Dieses Heft enthält Informationen zur Lenkung bei Fahrzeugen mit
Einzelradaufhängung vorn.
Das Lenkrad ist über den oberen Lenksäulenteil an beiden Enden mit
Kardangelenken mit dem Winkelgetriebe verbunden.
Das Winkelgetriebe ist vorn am Fahrzeug mit dem Rahmen verbunden.
Das Winkelgetriebe wird über den unteren Lenksäulenteil an das
Lenkgetriebe angebaut.
Das Lenkgetriebe ist horizontal in einem Hilfsrahmen befestigt, der am
Fahrzeugrahmen angeschraubt ist.
Die Lenkstange am Lenkstockhebel ist durch Kugelgelenke mit dem
Lenkhebel verbunden.
Die Lenkhebel sind drehbar in Haltern gelagert, die vertikal zum Halter
und parallel zu den Rädern angebaut sind.
Lenkhebel und Zwischenhebel sind durch den mittleren Spurstangenteil
verbunden. An diesen sind die äußeren Spurstangenteile angebaut, die
wiederum mit Kugelgelenken mit den Rädern verbunden sind.
Der Ein- und Ausbau des Lenkgetriebes bei Fahrzeugen mit
Einzelradaufhängung vorn ist in Gruppe 13 "Lenkgetriebe aus- und
einbauen" beschrieben.
Fahrzeug anheben und mit Unterstellböcken abstützen. Siehe
Werkstatt-Handbuch, Gruppe 0 "Fahrzeug anheben und mit
Unterstellböcken abstützen", Arbeitsbeschreibung.
! ACHTUNG!
Bei Arbeiten unter Fahrzeugen mit Luftfederung Fahrzeug stets mit
Unterstellböcken sichern. Luftfederbälge entleeren, andernfalls
besteht Verletzungsgefahr.
Luftfederbälge entleeren.
Räder in Geradeausstellung bringen.
Sicherstellen, daß sich das Winkelgetriebe in Geradeausstellung
befindet (siehe Markierung A). Das Gelenk des unteren
Lenksäulenteils muß so eingebaut werden, daß die Nut nach außen
weist (siehe Markierung B).
JcJc
Die Abbildung zeigt einen Bus mit Linkslenkung. Bei Bussen mit
Rechtslenkung zeigt die Markierung "B" ebenfalls nach außen, d. h.
das Gelenk ist um 180° gedreht.
Winkelgetriebe ausbauen
Gelenk des unteren Lenksäulenteils von Winkelgetriebe abbauen.
Gelenk des oberen Lenksäulenteils von Winkelgetriebe abbauen. Dazu
Lenksäule nach oben drücken.
Schrauben von Winkelgetriebe herausdrehen und Winkelgetriebe
herausnehmen.
Winkelgetriebe einbauen. Schrauben von Winkelgetriebe mit 85 Nm
festziehen.
Winkelgetriebe in Geradeausstellung bringen (siehe Markierung A).
Sicherstellen, daß sich das Winkelgetriebe in Geradeausstellung
befindet (siehe Markierung A).
Gelenke der oberen und unteren Lenksäulenteile an Winkelgetriebe
anbauen.
Sicherstellen, daß sich das Winkelgetriebe in Geradeausstellung
befindet (siehe Markierung A). Das Gelenk des unteren
Lenksäulenteils muß so eingebaut werden, daß die Nute nach außen
weisen (siehe Markierung B).
Neue Laufringe mit hydraulischem Hohlzylinder 99 003,
druckluftgetriebener Hydropumpe 99 004, Vollgewinde-Spindel 99 012
sowie Dornen 82 337 und 82 338 einpressen. Die Dorne können gemäß
den Angaben in der Abbildung hergestellt werden. Siehe Abbildung der
Spezialwerkzeuge.
Oberes Lager schmieren.
Lager mit Spezialwerkzeug 82 339 auf Welle pressen. Der Dorn kann
gemäß den Angaben in der Abbildung hergestellt werden. Siehe
Abbildung der Spezialwerkzeuge.
Hinweis: Oberes
Lager einpressen. Dazu Ende des Dorns mit dem kleineren
Innendurchmesser verwenden.
Lager mit Spezialwerkzeug 82 339 einpressen
Unteres Lager schmieren. Welle an Halter anbauen.
Lager mit Spezialwerkzeug 82 339 einpressen. Der Dorn kann gemäß den
Angaben in der Abbildung hergestellt werden. Siehe Abbildung der
Spezialwerkzeuge.
Hinweis: Unteres
Lager einpressen. Dazu Ende des Dorns mit dem größeren
Innendurchmesser verwenden.
114 119
Lager mit Spezialwerkzeug 82 339 einpressen
Sicherungsscheibe und Mutter einbauen.
Dichtring und Schutzabdeckung mit Dorn 82 340 einbauen. Der Dorn
kann gemäß den Angaben in der Abbildung hergestellt werden. Siehe
Abbildung der Spezialwerkzeuge.
WICHTIG! Sicherstellen,
daß der Dichtring korrekt eingebaut ist.
Lenkhebel mit Dorn 82 341 einbauen. Der Dorn kann gemäß den Angaben
in der Abbildung hergestellt werden. Siehe Abbildung der
Spezialwerkzeuge.
114 120
Lenkhebel mit Spezialwerkzeug 82 341 einbauen
Hinweis: Unterlegscheibe
von mindestens
3 mm Stärke am unteren Wellenende einbauen, um die Lager beim Einpressen
zu entlasten.
Mutter von Lenkhebel einbauen und mit 350 Nm festziehen.
Hinweis: Welle
mit Lenkhebel beim Festziehen mit Schraubstock festhalten.
Kronenmutter festziehen. Anzugsdrehmoment 105 Nm, dann bis zur
nächsten Sicherungsposition für die Sicherungsscheibe.
WICHTIG! Die
Welle muß beim Anziehen gedreht werden. Mutter stufenweise
festziehen.
Untere Abdeckung anbauen.
Hinweis: Sicherstellen,
daß die Welle frei dreht. Mit kleinem Drehmomentschlüssel sicherstellen,
daß der Drehwiderstand im Lager weniger als 500 Ncm beträgt.
Mutter, Kugelgelenk 250 Nm, dann bis zur nächsten Bohrung für den Splint
Einstellwerte
Lenkstangenlänge 870 mm
Bodenabdeckung hinter dem Fahrerbereich abbauen.
Fahrzeug anheben und mit Unterstellböcken abstützen. Siehe
Werkstatt-Handbuch, Gruppe 0 "Fahrzeug anheben und mit
Unterstellböcken abstützen", Arbeitsbeschreibung.
Lenkstange von Lenkstockhebel und von Lenkhebel mit Abzieher 99 372
abbauen. Siehe Beschreibung von Werkzeug 99 372.
Neue Lenkstange an Lenkstockhebel und Lenkhebel anbauen.
Kronenmuttern zuerst mit 250 Nm festziehen, dann bis zur nächsten
Bohrung für den Splint. Neue Splinte einbauen.
Achseinstellung, siehe Anweisungen im Werkstatt-Handbuch, Gruppe 13
"Achseinstellung bei Bussen AMI700".
Mutter, Kugelgelenk 250 Nm, dann bis zur nächsten Bohrung für den Splint
Fahrzeug anheben und mit Unterstellböcken abstützen. Siehe
Werkstatt-Handbuch, Gruppe 0 "Fahrzeug anheben und mit
Unterstellböcken abstützen", Arbeitsbeschreibung.
Splinte ausbauen und Kronenmuttern an den Kugelgelenken des
mittleren Spurstangenteils 1 lösen. Die Muttern müssen am Ende des
Gewindes aufgeschraubt bleiben.
Mittleren Spurstangenteil von Zwischenhebel und Lenkhebel mit
Abzieher 99 372 abbauen. Siehe Verwendung von Werkzeug 99 372.
Neuen mittleren Spurstangenteil einbauen und Kronenmuttern zuerst
mit 250 Nm festziehen, dann bis zur nächsten Bohrung für den Splint.
Vorspur gemäß den Angaben im Werkstatt-Handbuch, Gruppe 13
"Achseinstellung bei Bussen" prüfen.
Mutter, Kugelgelenk 250 Nm, dann bis zur nächsten Bohrung für den Splint
Fahrzeug anheben und mit Unterstellböcken abstützen. Siehe
Werkstatt-Handbuch, Gruppe 0 "Fahrzeug anheben und mit
Unterstellböcken abstützen", Arbeitsbeschreibung.
Splinte ausbauen und Kronenmuttern an Kugelgelenken lösen. Die
Mutter muß am Ende des Gewindes aufgeschraubt bleiben.
Äußeren Spurstangenteil von Lenkhebel und Rad mit Abzieher 99 372
abbauen. Siehe Verwendung von Werkzeug 99 372.
Neuen äußeren Spurstangenteil einbauen und Kronenmuttern zuerst mit
250 Nm festziehen, dann bis zur nächsten Bohrung für den Splint.
Neue Splinte einbauen.
Länge des äußeren Spurstangenteils einstellen. Dazu Schelle 1 lösen
und Hülse 2 drehen.
Vorspur gemäß den Angaben im Werkstatt- Handbuch, Gruppe 13
"Achseinstellung bei Bussen" prüfen.
Mutter, Kugelgelenk 250 Nm, dann bis zur nächsten Bohrung für den Splint
Lenkstange ausbauen. Siehe "Lenkstange erneuern"
Lenkhebel parallel zum Rahmenträger ausrichten.
Sicherstellen, daß sich das Winkelgetriebe in Geradeausstellung
befindet (siehe Markierung A). Das Gelenk des unteren
Lenksäulenteils muß so eingebaut werden, daß die Nuten nach außen
weisen
(siehe Markierung B).
Geradeausstellung des Lenkgetriebes prüfen. Die Markierungen auf
Gehäuse und Welle müssen fluchten. Ggf. erneut einstellen.
Lenkstangenlänge prüfen. Lenkstange einbauen und ggf. einstellen,
ohne dabei die oben genannten Einstellungen zu verändern.
114 125
Sicherstellen, daß die Hülsen und Klemmschrauben an Spurstangen und
Lenkstangen nicht durch andere Bauteile behindert werden.
Achseinstellung, siehe Anweisungen im Werkstatt-Handbuch, Gruppe 13
"Achseinstellung bei Bussen AMI700".
Die Meßausrüstung wird an die Druckleitung der Servolenkung zwischen
Hydraulikpumpe und Lenkgetriebe angeschlossen. Aus Sicher-
heitsgründen und zum Abbauen des Öldrucks während der Messung wird
eine Rücklauflei- tung an den Ölbehälter angeschlossen.
Die Anschlußpunkte sind entsprechend ihrer Zugänglichkeit zu wählen,
da die Lenkgetriebe und Leitungen je nach Fahrzeugtyp unterschied-
lich sein können.
WICHTIG! Das
Lenkgetriebe ist äußerst empfindlich gegenüber Verunreinigungen.
Des- halb müssen vor dem Anschluß der Meßaus- rüstung die
Anschlußpunkte gereinigt werden.
Außerdem ist sicherzustellen, daß die Meßaus- rüstung nicht
verunreinigt ist.
Dies ist eine allgemeine Beschreibung des Anschlusses der Meßausrüstung,
der jedoch von Fahrzeug zu Fahrzeug unterschiedlich sein kann. Die
Abbildungen links zeigen Beispiele für typische Anschlüsse.
Meßausrüstung auf einem Werktisch neben dem Fahrzeug ablegen.
Fahrerhaus kippen, um Zugang zu den Leitungen zu erhalten.
Druckleitung zwischen Hydraulikpumpe und Lenkgetriebe lösen.
Meßschlauch zwischen Hydraulikpumpe und Druckbegrenzungsventil
anschließen.
Meßschlauch zwischen Lenkgetriebe und Drosselventil anschließen.
! ACHTUNG!
Die Meßausrüstung darf unter keinen Umständen entgegen der
Strömungs- richtung angeschlossen werden.
Rücklaufschlauch vom Durchflußmesser zum Adapter für den Ölbehälter
ansch- ließen und diesen anstelle des Deckels mit dem Meßstab
einsetzen.
Fahrerhaus absenken, dabei sicherstellen, daß die Schläuche nicht
eingeklemmt wer- den.
! ACHTUNG!
Der Rücklaufschlauch muß unter allen Umständen angeschlossen werden.
Meßausrüstung einschalten und die folgen- den Parameter einstellen:
Interne Messung, Temperatur in °C und eine Messung/
Sekunde. Weitere Informationen zur Benutzung der Meßausrüstung enthält
das Werkstatt-Handbuch, Gruppe 13, Heft 13:00-01.
Bei vollem Systemdruck öffnet das Druckbe- grenzungsventil und das
Öl strömt von der Druckseite des Lenkgetriebes zur Rücklauf- seite.
Die Messung erfolgt bei einem auf 100 bar ver- minderten
Systemdruck, um eine Beein- flussung der Messung durch das
Druckbegrenzungsventil auszuschließen.
Ein hydraulischer Endanschlag im Lenkge- triebe verringert den
Öldruck im Lenkgetriebe und somit auch das Drehmoment beim Erreic-
hen des Lenkanschlags.
Im Lenkgetriebekolben sind Ventile integriert. Diese Ventile
verringern den Öldruck im Lenk- getriebe auf ungefähr den halben
Maxi- maldruck, wenn der Kolben und die Lenkung den Anschlag
erreichen.
Damit der Lenkanschlag die Messung nicht beeinträchtigt, muß dessen
Winkel verringert werden. Dazu werden vor Beginn der Messung die
beiden Einstellschrauben an der Vorde- rachse mit zwei 20 mm starken
Distanzstücken unterlegt.
Motor starten und Drehzahl auf ca. 900 – 1.000/min erhöhen.
Öltemperatur prüfen. Die Messung muß bei einer Öltemperatur von
50-85°C
erfol- gen.
Bei einer geringeren Öltemperatur muß der Öldurchfluss am
Drosselventil (Maxi- maldruck 50 bar) erhöht werden, bis eine
Temperatur von 50°C
erreicht ist. Dann Ventil vollständig öffnen. Bei einer höhe-
ren Temperatur den Motor weiter im Leer- lauf drehen lassen, bis
die Temperatur auf den angegebenen Wert gesunken ist.
Lenkung nach rechts bis zum Anschlag an das Distanzstück
einschlagen und in dieser Stellung halten.
Systemdruck am Druckbegrenzungsventil auf 100 bar absenken.
WICHTIG! Der
Maximaldruck (150 bar) darf nicht länger als 10 Sekunden
aufrechterhalten werden.
Leckdurchfluß ablesen. Meßwert notieren.
Maximal zulässiger Leckdurchfluß: 2,5 l/min.
Lenkrad nach links in den Anschlag drehen und Messung
wiederholen. Meßwert notie- ren.
! ACHTUNG!
Distanzstücke von den Einstellschrauben entfernen.
Wenn der Leckdurchfluß zu groß ist, muß die Ursache gem. den für das
jeweilige Lenkge- triebe geltenden Anweisungen im Service-
Handbuch, Gruppe 13 "Lenkgetriebe - Arbeits- beschreibung" behoben
werden.
Öltemperatur prüfen. Die Messung muß bei einer Öltemperatur von
50-85°C
erfolgen.
Bei einer geringeren Öltemperatur muß der Öldurchfluss am
Drosselventil (Maxi- maldruck 50 bar) erhöht werden, bis eine
Temperatur von 50° C erreicht ist. Dann Ventil vollständig
öffnen. Bei einer höheren Temperatur den Motor weiter drehen
lassen, bis die Temperatur auf den angegebenen Wert gesunken
ist.
Vorderräder geradeaus stellen. Lenkung durch Einsetzen der
Blockierwerkzeuge 99 257 und 99 342 zwischen Spurstangen- hebel
und Feder/Federlager blockieren.
Die Abbildungen zeigen Beispiele für das Blockieren der Lenkung.
Fahrzeug mit Blattfederung und von unten ang- ebautem
Kugelgelenk
Fahrzeug mit Blattfederung und von oben ange- bautem Kugelgelenk
13_1076
99 257 99 342
Fahrzeug mit Allradantrieb Fahrzeug mit Luftfederung
Drehzahl auf
900 - 1.000/min anheben und Lenkrad in Richtung der Blockierung
drehen.
Systemdruck am Druckbegrenzungsventil auf 100 bar absenken.
WICHTIG! Der
Maximaldruck (150 bar) darf nicht länger als 10 Sekunden
aufrechterhalten werden.
Leckdurchfluß ablesen. Meßwert notieren.
Maximal zulässiger Leckdurchfluß: 2,5 l/min
Blockierwerkzeug auf der anderen Fahr- zeugseite anbauen.
Lenkrad in die andere Richtung drehen und Messung wiederholen.
Meßwert notieren.
Wenn der Leckdurchfluß zu groß ist, muß die Ursache gem. den für das
jeweilige Lenkge- triebe geltenden Anweisungen im Service-
Handbuch, Gruppe 13 "Lenkgetriebe - Arbeits- beschreibung" behoben
werden.
Motor starten und Drehzahl auf ca. 900 – 1.000/min erhöhen.
Öltemperatur prüfen. Die Messung muß bei einer Öltemperatur von
50-85°C
erfol- gen.
Bei einer geringeren Öltemperatur muß der Öldurchfluß am
Drosselventil (Maxi- maldruck 50 bar) erhöht werden, bis eine
Temperatur von 50° C erreicht ist. Dann Ventil vollständig
öffnen. Bei einer höhe- ren Temperatur den Motor weiter im Leer-
lauf drehen lassen, bis die Temperatur auf den angegebenen Wert
gesunken ist.
Lenkrad kräftig nach rechts oder links in den Anschlag drehen
und in dieser Stellung halten.
WICHTIG! Das
Lenkrad darf im Anschlag mit Maximaldruck nicht länger als 10
Sekunden gehalten werden.
Meßwerte ablesen und notieren.
Wenn der angegebene Maximaldruck nicht erreicht wird, muß als
nächstes das Druckbe- grenzungsventil des Lenkgetriebes geprüft
werden.
Wenn der Systemdruck zu gering ist, muß geprüft werden, ob ein zu
geringer Öffnungs- druck des Druckbegrenzungsventils des Lenk-
getriebes die Ursache ist.
Drehzahl auf
900 - 1000/min erhöhen.
Druckbegrenzungsventil vollständig sch- ließen.
Das verstellbare Drosselventil zudrehen und gleichzeitig den
Wert ablesen. Aufhö- ren, wenn der vorgeschriebene max. Druck
erreicht wird.
WICHTIG! Der
Maximaldruck darf nicht länger als 10 Sekunden aufrechterhalten wer-
den.
Wenn der Druck den Maximaldruck der ersten Messung (siehe Seite 11)
übersteigt, ist die Hydraulikpumpe in einem guten Betriebszus- tand
und baut ausreichend Druck auf. Der Feh- ler liegt möglicherweise im
Druckbegrenzungsventil des Lenkgetriebes oder wird von einer
internen Undichtigkeit im Lenkgetriebe verursachen.
Wenn der angegebene Maximaldruck nicht erreicht wird, sind die für
die jeweilige Hydraulikpumpe geltenden Anweisungen im Service-Handbuch,
Gruppe 13 "Hydraulik- pumpe - Arbeitsbeschreibung" zu beachten.
Meßausrüstung wie auf Seite 5 beschrie- ben anschließen.
Öltemperatur prüfen. Die Messung muß bei einer Öltemperatur von
50-85°C
erfol- gen.
Bei einer geringeren Öltemperatur muß der Öldurchfluss am
Drosselventil (Maxi- maldruck 50 bar) erhöht werden, bis eine
Temperatur von 50°C
erreicht ist. Dann Ventil vollständig öffnen. Bei einer höhe-
ren Temperatur den Motor weiter im Leer- lauf drehen lassen, bis
die Temperatur auf den angegebenen Wert gesunken ist.
Druckbegrenzungsventil vollständig sch- ließen.
Motor mit 500/min drehen lassen und Sys- temdruck am
Drosselventil auf 50 bar einstellen. Durchflußwert ablesen und
notieren.
Messung bei 50 bar Systemdruck mit 1000/min und 1900/min
wiederholen. Meßwerte notieren.
Meßwerte mit den für die jeweilige Pumpe geltenden Werten im Service-Handbuch,
Gruppe 13 vergleichen.
Bei einer ungenügenden Durchflußrate muß die Hydraulikpumpe
erneuert werden.
Fahrzeuge auf Unterstellböcken abstützen oder mit den gelenkten
Rädern auf Drehtel- ler stellen.
Meßausrüstung wie auf Seite 5 beschrieben anschließen.
Druckbegrenzungsventil 1 vollständig sch- ließen.
Drosselventil 2 vollständig öffnen.
Bei voll eingeschlagenen Rädern auf beiden Seiten prüfen, ob der
Lenkanschlag funktio- niert. Lenkrad kräftig in beide Richtungen
drehen. Der Systemdruck darf bei voll eingeschlagenen Rädern und
funktionieren- dem Lenkanschlag 110 bar nicht überschrei- ten.
Sicherstellen, daß der Radanschlag nicht
funktioniert, wenn die Distanzstücke an den 24
Einstellschrauben untergelegt sind. Lenk- rad kräftig in beide
Richtungen drehen. Der Systemdruck muß ca. 150 bar betragen.
Radanschlag einstellen entsprechend den Anweisungen im
Abschnitt Lenkgetriebe
TAS 85, Arbeitsbeschreibung, 13:02-04.
Öldruck beim Messen der Undichtigkeit 100 bar Maximal zulässiger
Leckdurchfluß:
Separates Lenkgetriebe 2,5 l/min.
Hydraulikpumpe - Maximaldruck und Durchfluß messen Motordrehzahl
beim Messen des Maximaldrucks 900 —1.000/min Öltemperatur150
- 85°C
Motordrehzahl beim Messen der Durchflußrate 500 / 1.000 / 1.900/min
Öldruck beim Messen der Durchflußrate 50 bar
1) Beim Kunden nachfragen, ob der Fehler nach einer kurzen
Fahrtstrecke oder bei intensiver Lenk- arbeit auftritt. In diesem
Fall muß die Prüfung bei einer Öltemperatur an der Obergrenze des
angege- benen Temperaturbereichs erfolgen.
Der Hydrauliköldruck im System ist abhängig vom jeweiligen
Lenkwiderstand.
Die Durchflußrate ist abhängig von der Kapazität der Hydraulikpumpe,
die sich bei zunehmender Geschwindigkeit erhöht.
Das Ventilsystem des Lenkgetriebes steuert den Hydraulikölstrom
abhängig von den Anforderungen der Lenkung, so daß stets ein
optimales Verhältnis zwischen Druck- und Durchflußrate herrscht.
Durch den variabler Lenkwiderstand des Lenkrads erhält der Fahrer
Rückmeldung zur Lenkung.
Systemdrucksteuerung
Der Öldruck wird durch ein im Lenkgetriebe integriertes
Druckbegrenzungsventil geregelt. Beim Öffnen des
Druckbegrenzungsventils gelangt Hydrauliköl von der Hochdruckseite
zur Rücklaufseite.
Dadurch schützt das Druckbegrenzungsventil das Hydrauliksystem vor
Beschädigungen durch zu hohen Druck.
Steuerung des Hydraulikölstroms
Der maximale Ölstrom wird durch das Ölstrombegrenzungsventil in der
Hydraulikpumpe gesteuert. Das Ventil kann nicht erneuert werden. Der
max. Ölstrom wird bereits bei Motordrehzahlen von 800/min bis
1000/min erreicht. Dabei öffnet sich das Ölstrombegrenzungsventil
und das überschüssige Öl fließt zur Ansaugseite der Hydraulikpumpe.
Verhältnis zwischen Druck und Ölstrom
Fahren im höheren Drehzahlbereich
Bei hohen Drehzahlen ist die Durchflußrate im System groß.
Bei kleinen und langsamen Lenkbewegungen ist der Lenkwiderstand
gering und der Systemdruck daher niedrig.
Rangieren
Rangiervorgänge erfolgen hauptsächlich bei niedrigen Motordrehzahlen
und geringen Systemdurchflußraten. Dies hat eine verringerte
Lenkraddrehgeschwindigkeit bei niedrigen Motordrehzahlen zur Folge.
Da der Lenkwiderstand beim Rangieren häufig groß ist, nimmt der
Systemdruck zu und die Öltemperatur steigt.
Prüfungen vor Fahrtbeginn
Beladung
Fahrzeugbeladung im Hinblick auf Lastverteilung und Fahrniveau
prüfen.
Lenkgetriebe
Prüfen, ob bei Motordrehzahlen zwischen 800-1000/min Geräusche
entstehen.
Hydrauliköl
100345
Ölstand prüfen. Bei niedrigem Ölstand Lenkung bei drehendem Motor
auf Undichtigkeiten prüfen.
106 515
Aussehen und Geruch des Hydrauliköls prüfen. Ist das Öl grau
verfärbt, enthält es Wasser und muss erneuert werden. Bei starkem,
verbranntem Geruch wurde das Öl übermäßig beansprucht und muss
erneuert werden.
Räder prüfen
Luftdruck
Verschleiß
Reifentyp
Probefahrt mit dem Kunden
Tritt der Fehler nur bei bestimmten Bedingungen auf, muss das
Fahrzeug unter diese Bedingungen bei einer Probefahrt betrieben
werden. Bei Fahrzeugen mit Anhängern muss die Probefahrt sowohl mit
als auch ohne Anhänger durchgeführt werden, da eine inkorrekte
Einstellung des Anhängers die Lenkeigenschaften des Zugfahrzeugs
beeinflussen kann.
Fahrzeug sowohl mit angehobener als auch mit abgesenkter Liftachse
probefahren. Verändern sich die Lenkeigenschaften, weist dies auf
Spurversatz der Hinterachsen hin.
Position des Lenkrads bei Geradeausfahrt notieren. Ein Lenkrad
außerhalb der Mittelstellung kann auf eine inkorrekt eingebaute
Lenksäule, eine inkorrekte Zugstangenlänge oder
Gesamtspurdifferenzen an anderen Achsen hinweisen.
Bei schwergängiger Lenkung muß eine Probefahrt auf weitem Gelände
durchgeführt und die Lenkung abwechselnd nach rechts und links
eingeschlagen werden.
Ist die Lenkung stets schwergängig, weist dies auf einen
beschädigten Achsschenkelbolzen, eine klemmende Lenksäule oder einen
zu niedrigen Betriebsdruck hin.
Bei Fahrzeugen deren Lenkung nur bei schnellen Lenkeinschlägen (1/s)
schwergängig ist, weist dies auf eine zu geringe Durchflußrate oder
auf innere Undichtigkeiten in der Lenkhydraulik hin.
Lenkspiel
Fehlertyp
Befestigung des Lenkgetriebes
Lenksäulenspiel
Kugelgelenkspiel
Mittelstellung des Lenkgetriebes und Spiel
Befestigung des Lenkgetriebes
Bei drehendem Motor Lenkrad einschlagen und dabei prüfen, ob das
Lenkgetriebe korrekt angebaut ist.
100345
Zwischen Lenkgetriebe, Halter unten und Rahmen darf kein Spiel
vorhanden sein.
Lenksäulenspiel
Ist an Bauteilen der Lenksäule offensichtlich Spiel vorhanden, muss
diese erneuert werden.
Lager
Oberer Lenksäulenteil
Gelenk
Unterer Lenksäulenteil
Teleskopstück
Lenkgetriebe
Räder in Geradeausstellung bringen. Kreuzgelenk der Lenksäule von
Lenkgetriebe abbauen und prüfen, ob die Markierungen korrekt sind,
+/- zwei Keilnuten sind korrekt. Sicherstellen, daß die Kreuzgelenke
kein Spiel haben.
Lenksäule von Hand um eine Umdrehung in beide Richtungen drehen.
Kann die Lenksäule ohne Rucken und Festhängen gedreht werden? Je
nach Bauweise ist der Kraftaufwand zum Drehen der Lenksäule
unterschiedlich.
Lenksäule schnell in beide Richtungen drehen, um sie auf Spiel zu
prüfen.
Teleskopstücke am Lenkgetriebe vorsichtig zusammendrücken und
auseinanderziehen. Das Teleskopstück darf nicht klemmen.
Hinweis: Lenksäule
keinesfalls zerlegen, da sie nicht zusammengebaut werden kann.
Manschetten der Lenksäule auf einwandfreien Zustand prüfen.
Lenksäule in korrekter Einbaulage an Lenkgetriebe anbauen.
Anzugsdrehmoment 47 Nm.
Lenkrad bei ausgeschaltetem Motor schnell und kräftig in beide
Richtungen drehen. Auf Spiel prüfen.
Kugelgelenkspiel
Der Kugelgelenkzapfen ist an der oberen Lagerlauffläche
federbelastet. Kugelgelenk zum Prüfen des Spiels in Richtung Zapfen
drücken.
Feder
Obere Lagerlauffläche
Haben die Kugelgelenke Spiel, sind sie festgefressen oder ist die
Gummidichtung beschädigt, müssen die Kugelgelenke erneuert werden.
Das zulässige Spiel eines Kugelgelenks beträgt ca. 0,5 mm.
Magnetfuß: 587 250
113 254
Meßuhr: 98 075
Das Maximalspiel beträgt 2 mm. Bei verschlissenen Kugelgelenken ist
der Geradeauslauf des Fahrzeugs stark beeinträchtigt.
Mittelstellung des Lenkgetriebes und Spiel
Sicherstellen, daß die Markierungen am Kreuzgelenk der Lenksäule und
am Lenkgetriebe korrekt ausgerichtet sind. Eine Abweichung von +/-
zwei Keilnuten entspricht ca. 10° und ist zulässig.
47 Nm
100341
Das Maximalspiel an der Lenksäule einschließlich Lenkgetriebe in
Mittelstellung beträgt 9°. Dies entspricht 37 mm bei einem Lenkrad
mit 475 mm Durchmesser.
Drehspiel bei ausgeschaltetem Motor und Rädern in Geradeausstellung
messen.
Ein Stück Klebeband am unteren Lenkradrand befestigen und darauf
eine Markierung anbringen.
Haarlineal im rechten Winkel zum Lenkrad an der Tür abstützen und an
die Markierung am Lenkrad halten.
Federwaage 587 590 an oberer Lenkradspeiche einhängen.
Federwaage mit einer Kraft von 5 kg nach unten ziehen.
Lenkrad langsam loslassen und Position der Markierung am Haarlineal
ablesen.
Dieselbe Messung in entgegengesetzter Richtung durchführen und
Abstand der Markierung am Haarlineal ablesen.
Informationen zum Zentrieren des Lenkrads (entsprechendes
Lenkgetriebe beachten) sind im Service-Handbuch,
Gruppe 13 enthalten.
Lenkung schwergängig
Fehlertyp:
Fahrzeugbeladung und Lastverteilung
Lenksäule
Achsschenkelbolzen
Lenkhydraulik
Fahrzeugbeladung
Die Lastverteilung beeinflußt die Lenkeigenschaften. Eine hohe
Achslast an der Vorderachse führt zu erhöhtem Lenkwiderstand. Die
Lastverteilung muß daher möglichst gleichmäßig sein. Eine
gleichmäßige Lastverteilung wirkt sich positiv auf die
Fahreigenschaften aus.
Lenksäule
Läßt sich die Lenksäule beim Abbauen vom Lenkgetriebe nur schwer
drehen, kann dies durch ein festhängende Lager zwischen oberem
Lenksäulenteil und der Gummitülle am Fahrerhaus verursacht werden.
115 522
Korrosion am unteren Lenksäulengelenk kann zum Festfressen des
Gelenks führen. Fehlt die Schutzkappe am unteren Lenksäulengelenk,
muss eine neue Schutzkappe eingebaut werden. Beide Hälften der
Schutzkappe schmieren und Schutzkappe einbauen.
Siehe auch Lenkspiel, Lenksäule.
Lenkhydraulik
Die häufigste Fehlerursache ist ein zu geringer Hydraulikölstrom.
Wird das Lenkrad schneller eingeschlagen, als Hydraulikflüssigkeit
nachfließen kann, ist die Lenkung schwergängig.
Ölstand prüfen. Ist der Ölstand niedrig, Lenkung bei drehendem Motor
auf Undichtigkeiten prüfen.
4000
1000
5000
13_1083
2000
6000
3000
TEMPERATURE FLOW/RPM
200
100
F RPM RPM US IMP LPM
F C as
t N GAL GAL 400
bar
psi
F ON
C Fast Units OFF
EXT
TACH FLOW
RESET
TACH
INT
FLOW
EXT
Aussehen und Geruch des Hydrauliköls prüfen. Ist das Öl grau
verfärbt, enthält es Wasser und muss erneuert werden. Bei starkem,
verbranntem Geruch wurde das Öl übermäßig beansprucht und muss
erneuert werden.
Achsschenkelbolzen sowie Ölstand und Ölbeschaffenheit der
Servolenkung prüfen. Außerdem bei drehendem Motor System auf
Undichtigkeiten prüfen. Diese Prüfungen müssen vor der Prüfung der
Lenkhydraulik erfolgen.
Die Lenkung wird durch Messen des maximalen Drucks und Ölstroms
sowie durch Prüfung auf Undichtigkeiten auf einwandfreie Funktion
geprüft.
Zusätzliche Informationen siehe Heft
13:00-02, Hydrauliksystem prüfen.
Achsschenkelbolzen
Festgefressene, schlecht geschmierte und inkorrekt eingestellte
Achsschenkelbolzen führen zu einer schwergängigen Lenkung. Bei
beschädigtem Achsschenkelbolzen muß unabhängig von der
Drehgeschwindigkeit und Richtung ein höheres Drehmoment angewandt
werden.
Fahrzeug anheben und abstützen.
Lenkstange und/oder Spurstange jeweils nur an einem gelenkten Rad
ausbauen und Drehkraft prüfen.
Weitere Informationen zu Arbeiten am Achschenkelbolzen siehe Service-Handbuch,
Gruppe 7.
Lenkungsrucken und/oder Geräuschent- wicklung
Fehlertyp:
Luft im Lenksystem
Achsschenkelbolzen festgefressen
Freigängigkeit des Rades
Lenksäule inkorrekt eingebaut
Mechanische Fehler im Lenkgetriebe
Luft im Lenksystem
Luft im System führt zu Geräuschentwicklung, wenn die Luft die
Hydraulikpumpe und das Lenkgetriebe passiert.
Alle Verbindungen an der Saugleitung der Hydraulikpumpe festziehen.
Hydrauliksystem befüllen und entlüften. Siehe Abschnitt Lenksystem
befüllen und entlüften.
Achsschenkelbolzen
Ein festhängender oder beschädigter Achsschenkelbolzen kann zu
Lenkungsrucken führen. Siehe Abschnitt Lenkung
schwergängig.
Freigängigkeit des Rades
Sicherstellen, daß die Räder keine anderen Bauteile am Fahrzeug
berühren. Prüfen, ob im Bereich um die Räder Beschädigungen
vorhanden sind. Achseinstellung gemäß Heft Achseinstellung,
Gruppe 13 prüfen.
Lenksäule
Sind die Lenksäulengelenke nicht korrekt zusammengebaut, ist der
Gleichlauf beim Drehen der Gelenke nicht gewährleistet. Die Nut auf
der Hülse muß mit der Markierung an der Kerbverzahnung fluchten.
Lenkgetriebe
Gelenkte Räder auf Drehuntersätze stellen.
Motor starten. Lenkung auf beiden Seiten bis zum Anschlag
einschlagen und auf Lenkungsrucken und Geräusche aus dem Bereich des
Lenkgetriebes prüfen.
Informationen zur Reparatur des Lenkgetriebes siehe Service-Handbuch,
Gruppe 13.
Lenksystem befüllen und entlüften
Hinweis: Bereich
um Meßstab vor dem Herausziehen reinigen, da die Servolenkung
äußerst empfindlich gegenüber Verunreinigungen ist.
Sicherstellen, daß die Länge des Meßstabs korrekt ist und die
Entlüftungsöffnungen nicht verstopft sind.
Meßstab
Neue Max.- und Min.-Markierungen gemäß Abbildung anbringen.
Meßstab an der früheren oberen Markierung A durchtrennen.
Meßstab mit Abbildung vergleichen.
Entlüftungsöffnungen ausrichten
Meßstab ausbauen und Gummikappe abziehen.
Durch Sichtprüfung sicherstellen, daß beide 1,5 mm
Belüftungsöffnungen durchgängig sind.
Öffnungen ggf. ausbohren. Meßstab sorgfältig von Gummi- oder
Kunststoffrückständen reinigen.
Gummikappe aufsetzen und Meßstab einbauen.
104 632
53 13
111 320
A
Öl auffüllen und System entlüften
Ölbehälter bis zur maximalen Höhe auffüllen.
Fahrzeug probefahren und Lenkung dabei bis zum Anschlag in beide
Richtungen einschlagen oder Vorderachse anheben und Lenkrad
vollständig einschlagen.
106 515
Ölstand prüfen, die Räder müssen sich dabei in Geradeausstellung
befinden.
Der Drehwiderstand im Achsschenkelbolzenlager ist zu gering oder zu
hoch. Siehe Abschnitt Lenkung
schwergängig, Achsschenkelbolzen.
Ist die Reibung in der Lenksäule zu hoch, siehe Abschnitt Lenkung
schwergängig.
Differenz der Seitenstabilität zwischen Vorder- und Hinterreifen.
Schlechter Geradeauslauf mit Anhänger
Lenkspiel, siehe Abschnitt Lenkspiel
Lenkzwischenarmspiel
Aufhängung der gelenkten Achse
Stoßdämpfer verschlissen
Radlagerspiel Siehe Heft
00:03-07/1, Wartungsanweisungen, Kapitel 9
Nachlauf, Vorspur zu gering. Siehe Heft
Achseinstellung, Gruppe 13
Geradeausstellung inkorrekt. Siehe Abschnitt Lenkspiel,
Mittelstellung des Lenkgetriebes.
Differenz der Seitenstabilität zwischen Vorder- und Hinterreifen
Der Einsatz von längsprofilierten Reifen an der Vorderachse und
blockprofilierten Reifen an anderen Achsen kann den Geradeauslauf
beeinträchtigen, da Reifen mit Blockprofilierung weniger
Seitenführung aufbauen.
Werden an Vorderachse und den anderen Achsen Reifen
unterschiedlicher Hersteller verwendet, kann sich dies ebenfalls
negativ auf den Geradeauslauf auswirken.
Schlechter Geradeauslauf mit Anhänger
Bei Kurvenfahrten übertragen schwere Anhänger große Seitenkräfte auf
das Fahrwerk des Zugfahrzeugs.
Dies gilt insbesondere für Fahrzeuge mit langem Radstand, langem
hinterem Überhang und Fahrzeuge mit verwindungselastischem Rahmen.
Nicht ausreichend torsionssteife Aufbauten können ein
Eigenlenkverhalten entwickeln, was den Geradeauslauf beeinträchtigt.
Es ist daher unbedingt erforderlich, daß Anhängerkupplungsträger,
Sattelkupplung und alle anderen Karosserieteile gemäß den
Anweisungen des Karosserie-Handbuchs
eingebaut werden.
Spurversatz der Achsen führt zu einseitigem Ziehen und zu schlechtem
Geradeauslauf.
Lenkzwischenarmspiel
Sicherstellen, daß das Lager mit dem korrekten Anzugsdrehmoment, d.
h. 170 +/- 20 Nm festgezogen ist.
Spiel 200 mm von der Lagermittellinie entfernt mit Meßuhr messen.
Siehe Abbildung.
Hinweis: Spiel
messen, nicht Axialspiel messen.
Wenn das Spiel 3 mm übersteigt, muß das Lager erneuert werden. Siehe
Heft 13:01-01,
Gelenkte Liftachse.
Aufhängung der gelenkten Achse
Stoßdämpfer auf Undichtigkeiten prüfen.
Blattfedern auf einwandfreie Befestigung, gebrochene Federblätter
und andere Beschädigungen prüfen.
Schubstreben auf korrekte Befestigung und Beschädigung prüfen.
Stoßdämpfer verschlissen
Verschleiß durch Probefahrt auf unebener Fahrbahn prüfen. Dadurch
wird der Stoßdämpfer belastet.
Temperatur des Stoßdämpfers mit der Hand prüfen. Ein verschlissener
Stoßdämpfer fühlt sich nach der Probefahrt kälter an, als ein
einwandfrei funktionierender Stoßdämpfer.
Informationen zum Prüfen von Stoßdämpfern siehe TI
12-990913.
Einseitiges Ziehen des Fahrzeugs
Ursachen:
Schleifende Bremsen oder festgefressene Radlager
Fahrbahnneigung
Seitenverschleiß, inkorrekte Vorderreifen
Fehler in Lenkgeometrie
Nachlaufwinkel
Spurversatz der Hinterachsen
Spurversatz der gelenkten Achsen
Ungleiche Hydraulikdruckverteilung
Einseitiges Ziehen des Fahrzeugs beim Bremsen
Schleifende Bremsen oder festgefressene Radlager
Schleifende Bremsen oder festgefressene Radlager müssen instand
gesetzt werden. Siehe Service-Handbuch,
Gruppe 7 und Gruppe 10.
Fahrbahnneigung
Durch häufiges Fahren auf Strecken mit starker Fahrbahnneigung weist
das Profilbild der Vorderräder Seitenverschleiß auf. Einseitiges
Ziehen des Fahrzeugs ist die Folge.
Seitenverschleiß, inkorrekte Vorderreifen
Inkorrekte Achseinstellung oder Seitenverschleiß der Vorderräder
führt schnell zum einseitigen Ziehen des Fahrzeugs.
Bestehen Zweifel, rechten und linken Reifen vertauschen. Danach
erneut prüfen, ob das Fahrzeug einseitig zieht.
Bei der Achseinstellung dürfen die Reifen keinen Seitenverschleiß
aufweisen.
Informationen zur Achseinstellung siehe
Service-Handbuch, Gruppe 13.
Fehler in der Lenkgeometrie
Sicherstellen, daß korrekte Spurstangenhebel, Lenkstange, Lenkhebel,
usw. eingebaut sind. Inkorrekte Teile oder inkorrekt eingebaute
Teile führen zu Fehlern in der Lenkgeometrie und zum einseitigen
Ziehen des Fahrzeugs.
Zeitweise auftretendes einseitiges Ziehen des Fahrzeugs geschieht
nur beim Ein- und Ausfedern der Achse.
Weitere Informationen siehe TI 07-981104.
Spurstangenhebel
Lenkstange
Lenkhebel
Spurstange
Lenkzwischenarm
Zusatzlenkarm
Fahrzeuge mit Blattfederung:
Die Aufhängung darf nicht belastet sein.
Prüfen, ob zwischen Vorderachse und Feder vorn der korrekte Halter
verbaut ist. Es darf nur ein Halter pro Seite verbaut sein.
Andernfalls kann die Lenkgeometrie beeinträchtigt werden.
Andere
Teile der Aufhängung prüfen. Halter
zwischen Vorderachse und Feder vorn.
Fahrzeuge mit Luftfederung:
Die Aufhängung darf nicht belastet sein.
Federbälge auf korrekte Höhe prüfen und sicherstellen, daß keine
Teile der Aufhängung beschädigt sind.
Nachlaufwinkel
Bei einer Differenz von 0,5° zwischen linkem und rechtem
Nachlaufwinkel ist auf ebener Fahrbahn bereits ein Schiefziehen
feststellbar.
Siehe Heft Achseinstellung,
Gruppe 13 prüfen.
103 818
+ 0 −
Spurversatz der Hinterachsen
Besteht an den Hinterachsen Spurversatz, führt dies nicht nur zum
Schiefziehen des Fahrzeugs und schlechtem Geradeauslauf, sondern
auch zu Reifenverschleiß und hohem Kraftstoffverbrauch.
Siehe Heft 13:00-05, Achseinstellung.
Ungleiche Hydraulikdruckverteilung
Bewegt sich die Servolenkung selbsttätig aus der Mittelstellung, muß
das Lenkgetriebe geprüft werden. Informationen zum entsprechenden
Lenkgetriebe sind im Service-
Handbuch, Gruppe 13 enthalten.
Einseitiges Ziehen des Fahrzeugs beim Bremsen
Ist ein inkorrekter Lenkhebel eingebaut, kann die Lenkung beim
Bremsen beeinträchtigt sein. Beim Bremsen kommt es zum Verwinden der
Feder. Siehe Abschnitt 7 Fehler
in der Lenkgeometrie.
Lenkradvibrationen auf ebener Fahrbahn
Fehlertyp:
Unwuchten
Teleskopstück in Lenksäule klemmt
Verzogene Räder, Höhenschlag
Unwuchten
Unwuchten führen zu Vibrationen des Lenkrads.
Vor Anbau sind die Vorderräder dynamisch auszuwuchten.
Teleskopstück in Lenksäule klemmt
Wenn sich das Fahrerhaus gegenüber dem Fahrgestell bewegt, kann ein
klemmendes Teleskopstück in der Lenksäule zu Vibrationen des
Lenkrads führen.
Verzogene Räder, Höhenschlag
Bei einem Höhenschlag über 2,5 mm kann es zu Lenkradflattern kommen.
Diese Vibrationen sind häufig auch im Fahrerhaus feststellbar.
Vorderachse abstützen und Höhenschlag in der Mitte des Profils
und an den Kanten prüfen.
Ist der Höhenschlag an einer Kante am größten, ist der Reifen
nicht korrekt auf die Felge gezogen. Der Abstand zwischen der
Mittellinie der Wulstzone und der Felge ist an einer Stelle
geringer.
Ist der Höhenschlag in der Mitte der Lauffläche am größten, so
kann der Höhenschlag durch die Felge verursacht sein. Position
des maximalen Höhenschlags an der Reifenflanke kennzeichnen.
Maximalen Höhenschlag an der Innen- und Außenseite der Felge
messen und kennzeichnen.
Ist der Höhenschlag größer als 2,0 mm, muß die Felge erneuert
werden.
Meßuhr: 587 581
Reifen von Felge lösen. Reifen auf der
Felge um 180° drehen.
Sicherstellen, daß der Höhenschlag nicht mehr als 2,5 mm
beträgt.
Lenkradvibrationen auf unebener Fahrbahn
Fehlertyp:
Lenkungsflattern
Teleskopstück in Lenksäule klemmt. Siehe Abschnitt Lenkradvibrationen
auf ebener Fahrbahn
Unwuchten Siehe Abschnitt
Lenkradvibrationen auf ebener Fahrbahn
Stoßdämpfer verschlissen. Siehe Abschnitt
Stoßdämpfer verschlissen
Lenkspiel. Siehe Abschnitt Lenkspiel
Nachlaufwinkel inkorrekt. Siehe Heft
Achseinstellung, Gruppe 13
Lenkungsflattern
Unter Lenkungsflattern versteht man starke Lenkradvibrationen, die
allerdings seltener auftreten. Vibrationen an den Vorderrädern
entsteht beim Fahren auf Strecken mit Schlaglöchern.
Dadurch wirken starke Seitenkräfte auf den Reifen, die durch die
Schwingungen der Lenkung verstärkt werden.
Da die Schwingungen zunehmen, können die Lenkradvibrationen nur
durch Herabsetzen der Geschwindigkeit reduziert werden.
Lenkungsflattern wird durch mehrere Faktoren beeinflußt:
Zu große Nachlaufwinkel
Unwuchten
Stoßdämpfer verschlissen
Lenkspiel
Lenkradvibrationen beim Bremsen
Fehlertyp:
Radmuttern nicht korrekt festgezogen
Verzug der Felge
Bremstrommeln fehlerhaft
Bremsscheiben fehlerhaft
Radlagerspiel
Radmuttern nicht korrekt festgezogen
Inkorrekt festgezogene Radmuttern können zu Vibrationen beim Bremsen
führen. Radmuttern lösen und sicherstellen, daß bei Fahrzeugen mit
Trommelbremsen die Bremse am betreffenden Rad gelöst ist.
Radmuttern in der korrekten Reihenfolge festziehen (siehe Abb.).
Muttern in zwei Stufen festziehen. Drehmomentschlüssel oder
Schrauber mit einem Anzugsdrehmomentbereich von
1.700-2.100 Nm und Steckschlüssel 98661 für
600 Nm verwenden.
Stufe 1: Mit 60 Nm anziehen.
Stufe 2: Mit 600 Nm anziehen.
Verzug der Felge
Lenkradvibrationen bei leichtem Bremsen können durch Verzug der
Kontaktflächen von Felge und Bremstrommel entstehen.
Um ein Verziehen der Bremstrommel beim Festziehen der Räder zu
verhindern, muß die Felge den Anforderungen von Scania an Planheit
genügen.
6 2 7
4
9
3 10
108 457
8 1 5
Bremstrommeln fehlerhaft
Lenkradvibrationen bei leichtem Bremsen und bei Geschwindigkeiten
zwischen 50-20 km/h werden häufig durch Unrundheit oder durch
Höhenschlag der Bremstrommel verursacht.
Regelmäßig auftretende Vibrationen in gleicher Stärke weisen auf
eine Unrundheit oder Höhenschlag an einer der Vorderrad-
Bremstrommeln hin.
Unregelmäßig auftretende Vibrationen können durch beide vorderen
Bremstrommeln hervorgerufen werden.
Durch Probefahrt feststellen, ob Vibrationen durch die vorderen
Bremstrommeln verursacht werden. Vibrationen, die hauptsächlich im
Fahrerhaus feststellbar sind, können durch die hinteren
Bremstrommeln verursacht werden.
Werden direkt nach einem Reifenwechsel Vibrationen festgestellt, so
muß die Ursache unmittelbar behoben werden.
Sicherstellen, daß alle Kontaktflächen sauber sind.
Inkorrekt eingebaute Räder und Bremstrommeln können zum Verzug der
Bremstrommel führen. Die Bremstrommel muß in einer Drehbank
nachgearbeitet oder erneuert werden. Fehlende Klemmschrauben an den
Bremstrommeln müssen ersetzt werden.
Zusätzliche Informationen zu Arbeiten an Radbrems-Bauteilen von
Trommelbremsen siehe Heft 10:02-06.
1
10 2
9 3
8 4
7 5
6
1
10 2
9 3
8 4
10_1401
7 5
6
Bremsscheiben fehlerhaft
Lenkradvibrationen bei leichtem Bremsen und bei Geschwindigkeiten
zwischen 85-40 km/h werden häufig durch eine unterschiedliche
Bremsscheibenstärke oder durch Seitenschlag der Bremsscheibe
verursacht.
Regelmäßig auftretende Vibrationen von gleicher Stärke weisen auf
Unrundheit oder Seitenschlag an einer der Vorderrad- Bremsscheiben
hin.
Unregelmäßig auftretende Vibrationen können durch Höhenschlag der
beiden vorderen Bremsscheiben hervorgerufen werden.
Durch Probefahrt feststellen, ob Vibrationen durch die vorderen
Bremsscheiben verursacht werden. Vibrationen, die hauptsächlich im
Fahrerhaus feststellbar sind, können durch die Bremsen der
Hinterräder verursacht werden.
Bremsscheibenstärke an jedem Radbolzen prüfen. Messung hinter der
Verschleißkante mit Distanzstücken durchführen, z. B. mit zwei
Muttern.
103 074
Bei starkem Seitenschlag hat die Bremsscheibe auch Höhenschlag. Bei
unterschiedlicher Bremsscheibenstärke muß die Bremsscheibe erneuert
oder abgedreht werden. Beim Abdrehen der Bremsscheibe müssen beide
Seiten gleichzeitig abgedreht werden.
Hinweis: Die
Toleranz der Bremsscheibenstärke darf maximal 0,08 mm betragen.
Zusätzliche Informationen zu Arbeiten an Radbrems-Bauteilen von
Scheibenbremsen siehe Heft 10:02-10.
99 355 wird verwendet, um Hydrauliksysteme zu entlasten, zu befüllen, zu
entlüften und unter Druck zu setzen.
Die Ausrüstung besteht aus einem Elektromo- tor, einem Behälter und
einem Ventilblock mit Anschlüssen und Ventilen.
Die Ausrüstung benötigt zum Betrieb 24V DC und wird mit Krokodilklemmen
an die Fahr- zeugbatterie (rote Klemme an +, schwarze Klemme an -) oder
andere geeignete 24V Stromquelle angeschlossen. Das An- und Aus-
schalten der Pumpe erfolgt mittels eines Schal- ters mit einer festen
und einer rückfedernden Stellung.
Die Ausrüstung besitzt einen einstellbaren Druckbegrenzer, ein
Rücklaufventil (Drossel- ventil) für das Rücklauföl und ein Sicherheits-
ventil (Druckbegrenzer, der auf 25 bar fest eingestellt ist).
Die Ausrüstung besitzt auch ein Manometer mit einer Skaleneinteilung von
0 - 25 bar.
Die Ausrüstung wird in einer stabilen Tasche geliefert.
*) wird u.a. durch den Druckbegrenzer begrenzt. Siehe ”Druckbegrenzer”.
Behälter
T P
Halbdurchsichtiger Kunststofftank mit 4 Liter Fassungsvermögen. Der
Behälter besitzt eine Markierung für den niedrigst zulässigen Ölstand,
unter dem die Pumpe Luft ansaugt.
Anschlüsse
104 691
Der Druckschlauch wird an einen mit ”P” gekennzeichneten Anschluß
angeschlossen und der Rücklaufschlauch an einen mit ”T” gekenn-
zeichneten. (Siehe auch Hydraulikschaltbild.)
Druckbegrenzer
103 947
Der Druckbegrenzer ist zwischen 0 und 40 bar einstellbar. Der
Maximaldruck wird jedoch durch das Sicherheitsventil begrenzt, siehe
Sicherheitsventil.
Das Sicherheitsventil ist auf 25 bar eingestellt und öffnet unabhängig
davon, ob der Druck von der Pumpe oder vom Rücklaufschlauch kommt.
(Siehe Hydraulikschaltbild.)
104 692
Achtung! Wird
die Einstellung auf einen höhe- ren Druck geändert, müssen u.U. das
Manome- ter und die Schläuche ausgewechselt werden.
Rücklaufventil (Drosselventil)
103 942
Der Rücklaufanschluß besitzt ein Drosselventil zur Festlegung des
Taktes, mit dem z.B. das System entlastet werden soll.
Manometer
Das Manometer hat eine Skaleneinteilung von
0 - 25 bar und besitzt eine Genauigkeit von 1,6 %.
Achtung! Das
Manometer hält keinen Drücken über 25 bar stand, d.h. wenn das
Sicherheitsventil durch eines mit höherem Druck ersetzt wird, muß das
Manometer auch ersetzt werden.
Wichtig! Bei
allen Arbeiten an Hydrauliksyste- men ist Sauberkeit höchstes Gebot.
Die Kanäle zu den Ventilen im Hydrauliksystem des Fahrzeugs haben
manchmal einen Durchmesser von Bruchteilen eines Millimeters. Das
kleinste Sandkorn kann dann den Aus- fall der Funktionstüchtigkeit des
Fahr- zeugs bewirken.
Maßnahmen vor der ersten Benutzung
103 747
Bei der ersten Verwendung der Ausrüstung müssen alle Schläuche mit Öl
gefüllt werden. Hierzu wird bei einem Schlauch nach dem ande- ren ein
Ende an die Druckseite und das andere an den Rücklauf angeschlossen.
Rücklaufventil (Drosselventil) öffnen und Pumpe starten.
Dies ist wichtig, da sonst mehr Luft in das Hydrauliksystem des
Fahrzeugs eindringt als nötig.
Maßnahmen vor jeder Benutzung
Ausrüstung und Schläuche abwischen.
Kontrollieren, daß keine Verunreinigungen in den Anschlußverschraubungen
zu sehen sind.
Anschlüsse des Fahrzeugs sorgfältig reinigen. Sauberes neues Öl in den
Behälter einfüllen.
Die korrekte Einstellung der Achsgeometrie ist eine Voraussetzung für
einen guten Geradeauslauf des Fahrzeugs und einen minimalen
Reifenverschleiß.
Bei bestimmten Beanstandungen am Fahrzeug ist es notwendig, die Räder
und Achsen zu vermessen, um die Ursache herauszufinden.
Ein ungewöhnlich starker und ungleichmäßiger Verschleiß der Vorderräder
kann z. B. durch eine nicht korrekt eingestellte oder verzogene
Hinterachse oder durch eine verstellte Vorderachsgeometrie verursacht
werden.
Schlechte Fahreigenschaften, z. B. ein schlechter Geradeauslauf oder das
Ziehen zur Seite können durch eine mangelhafte Radeinstellung verursacht
werden.
Eine Achsvermessung ist immer dann durchzuführen, wenn die Möglichkeit
besteht, daß die Achsgeometrie, z. B. durch ein Abrutschen des Fahrzeugs
in einen Graben, verstellt wurde.
Vor der Achsvermessung müssen die Buchsen und Befestigungen der Achsen
geprüft werden.
Achsgeometrie messen
Der Spurversatz der Räder und Achsen wird in mm/m (Millimeter pro Meter)
angegeben. Auf diese Weise wird der Winkel zwischen der Senkrechten der
Achse und der Längsachse des Fahrzeugs angegeben.
Ein Spurversatz von z. B. 3 mm/m ist in der Abbildung gezeigt. Dies
bedeutet, daß eine um 3 mm versetzte Achse auf einer Strecke von
10 km um 30 m von der Fahrzeuglängsachse abweicht. Das Ergebnis sind
unnötiger Reifenverschleiß, schlechte Fahreigenschaften und ein erhöhter
Kraftstoffverbrauch.
In der Regel verursacht eine versetzte Hinterachse bei einem
4x2-Fahrzeug keinen erhöhten Reifenverschleiß. In diesem Fall muß nur
die Vorderachsgeometrie vermessen werden.
Bei einem 4x2-Fahrzeug mit Anhänger oder einer 4x2-Sattelzugmaschine mit
Auflieger kann ein erhöhter Reifenverschleiß auftreten. Wenn die
Geometrie sowohl an Vorderachse und Hinterachse korrekt ist, müssen die
Achsen von Anhänger oder Auflieger vermessen werden.
6x2-Fahrzeuge
Ein ungewöhnlich starker Verschleiß der Vorderräder kann durch eine
nicht korrekt eingestellte Vorderachsgeometrie oder versetzte bzw. nicht
parallel laufende Hinterachsen verursacht werden. Letzteres kann auch zu
einem erhöhten Reifenverschleiß an der Nachlaufachse führen.
Ein ungewöhnlich starker Verschleiß der Antriebsräder wird normalerweise
durch eine verzogene Achse, Vor- oder Nachspur oder einen nicht
korrekten Nachlauf verursacht.
Wenn eine Fahrzeugkombination (Zugfahrzeug und Anhänger) schlecht
geradeaus läuft, kann die Ursache auch in versetzten Achsen oder
verschlissenen Buchsen am Anhänger liegen.
6x4-Fahrzeug
Die häufigste Ursache für einen hohen Verschleiß an sowohl den Vorder-
als auch den Antriebsrädern sind verzogene Achsen, Vor- und Nachspur und
versetzte Hinterachsen.
8x2- und 8x4-Fahrzeuge
Bei Fahrzeugen mit zwei Vorderachsen ist die Lenkgeometrie und besonders
die Einstellung beider Achsen aufeinander extrem wichtig für den
Reifenverschleiß und das Fahrverhalten. Die Lenkachsen müssen außerdem
unbedingt parallel laufen.
Vorspur bzw. Nachspur sind das Maß, um das die Radmittelebene von der
Fahrzeuglängsachse abweicht. Ein positiver Wert wird als Vorspur
bezeichnet. Siehe Abbildungen.
Vorspur / Nachspur = (B-A)/ C mm/m
104 653
Die Einstellung erfolgt durch die Längenänderung der Spurstange. Beim
Einstellen wird häufig ein etwas positiver Wert eingestellt, damit
während der Fahrt der Idealwert von 0 erreicht wird, je nach
Rollwiderstand der Reifen.
Sturzwinkel
Der Sturzwinkel ist die Neigung der Radachse zur Fahrbahn. D. h. die
Abweichung der Radebene von der Vertikalen. Bei einem positiven Sturz
sind die Räder oben von der Fahrzeugmitte weg geneigt.
Bei einem unbeladenen Fahrzeug ist der Sturz oft positiv. Der Idealwert
von 0 wird dann durch die Belastung erreicht.
Der Sturz ist nicht einstellbar.
A (mm)
104652
B (mm)
105748
C (m)
Nachlaufwinkel
Der Nachlaufwinkel ist der Winkel zwischen der Lenkachse und der
Senkrechten des Rades. Der Nachlauf wird durch die Neigung des
Achsschenkelbolzens bestimmt. Der Nachlaufwinkel beeinflußt das
Lenkungs- Rückstellverhalten und damit den Geradeauslauf. Der
Nachlaufwinkel ist entweder positiv oder negativ.
Der Nachlauf wird bei Fahrwerken mit Blattfederung durch Schlüssel und
bei Fahrwerken mit Luftfederung durch Beilegscheiben an den
Schubstrebenhaltern eingestellt.
103 818
+ 0 −
Lenkrollhalbmesser (Grad)
Der Lenkrollhalbmesser wird durch die Neigung des Achsschenkelbolzens
gegenüber der Vertikalen bestimmt. Der Lenkrollhalbmesser beeinflußt die
Lenkkräfte, die beim Fahren auf unebenem Untergrund verringert werden.
Außerdem wird eine Lenkungs-Rückstellung erreicht. Beim Lenken wird der
Achsschenkel auf der Lenkachse nach unten bewegt und das Fahrzeug
angehoben, die Rückstellung der Lenkung wird also durch das
Fahrzeuggewicht erreicht.
AM20-D 1, Dioden-Laser mit Batterie und Netzgerät Zusatzausrüstung
AM 1330:K, Magnetbefestigung
AM135, Reibschutzplatte
AM325, Bremspedalhalter
AM 1365:K, Saughalter für Busse
AM1515, AMcommunicator, auf Windows basierendes Kalkulationsprogramm
mit Datenbank
Meßstangen prüfen
Befestigungsstangen an beiden Enden der Meßstange befestigen.
Sicherstellen, daß die Befestigungsstangen mit der gleichen Seite
nach außen weisen und die gleiche Höhe haben.
Führungsschienen der Meßstange zusammenschieben. Sicherstellen, daß
beide Enden Kontakt mit dem Gehäuse haben und die Führungsschienen
leicht in das Gehäuse passen.
Mindestens drei Meßstangen mit Befestigungen im Rollwagen
befestigen. Sicherstellen:
Daß die Befestigungsstangen mit der gleichen Seite nach außen
weisen und Kontakt mit dem Halter haben.
Daß die Meßstangen auf der selben Höhe sind.
Daß die Meßstangen im rechten Winkel zu den Befestigungsstangen
stehen.
Meßstäbe anbauen und mit Stahllineal prüfen, ob die Ausrichtzapfen
mit einer maximalen Abweichung von 2 mm fluchten.
Falls die Abweichung mehr als 2 mm beträgt, ist mindestens eine
Befestigungsstange verbogen. Eine Meßstange mit Meßstab umdrehen und
Prüfung wiederholen.
Meßstangen und Meßskalen anbauen
Die Meßstangen müssen horizontal und im rechten Winkel zur
Fahrzeuglängsachse befestigt sein.
Lkw
Vordere Meßstange mit zwei langen Schrauben M10 anbauen. Die
Schrauben müssen so lang sein, daß die Meßstange frei zwischen
unterem Kühlergrill und Stoßfänger hängen kann.
118 203
Hintere Meßstange hinter der Hinterachse am Rahmen befestigen,
vorzugsweise außen am Rahmen, sonst im Rahmenflansch.
Meßskalen an den Meßstäben anbauen. Meßskalen in der gleichen
Position mit der Nullstellung nach außen anbauen.
Busse
Meßstangen am Rahmen des Busses befestigen.
Meßskalen an den Meßstäben anbauen. Meßskalen in der gleichen
Position mit der Nullstellung nach außen anbauen.
Hinweis: Der
Anbau der Meßskalen bei CN- Bussen ist beschrieben in 13:00-54,
Meßskalen beim CN-Bus anbauen.
Radadapter anbauen und Felgenverzug ausgleichen
Adapterfüße 2 entsprechend einer der Abbildungen so drehen, daß sie
auf die entsprechende Felge passen.
Sicherstellen, daß die Adapterfüße korrekt sitzen, dann Adapter mit
Knauf 1 festziehen.
Lasergerät auf Adapterwelle 3 aufsetzen und mit dem Knauf so
festziehen, daß sich das Lasergerät noch drehen läßt.
Laser so ausrichten, daß er parallel mit einem der Einstellarme ist.
Achse anheben, bis sich das Rad frei drehen kann, und Lasergerät auf
eine Meßskala 2 - 4 Meter vor dem Lasergerät ausrichten. Eine
Meßskala auf dem Boden abstellen, wenn sich keine der angebauten
Meßskalen im angegebenen Abstand befindet.
Wert A, z. B. 95, ablesen und notieren.
Rad eine halbe Umdrehung drehen (180°), und Laser auf dieselbe
Meßskala ausrichten.
Wert B ablesen, z. B. 55. Knauf 1 am Einstellarm so drehen, daß der
Laser auf den Punkt C in der Mittel zwischen Punkt A und B zeigt. In
diesem Beispiel beträgt der Wert 75.
Rad eine viertel Umdrehung drehen (90°), und Laser auf die Meßskala
ausrichten.
Anderen Knauf 2 am Einstellarm so drehen, daß der Laser auf den
selben Punkt C weist, in diesem Beispiel 75.
Rad drehen und prüfen, ob sich der Laserpunkt seitlich bewegt. Wenn
sich der Laserpunkt bewegt, muß die Einstellung wiederholt werden.
Lasereinheit prüfen und kalibrieren
Lasergerät auf Adapterwelle aufsetzen und mit dem Knauf so
festziehen, daß sich das Lasergerät noch drehen läßt.
Laser auf die vordere Meßskala ausrichten und Schieb-Meßskala so
einstellen, daß der Laser auf die Nullinie weist.
Lasergerät drehen und auf die hintere Meßskala ausrichten.
Schieb-Meßskala so einstellen, daß der Laser auf die Nullinie weist.
Laser lösen und um 180° auf der Adapterwelle drehen.
Laser auf beide Meßskalen richten. Der Laser soll auf die Nullinien
beider Meßskalen weisen.
Wenn der Laser auf beiden Meßskalen auf den gleichen Abstand von der
Nullinie außerhalb oder innerhalb beider Skalen zeigt, befindet sich
der Laser im rechten Winkel zur Befestigung. Der Laser ist dann
parallel verschoben, was die Messung aber nicht beeinträchtigt.
Wenn die Abweichung mehr als 1 mm in einem Abstand von 6 m beträgt,
muß der Laser neu eingestellt werden. Laser- Einstellschraube mit
einem 2 mm- Innensechskantschlüssel so einstellen, daß der Laser auf
Werte zeigt, die halb so groß sind wie die seitliche Abweichung.
Ergebnis durch Nullen der Schieb- Meßskalen nochmals prüfen.
Lasergerät auf Adapterwelle um 180° drehen und prüfen, ob der Laser
auf beiden Meßskalen auf den gleichen Wert zeigt.
Winkelmesser kalibrieren
Kalibrierung durch Berechnung
Werkzeug in die Bohrung für die Sturz- und Nachlaufmessung auf den
Radadapter aufsetzen und gegen die Rastung drücken.
Werkzeug mit oberer Wasserwaage 1 einstellen und mit unterem Knauf 2
festziehen.
Meßskala 3 drehen, bis die Wasserwaage 4 horizontal ausgerichtet
ist.
Wert der äußeren Skala, z. B. + 0° 50´, ablesen und notieren. Wert
unbedingt mit Plus- oder Minuszeichen kennzeichnen.
Werkzeug von Welle abbauen. Werkzeug drehen und durch Ziehen an der
Rastung auf den Radadapter aufsetzen.
Werkzeug mit oberer Wasserwaage 1 einstellen und mit unterem Knauf 2
festziehen.
Meßskala 3 drehen, bis die Wasserwaage 4 horizontal ausgerichtet
ist.
Wert ablesen. Wenn die Skala den gleichen Wert mit umgekehrtem
Vorzeichen anzeigt wie bei der ersten Messung, ist das Werkzeug
korrekt kalibriert. In diesem Beispiel beträgt der Wert -0° 50´.
Wenn die Messung andere Werte ergibt, muß das Werkzeug nachgestellt
werden.
Beispiel: Die erste Messung ergibt einen Wert von +0° 50´. Die
zweite Messung ergibt einen Wert von -0° 20´. Bei einem korrekt
kalibrierten Werkzeug müßte die zweite Messung einen Wert von -0°
50´ ergeben. Meßskala auf -0° 35´, die Mitte zwischen -0° 20´ und
-0° 50´, einstellen.
Wasserwaage 4 mit den Schrauben 5 einstellen, bis die Wasserwaage
horizontal ausgerichtet ist.
Einstellung durch Wiederholen der ersten Messung prüfen. Es muß der
gleiche Wert mit umgekehrtem Vorzeichen angezeigt werden, dem
Beispiel entsprechend +0° 35´.
Kalibrierung mit Tabelle
Die Schritte 1 - 8 der Kalibrierung durch Berechnung durchführen.
Wenn die Messung andere Werte ergibt, muß das Werkzeug nachgestellt
werden.
Beispiel: Die erste Messung ergibt einen Wert von +0° 50´. Die
zweite Messung ergibt einen Wert von -0° 20´. Tabelle von oben mit
dem Minutenwert der ersten Messung, +50´, ablesen. Dann von der
Seite der Tabelle mit dem Minutenwert der zweiten Messung, -20´,
nach rechts ablesen. Stellen Sie an der Meßskala den in der Tabelle
ermittelten Wert, -35´, ein.
Wasserwaage 4 mit den Schrauben 5 einstellen, bis die Wasserwaage
horizontal ausgerichtet ist.
Einstellung durch Wiederholen der ersten Messung prüfen. Es muß der
gleiche Wert mit umgekehrtem Vorzeichen angezeigt werden, dem
Beispiel entsprechend
Vorderräder anhand der Laseranzeige geradeaus stellen: vordere und
hintere Meßskala müssen den gleichen Wert anzeigen.
Sicherstellen, daß sich die Markierung am Lenkgetriebe in
Geradeausstellung befindet.
100348
WICHTIG! Beim
Vermessen von Fahrzeugen mit Servozylinder an der zweiten Lenkachse
müssen die Räder bei drehendem Motor gedreht werden, da andernfalls die
Meßwerte beeinträchtigt werden können.
Vor- und Nachspur berechnen
Vorderräder anhand der Laseranzeige geradeaus stellen: vordere und
hintere Meßskala müssen den gleichen Wert anzeigen.
Abstand D messen zwischen vorderer und hinterer Meßskala und in
Meßprotokoll eintragen, z. B. 7 m.
Laser auf Meßskala A1 vorn links ausrichten und Wert in Meßprotokoll
eintragen, z. B. 158.
Laser auf Meßskala B1 hinten links ausrichten und Wert in
Meßprotokoll eintragen, z. B. 151.
Differenz zwischen Meßskalen A1 und B1 berechnen, im Beispiel 158 -
151 = +7, und in Meßprotokoll eintragen.
Anhand der Tabelle den Wert +7 durch den Abstand zwischen den
Meßskalen teilen,
D = 7 m. Das Ergebnis, 1 mm/m, mit einem Pluszeichen im Meßprotokoll
eintragen.
Spur des Rads ebenfalls eintragen.
Laser auf Meßskala A2 vorn rechts ausrichten und Wert in
Meßprotokoll eintragen, z. B. 140.
Laser auf Meßskala B2 hinten rechts ausrichten und Wert in
Meßprotokoll eintragen, z. B. 154.
Differenz zwischen Meßskalen A2 und B2 berechnen, im Beispiel -14,
und in Meßprotokoll eintragen.
Anhand der Tabelle den Wert -14 durch den Abstand zwischen den
Meßskalen teilen,
D = 7 m. Das Ergebnis, 2 mm/m, mit einem
-Zeichen
im Meßprotokoll eintragen. Spur des Rads ebenfalls eintragen.
Vor- bzw. Nachspur durch Addieren der Ergebnisse beider Räder unter
Beachtung der positiven oder negativen Vorzeichen berechnen. In
diesem Beispiel beträgt das Ergebnis -1 mm/m. Ein positiver Wert
bedeutet Vorspur, ein negativer Nachspur.
Linkes Rad + 1 mm/m
Rechtes Rad - 2 mm/m
Ergebnis - 1 mm/m
Vor- und Nachspur mit Schieb- Meßskala AM84 messen
Vorderräder anhand der Laseranzeige geradeaus stellen: vordere und
hintere Meßskala müssen den gleichen Wert anzeigen.
Abstand D messen zwischen vorderer und hinterer Meßskala und in
Meßprotokoll eintragen, z. B. 7 m.
Laser auf Meßskala B1 hinten links ausrichten und Wert ablesen, z.
B. 151.
Schieb-Meßskala auf Meßskala A1, vorn links, verschieben, bis die
Nullinie auf 151 liegt.
Laser auf 7 m-Horizontallinie der Schieb- Meßskala ausrichten und
Spur auf der unteren Linie ablesen, + 1 mm/m.
Eine positiver Wert bedeutet,
daß sich der Laser auf der Innenseite der Nullinie der
Schiebe-Meßskala befindet, ein negativer Wert bedeutet,
daß sich der Lauser auf der Außenseite der Nullinie befindet.
Das Ergebnis, 1 mm/m, mit einem Pluszeichen im Meßprotokoll
eintragen. Spur des Rads ebenfalls eintragen.
Laser auf Meßskala B2 hinten rechts ausrichten und Wert ablesen, z.
B. 154.
Schieb-Meßskala auf Meßskala A2, vorn rechts, verschieben, bis die
Nullinie auf 154 liegt.
Laser auf 7 m-Horizontallinie der Schieb- Meßskala ausrichten und
Spur auf der unteren Linie ablesen, - 2 mm/m.
Eine positiver Wert bedeutet,
daß sich der Laser auf der Innenseite der Nullinie der
Schiebe-Meßskala befindet, ein negativer Wert bedeutet,
daß sich der Lauser auf der Außenseite der Nullinie befindet.
Das Ergebnis, 2 mm/m, mit einem Minuszeichen im Meßprotokoll
eintragen. Spur des Rads ebenfalls eintragen.
Vor- bzw. Nachspur durch Addieren der Ergebnisse beider Räder unter
Beachtung der positiven oder negativen Vorzeichen berechnen. In
diesem Beispiel beträgt das Ergebnis -1 mm/m. Ein positiver Wert
bedeutet Vorspur, ein negativer Nachspur.
Linkes Rad + 1 mm/m
Rechtes Rad - 2 mm/m
Ergebnis - 1 mm/m
Spur der zweiten Lenkachse messen
WICHTIG! Beim
Vermessen von Fahrzeugen mit Servozylinder an der zweiten Lenkachse
müssen die Räder bei drehendem Motor gedreht werden, da andernfalls die
Meßwerte beeinträchtigt werden können.
Zur Berechnung der Gesamtspur der zweiten Lenkachse muß die Spur an
beiden Achsen gemessen werden.
Werte für die linken Räder unten im Meßprotokoll eintragen.
Hinweis: Die
Werte für die linken Räder gelten sowohl für Fahrzeuge mit Links-
wie auch für Fahrzeuge mit Rechtslenkung, da sich das Zughebelsystem
bei allen Fahrzeugen auf der linken Seite befindet.
Gesamtspurdifferenz zwischen den Lenkachsen wie folgt berechnen:
Wenn die Vorzeichen der Spurwerte der Räder unterschiedlich sind,
d. h. die Räder in verschiedene Richtungen laufen, entspricht die
Differenz zwischen den Achsen der
Summe der Werte.
Wenn die Vorzeichen der Spurwerte der Räder gleich sind,
d. h. die Räder in dieselbe Richtung laufen, entspricht die Differenz
zwischen den Achsen der
Differenz zwischen den Werten.
Sturz messen
Die Messung des Sturzes erfolgt bei auf dem Boden stehenden Rädern und
horizontaler Achse.
Radstellung mit Wasserwaage prüfen. Die Wasserwaage kann z. B. mit
dem Magnethalter AM98 an der Achse befestigt werden.
Abweichungen durch Unterlegen eines Rades ausgleichen.
Das zu messende Rad anhand der Laseranzeige geradeaus stellen:
vordere und hintere Meßskala müssen den gleichen Wert anzeigen.
Winkelmesser auf Radadapterwelle aufsetzen. Werkzeug zur Rastung
drücken.
Werkzeug vertikal mit oberer Wasserwaage 1 einstellen und mit
unterem Knauf 2 festziehen.
Meßskala 3 drehen, bis die Wasserwaage 4 horizontal ausgerichtet
ist.
Wert auf der äußeren Skala am Pfeil auf der Fußplatte ablesen und in
Meßprotokoll eintragen. Das entsprechende Vorzeichen, + oder -,
kennzeichnen.
Vorgang auf der anderen Fahrzeugseite wiederholen.
Nachlauf messen
Achse anheben, damit die Räder frei drehen können. Beim Messen des
Nachlaufs auf Drehplatten ergibt sich eine erhebliche Änderung des
Wertes, da sich die Räder ca. 10 mm über dem Boden befinden.
Bei Fahrzeugen mit Linkslenkung das linke, bei Fahrzeugen mit
Rechtslenkung das rechte Rad anhand der Laseranzeige geradeaus
stellen: vordere und hintere Meßskala müssen den gleichen Wert
anzeigen.
Drehplatte mit zentrierter Skala gegenüber beiden Rädern auf den
Boden stellen.
Drehplatte mit dem Laser auf der Nullinie ausrichten. Meßskala
entlang des Profils bewegen und sicherstellen, daß der Laser in
beiden Endstellungen auf der Nullinie liegt.
Linkes Rad
Winkelmesser auf Radadapterwelle aufsetzen. Werkzeug zur Rastung
drücken.
Rad auf der Drehplatte 20° nach außen einschlagen und sicherstellen,
daß der Laser auf dem Nullpunkt und der 20°-Markierung liegt.
Werkzeug mit oberer Wasserwaage 1 einstellen und mit unterem Knauf 2
festziehen.
Meßskala 1 drehen, bis die Wasserwaage 2 horizontal ausgerichtet
ist.
Zeiger 3 auf die Null der inneren Meßskala drehen.
Rad auf der Drehplatte 20° nach innen einschlagen und sicherstellen,
daß der Laser auf dem Nullpunkt und der 20°-Markierung liegt.
Werkzeug mit oberer Wasserwaage einstellen und mit unterem Knauf
festziehen.
Meßskala 1 drehen, ohne dabei den Zeiger 3 zu verschieben, bis die
Wasserwaage 2 horizontal ausgerichtet ist.
Nachlaufwert auf der inneren Skala am Pfeil ablesen und in
Meßprotokoll eintragen.
Rechtes Rad
Messung wie beim linken Rad durchführen.
Lenkrollhalbmesser messen
Beim Messen des Lenkrollhalbmessers muß die Achse angehoben und
horizontal sein. Die Radbremsen müssen betätigt sein.
Radstellung mit Wasserwaage prüfen. Die Wasserwaage kann z. B. mit
dem Magnethalter an der Achse befestigt werden. Achse z. B. mit zwei
Unterstellböcken horizontal ausrichten.
Bei Fahrzeugen mit Linkslenkung das linke, bei Fahrzeugen mit
Rechtslenkung das rechte Rad anhand der Laseranzeige geradeaus
stellen: vordere und hintere Meßskala müssen den gleichen Wert
anzeigen.
Radbremsen z. B. durch Einklemmen einer Stange zwischen Bremspedal
und Sitz betätigen.
Drehplatte mit zentrierter Skala gegenüber beiden Rädern auf den
Boden stellen.
Drehplatte mit dem Laser auf der Nullinie ausrichten. Meßskala
entlang des Profils bewegen und sicherstellen, daß der Laser in
beiden Endstellungen auf der Nullinie liegt.
Linkes Rad
Winkelmesser auf Radadapterwelle aufsetzen. Werkzeug nach unten
drücken.
Rad auf der Drehplatte 20° nach links einschlagen und sicherstellen,
daß der Laser auf dem Nullpunkt und der 20°-Markierung liegt.
Werkzeug mit oberer Wasserwaage 1 einstellen und mit unterem Knauf 2
festziehen.
Meßskala 1 drehen, bis die Wasserwaage 2 horizontal ausgerichtet
ist.
Zeiger 3 auf die Null der inneren Meßskala drehen.
Rad auf der Drehplatte 20° nach rechts einschlagen und
sicherstellen, daß der Laser auf dem Nullpunkt und der
20°-Markierung liegt.
Meßskala 1 drehen, ohne dabei den Zeiger 3 zu verschieben, bis die
Wasserwaage 2 horizontal ausgerichtet ist.
Lenkrollhalbmesser auf der inneren Skala am Pfeil ablesen und in
Meßprotokoll eintragen.
Rechtes Rad
Messung wie beim linken Rad durchführen.
WICHTIG! Messung
des Lenkrollhalbmessers durch Einschlagen des rechten Rads nach links
beginnen.
Spurdifferenzwinkel messen
Achse anheben, damit die Räder ca. 10 mm über dem Boden frei drehen
können.
Bei Fahrzeugen mit Linkslenkung das linke, bei Fahrzeugen mit
Rechtslenkung das rechte Rad anhand der Laseranzeige geradeaus
stellen: vordere und hintere Meßskala müssen den gleichen Wert
anzeigen.
Drehplatte mit zentrierter Skala gegenüber beiden Rädern auf den
Boden stellen.
Drehplatte mit dem Laser auf der Nullinie ausrichten. Meßskala
entlang des Profils bewegen und sicherstellen, daß der Laser in
beiden Endstellungen auf der Nullinie liegt.
Rad auf der Drehplatte 20° nach außen einschlagen und sicherstellen,
daß der Laser auf dem Nullpunkt und der 20°-Markierung liegt.
Winkel des Rads auf der anderen Fahrzeugseite messen und in
Meßprotokoll eintragen, z. B. 18°.
Differenz berechnen und in Meßprotokoll eintragen.
Messung auf der anderen Fahrzeugseite wiederholen.
Maximalen Lenkeinschlag messen
Achse anheben, damit die Räder ca. 10 mm über dem Boden frei drehen
können.
Drehplatte mit zentrierter Skala gegenüber beiden Rädern auf den
Boden stellen.
Drehplatte mit dem Laser auf der Nullinie ausrichten. Meßskala
entlang des Profils bewegen und sicherstellen, daß der Laser in
beiden Endstellungen auf der Nullinie liegt.
Rad nach außen bis zum Anschlag einschlagen.
Laser auf die Nullinie der Meßskala ausrichten. Laser auf die
geteilte Skala ausrichten, Wert ablesen und in Meßprotokoll
eintragen, z. B. 40°.
Messung auf der anderen Fahrzeugseite wiederholen.
Versatz der Vorderachse messen
Versatz der Vorderachse mit Maßband prüfen.
Dazu auf beiden Fahrzeugseiten den Abstand messen zwischen der
Vorderachse und einem festen Bezugspunkt, z. B. einem Schmiernippel
am Federlager.
Werte in Meßprotokoll eintragen und Differenz berechnen.
Abstand D messen zwischen vorderer und hinterer Meßskala und in
Meßprotokoll eintragen, z. B. 7 m.
Laser auf Meßskala A1 vorn links ausrichten und Wert in Meßprotokoll
eintragen, z. B. 113.
Laser auf Meßskala B1 hinten links ausrichten und Wert in
Meßprotokoll eintragen, z. B. 92.
Differenz zwischen Meßskalen A1 und B1 berechnen, im Beispiel 113 -
92 = +21, und in Meßprotokoll eintragen.
Anhand der Tabelle den Wert +21 durch den Abstand zwischen den
Meßskalen teilen,
D = 7 m. Das Ergebnis, 3 mm/m, mit einem
+Zeichen
im Meßprotokoll eintragen. Spur des Rads ebenfalls eintragen.
Laser auf Meßskala A2 vorn rechts ausrichten und Wert in
Meßprotokoll eintragen, z. B. 96.
Laser auf Meßskala B2 hinten rechts ausrichten und Wert in
Meßprotokoll eintragen, z. B. 110.
Differenz zwischen Meßskalen A2 und B2 berechnen, im Beispiel -14,
und in Meßprotokoll eintragen.
Anhand der Tabelle den Wert -14 durch den Abstand zwischen den
Meßskalen teilen,
D = 7 m. Das Ergebnis, 2 mm/m, mit einem
-Zeichen im Meßprotokoll eintragen. Spur des Rads ebenfalls
eintragen.
Vor- bzw. Nachspur durch Addieren der Ergebnisse beider Räder unter
Beachtung der positiven oder negativen Vorzeichen berechnen. In
diesem Beispiel beträgt das Ergebnis +1 mm/m. Ein positiver Wert
bedeutet Vorspur, ein negativer Nachspur.
Linkes Rad +3 mm/m
Rechtes Rad - 2 mm/m
Ergebnis +1 mm/m
Vor- und Nachspur mit Schieb- Meßskala AM84 messen
Beim Vermessen von nichtgelenkten Achsen das Meßprotokoll AM39 1+2+4
verwenden.
Abstand D messen zwischen vorderer und hinterer Meßskala und in
Meßprotokoll eintragen, z. B. 7 m.
Laser auf Meßskala B1 hinten links ausrichten und Wert ablesen, z.
B. 92.
Schieb-Meßskala auf Meßskala A1, vorn links, verschieben, bis die
Nullinie auf 92 liegt.
Laser auf 7 m-Horizontallinie der Schieb- Meßskala ausrichten und
Spur auf der unteren Linie ablesen, + 3 mm/m.
Eine positiver Wert bedeutet,
daß sich der Laser auf der Innenseite der Nullinie der
Schiebe-Meßskala befindet, ein negativer Wert bedeutet,
daß sich der Lauser auf der Außenseite der Nullinie befindet.
Das Ergebnis, 3 mm/m, mit einem Pluszeichen im Meßprotokoll
eintragen. Spur des Rads ebenfalls eintragen.
Laser auf Meßskala B2 hinten rechts ausrichten und Wert ablesen, z.
B. 110.
Schieb-Meßskala auf Meßskala A2, vorn rechts, verschieben, bis die
Nullinie auf 110 liegt.
Laser auf 7 m-Horizontallinie der Schieb- Meßskala ausrichten und
Spur auf der unteren Linie ablesen, - 2 mm/m.
Eine positiver Wert bedeutet,
daß sich der Laser auf der Innenseite der Nullinie der
Schiebe-Meßskala befindet, ein negativer Wert bedeutet,
daß sich der Lauser auf der Außenseite der Nullinie befindet.
Das Ergebnis, 2 mm/m, mit einem Minuszeichen im Meßprotokoll
eintragen. Spur des Rads ebenfalls eintragen.
Vor- bzw. Nachspur durch Addieren der Ergebnisse beider Räder unter
Beachtung der positiven oder negativen Vorzeichen berechnen. In
diesem Beispiel beträgt das Ergebnis +1 mm/m. Ein positiver Wert
bedeutet Vorspur, ein negativer Nachspur.
Linkes Rad +3 mm/m
Rechtes Rad - 2 mm/m
Ergebnis +1 mm/m
Versatz der Vorderachse berechnen
Im Beispiel oben wurde bereits eine Vorspur von 1 mm/m berechnet.
Spurwert durch 2 teilen, was in diesem Beispiel + 0,5 m/m ergibt.
Eine gestrichelte Linie ziehen von der Achsmitte zur +0,5-Markierung
auf der Skala am Rad C6.
Der Versatz beträgt demnach 0,5 + 2 = 2,5 mm/m. Den Wert 2,5 in das
Kästchen
mit der entsprechenden Versatzrichtung der Achse eintragen, z. B.
rechts.
Ein positiver Wert bedeutet
einen Versatz nach links, ein negativer Wert einen
Versatz nach rechts.
Versatzwert ebenfalls unten im Meßprotokoll eintragen und eine Linie
zwischen den Rädern ziehen.
Berechnung mit Tabelle
Tabelle mit dem linken Spurwert A ablesen. Dann Tabelle mit dem
rechten Spurwert B ablesen. Den Versatz aus der Tabelle ablesen.
Versatzwert in Meßprotokoll eintragen und das entsprechende Zeichen
markieren.
Ein positiver Wert bedeutet
einen Versatz nach links, ein negativer Wert einen
Versatz nach rechts.
Versatzwert ebenfalls unten im Meßprotokoll eintragen und eine Linie
zwischen den Rädern ziehen.
Achsparallelität berechnen
Die Versatzwerte für beide Hinterachsen müssen zuerst berechnet werden.
Versatz zwischen den Achsen wie folgt berechnen:
Wenn die Vorzeichen der Versatzwerte der Achsen unterschiedlich sind,
d. h. die Achsen in verschiedene Richtungen laufen, entspricht die
Differenz zwischen den Achsen der
Summe der Werte.
Wenn die Vorzeichen gleich sind,
d. h. die Achsen in dieselbe Richtung laufen, entspricht die
Differenz zwischen den Achsen der
Differenz zwischen den Werten.
In diesem Beispiel beträgt das Ergebnis
3 + 2,5 = 5,5 mm/m. Die Achsen sind nicht parallel.
Sturz messen
Die Messung des Sturzes erfolgt bei auf dem Boden stehenden Rädern und
horizontaler Achse.
Radstellung mit Wasserwaage prüfen. Die Wasserwaage kann z. B. mit
dem Magnethalter an der Achse befestigt werden.
118 205
Abweichungen durch Unterlegen eines Rades ausgleichen.
Winkelmesser auf Radadapterwelle aufsetzen. Werkzeug zur Rastung
drücken.
Werkzeug vertikal mit oberer Wasserwaage 1 einstellen und mit
unterem Knauf 2 festziehen.
Meßskala 3 drehen, bis die Wasserwaage 4 horizontal ausgerichtet
ist.
Wert auf der äußeren Skala am Pfeil auf der Fußplatte ablesen und in
Meßprotokoll eintragen. Das entsprechende Vorzeichen,
+ oder -, kennzeichnen.
Vorgang auf der anderen Fahrzeugseite wiederholen.
Wenn man die Achslast des Fahrzeugs kennt, kann man das Diagramm zum
Kontrollieren und Einstellen verwenden. Der graue Balken ist der
Toleranzbereich für die Vorspur bei unterschied- lichen Achsdrücken.
Anhand der schwarzen Mittellinie einstellen.
Anhand des grauen Bereiches kontrollieren.
Beispiele
Der Kunde wünscht, daß die Vorspur bei 9 Ton- nen 1 mm/m betragen soll.
Beim Einstellvor- gang beträgt die Achslast ca. 5 Tonnen.
Alle Radwinkel messen. Kontrollieren, daß Sturz und Nachlaufwinkel
im Toleranz- bereich liegen, um die Gültigkeit des Vors- purwertes
gewährleisten zu können.
Das Diagramm zur Hilfe nehmen. Die Achs- last beträgt 9 Tonnen und
der korrekte Vors- purwert beträgt 1 +/- 1 mm/m.
mm/m 5
4
3
2
1
−1
−2
−3
−4
−5
mm/m
104886
1 2 3 4 5 6 7 8 9
1000kg
Dieser Punkt verschiebt sich mit derselben Neigung wie der graue
Bereich an die Stelle der Achslast von 5 Tonnen.
mm/m 5
4
3
2
1
−1
−2
−3
−4
−5
mm/m
104887
1 2 3 4 5 6 7 8 9
1000kg
Den Vorspurwert ablesen.
mm/m 5
Max 4 3
2
Min 1
1000kg
−1
−2
−3
−4
−5
mm/m
1 2 3 4 5 6 7 8 9
104888
Die Vorspur, die bei 5 Tonnen Achslast einges- tellt wird, beträgt 2,5
mm/m. Wenn die Achse mit 9 Tonnen belastet wird, gibt die Achse nach und
die Vorspur beträgt 1 mm/m.
Achsgeometrie gemäß Service-Handbuch, Hauptgruppe 13,
Achseinstellung, Funktions- und Arbeitsbeschreibung, messen. Vor
Einstellen der Vorspur prüfen, ob Sturz und Nachlauf innerhalb der
Grenzwerte liegen.
Siehe Diagramm zur korrekten Einstellung der Vorspur.
Neuere Achsen verfügen über einen unterschiedlichen Sturz an rechtem und
linkem Rad. Dadurch wird ungleichmäßiger Reifenverschleiß aufgrund der
Fahrbahnneigung verhindert. Diese neueren Achsen verfügen über einen
Anschlag vorn und hinten an der Achse. Deshalb kann dieser Achstyp für
Links- und Rechtslenker verwendet werden.
Nachlauf 1 Grad (0,5 Grad) 2,25 Grad (2,0 Grad) 3,5 Grad (3,5 Grad)
Voll beladenes Fahrzeug
Min.
Nominalwert
Max.
Sturz 1
-0,4 Grad
0,0 Grad
0,4 Grad
Sturz 2
-0,9 Grad
-0,5 Grad
-0,1 Grad
Nachlauf
1,5 Grad (3 Grad)
2,25 Grad (3,75 Grad)
3,0 Grad (4,5 Grad)
Die Werte in Klammern beziehen sich auf 6X2Z und 8X2Z Fahrzeuge.
Der Unterschied der Nachlaufwinkel rechts und links darf 0,5 Grad nicht
überschreiten.
Sturz 1 und 2 sind abhängig von der Achsversion.
Die folgenden Angaben betreffen ältere Achsen bis einschließlich
Fahrgestell- Nummern 1228339, 4372606 und 9022078:
Sturz ist gleich auf
beiden Seiten. Sturz 1 auf beiden Seiten einstellen.
Die folgenden Angaben betreffen neuere Achsen ab einschließlich
Fahrgestell- Nummern 1228340, 4372607 und 9022079:
Sturz ist unterschiedlich auf
beiden Seiten des Fahrzeugs. Sturz 1 auf Seite mit Servolenkgetriebe
einstellen. Sturz 2 auf der anderen Seite einstellen.
Abweichungen im Bereich der Fahrgestell- Nummern können auftreten.
Lenkrollhalbmesser für Sturz 1 = 5,25 +/- 0,25 Grad
Lenkrollhalbmesser für Sturz 2 = 5,75 +/- 0,25 Grad
Das Diagramm zeigt, wie die Vorspur je nach Achslast auf dieser
Achse variiert. Das Diagramm wird zur Einstellung der Vorspur
unabhängig von der normalen Beladung des Fahrzeugs verwendet.
Die zulässigen Werte liegen im grauen Bereich.
Hinweis: Der
Spurwert ändert sich bei Belastung in Richtung Nachspur.
Achslast schätzen.
Das Diagramm gibt an, welche Vor- oder Nachspur für die
geschätzte Last zutreffend ist. Auf den entsprechenden Wert
einstellen.
mm/m 5
4
3
2
1
1
2
3
4
5
mm/m
1 2 3 4 5 6 7
125 027
8
1000kg
Das Diagramm zeigt, auf welchen Wert der Spurwinkel abhängig von der
Achslast des Fahrzeugs einzustellen ist.
Achsgeometrie gemäß Service-Handbuch, Hauptgruppe 13,
Achseinstellung, Funktions- und Arbeitsbeschreibung, messen. Vor
Einstellen der Vorspur prüfen, ob Sturz und Nachlauf innerhalb
der Grenzwerte liegen.
Siehe Diagramm zur korrekten Einstellung der Vorspur.
Neuere Achsen verfügen über einen unterschiedlichen Sturz an rechtem
und linkem Rad. Dadurch wird ungleichmäßiger Reifenverschleiß
aufgrund der Fahrbahnneigung verhindert. Diese neueren Achsen
verfügen über einen Anschlag vorn und hinten an der Achse. Deshalb
kann dieser Achstyp für Links- und Rechtslenker verwendet werden.
Nachlauf 1,0 Grad (0,5 Grad) 2,25 Grad (2,0 Grad) 3,5 Grad (3,5
Grad)
Voll beladenes Fahrzeug
Min.
Nominalwert
Max.
Sturz 1
-0,4 Grad
0,0 Grad
0,4 Grad
Sturz 2
-0,9 Grad
-0,5 Grad
-0,1 Grad
Nachlauf
1,5 Grad (3 Grad)
2,25 Grad (3,75 Grad)
3,0 Grad (4,5 Grad)
Die Werte in Klammern beziehen sich auf 6X2Z und 8X2Z Fahrzeuge.
Der Unterschied der Nachlaufwinkel rechts und links darf 0,5 Grad
nicht überschreiten.
Sturz 1 und 2 sind abhängig von der Achsversion.
Die folgenden Angaben betreffen ältere Achsen bis einschließlich
Fahrgestell- Nummern 1274119, 4458838 und 9064527:
Sturz ist gleich auf
beiden Seiten. Sturz 1 auf beiden Seiten einstellen.
Die folgenden Angaben betreffen neuere Achsen ab einschließlich
Fahrgestell- Nummern 1274120, 4458839 und 9064528:
Sturz ist unterschiedlich auf
beiden Seiten des Fahrzeugs. Sturz 1 auf Seite mit Servolenkgetriebe
einstellen. Sturz 2 auf der anderen Seite einstellen.
Abweichungen im Bereich der Fahrgestell- Nummern können auftreten.
Lenkrollhalbmesser für Sturz 1 = 5,25 +/- 0,25 Grad
Lenkrollhalbmesser für Sturz 2 = 5,75 +/- 0,25 Grad
Das Diagramm zeigt, wie die Vorspur je nach Achslast auf dieser
Achse variiert. Das Diagramm wird zur Einstellung der Vorspur
unabhängig von der normalen Beladung des Fahrzeugs verwendet.
Die zulässigen Werte liegen im grauen Bereich.
Hinweis: Der
Spurwert ändert sich bei Belastung in Richtung Vorspur.
Achslast schätzen.
Das Diagramm zeigt, welche Vor- oder Nachspur für die geschätzte
Last zutreffend ist. Auf den entsprechenden Wert einstellen.
Das Diagramm zeigt, auf welchen Wert der Spurwinkel abhängig von der
Achslast des Fahrzeugs einzustellen ist.
Achsgeometrie gemäß Service-Handbuch, Hauptgruppe 13,
Achseinstellung, Funktions- und Arbeitsbeschreibung, messen. Vor
Einstellen der Vorspur prüfen, ob Sturz und Nachlauf innerhalb
der Grenzwerte liegen.
Siehe Diagramm zur korrekten Einstellung der Vorspur.
Neuere Achsen verfügen über einen unterschiedlichen Sturz an rechtem
und linkem Rad. Dadurch wird ungleichmäßiger Reifenverschleiß
aufgrund der Fahrbahnneigung verhindert. Diese neueren Achsen
verfügen über einen Anschlag vorn und hinten an der Achse. Deshalb
kann dieser Achstyp für Links- und Rechtslenker verwendet werden.
Nachlauf 1,0 Grad (0,5 Grad) 2,25 Grad (2,0 Grad) 3,5 Grad (3,5
Grad)
Voll beladenes Fahrzeug
Min.
Nominalwert
Max.
Sturz 1
-0,2 Grad
0,2 Grad
0,6 Grad
Sturz 2
-0,7 Grad
-0,3 Grad
0,1 Grad
Nachlauf
1,5 Grad (3,0 Grad)
2,25 Grad (3,75 Grad)
3,0 Grad (4,5 Grad)
Die Werte in Klammern beziehen sich auf 6X2Z und 8X2Z Fahrzeuge.
Der Unterschied der Nachlaufwinkel rechts und links darf 0,5 Grad
nicht überschreiten.
Sturz 1 und 2 sind abhängig von der Achsversion.
Die folgenden Angaben betreffen ältere Achsen bis einschließlich
Fahrgestell- Nummern 1273559, 4457133 und 9063825:
Sturz ist gleich auf
beiden Seiten. Sturz 1 auf beiden Seiten einstellen.
Die folgenden Angaben betreffen neuere Achsen ab einschließlich
Fahrgestell- Nummern 1273560, 4457134 und 9063826:
Sturz ist unterschiedlich auf
beiden Seiten des Fahrzeugs. Sturz 1 auf Seite mit Servolenkgetriebe
einstellen. Sturz 2 auf der anderen Seite einstellen.
Abweichungen im Bereich der Fahrgestell- Nummern können auftreten.
Lenkrollhalbmesser für Sturz 1 = 5,25 +/- 0,25 Grad
Lenkrollhalbmesser für Sturz 2 = 5,75 +/- 0,25 Grad
Das Diagramm zeigt, wie die Vorspur je nach Achslast auf dieser
Achse variiert. Das Diagramm wird zur Einstellung der Vorspur
unabhängig von der normalen Beladung des Fahrzeugs verwendet.
Die zulässigen Werte liegen im grauen Bereich.
Hinweis: Der
Spurwert ändert sich bei Belastung in Richtung Vorspur.
Achslast schätzen.
Das Diagramm gibt an, welche Vor- oder Nachspur für die
geschätzte Last zutreffend ist. Auf den entsprechenden Wert
einstellen.
Das Diagramm zeigt, auf welchen Wert der Spurwinkel abhängig von der
Achslast des Fahrzeugs einzustellen ist.
Achsgeometrie gemäß Service-Handbuch, Hauptgruppe 13,
Achseinstellung, Funktions- und Arbeitsbeschreibung, messen. Vor
Einstellen der Vorspur prüfen, ob Sturz und Nachlauf innerhalb
der Grenzwerte liegen.
Siehe Diagramm zur korrekten Einstellung der Vorspur.
Neuere Achsen verfügen über einen unterschiedlichen Sturz an rechtem
und linkem Rad. Dadurch wird ungleichmäßiger Reifenverschleiß
aufgrund der Fahrbahnneigung verhindert. Diese neueren Achsen
verfügen über einen Anschlag vorn und hinten an der Achse. Deshalb
kann dieser Achstyp für Links- und Rechtslenker verwendet werden.
Nachlauf 1,0 Grad (0,5 Grad) 2,25 Grad (2,0 Grad) 3,5 Grad (3,5
Grad)
Voll beladenes Fahrzeug
Min.
Nominalwert
Max.
Sturz 1
-0,2 Grad
0,2 Grad
0,6 Grad
Sturz 2
-0,7 Grad
-0,3 Grad
0,1 Grad
Nachlauf
1,5 Grad (3,0 Grad)
2,25 Grad (3,75 Grad)
3,0 Grad (4,5 Grad)
Die Werte in Klammern beziehen sich auf 6X2Z und 8X2Z Fahrzeuge.
Der Unterschied der Nachlaufwinkel rechts und links darf 0,5 Grad
nicht überschreiten.
Sturz 1 und 2 sind abhängig von der Achsversion.
Die folgenden Angaben betreffen ältere Achsen bis einschließlich
Fahrgestell- Nummer 1274980, 4459913, 9064982 und 3530891:
Sturz ist gleich auf
beiden Seiten. Sturz 1 auf beiden Seiten einstellen.
Die folgenden Angaben betreffen neuere Achsen ab einschließlich
Fahrgestell- Nummern 1274980, 4459914, 9064983 und 3530892:
Sturz ist unterschiedlich auf
beiden Seiten des Fahrzeugs. Sturz 1 auf Seite mit Servolenkgetriebe
einstellen. Sturz 2 auf der anderen Seite einstellen.
Abweichungen im Bereich der Fahrgestell- Nummern können auftreten.
Lenkrollhalbmesser für Sturz 1 = 5,25 +/- 0,25 Grad
Lenkrollhalbmesser für Sturz 2 = 5,75 +/- 0,25 Grad
Das Diagramm zeigt, wie die Vorspur je nach Achslast auf dieser
Achse variiert. Das Diagramm wird zur Einstellung der Vorspur
unabhängig von der normalen Beladung des Fahrzeugs verwendet.
Die zulässigen Werte liegen im grauen Bereich.
Hinweis: Der
Spurwert ändert sich bei Belastung in Richtung Nachspur.
Achslast schätzen.
Das Diagramm gibt an, welche Vor- oder Nachspur für die
geschätzte Last zutreffend ist. Auf den entsprechenden Wert
einstellen.
Das Diagramm zeigt, auf welchen Wert der Spurwinkel abhängig von der
Achslast des Fahrzeugs einzustellen ist.
Achsgeometrie gemäß Service-Handbuch, Hauptgruppe 13,
Achseinstellung, Funktions- und Arbeitsbeschreibung, messen. Vor
Einstellen der Vorspur prüfen, ob Sturz und Nachlauf innerhalb
der Grenzwerte liegen.
Siehe Diagramm zur korrekten Einstellung der Vorspur.
Das Diagramm zeigt, wie die Vorspur je nach Achslast auf dieser
Achse variiert. Das Diagramm wird zur Einstellung der Vorspur
unabhängig von der normalen Beladung des Fahrzeugs verwendet.
Die zulässigen Werte liegen im grauen Bereich.
Hinweis: Der
Spurwert ändert sich bei Belastung leicht in Richtung achspur.
Achslast schätzen.
Das Diagramm gibt an, welche Vor- oder Nachspur für die
geschätzte Last zutreffend ist. Auf den entsprechenden Wert
einstellen.
Das Diagramm zeigt, auf welchen Wert der Spurwinkel abhängig von der
Achslast des Fahrzeugs einzustellen ist.
Das Hydrauliksystem zur Steuerung der ARA900 muß befüllt und
entlüftet sein sowie unter Druck stehen. Bei Reifenverschleiß und
Schlingern Hydrauliksystem auf Druck und Dichtheit prüfen. Siehe
Service-Handbuch, Hauptgruppe 13, Arbeitsbeschreibung, gelenkte
Nachlaufachse hinter Antriebsachse.
Um die Abweichung der Laufrichtung der Nachlaufachse zu berechnen,
sind die Werte der Spurwinkel sowohl für die Vorderachse als auch
für die Nachlaufachse zu messen und einzustellen. Zur Einstellung
der Spurwinkel an der Vorderachse siehe Service-Handbuch,
Hauptgruppe 13, Achseinstellung.
Drehscheiben unter alle gelenkten Räder legen.
Laser-Meßausrüstung an Vorder- und Nachlaufachse anbauen. Siehe
Service- Handbuch, Hauptgruppe 13, Achseinstellung, Funktions-
und Arbeitsbeschreibung.
Vorderachse geradeaus stellen. Verfügt das Fahrzeug über zwei
Vorderachsen müssen die Räder beider Achsen geradeaus gestellt
werden.
Ggf. hydraulische Mittelstellung des
Geberzylinders prüfen und gemäß der 99
Prüfmessung auf 99 mm einstellen.
103 951
Laufrichtung durch Lösen der Kugelgelenkklemme und Drehen der
Kolbenstange einstellen. Klemme festziehen und prüfen, ob sich
die Vorderachse in Geradeausstellung befindet.
Bei fehlerfreiem Rückstellzylinder und unter Druck stehendem
Hydrauliksystem beträgt das Prüfmaß für die hydraulische
Mittelstellung des Rückstellzylinders 186 mm.
Rückstellzylinder auf Undichtigkeiten prüfen, falls die
Mittelstellung vom Prüfmaß abweicht. Siehe Service- Handbuch,
Hauptgruppe 13, gelenkte Nachlaufachse hinter Antriebsachse,
Arbeitsbeschreibung.
103 955
186
1 2
Laufrichtung der Nachlaufachse durch Lösen der Kugelgelenkklemme
und Drehen der Kolbenstange einstellen.
Die maximale Abweichung der Laufrichtung beträgt 2 mm/m.
Achsgeometrie gemäß Service-Handbuch, Hauptgruppe 13,
Achseinstellung, Funktions- und Arbeitsbeschreibung, messen. Vor
Einstellen der Vorspur prüfen, ob Sturz und Nachlauf innerhalb
der Grenzwerte liegen.
Siehe Diagramm zur korrekten Einstellung der Vorspur.
Der Unterschied der Nachlaufwinkel rechts und links darf 0,5 Grad
nicht überschreiten.
Lenkrollhalbmesser = 5,25 +/- 0,25 Grad
Das Diagramm zeigt, wie die Vorspur je nach Achslast auf dieser
Achse variiert. Das Diagramm wird zur Einstellung der Vorspur
unabhängig von der normalen Beladung des Fahrzeugs verwendet.
Die zulässigen Werte liegen im grauen Bereich.
Hinweis: Der
Spurwert ändert sich bei Belastung in Richtung Vorspur.
Achslast schätzen.
Das Diagramm gibt an, welche Vor- oder Nachspur für die
geschätzte Last zutreffend ist. Auf den entsprechenden Wert
einstellen.
Nach Einstellen der Spurstange, muß der Gesamtwert
der-Spurwinkel- gleichmäßig auf die rechte und linke Seite
verteilt werden. Der Wert der Spurwinkel wird durch Drehen der
Kolbenstange des Rückstellzylinders verteilt.
Sicherstellen, daß das Prüfmaß für die hydraulische Mittelstellung
des Rückstellzylinders korrekt ist.
Das Diagramm zeigt, auf welchen Wert der Spurwinkel abhängig von der
Achslast des Fahrzeugs einzustellen ist.
Achsgeometrie gemäß Service-Handbuch, Hauptgruppe 13,
Achseinstellung, Funktions- und Arbeitsbeschreibung, messen. Vor
Einstellen der Vorspur prüfen, ob Sturz und Nachlauf innerhalb
der Grenzwerte liegen.
Siehe Diagramm zur korrekten Einstellung der Vorspur.
Neuere Achsen verfügen über einen unterschiedlichen Sturz an rechtem
und linkem Rad. Dadurch wird ungleichmäßiger Reifenverschleiß
aufgrund der Fahrbahnneigung verhindert. Diese neueren Achsen
verfügen über einen Anschlag vorn und hinten an der Achse. Deshalb
kann dieser Achstyp für Links- und Rechtslenker verwendet werden.
Der Unterschied der Nachlaufwinkel rechts und links darf 0,5 Grad
nicht überschreiten.
Sturz 1 und 2 sind abhängig von der Achsversion.
Die folgenden Angaben betreffen ältere Achsen bis einschließlich
Fahrgestell- Nummern 1274979, 4459913 und 9064982:
Sturz ist gleich auf
beiden Seiten. Sturz 1 auf beiden Seiten einstellen.
Die folgenden Angaben betreffen neuere Achsen ab einschließlich
Fahrgestell- Nummern 1274980, 4459914 und 9064983:
Sturz ist unterschiedlich auf
beiden Seiten des Fahrzeugs. Sturz 1 auf Seite mit Servolenkgetriebe
einstellen. Sturz 2 auf der anderen Seite einstellen.
Abweichungen im Bereich der Fahrgestell- Nummern können auftreten.
Lenkrollhalbmesser für Sturz 1 = 5,25 +/- 0,25 Grad
Lenkrollhalbmesser für Sturz 2 = 5,75 +/- 0,25 Grad
Das Diagramm zeigt, wie die Vorspur je nach Achslast auf dieser
Achse variiert. Das Diagramm wird zur Einstellung der Vorspur
unabhängig von der normalen Beladung des Fahrzeugs verwendet.
Die zulässigen Werte liegen im grauen Bereich.
Hinweis: Der
Spurwert ändert sich bei Belastung in Richtung Nachspur.
Achslast schätzen.
Das Diagramm gibt an, welche Vor- oder Nachspur für die
geschätzte Last zutreffend ist. Auf den entsprechenden Wert
einstellen.
Das Diagramm zeigt, auf welchen Wert der Spurwinkel abhängig von der
Achslast des Fahrzeugs einzustellen ist.
Achsgeometrie gemäß Service-Handbuch, Hauptgruppe 13,
Achseinstellung, Funkti- ons- und Arbeitsbeschreibung, messen.
Vor Einstellen der Vorspur prüfen, ob Sturz und Nachlauf
innerhalb der Grenzwerte liegen.
Siehe Diagramm zur korrekten Einstellung der Vorspur.
Neuere Achsen verfügen über einen unterschiedlichen Sturz an rechtem
und linkem Rad. Dadurch wird ungleichmäßiger Reifenverschleiß
aufgrund der Fahrbahnneigung verhindert. Diese neueren Achsen
verfügen über einen Anschlag vorn und hinten an der Achse. Deshalb
kann dieser Achstyp für Links- und Rechtslenker verwendet werden.
Der Unterschied der Nachlaufwinkel rechts und links darf 0,5 Grad
nicht überschreiten.
Sturz 1 und 2 sind abhängig von der Achsversion.
Die folgenden Angaben betreffen ältere Achsen bis einschließlich
Fahrgestell- Nummern 1274119, 4458838 und 9064527:
Sturz ist gleich auf
beiden Seiten. Sturz 1 auf beiden Seiten einstellen.
Die folgenden Angaben betreffen neuere Achsen ab einschließlich
Fahrgestell- Nummern 1274120, 4458839 und 9064528:
Sturz ist unterschiedlich auf
beiden Seiten des Fahrzeugs. Sturz 1 auf Seite mit Servolenkgetriebe
einstellen. Sturz 2 auf der anderen Seite einstellen.
Abweichungen im Bereich der Fahrgestell- Nummern können auftreten.
Lenkrollhalbmesser für Sturz 1 = 5,25 +/- 0,25 Grad
Lenkrollhalbmesser für Sturz 2 = 5,75 +/- 0,25 Grad
Das Diagramm zeigt, wie die Vorspur je nach Achslast auf dieser
Achse variiert. Das Diagramm wird zur Einstellung der Vorspur
unabhängig von der normalen Beladung des Fahrzeugs verwendet.
Die zulässigen Werte liegen im grauen Bereich.
Hinweis: Der
Spurwert ändert sich bei Belastung in Richtung Vorspur.
Achslast schätzen.
Das Diagramm gibt an, welche Vor- oder Nachspur für die
geschätzte Last zutreffend ist. Auf den entsprechenden Wert
einstellen.
Das Diagramm zeigt, auf welchen Wert der Spurwinkel abhängig von der
Achslast des Fahrzeugs einzustellen ist.
Achsgeometrie gemäß Service-Handbuch, Hauptgruppe 13,
Achseinstellung, Funktions- und Arbeitsbeschreibung, messen. Vor
Einstellen der Vorspur prüfen, ob Sturz und Nachlauf innerhalb
der Grenzwerte liegen.
Siehe Diagramm zur korrekten Einstellung der Vorspur.
Neuere Achsen verfügen über einen unterschiedlichen Sturz an rechtem
und linkem Rad. Dadurch wird ungleichmäßiger Reifenverschleiß
aufgrund der Fahrbahnneigung verhindert. Diese neueren Achsen
verfügen über einen Anschlag vorn und hinten an der Achse. Deshalb
kann dieser Achstyp für Links- und Rechtslenker verwendet werden.
Nachlauf 1,0 Grad (0,5 Grad) 2,25 Grad (2,0 Grad) 3,5 Grad (3,5
Grad)
Voll beladenes Fahrzeug
Min.
Nominalwert
Max.
Sturz 1
-0,2 Grad
0,2 Grad
0,6 Grad
Sturz 2
-0,7 Grad
-0,3 Grad
0,1 Grad
Nachlauf
1,5 Grad (3,0 Grad)
2,25 Grad (3,75 Grad)
3,0 Grad (4,5 Grad)
Die Werte in Klammern beziehen sich auf 6X2Z und 8X2Z Fahrzeuge.
Der Unterschied der Nachlaufwinkel rechts und links darf 0,5 Grad
nicht überschreiten.
Sturz 1 und 2 sind abhängig von der Achsversion.
Die folgenden Angaben betreffen ältere Achsen bis einschließlich
Fahrgestell- Nummer 1277011, 4463945, 9068478 und 3530818:
Sturz ist gleich auf
beiden Seiten. Sturz 1 auf beiden Seiten einstellen.
Die folgenden Angaben betreffen neuere Achsen ab einschließlich
Fahrgestell- Nummern 1277012, 4463946, 9068479 und 3530819:
Sturz ist unterschiedlich auf
beiden Seiten des Fahrzeugs. Sturz 1 auf Seite mit Servolenkgetriebe
einstellen. Sturz 2 auf der anderen Seite einstellen.
Abweichungen im Bereich der Fahrgestell- Nummern können auftreten.
Lenkrollhalbmesser für Sturz 1 = 5,25 +/- 0,25 Grad
Lenkrollhalbmesser für Sturz 2 = 5,75 +/- 0,25 Grad
Das Diagramm zeigt, wie die Vorspur je nach Achslast auf dieser Achse
variiert. Das Diagramm wird zur Einstellung der Vorspur unabhängig von
der normalen Beladung des Fahrzeugs verwendet.
Die zulässigen Werte liegen im grauen Bereich.
Hinweis: Der
Spurwert ändert sich bei Belastung in Richtung Nachspur.
Achslast schätzen.
Das Diagramm gibt an, welche Vorspur für die geschätzte Achslast
zutreffend ist. Auf den entsprechenden Wert einstellen.
Das Diagramm zeigt, auf welchen Wert die Vorspur abhängig von der
Achslast des Fahrzeugs einzustellen ist.
Achsgeometrie gemäß Service-Handbuch, Hauptgruppe 13,
Achseinstellung, Funktions- und Arbeitsbeschreibung, messen. Vor
Einstellen der Vorspur prüfen, ob Sturz und Nachlauf innerhalb der
Grenzwerte liegen.
Siehe Diagramm zur korrekten Einstellung der Vorspur.
Das Diagramm zeigt, wie die Vorspur je nach Achslast auf dieser Achse
variiert. Das Diagramm wird zur Einstellung der Vorspur unabhängig von
der normalen Beladung des Fahrzeugs verwendet.
Die zulässigen Werte liegen im grauen Bereich.
Hinweis: Der
Spurwert ändert sich bei Belastung in Richtung Vorspur.
Achslast schätzen.
Das Diagramm gibt an, welche Vor- oder Nachspur für die geschätzte
Last zutreffend ist. Auf den entsprechenden Wert einstellen.
Das Diagramm zeigt, auf welchen Wert der Spurwinkel abhängig von der
Achslast des Fahrzeugs einzustellen ist.
maximalen Radeinschlagwinkel rechts bei Linkslenkern (Lkw und Bus)
maximalen Radeinschlagwinkel links bei Rechtslenkern (Lkw und Bus)
maximalen Radeinschlagwinkel links und rechts bei Rechtslenkern mit
Achskonfiguration 8x2, 8x4, 8x2*6 oder 6x2/4
Tabelle 2 enthält die Werte für:
maximalen Radeinschlagwinkel links bei Linkslenkern (Lkw und Bus)
maximalen Radeinschlagwinkel rechts bei Rechtslenkern (Lkw und Bus)
Bei der Messung des Radeinschlagwinkels den Wert für maximalen
Radeinschlagwinkel innen verwenden. Der Wert für den maximalen
Radeinschlagwinkel außen dient nur zur Kontrolle.
*) Betrifft Fahrzeuge mit Reifengröße 295-315/60R22,5
275-315/70R22,5
275/80R22,5
11R22,5
10,00R20
**) Betrifft Fahrzeuge mit Reifengröße 295/80R22,5 mit XZU-Profil
315/80R22,5
11,00-12,00R20
12-13R22,5
385/65R22,5
***) Der Radeinschlagwinkel der zweiten Achse wird produktionsseitig
entsprechend dem der ersten Achse eingestellt.
WICHTIG! Die
Rollrichtung ist bei normal beladenem Fahrzeug einzustellen.
Nach Möglichkeit zwei Laser verwenden. Andernfalls Laser von einer Achse
zur anderen bewegen.
WICHTIG! Messungen
gestängeseitig (immer links) und bei drehendem Motor durchführen.
Achslastverteilung prüfen und ggf. einstellen. Siehe “Achslast vorn
einstellen”.
Die Feststellbremse muß gelöst und die Antriebsräder mit Keilen
gesichert sein.
Der Hydraulikzylinder wird in der Regel nur bei Fahrzeugen mit zwei
Vorderachsen verbaut, kann jedoch auch bei Fahrzeugen mit gelenkter
Nachlaufachse verbaut werden.
Fahrzeuge mit Nachlaufachse und einem Achsabstand von mehr als 4100 mm
sind mit einem mittleren Lenkhebel ausgestattet.
Die Ermittlung der Achslast muß unbedingt korrekt durchgeführt werden.
Inkorrekter Reifendruck und unebener Boden können das Ergebnis stark
verfälschen. Daher vor dem Wiegen und Messen stets Reifendruck
sorgfältig prüfen.
Alle Achsen müssen sich beim Wiegen auf der gleichen Höhe befinden.
Stehen die Räder einer Achse höher, müssen die anderen Achsen mit Hilfe
von Blöcken angehoben werden, damit das Fahrzeug auf ebener Fläche
steht.
Die interne Reibung der Blattfederung beeinflußt ebenfalls das Ergebnis.
Zwischen jedem Wiegevorgang einfedern.
Das Wiegen muß mindestens dreimal wiederholt werden, um ein verläßliches
Ergebnis zu erhalten. Der Mittelwert dieser Ergebnisse kann dann zur
Wahl der Distanzstücke herangezogen werden.
Beträgt die Differenz zwischen den Vorderachsen bei einem beladenen Lkw mehr
als 300 kg, muß die Achslastverteilung eingestellt werden.
Die Einstellung der Achslastverteilung erfolgt durch den Anbau von
Distanzstücken unter der zweiten Vorderachse.
122 099
Diese Distanzstücke sind keilförmig. Höhe des Distanzstücks an der
Hälfte des Keils nahe an der Bohrung für den Führungsstift messen (siehe
Abbildung). Beim Einbau des Distanzstücks muß das stärkere Ende nach
hinten weisen.
Es gibt zwei Tabellen zur Auswahl der Klemmschrauben für
unterschiedliche Distanzstücke bei der Einstellung der Achslast und
sechs zur Auswahl von Zugstrebenarmen.
Korrekte Ergebnisse können anhand der Tabellen nur dann erhalten werden,
wenn bei beladenem Fahrzeug der Radradius an allen Rädern gleich ist.
Tabellen wie folgt verwenden:
Fahrzeugart und Art der Feder an der zweiten Achse ermitteln.
Beim Einbau von Distanzstücken müssen sowohl die Klemmschrauben als
auch der Zugstrebenarm erneuert werden. Aufgrund der
Achslastdifferenz zwischen den Vorderachsen korrektes Distanzstück
ermitteln.
Siehe Tabelle 2 (8x2 und 8x4) bzw. Tabelle 3 (8x2*6) zur Auswahl der
Klemmschrauben.
Tabellen 4-9 enthalten Richtlinien zur Auswahl der Zugstrebenarme.
Zur Ermittlung des korrekten Zugstrebenarms mit dem korrekten Maß C
müssen folgende Informationen verfügbar sein:
Achstyp an zweiter Vorderachse
Federtyp an zweiter Vorderachse
Achsabstand zwischen den beiden Vorderachsen
Kröpfung des Achsträgers C
Stellung des Kugelgelenks an der Zugstrebe, siehe Abbildung
122 100
Rechtslenker oder Linkslenker
Die verfügbaren Distanzstückstärken können Tabelle 1 entnommen werden:
Vorderachsstellung (Schrägstand) prüfen. Siehe Achsgeometrie messen
in Hauptgruppe 13.
Messausrüstung und Radadapter an beide gelenkten Räder links
anbauen. Unter alle gelenken Räder Drehteller stellen und unter die
übrigen Räder Stützplatten gleicher Stärke legen. Siehe
Achsgeometrie messen in Hauptgruppe 13.
Geradeausstellung der Servolenkung prüfen. Siehe Achsgeometrie
messen in Hauptgruppe 13.
Spur, Nachlauf und Geradeausstellung der ersten Achse prüfen und
ggf. einstellen. Siehe Achsgeometrie messen in Hauptgruppe 13.
WICHTIG! Die
Spurwerte beider Achsen müssen gemessen und eingestellt werden, um
die Abweichung in der Rollrichtung an der zweiten gelenkten Achse
berechnen zu können.
122 132
Lenkrad vor Beginn der Messung mindestens einmal von Anschlag zu
Anschlag drehen, damit sich die Drehteller setzen.
Linkes Rad der ersten Achse in Geradeausstellung bringen.
Laserstrahl abwechselnd auf die vordere (A1) und hintere (B1)
Meßskala richten. Lenkrad drehen, bis beide Meßskalen den gleichen
Wert anzeigen. Wert in Prüfbericht eintragen, z. B. 164.
C1-ZERO=164.
A1
0 50 100 150 200 250 300 350
350 300 250 200 150 100 50
0
Diagnos
RTZ
R HYSTERESIS
C1-ZERO C3-ZERO
164
Ajust
RT_Z
C3-ZERO
LTZ
L POSITION
LT_Z
350
300
250
100 150 200
200
250 300 350
150
100
B1
0
50
122 137
50 0
Linkes Rad der zweiten Achse in Geradeausstellung bringen.
Laserstrahl abwechselnd auf A1 und B1 richten. Lenkrad drehen, bis
beide Meßskalen den gleichen Wert anzeigen. Wert in Prüfbericht
A1
0 50 100 150 200 250 300 350
350 300 250 200 150 100 50
0
eintragen, z. B. 168. C3-ZERO=168. Diagnos
RTZ
Ajust
RT_Z
C1-ZERO C3-ZERO
R HYSTERESIS
C3-ZERO
164
168
LTZ
L POSITION
LT_Z
350
300
250
200
100 150
150
B1
0
50
200 250
300 350
122 133
100 50 0
Lenkrad ca. eine halbe Umdrehung nach rechts drehen und anschließend
erste Achse in Geradeausstellung bringen.
350
300
250
200
150
B1
100 50 0
WICHTIG! Nicht
über C1-ZERO hinaus drehen.
An B1 Wert für zweite Achse ablesen und
RTZ
182
0
50 100 150 200 250 300
350
Diagnos
R HYSTERESIS
Ajust
RT_Z
Wert in Prüfbericht eintragen, z. B. 182. RTZ=182.
C1-ZERO C3-ZERO
164 168
LTZ
L POSITION
C3-ZERO
122 134
LT_Z
Lenkrad ca. eine halbe Umdrehung nach links drehen und anschließend
erste Achse in Geradeausstellung bringen.
350
300
250
200
150
B1
100 50 0
WICHTIG! Nicht
über C1-ZERO hinaus drehen.
An B1 Wert für zweite Achse ablesen und Wert in Prüfbericht
eintragen, z. B. 210.
100
150 200 250 300
350
Diagnos
RTZ
182
C1-ZERO C3-ZERO
R HYSTERESIS
0
50
Ajust
RT_Z
C3-ZERO
LTZ=210
164
168
LTZ
210
L POSITION
122 135
LT_Z
Abweichung berechnen
Wert für Feld R berechnen.
R = C3-ZERO – RTZ,
168 – 182
= -14.
Wert -14 in Feld R eintragen.
RTZ
182
Diagnos
R HYSTERESIS
Ajust
RT_Z
C1-ZERO C3-ZERO
-14
C3-ZERO
Wert für Feld L berechnen.
L= LTZ – C3-ZERO,
210 – 168
= 42.
Wert 42 in Feld L eintragen.
164
168
LTZ
210
L POSITION
42
122 146
LT_Z
Wert für Feld HYSTERESIS berechnen.
HYSTERESIS = (R + L)/2, (-14 + 42)/2 =
14. Wert 14 in Feld HYSTERESIS eintragen.
RTZ
182
Diagnos
R HYSTERESIS
Ajust
RT_Z
C1-ZERO C3-ZERO
-14
14 C3-ZERO
Als HYSTERESIS wird das Spiel in den Gelenken sowie die
Beweglichkeit von Gestängen und Stützen bezeichnet, die aus der
Geradeausstellung in beide Richtungen verteilt wird.
164
168
LTZ
210
L POSITION
42
122 147
LT_Z
Wert für Feld POSITION berechnen.
POSITION = R – L,
-14 – 42
= -56. Wert -56
in Feld POSITION eintragen.
Als POSITION wird die Lage des Spiels am linken Rad der zweiten
Achse im Verhältnis
RTZ
182
Diagnos
R HYSTERESIS
Ajust
RT_Z
zum linken Rad der ersten Achse
C1-ZERO C3-ZERO
-14
14 C3-ZERO
bezeichnet. Beträgt der Wert null,
bedeutet dies, daß die zweite Achse korrekt
eingestellt ist und das Spiel bei Geradeausstellung gleichmäßig
zwischen links und rechts verteilt ist.
Ein positiver Wert
bedeutet, daß die zweite Achse nach rechts zieht.
Ein negativer Wert
bedeutet, daß die zweite Achse nach links zieht.
164
168
LTZ
210
L POSITION
42 -56
122 148
LT_Z
Einstellwerte berechnen
Einstellwert für ADJUST-Spalte berechnen. Wert für C3-ZERO in
ADJUST-Spalte übertragen. Wert 168 in Feld C3-ZERO eintragen.
1 Achsgeometrie
gemäß Service-Handbuch, Hauptgruppe 13, Achseinstellung, Funktions- und
Arbeitsbeschreibung, messen. Vor Einstellen der Vorspur prüfen, ob Sturz
und Nachlauf innerhalb der Grenzwerte liegen.
1 Achsgeometrie
gemäß Service-Handbuch, Hauptgruppe 13, Achseinstellung, Funktions- und
Arbeitsbeschreibung, messen. Vor Einstellen der Vorspur prüfen, ob Sturz
und Nachlauf innerhalb der Grenzwerte liegen.
Neuere Achsen verfügen über einen unterschiedlichen Sturz an rechtem und
linkem Rad. Dadurch wird ungleichmäßiger Reifenverschleiß aufgrund der
Fahrbahnneigung verhindert. Diese neueren Achsen verfügen über einen
Anschlag vorn und hinten an der Achse. Deshalb kann dieser Achstyp für
Links- und Rechtslenker verwendet werden.
Der Unterschied der Nachlaufwinkel rechts und links darf 0,5 Grad nicht
überschreiten.
Sturz 1 und 2 sind abhängig von der Achsversion.
Die folgenden Angaben betreffen ältere Achsen bis einschließlich
Fahrgestell- Nummern 1841195 und 3531648:
Sturz ist gleich auf
beiden Seiten. Sturz 1 auf beiden Seiten einstellen.
Die folgenden Angaben betreffen neuere Achsen ab einschließlich
Fahrgestell- Nummer 1841196 und 3531649:
Sturz ist unterschiedlich auf
beiden Seiten des Fahrzeugs. Sturz 1 auf Seite mit Servolenkgetriebe
einstellen. Sturz 2 auf der anderen Seite einstellen.
Abweichungen im Bereich der Fahrgestell- Nummern können auftreten.
Lenkrollhalbmesser für Sturz 1 = 5,25 +/- 0,25 Grad
Lenkrollhalbmesser für Sturz 2 = 5,75 +/- 0,25 Grad
1 Achsgeometrie
gemäß Service-Handbuch, Hauptgruppe 13, Achseinstellung, Funktions-
und Arbeitsbeschreibung, messen. Vor Einstellen der Vorspur prüfen,
ob Sturz und Nachlauf innerhalb der Grenzwerte liegen.
Neuere Achsen verfügen über einen unterschiedlichen Sturz an rechtem
und linkem Rad. Dadurch wird ungleichmäßiger Reifenverschleiß
aufgrund der Fahrbahnneigung verhindert. Diese neueren Achsen
verfügen über einen Anschlag vorn und hinten an der Achse. Deshalb
kann dieser Achstyp für Links- und Rechtslenker verwendet werden.
Der Unterschied der Nachlaufwinkel rechts und links darf 0,5 Grad
nicht überschreiten.
Sturz 1 und 2 sind abhängig von der Achsversion.
Die folgenden Angaben betreffen ältere Achsen bis einschließlich
Fahrgestell- Nummern 1840884 und 3530668:
Sturz ist gleich auf
beiden Seiten. Sturz 1 auf beiden Seiten einstellen.
Die folgenden Angaben betreffen neuere Achsen ab einschließlich
Fahrgestell- Nummer 1840885 und 3530669:
Sturz ist unterschiedlich auf
beiden Seiten des Fahrzeugs. Sturz 1 auf Seite mit Servolenkgetriebe
einstellen. Sturz 2 auf der anderen Seite einstellen.
Abweichungen im Bereich der Fahrgestell- Nummern können auftreten.
Lenkrollhalbmesser für Sturz 1 = 5,25 +/- 0,25 Grad
Lenkrollhalbmesser für Sturz 2 = 5,75 +/- 0,25 Grad
Dieses Heft beschreibt den Anbau der Meßskalen an CN/CL-Busse ohne
konventionellen Rahmen.
WICHTIG! Vor
der Einstellung der Federung hinten die Balghöhe bestimmen. Balghöhe
anschließend nach jeder Änderung bzw.
Einstellung der Federungsstreben hinten prüfen und ggf. einstellen. Diese
Arbeitsschritte sind erforderlich, da die Federung hinten über vier
Luftfederbälge erfolgt und keine feste Verbindungsstelle vorhanden
ist. Daher beeinflußt jede Einstellung der Federung hinten die
übrigen Einstellungen.
Bei der Einstellung der Vorderachse wird die Geradeausstellung des
Lenkrads geändert. Das Lenkgetriebe der Servolenkung sowie das
Winkelgetriebe müssen sich in Geradeausstellung befinden (siehe
Markierung).
Beim Lösen von Klemmverbindungen in der Lenkung müssen Mutter und
Schraube erneuert und mit
dem korrekten Anzugsdrehmoment festgezogen werden.
Meßskalen anbauen
Bei Bussen mit Rahmen können die Meßskalen an den Rahmen gehängt
werden; siehe Service-Handbuch, "Achseinstellung" 13:00-05.
Alternativ dazu können sie, wie bei CN/CL-Bussen, an der Karosserie
angebaut werden.
Rahmenlehren
An die Karosserie angehängte Meßskalen müssen vor der Achseinstellung
zentriert werden. Dies geschieht mit Lasern, die mit Hilfe von
Rahmenlehren parallel zur Buskarosserie ausgerichtet werden.
Nach dem Anbau der Meßskalen Achseinstellung gemäß "Achseinstellung",
Service-Handbuch 13:00-05 durchführen.
Lasermeßsystem 587 656, Saughaltersatz
588 464 und Anti-Reibplatte AM268 verwenden.
588 464
(Josam AM1365:KA)
AM1476(x4) 8427-0206
(x4)
AM1294(x2)
AM1363(x4)
AM1180(x4)
122 753
AM1394(x4)
Radadapter AM10 an Räder der Hinterachse anbauen.
122 844
Radadapter mit der oberen Einstellschraube und der Wasserwaage vom
Einstellwerkzeug AM300 horizontal ausrichten.
An jeder Karosserieseite zwei Saughalter für die Rahmenlehren
befestigen. Saughalter an tragenden Karosserieteilen befestigen,
nicht in der Mitte von Blechen oder an den Türen.
122 774
Rahmenlehren so anbauen, daß sie präzise an der Karosserie anliegen.
122 790
122 754
Lasergerät AM20 D an Radadapter anbauen.
Laserstrahl auf die Rahmenlehren ausrichten und Lasergerät mit der
Einstellschraube auf dem horizontalen Einstellarm so ausrichten, daß
an beiden Rahmenlehren das gleiche Maß angezeigt wird. Der
Laserstrahl ist jetzt parallel mit der Fahrzeuglängsseite.
Lasergerät auf der anderen Fahrzeugseite auf die gleiche Weise
einstellen.
Vor der Achseinstellung Balghöhe prüfen und ggf. einstellen.
WICHTIG! Vor
der Achseinstellung muß die Balghöhe für Vorder- und Hinterachsen
korrekt eingestellt werden.
Zuerst prüfen, ob Vorder- und Hinterachsen versetzt sind. Bei
Fahrzeugen mit Radkonfiguration 6x2 prüfen, ob Antriebsachse und
Nachlaufachse parallel zueinander ausgerichtet sind.
Achsgeometrie messen. Vor Einstellen der Vorspur prüfen, ob Sturz
und Nachlauf innerhalb der Grenzwerte liegen. Der Nachlauf kann
nicht verändert werden.
Beim Einstellen des Sturzes:
Ausgleichscheiben am rahmenseitigen Lager des unteren Querlenkers
einsetzen, um den Sturz zu
reduzieren.
Ausgleichscheiben am rahmenseitigen Lager des oberen Querlenkers
einsetzen, um den Sturz zu
erhöhen.
Eine Ausgleichscheibe mit einer Stärke von 1,5 mm reduziert/erhöht den
Sturz um 0,24 Grad.
Hinweis: Ausgleichscheiben
dürfen nicht zwischen Wellenzapfen des Achsschenkels und des Querlenkers
eingesetzt werden.
Achseinstellung
Ausgleichscheiben, Teile Nr.
Stärke
1 433 782 1,5 mm
1 433 783 3 mm
1 433 784 5 mm
Anzugsdrehmoment
Schrauben des rahmenseitigen Lagers am oberen Querlenker
Schrauben des Lagers am unteren Zusatz-Längsträger
360 Nm
360 Nm
4 Sicherstellen,
daß die Lenkung beim Einstellen der Vorspur gemäß der Markierung am
Lenk- und Winkelgetriebe in Geradeausstellung eingestellt ist. Vorspur
an den äußeren Spurstangen an jedem Rad einzeln einstellen. Dabei nicht
die Lenkgeometrie verändern.
WICHTIG! Klemmschraube
und Mutter vor dem Festziehen reinigen und schmieren, um das korrekte
Drehmoment zu erhalten.
Der Unterschied der Nachlaufwinkel rechts und links darf 0,5 Grad nicht
überschreiten.
KPI = 5,4 +/- 0,3 Grad (falls Sturz -0,6 Grad ist).
Zum Einstellen der Lenkung auf Geradeausstellung siehe Service-Handbuch,
Hauptgruppe 13, Aus- und Einbau des Lenkgetriebes.
Für weitere Informationen zur Einzelradaufhängung vorn bei AMI700 siehe
Service-Handbuch, Hauptgruppe 13 Lenkung, Einzelradaufhängung vorn,
Funktions- und Arbeitsbeschreibung und Hauptgruppe 07,
Einzelradaufhängung vorn, Arbeitsbeschreibung.
Scania Lenkgetriebe verfügen über eine hydraulische
Lenkeinschlagbegrenzung. Diese verringert den Öldruck im Lenkgetriebe
und dadurch das Drehmoment, wenn die Räder den maximalen Lenkeinschlag
erreichen.
Die Lenkeinschlagbegrenzung muß beim Einbau des Lenkgetriebes und nach
der Einstellung des Lenkwinkels eingestellt werden.
Wenn die Eingangswelle bei ausgebautem Lenkgetriebe oder bei gelöster
Lenkstange mehr als 1,5 Umdrehungen aus der Mittelstellung gedreht wird,
kann die werkseitig eingestellte Lenkeinschlagbegrenzung außer Funktion
gesetzt werden.
Ist dies der Fall, müssen die selbstnachstellenden Einstellschrauben der
Lenkeinschlagbegrenzung erneuert werden.
Weitere Informationen sind im
Werkstatt-Handbuch in Gruppe 13 enthalten.
Sauberkeit
Bei Arbeiten am Lenkgetriebe muß auf äußerste Sauberkeit geachtet
werden.
Verunreinigungen sind die Hauptursache für Beschädigungen von Bauteilen
des Lenkgetriebes und Dichtungen.
Vor dem Einbau des Lenkgetriebes, muß daher sichergestellt werden, daß
dieses frei von Schmutz und Verunreinigungen ist.
Bei Arbeiten am Lenkgetriebe und am Hydrauliksystem ist auf äußerste
Sauberkeit zu achten.
Diese Arbeitsbeschreibung umfaßt den Aus- und Einbau des Lenkgetriebes
bei Fahrzeugen mit Einzelradaufhängung vorn (AMI). Arbeitsweise und
Anzugsdrehmomente sind mit anderen Achskonfigurationen identisch.
! ACHTUNG!
Bei Arbeiten unter Fahrzeugen mit Luftfederung Fahrzeug stets mit
Unterstellböcken sichern. Luftfederbälge stets entleeren, andernfalls
besteht Verletzungsgefahr.
Fahrzeug anheben und mit Unterstellböcken abstützen. Siehe
Werkstatt-Handbuch, Gruppe 0 "Fahrzeug anheben und mit
Unterstellböcken abstützen", Arbeitsbeschreibung.
Vordere Luftfederbälge entleeren.
Räder in Geradeausstellung bringen.
Bodenabdeckung hinter dem Fahrerbereich abbauen.
Geeigneten Behälter unter das Lenkgetriebe stellen.
114 125
Sicherstellen, daß sich das Lenkgetriebe in Geradeausstellung
befindet.
Sicherstellen, daß sich das Winkelgetriebe in Geradeausstellung
befindet
(siehe Markierung A). Die Gelenke des unteren Lenksäulenteils müssen
so eingebaut werden, daß die Nuten nach außen weisen (siehe
Markierung B).
Die Abbildung zeigt einen Bus mit Linkslenkung
Lenkgetriebe sorgfältig reinigen.
Einstellschrauben A für die Lenkeinschlagbegrenzung herausdrehen.
WICHTIG! Wenn
die Schrauben eingebaut bleiben und die Eingangswelle um mehr als
1,5 Umdrehungen aus der Mittelstellung gedreht wird, kann sich die
eingestellte Lenkeinschlagbegrenzung verändern. Die Schrauben müssen
dann durch selbsteinstellende Einstellschrauben ersetzt werden.
Hydraulikanschlüsse des Lenkgetriebes lösen und Öl in Behälter
auffangen.
Anschlußöffnungen mit Schutzkappen verschließen.
Kugelgelenk der Lenkstange von Lenkstockhebel mit Spezialwerkzeug 99
372 abbauen. Siehe Verwendung von Spezialwerkzeug 99 372.
Hinweis: Alternative
Vorgehensweise: Ist zu wenig Platz, um den Abzieher einzubauen, muß
die Lenkstange vom Lenkhebel abgebaut werden. Die Lenkstange wird
dann zusammen mit dem Lenkgetriebe abgebaut.
Sicherstellen, daß sich Lenkgetriebe und Winkelgetriebe immer noch
in Geradeausstellung befinden.
Gelenk des unteren Lenksäulenteils von Eingangswelle des
Lenkgetriebes abbauen.
Schrauben am Gußhalter von Lenkgetriebe lösen, um den Halter später
leichter ausbauen zu können. Mittlere Schrauben
103 912
aus Halter herausdrehen.
Hebewerkzeug 588 084 mit zwei Holzblöcken 45x45x400 mm vorbereiten.
Holzblöcke auf Hebewerkzeug setzen und Hebewerkzeug bis zum
Lenkgetriebehalter anheben.
Übrige Schrauben aus Halter herausdrehen.
Lenkgetriebe ausbauen.
Gußhalter von Lenkgetriebe abbauen.
Lenkgetriebe sorgfältig reinigen.
Lenkgetriebe in Universal-Ständer 587 692 mit Befestigungsplatten 87
013 und 98 148 einbauen.
Lenkstockhebel festhalten und Mutter mit Druckluftschrauber
abschrauben.
Die Markierungen für den Lenkstockhebel und die Lenkstockwelle
müssen sichtbar sein. Ist die Markierung nicht sichtbar, mit Körner
markieren. Mutter drei Umdrehungen auf die Lenkstockwelle
aufschrauben.
Lenkstockhebel mit Abzieher 587 539 wie folgt abbauen:
Abzieher festziehen.
Abzieher festhalten und mit einem Schonhammer auf den
Lenkstockhebel um den Sitz der Lenkstockwelle schlagen.
7
3
6
11
Vorgang wiederholen, bis sich der Lenkstockhebel löst.
! ACHTUNG!
Nicht vor dem Abzieher stehen. Es besteht Verletzungsgefahr!
6
587 539
Anschlüsse abbauen und Öffnungen im Ventilgehäuse verschließen.
Lenkgetriebe abnehmen und neue Komponente in der Aufspannvorrichtung
montieren.
WICHTIG! Typenschild
am Lenkgetriebe prüfen, um sicherzustellen, daß derselbe
Lenkgetriebetyp eingebaut wird.
Anschlüsse reinigen und am Ventilgehäuse anbringen. Anschlüsse
verschließen.
WICHTIG! Lenkgetriebe
folgendermaßen einstellen:
Eingangswelle so drehen, daß die Markierung an der
Lenkstockwelle mit der Markierung am Lenkgetriebegehäuse
übereinstimmt.
Die Markierungen a und b an der Eingangswelle müssen mit der
Markierung c am Lenkgetriebegehäuse fluchten.
a
Lenkstockhebel entsprechend den Markierungen an der Lenkstockwelle
einbauen.
c b
116 378
WICHTIG! Geringfügige
Abweichungen von den Markierungen führen zu einer inkorrekten
Mittelstellung des Lenkgetriebes im Fahrzeug.
Neue Mutter aufschrauben und mit 550 Nm festziehen.
Hinweis: Lenkstockhebel
beim Festziehen mit einer Kette o. ä. sichern.
116 377
550 Nm
116 379
Muttern durch Schließen des Verriegelungsflansches in der Nut der
Lenkstockwelle sichern.
Einstellschraube für Lenkeinschlagbegrenzung 15 Nm
Hebewerkzeug 588 084 und zwei Holzblöcke 45x45x400 mm anbauen.
Gußhalter an Lenkgetriebe anbauen und Schrauben handfest anziehen.
Lenkgetriebe auf Hebewerkzeug stellen.
Lenkgetriebe auf korrekte Höhe anheben und Schrauben mit 560 Nm
festziehen, Schrauben von Rahmen mit 210 Nm festziehen.
560 Nm
210 Nm
115 851
210 Nm
Sicherstellen, daß sich das Winkelgetriebe in Geradeausstellung
befindet
(siehe Markierung A). Die Gelenke des unteren Lenksäulenteils müssen
so eingebaut werden, daß die Nuten nach außen weisen (siehe
Markierung B).
Sicherstellen, daß sich das Winkelgetriebe
114 125
in Geradeausstellung befindet.
Gelenk an Lenkgetriebe mit neuer Klemmschraube und Mutter anbauen.
Schraube mit 47 Nm festziehen.
Lenkstange am Lenkhebel befestigen. Kronenmuttern zuerst mit 250 Nm
festziehen, dann bis zur nächsten Bohrung für den Splint. Mit neuem
Splint sichern.
Sicherstellen, daß sich die Räder in Geradeausstellung befinden.
Einstellschrauben für Lenkeinschlagbegrenzung eindrehen.
Einstellschrauben mit 15 Nm festziehen.
Nach dem Zerlegen oder Erneuern des Lenkgetriebes müssen
Servolenkungsöl und Filter erneuert werden.
Der Filterwechsel muß bei abgebautem Ölbehälter erfolgen.
Wird der Ölfilter bei eingebautem Behälter gewechselt, können
Verunreinigungen in das Hydrauliksystem eindringen.
Folgende Anweisungen genau befolgen:
Ölbehälter und den Bereich um die Anschlüsse sorgfältig
reinigen.
Ölbehälter ausbauen.
Leitungen mit Druckluft reinigen.
WICHTIG! Anschlußöffnungen
mit Schutzkappen verschließen.
Filter aus zerlegtem Ölbehälter ausbauen.
Behälter innen und außen reinigen.
Neuen Filter einsetzen.
Behälter und Leitungen anbauen.
WICHTIG! Beim
Anschließen der Leitungen darauf achten, daß kein Schmutz in das
Hydrauliksystem eindringt.
Zum Einfüllen des Öls ein sauberes Gefäß verwenden.
Stets neues Öl auffüllen.
Hydraulikanschlüsse an Lenkgetriebe anbauen.
Öl einfüllen.
Bodenabdeckung hinter dem Fahrerbereich anbauen.
Luftfederbälge befüllen und Unterstellböcke abbauen.
Bei Fahrzeugen mit mechanisch gelenkter Zusatzachse wird die
Lenkkraft über ein Lenkgestänge zur Zusatzachse übertragen. Das
Gestänge umfaßt außer den zwei Zwischenhebeln noch einige
Zugstreben, die die Lenkkraft auf den Zugstrebenarm der Zusatzachse
übertragen.
Das Gestänge befindet sich bei allen Fahrzeugen auf der linken Seite
und überträgt die Lenkkraft von der Hilfskraftlenkung auf das linke
Rad der gelenkten Zusatzachse.
zusätzlichen Zugstrebenarm am linken Rad der
1
3
2
1
ersten Achse auf das Lenkgestänge übertragen,
das von diesem Punkt an mit den Fahrzeugen
mit Linkslenkung identisch ist.
Bei Fahrzeugen mit gelenkter Zusatzachse und
einem Achsstand von mehr als 4100 mm ist
zusätzlich ein Zwischenhebel eingebaut.
Da sich bei diesen Fahrzeugen die gelenkte Zusatzachse
sehr nahe bei der Antriebsachse
4
5
Bei Fahrzeugen mit Rechtslenkung befindet sich das Lenkgetriebe auf
der rechten Fahrzeugseite, und die Lenkkraft wirkt auf das rechte
Rad der ersten Achse und wird über die Spurstange auf die linke
Fahrzeugseite und von dort durch einen
befindet, sind der Lenkeinschlag und die erforderlichen Lenkkräfte
gering. Einige Fahrzeuge verfügen über einen Zusatz-
Hydraulikzylinder im Lenksystem.
Dieser Zylinder wird direkt vom Lenkgetriebe mit Öl versorgt und
arbeitet zusammen mit dem Lenkgetriebe als Bauteil der
Hilfskraftlenkung.
1 3
2 1
122 920
4 5
Lenkung, gelenkte Zusatzachse (Linkslenkung)
122 921
Lenkung, gelenkte Zusatzachse (Rechtslenkung)
Zwischenhebel
Zugstrebe
Zugstrebenarm
Spurstange
Zwischenhebel
Doppelte Vorderachsen
Fahrzeuge mit zwei Vorderachsen verfügen
1
3
2
1
neben dem stets an der zweiten Achse angeordneten
zusätzlichen Hydraulikzylinder über ein Lenksystem,
daß dem einer mechanisch
gelenkten Hinterachse ähnlich ist.
Bei Fahrzeugen mit zwei Vorderachsen und hydraulisch
gelenkter Zusatzachse ist anstelle des
Zusatz-Hydraulikzylinders ein
doppeltwirkender Hauptzylinder eingebaut.
4
5
3
122 922
Dieser dient als Geberzylinder für die hydraulisch gelenkte
Zusatzachse und verfügt über eine integrierte
Zusatzzylinder-Funktion für die zweite Vorderachse.
Der Zusatzzylinder wird direkt vom Lenkgetriebe mit Öl versorgt
und arbeitet vollständig unabhängig vom Hydraulikkreis der
gelenkten Zusatzachse.
Lenkung, doppelte Vorderachse (Linkslenkung)
1 3 2 1
122 923
4 5
3
Lenkung, doppelte Vorderachse (Rechtslenkung)
Zwischenhebel
Zugstrebe
Zugstrebenarm
Spurstange
Zusatzzylinder
Arbeitsbeschreibung
Allgemeines
Bei Arbeiten an der Vorderachse (Achsschenkel, Naben und Streben) sind
die Anweisungen in Hauptgruppe 7 im Service-Handbuch zu beachten.
Bei Arbeiten an der Aufhängung sind die Anweisungen in Hauptgruppe 12 zu
beachten.
Nach Instandsetzungsarbeiten an der Lenkung müssen besonders bei
Fahrzeugen mit doppelter Vorderachse häufig Achsgeometrie,
Geradeausstellung, Achsausrichtung und Achslastverteilung geprüft
werden, um einen erhöhten Verschleiß der Reifen an den
Lenkachsen zu verhindern. Dabei müssen die 1 2
XXX XXX
XXX XXX
Anweisungen in Hauptgruppe 13 3
"Achsgeometrie prüfen und einstellen" und 4 5
"Achslastverteilung und Achseinstellung bei
Fahrzeugen mit zwei gelenkten Achsen vor der Antriebsachse" beachtet
werden.
122 900
Die Ausführung des Zwischenhebels ist abhängig von der Achskonfiguration
des Fahrzeugs und der Ausführung als Links- oder Rechtslenker.
Vor dem Einstellen oder bei schlechter Fahrbarkeit muß geprüft werden,
ob das Traggelenk des Zwischenhebels richtig herum
und in der richtigen Stellung eingebaut ist. 1 Zwischenhebel
(vorn, Rechtslenkung)
Zwischenhebel (vorn, Linkslenkung)
Zwischenhebel
Zwischenhebel (hinten)
Zwischenhebel (hinten, zwei Vorderachsen)
Zwischenhebel vorn
Die folgenden Informationen gelten sowohl für Fahrzeuge mit zwei
Vorderachsen wie auch für Fahrzeuge mit gelenkter Zusatzachse.
Bei luftgefederten Fahrzeugen muß geprüft werden, ob die Zugstrebe
parallel zu den Schubstreben steht.
Bei Fahrzeugen mit Blattfederung muß geprüft werden, ob die Zugstrebe
beim Ein- und Ausfedern des Rads ober- und unterhalb der horizontalen
Ebene einen gleich großen Bewegungsraum aufweist. Wenn dies nicht der
Fall ist, muß der Zugstrebenarm entsprechend den Anweisungen in
Hauptgruppe 13 "Achsgeometrie prüfen und einstellen" und
"Achslastverteilung und Achseinstellung bei Fahrzeugen mit zwei
gelenkten Achsen vor der Antriebsachse" erneuert werden.
Position des Traggelenks prüfen, der Schmiernippel muß nach unten
weisen.
Bei Fahrzeugen mit Rechtslenkung prüfen, ob die Länge der kurzen
Zugstrebe auf der linken Seite innerhalb des Bereichs der
Grundeinstellung liegt.
122 901
Zwischenhebel vorn bei Fahrzeug mit Linkslenkung.
122 902
L
Zwischenhebel vorn bei Fahrzeug mit Rechtslenkung.
L = 438,5 +/- 2 mm
Zwischenhebel hinten
Fahrzeuge in Standardausführung mit zwei Vorderachsen und einem
Achsstand von
1940 mm müssen der abgebildeten Ausführung entsprechen.
122 903
Bei luftgefederten Fahrzeugen muß geprüft werden, ob der
Hydraulikzylinder am oberen Halter am Rahmen befestigt ist und die
Zugstrebe parallel zu den Schubstreben steht.
Bei Fahrzeugen mit Blattfederung muß geprüft werden, ob der
Hydraulikzylinder am unteren Halter am Rahmen befestigt ist und die
Zugstrebe beim Ein- und Ausfedern des Rads ober- und unterhalb der
horizontalen Ebene einen gleich großen Bewegungsraum aufweist. Wenn dies
nicht der Fall ist, muß der Zugstrebenarm entsprechend den Anweisungen
in Hauptgruppe 13 "Achsgeometrie prüfen und einstellen" und
"Achslastverteilung und Achseinstellung bei Fahrzeugen mit zwei
gelenkten Achsen vor der Antriebsachse" erneuert werden.
Position des Traggelenks prüfen, der Schmiernippel muß nach oben weisen.
122 904
Bei Fahrzeugen mit optionalen Rädern der Dimension 14.00 R 20, 395/85
R20 und allen anderen Dimensionen mit 24-Zoll-Felge muß der
Schmiernippel des Traggelenks nach unten weisen.
122 905
Fahrzeuge mit doppelter Vorderachse und hydraulisch gelenkter
Nachlaufachse verfügen über einen anders ausgeführten Zwischenhebel,
außerdem ist das Traggelenk weiter hinten im Halter angebaut. Der
Schmiernippel muß nach oben weisen, von dieser Ausnahme abgesehen,
gelten die selben Informationen wie für Fahrzeuge in Standardausführung.
Bei Allradfahrzeugen mit doppelter Vorderachse muß das Traggelenk mit
dem Schmiernippel nach unten angebaut sein. Außerdem verfügen
Allrad-Fahrzeuge nicht über eine Montageplatte für das Traggelenk,
dieses ist direkt am Rahmen angebaut.
122 906
Die Zugstrebenarme sind bei Allradfahrzeugen nicht auswechselbar.
Fahrzeuge mit doppelter Vorderachse und einem Achsstand von 1795 mm
verfügen über eine andere Montageplatte für das Traggelenk, sind aber
ansonsten identisch mit Fahrzeugen mit längerem Achsstand.
122 907
Die Montageplatte muß entsprechend der Abbildung mit der Markierung
"TOP" nach oben angebaut werden. Das Traggelenk muß mit dem
Schmiernippel nach unten angebaut sein.
Bei Fahrzeugen mit mechanisch gelenkter Vorlaufachse und ohne
angetriebene Vorderachse muß der Schmiernippel nach unten weisen.
122 908
Bei diesen Fahrzeugen darf die Zugstrebe nicht horizontal liegen,
sondern muß hinten leicht nach oben weisen.
Bei Fahrzeugen mit mechanisch gelenkter Vorlaufachse und angetriebener
Vorderachse muß der Schmiernippel nach unten weisen.
122 909
Auch bei diesen Achsen darf die Zugstrebe nicht horizontal liegen,
sondern muß hinten leicht nach oben weisen.
122 910
Bei Fahrzeugen mit mechanisch gelenkter Vorlaufachse und einem Achsstand
von mehr als 4100 mm muß der Schmiernippel des Zwischenhebels nach
hinten weisen.
Zwischenhebelspiel prüfen
Werkzeuge
Nummer Beschreibung Abbildung Werkzeugtafel
98 075 Meßuhr mit Magnethalter
98 075 D2
0
90 10
10 90
80 20
20
15 5
10
70
70 30
40 60
60 40
00_1637
50
Korrektes Anzugsdrehmoment der Kontermutter von 170 Nm prüfen.
Spiel im Abstand von 200 mm zur Lagermitte mit Meßuhr messen. Siehe
Abbildung.
Sicherstellen, daß das in der Abbildung gezeigt Spiel und nicht das
Axialspiel gemessen wird.
Wenn das Spiel 3 mm übersteigt, müssen der Hebel ausgebaut und die
Buchsen erneuert werden.
200
MAX 3
122 911
170Nm
Ausbau
Nummer
Beschreibung
Abbildung
Werkzeugtafel
99 372
Abzieher
99 372
AM3
Werkzeuge
Zwischenhebel
Vor dem Ausbau Position des Zwischenhebels markieren. Der Hebel muß
in der selben Richtung eingebaut werden.
Sicherungsstift entfernen und Kronenmutter am Kugelgelenk der
Zugstrebe lösen, jedoch nicht vollständig abschrauben.
Abzieher 99 372 anbauen. Werkzeug am Kugelgelenk so einstellen, daß
Ober- und Unterteil parallel stehen.
WICHTIG! Das
Werkzeug darf das Kugelge- lenk nicht auseinanderziehen, sondern nur
unter Spannung setzen.
Abzieher von Hand mit einem Maulschlüssel festziehen.
Auf Abzieher klopfen. Alternativ auf die Außenseite des
Zwischenhebels klopfen (siehe Pfeile in Abb.).
Schritte 5 und 6 wiederholen, bis sich das Kugelgelenk löst.
120 156
99 372
112 151
Zwischenhebel ausbauen
Zwischenhebel ausbauen
Zwischenhebel bei Fahrzeugen mit einem Achsstand von mehr als 4100
mm
Vor dem Ausbau Position des Zwischenhebels markieren. Der Hebel
muß in der selben Richtung eingebaut werden.
123 016
Positionen der Zugstreben zueinander markieren.
Sicherungsstift entfernen und Kronenmutter und Längsschraube aus
den Zugstreben ausbauen.
3 2 4 5
2 3 1
1
8
6
7
Schutzkappe, Kontermutter, Dichtung, O-Ring und V-Dichtring
ausbauen.
Zwischenhebel von Traggelenk abbauen.
Innere Dichtung und O-Ring von Traggelenk abbauen. Traggelenk
reinigen und auf Beschädigungen und Verschleiß prüfen.
Beschädigte oder verschlissene Traggelenke müssen erneuert
werden.
22 913
3 1
O-Ring
V-Dichtring
Dichtung
Zwischenhebel
Buchse
Kontermutter
Schmiernippel
Schutzkappe
Buchsen erneuern
Werkzeuge
Buchsen erneuern
Nummer Beschreibung Abbildung Werkzeugtafel
00 1633
450 Druckstange R2,
AD2, AM1
98 450
121057
415 Druckstück AM3
Buchsen mit Druckstück 99 415 und Druckstange 98 450 auspressen.
98 450
99 415
122 914
Buchsen auspressen.
Kontaktflächen der Buchsen innen im Hebel reinigen.
Neue Buchsen aus beiden Richtungen bis zum Ende der Vertiefung in
der Bohrung einpressen, 3-4 mm unter der Außenkante.
98 450
99 415
3 - 4 mm
122 915
Buchsen einpressen.
Einbau
Neuen O-Ring und Dichtung soweit wie möglich in Traggelenk einbauen.
Neuen V-Dichtring an Hebel anbauen, Hebel an Traggelenk anbauen.
Neuen O-Ring, neue Dichtung und Kontermutter anbauen.
8 6 3 2
1
4 2 3 9
122 916
5 1 7
O-Ring
V-Dichtring
Dichtung
Zwischenhebel
Buchse
Kontermutter
Schmiernippel
Schutzkappe
Traggelenk
Kontermutter mit 170 Nm festziehen und durch Umbiegen der
Sicherungsflanke um mindestens 2,5 mm zur Nut im Traggelenk sichern
(siehe Abb.). Schutzkappe anbauen.
Buchsen durch Schmiernippel schmieren,
122 917
bis Schmiermittel an den Buchsen austritt. min 2.5mm
Zwischenhebel
Kugelgelenke der Zugstrebe an Zwischenhebel anbauen. Kronenmutter
mit 250 Nm festziehen und bis zur nächsten Bohrung für den
Sicherungsstift weiterdrehen.
123 015
Mit neuem Sicherungsstift sichern.
Zwischenhebel bei Fahrzeugen mit einem Achsstand von mehr als 4100 mm
Zugstreben entsprechend den Markierungen anbauen und Längsschraube
einbauen. Kronenmutter mit 250 Nm festziehen und bis zur nächsten
Bohrung für den Sicherungsstift weiterdrehen.
123 016
Mit neuem Sicherungsstift sichern.
Einbau
Spezifikationen
Anzugsdrehmoment
Kronenmutter am Kugelgelenk, M24 250 Nm*)
Kronenmutter am Kugelgelenk, M20 210 Nm*)
Kronenmutter an Längsschraube des Zwischenhebels 250 Nm*)
Kontermutter an Traggelenk des Zwischenhebels 170 Nm
Grundeinstellänge für linke Zugstrebe bei Fahrzeugen mit
Rechtslenkung L=438,5+/-2 mm
*) Bis zur nächsten Bohrung weiterdrehen und neuen Sicherungsstift
einbauen.
Den Betätigungshebel für die Einstellung des Lenkrads entfernen.
101 700
Die Abdeckungen um die Lenksäule und unter dem Armaturenbrett
entfernen.
Die Hupplatte aus der Lenkradmitte entfer- nen. Die Platte ist an
vier Stellen festge- drückt. Die Platte gerade hochziehen, eine Ecke
nach der anderen.
101 701
101 697
Die Schraube in der Lenkradmitte entfer- nen. Das Lenkrad entfernen,
das Lenkrad sitzt nur auf geraden Keilnuten.
Die Blinkerbetätigung und den Schalter vom Hupring entfernen. Den
el. Kontakt vom Zündschloß entfernen und die Schei-
benwischerbetätigung.
101 645
Die Feder der Betätigung zum Neigen des Lenkrads entfernen.
Den Sperrhaken der Lenkradneigung nach außen/hinten legen.
101 702
Die Schraube vom oberen Kreuzgelenk entfernen. Den Verband teilen,
indem die Lenkstange nach unten gezogen wird.
101 703
Die Feder wieder anbringen und die Lenk- säule völlig
zusammenschieben.
Die vier Schrauben, die die Lenksäule hal- ten, entfernen. Diese
sind von unten erreich- bar, wenn die Lenksäule sich in zusammen-
geschobener Stellung befindet.
Achtung! Die
Feder der Betätigung zum Neigen des Lenkrads muß angebracht sein und die
Lenksäule muß in zusammen- geschobener Stellung sein.
101 705
Die Lenksäule mit vier Schrauben von unten durch den Halter
anbringen.
Die Feder der Betätigung zum Neigen des Lenkrads entfernen.
Die Lenkstange gegen das obere Kreuzge- lenk in der Lenksäule
anbringen. Die Mar- kierung an der Lenkspindel muß genau in die
Teilung des Kreuzgelenks kommen.
101 702
Eine neue Schraube verwenden und mit 39 Nm festziehen.
Den Sperrhaken der Lenkradneigung so nach vorn legen, daß er in das
Zahnsegment greift. Die Feder der Betätigung des Sperr- hakens
anbringen.
101 645
Die Blinkerbetätigung und den Schalter am Hupring anbringen. Den el.
Kontakt am Zündschloß anbringen und die Scheibenwi- scherbetätigung,
neue Schrauben verwen- den und mit 5 Nm festziehen.
Die Räder in Geradeausstellung bringen und das Lenkrad anbringen.
Eine neue Schraube verwenden und die Schraube in der Lenk- radmitte
mit 70 Nm festziehen.
Die Hupplatte in der Lenkradmitte anbringen.
13_1054
Die Abdeckungen um die Lenksäule und unter dem Armaturenbrett
anbringen. Den Betätigungshebel für die Einstellung des Lenkrads
anbringen.
Die Blinkerbetätigung und den Schalter des Huprings anbringen.
Den el. Kontakt am Zündschloß anbringen und die Scheibenwi-
scherbetätigung, neue Schrauben verwen- den und mit 5 Nm
festziehen.
Das Lenkrad anbringen. Die Schraube in der Lenkradmitte mit 70
Nm anziehen.
101 645
Die Hupplatte in der Lenkradmitte anbringen.
Die Schraube, die das Zahnsegment im Sperrhaken an der Stelle
hält, zwei Umdre- hungen lösen.
101 711
Das Lenkrad nach hinten neigen und den Sperrhaken zum
Zahnsegment führen. Wenn Zahnsegmente voll in einander ein-
greifen, die Schraube mit 5 0,25 Nm fest- ziehen.
Die Feder zwischen Sperrhaken und Hebel anbringen.
Kontrollieren, daß das Zahnsegment für die Lenkradneigung in
fünf Stellungen einra- stet.
Die Abdeckungen um die Lenksäule anbringen.
Den Betätigungshebel für die Einstellung des Lenkrads anbringen.
Eine dünne Schicht Fett auf die Lagersitze streichen.
Das Lagergehäuse anbringen, so daß die Gelenkschrauben
eingesetzt werden kön- nen. Neue Gelenkschrauben anbringen. Die
linke Gelenkschraube zuerst einschrauben, wird völlig
eingeschraubt. Danach die rechte Gelenkschraube anbringen.
Die Gelenkschrauben müssen mit Moment 40 5 Nm angezogen werden.
U-Schlüssel, Inbuszapfen und Drehmomentschlüssel ver- wenden.
Die Inbusschrauben, die die Bewegung begrenzen, anbringen.
Fett auf die Sperrhakenwelle und die Lager- sitze in der
Lenksäule streichen.
Den Sperrhaken und die Betätigungswelle an ihren Platz setzen
und den Spannstift anbringen.
101 714
Die Verbindungsstange an der Betätigungs- welle anbringen. Mit
Sicherungsscheibe sichern.
Den Betätigungshebel für die Einstellung des Lenkrads entfernen.
Die Abdeckungen um die Lenksäule entfernen.
Achtung! Wenn
sich eine Abdeckung über dem Lenkschloß befindet, den Anweisun- gen
auf Seite 21 folgen.
101715
Den el. Kontakt vom Zündschloß entfernen. Das Lenkrad in die höchste
Stellung erhöhen.
Achtung! Die
Verkabelung für die Scheibenwi- scher zur Seite schieben.
101716
Das Lenkrad nach hinten neigen. Ein Loch mit einem 1,5 mm Bohrer von
oben durch die Mitte des Spiral-Spannstift bohren.
Das Lenkrad nach vorne neigen und ein Loch mit einem 5 mm Bohrer von
unten ca. 7 mm tief in die Öffnung bohren, die durch das 1,5 mm Loch
entstanden ist.
101717
101718
Den Spiral-Spannstift von unten und nach oben hin mit 4 mm Dorn
ausschlagen. Das Schloß entfernen.
Bei dieser Pumpe handelt es sich um eine Rotorpumpe. Die Pumpe erhält
bei allen Motordrehzahlen über der Abregelung einen konstanten Ölfluß
aufrecht.
Es gibt zwei Arten (Förderleistungen) der Pumpe; 16 l/min und 22 l/min
bei einer Pumpendrehzahl über 1000/min. Für Förderleistungen auf
Grundlage der Motordrehzahl siehe Service-Handbuch, Hauptgruppe 13
"Lenkgetriebe und Hydraulikpumpen, Spezifikationen".
Die von den Zahnrädern angetriebene Welle treibt den Rotor im
Rotorgehäuse an. Wenn der Rotor dreht, werden die Rotorblätter aufgrund
der Fliehkraft nach außen gedrückt und bewegen sich entlang der inneren
elliptischen Wand des Rotorgehäuses. Durch die Kreisbewegung des Rotors
und die Bewegung der Rotorblätter nach außen wird das Volumen der Kammer
zwischen den Rotorblättern vergrößert, wenn diese sich am Einlaß
vorbeibewegen. Aufgrund des dadurch entstehenden Sogs drückt der
Atmosphärendruck Öl in das Rotorgehäuse.
Das einströmende Öl befindet sich zwischen den Rotorblättern und wird
durch die Expansionskammer geleitet. Wenn das Öl den Auslaß erreicht,
verkleinert sich der Durchmesser des Rotorgehäuses, und das Öl wird
durch den Auslaß hinausgepreßt. Das unter Systemdruck stehende Öl hinter
den Rotorblättern dient zur bestmöglichen Abdichtung von Rotorblättern
und Rotorgehäuse.
Die Pumpe verfügt über ein integriertes Durchflußbegrenzungsventil, das
den Ölfluß begrenzt. Übersteigt die Fördermenge einen zuvor
festgesetzten Wert, wird überschüssiges Öl durch einen Bypasskanal in
der Pumpe zurück zum Pumpeneinlaß geleitet.
An Verengung 1, durch die der gesamte Ölstrom
fließt, findet ein Druckabfall statt. Dies 3
geschieht lediglich bei niedriger
Pumpendrehzahl. Die große Federkammer 2 ist 4
über Kanal 4 an Druckanschluß 3 P2
1
angeschlossen. Öl- und Federdruck in der Kammer überwinden den Öldruck
von der Pumpenseite des Ventilkolbens, und das Ventil bleibt
geschlossen.
Die Servolenkungspumpe - ein Bauteil mit hohen Sicherheitsanforderungen
Diese Arbeitsbeschreibung erläutert u. a. auch das Erneuern der
Dichtringe in der Servolenkungspumpe.
Bei diesen Arbeiten wird die Servolenkungspumpe zur Behebung von
Undichtigkeiten teilweise zerlegt.
Die korrekte Funktion der Servolenkungspumpe ist von größter Bedeutung
für die Verkehrssicherheit. Arbeiten an der Servolenkungspumpe dürfen
deshalb nur von dazu ausgebildeten Personen und mit größter Sorgfalt
ausgeführt werden.
Bei Arbeiten an der Servolenkungspumpe sind die folgenden Anweisungen
stets zu beachten:
Funktion der Servolenkungspumpe prüfen, und Fehlerursache anhand der
von Scania vorgeschriebenen Methode bestimmen. Siehe
Service-Handbuch, Gruppe 13 "Lenkung - Prüfung und Fehlersuche".
Arbeiten an der Servolenkungspumpe dürfen nur entsprechend diesen
Anweisungen und mit den angegebenen Spezialwerkzeugen durchgeführt
werden.
Bei Arbeiten an der Servolenkungspumpe ist auf größte Sauberkeit zu
achten.
Während der Arbeit dürfen in der Umgebung keine Schweiß-, Schleif-
oder andere Arbeiten durchgeführt werden, die Staub erzeugen.
Arbeiten an der Servolenkungspumpe, die nicht in dieser
Arbeitsbeschreibung aufgeführt sind, dürfen nicht durchgeführt
werden.
Nach Abschluß der Arbeiten ist die Funktion der Servolenkungspumpe
wie oben beschrieben im Fahrzeug zu prüfen.
Sauberkeit - äußerst wichtig bei Arbeiten an der Servolenkungspumpe
Bei allen Arbeiten an Servolenkungspumpen ist unbedingt auf größte
Sauberkeit zu achten.
Verunreinigungen im Hydrauliksystem können Schäden und Fehlfunktion
der Servolenkung zur Folge haben.
Folgende Anweisungen sind unbedingt zu beachten:
Vor dem Abbauen der Schläuche von der Servolenkungspumpe den Bereich
um die Schlauchanschlüsse reinigen. Schmutz und Verunreinigungen von
der Servolenkungspumpe entfernen.
Nach dem Erneuern von Dichtringen oder der Servolenkungspumpe stets
Öl und Ölfilter wechseln.
Alle Anschlüsse an der Servolenkungspumpe sofort verschließen.
Vor dem Filterwechsel stets den Vorratsbehälter von außen reinigen.
Beim Filterwechsel Schlauchanschlüsse des Vorratsbehälters lösen,
und verunreinigtes Öl ablassen.
Nur Öl aus sauberen Behältern einfüllen.
Das Öl wird erst im Rücklauf vom Lenkgetriebe gefiltert.
Stets neues Öl auffüllen.
Erneuern
Hinweis: Die
korrekte Funktion von Servolenkungspumpe und Lenkung ist von größter
Bedeutung für die Verkehrssicherheit. Bei allen Arbeiten an der
Servolenkungspumpe und der Lenkung muß auf äußerste Sauberkeit
geachtet werden. Siehe Abschnitt "Wichtige Informationen".
Öl aus Lenkung ablassen. Geeignete Auffangwanne unter den
Vorratsbehälter stellen. Ansaugleitung zunächst vom
Vorratsbehälter und dann von der Hydraulikpumpe lösen.
Anschlüsse zur Servolenkungspumpe reinigen und abbauen.
Gilt für Dichtung und Flansch neuerer Ausführung, die ab folgenden
Fahrgestell-Nummern eingeführt wurden:
SSS
1 272 522
SNL
4 455 051
SAN
9 062 838
SBK
1 840 169
SLA (SSB)
3 527 565
WICHTIG! Beim
Einbau der Dichtung 29 nur
Loctite 406 (Teile-Nr. 584 129) verwenden. Loctite 406 enthält keine
Lösungsmittel, die die Dichtung beschädigen.
Hinweis: Beim
Einbau der Dichtung ist für einen festen Sitz des Flansches auf äußerste
Sauberkeit zu achten. Flächen auf und im Bereich des Flansches sauber
und schmutzfrei halten.
1 2
3 4
584 129
(Loctite 406)
123 029
Dichtung vom Papier abnehmen.
Dichtung an Flansch anbauen.
Eine dünne Schicht (Tropfen) Loctite 406 (Teile-Nr. 584 129) wie
gezeigt auftragen.
Flansch anbauen. Vorhandene Schrauben mit Dichtmittel 561 019 oder
neue mit Dichtmittel überzogene Schrauben verwenden.
Zum Prüfen und Einstellen der Achseinstellung, Geradeausstellung, siehe
Gruppe 13.
Für Arbeiten am Lenksystem wurde das Füllgerät 99 355 eingeführt. Mit
diesem Spezialwerkzeug kann der Druck im System abgebaut, das System
befüllt, entlüftet und mit Druck beaufschlagt werden.
103 747
Vor dem ersten Einsatz des Füllgeräts müssen alle Schläuche mit Öl
gefüllt sein. Dazu jeweils einen Schlauch mit einem Ende an den
Druckanschluß und dem anderen Ende an den Rücklauf anschließen und Pumpe
starten. Wird dies nicht beachtet, tritt mehr als die erforderliche Luft
ins System ein.
Das Fahrzeug verfügt über Hydraulikanschlüsse auf der Innenseite des
vorderen Schmutzfängers links unter dem Fahrerhaus und am Rahmen im
Bereich des Hinterrades links. Die Anschlüsse sind wie folgt
gekennzeichnet.
Frühere Markierung Neue Markierung
L1 W
L3/L4 Y/Z
L2 X
Bei Wartungs- und Reparaturarbeiten muß der Anschluß am Hinterrad
verwendet werden.
Dadurch wird die größtmögliche Ölzirkulation im System gewährleistet.
Die vorderen Anschlüsse werden werksseitig zur Evakuierung des Systems
eingesetzt.
Bei Arbeiten an der Lenkung ist auf größte Reinlichkeit zu achten.
Schäden an Bauteilen der Lenkung und Dichtungen werden häufig durch
Verunreinigungen im Hydrauliksystem verursacht.
Die folgenden Anweisungen sind unbedingt zu beachten:
Schlauchanschlüsse müssen sorgfältig gereinigt und Lackpartikel vor
dem Abbauen der Schläuche entfernt werden.
Offene Anschlüsse sofort verschließen.
! ACHTUNG!
Vor Arbeiten am Hydrauliksystem MUß der Druck kontrolliert abgebaut
werden. Im System herrscht ein Überdruck von 14 bar. Wird der Druck
nicht abgebaut, tritt das Hydrauliköl beim Öffnen eines Anschlusses
unter hohem Druck aus.
Dabei besteht Verletzungsgefahr.
Der Druckspeicher ist mit Stickstoff gefüllt und mit einem Überdruck von
8,5 bar beaufschlagt. Auch wenn kein Öl im System ist, herrscht
Überdruck im Druckspeicher. Der Anschluß (Stopfen) auf der Gasseite des
Druckspeichers darf deshalb keinesfalls geöffnet werden. Andernfalls
kann der Stopfen durch den Gasdruck mit hoher Geschwindigkeit
herausgeschleudert werden.
Hydrauliköl ist aggressiv, Hautkontakt stets vermeiden.
Fahrzeug mit Lenkung in Geradeausstellung abstellen.
Druck im System abbauen, siehe Öldruck abbauen.
Ablaßschlauch abbauen.
Anschlüsse der Schläuche am Zylinder notieren und Anschlüsse lösen.
Schläuche abbauen und verschließen.
Anschlüsse A und E stammen von der Hydraulik des Lenkgetriebes.
Leitung
Anschlüsse Linkslenker
Anschlüsse Rechtslenker
L1
D
B
L2
B
D
L3
C
C
Hinteres Kugelgelenk mit Kugelgelenkabzieher 99 372 ausbauen.
Kolbenstange von vorderem Kugelgelenk abschrauben und Zylinder
ausbauen.
Vorderes Kugelgelenk mit Kugelgelenkabzieher 99 372 von Lenkhebel
abbauen.
Neues vorderes Kugelgelenk einbauen.
Zylinder einbauen, Kolbenstange in vorderes Kugelgelenk einschrauben
und hinteres Kugelgelenk einbauen.
Vorderräder geradeaus stellen. Verfügt das Fahrzeug über zwei
Vorderachsen müssen die Räder beider Achsen geradeaus gestellt
werden. Kolbenstange in Kugelgelenk schrauben, bis das Maß von 99 mm
erreicht ist (siehe Abbildung). Klemme festziehen.
Leitungen an Anschlüsse A und E des Lenkgetriebe-Hydrauliksystems
anschließen.
Lenkgetriebe entlüften. Dazu Lenkgetriebe mit Öl befüllen, Motor
starten und Lenkrad 10 mal bis zum Anschlag links und rechts
einschlagen. Die Kammern A und E des Hauptzylinders müssen nun mit
Öl aus dem Lenkgetriebe-Hydrauliksystem gefüllt sein.
Anschlüsse und Schläuche an B, C und D anschließen.
Hydrauliksystem entlüften und mit Druck beaufschlagen. Siehe
Befüllen und Entlüften, Schritte 6 bis 14.
Fahrzeug mit Lenkung in Geradeausstellung abstellen.
Druck im System abbauen, siehe Öldruck abbauen.
Ablaßschlauch abbauen.
Anschlüsse der Schläuche am Zylinder und Einbaulage des Zylinders
zum Halter der gelenkten Nachlaufachse etc. notieren.
Schläuche vom Zylinder abbauen.
Kugelgelenke mit Abzieher 99 372 abbauen und Zylinder ausbauen.
Neuen Zylinder einbauen und Schläuche anschließen.
Maximal 31,5 mm
Maximal 19 mm
Leitung Anschlüsse
L1 W
L2 X
L3/L4 Y/Z
Zylinder vorwärts drehen, Kugelgelenke anziehen und mit Splint
sichern. Der Abstand zwischen der gelenkten Nachlaufachse und dem
Anschluß Y muß 35-40 mm betragen.
WICHTIG! Die
Einbaulage des Zylinders muß korrekt sein. Andernfalls kann der
Zylinder die Hubvorrichtung bei angehobener Nachlaufachse berühren.
System entlüften und mit Druck beaufschlagen, siehe Befüllen und
Entlüften, Schritte 1-14.
WICHTIG! Beim
Befüllen sicherstellen, daß keine Teile Berührung haben, wenn die
Lenkung in beide Richtungen vollständig eingeschlagen wird. Dies muß
bei abgesenkter und angehobener Nachlaufachse geprüft werden. Die
Luftfederung muß sich auf korrektem Fahrniveau befinden.
Einbaulage des Zylinders ggf. einstellen.
Räder geradeaus stellen. Geradeausstellung durch Eindrehen der
Kolbenstange in das Kugelgelenk einstellen. Klemme festziehen. Die
Mittelstellung des Zentrierzylinders kann durch eine Messung geprüft
werden. Das Maß muß dabei
186 mm betragen (siehe Abb.). Siehe auch Hauptgruppe 13, ARA 900
Achseinstellung.
Hinweis: Um
den Zentrierzylinder auf Mittelstellung zu stellen, muß das System mit
Druck beaufschlagt werden. Falls die Achse nicht auf Drehtellern
positioniert oder angehoben ist, muß das Fahrzeug ggf. etwas nach vorn
gerollt werden, damit die Achse die Geradeausstellung erreicht.
Maß für die Mittelstellung des Zentrierzylinders prüfen
Öldruck im System abbauen. Siehe Öldruck im System abbauen.
Ablaßschlauch abbauen.
Ölleitung lösen und Druckspeicher ausbauen.
! ACHTUNG!
Der Druckspeicher ist mit Stickstoff gefüllt und mit einem Druck von
8,5 bar beaufschlagt. D. h., auch wenn kein Öl im System ist,
herrscht Überdruck im Druckspeicher. Der Anschluß (Stopfen) auf der
Gasseite des Druckspeichers darf deshalb keinesfalls geöffnet
werden. Andernfalls kann der Stopfen durch den Gasdruck mit hoher
Geschwindigkeit herausgeschleudert werden.
Neuen Druckspeicher einbauen und Ölleitung anschließen.
System entlüften und mit Druck beaufschlagen. Siehe Befüllen und
Entlüften, Schritte 6-7 und Schritte 10-14.
Druckschlauch an Anschluß Y/Z und an Anschluß P der Füllausrüstung
99 355 anschließen.
Druckbegrenzungsventil 3 vollständig schließen.
Pumpe der Ausrüstung betätigen und sicherstellen, daß der Vordruck
Druckspeicher überschritten wird. Der Druck muß zuerst schnell auf
7,5 bar ansteigen und dann langsam zunehmen.
Nachlaufachse anheben, so daß sich die Räder drehen lassen.
Hydraulikkreise mit Überbrückungsschlauch an den Anschlüssen W und X
verbinden.
Gelenkte Nachlaufachse so weit wie möglich von Hand nach rechts
drehen. Dazu Pumpenstange oder anderen Hebel verwenden.
Gelenkte Nachlaufachse langsam zurück und so weit wie möglich nach
links drehen.
Die losen Kolben für die Zentrierung befinden sich nun an den Enden
des Zylinders, und die Kammer W ist so klein wie möglich.
Überbrückungsschlauch zwischen W und X abbauen.
Frühere Markierung Neue Markierung
L1 W
L2 X
Rücklaufventil öffnen.
Druckbegrenzungsventil vollständig schließen.
Druckschlauch mit T-Kupplung an Anschlüsse W und Y/Z am Fahrzeug und
an Anschluß P der Füllausrüstung 99 355 anschließen.
Rücklaufschlauch an X am Fahrzeug und an T der Füllausrüstung
anschließen. Pumpe betätigen und gelenkte Nachlaufachse so weit wie
möglich nach rechts drehen.
Frühere Markierung Neue Markierung
L1 W
L3/L4 Y/Z
L2 X
Füllausrüstung 99 355
Druckanschluß P
Rücklaufanschluß T
Druckbegrenzungsventil
Rücklaufventil
Pumpe ausschalten und Rücklaufschlauch von Anschluß X abbauen und an
W anschließen. Die Druckschläuche müssen nun an X und Y/Z
angeschlossen sein. Pumpe betätigen und gelenkte Nachlaufachse so
weit wie möglich nach links drehen.
Schritte 8 und 9 einmal wiederholen.
Druckschlauch von P abbauen und an W anbauen. Rücklaufschlauch von T
abbauen und an X anbauen. Mit der Pumpe nur so lange pumpen, bis nur
Öl aus der Rücklaufleitung austritt. Prüfen, ob das Öl zirkuliert.
Der Druck auf dem Druckmesser muß nun niedriger sein, als der
eingestellte Wert auf dem Druckbegrenzungsventil. Durch diesen
Vorgang werden die Leitungen L1 und L2 sowie der Hauptzylinder
entlüftet und befüllt.
Druckschlauch an Anschluß Y/Z anbauen und Rücklaufschlauch an X
anbauen. Mit der Pumpe nur so lange pumpen, bis nur Öl aus der
Rücklaufleitung austritt. Prüfen, ob das Öl zirkuliert. Der Druck
auf dem Druckmesser muß nun niedriger sein als der eingestellte Wert
auf dem Druckbegrenzungsventil. Durch diesen Vorgang wird die
Leitung L3 über eine Kammer des Hauptzylinders entlüftet und
befüllt.
Rücklaufschlauch abbauen. Der Druckschlauch muß an Anschluß Y/Z
angeschlossen werden. Systemdruck auf 14 bar erhöhen. Systemdruck
bei abgeschalteter Pumpe messen.
Vor einer Fehlersuche muß die Warnleuchte leuchten.
Die Warnleuchte erlischt nicht nach dem Starten des Motors
Die Warnleuchte leuchtet auf, wenn der Systemdruck unter 7,5 bar
abfällt. Folgende Fehler können ggf. dazu führen, daß die
Warnleuchte nicht erlischt.
A1
Fehler
Ladekontrolleuchte und Öldruck-Warnleuchte leuchten gemeinsam auf.
Prüfen
Ladezustand prüfen.
Maßnahme
Fehler beheben.
A2
Fehler
Öldruck durch externe Undichtigkeit zu gering.
Prüfen
Auf Undichtigkeiten prüfen. System ggf. mit Druck beaufschlagen.
Maßnahme
System abdichten, mit Öl befüllen und mit Druck beaufschlagen.
A3
Fehler
Öldruck durch interne Undichtigkeit im Hauptzylinder zu gering.
Prüfen
Prüfen, ob der Ölstand im Vorratsbehälter der Servolenkung nicht zu
hoch ist. Ölstand notieren, System mit Druck beaufschlagen und
Probefahrt durchführen. Prüfen, ob der Ölstand nach der Probefahrt
höher ist.
Hinweis: Die
Vorderachse muß bei beiden Prüfungen in etwa den gleichen
Einschlagwinkel haben.
Maßnahme
Hauptzylinder erneuern.
A4
Fehler
Druck im Druckspeicher zu niedrig.
Prüfen
Vordruck des Druckspeichers prüfen.
Maßnahme
Bei zu niedrigem Druck muß der Druckspeicher erneuert werden.
A5
Fehler
Druckwächter fehlerhaft. Steigt der Öldruck über 7,5 bar, muß der
Schalter im Druckwächter geöffnet sein.
Prüfen
Druckwächter prüfen.
Maßnahme
Druckwächter erneuern.
Gelenkte Nachlaufachse stellt nicht zurück bzw. lenkt nicht
Fehler bisher nicht beschrieben.
B1
Fehler
Mechanischer Fehler in Lenkgestänge oder Kugelgelenken.
Prüfen
Zugstreben und Kugelgelenke prüfen.
Maßnahme
Fehlerhafte Bauteile erneuern.
B2
Fehler
Rad- und/oder Achseinstellung inkorrekt.
Prüfen
Rad- und/oder Achseinstellung und Reifenverschleiß prüfen.
Maßnahme
Rad- und/oder Achseinstellung einstellen.
B3
Fehler
Luft im System.
Prüfen
Sicherstellen, daß die Lenkung leichtgängig ist.
Maßnahme
System entlüften.
B4
Fehler
Inkorrekte Mittelstellung des Hauptzylinders oder inkorrekte
Mittelstellung des Zentrierzylinders.
Prüfen
Räder geradeaus stellen und Maß an Kolbenstange prüfen.
Maßnahme
Kolbenstange auf korrektes Maß einstellen, Räder dabei geradeaus
stellen.
B5
Fehler
Leitungen oder Ventile blockiert.
Prüfen
Durchfluß durch Leitung prüfen. Dazu Schritte 10-11 im Abschnitt
Befüllen und Entlüften durchführen.
Maßnahme
Beschädigte oder blockierte Bauteile erneuern.
B6
Fehler
Interne Undichtigkeit im Zentrierzylinder. Mittelstellung des
Zentrierzylinders inkorrekt.
Prüfen
Stopfen von Zentrierzylinder öffnen. Es darf kein Öl austreten.
Bei der Achse ARA 900 handelt es sich um eine hydraulisch gesteuerte,
lenkbare Liftachse hinter der Antriebsachse. Die Lenkung der Liftachse
besteht aus einem Geberzylinder, einem Rückstellzylinder und einem
Druckspeicher.
Die Liftachse ist sowohl für Rechtslenker als auch für Linkslenker
erhältlich. Die Achsen sind im wesentlichen identisch, unterscheiden
sich jedoch hinsichtlich der Leitungsverlegung und Position der
Steuerungsbauteile. Die Steuerung der Liftachse ist identisch,
unabhängig davon, ob das Fahrzeug mit einer oder zwei Vorderachsen
ausgestattet ist.
Bei Fahrzeugen mit einer Vorderachse befindet sich der Geberzylinder
hinter dem Lenkgetriebe und ist mit dem Lenkstockhebel verbunden. Bei
Rechtslenkern befindet sich der Zylinder auf der rechten Seite, bei
Linkslenkern auf der linken Seite.
Bei Fahrzeugen mit zwei Vorderachsen befindet sich der Geberzylinder auf
der linken Seite am Lenkzwischenhebel der hinteren Vorderachse. Diese
Einbauposition gilt sowohl für Rechts- als auch für Linkslenker.
Der Rückstellzylinder befindet sich an der Liftachse und ist mit dem
Lenkhebel der Liftachse verbunden.
Der Druckspeicher absorbiert Druckanstiege im Hydrauliksystem und
beaufschlagt das System so mit Druck, daß die Räder der Liftachse in die
Geradeausstellung zurückkehren, sobald das Lenkrad wieder in die
Mittelstellung gebracht wird.
Der Geberzylinder verfügt über zwei Kammern, die mit zwei Kammern im
Rückstellzylinder verbunden sind und die Lenkkräfte hydraulisch auf die
Räder der Liftachse übertragen.
Während der ersten +/- 4° Lenkeinschlag der Räder der Vorderachse sind
beide Kammern
des Geberzylinders miteinander verbunden. Bei einem Lenkeinschlag über
4° steuert der Geberzylinder den Rückstellzylinder.
Nach dem Befahren einer Kurve erscheint die Rückkehr in die
Geradeausstellung bei den letzten Winkelgraden möglicherweise schwächer,
da die Rückkehrkräfte des Geberzylinders während der letzten 4°
nachlassen (Neutralbereich des Geberzylinders).
Der Geberzylinder verfügt über einen integrierten
Verstärkungszylinderkreis, der direkt vom Lenkgetriebe mit Öl versorgt
wird. Bei Fahrzeugen mit zwei Vorderachsen ist die Funktion des
Verstärkungszylinders in den Geberzylinder integriert.
Der Verstärkungszylinderkreis des Geberzylinders ist vom hydraulischen
Steuerkreis der Liftachse getrennt. Letzterer verfügt über einen Druck
von 14 bar.
Der Druck im hydraulischen Steuerkreis wird durch einen Druckwächter
überwacht, durch den bei einem Druckabfall eine Warnleuchte
eingeschaltet wird. Die Warnleuchte leuchtet auf, wenn die Zündung
eingeschaltet wird und erlischt wenn der Motor gestartet wurde und der
Druck 7,5 bar überschreitet.
Das System wird durch Überdruck- und Befüllventile gesichert, wenn die
Lenkung Kräften von außen ausgesetzt wird.
Geberzylinder 1 ist so ausgelegt, daß Kammern B und D des Zylinders bei
Rädern in Geradeausstellung miteinander verbunden sind. Bei dieser
Konfiguration entspricht ein Lenkeinschlag von weniger als 4° der
Geradeausstellung. Kammern Z und Y im Rückstellzylinder 2 werden durch
den Druckspeicher 3 mit Druck beaufschlagt. Dieser Druckspeicher hält
die Räder der Liftachse in Geradeausstellung.
Geberzylinder. Kammern B und D sind in der Geradeausstellung über die
Fase in der Kolbenstange miteinander verbunden.
Kammer A des Geberzylinders 1 wird beim Befahren einer Rechtskurve über
das Lenkgetriebe mit Druck beaufschlagt und verschiebt den Kolben, so
daß Kammer B mit Druck beaufschlagt wird.
Bei einem Lenkeinschlag von mehr als 4° wird Hydraulikflüssigkeit von
Kammer B über Druckleitung L2 in Kammer X gedrückt.
Der Kolben im Rückstellzylinder 2 verschiebt sich, so daß die Räder der
Liftachse in die umgekehrte Richtung lenken.
Kammer E des Geberzylinders 1 wird beim Befahren einer Linkskurve über
das Lenkgetriebe mit Druck beaufschlagt und verschiebt den Kolben, so
daß Kammer D mit Druck beaufschlagt wird.
Bei einem Lenkeinschlag von mehr als 4° wird Hydraulikflüssigkeit von
Kammer D über Druckleitung L1 in Kammer W gedrückt.
Der Kolben im Rückstellzylinder 2 verschiebt sich, so daß die Räder der
Liftachse in die umgekehrte Richtung lenken.
Kammer E des Geberzylinders 1 wird beim Befahren einer Rechtskurve über
das Lenkgetriebe mit Druck beaufschlagt und verschiebt den Kolben, so
daß Kammer D mit Druck beaufschlagt wird.
Bei einem Lenkeinschlag von mehr als 4° wird Hydraulikflüssigkeit von
Kammer D über Druckleitung L2 in Kammer X gedrückt.
Der Kolben im Rückstellzylinder 2 verschiebt sich, so daß die Räder der
Liftachse in die umgekehrte Richtung lenken.
Kammer A des Geberzylinders 1 wird beim Befahren einer Linkskurve über
das Lenkgetriebe mit Druck beaufschlagt und verschiebt den Kolben, so
daß Kammer B mit Druck beaufschlagt wird.
Bei einem Lenkeinschlag von mehr als 4° wird Hydraulikflüssigkeit von
Kammer B über Druckleitung L1 in Kammer W gedrückt.
Der Kolben im Rückstellzylinder 2 verschiebt sich, so daß die Räder der
Liftachse in die umgekehrte Richtung lenken.
Von außen auf die Lenkung einwirkende Kräfte
Wirkt eine Kraft von außen auf die Räder ein, steigt der Systemdruck an,
bis ein Überdruckventil im Geberzylinder öffnet und einen Einschlag der
Räder ermöglicht. Sobald sich die Vorderräder in Geradeausstellung
befinden, kehrt der Rückstellzylinder in die Mittelstellung zurück,
sofern keine Kräfte von außen auf die Lenkung einwirken.
13:01-50
Ausgabe 1 de
Lenkzwischenarm F-Bus
Funktions- und Arbeitsbeschreibung
1 712 829
Scania
CV AB 2001, Sweden
Inhalt
Funktionsbeschreibung Allgemeines
3
Arbeitsbeschreibung Allgemeines
4
Lenkzwischenarmspiel prüfen 5
Lenkzwischenarm ausbauen 6
Lenkzwischenarmlager erneuern 8
Lenkzwischenarm einbauen 9
Spezifikationen Anzugsdrehmoment
10
Funktionsbeschreibung
Allgemeines
Die Lenkung beim F-Bus ist der beim Lkw sehr ähnlich. Allerdings ist der
Rahmen vor der Vorderachse beim Bus länger und damit das Lenkgetriebe
weiter von der Vorderachse entfernt. Die Zugstange wäre deshalb
entsprechend lang, weshalb beim F-Bus ein Lenkzwischenarm zwischen
Lenkhebel und Lenkstange angeordnet ist. Auf diese Weise ist die
Bewegung von Vorderachse und Lenkstange beim Ein- und Ausfedern besser
aufeinander abgestimmt als bei einer durchgehenden Zugstange.
Außerdem werden die durch eine zu lange Zugstange verursachten
Vibrationen sowie der Einfluß der Achsbewegung auf die Lenkung
vermindert. Andernfalls würde sich durch die unterschiedliche Länge von
Zugstange und Blattfeder eine Änderung der Lenkgeometrie ergeben. Die
geteilte Zugstange verbessert außerdem das Lenkgefühl.
Der Lenkzwischenarm verfügt über eine Stützbuchse auf derselben Höhe wie
die obere Rahmenkante hinter dem vorderen Blattfederlager.
Die Verbindung an Lenkhebel, Lenkzwischenarm und Zugstange erfolgt durch
Kugelgelenke. Die Länge der vorderen Zugstange ist nicht einstellbar.
Die Geradeausstellung des Lenkgetriebes wird an der einstellbaren
hinteren Zugstange eingestellt.
Beim Messen und Einstellen der Vorderachse ist mit größtmöglicher
Genauigkeit vorzugehen.
Deshalb muß die Vermessung mit einer Laser- Ausrüstung erfolgen. Siehe
Hauptgruppe 13.
Arbeitsbe- schreibung
Allgemeines
Bei Arbeiten an der Vorderachse (Achsschenkellager, Naben und
Verbindungen) sind die Anweisungen in Hauptgruppe 7 im Service-Handbuch
zu beachten.
Bei Arbeiten an der Aufhängung sind die Anweisungen in Hauptgruppe 12 zu
beachten.
Das Messen und Einstellen von Geradeauslauf und Achsgeometrie ist in
Hauptgruppe 13 beschrieben.
Lenkzwischenarmspiel prüfen
Werkzeuge
Nummer Beschreibung Abbildung Tafel
075 Meßuhr mit Magnethalter
98 075 D2
0
90 10
10 90
80 20
20
80
15 5
30 10
70
70 30
40
60
50 40
00_1637
50
Korrektes Anzugsdrehmoment der Kontermutter von 170 Nm prüfen.
Spiel des oberen Kugelgelenks mit Meßuhr messen. Siehe Abbildung.
Wenn das Spiel 3 mm übersteigt, muß das Kugelgelenk erneuert werden.
Lenkzwischenarm ausbauen
Werkzeuge
Nummer Beschreibung Abbildung Tafel
372 Kugelgelenk-Abzieher
Bei Fahrzeugen mit Linkslenkung das Lenkrad eine Umdrehung nach
links, bei Fahrzeugen mit Rechtslenkung eine Umdrehung nach rechts
drehen (zum Anbauen von Werkzeug 99 372).
Bus anheben.
! ACHTUNG!
Niemals Arbeiten an einem angehobenem und nicht gesicherten Fahrzeug
durchführen. Unterstellböcke verwenden.
Seitendeckel auf der Fahrerseite öffnen.
Filterelement aus Luftfilter ausbauen, dann Luftfilter ausbauen.
Vor dem Ausbau Position des Lenkzwischenarms markieren. Der Arm muß
in derselben Richtung eingebaut werden.
99 372
112 151
AM3
Sicherungssplint der Führungsbuchse ausbauen und Mutter lösen.
Mutter noch nicht abschrauben, damit die Stange beim Abpressen des
Kugelgelenks nicht herunterfällt.
Kugelgelenkabzieher 99 372 ansetzen.
Werkzeug am Kugelgelenk so einstellen, daß Ober- und Unterteil
parallel stehen.
WICHTIG! Das
Werkzeug darf das Kugelgelenk nicht auseinanderziehen, sondern nur
unter Spannung setzen.
Werkzeug von Hand mit einem Maulschlüssel festziehen.
Vorsichtig auf das Werkzeug klopfen. Alternativ auf die Außenseite
des Lenkzwischenarms klopfen (siehe Pfeile in Abb.).
Schritte 9 und 10 wiederholen, bis sich das Kugelgelenk löst.
Schutzkappe, Kontermutter, Dichtung, O-Ring, Scheibe und V-Dichtring
des Lenkarmlagers abbauen. Lenkzwischenarm ausbauen.
O-Ring
V-Dichtring
Dichtung
Lenkzwischenarm
Buchse
Kontermutter
Scheibe
Schmiernippel
Schutzkappe
Lenkzwischenarmlager erneuern
Werkzeuge
Nummer
Beschreibung
Abbildung
Tafel
99 415
Treibdorn
AM3
98 450 Griff R2
AD2 AM1
00_1633
98 450
Buchsen mit Dorn 99 415 und Griff 98 450
mit Presse auspressen.
Lagerfläche im Lenkarm reinigen.
Aus jeder Richtung eine neue Buchse aufpressen. Lager mit Dorn 99
415 und Griff 98 450 bis 1,5-2,0 mm unter die Kante der Bohrung
einpressen.
Lenkzwischenarm einbauen
1
Stützbuchse reinigen.
2
Neuen O-Ring, Dichtung und Scheibe
soweit wie möglich in Stützbuchse
einbauen.
3
Neue V-Dichtringe auf Lenkzwischenarm
anbauen und Stützbuchse zusammen mit
den Kugelgelenken anbauen.
4
Scheibe, O-Ring, Dichtung und Kontermutter anbauen.
1
O-Ring
2
V-Dichtring
3
Dichtung
4
Lenkzwischenarm
5
Buchse
6
Kontermutter
7
Scheibe
8
Schmiernippel
9
Schutzkappe
10
Stützbuchse
Kontermutter mit 170 Nm festziehen und durch Umbiegen der
Sicherungsflanke um mindestens 2,5 mm zur Nut in der Stützbuchse
sichern (siehe Abb.). Schutzkappe anbauen.
Lager durch die Schmierverbindung schmieren
Kugelgelenke in Lenkzwischenarm einschrauben. Muttern mit 250 Nm
festziehen und bis zur nächsten Bohrung weiterdrehen. Mit neuem
Sicherungsstift sichern.
Zum Einbau des Luftfilters ohne Filterelement mit einer Hand von
unten fühlen, ob der Luftfilter am Ansaugrohr des Motors korrekt
sitzt. Zuerst den Luftfilter am Lufteinlaß und dann am Ansaugrohr
des Motors ausrichten.
Luftfilterelement einbauen.
min 2.5mm
Spezifikationen
Anzugsdrehmoment
Kronenmutter der Stützbuchse
............................................................................................
250 Nm*
Kontermutter der Stützbuchse des
Lenkzwischenarms.........................................................
170 Nm
*) Bis zur nächsten Bohrung weiterdrehen und neuen Sicherungsstift
einbauen.
Bei der Achse ARA860 handelt es sich um eine hydraulisch gelenkte
Nachlaufachse. Die Hydraulik der Nachlaufachse ist von der übrigen
Steuerung unabhängig und wird mit bis zu 14 bar Druck beaufschlagt. Es
handelt sich um eine modifizierte AMA860 Achse. Die Steuerung der
Nachlaufachse besteht aus Geberzylinder, Rückstellzylinder,
Druckspeicher, Druckschalter,
Durchfluß-Sensor, Wegeventil und Warnleuchte. Die Servolenkungspumpe des
Fahrzeugs verfügt über eine höhere Durchflußkapazität als die bei
Fahrzeugen mit nur einer gelenkten Achse verbaute.
Busse mit starrer Vorderachse (Fahrgestellklassen UB und IB):
Der Geberzylinder befindet sich am Servolenkgetriebe und ist direkt mit
dem Lenkstockhebel verbunden. Der Rückstellzylinder ist an die
Nachlaufachse angebaut und betätigt deren Lenkhebel.
Busse mit Einzelradaufhängung vorn (Fahrgestellklasse EB):
Der Geberzylinder befindet sich gegenüber dem Servolenkgetriebe und ist
mit einem Zwischenlenkhebel verbunden. Der Rückstellzylinder ist an die
Nachlaufachse angebaut und betätigt deren Lenkhebel.
Busse mit starrer Vorderachse (Fahrgestellklassen UB und IB)
4 5 6
7
124 312
1 2 3
Busse mit Einzelradaufhängung vorn (Fahrgestellklasse EB)
1 2 3 4 5
6 7
Schematische Darstellung, Linkslenker
Geberzylinder
Wegeventil V561
Druckschalter T588
Füllanschlüsse
124 313
Druckspeicher
Rückstellzylinder
Durchfluß-Sensor T589
Geberzylinder
Der Geberzylinder umfaßt vier Kammern, von denen zwei mit dem
Servolenkgetriebe verbunden sind und mit Druck beaufschlagt werden, wenn
das Servolenkgetriebe über das Lenkrad betätigt wird. Die übrigen zwei
Kammern sind mit zwei Kammern im Rückstellzylinder verbunden und
übertragen die Lenkkräfte hydraulisch auf die Räder der Nachlaufachse.
Ein Ansprechen der Räder der Nachlaufachse erfolgt erst bei einem
Lenkeinschlag von über 5 Grad an den Rädern der Vorderachse. Hierdurch
wird gute Richtungsstabilität sichergestellt.
Rückstellzylinder
Der Rückstellzylinder verfügt über einen Lenkabschnitt mit zwei Kammern
und einen Rückstellabschnitt. Wenn eine der beiden Kammern im
Lenkabschnitt durch Hydrauliköl vom Geberzylinder mit Druck beaufschlagt
wird, wird die Kolbenstange betätigt und überträgt die Kraft an den
Lenkhebel. Wird das Lenkrad in die entgegengesetzte Richtung bewegt,
wird die andere Kammer mit Druck beaufschlagt und der Kolben in die
entgegengesetzte Richtung gedrückt. Beträgt der Lenkeinschlag an den
Rädern der Vorderachse weniger als 5 Grad, werden beide Lenkkammern über
den Geberzylinder miteinander verbunden. In dieser Position ist der
Rückstellabschnitt im Rückstellzylinder aktiv. Der Rückstellabschnitt
enthält zwei Kolben, von denen einer mit der Kolbenstange verbunden ist,
der zweite jedoch nicht. Der Rückstellzylinder enthält darüber hinaus
ein festes Prallblech. Der Systemdruck von 14 bar wirkt auf die Kolben,
so daß diese gegen das Prallblech gedrückt werden und das Rad in
Geradeausstellung halten. Der Druckspeicher absorbiert Druckanstiege im
Hydrauliksystem und beaufschlagt das System so mit Druck, daß die Räder
der Nachlaufachse in die Geradeausstellung zurückkehren, sobald das
Lenkrad wieder in die Mittelstellung gebracht wird.
Bei zu niedrigem Hydraulikdruck im System schaltet der Druckschalter die
Warnleuchte in der Instrumententafel ein.
Durchfluß-Sensor T589
Im Lenksystem befindet sich ein
Durchfluß-Sensor, der das Wegeventil steuert. Beträgt der Durchfluß in
der Lenkung weniger als 5-8 Liter/Minute, betätigt der
124 327
Durchfluß-Sensor das Wegeventil und die Warnleuchte in der
Instrumententafel leuchtet gleichzeitig auf.
Wegeventil V561
Zwischen Geberzylinder und Rückstellzylinder befindet sich ein im
Ruhezustand geschlossenes Wegeventil im Hydrauliksystem. Das Wegeventil
wird über den Durchfluß-Sensor betätigt. Bei geöffnetem Wegeventil sind
die beiden Lenkkammern des Rückstellzylinders miteinander verbunden.
Der Geberzylinder ist so ausgelegt, daß Kammern B und D des Zylinders
bei Rädern in Geradeausstellung miteinander verbunden sind. Bei dieser
Konfiguration entspricht ein Lenkeinschlag von weniger als 5 Grad der
Geradeausstellung. Kammern Z und Y im Rückstellzylinder werden durch den
Druckspeicher mit Druck beaufschlagt. Dieser Druckspeicher hält die
Räder der Nachlaufachse in Geradeausstellung.
Geberzylinder
Druckschalter
Druckspeicher
Wegeventil
Durchfluß-Sensor
Rückstellzylinder
E A L1
W
D L3 B
/L4
L1 L2
C
124 315
L2
L3/L4
Kammern B und D des Geberzylinders sind in der Geradeausstellung über
die Fase in der
Kammer E des Geberzylinders wird beim Befahren einer Rechtskurve über
das Servolenkgetriebe mit Druck beaufschlagt und verschiebt den Kolben,
so daß Kammer D mit Druck beaufschlagt wird.
Bei einem Lenkeinschlag von mehr als 5 Grad wird Hydrauliköl von Kammer
D über Druckleitung L2 in Kammer X gedrückt.
Der Kolben im Rückstellzylinder verschiebt sich, so daß die Räder der
Nachlaufachse in die entgegengesetzte Richtung lenken.
Kammer A des Geberzylinders wird beim Befahren einer Linkskurve über das
Servolenkgetriebe mit Druck beaufschlagt und verschiebt den Kolben, so
daß Kammer B mit Druck beaufschlagt wird.
Bei einem Lenkeinschlag von mehr als 5 Grad wird Hydrauliköl von Kammer
B über Druckleitung L1 in Kammer W gedrückt.
Der Kolben im Rückstellzylinder verschiebt sich, so daß die Räder der
Nachlaufachse in die entgegengesetzte Richtung lenken.
Wirkt eine Kraft von außen auf die Räder ein, steigt der Systemdruck an,
bis ein Sicherheitsventil im Geberzylinder öffnet und einen Einschlag
der Räder ermöglicht. Sobald das Fahrzeug vorwärts gefahren wird und
sich die Vorderräder in Geradeausstellung befinden (Lenkeinschlag unter
5 Grad), kehrt der Rückstellzylinder in die Mittelstellung zurück,
sofern keine Kräfte von außen auf die Lenkung einwirken.
Bei Ausfall der Versorgung von der Servolenkungspumpe sind beide
Lenkkammern des Rückstellzylinders über das Wegeventil miteinander
verbunden. Es werden keine Lenkkräfte auf die Nachlaufachse übertragen.
Die Nachlaufachse lenkt in diesem Fall in gewissem Maß und tendiert
stets zur Geradeausstellung.
Siehe Hauptgruppe 16 zum Schaltplan des Sicherheitssystems für die
Nachlaufachse ARA860.
ARA860 verfügt über ein Sicherheitssystem, damit der Bus auch bei
Ausfall der Versorgung von der Servolenkungspumpe weiterhin lenkfähig
bleibt. Das System umfaßt Warnleuchte, Wegeventil, Durchfluß-Sensor,
Druckschalter, Geschwindigkeits-Wächter und vier Relais.
Die Warnleuchte des Sicherheitssystems leuchtet bei Drehen des
Zündschlüssel in Fahrstellung auf und erlischt, wenn die Versorgung von
der Servolenkungspumpe
i. O. ist.
Die Warnleuchte leuchtet zudem bei Auftreten folgender Fehler auf:
Niedriger Öldruck im Hydrauliksystem der Nachlaufachse
Druckverlust von der Servolenkungspumpe
Sicherung 14 defekt
Sicherung 18 defekt
Niedriger Öldruck im Hydrauliksystem der Nachlaufachse
Bei niedrigem Öldruck im Hydrauliksystem der Nachlaufachse wird
Druckschalter T588 an Masse geschlossen und Warnleuchte 0500
leuchtet auf.
Druckverlust von der Servolenkungspumpe
Wegeventil V561 wird aktiviert, wenn Durchfluß-Sensor T589
geschlossen ist. Das Wegeventil wird über R590 (30-87) mit Spannung
versorgt, das seine Spannung von Sicherung 14 erhält. Die anziehende
Spule von R590 (85-86) wird über Sicherung 18 mit Spannung versorgt.
Damit R590 anziehen kann, muß T589 geschlossen sein und die
anziehende Spule von R590 an Masse anlegen. Ist T589 geschlossen,
leuchtet die Warnleuchte auf.
Sicherungen
Ist eine Sicherung im System defekt, leuchtet die Warnleuchte in der
Instrumententafel auf.
Sicherung 14 von Batterie, Dauerversorgung (Pin 30)
Ist Sicherung 14 defekt, zieht R593 nicht an und Warnleuchte 0500
leuchtet auf, da sie über R593 (30-87a) an Masse angeschlossen ist.
Sicherung 18, Versorgung für Zündung ein (Pin 15)
Ist Sicherung 18 defekt, zieht R595 nicht an. Warnleuchte 0500
leuchtet auf, da sie über R593 (30-87) und über R595 (85-86) an
Masse angeschlossen ist.
Unterbrochene Spannungsversorgung
Die Systemsteuerung wird in der Regel über die Spannungsversorgung
für Zündung ein (Pin 15) mit Spannung versorgt. Ist diese
Spannungsversorgung jedoch unterbrochen und liegt die
Fahrgeschwindigkeit über 5 km/h, wird die Systemsteuerung über die
Dauerversorgung (Pin 30) mit Spannung versorgt.
Bei Fahrgeschwindigkeiten unter 5 km/h
Kein Abschalten der Nachlaufachsen- Hydraulik.
Bei erstmaligem Überschreiten von 5 km/h
Bei Überschreiten einer Fahrgeschwindigkeit von 5 km/h erfolgt die
Spannungsversorgung über E597 bis die Dauerversorgung (Pin 30)
unterbrochen wird. Bei Verlust der Spannungsversorgung Zündung ein
(Pin 15) und einer Fahrgeschwindigkeit unter 5 km/h geschieht
nichts; das Wegeventil bleibt geschlossen. Bei Verlust der
Spannungsversorgung Zündung ein (Pin 15) bzw. der Dauerversorgung
(Pin 30) leuchtet die Warnleuchte auf.
Aufgrund des Geschwindigkeitssignals an E597 liegt bis zum nun nicht
angezogenen R595 Batteriespannung an; die Versorgung erfolgt über
87a-30. R594 zieht an, schließt einen internen Haltestromkreis und
legt Batteriespannung bis zur anziehenden Spule von R590 an. R594
ist angezogen, bis die Spannungsversorgung (Dauerversorgung, Pin 30)
unterbrochen wird.
Für Informationen zu nicht in diesem Abschnitt beschriebenen
Arbeiten siehe Service- Handbuch, Hauptgruppe 13, Gelenkte
Nachlaufachse.
! ACHTUNG!
Hydrauliköl ist aggressiv, Hautkontakt stets vermeiden.
! ACHTUNG!
Vor Arbeiten am Hydrauliksystem MUSS der Druck kontrolliert abgebaut
werden. Im System herrscht ein Überdruck von 14 bar. Wird der Druck
nicht abgebaut, tritt das Hydrauliköl beim Öffnen eines Anschlusses
unter hohem Druck aus. Dabei besteht Verletzungsgefahr.
! ACHTUNG!
Der Druckspeicher ist mit Stickstoff gefüllt und mit einem Überdruck
von 8,5 bar beaufschlagt. D. h., auch wenn sich kein Öl im System
befindet, herrscht Überdruck im Druckspeicher. Der Anschluß
(Stopfen) auf der Gasseite des Druckspeichers darf deshalb
keinesfalls geöffnet werden. Andernfalls kann der Stopfen durch den
Gasdruck mit hoher Geschwindigkeit herausgeschleudert werden.
Sauberkeit
Bei Arbeiten an der Lenkung ist auf größte Sauberkeit zu achten.
Schäden an Bauteilen der Lenkung und an Dichtungen werden häufig
durch Verunreinigungen im Hydrauliksystem verursacht.
Folgende Anweisungen sind unbedingt zu beachten:
Bereich um Schlauchanschlüsse vor dem Abbau sorgfältig reinigen.
Alle Anschlüsse nach dem Abbau von Schläuchen bzw. Leitungen sofort
verschließen.
Anschlüsse
Die Anschlüsse des Hydrauliksystems befinden sich zentral im Bus. Bei
Arbeiten an der Lenkung ist auf größte Sauberkeit zu achten.
Bereich um Anschlüsse vor Ausbau der Stopfen sorgfältig reinigen.
Anschlüsse unter Abdeckung im Boden
Wegeventil
Beim Erneuern des Wegeventils auf horizontalen Einbau achten. Das
Anzugsdrehmoment der Anschlüsse beträgt 50 Nm.
Unter Abdeckung im Boden
Druckschalter T588
Wegeventil V561
(Die Abbildung zeigt Fahrgestellklasse EB)
Durchfluß-Sensor T589
Der Durchfluß-Sensor besteht aus einem Gehäuse an der Rücklaufleitung
der Lenkung und einem elektrischen Schalter. Der Sensor kann separat
erneuert werden, ohne daß das Servolenkungsöl abgelassen werden muß.
Anzugsdrehmoment
Anschlüsse am Durchfluß-Sensor: 50 Nm
Elektrischer Schalter: 20 Nm
WICHTIG! Der
Durchfluß-Sensor kann nur in eine Richtung eingebaut werden. Die
Flußrichtung muß der Markierung auf dem Gehäuse des Durchfluß-Sensors
entsprechen.
Hinweis: Bei
Fahrgestellen früherer Ausführung befindet sich der Durchfluß-Sensor auf
der Druckleitung. Bei Fahrgestellen späterer Ausführung befindet sich
der Durchfluß-Sensor auf der Rücklaufleitung. Der Durchfluß-Sensor ist
außerdem in anderer Richtung eingebaut (unterschiedliche
Strömungsrichtungen).
Der Durchfluß-Sensor für Fahrgestelle früherer Ausführung ist nicht als
separates Teil erhältlich. Für Servicearbeiten ist der Durchfluß-Sensor
für Fahrgestelle späterer Ausführung zu verwenden. Dieser ist an die
Rücklaufleitung anzubauen. Sowohl die Hydraulikanschlüsse, als auch das
elektrische Kontaktstück wurden bei den neueren Sensoren geändert.
1 3
124 321
3 2
4
Elektrischer Schalter
Durchfluß-Sensorgehäuse
Hydraulikanschluß
Pfeil für Strömungsrichtung
Der Durchfluß-Sensor T589 befindet sich hinter der Servolenkungspumpe im
Motorraum.
Das Hydrauliksystem zur Steuerung der ARA860 muß befüllt und entlüftet
sein sowie unter Druck stehen. Bei Reifenverschleiß und Schlingern
Hydrauliksystem auf Druck und Dichtheit prüfen. Siehe Service-Handbuch,
Hauptgruppe 13, Arbeitsbeschreibung, gelenkte Nachlaufachse hinter
Antriebsachse.
Um die Abweichung der Laufrichtung der Nachlaufachse zu berechnen, sind
die Werte der Spurwinkel sowohl für die Vorderachse als auch für die
Nachlaufachse zu messen und einzustellen. Zur Einstellung der Spurwinkel
an der Vorderachse siehe Service-Handbuch, Hauptgruppe 13,
Achseinstellung.
Drehscheiben unter alle gelenkten Räder legen.
Laser-Meßausrüstung an Vorder- und Nachlaufachse anbauen. Siehe
Service- Handbuch, Hauptgruppe 13, Anbauen von Meßskalen,
Arbeitsbeschreibung und Achseinstellung, Funktions- und
Arbeitsbeschreibung.
Ggf. hydraulische Mittelstellung des Geberzylinders prüfen und gemäß
der Prüfmessung auf 99 mm einstellen. Laufrichtung durch Lösen der
Kugelgelenkklemme und Drehen der Kolbenstange einstellen. Klemme
festziehen und prüfen, ob sich die Vorderachse in Geradeausstellung
befindet.
Bei fehlerfreiem Rückstellzylinder und unter Druck stehendem System
beträgt das Prüfmaß für die hydraulische Mittelstellung des
Rückstellzylinders 186 mm.
Rückstellzylinder auf Undichtigkeiten prüfen, falls die hydraulische
Mittelstellung vom Prüfmaß abweicht. Siehe Service- Handbuch,
Hauptgruppe 13, gelenkte Nachlaufachse hinter Antriebsachse,
Funktions- und Arbeitsbeschreibung.
103 955
186
1 2
125 158
Laufrichtung der Nachlaufachse durch Lösen der Kugelgelenkklemme und
Drehen der Kolbenstange einstellen.
Die maximale Abweichung der Laufrichtung beträgt 2 mm/m.
Achseinstellung messen. Prüfen, ob Sturz und Nachlauf innerhalb der
Grenzwerte liegen. Zur genauen Messung der Vorspur müssen diese
Werte korrekt sein.
Siehe Diagramm zur korrekten Einstellung der Vorspur.
Neuere Achsen verfügen über einen unterschiedlichen Sturz an rechtem und
linkem Rad. Dadurch wird ungleichmäßiger Reifenverschleiß aufgrund der
Fahrbahnneigung verhindert. Diese neueren Achsen verfügen über einen
Anschlag vorn und hinten an der Achse. Deshalb kann dieser Achstyp für
Links- und Rechtslenker verwendet werden.
Der Unterschied der Nachlaufwinkel rechts und links darf 0,5 Grad nicht
überschreiten.
Sturz 1 und 2 sind abhängig von der Achsversion.
Die folgenden Angaben betreffen ältere Achsen bis einschließlich
Fahrgestell- Nummer 1841195:
Sturz ist gleich auf
beiden Seiten. Sturz 1 auf beiden Seiten einstellen.
Die folgenden Angaben betreffen neuere Achsen ab einschließlich
Fahrgestell- Nummer 1841196:
Sturz ist unterschiedlich auf
beiden Seiten des Fahrzeugs. Sturz 1 auf Seite mit Servolenkgetriebe
einstellen. Sturz 2 auf der anderen Seite einstellen.
Abweichungen im Bereich der Fahrgestell- Nummern können auftreten.
Lenkrollhalbmesser für Sturz 1 = 5,25 +/- 0,25 Grad
Lenkrollhalbmesser für Sturz 2 = 5,75 +/- 0,25 Grad
Das Diagramm zeigt, wie die Vorspur je nach Achslast auf dieser Achse
variiert. Diagramm wird zur Einstellung der Vorspur für die
entsprechende Fahrzeugbeladung verwendet.
Die zulässigen Werte liegen im grauen Bereich.
Hinweis: Der
Spurwert ändert sich bei Belastung in Richtung Nachspur. Die Spurstange
befindet sich vor der Achse.
Achslast schätzen.
Das Diagramm gibt an, welche Vor- oder Nachspur für die geschätzte
Last zutreffend ist. Auf den entsprechenden Wert einstellen.
Nach Einstellen der Spurstange, muß der Gesamtwert der-Spurwinkel-
gleichmäßig auf die rechte und linke Seite verteilt werden. Der Wert
der Spurwinkel wird durch Drehen der Kolbenstange des
Rückstellzylinders verteilt.
Sicherstellen, daß das Prüfmaß für die hydraulische Mittelstellung des
Rückstellzylinders korrekt ist.
Das Diagramm zeigt, auf welchen Wert die Vorspur abhängig von der
Achslast des Fahrzeugs einzustellen ist. Das Diagramm gibt nur den
Bereich für das normale Leergewicht des Fahrzeugs an.
Das Lenkgetriebe ist für einen Systemdruck von 150 bar und ein maximales
Drehmoment vom Lenksegment in Höhe von 6 726 Nm angepaßt. Das
Untersetzungsverhältnis des Lenkgetriebes ist zwischen 17 und 20:1
variabel.
Das Lenkgetriebe ist mit einem integrierten Druckbegrenzungsventil sowie
mit einer hydrau- lischen Endlagenbegrenzung ausgestattet.
Wenn es zu einer Störung kommt, so daß die Servowirkung ausfällt,
funktioniert das Lenk- getriebe wie ein mechanisches Lenkgetriebe.
Das Fahrzeug bleibt lenkbar, aber das Lenken erfordert einen
beträchtlich größeren Kraftauf- wand.
Wenn das Lenkrad gedreht wird, wird das Drehmoment auf die
Eingangswelle des Lenk- getriebes übertragen. Ein Torsionsstab ist
zum einen mit der Eingangswelle, zum anderen mit der Lenkschraube
verbunden. Wenn der Torsi- onsstab etwa 7° verdreht worden ist,
greift ein Zapfen, der das Moment mechanisch an die Lenkschraube
überträgt.
Der Kugelsatz zwischen Lenkschraube und Arbeitskolben überträgt und
verstärkt das Drehmoment auf den Arbeitskolben, der dann im Zylinder
des Lenkgetriebegehäuses ver- schoben wird.
Die Unterseite des Arbeitskolbens ist zum Teil als Zahnstange
geformt, die in die Zähne des Lenksegments greift. Der variierende
Eingrif- fradius zwischen der Zahnstange des Arbeits- kolbens und
den Zähnen des Lenksegmentes bestimmen zusammen mit der Steigung der
Lenkschraube das Untersetzungsverhältnis des Lenkgetriebes und die
Anzahl der Lenkradum- drehungen.
Das Lenksegment überträgt über Lenkstockhe- bel, Lenkschubstange,
Lenkspurhebel und Spurstangen das Moment auf die gelenkten Räder.
Bei Servowirkung wird nur ein kleiner Teil der Lenkarbeit mechanisch
ausgeführt.
Wenn das Lenkrad gedreht wird und die Lenkschraube versucht, den
Arbeitskol- ben zu verschieben, leistet der Arbeitskol- ben aufgrund
seines Eingriffs in das Lenksegment Widerstand.
Der Torsionsstab zwischen Eingangswelle und Lenkschraube wird dann
relativ zur Eingangswelle und Lenkschraube gedreht.
Durch den Unterschied zwischen den Drehwinkeln von Eingangswelle und
Lenkschraube wird das Steuerventil aktiviert.
Das Steuerventil drosselt teilweise den Ölfluß zwischen Einlaß- und
Rücklaufka- nal und öffnet für vollen Öldurchfluß in einen der
beiden Zylinderräume auf der Seite des Arbeitskolbens.
Der schnell aufgebaute Öldruck im Zylin- der verschiebt den
Arbeitskolben, der durch seinen Zahneingriff in das Lenkseg- ment
dieses jetzt dreht.
Das Öl auf der anderen Seite des Arbeitskol- bens sowie das Öl, das
nicht für die Lenkar- beit verbraucht wird, strömt über das
Steuerventil hinaus durch den Rücklaufkanal zum Ölbehälter.
Wenn der Fahrer einen Lenkeinschlag beibe- hält, wird nur der
Öldruck geliefert, der benö- tigt wird, um die Räder in der
erreichten Stellung zu halten. Wenn der Fahrer das Lenkrad losläßt,
bringt der Torsionsstab das Steuerventil in die Neutralstellung und
die Räder nehmen aufgrund der Radwinkel der Vorderachse und der
Reifenspannung wieder die Geradeausstellung ein.
Die Ölmenge, die zum Zylinder geführt wird, ist von der
Geschwindigkeit der Lenkbewe- gung abhängig.
Der aufgebaute Öldruck ist vom Widerstand der gelenkten Räder
abhängig, von der Achslast und Reibung zwischen Reifen und Fahrbahn.
Durch den Unterschied in der Drehbewegung zwischen der Eingangswelle
und der Lenk- schraube wird das Steuerventil so geregelt, daß Druck
und Durchfluß optimal an jede Lenksituation angepaßt werden.
Ein variabler Widerstand im Lenkrad infor- miert den Fahrer über den
Verlauf der Lenk- bewegung und verleiht ihm so die Kontrolle
darüber.
Wenn die gelenkten Räder einer plötzlichen Stoßbelastung ausgesetzt
sind, wird diese Kraft auf die Lenkschraube übertragen und
resultiert in einer schnellen Drehbewegung derselben.
Wenn die Lenkschraube gedreht wird, dreht sich auch das Steuerventil
im Verhältnis zur Eingangswelle. Das Steuerventil regelt jetzt
vollen Ölfluß auf die druckschwache Seite des Arbeitskolbens, wo
eine rasche Druckzu- nahme stattfindet. Der Öldruck erzeugt eine
Gegenkraft, die die Stoßbelastungen dämpft, bevor sie an das Lenkrad
übertragen werden.
Beim Einstellen wird das Lenkrad voll eingeschlagen, dabei verschiebt
sich die Hülse auf der Inbusschraube
788
101
Wenn sich der Arbeitskolben seiner Endposition nähert, wird der
Kolbenstift in die Ventilhülse hineingedrückt und das Ventil öffnet auf
der druckschwachen Seite
Die Aufgabe der Endlagenbegrenzung besteht darin, den Öldruck des
Lenkgetriebes zu ver- ringern und somit dessen Drehmoment zu reduzieren,
wenn die Räder sich den Endlagen nähern.
Ohne diese Funktion würde es im System zu einem starken Ansteigen des
Drucks und der Temperatur kommen, wenn die Räder mit gro- ßer Kraft
gegen ihre Endlagen gepreßt werden. Dies würde auch eine starke
Belastung der anderen Komponenten des Lenksystems bedeuten.
Die Endlagenbegrenzung besteht aus zwei Ventilen, die in einem
längsverlaufenden Kanal im Arbeitskolben eingebaut sind. Die Ventile
werden von einer Druckfeder geschlos- sen gehalten, die zwischen den
Ventilen ange- ordnet ist. Sie werden von zwei Kolbenstiften geöffnet,
deren Enden aus Ventilhülsen an den Stirnseiten des Arbeitskolbens
herausragen.
Wenn der Öldruck an der druckstarken Seite des Arbeitskolbens höher ist
als der Öldruck zwischen den Ventilen, wird Öl durch das Ventil auf der
Druckseite durchgelassen.
Wenn sich der Arbeitskolben seiner Endposi- tion nähert, wird der
jeweilige Kolbenstift in die Ventilhülse gedrückt und öffnet das Ventil
auf der druckschwachen Seite. Der Öldruck auf Druckseite wird
verringert, wenn das Öl durch die Ventile und den Arbeitskolben auf die
druckschwache Seite strömt und von dort aus weiter über den
Rücklaufkanal zum Ölbehälter.
Je näher der Arbeitskolben an die Endposition herankommt, desto mehr
wird der Öldruck ver- ringert, entsprechend verringert sich als Folge
die Servowirkung. Der Fahrer kann somit an den Endlagen keine volle
Belastung des Lenk- getriebes bewirken.
Die selbstjustierende Funktion der Endlagen- begrenzung ist ab Werk
eingestellt. Dies erfolgt nach Einbau des Lenkgetriebes im Fahrzeug.
Wird danach der nominelle Radeinschlag erhöht,
wird die Endlagenbegrenzung automa- tisch eingestellt.
Wird der nominelle Radeinschlag verringert,
müssen beide Einstellschrauben gegen neue ausgewechselt werden.
Die Einstellschrauben müssen auch ausge- wechselt werden:
Wenn die Länge der Lenkschubstange, d.h. die Geradeausstellung,
geändert wurde.
Wenn die Eingangswelle am losen Lenkge- triebe - oder am von der
Lenkschubstange gelösten Lenkgetriebe - um mehr als
1,6 Umdrehungen von der Mittelstellung aus gedreht wurde.
Das Druckbegrenzungsventil im Ventilgehäuse des Lenkgetriebes
begrenzt den maximalen Öldruck an der Druckseite des Hydraulik-
systems.
Wenn der Öldruck den Wert für maximal zuläs- sigen Systemdruck
übersteigt, öffnet das Ventil und Öl strömt von der Druckseite durch
die Rücklaufleitung zurück zum Ölbehälter.
101 783
Das Ventil schützt somit das Hydrauliksystem vor Schäden durch zu
hohen Druck.
Das Lenkgetriebe - eine Komponente mit hohen
Sicherheitsanforderungen
Diese Arbeitsbeschreibung beinhaltet u.a. das Auswechseln von
Dichtungen im Lenkge- triebe.
Diese Arbeit erfordert die teilweise Zerlegung des Lenkgetriebes, um
innere und äußere Leck- age zu beheben.
Die Funktion des Lenkgetriebes ist äußerst wichtig für die
Verkehrssicherheit des Fahr- zeugs. Bei Eingriffen in das
Lenkgetriebe gel- ten daher hohe Anforderungen an die Produkt-
sicherheit.
Die Arbeit darf daher nur unter folgenden Vor- aussetzungen
erfolgen:
Funktionskontrolle der Hydraulikpumpe und des Lenkgetriebes nach
einer von Scania angewiesenen Methode zur Fest- stellung der
Störungsursache.
Siehe Servicehandbuch, Gruppe 13 ”Len- kung - Kontrolle und
Fehlersuche”.
Die Arbeit ist anhand dieser Beschreibung und mit den angegebenen
Werkzeugen durchzuführen.
Andere Eingriffe in das Lenkgetriebe als die hier beschriebenen sind
untersagt.
Bei Arbeiten am Lenkgetriebe ist auf sorg- fältige Sauberkeit zu
achten.
Schweißen, Schleifen oder staubige Tätig- keiten in der Nähe des
Arbeitsplatzes sind untersagt.
Nach der Arbeit ist eine Funktionskon- trolle des Lenkgetriebes im
Fahrzeug durchzuführen.
Lenkgetriebe, die äußerer Gewalt (Zusam- menstoß, Auffahrunfall
usw.) ausgesetzt wurden, sind zu erneuern.
Diese Arbeitsbeschreibung beinhaltet das Aus- wechseln von
Dichtungen im ausgebauten Lenkgetriebe sowie das manuelle Einstellen
der Endlagenbegrenzung, wenn das Lenkge- triebe im Fahrzeug belassen
wird.
Eingriffe in das Lenkgetriebe über jene in dieser Beschreibung
hinaus sind nicht zuläs- sig.
Es ist daher wichtig ausgehend von der durch- geführten
Funktionskontrolle zu beurteilen, ob das Lenkgetriebe ausgewechselt
oder instand- gesetzt werden soll.
Das Lenkgetriebe muß in folgenden Fällen ausgewechselt werden:
Bei Beschädigung des Lenkgetriebes bei einem Zusammenstoß oder
Abkommen von der Fahrbahn.
Leckage durch die Mitte der Antriebs- welle. (Beschädigte Dichtung
in der Lenk- schraube).
Unzulässig hohe innere Leckage beim Dre- hen der Räder in eine Richtung
bei gesi- cherter Mittellage.
Bei dieser Prüfung wird nur das Betäti- gungsventil gedreht und die
Leckage findet in den Dichtungen im Ventilgehäuse/Betä-
tigungsventil statt.
Diese Dichtungen können nur ausgewech- selt werden, wenn die
Lenkschraube aus dem Arbeitskolben ausgebaut wird.
Dieser Eingriff in das Lenkgetriebe ist nicht zulässig.
Ein Auswechseln von Dichtungen kann in folgenden Fällen erfolgen:
Bei äußerer Leckage.
Unzulässig hohe innere Undichtheit bei Schwenken der Räder in beiden Richtungen.
Die Undichtheit liegt dann wahrscheinlich zwischen Zylinder und
Dichtung des Arbeitskolbens.
Was die äußere Leckage betrifft kann das Lenkgetriebe bei folgenden
Arbeiten im Fahr- zeug belassen werden:
Auswechseln des Dichtrings der Antriebs- welle.
Auswechseln der Dichtung des Seitendek- kels.
Auswechseln des Entlüftungsstopfens im Seitendeckel.
Auswechseln des O-Rings am Stopfen für das Überdruckventil.
Wenn das Rad bei gestartetem Motor und vol- ler Lenkradumdrehung
gegen den Gewindestift gedrückt wird, wird der Lenkwiderstand maxi-
mal und der Öldruck im Lenkgetriebe steigt
dannschnellaufdenhöchstenzulässigen Wert.
Der hohe Öldruck und die schnell steigende Öltemperatur führen eine
starke Beanspru- chung der Hydraulikpumpe mit sich.
Die Aufgabe der Endlagenbegrenzung besteht darin, den Öldruck des
Lenkgetriebes zu ver- ringern und somit dessen Drehmoment zu
reduzieren, wenn die Räder sich den Endlagen nähern.
Um die Gefahr von Schäden an der Hydrau- likpumpe zu vermeiden, darf
das Rad aller- dings nicht länger als 10 s gegen die
Anschlagschraube gedrückt werden.
WICHTIG! Wenn
die Antriebswelle am losen Lenkgetriebe - oder am vom Lenkgestänge
gelösten Lenkgetriebe - um mehr als
1,6 Umdrehungen von der Mittellage verdreht werden muß, müssen
zuerst die Einstellschrau- ben entfernt werden.
Die selbstjustierende Funktion der Endlagen- begrenzung ist ab Werk
eingestellt. Dies erfolgt nach Einbau des Lenkgetriebes im Fahrzeug.
Wenn danach die nominalen Radeinschläge vergrößert werden,
wird die Endlagenbegren- zung automatisch eingestellt, wenn das
Lenk- rad hart gegen die Radanschläge gedreht wird.
Wenn die nominalen Radeinschläge verklei-
nert werden, müssen beide Einstellschrauben gegen neue
ausgewechselt werden, zudem muß das Lenkrad hart gegen die
Radanschläge gedreht werden.
Eine Einstellung der Endlagenbegrenzung ist auch erforderlich:
Wenn die Länge der Lenkschubstange, d.h. die Geradeausstellung,
geändert wurde.
Wenn die Antriebswelle am losen Lenkge- triebe - oder am von der
Lenkschubstange gelösten Lenkgetriebe - um mehr als 1,6
Umdrehungen von der Mittelposition aus gedreht wurde.
006
102
Bei der Einstellung wird das Lenkrad voll eingeschlagen, wobei
sich die Hülse auf der Inbusschraube verschiebt.
Das Lenkgetriebe reinigen und mit den Auf-
spannvorrichtungen 87 013 und 98 148 mit dem Lenksegment
nach oben im Universal- stativ anbringen.
98 148
87 013
101935
! WARNUNG!
Nicht vor dem Abzieher stehen. Der Abzieher löst sich und
kann Personen- schäden verursachen.
Führungshebel festhalten und Mutter mit Schrauber abziehen.
Kontrollieren, daß der Führungshebel genau vor der
Markierung am Lenksegment gekennzeichnet ist. Ist die
Markierung undeutlich, mit Körnerschlag kennzeichnen.
Die Mutter drei Umdrehungen auf das Lenksegment
aufschrauben.
Den Führungshebel mit Abzieher 587 539 abziehen.
Klemmhülse 87 018 mit Einsatz 87 017 auf der Antriebswelle
anbringen.
101937
Die Klemmhülse an der Markierung auf der Antriebswelle
kennzeichnen.
101936
87 018
87 017
587 539
Das Lenkgetriebe in Horizontalstellung bringen.
Die Mittellage des Lenkgetriebes einstellen, indem die
Antriebswelle so gedreht wird, daß die Markierungen an der
Antriebswelle und am Lenksegment wie folgt übereinstim- men:
Die Markierung an der Antriebswelle und am Lenksegment
stehen gerade nach unten.
Mit dem Lenkgetriebe in der Mittelstellung wie folgt
kontrollieren, ob der Zahneingriff des Lenksegments Spiel
hat:
Das Lenksegment mit einer kräftigen Rohr- zange sichern. Zwischen
der Rohrzange und dem Keilwellenprofil Zwischenlagen ver- wenden.
Eine kleinere Rohrzange mit Zwischenlagen auf der Antriebswelle
anbringen.
Kontrollieren, ob die Antriebswelle beim Drehen Spiel aufweist.
Bei Drehspiel - eine Markierung 350 mm von der Mitte der
Antriebswelle entfernt auf der Rohrzange anbringen.
Beim Markieren einen Mitarbeiter das Spiel messen lassen.
Übersteigt das Spiel beim Drehen 30 mm
13_1039
- das Lenkgetriebe auswechseln.
101938
Kennzeichnung, Antriebswelle
Kerbe, Staubschutz
Kennzeichnung, Lenkgetriebegehäuse
Max 30mm
350mm
Muß lediglich das Lenksegment entfernt werden, um Leckagen
abzudichten, muß dabei der Arbeitskolben nicht entfernt wer- den.
101940
Wenn dies der Fall ist, mit Schritt 14 auf Seite 13 fortfahren.
Staubschutz und Abdichtung der Antriebs- welle entfernen.
102 153
102 154
WICHTIG! Die
Einstellschraube (Endlagenbe- grenzung ) entfernen, nicht den
Deckel drehen, da Schäden an der Endlagenbegrenzung entste- hen
können.
Den Deckel entfernen. Sitzt der Deckel fest, das Lenksegment
entgegen dem Uhrzeiger- sinn bei einem L-Getriebe und im Uhrzei-
gersinn bei einem R-Getriebe drehen.
Das Nadellager und die darunterliegende Lagerscheibe zur
Kontrolle aus dem Deckel entfernen.
101941
Falls das Nadellager beschädigt ist - oder falls sich
Druckschäden an der Lager- scheibe befinden -, das Lenkgetriebe
aus- wechseln. Die Lenkung ist dann für äußere Gewalt ausgesetzt
worden und es besteht die Gefahr, daß auch in der Lenkschraube
und in der Umlaufmutter des Arbeitskol- bens Schäden vorhanden
sind.
Sind Nadellager und Lagerscheibe nicht beschädigt, diese wieder
in den Deckel ein- setzen.
Den Arbeitskolben durch Drehen des Lenk- segments herausnehmen
(siehe oben). Den Kolben nicht drehen, es können Kratzer ent-
stehen.
Den Kolben auf einer sauberen Unterlage ablegen.
101942
Die Hand gemäß Abbildung halten, um zu verhindern, daß sich der
Kunststoffdeckel an der Unterseite des Kolbens löst.
100297
Mit dem Fingernagel kontrollieren, daß die Zähne des
Arbeitskolben keine Druckstellen oder andere Schäden aufweisen.
Die Lenkschraube herausdrehen und kon- trollieren, daß keine
Schäden an der Ober- fläche der Kugelführung oder an den
Endflächen der Lenkschraube vorhanden sind.
101943
Kontrollieren, daß eventuelle Ventilstifte gerade sind, federn
und verschoben werden können.
Falls Oberflächenschäden an Zähnen, Lenkschraube oder Schäden an
Ventil- stiften vorhanden sind, muß das Lenkge- triebe
ausgewechselt werden.
Eine Hand ins Lenkgetriebegehäuse schie- ben und das Nadellager
und die Lager- scheibe für die Antriebswelle entfernen. Lager
und Lagerscheibe gemäß Punkt 9 oben kontrollieren.
101944
Den Dichtring mit einer gebogenen Anreiß- nadel entfernen. Den
Dichtring aufheben. Er wird beim Anbringen eines neuen Dicht-
rings als Distanzstück verwendet.
101945
Den Stützring und die Dichtung auf der Keilwellenseite des
Lenksegment entfernen. Die Dichtung auf der anderen Seite des
Lenksegments entfernen.
Das eine Rollenlager des Lenksegments kennzeichnen. Eine
entsprechende Markie- rung am Lenkgetriebegehäuse anbringen.
Das äußere und innere Rollenlager des Lenksegments dürfen beim
Einbau nicht verwechselt werden.
101946
Befindet sich der Arbeitskolben im Lenkge- triebe - die
Antriebswelle 1,5 Umdrehungen aus der spielfreien Mittelstellung
drehen, damit beim Montieren des Lenksegmentes Spiel in den
Zähnen vorhanden ist.
Die veränderte Stellung des Lenksegmentes mit je einem Farbpunkt
auf Gewinde und Lenkgetriebegehäuse kennzeichnen.
! WARNUNG!
587 585
Bei dieser Arbeit Schutzbrille tragen.
101947
Die Sicherungsringe des Rollenlagers mit Sicherungsringzange 587
585 entfernen.
9
8
Die Arme des Abziehers 587 315 gemäß Abbildung modifizieren.
5
100215
4 5
Den Abzieher am Rollenlager auf der Keil- wellenseite anbringen.
Eine geeignete Mutter zwischen der Abzieherschraube und dem
Lenksegment anbringen. Da die Lager exzentrisch sind, stimmt die
Mitte der Lager nicht mit der des Lenksegmentes überein.
Das Lager ca. 15 mm aus dem Gehäuse zie- hen.
Das gegenüberliegende Lager ca. 15 mm mit Hilfe des Stützdorns
99 132 heraus- ziehen.
Die Lager entfernen.
Die Kunststoffscheiben auf beiden Seiten entfernen und das
Lenksegment heraushe- ben.
587 315
101948
587 315
101 950
101 951
101949
99 132
Kontrollieren, daß keine Druckstellen oder andere äußere Schäden
an den Zähnen oder Lagerflächen des Lenksegments vorhanden sind
- mit dem Fingernagel über die Ober- flächen fahren.
100303
Bei Schäden muß das Lenkgetriebe aus- gewechselt werden.
Den Zylinder im Lenkgetriebegehäuse aus- wechseln. Den vorderen
und hinteren Zylin- derraum hinsichtlich Kratzern kontrollieren.
Riefen von äußerst geringer Tiefe (Oberflä- chenriefen) haben
keine Bedeutung für die Funktion des Lenkgetriebes.
Tiefere Riefen außerhalb des Gleitbereichs der Kolbendichtung
haben keine Bedeu- tung, wenn eventuell vorhandene Grate
abgeschliffen werden.
Bei tieferen Riefen in der hinteren Zylinder- kammer im
Gleitbereich der Kolbendich- tung - kontrollieren, ob Kolben
oder Kolbendichtung Verschleiß oder Schäden aufweisen, die sich
auf die Lage der Riefen im Zylinder beziehen lassen.
Die Kolbendichtung ist verhältnismäßig weich und besitzt relativ
hohe Dichthaltefä- higkeit auch bei relativ starker Riefenbil-
dung.
Eventuelle Grate und scharfe Kanten mit Schleifleinen Körnung
220-400 abschleifen. Nach dem Schleifen den Zylinder sorgfältig
reinigen.
Bei Kratzern innerhalb des Arbeitsbe- reichs des Kolbens muß das
Lenkgetriebe ausgewechselt werden.
Die Dichtungen der Lenkschraube kontrol- lieren. Sind sie völlig
unbeschädigt - Aus- tausch vermeiden.
Falls Riefen in den Dichtungen vorhanden sind, müssen sie
ausgewechselt werden.
Montagehülse 99 238 mit Distanzring,
sowie Hülse 99 237 verwenden.
Eine Reißnadel in die Dichtungen eindrük- ken und diese
vorsichtig aus den Nuten bie- gen. Darauf achten, daß die Kanten
der Nuten nicht beschädigt werden.
99 238
100245
101953
100246
99237
Die Montagehülse hauchdünn mit Servolen- köl einölen und diese,
ohne Distanzring, auf die Führungsschraube setzen.
Die Dichtung auf die Montagehülse setzen und die Dichtung
vorsichtig in die innere Nut hineinschieben.
13_1015
Darauf achten, daß die Dichtung beim Anbringen nicht verformt
wird und daß sie nicht mehr als notwendig ausgedehnt wird.
Den Distanzring in die Montagehülse setzen und die äußere
Dichtung auf gleiche Weise anbringen.
101955
Die Hülse 99 237 innen hauchdünn einölen und mit der abgefasten
Seite vorsichtig über die Dichtungen schieben, damit sie in die
Nuten gedrückt werden. Die Hülse einen kurzen Moment sitzen
lassen, damit die Dichtungen in die Nuten gepreßt werden.
Die Dichtung des Arbeitskolbens kontrollie- ren.
Ist sie nicht beschädigt - Austausch vermeiden.
Sind Riefen vorhanden - wie folgt vorgehen:
101956
Die Dichtung und den darunterliegenden O- Ring mit einer
Anreißnadel entfernen. Dar- auf achten, daß die Kanten der Nut
nicht beschädigt werden.
Den neuen O-Ring und die Dichtung mit Servolenköl schmieren und
in die Kolben- nut einsetzen.
Darauf achten, daß sie beim Anbringen nicht verformt werden und
daß sie nicht mehr als notwendig ausgedehnt werden.
Den Dichtring mit den Fingern in die Nut drücken.
Bei den Rollenlagern Stützscheibe und Dichtung auswechseln. Die
Stützscheibe in der Nut mit der ebenen Seite zu den Lager-
rollen anbringen.
Die Dichtung sorgfältig schmieren und innerhalb der Stützscheibe
anbringen.
13_1020
Die Dichtung in die Nut drücken. Dies ist wichtig, um zu
vermeiden, daß die Dichtung beim Aufpressen der Rollenlager auf
das Lenksegment beschädigt wird.
101 957
Die O-Ringe in den Lagersitzen des Lenk- getriebes auswechseln.
Die neuen O-Ringe sorgfältig schmieren und in die Nuten pres-
sen, um zu verhindern, daß sie beim Einbau der Rollenlager ins
Gehäuse beschädigt werden.
WICHTIG! Das
Lenksegment von der richtigen Seite einbauen.
Ein Schicht dünnes Klebeband über das Keilwellenprofil des
Lenksegments legen.
101 958
Das Lenksegment ins Gehäuse einsetzen. Wenn der Arbeitskolben im
Lenkgetriebe sitzt - das Lenksegment gemäß Markierung einsetzen.
Die Kunststoffscheiben mit der ebenen Seite nach außen am
Lenksegment anbrin- gen.
Die Lagersitze des Lenksegments und das Klebeband auf dem
Keilwellenprofil schmieren.
WICHTIG! Die
Rollenlager nicht verwechseln.
101 959
Die Rollenlager mit den gestauchten Außenringen gegen die
Aussparungen im Gehäuse anbringen.
! WARNUNG!
Bei dieser Arbeit Schutzbrille tragen.
Dorn 98 332 mit Dorn 87 292 über die Keil- wellenseite des
Lenksegments gegen das Lenkgetriebegehäuse setzen.
Dorn 87 582 gegen das Rollenlager auf der anderen Seite setzen
und dieses mit einer Schraubzwinge in das Gehäuse einpressen.
Das Lager nur so weit einpressen, daß der Sicherungsring
angebracht werden kann. Den Sicherungsring mit der Öffnung genau
vor der Aussparung im Gehäuse anbringen.
Das Lager auf der Keilwellenseite des Lenksegments mit Dorn 98
743 gegen das Lager und Dorn 98 566 gegen das Gehäuse
einpressen. Den Sicherungsring mit der Öff- nung genau vor der
Aussparung im Gehäuse anbringen.
Das Klebeband vom Lenksegment entfernen.
98 332
87 292
89 743
101960
87 582
101961
98 566
Die Dichtung, den Stützring und den Staub- schutz auf der
Keilwellenseite des Lenkseg- ments anbringen. Die Dichtung und
den Staubschutz auf der anderen Seite des Lenk- segments
anbringen.
Den entfernten Dichtring für die Antriebs- welle als
Distanzstück auf Dorn 98 450 auf- setzen, mit der abgefederten
Dichtlippe vom Dorn
weggewendet.
Einen neuen Dichtring einfetten und mit der abgefederten
Dichtlippe gegen den Dorn gewendet anbringen.
Den Dichtring in das Lenkgetriebegehäuse einsetzen.
Die Lagerscheibe und das Nadellager anbringen.
Die Montagehülse 99 281 schmieren und auf die Antriebswelle
setzen.
Den Arbeitskolben wie folgt ins Lenkgetrie- begehäuse einsetzen:
Zylinder und Arbeitskolben reichlich mit Servolenköl schmieren.
Einen Schutz für die Rohrzange über das Keilwellenprofil des
Lenksegments anbrin- gen.
Das Lenksegment so drehen, daß der erste Zahn der Welle
teilweise im Zylinder zu sehen ist.
101 963
Den Kolben mit dem Zahnsegment nach oben in den Zylinder
einsetzen und hinein- drücken, bis er mit dem Zahn des Lenkseg-
ments in Berührung kommt.
101962
98 450
Den Kolben ein Stückchen zurückziehen und gleichzeitig das
Lenksegment - in Kon- takt mit dem Kolben - drehen.
Den Kolben eindrücken und das Lenkseg- ment in die
entgegengesetzte Richtung dre- hen, so daß die Zähne an Welle
und Kolben ineinander eingreifen.
101964
Die Lenkschraube zur Endlage herausdre- hen. Das Lenksegment
drehen und den Kol- ben vorsichtig in den Zylinder hineinziehen.
WICHTIG! Kontrollieren,
daß die Dichtung des Kolbens nicht durch die Kante des Zylinders
beschädigt wird.
Die Lenkschraube vorsichtig hineindrehen. Dafür sorgen, daß die
Dichtungen am vor- deren Ende der Lenkschraube in das Gehäuse
geführt werden.
101965
Das Nadellager und die darunterliegende Lagerscheibe aus dem
Deckel entfernen.
101966
Mit einer Reißnadel durch die Dichtung ste- chen und diese und
den darunterliegenden O-Ring entfernen. Einen neuen O-Ring und
eine neue Dichtung schmieren und in der Nut anbringen. Die
Lagerscheibe und das Nadellager im Deckel anbringen. Den gro-
ßen O-Ring im Deckel auswechseln.
Den Deckel montieren. Dabei die Ventil- stifte des Kolbens in
die entsprechenden Löcher einführen.
Die Schrauben anbringen und den Deckel mit 190 Nm anbringen.
190 Nm
101968
Einstellschraube (Endlagenbegrenzung) anbringen und mit 15 Nm
anziehen.
102 153
102 154
Neue Dichtung und neuen Staubschutz für
die Antriebswelle anbringen.
Die Markierung des Staubschutzes gegen- über der Markierung im
Lenkgetriebege- häuse anordnen.
Die Montagehülse von der Antriebswelle entfernen.
101938
Die Mittellage des Lenkgetriebes einstellen, indem die
Antriebswelle so gedreht wird, daß die Markierungen an der
Antriebswelle und am Lenksegment wie folgt übereinstim- men:
Die Markierungen an der Antriebswelle und am Lenksegment zeigen
gerade nach unten.
Kennzeichnung, Antriebswelle
Kerbe, Staubschutz
Kennzeichnung, Lenkgetriebegehäuse
Das Lenkgetriebe mit dem Deckel nach unten stellen.
Einen neuen Staubschutz am Lenksegment anbringen.
Den Lenkstockhebel gemäß Markierung anbringen.
101969
WICHTIG! Den
Lenkstockhebel mit einer Kette in der Mittellage sichern, sonst
kann die Endlagenbegrenzung beeinflußt werden.
Die Mutter mit 550 Nm anziehen und in der Aussparung der Welle
sichern.
101970
550 Nm
Die Mutter sichern, indem der Sicherungs- flansch der Mutter
mindestens 2,5 mm gegen die Nut im Lenksegment gestaucht wird.
Das Lenkgetriebe vom Universalstativ ent- fernen.
Eine Funktionskontrolle bei im Fahrzeug eingebautem Lenkgetriebe
durchführen.
Siehe Servicehandbuch, Gruppe 13 ”Lenkung - Kontrolle und
Fehlersuche”.
Wenn es zu einer Störung kommt, so daß die Ser- wowirkung
ausfällt, funktioniert das Lenkgetrie- be wie ein mechanisches
Lenkgetriebe. Das Fahrzeug bleibt lenkbar, aber die Lenkung
erfor- dert einen beträchtlich größeren Kraftaufwand.
Wenn das Lenkrad gedreht wird, wird das Dreh- moment auf die
Eingangswelle des Lenkgetrie- bes übertragen. Ein Torsionsstab
ist zum einen an der Eingangswelle, zum anderen an der Lenk-
schraube befestigt. Wenn der Torsionsstab etwa 7o verdreht
worden ist, greift eine Klauenkupp- lung ein, die das Moment
mechanisch an die Lenkschraube überträgt.
Der Kugelsatz zwischen Lenkschraube und Ar- beitskolben
überträgt und verstärkt das Drehmo- ment auf den Arbeitskolben,
der dann im Zylinder des Lenkgetriebegehäuses verschoben wird.
Die Steigung der Lenkschraube entscheidet über das
Untersetzungsverhältnis und die Anzahl der Lenkradumdrehungen.
Die Unterseite des Arbeitskolbens ist zum Teil wie eine
Zahnstange geformt, die in die Zähne des Lenksegments eingreift.
Das Lenksegment überträgt über Lenkstockhe- bel,
Lenkschubstange, Lenkspurhebel und Spur- stange das Moment auf
die gelenkten Räder.
Bei Servowirkung wird nur ein kleiner Teil der Lenkarbeit
mechanisch ausgeführt.
Wenn das Lenkrad gedreht wird und die Lenk- schraube versucht,
den Arbeitskolben zu ver- schieben, leistet der Arbeitskolben
aufgrund seines Eingriffs in das Lenksegment Widerstand.
Der Torsionsstab zwischen Eingangswelle und Lenkschraube wird
dann relativ zur Eingangs- welle und Lenkschraube gedreht.
Der Unterschied zwischen den Drehwinkeln der Eingangswelle und
der Lenkschraube aktiviert das Betätigungsventil.
Das Betätigungsventil schließt teilweise die Öl- zufuhr zwischen
Einlaß- und Rücklaufkanälen und öffnet für vollen Öldurchfluß in
den Zylin- derraum auf einer der beiden Seiten des Arbeits-
kolbens.
Der schnell aufgebaute Öldruck im Zylinder ver- schiebt den
Arbeitskolben, der durch seinen Zahneingriff in das Lenksegment
diesen jetzt dreht.
Das Öl auf der anderen Seite des Arbeitskolbens sowie das Öl,
das nicht für die Lenkarbeit ver- braucht wird, strömt über das
Betätigungsventil hinaus durch den Rücklaufkanal zum Ölbehälter.
Wenn der Fahrer die Lenkbewegung innehält, wird nur jener
Öldruck ausgesteuert, der benötigt wird, um die Räder in der
erreichten Stellung zu halten.
Wenn der Fahrer das Lenkrad losläßt, führt der Torsionsstab das
Betätigungsventil in die Neu- tralposition zurück und die Räder
nehmen erneut die Geradeausstellung ein.
Die Ölmenge, die zum Zylinder geführt wird, ist von der
Geschwindigkeit der Lenkbewegung ab- hängig.
Der aufgebaute Öldruck ist vom Widerstand der gelenkten Räder
abhängig, je nach Achslast und Reibung zwischen Reifen und
Fahrbahn.
Der Unterschied in der Drehbewegung zwischen der Eingangswelle
und der Lenkschraube regelt das Betätigungsventil so, daß Druck
und Durchfluß op- timal an jede Lenksituation angepaßt werden.
Ein variabler Widerstand im Lenkrad informiert den Fahrer über
den Verlauf der Lenkbewegung und verleiht ihm so die Kontrolle
darüber.
Wenn die gelenkten Räder einer plötzlichen Stoßbelastung
ausgesetzt sind, wird diese Kraft auf die Lenkschraube
übertragen und resultiert in einer schnellen Drehbewegung
derselben.
Wenn die Lenkschraube gedreht wird, dreht sich auch das
Betätigungsventil im Verhältnis zur Eingangswelle. Das
Betätigungsventil regelt jetzt den Ölfluß zur druckschwachen
Seite des Ar- beitskolbens, wo es zu einem schnellen Anstieg des
Öldrucks kommt. Der Öldruck bildet eine Gegenkraft, die zusammen
mit dem Torsionsstab die Stoßbelastungen dämpft, bevor sie sich
zum Lenkrad fortpflanzen.
Die Aufgabe der Endlagenbegrenzung besteht darin, den Öldruck des
Lenkgetriebes zu verrin- gern und somit dessen Drehmoment zu
reduzie- ren, wenn die Räder sich den Endlagen nähern.
Ohne diese Funktion würde es im System zu ei- nem starken Ansteigen
des Drucks und der Tem- peratur kommen, wenn die Räder mit großer
Kraft gegen ihre Endlagen gepreßt werden. Dies würde auch eine
starke Belastung der anderen Komponenten des Lenksystems bedeuten.
Die Endlagenbegrenzung besteht aus zwei Venti- len, die in einem
längsverlaufenden Kanal im Ar- beitskolben eingebaut sind. Die
Ventile werden von einer Druckfeder geschlossen gehalten, die
zwischen den Ventilen angeordnet ist. Die Venti- le werden von zwei
Kolbenstiften geöffnet, deren Enden durch Ventilhülsen an den
Stirnseiten des Arbeitskolbens herausragen.
Wenn der Öldruck an der druckstarken Seite des Arbeitskolbens höher
ist als der Öldruck zwi- schen den Ventilen, wird Öl durch das
Ventil der Druckseite durchgelassen.
Wenn sich der Arbeitskolben seiner Endposition nähert, wird der
jewilige Kolbenstift in die Ven- tilhülse gedrückt und öffnet das
Ventil auf der druckschwachen Seite.
Der Öldruck auf Druckseite wird verringert, wenn das Öl durch die
Ventile und den Arbeits- kolben auf die druckschwache Seite strömt
und von dort aus weiter über den Rücklaufkanal zum Ölbehälter.
Je näher der Arbeitskolben an die Endposition herankommt, desto mehr
wird der Öldruck ver- ringert, entsprechend verringert sich als
Folge die Servowirkung.
Der Fahrer kann somit an den Endlagen nicht die volle Belastung
gegen das Lenkgetriebe ausüben.
Die selbstjustierende Funktion der Endlagenbe- grenzung ist ab Werk
eingestellt. Dies erfolgt nach Einbau des Lenkgetriebes im Fahrzeug.
Wird danach der nominelle Radeinschlag erhöht,
wird die Endlagenbegrenzung automatisch ein- gestellt.
Wird der nominelle Radeinschlag verringert,
ist ein manuelles Einstellen der Endlagenbegren- zung erforderlich.
Ein manuelles Einstellen der Endlagenbegren- zung ist auch in
folgenden Fällen erforderlich:
Bei jeder Veränderung des Radeinschlages - wenn früher ein manuelles
Einstellen ausge- führt wurde. Die Sechskantschraube an der
Unterseite des Lenkgetriebes ist in diesem Fall durch eine spezielle
Einstellschraube mit Sicherungsmutter ersetzt.
Wenn die Länge der Lenkschubstange, d.h. die Geradeausstellung,
geändert wurde.
Wenn die Eingangswelle am losen Lenkgetriebe
- oder am von der Lenkschubstange gelösten Lenkgetriebe - um mehr als
1,5 Umdrehungen von der Mittelposition aus gedreht wurde.
Das Druckbegrenzungsventil im Ventilgehäuse des Lenkgetriebes begrenzt
den maximalen Öl- druck an der Druckseite des Hydrauliksystems.
Wenn der Öldruck den für die Hydraulikpumpe zulässigen Wert übersteigt,
öffnet das Ventil und Öl wird von der Druckseite über die Rücklauflei-
tung zurück zum Ölbehälter geführt.
Das Ventil schützt dadurch die Hydraulikpumpe vor
Druckbelastungsschäden.
Die Zweikreis-Lenkgetriebe TAS 86 und TAS 87 sind vom Lenkgetriebe
TAS 85 abgeleitet. Bei den Lenkgetrieben TAS 86 und TAS 87 befindet
sich am oberen Deckel ein Zweikreisventil.
Dieses Zweikreisventil schaltet automatisch um auf den
radgetriebenen Kreis (Kreis 2), wenn der Druck im motorgetriebenen
Kreis (Kreis 1) ausfällt.
Das Zweikreisventil enthält einen druckbetätigten Ventilkolben, der
vom Druck im Kreis 1 in seiner Normalstellung gehalten wird.
Bei einem Druckabfall im Kreis 1 öffnet der Kolben einen Kanal zum
Kreis 2, wodurch der verringerte Hydraulikfluß in Kreis 1
ausgeglichen wird. Bei Fahrzeugen mit zwei Vorderachsen wird beim
Umschalten auf Kreis 2 der Hydraulikkreis zu den
Zusatz-Lenkzylindern der hinteren Vorderachse abgeschaltet. Diese
Abschaltung erfolgt durch einen anderen Ventilkolben im
Zweikreisventil.
Weitere Informationen zu den Lenkgetrieben TAS 86 und TAS 87 enthält
das Heft 13:02-07, Zweikreislenkung.
Hydraulikplan für Zweikreis-Lenkgetriebe
Hydraulikpumpe, Kreis 1
Rückschlagventil
Ventilkolben
Ventilgehäuse im Lenkgetriebe
Servokolben
Ventilkolben zur Abschaltung des Zusatzzylinders (nur TAS 87)
Zusatzzylinder (nur TAS 87)
Flüssigkeitsbehälter
Hydraulikpumpe, Kreis 2
TAS 86
Wird bei Fahrzeugen mit Zweikreis- Lenkung ohne Zusatzzylinder
verwendet.
Hydraulikanschlüsse, TAS 86
Von Hydraulikpumpe, Kreis 1
Zum Flüssigkeitsbehälter, Kreis 2
Zum Flüssigkeitsbehälter, Kreis 1
Von Hydraulikpumpe, Kreis 2
Durchflußanzeige, Kreis 2
Positionssensor für Kreis 1
TAS 87
Wird bei Fahrzeugen mit Zweikreis- Lenkung und Zusatzzylinder
verwendet.
Hydraulikanschlüsse, TAS 87
Von Hydraulikpumpe, Kreis 2
Anschluß, Zusatz-Lenkzylinder
Anschluß, Zusatz-Lenkzylinder
Zum Flüssigkeitsbehälter, Kreis 1
Zum Flüssigkeitsbehälter, Kreis 2
Durchflußanzeige, Kreis 2
Von Hydraulikpumpe, Kreis 1
Positionssensor für Kreis 1
Lenkgetriebe erneuern oder Undichtigkeit instand setzen?
Diese Arbeitsbeschreibung behandelt die Erneuerung der
Lenkgetriebe-Dichtungen bei ausgebautem Lenkgetriebe und die
manuelle Einstellung der Lenkanschläge bei eingebautem Lenkgetriebe.
Am Lenkgetriebe dürfen ausschließlich die hier beschriebenen
Arbeiten ausgeführt werden.
Die Entscheidung darüber, ob das Lenkgetriebe instand gesetzt oder
erneuert werden muß, ist deshalb anhand einer Funktionsprüfung zu
treffen.
In den folgenden Fällen muß das Lenkgetriebe erneuert werden:
Nach einer Beschädigung durch Unfall oder Abkommen von der Straße.
Bei einer durch die Mitte der Lenkspindel auftretenden Undichtigkeit
(Dichtung in Stellschraube verschlissen).
Bei einer übermäßigen internen Undichtigkeit, wenn die in
Geradeausstellung blockierten Räder nach rechts oder links
eingeschlagen werden.
Bei dieser Prüfung wird nur das Steuerventil gedreht, wobei
Hydrauliköl an den Dichtungen im Ventilgehäuse/Steuerventil
vorbeiströmt.
Zum Erneuern dieser Dichtungen muß die Stellschraube aus dem
Servokolben ausgebaut werden. Diese Arbeit ist am Lenkgetriebe nicht
zulässig.
Dichtungen müssen unter den folgenden Umständen erneuert werden:
Externe Undichtigkeit.
Übermäßige interne Undichtigkeit beim Einschlagen der Räder in beide
Richtungen. In diesem Fall ist wahrscheinlich die Dichtung zwischen
Zylinder und Servokolben defekt.
Bei einer externen Undichtigkeit können die folgenden Arbeiten am
eingebauten Lenkgetriebe durchgeführt werden:
Lenkspindel-Dichtring erneuern.
O-Ring des Stopfens vom Druckbegrenzungsventil erneuern.
Wenn die Lenkspindel undicht ist, muß der Dichtring im Ventilgehäuse
erneuert werden. Der Dichtring muß hydraulisch ausgepreßt werden.
Ohne die Hydraulikpumpe ist ein Ausbau des Dichtrings nur nach
vorherigem Ausbau der Stellschraube möglicht, dies ist jedoch nicht
zulässig.
Zum Ausbau wird eine Pumpe mit Zubehör mit einer Druckfestigkeit bis
150 bar benötigt. Die Pumpenausrüstung 587 907 wurde geprüft und für
geeignet befunden.
! ACHTUNG!
Beim Erneuern des Dichtrings bei im
Fahrzeug eingebautem Lenkgetriebe
darf die Pumpe der Servolenkung unter
keinen Umständen betätigt werden. Es
besteht Verletzungsgefahr, außerdem
98 148
können Bauteile der Servolenkung
87 013
beschädigt werden.
587 692
Der Ausbau des Lenkgetriebes ist beschrieben im Abschnitt 13 des
Werkstatt-
100346
Handbuchs unter "Lenkgetriebe TAS85 aus-und einbauen".
Lenkgetriebe gründlich reinigen und im Universalständer 587 692
mit den Haltern 87 013 und 98 148 anbauen.
Staubkappe von Lenkspindel abbauen.
Ventilgehäuse im Bereich der Lenkspindel mit feinem
Schmirgelleinen reinigen. Mit Druckluft ausblasen.
Mit zwei Schraubendrehern Sicherungsring vom Dichtring abbauen.
Lenkgetriebe mit den Anschlüssen nach oben drehen und
Lenkspindel in Geradeausstellung drehen.
Die Markierung auf der Lenkstockwelle muß auf die Markierung
am Lenkgetriebe weisen.
100384
Die Markierung auf der Lenkspindel muß auf die Markierung am
Ventilgehäuse weisen.
100383
87 017+
87 018
Klemmhülse 87 018 mit Einsatz 87 017 auf Lenkspindel aufsetzen.
Klemmhülse gegenüber der Markierung am Ventilgehäuse markieren.
Anschlüsse aus Ventilgehäuse ausbauen. Geeigneten Behälter
unterstellen.
87 017+
87 018
100384
Lenkgetriebe durch Anschluß "P" mit Lenkgetriebeöl füllen.
Während des Füllens Lenkspindel in beide Richtung um 180°
drehen. Wenn das Lenkgetriebe gefüllt ist, Geradeausstellung
einstellen und Klemmhülse abbauen.
100385
WICHTIG! Lenkgetriebe
nicht in die Anschläge drehen. Dies verstellt den Lenkanschlag.
Adapter 99 288 an Anschluß "R" anschließen.
Schlauch von der Pumpe zum Adapter anschließen. Pumpe mit
Lenkgetriebeöl füllen.
Pumpe betätigen, bis Öl am Anschluß "P" austritt.
Anschluß "P" mit Gewindestopfen, Teile- Nr. 813 204 (M16 x 1,5),
verschließen.
Lenkgetriebe mit der Lenkspindel nach oben aufstellen.
100386
Lenkgetriebe zum Schutz gegen ausspritzendes Öl mit einem
Plastikbeutel abdecken.
Druck im System erzeugen. Zur Verhinderung von Lufteintritt in
das System den Flüssigkeitsstand in der Pumpe prüfen.
Der Dichtring löst sich bei einem Druck zwischen 80 und 130 bar
aus dem Ventilgehäuse. Sobald sich der Dichtring aus seinem Sitz
bewegt, Pumpe vorsichtig betätigen.
Öl vorsichtig mit Druckluft vom Dichtringsitz entfernen. Mit
einem flusenfreien Tuch reinigen.
Lenkspindel und Ventilgehäuse im Bereich der Lenkspindel auf
Beschädigungen prüfen.
Montagehülse 99 281 mit Servolenkungsöl schmieren und auf
Lenkspindel aufpressen.
100387
Neuen Dichtring mit der Feder nach unten über die Hülse
schieben.
Hülse mit der größeren Seite des Treibdorns 99 282 in das
Ventilgehäuse eintreiben. Treibdorn abnehmen und Hülse
vorsichtig abheben.
Neuen Sicherungsring in die Nut über dem Dichtring einbauen.
100388
Wenn der Dichtring als separater Arbeitsgang erneuert wurde, muß
auch ein neuer, geschmierter Staubdeckel eingebaut werden.
Schrauben, Seitendeckel (Gewinde geschmiert) wie abgebildet – zuerst
100 Nm,
dann 185 Nm
Anmerkungen
Hochtemperaturöl Teile-Nr.
33 243
Spezialwerkzeuge
Anzahl
Beschreibung
Abbildung
Werkzeugtafel
87 017
Einsatz für Klemmhülse
AM2
118614
87 018 Klemmhülse für Lenkspindel AM2
450 Schaft AM1
234 Ringspanner,
Servokolbendichtung
99 280 Dorn für Lenkstockwellen-
Dichtring
Weitere Werkzeuge
AM1
AM2
Anzahl Beschreibung Abbildung Werkzeugtafel
587 539 Hydraulikabzieher Abzieher - für Lenkhebel
Lenkgetriebe
Distanzscheibe
Dichtring
Lenkstockwelle
Dichtung
Seitendeckel
Entlüftungsstopfen
Kontermutter
Schraube
Staubdichtung
Staubdeckel
Lenkhebelmutter
Kolbendichtung
O-Ring
Servokolben mit Stellschraube
O-Ring
Ventilgehäuse
Druckbegrenzungsventil
O-Ring
Stopfen
Innensechskantschraube
Antriebswelle
Dichtring
Sicherungsring
Staubdeckel
Einstellschraube für Lenkeinschlagbegrenzung
Dichtung
Beschreibung
Diese Arbeitsbeschreibung erläutert u. a. auch die Erneuerung der
Dichtungen im Lenkgetriebe.
Bei diesen Arbeiten wird zur Behebung von internen und externen
Undichtigkeiten das Lenkgetriebe teilweise zerlegt.
Die korrekte Funktion des Lenkgetriebes ist von größter Bedeutung
für die Verkehrssicherheit.
Arbeiten am Lenkgetriebe dürfen deshalb nur von dazu ausgebildeten
Personen und mit größter Sorgfalt ausgeführt werden.
Bei Arbeiten am Lenkgetriebe sind die folgenden Anweisungen stets zu
beachten:
Funktion der Hydraulikpumpe und des Lenkgetriebes prüfen und
Fehlerursache anhand der von Scania vorgeschriebenen Methode
bestimmen. Siehe Werkstatt- Handbuch, Gruppe 13 "Lenkung – Prüfung
und Fehlersuche".
Arbeiten am Lenkgetriebe dürfen nur entsprechend diesen Anweisungen
und mit den angegebenen Spezialwerkzeugen durchgeführt werden.
Arbeiten am Lenkgetriebe, die nicht in dieser Arbeitsanweisung
beschrieben sind, dürfen nicht ausgeführt werden.
Bei Arbeiten am Lenkgetriebe ist auf größte Reinlichkeit zu achten.
Während der Arbeit am Lenkgetriebe dürfen in der Umgebung keine
Schweiß-, Schleif- oder andere Arbeiten ausgeführt werden, die Staub
erzeugen.
Nach Abschluß der Arbeiten ist das Lenkgetriebe wie oben beschrieben
im Fahrzeug zu prüfen.
Lenkgetriebe, die äußeren Kräften ausgesetzt wurden, z. B. bei einem
Unfall oder durch Abkommen von der Straße, müssen erneuert werden.
Ausgebautes Lenkgetriebe zerlegen
100671
Lenkhebel in Position halten und Mutter mit geeignetem
Spezialwerkzeug abbauen. Prüfen, ob die Markierung des
Lenkhebels der Markierung auf der Lenkstockwelle genau
gegenübersteht. Ist die Markierung undeutlich, mit einem
Körnerschlag kennzeichnen. Mutter drei Umdrehungen auf die
Lenkstockwelle aufschrauben.
Lenkhebel mit Abzieher 587 539 wie folgt abbauen:
Abzieher festziehen.
Abzieher festhalten und mit Weichmetallhammer auf den
Lenkhebel im Bereich der Lenkstockwelle klopfen.
100347
Arbeitsschritte wiederholen, bis sich der Lenkhebel löst.
! ACHTUNG!
Nicht vor dem Abzieher stehen. Der Abzieher kann sich lösen
und Verletzungen verursachen.
Lenkgetriebe mit den Anschlüssen nach oben drehen und
Lenkspindel in Geradeausstellung drehen.
Die Markierung auf der Lenkstockwelle muß auf die Markierung
am Lenkgetriebe weisen.
Die Markierung auf der Lenkspindel muß auf die Markierung am
Ventilgehäuse weisen.
Klemmhülse 87 018 mit Einsatz 87 017 auf Lenkspindel aufsetzen.
Klemmhülse gegenüber der Markierung am Ventilgehäuse markieren.
100637
100732
Geeigneten Behälter unterstellen. Lenkgetriebe mit den
Anschlüssen nach unten drehen. Stopfen bzw. Stopfen und
Pumpenausrüstung von Ventilgehäuse abbauen. Zum Ablassen der
Flüssigkeit Lenkspindel aus der Geradeausstellung in beide
Richtung um 180° drehen. Lenkspindel in Geradeausstellung drehen
und Klemmhülse abbauen. Stopfen in Ventilgehäuse einbauen.
WICHTIG! Lenkgetriebe
nicht in die Anschläge drehen. Dies verstellt den Lenkanschlag.
87 017+
87 018
Lenkgetriebe mit den Anschlüssen nach oben drehen. Staubkappe
von Lenkstockwelle abbauen. Staubdichtung mit kleinem
Schraubendreher vom Lenkgetriebe abbauen.
100391
Eine dünne Lage Klebeband um Verzahnung und Gewinde der
Lenkstockwelle kleben.
100392
100393
Sicherungsmutter der Einstellschraube der Lenkstockwelle sowie
Schrauben des Seitendeckels abbauen.
100394
Lenkstockwelle und Seitendeckel aus Lenkgetriebe austreiben.
Seitendeckeldichtung abbauen.
Seitendeckel durch Drehen der Einstellschrauben im Uhrzeigersinn
abbauen.
Mit dem Fingernagel prüfen, ob die Verzahnung und die
Lagerflächen der Lenkstockwelle unbeschädigt sind.
WICHTIG! Wenn
Vertiefungen oder Risse vorhanden sind, muß das Lenkgetriebe
erneuert werden.
Dichtring mit großem Schraubendreher aus Seitendeckel ausbauen.
Schraubendreher vorsichtig zwischen Dichtring und Lagerkäfig
drücken, bis er am äußeren Lagerring ansteht. Schraubendreher am
Seitendeckel polstern. Dichtung durch leichtes Klopfen auf den
Schraubendreher heraushebeln.
WICHTIG! Äußerst
vorsichtig vorgehen, damit der Lagerkäfig nicht beschädigt wird.
Mit einem Schraubendreher und Kunststoffhammer den Dichtring von
der Rückseite des Rollenlagers im Lenkgetriebe aus austreiben.
Distanzring ausbauen.
Rollenlager der Lenkstockwelle im Seitendeckel und Lenkgetriebe
prüfen. Wenn nur die Dichtringe der Lenkstockwelle erneuert
werden, mit Schritt 6 unter "Andere Dichtungen erneuern"
fortfahren.
WICHTIG! Die
Rollenlager dürfen nicht erneuert werden. Wenn die Rollenlager
beschädigt sind, muß das Lenkgetriebe erneuert werden.
Stopfen des Druckbegrenzungsventils entfernen, Ventil ausbauen
und äußere Feder prüfen. Wenn die Feder beschädigt ist, muß das
komplette Ventil erneuert werden.
O-Ring des Stopfens erneuern und Ventil in Ventilgehäuse
einbauen. Feder mit dem größeren Durchmesser nach außen
einbauen. O-Ring schmieren, Stopfen einbauen und mit 40 Nm
festziehen.
100396
Schrauben aus Ventilgehäuse ausbauen. Position des
Ventilgehäuses gegenüber dem Lenkgetriebe markieren.
100397
Ventilgehäuse durch leichtes Klopfen drehen und vom Lenkgetriebe
lösen.
Montiereisen an den Zähnen des Servokolbens ansetzen und
vorsichtig Servokolben zusammen mit Ventilgehäuse aus
Lenkgetriebe aushebeln.
100398
Kolben nur soweit heraushebeln, bis die Dichtung sichtbar ist.
Sichtbaren Teil der Dichtung auf Verschleiß und Beschädigung
prüfen. Diese Sichtprüfung ist notwendig, da der nun sichtbare
Teil der Dichtung während des Ausbauens beim Ziehen in die
vordere Zylinderkammer beschädigt werden kann. In diesem Fall
ist die Prüfung der Dichtung hilfreich für eine spätere
Bestimmung der Ursache der Undichtigkeit.
Ventilgehäuse mit Servokolben aus Lenkgetriebe herausziehen.
Bauteile auf einer reinen Oberfläche ablegen.
Prüfen, ob die Ventilhülsen für den Lenkanschlag in den Enden
des Servokolbens unbeschädigt sind. Die Kolbenstifte in den
Hülsen müssen federn und sich leicht bewegen lassen.
WICHTIG!
100399
Die Positionen der Ventilhülsen im Servokolben dürfen nicht
verändert werden. Die Hülsen sind mit einer leichten
Gleitpassung eingebaut. Wenn die Position der Hülsen
verändert wird, muß nach dem Einbau des Lenkgetriebes der
Lenkanschlag von Hand eingestellt werden.
Wenn die Ventilhülsen oder Kolbenstifte beschädigt sind, muß
das Lenkgetriebe erneuert werden.
100400
Zähne des Servokolbens mit Fingernagel auf Beschädigungen
prüfen. Stellschraube herausdrehen und auf Beschädigungen
prüfen. Sicherstellen, daß im Stellschraubenlager im
Ventilgehäuse kein Spiel vorhanden ist. Gleitflächen des Kolbens
prüfen. Riefen mit Schleifstein entfernen.
WICHTIG! Wenn
Vertiefungen oder Spiel vorhanden sind, muß das Lenkgetriebe
erneuert werden.
Zylinder im Lenkgetriebe reinigen. Vordere und hintere
Zylinderkammern auf Riefen prüfen. Oberflächliche Riefen haben
keinen Einfluß auf die Funktion des Lenkgetriebes. Tiefe Riefen
außerhalb des Arbeitsbereichs des Zylinders beeinträchtigen die
Funktion des Zylinders nicht, wenn alle Grate abgeschliffen
werden. Wenn die hintere Zylinderkammer im Arbeitsbereich der
Kolbendichtung Riefen aufweist, sind Kolben und Kolbendichtung
auf Verschleiß und Beschädigung zu prüfen, die möglicherweise
mit der Position der Riefen im Zylinder zusammenhängen. Die
Kolbendichtung ist relativ weich und dichtet auch bei tieferen
Riefen noch korrekt ab.
Scharfe Kanten und Grate mit einem Schleifleinen der Körnung 220
- 400 glätten. Vorher Lager im Lenkgetriebe abdecken. Zylinder
nach dem Glätten sorgfältig reinigen.
WICHTIG! Wenn
tiefe und breite Riefen im Arbeitsbereich der Kolbendichtung
vorhanden sind, muß das Lenkgetriebe erneuert werden.
Dichtungen erneuern
Servokolbendichtung und darunter befindlichen O-Ring mit Messer
durchtrennen. Kolben gründlich reinigen.
100401
WICHTIG! Kanten
der Kolbennuten nicht beschädigen.
100402
Mit einem gebogenen Werkzeug die beiden äußeren O-Ringe aus
Ventilgehäuse ausbauen. Nuten reinigen.
Zwei neue O-Ringe in die Ventilgehäusenuten einbauen. O-Ringe
schmieren und ohne Verdrehen in die Nuten einsetzen.
Neuen O-Ring und neue Kolbendichtung mit Öl schmieren und in
Kolbennut einbauen.
WICHTIG! O-Ring
und Dichtung beim Einbau keinesfalls verdrehen und nicht mehr
als erforderlich dehnen.
Ringspanner 99 234 innen schmieren und mit der angefasten Kante
zur Teflondichtung auf Servokolben aufsetzen. Vorsichtig über
die Dichtung pressen, damit sich der Dichtring in die Nut setzt.
Werkzeug noch nicht vom Kolben entfernen, damit sich der
Dichtring an den darunterliegenden O-Ring anpassen kann.
Sitz des Dichtrings der Lenkstockwelle im Lenkgetriebe reinigen.
Distanzscheibe mit dem kleineren Innendurchmesser zum
Sicherungsring des Rollenlagers einbauen. Neuen Dichtring mit Öl
schmieren und mit der Feder zum Dorn auf Treibdorn 99 280 und
Schaft 98 450 aufsetzen. Dichtring auf die Distanzscheibe
auftreiben.
Sitz des Dichtrings der Lenkstockwelle im Seitendeckel reinigen.
Neuen Dichtring schmieren und mit der Feder zum Dorn auf
Treibdorn 99 280 und Schaft 98 450 aufsetzen. Dichtring auf die
Außenfläche des Rollenlagers auftreiben.
Entlüftungsstopfen in Seitendeckel erneuern. Dieser Stopfen
dient als Leckanzeige für den Dichtring der Lenkstockwelle. Wenn
nur die Dichtringe der Lenkstockwelle erneuert werden, mit
Schritt 4 unter "Lenkgetriebe zusammenbauen" fortfahren.
Lenkgetriebe zusammenbauen
100403
Distanz zwischen Flanschfläche des Ventilgehäuses und der
Abschlußfläche der hinteren Ventilhülse prüfen. Die Distanz muß
240 - 245 mm betragen. Distanz durch Drehen der Stellschraube
einstellen. Beim Einsetzen des Servokolbens in den Zylinder
müssen die Anschlüsse des Ventilgehäuses nach oben weisen. Diese
Distanz gewährleistet, daß die Kolbendichtung über die gefaste
Kante der hinteren Zylinderkammer gleitet und daß die hintere
Ventilhülse beim Einführen des Kolbens in den Zylinder nicht
verschoben wird.
Der Servokolben ist mit größter Vorsicht in den Zylinder
einzubauen. Durch die Öffnung des Zylinders in den Freiraum für
die Lenkstockwelle wird beim Einschieben des Kolbens vom
vorderen in den hinteren Zylinder der Dichtring leicht aus der
Ringnut gehoben. Um den Dichtring dabei nicht zu beschädigen,
sind folgende Schritte durchzuführen:
Zylinder sorgfältig mit Lenkgetriebeöl schmieren.
Eine dünne Linie Hochtemperaturöl, Teile-Nr. 33 243 wie
abgebildet an der gefasten Kante der hinteren Kammer
auftragen. Dieses Öl ist sehr zähflüssig, vermischt sich
aber rückstandslos mit dem Lenkgetriebeöl.
Servokolben und Zylinder mit Lenkgetriebeöl schmieren und
Ringspanner entfernen.
100404
Kolben mit horizontal ausgerichtetem Zahnsegment und bei
nach oben weisenden Ventilgehäuseanschlüssen ein kurzes
Stück in den Zylinder schieben.
WICHTIG! Sicherstellen,
daß der Kolbendichtring nicht beschädigt ist.
Wenn sich der Kolbendichtring in der vorderen Zylinderkammer
befindet, Kolben schnell und mit Kraft in die hintere
Zylinderkammer schieben. Wenn dieser Bewegungsablauf
unterbrochen wird, kann der Dichtring beschädigt werden.
100405
Sicherstellen, daß keine Teile vom Dichtring abgeschert
wurden. In diesem Fall muß der Dichtring erneuert wurden.
Schrauben des Ventilgehäuses schmieren. Schrauben einbauen und
diagonal mit 210 Nm festziehen.
100406
210 Nm
Sicherstellen, daß sich der Servokolben in der Mittelstellung
befindet. In dieser Stellung befindet sich der Raum zwischen dem
zweiten und dem dritten Zahn gegenüber der Mitte des
Lenkstockwellenlagers.
WICHTIG! Durch
eine nicht korrekte Einstellung wird das Lenkgetriebe so
beschädigt, daß es nicht mehr instand gesetzt werden kann.
Kurzes Ende der Lenkstockwelle mit Lenkgetriebeöl schmieren.
Seitendeckel mit kleinen Drehbewegungen an die Lenkstockwelle
anbauen. Nachdem das Lager auf die Lenkstockwelle aufgesetzt
wurde, Seitendeckel so aufpressen, daß die Einstellschraube das
Gewinde im Deckel erreicht.
Seitendeckel an Lenkstockwelle befestigen. Dann Einstellschraube
eine halbe Umdrehung lösen, damit sich der Deckel drehen läßt.
Neue Dichtung beidseitig mit Fett schmieren und auf Seitendeckel
auflegen.
Rollenlager des Lenkgetriebes und Bereich zwischen Lager und
Dichtring gründlich mit Fett schmieren.
Dichtflächen der Dichtringe auf der Lenkstockwelle mit Fett
schmieren.
Lenkstockwelle mit dem Mittelzahn in der Nut vorsichtig in
Lenkgetriebe einsetzen.
100407
WICHTIG! Durch
einen nicht korrekten Einbau der Lenkstockwelle wird das
Lenkgetriebe so beschädigt, daß es nicht mehr instand gesetzt
werden kann.
Lenkstockwelle durch den Dichtring führen, damit mit der anderen
Hand sicherstellen, daß der Dichtring oder das Lager im Gehäuse
nicht beschädigt werden.
Seitendeckel auf Lenkgetriebe pressen. Schrauben schmieren und
einbauen. Schrauben in der gezeigten Reihenfolge zuerst mit 100
Nm, dann mit 185 Nm festziehen.
100679
Beide Seiten der Staubdichtung mit Fett bestreichen, auf die
Lenkstockwelle aufsetzen und in Lenkgetriebe einpressen.
Klebeband von Lenkstockwelle entfernen.
Sicherstellen, daß sich das Lenkgetriebe in der Mittelstellung
befindet.
100637
Klemmhülse 87 018 mit Einsatz 87 017 auf Lenkspindel aufsetzen.
Klemmhülse gegenüber der Markierung am Ventilgehäuse markieren,
damit die Mittelstellung jederzeit wieder hergestellt werden
kann.
87 017+
87 018
Neuen, eingefetteten Stockdeckel auf die Lenkstockwelle
aufsetzen und Lenkhebel gemäß den Markierungen auf die
Verzahnung aufsetzen. Neue Mutter aufschrauben und soweit
festziehen, daß sich der Lenkhebel nicht mehr auf der Verzahnung
bewegt.
100651
WICHTIG! Die
kleinste Änderung gegenüber der ursprünglichen Position des
Lenkhebels auf der Lenkstockwelle führt zu einem außermittigen
Versatz des Lenkgetriebes.
Lenkgetriebe nicht in die Anschläge drehen, da dies die
Lenkanschläge verstellt.
Drehmoment, gemessen an der Lenkspindel Maximal 4,5 Nm
Anzugsdrehmoment
Sicherungsmutter, Einstellschraube in Seitendeckel 70 Nm
Lenkhebelmutter 550 Nm, dann Verbindung sichern
Weitere Werkzeuge
Anzahl Beschreibung Abbildung Werkzeugtafel
587 900 Drehmomentschlüssel
0 - 8,4 Nm
AM2
Beschreibung
Sicherstellen, daß sich das Lenkgetriebe in der Mittelstellung
befindet.
Einstellschraube vorsichtig einschrauben und dabei die Tiefe des
Eingriffs am Lenkhebel prüfen, ohne die Mittelstellung zu
ändern.
Sobald kein Abstand mehr vorhanden ist, Schraube nicht mehr
weiterdrehen.
100409
Einstellschraube 1/8 Umdrehung weiterdrehen.
Sicherungsmutter aufschrauben und mit 70 Nm festziehen, ohne
dabei die Stellung der Einstellschraube zu verändern.
WICHTIG! Lenkgetriebe
nicht in die Anschläge drehen. Dies verstellt den Lenkanschlag.
Lenkspindel einige Male aus der Geradeausstellung in beide
Richtung um 180° drehen. Sicherstellen, daß in der
Mittelstellung kein Spiel vorhanden ist.
Drehmoment prüfen.
Hinweis: Das
Drehmoment darf maximal 4,5 bar betragen.
Auf Mittelstellung zurücksetzen.
100410
Klemmhülse abbauen und neuen, eingefetteten von Staubdeckel an
Lenkspindel anbauen.
Lenkgetriebe mit der Lenkspindel nach oben drehen.
Lenkhebelmutter mit 550 Nm festziehen.
WICHTIG! Lenkhebel
mit Hubschlinge o. ä. sichern, damit der Servokolben nicht den
Lenkanschlag verstellt.
Mutter durch Verstemmen des Bundes um mindestens 2,5 mm in die
Nut an der Segmentwelle sichern.
100349
min 2.5mm
Lenkgetriebe aus Montagehalter ausbauen und in Fahrzeug einbauen
gem. der Beschreibung im Abschnitt 13 des Werkstatt-Handbuchs
unter "Lenkgetriebe TAS85 aus- und einbauen".
Sicherungsmutter für Einstellschraube, manuelle
Lenkeinschlagbegrenzung
25 Nm
Kronenmutter M24, Zugstange - Lenkarm 250 Nm, bis zur nächsten
Bohrung weiterdrehen, dann Splint einsetzen
Kronenmutter M20, Zugstange – Lenkarm, bei Fahrzeugen mit mehr als
einer gelenkten Achse
210 Nm, bis zur nächsten Bohrung weiterdrehen, dann Splint einsetzen
Anmerkungen
Einstellschraube für manuelle Lenkeinschlagbegrenzung. Länge 55 mm.
Teile-Nr. 1 354 735
Funktion des Lenkanschlags Das
Lenkgetriebe TAS85 verfügt über hydraulische Lenkanschläge.
Die Lenkung erreicht ihren höchsten Widerstand, wenn bei drehendem
Motor das Lenkrad in den Anschlag gedreht wird. Der Hydraulikdruck
im Lenkgetriebe erreicht dann sehr schnell den Höchstwert.
Ein hoher Druck und eine schnell ansteigende Temperatur würden die
Hydraulikpumpe stark belasten.
Der Lenkanschlag im Lenkgetriebe verringert den Öldruck im
Lenkgetriebe und somit auch das Drehmoment beim Erreichen des
Lenkanschlags.
Der Lenkanschlag im Lenkgetriebe besteht aus zwei Ventilen, die in
einen Längskanal im Servokolben 1 integriert sind. Diese Ventile
werden durch die Kolbenstifte 3 geöffnet. Die Enden der Kolbenstifte
befinden sich in den Ventilhülsen 2 in den Enden des Servokolbens.
Eines der Ventile öffnet beim Kontakt mit der Wand des
Lenkgetriebes, das andere öffnet beim Kontakt mit einer der
werkseitig eingebauten Sechskantschrauben 5.
Die Ventilhülsen sind mit einer leichten Gleitpassung in den
Servokolben eingebaut.
Die Einpaßtiefe der Ventilhülsen bestimmt den Lenkanschlag des
Fahrzeugs.
Innerhalb eines bestimmten Bereichs ist der Lenkanschlag
selbsteinstellend. Die Funktion wird werkseitig bei eingebautem
Lenkgetriebe und mit voreingestellten Lenkeinschlagwinkeln
eingestellt.
Wenn die Lenkeinschlagwinkel danach vergrößert werden, werden die
Anschläge automatisch eingestellt.
Wenn die Lenkeinschlagwinkel verkleinert werden, müssen die
Anschläge manuell eingestellt werden. Beim manuellen Einstellen der
Lenkeinschlagwinkel muß die Sechskantschraube 5 durch eine
Einstellschraube 6 mit selbstsichernder Sicherungsmutter ersetzt
werden.
Eine manuelle Einstellung des Lenkanschlags ist außerdem in den
folgenden Fällen erforderlich:
Die Lenkspindel eines ausgebauten Lenkgetriebes (oder eines vom
Lenkgestänge getrennten Lenkgetriebes) wurde um mehr als 1,5
Umdrehungen aus der Mittelstellung gedreht. Dies könnte die
voreingestellte Position der Ventilhülsen im Kolben verändern.
Die Länge der Zugstrebe, d. h. die Geradeausstellung, wurde so
geändert, daß die Lenkspindel um mehr als 10° aus der Mittelstellung
gedreht wurde.
Der Lenkanschlag wurde nach einer manuellen Einstellung geändert.
Servokolben
Ventilhülse
Kolbenstift
Distanzhülse
Sechskantschraube
Einstellschraube
Manuelle Einstellung
Hinweis: Diese
Arbeit muß von zwei Personen durchgeführt werden.
100348
Geradeausstellung des Lenkgetriebes und der Räder sowie den
Lenkeinschlagwinkel prüfen gem. den Anweisungen in 13:00-05,
Lenkeinschlagwinkel messen.
Fahrzeug anheben, bis die Räder frei drehen und unter der Achse
abstützen.
Eine 55 mm lange Einstellschraube mit selbstsichernder
Sicherungsmutter, Teile- Nr. 1 354 735, verwenden und
Sicherungsmutter 20 mm vom äußeren Ende der Schraube aufschrauben.
Geeigneten Behälter unterstellen. Schraube des Lenkanschlags aus der
unteren Endplatte des Lenkgetriebes ausbauen.
100653
Einstellschraube bis zum Anschlag der Mutter in Endplatte
einschrauben. Mutter leicht gegen das Lenkgetriebe anziehen.
112 383
100654
106 515
Flüssigkeitsbehälter mit Flüssigkeit auffüllen und Motor starten.
Bei Leerlaufdrehzahl Räder langsam bis zum Anschlag einschlagen.
Linkslenker: Nach
rechts bis zum Anschlag drehen.
Rechtslenker: Nach
links bis zum Anschlag drehen.
Kurz vor Erreichen des Anschlags ist ein Widerstand fühlbar. Dieser wird
durch die im Servokolben verschobenen Ventilhülsen verursacht. Die
Bewegung wird von der Einstellschraube begrenzt.
Die untere Ventilhülse wird in den Servokolben gedrückt, die obere durch
die Distanzhülse entsprechend aus dem Kolben herausgedrückt.
Einstellschraube
Untere Ventilhülse
Kolbenstift
Distanzhülse
Obere Ventilhülse
Vorderräder geradeaus stellen. Motor abschalten. Sicherungsmutter
lösen und Einstellschraube 34 mm von der Mutter abschrauben. Mutter
leicht gegen das Lenkgetriebe anziehen.
Flüssigkeitsstand im Behälter prüfen.
100657
34
Motor starten.
Motor im Leerlauf drehen lassen und Lenkrad langsam von rechts nach
links bis zum Anschlag drehen.
Linkslenker: Nach
links bis zum Anschlag drehen.
Rechtslenker: Nach
rechts bis zum Anschlag drehen.
Beim Erreichen des mechanischen Anschlags darf der Druckmesser
höchstens 110 bar anzeigen.
100659
An diesem Punkt wird die obere Ventilhülse in die korrekte Stellung
im Servokolben gepreßt. Gleichzeitig wird die untere Ventilhülse in
die korrekte Stellung aus dem Servokolben herausgepreßt.
Motor im Leerlauf drehen lassen und Lenkrad langsam zum anderen
Anschlag drehen.
Einstellschraube einschrauben, bis die Druckanzeige höchstens 110
bar anzeigt.
Einstellschraube 1/4 –1/2 Umdrehung weiterdrehen.
100660
WICHTIG! Die
Einstellschraube muß den Kolbenstift eindrücken und dadurch den
Druck verringern. Einstellschraube nicht fest gegen die Ventilhülse
anziehen, da die Ventilhülse möglicherweise in den Servokolben
gedrückt wird, wodurch dann beide Ventilhülsen jedes Mal aus ihrer
Position gedrückt werden, wenn der Servokolben seine Endstellung
erreicht. Der dadurch verursachte Verschleiß des Kolbens macht eine
Erneuerung des Lenkgetriebes notwendig. Zur Vermeidung von Schäden
an der Hydraulikpumpe dürfen die Räder nicht länger als 10 Sekunden
im Anschlag gehalten werden.
100674
Position der Schraube mit einem Farbpunkt markieren oder die Länge
der Schraube mit einem Meßschieber messen.
Sicherstellen, daß der Radanschlag nicht funktioniert, wenn ein
Distanzstück (der Einsatz in der Abbildung) an einer der
Einstellschrauben untergelegt ist. Lenkrad kräftig in beide
Richtungen drehen. Der Systemdruck muß ca. 150 bar betragen.
24
13 0908
min 20
Mutter mit 25 Nm festziehen. Sicherstellen, daß sich die Einstellung
der Schraube während des Festziehens nicht geändert hat.
Das Lenkgetriebe TAS 85 hat eine hydraulische Endlagenbegrenzung, die
zur Aufgabe hat, den Öldruck des Lenkgetriebes und somit dessen Drehmo-
ment zu verringern, wenn sich die Räder einer der Endlagen nähern.
Die Endlagenbegrenzung wird im Werk eingestellt, wenn das Lenkgetriebe
sich im Fahrzeug befindet und die Radeinschläge justiert sind.
Wenn die Eingangswelle bei ausgebautem Lenkgetriebe oder bei gelö- ster
Lenkschubstange mehr als 1,5 Umdrehungen aus der Mittelstellung gedreht
wird, kann die werkseitig eingestellte Endlagenbegrenzung außer Funktion
gesetzt werden.
Ist dies der Fall, muß die Endlagenbegrenzung mit einer speziellen Ein-
stellschraube und Sicherungsmutter in der Stirnwand des Lenkgetriebes
von Hand eingestellt werden.
Für weitere Informationen, siehe Anweisungen im Servicehandbuch, Gruppe
13, ”Lenkgetriebe TAS 85”.
Sauberkeit - sehr wichtig bei Arbeiten am Lenkgetriebe
Schäden an Komponenten und Dichtungen im Lenkgetriebe sind überwie- gend
auf Verunreinigungen im Hydrauliksystem zurückzuführen.
Aus diesem Grund ist es wichtig, daß das Hydrauliksystem frei von Verun-
reinigungen ist, bevor das Lenkgetriebe im Fahrzeug montiert wird.
Die strengen Forderungen nach Sauberkeit bei Arbeiten am Lenkge- triebe
und Hydrauliksystem befolgen.
Obere und untere Frontklappe sowie die beiden Seitenklappen öffnen.
! WARNUNG!
Bei Fahrzeugen mit luftgefederter Vorderachse muß der Rahmen aufge-
bockt und die vorderen Luftbälge ent- leert werden.
100091
Nicht unter den vorderen Schubstreben- befestigungen aufbocken.
Bei Fahrzeugen mit luftgefederter Vorder- achse wie folgt vorgehen:
Das Fahrerhaus kippen und die vorderen Kotflügel entfernen.
Die vorderen Luftbälge auf maximale Höhe füllen.
101174
Unterstellböcke unter dem Rahmen knapp hinter der Haltestrebe
der quer verlaufenden Schubstrebe anbringen.
Die Luft aus den vorderen Luftbälgen ablassen.
Fahrerhaus zurückkippen.
100093
Linke oder alternativ hierzu rechte Stoßfän- gerecke entfernen.
100095
Die Schrauben des Scheinwerfergehäuses entfernen.
100096
Scheinwerfergehäuse nach außen klappen und elektrische Anschlüsse
entfernen.
100097
Schrauben des Gelenkes lösen und Schein- werfergehäuse entfernen.
LHD-Fahrzeug:
Deckel des Waschflüssigkeitbehälters abnehmen und Kabelbinder
der Kabel auf der Oberseite des Behälters entfer- nen.
100094
Schläuche für Scheinwerfer- und Schei- benwaschanlage an den
Verbindungs- stellen trennen.
Schläuche verschließen, damit die Scheibenwaschflüssigkeit nicht
ausläuft.
100098
Elektrische Anschlüsse von den Pumpen des
Waschflüssigkeitbehälters entfer- nen.
100099
Befestigungsschrauben des Behälters entfernen und Behälter
abheben.
RHD-Fahrzeug:
Gummibalg vom Luftrohr lösen und Rohr vom Luftfiltergehäuse
abheben.
100216
100217
Kabelbinder der Kabel hinter der Scheinwerferabdeckung
durchschnei- den.
100100
Schrauben der Abdeckung für den Schein- werfereinsatz von unten
entfernen.
100106
Kabelführung lösen.
100107
Schrauben auf der Außenseite der Abdek- kung und anschließend
Abdeckung entfernen.
Das dahinterliegende Eckblech entfernen.
100108
Ausbau von Ölbehälter und Leitungen: LHD-Fahrzeug:
Ein Auffanggefäß für Öl unter dem Ölbehälter aufstellen.
Öleinfüllstutzen des Motors und Druck- luftleitungen vom Halter
des Ölbehälters lösen.
Ventilgehäuse des Lenkgetriebes sorg- fältig reinigen und Druck-
und Rück- laufleitungen vom Lenkgetriebe lösen.
100109
Den dickeren Schlauch (Saugleitung) vom Ölbehälter lösen.
Ölbehälter mit angeschlossener Rück- laufleitung vom Halter
entfernen.
WICHTIG! Offene
Anschlüsse mit Schutzstop- fen verschließen.
100110
Halter des Ölbehälters vom Lenkge- triebe lösen.
Druckluftleitungen vorsichtig etwas zur Seite wegdrücken.
RHD-Fahrzeug:
Ein Auffanggefäß für Öl unter dem Fahrzeug aufstellen.
Ventilgehäuse des Lenkgetriebes sorg- fältig reinigen und Druck-
und Rück- laufleitungen vom Lenkgetriebe lösen. Die Leitungen
von den Verbindungs- stücken am rechten Rahmenträger lösen.
Leitungen entfernen.
Rücklauf- und Saugleitung vom Ölbe- hälter auf der linken Seite
des Fahrzeugs lösen.
Ölbehälter entfernen.
WICHTIG! Offene
Anschlüsse mit Schutzstop- fen verschließen.
Räder in Geradeausstellung bringen.
100348
Die Markierung an der Eingangswelle des Lenkgetriebes muß dann
gerade nach vorn zeigen und der Markierung am Ventilge- häuse
gegenüberstehen.
Splint und Kronenmutter vom Kugelgelenk der Lenkschubstange
entfernen. Kugelgelenk mit dem Abzieher 98 724 aus dem
Lenkstockhebel ziehen.
Abzieher spannen.
Mit einem Kupferhammer leicht auf die Schraube schlagen.
Diese Arbeitsschritte wiederholen, bis sich die Lenkschubstange
löst.
WICHTIG! Keinen
Schrauber verwenden. Es besteht die Gefahr von Schäden am
Werkzeug.
Das Fahrerhaus kippen.
WICHTIG! Beide
Fahrerhausecken müssen beim Kippen des Fahrerhauses offen sein.
100340
Das Kreuzgelenk von der Eingangswelle des Lenkgetriebes entfernen.
100163
98 724
Halter 99 325 auf dem Lenkgetriebe anbringen:
Bei LHD-Fahrzeug: mit der ebenen Seite der Montageplatte zum
Lenkge- triebegehäuse hin.
Bei RHD-Fahrzeug: mit dem Distanz- rohr der Montageplatte zum
Lenkgetrie- begehäuse hin.
100124
100218
Befestigungsschrauben des Lenkgetriebes lösen.
100165
99325
Folgende Aufspannvorrichtungen am Getriebeheber befestigen:
98 405 Halter und Aufspannstrebe
98 402 Halter
98 403 Aufspannarm
Aufspannarm an den Halter am Lenkge- triebe anschließen.
Befestigungsschrauben des Lenkgetriebes entfernen.
Lenkgetriebe schräg nach vorn herausziehen.
100346
Lenkgetriebe reinigen und im Universalsta- tiv 587 692 mit den
Aufspannvorrichtungen 87 013 und 98 148 befestigen.
Zweikreissystem bedeutet, daß das Fahrzeug mit zwei hydraulischen
Pumpenkreisen für die Lenkhilfe (Kreis 1 und Kreis 2) ausgestattet
ist. Die Lenkgetriebe sind darum mit einem Ven- tilgehäuse mit einem
speziellen Zweikreisven- til für die erforderliche Automatik
ausgestattet.
Zielsetzung
Für den Fall, daß im Hauptkreis (Kreis 1) Funktionsstörungen
vorliegen, schaltet sich der andere Kreis (Kreis 2) automatisch ein,
so daß die Lenkhilfe, so lange das Fahrzeug in Bewegung ist,
weiterhin in Kraft ist.
Kreis 1
Aufgebaut wie herkömmliches Einkreislenksystem mit vom Motor
getriebener Hydraulikpumpe.
Ist normalerweise der für die Lenkhilfe allein zuständige Kreis.
Kreis 2
Die Hydraulikpumpe ist wellengetrieben; sie wird von der
Abtriebswelle des Getrie- bes angetrieben und arbeitet darum nur,
wenn das Fahrzeug rollt und unabhängig davon, ob der Motor läuft
oder nicht.
Normalerweise nicht für Lenkhilfe zustän- dig, wird jedoch
automatisch eingeschaltet, wenn Kreis 1 nicht normal funktioniert.
Die Kreise haben je einen Geber, welcher über- wacht, daß der
Durchfluß in dem betreffenden Kreis normal ist.
Die Geber sind an Anzeigelampen im Armaturenbrett angeschlossen.
Beide Kreise haben in ihren jeweiligen Leitun- gen einen ähnlichen
Durchfluß:
Die Hydraulikpumpe saugt die Flüssigkeit aus dem
Hydraulikflüssigkeitsbehälter an und drückt die Flüssigkeit
weiter zum Lenkgetriebe.
Im Zweikreisventil des Lenkgetriebes strömt die Flüssigkeit an
einen Geber vor- bei, der elektrisch an eine Anzeigelampe im
Armaturenbrett angeschlossen ist.
Das Zweikreisventil leitet dann die Flüssig- keit zum
Lenkgetriebe. Kreis 2 hat eine gerin- gere Durchflußkapazität
als Kreis 1. Darum wird der Durchfluß zum Hilfslenkzylinder
an der hinteren Vorderachse (sofern das Fahr- zeug mit einer
solchen ausgestattet ist) ausge- schaltet, wenn Kreis 2
eingeschaltet wird.
Vom Lenkgetriebe strömt die Flüssigkeit wieder in den
Flüssigkeitsbehälter.
Flüssigkeitsbehälter Kreis 2
Flüssigkeitsbehälter Kreis 1
Zweikreisventil
Lenkgetriebe
Hydraulikpumpe Kreis 1
Hydraulikpumpe Kreis 2
Hilfslenkzylinder (Modelle mit Lenkhilfe auf mehr als einer
Achse)
Die Zweikreislenkgetriebe TAS 86 und TAS 87 bauen auf dem
Lenkgetriebe TAS 85 auf. Der Unterschied zu TAS 85 besteht darin,
daß auf dem oberen Deckel des Lenkgetriebes ein Zweikreisventil
plaziert ist.
Betreffs Beschreibung der Funktion des Lenk- getriebes wird mit
Ausnahme des Zweikreisven- tils auf die Beschreibung für TAS 85
unter Gruppe 13 hingewiesen.
Zweikreisventil
Die Aufgabe des Zweiskreisventils ist es, bei Druckabfall in dem vom
Motor angetriebenen Kreis (Kreis 1) automatisch den wellengetriebe-
nen Kreis (Kreis 2) einzuschalten.
Die Automatik baut auf einen druckempfindli- chen Ventilschieber
auf, welcher auf normale Betriebsart schaltet, wenn in Kreis 1 Druck
aufgebaut wird.
Wenn der Druck in Kreis 1 auf ein unnormales Niveau fällt, öffnet
der Schieber eine Passage für den Durchfluß in Kreis 2, welcher
damit den geringen Durchfluß von Kreis 1 komplettiert.
Bei Fahrzeugen mit doppelten Vorderachsen schaltet sich die
Hydraulik für die Hilfslenkzy- linder der hinteren Vorderachse ab,
wenn Kreis 2 eingeschaltet wird. Dieses Umschalten wird von einem
anderen Ventilschieber im Zweikreisventil ausgeführt.
Hydraulikschaltplan für Zweikreislenkgetriebe.
Hydraulikpumpe Kreis 1
Rückschlagventil
Ventilschieber
Ventilgehäuse im Lenkgetriebe
Lenkgetriebekolben
Ventilschieber für Abschalten des Hilfszylinders (nur TAS 87)
Hilfslenkzylinder (nur TAS 87)
Flüssigkeitsbehälter
Hydraulikpumpe Kreis 2
TAS 86
Wird verwendet, wenn das Fahrzeug Zweikreislenkung hat und nicht
mit Hilfszylinder ausgestattet ist.
Hydraulikanschlüsse TAS 86.
Von Pumpe Kreis 1
Zu Flüssigkeitsbehälter Kreis 2
Zu Flüssigkeitsbehälter Kreis 1
Von Pumpe Kreis 2
Durchflußgeber Kreis 2
Positionsgeber für Kreis 1
TAS 87
Wird verwendet, wenn das Fahrzeug Zweikreis- lenkung hat und mit
Hilfszylinder ausgerüstet ist.
Die Pumpe für den Kreis 1 ist die gleiche wie bei entsprechenden
Fahrzeugen ohne Zweikreis- lenkung. Informationen sind unter Gruppe
13 aufgeführt.
Kreis 2
Die zu Kreis 2 gehörende Pumpe ist eine Radial- kolbenpumpe. Diese
sitzt auf dem Getriebege- häuse und wird von einem Zahnkranz auf der
Abtriebswelle des Getriebes angetrieben. Die Pumpe hat ein
eingebautes Überdruckventil, welches nach Ausbau eingestellt werden
kann.
Flüssigkeitsbehälter
Die Flüssigkeitsbehälter für die Kreise sind identisch und sind
zusammengesetzt.
Jeder Behälter enthält u.a. einen Ölmeßstab und einen Filter.
Die Behälter sind mit einer innenseitigen Hydraulikleitung
verbunden.
Der linke Behälter im Fahrzeug gehört zu Kreis 2.
Hydraulikpumpe Kreis 2 auf dem Getriebe.
Einzelteile aus dem Flüssigkeitsbehälter für Kreis 2.
Die Kreise haben je eine Anzeigelampe. Die Lampen leuchten, wenn der
zugehörige Kreis einen zu niedrigen Öldurchfluß hat. Dies wird mit
Sensoren im Zweikreisventil des Lenkge- triebes erfühlt.
Funktionskontrolle
Die Anzeigelampen leuchten beim Starten, was bedeutet, daß die
Kreise funktionieren.
Kreis 1
Die Anzeigelampe leuchtet auf, wenn der Durchfluß der vom Motor
angetriebenen Pumpe geringer als 5 - 8 l/min ist.
Kreis 2
Die Anzeigelampe leuchtet auf, wenn der Durch- fluß der
wellengetriebenen Pumpe geringer als
2-3 l/min ist. Dieser Durchfluß wird erreicht, wenn das Fahrzeug mit
ca. 5-10 km/h vorwärts gefahren wird.
106 568
1 2
Elektrischer Schaltplan Sicherheitssystem
C1 Anschluß, 17-polig
C294 Anschluß Kreis 2, 2-polig C295 Anschluß Kreis 1, 2-polig
P2 Zentralelektrik mit Sicherung 10 A T55 Positionsgeber, Kreis 1
T56 Durchflußgeber, Kreis 2 W40 Anzeigelampe, Kreis 1 W 41
Anzeigelampe, Kreis 2
Die Messung von Kreis 1 ist unter Gruppe 13 beschrieben.
Kreis 2
Wichtig! Das
Lenkgetriebe ist sehr empfindlich gegen Schmutz in der
Hydraulikanlage.
Anschlußpunkte daher sorgfältig vor Anschluß der Meßausrüstung
reinigen. Kontrollieren,
ob die Meßausrüstung sauber ist.
Die Hydraulikpumpe für Kreis 1 vom Motor lösen. Die Leitungen
der Hydraulikpumpe dort belassen.
Da die Pumpe für Kreis 2 von der Abtriebs- welle des Getriebes
angetrieben wird, muß die Kardanwelle vor Messung von dem
Getriebe entfernt werden. Ein geeigneter Teilungspunkt ist
hinter dem Stützlager.
Meßausrüstung 587 696
Die Meßausrüstung 587 696 wird eingehender unter Gruppe 13
beschrieben.
Hydraulikschlauch - wird an die Druckseite der
Hydraulikpumpe angeschlossen
Verstellbares Überdruckventil
Durchflußmesser
Verstellbares Drosselventil
Hydraulikschlauch - wird an die Druckseite des Lenkgetriebes
angeschlossen
Rücklaufschlauch - wird an den Ölbehälter angeschlossen
Signalleitung für Temperatur und Durchfluß
Rohrleitung für Öldruck
Meßinstrument
Anschluß von Meßausrüstung
in Kreis 2 1
Es gibt zwei alternative Anschlüsse für die Meßausrüstung in Kreis
2.
An der Hydraulikpumpe, angeschlossen an der Druckleitung.
An der Druckleitung neben dem Zweikreis- ventil des Lenkgetriebes.
107 274
! WARNUNG! 2
Die Meßausrüstung darf auf keinen Fall
in die falsche Durchflußrichtung ange- schlossen werden.
Das verstellbare Überdruckventil (Schlauch 1) der Meßausrüstung
an die Druckleitung der Pumpe anschließen.
Das verstellbare Drosselventil (Schlauch 5) an die zum
Lenkgetriebe führende Leitung anschließen.
Den Ölmeßstab für den Flüssigkeitsbehäl- ter für Kreis 2
entfernen und stattdessen den Rücklaufschlauch (Schlauch 6) der
Meßaus- rüstung anbringen.
An das Lenkgetriebe angeschlossene Meßausrüstung.
Schlauch zum Überdruckventil (Schlauch 5)
Schlauch zum Drosselventil (Schlauch 1)
! WARNUNG!
Der Rücklaufschlauch darf auf keinen Fall ausgelassen werden.
Flüssigkeitsstand kontrollieren.
Den Anschluß kontrollieren.
An die Hydraulikpumpe in Kreis 2 angeschlossene Meßausrüstung.
Das Lenkgetriebe hat eine hydraulische Endla- gebegrenzung, die den
Öldruck des Lenkgetrie- bes reduziert und damit dessen Drehmoment,
wenn die Räder sich den Endlagen nähern.
In den Arbeitskolben des Lenkgetriebes sind Ventile eingebaut. Die
Ventile reduzieren den Öldruck im Lenkgetriebe auf ungefähr die
Hälfte des max. Drucks, wenn der Arbeitskol- ben und die Räder sich
den Endlagen nähern.
Verminderung des Radeinschlags
Um zu verhindern, daß die Endlagebegrenzung die Messung beeinflußt,
muß der Radeinschlag verringert werden. Dies geschieht durch Anbrin-
gen von 20 mm dicken Zwischenlagen auf bei- den Gewindestiften der
Vorderachse, bevor mit dem Messen begonnen wird.
24
13_0908
min 20
13_0909
Als geeignetes Zwischenstück kann beispiels- weise die Steckhülse 24
mm aus dem Satz 587 558 verwendet werden.
Messung
Die Anweisungen gemäß Abschnitt ”Vorbereitung für Messung”
ausführen.
Den Motor starten und Schaltstellung entsprechend dem
Getriebetyp wählen:
Getriebe Schaltstellung
GR900 6
GRS 900 5L
Die Motordrehzahl auf 900-1000 U/min erhöhen.
Die Öltemperatur im System kontrollieren. Bei 50 - 85 ˚C soll
gemessen werden.
Die Räder gegen die eine Endlage drehen. Die Räder gegen die
Endlage drücken und den maximalen Druck des Systems ablesen.
Bei Fahrzeugen mit doppelter Vorderachse kann es ausreichend sein,
das Lenkrad so weit wie möglich in eine Endlage zu drehen, ohne daß
die Endlage erreicht wird. Dies beruht darauf, daß die hintere Achse
einen so großen Widerstand leistet, daß der maximale Druck auf jeden
Fall erreicht wird.
Maximaler Systemdruck: 150 + 10 bar
Achtung! Der
maximale Druck darf höchstens 10 s gehalten
werden.
Die Anweisungen gemäß Abschnitt ”Vorbereitung für Messung”
ausführen.
Darauf achten, daß die Öltemperatur bei Messung 50 - 85 ˚C
beträgt.
Den Durchfluß bei einer Motordrehzahl von 500, 1000 und 1900
U/min messen. Der Systemdruck soll 50 bar betragen. Den Druck
durch Drosselung des Öldurchflus- ses mit Hilfe des
verstellbaren Drosselven- tils einstellen.
Min. Durchfluß bei 500 U/min: 7 l/min Durchfluß bei 1000 - 1900
U/min:
9,6 - 14 l/min
Kontrolle des Durchflußgebers für Kreis 2
Die Anweisungen gemäß Abschnitt ”Vorbereitung für Messung”
ausführen.
Den Motor starten und oben angegebenen Gang einlegen.
Den Motor mit Leerlaufdrehzahl laufen lassen.
Das verstellbare Überdruckventil völlig zudrehen.
Den Durchfluß mittels des Drosselventils langsam nach unten
schrauben und gleich- zeitig den Systemdruck mittels des ver-
stellbaren Überdruckventils auf ca. 100 bar nach unten
reglieren.
Den Durchfluß ablesen, wenn die Anzeige- lampe für geringen
Öldurchfluß in Kreis 2 im Armaturenbrett aufleuchtet.
Die Lampe soll aufleuchten, wenn der Durchfluß geringer als 2 - 3
l/min ist.
Die Meßausrüstung in Kreis 1 gemäß Anweisungen in Gruppe 13
anschließen.
Den Motor mit Leerlaufdrehzahl laufen lassen.
Das verstellbare Überdruckventil ganz zudrehen.
Den Durchfluß mittels des verstellbaren Drosselventils langsam
nach unten schrau- ben und gleichzeitig den Systemdruck mit-
tels des verstellbaren Überdruckventils auf ca. 50 bar nach
unten reglieren.
Den Durchfluß ablesen, wenn die Anzeige- lampe für Kreis 1 im
Armaturenbrett aufleuchtet.
Die Lampe soll aufleuchten, wenn der Durchfluß geringer als 5 - 8
l/min ist.
Bei Arbeiten an den Lenkgetrieben TAS 86 und TAS 87 wird mit
Ausnahme des Zweikreisventils auf Gruppe 13 hingewiesen.
Wichtig! Das
Lenkgetriebe ist sehr empfindlich gegen Schmutz im Hydrauliksystem.
Das Lenk- getriebe darum vor Beginn der Arbeiten sorgfältig
reinigen.
Austausch des Zweikreisventils
Die Hydraulikleitungendes Zweikreisventils abschrauben.
Das Zweikreisventil abschrauben.
Das neue Ventil mit neuen Dichtungen- anbringen.
Die Hydraulikleitungen wieder anschrauben.
Anzugsmoment: Schneidringkupplungen: 50 +/- 7 Nm.
Banjokupplungen: 42 +/- 4 Nm.
TAS 86
Ventilgehäuse
Dichtungen
Zweikreisventil
Lenkgetriebegehäuse
TAS 87
Lenkgetriebegehäuse
Ventilgehäuse
Dichtungen
Zweikreisventil
Austausch des Gebers.
Wichtig!Das
Lenkgetriebe ist sehr empfindlich gegen Schmutz im Hydrauliksystem.
Das Lenk- getriebe darum vor Beginn der Arbeiten sorgfältig
reinigen.
Den Steckverbinder für den elektrischen Anschluß des Gebers
teilen.
Den befindlichen Geber entfernen.
Die Dichtungen austauschen und den neuen Geber anbringen.
Achtung! Der
Ventilschieber innerhalb des Positionsgebers für Kreis 1 ist
federbelastet. Verhindern, daß der Ventilschieber zu weit hin-
einragt und kontrollieren, daß dieser leicht läuft, bevor der
neue Positionsgeber angebracht wird.
Scanias Lenkgetriebe besitzen eine hydraulische
Endlagenbegrenzung, die zur Aufgabe hat, den Öldruck des
Lenkgetriebes und somit dessen Drehmoment zu verringern, wenn
sich die Räder den Endlagen nähern.
Die Endlagenbegrenzungen werden bei Einbau eines neuen
Lenkgetrie- bes im Fahrzeug und mit vorher eingestellten
Radeinschlägen einge- stellt.
Wenn die Eingangsachse am losen Lenkgetriebe - oder am Lenkge-
triebe mit entfernter Lenkschubstange - mehr als 1,5 Umdrehungen
aus der Mittenlage gedreht wird, kann sich die werkseitige
Grund- einstellung der Endlagenbegrenzung ändern.
Ist dies der Fall, muß die Endlagenbegrenzung von Hand mit einer
speziellen Einstellschraube und Sicherungsmutter in der
Stirnwand des Lenkgetriebegehäuses (TAS) oder mit einem
selbstjustierenden Gewindestift (ZF) eingestellt werden.
Für weitere Informationen, siehe Anweisungen im Servicehandbuch,
Gruppe 13.
Sauberkeit - von großer Bedeutung bei Arbeiten am Lenkgetriebe
Schäden an Komponenten und Dichtungen des Lenkgetriebes haben
Verunreinigungen im Hydrauliksystem als Hauptursache.
Es ist daher wichtig, daß das Hydrauliksystem frei von
Verunreinigun- gen ist, bevor das Lenkgetriebe im Fahrzeug
eingebaut wird.
Die hohen Forderungen nach Sauberkeit bei Arbeiten am Lenkge-
triebe und am Hydrauliksystem beachten.
Bei Fahrzeugen mit luftgefederter Vor- derachse muß der
Rahmen aufgebockt und die vorderen Luftbälge entleert wer-
den.
Nicht an den vorderen Schubstreben- konsolen aufbocken.
101174
Bei Fahrzeugen mit luftgefederter Vorder- achse muß die
Vorderachse aufgebockt wer- den, siehe hierzu Gruppe 0
Allgemeine Informationen.
Bei Fahrzeugen mit Kunststoffstoßfänger: Die Eckhaube des
Stoßfängers vor dem Lenkgetriebe entfernen.
Bei Fahrzeugen mit Stahlstoßfänger:
100093
Das Abdeckblech am Trittblech entfernen.
Die Schrauben für den Scheinwerfereinsatz
100095
entfernen.
100096
Den Scheinwerfereinsatz nach außen klap- pen und die
elektrischen Anschlüsse lösen.
100097
Die Schrauben des Gelenks lösen und den Scheinwerfereinsatz
entfernen.
Linkslenker:
Den Deckel des Waschflüssigkeitsbehäl- ters entfernen
und die Kabelbinder für die Kabel auf der Oberseite des
Behäl- ters abschneiden.
100094
Die Schläuche für Scheinwerfer- und Scheibenwaschanlage
an den Verbind- ungspunkten trennen.
Die Schläuche verschließen, damit keine Waschflüssigkeit
ausläuft.
Die elektrischen Anschlüsse von den Wascherpumpen des
Waschmittelbehäl- ters entfernen.
100098
Die Befestigungsschrauben des Behäl- ters entfernen und
den Behälter abheben.
100099
Rechtslenker:
Die Kabelbinder für die Kabel hinter dem
Scheinwerfergehäuse abschneiden.
Das Lufteinlaßrohr zum Luftfilterge- häuse entfernen.
112 664
Das Unterteil des Luftfiltergehäuses ent- fernen.
Die Schrauben der Abdeckung für den Scheinwerfereinsatz von
unten entfernen.
100100
100107
Die Schrauben auf der Unterseite der Abdeckung entfernen und
die Abdeckung abnehmen. Die Motorhaube leicht zurück-
kippen, um den Ausbau der Abdeckung zu erleichtern.
100108
Das dahinterliegende Eckblech entfernen.
Den Trittsteg entfernen.
100348
Die Räder in Geradeausstellung bringen und die Eingangsachse
vom Lenkgetriebe ent- fernen. Das Kreuzgelenk von der
Eingang- sachse des Lenkgetriebes entfernen.
Ausbau von Ölbehälter und Leitungen: Linkslenker:
112 663
Ein Auffanggefäß für das Öl unter den Ölbehälter
stellen.
Das Ventilgehäuse des Lenkgetriebes sorgfältig reinigen
und Druck- und Rücklaufleitungen vom Lenkgetriebe lösen.
Den dickeren Schlauch (die Sauglei- tung) vom Ölbehälter
entfernen.
Den Ölbehälter mit Halter und belass- ener
Rücklaufleitung entfernen.
WICHTIG! Die
offenen Anschlüsse mit Ver- schlüssen versehen.
112 662
Rechtslenker:
Ein Auffanggefäß für das Öl unter das Fahrzeug stellen.
Das Ventilgehäuse des Lenkgetriebes sorgfältig reinigen
und Druck- und Rücklaufleitungen vom Lenkgetriebe lösen.
Die Leitungen in den Verbind- ungsverschraubungen im
rechten Rah- menträger lösen.
Die Leitungen entfernen.
Die Rücklaufleitung und die Saugleitung vom Ölbehälter
auf der linken Seite des Fahrzeugs lösen.
Den Ölbehälter zur Reinigung und zum Filterwechsel
entfernen.
WICHTIG! Die
offenen Anschlüsse mit Ver- schlüssen versehen.
Kontrollieren, daß die Markierung an der Eingangsachse des
Lenkgetriebes geradeaus zeigt und der Markierung am
Ventilgehäuse gegenübersteht, wenn sich die Räder in
Geradeausstellung befinden.
100348
Den Splint entfernen und die Kronenmutter ein paar
Umdrehungen vom Kugelgelenk der Lenkschubstange abschrauben.
Das Kugelgelenk mit dem Abzieher 99 372 wie folgt aus dem
Lenkstockhebel ziehen:
Den Abzieher spannen.
Mit einem Kupferhammer leicht gegen das Werkzeug an der
Schraube des Kugelgelenks klopfen.
Diese Schritte wiederholen, bis sich die Lenkschubstange
löst.
Die linke Verschraubung vom Lenkgetriebe entfernen.
Einen Werkstattkran verwenden und Hebe- schlaufen um das
Lenkgetriebe legen.
Die Befestigungsschrauben des Lenkgetriebes lösen.
Das Lenkgetriebe anheben und entfernen.
Das Lenkgetriebe reinigen und im Univer- salstativ 587 692
mit den Aufspannvorrich- tungen 87 013 und 98 148 anbringen.
Den Lenkstockhebel festspannen und die Mutter mit einem
Mutterabzieher abziehen.
Kontrollieren, daß der Lenkstockhebel direkt gegenüber der
Markierung des Lenk- segments gekennzeichnet ist. Ist die Marki-
erung undeutlich, mit einem Körnerschlag kennzeichnen. Die
Mutter drei Umdrehun- gen auf das Lenksegment aufschrauben.
100671
Den Lenkstockhebel mit Abzieher 587 539 wie folgt abziehen:
Den Abzieher spannen.
Den Abzieher halten und mit einem Kupferhammer gegen den
Lenkstock- hebel um die Befestigung im Lenkseg- ment herum
klopfen.
100347
Diese Schritte wiederholen, bis sich der Lenkstockhebel
löst.
! WARNUNG!
Nicht vor dem Abzieher aufhalten, dieser löst sich und kann
zu Personenverlet- zungen führen.
Die Anschlußverschraubungen entfernen und die Öffnungen im
Ventilgehäuse ver- schließen.
Das Lenkgetriebe entfernen und die neue Komponente in der
Aufspannvorrichtung befestigen.
WICHTIG! Anhand
der Typenschilder kontrol- lieren, daß die Lenkgetriebe dieselbe
Artikel- nummer besitzen.
Die Anschlußverschraubungen reinigen und im Ventilgehäuse
befestigen. Die Anschlußverschraubungen verschließen.
Das Lenkgetriebe mit den Anschlüssen nach oben drehen. Die
Mittenstellung des Lenkgetriebes wie folgt einstellen:
Die Eingangsachse so drehen, daß die Markierung am
Lenksegment mit der Markierung am Lenkgetriebegehäuse
übereinstimmt.
Die Markierung an der Eingangsachse muß dabei mit der
Markierung am Ven- tilgehäuse übereinstimmen.
Den Lenkstockhebel gemäß Markierungen Lenkstockhebel -
Lenksegment anbringen.
101139
WICHTIG! Durch
die geringste Abweichung von der korrekten Stellung erhält das
Lenkge- triebe eine fehlerhafte Mittenstellung im Fahr- zeug.
Das Lenkgetriebe mit der Eingangswelle nach oben drehen. Die
neue Mutter anbrin- gen und mit 550 Nm anziehen.
100344
WICHTIG! Den
Lenkstockhebel mit einer Kette sichern, damit der Arbeitskolben
nicht die End- lagenbegrenzung betätigt.
Die Mutter durch Stauchen des Sicherungsf- lansches um
mindestens 2,5 mm gegen die Nut im Lenksegment sichern.
Schäden an den Komponenten und Dichtungen werden durch
Verunreinigungen im Hydraulik- system verursacht.
Hohe Forderungen werden daher bei Arbeiten am Lenkgetriebe und
Hydrauliksystem an die Sauberkeit gestellt.
Immer das Öl und das Ölfilter nach dem Zerle- gen oder dem
Auswechseln des Lenkgetriebes wechseln.
Folgende Anweisungen sorgfältig befolgen:
Die Rücklaufleitung vom Ölbehälter ent- fernen (Linkslenker).
Das Filter aus dem entfernten Ölbehälter herausnehmen. Wird das
Filter bei ange- schlossenem Behälter gewechselt, besteht immer
die Gefahr, daß Verunreinigungen in das Hydrauliksystem
eindringen.
Den Behälter innen und außen reinigen.
Ein neues Filter montieren.
Die Rücklaufleitung innen mit Druckluft sauberblasen und an den
Behälter anschließen (Linkslenker).
Es muß vermieden werden, daß beim Anschließen der Leitungen
Schmutz in das Hydrauliksystem eindringt.
Neues Öl einfüllen. Ein absolut sauberes Gefäß verwenden.
Achtung! Niemals
gebrauchtes Öl wieder ein- füllen.
Die linke Verschraubung am Lenkgetriebe entfernen.
Das Lenkgetriebe im Fahrzeug montieren. Die
Befestigungsschrauben mit
550 +/- 60 Nm anziehen.
Die Verschraubung anbringen.
Kontrollieren, daß das Lenkgetriebe in Mit- tenstellung steht.
Die Lenkschubstange am Lenkstockhebel befestigen. Die
Kronenmutter mit 250 Nm und anschließend zum nächsten
Sicherungsloch anziehen. Mit neuem Splint sichern.
100348
250 Nm
100366
Einbau von Ölbehälter und Leitungen: Linkslenker:
Ölbehälter mit Halter am Lenkgetriebe
befestigen.
Die Rücklaufleitung an das Lenkgetriebe anschließen.
Die Saugleitung an den Behälter anschließen.
Die Schlauchschellen sorgfältig anzie- hen.
Rechtslenker:
112 663
Den Ölbehälter anbringen.
Die Rücklauf- und Saugleitungen an den Behälter anschließen.
Die Schlauchschellen sorgfältig anzie- hen.
Die Leitungen an das Lenkgetriebe anschließen.
Druck- und Rücklaufleitungen an das Lenkgetriebe anschließen.
Das Kreuzgelenk mit der Klemmnut direkt gegenüber von der
Markierung am Ven- tilgehäuse anbringen. Die Klemmschraube
anbringen und mit 47 Nm anziehen.
Achtung! Eine
neue Sicherungsmutter anbrin- gen.
47 Nm
100341
Das Eckblech anbringen.
Den Trittsteg anbringen.
100108
100107
100100
Die Abdeckung für den Scheinwerfereinsatz anbringen.
Die Kabeldurchführung anbringen.
100106
Den Scheinwerfereinsatz anbringen. Die Schrauben im Gelenk
anbringen. Elek- trische Leitungen und Waschflüssigkeitss-
chlauch anbringen. Die Schrauben im Lampeneinsatz anziehen.
Linkslenker:
100099
Den Waschflüssigkeitsbehälter anbrin- gen.
Die elektrischen Leitungen an die Wascherpumpen anschließen.
Schläuche für Scheinwerfer- und Scheibenwaschanlage
anschließen.
100098
Kabelbinder um die Kabel an der Ober- seite des
Wascherbehälters anbringen.
Rechtslenker:
Kabelbinder um die Kabel hinter der Scheinwerferabdeckung
anbringen.
Das Lufteinlaßrohr am Luftfiltergehäuse anbringen.
Bei Fahrzeugen mit Kunststoffstoßfängern: Die Eck-Abdeckung des
Stoßfängers anbringen.
Den Motor anlassen und im Leerlauf laufen lassen. Nicht das
Lenkrad drehen.
Den Motor nach 5 s abstellen.
Diese Schritte wiederholen, bis der Ölstand stabil ist.
WICHTIG! Den
Füllstand im Behälter hoch halten. Wenn der Füllstand so weit
absinkt, daß Luft von der Pumpe angesaugt wird, hat dies
Schaumbildung des Öls zur Folge.
Mit dem Motor im Leerlauf die Räder lang- sam in beide
Richtungen bis in die Endlage drehen. Bei dem instandgesetzten
oder neuen Lenkgetriebe ist die Endlagenbegren- zung jetzt
funktionstüchtig.
Bei abgestelltem Motor den Ölstand kon- trollieren.
Die Räder ein paar Mal langsam in die End- lagen drehen.
Eventuelle Leckagen im Hydrauliksystem kontrollieren und
beheben.
Die Schlauchschellen am Ölbehälter kon- trollieren.
Den Ölstand kontrollieren, er muß am Max.-Strich des Ölmeßstabs
liegen.
Das Lenkgetriebe TAS 85 verfügt über eine hydraulische
Lenkeinschlagbegrenzung, die dazu dient, den Öldruck des
Lenkgetriebes und somit dessen Drehmoment zu verringern, wenn sich
die Räder ihren Lenkanschlägen nähern.
Die Lenkeinschlagbegrenzung wird werkseitig für Lenkgetriebe von
Bussen eingestellt; außerdem sind die Lenkanschläge justiert.
Wenn die Eingangswelle bei ausgebautem Lenkgetriebe oder bei
gelöster Lenkschubstange mehr als 1,5 Umdrehungen aus der
Mittelstellung gedreht wird, kann die werkseitig eingestellte
Lenkeinschlagbegrenzung außer Funktion gesetzt werden.
Ist dies der Fall, muß die Lenkeinschlagbegrenzung mit einer
speziellen Einstellschraube und Kontermutter in der Stirnwand des
Lenkgetriebes manuell eingestellt werden.
Weitere Informationen siehe Anweisungen im Werkstatthandbuch, Gruppe
13, "Lenkgetiebe TAS 85".
Äußerste Sauberkeit bei Arbeiten am Lenkgetriebe!
Schäden an Komponenten und Dichtungen im Lenkgetriebe sind
überwiegend auf Verunreinigungen im Hydrauliksystem zurückzuführen.
Deshalb muß das Hydrauliksystem vor dem Einbau in das Fahrzeug frei
von Verunreinigungen sein.
Bei Arbeiten am Lenkgetriebe und am Hydrauliksystem ist auf äußerste
Sauberkeit zu achten.
Kühlergrill öffnen und linke bzw. rechte Stoßfängerecke abbauen.
Scheinwerfergehäuse ausbauen.
Fahrzeug um ca. 230 mm anheben.
Räder in Geradeausstellung bringen.
Die Markierung an der Eingangswelle des Lenkgetriebes muß gerade
nach vorn zeigen und der Markierung am Ventilgehäuse
gegenüberstehen.
Splint herausziehen und Kronenmutter vom Kugelgelenk der
Lenkschubstange abschrauben. Kugelgelenk gemäß Abbildung mit dem
Abzieher 98 724 von Lenkhebel abbauen:
Abzieher spannen.
Mit einem Kupferhammer leicht auf die Schraube schlagen.
Diese Arbeitsschritte wiederholen, bis sich die
Lenkschubstange löst.
WICHTIG! Keinen
Druckluftschrauber verwenden. Das Werkzeug kann sonst
beschädigt werden.
100348
98 724
Ausbau
100163
Das Kreuzgelenk von der Eingangswelle des Lenkgetriebes abbauen.
Einen Ölauffangbehälter unter dem Fahrzeug aufstellen.
Ventilgehäuse des Lenkgetriebes sorgfältig reinigen und Druck-
und Rücklaufleitungen vom Lenkgetriebe lösen.
100340
WICHTIG! Anschlußöffnungen
mit Schutzstopfen verschließen.
Halter 99 325 auf dem Lenkgetriebe anbringen.
99325
Getriebeheber ansetzen.
Aufspannarm am Halter des Lenkgetriebes anbauen. Schrauben des
Lenkgetriebes herausdrehen.
Lenkgetriebe ausbauen.
Lenkgetriebe reinigen und mit den Halterungen 87 013 und 98 148
in den Universalständer 587 692 einsetzen.
Lenkhebel festhalten und Mutter mit Schrauber abschrauben.
Prüfen, ob die Markierung des Lenkhebels der Markierung auf der
Segmentwelle genau gegenübersteht. Ist die Markierung
undeutlich, mit einem Körnerschlag kennzeichnen. Mutter drei
Umdrehungen auf die Segmentwelle aufschrauben.
100671
Lenkhebel mit Abzieher 587 539 wie folgt abziehen:
Abzieher spannen.
Abzieher festhalten und mit einem Kupferhammer auf den
Lenkhebel am Sitz auf der Segmentwelle schlagen.
Diese Arbeitsschritte wiederholen, bis sich der Lenkhebel
löst.
! ACHTUNG!
100347
Nicht vor dem Abzieher stehen. Wenn sich der Abzieher löst,
besteht Verletzungsgefahr.
Anschlüsse abbauen und Öffnungen im Ventilgehäuse verschließen.
Umbau des Lenkhebels
Umbau des Lenkhebels
Lenkgetriebe abnehmen und neue Komponente in der
Aufspannvorrichtung montieren.
WICHTIG! Typenschilder
vergleichen. Beide Lenkgetriebe müssen dieselbe Teilenummer
haben.
Anschlüsse reinigen und am Ventilgehäuse anbringen. Anschlüsse
verschließen.
WICHTIG! Die
kleinste Veränderung der korrekten Stellung des Lenkhebels führt
zu einer falschen Mittelstellung des Lenkgetriebes.
Lenkgetriebe mit den Anschlüssen nach oben aufstellen.
Lenkgetriebe wie folgt in Mittelstellung bringen:
Eingangswelle so drehen, daß die Markierung an der
Segmentwelle mit der Markierung am Lenkgetriebegehäuse
übereinstimmt.
101139
Die Markierung an der Eingangswelle muß dabei mit der
Markierung am Ventilgehäuse übereinstimmen.
WICHTIG! Lenkhebel
mit einer Kette sichern, damit der Arbeitskolben nicht die
Lenkeinschlagbegrenzung beeinflußt.
Lenkgetriebe mit der Eingangswelle nach oben aufstellen. Neue
Mutter aufschrauben und mit 550 Nm anziehen.
100344
Eingangswelle wieder in die Mittelstellung bringen, wenn diese
während des Anziehens verdreht wurde.
Mutter durch Verstemmen des Bundes mindestens 2,5 mm in die Nut
an der Segmentwelle sichern.
Die Meßausrüstung dient zum Messen von Druck, Durchflußrate und
Temperatur im Hydrauliksystem.
Die Meßausrüstung besteht aus Kasten, Meßinstrument, Durchflußmesser
und einem Satz mit Schläuchen und Kupplungen zum Anschluß an die
Hydraulik.
Der Durchflußmesser ist ein integriertes Bauteil, das aus einem
einstellbaren Druckbegrenzungs- ventil, dem Durchflußmesser selbst
sowie einem einstellbaren Drosselventil besteht.
114 768
Die Meßausrüstung ist werkseitig auf den spezifischen Wert des
Durchflußmesser kalibriert. Dieser Wert ist im Gehäuse des
Durchflußmesser eingeprägt. Die Kalibrierung ist im Meßinstrument
programmiert und kann nicht ohne eine Änderung des Instruments
geändert werden.
Bei einem Austausch des Durchflußmessers muß die Meßausrüstung an
Scania gesandt und dort entsprechend dem Kalibrierungswert des neuen
Durchflußmessers nachkalibriert werden.
Die Meßausrüstung kann durch einen als Zubehör erhältlichen externen
Durchflußmesser (EXT. FLOW) und Drehzahlmesser (TACH) ergänzt
werden.
Die Meßausrüstung kann für einen externen Durchflußmessers
kalibriert werden, ohne daß die werkseitige Kalibrierung des
internen Durchflußmessers beeinflußt wird.
Die o. g. Zubehörteile sind nicht im Scania Werkzeugsortiment
enthalten.
Anschluß an Signalkabel für Temperatur und Durchflußrate
Drucktastenfeld
Anzeige
Druckmesser
Batteriefach
Anschluß für externen Durchflußmesser
Anschluß für Drehzahlmesser
Drucktastenfeld
F
C
Fast
Units
ON
OFF
13:0853
Einstellung der Temperatureinheit °F
/ °C. Einstellung
alternativer Meßraten, 1 pro Sekunde oder 3 pro
Sekunde.
Bei der Einstellung auf 3 Sekunden erscheint in der Anzeige ein Cursor
(/). Der Punkt rechts neben dem Cursor blinkt synchron zur Meßrate.
Einstellungen der Durchflußraten-Einheit (Liter/Gallonen).
Meßinstrumentschalter. In der Schalterstellung "ON" ist die Anzeige
eingeschaltet.
Wenn der Schalter nicht ausgeschaltet wird, schaltet sich das Gerät nach
ca. 1 Stunde automatisch ab.
Anzeige
TEMPERATURE FLOW/RPM
a
oF oC
F
s
13:0851
RPM RPM
US IMP LPM
t N GAL GAL
In der Anzeige werden die folgenden Werte angezeigt:
Öltemperatur - °F oder °C.
Öldurchfluß pro Minute. Der Öldurchfluß kann in den folgenden Einheiten
angezeigt werden:
US Gallons Imperial Gallons Liter
Bei einer Durchflußrate von weniger als ca. 1 Liter/min wird in der
Anzeige L angezeigt.
Drehzahlmessung (Zubehör)
Die Cursor zeigen die eingestellten Einheiten an.
Wahlschalter
Position Funktion
RESET Hauptschalter
TACH Drehzahlmessung (Zubehör)
INT. FLOW Messung von Druck,
13:0854
Durchflußrate und Temperatur
EXT: FLOW Messung mit externem
Durchflußmesser (Zubehör)
Druckmesser
Der Druckmesser mißt den Öldruck im Durchflußmesser.
13:0855
Anschlüsse für Zubehör
"TACH"
Anschluß für Drehzahlmesser.
"EXT FLOW"
13:0856
Anschluß für externen Durchflußmesser.
Batteriefach
Das Meßinstrument wird von einer 9-Volt- Batterie versorgt, diese
befindet sich im Batteriefach unter dem Deckel rechts am Meßinstrument.
13:0858
Eine entladene Batterie wird durch die Anzeige von "LO" angezeigt.
Durchflußmesser
Der Durchflußmesser besteht aus drei integrierten Komponenten:
Einstellbares Druckbegrenzungsventil
Durchflußmesser
Einstellbares Drosselventil
Einstellbares Druckbegrenzungsventil
Durchflußmesser
Einstellbares Drosselventil
Druckbegrenzungsventil
Das Druckbegrenzungsventil ist als Überströmventil ausgeführt und
verfügt über einen Druckregler für den Öffnungsdruck.
1
Den Ventilkonus des Druckreglers ist federgespannt, der Öffnungsdruck
kann zwischen 0 und 180 bar eingestellt werden.
13 0900
Wenn das Ventil öffnet, strömt Öl von der Versorgungsseite des
Hydrauliksystems zur Rücklaufleitung und zum Ölbehälter zurück.
Wenn der Öldruck 180 bar überschreitet, öffnet das integrierte
federgespannte Sicherheitsventil und der Ventilkonus wird aus seinem
Sitz gehoben. Das Öl strömt dann aus der Versorgungsleitung zur
Rücklaufleitung und zurück zum Ölbehälter, wodurch der Systemdruck einen
Höchstwert von
13 0901
180 5
bar nicht überschreiten kann.
Durchflußmesser
Der Druchflußmesser besteht aus einem Aluminiumgehäuse mit einer axial
in Stromrichtung angeordneten Turbine.
0
4000
5000
000
6000
3000
TEMPERATURE FLOW/RPM
200
100
F C as
F RPM RPM US IMP LPM
t N
GAL GAL
40
bar
0
psi
F
ON
C Fast Units
OFF
EXT
TACH FLOW
RESET
TACH
INT
FLOW
EXT
Die Turbine wird durch das vorbeiströmende Öl angetrieben und deren
Drehzahl von einem integrierten Impulssensor erfaßt. Dieses Signal wird
über das Signalkabel zum Meßinstrument geleitet. Öldurchfluß und
-temperatur werden digital angezeigt.
Der Öldruck im Durchflußmesser wird über Rohre zum Druckmesser des
Meßinstruments übertragen.
13_0950
An beiden Seiten des Durchflußmessers befinden sich Ölsiebe, die zur
Reinigung ausgebaut werden können. Weitere Anweisungen enthält Seite 18.
Einstellbares Drosselventil
Das Drosselventil begrenzt den Öldurchfluß und erhöht damit den
Gegendruck der Hydraulik- pumpe. Der Druck wird am Druckregler
eingestellt. Bei vollständig geschlossenem Druckregler sitzt der
Ventilkonus vollständig in seinem Sitz im Auslaßkanal und blockiert den
Ölfluß. Das Ventilgehäuse enthält einen Sicherheitsblock (4), in dem
sich zwei verformbare Überdruckplatten befinden.
Wenn der Öldruck im System 210 bar bzw. 280 bar übersteigt, verbiegen
sich diese Überdruckplatten und öffnen das Ventil und ermöglichen
dadurch ein freies Durchströmen des Öls.
Um die Betriebsbereitschaft des Ventils wieder
herzustellen, müssen die Überdruckplatten 4
13_0902
erneuert werden. Weitere Anweisungen enthält Seite 18.
Adapter für Ölbehälter
Der Rücklaufschlauch ist an einem Adapter angeschlossen, der wiederum
anstatt am Deckel am Ölbehälter angebaut ist.
Es stehen zwei Adapter zur Verfügung, 99 341 für die 3er Serie und 99
327 für die 4er-Serie.
Adapter 99 341 für die Serie 3
Adapter 99 327 für die Serie 4
Anschlußsatz 587 952, Serie 3
Der Anschlußsatz enthält Anschlüsse zum Anschluß der Meßausrüstung an
die Lenkung.
! ACHTUNG!
Die Anschlüsse dürfen niemals einem höheren Druck als 300 bar ausgesetzt
werden. Außerdem dürfen ausschließlich die im Satz enthaltenen
Gummi-Stahl-Dichtungen verwendet werden.
Zum Anschlußsatz gehört auch ein Schlauch, Nr. 15. Dieser wird im
unteren Teil des Kastens aufbewahrt und wird in bestimmten Fällen
zwischen dem T-Stück und der Rücklaufleitung angeschlossen.
! ACHTUNG!
Der Schlauch darf ausschließlich an die Rücklaufleitung angeschlossen
werden, der Höchstdruck beträgt 10 bar.
Die Teile des Anschlußsatzes sind nicht einzeln erhältlich.
Teile mit der Nummer 99 xxx sind ebenfalls nicht einzeln erhältlich.
Die Meßausrüstung, besonders das Meßinstrument, ist vorsichtig zu
behandeln.
Bei Gebrauch muß das Meßinstrument vor dem Kontakt mit Öl sowie vor
Vibrationen und Stößen geschützt werden.
Das Meßinstrument darf nicht bei Temperaturen unter –10°C
verwendet werden.
Kalibrierung
Die Meßausrüstung ist werkseitig auf den Kalibrierungswert des
internen Durchflußmesser eingestellt. Eine Kalibrierung des
Durchflußmessers in diesem Werkzeugsatz ist deshalb nicht möglich.
Die Kalibrierung kann wie folgt geprüft werden:
Wahlschalter auf "INT" stellen.
"ON-OFF" und "°F/°C" gleichzeitig drücken.
Der Typ des Durchflußmessers und der eingestellte Kalibrierungswert
werden nun angezeigt.
Der Kalibrierungswert muß mit dem im Gehäuse des Durchflußmessers
eingeprägten Wert übereinstimmen.
Außentemperatur während Prüfung - 10 °C
bis + 45 °C
Das Druckbegrenzungsventil öffnet bei 180 bar. Wenn der
Rücklaufschlauch des Ventil nicht am Ölbehälter angeschlossen ist,
übernehmen die Überdruckplatten im Drosselventil die Funktion des
Sicherheitsventils und öffnen bei 210 bzw. 280 bar.
Das Instrument zeigt Durchflußraten bis 1,0 l/min an, der Startwert
liegt bei 1,5 l/min.