach dem anderen mit dem Dorn 87
505 hineinklopfen.
Achtung! Es
ist wichtig, daß die Dichtringe rich- tig herum montiert werden.
Dichtlippen der Dichtringe reichlich mit Fett schmieren.
Eine geteilte Schutzhülse 99 157 durch die Dichtringe 40 montieren.
Antriebswelle vorsichtig in das Achsrohr hineinschieben, damit die
Dichtringe 40 nicht
beschädigt werden.
Schutzhülse 99 157 entfernen, indem sie nach hinten über die
Antriebswelle gezogen wird.
Wenn die Antriebswelle ausgebaut ist, die Dichtringe 40 mit
Fett einschmieren.
Schutzhülse 99 157 durch die Dichtringe an- bringen.
Antriebswelle vorsichtig in das Hinterachs- rohr schieben, damit die
Dichtringe nicht be- schädigt werden.
Schutzhülse 99 157 entfernen, indem sie nach hinten über die
Antriebswelle gezogen wird.
O-Ring 15 an
der Nabe 1 durch
einen neue ersetzen.
Den neuen O-Ring 15 einölen.
09_0486
99 157
09_0487
99 157
Beide Enden des Sicherungsringes zusam- menhaken.
Nabengetriebe mit der Hebevorrichtung 98 405 und der Stütze 98 401
an Ort und Stelle heben. Nabe mit einem Spannband o.ä. sichern.
Darauf achten, daß die Schraubenlöcher des Nabendeckels in die
entsprechenden in der Nabe passen und daß die Antriebswelle in das
Sonnenrad paßt sowie, daß das Hohlrad in den Mitnehmer eindringt.
Das Nabenge- triebe gegen die Nabe hineinschieben.
Schrauben 35 in
der Nabe einsetzen, um den Nabendeckel anziehen zu können, wenn die-
ser den O-Ring erreicht.
Wenn der Deckel abgenommen wurde, durch das Ölablaßloch
kontrollieren, daß der Sicherungsring in seine Nut greift.
Wenn der Deckel abgenommen worden ist:
Distanzscheiben 27 anbringen,
mit ein wenig Fett werden sie an Ort und Stelle gehalten.
Dichtmittel 815 235 an der Dichtfläche des Nabendeckels 18 und
am Deckel 32 auftra-
gen und Deckel anbringen.
Wenn das Nabengetriebe im Fahrzeug mon- tiert ist, Schrauben 20 über
Kreuz anziehen.
Anzugsmoment 225 +/- 35 Nm.
98 401
1 Spannband
32
20
1
102 776
98 405
18
104 268
27
Die Nabe so drehen, daß die Markierungsli- nie waagerecht ist.
Öl auffüllen, bis der Ölfüllstand das Loch des unteren
Magnetstopfens erreicht.
Die Ölfüllmenge beträgt ca. 2 Liter pro Nabe.
Siehe Gruppe
0 im Servicehandbuch für die rich- tige Ölqualität.
Die beiden Magnetstopfen festschrauben. Anzugsmoment 60 Nm.
Den Staub von der Bremstrommel abwa- schen. Besonders sorgfältig
sein bei der Flä- che der Trommel, die an der Nabe anliegt.
Achtung! Schmutz
zwischen Nabe, Bremstrom- mel und Felge verursacht Vibrationen!
Bremstrommel montieren.
Gewinde der Muttern schmieren. Räder an- bringen und Radmuttern über
Kreuz anzie- hen.
Anzugsmoment 600 Nm (Scheibenrad) oder 350 Nm (Speichenrad).
Momentschlüssel oder Schrauber mit Dreh- momentstab 98 661 verwenden.
Wenn ein Schlag-Schrauber verwendet wird, sollte er ein Drehmoment
zwischen 1500 und
Die Entlüftung im Nabendeckel kann ver- stopft sein. Schutzbrille
aufsetzen, da Öl mit hohem Druck herausspritzen kann, wenn der
Ölstopfen entfernt wird.
Den unteren der beiden Magnetstopfen ent- fernen.
Ölstand kontrollieren. Bei korrektem Öl- stand muß sich das Öl genau
auf einem Ni- veau mit der Unterkante des Loches des Magnetstopfens
befinden.
Bei Bedarf Metallpartikel entfernen, die sich an den Magnetschrauben
angesammelt haben.
Beim Auffüllen von Öl siehe Gruppe
0 im Ser- vicehandbuch hinsichtlich der richtigen Ölquali- tät.
Die richtige Ölfüllmenge in einer Nabe beträgt ca. 1,6 Liter beim
Ölwechsel und ca. 2 Liter beim Zerlegen.
Kontrollieren, daß die Dichtung der Magnet- stopfens unversehrt ist.
Magnetstopfen an- bringen und festziehen.
Anzugsmoment 60 Nm.
Ein niedriger Ölstand kann zwei Ursachen ha- ben, äußere und/oder innere
Leckage.
08_1564
3
Markierungslinie
Magnetschraube
Äußere Leckage
Bei äußeren Leckagen fließt das Öl am Dichtring 13 oder
am O-Ring 9 vorbei.
Die Leckage kann ihre Ursache auch auf der Außenseite der Nabe über den
O-Ring 15,
die Dichtung 34 oder
die Dichtfläche zwischen Nabendeckel und Deckel haben.
Innere Leckage
Bei einer inneren Leckage kann der Ölstand ent- weder zu hoch oder zu
niedrig sein. Dies liegt daran, daß das Öl in der Nabe und im Achskörper
bei Beschädigung an den Dichtringen 40 vorbei-
fließen kann.
Übersetzung im
Nabengetriebe.............................................. 1:2,857
Ölfüllmenge in jeder
Nabe.................................................ca. 2 Liter
Ölqualität..............................Siehe Gruppe 0 oder
Betriebsanleitung Fett für Stehbolzen
....................................................Art.Nr. 329 481
Sicherungsflüssigkeit ........................ Art.Nr. 561 200 oder 814
282
Einstellwerte, Kontrollmaße
Max. Lagerspiel, bei Kontrolle
............................................0,05 mm
Eingelaufene Lager
....................................................... 0 - -0,10 mm
Neue Lager.............................................................-
0,05 - -0,15 mm
Niemals Arbeiten unter einem Fahrzeug durchführen, das nur mit einem
Wagenheber angehoben ist. Fahrzeug stets mit geeigneten Unterstellböcken
abstützen. Bei Fahrzeugen mit Luftfederung müssen die Luftfederbälge
entlüftet sein.
Vorderachse anheben und abstützen.
Rad mit einer Drehvorrichtung drehen und auf Laufgeräusche des
Radlagers achten. Falls das Rad von Hand gedreht wird, können auch
fehlerfreie Radlager tickende Geräusche verursachen.
Rad mit Radheberwagen 587 121 abbauen. Bremstrommel mit
Abzieherschrauben
87 368 abbauen.
07:0253
Abdeckung aus der Mitte des Radnabendeckels herausschrauben und eine
Schraube M20x50 mit durchgehendem Gewinde einschrauben, bis sich der
Nabendeckel löst.
Radnabe auf austretendes Fett prüfen.
Meßuhr 98 075 mit Magnetfuß 587 250, wie gezeigt, anbauen. Die
Meßspitze muß auf der Mittellinie des Wellenzapfens aufstehen.
Radnabe von Hand gleichzeitig eindrücken und drehen, damit sich die
Lagerkörper setzen. Meßuhr auf Null stellen.
Radnabe gleichzeitig herausziehen und drehen. Lagerspiel notieren.
Messung mehrmals wiederholen und Durchschnittswert errechnen.
Ist das Spiel größer als 0,2 mm, muß das Radlager ersetzt werden.
Niemals Arbeiten unter einem Fahrzeug durchführen, das nur mit einem
Wagenheber angehoben ist. Fahrzeug stets mit geeigneten Unterstellböcken
abstützen. Bei Fahrzeugen mit Luftfederung müssen die Luftfederbälge
entlüftet sein.
Zerlegen
Vorderachse anheben und abstützen.
Rad mit Radheberwagen 587 121 abbauen. Bremstrommel abbauen.
07:0253
Abdeckung aus der Mitte des Radnabendeckels herausschrauben und eine
Schraube M20x50 mit durchgehendem Gewinde einschrauben, bis sich der
Nabendeckel löst.
Hinweis: Bei
Fahrzeugen bis 05/96 können Radnabenmuttern mit Links- oder
Rechtsgewinde verbaut sein. Fahrzeuge ab 05/96 haben Radnabenmuttern
mit Rechtsgewinde. Die Anzugs-Drehrichtung ist durch einen Pfeil auf
der Mutter gekennzeichnet.
Radnabenmutter mit Steckschlüssel 99 307 abbauen und Distanzscheibe
entfernen.
99 307
07_0238
Schutzhülse 99 311 anbauen.
Radnabe mit Abzieher 98 590 abbauen. Abziehergewinde schmieren.
99 311
09 0448
98 590
Sicherungsring ausbauen.
Radnabe in eine Presse einsetzen. Radnabe an drei Punkten so
auflegen, daß die Radschrauben nicht belastet werden. Radlager mit
Treibstück 99 303 und Welle 98 450 auspressen. Bei Fahrzeugen mit
ABS das Impulsrad umbauen.
98 450
09 0449
99 303
Zusammenbau
Radnabe herumdrehen und wie gezeigt auf der Scheibe 99 141
ausrichten.
Radlager mit Treibstück 99 303 und Welle 98 450 einpressen. Beim
korrekten Einbau steht das Radlager geringfügig auf der Rückseite
der Radnabe über.
98 450
99 303
09_0450
99 141
ABS-Impulsrad auf Scheibe 99 141 auflegen und Radnabe daraufsetzen.
Scheiben ohne Nut für das ABS-Impulsrad sind gem. Abbildung
nachzuarbeiten.
165
114 949
2
Radnabe und Lager zusammenpressen, bis das Impulsrad auf der Nabe
sitzt. Treibstück 99 303 und Welle 98 450 verwenden.
Sicherungsring einbauen.
Vorderachsnabenwelle mit Schmierfett 816 146 schmieren und Nabe
aufsetzen.
98 450
99 303
09 0450
99 141
Schutzhülse abbauen. Distanzscheibe schmieren und einbauen. Stift
der Distanzscheibe in der Nut der Vorderachsnabenwelle ausrichten.
Position der Scheibe gegenüber der Nabe markieren. Dadurch kann
sichergestellt werden, daß sich die Scheibe beim Festziehen der
Mutter nicht verdreht.
Radnabenmutter und Nabengewinde ölen. Die Mutter ist selbstsichernd
und kann mehrmals verwendet werden. Mutter mit Steckschlüssel 99 307
festziehen.
114 517
Hinweis: Bei
Fahrzeugen bis 05/96 können Radnabenmuttern mit Links- oder
Rechtsgewinde verbaut sein. Fahrzeuge ab 05/96 haben Radnabenmuttern
mit Rechtsgewinde. Die Anzugs-Drehrichtung ist durch einen Pfeil auf
der Mutter gekennzeichnet.
WICHTIG! Falls
sich die Mutter von Hand aufschrauben läßt, muß sie erneuert werden.
Korrekte Position der Distanzscheibe sicherstellen, da andernfalls
die Radnabe auch bei korrektem Anzugsdrehmoment nicht sicher
befestigt ist. Durch axiales Drücken auf den Steckschlüssel beim
Anziehen kann die Scheibe am Drehen gehindert werden.
o
45
Während des Festziehens muß die Nabe ständig gedreht werden.
Nabenmutter mit 1100 Nm festziehen.
114 518
Falls der Arbeitsbereich des Drehmomentschlüssels nicht bis 1100 Nm
reicht, ist die Mutter zuerst mit 300 Nm festzuziehen. Dann eine
Flankenkante der Radnabenmutter auf der Nabe markieren. Mutter
weiterdrehen, bis die Kante der nächsten Flanke an der Markierung
anliegt. Bei einer Sechskantmutter entspricht dies einem Winkelanzug
von 45˚. Dies entspricht einem Gesamtdrehmoment von 1100 Nm.
Hinweis: Der
Steckschlüssel 99 307 ist mit 30˚ markiert. Bei 45˚ eine Markierung
zur
Verwendung mit dem Steckschlüssel anbringen.
O-Ring im Radnabendeckel prüfen. Kontaktfläche des Radnabendeckels
mit der Nabe schmieren und Deckel anbauen. Abdeckung einschrauben
und mit 10 Nm festziehen.
Staub von Bremstrommel entfernen. Anlagefläche der Bremstrommel an
der Nabe sorgfältig prüfen. Zwischen Nabe, Bremstrommel und Rad
befindliche Schmutzpartikel können beim Bremsen Vibrationen
verursachen.
Eine komplette Vorderradnabe besteht aus der Nabe 9, der Lagereinheit 7
mit dem Siche- rungsring 8, der Distanzscheibe 1, der selbstsi- chernden
Nabenmutter 2, dem Nabendeckel 4, dem Stopfen 3 und dem Sicherungsring
5.
Ist das Fahrzeug mit einem ABS-Bremssystem ausgerüstet, befindet sich
außerdem ein Polrad 6 auf der Innenseite der Nabe.
Die Radnabe ist mit einer dauergeschmierten, abgedichteten und ab Werk
vorgespannten Lagereinheit auf dem Achsschenkelbolzen gelagert.
Die Lagereinheit besteht aus zwei Kegelrollen- lagern mit einem
gemeinsamen Außenring und je einem Innenring, die mit einem Sicherungs-
ring zusammengehalten werden.
Bei einem Radlagerwechsel muß die Einheit komplett ausgewechselt werden.
Durch Entfernen der Nabenmutter können Rad, Bremsscheibe, Nabe und
Lagereinheit als Ein- heit ausgebaut werden, was z.B. bei Bremsen-
arbeiten von Vorteil ist.
Den Stopfen vom Mittelloch des Nabendek- kels entfernen und eine
M20-Schraube mit durchgehendem Gewinde, mindestens 50 mm lang,
hineinschrauben. So lang hineindrehen, bis sich der Nabendeckel
löst.
Meßuhr 98 075 und Magnetfußstativ
587 250 gemäß Abbildung aufbauen. Die Meßspitze muß in dieselbe
Richtung zeigen wie der Achsschenkelbolzen.
Die Nabe nach innen drücken und gleichzei- tig von Hand drehen,
damit die Lagerrollen sich setzen. Die Meßuhr auf Null stellen.
Die Nabe nach außen ziehen und gleichzeitig drehen. Das Lagerspiel
ablesen. Die Messung einige Male wiederholen und einen Mittel- wert
errechnen.
Wenn das Spiel größer als 0,2 mm ist, muß das Lager ausgewechselt
werden.
Niemals unter einem Fahrzeug arbeiten, das nur auf einem Wagenheber
steht.
Immer Unterstellböcke verwenden. Ist die Vorderachse luftgefedert,
müssen die Luftbälge entleert werden.
07:0253
Das Rad mit dem Radhebewagen 587 121 entfernen.
Das Fahrerhaus kippen und den Kotflügel entfernen.
Die Anschlüsse für Verschleißindikatoren und Potentiometer lösen.
Den Bremszylinder vom Bremssattel lösen. Den Zylinder z.B. an einem
Band aufhän- gen, damit er beim Arbeiten nicht behindert.
Wichtig! Das
Loch für die Druckstange über- decken, z. B. mit Klebestreifen.
Den Stopfen über der Bremsenverstellvor- richtung entfernen und die
Vorrichtung ent- fernen.
Einstellen der Bremsen
99 344
Das Hebezeug 99 344 im Bremssattel fest- schrauben.
Das Hebezeug mit Hilfe eines Gurtes am Laufkran befestigen.
Wichtig! Die
Bremse am Laufkran befestigen, bevor sie abgeschraubt wird, da die
Bremse sonst hinunterfällt.
Die Schrauben entfernen, die die Bremse halten.
Die Bremse entfernen.
Wichtig! Die
Bremse so ablegen, daß der Balg über dem Gleitstift nicht beschädigt
wird.
103 076
Ausbau der vorderen Bremse mit waagerechtem Bremszylinder
99 344
103 077
Ausbau der vorderen Bremse mit senkrechtem Bremszylinder
Den Stopfen vom Mittelloch des Nabendek- kels entfernen und eine
M20-Schraube mit durchgehendem Gewinde, mindestens 50 mm lang,
hineinschrauben. So lang hineindrehen, bis sich der Nabendeckel
löst.
Die Nabe zusammen mit der Bremsscheibe ist so schwer, daß es sich
empfiehlt, beim Ausbau einen Heber zu verwenden.
Die Nabe mit V-Block 98 401, Halter 98 402, Aufspannvorrichtung 98
404 und 2 Hülsen 99 345 am Getriebeheber 587 313 befestigen.
Wichtig! Die
Hülsen 99 345 ganz an die Nabe anziehen.
99 345
98 404
98 700
98 402
98 401
103 082
98 405
Die Nabenmutter mit der Hülse 99 307 lösen.
Die Schutzhülse 99 311 am Achsschenkel- bolzen anbringen.
Wichtig! Die
Schutzhülse verwenden, um nicht das Risiko einzugehen, den
Sicherungsring der Lagereinheit zu beschädigen.
Die Nabe mit dem Abzieher 98 590 lösen.
99 311
103 083
98 590
Den Sicherungsring des Radlagers mit einer Einsprengzange entfernen.
Die Nabe in einer Presse aufbauen. Die Nabe an drei Stellen
abstützen, damit die Radschrauben nicht beschädigt werden. Die
Lagereinheit mit Dorn 99 303 und Schaft 98 450 hinauspressen. Das
Polrad auffan- gen, wenn das Fahrzeug mit ABS ausgerü- stet ist.
Die Nabe in einer Presse aufbauen. Unter der Bremsscheibe abstützen,
damit die Nabe nicht aufliegt. Das Radlager steht ein wenig auf der
Rückseite über, wenn das Lager ganz eingepreßt ist.
Das Lager mit dem Dorn 99 303 und dem Schaft 98 450 einpressen.
Die Nabe umdrehen und das ABS-Polrad vor- sichtig mit einem weichen
Hammer aufklop- fen. Die Platte 99 141 verwenden, wenn das Polrad
sich schwer auf die Nabe klopfen läßt.
Den Sicherungsring für das Radlager anbringen.
Die Schutzhülse 99 311 am Achsschenkel- bolzen anbringen.
Wichtig! Die
Schutzhülse verwenden, um nicht das Risiko einzugehen, den
Sicherungsring der Lagereinheit zu beschädigen.
Die Nabe zusammen mit der Bremsscheibe ist so schwer, daß es sich
empfiehlt, beim Ausbau einen Heber zu verwenden.
Die Nabe mit V-Block 98 401, Halter 98 402, Aufspannvorrichtung 98
404 und 2 Hülsen 99 345 am Getriebeheber 587 313 befestigen.
99 345
98 404
98 700
98 402
98 401
103 082
98 405
Den Achsschenkelbolzen mit Fahrgestell schmieren und die Nabe auf
die Schutz- hülse schieben.
Den Getriebeheber von der Nabe lösen und die Nabe vorsichtig
hineinschieben, damit der Sicherungsring der Lagereinheit nicht
beschädigt wird.
Die Schutzhülse entfernen. Die Distanz- scheibe hauchdünn einölen
und diese anbringen. Die Nase der Distanzscheibe in die Nut am
Achsschenkelbolzen einpassen.
Nabenmutter und Gewinde des Achsschen- kels einölen. Die Mutter ist
selbstsichernd und kann häufig wiederverwendet werden. Die Mutter
anbringen, Hülse 99 307 ver- wenden.
Wichtig! Darauf
achten, daß die Distanz- scheibe in der richtigen Stellung liegen
bleibt, da die Nabe sonst trotz des richtigen Anzugs- moments nicht
festsitzt. Wenn die Hülse beim Anziehen gerade nach innen gedrückt
wird, verringert sich die Gefahr, daß sich die Scheibe bewegt.
Die Nabe beim Anziehen ununterbrochen rotieren. Die Mutter mit 300
Nm und anschließend um weitere 45˚ anziehen.
Eine Markierung bei einer Ecke der Nabenmutter auf der
Distanzscheibe anbringen. Da die Nabenmutter achteckig ist, erhält
man somit 45˚.
Kontrollieren, daß der O-Ring nicht beschä- digt ist. Die
Anlagefläche des Nabendeckels an die Nabe einfetten. Nabendeckel
montie- ren. Den Stopfen anschrauben und mit
10 Nm festziehen.
Das Hebezeug 99 344 im Bremssattel fest- schrauben.
Wichtig! Das
Loch für die Druckstange über- decken, z. B. mit Klebestreifen.
99 344
103 076
Einbau der Bremse mit waagerechtem Bremszylinder
99 344
Das Hebezeug mit Hilfe eines Gurtes am Laufkran befestigen.
Die Bremse an die richtige Stelle heben und die Schrauben
festziehen.
Anzugsmoment 530 Nm.
103 077
Einbau der Bremse mit senkrechtem Bremszylinder
Das Hebezeug entfernen.
Die Feststellbremse lösen. Bremszylinder anbringen und festziehen.
Anzugsmoment 180 Nm.
Die Beläge so einstellen, daß sie die Scheibe leicht berühren. Zwei
”Rasten” zurück- schrauben. Das Spiel ist richtig. Stopfen in der
Verstellvorrichtung wieder abringen.
Die Kabel der Verschleißindikatoren befe- stigen.
Das Rad montieren und die hauchdünn ein- geölten Muttern kreuzweise
mit 600 Nm anziehen. Drehmomentschlüssel oder Schrauber mit
Drehmomentsteckschlüssel 98 661 verwenden.
Diese Form der Arbeitsbeschreibung ist neu und wird probeweise
eingeführt. Sie können Scania Ihre Meinung zu Inhalt und Darstellung
mitteilen. Kopieren Sie dazu das Kommentarblatt am Ende dieses Hefts und
senden Sie es ausgefüllt an die angegebene Adresse.
Diese Arbeitsbeschreibung betrifft das Erneuern von Lagern und
Dichtungen in allen Hinterradnaben von LKW und Bussen. Einzige Außnahme
sind Fahrzeuge mit Achsuntersetzung.
Bei Arbeiten an Radnaben und Ausgleichsrädern ist auf äußerste
Sauberkeit zu achten. Verunreinigungen reduzieren die Lebensdauer stark.
Außenseite der Radnabe vor dem Zerlegen stets reinigen. Außerdem vor dem
Zusammenbauen der Radnabe sowohl alte als auch neue Teile reinigen.
Beim Zusammenbauen immer neues Fett verwenden.
Sicherheitshinweis
! ACHTUNG!
Keinesfalls unter Fahrzeugen arbeiten, die nur mit einem Wagenheber
abgestützt sind. Unterstellböcke verwenden. Bei luftgefederten Achsen
Systemdruck abbauen.
Äußerer Dichtring
Der äußere Dichtring ist zweiteilig. Ggf. Teile vor dem Einbau
zusammenbauen.
Innerer Dichtring
Ölundichtigkeiten – Lagerspiel
Bei Fett- oder Ölundichtigkeiten der Radnabendichtungen Lagerspiel
prüfen.
Radnabe drehen. Nach innen und außen bewegen und Spiel messen. Bei einem
Lagerspiel von mehr als 0,2 mm Lager und Dichtungen erneuern. Liegt das
Lagerspiel innerhalb der Grenzwerte, nur die Dichtungen erneuern.
Bei Öl in der Radnabe Ölstand in der Hinterachse prüfen.
WICHTIG! Beim
Ersetzen einer alten Dichtung durch eine neue Kassettendichtung
Anlaufscheibe des Anlaufrings abbauen.
Innerer Dichtring
111 671
Vor dem Einbau des Anlaufrings Anlaufscheibe abbauen. Beim Zusammenbau
der Radnabe mit Kassettendichtung darf die Anlaufscheibe nicht eingebaut
werden.
Lager nicht ganz einhämmern. Durch Anziehen der Nabenmutter
wird das Lager in die korrekte Einbaulage gebracht.
11
Lager, Außenring
Lager in die Radnabe einpressen.
12
Hülse
-
13
Schraube für Bremsscheibe
Zur Vermeidung von Beschädigungen am Geberring, Radnabe auf
Blöcken ablegen. Anzugsdrehmoment 290 Nm.
15
Radnabe
Radnabe mit Fett füllen.
17
Lager, Außenring
Lager in die Radnabe einpressen.
18
Lager, Innenring
Auf Achsrohr auftreiben.
19
Geberring
Geberring auf ebener Fläche ablegen. Radnabe einpressen.
Dorn 99 283 verwenden. Geberring beim Ablegen der Radnabe
und Bremsscheibe mit Blöcken schützen.
20
Dichtring
Dichtring so drehen, daß Markierung "AIR SIDE" zum
Mechaniker weist. Dichtring schmieren und einpressen.
Dichtring in korrekte Einbaulage bringen.
21
Anlaufring
Hinweis: Beim Ersetzen einer alten Dichtung durch eine
Kassettendichtung Anlaufscheibe des Anlaufrings abbauen.
Beschädigte oder korrodierte Anlaufringe ersetzen.
Vor Arbeiten an der Radnabe Bremstrommel abbauen. Zum Ab- und Anbau der
notwendigen Bremskomponenten siehe Arbeitsbeschreibung für Bremsen in
Kapitel 10.
Benötigte Ersatzteile
Lfd. Nr.
Bezeichnung
Bemerkungen
1
Antriebsflansch
Ggf. Abdrückschrauben verwenden.
2
Mutter
-
3
Kegelhülse
-
4
Stiftschraube
-
5
Dichtring
Abschlagen.
6
Mutter
-
7
Sicherungsscheibe
-
8
Beilegscheibe
-
9
Dichtung
-
10
Lager, Innenring
-
11
Lager, Außenring
Abschlagen.
12
Steckschlüssel
-
15
Radnabe
Radnabe drehen. Nach innen und außen bewegen und Spiel
messen. Bei einem Lagerspiel von mehr als 0,2 mm Lager
erneuern.
17
Lager, Außenring
Abschlagen.
18
Lager, Innenring
Mit Anlaufring (21) abziehen.
19
Geberring
Beim Erneuern des Geberrings Ölfangblech ausbauen.
Lager nicht ganz einschlagen. Durch Anziehen der Nabenmutter
wird das Lager in die korrekte Einbaulage gebracht.
11
Lager, Außenring
Lager in die Radnabe einpressen.
12
Steckschlüssel
-
15
Radnabe
Radnabe mit Fett füllen.
17
Lager, Außenring
Lager in die Radnabe einpressen.
18
Lager, Innenring
Auf Achsrohr aufhämmern.
19
Geberring
Geberring auf ebener Fläche ablegen. Radnabe einpressen.
Dorn 99 283 verwenden.
20
Dichtring
Dichtring so drehen, daß Markierung "AIR SIDE" zum
Mechaniker weist. Dichtring schmieren und einpressen.
Dichtring in korrekte Einbaulage bringen.
21
Anlaufring
Hinweis: Beim Ersetzen einer alten Dichtung durch eine
Kassettendichtung Anlaufscheibe des Anlaufrings abbauen.
Beschädigte oder korrodierte Anlaufringe ersetzen.
Anlaufring so drehen, daß der ABS-Sensor korrekt
positioniert ist.
22
Ölfangblech
Ölfangblech in Einbaulage hämmern. Das Ölfangblech muß
bündig an der Radnabe anliegen.
Hinterradnabe zusammenbauen
99 221
98 560
GREASE SIDE
99 283
1 5
6 7 8
9 10
11 12
85Nm
2 3 4
800 Nm
98 778
AIR SIDE
20
87 550 98 607
87 550
98 607 23
16
1415
22
20 21
17 18 19
99 283
112811
87 550 98 607
Scania bemüht sich sicherzustellen, daß alle Mitarbeiter in den
Bereichen Fehlerdiagnose, Reparaturen und Service Zugang zu den
korrekten und relevanten Werkstatthandbüchern haben.
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bei, die Scania- Serviceliteratur auf einem hohen Stand zu halten.
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Bei ADA1350 handelt es sich um eine Antriebsachse. ASA100X hingegen ist
eine nicht angetriebene Achse, die als mittlere Achse bei Gelenkbussen
zum Einsatz kommt.
Die Abbildungen in diesem Heft beziehen sich auf ADA1350 Typ 1; Arbeiten
an
ADA1350 Typ 2 und ASA100X erfolgen jedoch auf die gleiche Weise.
Schrauben für Radnabenabdeckung (ADA1350 Typ 1 und ASA100X)
46 Nm
Schrauben, Achswelle an Radnabe 420 Nm
Schrauben, Bremsscheibe an Radnabe 300 Nm
Zulässiges Spiel
Lagerspiel 0,01 - 0,05 mm
Sonstiges
Füllmenge, Radnabe 0,7 Liter
Spezialwerkzeuge
Nummer Beschreibung Abbildung Werkzeugtafel
82 327 Steckschlüssel
82 328 Hebewerkzeug
09 767
82 327
109 768
82 328
075 Meßuhr D2
344 Hebewerkzeug
99 358 Verlängerung
Weitere Werkzeuge
109 864
99 344 B2
Nummer
Beschreibung
Abbildung
Werkzeugtafel
587 250
Meßuhrhalter
587 687 Drehmomentschlüssel,
00_1891
200 - 800 Nm
XB1
Die Lauffläche des inneren Dichtrings auf Achsrohr und die
Kontaktfläche der Radnabe auf Bremsscheibe reinigen.
Radnabe in Einbaulage bringen. Werkzeug 82 328 und Werkstattkran
verwenden.
Hinweis: Vorsichtig
vorgehen, damit der innere Dichtring nicht beschädigt wird.
Äußeres Lager ölen und anbauen.
Anlaufscheibe und innere Mutter (Einstellmutter) aufschrauben.
Hinweis: Die
Fase der Mutter muß nach außen weisen.
Radnabe drehen und Mutter mit Steckschlüssel 82 327 festziehen.
Mutter soweit anziehen, bis der Drehwiderstand erheblich ansteigt.
Gewindesicherungsmittel von Bremsscheibenschrauben entfernen.
Gewindesicherungsmittel 561 200 auf Schrauben auftragen und
Schrauben eindrehen. Alle Schrauben mit 20 Nm festziehen.
Schrauben über Kreuz mit 300 Nm festziehen.
Lager durch Festziehen der inneren Mutter mit 500 Nm setzen.
Steckschlüssel 82 327 verwenden.
Feststellbremse lösen.
Lagerspiel einstellen
Meßuhr 98 075 mit Meßuhrhalter 587 250 zwischen Radnabe und Achsrohr
anbauen.
Innere Mutter um 120° - 150° lösen und Axialspiel auf 0,15 mm
einstellen. Radnabe mehrere Umdrehungen drehen und mit einem
Gummihammer vorsichtig abklopfen. Mutter gleichzeitig lösen. Zum
Überprüfen des Lagerspiels Radnabe gerade herausziehen und
eindrücken.
Radnabe mindestens fünf Umdrehungen drehen und Spiel erneut messen.
Hinweis: Nach
der korrekten Einstellung beträgt das Lagerspiel 0,15 mm.
Meßuhr abbauen. Sicherungsscheibe und äußere Mutter anbauen.
Hinweis: Die
Fase der Mutter muß nach innen weisen.
Äußere Mutter mit 560 Nm festziehen.
Steckschlüssel 82 327 verwenden.
Lagerspiel prüfen.
Hinweis: Nach
Festziehen der äußeren Mutter beträgt das korrekte Lagerspiel 0,01 -
0,05 mm.
Ist das Lagerspiel nicht korrekt, äußere Mutter lösen. Lagerspiel
über die innere Mutter einstellen. Schritte 14 und 15 wiederholen.
Äußere Mutter mit Sicherungsscheibe sichern. Ist keine der
Sicherungsschei- benlaschen mit den Nuten der Mutter ausgerichtet,
Mutter soweit anziehen, daß die nächste Nut ausgerichtet ist und
Mutter sichern.
Wurde der Achsrohrdichtring ausgebaut, ist dieser zu erneuern. Siehe
Achsrohrdichtring erneuern
Achsrohrdichtring schmieren.
Achswelle einführen.
Bei ADA1350 Typ 1 muß die Bohrung der Achswelle zwischen zwei
Schraubenbohrungen der Radnabenabdeckung liegen.
ADA1350 Typ 2:
Schrauben des Achswellenflansches mit 420 Nm festziehen.
ADA1350 Typ 1 und ASA100X:
Radnabenabdeckung anbauen. Schrauben mit 46 Nm festziehen.
Sicherstellen, daß die Bohrung der Achswelle und die der
Ölablaß-/Einfüllschraube aufeinander ausgerichtet sind.
Radnabe mit Öl füllen. Ölfüllmenge: 0,7 Liter. Siehe 00:03-09 zur
Ölqualität.
Schrauben der Bremsscheibe um eine halbe Umdrehung vor Anheben des
Busses lösen.
Luftfederung entleeren.
Bus anheben und so abstützen, daß die Mitte der Radnabe 115 - 120 cm
vom Boden entfernt ist.
! ACHTUNG!
Siehe Heft 00:00-50 "Anheben und mit Unterstellböcken abstützen" zum
sicheren Anheben und Abstützen des Busses.
Feststellbremse lösen und Räder abbauen. Fahrzeugheber verwenden.
ADA1350 Typ 2:
Schrauben der Achswelle herausdrehen und Öl aus Nabe ablassen.
Geeigneten Behälter unterstellen.
ADA1350 Typ 1 und ASA100X:
Radnabenabdeckung abbauen und Öl aus Nabe ablassen. Geeigneten
Behälter unterstellen.
Achswelle herausziehen. ADA1350 Typ 2:
Adapter gemäß Abbildung herstellen. Gleitdorn 99 074 und Adapter
verwenden.
ADA1350 Typ 1:
Gleitdorn 99 074 verwenden.
Bremszylinder ausbauen. Zum Ausbau von Bauteilen des Bremssystems
siehe Service- Handbuch, Hauptgruppe 10, Scheibenbremsen,
Arbeitsbeschreibung.
WICHTIG! Druckstangenbohrung
mit Klebeband oder ähnlichem abdecken.
Hebewerkzeug 99 344 an Bremssattel anbauen. Bremssattel mit
Werkstattkran anheben.
Schrauben des Bremssattels herausdrehen. Verlängerung 99 358
verwenden.
M10 Mutter mittig auf Kopf einer M12 Schraube aufschweißen.
Bremssattel abheben. Hebewerkzeug 99 344 und Werkstattkran
verwenden.
Mutternsicherung abklopfen.
Muttern abschrauben. Steckschlüssel 82 327
verwenden.
Hebewerkzeug 82 328 an die Radnabe anbauen und mit Werkstattkran
abstützen.
Anlaufscheibe und äußeres Lager ausbauen.
Radnabe von der Welle abziehen. Hebewerkzeug 82 328 und
Werkstattkran verwenden.
Radnabe mit Bremsschiebe in Presse legen und zusammenpressen.
Schrauben zur Befestigung der Bremsscheibe herausdrehen.
Hebewerkzeug 99 167 anbauen und Radnabe anheben.
Hinweis: Die
Radnabe wiegt ca. 40 kg.
Kontaktflächen der Bremsscheibe auf der Radnabe reinigen.
Gewindesicherungsmittel von Schrauben entfernen.
Bremsscheibe erneuern.
Hinweis: Die
Bremsscheibe wiegt ca. 30 kg.
Einbau
Radnabe in Einbaulage bringen. Hebewerkzeug 99 167 verwenden.
Gewindesicherungsmittel 561 200 auf Schrauben auftragen und
Schrauben eindrehen. Alle Schrauben mit 20 Nm festziehen.
Schrauben mit 300 Nm festziehen.
Dichtfläche des Achsrohrs reinigen.
Radnabe in Einbaulage bringen. Werkzeug 82 328 und Werkstattkran
verwenden.
Hinweis: Vorsichtig
vorgehen, damit der innere Dichtring nicht beschädigt wird.
Äußeres Lager ölen und einbauen.
Sicherungsscheibe und Einstellmutter aufschrauben.
Hinweis: Die
Fase der Einstellmutter muß nach außen weisen.
Radnabe soweit drehen und Einstellmutter festziehen, bis der
Drehwiderstand erheblich ansteigt. Steckschlüssel 82 327 verwenden.
Lager durch Festziehen der inneren Mutter mit 500 Nm setzen.
Steckschlüssel 82 327 verwenden.
Lagerspiel einstellen
Meßuhr 98 075 mit Meßuhrhalter 587 250 zwischen Radnabe und Achsrohr
anbauen.
Innere Mutter um 120° - 150° lösen und Axialspiel auf 0,15 mm
einstellen. Radnabe mehrere Umdrehungen drehen und vorsichtig mit
einem Gummihammer abklopfen. Mutter gleichzeitig lösen. Zum
Überprüfen des Lagerspiels Radnabe gerade herausziehen und
eindrücken.
Radnabe mindestens fünf Umdrehungen drehen und Spiel erneut messen.
Hinweis: Nach
der korrekten Einstellung beträgt das Lagerspiel 0,15 mm.
Meßuhr abbauen. Sicherungsscheibe und äußere Mutter aufschrauben.
Hinweis: Die
Fase der Mutter muß nach innen weisen.
Äußere Mutter mit Steckschlüssel 82 327 mit 560 Nm festziehen.
Lagerspiel prüfen.
Hinweis: Nach
Festziehen der äußeren Mutter beträgt das korrekte Lagerspiel 0,01 -
0,05 mm.
Ist das Lagerspiel nicht korrekt, äußere Mutter lösen. Lagerspiel
über innere Mutter einstellen. Schritte 13 und 14 wiederholen.
Äußere Mutter mit Sicherungsscheibe sichern. Ist keine der
Sicherungsschei- benlaschen mit den Nuten der Mutter ausgerichtet,
Mutter soweit anziehen, daß die nächste Nut ausgerichtet ist und
Mutter sichern.
Wurde der Achsrohrdichtring ausgebaut, ist dieser zu erneuern. Siehe
Achsrohrdichtring erneuern
Achsrohrdichtring schmieren.
Achswelle einführen. Betrifft ADA1350.
Hinweis: Bei
ADA1350 Typ 1 muß die Bohrung der Achswelle zwischen zwei
Schraubenbohrungen der Radnabenabdeckung liegen.
ADA1350 Typ 2:
Schrauben des Achswellenflansches mit 420 Nm festziehen.
ADA1350 Typ 1 und ASA100X:
Radnabenabdeckung anbauen. Schrauben mit 46 Nm festziehen.
Sicherstellen, daß die Bohrung der Achswelle und die der
Ölablaß-/Einfüllschraube aufeinander ausgerichtet sind.
Bremssattel anbauen. Hebewerkzeug 99 344
verwenden.
Schrauben des Bremssattels mit 400 Nm festziehen. Verlängerung 99
358 verwenden.
Hinweis: Sicherstellen,
daß zwischen Verlängerung 99 358 und Drehmomentschlüssel ein rechter
Winkel (90°) vorhanden ist, um das korrekte Drehmoment zu erhalten.
Bremszylinder einbauen. Schrauben mit 180 Nm festziehen.
Hinweis: Radnaben
mit Leichtmetall-Felgen haben längere Radbolzen. Zum Erneuern von
Radbolzen bei diesen Radnaben müssen die Bremsbeläge ausgebaut, die
Schrauben der Bremsscheibe herausgedreht und die Bremsscheibe gekippt
werden. Siehe Bremsscheiben erneuern. Zum Ausbau von Bremsbelägen siehe
Heft 10:02-10.
Radbolzen mit Kupferhammer
herausklopfen.
Neue Radbolzen einbauen. Werkzeuge 98 661 und 98 582 verwenden.
Eine saubere Arbeitsumgebung ist Voraussetzung für ordnungs- gemäßes
Funktionieren und lange Lebensdauer bei Nabengetrie- ben.
Die Außenseite des Nabengetriebes und benachbarte Teile reini- gen, um
zu verhindern, daß Verunreinigungen beim Ausbau in das Getriebe
gelangen. Alle Teile, sowohl alte als auch neue, rei- nigen, bevor das
Getriebe wieder zusammengebaut wird.
Alle beweglichen Teile müssen vor dem Zusammenbau hauch- dünn eingeölt
werden. Immer Schmiermittel gemäß Empfehlung unter Gruppe 0 im
Servicehandbuch verwenden.
Das Zerlegen unter der Rubrik ”Instandsetzung” ist in chronolo- gischer
Reihenfolge beschrieben. Wenn z.B. ein Radlager ausge- wechselt werden
soll, werden die Abschnitte ”Planetenradträger” und ”Auswechseln des
ABS-Zahnrings” übersprungen.
Die Ziffern nach den Bezeichnungen beziehen sich auf die Explo-
sionszeichnung.
Anhand der Niveaumarkierung A dafür sor- gen, daß die Nabe die
abgebildete Stellung hat.
! WARNUNG!
Die Entlüftung im Nabendeckel kann ver- stopft sein. Schutzbrille
aufsetzen, da Öl mit hohem Druck hinausspritzen kann, wenn die
Ölablaßschraube entfernt wird.
Die Magnetschraube 40,
die sich in einer Li- nie mit der Niveaumarkierung befindet, ent-
fernen.
Zum Nachfüllen von Öl befinden sich weite- re Informationen
hinsichtlich der richtigen Ölqualität im Servicehandbuch, Gruppe 0.
Die richtige Füllmenge beträgt ca. 2 Liter pro Nabe.
Den Ölstand kontrollieren. Bei richtigem Öl- stand muß sich das Öl
genau in einer Höhe
mit der Niveaumarkierung befinden, was der 40 40
08_1543
Unterkante des Loches der Magnetschraube
entspricht. A
Kontollieren, daß der O-Ring 41 unbeschä-
digt ist. Magnetschraube 40 anbringen
und mit 10 Nm anziehen.
Ein niedriger Ölstand kann zwei Ursachen ha- ben, äußere und/oder innere
Leckage.
Äußere Leckage
Bei einer äußeren Leckage läuft das Öl an Dicht- ring 4 oder
O-Ring 5 vorbei.
Eine Leckage kann auch auf der Außenseite der Nabe über die Dich- tung 32,
den O-Ring 31 oder
die Magnetschrau- ben 40 stattfinden.
Innere Leckage
Bei einer inneren Leckage kann der Ölstand ent- weder zu hoch oder zu
niedrig sein. Dies liegt daran, daß das Öl in der Nabe und im
Hinterachs- gehäuse frei an den beschädigten Dichtringen 23 vorbeiströmen
kann.
Niemals unter einem Fahrzeug arbeiten, daß nur auf einem Wagenheber
steht. Un- terstellböcke verwenden. Ist die Achse luftgefedert, müssen
die Luftbälge ent- leert werden.
Das Hinterachsgehäuse mit Unterstellbök- ken aufbocken.
Die Nabe so drehen, daß die Magnetschrau- ben 40 gerade
nach oben bzw. unten zeigen.
! WARNUNG!
Die Entlüftung im Nabendeckel kann ver- stopft sein. Schutzbrille
aufsetzen, da Öl mit hohem Druck hinausspritzen kann, wenn die
Ölablaßschraube entfernt wird.
Das Öl durch Entfernen beider Magnet- schrauben aus der Nabe
entleeren.
Eventuell vorhandene Metallpartikel von den Magnetschrauben
entfernen.
Die vier Schrauben 34 lösen
und Deckel 14 und
Axialscheibe 22 entfernen.
Die Axial- scheibe bleibt beim Ausbauen in der Regel am Deckel.
Eine M10-Schraube in das Antriebswellen- ende hineindrehen und die
Antriebswelle ca. 20 cm herausziehen. Bei vollständigem Her-
ausziehen der Antriebswelle werden die in- neren Dichtungen 23 beschädigt.
Den Sicherungsring 33 lösen.
Axialscheibe 27,
Sonnenrad 17 und
Axial- scheibe 22 entfernen.
Den Sicherungsring 28 entfernen.
Zwei M6-Schrauben in die Schutzhüle
99 286 hineinschrauben. Die Schrauben er- leichtern ein späteres
Entfernen der Hülse.
Die Hülse sowohl außen als auch innen schmieren.
Die Schutzhülse über die Antriebswelle schieben. Die Hülse nicht zu
fest hinein- schieben. Es besteht dann die Gefahr, daß die Hülse zu
stark auf der Antriebswelle fest- klemmt und sich schwer entfernen
läßt.
Achtung!Die Schutzhülse muß verwendet werden, um die Dichtungen 23 zu
schützen.
Die Antriebswelle herausziehen.
Einbau
Die Antriebswelle so weit hineinschieben, daß sie ca. 20 cm
herausragt. Nicht verges- sen, vorher die Schutzhülse 99 286
anzubrin- gen.
Schutzhülse hinausziehen und entfernen.
Den Sicherungsring 28 in
der Nut der An- triebswelle anbringen.
Die innere Axialscheibe 22 anbringen.
Ein wenig Fett hält die Axialscheibe in der rich- tigen Position.
Darauf achten, daß die Schei- be richtig in der Nut des
Planetenradträgers 13 sitzt,
da sonst das Sonnenrad nicht die richtige Lage einnimmt.
Das Sonnenrad 17 und
die kleinere Axial- scheibe 27 anbringen.
Die montierten Teil mit dem Sicherungsring
33 sichern.
Anschließend die Antriebswelle 47 so
weit wie möglich hineinschieben.
Die M10-Schraube aus der Antriebswellen- stirn herausschrauben.
Axialscheibe 22 und
Deckel 14 anbringen.
Eine neue eingeölte Dichtung 32 und
den Deckel 14 mit
der eingesetzten Axialscheibe anbringen.
Achtung! Der Deckel hat eine Führung und paßt nur in einer Stellung.
Die vier Schrauben 34 kreuzweise
mit 39 Nm anziehen.
Die Nabe mit der Niveaumarkierung gemäß Abbildung drehen.
Öl auffüllen, bis der Ölstand das Loch der Magnetschraube 40,
die in einer Linie mit der Markierung A liegt, erreicht.
Ölfüllmenge ca. 2 Liter pro Nabe.
08_1561
34 14 22 32
Hinsichtlich der richtigen Ölqualität siehe Gruppe 0 im
Servicehandbuch.
Das Hinterachsgehäuse mit Unterstellbök- ken aufbocken.
Räder abnehmen. Radhebewagen 587 121 verwenden.
99 286
00_1804
! WARNUNG!
Niemals unter einem Fahrzeug arbeiten, daß nur auf einem Wagenheber
steht. Un- terstellböcke verwenden. Ist die Achse luftgefedert,
müssen die Luftbälge ent- leert werden.
Die Nabe so drehen, daß die Magnetschrau- ben 40 gerade
nach oben bzw. unten zeigen.
! WARNUNG!
Die Entlüftung im Nabendeckel kann ver- stopft sein. Schutzbrille
aufsetzen, da Öl mit hohem Druck hinausspritzen kann, wenn die
Ölablaßschraube entfernt wird.
Das Öl durch Entfernen beider Magnet- schrauben aus der Nabe
entleeren.
Eventuell vorhandene Metallpartikel von den Magnetschrauben
entfernen.
Die vier Schrauben 34,
den Deckel 14 und
die Axialscheibe 22 entfernen.
Eine M10-Schraube in die Antriebswellen- stirn hineindrehen und die
Antriebswelle
20 cm herausziehen. Bei vollständigem Her- ausziehen der
Antriebswelle wird die innere Dichtung beschädigt.
Den Sicherungsring 33 entfernen.
Axialscheibe 27,
Sonnenrad 17,
Axialschei- be 22 und
Sicherungsring 28 entfernen.
Zwei M6-Schrauben in die Schutzhülse
99 286 hineindrehen. Die Schrauben erleich- tern ein späteres
Entfernen der Hülse. Die Schutzhülse verhindert, daß die Dichtung 23 bei
vollständigem Herausziehen der An- triebswelle beschädigt wird.
Die Hülse sowohl innen als auch außen schmieren.
08_1562
33 27 17 22 28
Die Schutzhülse über die Antriebswelle schieben. Die Hülse nicht zu
fest hinein- schieben. Es besteht dann die Gefahr, daß die Hülse zu
stark auf der Antriebswelle fest- klemmt und sich schwer entfernen
läßt.
Achtung! Die Schutzhülse muß verwendet werden, um die Dichtungen 23 zu
schützen.
Die Antriebswelle vollständig herausziehen und anschließend die
Schutzhülse entfernen.
Kontrollieren, ob die vier Planetenräder 18 sich
leicht und ohne Mißtönen drehen lassen. Bei Verdacht auf ein
beschädigtes Lager müssen alle vier Lager gleichzeitig ausge-
wechselt werden.
Den Planetenradträger 13 in
einer Presse ge- mäß Abbildung aufbauen und die Lagerzap- fen 19 mit
dem Dorn 88 247 hinauspressen.
Die Nadellager 25 eines
jeden Planetenrades 18 bestehen
aus zwei Nadelreihen. Die La- ger werden in einem inneren und einem
äu- ßeren Papprohr geliefert, die als Montagewerkzeug verwendet
werden kön- nen. Das innere Papprohr ist auf beiden Sei- ten eines
Lagersatzes mit Kunststoffkappen versehen.
Den Lagerring im Planetenrad einölen und anschließend einen Satz
Nadellager z.B. mit Hilfe des Schaftes 98 450 hineinschieben.
Vorsichtig die Kunststoffkappen aus dem In- nenrohr entfernen.
Die beiden Axialscheiben 21,
eine auf jeder Seite des Planetenrades, anbringen. Die Scheiben
müssen eingeölt sein.
Das Planetenrad mit den beiden Scheiben in den Planetenradträger
hineinführen.
Das Planetenrad sorgfältig vor dem Achs- loch im Planetenträger
plazieren. Den La- gerzapfen einölen und mit einem Kunst-
stoffhammer hineinklopfen, wobei das Pap- prohr gleichzeitig
hinausgeschoben wird.
Achtung!Dafür sorgen, daß der erhabene Teil des Lagerzapfens A in
Richtung Mitte des Planetenradträgers zeigt, sonst kann der Deckel 14 nicht
montiert werden.
Eine neue Scheibe 24 anbringen.
Die Außen- seiten der Dichtringe 23 mit
Fett schmieren und die Dichtringe nacheinander mit dem Dorn 87 526
hineinklopfen.
Achtung! Es ist wichtig, daß die Dichtringe richtig herum montiert
werden.
Die Dichtlippen der Dichtringe 23 reichlich
mit Fett schmieren.
Den Entlüftungsschlauch 46 vom
Distanz- ring 2 entfernen.
98 691
08_1552
99 283
99 290
! WARNUNG!
Die Feder kann wegschnellen. Schutz- brille aufsetzen!
Die Rückholfeder der Bremsbacken mit dem Werkzeug 87 015 entfernen.
Sicherungsringe, Scheibe und O-Ringe ent- fernen.
Die Bremsbacken kennzeichnen, damit sie wieder an gleicher Stelle
montiert werden können. Die Backen abheben.
Eventuell vorhandenen ABS-Sensor entfer- nen.
Das innere Radlager 6 und
den Distanzring 2 mit
den Werkzeugen 98 691, 99 290, 98 590 und 98 596 entfernen.
98 590 99 290 98 596
98 691
Den Dichtring 4 mit
dem Gleithammer 87 596 aus der Nabe ziehen.
Die Lageraußenringe mit dem verstellbaren Dorn 98 616 aus der Nabe
klopfen.
Achtung! Nicht das Ölfangblech 9 als
Ge- genhalter verwenden, sondern die Nabe ge- gen ihre Außenkante
gemäß Abbildung aufbocken.
Neue Lageraußenringe mit Hilfe einer Pres- se montieren. Dorn 99 283
und Schaft
98 450 verwenden.
Achtung! Nicht das Ölfangblech als Gegen- halter verwenden.
Einen neuen Dichtring mit der Blechkante in der Nabe nach oben mit
Dorn 99 283 und Schaft 98 450 montieren. Presse verwenden.
Achtung! Es ist sehr wichtig, daß der Dicht- ring richtig herum
montiert wird.
Den O-Ring 5 durch
einen neuen ersetzen. 2
Den Distanzring 2 anbringen.
Achtung! Darauf achten, daß der Nippel 3 5
im Distanzing nach oben zeigt. Den Entlüf-
tungsschlauch anschließen.
Den Lagerinnenring auf ca. 100 oC
erwär- men.
Da Achsrohr 48 schmieren
und das Lager mit Hilfe von Dorn 98 607 und 87 550 auf das Achsrohr
klopfen.
Die Stehbolzen mit Fett 329 481 schmieren. Neue O-Ringe,
Bremsbacken, Scheiben, Si- cherungsringe und Rückholfedern montie-
ren. Dorn 87 153 für die Sicherungsringe und Montagewerkzeug 87 015
für die Rück- holfedern verwenden.
Schritt 1 und 2 gelten, wenn die Radlager nicht ausgewechselt worden
sind.
Den Dichtring 4 aus
der Nabe 1 mit
dem Gleithammer 87 596 ziehen.
Einen neuen Dichtring mit der Kante in der Nabe nach oben mit Dorn
99 283 und Schaft 98 450 montieren.
Achtung! Es ist sehr wichtig, daß der Dicht- ring richtig herum
montiert wird.
Distanzscheibe 7 und
Paßscheiben 8 auf
dem
Achsrohr 48 montieren.
Die Gesamtdicke 8 7
der Paßscheiben muß mindestens 2,5 mm
betragen, um sicherzustellen, daß das Radla- ger vor dem Einstellen
der Lagervorspan- nung Spiel hat.
Den Dichtring 4 mit
Fett schmieren. Die Nabe in die richtige Position heben. Durch einen
Kollegen helfen lassen! Vorsichtig vorgehen, damit der Dichtring 4 nicht
be- schädigt wird.
Das Achsrohr 48 schmieren.
Den Lagerinnenring auf ca. 100 oC
erwär- men und mit dem Dorn 87 550 hineinklop- fen. Das Lager nicht
bis zum Anschlag hineinklopfen, es nimmt beim Anziehen der
Nabenmutter 12 die
richtige Lage ein.
Das Ölleitblech 10 und
die Sicherungsmutter 12 anbringen.
Die Sicherungsmutter 12 mit
Hilfe der Hülse 99 291 mit 300 Nm anzie- hen. Anschließend 40 mm, am
Außendurch- messer der Hülse gerechnet, weiter anziehen. Dies
entspricht einem Anzugsmo- ment von 1100 Nm.
Um die Radlagerbelastung kontrollieren zu können, muß das
Meßwerkzeug 99 091 ver- wendet werden. Ältere Werkzeuge müssen ggf.
gemäß Abbildung verändert werden. Den Sicherungsring 29,
den Hohlradträger 16 zusammen
mit dem Hohlrad 15 und
den Sicherungsring 26 montieren.
Das Meßwerkzeug 99 091 mit Kontermutter und Abzieher 98 590 mit
Zwischenstücken 99 290 anbringen.
Eine Meßuhr mit Magnetfuß an der Nabe be- festigen und die Meßspitze
gegen die Bremsbacke anlegen. Die Lage der Meßspit- ze auf der
Bremsbacke kennzeichnen.
Die Abzieherschraube mit 20 Nm (1) entge- gen dem Uhrzeigersinn
anziehen. Die Nabe vor- und zurückdrehen (2) und die Meßuhr an der
Markierung auf der Bremsbacke auf Null stellen. Erneut
kontrollieren, daß die Abzieherschraube mit 20 Nm angezogen ist und
die Meßuhr auf Null steht.
Die Abzieherschraube mit 20 Nm entgegen dem Uhrzeigersinn anziehen
(1). Die Nabe vor- und zurückdrehen (2).
Erneut kontrollieren, daß das Moment auf die Abzieherschraube 20 Nm
beträgt.
Die Meßuhr an der Markierung ablesen. Scheiben entfernen oder
ersetzen, damit die Lagervorspannung den richtigen Wert ein- nimmt.
Alte Lager müssen eingestellt werden, wenn das Radlagerspiel 0,05 mm
übersteigt.
Einstellwert
(Achtung! Radlagervorspannung) Alte Lager 0 — -0,10 mm
Neue Lager -0,05 — -0,15 mm
Paßscheiben sind in folgenden Stärken er- hältlich: 0,35; 0,40; 0,50
und 1,00 mm.
Beispiel:
Die ordnungsgemäße Einstellung von alten Lagern beträgt 0 — -0,10
mm. Die Meßuhr zeigt 0,12 mm. Eine 0,50 mm Paßscheibe durch eine
0,35 mm Paßscheibe ersetzen.
Die Meßuhr zeigt 0,12 mm. Die Paßscheibe wird ersetzt (0,35 mm -
0,50)-0,15 mm. Der Einstellwert wird 0,03 mm.
Die Nabe mit der erforderlichen Anzahl Paß- scheiben 8 zusammenbauen.
Den Sicherungsring 29 anbringen.
Die Sicherungsmutter 12 mit
Hilfe der Hülse 99 291 mit 300 Nm anziehen. Anschließend 40 mm am
Umfang der Hülse gerechnet wei- ter anziehen. Dies entspricht einem
Anzugs- moment von 1100 Nm.
Die Mutter 12 durch
Einsetzen des Siche- rungsstiftes 11 in
jenes Loch im Ölleitblech 10,
das mit mit einer der Aussparungen in der Mutter zusammenfällt,
sichern. Den Hohlradträger 16 zusammen
mit dem Hohl- rad 15 und
dem Sicherungsring 26 montie-
ren.
Den Staub von der Bremstrommel waschen. Bei der Anliegefläche der
Trommel gegen die Nabe besonders sorgfältig sein.
Achtung! Schmutz zwischen Nabe, Brems- trommel und Felge verursacht
Vibrationen.
Die Schutzhülse 99 286 sowohl innen als auch außen schmieren.
Die Schutzhülse mit den vorher eingesetzten M6-Schrauben in das
Achsrohr 48 einfüh-
ren.
Die Schutzhülse muß die beiden Dichtringe
23 im
Achsrohr abdecken.
Die Antriebswelle bis auf 20 cm hinein- schieben.
Schutzhülse hinausziehen und entfernen.
Den Sicherungsring 28 in
der Wellennut an- bringen.
Die innere Axialscheibe 22 anbringen.
Ein wenig Fett hält die Axialscheibe in seiner Position. Darauf
achten, daß die Scheibe richtig in der Nut des Planetenradträgers 13 sitzt,
sonst nimmt das Sonnenrad 17 nicht
die richtige Lage ein.
08_1562
33 27 17 22 28
Das Sonnenrad 17 und
die kleinere Axial- scheibe 27 anbringen.
Die montierten Teil mit dem Sicherungsring
33 sichern.
Anschließend die Antriebswelle 47 so
weit wie möglich hineinschieben.
Die M10-Schraube aus der Antriebswellen- stirn herausschrauben.
Axialscheibe 22 und
Deckel 14 anbringen.
Eine neue eingeölte Dichtung 32 und
den Deckel 14 mit
der eingesetzten Axialscheibe 22 anbringen.
Achtung! Der Deckel hat eine Führung, wes- halb er nur in einer
Stellung paßt.
Die vier Schrauben 34 kreuzweise
mit 39 Nm anziehen.
Die Nabe mit der Niveaumarkierung gemäß Abbildung drehen.
Das Öl bis zum Loch der Magnetschraube 40 einfüllen,
die in einer Linie mit der Markie- rung A liegt.
Ölfüllmenge ca. 2 dm3pro
Nabe.
Hinsichtlich der richtigen Ölqualität siehe Gruppe 0 im
Servicehandbuch.
40 40
08_1543
A
Die beiden Magnetschrauben 40 mit
10 Nm anziehen.
2
Die Anliegefläche auf Felge und Nabe reini- gen. Das Gewinde der
Muttern schmieren. Die Räder montieren und die Muttern 43 kreuzweise
mit 600 Nm (Scheibenrad) oder 350 Nm (Speichenrad) anziehen.
6 7
Momentschlüssel oder Schrauber mit Dreh- 9 4
momentsteckschlüssel 98 661 verwenden. 10
09_0464
Wenn ein Hammerschrauber verwendet wird, muß dieser ein Moment zwischen
1500 und 2700 Nm liefern.
Keinesfalls unter Fahrzeugen arbeiten, die nur mit einem Wagenheber
abgestützt sind. Stets Unterstellböcke verwenden. Räder vorn und hinten
mit Keilen blockieren.
Anbau
Beim Reinigen sehr sorgfältig vorgehen. Drehmomentschlüssel oder
Druckluftschrauber mit Drehmomenteinsatz 98 661 verwenden.
Radhebevorrichtung
Zur Erleicherung der Arbeiten ist Radhebevorrichtung 587 121 zu
verwenden.
114 761
Radhebevorrichtung, Teile-Nr. 587 121
Spezialwerkzeuge
Nummer Bezeichnung Abbildung Werkzeugtafel
98 661 Drehmomenteinsatz
98661
00_1535
AD1, MT1
Anzugsdrehmomente
A A C
B
B
6 1 6 1
2
4
6 7 2 7
4 6 1
9 10
5
3
5
2
10 6
3
9 5
2
3
5 4
5
8 1 8 1 2
120 494
120 496
120 495
4 3 4 3
Scheibenrad
A = Radmutter
Speichenrad, neue Ausführung A = Radmutter
B = Felgenmutter
Speichenrad, alte Ausführung B = Felgenmutter
C = Mutter, Bremstrommel
Anzugsdrehmomente
Räder
Stufe
A
B
C
Scheibenrad
Stufe 1
60 Nm
Stufe 2
600 Nm
Speichenrad, neue Ausführung (Trilex)
Stufe 1
60 Nm
10 Nm
Stufe 2
600 Nm
70 Nm
Stufe 3
350 Nm
Speichenrad, alte Ausführung (Trilex)
Stufe 1
10 Nm
270 Nm
Stufe 2
70 Nm
Stufe 3
350 Nm
Speichenrad, alte Ausführung 28" (Simplex)
Stufe 1
10 Nm
270 Nm
Stufe 2
70 Nm
Stufe 3
315 Nm
Scheibenrad
Anlageflächen von Felge, Trommel und Nabe sorgfältig reinigen.
120 665
Gewindegänge der Radbolzen reinigen und schmieren.
2
111 636
6 7
4
9
10
3
8 1 5
120 663
60Nm
2
6 7
4
9
10
3
Nach 100 km auf festen Sitz prüfen.
8 1 5
120 664
600Nm
Speichenrad
Anlageflächen von Felge, Trommel und Nabe sorgfältig reinigen.
109 634
109 633
109 637
Felge so auf die Radnabe setzen, daß sich das Ventil zwischen zwei
Speichen befindet.
Klemmen anbauen und Muttern in drei Stufen festziehen.