Vor dem Anheben des Fahrzeugs Feststellbremse betätigen. Fahrzeug sicher
abstützen.
! ACHTUNG!
Niemals unter einem Fahrzeug arbeiten, das nur mit Wagenhebern
abgestützt ist. Unterstellböcke verwenden.
Hinterachsen anheben und mit
Unterstellböcken 587 124 abstützen.
Rahmen zum Entlasten der Federn anheben. Unterstellböcke 587 043
unter beide Längsträger stellen. Mit einem Montiereisen prüfen, ob
die Federn entlastet sind.
Räder und Schmutzfänger abbauen. Reifenhubwagen 587 121 verwenden.
Zwei Schrauben zum Fixieren der Federn in Längsrichtung lösen.
Vier Muttern der Federbügel, Unterlegscheiben und Federbügeleinlage
ausbauen. 36 mm-Steckschlüsseleinsatz 587 637 verwenden.
Spannstift austreiben und Stift in der Federaufnahme ausbauen.
Arbeitsvorgang am anderen Ende der Feder wiederholen.
! ACHTUNG!
Sicherstellen, daß die Blattfeder nicht aus dem Halteband
herausrutschen kann.
Blattfeder mit Reifenhubwagen und Halteband herausheben.
Hinweis: Die
Federführung auf der Unterseite der Blattfedernmitte muß in der
Führungsbohrung der Federaufnahme sitzen.
Stift in Federaufnahme einbauen und mit Spannstift sichern.
Arbeitsvorgang am anderen Ende der Blattfeder wiederholen.
Federbügel prüfen. Läßt sich die Mutter auf der gesamten
Gewindelänge vollständig aufschrauben, ohne festzufressen, kann der
Federbügel wiederverwendet werden.
Hinweis: Werden
Blattfedern erneuert, müssen stets auch neue Federbügel eingebaut
werden.
Federbügeleinlage auf Federbügel aufsetzen.
Unterlegscheiben und Muttern auf Gewinde aufsetzen. Falls die
ursprünglichen Federbügel verwendet werden, Muttern einfetten.
Muttern festziehen, dazu Drehmomentschlüssel 587 302 und
Steckschlüsseleinsatz 36 mm 587 637 verwenden.
Alle Muttern über Kreuz mit 150 Nm anziehen.
Schrauben am Federhalter, der die Blattfedern in Längsrichtung
fixiert, abwechselnd mit 500 Nm anziehen.
Zwei Muttern am hinteren Federbügel mit 400 Nm anziehen.
Muttern am vorderen Federbügel abwechselnd in drei Stufen
anziehen: 400 Nm, 570 Nm und 760 Nm.
Muttern am hinteren Federbügel um weitere zwei Stufen anziehen:
570 Nm und 760 Nm.
Alle vier Muttern um weitere 180˚ anziehen. Am vorderen
Federbügel beginnen.
587 302
587 637
150 Nm
400 Nm
570 Nm
760 Nm
+ 180o
113 030
500 Nm
Unterstellböcke unter den Längsträgern abbauen.
Kontaktflächen zwischen Radnabe und Rad reinigen. Schrauben
einfetten.
Hinweis: Schmutz
zwischen Radnabe und Rad kann Vibrationen verursachen.
Räder und Schmutzfänger anbauen. Die Arbeitsanweisung zum Anbauen
der Räder ist in der Wartungsanleitung im Abschnitt 9-02 enthalten.
Federaufnahme bei jeder X Wartung schmieren. Schmierfett hineinpumpen,
bis es zwischen Federaufnahme und Drehzapfenhalter austritt. Falls
möglich, Federaufnahme während der Schmierung entlasten.
Ausbau
Arbeitsbeschreibung
Verschlußstopfen, acht Schrauben und Unterlegscheiben an der
Abdeckung ausbauen.
Abdeckung abnehmen, O-Ringe und Unterlegscheiben an jedem Federstift
ausbauen.
Sechs Sicherungsmuttern, Druckscheiben und andere Unterlegscheiben
an den Federstiften ausbauen.
Drehzapfen sorgfältig reinigen und mit Schmierfett bestreichen.
Neuen Dichtring an Drehzapfen anbauen. Siehe "Führungsdichtung
erneuern".
Alle Öffnungen in der Buchse mit Schmierfett füllen.
Federaufnahme sorgfältig auf Drehzapfen schieben, dabei Buchsen
nicht beschädigen. Beträgt die Distanz zwischen Federaufnahme und
Drehzapfen ca. 10 mm, greift der Dichtring in die Federaufnahme ein.
Unterlegscheibe an Federaufnahme anbauen. Die Gleitfläche muß nach
außen zeigen.
Gleitfläche sorgfältig schmieren, bis alle Öffnungen mit Schmierfett
gefüllt sind.
Druckscheiben und Muttern einbauen.
Muttern über Kreuz mit 84 Nm festziehen.
Abdeckung reinigen und Unterlegscheibe in Abdeckung einbauen. Die
Gleitfläche muß zur Druckscheibe zeigen.
Gleitfläche sorgfältig schmieren, bis alle Öffnungen mit Schmierfett
gefüllt sind.
Neuen O-Ring in Abdeckung einbauen.
Abdeckung mit Schmierfett füllen.
Abdeckung mit acht Schrauben und Unterlegscheiben anbauen. O-Ring
auf korrekte Einbaulage prüfen und sicherstellen, daß die Öffnung in
der Abdeckung nach oben zeigt.
Schrauben der Abdeckung über Kreuz mit 47 Nm festziehen.
Schmiernippel in Abdeckung und Verschlußstopfen in Federaufnahme
einbauen.
Schmierfett hineinpumpen, bis es zwischen Federaufnahme und
Drehzapfenhalter austritt.
Dichtring am Drehzapfenhalter mit Gleithammer 87 596 ausbauen.
Neuen Dichtring einfetten und an Drehzapfen anbauen. Die sechs
Öffnungen am Dichtring müssen nach innen zeigen. Dichtring mit
Treibhülsen-Aufsatz 99 245 und Treibhülse 99 244 eintreiben.
Sicherstellen, daß die Treibhülse 99 244 über eine 8 mm
Entlüftungsöffnung am hinteren Ende verfügt und die Höhe des
inneren Flansches 9 mm beträgt.
Prüfen, ob der Dichtring 9,2 +/-0,2 mm im Flansch des
Drehzapfenhalters sitzt, da sonst kein Fett während der
Schmierung durchdringen kann.
WICHTIG! Beim
Aus- und Einbau der Schubstreben muß das Fahrzeug nicht angehoben
werden. Die Räder müssen auf beiden Seiten blockiert werden, um das
Drehen der Achsen zu verhindern. Die Achse darf sich während des
Arbeitsvorgangs keinesfalls drehen. Die Feststellbremse muß betätigt
sein.
! ACHTUNG!
Es besteht Verletzungsgefahr, wenn die Achse nicht fixiert ist. Die
Achse kann sich durch das Gewicht des Differentials drehen.
Hinweis: Der
Längenunterschied zwischen den beiden unteren Schubstrebenaufnahmen, die
paarweise an der gleichen Achse montiert sind, darf bei der
Grundeinstellung 1 mm nicht überschreiten.
113 033
Die Einstellung kann durch Einsetzen von Unterlegscheiben 1 357 944
zwischen der Schubstrebe und ihrem Halter korrigiert werden. An jeder
Aufnahme werden daher mindestens zwei Unterlegscheiben benötigt.
- Die maximal zulässige Vorspur oder Nachspur beträgt 1,5 mm/m.
max
1.5
mm/m
max
107 110
1.5
mm/m
107 111
Die maximal zulässige Gesamtspurabweichung bei angetriebenen
Hinterachsen beträgt 2,0 mm/m.
max = 2.0 mm/m
Die maximal zulässige Gesamtspurdifferenz zwischen den Hinterachsen
beträgt 1,5 mm/m.
Unterlegscheiben 1 357 944 zum Einstellen verwenden. Unterlegscheiben
stets an beiden Befestigungsschrauben einbauen. Bei geringeren
Abweichungen muß die Stärke der Unterlegscheibe der Abweichung an der
Achse entsprechen.
Beispiel: Beträgt die Abweichung der vorderen Achse 2,0 mm/m nach
rechts, müssen Unterlegscheiben zwischen der Schubstrebe und dem Halter
auf der rechten Seite eingebaut werden.
Fahrzeug gemäß den Angaben im Kapitel "Schubstreben, Anweisungen"
stabilisieren.
Hinweis: Schubstreben
am hinteren Teil kennzeichnen, damit sie in der korrekten Richtung
eingebaut werden. Beim Ausbau mehrerer Schubstreben müssen diese
gekennzeichnet werden.
Muttern der Schubstrebenhalter ausbauen.
Muttern der vorderen Schubstrebenhalter ausbauen. Die Muttern der
oberen Schubstrebenverbindungen sind schwer zugänglich. Mutter
gegenhalten und Schraube lösen.
Schubstrebe ausbauen. Falls die Schubstrebe wieder eingebaut werden
soll, müssen alle Unterlegscheiben zwischen den Fixierstiften und
der unteren Schubstrebenhalterung aufbewahrt werden. Die
Unterlegscheiben gleichen die Längenunterschiede zwischen den
unteren Schubstreben und damit auch die Gesamtspurabweichung der
Hinterachse aus.
Fahrzeug gemäß den Angaben im Kapitel "Schubstreben, Anweisungen"
stabilisieren.
Prüfen, ob die Fixierstifte und Kontaktflächen der Schubstreben
sauber sind.
Schubstrebe mit der Markierung zum Drehzapfenhalter zeigend
einbauen.
Höhe der Hinterachse mit einem Wagenheber so einstellen, daß die
Schrauben leicht in die Bohrungen der Schubstreben-Fixierstifte
eingeführt werden können.
WICHTIG! Sicherstellen,
daß obere und untere Schubstreben auf der korrekten Seite am
korrekten Halter eingebaut werden.
Hinweis: Schubstreben
sind in zwei Ausführungen erhältlich.
Neue Ausführung: 55 mm Buchse ohne Distanzring.
Bisherige Ausführung: 62 mm Buchse mit Distanzring
Sicherungsring mit Sicherungsringzange 587 585 und Distanzring mit
Schraubendreher ausbauen. Ggf. muß die Buchse leicht nach unten
gedrückt werden, um den Sicherungsring zu entlasten.
! ACHTUNG!
Bei diesem Arbeitsvorgang Schutzbrille tragen.
Buchse mit Treibhülse 99 009-1 oder 87 089, je nach Durchmesser der
Buchse, auspressen. Fläche auf der Schubstrebe, an der die
Buchse eingebaut war, reinigen. 99009−1
100611
100948
Beim Einbau der neuen Buchse muß die flache Seite des Fixierstiftes
im rechten Winkel zum Schubstrebenrohr zeigen.
Sicherungsring mit der Öffnung zur Längsrichtung der Schubstrebe
weisend einbauen.
Treibhülse abbauen, ggf. Distanzring einbauen.
100948
Buchse mit Treibhülse niederdrücken und Sicherungsring einbauen.
100950
99009−1
Treibhülse ausbauen und prüfen, ob der Sicherungsring korrekt in der
Nut sitzt.
100951
Achseinstellung prüfen und ggf. korrigieren, siehe "Schubstreben,
Achseinstellung".
Bei Scania Lkw werden zwei verschiedene Arten von Blattfedern verbaut:
Trapezfedern und Parabelfedern.
Trapezfedern
Trapezfedern bestehen aus mehreren Federblättern unterschiedlicher
Länge.
Diese sind gleicher Breite und häufig auch gleicher Stärke.
Das längste Federblatt wird als Hauptblatt oder erstes Blatt bezeichnet.
Bei mit Federschrauben am Rahmen befestigten Blattfedern weist das
Hauptblatt an seinen Enden je ein Federauge auf.
Um beim Bruch des Hauptblatts ein Lösen der Feder aus dem Federhalter zu
verhindern, weist das zweite Federblatt vorn ebenfalls ein Auge auf.
Die Federblätter sind in der Mitte durchbohrt und werden durch die
Herzschraube zusammengehalten. Gegen seitliches Verschieben schützen die
Federklammern.
Parabelfedern bestehen aus zwei bis vier Federblättern gleicher Länge
und Breite.
Die Stärke der Federblätternimmt nach außen hin gleichmäßig ab.
Die Federblätter liegen nicht wie bei Trapezfedern aufeinander, sondern
werden durch Stahl- Distanzstücke voneinander getrennt. Hierdurch wird
ein weicheres Einfedern erreicht.
Parabelfedern werden immer zusammen mit Stoßdämpfern verbaut.
Parabelfedern haben an beiden Enden je ein Federauge mit eingepreßter
Federbuchse. Um bei einem Bruch an der Federbuchse ein Lösen der Feder
zu verhindern, weist das zweite Federblatt vorn ebenfalls ein Federauge
auf.
Parabelfeder
Herzschraube
Federklammer
Federblatt
Federauge des 2. Blatts
Federauge des 1. Blatts
Federbuchse
Distanzstück
Bestandteile der Parabelfeder
Federbügel
Sowohl Blattfedern vorn als auch Blattfedern hinten werden mit zwei
Federbügeln pro Seite an der Achse angebaut. Die Federbügel weisen ein
Gewinde auf und werden durch Festziehen von Muttern gehalten. Daher
bestimmt das Anzugsdrehmoment dieser Muttern die Klemmkraft zwischen
Feder und Achse. Diese Schraubverbindung ist regelmäßig zu prüfen und
das Anzugsmoment ggf. zu korrigieren.
Zwischen Feder und Vorderachse befindet sich ein keilförmiger Halter,
der den Neigungswinkel (Nachlauf) der Vorderachse bestimmt und an dem
der Stabilisator angebaut wird. Die Einstellung kann mit Keilen von
0,5-4° korrigiert werden.
Korrekturkeil
Halter Vorderachse
Fahrzeuge mit Doppelachsaggregat vorn sind an der zweiten Vorderachse
nicht mit einem Stabilisator ausgestattet. Zwischen Federn und zweiter
Vorderachse befinden sich auf jeder Seite ein Distanzkeil sowie ggf.
Korrekturkeile.
In einigen Fällen werden auch bei Federn hinten Distanzkeile verwendet,
um den Neigungswinkel der Hinterachse zu optimieren.
Diese Distanzkeile sind mit unterschiedlichen Winkelmaßen erhältlich.
Welcher Distanzkeil gewählt wird, hängt von den Kreuzgelenkwinkeln der
Gelenkwelle ab.
Federn hinten mit Zusatzfedern
Bei Lkw mit einer Hinterachse und Trapezfedern besteht die Federung
hinten aus einer Hauptfeder und einer Zusatzfeder. Die Hauptfeder wird
mit einer Federschraube und einem Federhalter vorn sowie mit einer
Federschraube und einer beweglichen Federlasche hinten am Rahmen
angebaut.
Auf der Hauptfeder befindet sich die nicht am Rahmen angebaute
Zusatzfeder.
Bei der Zusatzfeder auf der Trapezfeder handelt es sich um eine
eigenständige Einheit. Zusatzfedern auf Parabelfedern hingegen werden
durch die Herzschraube mit der Hauptfeder verschraubt.
Bei Beladung des Lkw federt die Hauptfeder ein und die Enden der
Zusatzfeder berühren die beiden an den Rahmen genieteten, gebogenen
Halter.
Wird das Fahrzeug weiter beladen, verschiebt sich die Auflagefläche der
Feder am Halter nach innen und die Federenden biegen sich nach unten.
Auf diese Weise reduziert sich die effektive Länge der Zusatzfeder, d.
h. die Federung wird straffer.
Bei Lkw mit Liftachse befinden sich die Federn unter der Antriebsachse.
Die Federn sind vorn mit Federschrauben an den Federhaltern angebaut.
Hinten werden sie mit Federlaschen an den Ausgleichsarmen angebaut.
Unter Belastung hebt sich die Antriebsachse von den Federn, d. h. die
Verbindung zwischen Federn und Antriebsachse ist starker Beanspruchung
ausgesetzt.
Federung bei Lkw mit Liftachse
Federbewegung
Die Räder der Liftachse werden einzeln über am Rahmen angebaute
Ausgleichsarme gefedert. Der vordere Teil des Ausgleichsarms ist über
ein Verbindungsstück mit dem hinteren Ende der Antriebsachsen-Feder
verbunden.
Diese Art der Federung ermöglicht es sowohl den Rädern der Antriebsachse
als auch denen der Liftachse, den Fahrbahnunebenheiten zu folgen. Beim
Einfedern ändert sich die Gewichtsverteilung zwischen Antriebsachse und
Liftachse nur geringfügig.
Bei Lkw-Doppelachsaggregaten unterscheidet man zwischen Zweifeder- und
Vierfeder- Doppelachsaggregaten. Beide weisen je nach Fahrzeug entweder
Trapezfedern oder Parabelfedern auf. Die Achsen werden durch
Schubstreben in der korrekten Position gehalten.
Zweifeder-Doppelachsaggregat
Zweifeder-Doppelachsaggregate sind mit einer Feder je Rahmenseite
ausgestattet. Diese Federn sind in ihrer Mitte drehbar gelagert und an
einen Halter am Rahmen angebaut. Die Federenden ruhen auf je einer
Hinterachse. Wird das Fahrzeug beladen, heben sich die Federn von den
Kontaktflächen am Halter ab, d. h. die Verbindung zwischen Federn und
Antriebsachse ist starker Beanspruchung ausgesetzt.
Vierfeder-Doppelachsaggregat
In einigen Märkten werden Vierfeder- Doppelachsaggregate verbaut.
Diese weisen auf jeder Rahmenseite zwei Federn auf. Die Achsen werden
durch Schubstreben in der korrekten Position gehalten. Die Federn ruhen
auf den Kontaktflächen des Halters am Rahmen. Ein Verbindungsstück
zwischen den Federn ermöglicht beim Einfedern einen Lastausgleich
zwischen Vorder- und Hinterachse.
Federschrauben dienen zur Kraftübertragung zwischen Achsen, Federn und
Rahmen.
Sie sind mit einem Gewinde versehen und werden in die Federbuchsen
eingeschraubt. Diese sind in die Federaugen eingepreßt.
Aufgrund des Gewindes in Federschraube und Federbuchse und der damit
verbundenen größeren Oberfläche wird eine höhere Klemmkraft erreicht.
Federschraube und Federbuchse bilden ein mit Fett geschmiertes
Gleitlager. Aufgrund des möglichen Schmutz- und Wassereintritts sowie
der hohen inneren Belastung ist dieses Gleitlager regelmäßig zu
schmieren.
Die Abdichtung erfolgt über O-Ringe und ist für die Lebensdauer des
Lagers von großer Bedeutung. Um ein Drehen der Federschraube zu
verhindern, sind Federhalter und Federlasche mit Schlitzen und
Klemmschrauben ausgestattet. Die Klemmschraube am Schraubenkopf
verhindert ein Herausrutschen des Lagers aus dem Federhalter bzw. der
Federlasche.
Bei Lkw der 4er-Serie werden Federbuchsen mit zwei unterschiedlichen
Außendurchmessern verbaut: 36 und 46 mm. Die Federschrauben sind in drei
unterschiedlichen Versionen erhältlich: mit 37 mm-Schraubenkopf für 36
mm- Federbuchsen sowie mit 47 bzw. 56 mm- Schraubenkopf für 46 mm
Federbuchsen.
Die Achsaggregathalter sind an den Rahmen angenietet. Der hintere
Achsaggregathalter ist mit einer Federlasche ausgestattet, die beim
Einfedern eine Bewegung der Feder in Längsrichtung ermöglicht.
Federschraube
Schmiernippel
Federbuchse
O-Ring
Federhalter vorn
Klemmschraube
Bestandteile des Federhalters vorn
Achsaggregathalter hinten
Federlasche
Bestandteile des Achsaggregathalters hinten
Stabilisator
Stabilisatoren verringern das Wanken bei Kurvenfahrt. Sie bestehen aus
Stahl und werden mit Gummilagern beweglich an den Federhaltern (Federn
vorn) bzw. den Federsitzen (Federn hinten) und dem Rahmen angebaut.
Bei Kurvenfahrt neigt sich der Aufbau nach außen. Die kurvenäußere Feder
federt ein, die kurveninnere federt aus. Diese Federkräfte werden durch
das Verdrehen des Stabilisators ausgeglichen und damit das Wanken
begrenzt.
Achse beim Aus- und Einbau von Federn stets mit Wagenheber sichern.
Beim Abbau von Rädern ist zusätzlich ein Unterstellbock zu
verwenden.
Löst sich die Federschraube nicht von der Federbuchse, siehe "
Federschraube und Federbuchse als Einheit ausbauen".
Ggf. Einbaulage der Korrekturkeile und Distanzstücke beachten.
Es besteht Quetschgefahr.
WICHTIG! Federbügelmuttern
ca. 15 mm abschrauben und Achse absenken, um die Feder zu entlasten.
Federbügelmutter
Achse
Klemmschrauben
Federschraube Bestandteile der Federung vorn
Schraube
Verbindungsstück
Stabilisator
Feder vorn einbauen
! ACHTUNG!
Achse beim Aus- und Einbau von Federn stets mit Wagenheber sichern.
Beim Abbau von Rädern ist zusätzlich ein Unterstellbock zu
verwenden.
Es besteht Quetschgefahr.
WICHTIG! Federbügelmuttern
in der abgebildeten Reihenfolge festziehen. Das Festziehen muß bei
unbelasteter Feder erfolgen.
Federn zunächst auf einer Seite erneuern.
Klemmschrauben so einbauen, daß sie keine am Rahmen angebauten Teile
berühren.
Das Federauge des zweiten Federblatts muß stets nach vorn zeigen.
Sicherstellen, daß die neuen O-Ringe beim Einbau nicht beschädigt
werden.
Schraubenköpfe der Federschrauben vorn und hinten mit längeren
Klemmschrauben sichern. Abstand zwischen Federauge und Federhalter
mit Steckschlüssel 87 203 korrigieren.
Einbau in der abgebildeten Reihenfolge durchführen.
Hinweis: Zum
Erneuern der Feder bei Doppelachsaggregaten siehe Gruppe 12,
Arbeitsbeschreibung BT 200, BT 201 und BT 300.
Rahmen mit Unterstellböcken abstützen
Hinweis: Das
Fahrzeug ist so mit Unterstellböcken abzustützen, daß die Räder beim
Absenken des Wagenhebers frei drehen können.
Rahmen abstützen – Fahrzeuge mit einer Hinterachse
Rahmen abstützen – Fahrzeuge mit Liftachse
Liftachse vollständig anheben.
Antriebsachse mit Unterstellböcken sichern, so daß die Räder
abgebaut werden können.
Unterstellböcke unter dem Rahmen positionieren.
Liftachse absenken bis der Rahmen auf den Unterstellböcken
aufliegt und die Gabel am Ausgleichsarm entlastet wird.
Rahmen abstützen – Fahrzeuge mit Liftachse
Feder hinten ausbauen
! ACHTUNG!
Achse beim Aus- und Einbau von Federn stets mit Wagenheber
sichern. Beim Abbau von Rädern ist zusätzlich ein Unterstellbock
zu verwenden.
Es besteht Quetschgefahr.
Löst sich die Federschraube nicht von der Federbuchse, siehe "
Federschraube und Federbuchse als Einheit ausbauen".
Ggf. Einbaulage der Korrekturkeile und Distanzstücke beachten.
WICHTIG! Federbügelmuttern
ca. 15 mm abschrauben und Achse absenken, um die Feder zu entlasten.
Bei Fahrzeugen mit Liftachse diese anheben, um die Feder vom Gewicht
der Antriebsachse zu entlasten.
Federbügelmuttern
Achse
Zusatzfeder Feder hinten
Klemmschraube
Federschrauben
Feder hinten einbauen
! ACHTUNG!
Achse beim Aus- und Einbau von Federn stets mit Wagenheber
sichern. Beim Abbau von Rädern ist zusätzlich ein Unterstellbock
zu verwenden.
Es besteht Quetschgefahr.
WICHTIG! Federbügelmuttern
in der abgebildeten Reihenfolge festziehen. Das Festziehen muß bei
unbelasteter Feder erfolgen.
Federn zunächst auf einer Seite erneuern.
Klemmschrauben so einbauen, daß sie keine am Rahmen angebauten Teile
berühren.
Das Federauge des zweiten Federblatts muß stets nach vorn zeigen.
Sicherstellen, daß die neuen O-Ringe beim Einbau nicht beschädigt
werden.
Schraubenköpfe der Federschrauben vorn und hinten mit längeren
Klemmschrauben sichern. Abstand zwischen Federauge und Federhalter
mit Steckschlüssel 87 204 oder 588 153 korrigieren.
Einbau in der abgebildeten Reihenfolge durchführen.
Arbeitsschritte unter "Feder hinten/vorn" ausführen, bis die
Federbuchse zugänglich ist.
WICHTIG! Hydraulischen
Hohlzylinder 99 003 mit Hydraulikanschluß in Richtung Federauge
positionieren. Andernfalls kann eine Beschädigung des Adapters 99
009 bzw. des hydraulischen Hohlzylinders die Folge sein.
Für 36 mm-Federbuchsen Adapter 99 249 verwenden. Für 46
mm-Federbuchsen Adapter 99 009-2 verwenden.
Einbauen
Für 36 mm-Federbuchsen Adapter 99 249 verwenden. Für 46
mm-Federbuchsen Adapter 99 009-2 verwenden.
Bei einigen Lkw der 4er-Serie wurde eine Neigung zu einer Seite
beanstandet. Dies ist nicht unbedingt auf einen verzogenen oder
verformten Fahrgestellrahmen zurückzuführen.
Der Fahrgestellrahmen weist eine relativ geringe Torsionssteifigkeit
auf. Eine asymmetrische Belastung, z. B. durch Kraftstoffbehälter oder
andere Ausrüstungsteile, kann deshalb den Anschein eines
Fahrgestellverzugs hervorrufen.
War der Fahrgestellrahmen bereits beim Hinzufügen des Aufbaus verzogen,
hält der stabilere Aufbau möglicherweise den Fahrgestellrahmen in dieser
Position.
Im Folgenden wird beschrieben, wie diese Neigung ausgeglichen werden
kann.
Hinweis: Vor
der Prüfung der Fahrzeugfederung, die Federung des Fahrerhauses
überprüfen.
Vorderachse, Halter
Hinweis: Fahrerhaus
während der Arbeiten nicht kippen.
Prüfen, ob zwischen Vorderachsträger und Feder vorn der korrekte Halter
1 verbaut ist.
Nichtbeachtung kann zu einer Beeinträchtigung der Lenkgeometrie führen.
Halter 1 ist auf der Seite, an der das Lenkgetriebe angebaut ist,
stärker ausgeführt.
Von den oben genannten Teilen darf nur je ein Halter pro Seite eingebaut
werden.
Nichtbeachtung kann zu einer Beeinträchtigung der Lenkgeometrie führen.
Wird ein Halter erneuert, Neigung des Lkw nach Probefahrt erneut messen.
Federkrümmung
Prüfen, ob die Krümmung der Federn vorn auf beiden Seiten identisch ist.
Arbeitsbeschreibung siehe Service-Handbuch 11:01-02 Richten von
Fahrgestellrahmen.
Zwei Hydraulikzylinder des selben Typs (z. B. I-CF 210) unter die
Federn vorn stellen. An gleiche Pumpe anschließen und
Räder vom Boden abheben. Die Verbindung zwischen den Zylindern muß
durchgängig sein.
Abstand zwischen Oberkante der Feder und Unterkante des Rahmens für
Federn rechts und links messen. Dies wird durch vorheriges Beladen
des Fahrzeugs vereinfacht.
Unterschiedliche Meßergebnisse rechts und links weisen auf
unterschiedliche Tragfähigkeiten der beiden Federn hin, die eine
Neigung des Aufbaus zur Folge haben.
Meßung an den Federn hinten wiederholen. Dazu Zylinder unter Federn
hinten stellen und Räder vom Boden abheben. Meßergebnisse im
Prüfprotokoll festhalten.
Zulässige Abweichung:
Die zulässige Abweichung zwischen rechter und linker Feder beträgt max.
6 mm.
Verbindungsstück am Stabilisator
Bei weiterhin unzulässiger Neigung und zulässiger Federkrümmung kann
nach Prüfung der Federkrümmung die Länge des Verbindungsstücks 2 am
Stabilisator verändert werden.
Verbindungsstück 1 391 150 auf der geneigten Seite einbauen. Das
Verbindungsstück hat nur eine Bohrung. Die zweite Bohrung so anbringen,
daß die Neigung behoben wird.
Wird ein Verbindungsstück erneuert, Neigung des Lkw nach Probefahrt
erneut messen.
Diese Arbeitsbeschreibung deckt Arbeiten an den mechanischen Bauteilen
der Luftfederung von Fahrzeugen der 4er-Serie ab.
Die Beschreibung gilt sowohl für Fahrzeuge mit elektronisch geregelter
Luftfederung (ELC) als auch für Fahrzeuge mit mechanisch einstellbarer
Luftfederung.
Bei Arbeiten an Fahrzeugen mit Luftfederung immer den Rahmen mit
Unterstellböcken abstützen.
Federbälge entleeren.
Bei Fahrzeugen mit Liftachse muß die Liftachse abgesenkt werden.
Fällt der Druck in den Federbälgen ab, dann setzt sich der
Fahrgestellrahmen auf die Achsen. Dies passiert, wenn
Druckluftleitungen abgeklemmt werden;
ein Federbalg durchlöchert wird;
Spannung am Luftfederventil angelegt wird;
sich der Anlenkhebel des Niveaugebers/ Niveauventils nach unten
bewegt.
Passiert dies, wenn Arbeiten unter dem Fahrzeug durchgeführt werden,
ohne daß der Rahmen nit Unterstellböcken abgestützt wurde, besteht
ein hohes Verletzungsrisiko.
Unter dem Vorderteil des Fahrzeugs ist gemäß Anleitungen eine Stütze
vorzusehen, siehe auch Gruppe 0, Allgemeine Informationen.
! ACHTUNG!
Keine Stütze unter die Längsstrebenhalterungen stellen.
! ACHTUNG!
Niemals einen ausgebauten Federbalg mit Druckluft befüllen. Der
untere Federbalgabschnitt (Kolben) könnte sich vom Balggummi lösen.
Kronenmutter, Achslenker 800 Nm, dann bis zur nächsten Kerbung
Schraube, Federbock - Querträger 135 Nm
Spezialwerkzeuge
Nummer Bezeichnung Abbildung Werkzeugtafel
99 004 Druckluftbetriebene -
Hydraulikpumpe
99 386 Adaptermutter M30 -
99 387 Gewindestange, 30 t -
99 388 Hydraulikzylinder, 30 t -
99 389 Distanzstück -
99 391 Preßwerkzeug -
99 392 Distanzstück -
99 393 Preßwerkzeug -
Andere Werkzeuge
Nummer
Bezeichnung
Abbildung
Werkzeugtafel
587 703
Drehmomentschlüssel, 0 - 800 Nm
-
XB3
587 072
Drehmomentschlüssel, 40 - 200 Nm
AD/AS4
Austausch
Die Buchsen sind auf beiden Fahrzeugsseiten gleichzeitig
auszuwechseln.
Bei Durchführung der Arbeiten muß zu allen Zeiten die
Feststellbremse angelegt sein, damit sich die Hinterachse nicht
bewegt.
! ACHTUNG!
Bei Arbeiten an Fahrzeugen mit Luftfederung immer den Rahmen mit
Unterstellböcken abstützen.
Federbälge entleeren.
Bei Fahrzeugen mit Liftachse muß die Liftachse abgesenkt werden.
Ausbau
Angebauten Spritzschutz abbauen und den Bereich um den Federbock
freilegen.
Fahrzeug aufbocken und den Rahmen abstützen, siehe Hauptgruppe
12, Luftfederung, Mechanische Bauteile, Sicherheitsmaßnahmen.
Hintere Federbälge entleeren.
Einen Werkstattheber unter einem der Achslenker am Federbalg in
Position bringen. Werkstattheber anheben, bis er leicht gegen
den Achslenker ansitzt.
Auf beiden Fahrzeugseiten die Kronenmutter abschrauben und die
101241
Federschraube austreiben.
101242
Sitzt die Schraube fest, deren Kopf abtrennen und die Schraube
wie gezeigt mit den Spezialwerkzeugen ausziehen.
Nur bei Fahrzeugen mit Querträger zwischen den Federböcken:
Querträger ausbauen.
Einen Werkstattheber unter einem Federbalg ansetzen und anheben,
so daß das Federauge nach unten aus dem Federbock geschoben
wird. Scheiben abnehmen.
! ACHTUNG!
Bei Nutzung der Hydraulikpresse niemals vor der Gewindestange
stehen.
Spezialwerkzeuge wie gezeigt anbauen und die Buchse ausziehen.
Neue Werkzeuge
Alternative Methode bei Verwendung älterer Werkzeuge
WICHTIG! Der
Hydraulikzylinder 99 003 muß richtig herum angebaut werden,
andernfalls kann die Werkzeughülse 98 743 beschädigt werden.
Ältere Werkzeuge
Einbau
Anlagefläche der Buchse im Federauge reinigen.
Buchse 1 und Spezialwerkzeuge wie gezeigt zueinander anordnen.
Spezialwerkzeuge wie abgebildet richtig herum ausrichten. Wenn
die Buchse gegen das Preßwerkzeug 99 393 ansitzt, befindet sie
sich in korrekter Einbaulage.
Alternative Methode bei Verwendung älterer Werkzeuge
WICHTIG! Der
Hydraulikzylinder 99 003 muß richtig herum angebaut werden,
andernfalls kann die Werkzeughülse 98 743 beschädigt werden.
Muttern auf Spindel 99 013 anziehen.
Hydraulikpumpe 99 004 anschließen und Buchse 1 in das Federauge
einpressen. Wenn das Preßwerkzeug gegen das Federauge ansitzt,
befindet sich die Buchse im Federauge in korrekter Einbaulage.
101243
Scheiben an der Buchse aufsetzen.
Einen kleinen Werkstattheber unter dem Federauge ansetzen, zum
Federbock hin anheben und so den Achslenker in den Federbock
schieben.
Sicherstellen, daß das Federauge des Achslenkers auf der
gegenüberliegenden Fahrzeugseite auch in den Federbock
eingeschoben wird.
Federschrauben von der Innenseite her einschieben. Kronenmuttern
aufschrauben, allerdings noch nicht festziehen.
WICHTIG! Verbindung
Federbock an Achslenker erst festziehen, nachdem die Fahrhöhe
eingestellt wurde.
Fahrhöhe der Federung einstellen.
Arbeitsschritte 8 - 12 gelten nur Fahrzeuge mit Querträger
zwischen den Federböcken
Querträger einbauen.
Kronenmutter auf einer Seite des Fahrzeugs mit 800 Nm und dann
bis zur nächsten Kerbung festziehen.
Ist Spiel zwischen dem Querträger und dem Federbock auf der
gegenüberliegenden Seite vorhanden, 1 mm starke
Distanzbleche vorsehen.
Werden mehr als drei Distanzbleche benötigt, sicherstellen,
daß diese gleichmäßig auf beide Seiten des Querträgers
verteilt werden.
Kronenmutter auf der anderen Seite des Fahrzeugs mit 800 Nm und
dann bis zur nächsten Kerbung festziehen.
Schraube vom Querlenker zum Federbock auf beiden Fahrzeugseiten
einschrauben. Mit 135 Nm festziehen.
Verbindungen mit neuen Splinten sichern.
Ggf. Distanzblech
Arbeitsschritte 13 - 14 gelten nur Fahrzeuge ohne Querträger
zwischen den Federböcken
Kronenmuttern mit 800 Nm und dann bis zur nächsten Kerbung
festziehen.
Der Abstandsunterschied zwischen Rahmen und
Bremsscheibe/Bremstrommel auf der linken und rechten Fahrzeugseite
darf nicht größer als 3 mm sein, siehe Abbildung unter Festziehen.
Die höchstzulässige Fehlausrichtung des Federbügels beträgt 3 mm,
siehe Abbildung unter Festziehen.
Achslenker
Halterung
Federsitz
Federbügel
Stellschraube
Kronenmutter
Anzugsdrehmomente
Stellschrauben, Achslenker 200 Nm
Hinweis: Die
Muttern der Federbügel sind in der richtigen Reihenfolge
festzuziehen. Näheres siehe Festziehen.
Muttern, Federbügel, Schritt 1 150 Nm
Muttern, Federbügel, Schritt 2 400 Nm
Muttern, Federbügel, Schritt 3 760 Nm
Muttern, Federbügel, Schritt 4 180˚
Spezialwerkzeuge
Nummer Bezeichnung Abbildung Werkzeugtafel
99 121 Ständer für TV
Drehmomentschlüssel
Andere Werkzeuge
Nummer
Bezeichnung
Abbildung
Werkzeugtafel
587 072
Drehmomentschlüssel, 40 - 200 Nm
XB3
587 637 Steckschlüssel MT1
587 943 Drehmomentschlüssel MT1
Festziehen
Kontaktflächen reinigen.
Gewinde an Federbügeln und Muttern schmieren.
WICHTIG! Unbeschädigte
Federbügel können wiederverwendet werden. Die Muttern sind zu
erneuern.
Federbügel anbauen und Muttern bis zum Ansitzen aufschrauben.
Auf beiden Fahrzeugseiten Abstand zwischen Rahmen und
Bremstrommel/ Bremsscheibe messen (Maß A). Der Unterschied
zwischen den beiden Maßen darf 3 mm nicht überschreiten.
Übersteigt der Abstandsunterschied 3 mm, muß die Achsstellung in
Querrichtung eingestellt werden.
Einstellungen mittels Stellschrauben (1) auf beiden
Fahrzeugseiten gleichzeitig vornehmen. Nach erfolgter
Einstellung alle Schrauben bis zum Ansitzen und dann mit 200 Nm
festziehen.
Muttern der Federbügel mit Drehmomentschlüssel und
Steckschlüssel 587 637 wie folgt festziehen:
Alle Federbügelmuttern mit 150 Nm wie gezeigt festziehen.
Alle Muttern mit 400 Nm festziehen. Wie gezeigt mit dem
vorderen Federbügel anfangen.
Alle Muttern mit 760 Nm festziehen. Wie gezeigt mit dem
vorderen Federbügel anfangen.
Federbügelmuttern um weitere
180˚ festziehen. Wie gezeigt mit dem vorderen Federbügel
anfangen.
Spaltmaß B am Federbügel vermessen.
Der Unterschied zwischen dem Maß B auf der linken und
rechten Federbügelseite darf nicht größer als
3 mm sein.
Bei abweichenden Maßen oder Kontakt des Federbügels mit
Halterung C, neue Federbügel einbauen und erneut festziehen.
Die Aufhängungsbuchsen sind auf beiden Fahrzeugseiten gleichzeitig
auszuwechseln.
! ACHTUNG!
Bei Arbeiten an Fahrzeugen mit Luftfederung immer den Rahmen mit
Unterstellböcken abstützen.
Federbälge entleeren.
Bei Fahrzeugen mit Liftachse muß die Liftachse abgesenkt werden.
Buchsen ausbauen
Fahrzeug aufbocken und den Rahmen abstützen, siehe Hauptgruppe
12, Luftfederung, Mechanische Bauteile, Sicherheitsmaßnahmen.
Federbälge der Liftachse entleeren.
Einen Werkstattheber unter einem der Achslenker am Federbalg in
Position bringen. Werkstattheber anheben, bis er gerade gegen
den Achslenker ansitzt.
Klemmschrauben ausschrauben.
Schmiernippel für die Federschrauben ausschrauben.
Federschrauben mit Steckschlüssel
87 204 ausschrauben. Federschrauben auf beiden Fahrzeugseiten
entfernen.
Einen Werkstattheber unter den Federbälgen ansetzen und anheben,
so daß die Federaugen nach unten aus den Federböcken geschoben
werden.
Spezialwerkzeuge wie gezeigt zueinander anordnen. Sicherstellen,
daß der Hydraulikzylinder 99 003 richtig ausgerichtet ist, da
andernfalls der Abzieher 99 009-1 beschädigt werden kann.
Hydraulikpumpe 99 004 am Zylinder anschließen und die Buchsen
ausziehen.
Buchsen einbauen
Anlageflächen der Buchsen in den Federaugen reinigen.
Buchse 1 und Spezialwerkzeuge wie gezeigt zueinander anordnen.
Sicherstellen, daß der Hydraulikzylinder 99 003 richtig
ausgerichtet ist, da andernfalls der Abzieher 99 009-1
beschädigt werden kann.
Muttern auf Gewindespindel 99 013 festziehen und Hydraulikpumpe
99 004 anschließen. Buchse in das Federauge einpressen. Die
Buchse 1 muß auf beiden Achslenkerseiten um das gleiche Maß
überstehen.
Einen kleinen Werkstattheber unter dem Federauge ansetzen und
dieses in den Federbock heben. Sicherstellen, daß das Federauge
des Achslenkers auf der gegenüberliegenden Fahrzeugseite auch in
den Federbock eingeschoben wird.
101248
Federschrauben und O-Ringe (1) wieder einbauen. Darauf achten,
daß sich die
O-Ringe nicht verklemmen.
Klemmschrauben einschrauben aber Verbindung noch nicht
festziehen.
Lage der Achslenker in Querrichtung mit den Federschrauben
einstellen. Das Spaltmaß A für die O-Ringe muß beiderseits jedes
Achslenkers gleich groß sein.
Schmiernippel wieder einschrauben. Federschrauben schmieren.
Der Abstandsunterschied zwischen Rahmen und Bremstrommel auf der
linken und rechten Fahrzeugseite darf nicht größer als 3 mm sein,
siehe Abbildung unter Festziehen.
Achslenker
Federsitz
Federbügelplatte
Federbügel
Puffer
Stellschraube
Mutter
Anzugsdrehmomente
Stellschrauben, Achslenker 150 Nm
Hinweis: Die
Muttern der Federbügel sind in der richtigen Reihenfolge
festzuziehen. Näheres siehe Festziehen.
Muttern, Federbügel, Schritt 1 120 Nm
Muttern, Federbügel, Schritt 2 300 Nm
Muttern, Federbügel, Schritt 3 470 Nm
Muttern, Federbügel, Schritt 4 620 Nm
Spezialwerkzeuge
Nummer
Bezeichnung
Abbildung
Werkzeugtafel
99 121
Ständer für Drehmomentschlüssel
TV
Andere Werkzeuge
Nummer
Bezeichnung
Abbildung
Werkzeugtafel
587 072
Drehmomentschlüssel, 40 - 200 Nm
XB3
587 943 Drehmomentschlüssel MT1
Festziehen
Kontaktflächen reinigen.
Gewinde an Federbügeln und Muttern schmieren.
WICHTIG! Unbeschädigte
Federbügel können wiederverwendet werden. Die Muttern sind zu
erneuern.
Federbügel anbauen und Muttern bis zum Ansitzen aufschrauben.
Auf beiden Fahrzeugseiten Abstand zwischen Rahmen und
Bremstrommel messen (Maß A). Der Unterschied zwischen den beiden
Maßen darf 3 mm nicht überschreiten.
Übersteigt der Abstandsunterschied 3 mm, muß die Achsstellung in
Querrichtung eingestellt werden.
Einstellungen mittels Stellschrauben (1) auf beiden
Fahrzeugseiten gleichzeitig vornehmen. Alle Schrauben bis zum
Ansitzen festziehen, daraufhin mit 150 Nm.
Muttern der Federbügel mit einem Drehmomentschlüssel wie folgt
festziehen:
Alle Federbügelmuttern mit 120 Nm wie gezeigt festziehen.
Alle Muttern mit 300 Nm festziehen. Wie gezeigt mit dem
vorderen Federbügel anfangen.
Alle Muttern mit 470 Nm festziehen. Wie gezeigt mit dem
vorderen Federbügel anfangen.
Federbügelmuttern mit 620 Nm festziehen. Wie gezeigt mit dem
vorderen Federbügel anfangen.
Bei Arbeiten an Fahrzeugen mit Luftfederung immer den Rahmen mit
Unterstellböcken abstützen.
Fahrzeug mit der Luftfederung gerade über Fahrhöhe anheben.
Fahrzeug aufbocken und den Rahmen abstützen, siehe
Hauptgruppe 12, Luftfederung, Mechanische Bauteile,
Sicherheitsmaßnahmen.
Federbälge entleeren.
Sicherstellen, daß die Federbälge unverspannt sind.
Überwurfmutter der Federbalg- Druckluftleitung um 1-2
Umdrehungen lösen um sicherzustellen, daß der Federbalg
druckfrei ist. Druckluftleitung vom Federbalg abbauen.
Federbälge ausbauen.
! ACHTUNG!
Niemals einen ausgebauten Federbalg mit Druckluft befüllen.
Der untere Federbalgabschnitt (Kolben) könnte sich vom
Balggummi lösen.
Neue Federbälge einbauen. Sicherungsfedern einbauen. Mutter
zur Befestigung des Federbalgkolbens am Achslenker mit 100
Nm festziehen.
Druckluftleitung am Federbalg anschließen.
Hintere Federbälge auf Maximalwert befüllen.
Druckluftleitung auf Vorliegen von Undichtigkeiten prüfen.
Prüfen, ob der Balggummi richtig auf dem Kolben abläuft.
Bei Arbeiten an Fahrzeugen mit Luftfederung immer den Rahmen
mit Unterstellböcken abstützen.
Prüfen, ob die Liftachse abgesenkt ist.
Fahrzeug mit der Luftfederung gerade über Fahrhöhe
anheben. Fahrzeug aufbocken und den Rahmen abstützen,
siehe Hauptgruppe 12, Luftfederung, Mechanische
Bauteile, Sicherheitsmaßnahmen.
Federbälge entleeren.
Überwurfmutter der Federbalg- Druckluftleitung 1-2
Umdrehungen lösen, um sicherzustellen, daß der Federbalg
druckfrei ist. Druckluftleitung mit Überwurfmutter vom
Federbalg abbauen.
Federbalg-Befestigungsschrauben aus den oberen und
unteren Halterungen ausschrauben.
! ACHTUNG!
Niemals einen ausgebauten Federbalg mit Druckluft
befüllen. Der untere Federbalgabschnitt (Kolben) könnte
sich vom Balggummi lösen.
Liftachse mit einem Werkstattheber anheben. Achse mit
Unterstellböcken abstützen.
Federbälge ausbauen.
Neue Federbälge einbauen.
Befestigungsschrauben in die untere Halterung
einschrauben, aber noch nicht festziehen.
Liftachse so absenken, daß die obere Halterung leicht
auf dem Federbalg aufruhrt.
Befestigungsschrauben in die obere Halterung
einschrauben. Befestigungsschrauben in der oberen und
unteren Halterung mit 40 Nm festziehen.
Druckluftleitung mit der Überwurfmutter am Federbalg
befestigen.
Bei Arbeiten an Fahrzeugen mit Luftfederung immer den Rahmen mit
Unterstellböcken abstützen.
Fahrzeug mit der Luftfederung gerade über Fahrhöhe anheben.
Fahrzeug aufbocken und den Rahmen abstützen, siehe Hauptgruppe
12, Luftfederung, Mechanische Bauteile, Sicherheitsmaßnahmen.
Hintere Federbälge entleeren, so daß die Federbälge der
Liftachse unverspannt sind.
Überwurfmutter der Federbalg- Druckluftleitung 1-2 Umdrehungen
lösen, um sicherzustellen, daß der Federbalg druckfrei ist.
Druckluftleitung vom Federbalg abbauen.
Federbalg-Befestigungsschrauben ausschrauben.
Federbälge ausbauen.
! ACHTUNG!
Niemals einen ausgebauten Federbalg mit Druckluft befüllen. Der
untere Federbalgabschnitt (Kolben) könnte sich vom Balggummi
lösen.
Neue Federbälge einbauen und die
Schrauben mit 40 Nm festziehen.
Druckluftleitung am Federbalg anschließen.
Federbälge auf Maximalwert befüllen. Auf Luftaustritt prüfen.
Prüfen, ob der Balggummi richtig auf dem Kolben abläuft.
Bei Arbeiten an Fahrzeugen mit Luftfederung immer den Rahmen mit
Unterstellböcken abstützen.
Prüfen, ob die Liftachse abgesenkt ist.
Fahrzeug mit der Luftfederung gerade über Fahrhöhe anheben.
Fahrzeug aufbocken und den Rahmen abstützen, siehe Hauptgruppe
12, Luftfederung, Mechanische Bauteile, Sicherheitsmaßnahmen.
Federbälge entleeren.
Überwurfmutter der Federbalg- Druckluftleitung 1-2 Umdrehungen
lösen, um sicherzustellen, daß der Federbalg druckfrei ist.
Druckluftleitung vom Federbalg abbauen.
Federbalg-Befestigungsschrauben aus den oberen und unteren
Halterungen ausschrauben.
Liftachse mit einem Werkstattheber anheben. Achse mit
Unterstellböcken abstützen.
Federbälge ausbauen.
! ACHTUNG!
Niemals einen ausgebauten Federbalg mit Druckluft befüllen. Der
untere Federbalgabschnitt (Kolben) könnte sich vom Balggummi
lösen.
Neue Federbälge einbauen und Druckluftleitung der Überwurfmutter
befestigen.
Schrauben in die untere Halterung einschrauben. Schrauben
festziehen.
Liftachse absenken, bis die obere Halterung angebaut werden
kann. Schrauben mit
Beim Auswechseln einer Längsstreben muß die Länge geprüft und ggf.
mit Beilegscheiben eingestellt werden.
Es ist wichtig, daß alle vier Längsstreben die gleiche Länge haben,
damit der korrekte Nachlaufwinkel und die Achsausrichtung
beibehalten werden.
Längsstrebenlänge
Folgende Schritte sind beim Einbau von Längsstreben durchzuführen:
Einbaulänge A der auszubauenden Strebe messen oder, falls diese
beschädigt ist, diese Länge an einer der anderen Streben messen.
Messung der Distanz A an beiden Seiten der Strebe vornehmen,
Meßwerte zusammenzählen und durch zwei teilen, um den Mittelwert zu
erhalten.
Gleiche Messungen an der einzubauenden Strebe durchführen.
Beilegscheiben 1357994 an der kürzesten Strebe anbringen.
WICHTIG! An
beiden Befestigungsschrauben der Längsstrebe muß die gleiche Zahl
von Beilegscheiben angebracht werden.
Nach dem Austausch einer Längsstrebe Nachlaufwinkel und Achsstellung
prüfen. Wurde die Längeneinstellung wie oben angegeben vorgenommen
und waren Nachlaufwinkel und Achsstellung von Beginn an richtig,
müssen keine weiteren Einstellungen an der Achse vorgenommen werden.
100623
"A"
Ausbau
! ACHTUNG!
Bei Arbeiten an Fahrzeugen mit Luftfederung immer den Rahmen mit
Unterstellböcken abstützen.
Federbälge entleeren.
Bei Fahrzeugen mit Liftachse muß die Liftachse abgesenkt werden.
Keine Stütze unter die vorderen Längsstrebenhalterungen stellen.
Fahrzeug aufbocken und den Rahmen abstützen, siehe Hauptgruppe
12, Luftfederung, Mechanische Bauteile, Sicherheitsmaßnahmen.
Prüfen, ob die Längsstreben farblich markiert sind.
Falls eine wiederzuverwendende Längsstrebe nicht farbcodiert
ist, eine Markierung am hinteren Rohrende anbringen, so daß
sie wieder in der ursprünglichen Ausrichtung eingebaut
werden kann.
100652
Beim Ausbau mehrerer Längsstreben deren Einbaulage relativ
zueinander auf den Streben kenntlich machen.
Längsstrebe ausbauen.
100945
100942
Nur untere Längsstreben:
Soll die Längsstrebe wiederverwendet werden, alle Beilegscheiben
zwischen Montageansätzen und unterer Längsstrebenhalterung separat
zur Seite legen.
Die Beilegscheiben gleichen die Unterschiede in den Einbaulängen der
unteren Längsstreben auf der linken und rechten Seite aus und legen
den Nachlaufwinkel fest.
Längsstrebe in eine Presse einsetzen. Buchse mit Dorn 99 009-1
oder 87 089 nach unten pressen. Sicherungsring mit
Sicherungsringzange 587 585 abnehmen, den Distanzring mit einem
Schraubendreher.
Längsstrebe umdrehen und die Buchse mit Dorn 99 009-1 oder 87
089 auspressen.
100948
Anlageflächen für die Buchse reinigen. 99009−1
Neue Buchse so einpressen, daß die planen Oberflächen der
Montageansätze im rechten Winkel zum Längsstrebenrohr stehen.
100611
Distanzring aufsetzen.
Buchse mit Dorn 99 009-1 oder 87 089 einpressen und den
Sicherungsring so anbauen, daß die Ringaugen beiderseits der
Strebenlängsachse zu liegen kommen.
100951
Sicherstellen, daß der Sicherungsring richtig in seiner Nut
sitzt.
Montageansätze und Kontaktflächen in den Längsstrebenhalterungen
reinigen. Längsstrebe so einbauen, daß die Farbmarkierung zur
hinteren Längsstrebenhalterung weist.
Obere Längsstrebe zuerst an der vorderen Halterung anbauen.
100652
Untere Längsstrebe zuerst an der hinteren Halterung anbauen.
Vorderachshöhe mit einem Werkstattheber so einstellen, daß
die Schrauben ohne Schwierigkeiten durch die Bohrungen in
den Montageansätzen der Längsstrebe geschoben werden können.
Schrauben mit 100 Nm festziehen. Das endgültige Festziehen auf
210 Nm erfolgt nach Prüfung und ggf. Einstellung der
Nachlaufwinkel.
Vordere Federbälge auf Maximalwert befüllen und die
Unterstellböcke wegnehmen.
Normale Fahrhöhe einstellen.
WICHTIG! Vorder-
und Hinterachsen müssen auf ebenem waagerechtem Untergrund
stehen. Bei Fahrzeugen mit Liftachse muß die Liftachse abgesenkt
werden.
Werte für Nachlaufwinkel, siehe Gruppe 9 "Messen von Radwinkeln und
Achsstellungen".
Der Unterschied im Nachlaufwinkel zwischen der linken und der
rechten Seite darf vorne nicht mehr als 0,5 betragen.
Prüfung
WICHTIG! Vorder-
und Hinterachsen müssen auf ebenem waagerechtem Untergrund stehen.
Bei Fahrzeugen mit Liftachse muß die Liftachse abgesenkt werden.
Nachlaufwinkel links und rechts mit einem optischen Achsmeßgerät
messen.
Der Unterschied im Nachlaufwinkel zwischen der linken und der
rechten Seite darf nicht mehr als 0,5 betragen.
Bei einer größeren Differenz erfolgt Einstellung gemäß Beschreibung
im Abschnitt Nachlaufwinkel einstellen.
Unterschiede im Nachlaufwinkel dadurch ausgleichen, daß die
Einbaulänge einer der unteren Längsstreben geändert wird.
1,0 mm starke Beilegscheiben wie folgt vor den Montageansätzen
der Längsstrebe vorsehen.
100607
Die Einstellung an der Längsstrebe jener Seite vornehmen,
auf der der Nachlaufwinkel am meisten vom Idealwert
abweicht.
Zum Vergrößern des Nachlaufwinkels: Einstellung an der
vorderen Längsstrebenhalterung vornehmen.
Zum Verkleinern des Nachlaufwinkels: Einstellung an der
hinteren Längsstrebenhalterung vornehmen.
Anzahl von Beilegscheiben ermitteln, die die gewünschte
Winkeländerung erbringen. Resultierende Winkelwerte für eine
unterschiedliche Anzahl von Beilegscheiben siehe Diagramm.
Entsprechenden Teilen der Arbeitsbeschreibung folgen, siehe
Abschnitte Längsstreben ausbauen und Längsstreben einbauen.
Bei Arbeiten an Fahrzeugen mit Luftfederung immer den Rahmen mit
Unterstellböcken abstützen.
Federbälge entleeren.
Bei Fahrzeugen mit Liftachse muß die Liftachse abgesenkt werden.
Keine Stütze unter die vorderen Längsstrebenhalterungen stellen.
Zur Abstützung des Fahrzeugs Unterstellböcke unter dem Rahmen
vorsehen, siehe Abschnitt Sicherheitsmaßnahmen.
Vordere Federbälge entleeren.
Untere Strebenhalterung abbauen.
Obere Mutter der Strebe um zwei Umdrehungen lösen.
Kugelgelenkabzieher anbauen. Querstrebe mit Kugelgelenkabzieher
99 372 wie folgt von der Rahmenhalterung abbauen:
Kugelgelenkabzieher spannen.
Abzieher auf die Schraube aufklopfen.
Kugelgelenkabzieher spannen.
Schritte wiederholen, bis die Querstrebe freikommt.
Kronenmutter, obere Halterung 250 Nm, dann bis zur nächsten Kerbung
Schrauben, untere Halterung 210 Nm
Andere Werkzeuge
Nummer
Bezeichnung
Abbildung
Werkzeugtafel
587 054
Drehmomentschlüssel, 75 -400 Nm
XB3
Einbau
! ACHTUNG!
Bei Arbeiten an Fahrzeugen mit Luftfederung immer den Rahmen mit
Unterstellböcken abstützen.
Federbälge entleeren.
Bei Fahrzeugen mit Liftachse muß die Liftachse abgesenkt werden.
Keine Stütze unter die vorderen Längsstrebenhalterungen stellen.
Montageansätze und Kontaktflächen in den Querstrebenhalterungen
reinigen.
Achse mit Werkstattheber auf Fahrhöhe anheben. Alle
Festziehtätigkeiten müssen bei auf Fahrhöhe befindlichem Rahmen
erfolgen.
Querstrebe einbauen und die Kronenmutter der oberen Halterung
mit 250 Nm festziehen, daraufhin bis zur nächsten Kerbung
weiterdrehen. Splint einschieben und sichern.
Schrauben der unteren Halterung mit 210 Nm festziehen.
Scania-Fahrzeuge der Serie 4 sind normalerweise mit der
elektronischen Luftfederung ELC ausgestattet. Bei 4x2A- Fahrzeuge
jedoch wird die Luftfederung mechanisnch gesteuert.
Diese Luftfederung wird im folgenden Abschnitt beschrieben.
Bei Fahrzeugen der Serie 4 wurde eine neue Funktion eingeführt:
Bei ausgeschaltetem Strom bleibt das eingestellte Fahrzeugniveau
erhalten. Dies ermöglicht z. B. ein Absenken des Fahrzeugs bis auf
die Anschläge beim Verladen auf eine Fähre.
Sicherheit
! ACHTUNG!
Fahrzeuge mit Luftfederung vor dem Durchführen von Arbeiten stets
mit Unterstellböcken abstützen.
Solange Verletzungsgefahr besteht, dürfen bei Fahrzeugen mit
Luftfederung keine Arbeiten unter dem Fahrzeug durchgeführt werden.
Es besteht Verletzungsgefahr, wenn sich der Rahmen auf die Achsen
absenkt.
Dies kann unter folgenden Umständen der Fall sein:
Luftfederbalg ist beschädigt.
Druckluftleitung wird getrennt.
Elektrisches Ventil zum Entleeren der Luftfederbälge wird
eingeschaltet.
Das Niveauregelventil befindet sich rechts am Rahmen über der
Antriebsachse.
Das Niveauregelventil hat drei Funktionen:
Automatischer Niveauausgleich während der Fahrt
Höhenbegrenzung bei manueller Niveaueinstellung
Erhöhung des Fahrzeugniveaus (nicht bei allen Fahrzeugen
verfügbar)
Aufbau
Das Niveauregelventil besteht aus zwei unabhängig voneinander
funktionierenden Teilen.
Ein Teil des Niveauregelventils steuert die automatische
Niveauregelung und das erhöhte Fahrzeugniveau.
Der andere Teil des Niveauregelventils begrenzt die Fahrzeughöhe
bei der manuellen Niveaueinstellung.
Über eine Schubstange werden Abstandsänderungen zwischen Achse und
Rahmen auf den Betätigungshebel des Niveauregelventils übertragen.
Auf der Betätigungshebelwelle befinden sich zwei Exzenter. Der eine
Exzenter steuert den automatischen Niveauausgleich und das erhöhte
Fahrzeugniveau, der andere ist für die Höhenbegrenzung bei der
manuellen Niveaueinstellung zuständig.
Beim Drehen der Welle verschieben die Exzenter den Steuerkolben im
Niveauregelventil, wodurch die Luftfederbälge entweder be- oder
entlüftet werden.
Einlaß 11 und Auslaß 21 des Niveauregelventils werden für den
automatischen Niveauausgleich verwendet.
Magnetventil V37
Der Anschluß erfolgt gem. Schaltplan 16:14-44.
Ein automatischer Niveauausgleich ist nur bei eingeschaltetem Strom
möglich. Das Magnetventil V37 wird eingeschaltet und öffnet den
Anschluß zwischen Auslaß 21 des Niveauregelventils und den
Federbälgen.
Das Magnetventil V37 hat zwei Funktionen:
Zum Verzurren des Fahrzeugs auf Fähren kann der Rahmen bis auf
die Anschläge des Fahrwerks abgesenkt werden. Bei
ausgeschaltetem Startschalter ist die Stromversorgung zum
Magnetventil V37 unterbrochen. Das Ventil ist geschlossen und
verhindert das Einströmen von Druckluft in die Federbälge.
Das Magnetventil V37 ermöglicht außer der automatischen auch
eine manuelle Niveauregelung. Wird am Schalter S54 auf manuelle
Regelung umgeschaltet, ist die Stromversorgung des Magnetventils
V37 unterbrochen.
100 985
Magnetventil V37 ausgeschaltet. Der Luftkanal ist geschlossen.
100 986
+24 V
Magnetventil V37 eingeschaltet. Der Luftkanal ist offen.
Bei Fahrzeugen bis Fahrgestell-Nr. 1 214 434 sind die Anschlüsse
gem. Schaltplan 16:04-14 umgekehrt.
Automatische Niveauregelung
113 200
Magnetventil V37 ausgeschaltet. Der Luftkanal ist offen.
Manuelle Niveauregelung.
113 201
+24 V
Magnetventil V37 eingeschaltet. Der Luftkanal ist geschlossen.
In Nullpunktstellung verschließt der Ventilteller 7 den Ventilsitz 8
und die
Entlüftungsbohrung im Kolben 6. 8
6
100 987
Ventilteller und Kolben des Niveauregelventils bei
Nullpunktstellung.
Niveau niedrig
11
Bei zu niedrigem Aufbau-Niveau hebt der Exzenter den Kolben 6 an und
der Ventilteller 7 öffnet die Verbindung zwischen Einlaß 11 und
Auslaß 21. Druckluft strömt in die Federbälge 7
und der Aufbau wird angehoben. 6
21
100 988
Ventilteller und Kolben des Niveauregelventils bei zu niedrigem
Niveau
Niveau hoch
Bei einem zu hohen Aufbau-Niveau senkt der Exzenter den Kolben 6 und
öffnet die Verbindung zwischen Auslaß 21 und der Entlüftungsöffnung
im Kolben. Die Federbälge werden entlüftet und der Aufbau abgesenkt.
6
21
100 989
Ventilteller und Kolben des Niveauregelventils bei zu hohem Niveau
Die manuelle Niveauregelung erfolgt über die Schalter S54 und S56 im
unteren Bereich der Instrumententafel links neben dem Lenkrad.
Mit dem Schalter S54 wird von automatischer auf manuelle
Niveauregelung umgeschaltet, dabei wird das Magnetventil V37
geschlossen und die Stromversorgung von S56 eingeschaltet.
Mit dem Schalter S56 kann der Aufbau gehoben oder gesenkt werden.
100 990
Schalter S54 und S56 für manuelle Niveauregelung
100 991
Die Leuchte W21 in der Instrumententafel und die Leuchte im Schalter
S54 leuchten bei manueller Niveauregelung.
Magnetventile
Über die zwei Magnetventile werden die Federbälge be- und entlüftet.
Das Ventil V35 dient zum Heben des Aufbaus und wird durch Drücken
des Schalters S56 nach oben eingeschaltet.
Das Ventil V36 dient zum Senken des Aufbaus und wird durch Drücken
des Schalters S56 nach unten eingeschaltet.
V36
23 12
V35
100 992
+24 V
Beim Heben öffnet das Ventil V35, und Druckluft strömt zum Einlaß 12
am Niveauregelventil. Das Rückschlagventil ist dabei geöffnet.
Rückschlagventil
Das Rückschlagventil am Auslaß 23 des Niveauregelventil verhindert
ein Entlüften der Federbälge während der automatischen
Niveauregelung.
Niveauregelventil
Über den Einlaß 12 und den Auslaß 23 des Niveauregelventils erfolgt
die manuelle Steuerung.
Am Niveauregelventil wird die maximale Aufbauhöhe beim Belüften der
Federbälge eingestellt.
Heben
15
Der Schalter S56 wird nach unten gedrückt:
Magnetventil V35 wird eingeschaltet und öffnet. Der Einlaß 12 am
Niveauregelventil wird mit Druckluft beaufschlagt. Die Druckluft
drückt das Ventil 10 gegen den Exzenter 15.
Die Verbindung zwischen Einlaß 12 und Auslaß 23
23 des Niveauregelventils wird geöffnet. 10
100 993
Das Rückschlagventil im Verteilerblock öffnet, die Federbälge werden
belüftet und der Aufbau angehoben.
12
Niveauregelventil beim manuellen Heben
Höhenbegrenzung
Maximale Aufbauhöhe einstellen: Der Aufbau ist so weit wie möglich
angehoben. Der Exzenter 15 drückt das Ventil 10 nach unten gegen den
Ventilsitz 14.
Der Ventilsitz verschließt den Kolben 13 und blockiert den
Druckluftstrom durch das Niveauregelventil, der Hebevorgang ist
beendet.
15
14
10 13
100 994
12
Niveauregelventil während der Maximal- Höheneinstellung
Das Niveauregelventil wird beim Senken nicht verwendet.
Der Schalter S56 wird nach unten gedrückt. Dadurch wird das
Magnetventil V36 eingeschaltet, es öffnet und die Federbälge
V36
werden entlüftet. +24 V
23 12
100 995
V35
Beim Senken öffnet Magnetventil V36 und entlüftet die Federbälge.
Das Rückschlagventil ist geschlossen.
Erhöhtes Fahrniveau
(Diese Funktion steht nicht bei allen Fahrzeugen zur Verfügung.)
Der Schalter für das Fahren mit erhöhtem Aufbauniveau S75 befindet
sich in der Instrumententafel rechts neben dem Lenkrad. Je nach
Fahrzeugtyp kann mit diesem Schalter das Fahrzeugniveau um ca. 76
oder 85 mm angehoben werden. Mit dieser Funktion können
z. B. Schäden an den Schmutzfängern beim Fahren mit Schneeketten
verhindert werden.
100 996
Schalter zum Fahren mit erhöhtem Niveau
Fahrniveau-Erhöhung betätigen
Schalter S75 nach oben drücken. Die Leuchte im Schalter leuchtet
auf.
Das Magnetventil V34 wird eingeschaltet und öffnet. Das Magnetventil
V34 beaufschlagt den Anschluß 4 am Niveauregelventil mit Druckluft.
Der Kolben im Niveauregelventil wird nach oben gedrückt. Der
Ventilteller wird angehoben und die Federbälge werden belüftet.
Wenn der Aufbau um ca. 76 oder 85 mm angehoben wurde, wird der
Kolben vom
Exzenter nach unten gedrückt. Der Ventilteller 5
verschließt den Ventilsitz und die Federbälge
werden nicht weiter belüftet.
Bei erhöhtem Fahrniveau wird der Kolben durch
die Druckluft von Anschluß 4 angehoben. Der 1
Exzenter drückt den Kolben nach unten.
2
100 997
4
Beim Fahren mit erhöhtem Niveau wird der Kolben vom Exzenter nach
unten gedrückt.
Absenken auf Normalniveau
Schalter S75 nach unten drücken. Die Leuchte im Schalter erlischt.
Die Stromversorgung von Magnetventil V34 wird unterbrochen, und das
Ventil schließt. In Ruhestellung entlüftet das Ventil V34 den
Anschluß 4 am Niveauregelventil.
Der Kolben 6 wird von der Feder gegen den Exzenter 5 gedrückt. Die
Federbälge werden durch die Öffnung im Kolben entlüftet.
Sobald der Aufbau die normale Höhe erreicht, drückt der Exzenter den
Kolben nach oben gegen den Ventilteller. Der Belüftungsvorgang wird
beendet.
Während des Betriebs auf Normalniveau wird
der Kolben von der Feder nach unten gedrückt. 6
Der Exzenter drückt dann den Kolben nach
oben.
5
100 998
4
Während der Fahrt mit normalem Niveau drückt der Exzenter 5 den
Kolben 6 nach oben.
Das Werkzeug 99 361 ist entwickelt worden, um die Fehlersuche an der
Elektroanlage von mecha- nisch gesteuerten Luftfederungssystemen zu
erleichtern.
Das Werkzeug ist bei Fahrzeugen sowohl der 3er als auch der 4er
Serie einsetzbar. Die Anpas- sung des Werkzeugs an unterschiedliche
Fahr- zeugtypen erfolgt über dazugehörige Adapter.
Sicherheit
! WARNUNG!
Bei Arbeiten unter luftgefederten Fahr- zeugen immer Unterstellböcke
verwen- den.
Arbeiten unter luftgefederten Fahrzeugen dürfen nicht so ausgeführt
werden, daß ein Risiko für Personenschäden entstehen kann.
Wenn der Rahmen auf die Achse herunterfällt, kann das Quetsch- und
Schlagverletzungen ver- ursachen.
Der Rahmen fällt auf die Achse herunter, wenn:
ein Luftbalg beschädigt wird
eine Luftleitung abgeschaltet wird
ein Ventil für die Entleerung der Bälge unter Spannung gesetzt
wird
der Hebel des Niveauventils nach unten bewegt wird
Folgende drei Messungen können durchgeführt werden
Spannungsprüfung und Funktionsprüfung von Magnetventilen. Die
Messung erfolgt, um zu sehen/zu hören, wie das Magnetventil
anzieht, wenn es unter Spannung gesetzt wird, sowie um prüfen zu
können, welches Magnetventil bei einer Funktion nicht anspricht.
Kontrolle von Unterbrechungen im Rahmen- leitungsnetz und in
Magnetventilen. Die Mes- sung erfolgt, um
Leitungsunterbrechungen, Unterbrechungen in Magnetventilen,
Kurz- schlüsse mit Masse und den Kontaktwider- ständen zu
prüfen.
Spannungsmessung im Fahrerhausleitungs- netz mit eingeschaltetem
Schalter im Fahr- zeug. Die Messung erfolgt, um zu prüfen, daß
die richtige Spannung vom Schalter oder von der Fernbedienung am
Steckverbinder in der Elektrozentrale ankommt.
Auf der Vorderseite der Prüfbox befinden sich 11 Prüfanschlüsse.
Jeder Prüfanschluß ist mit einer oder mehreren Bezeichnungen gekenn-
zeichnet. Der Prüfanschluß 1 ist Masse, der Prüfanschluß 2 ist 24 V.
Diese sind mit einer zweipoligen Buchse angeschlossen. Die Buchse
wird an einen entsprechenden Anschluß im Fah- rerhaus angeschlossen.
! WARNUNG!
Ist die Buchse an das Fahrzeug ange- schlossen, liegt immer 24 V am
Prüfanschluß 2 an.
Prüfanschluß 3 bis 11 sind mit dem 12-poligen Stecker verbunden, der
mit Adapter 0 bezeichnet wird. Wenn die Prüfbox im Fahrzeug ange-
schlossen ist, kann man ein Magnetventil nach dem anderen oder
mehrere auf einmal unter Spannung setzen und der Messung
unterziehen, je nach dem was geprüft werden soll. Wenn das Fahrzeug
nicht mit dem Adapter 0 geprüft wird, wird je nach Fahrzeugtyp der
Adapter 1, 2 oder 3 verwendet.
In der 4er Serie gibt es die mechanische Luftfede- rung nur bei 4x2
A. Das Werkzeug erleichtert nur die Fehlersuche an der elektrischen
Anlage. Feh- ler bei Fahrgestellhöhen, Niveauventilen und der
Druckluftanlage werden hier nicht behandelt.
Verweise
Unter den folgenden Literaturverweisen gibt es die
Funktionsbeschreibung und aktuelle Schalt- pläne.
Funktionsbeschreibung 12:02-02
Elektrischer Schaltplan 4x2 A
Elektrischer Schaltplan 4x2 A
16:04-44
16:14-44
Grundlegende Fehlersuchmethodik
Kontrollieren, daß die Sicherung unversehrt ist.
Erfassen, welche Funktion am Fahrzeug feh- lerhaft ist.
Die Meßbox anschließen.
Eine Spannungsmessung sämtlicher Magnet- ventile von der Prüfbox
durchführen. Im Abschnitt Spannungsmessung befindet sich ein
kurzer Abschnitt über die Aufgabe der verschiedenen
Magnetventile im System.
Wenn Abweichungen festgestellt werden, das betreffende
Magnetventil auf Unterbrechung prüfen. Wenn eine Unterbrechung
vorliegt, oder die Widerstandswerte außerhalb der Toleranz
liegen, eine getrennte Kontrolle von Verkabelung und
Steckverbindern durchfüh- ren und den Widerstand des
Magnetventils separat messen.
Wenn alle Magnetventile funktionieren, mit der Spannungsmessung
bei eingeschalteten Funktionen fortfahren. Kontrollieren, daß
die Spannung von den Bedienelementen im Fah- rerhaus an der
Meßbox ankommen. Wenn keine elektrischen Fehler festgestellt
werden konnten, liegt der Fehler in der Druckluftan- lage, den
Magnetventilen oder dem Block- ventil.
Die Prüfbox gemäß Seite 7 am Rahmenleitungs- netz anschließen. Ein
Magnetventil nach dem anderen unter Spannung setzen. Außerhalb des
Fahrzeugs stehen und danach hören, ob diese anziehen/klicken, wenn
sie unter Spannung gesetzt werden.
Magnetventil V37 für manuelle Steuerung. öffnet unter
Spannung eine Luftverbindung vom automatischen
Niveauventil zu
den Luftbälgen*
Ein Prüfkabel wie folgt anschließen: Prüfanschluß 2 und
3
Magnetventil V34 erhöhtes Fahrniveau
Unter Spannung öffnet eine Luftverbindung zwischen von
den Druckluftbehältern vor zum automatischen
Niveauventil, das seine Normalstellung ändert.
Ein Prüfkabel wie folgt anschließen: Prüfanschluß 2 und
7
Magnetventil V35
Magnetventil für manuelles Anheben Unter Spannung öffnet
eine Verbindung
von den Druckluftbehältern vor zu den Luft bälgen
Ein Prüfkabelzwischen Prüfanschluß 2 und 8
Magnetventil V36
Magnetventil für manuelles Absenken Unter Spannung
öffnet eine Verbindung von den Luftbälgen an die Luft
Ein Prüfkabelzwischen Prüfanschluß 2 und 9
* Weicht bei Fahrzeugen, die gemäß 16:04-44 angeschlossen sind und
bei denen V37 bei manueller Niveauregulierung unter Spannung gesetzt
wird, ab.
Die Prüfbox gemäß Seite 7 am Rahmenleitungs- netz anschließen. Nach
dem Anschließen mißt man, ob eine elektrische Verbindung zwischen
dem Fahrerhaus über das Magnetventil an Masse besteht.
Der Widerstand sollte beim Messen innerhalb folgender Richtwerte
liegen: für ein einzelnes Ventil30-70 Ohm. Ist der Wert geringer,
sollten die Steckverbinder hinsichtlich Verbindung zu
Masse kontrolliert werden. Ist der Wert höher, sollten
Steckverbinder und Erdungspunkte hin- sichtlich Korrosion
kontrolliert werden.
Eine Widerstandsmessung von Magnetventilen kann nur direkt am Ventil
erfolgen. Werte siehe technische Daten.
Die Prüfbox am Rahmenleitungsnetz anschlie- ßen, siehe Seite 7.
Den Adapterstecker am Stecker im Fahrerhaus anschließen.
Nach dem Anschließen kann jede Funktion für sich geprüft und die
Spannung nach dem Schal- ter kontrolliert werden. Der Erdungspunkt
für das Meßinstrument befindet sich im Stecker 1. Die Spannung
beträgt in sämtlichen Fällen
V.
Prüfbox siehe Seite 4.
Zündung ausgeschaltet, manuelle Ladungshantie-
rung aus
Sämtliche Prüfanschlüsse bis auf Prüfan- schluß
2 zeigen 0 V.
Zündschlüssel in Fahrstellung, manuelle
Niveaure- gulierung aus (S54).
Prüfanschluß 3 zeigt 24 V* (automatisches Halten
des Niveaus).
Zündung in Fahrstellung, manuelle
Ladungshantierung ein.
Die markierten Magnetventile stehen unter
Spannung, die übrigen sind ohne Spannung.
Ventil
Funktion
V37
Prüfan- schluß 3
V34
Prüfan- schluß 7
V35
Prüfan- schluß 8
V36
Prüfan- schluß 9
Manuelle Niveauregulie- rung ein*
Manuelles Absenken ein (S56)
X
Manuelles Anheben ein (S56)
X
Erhöhtes Fahrniveau (S75)*
X
* Weicht bei Fahrzeugen, die gemäß 16:04-44 angeschlossen
sind und bei denen V37, Anschluß 3, bei manueller
Niveauregulierung unter Span- nung gesetzt wird, ab.
Das Werkzeug 99 361 ist entwickelt worden, um die
Fehlersuche an der Elektroanlage von mechanisch gesteuerten
Luftfederungssystemen zu erleichtern.
Das Werkzeug ist anwendbar an Lastwagen der 2er-, 3er- und
4er-Serie. Die Anpassung des Werkzeug an die
unterschiedlichen Fahrzeuge und Federungskonfigurationen
erfolgt mit dem zugehörigen Adapter.
Sicherheit
! WARNUNG!
Bei Arbeiten unter luftgefederten Fahr- zeugen immer
Unterstellböcke ver- wenden.
Arbeiten unter luftgefederten Fahrzeugen dürfen nicht so
ausgeführt werden, daß ein Risiko für Personenschäden
entstehen kann.
Fällt der Rahmen auf die Achse herunter, kann dies
Quetschverletzungen und Prellungen verur- sachen.
Der Rahmen fällt auf die Achse herunter, wenn:
ein Luftbalg beschädigt wird
eine Luftleitung abgeschaltet wird
ein Ventil für die Entleerung der Bälge unter Spannung
gesetzt wird
der Hebel des Niveauventils nach unten bewegt wird
Folgende drei Messungen können durchgeführt werden
Spannungsprüfung und Funktionsprüfung von
Magnetventilen. Die Messung erfolgt, um zu sehen/zu
hören, wie das Magnetventil anzieht, wenn es unter
Spannung gesetzt wird, sowie um prüfen zu können,
welches Magnetventil bei einer Funktion nicht anspricht.
Kontrolle von Unterbrechungen im Rahmen- leitungsnetz
und in Magnetventilen. Die Mes- sung erfolgt, um
Leitungsunterbrechungen, Unterbrechungen in
Magnetventilen, Kurz- schlüsse gegen Masse und
Kontaktwider- stände zu prüfen.
Spannungsmessung im Fahrerhausleitungs- netz mit
eingeschaltetem Schalter im Fahr- zeug. Die Messung
erfolgt, um zu prüfen, daß die richtige Spannung vom
Schalter oder von der Fernbedienung am Steckverbinder in
der Elektrozentrale ankommt.
Auf der Vorderseite der Testbox befinden sich 11
Prüfanschlüsse. Jeder Prüfanschluß ist mit einer oder
mehreren Bezeichnungen gekenn- zeichnet. Der Prüfanschluß 1
ist Masse, der Prüfanschluß 2 ist 24 V. Diese sind mit einer
zweipoligen Buchse angeschlossen. Die Buchse wird an den
entsprechenden Anschluß im Fah- rerhaus angeschlossen.
! WARNUNG!
Ist die Buchse an das Fahrzeug ange- schlossen, liegt immer
24 V am Prüfan- schluß 2 an.
Prüfanschluß 3 bis 11 sind mit dem 12-poligen Stecker
verbunden, der mit Adapter 0 bezeichnet wird. Wenn die
Testbox im Fahrzeug ange- schlossen ist, kann man ein
Magnetventil nach dem anderen oder mehrere auf einmal unter
Spannung setzen und der Messung unterziehen, je nach dem was
geprüft werden soll. Wenn das Fahrzeug nicht mit dem Adapter
0 geprüft wird, wird je nach Fahrzeugtyp der Adapter 1, 2
oder 3 verwendet.
Die 3er-Serie hat ausschließlich mechanisch gesteuerte
Luftfederung. Das Werkzeug erleich- tert die Fehlersuche
lediglich am elektrischen System. Fehler bezüglich
Fahrgestellhöhen, Niveauventile und Druckluftsystem werden
hier nicht behandelt.
Grundlegende Fehlersuch- methodik
Kontrollieren, ob die Sicherung unversehrt ist.
Erfassen, welche Funktion am Fahrzeug feh- lerhaft ist.
Die Meßbox anschließen.
Sämtliche Magnetventile von der Testbox unter Spannung
setzen. Im Abschnitt Unter- spannungsetzen befindet sich
ein kurzer Abschnitt über die Aufgaben der verschiede-
nen Magnetventile im System.
Werden Abweichungen festgestellt, das betreffende
Magnetventil auf Unterbrechung prüfen. Liegt eine
Unterbrechung vor, oder liegen Widerstandswerte
außerhalb der Tole- ranz, eine getrennte Kontrolle von
Verkabe- lung und Steckverbindern durchführen und den
Widerstand des Magnetventils separat messen.
Funktionieren alle Magnetventile, mit der
Spannungsmessung bei eingeschalteten Funktionen
fortfahren. Kontrollieren, ob die Spannung von den
Bedienelementen im Fah- rerhaus an der Meßbox ankommt.
Konnten keine elektrischen Fehler festgestellt werden,
liegt der Fehler in der Druckluftanlage, den
Magnetventilen oder dem Ventilblock.
Die Testbox gemäß Seite 8 an Rahmenleitungs- netz anschließen.
Ein Magnetventil nach dem anderen unter Spannung setzen.
Außerhalb des
Fahrzeugs stehen und danach hören, ob diese anziehen/klicken,
wenn sie unter Spannung gesetzt werden.
Vorderachse und Hinterachse
Magnetventil V37 für manuelle Steuerung.
Sperrt bei Unterspannungsetzen den Luftstrom vom
automatischen Niveauventil zu den Luft- bälgen der
Antriebsachse.
Ein Prüfkabel zwischen Prüfanschluß 2 und 3
anschließen.
Magnetventil V51.
Sperrt bei Unterspannungsetzen den Luftstrom vom
automatischen Niveauventil zu den Luft- bälgen der
Vorderachse.
V37 und V51 sind parallel geschaltet.
Vorderachse
Magnetventil V52 für Absenkung.
Bei Unterspannungsetzen öffnet sich eine Ver-
bindung von den Luftbälgen der Vorderachse zu V53.
Ein Prüfkabel zwischen Prüfanschluß 2 und 4
anschließen.
Magnetventil V53 für Anhebung.
In spannungslosem Zustand ist eine Drainage für die
Luft von V52 geöffnet. Bei Unterspan- nungsetzen
wird die Drainage geschlossen und eine Verbindung
von den Druckluftbehältern zu V52 öffnet sich.
Ein Prüfkabel zwischen Prüfanschluß 2 und 5
anschließen.
Hinterachsen
Magnetventil V54 für Drainage/Absenkung der
Liftachse (hintere Antriebsachse).
Bei Unterspannungsetzen öffnet sich eine Ver-
bindung von den Luftbälgen der Liftachse zu V56.
Ein Prüfkabelzwischen Prüfanschluß 2 und 7
anschließen.
Magnetventil V55 für Absenkung der Antriebs- achse.
Bei Unterspannungsetzen öffnet sich eine Ver-
bindung von den Luftbälgen der Antriebsachse zu V56.
Ein Prüfkabel zwischen Prüfanschluß 2 und 8
anschließen.
Magnetventil V56 für Anhebung.
In spannungslosem Zustand ist eine Drainage für die
Luft von V54 und V55 geöffnet. Bei
Unterspannungsetzen wird die Drainage geschlossen
und eine Verbindung von den Druckluftbehältern zu
V54 und V55 öffnet sich.
Ein Prüfkabel zwischen Prüfanschluß 2 und 9
anschließen.
Magnetventil V39.
Sperrt bei Unterspannungsetzen den Luftstrom vom
automatischen Niveauventil zu den Luft- bälgen der
Liftachse.
Ein Prüfkabel zwischen Prüfanschluß 2 und 10
anschließen.
Magnetventil V40 Achsenlift.
In spannungslosem Zustand ist eine Drainage für die
Luft vom Hebebalg der Liftachse geöff- net. Bei
Unterspannungsetzen wird die Drai- nage geschlossen
und eine Verbindung von den Druckluftbehältern zum
Hebebalg öffnet sich.
Ein Prüfkabel zwischen Prüfanschluß 2 und 11
anschließen.
Prüfen einer kompletten Funktion
Spannung wird vom Prüfanschluß 2 genommen und an das oder die zu
prüfenden Magnetventile angelegt.
Werden für eine Funktion sämtliche Ventile in der Tabelle unter
Spannung gesetzt, muß sie ein- wandfrei funktionieren.
Kontrollieren, ob Druckluft im System vorhan- den ist.
Das X in der Tabelle zeigt, welche Magnetventile unter Spannung
gesetzt sein müssen, damit eine bestimmte Funktion komplett
verfügbar ist.
Die Testbox gemäß Seite 8 am Rahmenleitungs- netz anschließen.
Nach dem Anschließen mißt man, ob eine elektrische Verbindung
zwischen dem Fahrerhaus über das Magnetventil an Masse besteht.
Der Widerstand sollte beim Messen innerhalb folgender Richtwerte
liegen: für
ein einzelnes Ventil 30-70 Ohm und für
blockmontierte 90- 120 Ohm. Ist der Wert geringer, sollten
die
Steckverbinder hinsichtlich Verbindung zu Masse kontrolliert
werden. Ist der Wert höher, sollten Steckverbinder und
Erdungspunkte hin- sichtlich Korrosion kontrolliert werden.
Eine Widerstandsmessung von Magnetventilen kann nur direkt am
Ventil erfolgen. Betreffend Werte siehe technische Daten.
Zwischen Prüfanschluß 1 und 4 messen.
Blockmontiertes Magnetventil.
Magnetventil V53. Für Anhebung.
Zwischen Prüfanschluß 1 und 5 messen.
Blockmontiertes Magnetventil.
Hinterachse
Magnetventil V54.
Für Drainage/Absenkung der Liftachse.
Zwischen Prüfanschluß 1 und 7 messen.
Blockmontiertes Magnetventil.
Magnetventil V55.
Für Absenkung der Antriebsachse.
Zwischen Prüfanschluß 1 und 8 messen.
Blockmontiertes Magnetventil.
Magnetventil V56. Für Anhebung.
Zwischen Prüfanschluß 1 und 9 messen.
Blockmontiertes Magnetventil.
Magnetventil V39.
Für manuelle Steuerung der Liftachse.
Zwischen Prüfanschluß 1 und 10 mes- sen.
Separat montiertes Magnetventil.
Magnetventil V40.
Achsenlift.
Zwischen Prüfanschluß 1 und 11 mes- sen.
Separat montiertes Magnetventil.
Druckschalter T24 für Anhebung der Liftachse.
Unterschreitet der Druck im Luftbalg der Lift- achse
1,2 bar, schließt der Druckschalter und legt
Spannung an Magnetventil V40. Die Last-
übertragungslampe erlischt und Magnetventil V54 wird
über Relais R48 konstant unter Span- nung gesetzt,
bis die manuelle Lasthantierung eingeschaltet oder
eine Absenkung der Lift- achse gewünscht wird.
Ein Prüfkabel zwischen Prüfanschluß 6 und 11
anschließen.
Um einen höheren Druck als 1,2 bar im Luftbalg der
Liftachse sicherzustellen, drei Kabel zwischen den
Anschlüssen 2 und 7, 2 und 9 sowie 2 und 10
anschlie- ßen. Nun werden ausschließlich die
Liftachsenbälge mit Luft gefüllt und der Druck
liegt über
1,2 bar. Die Kontakte in T24 sind unterbrochen
(offen), richti- ger Wert mehr als 20 kOhm. Um einen
niedrigeren Druck als 1,2 bar im Luft- balg der
Liftachse sicherzustellen, zwei Kabel zwischen den
Anschlüssen 2 und 7 sowie 2 und 10 anschließen. Nun
wird die Luft in den Liftachsenbälgen ent- leert,
und der Druck sinkt unter
1,2 bar.
Der Kontakt in T24 ist geschlossen, richtiger Wert
0-2 Ohm.
Hinterachse Fortsetzung
Druckschalter T25 für automatische Absenkung der
Liftachse.
Mißt den Druck in den Luftbälgen der Antriebsachse.
Der Druckschalter schließt bei 5 bar.
Ein Prüfkabel zwischen Prüfanschluß 2 und 6
anschließen.
Bei niedrigerem Druck als 5 bar in den Luftbälgen
der Antriebsachse sind die Kontakte unterbrochen
(offen), richtiger Wert höher als 20 kOhm. Bei
höherem Druck als 1,2 bar in den Luftbälgen der
Antriebsachse ist der Kontakt geschlos- sen,
richtiger Wert 0-2 Ohm.
Die Testbox an Rahmenleitungsnetz anschlie- ßen, siehe Seite 8.
Den Adapterkontakt am Steckverbinder am Lei- tungsnetz im
Armaturenbrett anschließen.
Nach dem Anschluß kann jede Funktion einzeln geprüft und die
Spannung hinter Schalter und Lasthantierungsdose kontrolliert
werden.
Anschluß 1 liefert den Erdungspunkt des Meßin- struments.
Die Spannung beträgt in sämtlichen Fällen ca. 24-28 V. Die
Spannung ist an gewissen Ventilen 1-2 V niedriger als die
Systemspannung, da diese in Serie mit den Dioden geschaltet
sind.
Siehe Schaltplan.
Testbox siehe Seite 4.
Das X in der Tabelle zeigt, welche Magnetven- tile unter
Spannung gesetzt sein müssen, damit eine bestimmte Funktion
komplett verfügbar ist. Die übrigen Meßanschlüsse sind
spannungslos.
Zündschlüssel ausgeschaltet, manuelle Niveauregu-
lierung aus.
Sämtliche Prüfanschlüsse bis auf Prüfanschluß 2
zeigen 0 V.
Zündschlüssel in Fahrlage, manuelle Niveauregulie-
rung aus, Liftachse abgesenkt.
Sämtliche Prüfanschlüsse bis auf Prüfanschluß 2
zeigen 0 V.
Zündschlüssel in Fahrlage, manuelle
Niveauregulierung ein und Liftachse abgesenkt. Die
markierten Magnetventile stehen unter Spannung, die
übrigen sind ohne Spannung.
Ventil
Funktion /Prüfan- schluß
V37/ V51
3
V52 4
V53 5
V54 7
V55 8
V56 9
V39 10
V40 11
T24 6
Niveauregulierung ein
X
X
Manuelle Anhebung vorn
X
X
X
X
Manuelle Absenkung vorn
X
X
X
Manuelle Anhebung hinten
X
X
X
X
X
Manuelle Absenkung hinten
X
X
X
X
Ventil
Funktion /Prüfan- schluß
V37/ V51
3
V52 4
V53 5
V54 7
V55 8
V56 9
V39 10
V40 11
T24 6
Achsenlift und Lasthantierung.
Liftachse/Lastübertragung, manuelle
Niveauregulierung ausgeschaltet. Ist das Fahrzeug
nicht bela- den, kann es schwierig sein, die
Funktion Lastübertragung aufzurufen.
Lastübertragung. Schalter in mittlerer Position.
Druckschalter T24, Druck über 1,2
bar im Luftbalg der Liftachse, 6x4 in Klam- mern.
X (X)
X
Lastübertragung. Schalter in oberer rückfedernder
Posi- tion.
Druckschalter T24, Druck über 1,2
bar im Luftbalg der Liftachse, 6x4 in Klam- mern.
Die Testbox gemäß Seite 18 am Rahmenlei- tungsnetz anschließen.
Ein Magnetventil nach dem anderen unter Spannung setzen.
Außerhalb des Fahrzeugs stehen und danach hören, ob diese
anziehen/klicken, wenn sie unter Spannung gesetzt werden.
Vorderachse und Hinterachse
Magnetventil V37 für manuelle Steuerung.
Sperrt bei Unterspannungsetzen den Luftstrom vom
automatischen Niveauventil zu den Luft- bälgen der
Antriebsachse.
Ein Prüfkabel zwischen Prüfanschluß 2 und 3
anschließen.
Magnetventil V51.
Sperrt bei Unterspannungsetzen den Luftstrom vom
automatischen Niveauventil zu den Luft- bälgen der
Vorderachse.
V37 und V51 sind parallel geschaltet.
Vorderachse
Magnetventil V52 für Absenkung.
Bei Unterspannungsetzen öffnet sich eine Ver-
bindung von den Luftbälgen der Liftachse zu V53.
Ein Prüfkabel zwischen Prüfanschluß 2 und 4
anschließen.
Magnetventil V53 für Anhebung.
In spannungslosem Zustand ist eine Drainage für die
Luft von V52 geöffnet. Bei Unterspan- nungsetzen
wird die Drainage geschlossen und eine Verbindung
von den Druckluftbehältern zu V52 öffnet sich.
Ein Prüfkabel zwischen Prüfanschluß 2 und 5
anschließen.
Hinterachse
Magnetventil V55 für Absenkung der Antriebs- achse.
Bei Unterspannungsetzen öffnet sich eine Ver-
bindung von den Luftbälgen der Antriebsachse zu V56.
Ein Prüfkabel zwischen Prüfanschluß 2 und 8
anschließen.
Magnetventil V56 für Anhebung.
In spannungslosem Zustand ist eine Drainage für die
Luft von V54 und V55 geöffnet. Bei
Unterspannungsetzen wird die Drainage geschlossen
und eine Verbindung von den Druckluftbehältern zu
V54 und V55 öffnet sich.
Ein Prüfkabel zwischen Prüfanschluß 2 und 9
anschließen.
Magnetventil V86 erhöhtes Fahrniveau.
Bei Unterspannungsetzen öffnet sich eine Ver-
bindung zum Niveauventil, welches seine Nor- mallage
um 60 mm erhöht.
Ein Prüfkabel zwischen Prüfanschluß 2 und
Steckverbinder C518 Stift 2 anschließen.
Prüfen einer kompletten Funktion
Spannung wird vom Prüfanschluß 2 genommen und an das oder die zu
prüfenden Magnetventile angelegt.
Werden für eine Funktion sämtliche Ventile in der Tabelle unter
Spannung gesetzt, muß sie ein- wandfrei funktionieren.
Kontrollieren, ob Druckluft im System vorhan- den ist.
Das X in der Tabelle zeigt, welche Magnetventile unter Spannung
gesetzt sein müssen, damit eine bestimmte Funktion komplett
verfügbar ist.
Die Testbox gemäß Seite 18 am Rahmenlei- tungsnetz anschließen.
Nach dem Anschließen mißt man, ob eine elektrische Verbindung
zwi- schen dem Fahrerhaus über das Magnetventil an Masse
besteht.
Der Widerstand sollte beim Messen innerhalb folgender Richtwerte
liegen: für
ein einzelnes Ventil 30-70 Ohm und für
blockmontierte 90-120 Ohm. Ist der Wert geringer, sollten
die
Steckverbinder hinsichtlich Verbindung zu Masse kontrolliert
werden. Ist der Wert höher, sollten Steckverbinder und
Erdungspunkte hin- sichtlich Korrosion kontrolliert werden.
Eine Widerstandsmessung von Magnetventilen kann nur direkt am
Ventil erfolgen. Betreffend Werte siehe technische Daten.
Vorderachse und Hinterachse
Magnetventil V37.
Für manuelle Steuerung.
Zwischen Prüfanschluß 1 und 3 messen. V37 und V51
sind parallel geschaltet.
Magnetventil V51.
V37 und V51 sind blockmontiert.
Vorderachse
Magnetventil V52. Für Absenkung.
Zwischen Prüfanschluß 1 und 4 messen.
Blockmontiertes Magnetventil.
Magnetventil V53. Für Anhebung.
Zwischen Prüfanschluß 1 und 5 messen.
Blockmontiertes Magnetventil.
Hinterachse
Magnetventil V55.
Für Absenkung der Antriebsachse.
Zwischen Prüfanschluß 1 und 8 messen.
Blockmontiertes Magnetventil.
Magnetventil V56. Für Anhebung.
Zwischen Prüfanschluß 1 und 9 messen.
Blockmontiertes Magnetventil.
Magnetventil V86.
Erhöhtes Fahrniveau.
Zwischen Prüfanschluß 1 und Steck- verbinder C518
Stift 2 messen.
Die Testbox an Rahmenleitungsnetz anschlie- ßen, siehe Seite 18.
Den Adapterkontakt am Steckverbinder am Lei- tungsnetz im
Armaturenbrett anschließen.
Nach dem Anschluß kann jede Funktion einzeln geprüft und die
Spannung hinter Schalter und Lasthantierungsdose kontrolliert
werden.
Anschluß 1 liefert den Erdungspunkt des Meßin- struments.
Die Spannung beträgt in sämtlichen Fällen ca. 24-28 V. Die
Spannung ist an gewissen Ventilen 1-2 V niedriger als die
Systemspannung, da diese in Serie mit den Dioden geschaltet
sind.
Siehe Schaltplan.
Testbox siehe Seite 4.
Das X in der Tabelle zeigt, welche Magnetven- tile unter
Spannung gesetzt sein müssen, damit eine bestimmte Funktion
komplett verfügbar ist. Die übrigen Meßanschlüsse sind
spannungslos.
Zündschlüssel ausgeschaltet, manuelle Niveauregu-
lierung aus.
Sämtliche Prüfanschlüsse bis auf Prüfanschluß 2
zeigen 0 V.
Zündschlüssel in Fahrlage, manuelle Niveauregulie-
rung aus, Liftachse abgesenkt.
Sämtliche Prüfanschlüsse bis auf Prüfanschluß 2
zeigen 0 V.
Zündschlüssel in Fahrlage, manuelle
Niveauregulierung ein.
Die Testbox gemäß Seite 24 am Rahmenlei- tungsnetz anschließen.
Ein Magnetventil nach dem anderen unter Spannung setzen.
Außerhalb
des Fahrzeugs stehen und danach hören, ob diese
anziehen/klicken, wenn sie unter Spannung gesetzt werden.
Vorderachse und Hinterachse
Magnetventil V37 für manuelle Steuerung.
Sperrt bei Unterspannungsetzen den Luftstrom vom
automatischen Niveauventil zu den Luft- bälgen der
Antriebsachse.
Ein Prüfkabel zwischen Prüfanschluß 2 und 3
anschließen.
Hinterachse
Magnetventil V35 für manuelle Anhebung.
Bei Unterspannungsetzen öffnet sich eine Ver-
bindung von den Druckluftbehältern zu den
Luftbälgen.
Ein Prüfkabel zwischen Prüfanschluß 2 und 8
anschließen.
Magnetventil V36 für manuelle Absenkung.
Bei Unterspannungsetzen öffnet sich eine Ver-
bindung für die Drainage der Luft in den Luft-
bälgen.
Ein Prüfkabel zwischen Prüfanschluß 2 und 9
anschließen.
Magnetventil V38 für Drainage/Absenkung der
Liftachse.
Bei Unterspannungsetzen öffnet sich eine Ver-
bindung von den Luftbälgen der Liftachse für die
Drainage der Luft in den Liftachsenbälgen.
Ein Prüfkabel zwischen Prüfanschluß 2 und 7
anschließen.
Magnetventil V39.
Sperrt bei Unterspannungsetzen den Luftstrom von den
Luftbälgen der Antriebsachse zu den Luftbälgen der
Liftachse.
Ein Prüfkabel zwischen Prüfanschluß 2 und 10
anschließen.
Magnetventil V40 Achsenlift.
In spannungslosem Zustand ist eine Drainage für die
Luft vom Hebebalg des Achsenlifts geöffnet. Bei
Unterspannungsetzen wird die Drainage geschlossen
und eine Verbindung von den Druckluftbehältern zum
Hebebalg öff- net sich.
Ein Prüfkabel zwischen Prüfanschluß 2 und 11
anschließen.
Magnetventil V86 erhöhtes Fahrniveau*
Bei Unterspannungsetzen öffnet sich eine Ver-
bindung zum Niveauventil, welches seine Nor- mallage
um 60 mm erhöht.
Ein Prüfkabel zwischen Prüfanschluß 2 und
Steckverbinder C518 Stift 2 anschließen.
*Zusatzausrüstung
Prüfen einer kompletten Funktion
Spannung wird vom Prüfanschluß 2 genommen und an das oder die zu
prüfenden Magnetventile angelegt.
Werden für eine Funktion sämtliche Ventile in der Tabelle unter
Spannung gesetzt, muß sie ein- wandfrei funktionieren.
Kontrollieren, ob Druckluft im System vorhan- den ist.
Das X in der Tabelle zeigt, welche Magnetventile unter Spannung
gesetzt sein müssen, damit eine bestimmte Funktion komplett
verfügbar ist.
Die Testbox gemäß Seite 24 am Rahmenlei- tungsnetz anschließen.
Nach dem Anschließen mißt man, ob eine elektrische Verbindung
zwi- schen dem Fahrerhaus über das Magnetventil an Masse
besteht.
Der Widerstand sollte beim Messen innerhalb folgender Richtwerte
liegen: für
ein einzelnes Ventil 30-70 Ohm. Ist der Wert geringer,
sollten die Steckverbinder hinsichtlich Verbindung zu Masse
kontrolliert werden. Ist der Wert höher, sollten Steckverbinder
und Erdungspunkte hin- sichtlich Korrosion kontrolliert werden.
Eine Widerstandsmessung von Magnetventilen kann nur direkt am
Ventil erfolgen. Betreffend Werte siehe technische Daten.
Das Magnetventil für manuelle Steuerung V37 befindet sich im
Längsträger hinter dem Niveau- ventil. Die Magnetventile V35 und
V36 befin- den sich auf dem Querträger hinter der Antriebsachse.
Vorderachse und Hinterachse
Magnetventil V37.
Für manuelle Steuerung.
Zwischen Prüfanschluß 1 und 3 messen. Separates
Magnetventil.
Hinterachse
Magnetventil V35.
Für manuelle Anhebung.
Zwischen Prüfanschluß 1 und 8 messen. Separates
Magnetventil.
Magnetventil V36.
Für manuelle Absenkung.
Zwischen Prüfanschluß 1 und 9 messen. Separates
Magnetventil.
Magnetventil V38.
Für Drainage/Absenkung der Liftachse.
Zwischen Prüfanschluß 1 und 7 messen. Separates
Magnetventil.
Magnetventil V39.
Für manuelle Steuerung der Liftachse.
Zwischen Prüfanschluß 1 und 10 messen. Separates
Magnetventil.
Magnetventil V40.
Achsenlift.
Zwischen Prüfanschluß 1 und 11 messen. Separates
Magnetventil.
Magnetventil V86.
Erhöhtes Fahrniveau*.
Zwischen Prüfanschluß 1 und Steckverbin- der C518
Stift 2 messen.
Separates Magnetventil.
Druckschalter T24 für Anhebung der Liftachse.
Unterschreitet der Druck im Luftbalg der Lift- achse
1,2 bar, schließt der Druckschalter und legt
Spannung an V40 an. Die Lastübertra- gungslampe
erlischt V38 wird über R3 kon- stant unter Spannung
gesetzt, bis die manuelle Lasthantierung
eingeschaltet oder eine Absen- kung der Liftachse
gewünscht wird.
Ein Prüfkabel zwischen Prüfanschluß 6 und 11
anschließen.
Druck über
1,2 bar. Die Kontakte in T24 sind unterbrochen
(offen), richtiger Wert mehr als 20 kOhm. Ist das
Fahrzeug nicht beladen, kann es schwierig sein, die
Funk- tion aufzurufen. Um sicherzustellen, daß der
Druck im Luftbalg der Liftachse weni- ger als 1,2
bar beträgt, zwei Kabel zwi- schen den Anschlüssen 2
und 7 sowie 2 und 10 anschließen. Nun wird die Luft
in den Liftachsenbälgen entleert, und der Druck
sinkt unter
1,2 bar. Der Kontakt in T24 ist geschlossen,
richtiger Wert 0-2 Ohm. Sepa- rates Magnetventil.
Die Testbox an Rahmenleitungsnetz anschlie- ßen, siehe Seite 24.
Den Adapterkontakt am Steckverbinder am Lei- tungsnetz im
Armaturenbrett anschließen.
Nach dem Anschluß kann jede Funktion einzeln geprüft und die
Spannung hinter Schalter und Lasthantierungsdose kontrolliert
werden.
Anschluß 1 liefert den Erdungspunkt des Meßin- struments.
Die Spannung beträgt in sämtlichen Fällen ca. 24-28 V. Die
Spannung ist an gewissen Ventilen 1-2 V niedriger als die
Systemspannung, da diese in Serie mit den Dioden geschaltet
sind.
Siehe Schaltplan.
Testbox siehe Seite 4.
Das X in der Tabelle zeigt, welche Magnetven- tile unter
Spannung gesetzt sein müssen, damit eine bestimmte Funktion
komplett verfügbar ist. Die übrigen Meßanschlüsse sind
spannungslos.
Zündschlüssel ausgeschaltet, manuelle Niveauregu-
lierung aus.
Sämtliche Prüfanschlüsse bis auf Prüfanschluß 2
zeigen 0 V.
Zündschlüssel in Fahrlage, manuelle Niveauregulie-
rung aus, Liftachse abgesenkt.
Sämtliche Prüfanschlüsse bis auf Prüfanschluß 2
zeigen 0 V.
Zündschlüssel in Fahrlage, manuelle
Niveauregulierung ein.
Die markierten Magnetventile stehen unter Spannung,
die übrigen sind ohne Spannung.
Ventil
Funktion /Prüfan- schluß
V37 3
V35 8
V36 9
V38 7
V39 10
V40 11
Niveauregulierung ein
X
X
Manuelle Anhebung hinten
X
X
X
Manuelle Absenkung hinten
X
X
X
Achsenlift und Lastübertragung. Ist das Fahrzeug
nicht beladen, kann es schwierig sein, die Funktion
Lastübertragung aufzurufen.
Ventil
Funktion /Prüfan- schluß
V37 3
V35 8
V36 9
V38 7
V39 10
V40 11
Lastübertragung. Schalter in mittlerer Position.
Druckschalter T24, Druck über 1,2
bar im Luftbalg der Liftachse.
X
Lastübertragung. Schalter in oberer rückfedernder
Position.
Druckschalter T24, Druck über 1,2
bar im Luftbalg der Liftachse.
X
X
Achsenlift. Schalter in mitt- lerer Position.
Druckschalter T24, Druck unter 1,2
bar im Luftbalg der Liftachse.
X
X
X
Achsenlift. Schalter in obe- rer rückfedernder
Position.
Druckschalter T24, Druck unter 1,2
bar im Luftbalg der Liftachse.
Zündung einschalten. Sicherstellen, daß die manuelle
Niveauregulierung deaktiviert ist.
100 996
Einige Fahrzeuge verfügen über einen Schalter für erhöhtes
Fahrniveau an der Instrumententafel. Sicherstellen, daß sich
dieser Schalter in der Aus-Stellung befindet.
Abstand (1) messen zwischen Hinterachsgehäuse und
Rahmenunterseite.
Bei Arbeiten unter Fahrzeugen mit Luftfederung Fahrzeug stets mit
Werkstattböcken sichern.
100930
Bei Arbeiten unter Fahrzeugen mit Luftfederung sicherstellen, daß
keine Verletzungsgefahr besteht.
Bei plötzlichem Absenken des Rahmens besteht erhöhte
Verletzungsgefahr für die darunter arbeitende Person.
Der Rahmen kann sich plötzlich absenken, wenn:
ein Luftfederbalg beschädigt ist.
eine Luftleitung gelöst wird.
zur Entlüftung der Luftfederbälge Spannung an ein Ventil angelegt
wird.
der Hebel des Niveauregulierungsventils nach unten gedrückt wird.
WICHTIG! Die
vorgegebenen Fahrniveau- Toleranzen sind lediglich bei Prüfarbeiten
heranzuziehen und gelten nicht für Einstellarbeiten.
Zum Einstellen des Fahrniveaus die Position des
Niveauregulierungsventils in der Ventilhalterung ändern.
Sicherstellen, daß der Hebel und dessen Verbindungsstange zum
Niveauregulie- rungsventil nicht verformt sind, da dies zu einer
falschen Einstellung des Fahrniveaus führen könnte.
113 193
Vor Beginn der Arbeiten sicherstellen, daß das Druckluftsystem
des Fahrzeugs gefüllt
ist. B
A
Zündung einschalten.
Muttern des Ventils abschrauben. Die als Langloch ausgeführte
Bohrung in der Halterung ermöglicht eine begrenzte Drehbewegung
des Ventils.
113 194
Ventil in Richtung A nach vorn drehen, um das Fahrniveau unter
den Mindestwert abzusenken. Dann das Ventil langsam in Richtung
B zurückdrehen, um das Fahrniveau anzuheben.
Wenn das korrekte Fahrniveau erreicht ist, die Muttern des
Ventils festziehen und Probefahrt mit manueller
Fahrniveauregulierung durchführen. Einstellung ggf. wiederholen,
bis das Fahrniveau korrekt ist.
Bei Arbeiten unter Fahrzeugen mit Luftfederung Fahrzeug stets
mit Werkstattböcken sichern.
Luftfederungssystem entlüften. Luftanschlüsse des Ventils
reinigen. Schlauchanschlüsse einige Umdrehungen lösen, um
sicherzustellen, daß das System drucklos ist.
Niveauregulierungsventil auswechseln.
System auf Undichtigkeiten und Ventil auf einwandfreie
Funktion prüfen.
Bei Arbeiten unter Fahrzeugen mit Luftfederung Fahrzeug stets mit
Werkstattböcken sichern.
Luftfederungssystem entlüften. Elektrische Anschlüsse und
Luftanschlüsse des Ventils reinigen. Schlauchanschlüsse einige
Umdrehungen lösen, um sicherzustellen, daß das System drucklos
ist.
Magnetventil erneuern.
System auf Undichtigkeiten und Ventil auf einwandfreie Funktion
prüfen.
Prüfen
Magnetventil im eingebauten Zustand mit Werkzeug 99 361 prüfen,
siehe Serviceheft "Fehlersuche bei mechanisch geregelter
Luftfederung". Die Widerstandsmessung kann nur direkt am
Magnetventil durchgeführt werden.
Schubstrebenkonsole an der Achse, untere (V-Strebe)
.............................. 730 Nm Schubstrebenkonsole an der
Achse, obere (Luftfederkonsole) .................. 530 Nm
Starrachse, Boden vorn mit Stufe (AMA860)
Schubstrebenkonsole an der Achse
............................................................ 620 Nm
Schubstrebenkonsole am Rahmen
............................................................. 135 Nm
Stabilisator
Starrachse, Boden vorn mit Stufe (AMA860)
Halter an der Achse
....................................................................................
210 Nm
Bei Arbeiten unter luftgefederten Fahr- zeugen immer Unterstellböcke
verwen- den.
Die Luftbälge entleeren.
Arbeiten unter luftgefederten Fahrzeugen dür- fen nicht so
ausgeführt werden, daß ein Risiko von Personenschäden entsteht.
Fällt der Rah- men auf die Achsen, kann dies Klemm- und
Schlagverletzungen zur Folge haben.
Verschwindet der Luftdruck aus den Luftbäl- gen, sinkt der Rahmen
auf die Achsen ab. Dies erfolgt, wenn:
ein Luftbalg beschädigt wird
eine Luftleitung getrennt wird
eine Spannung an ein Ventil für das Entlee- ren der Luftbälge
angelegt wird
der Hebel des Niveauventils nach unten bewegt wird
Nicht an den Schubstrebenkonsolen aufbocken.
Die Busse sind volluftgefedert, weshalb der vordere Teil des Rahmens
kurz hinter dem Befestigungsträger für die querverlaufende
Schubstrebe aufgebockt werden muß.
Die Funktionsbeschreibung beschreibt die mechanisch gesteuerte
Luftfederung und die optionalen Funktionen, die mit dieser möglich
sind.
Konfiguration
Eine mechanisch gesteuerte Luftfederung gibt es bei K- und L-Bussen
des Typs 4x2 und 6x2.
und L-Busse haben eine Luftfederung an sämtlichen Radachsen. Es
gibt keine Federung mit Parabelfedern.
Vergleich mit der 3er Serie
Bei der mechanisch gesteuerten Luftfederung gibt es zwei
optionale Funktionen, zwischen denen zu wählen ist, temporäres
Fahrniveau und Liftachsenentlastung.
Busse der 4er Serie haben ein Niveauventil des- selben Typs wie
die Fahrzeuge der 3er Serie.
Ein neuer Typ von Ventilen wird bei der 4er Serie für die
Liftachsenentlastung verwendet. Die Durchmesser der Kanäle in
den Ventilen sind größer, wodurch sich der Durchfluß verbes-
sert.
Die Ventile für die optionalen Funktionen sitzen in einem
gemeinsamen Ventilpaket, das sich an der hinteren, rechten Seite
des Motorraums befindet.
Der Bus ist mit drei Niveauventilen versehen, ein vorderes,
welches die Luftzufuhr an die Bälge der Vorderachse steuert, und
zwei hin- tere, welche die Luftzufuhr an die Bälge der
Hinterachse steuern. Die hinteren Niveauven- tile steuern
außerdem die Luftzufuhr an die Liftachsbälge, falls der Bus mit
einer Liftachse ausgerüstet ist.
Die Niveauventile sind im Fahrgestell befestigt und über
Verbindungsstangen an die Achsen angeschlossen. Die Ventile
erfassen Schwan- kungen bei Belastung und kompensieren dies
durch Befüllen bzw. Ablassen von Luft aus den Luftbälgen.
Das Druckluftsystem ist aus Sicherheitsgrün- den in einen
gemeinsamen Versorgungskreis und vier separate Steuerkreise
eingeteilt. Das Druckluftsystem der Luftfederung ist in einem
dieser Steuerkreise integriert.
Druckluft wird vom Druckluftbehälter zum vorderen Verteilerstück
geleitet. Vom vorderen Verteilerstück geht die Luft teilweise
zum vor- deren Niveauventil und teilweise über das hin- tere
Verteilerstück an die hinteren Niveauventile.
Ist der Bus mit der Ausrüstung für temporäres Anheben des
Fahrniveaus versehen, verläuft eine Luftleitung zu einem
Magnetventil, V509. Aus dem Magnetventil führen Arbeitsluftlei-
tungen an alle drei Niveauventile. In span- nungsloser Zustand
ist das Magnetventil geschlossen. Wird das Magnetventil unter
Spannung gesetzt, versorgen die Niveauventile die Bälge mit mehr
Luft.
Ist der Bus mit einer Liftachse und Ausrüstung für
Liftachsenentlastung versehen, ist eine Ventilblock V522
zwischen den hinteren Luft- bälgen der Hinterachse und den
Liftachsbälgen angeschlossen. Wird der betreffende Schalter
gedrückt, wird die Luftzufuhr unterbrochen und die Liftachse
entlastet. In nicht unter Span- nung gesetztem Zustand geht die
Luft gerade durch das Ventil an die Liftachsbälge.
Die automatische Niveauregulierung hält einen konstanten Wert
der Fahrgestellhöhe während der Fahrt.
Die Niveauregulierung erfolgt mit Hilfe von Niveauventilen, die
die Luftzufuhr an die Luft- bälge steuern.
Optionale Funktionen
Busse mit mechanisch gesteuerter Luftfederung können mit zwei
optionalen Funktionen verse- hen werden, angepaßt an spezielle
Fahrsituatio- nen.
Temporäres Fahrniveau
Die optional Ausrüstung gibt dem Fahrer die Möglichkeit die
Bodenfreiheit um ca. 75 mm zu erhöhen, so daß der Bus Rampen
und Fahrthindernisse passieren kann.
Liftachsenentlastung
Die Ausrüstung gibt dem Fahrer die Mög- lichkeit, durch
Entleeren der Luftbälge der Liftachse die Achslast von der
Liftachse auf die Hinterachse zu verschieben.
110 893
110 892
110 891
A B
A Schalter temporäres Fahrniveau B Schalter
Liftachsenentlastung
Die Aufgabe des Niveauventils besteht darin, den Luftdruck
in den Luftbälgen und damit die Balghöhe zu steuern.
Beim Fahren halten die Niveauventile den Bus auf einer
konstanten Fahrgestellhöhe. Die Niveauventile sind am
Fahrgestell befestigt und mechanisch an die Vorder- bzw.
Hinterachse angeschlossen.
Die Niveauventile sind über Hebel und verstell- bare
Verbindungsstangen mit den Radachsen verbunden. Die
Verbindungsstangen sind so eingestellt, das sich der Hebel
bei Fahrniveau in waagerechter Stellung befindet. Wird die
Ven- tilachse gedreht, beeinflußt ein Exzenter das
Niveauventil so, daß die Luftbälge des Fahr- zeugs entweder
mit Luft befüllt oder entleert werden.
Eine Drosselung der Auslässe des Niveauventils an die Bälge
bewirkt eine gedämpfte Federungs- bewegung. Der
Luftverbrauch wird vermindert, da das Niveau nicht von
schnellen Federungsbe- wegungen beeinflußt wird.
Ein Bus hat drei Niveauventile, eines befindet sich an der
Vorderachse und zwei an der linken bzw. rechten Seite der
Hinterachse.
Ist der Bus mit Liftachse ausgerüstet, werden die Luftbälge
der Liftachse von den Niveauven- tilen der Hinterachse
gesteuert. Die Luftregulie- rung der Liftachse ist in der
Regulierung der Hinterachse integriert.
Hebel
Verstellbare Verbindungs- stange
Aufbau
Die Niveauventile der 4er Serie sind mit denen, die sich in Bussen
der 3er Serie befinden, iden- tisch.
Niveauventile gibt es in zwei Ausführungen:
Niveauventil mit ausschließlich automati- scher
Niveauregulierung.
Niveauventil mit automatischer Niveauregu- lierung und
Ausrüstung für ein temporäres Fahrniveau.
Niveauventil mit automatischer Niveauregulierung
Niveauventil mit automatischer Niveauregulie- rung und Ausrüstung
für ein temporäres Fahrniveau
Die Magnetventile befinden sich gebündelt in einem Ventilpaket, das
im hinteren, rechten Teil des Motorraumes angebracht ist. Hier gibt
es auch Magnetventile mit anderen Funktionen,
ein Magnetventil für die Geräuschminde- rung und ein
Magnetventil für die Differential- sperre.
Magnetventil V509
Das Magnetventil V509 wird für die Umstellung der
Niveauventile verwendet, so daß die Bälge bei temporärem
Fahrniveau mit zusätzlicher Luft versorgt werden. Die
Ventile sind vom gleich Typ wie die bei der 3er Serie
verwende- ten.
Im normalen, spannungsfreien Zustand ist das Magnetventil
geschlossen. Wird die Sperre des Schalters aufgehoben und
der Schalter gedrückt, wird das Magnetventil unter Spannung
gesetzt.
Das Magnetventil öffnet dann die Luftzufuhr an die
Niveauventile. Diese lassen zusätzliche Luft an die
Luftbälge, so daß sich die Fahrgestell- höhe erhöht.
Wird der Schalter wieder in seine gesperrte Stel- lung
gedrückt, wird die Luft aus der Steuerlei- tung entleert,
bis Magnetventil und Niveauventil dahin zurückkehren, das
normale Fahrniveau zu regeln. Der Bus kehrt zu seiner
normalen Fahr- gestellhöhe zurück und die Kontrollampe
erlischt.
Druckluftpaket K-Bus
Magnetventil V509
Magnetventilblock V522
Lufttrockner
Magnetventil V509
Magnetventilblock V522
Zwei Ventilfunktionen, integriert in einen Ven- tilblock, werden für
das Entleeren der Liftachs- bälge bei der Liftachsenentlastung
verwendet. Die beiden Ventilfunktionen arbeiten parallel, jede mit
einem Liftachsbalg. Die Bälge der Lift- achse sind über einen
Ventilblock mit den Niveauventilen der Hinterachse pneumatisch
verbunden.
Ist die Liftachsenentlastung nicht aktiviert, kann die Luft frei
zwischen den Niveauventilen und den Bälgen strömen.
Wird der rückfedernde Schalter gedrückt, wird die
Liftachsenentlastung aktiviert. Ein Magnet- ventil im Ventilblock
läßt Arbeitsluft an die bei- den Ventilfunktionen durch. Diese
schließen die Verbindungen von den Niveauventilen und öff- nen statt
dessen Kanäle zum Entlüften der Bälge der Liftachse.
Der Ventilblock wird als komplette Einheit aus- getauscht.
Die Kanäle im Ventilblock haben große Quer- schnittsflächen, was den
Durchfluß erhöht und dadurch zu kurzen Reaktionszeiten führt.
Bei der automatischen Niveauregulierung strömt die Druckluft vom
Verteilerstück in die Einlaßöffnung 11.
Beim Anheben des Fahrgestells strömt die Luft weiter durch die
Auslaßöffnungen 21 an die Luftbälge.
Beim Verringern der Fahrgestellhöhe wird die Luft über die
Entlüftungsöffnung 3 abge- lassen.
Niveauventil mit automatischer Niveaure- gulierung
Niveauventil mit automatischer Niveaure- gulierung und Ausrüstung
für ein tempo- räres Fahrniveau
Ventilsitz
Rückschlagventil
Entlüftungsöffnung
Arbeitsluftöffnung für temporäres Fahrniveau
Ventilsitz
Kolben
Exzenter
Ventilteller
Ventilachse
Hebel
Einlaßöffnung
Drosselung
21 Auslaßöffnung
Ablauf bei normalem Niveau
Der Hebel 10 sitzt auf der Ventilachse 9. Der Exzenter 7 liegt gegen
eine Kante des Kolbens 6 an. Der Kolben ist federbelastet und wird
gegen den Exzenter gedrückt und folgt dessen Bewe- gungen.
Der Ventilteller 8 dichtet gegen den Kolben und den Ventilsitz 5.
Arbeitsluft befindet sich im Raum über dem Ventilteller, es gibt
jedoch keine Luftzufuhr an die Auslaßöffnungen 21.
Bei normalem Niveau steht der Hebel 10 in waagerechter Stellung.
Ablauf bei zu niedrigem Niveau
Der Hebel 10 wird angehoben. Der Exzenter 7 hebt den Kolben 6. Der
Kolben hebt den Ventil- teller 8, so daß die Luft über die Öffnungen
21 hinausströmen kann. Die Drosselung an den Öffnungen bewirkt, daß
die Niveauänderung relativ langsam erfolgt, was mit sich bringt, daß
die Fahrgestellhöhe nicht bei z.B. Krängen in Kurven verändert wird.
Erreicht der Hebel seine waagerechte Stellung, wird die Luftzufuhr
an die Bälge unterbrochen.
Niveauventil bei normalem Niveau
Niveauventil bei zu niedrigem Niveau
Ablauf bei zu hohem Niveau
Der Hebel 10 wird gesenkt. Der Exzenter senkt den Kolben mit Hilfe
des Federdruckes, so daß die Bälge über die Entlüftungsöffnung 3
entleert werden.
Erreicht der Hebel seine waagerechte Stellung, dichtet der Kolben
gegen den Ventilteller und das Entleeren der Bälge endet.
Die optionale Ausrüstung gibt dem Fahrer die Möglichkeit, die
Bodenfreiheit um ca. 75 mm zu erhöhen.
Die Ausrüstung wird über den Schalter S506 am Armaturenbrett
bedient. Wird der Schalter gedrückt, leuchtet eine Kontrollampe im
Kom- biinstrument auf.
Der Schalter ist aus Sicherheitsgründen in der nicht gedrückten
Stellung gesperrt, da sich die Stabilität des Busses und dessen
Federungsei- genschaften bei zu hohem Fahrniveau ändern.
Das temporäre Fahrniveau dient dazu, daß der Bus Rampen und
Hindernisse ohne Beschädi- gung des Unterbodens passieren kann.
Da die optionale Funktion die Federungscharak- teristik des Busses
verändert, darf diese nur ver- wendet werden, wenn ungewöhnliche
Hindernisse oder eine stark geknickte Fahrbahn den Unterboden des
Busses beschädigen kön- nen. Das temporäre Fahrniveau ist an
sämtliche Niveauventile angeschlossen und beeinflußt somit sämtliche
Achsen.
Schalter S506
Kontrollampe im Kombiinstru- ment
Ablauf für Magnetventil V509
Bei Bussen mit Ausrüstung für temporäres Fahr- niveau ist eine
Luftleitung vom Verteilerstück durch das Magnetventil V509 zu
den Arbeits- luftöffnungen 4 der Niveauventile angeschlos- sen.
Die Magnetventile öffnen, wenn sie unter Span- nung gesetzt
werden, und schließen, wenn die Spannung unterbrochen wird.
Ist die Magnetspule 7 spannungslos, dichtet der Anker 6 gegen
Luft in der Einlaßöffnung 1.
Die Verbindung zwischen Entlüftungsöffnung 3 und den
Arbeitsluftöffnungen der Niveauventile ist offen und die
Leitungen sind drucklos.
Magnetventil V509
Einlaßöffnung
Auslaßöffnung
Entlüftungsöffnung
Einlaßventil
Druckfeder
Anker
Magnetspule
Entlüftungsventil
Spannungsloses Magnetventil
Wird die Magnetspule unter Spannung gesetzt, wird der Anker
6 gegen die Federspannung gezogen und das Einlaßventil 4
öffnet. Gleich- zeitig wird das Entlüftungsventil 8
geschlossen.
Die Luft vom Verteilerstück in der Öffnung 1 strömt aus dem
Auslaßventil 2 an die Arbeits- luftöffnungen der
Niveauventile. Die Niveau- ventile lassen damit zusätzliche
Luft an die Bälge durch und ein temporäres Anheben des
Fahrniveaus erfolgt.
Wird die Magnetspule spannungslos, hebt die Druckfeder 5 den
Anker 6 an, der gegen das Einlaßventil 4 dichtet.
Gleichzeitig öffnet das Entlüftungsventil 8.
Die Luftzufuhr wird geschlossen und die Luft an die
Niveauventile wird durch eine Nut im Anker und durch das
Entlüftungsventil 3 entleert.
Die zusätzliche Luft in den Bälgen wird über die
Niveauventile entleert.
Magnetventil bei temporärem Fahrniveau
Magnetventil bei Entlüftung
Ablauf für Niveauventil
Wenn das Magnetventil V509 unter Spannung gesetzt ist,
öffnet die Luftzufuhr an die Arbeits- luftöffnung 4 in
sämtlichen Niveauventilen.
Die Luft drückt den Kolben nach oben und über- windet die
Federkraft, bis der Kolben an der Unterseite des Exzenters
anliegt. Der Kolben hebt den Ventilteller 8 aus seinem Sitz,
so daß die zusätzliche Luft an die Bälge strömt.
Das erhöhte Niveau wird erreicht, wenn der Hebel sich so
weit gesenkt hat, daß der Exzenter den Kolben senkt und der
Ventilteller gegen sei- nen Sitz dichtet. Die Luftzufuhr an
die Bälge wird geschlossen.
Unterbricht der Fahrer den Strom, schließt das Magnetventil
die Luftzufuhr an die Arbeitsluft- öffnung 4. Die
Arbeitsluft wird entleert.
Der Kolben wird durch die Federkraft gegen den Exzenter
gedrückt, der sich dann in seiner unter- sten Stellung
befindet.
Die zusätzliche Luft in den Bälgen wird über Ventile
entleert und strömt über die Entlüftungs- öffnungen 3
heraus.
Wird das Niveau so weit abgesenkt, daß der Hebel waagerecht
steht, dichtet der Kolben gegen den Ventilteller und die
normale Fahrge- stellhöhe ist wieder hergestellt.
Die Ausrüstung ermöglicht es dem Fahrer durch das Entleeren
der Luftbälge der Liftachse, die Achslast von der Liftachse
auf die Hinterachse zu verschieben.
Die optionale Funktion wird mit Hilfe des rück- federnden
Schalters S501 bedient.
Die Liftachsenentlastung darf nur in besonderen Situationen
verwendet werden, z.B. um die Bodenhaftung eines
angetriebenen Rades bei Anfahren auf glatter Unterlage zu
erhöhen oder um das Schruppen der Liftachsräder bei schrä-
gen Rangieren zu vermindern.
Bei der Liftachsenentlastung verschwindet der Achsdruck der
Liftachse, was zur Folge hat, daß die Bremsfähigkeit der
Achse minimal wird.
Achtung! Die
Liftachse wird während der Ent- lastungsphase nicht
angehoben.
Die Liftachsenentlastung wird mit Hilfe des Ventilblocks
V522 ausgeführt.
110 891
Schalter S501
Magnetventilblock V522
Elektroanschluß
Relaiskolben
Entlüftungsöffnung
Arbeitsluftöffnung
Ventilteller
Feder
Entlüftungsöffnung
Solenoid
Einlaßöffnung
Einlaßöffnung
Auslaßöffnung
Auslaßöffnung
Ablauf für Magnetventilblock V522
Wenn das Solenoid 9 spannungslos ist, preßt die Feder 7 die
Ventilteller 6 nach oben, die dann gegen die Entlüftungsöffnungen 3
dichten.
Die Luft von den Bälgen der angetriebenen Hin- terachse strömt durch
die Einlaßöffnungen 11 und 12 und weiter durch die Mittellöcher der
Ventilteller. Über die Auslaßöffnungen 21 und 22 strömt die Luft
weiter an die Liftachsbälge.
Die Kammern über den Relaiskolben 5 werden über das Entlüftungsloch
8 unter dem Typen- schild entlüftet.
Wird das Solenoid 9 unter Spannung gesetzt, wird es angehoben. Die
Luft von den Arbeits- luftöffnungen 4 strömt herein und preßt die
Relaiskolben 5 nach unten, die gegen die Ventil- teller 6 dichten.
Die Verbindung zwischen den Einlaßöffnungen 11 und 12 und den
Auslaßöffnungen 21 und 22 wird unterbrochen und die Luftzufuhr wird
geschlossen. Die Relaiskolben bewegen sich weiter nach unten, bis
die Ventilteller 6 die Ver- bindung zwischen des Auslaßöffnungen 21
und 22 und den Entlüftungsöffnungen 3 öffnen. Die Liftachsbälge
werden über die Entlüftungsöff- nungen entlüftet.
Niemals Arbeiten unter einem Fahrzeug ausführen, das allein
durch einen Wagenheber aufgebockt ist.
Vergewissern, daß der Wagenheber unter den Bus geschoben
werden kann. Ist das Fahrzeug mit Niveauanhebung
ausgestattet, diese aktivieren, um mehr Bodenfreiheit zu
erreichen.
Unter dem vorderen Querträger einen oder zwei Wagenheber in
Position 1 und/oder 2 plazieren.
Den Bus anheben. Während des Anhebens vergewissern, daß die
Neigung des Busses nicht so stark ist, daß der Bus vom
Wagen- heber abrutschen kann. Ist die Neigung zu stark, den
Wagenheber versetzen oder einen zusätzlichen Wagenheber
anwenden.
Zwei Unterstellböcke bzw. -klötze unter den Querträger
hinter der Vorderachse in Posi- tion 3 und 4 stellen.
Den Bus vorsichtig absenken.
Vergewissern, daß der Bus sicher und stabil aufgebockt ist.
Achtung! Anheben
und Aufbockung unter anderen Teilen um die Vorderachse herum ist
nicht erlaubt.
Diese Beschreibung betrifft Arbeiten an den mechanischen Teilen,
die im Luftfederungssystem der 4er-Serie enthalten sind. Die
Arbeitsbeschreibung gilt sowohl für Fahrzeuge mit elektronisch
gesteu- erter Luftfederung (ELC) als auch für Fahrzeuge mit
mechanisch gesteuerter Luftfederung.
Die unten folgende Beschreibung gilt für den Austausch des
Luftbalgs von ADA1300, das Prinzip ist jedoch für sämtliche
Achsen das- selbe.
! WARNUNG!
Bei Arbeiten an Fahrzeugen mit Luftfe- derung immer unter dem
Rahmen auf- bocken.
! WARNUNG!
Niemals einen ausgebauten Luftbalg unter Druck setzen. Das
Unterteil des Luftbalgs (Kolben) kann sich vom Balg- gummi
lösen.
Das Fahrzeug mit Hilfe eines Wagenhebers unter der
betreffenden Achse ungefähr
15 cm über das Fahrniveau anheben. Das Fahrzeug mit
Unterstellböcken unter den Rahmenträgern aufbocken, siehe
mehr unter Abschnitt ”Sicherheitsvorschriften”.
Falls die räumlichen Bedingungen dies erfordern, die Räder
abbauen.
Die Luft aus den Bälgen ablassen.
Die Achse mit dem Wagenheber absenken, so daß die Luftbälge
entlastet werden.
Die Verschraubung/Verschraubungen an der Luftleitung des
Balges eine Umdrehung lockern und kontrollieren, ob der Balg
drucklos ist. Die Luftleitung/Luftleitungen vom Balg
entfernen.
Die Sperrfedern lösen und vom Balg ent- fernen.
Die Verschraubung/Verschraubungen am neuen Balg anbringen.
Den neuen Balg anbringen und die Luft- leitung anschließen.
Die Sperrfedern anbringen.
Unterstellböcke und Wagenheber entfernen.
Das System mit Luft füllen und hinsichtlich Dichtheit
überprüfen.
Die unten folgende Beschreibung gilt für den Ausbau der
Schubstrebe von ADA1300, das Prinzip ist jedoch für sämtliche
Achsen das- selbe.
! WARNUNG!
Bei Arbeiten an Fahrzeugen mit Luftfe- derung stets unter dem
Rahmen auf- bocken.
Die Luftbälge entleeren.
Nicht unter den Haltern der Schubstre- ben aufbocken.
Das Fahrzeug gemäß Anweisungen unter dem Rahmen aufbocken,
siehe Abschnitt ”Sicherheitsvorschriften”.
Kontrollieren, ob die Schubstreben längen- klassifiziert
sind.
WICHTIG! Bei
Austausch der Schubstrebe ist zu beachten, daß sämtliche
Schubstreben an einer Achse derselben Längenklasse angehören
müssen.
Längenklassifizierte Schubstreben sind ent- weder mit zwei
Farbpunkten oder mit einem Farbband am hinteren Teil des Rohrs
gekenn- zeichnet. Schubstreben, die nicht längenklas- sifiziert
sind, verfügen über eine solche
Kennzeichnung nicht. Beispiel
für Längenklassifizierung, AMA860
Fehlt auf einer Schubstrebe, die wiederver- wendet werden soll,
eine Kennzeichnung, am hinteren Teil des Rohrs eine
Kennzeichnung anbringen, so daß die Strebe beim Wieder- einbau
in dieselbe Richtung gedreht wird.
Beim Ausbau mehrerer Schubstreben die Anordnung der Streben
untereinander kenn- zeichnen.
Die Muttern in der hinteren und vorderen Schubstrebe der
Verbindung lösen.
Die Schubstrebe entfernen.
Eventuelle Scheiben zwischen den Befesti- gungszapfen und
der Schubstrebenkonsole aufbewahren, falls die Schubstrebe
wieder- verwendet werden soll. Die Anordnung der Scheiben
untereinander an der Schubstrebe kennzeichnen.
Die Scheiben bestimmen die Lage der Achse im Fahrgestell.
Die unten folgende Beschreibung gilt für den Austausch der
Buchse in der Schubstrebe von ADA1300, das Prinzip ist jedoch
für sämtliche Achsen dasselbe.
! WARNUNG!
Bei diesem Arbeitsschritt Schutzbrille aufsetzen.
Den Sicherungsring der Buchse mit Siche- rungsringzange 587
585 entfernen und eventuell vorhandenen Distanzring mit
Schraubendreher entfernen.
Buchse mit dem Dorn 99 009-1 hinauspres- sen. Die Flächen in
der Schubstrebe, an denen die Buchse anlag, reinigen.
100946
587 585
100948
100947
99009−1
Die neue Buchse mit den ebenen Flächen des
Befestigungszapfen im rechten Winkel zum Rohr einpressen.
Den Dorn entfernen und eventuellen Distanzring anbringen.
100950
Den Sicherungsring mit der Öffnung zur Längsrichtung der
Strebe auflegen. Der Sicherungsring muß in einem Winkel von
45 zur
Längsrichtung der Strebe montiert werden.
Buchse mit dem Dorn einpressen und Siche- rungsring
anbringen.
100951
Den Dorn entfernen und vergewissern, daß der Sicherungsring
richtig in der Nut liegt.
Beim Einbau einer neuen Schubstrebe gilt fol- gendes:
Längenklassifizierte Schubstreben sind mit zwei Farbpunkten oder
mit einem Farbband am hinte- ren Teil des Rohrs gekennzeichnet
und sind in vier Einbaulängen ”A” erhältlich.
Es gibt drei Sorten von Einbaulängen, teils für längslaufende
Schubstreben und Diagonalstre- ben für AMA780 und teils für
längslaufende Schubstreben für AMA860.
Sämtliche Streben an einer Achse sollen dersel- ben Längenklasse
angehören. Ist die Schubst- rebe ein Ersatzteil, und gehört sie
nicht derselben Längenklasse an wie die übrigen Stre- ben, muß
der Unterschied mit Paßscheiben kompensiert werden.
Die Paßscheiben werden auch für die Änderung der Einbaulänge der
Schubstreben beim Ein- stellen der Nachlaufwinkel verwendet.
Siehe Abschnitt Programm für Lagejustierung”.
Jede Schubstrebe wird zusammen mit mehreren gehärteten,
viereckigen Paßscheiben geliefert, Artikelnummer 463 768 und 463
769.
WICHTIG! Die
Kontrolle der Nachlaufwinkel muß stets nach den Arbeiten an den
Schubstre- ben erfolgen.
HöchstzulässigeVerschiebung von der Mittellinie .............. +/- 5
mm Höchstzulässiger
Schrägstand.............................................. 2 mm/m
Höchstzulässige Verschiebung der Luftbälge
horizontal und vertikal
......................................................... +/- 10 mm
Beschreibung
Betreffend Ausbau und Einbau sowie Anzugsmoment siehe ”Schubstrebe,
allgemein”. Aus folgender Tabelle gehen geeignete
Justierungsmaßnahmen hervor.
Fehler: Schubstrebe: Maßnahme: Veränderung:
Falscher Nach- laufwinkel.
1 und 2 1,5 mm Verlängerung. Nachlaufwinkel steigt um 0,3.
Die Achse verschiebt sich 1,4 mm nach hinten.
1,5 mm Verkürzung. Nachlaufwinkel sinkt um 0,3.
Die Achse verschiebt sich 1,4 mm nach vorn.
Achse horizon- tal verschoben.
3 und 4 1,5 mm Verlängerung
von 3, 1,5 mm Verkür-
zung von 4.
1,5 mm Verkürzung von 3, 1,5 mm Verlängerung
von 4.
Die Achse wird 2,8 mm nach rechts versetzt.
Die Achse wird 2,8 mm nach links versetzt.
Achse vertikal verschoben
1, 2, 3 und 4 1,5 mm Verlängerung. Die Achse wird 1,5 mm nach hinten
versetzt.
1,5 mm Verkürzung. Die Achse wird 1,5 mm nach vorne versetzt.
Die Achse steht nicht im rechten Win- kel zur Mittel- linie.
1, 2 und 3 1,5 mm Verlängerung
von 1 und 3, 1,5 mm
Verkürzung von 2.
1,5 mm Verkürzung von 1 und 3, 1,5 mm Verlän-
gerung von 2.
1, 2 und 4 1,5 mm Verlängerung
von 2 und 4, 1,5 mm
Verkürzung von 1.
1,5 mm Verkürzung von 2 und 4, 1,5 mm Verlän-
gerung von 1.
Die Achse wird 1,4 mm nach rechts versetzt und 2,6 mm/m nach links
gedreht.
Die linke Radnabe wird 3,4 mm nach hinten versetzt.
Die rechte Radnabe wird 3,2 mm nach vorne versetzt.
Die Achse wird 1,4 mm nach links versetzt und 2,6 mm/m nach rechts
gedreht.
Die linke Radnabe wird 3,4 mm nach vorne versetzt.
Die rechte Radnabe wird 3,2 mm nach hinten versetzt.
Die Achse wird 1,4 mm nach links versetzt und 0,15 nach
rechts gedreht. Die linke Radnabe wird 3,2 mm nach vorne versetzt.
Die rechte Radnabe wird 3,4 mm nach hinten versetzt.
Die Achse wird 1,4 mm nach rechts versetzt und 0,15nach
links gedreht. Die linke Radnabe wird 3,2 mm nach hinten versetzt.
Die rechte Radnabe wird 3,4 mm nach vorne versetzt.
Höchstzulässigeseitliche Verschiebung
............................... +/- 5 mm
HöchstzulässigerSchrägstand...............................................
2 mm/m Höchstzulässige Verschiebung der Luftbälge
horizontal und vertikal
......................................................... +/- 10 mm
Beschreibung
Betreffend Ausbau und Einbau sowie Anzugsmoment siehe ”Schubstrebe,
allgemein”. Aus der unten stehenden Tabelle gehen geeignete
Justierungsmaßnahmen hervor.
Fehler: Schubstrebe: Längenänderung,
Schubstrebe:
Veränderung:
Falscher Nach- laufwinkel.
1 und 2 1,5 mm Verlängerung. Nachlaufwinkel sinkt um 0,4.
1,5 mm Verkürzung. Nachlaufwinkel steigt um 0,4.
Achse vertikal verschoben.
1, 2, 3 und 4 1,5 mm Verlängerung. Die Achse wird 1,5 mm nach hinten
versetzt.
1,5 mm Verkürzung. Die Achse wird 1,5 mm nach vorne versetzt.
Die Achse steht nicht im rechten Winkel zur Mittellinie.
1 und 3 1,5 mm Verlängerung. Die Achse wird 2 mm/m nach rechts
gedreht.
Die rechte Radnabe wird 3,1 mm nach hinten versetzt.
Die linke Radnabe wird 1,6 mm nach vorne versetzt.
1,5 mm Verkürzung. Die Achse wird 2 mm/m nach links gedreht.
Die rechte Radnabe wird 3,1 mm nach vorne versetzt. Die linke
Radnabe wird 1,6 mm nach hinten versetzt.
Die Achse ist horizontal verschoben.
5 1,5 mm Verlängerung. Die Achse wird 1,6 mm nach links
versetzt.
1,5 mm Verkürzung. Die Achse wird 1,6 mm nach rechts versetzt.
Höchstzulässige seitliche Verschiebung von der
Mittellinie.............................................................................
+/- 5 mm
Höchstzulässiger
Schrägstand.............................................. 2 mm/m
Höchstzulässiger Unterschied der Balghöhe........................ 10
mm Höchstzulässige Verschiebung der Luftbälge
horizontal und vertikal
......................................................... +/- 10 mm
Beschreibung
Betreffend Ausbau und Einbau sowie Anzugsmoment siehe ”Schubstrebe,
allgemein”. Aus der unten stehenden Tabelle gehen geeignete
Justierungsmaßnahmen hervor.
Fehler: Schubstrebe: Maßnahme: Veränderung:
Die Achse steht nicht im rechten Winkel zur Mittellinie.
1 1,5 mm Verlängerung. Die Achse wird 1,6 mm/m nach links
gedreht.
Die linke Radnabe wird 2,8 mm nach hinten versetzt.
Die rechte Radnabe wird 1,3 mm nach vorne versetzt.
Die Balghöhe vorne erhöht sich um 1,0 mm.
Die Balghöhe hinten sinkt um 1,0 mm.
1,5 mm Verkürzung. Die Achse wird 1,6 mm/m nach rechts
gedreht.
Die linke Radnabe wird 2,8 mm nach vorne versetzt.
Die rechte Radnabe wird 1,3 mm nach hinten versetzt.
Die Balghöhe vorne sinkt um 1,0 mm. Die Balghöhe hinten steigt um
1,0 mm.
Die Balghöhe zwischen den hinteren und vorderen Bäl- gen ist unter-
schiedlich.
1 und 2 1,5 mm Verlängerung. Die Balghöhe vorne erhöht sich um
4,3 mm.
Die Balghöhe hinten sinkt um 4,5 mm. Die linke Radnabe wird 1,6 mm
nach hinten versetzt.
Die rechte Radnabe wird 1,3 mm nach hinten versetzt.
1,5 mm Verkürzung. Die Balghöhe vorne sinkt um 4,5 mm.
Die Balghöhe hinten erhöht sich um 4,4 mm.
Die linke Radnabe wird 1,6 mm nach vorne verschoben.
Die rechte Radnabe wird 1,3 mm nach vorne verschoben.
Hinterachse mit Luftfederung ADA1300 mit Diagonalstrebe
Schubstrebe
Schubstrebe
Schubstrebe
Schubstrebe
Daten
Höchstzulässige seitliche Verschiebung von der
Mittellinie.............................................................................
+/- 5 mm
Höchstzulässiger
Schrägstand.............................................. 2 mm/m
Höchstzulässiger Unterschied der Balghöhe........................ 10
mm Höchstzulässige Verschiebung der Luftbälge
horizontal und vertikal
......................................................... +/- 10 mm
Beschreibung
Betreffend Ausbau und Einbau sowie Anzugsmoment siehe ”Schubstrebe,
allgemein”. Aus der unten stehenden Tabelle gehen geeignete
Justierungsmaßnahmen hervor.
Fehler: Schubstrebe: Maßnahme: Veränderung:
Achse horizon- tal verschoben.
3 und 4 1,5 mm Verlängerung
von 3, 1,5 mm Verkür-
zung von 4.
Die Achse wird 3,5 mm nach rechts versetzt.
1,5 mm Verkürzung von 3, 1,5 mm Verlängerung
von 4.
Die Achse wird 3,5 mm nach links versetzt.
Achse vertikal verschoben.
1, 2, 3 und 4 1,5 mm Verlängerung. Die Achse wird 1,5 mm nach hinten
versetzt.
1,5 mm Verkürzung. Die Achse wird 1,5 mm nach vorne versetzt.
Die Achse steht nicht im rechten Winkel zur Mittellinie.
1, 2, 3 und 4 1,5 mm Verlängerung
von 1 und 3, 1,5 mm
Verkürzung von 2
und 4.
Die Achse wird 3,5 mm nach rechts versetzt und 3,3 mm/m nach links
gedreht.
Die linke Radnabe wird 4,2 mm nach hinten versetzt.
Die rechte Radnabe wird 4,2 mm nach vorne versetzt.
1,5 mm Verkürzung von 1 und 3, 1,5 mm Verlän-
gerung von 2 und 4.
Die Achse wird 3,5 mm nach links versetzt und 3,3 mm/m nach rechts
gedreht.
Die linke Radnabe wird 4,2 mm nach vorne versetzt.
Die rechte Radnabe wird 4,2 mm nach hinten versetzt.
Die Balghöhe zwischen den hinteren und vorderen Bäl- gen ist unter-
schiedlich.
1 und 2 1,5 mm Verlängerung. Die Balghöhe vorne erhöht sich um
4,0 mm.
Die Balghöhe hinten sinkt um 4,2 mm. Die Achse wird 1,5 mm nach
hinten versetzt.
1,5 mm Verkürzung. Die Balghöhe vorne sinkt um 4,0 mm.
Höchstzulässige seitliche Verschiebung von der
Mittellinie.............................................................................
+/- 5 mm
Höchstzulässiger
Schrägstand.............................................. 2 mm/m
Höchstzulässiger Unterschied der Balghöhe........................ 10
mm Höchstzulässige Verschiebung der Luftbälge
horizontal und vertikal
......................................................... +/- 10 mm
Beschreibung
Betreffend Ausbau und Einbau sowie Anzugsmoment siehe ”Schubstrebe,
allgemein”. Aus der unten stehenden Tabelle gehen geeignete
Justierungsmaßnahmen hervor.
Fehler: Schubstrebe: Maßnahme: Veränderung:
Achse horizon- tal verschoben.
3 und 4 1,5 mm Verlängerung
von 3, 1,5 mm Verkür-
zung von 4.
Die Achse wird 3,2 mm nach rechts versetzt.
1,5 mm Verkürzung von 3, 1,5 mm Verlängerung
von 4.
Die Achse wird 3,2 mm nach links versetzt.
Achse vertikal verschoben.
1, 2, 3 und 4 1,5 mm Verlängerung. Die Achse wird 1,6 mm nach hinten
versetzt.
1,5 mm Verkürzung. Die Achse wird 1,6 mm nach vorne versetzt.
Die Achse steht nicht im rechten Winkel zur Mittellinie.
1, 2, 3 und 4 1,5 mm Verlängerung
von 1 und 3, 1,5 mm
Verkürzung von 2
und 4.
Die Achse wird 3,3 mm nach rechts versetzt und 3,3 mm/m nach links
gedreht.
Die linke Radnabe wird 4,2 mm nach hinten versetzt.
Die rechte Radnabe wird 4,2 mm nach vorne versetzt.
1,5 mm Verkürzung von 1 und 3, 1,5 mm Verlän-
gerung von 2 und 4.
Die Achse wird 3,3 mm nach links versetzt und 3,3 mm/m nach rechts
gedreht.
Die linke Radnabe wird 4,2 mm nach vorne versetzt.
Die rechte Radnabe wird 4,2 mm nach hinten versetzt.
Die Balghöhe zwischen den hinteren und vorderen Bäl- gen ist unter-
schiedlich.
1 und 2 1,5 mm Verlängerung. Die Balghöhen hinten sinken um
3,2 mm.
Die Balghöhen vorne erhöhen sich 3,4 mm.
Die Achse wird 0,9 mm nach hinten versetzt.
1,5 mm Verkürzung. Die Balghöhen hinten erhöhen sich
Höchstzulässige Verschiebung von der Mittellinie ............. +/- 5
mm
Höchstzulässiger
Schrägstand.............................................. 1,5 mm/m
im Verhältnis zur
Antriebswelle.
Höchstzulässige Verschiebung der Luftbälge
horizontal und vertikal
......................................................... +/- 10 mm
Beschreibung
Betreffend Ausbau und Einbau sowie Anzugsmoment siehe ”Schubstrebe,
allgemein”. Aus der unten stehenden Tabelle gehen geeignete
Justierungsmaßnahmen hervor.
Fehler: Schubstrebe: Maßnahme: Veränderung:
Neigung der Achse ist falsch.
1 und 2 1,5 mm Verlängerung. Die Achse wird 0,9 mm nach vorne
versetzt und 0,2 nach
hinten geneigt.
1,5 mm Verkürzung. Die Achse wird 0,9 mm nach hinten
versetzt und 0,2 nach
vorne geneigt.
Achse horizon- tal verschoben.
3 und 4 1,5 mm Verlängerung
von 3, 1,5 mm Verkür-
zung von 4.
Die Achse wird 3,0 mm nach rechts versetzt.
1,5 mm Verkürzung von 3, 1,5 mm Verlängerung
von 4.
Die Achse wird 3,0 mm nach links versetzt.
Achse vertikal verschoben.
1, 2, 3 und 4 1,5 mm Verlängerung
von 1 und 2, 1,5 mm
Verkürzung von 3
und 4.
Die Achse wird 1,6 mm nach vorne versetzt.
1,5 mm Verkürzung von 1 und 2, 1,5 mm Verlän-
gerung von 3 und 4.
Die Achse wird 1,6 mm nach hinten versetzt.
Die Achse steht nicht im rechten Winkel zur Mittellinie.
1, 2, 3 und 4 1,5 mm Verlängerung
von 1 und 4, 1,5 mm
Verkürzung von 2
und 3.
1,5 mm Verkürzung von 1 und 4, 1,5 mm Verlän-
gerung von 2 und 3.
Die Achse wird 2,6 mm nach links versetzt und 3,5 mm/m nach rechts
gedreht.
Die Achse wird 2,6 mm nach rechts versetzt und 3,5 mm/m nach links
gedreht.
Bei Arbeiten an Fahrzeugen mit Luftfe- derung stets unter dem
Rahmen auf- bocken.
Die Luftbälge entleeren.
Nicht unter den Haltern der Schubstre- ben aufbocken.
Einen Wagenheber unter einen der Hebe- punkte der Achse
plazieren, siehe Abschnitt ”Sicherheitsvorschriften”. Anheben,
bis das Rad vom Boden abhebt. Vergewissern, daß die Neigung des
Busses nicht so stark ist, daß der Bus vom Wagenheber abrutschen
kann. Ist die Neigung zu stark, den Wagen- heber versetzen oder
einen zusätzlichen Wagenheber anwenden. Unter den Hebe- punkten
aufbocken.
Das Rad abnehmen.
Splint und Kronenmutter vom äußeren Füh- rungsgelenk entfernen.
Das Kugelgelenk der Spurstange mit Hilfe des Kugelgelenk-
abziehers 99 372 lösen.
Getriebeheber 587 313 mit V-Block 98 401, Halter für
Aufspannarme 98 402, Aufspann- arm 98 403, Endmitnehmerhalter 98
404, Trägerplatte 98 655 und Adapter 99 345 gemäß Abbildung
herrichten.
! WARNUNG!
Der V-Block 98 401 muß unmittelbar beim Halter des Hebers
sitzen. Anderen- falls besteht die Gefahr, daß der Getrie-
beheber umkippt.
Den Getriebeheber an der Radnabe anbringen und den Adapter 99
345 mit den Schrauben der Nabe festziehen.
Den Stopfen von der Bremseinstellung ent- fernen. Die
Bremseinstellung mit Hilfe eines Ringschlüssels (8 mm) im
Uhrzeiger- sinn drehen, um die Bremse anzuziehen.
Das Kabel für den Verschleißwarner lösen. Den ABS-Geber und
dessen Kabel sowie den Bremsschlauch lösen.
Um das Kabel des ABS-Gebers lösen zu können, müssen die
Schrauben des Brems- zylinders etwas gelockert werden.
Den Stoßdämpfer entfernen.
Die Nabe mit Hilfe des Getriebehebers 587 313 anheben, bis die
Triangelstangen horizontal liegen.
Die Sperrfedern an der Unterseite des Luft- balges lösen.
Den Halter des Stabilisators von der Verti- kalstange lösen.
Nur, wenn sich der Niveaugeber auf der aktuellen Seite befindet:
Die Stange des Niveaugebers von der unte- ren Triangelstange
lösen.
Die Halter der Triangelstangen von der Ver- tikalstange lösen.
Die Vertikalstange und die Nabe mit Hilfe des Getriebehebers 587
313 herausziehen. Eines der Löcher in der betreffenden Trian-
gelstange ist mit einer Führungshülse verse- hen, die etwas
schwergängig sein kann.
Nur, wenn sich der Niveaugeber auf der aktuellen Seite befindet:
Den Niveaugeber lösen, um an die vordere Schraube der oberen
Triangelstange zu gelangen.
Die inneren Halter der Triangelstangen lösen und die Stangen
entfernen. Vor dem Ausbau, die Triangelstangen auf der Ober-
seite kennzeichnen.
Die Mittellinie des Lochs im Befestigungszapfen der Buchse muß auf
einer Linie mit der Mittellinie des ersten Teils der Triangelstange
liegen, siehe Abbildung unter Beschreibung.
Spezialwerkzeug
Nummer
Bezeichnung
Abbildung
Werkzeugtafel
87 921
Dorn
R1
99 009 Abzieher AD/AS3
Sonstige Werkzeuge
Nummer
Bezeichnung
Abbildung
Werkzeugtafel
587 186
Werkstattpresse
-
587 585
Sicherungsringzange
G4
Beschreibung
Den unteren Teil der Triangelstange mit Abzieher 99 009 in einer
Presse plazieren. So lange pressen, bis der Sicherungsring
entlastet ist.
! WARNUNG!
Der Sicherungsring oder Späne von die- sem können wegschnippen,
wenn die Presse gelöst wird. Daher beim Entfer- nen des
Sicherungsrings Schutzbrille tragen.
Den Sicherungsring der Buchse mit Hilfe der Sicherungsringzange
587 585 entfernen.
Die Buchse mit Dorn 87 921 herauspressen. Den Abzieher 99 009
als Gegenhalt ver- wenden.
Den Sicherungsring an der Buchse anbrin- gen, und die Buchse mit
Abzieher 99 009 eindrücken.
Das Loch im Befestigungszapfen der Buchse muß auf einer Linie
mit der Mittel- linie des ersten Teils der Triangelstange
liegen.
Während die Buchse unter Druck steht, den Sicherungsring wieder
mit Hilfe der Siche- rungsringzange 587 585 anbringen.
Achtung! Darauf
achten, daß der Sicherungs- ring korrekt in die Nut der
Triangel- stange gerät.
Die Mittellinien des Lochs im Befestigungszapfen der Buchse müssen 4
+/- 0,5 (d.
h. 3 mm) im Verhältnis zur Mittellinie der Triangelstange gedreht
sein. Siehe Abbildung unter Beschreibung.
Spezialwerkzeug
Nummer
Bezeichnung
Abbildung
Werkzeugtafel
82 334
Stützhülse
-
364 Montagedorn R1
009-1 Abzieher AD/AS3
99 350 Hydraulikwerkzeug AM3
Sonstige Werkzeuge
Nummer
Bezeichnung
Abbildung
Werkzeugtafel
587 186
Werkstattpresse
-
587 585
Sicherungsringzange
G4
Beschreibung
1 Die
obere Triangelstange in die Werk- stattpresse setzen. Die
Stützhülsen 82 334 zwischen den Befestigungszapfen der Tri-
angelstange plazieren und alles zusammen auf das Hydraulikwerkzeug
99 350 stellen.
WICHTIG! Die
Befestigungszapfen der Trian- gelstange müssen gut durch die
Stützhülsen
82 334 gestützt werden, da die Triangelstange anderenfalls von der
Preßkraft deformiert wird.
Die Buchse mit Hilfe des Abziehers
99 009 1 herunterpressen, bis der Siche- rungsring entlastet
wird.
! WARNUNG!
Der Sicherungsring oder Späne von die- sem können wegschnippen,
wenn die Presse gelöst wird. Daher beim Entfer- nen des
Sicherungsrings Schutzbrille tragen.
Den Sicherungsring mit Hilfe der Siche- rungsringzange 587 585
entfernen.
Punkt 1 und 2 mit der anderen Buchse wie- derholen.
Die Triangelstange aus der Presse nehmen und an der
Vertikalstange festschrauben.
WICHTIG! Beim
Herausdrücken der Buchse muß die Triangelstange an der
Vertikalstange festgeschraubt sein. Alternativ hierzu kann eine
Achse von der Vertikalstangenlagerung an der Triangelstange
festgeschraubt werden. Werden diese Maßnahmen nicht
durchgeführt, wird die Triangelstange durch die Preßkraft
deformiert.
Abzieher 99 009, den hydraulischen Hohl- zylinder 99 003 und
Montagedorn 98 364 gemäß Abbildung aufstellen.
Die Buchse herauspressen. Anschließend das Werkzeug umdrehen und
die andere Buchse herauspressen.
Die neue Buchse mit der Mittellinie des Befestigungszapfens auf
derselben Linie wie die Mittellinie der Triangelstange pla-
zieren.
Die Lage der Buchse mit einem Filzschrei- ber markieren.
Anschließend die Buchse gemäß Abbil- dung 4 +/- 0,5 (d.
h. 3 mm) drehen. In unbelastetem Zustand muß die Triangel-
stange schräg nach oben neigen.
1 Oberseite
der Triangelstange
Die Stützhülsen 82 334 anbringen und den Sicherungsring auf die
Buchse legen. Die Buchse mit Hilfe des Abziehers 99 009-1
einpressen.
! WARNUNG!
Der Sicherungsring oder Späne von die- sem können wegschnippen,
wenn die Presse gelöst wird. Bei diesem Arbeits- schritt daher
Schutzbrille tragen.
Den Sicherungsring anbringen, während die Triangelstange in der
Presse sitzt. Die Presse vorsichtig lösen und vergewissern, daß
der Sicherungsring nicht aus seiner Nut geht.
Punkt 5 bis 12 mit der anderen Buchse wie- derholen.
Darauf achten, daß die Hülse in der jeweili- gen Triangelstange
ordnungsgemäß einge- preßt ist.
Die obere Triangelstange gemäß Markie- rung mit der richtigen
Seite nach oben anbringen.
Die Schrauben mit 360 +/- 55 Nm anziehen.
Achtung! Beim
Einbau darauf achten, daß die Triangelstange richtig herum
zeigt. In unbelastetem Zustand muß die Trian- gelstange schräg
nach oben neigen.
Die untere Triangelstange gemäß Kenn- zeichnung wieder
anbringen.
Die Schrauben mit 360 +/- 55 Nm anziehen.
Nur, wenn sich der Niveaugeber auf der aktuellen Seite befindet:
Den Niveaugeber wieder anbringen. Die Stange des Niveaugebers wieder
an der unteren Triangelstange anbringen.
Triangelstange
Hülse
Vertikalstange
Den Getriebeheber 587 313 zurückschieben, so daß die Nabe und
die Vertikalstange in die richtige Position im Verhältnis zur
Tri- angelstange geraten.
Die äußeren Schrauben der Triangelstangen einölen.
Achtung! Die
äußeren Schrauben der Triangel- stangen dürfen nicht
wiederverwendet werden. Neue Schrauben benutzen.
Mit 100 +/- 10 Nm und anschließend wei- tere 60+/-
5 anziehen.
Den Stoßdämpfer wieder anbringen, und die Muttern mit 90 +/- 10
Nm anziehen.
Getriebeheber 587 313 samt zugehörigem Werkzeug von der Nabe
entfernen.
Die Sperrfedern wieder unter dem Luftbalg anbringen.
Die Bremsbeläge so justieren, daß sie gerade eben die Scheibe
annehmen. Die Bremseinstellung zwei “Klick” zurückschrauben. Den
Stopfen am Ein- stellmechanismus anbringen.
Das Kabel für den Verschleißwarner, den ABS-Geber und dessen
Kabel sowie den Bremsschlauch wieder anbringen. Den
Bremszylinder festziehen.
Die Spurstange wieder anbringen. Die Mut- ter mit 235 +/- 15 Nm
und anschließend bis zum nächsten Sicherungsloch anziehen. Neuen
Splint anbringen.
Den Halter des Stabilisators wieder anbrin-
gen. Mit 210 Nm anziehen.
Das Rad anbauen.
Unterstellböcke und Wagenheber entfernen.
Nur, wenn der Niveaugeber auf der aktuel- len Seite sitzt:
Am unteren Halter der Triangelstange am Rahmen Paßscheiben
hinzulegen, um den Sturz zu verringern. Um den Sturz um 0,24 zu
verringern, ein Paßscheibe mit einer Dicke von 1,5 mm
hinzulegen.
Am oberen Halter der Triangelstange am Rahmen Paßscheiben
hinzulegen, um den Sturz zu erhöhen. Um den Sturz um 0,24 zu
erhöhen, ein Paßscheibe mit einer Dicke von 1,5 mm hinzulegen.
Achtung! Es
dürfen keine Paßscheiben zwi- schen den Wellenzapfen der
Vertikal- stange und der Triangelstangen hinzugelegt werden.
Vergewissern, daß die Schrauben und Mut- tern unbeschädigt
sind. Kontrollieren, ob die Muttern mit der ganzen
Gewindelänge von Hand eingedreht werden können.
WICHTIG! Beschädigte
Schrauben und Mut- tern dürfen nicht wiederverwendet werden.
Halter an
Achse....................................................................
270 +/- 40 Nm
Deckel an Rahmen
...............................................................
47 +/- 7 Nm
Spezialwerkzeug
Nummer Bezeichnung Abbildung Werkzeugtafel
99 372 Kugelgelenkabzieher
99 372
112 151
AM3
Beschreibung
!
WARNUNG!
Bei Arbeiten an Fahrzeugen mit Luftfe- derung stets unter dem
Rahmen auf- bocken.
Die Luftbälge entleeren.
Nicht unter den Haltern der Schubstre- ben aufbocken.
Bevor etwaige Schrauben gelöst werden, vergewissern, daß der
Stabilisator entlastet ist.
Das Fahrzeug muß auf einer ebenen Fläche abgestellt sein und
darf nicht ungleich bela- stet sein.
Wenn das Niveau des Fahrzeugs auf der lin- ken und rechten Seite
gleich ist, ist der Stabi- lisator entlastet.
Gilt nur für Achsen mit kugelgelenkgelager- ten
Verbindungsstangen:
Die kugelgelenkgelagerten Stangen mit Hilfe des
Kugelgelenkabziehers 99 372 aus- einanderdrücken.
Gilt nur für Stabilisator von ADA1300 (massive Stange, 45
mm, vor der Achse angeordnet):
Beim Einbau des Stabilisators müssen die Verbindungsstellen der
Lagerschalen im Deckel 15 gedreht
sein, siehe Abbildung
Gilt nur für Stabilisator von ADA1300 (Rohr, 55
mm, hinter der Achse ange- ordnet):
Beim Einbau des Stabilisators müssen die Verbindungsstellen der
Lagerschalen im Deckel 15 gedreht
sein, siehe Abbildung
Stabilisator für ADA1300 (massive Stange, 45
mm)
Stabilisator für ADA1300 (Rohr, 55
mm)
Gilt nur für Stabilisator von AMI 700D: Beim Einbau des
Stabilisators müssen die Verbindungsstellen der Lagerschalen im
Deckel 15 gedreht
sein, siehe Abbildung.
Beim Anziehen der Schrauben des Stabili- sators muß die Federung
auf Fahrniveau eingestellt sein.
Beschreibung der Luftfederung Vorderachse
mit Luftfederung, AMA 780 6
Vorderachse mit Luftfederung, AMA 860 8
Vorderachse mit Luftfederung, AMI 700D .. 10 Hinterachse mit
Luftfederung, ADA 1300 ... 12 Hinterachse mit Luftfederung, ADA
1350 ... 14 Liftachse mit Luftfederung, ASA 701 16
Die Scania Serie-4-Fahrzeuge mit Luftfede- rung sind
normalerweise mit einer elektroni- schen Steuerung der
Luftfederung, ELC (Electronic Level Control), ausgerüstet. Eine
mechanisch gesteuerte Luftfederung kann als einfachere
Alternative gewählt werden.
In der Funktionsbeschreibung werden die mechanischen Teile, die
zu dem Luftfede- rungssystem gehören, beschrieben.
Zur Steuerung der Luftfederung siehe Funkti- onsbeschreibungen
Steuerung der mechani- schen Luftfederung und ELC Generation 2.
Achstypen
Alle Fahrgestelle mit hinten plaziertem Motor sind
ganzluftgefedert. (Blattfederung gibt es nur für
Frontmotor-Fahrgestelle.)
ELC wird für K-, L- und N-Omnibusse ver- wendet.
Bei K- und L-Omnibussen gibt es alternativ die mechanisch
gesteuerte Luftfederung.
Das zwischen Achsen und Fahrgestell sitzende Luftfederungssystem
sorgt dafür, daß die Karos- serie eine konstante Höhe über der
Fahrbahn hat.
Die Luftbälge fangen die Höhenveränderungen der Achse auf, die
durch Unebenheiten in der Fahrbahn und Höhenveränderungen durch
Gewicht von Passagieren, Gepäck usw. verur- sacht werden.
Omnibusse mit Luftfederung haben keine Innenfriktionen in den
Luftbälgen, die federnde Bewegungen dämpfen. Den entstehenden
Eigenschwingungen wird durch Stoßdämpfer entgegengewirkt.
Stoßdämpfer fangen außer- dem einen Teil der Kräfte auf die
Luftbälge und der in Kurven entstehenden Krängung auf.
Luftbälge und Stoßdämpfer können keine Seit- wärtskräfte
auffangen. Um die Antriebs-, Brems- und Querkräfte, die bei der
Fahrt entste- hen, auffangen zu können, wird die Lage der Achsen
mit einer Schubstrebe fixiert.
Die Achsen sind mit Stabilisatoren ausgestattet, die einer
Krängung bei der Kurvenfahrt entge- genwirken.
AMA 780 ist eine starre Vorderachse mit Luft- federung mit
geschmiedeter I-Sektion und mit Spezialbefestigung der
Federungseinzelteile.
Die Luftfederung besteht aus zwei Luftbälgen mit zugehörigen
Stoßdämpfern.
Luftbälge und Stoßdämpfer sind auf beiden Sei- ten des
Fahrgestellrahmens plaziert. Damit im Inneren des Omnibusses
eine größtmögliche Gangbreite erreicht werden kann, wurden die
Luftbälge möglichst nahe an den Reifen pla- ziert. Die
Befestigungen sitzen daher hoch oben und weit außen.
Die oberen Halter der Luftbälge und der Stoß- dämpfer sind an
der Oberkante der Radhausbo- gen angebracht. An der Unterkante
sitzen die Luftbälge angeschlossen an die Vorderachse auf hohen
Haltern. Die unteren Teile der Stoßdämp- fer sind an der
Vorderachse befestigt.
Der Luftdruck in den Luftbälgen wird von einem
Niveauventil/Sensor gesteuert, der seit- lich im Bus im Radhaus
bei der Eingangstüre angebracht ist. Bei linksgelenkten
Omnibussen ist der Platz für Niveauventil/Sensor auf der rechten
Seite des Fahrgestells, bei rechtsgelenk- ten auf der linken
Seite. Über einen Gabelhebel erfolgt die Verbindung von
Niveauventil/Sensor mit der Mitte der längsseitigen Schubstrebe.
Die Längs- und Seitenlage der Vorderachse wird durch vier
gummigelagerte Schubstreben fixiert; zwei längsseitige und zwei
diagonale Haltestreben.
Die Schubstreben sind in Gummilager einge- faßt, teilweise im
Halter im Längsträger, teil- weise im unteren Träger der
Luftbälge in der Vorderachse.
Die Schubstreben sind nicht justierbar - die Lage der
Vorderachse im Fahrgestell wird mit Hilfe von Paßscheiben an den
Haltern der Schubstreben eingestellt.
Der Stabilisator sitzt vor der Achse, befestigt im
Fahrgestellrahmen und in der Vorderachse.
Die Vorderachse mit Luftfederung AMA 860 ist eine starre Achse mit
geschmiedeter I-Sektion. Die Luftfederung der Vorderachse besteht
aus zwei Luftbälgen mit zugehörigen Stoßdämpfern.
Ein Luftbalg und ein Stoßdämpfer sitzen jeweils seitlich des
Fahrgestellrahmens, befestigt durch einen oberen Halter im Rahmen
und einen unte- ren Halter auf der Vorderachse.
Der Luftdruck in den Luftbälgen wird von einem Niveauventil/Sensor
gesteuert, der im Fahrgestellrahmen an der Mitte der Vorderachse
angebracht ist. Über einen Gabelhebel erfolgt die Verbindung von
Niveauventil/Sensor zu einem Halter auf der Mitte des Stabilisators,
der seinerseits mit der Vorderachse verbunden ist.
Die Längs- und Seitenlage der Vorderachse wird durch fünf
gummigelagerte Schubstreben fixiert; vier längsseitige und eine
diagonale, transversale Haltestreben.
Die Schubstreben sind in Gummilager einge- faßt, teilweise im Halter
im Längsträger, teil- weise im unteren Träger der Luftbälge in der
Vorderachse. Die Schubstreben sind nicht justierbar. Die Lage der
Vorderachse im Fahrge- stell wird mit Hilfe von Paßscheiben an den
Hal- tern der Schubstreben eingestellt.
Die starre Vorderachse ist mit einem Stabilisator ausgestattet. Der
Stabilisator sitzt vor der Achse und ist im Fahrgestellrahmen und
der Vorder- achse befestigt.
AMI 700D ist eine Einzel-Vorderachse mit Luftfederung. Die
Luftfederung besteht aus zwei Luftbälgen und zwei Stoßdämpfern.
Die einzelne vordere Radgestellaufhängung ist auf beiden Seiten
auf einem unteren und einem oberen Dreieckverbindungsstück
aufgebaut.
Ein geschmiedetes Dreieckverbindungsstück sitzt zwischen dem
oberen und unteren Vertikal- verbindungsstück. Die
Dreieckverbindungs- stücke sind mit wartungsfreien gummi-
gelagerten Köpfen in den Längsträgern gelagert. Die Lagerung der
Dreieckverbindungsstücke in den Vertikalverbindungsstücken
besteht aus abgedichteten, konischen Rollenlagern.
In der Serie 4 werden gegossene Dreieckverbin- dungsstücke mit
optimierter Materialnutzung verwendet, wodurch eine sehr gute
Stabilität gegeben wird.
Die Luftbälge sind zwischen Radhausbögen und Obenseiten der
vertikalen Verbindungsstangen plaziert. Die Stoßdämpfer sind
zwischen den Haltern im Fahrgestellrahmen und den Haltern in der
Unterkante der Radpartie befestigt. Die Befestigungen der
Stoßdämpfer sind gummige- lagert.
Die Luftzufuhr zu den Luftbälgen wird durch ein
Niveauventil/Sensor gesteuert, welches über einen Gabelhebel mit
dem unteren Drei-
eckverbindungsstück verbunden ist. Bei linksge- lenkten Bussen
sitzt das Niveauventil/Sensor auf der rechten Seite des
Fahrgestellrahmens und bei rechtsgelenkten auf der linken Seite.
Die Stabilisatoren sitzen vor den Einzel-Radauf- hängungen, mit
Gummilagern befestigt im Fahr- gestellrahmen und mit
Kugelgelenk- Verbindungsstangen in den Vertikal-Verbin-
dungsstangen.
ADA 1300 ist eine konventionelle Hinterachse, die aus gepressten und
geschweißten Stahlplat- ten hergestellt wird. In der Luftfederung
der Hinterachse sind vier Luftbälge und vier Stoß- dämpfer
enthalten. Der Luftdruck in den Luft- bälgen wird durch zwei
Niveauventile/Sensoren geregelt.
Die Luftbälge sitzen zwischen den Querträgern des Fahrgestellrahmens
und den zwei längssei- tigen, bogenförmigen Trägern, die unter der
Hinterachse befestigt sind.
Die Stoßdämpfer sitzen außen vor den Luftbäl- gen mit den oberen
Haltern in den Querträgern und den unteren in den bogenförmigen Trä-
gern. Die Befestigungen sind gummigelagert.
Zwei Niveauventile/Sensoren steuern die Luft- zufuhr zu sämtlichen
hinteren Luftbälgen. Sie sind jeweils seitlich des Fahrgestells
außen vor den vorderen Stoßdämpfern plaziert. Sie sind in den
Querträgern befestigt und über Gabelhe- bel mit den bogenförmigen
unteren Trägern verbunden.
Die Lage der Hinterachse in längs- und seitli- cher Richtung wird
durch zwei längsseitige Haltestreben und zwei diagonale Querverbin-
dungen fixiert.
ADA 1300 mit V-Haltestrebe
Luftbalg
Stoßdämpfer
Schubstrebe
V-Haltestrebe
Gummigelagerte Befestigung
Stabilisator
Niveauventil/Sensor
Die längsseitigen Schubstreben sind in Haltern auf der Seite des
entsprechenden Längsträgers und in gegossenen Haltern zwischen dem
Hin- terachsgehäuse und den bogenförmigen Trä- gern gelagert. Die
Querverbindungen sind in Längsträgern und einer starken
Schubstreben- konsole gelagert, die auf der Oberseite des Gehäuses
befestigt ist.
Für L-Busse kann die Lage der Hinterachse alternativ durch zwei
längsseitige Schubstre- ben und eine V-Haltestrebe fixiert werden.
Die V-Haltestrebe ist in beiden Längsträgern des Fahrgestellrahmens
gelagert und hat eine sei- tenvesetzte Befestigung auf der Oberseite
des Hinterachsgehäuses. Diese Ausführung ermög- licht eine
niedrigere Fußbodenhöhe über der Hinterachse.
Sämtliche Schubstreben sind gummigelagert. Die oberen Schubstreben
sind, mit Ausnahme der V-Haltestrebe, justierbar. Wenn die Lage der
Achse im Fahrgestell eingestellt wird, kön- nen an den unteren
Haltestreben und der
Haltestrebe Paßscheiben verwendet werden.
Der Stabilisator sitzt hinter der Hinterachse und erhöht die
Krängungsstabilität des Omni- busses.
ADA 1300 wird in K- und L-Omnibussen ver- wendet und kann mit
AMA 780, AMA 860, AMI 700D und ASA 701 kombiniert werden.
Die Hinterachse ADA 1350 ist eine gegossene Achse vom Typ Portal. Da
das Mittelteil abge- senkt ist, hat der Bus einen niedrigen Mittel-
gang.
Die Luftfederung der Hinterachse besteht aus vier Luftbälgen mit
dazugehörigen Stoßdämp- fern. Die Luftbälge sind zwischen den oberen
Querträgern und den zwei längsseitigen, bogenförmigen Trägern, die
in der Hinterachse befestigt sind, plaziert.
Die Stoßdämpfer sind über gummigelagerte Befestigungen an die
bogenförmigen Träger und die Querträger angeschlossen.
Die Sensoren sind jeweils seitlich des Fahrge- stells plaziert,
dicht neben den vorderen Luft- bälgen. Sie sind am Fahrgestell
besfestigt und erfühlen über die Gabelhebel und Verbin- dungsrohre
den Abstand zu den bogenförmi- gen Trägern.
Die Hinterachse wird mit vier gummigelager- ten Schubstreben
fixiert. Die zwei oberen längsseitigen Haltestreben sind teilweise
im Längsträger und teilweise an den Bremszylin- dern auf dem
Hinterachsgehäuse gelagert. Die zwei unteren diagonalen
Querverbindungen sitzen in den Längsträgern und in einer starken
Schubstrebenkonsole auf dem Gehäuse befe- stigt.
Die zwei unteren Schubstreben sind einstell- bar. Die obere
Haltestrebe kann mit Paßschei- ben justiert werden.
Die Hinterachse ist mit einem kugelgelenkge- lagertem Stabilisator
ausgestattet, der vor der Hinterachse sitzt.
ADA 1350 wird für N-Busse verwendet, aus- gestattet mit ELC, und
kann nur mit der Vor- derachse AMA 780 kombiniert werden. Als
Variante von ADA 1350 gibt es ASA 100X, eine Mittelachse ohne
Antrieb. ASA 100X wird für Gelenkbusse verwendet.
Die Liftachse ASA 701 besteht aus einem abge- kröpften Stahlrohr
mit geschweißten Haltern.
Die Federung der Liftachse besteht aus zwei Luftbälgen und zwei
Stoßdämpfern. Die Rege- lung der Bälge ist in die Regelung der
Luftbälge der Hinterachse integriert und wird somit durch deren
Niveauventil/Sensor gesteuert.
Die Luftbälge sitzen zwischen den Liftachsen und Konsolen, die
von den längsseitigen Längs- trägern abgehen.
Die Lage der Liftachse in längs- und seitlicher Richtung wird
durch zwei längsseitige Schubst- reben und zwei diagonale
Schubstreben fixiert.
Die diagonalen Streben sind in den längsseitigen Längsträgern
und in den Liftachsen gelagert.
Die längsseitigen Schubstreben sind in den Lift- achsen und in
den Haltern auf der Seite der ent- sprechenden Rahmenträger
gelagert.
Schubstreben sind nicht justierbar - die Lage der Liftachse im
Fahrgestell wird mit Hilfe von Paß- scheiben eingestellt.
Ein Stabilisator sitzt vor der Liftachse. Der Sta- bilisator
wird mit konischen Gummilagern in der Liftachse gelagert.
Fahrzeug ohne Liftachse (4x2) mit Luftbalg- Paar an der
Vorderachse und zwei Luftbalg-Paa- ren an der Hinterachse.
Fahrzeuge mit Liftachse (6x2) haben darüber hinaus ein
Luftbalg-Paar an der Liftachse. Die Luftregulierung für die
Luft- bälge an der Liftachse ist in die Regulierung der
Luftbälge der Hinterachse integriert.
Die Luftbälge des Fahrzeugs sind vom Typ Rol- lenluftbalg und es
gibt Ausführungen mit unter- schiedlichen Balghöhen, je nachdem,
welche Achse mit Luft gefedert werden soll. Die Balg- höhe ist
abhängig vom Fahrgestell-Modell und der gewünschten Federung.
Die Außenhülle des Luftbalgs besteht aus syn- thetischem Gummi,
durch Nylonschnüre ver- stärkt. Der Balggummi sitzt festgeklemmt
in der oberen Balgplatte. Die Ausführung sorgt für hohe Dichte
des Balgs, wodurch wiederum eine hohe Zuverlässigkeit erreicht
wird. Unten ist der Balggummi um einen gleichförmigen Rollkör-
per befestigt. Der Rollkörper wurde so geformt, daß die
Luftbälge eine ausgeprägt progressive Federung haben.
Im Inneren der Luftbälge sitzt ein Anschlagpuf- fer, der an der
Unterseite der oberen Träger- platte befestigt ist.
Der Luftbalg hat einen separaten Luftanschluß in der oberen
Trägerplatte.
Luftbälge werden komplett ausgetauscht, daher wird eine hohe
Dichtheit gewährleistet.
Rollenbalg
Balggummi
obere Trägerplatte
Führungsstift
Anschlagpuffer
Rollkörper
Luftanschluß
Die Luftbälge werden durch Führungsstifte im Rahmen und an der Achse
an ihrem Platz gehal- ten. Die Führungsstifte sind mit Paßbolzen
gesichert.
Bei den Federungsbewegungen rollt der Balg- gummi über den konischen
Rollkörper auf und ab. Wenn bei der Abfederung die Höhe des
Luftbalgs geringer wird, rollt der Balggummi über den Rollkörper
herunter. Das Luftvolumen im Balg nimmt ab, wodurch eine Zunahme des
Drucks erfolgt, welcher der Abfederung entge- genwirkt.
Aufgrund der konischen Außenform des Roll- körpers vermindert sich
das Luftvolumen gegen Ende der Abfederung schneller. Diese Beschaf-
fenheit verleiht der Abfederung einen progressi- ven
Federungscharakter.
Wird die Belastung des Omnibusses so verän- dert, daß die veränderte
Höhe der Luftbälge konstant bleibt, erhöht oder vermindert das
Niveauventil/Sensor den Luftdruck in den Luft- bälgen, so daß diese
wieder ihre normale Höhe haben.
Wenn die gesamte Luft aus den Luftbälgen geleert wird, kommt es
dazu, daß der größte Teil des Balggummis über die Rollkörper
herunter- gerollt ist. Die obere Trägerplatte wird dann mit dem
Anschlagpuffer an den Rollkörpern aufset- zen.
Um unnötigen Abrieb des Balggummis zu ver- hindern, ist es wichtig,
daß die Rollkörper bei jeder Wartung gereinigt werden.
Die Luftbälge und Stoßdämpfer können keine Kräfte in längs- und
seitlicher Richtung der Radachsen auffangen. Um die Achsen an ihrem
Platz zu halten und um Antriebs-, Brems- und Querkräfte aufnehmen zu
können, wird die Lage der Achsen mit Schubstreben fixiert.
Eine Schubstrebe besteht aus Rohr und ist mit einem gummigelagertem
Kopf versehen. Die Schlußstücke der Schubstrebe werden an die
Achsträger und an den Fahrgestellrahmen ange- setzt.
Bestimmte Schubstreben sind justierbar. Durch Veränderung der Länge
kann die Lage der Achse und die Verschiebung der Luftbälge ein-
gestellt werden.
Die längsseitige Schubstrebe hält die Achse an ihrem Platz in
Längsrichtung und bestimmt die Neigung und Schrägstand der Achse.
Die quere Schubstrebe hält die Achse in Seitenrichtung auf ihrem
Platz.
Die Schubstreben sind in wartungsfreien, gum- migelagerten
Schubstrebenköpfen gelagert. Die Schubstrebenköpfe nehmen Kräfte aus
längs- und seitlicher Richtung der Achse auf, gestattet der Achse
jedoch, sich in der Höhe zu bewegen.
Die Gummilagerung dämpft die Übertragung von Geräuschen und
Vibrationen von der Achse zum Fahrgestell.
Alle Achsen haben in allen Omnibussen einen Stabilisator, der aus
einer in U-Form gekröpften Torsionsfeder besteht.
Der Stabilisator ist in der Achse und im Fahrge- stellrahmen
festgemacht. Bei einer Krängung wird der Mittelteil einer Verdrehung
ausgesetzt und wirkt dann der Krängung entgegen.
Die Stabilisatoren sorgen für erhöhte Querstabi- lität der
Omnibusse, wodurch eine erhöhte Fahr- stabilität und Komfort gegeben
ist.
Stabilisatoren der Serie 4 sind so konstruiert, daß sie die gleiche
Krängungssteifigkeit wie die Vorgänger-Serien ergeben.
110 861
Arbeitsweise des Stabilisators
Bei den Bussen der Serie 4 wurden Kugelge- lenk-Verbindungsstangen
an sämtlichen Achsen eingeführt, ausgenommen bei der Liftachse ASA
701. Zwischen dem Stabilisator und dem Rahmen sitzen Haltestreben,
die an beiden Enden mit Kugelgelenk-Lagern versehen sind. Die
Kugelgelenke bewirken, daß die Kräfte vom Stabilisator direkt ohne
Deformation der dazwi- schenliegenden Gummielemente übertragen
werden.
Der Stabilisator für ASA 701 ist in der Liftachse mit konischen
Gummilagern gelagert.
Fahrzeuge mit Luftfederung vor dem Durchführen von Arbeiten stets mit
Unterstellböcken abstützen.
Druckluftsystem entlüften. Ventil im Bereich der Druckluftanschlüsse
reinigen. Druckluftschläuche einige Umdrehungen lösen und
sicherstellen, daß das System drucklos ist.
Niveauregelventil ersetzen.
Sicherstellen, daß das System dicht ist und das Ventil korrekt
funktioniert.
Durch diese Zusatzausstattung kann der Fahrer die Bodenfreiheit des
Fahrzeugs um ca. 75 mm vergrößern.
Die Funktion wird durch Schalter S506 in der Instrumententafel
gesteuert. Bei gedrücktem Schalter leuchtet eine Leuchte im
Kombiinstrument auf.
Aus Sicherheitsgründen hat der Schalter eine manuelle Rastung, um ein
unbeabsichtigtes Anheben des Fahrniveaus zu verhindern. Beim Fahren mit
erhöhtem Niveau sind Fahrstabilität
und Federungseigenschaften beeinträchtigt. A Schalter
S506
B Kontrolleuchte im Kombiinstrument
Nachlaufachsen-Entlastung
Mit dieser Zusatzausstattung kann der Fahrer durch Entlüften der
Federbälge der Nachlaufachse die Antriebsachse stärker belasten.
110 891
Die Funktion wird durch den federbelasteten Schalter S501 gesteuert.
Bei Arbeiten unter einem luftgefederten Fahrzeug immer
Unterstellböcke ver- wenden.
Arbeiten unter luftgefederten Fahrzeugen dürfen nicht unter
Gefährdung von Personen ausgeführt werden.
Wenn der Rahmen auf die Achse herunterfällt, kann dies Klemm- und
Schlagschäden verursa- chen.
Der Rahmen fällt herunter, wenn:
ein Luftbalg platzt
eine Luftleitung abgeklemmt wird
Spannung an einem Ventil zur Entleerung der Bälge angelegt wird
ein Niveauventil ausgewechselt wird, wenn die Zündspannung
eingeschaltet ist.
Fahren von luftgefederten Farzeugen
Beim Fahren muß das Fahrgestell auf vorpro- grammiertem Fahrniveau
sein.
Das Fahrniveau wird durch Betätigen der grü- nen Taste an der
Fernbedienung erhalten. Ange- zeigt wird das Fahrniveau durch
Erlöschen der Niveaufehlerlampe am Armaturenbrett.
Das Fahrzeug darf nur in Ausnahmefällen mit einer anderen
Fahrgestellhöhe als der des Fahr- niveaus gefahren werden.
Beim Fahren mit Schneeketten muß das Fahrge- stell leicht über das
Fahrniveau angehoben wer- den, um zu vermeiden, daß die Radkästen
durch die Ketten beschädigt werden. Ein Richtwert ist 65 mm.
ELC (Electronic Level Control) ist eine elektronische Regelung der
Luftfederung. ELC bietet gegenüber der mechanisch gesteu- erten
Luftfederung eine Reihe von Vorteilen.
Niveauregulierung unabhängig von der Fahrgestellhöhe. das
Fahrgestell hält eine konstante Höhe beim Be- und Entladen.
Vom Fahrniveau abgesehen können zwei Fahrgestellhöhen im
Steuergerät gespeichert werden. Beispielsweise die Höhe zwei
verschiedener Laderampen.
Niedrigerer Luftverbrauch beim Fahren.
Verbesserte Lastübertragungsfunktion bei Fahrzeugen mit
anhebbarer Liftachse.
Einfacheres Luftleitungs- und Ventilsystem.
Das Fahrniveau wird beim Abbremsen und bei Kurvenfahrten nicht
beeinflußt.
Standby-Funktion bei 6x2-Fahrzeugen
4x2-Steuergeräte können mit Scania Diagnos 2 auf Fehler hin
überprüft und mit Scania Programmer 2 kalibriert werden.
Niveaugeber messen den Abstand zwischen dem Rahmen und der Radachse
am Fahrzeug und informieren das Steuergerät.
Mit einem Magnetventilblock regelt das Steuergerät die Luftmenge in
den Luftbälgen.
Das Bremssignal vom Bremsrelais wird dazu verwendet, eine
Niveauregulierung beim Abbremsen zu verhindern.
Das Geschwindigkeitssignal vom Fahrtschrei- ber wird verwendet, um
dem Steuergerät mit- zuteilen, daß das Fahrzeug in Bewegung ist.
Beim Fahren arbeitet das Steuergerät mit Nor- malregulierung und
verbraucht wesentlich weniger Luft als im Stillstand.
Durch Ausbleiben des Geschwindigkeitssi- gnals im Stillstand erfolgt
eine schnellere Niveauregulierung.
Mit der Fernbedienung kann die Fahrgestell- höhe reguliert werden.
Das Steuergerät regu- liert die Fahrgestellhöhe des Fahrzeugs auf
das Niveau, das mit der Fernbedienung eingestellt wurde.
Zwei Druckwächter kontrollieren, daß der maximale Antriebsachsdruck
bei einer Last- übertragung oder beim Fahren mit angehobe- ner
Liftachse nicht überschritten wird (gilt nur für 6x2-Fahrzeuge).
Fahrniveau
Das Fahrniveau ist die Fahrgestellhöhe, bei der das Fahrzeug normal
gefahren werden sollte. Wenn das Fahrzeug sich nicht auf Fahrniveau
befindet, leuchtet die Niveaufehlerlampe auf.
Das Fahrzeug wird automatisch auf Fahrniveau eingestellt, wenn die
Taste für Fahrniveau auf der Fernbedienung (siehe Seite 19) gedrückt
wird.
Das Niveaugebersignal für das Fahrniveau wird bei der
Niveaukalibrierung im Steuergerät einprogrammiert. Die
Niveaukalibrierung muß bei jedem Auswechseln eines Steuergerätes
oder Niveaugebers durchgeführt werden.
12_0745
Taste an der Fernbedienung für die automatische Niveauregulierung
auf Fahrniveau.
12_0752
Die Niveaufehlerlampe leuchtet nicht, wenn das Fahrzeug sich auf
Fahrniveau befindet.
Beim Fahren arbeitet das ELC-System mit Nor- malregelung und die
Fahrgestellhöhe wird ein- mal pro Minute geregelt. Dies geschieht,
um ein unnötiges Regulieren bei z.B. Kurvenfahrt und Beschleunigung
zu vermeiden.
Bei Normalregelung verbraucht das System wesentlich weniger Luft als
die mechanisch gesteuerte Luftfederung.
Be-/Entladen (Schnellregelung)
Wenn das Fahrzeug stillsteht, regelt das ELC- System die
Fahrgestellhöhe alle 1,5 Sekunden. Dies ermöglicht, daß das
Fahrgestell beim Ent- laden eine konstante und exakte Höhe behält.
Stopp
Wenn das Bremspedal betätigt wird, unterbricht das ELC-System die
Regulierung der Fahrge- stellhöhe. Man vermeidet somit, daß das
System versucht, die Veränderung der Fahrgestellhöhe, die durch das
Nicken des Fahrzeugs beim Ein- bremsen verursacht wird, zu
regulieren.
Das Steuergerät wird unter der Elektrozentrale montiert.
Konfigurierung
12_0729
Das Steuergerät muß für das Fahrzeug, in das es eingebaut wird,
konfiguriert (angepaßt) wer- den.
Bei der Konfigurierung werden Parameter im Steuergerät programmiert.
Die Parameter sind Informationen, die den Arbeitsablauf steuern.
Bei der Konfigurierung erhält das Steuergerät Informationen:
über Geschwindigkeitsgrenzen für unter- schiedliche
Regelstellungen
über die Einstellungen für Lastübertragung bei 6x2-Fahrzeugen
über die Toleranzniveaus der Niveauregelung
Steuergerät auswechseln
Die Erfahrung hat gezeigt, daß Fehler am Steuergerät selten sind.
Deshalb sollten Fehler- codes abgerufen und Sicherungen kontrolliert
werden, bevor das Steuergerät ausgewechselt wird.
Beim Auswechseln des Steuergerätes muß das neue Steuergerät
konfiguriert (an das Fahrzeug angepaßt) sein.
Die Niveaugeber müssen außerdem für das neue Steuergerät kalibriert
werden.
Das Steuergerät wird von Scania mit der richti- gen
Grundkonfiguration geliefert.
Beim Einschalten tastet das Steuergerät ab und paßt sich automatisch
an folgende Unter- schiede in der Konfiguration an:
A- oder B-Federung bei Fahrzeugen mit 4x2- Steuergeräten.
Zeitbegrenzte oder nicht zeitbegrenzte Last-
übertragungsfunktion bei Fahrzeugen mit 6x2-Steuergerät.
Wenn das Steuergerät oder ein Niveaugeber ausgewechselt worden ist,
müssen drei Niveau- signale von den Niveaugebern im neuen
Steuergerät kalibriert werden.
Die drei Niveaus sind:
Das Fahrniveau - die
Fahrgestellhöhe, bei dem das Fahrzeug normalerweise gefahren wird.
Das obere Maximalniveau - die
größte Fahrge- stellhöhe, die zugelassen werden kann.
Der untere mechanische Anschlag - wenn
die Anschlagpuffer des Rahmens auf der Achse ruhen. Die Bälge sind
dann völlig luftleer.
Die Kalibrierung wird manuell mit dem Kali- brierungsschalter G9
unter der Elektrozentrale durchgeführt.
4x2-Steuergerät
Das Steuergerät für 4x2-Fahrzeuge kann mit Scania Diagnos 2 auf
Fehler hin überprüft und mit Hilfe von Scania Programmer 2
kalibriert werden.
Das Geschwindigkeitssignal kommt vom Fahrt- schreiber. Es wird
benutzt, um die Regelfunk- tion von Schnellregelung, beim Be- und
Entladen, zu Normalregelung beim Fahren zu wechseln. Das
Geschwindigkeitssignal ist ein Rechteckimpuls, dessen Frequenz ein
Maß für die Geschwindigkeit ist.
Bremssignal
Das Bremssignal kommt vom Bremslichtrelais. Wenn das Bremspedal
niedergedrückt wird, stellt das Steuergerät die Regulierung ein. Man
vermeidet dadurch ein falsches Kompensieren der Fahrgestellhöhe, das
durch das ”Nicken” des Fahrzeugs beim Einbremsen verursacht wird.
Die Fahrgestellhöhe wird von induktiven Niveaugebern erhalten. Die
Niveaugeber sind am Rahmen angeordnet und messen den Abstand
zwischen Achse und Rahmen.
Die Niveaugeber bestehen aus einer festen Spule und einem
beweglichen Kern. Wenn das Fahrgestell angehoben oder abgesenkt
wird, wird der Kern entweder in die Spule eingetaucht oder
herausgezogen.
Die Induktanz der Spule hängt von der Größe des Kerns, der sich in
der Spule befindet, ab.
Das Steuergerät sendet einen Impuls an den Sensor aus. Die Pulszeit
wird durch die Induk- tanz der Spule bestimmt.
Durch Messen der Länge des Impulses, erhält man einen Wert für die
Fahrgestellhöhe.
Beispiel:
Das Fahrgestell wird angehoben, der Kern taucht in die Spule
ein, die Induktanz nimmt zu, die Impulslänge nimmt zu.
Das Fahrgestell wird abgesenkt, der Kern wird aus der Spule
gezogen, die Induktanz nimmt ab, die Impulslänge nimmt ab.
Da zwischen dem Kern und der Spule keine mechanische Verbindung
besteht, entsteht kein mechanischer Verschleiß dieser Teile. Dadurch
ist der Sensor sehr zuverlässig.
Bei einer Fehlersuche kann nicht die Wider- standsveränderung bei
Betätigung des Sensors gemessen werden.
Der Spulenwiderstand des Gebers ist unabhän- gig von der Lage des
Kerns.
1
2
4 3
12_0735
Anschlußstift
Spule
Kern
Hebelbefestigung
A
300 us
B
130 us
C
640 us
12_0749
A Impuls bei Fahrniveau
B Impuls durch max. Induktanz beeinflußt (geringe Fahrgestellhöhe)
C Impuls durch min. Induktanz beeinflußt (große Fahrgestellhöhe)
Bei einer Niveauregulierung wird der Sensor von einem Hebel, der über
eine Verbindungs- stange mit der Achse verbunden ist, betätigt. Der
Hebel betätigt einen rotierenden Halter am Sensor. Wenn der Halter
gedreht wird, ändert der Kern sein Lage in der Spule. Der Halter hat
keinen mechanischen Anschlag.
Beim Auswechseln des Sensors muß der Halter des Hebels so gedreht
werden, daß die richtige Sensorfunktion erhalten wird. Der Halter kann
bei einem Sensortausch in vier verschiedene Stellungen gedreht werden.
Zwei erhöhte Absätze am Halter werden als Markierung zur richtigen
Orientierung des Halters verwendet.
Bei einem Sensor mit korrekt montiertem Hebel wird der Kern bei normalem
Fahrniveau zur Hälfte in die Spule eingetaucht sein.
Wenn der Abstand zwischen Achse und Rah- men zunimmt, wird der Kern in
die Spule abge- senkt.
Wenn der Abstand zwischen Achse und Rah- men abnimmt, wird der Kern aus
der Spule gezogen.
Kalibrierung
Wenn ein Niveausensor ausgewechselt worden ist, müssen drei
Niveausignale von den Niveau- gebern im neuen Steuergerät kalibriert
werden.
Die drei Niveaus sind:
Das Fahrniveau -
die Fahrgestellhöhe, bei der das Fahrzeug normal gefahren wird
Das obere Maximalniveau -
die größte zuläs- sige Fahrgestellhöhe.
Der untere mechanische Anschlag -
wenn die Anschlagpuffer des Rahmens auf der Achse ruhen. Dann sind die
Bälge völlig luftentleert.
Die Kalibrierung wird manuell mit der Kalibrie- rungsleitung G9
unterhalb der Elektrozentrale oder mit Hilfe vom Scania Programmer 2
durch- geführt.
Bei Fahrzeugen mit Liftachse sind zwei Druck- wächter an die Luftbälge
der Antriebsachse angeschlossen.
Die Druckwächter werden verwendet, um zu kontrollieren, daß die
Belastung der Antriebs- achse nicht zu hoch wird.
Zwei Signalleitungen vom Steuergerät werden durch die Druckwächter mit
+24 Volt verbun- den.
12_0732
Der Druckwächter T70 unterbricht, wenn die maximal zulässige Belastung
für das Fahren mit angehobener Liftachse erreicht worden ist.
1
Der Druckwächter T71 unterbricht, wenn die 2
maximale Antriebsachsbelastung bei Lastüber-
tragung erreicht worden ist.
Die Bestimmungen für die maximal zulässige Achsbelastung und
Lastübertragung werden je nach Land unterschiedlich festgesetzt. Daher
müssen die Druckwächter so ausgewählt wer- den, daß sie bei der
Belastung, die die nationa- len Bestimmungen vorgeben, aktiviert werden.
Am Armaturenbrett befindet sich ein Schalter mit drei Stellungen (S105),
mit welchem die Funktionen der Liftachse gesteuert werden.
Absenken der Liftachse
Mit dem Schalter in der unteren Stellung wird die Liftachse abgesenkt.
Die Verbindung zwi- schen den Liftachs- und Antriebsachsbälgen wir
geöffnet.
17_0091
Anheben der Liftachse
Mit dem Schalter in der Mittelstellung wird die Liftachse angehoben. Die
Federbälge der Lift- achse werden entlüftet. Die Lampe im Schalter
leuchtet auf.
Wenn der Druckwächter T70 (max Antriebs- achsdruck) nicht unterbricht,
werden die Lift- achsbälge völlig entlüftet. Die Hebebälge werden
gefüllt und die Liftachse angehoben.
Wenn der Druckwächter T70 beim Entlüften der Liftachsbälge unterbricht,
wird der Anhebevor- gang abgebrochen. Die Liftachse wird abge- senkt.
Die Verbindung zwischen den Antriebs- und Liftachbälgen wird geöffnet.
Um die Lift- achse erneut anheben zu können, muß der Schalter zuerst in
die untere Stellung und danach in die Mittelstellung gebracht werden.
Wenn die Liftachse angehoben wird, wird das Niveau des Fahrzeugs hinten
erhöht.
RETARDER
Absenken der Liftachse
17_0090
Anheben der Liftachse
Lastübertragung
RETARDER
Mit dem Schalter in der oberen Stellung wird eine Lastübertragung
eingeleitet. Die Lampe am Armaturenbrett, die eine Lastübertragung
anzeigt, und die Lampe im Schalter leuchten auf.
Eine Lastübertragung wird verwendet, um kurz- zeitig den Druck auf die
Antriebsachse und somit die Fahrbarkeit zu erhöhen.
Der Schalter wird in die Lastübertragungsstel- lung gebracht. Die
Federbälge der Liftachse werden entlüftet:
Wenn der Druckwächter T71 (max. Antriebs- druck bei Lastübertragung)
nicht unterbricht, werden die Liftachsbälge völlig entleert.
Die Hebebälge werden nicht gefüllt.
Der Räder der Liftachse haben Kontakt zum Boden, tragen jedoch keine
Last.
Wenn der Druckwächter T71 unterbricht, während die Federbälge
entlüftet werden, wird die Entlüftung abgebrochen.
Die Antriebsachse wird dann den maximalen Antriebsachsdruck haben.
Die Liftachse über- nimmt den Rest der Last.
Es gibt zwei Ausführungen des Schalters S105:
Bei Fahrzeugen, bei denen die obere Stellung des Schalters
rückfedernd ist, wird die Lift- achse während 90 Sekunden entlüftet.
Danach werden die Liftachsbälge erneut gefüllt.
Erneute Lastübertragung ist erst nach 50 Sekunden wieder möglich.
Bei Fahrzeugen, bei denen die obere Stellung des Schalters fest ist,
gibt es nicht die zeitbe- grenzte Lastübertragungsfunktion. Die
Last- übertragung wird dann beendet, wenn der Schalter in seine untere
Stellung gebracht wird.
Die Bestimmungen für die maximal zugelassene Achsbelastung und
Lastübertragung werden je nach Land unterschiedlich festgesetzt. Daher
müssen die Druckwächter so ausgewählt wer- den, daß sie die nationalen
Bestimmungen erfül- len.
Mit der Fernbedienung wird die Fahrgestellhöhe auf das gewünschte Niveau
eingestellt. Die Fernbedienung besitzt einen eigenen Mikropro- zessor.
Die Kommunikation mit dem Steuergerät geschieht mittels digitalen
Signalen.
An der Fernbedienung befinden sich zehn Tasten mit unterschiedlichen
Funktionen. Zwei Lampen an der Fernbedienung leuchten, wenn die Tasten 1
und 2 aktiviert sind. Mindestens eine Lampe muß leuchten, damit die
Tasten 4-8 funktionsfähig sind.
Anheben/Absenken vorn. Eine
Lampe an der Fernbedienung zeigt, ob die Funk- tion aktiviert ist.
Anheben/Absenken hinten. Ein
Lampe an der Fernbedienung zeigt an, ob die Funktion aktiviert ist.
Die Taste ist ohne Funktion.
M1-Speicher
für wahlfreie Fahrgestell-
12_0742
12_0741
1 2 3
höhe. Muß mit der Taste 1 oder 2 kombi- M1 M2
12_0743
12_0744
12_0745
niert werden.
M2-Speicher
für wahlfreie Fahrgestell- höhe. Muß mit der Taste 1 oder 2 kombi-
niert werden.
Anheben/Absenken auf normales Fahr- niveau. Muß
mit der Taste 1 und/oder 2 kombiniert werden.
Anheben, muß
mit der Taste 1 und/oder 2 kombiniert werden.
Absenken, muß
mit der Taste 1 und/oder 2 kombiniert werden.
Stopp, unterbricht
die angefangene Funk- tion 4-6.
Stopp wird für die Aktivierung der Standby-Funktion verwendet.
Die Taste wird auch bei der Program- mierung von M1 und M2 verwendet.
Fernbedienung 4x2A
An der Fernbedienung von Fahrzeugen, bei denen ausschließlich die
Hinterachse luftgefe- dert ist, fehlt die Taste (1). Als Ersatzteil
kann die Fernbedienung für volluftgefederte Fahr- zeuge auch bei
diesen Fahrzeugen verwendet werden.
Zwei Fahrgestellhöhen können mit Hilfe der Fernbedienung im
Steuergerät einprogrammiert werden. Dabei kann es sich
beispielsweise um die Höhen von zwei Laderampen handeln.
Das Fahrgestell mit der Fernbedienung in die erwünschte Höhe
bringen.
Die Stopp-Taste betätigen, wenn das Fahr- gestell das erwünschte
Niveau erreicht hat.
Stopp gedrückt halten und entweder M1 oder M2 kurzeitig
betätigen.
Die Fahrgestellhöhe ist jetzt gespeichert und die Stopp-Taste
kann losgelassen werden.
Bei der Einstellung der Fahrgestellhöhe auf M1 oder M2 die Taste
1 oder 2 aktivieren (Anheben/Absenken, vorn oder hinten).
Diejenige Taste M1/M2 drücken, unter der das Niveau gespeichert ist.
Programmierte Niveaus
Bei Niveauregulierungen auf Fahrniveau oder auf eines der wahlfreien
Niveaus M1/M2 kon- trolliert das Steuergerät, daß die Niveauregulie-
rung vorn und hinten so sanft wie möglich geschieht.
Die Niveauregulierung wird mit der Fernbedie- nung verlangt. Das
Steuergerät berechnet für die Vorder- und Hinterachse Niveaupunkte.
Diese Niveaupunkte müssen während der Niveauregu- lierung gleichzeitig
durchlaufen werden. Wenn
z.B. der vordere Teil des Fahrzeugs schneller angehoben oder abgesenkt
wird als der hintere, wird die Niveauregulierung vorn solange unter-
brochen, bis der hintere Teil aufgeholt hat.
Diese gleichmäßige Niveauregulierung ist z.B. bei der Hantierung von z.B
Wechselpritschen vorteilhaft.
Das Steuergerät für 6x2-Fahrzeuge hat eine Standby-Funktion. Standby ist
eine Bereit- schaftstellung, die eine automatische Niveaure- gulierung
weitere 2 Stunden nachdem die Zündspannung unterbrochen worden ist,
zuläßt.
In der Standbystellung kann die Fahrgestellhöhe nicht mit der
Fernbedienung justiert werden.
Um diese Funktion zu aktivieren, muß die Stopp-Taste der Fernbedienung
beim Ausschal- ten der Zündspannung gedrückt gehalten wer- den.
Zusätzliche Fernbedienung
Beim Installieren einer zusätzlichen Fernbedie- nung müssen spezielle
Anweisungen im Auf- bauhandbuch befolgt werden.
Die Luftfeder kann mit einem Manometer am Armaturenbrett ergänzt werden.
Das Manometer zeigt die aktuelle Belastung auf die Antriebs- achse.
Ventile
ELC regelt die Luftmenge in den Luftbälgen mit Hilfe eines
Magnetventilblocks. Die Funktion und das Aussehen des Ventilblocks
variiert je nach eingebauter Luftfederung. Für die Steue- rung
sämtlicher Achsen und Funktionen wird lediglich ein Ventilblock
benötigt.
12_0758
Das Ventilgehäuse befindet sich auf dem Quer- träger vor der
Antriebsachse.
4x2B kann mit zusätzlichen Druckluftbehältern kombiniert werden.
Diese Fahrzeuge haben einen Kompressor mit höherem Systemdruck (12,2
bar).
Das Überströmventil (9) sorgt dafür, daß der Nie- derdruckteil des
Fahrzeugs vor den zusätzlichen Druckluftbehältern (8) gefüllt wird.
Der Luftdruck des Niederdruckteils beträgt 9,3 bar. Das
Doppelrückschlagventil (7) sorgt dafür, daß der Ventilblock während der
Aufladephase vom Niederdruckteil über das Verteilerstück (4) gespeist
wird. Dadurch ist das Fahrzeug schneller fahrbereit. Wenn die
Druckluftbehälter (8) gefüllt worden sind, wird der Ventilblock vom
Hochdruckteil (10) gespeist, was eine schnellere Niveauregulierung
ermöglicht.
Das Ventilgehäuse für 6x2-Fahrzeuge hat fünf Magnetventile.
Vorder- und Antriebsachse
V54 versorgt die Vorder- und Antriebsachs- bälge mit Luft. Es besteht
aus drei zweistufigen Ventilen.
Der Stift 4 ist gemeinsame Masse für alle Spu- len in V54
Werden Stift 1 und 2 unter Spannung gesetzt, werden die Vorderachsbälge
mit Luft gefüllt.
Werden Stift 3 und 2 unter Spannung gesetzt, werden die
Antriebsachsbälge mit Luft gefüllt.
Wird Stift 1 unter Spannung gesetzt, werden die Vorderachsbälge
entleert.
Wird Stift 3 unter Spannung gesetzt, werden die Antriebsachsbälge
entleert.
Liftachse
Das Ventil V55 steuert den Achsenlift. Es besteht aus zwei dreistufigen
Ventilen.
Der Stift 4 ist gemeinsame Masse für alle Spu- len in V55
Wird der Stift 1 unter Spannung gesetzt, wird der Hebebalg entleert und
die Liftachse abge- senkt. Die Liftachsbälge werden mit den
Antriebsachsbälgen verbunden und erhalten denselben Luftdruck.
Wird der Stift 3 unter Spannung gesetzt, werden die Liftachsbälge
entleert.
Wird der Stift 2 unter Spannung gesetzt, wird der Hebebalg mit Luft
gefüllt und die Liftachse angehoben.
Werden die Stifte 1 und 3 unter Spannung gesetzt, schließen die
Ventilanschlüsse an die Liftachsbälge. Die Stellung wird verwendet, wenn
T71 aktiviert wird und die Lastübertra- gung unterbricht.
6x2-Fahrzeuge können mit zusätzlichen Druck- luftbehältern ausgestattet
werden. Diese Fahr- zeuge haben einen höheren Systemdruck von 12,2 bar.
Das Überströmventil (14) sorgt dafür, daß der Niederdruckteil vor den
zusätzlichen Druckluft- tanks (13) gefüllt wird.
Der Luftdruck des Niederdruckteils beträgt 9,3 bar. Das
Doppelrückschlagventil (11) sorgt dafür, daß der Ventilblock während der
Aufla- dephase vom Verteilerstück (8) gespeist wird. Dadurch wird das
Fahrzeug schneller fahrbereit.
Wenn die Druckluftbehälter (13) gefüllt worden sind, wird der
Ventilblock über den Hochdruck- teil (15) gespeist, was eine schnellere
Niveaure- gulierung ermöglicht.
Das Druckbegrenzungsventil für 8 bar (12), das sich zwischen dem
Hebebalg der Liftachse und dem Ventilblock befindet, verhindert, daß der
Hebebalg dem hohen Druck ausgesetzt wird, was eine Punktierungsgefahr
mit sich zieht.
Die Systemfehlerlampe W52 am Armaturen- brett leuchtet auf oder
blinkt wenn das ELC- Steuergerät einen Fehler im Federungssystem
entdeckt hat (siehe Seite 34, Systemfehler).
Die Systemfehlerlampe ist mit der im Diagnose- schalter
parallelgeschaltet. Fehlercodes werden sowohl mit der Lampe im
Diagnoseschalter als auch mit der Systemfehlerlampe als Blinkcodes
angezeigt.
Diagnoseschalter
Die Warnlampe im Diagnoseschalter ist mit der Systemfehlerlampe
parallelgeschaltet.
Niveaufehler
Die Niveaufehlerlampe W51 im Armaturenbrett leuchtet, wenn das
Fahrzeug sich nicht auf Fahr- niveau befindet.
Das Fahrniveau ist die Fahrgestellhöhe, bei der das Fahrzeug
normalerweise gefahren werden sollte.
Das Fahrzeug wird durch Drücken der Fahrni- veau-Taste der
Fernbedienung auf Fahrniveau angehoben/abgesenkt.
Fahrzeuge mit anhebbarer Liftachse haben zwei Warnlampen, die über
die Liftachssteuerung informieren.
Warnlampe
Die Warnlampe W53 am Armaturenbrett leuch- tet auf, wenn der
Schalter (105) für die Betäti- gung der Liftachse in die Stellung
für Lastüber- tragung gebracht wird.
W53 erlischt, wenn die Lastübertragung abge- brochen wird (siehe
Seite 13, Lastübertragung).
Schalter
Die Lampe im Schalter (S105) für die Betäti- gung der Liftachse
leuchtet, wenn der Schalter sich in einer der folgenden Stellungen
befindet:
Stellung zum Anheben der Liftachse (mittlere Stellung)
Lastübertragungsstellung (obere Stellung)
Die Lampe erlischt, wenn der Schalter in die Stellung zum Absenken
der Liftachse (untere Stellung) gedrückt wird.
Das ELC-System überprüft ständig die eigene Funktionsfähigkeit. Wenn
ein Fehler gefunden wird, wird dies durch die Systemfehlerlampe
angezeigt. Fehler, die entdeckt werden, erhal- ten einen Fehlercode
und werden im Steuergerät gespeichert. Der Fehlercode kann danach
als Blinkcode von der Diagnoselampe oder mit Hilfe von Scania
Diagnos abgelesen werden.
Das Steuergerät entdeckt nicht alle Fehler die auftreten, deshalb
ist es wichtig mit der Funkti- onsweise des Systems vertraut zu
sein.
Fehler, die das Steuergerät endeckt:
Kurzschluß oder Unterbrechung in Verka- belung, Sensoren oder
Magnetventilen.
Falsche Steuerfunktion (das Steuergerät kann das Fahrgestell
nicht auf das gewünschte Niveau anheben oder absenken).
Fehler im Speicher des Steuergerätes.
Wenn ein Fehler aufgetreten und registriert worden ist, wird
dies durch die Systemfehler- lampe angezeigt. Der Fehler erhält
einen Feh- lercode und wird im Steuergerät gespeichert.
Die Systemfehlerlampe leuchtet auch, wenn:
Die Zündspannung eingeschaltet wird. Die Lampe leuchtet als
zeichen dafür, daß sie funktioniert. Ein Fehlercode wird nicht
erzeugt.
ein Diagnoseinstrument an das Steuergerät angeschlossen ist. Die
Lampe blinkt. Ein Fehlercode wird nicht erzeugt.
die Niveaukalibrierung abgeschlossen ist. Ein Fehlercode wird
nicht erzeugt.
die Versorgungsspannung an das Steuergerät zu niedrig ist. Ein
Fehlercode wird nicht erzeugt.
Fehler, die das Steuergerät nicht entdeckt:
Fehler in der Fernbedienung.
Unterbrechung in der Leitung für das Geschwindigkeitssignal.
Unterbrechung in der Leitung für das Brems- signal.
Wenn der Hebel oder die Verbindungsstange der Niveaugeber
verbogen ist, wird das Fahr- niveau falsch.
Klemmt das Ventil für das Anheben/Absen- ken des Fahrgestells in
offener Stellung, wird das Fahrgestell hinauf- und
heruntergefahren.
Unterbrechung der Leitung an oder in den Druckwächtern T70 und
T71 führt zu einer falschen Steuerung der Liftachse bei 6x2-
Fahrzeugen.
(Dieser Fehler erzeugt einen Fehlercode, wenn T70 (mit
niedrigerem Aktivierungs- druck) vor T71 (mit höherem
Aktivierungs- druck) unterbricht).
Verstopfte Ventile und Anschlüsse für die Liftachssteuerung
haben zur Folge, daß die Liftachse nicht betätigt werden kann.
Die Fernbedienung erhält ihre Spannung von derselben Sicherung,
wie die Versorgungs- spannung des Steuergerätes. Bei einem Kurz-
schluß mit Masse in der Fernbedienung, wird das Steuergerät
spannungslos.
Die Druckwächter des 6x2-Steuergerätes erhalten ihre Spannung
von derselben Siche- rung wie die Versorgungsspannung an das
Steuergerät. Bei einem Kurzschluß des Druckwächters mit Masse
wird bei einem Auslösen der Sicherung das Steuergerät
spannungslos.
Feuchtigkeit in den Schaltern an die Niveau- geber kann zu einem
falschen Fahrniveau führen.
Wenn das Steuergerät einen Fehler entdeckt, wird es dies mit Hilfe
der Systemfehlerlampe anzeigen.
Die Fehler werden in zwei verschiedene Kate- gorien eingeteilt,
ernste Fehler und sonstige Fehler.
Ernste Fehler
Bei ernsten Fehlern blinkt die
Systemfehler- lampe und ein Fehlercode wird erzeugt. Die ernsten
Fehler werden in zwei Kategorien ein- geteilt.
Ernste Fehler, Kategorie 1:
Fehlerbehafteter ROM-Lesespeicher. Fehler- code wird erzeugt.
Fehlerbehafteter RAM-Arbeitsspeicher. Feh- lercode wird erzeugt.
Die Niveauregulierung wird eingestellt und die Fahrniveaus
gesperrt. Wenn einer dieser Fehler auftritt, sollte versucht
werden, die Zündspan- nung aus- und wieder anzuschalten. Wenn
die Lampe nicht aufhört zu blinken, muß das Steuergerät
ausgewechselt werden.
Ernste Fehler, Kategorie 2:
Fehler in den Kabeln an Niveaugebern und Magnetventilen
(Kurzschluß/Unterbre- chung). Fehlercode wird erzeugt.
Fehler bei Niveaugebern oder Magnetventi- len (Kurzschluß oder
Unterbrechung). Feh- lercode wird erzeugt.
Parameter falsch. Fehlercode wird erzeugt.
Falsche Kalibrierungswerte. Fehlercode wird erzeugt.
Die Niveauregulierung setzt aus und die Fahr- niveaus werden
gesperrt. Die Fahrgestellhöhe kann eventuell manuell mit der
Fernbedienung justiert werden. Die Zündspannung aus- und wieder
einschalten.
Wenn der Fehler seinen Ursprung in einem Wackelkontakt hat und von
alleine wieder ver- schwindet, wird das System zur normalen
Niveauregulierung zurückkehren. Der Fehler- code wird im Steuergerät
gespeichert.
17_0088
Warnlampe Systemfehler
Sonstige Fehler
Bei weniger ernsten Fehlern leuchtet die Systemfehlerlampe konstant.
Zu den weniger ernsten Fehlern zählen:
Falsche Regelfunktion. Das Steuergerät kan das Fahrgestell nicht
auf das gewünschte Niveau anheben/absenken. Fehlercode wird
erzeugt.
Die Niveauregulierung wird unterbrochen, kann aber durch Aus-
und wieder Anschalten der Zündspannung erneut gestartet werden.
Der Druckwächter T71, der höheren Aktivie- rungsdruck braucht,
ist aktiviert, obwohl T70 noch nicht aktiviert ist, Fehlercode
wird erzeugt.
Die Niveauregulierung wird fortgesetzt, die Liftachse läßt sich aber
nicht anheben.
Das ELC-System überprüft ständig die eigene Funktionsfähigkeit. Wenn
ein Fehler gefunden wird, wird dies durch die Systemfehlerlampe
angezeigt. Fehler die entdeckt werden, erhalten einen Fehlercode und
werden im Steuergerät gespeichert. Der Fehlercode kann dann in Form
eines Blinkcodes von der Diagoselampe abgele- sen werden.
1 2
EDC
Es können Fehler auftreten, die das ELC- System nicht entdeckt,
siehe dazu Seite 26. Daher ist es bei der Fehlersuche wichtig, mit
der Funktion des ELC-Systems vertraut zu sein und sich nicht völlig
auf dessen Fehlerdiagnose zu verlassen.
Ablesen von Blinkcodes
Die Fehlercodes können in Form von Blinkco- des von der
Diagnoselampe am Armaturenbrett abgelesen werden. Um die Blinkcodes
zu erhal- ten, muß der Schalter neben der Diagnoselampe mindestens 2
Sekunden gedrückt werden. Der Schalter wird losgelassen, und der
erste Fehler- code wird abgerufen.
Der Blinkcode besteht aus Zehnern und Einern. Wenn der
Blinkcodeschalter losgelassen wird, blinken erst die Zehner langsam;
10, 20, 30 etc. Nach den Zehnern blinken die Einer. Die Blink-
signale für die Einer sind schnell; 1, 2, 3, 4, etc.
Das Blinksignal wird zu einem Fehlercode addiert, der in der
Fehlercodeliste im Klartext gelesen werden kann. Wenn der
Diagnoseschal- ter erneut gedrückt wird, wird der nächste Feh-
lercode abgerufen. Wenn man den ersten Fehlercode erneut ablesen
möchte, die Zünd- spannung aus- und wieder einschalten und von vorn
anfangen.
Achtung! Die
Fehlercodelisten sind für 4x2- und 6x2-Systeme unterschiedlich.
Bei einem fehlerfreien System werden keine Blinkcodes angezeigt.
Löschen der Fehlercodes
Ein Fehlercode wird so lang im Speicher des Steuergerätes gehalten bis
er gelöscht wird. Deshalb ist es wichtig den Fehlercode zu löschen, wenn
der Fehler behoben worden ist, um bei der nächsten Fehlersuche keine
Verwir- rung zu stiften.
Die Zündspannung mit dem Zündschlüssel ausschalten. Danach den
Diagnoseschalter drücken und halten.
Den Zündschlüssel in die Fahrposition brin- gen und danach drei
Sekunden warten, bevor der Diagnoseschalter losgelassen wird. Danach
ist der Löschvorgang beendet.
Das Fahrzeug mit der Fernbedienung anhe- ben und absenken.
Kontrollieren, daß die Fehlercodes nicht erneut erzeugt werden.
Diese Arbeitsbeschreibung betrifft das folgende 6x2 ELC- Steuergerät:
Scania Art.Nr. 1
374 465
Sicherheit
! WARNUNG!
Bei Arbeiten unter einem luftgefederten Fahrzeug immer Unterstellböcke
verwenden.
Arbeiten unter luftgefederten Fahrzeugen dürfen nicht unter Ent- stehung
von Personengefahr ausgeführt werden. Wenn der Rah- men auf die Achse
herunterfällt, kann dies zu Quetsch- und Schlagverletzungen führen.
Der Rahmen fällt auf die Achse, wenn:
ein Luftbalg platzt
eine Luftleitung entfernt wird
Spannung an einem Ventil zur Balgentleerung angelegt wird
ein Niveausensor bei eingeschalteter Spannung ausgewechselt wird.
Das ELC-System kontrolliert ununterbrochen seine eigene
Funktionstüchtigkeit. Wenn ein Fehler entdeckt wird, wird dies durch die
Systemfehlerlampe angezeigt. Fehler, die ent- deckt werden, erhalten
einen Fehlercode und werden im Fehlercodespeicher festgehalten. Der
Fehlercode kann dann in Form eines Blinkcodes der Diagnoselampe
abgerufen wer- den.
Fehler, die das Steuergerät endeckt:
Kurzschluß in der Verkabelung, im Sensor oder in den Magnetventilen.
Unterbrechung in der Verkabelung, Sensoren oder Magnetventilen.
Falsche Steuerfunktion (das Steuergerät kann das Fahrgestell nicht
auf das gewünschte Niveau anheben oder absenken).
Fehler im Speicher des Steuergeräts.
Wenn ein Fehler aufgetreten und registriert worden ist, wird dies
durch die Systemfehler- lampe indiziert. Der Fehler erhält einen
Fehler- code und wird im Steuergerät gespeichert.
Die Systemfehlerlampe leuchtet auch, wenn:
die Zündung eingeschaltet wird. Sie blinkt, um ihre
Funktionstüchtigkeit zu zeigen. Ein Fehlercode wird nicht erzeugt.
Wenn die Niveaukalibrierung abgeschlossen ist. Es wird kein
Fehlercode erzeugt.
die Spannungsversorgung zu niedrig ist (zwi- schen 5 und 18 Volt).
Ein Fehlercode wird nicht erzeugt. Wenn die Spannungsversor- gung
unter 5 liegt, wird das Steuergerät ganz abgeschaltet.
Fehler, die das Steuergerät nicht entdeckt:
Fehler in der Fernbedienung.
Unterbrechung in der Leitung für das Geschwindigkeitssignal. Das
Steuergerät wechselt beim Anfahren des Fahrzeugs nicht von der
Direktregelung zu der Normalrege- lung.
Unterbrechung in der Leitung des Bremssi- gnals. Das Steuergerät
beendet beim Abbremsen nicht die Regulierung.
Verbogener Hebel/Verbindungsstange des Niveausensors. Der Fehler
führt zu einem falschen Fahrniveau.
Das Ventil für das Anheben/Absenken des Fahrgestells klemmt in
offenener Stellung. Das Fahrgestell fährt hoch und runter.
Unterbrechung in der Leitung an den Druck- wächter T70 (maximaler
Antriebsdruck, angehobene Liftachse) oder in diesem selbst. Die
Liftachse läßt sich nicht mit dem Schalter S105 am Armaturenbrett
anheben.
Unterbrechung in beiden Leitungen an die Druckwächter T70 (maximaler
Antriebs- druck, angehobene Liftachse) und T71 (maximaler
Antriebsdruck bei Lastübertra- gung) oder in diesen selbst. Die
Liftachse läßt sich nicht mit dem Schalter S105 am Armaturenbrett
anheben, es ist keine Last- übertragung möglich.
Druckwächter T70 (maximaler Antriebsachs- druck, angehobene
Liftachse) und/oder T71 (maximaler Antriebsachsdruck bei Laste-
übertragung) werden mit falschem Luftdruck aktiviert. Dies führt zu
einem Fehlercode, wenn T70, der bei niedrigerem Druck akti- viert
wird, vor T71, der bei höherem Druck aktiviert wird, unterbricht.
Zugestopfte Ventilanschlüsse für die Betäti- gung der Liftachse. Die
Liftachse kann nicht betätigt werden.
Die spannung für Druckwächter und Fernbe- dienung wird von derselben
Sicherung gespeist. Bei einem Kurzschluß mit Masse in einem dieser
Teile wird das Steuergerät seine Funktion aussetzen.
Wenn die Spule im Niveausensor beschädigt worden oder Feuchtigkeit
in den Sensor ein- gedrungen ist, wird das Fahrniveau des Fahr-
zeugs falsch.
Wenn das Steuergerät einen Fehler entdeckt, wird es dies mit Hilfe der
Systemfehlerlampe anzeigen.
Die Fehler werden in zwei verschiedene Kate- gorien eingeteilt, ernste
Fehler und sonstige Fehler.
Ernste Fehler
Bei ernsten Fehlern blinkt die
Systemfehler- lampe und ein Fehlercode wird erzeugt. Die ernsten Fehler
werden in zwei Kategorien ein- geteilt.
Ernste Fehler, Kategorie 1:
Fehlerbehafteter ROM-Lesespeicher. Fehler- code wird erzeugt.
Fehlerbehafteter RAM-Arbeitsspeicher. Feh- lercode wird erzeugt.
Die Niveauregulierung wird eingestellt und die Fahrniveaus gesperrt.
Wenn einer dieser Fehler auftritt, versuchen, die Zündspannung aus-
und wieder anzuschalten. Wenn die Lampe nicht aufhört zu blinken,
muß das Steuergerät ausge- wechselt werden.
Ernste Fehler, Kategorie 2:
Fehler in den Kabeln an Niveausensoren und Magnetventilen
(Kurzschluß/Unterbre- chung). Fehlercode wird erzeugt.
Fehler an Niveausensoren oder Magnetventi- len (Kurzschluß oder
Unterbrechung). Feh- lercode wird erzeugt.
Parameter falsch. Fehlercode wird erzeugt.
Falsche Kalibrierungswerte. Fehlercode wird erzeugt.
Die Niveauregulierung wird eingestellt und die Fahrniveaus werden
gesperrt. Das Fahrgestell- niveau kann eventuell mit der Fernbedienung
von Hand eingestellt werden. Versuchen die Zündspannung aus- und wieder
anzuschalten. Wenn die Ursache des Fehlers in einem Wak- kelkontakt
liegt und dieser von selbst wieder verschwindet, wird das System zur
normalen Niveauregulierung zurückkehren. Der Fehler- code wird im
Fehlercodespeicher festgehalten.
17_0088
Systemfehlerlampe
Sonstige Fehler
Bei weniger ernsten Fehlern leuchtet die
Systemfehlerlampe konstant.
Zu den weniger ernsten Fehlern zählen:
Falsche Regelfunktion. Das Steuergerät kann das Fahrgestell durch
Anheben oder
Absenken nicht in die gewünschte Höhe brin- gen. Fehlercode wird
erzeugt.
Die Niveauregulierung wird unterbrochen, kann aber durch Aus- und
wieder Anschalten der Zündspannung erneut gestartet werden.
Der Druckwächter T71, der höheren Aktivie- rungsdruck braucht, ist
aktiviert, obwohl T70 noch nicht aktiviert ist, Fehlercode wird
erzeugt.
Die Niveauregulierung wird fortgesetzt, die Liftachse läßt sich aber
nicht anheben.
Die Fehlercodes werden mit Hilfe von Blinkco- des der Diagnoselampe am
Armaturenbrett abgerufen.
Den Diagnoseschalter neben der Diagnose- lampe mindestens 2 Sekunden
drücken.
Der Schalter wird losgelassen und die Blinksignale des ersten
Fehlercodes werden abgerufen.
Der Blinkcode ist aus Zehnern und Einern aufgebaut. Wenn der
Diagnoseschalter los- gelassen wird, erscheinen erst die Zehner in
Form von langsamen Blinksignalen; 10, 20, 30 usw. Danach erscheinen
die Einer in Form von schnellen Blinksignalen; 1, 2, 3, 4 usw.
Die Blinksignale werden addiert, der ent- sprechende Fehlercode wird
in der Fehler- codeliste beschrieben.
Bei erneutem Drücken des Diagnoseschal- ters erscheint der nächste
Fehlercode.
Wenn der Wunsch besteht, den ersten Blinkcode nochmal zu lesen, muß
die Zünd- spannung aus- und wieder angeschaltet wer- den.
Fehlerfreies System
Bei fehlerfreiem System werden keine Blink- signale erhalten.
Fehlercodes werden so lang im Steuergerät gespeichert, bis sie gelöscht
werden. Es ist wichtig, daß Fehlercodes nach Behebung des Fehlers
gelöscht werden, damit sie bei der nächsten Fehlersuchekeine
Verwirrungstiften.
Die Zündspannung mit dem Zündschlüssel ausschalten. Danach den
Diagnoseschalter drücken und halten.
Den Zündschlüssel in die Fahrposition dre- hen und danach mindestens
drei Sekunden warten, bevor der Diagnoseschalter losge- lassenwird.
Der Löschvorgangistbeendet.
Den Motor starten und das Fahrzeug mit Hilfe der Fernbedienung heben
und sen- ken. Kontrollieren, daß die Fehlercodes nicht erneut
erzeugt werden.
Ursache: Die
Prüfsumme der Parameter stimmt nicht. Einer der Parameter, die den
Arbeitsablauf steuern, hat einen fal- schen Wert angenommen.
Anmerkung: Beim
Programmieren der Parameterliste wer- den die binären Parametercodes zu
einer Zahl addiert, die im Steuergerät gespeichert wird. Das Steuergerät
prüft die Para- meterliste im Vergleich zu dieser Zahl und alarmiert bei
einem Fehler.
Maßnahme: Den
Fehlercode löschen. Wird er erneut erzeugt, die Parameter mit Scania
Programmer 2 programmieren.
Wenn Programmer 2 nicht vorhanden ist, das Steuergerät aus- wechseln.
Fehler: Kalibrierungsfehler
im Steuergerät.
Ursache: Die
Prüfsumme bei der Kalibrierung ist falsch. Eines der im Steuergerät
kalibrierten Niveaus hat einen fal- schen Wert angenommen.
Anmerkung: Bei
der Kalibrierung liest das Steuergerät drei Signale vom Niveausensor
ein. Die binären Codes für diese Niveaus werden zu einer Zahl addiert,
die im Steuergerät gespeichert wird. Später prüft das Steuergerät die
Kalibrie- rungswerte gegen diese Zahl.
Maßnahme: Den
Fehlercode löschen. Wenn er erneut erzeugt wird, das Fahrniveau, das
Maximalniveau und den unteren mechanischen Anschlag kalibrieren.
Fehlercode 03 Fehler: Fehler
im internen Speicher des Steuergerätes.
Ursache: Die
Prüfsumme im ROM-Speicher ist falsch. Daten im ROM-Speicher haben einen
falschen Wert angenommen.
Anmerkung: Bei
der Programmierung des ROM-Speichers wird der Inhalt zu einer Zahl
addiert, die im Steuergerät gespeichert wird. Das Steuergerät
kontrolliert danach kontinu- ierlich den ROM-Speicher gegenüber dieser
Zahl.
Maßnahme: Den
Fehlercode löschen. Das Steuergerät aus- wechseln, wenn der Fehlercode
erneut erzeugt wird.
Fehlercode 04
Fehler: Fehler
im internen Speicher des Steuergerätes.
Ursache: Die
Prüfsumme der WABCO-Daten ist falsch. WABCO-Daten haben einen falschen
Wert angenommen.
Anmerkung:
Maßnahme: Den
Fehlercode löschen. Wird er erneut erzeugt, die Parameter mit Scania
Programmer 2 programmieren.
Wenn Programmer 2 nicht vorhanden ist, das Steuergerät aus- wechseln.
Fehlercode 05 Fehler: Fehler
im internen Speicher des Steuergerätes.
Ursache: Die
Prüfsumme der Einstelldaten ist falsch. Die Einstelldaten haben einen
falschen Wert angenommen.
Anmerkung:
Maßnahme: Den
Fehlercode löschen. Das Steuergerät aus- wechseln, wenn der Fehlercode
erneut erzeugt wird.
Fehlercode 06
Fehler: Fehler
im internen Speicher des Steuergerätes.
Ursache: Der
RAM-Speicher ist fehlerbehaftet. Der RAM- Speicher des Steuergerätes ist
defekt.
Anmerkung: Das
Steuergerät hat bei der Kontrolle der RAM- Speicherzellen eine defekt
Zelle entdeckt.
Maßnahme: Den
Fehlercode löschen. Das Steuergerät aus- wechseln, wenn der Fehlercode
erneut erzeugt wird.
Fehlercode 07
Fehler: Fehler
im Mikroprozessor des Steuergerätes.
Ursache:
Anmerkung: Bei
der internen Sicherheitskontrolle ist ein Fehler im Mikroprozessor
entdeckt worden.
Maßnahme: Den
Fehlercode löschen. Das Steuergerät aus- wechseln, wenn der Fehlercode
erneut erzeugt wird.
angehobene Liftachse) oder T71(maximaler Antriebsachs- druck bei
Lastübertragung)defekt.
Ursache: Der
Druckwächter T70 mit dem niedrigeren Akti- vierungsdruck ist geschlossen
(nicht aktiviert), wenn der Druckwächter T71 mit dem höheren
Aktivierungssdruck offen ist (aktiviert).
Anmerkung: Dieser
Fehlercode wird erzeugt, wenn der Feh- ler länger als 2 Sekunden
andauert.
Maßnahme: Die
Luft aus den Luftbälgen entleeren, damit der Rahmen auf den
Anschalgpuffern zu ruhen kommt. Die Zündspannung ausschalten. Den
Widerstand zwischen den Stiften 6 und 9 des Steckers an das Steuergerät
messen. Bei Unterbrechung (OL am FLUKE) besteht ein Defekt des T71 oder
der Verkabelung, siehe Strombahn 57. Den Aktivie- rungsdruck der
Druckwächter kontrollieren. Der Druck ist auf dem Schalter angegeben.
Fehlercode 10 oder 11
Fehler: Unterbrechung
oder Kurzschluß im Niveausensor der Antriebsachse.
Ursache: Unterbrechung
oder Kurzschluß mit +24 V im Sen- sor T73 oder im Kabelstrang vom Stift
25 am Steuergerät.
Anmerkung: Das
Steuergerät erhält keine Information über die Fahrgestellhöhe vorn und
kann nicht arbeiten.
Maßnahme: Den
Widerstand über die Anschlußstifte des Sensors messen. Der Widerstand
muß 120 Ohm betragen. Den Kabelstrang zwischen Steuergerät und Sensor
kontrollie- ren, siehe Strombahn 63.
Fehlercode 12 Fehler: Unterbrechung
oder Kurzschluß mit +24 V im Niveausensor der Vorderachse.
Ursache: Unterbrechung
oder Kurzschluß mit +24 V im Sen- sor T72 oder im Kabelstrang vom Stift
26 am Steuergerät.
Anmerkung: Das
Steuergerät erhält keine Information über die Fahrgestellhöhe vorn und
kann nicht arbeiten.
Maßnahme: Den
Widerstand über die Anschlußstifte des Sensors messen. Der Widerstand
muß 120 Ohm betragen. Den Kabelstrang zwischen dem Steuergerät und dem
Sensor kontrollieren, siehe Strombahn 60.
Fehlercode 20 oder 21
Fehler: Kurzschluß
mit Masse im Niveausensor der Antrieb- saachse.
Ursache: Kurzschluß
mit Masse im Sensor T73 oder im Kabelstrang vom Stift 25 am Steuergerät.
Anmerkung: Das
Steuergerät erhält keine Information über die Fahrgestellhöhe vorn und
kann nicht arbeiten.
Maßnahme: Den
Widerstand über die Anschlußstifte des Sensors messen. Der Widerstand
muß 120 Ohm betragen. Den Kabelstrang zwischen Steuergerät und Sensor
kontrollie- ren, siehe Strombahn 63.
Fehlercode
22 Fehler: Kurzschluß
mit Masse im Niveausensor der Vorder- achse.
Ursache: Kurzschluß
mit Masse im Sensor T72 oder im Kabelstrang vom Stift 26 am Steuergerät.
Anmerkung: Das
Steuergerät erhält keine Information über die Fahrgestellhöhe vorn und
kann nicht arbeiten.
Maßnahme: Den
Widerstand über die Anschlußstifte des Sensors messen. Der Widerstand
muß 120 Ohm betragen. Den Kabelstrang zwischen dem Steuergerät und dem
Sensor kontrollieren, siehe Strombahn 60.
Fehlercode 30
Fehler: Ausfall
der Funktion Heben/Senken der Federungs- bälge.
Ursache: Unterbrechung
oder Kurzschluß mit +24 V zwi- schen Stift 2 und 4 im Anschluß am Ventil
V54 oder im Kabelstrang vom Stift 15 am Steuergerät.
Anmerkung: Das
Steuergerät kann die Vorder- und Antriebs- achsbälge nicht betätigen.
Maßnahme: Den
Widerstand über die Anschlußstifte 2 und 4 am Ventil V54 messen. Der
Widerstand muß 70-80 Ohm betragen. Die Verkabelung kontrollieren, siehe
Strombahn 68.
Fehlercode 31
oder 32 Fehler: Ausfall
der Funktion Heben/Senken der Antriebs-
achse.
Ursache: Unterbrechung
oder Kurzschluß mit +24 V zwi- schen Stift 3 und 4 im Ventil V54 oder im
Kabelstrang vom Stift 13 am Steuergerät.
Anmerkung: Das
Steuergerät kann die Antriebs- und Lift- achsbälge nicht betätigen.
Maßnahme: Den
Widerstand über die Anschlußstifte 3 und 4 am Ventilblok V54 messen. Der
Widerstand muß 70-80 Ohm betragen. Die Verkabelung kontrollieren, siehe
Strombahn 69.
Fehlercode 33
Fehler: Ausfall
der Funktion Hebebalg entleeren und Fede- rungsbälge der Liftachse
füllen.
Ursache: Unterbrechung
oder Kurzschluß mit +24 V zwi- schen Stift 1 und 4 im Ventil V55 oder im
Kabelstrang vom Stift 12 am Steuergerät.
Anmerkung: Das
Steuergerät kann der Liftachse keine Fede- rungsluft geben oder es kann
den Hebebalg der Liftachse nicht entleeren.
Maßnahme: Den
Widerstand über die Anschlußstifte 1 und 4 am Ventilblok V55 messen. Der
Widerstand muß 70-80 Ohm betragen. Die Verkabelung kontrollieren, siehe
Strombahn 71.
Fehlercode 34 Fehler: Ausfall
der Funktion zur Entlüftung der Federungs- bälge der Liftachse.
Ursache: Unterbrechung
oder Kurzschluß mit +24 V zwi- schen Stift 3 und 4 im Ventil V55 oder im
Kabelstrang vom Stift 30 am Steuergerät.
Anmerkung: Das
Steuergerät kann die Liftachsbälge nicht entlüften.
Maßnahme: Den
Widerstand über die Anschlußstifte 3 und 4 am Ventilblock V55 messen.
Der Widerstand muß 70-80 Ohm betragen. Die Verkabelung kontrollieren,
siehe Strombahn 73.
Fehlercode 36
Fehler: Ausfall
der Funktion Heben/Senken der Vorderachse.
Ursache: Unterbrechung
oder Kurzschluß mit +24 V zwi- schen Stift 1 und 4 im Ventil V54 oder im
Kabelstrang vom Stift 11 am Steuergerät.
Anmerkung: Das
Steuergerät kann die Vorderachse nicht steuern.
Maßnahme: Den
Widerstand über die Anschlußstifte 1 und 4 am Ventilblok V54 messen. Der
Widerstand muß 70-80 Ohm betragen. Die Verkabelung kontrollieren, siehe
Strombahn 67.
Fehlercode 37 Fehler: Ausfall
der Funktion zur Anhebung der Liftachse.
Ursache: Unterbrechung
oder Kurzschluß mit +24 V zwi- schen Stift 2 und 4 im Ventil V55 oder im
Kabelstrang vom Stift 14 am Steuergerät.
Anmerkung: Das
Steuergerät kann den Luftbalg der Lift- achse nicht füllen.
Maßnahme: Den
Widerstand über die Anschlußstifte 2 und 4 am Ventilblock V55 messen.
Der Widerstand muß 70-80 Ohm betragen. Die Verkabelung kontrollieren,
siehe Strombahn 72.
Fehlercode 40
Fehler: Ausfall
der Funktion Heben/Senken der Federungs- bälge.
Ursache: Unterbrechung
oder Kurzschluß mit Masse zwi- schen Stift 2 und 4 im Ventil V54 oder im
Kabelstrang vom Stift 15 am Steuergerät.
Anmerkung: Das
Steuergerät kann die Vorderachs- und Lift- achsbälge nicht betätigen.
Maßnahme: Den
Widerstand über die Anschlußstifte 2 und 4 am Ventil V54 messen. Der
Widerstand muß 70-80 Ohm betragen. Die Verkabelung kontrollieren, siehe
Strombahn 68.
Fehlercode 41
oder 42 Fehler: Ausfall
der Funktion Heben/Senken der Antriebs-
achse.
Ursache: Unterbrechung
oder Kurzschluß mit Masse zwi- schen Stift 3 und 4 im Ventil V54 oder im
Kabelstrang vom Stift 13 am Steuergerät.
Anmerkung: Das
Steuergerät kann die Antriebs- und Lift- achsbälge nicht betätigen.
Maßnahme: Den
Widerstand über die Anschlußstifte 3 und 4 am Ventil V54 messen. Der
Widerstand muß 70-80 Ohm betragen. Die Verkabelung kontrollieren, siehe
Strombahn 69.
Fehlercode 43
Fehler: Ausfall
der Funktion Hebebalg entleeren und Fede- rungsbälge der Liftachse
füllen.
Ursache: Unterbrechung
oder Kurzschluß mit Masse zwi- schen Stift 1 und 4 im Ventil V55 oder im
Kabelstrang vom Stift 12 am Steuergerät.
Anmerkung: Das
Steuergerät kann der Liftachse keine Fede- rungsluft geben oder es kann
den Hebebalg der Liftachse nicht entleeren.
Maßnahme: Den
Widerstand über die Anschlußstifte 1 und 4 am Ventilblock V55 messen.
Der Widerstand muß 70-80 Ohm betragen. Die Verkabelung kontrollieren,
siehe Strombahn 72.
Fehlercode 44 Fehler: Ausfall
der Funktion zur Entlüftung der Federungs- bälge der Liftachse.
Ursache: Unterbrechung
oder Kurzschluß mit Masse zwi- schen Stift 3 und 4 im Ventil V55 oder im
Kabelstrang vom Stift 30 am Steuergerät.
Anmerkung: Das
Steuergerät kann die Liftachsbälge nicht entlüften.
Maßnahme: Den
Widerstand über die Anschlußstifte 3 und 4 am Ventilblock V55 messen.
Der Widerstand muß 70-80 Ohm betragen. Die Verkabelung kontrollieren,
siehe Strombahn 73.
Fehlercode 46
Fehler: Ausfall
der Funktion Heben/Senken der Vorderachse.
Ursache: Unterbrechung
oder Kurzschluß mit Masse zwi- schen Stift 1 und 4 im Ventil V54 oder im
Kabelstrang vom Stift 11 am Steuergerät.
Anmerkung: Das
Steuergerät kann die Vorderachse nicht steuern.
Maßnahme: Den
Widerstand über die Anschlußstifte 1 und 4 am Ventil V54 messen. Der
Widerstand muß 70-80 Ohm betragen. Die Verkabelung kontrollieren, siehe
Strombahn 67.
Fehlercode 47 Fehler: Ausfall
der Funktion zur Anhebung der Liftachse.
Ursache: Unterbrechung
oder Kurzschluß mit Masse zwi- schen Stift 2 und 4 im Ventil V55 oder im
Kabelstrang vom Stift 14 am Steuergerät.
Anmerkung: Das
Steuergerät kann den Luftbalg der Lift- achse nicht füllen.
Maßnahme: Den
Widerstand über die Anschlußstifte 2 und 4 am Ventilblock V55 messen.
Der Widerstand muß 70-80 Ohm betragen. Die Verkabelung kontrollieren,
siehe Strombahn 72.
Fehlercode 50 oder 51
Fehler: Unbefriedigende
Regelfunktion beim Anheben des Fahrgestells hinten.
Ursache: Der
Niveausensor hinten hat während 30 Sekunden ein Niveausignal geliefert,
das niedriger ist, als das Niveau, das das Steuergerät versucht
einzustellen.
Anmerkung: Der
Fehlercode kann frühestens 15 Minuten nach einschalten der Zündspannung
erzeugt werden.
Dies soll garantieren, daß der Systemdruck ausreichend hoch ist.
Maßnahme: Den
Luftdruck kontrollieren. Kontrollieren, daß Luft die Bälge erreicht;
nach Leckstellen, verstopften Druck- luftleitungen oder klemmenden
Ventilen suchen. Kontrollie- ren, daß nicht die Verbindungsstange oder
der Hebel verbogen oder lose ist.
Fehlercode 52 Fehler: Unbefriedigende
Regelfunktion beim Anheben des
Fahrgestells vorn.
Ursache: Der
Niveausensor vorn hat während 30 Sekunden ein Niveausignal geliefert,
daß niedriger ist, als das Fahrzeug- niveau, das das Steuergerät
einzustellen versucht.
Anmerkung: Der
Fehlercode kann frühestens 15 Minuten nach einschalten der Zündspannung
erzeugt werden.
Dies soll garantieren, daß der Systemdruck ausreichend hoch ist.
Maßnahme: Den
Luftdruck kontrollieren. Kontrollieren, daß Luft die Bälge erreicht;
nach Leckstellen, verstopften Druck- luftleitungen oder klemmenden
Ventilen suchen. Kontrollie- ren, daß nicht die Verbindungsstange oder
der Hebel verbogen oder lose ist.
Fehlercode 60 oder 61
Fehler: Unbefriedigende
Regelfunktion beim Absenken des Fahrgestells hinten.
Ursache: Der
Niveausensor hinten hat während 30 Sekunden ein Niveausignal geliefert,
daß höher ist, als das Fahrzeugni- veau, das das Steuergerät
einzustellen versucht.
Anmerkung: Der
Fehlercode kann frühestens 15 Minuten nach einschalten der Zündspannung
erzeugt werden.
Maßnahme: Nach
verstopften Druckluftleitungen suchen. Kontrollieren, daß nicht die
Verbindungsstange oder der Hebel verbogen oder lose ist. Kontrollieren,
ob das Ventil in der Hebestellung klemmt. Kontrollieren, daß kein
mechani- sches Hindernis das Absenken behindert.
Fehlercode 62
Fehlercode 62
Fehler: Unbefriedigende
Regelfunktion beim Absenken des Fahrgestells vorn.
Ursache: Der
Niveausensor vorn hat während 30 Sekunden ein Niveausignal geliefert,
daß höher ist, als das Fahrzeugni- veau, das das Steuergerät
einzustellen versucht.
Anmerkung: Der
Fehlercode kann frühestens 15 Minuten nach einschalten der Zündspannung
erzeugt werden.
Maßnahme: Nach
verstopften Druckluftleitungen suchen. Kontrollieren, daß nicht die
Verbindungsstange oder der Hebel verbogen oder lose ist. Kontrollieren,
ob das Ventil in der Hebestellung klemmt. Kontrollieren, daß kein
mechani- sches Hindernis das Absenken behindert.
Die Druckwächter sind an die Antriebsachse- bälge angeschlossen.
12_0732
Wenn der Druckwächter T70 (maximaler Antriebsachsdruck, angehobene
Liftachse) unterbricht und der Schalter S105 sich in der mittleren
Stellung befindet (angehobene Lift- achse), wird die Liftachse
abgesenkt.
Wenn sich der Schalter S105 in der oberen Stel-
lung befindet
(Lastübertragung), werden die 2 1
Liftachsbälge entlüftet. Wenn der Druckwächter
T71 (maximaler Antriebsachsdruck bei Last- übertragung) unterbricht,
wird die Entlüftung der Liftachsbälge unterbrochen.
Auswechseln
Beim Auswechseln von Druckwächtern muß der neue Schalter denselben
Aktivierungsdruck haben wie der alte, damit die Lastübertrgungs-
funktion nicht beeinträchtigt wird.
Der Aktivierungsdruck ist am Druckwächter angegeben.
Fehlersuche
Die Druckwächter haben eine unterbrechende Funktion.
Die Druckwächter werden von der Sicherung 10 mit Strom versorgt. Wenn
ein Druckwächter mit Masse kurzgeschlossen wird, und die Sicherung
auslöst, wird auch die Versorgungsspannung an den Stift 9 am Steuergerät
wegfallen.
Siehe elektrischen Schaltplan, Strombahn 51-58.
Die Druckwächter sind an der linken Seite
des Rahmens oberhalb der Liftachse ange- ordnet.
Druckwächter T70 (max.
Antriebsachs- druck beim Anheben der Liftachse)
RETARDER
Druckwächter T71 (max.
Antriebsachs- druck bei Lastübertragung).
Beim Auswechseln von Niveausensoren muß die Zündspannung
ausgeschatet sein. Ist die Spannung eingeschaltet, startet das
Steuergerät die Niveauregu- lierung, sobald ein funktionierender
Sen- sor angeschlossen wird. Dies kann zu Quetschverletzungen
führen.
Auswechseln
Beim Auswechseln von Niveausensoren muß der rotierende Halter laut
Abbildung 3 bzw. 4 gedreht werden, um die Sensorfunktion sicher-
zustellen.
Der Halter für den Hebel der Vorderachse ist laut Abb. 3 zu drehen.
Der Halter für den Hebel der Antriebsachse ist laut Abb. 4 zu
drehen.
Außerdem muß eine Niveaukalibrierung des Steuergerätes durchgeführt
werden, siehe ”Niveaukalibrierung” Seite 29.
Fehlersuche
Der Niveausensor ist ein induktiver Positionsge- ber.
Bei einer Fehlersuche läßt sich keine Wider- standsänderung bei
Betätigung des Sensors messen.
Der Spulenwiderstand des Sensors bleibt unab- hängig von der
Stellung des rotierenden Halters konstant.
Der Spulenwiderstand beträgt 120 Ohm.
Ein abweichender Spulenwiderstand kann durch Beschädigung oder
Eindringen von Feuchtigkeit in den Sensor verursacht werden. Dies
führt zu einem falschen Fahrniveau.
Wenn der Hebel oder die Verbindungsstange des Sensors verbogen oder
lose ist, wird das Fahrniveau falsch.
Abb. 1: Der vordere Niveausensor ist am Querträger unter dem
Getriebe befe- stigt.
12_0733
Abb. 2: Der hintere Niveausensor ist an der rechten Seite des
Rahmens über der Antriebsachse angeordnet.
Abb. 3 Einbau des Niveausensors an der Vorderachse. Achtung! Die
erhöhten Zapfen (1) am rotierenden Halter müssen nach oben gedreht
werden, damit die richtige Sensorfunktion erhalten wird.
1
12_0760
Abb. 4 Einbau des Niveausensors für die Antriebsachse. Achtung! Die
erhöhten Zapfen (1) am rotierenden Halter müssen nach oben gedreht
werden, damit die richtige Sensorfunktion erhalten wird.
Beim Auswechseln des Steuergerätes muß das Steuergerät konfiguriert
(an das Fahrzeug ange- paßt) sein. Das Steuergerät wird von Scania
mit der richtigen Konfigurierung geliefert.
Die Art der vorhanden Lastübertragungsfunk- tion, ob zeitbegrenzt
oder nicht, entdeckt das Steuergerät beim Anschließen selbst.
12_0729
Kalibrierung
Beim Auswechseln von Steuergerät oder Niveausensor müssen die
Niveausensoren in bezug auf das neue Steuergerät kalibriert wer-
den, siehe Seite 29.
12_0757
Das Steuergerät wird durch Drücken des Fest- spannbügels nach oben
und Lösen des Gerätes entfernt.
Bei der Kalibrierung den Schalter G9 verwen- den. Dieser befindet
sich unter der Elektrozen- trale.
Bei der Kalibrierung muß die Liftachse abge- senkt sein.
Bremsklötze hinter den rädern anbringen und die Feststellbremse
lösen.
Die Spannung mit dem Zündschlüssel aus- schalten und mindestens
7 Sekunden aus- geschaltet lassen.
Den Kalibrierungsanschluß G9 mit Masse verbinden.
Die Zündspannung mit dem Zündschlüssel einschalten.
Das ELC-System kontrolliert nun seine Lampen am Armaturenbrett.
Dies dauert etwa 2 Sekunden. Binnen 5 Sekunden nach Durchführen
der Kontrolle muß die Masse- verbindung des
Kalibrierungsschalters unterbrochen werden.
Wenn der Wunsch nach Kalibrierung vom ELC-Steuergerät angenommen
wurde, leuchtet die Niveaufehlerlampe auf. Die Lampe wird
während des gesamten Kali- brierungsablaufes leuchten. Wenn die
Lampe nicht leuchtet, die Schritte 1-4 wie- derholen.
Als erstes wird das Fahrniveau kalibriert. Das Fahrniveau des
Fahrgestells wird vorn und hinten mit Hilfe der Fernbedienung
eingestellt.
! WARNUNG!
Bei Arbeiten unter einem luftgefeder- ten Fahrzeug immer
Unterstellböcke verwenden.
Den Kalibrierungsanschluß G9 mit Masse verbinden.
Die Masseverbindung des Kalibrierungs- anschlusses G9 trennen.
16_0987
G 9
Kalibrierungsschalter G9
Das zweite Niveau, das kalibriert wird, ist das Maximalniveau.
Dieses Niveau vorn und hinten mit der Fernbedienung einstel-
len.
Den Kalibrierungsanschluß G9 mit Masse verbinden.
Die Masseverbindung des Kalibrierungs- schalters G9
unterbrechen.
Als letztes den unteren
mechanischen Anschlag kalibrieren. Das Fahrgestell absenken
bis es auf den Anschlagpuffern ruht. Kontrollieren, daß die
Bewegung nicht vom Faltenwurf der Liftbälge begrenzt wird.
Den Kalibrierungsschalter G9 mit Masse verbinden.
Die Masseverbindung des Kalibrierungs- schalters G9
unterbrechen.
Wenn die Kalibrierung erfolgreich war, wird die
Niveaufehlerlampe erlöschen. Die Systemfehlerlampe leuchtet auf,
um eine erfolgreiche Kalibrierung zu bestätigen.
Wenn die Kalibrierung nicht funktioniert hat, die Schritte 1-14
wiederholen.
Wenn die Kalibrierung erfolgreich war, die Zündspannung mit dem
Zündschlüssel aus- und wieder anschalten. Das ELC- System ist
jetzt wieder betriebsbereit.
Diese Arbeitsbeschreibung betrifft das folgende ELC-Steuergerät: Scania
Art.Nr. 1 374 464
Sicherheit
!
WARNUNG!
Bei Arbeiten unter einem luftgefederten Fahrzeug immer Unterstellböcke
verwenden.
Arbeiten unter luftgefederten Fahrzeugen dürfen nicht unter Ent- stehung
von Personengefahr ausgeführt werden. Wenn der Rah- men auf die Achse
herunterfällt, kann dies zu Quetsch- und Schlagverletzungen führen.
Der Rahmen fällt auf die Achse, wenn:
ein Luftbalg platzt
eine Luftleitung entfernt wird
Spannung an einem Ventil zur Balgentleerung angelegt wird
ein Niveausensor bei eingeschalteter Spannung ausgewechselt wird.
Das ELC-System kontrolliert ununterbrochen seine eigene
Funktionstüchtigkeit. Wenn ein Fehler entdeckt wird, wird dies durch die
Systemfehlerlampe angezeigt. Fehler, die ent- deckt werden, erhalten
einen Fehlercode und werden im Fehlercodespeicher festgehalten. Der
Fehlercode kann dann in Form eines Blinkcodes der Diagnoselampe
abgerufen wer- den.
Fehler, die das Steuergerät endeckt:
Kurzschluß in der Verkabelung, im Sensor oder in den Magnetventilen.
Unterbrechung in der Verkabelung, Sensoren oder Magnetventilen.
Falsche Steuerfunktion (das Steuergerät kann das Fahrgestell nicht
auf das gewünschte Niveau anheben oder absenken).
Fehler im Speicher des Steuergeräts.
Wenn ein Fehler aufgetreten und registriert worden ist, wird dies
durch die Systemfehler- lampe indiziert. Der Fehler erhält einen
Fehler- code und wird im Steuergerät gespeichert.
Die Systemfehlerlampe leuchtet auch, wenn:
die Zündung eingeschaltet wird. Sie blinkt, um ihre
Funktionstüchtigkeit zu zeigen. Ein Fehlercode wird nicht erzeugt.
Wenn die Niveaukalibrierung abgeschlossen ist. Es wird kein
Fehlercode erzeugt.
die Spannungsversorgung zu niedrig ist (zwi- schen 7,5 und 18 Volt).
Ein Fehlercode wird nicht erzeugt. Wenn die Spannungsversor- gung
unter 7,5 liegt, wird das Steuergerät ganz abgeschaltet.
Fehler, die das Steuergerät nicht ent- deckt:
Fehler in der Fernbedienung.
Unterbrechung in der Leitung für das Geschwindigkeitssignal. Das
Steuergerät wechselt beim Anfahren des Fahrzeugs nicht von der
Direktregelung zu der Normalrege- lung.
Unterbrechung in der Leitung des Bremssi- gnals. Das Steuergerät
beendet beim Abbremsen nicht die Regulierung.
Verbogener Hebel/Verbindungsstange des Niveausensors. Der Fehler
führt zu einem falschen Fahrniveau.
Das Ventil für das Anheben/Absenken des Fahrgestells klemmt in der
offenen Stellung. Das Fahrgestell fährt hoch und runter.
Die Fernbedienung erhält ihre Spannungsver- sorgung über dieselbe
Sicherung wie das Steuergerät. Bei einem Kurzschluß in der
Fernbedienung setzt die Funktion des Steuer- gerätes ebenfalls aus.
Wenn das Steuergerät einen Fehler entdeckt, wird es dies mit Hilfe der
Systemfehlerlampe anzeigen.
Die Fehler werden in zwei verschiedene Kate- gorien eingeteilt, ernste
Fehler und sonstige Fehler.
Ernste Fehler
Bei ernsten Fehlern blinkt die
Systemfehler- lampe und ein Fehlercode wird erzeugt. Die ernsten Fehler
werden in zwei Kategorien ein- geteilt.
Ernste Fehler, Kategorie 1:
Fehlerbehafteter ROM-Lesespeicher. Fehler- code wird erzeugt.
Fehlerbehafteter RAM-Arbeitsspeicher. Feh- lercode wird erzeugt.
Die Niveauregulierung wird unterbrochen und die Fahrniveaus
gesperrt. Wenn einer dieser Fehler auftritt, versuchen, die
Zündspannung aus- und wieder anzuschalten. Wenn die Lampe nicht
aufhört zu blinken, muß das Steu- ergerät ausgewechselt werden.
Ernste Fehler, Kategorie 2:
Fehler in den Kabeln an Niveausensoren und Magnetventilen
(Kurzschluß/Unterbre- chung). Fehlercode wird erzeugt.
Fehler an Niveausensoren oder Magnetventi- len (Kurzschluß oder
Unterbrechung). Feh- lercode wird erzeugt.
Parameter falsch. Fehlercode wird erzeugt.
Falsche Kalibrierungswerte. Fehlercode wird erzeugt.
Die Niveauregulierung wird unterbrochen und die Fahrniveaus werden
gesperrt. Das Fahrge- stellniveau kann eventuell mit der Fernbedie- nung
von Hand eingestellt werden. Versuchen, die Zündspannung aus- und wieder
anzuschal- ten.
Wenn die Ursache des Fehlers in einem Wak- kelkontakt liegt und von
selbst wieder ver- schwindet, wird das System zur normalen
Niveauregulierung zurückkehren. Der Fehler- code wird im
Fehlercodespeicher festgehalten.
17_0088
Systemfehlerlampe
Sonstige Fehler
Bei weniger ernsten Fehlern leuchtet die
Systemfehlerlampe konstant.
Zu den weniger ernsten Fehlern zählen:
- Falsche Regelfunktion. Das Steuergerät kann das Fahrgestell durch
Anheben oder
Absenken nicht in die gewünschte Höhe brin- gen. Fehlercode wird
erzeugt.
Die Fehlercodes werden mit Hilfe von Blinkco- des der Diagnoselampe am
Armaturenbrett abgerufen.
Den Diagnoseschalter neben der Diagnose- lampe mindestens 2 Sekunden
drücken.
Der Schalter wird losgelassen und die Blinksignale des ersten
Fehlercodes werden abgerufen.
Der Blinkcode ist aus Zehnern und Einern aufgebaut. Wenn der
Diagnoseschalter los- gelassen wird, erscheinen erst die Zehner in
Form von langsamen Blinksignalen; 10, 20, 30 usw. Danach erscheinen
die Einer in Form von schnellen Blinksignalen; 1, 2, 3, 4 usw.
Die Blinksignale werden addiert, der ent- sprechende Fehlercode wird
in der Fehler- codeliste beschrieben.
Bei erneutem Drücken des Diagnoseschal- ters erscheint der nächste
Fehlercode.
Wenn der Wunsch besteht, den ersten Blinkcode nochmal zu lesen, die
Zündspan- nung aus- und wieder anschalten und von vorn beginnen.
Fehlerfreies System
Bei fehlerfreiem System werden keine Blink- signale erhalten.
Fehlercodes werden so lang im Steuergerät gespeichert, bis sie gelöscht
werden. Es ist wichtig, daß Fehlercodes nach Behebung des Fehlers
gelöscht werden, damit sie bei der nächsten Fehlersuchekeine
Verwirrungstiften.
Die Zündspannung mit dem Zündschlüssel ausschalten. Danach den
Diagnoseschalter drücken und halten.
Den Zündschlüssel in die Fahrposition dre- hen und danach mindestens
drei Sekunden warten, bevor der Diagnoseschalter losge- lassenwird.
Der Löschvorgangistbeendet.
Den Motor starten und das Fahrzeug mit Hilfe der Fernbedienung heben
und sen- ken. Kontrollieren, daß die Fehlercodes nicht erneut
erzeugt werden.
Ursache: Die
Prüfsumme der Parameter stimmt nicht. Einer der Parameter, die den
Arbeitsablauf steuern, hat einen fal- schen Wert angenommen.
Anmerkung: Beim
Programmieren der Parameterliste wer- den die binären Parametercodes zu
einer Zahl addiert, die im Steuergerät gespeichert wird. Das Steuergerät
prüft die Para- meterliste im Vergleich zu dieser Zahl und alarmiert bei
einem Fehler.
Maßnahme: Den
Fehlercode löschen. Wird er erneut erzeugt, die Parameter mit Scania
Programmer 2 programmieren.
Wenn Programmer 2 nicht vorhanden ist, das Steuergerät aus- wechseln.
Fehler: Kalibrierungsfehler
im Steuergerät.
Ursache: Die
Prüfsumme bei der Kalibrierung ist falsch. Eines der im Steuergerät
kalibrierten Niveaus hat einen fal- schen Wert angenommen.
Anmerkung: Bei
der Kalibrierung liest das Steuergerät drei Signale vom Niveausensor
ein. Die binären Codes für diese Niveaus werden zu einer Zahl addiert,
die im Steuergerät gespeichert wird. Später prüft das Steuergerät die
Kalibrie- rungswerte gegen diese Zahl.
Maßnahme: Den
Fehlercode löschen. Wenn er erneut erzeugt wird, das Fahrniveau, das
Maximalniveau und den unteren mechanischen Anschlag kalibrieren.
Fehlercode 03
Fehler: Fehler
im internen Speicher des Steuergerätes.
Ursache: Die
Prüfsumme im ROM-Speicher ist falsch. Daten im ROM-Speicher haben einen
falschen Wert angenommen.
Anmerkung: Bei
der Programmierung des ROM-Speichers wird der Inhalt zu einer Zahl
addiert, die im Steuergerät gespeichert wird. Das Steuergerät
kontrolliert danach kontinu- ierlich den ROM-Speicher gegenüber dieser
Zahl.
Maßnahme: Den
Fehlercode löschen. Das Steuergerät aus- wechseln, wenn der Fehlercode
erneut erzeugt wird.
Fehlercode 04 Fehler: Fehler
im internen Speicher des Steuergerätes.
Ursache: Der
RAM-Speicher ist fehlerbehaftet. Der RAM- Speicher des Steuergerätes ist
defekt.
Anmerkung: Das
Steuergerät hat bei der Kontrolle der RAM- Speicherzellen eine defekt
Zelle entdeckt.
Maßnahme: Den
Fehlercode löschen. Das Steuergerät aus- wechseln, wenn der Fehlercode
erneut erzeugt wird.
Fehlercode 10 oder 11
Fehlercode 12
Fehler: Unterbrechung
oder Kurzschluß im Niveausensor der Antriebsachse.
Ursache: Unterbrechung
oder Kurzschluß mit +24 V im Sen- sor T73 oder im Kabelstrang vom Stift
19 am Steuergerät.
Anmerkung: Das
Steuergerät erhält keine Information über die Fahrgestellhöhe vorn und
kann nicht arbeiten.
Maßnahme: Den
Widerstand über die Anschlußstifte des Sensors messen. Der Widerstand
muß 120 Ohm betragen. Den Kabelstrang zwischen dem Steuergerät und dem
Sensor kontrollieren, siehe Strombahn 48 (4x2A) oder 69 (4x2B).
Fehler: Unterbrechung
oder Kurzschluß im Niveausensor an der Vorderachse. Nur 4x2B.
Ursache: Unterbrechung
oder Kurzschluß mit +24 V im Sen- sor T72 oder im Kabelstrang vom Stift
6 am Steuergerät.
Anmerkung: Das
Steuergerät erhält keine Information über die Fahrgestellhöhe vorn und
kann nicht arbeiten.
Maßnahme: Den
Widerstand über die Anschlußstifte des Sensors messen. Der Widerstand
muß 120 Ohm betragen. Den Kabelstrang zwischen dem Steuergerät und dem
Sensor kontrollieren, siehe Strombahn 66.
Fehlercode 14 oder 15
Fehlercode 16
Fehler: Unterbrechung
oder Kurzschluß im Niveausensor der Antriebsachse.
Ursache: Kurzschluß
mit Masse im Sensor T73 oder im Kabelstrang vom Stift 19 am Steuergerät.
Anmerkung: Das
Steuergerät erhält keine Information über die Fahrgestellhöhe vorn und
kann nicht arbeiten.
Maßnahme: Den
Widerstand über die Anschlußstifte des Sensors messen. Der Widerstand
muß 120 Ohm betragen. Den Kabelstrang zwischen dem Steuergerät und dem
Sensor kontrollieren, siehe Strombahn 48 (4x2A) oder 69 (4x2B).
Fehler: Kurzschluß
mit Masse im Niveausensor an der Vor- derachse. Nur 4x2B.
Ursache: Kurzschluß
mit Masse im Sensor T72 oder im Kabelstrang vom Stift 6 am Steuergerät.
Anmerkung: Das
Steuergerät erhält keine Information über die Fahrgestellhöhe vorn und
kann nicht arbeiten.
Maßnahme: Den
Widerstand über die Anschlußstifte des Sensors messen. Der Widerstand
muß 120 Ohm betragen. Den Kabelstrang zwischen dem Steuergerät und dem
Sensor kontrollieren, siehe Strombahn 66.
Fehlercode 20
Fehlercode 21 oder 22
Fehler: Ausfall
der Funktion Heben/Senken von Federungs- bälgen.
Ursache: Unterbrechung
oder Kurzschluß mit +24 V in der Ventilspule V51 oder im Kabelstrang vom
Stift 21 am Steuer- gerät.
Anmerkung: Das
Steuergerät kann die Federungsbälge an der Vorder- und Antriebsachse
nicht steuern.
Maßnahme: Den
Widerstand über die Anschlußstifte am Ventilblock V51 messen. Der
Widerstand muß 100-110 Ohm betragen. Die Verkabelung kontrollieren,
siehe Strombahn 45 bei 4x2A, Strombahn 61 bei 4x2B.
Fehler: Ausfall
der Funktion Heben/Senken der Antriebs- achse.
Ursache: Unterbrechung
oder Kurzschluß mit +24 Volt in der Magnetspule V53 oder im Kabelstrang
vom Stift 8 am Steuer- gerät.
Anmerkung: Das
Steuergerät kann die Antriebsachse nicht steuern.
Maßnahme: Den
Widerstand über die Anschlußstifte am Ventilblock V53 messen. Der
Widerstand muß 100-110 Ohm betragen. Die Verkabelung kontrollieren,
siehe Strombahn 41 bei 4x2A, Strombahn 55 bei 4x2B.
Fehlercode 23
Fehlercode 30
Fehler: Ausfall
der Funktion Heben/Senken der Vorderachse.
Ursache: Unterbrechung
oder Kurzschluß mit +24 Volt in der Magnetspule V52 oder im Kabelstrang
vom Stift 10 am Steu- ergerät.
Anmerkung: Das
Steuergerät kann die Vorderachse nicht steuern.
Maßnahme: Den
Widerstand über die Anschlußstifte V52 des Ventilblocks messen. Der
Widerstand muß 100-110 Ohm betragen. Die Verkabelung kontrollieren,
siehe Strombahn 58.
Fehler: Ausfall
der Funktion Heben/Senken von Federungs- bälgen.
Ursache: Kurzschluß
mit Masse in der Ventilspule V51 oder im Kabelstrang vom Stift 21 am
Steuergerät.
Anmerkung: Das
Steuergerät kann die Federungsbälge an der Vorder- und Antriebsachse
nicht steuern.
Maßnahme: Den
Widerstand über die Anschlußstifte des Ventilblocks messen. Der
Widerstand muß 100-110 Ohm betragen. Die Verkabelung kontrollieren,
siehe Strombahn 45 bei 4x2A, Strombahn 61 bei 4x2B.
Fehlercode 31 oder 32
Fehlercode 33
Fehler: Ausfall
der Funktion Heben/Senken der Antriebs- achse.
Ursache: Unterbrechung
oder Kurzschluß mit Masse in der Magnetspule V53 oder im Kabelstrang vom
Stift 8 am Steuer- gerät.
Anmerkung: Das
Steuergerät kann die Antriebsachse nicht steuern.
Maßnahme: Den
Widerstand über die Anschlußstifte am Ventilblock V53 messen. Der
Widerstand muß 100-110 Ohm betragen. Die Verkabelung kontrollieren,
siehe Strombahn 41 bei 4x2A, Strombahn 55 bei 4x2B.
Fehler: Ausfall
der Funktion Heben/Senken der Vorderachse.
Ursache: Unterbrechung
oder Kurzschluß mit Masse in der Magnetspule V52 oder im Kabelstrang vom
Stift 10 am Steu- ergerät.
Anmerkung: Das
Steuergerät kann die Vorderachse nicht steuern.
Maßnahme: Den
Widerstand über die Anschlußstifte V52 des Ventilblocks messen. Der
Widerstand muß 100-110 Ohm betragen. Die Verkabelung kontrollieren,
siehe Strombahn 58.
Fehlercode 40 oder 41
Fehlercode 42
Fehler: Ungenügende
Regelfunktion beim Heben des Fahrge- stells hinten.
Ursache: Der
Niveausensor hinten hat während 30 Sekunden ein Niveausignal geliefert,
das niedriger ist, als das Niveau, das das Steuergerät versucht
einzustellen.
Anmerkung: Der
Fehlercode kann frühestens 15 Minuten nach einschalten der Zündspannung
erzeugt werden.
Dies soll garantieren, daß der Systemdruck ausreichend hoch ist.
Maßnahme: Den
Luftdruck kontrollieren. Kontrollieren, daß Luft die Bälge erreicht;
nach Leckstellen, verstopften Druck- luftleitungen oder klemmenden
Ventilen suchen. Kontrollie- ren, daß nicht die Verbindungsstange oder
der Hebel verbogen oder lose ist.
Fehler: Ungenügende
Regelfunktion beim Heben des Fahrge- stells vorn.
Ursache: Der
Niveausensor vorn hat während 30 Sekunden ein Niveausignal geliefert,
daß niedriger ist, als das Fahrzeug- niveau, das das Steuergerät
einzustellen versucht.
Anmerkung: Der
Fehlercode kann frühestens 15 Minuten nach einschalten der Zündspannung
erzeugt werden.
Dies soll garantieren, daß der Systemdruck ausreichend hoch ist.
Maßnahme: Den
Luftdruck kontrollieren. Kontrollieren, daß Luft die Bälge erreicht;
nach Leckstellen, verstopften Druck- luftleitungen oder klemmenden
Ventilen suchen. Kontrollie- ren, daß nicht die Verbindungsstange oder
der Hebel verbogen oder lose ist.
Fehlercode 44 oder 45
Fehlercode 46
Fehler: Ungenügende
Regelfunktion beim Absenken des Fahrgestells hinten.
Ursache: Der
Niveausensor hinten hat während 30 Sekunden ein Niveausignal geliefert,
daß höher ist, als das Fahrzeugni- veau, das das Steuergerät
einzustellen versucht.
Anmerkung: Der
Fehlercode kann frühestens 15 Minuten nach einschalten der Zündspannung
erzeugt werden.
Maßnahme: Nach
verstopften Druckluftleitungen suchen. Kontrollieren, daß nicht die
Verbindungsstange oder der Hebel verbogen oder lose ist. Kontrollieren,
ob das Ventil in der Hebestellung klemmt. Kontrollieren, daß kein
mechani- sches Hindernis das Absenken behindert.
Fehler: Ungenügende
Regelfunktion beim Absenken des Fahrgestells vorn.
Ursache: Der
Niveausensor vorn hat während 30 Sekunden ein Niveausignal geliefert,
daß höher ist, als das Fahrzeugni- veau, das das Steuergerät
einzustellen versucht.
Anmerkung: Der
Fehlercode kann frühestens 15 Minuten nach einschalten der Zündspannung
erzeugt werden.
Maßnahme: Nach
verstopften Druckluftleitungen suchen. Kontrollieren, daß nicht die
Verbindungsstange oder der Hebel verbogen oder lose ist. Kontrollieren,
ob das Ventil in der Hebestellung klemmt. Kontrollieren, daß kein
mechani- sches Hindernis das Absenken behindert.
Beim Auswechseln von Niveausensoren muß die Zündspannung ausgeschatet
sein. Ist die Spannung eingeschaltet, startet das Steuergerät die
Niveauregu- lierung, sobald ein funktionierender Sen- sor angeschlossen
wird. Dies kann zu Quetschverletzungen führen.
Auswechseln
Beim Auswechseln von Niveausensoren muß der rotierende Halter laut
Abbildung 3 bzw. 4 gedreht werden, um die Sensorfunktion sicher-
zustellen.
Der Halter für den Hebel der Vorderachse ist laut Abb. 3 zu drehen.
Der Halter für den Hebel der Antriebsachse ist laut Abb. 4 zu drehen.
Außerdem muß eine Niveaukalibrierung des Steuergerätes durchgeführt
werden, siehe ”Niveaukalibrierung” Seite 23.
Fehlersuche
Der Niveausensor ist ein induktiver Positionsge- ber.
Bei einer Fehlersuche läßt sich keine Wider- standsänderung bei
Betätigung des Sensors messen.
Der Spulenwiderstand des Sensors bleibt unab- hängig von der Stellung
des rotierenden Halters konstant.
Der Spulenwiderstand beträgt 120 Ohm.
Ein abweichender Spulenwiderstand kann durch Beschädigung oder
Eindringen von Feuchtigkeit in den Sensor verursacht werden. Dies führt
zu einem falschen Fahrniveau.
Wenn der Hebel oder die Verbindungsstange des Sensors verbogen oder lose
ist, wird das Fahrniveau falsch.
Abb. 1 Der vordere Niveausensor ist am Querträger unter dem Getriebe
befe- stigt.
12_0733
Abb. 2: Der hintere Niveausensor ist an der rechten Seite des Rahmens
über der Antriebsachse angeordnet.
Abb. 3 Einbau des Niveausensors an der Vorderachse. Achtung! Die
erhöhten Zapfen (1) am rotierenden Halter müssen nach oben gedreht
werden, damit die richtige Sensorfunktion erhalten wird.
1
12_0760
Abb. 4 Einbau des Niveausensors für die Antriebsachse. Achtung! Die
erhöhten Zapfen (1) am rotierenden Halter müssen nach oben gedreht
werden, damit die richtige Sensorfunktion erhalten wird.
Beim Auswechseln des Steuergerätes muß das Steuergerät konfiguriert (an
das Fahrzeug ange- paßt) sein. Das Steuergerät wird von Scania mit der
richtigen Konfigurierung geliefert.
12_0728
Den Unterschied zwischen Fahrzeugen mit Luftfederung hinten 4x2A und
Volluftfederung 4x2B entdeckt das Steuergerät bei einer Kali- brierung
selbst.
Kalibrierung
Beim Auswechseln von Steuergerät oder Niveausensor müssen die
Niveausensoren in bezug auf das neue Steuergerät kalibriert wer- den,
siehe Seite 23.
12_0757
Das Steuergerät wird durch Drücken des Fest- spannbügels nach oben und
Lösen des Gerätes entfernt.
Bei einer Niveaukalibrierung wird der Kali- brierungsschalter G9
verwendet. Dieser ist unter der Elektrozentrale befestigt.
Bremsklötze hinter den rädern anbringen und die Feststellbremse
lösen.
Mit dem Zündschlüssel die Spannung abschalten.
Den Kalibrierungsanschluß G9 mit Masse verbinden.
Die Zündspannung mit dem Zündschlüssel einschalten.
Das ELC-System kontrolliert nun seine Lampen am Armaturenbrett. Dies
dauert etwa 2 Sekunden. Binnen 5 Sekunden nach Durchführen der
Kontrolle muß die Masse- verbindung des Kalibrierungsschalters
unterbrochen werden.
Wenn der Wunsch nach Kalibrierung vom ELC-Steuergerät erfaßt worden
ist, wird die Niveaufehlerlampe aufleuchten. Die Lampe wird während
des gesamten Kali- brierungsablaufes leuchten. Leuchtet die Lampe
nicht, Schritte 1-4 wiederholen.
Als erstes ist das Fahrniveau zu
kalibrie- ren. Das Fahrniveau des Fahrgestells wird vorn und hinten
mit der Fernbedienung eingestellt.
! WARNUNG!
Bei Arbeiten unter einem luftgefeder- ten Fahrzeug immer
Unterstellböcke verwenden.
Den Kalibrierungsanschluß G9 mit Masse verbinden.
Die Masseverbindung des Kalibrierungs- anschlusses G9 trennen.
Das zweite Niveau, das kalibriert wird, ist das Maximalniveau.
Dieses Niveau vorn und hinten mit der Fernbedienung einstel- len.
16_0987
G 9
Kalibrierungsschalter G9
Den Kalibrierungsanschluß G9 mit Masse verbinden.
Die Masseverbindung des Kalibrierungs- schalters G9 unterbrechen.
Als letztes den unteren
mechanischen Anschlag kalibrieren. Das Fahrgestell absenken bis
es auf den Anschlagpuffern ruht. Kontrollieren, daß die Bewegung
nicht vom Faltenwurf der Liftbälge begrenzt wird.
Den Kalibrierungsschalter G9 mit Masse verbinden.
Die Masseverbindung des Kalibrierungs- schalters G9 unterbrechen.
Wenn die Kalibrierung erfolgreich war, wird die Niveaufehlerlampe
erlöschen. Die Systemfehlerlampe leuchtet auf, um eine erfolgreiche
Kalibrierung zu bestätigen.
Wenn die Kalibrierung nicht funktioniert hat, die Schritte 1-14
wiederholen.
Wenn die Kalibrierung erfolgreich war, die Zündspannung mit dem
Zündschlüssel aus- und wieder anschalten. Das ELC- System ist jetzt
wieder betriebsbereit.
Fahrzeuge mit Luftfederung sind vor der Durchführung von Arbeiten
unter dem Fahrzeug stets mit Unterstellböcken abzustützen.
Beim Erneuern eines fehlerhaften Bauteils kann sich das Fahrniveau
plötzlich ändern.
Das Steuergerät befindet sich im Fahrerhaus unterhalb der
Zentralelektrikbox.
Steuergerätefehler treten nur selten auf. Daher müssen vor Erneuern
eines Steuergeräts stets Fehlercodes und Sicherungen geprüft werden.
Zündspannung ausschalten.
Halteklammer nach oben drücken und Steuergerät lösen.
Steuergerät abklemmen.
Neues Steuergerät einbauen.
Als Austauschteil ist das Steuergerät mit Standardeinstellungen
programmiert. Es ist jedoch nicht für Niveau- und Drucksensoren
kalibriert. Damit das Steuergerät einwandfrei arbeitet, muß es
auf die korrekte Konfiguration programmiert werden.
Neues Steuergerät mit Scania Programmer 2 (SP2) programmieren.
Computer abbauen und Zündspannung ausschalten.
Steuergerät auf Druck- und Niveausensoren kalibrieren. Weitere
Informationen siehe Kalibrierung.
Evtl. vorhandene Fehlercodes löschen. Für weitere Informationen,
siehe Fehlersuche - Blinkcodes löschen.
12_0757
Klammer nach oben drücken, um Steuergerät zu lösen
Lastübertragung läßt sich in bestimmten Fällen mit einer
Zusatz-Steuerbox vom Fahrzeugheck aus besser steuern. Verfügt
das Fahrzeug über eine solche Steuerbox, sollte es außerdem mit
einem Kippschalter im Fahrerhaus ausgestattet sein. Dadurch wird
sichergestellt, daß nur jeweils eine Box verwendet werden kann.
Kabel mit vier Litzen und einem Querschnitt von 0,75 mm2verwenden.
Hintere Verbindung zum Schutz vor Feuchtigkeit in Anschlußbox am
hinteren Querträger plazieren.
Stecker C 78 befindet sich am Anschluß unter der
Zentralelektrikbox in Position 5. Stecker C 163 befindet sich an
der linken Wand des Fahrerhauses an der Steuerbox.
Das Fahrzeug kann mit einem Schalter für temporäres Fahrniveau
ausgestattet werden.
Der Kippschalter ist wie auf dem nachstehenden Schaltplan abgebildet
angeschlossen. Pin 19 des Steuergerätes ist über Schalterpin 2 an
Masse geschaltet.
Hinweis: Nach Anschluß muß das temporäre Fahrniveau mit Scania
Programmer 2 in das Steuergerät programmiert werden.
Wird der Programmiervorgang nicht durchgeführt, bleibt das vordere
Fahrniveau bei Betätigen der Taste unverändert. Das hintere
Fahrniveau wird jedoch auf 65 mm angehoben.
10A
No10
C 15L
1
S75
15L.OG
ELC19.BN
31.BK
15L.OG
6 2 4 3 1
E18
19
105 914
G5−2
19 20 21 22 23 24 25
Der Schalter ist an Pin 19 des Steuergerätes angeschlossen.
Fahrzeuge mit Luftfederung sind vor der Durchführung von Arbeiten
unter dem Fahrzeug stets mit Unterstellböcken abzustützen.
Druckluftsystem vor Abbau der Schläuche vom Magnetventilblock
entleeren.
Zündspannung stets ausschalten, bevor Arbeiten an der elektronischen
Niveauregelung (ELC) durchgeführt werden.
Erneuern
Für die Regelung der Luftfederung verwendet das ELC-System der 2.
Generation einen einzelnen oder einen doppelten Magnetventilblock,
V54 oder V54 + V55. Je nach Fahrzeugkonfiguration unterscheidet sich
die Arbeitsweise der Magnetventilblöcke.
Produktionsseitig baut Scania vier unterschiedliche
Magnetventilblöcke ein. Nur zwei der Magnetventilblöcke sind als
Ersatzteile erhältlich, ein doppelter und ein einzelner.
Bestimmte produktionsseitig verbaute Magnetventilblöcke haben eine
eingeschränkte Funktion; bei als Ersatzteil gelieferten Blöcken
stehen alle Funktionen zur Verfügung. Wird ein als Ersatzteil
gelieferter Block in ein Fahrzeug mit weniger Funktionen eingebaut,
z. B. bei einem Fahrzeug mit Federungstyp A, sind die nicht
verwendeten Ausgänge mit Stopfen zu verschließen.
Stecker (DIN-Stecker) anziehen, bis ein Klicken hörbar ist.
Fahrzeuge mit Luftfederung sind vor der Durchführung von Arbeiten
unter dem Fahrzeug stets mit Unterstellböcken abzustützen.
Vor Ausbau der Einheit müssen alle Schlauchanschlüsse des
Ventilblocks abgebaut werden. Bauteile können beim Zerlegen durch
restlichen Druck im Block herausgedrückt werden.
Zündspannung stets ausschalten, bevor Arbeiten an der elektronischen
Niveauregelung (ELC) durchgeführt werden.
105 917
WICHTIG! Vor
dem Zerlegen des Ventilblocks sicherstellen, daß der Arbeitsbereich
sauber ist. Selbst kleinste Verunreinigungen können die Funktion
beeinträchtigen.
Beim Erneuern der Magnetventileinheit am Ventilblock O-Ringe
ebenfalls erneuern.
Beim Einbau dieser Schrauben wurde Gewindesicherungsmittel
verwendet.
Stecker (DIN-Stecker) anziehen, bis ein Klicken hörbar ist.
Hinweis: Gilt
nur für Fahrzeuge mit Lastübertragung.
Zur Einstellung der Balghöhe siehe Balghöhe in Hauptgruppe 12.
Kalibrierleitung G9 (weiße Leitung mit grünem Isolator und Kennzeichnung
G9) für Kalibrierung verwenden. Die Leitung befindet sich unter der
Zentralelektrikbox und ist mit K-dia/C56 gekennzeichnet.
Hinweis: Unter
der Zentralelektrikbox befinden sich mehrere Isolatoren mit der
Kennzeichnung G9. Diese werden zur Kalibrierung anderer Systeme
verwendet.
WICHTIG! Bei
der Kalibrierung muß die Nachlaufachse abgesenkt werden.
Sicherstellen, daß im System Betriebsdruck vorhanden ist.
Zündspannung für mindestens zehn Sekunden ausschalten.
Zündung einschalten.
Die Kalibrierleitung G9 muß innerhalb von zwei Sekunden nach
Einschalten der Zündspannung an Masse geschaltet sein. Die
Warnleuchten leuchten zwei Sekunden nach Anschluß des Massekabels
auf.
Nach Erlöschen der Leuchten, Massekabel innerhalb von fünf Sekunden
abziehen.
Stellt das Steuergerät die Notwendigkeit einer Kalibrierung fest,
leuchtet die Warnleuchte für Niveaufehler auf.
16_0987
G 9
Kalibrierleitung G9
12 0752
Warnleuchte für Niveaufehler
WICHTIG! In
den Luftfederbälgen darf kein Druck vorhanden sein.
Fahrzeug mit der Steuerbox auf die Anschlagpuffer absenken.
Kalibrierleitung G9 an Masse anschließen.
Kalibrierleitung G9 abbauen. Die Drucksensoren erfassen einen Druck
von 0 Bar.
Nach erfolgreich abgeschlossener Kalibrierung leuchtet die
Warnleuchte für Systemfehler und die Warnleuchte für Niveaufehler
erlischt.
Zündung aus- und wieder einschalten. Nach nicht erfolgreich
abgeschlossener Kalibrierung blinkt die Warnleuchte für Systemfehler
und die Warnleuchte für Niveaufehler erlischt. In diesem Fall
Schritte 1 bis 9 wiederholen.
Nach abgeschlossener Kalibrierung muß die Taste
Achslift/Lastübertragung eingeschaltet und ausgeschaltet werden,
damit das System normal funktioniert.
Taste 'normales Fahrniveau' auf der Steu- erbox drücken. Warten bis
das Fahrgestell stoppt. Taste erneut drücken, um normales Fahrniveau
zu erhalten.
Die Warnleuchte für Niveaufehler leuchtet bis sich das Fahrzeug auf dem
kalibrierten Fahrniveau befindet.
Hinweis: Ist
das Steuergerät neu und wurde es vorher nicht auf ein Niveau kalibriert,
kann sich das Fahrzeug nicht auf normales Fahrniveau einstellen.
Für die Kalibrierung Kalibrierleitung G9 (weißes Kabel) verwenden. Es
befindet sich unter der Zentralelektrikbox.
WICHTIG! Bei
der Kalibrierung muß die Nachlaufachse abgesenkt werden. Sicherstellen,
daß im System Betriebsdruck vorhanden ist.
Fahrzeug mit Sicherungskeilen vor und hinter den Rädern sichern und
Feststellbremse lösen.
Zündung ausschalten und für mindestens zehn Sekunden ausgeschaltet
lassen.
Kalibrierleitung G9 an Masse legen.
Zündung einschalten.
ELC prüft die entsprechenden Leuchten in der Instrumententafel. Dies
dauert ca. zwei Sekunden. Der Masseanschluß der Kalibrierleitung muß
innerhalb von fünf Sekunden nach Erlöschen der Leuchten unterbrochen
werden.
Die Warnleuchte für Niveaufehler leuchtet während des gesamten
Kalibriervorgangs, wenn das Steuergerät die Notwendigkeit einer
Kalibrierung festgestellt hat.
Leuchtet die Warnleuchte nicht auf, Schritte
2-4 wiederholen.
Zuerst wird das Fahrniveau kalibriert.
Das Fahrniveau des Fahrzeuges wird mit der Steuerbox eingestellt.
Für weitere Informationen siehe Balghöhe.
Kalibrierleitung G9 an Masse legen.
Masseanschluß der Kalibrierleitung G9 unterbrechen.
Das andere zu kalibrierende Niveau ist das maximale
Fahrniveau. Mit der Steuerbox vorn und hinten maximales
Fahrniveau einstellen.
Hinweis: Das
Fahrzeug kann bei erstmaliger Betätigung der Steuerbox stoppen,
bevor das maximale Fahrniveau erreicht ist. Taste nochmals drücken,
um sicherzustellen, daß maximales Fahrniveau eingestellt ist.
Kalibrierleitung G9 an Masse legen.
Masseanschluß an Kalibrierleitung G9 unterbrechen.
Anschließend untere
mechanische Anschlagstellung kali- brieren. Fahrzeug absenken,
bis der Rahmen auf den Anschlagpuffern aufliegt. Sicherstellen, daß
das Absenken nicht behindert wird (z. B. durch sich inkorrekte
faltende Bälge).
Kalibrierleitung G9 an Masse legen.
Masseanschluß der Kalibrierleitung G9 unterbrechen.
Nach erfolgreich abgeschlossener Kalibrierung erlischt die
Warnleuchte für Niveaufehler. Das Leuchten der Warnleuchte für
Systemfehler bestätigt die erfolgreich abgeschlossene Kalibrierung.
Nach nicht erfolgreich abgeschlossener Kalibrierung blinkt die
Warnleuchte für Systemfehler. Schritte 1-14 wiederholen.
Wurde die Kalibrierung erfolgreich beendet, Zündung aus- und
anschließend wieder einschalten.
Nach Abschluß der Kalibrierung muß die Taste Achsenlift/
Lastübertragung eingeschaltet und wieder ausgeschaltet werden, damit
das System normal arbeitet.
Taste 'normales Fahrniveau' auf der Steuerbox drücken. Warten bis
das Fahrgestell stoppt. Taste erneut drücken, um normales Fahrniveau
zu erhalten.
Die Warnleuchte für Niveaufehler leuchtet bis sich das Fahrzeug auf dem
kalibrierten Fahrniveau befindet.
Arbeiten unter Fahrzeugen mit Luftfederung müssen so durchgeführt
werden, daß kein Verletzungsrisiko gegeben ist.
Fällt der Fahrgestellrahmen auf eine Achse herunter, besteht erhöhte
Verletzungsgefahr für die darunter arbeitende Person.
! ACHTUNG!
Bei Arbeiten unter Fahrzeugen mit Luftfederung immer das Fahrzeug mit
Werkstattböcken sichern.
Der Fahrgestellrahmen kann auf die Achse herunterfallen, wenn:
ein Luftfederbalg beschädigt wird;
eine Druckluftleitung gelöst wird;
Spannung an ein Luftfederbalg- Entlüftungsventil angelegt wird;
ein Luftfederventil bei eingeschalteter Zündung betätigt wird.
Fahren von Fahrzeugen mit Luftfederung
Beim Fahren sollte sich das Fahrzeug bei der kalibrierten normalen
Fahrgestellhöhe befinden. Zum Einstellen der normalen
Fahrgestellhöhe die grüne Taste auf der Bedieneinheit drücken. Vor
Betätigung der grünen Taste allerdings zumindest eine der Tasten für
das Anheben oder Absenken (vorn oder hinten) drücken. Nach Drücken
der Tasten für Anheben oder Absenken leuchtet die entsprechende
Anzeigeleuchte auf der Bedieneinheit auf.
Nach Erreichen der normalen Fahrgestellhöhe erlischt die
Fahrhöhen-Warnleuchte. Diese ist in die Instrumententafel eingebaut.
Das Fahrzeug darf nur in außergewöhnlichen Situationen bei einer
anderen als der normalen Fahrgestellhöhe gefahren werden.
Bei der ELC (elektronisch geregelte Luftfederung) der 2. Generation
handelt es sich um ein elektronisches Regelsystem für die
Luftfederung des Fahrzeugs. Die ELC der 2.
Generation bietet im Vergleich zu einer mechanisch geregelten
Luftfederung eine Reihe von Vorteilen:
Fahrgestell-Höhenregelung unabhängig von der Aufbauhöhe.
Aufrechterhaltung einer gleichbleibenden Fahrgestellhöhe beim
Be- und Entladen.
Verringerter Druckluftverbrauch während der Fahrt.
Verbesserte Lastverlagerungsfunktion für Dreiachs-Fahrzeuge.
Vereinfachtes Druckluftleitungs- und Ventilsystem.
Keine Beeinflussung der Fahrgestellhöhe durch Bremsung und
Kurvenfahrt.
Standby-Funktion.
Möglichkeit der Nutzung temporärer Fahrgestellhöhen.
Neues Steuergerät ELC 2.1A
Ab August 98 wurde in der Produktion ein neues Steuergerät
eingeführt. Das neue Steuergerät wird als ELC-Steuergerät der
Generation 2.1A bezeichnet. Unter dem Gesichtspunkt der
Ersatzteilbeschaffung ersetzt das neue Steuergerät das alte
Steuergerät der 2. Generation.
Änderungen
Unterschiede zwischen ELC der 2. und ELC der 1. Generation:
Für alle Fahrzeugmodelle wird das gleiche Steuergerät
genutzt.
Für alle Fahrzeugmodelle wird eine Standby-Funktion
bereitgestellt.
Die Hinterachs-Lastverteilung wird mit Hilfe von
Drucksensoren in den Hinterachs-Luftfederbälgen eingeregelt.
Automatisches Lösen der Vorderachs- Feststellbremse bei
Ladetätigkeiten (alle Fahrzeuge mit Vorderachs-
Federspeicherbremsen).
Bei der Lastverlagerung kann eine angehobene Fahrgestellhöhe
gewählt werden.
Der Hebeschalter für die ungelenkte Liftachse kehrt immer
aus seiner oberen Stellung zurück.
Neue Bajonett-Steckverbinder für alle elektrischen
Anschlußverbindungen, in Übereinstimmung mit DIN.
Neuer Magnetventilblock. Vier verschiedene Ausführungen mit
2 - 5 Funktionen, abhängig vom Fahrzeugmodell. Als
Ersatzteile sind nur die Ausführungen mit 3 und 5 Funktionen
lieferbar. Nicht genutzte Auslaßöffnungen sind mit Stopfen
zu verschließen.
Bei den Magnetventilen in den Magnetventilblöcken handelt es
sich um neue Ausführungen, bei denen zwei oder drei Spulen
in einer Cassette mit einem gemeinsamen Anschluß integriert
sind. Als Ersatzteil ist nur die dreispulige Ausführung
lieferbar. Bei Verwendung in einem Magnetventilblock mit nur
2 Funktionen bleibt die dritte Spule ungenutzt.
Die wichtigsten Änderungen am neuen Steuergerät haben keine
Auswirkung auf Systembetrieb oder Reparaturen am System.
Bestimmte Unterschiede hinsichtlich der Systemfunktion wurden
wie unten beschrieben eingeführt:
Möglichkeit für das Auslesen der Steuergerätekonfiguration mit dem
Scania Programmer 2 und Scania Diagnos 2.
Möglichkeit zum Ausschalten der automatischen Liftachsen-Absenkung,
wenn die zulässige Hinterachslast bei angehobener Liftachse erreicht
wird.
Möglichkeit zur Verwendung der Bedieneinheit auch bei aktivierter
Lastverlagerung.
Das Steuergerät besitzt eine Speicherfunktion zur Aufzeichnung der
Tatsache, daß bei Ausschalten der Zündung die Lastverlagerung
aktiviert und die Liftachse angehoben war.
Identifikation der System- Generation
102640
Um festzustellen, mit welcher Generation des ELC-Systems ein
Fahrzeug ausgerüstet ist, sieht man sich einfach an, wo die
Stoßdämpfer angebaut sind. Bei der ELC der 2. Generation sind die
hinteren Stoßdämpfer außen am
Fahrgestellrahmen angebaut. Identifikation
der System-Generation. Die hinteren Stoßdämpfer sind außen am
Fahrgestellrahmen angebaut.
Steuergerät der Generation 2.1A
Der einfachste Weg, um herauszufinden, ob das Fahrzeug mit einem
Steuergerät der Generation 2 oder 2.1A ausgerüstet ist, besteht in
der Nutzung des Scania Diagnos oder Programmer.
Die Fahrgestellhöhe des Fahrzeugs wird kontinuierlich über
Niveausensoren vom Steuergerät überwacht. Einer befindet sich
hinten, einer vorne (bei Fahrzeugen mit Federungstyp B).
Ist eine Einstellung der Fahrgestellhöhe erforderlich, verändert das
Steuergerät über den Magnetventilblock die Luftbefüllung der
Luftfederbälge.
Beim Bremsen wird vom Bremsleuchtenrelais ein Signal an das
Steuergerät ausgegeben.
Dieses Signal verhindert unnötige Höhenänderungen.
Das Geschwindigkeitssignal vom Fahrtschreiber informiert das
Steuergerät darüber, daß das Fahrzeug in Bewegung ist. Während der
Fahrt wendet das ELC-System die Regelstrategie mit Normalabfrage an
und verbraucht wesentlich weniger Druckluft als bei stehendem
Fahrzeug.
Die Fahrgestellhöhe kann mit der Bedieneinheit eingestellt werden.
Über das Steuergerät wird die Höhe nach oben oder nach unten
verändert, solange die entsprechende Taste auf der Bedieneinheit
gedrückt gehalten wird.
Anhebung der ungelenkten Liftachse und Lastverlagerung werden mit
Hilfe der Drucksensoren in den Hinterachs- Luftfederbälgen
eingeregelt Durch kontinuierliche Überwachung der Drücke in den
Luftfederbälgen wird optimale Regelgenauigkeit und Lastverteilung
erzielt.
Achslastverteilung
Bei Fahrzeugen mit Doppelachse und Lastverlagerung wird die
Achslastverteilung über zwei Drucksensoren kontinuierlich vom
Steuergerät überwacht. An jeder Hinterachse ist ein Sensor verbaut.
Die Sensoren ermitteln die Drücke in den Luftfederbälgen und
ermöglichen dem Steuergerät eine Lastverteilung zwischen den Achsen
in Übereinstimmung mit vorprogrammierten Werten.
Feststellbremse
Bei Fahrzeugen mit Vorderachs- Federspeicherbremsen wird die
Vorderachs- Feststellbremse automatisch freigegeben, wenn eine
Lastumsetzung zum Fahrzeugheck hin erfolgt, oder während des
Anhebens der ungelenkten Liftachse sowie der Lastverlagerung. Die
Bremsen werden dadurch gelöst, daß vom Steuergerät ein Ventil
geöffnet wird, über das die Feststellbremszylinder mit Druckluft
befüllt werden. Dies verhindert unerwünschte Biegebeanspruchung des
Fahrgestellrahmens beim Anheben oder Absenken der Fahrgestellhöhe.
Die Funktion der Feststellbremsen-Freigabe wird in folgenden Fällen
unterbunden:
Steuergerät ermittelt Fahrtschreiber- Störung.
Steuergerät ermittelt Geschwindigkeitssignal.
Stopptaste auf der Bedieneinheit wird gedrückt.
Normale Fahrgestellhöhe wurde erreicht.
M1 oder M2 wurde erreicht.
Anheben oder Absenken der ungelenkten Liftachse wurde abgeschlossen.
Anheben/Absenken des Fahrzeughecks wird über die Bedieneinheit
ausgeschaltet.
In der Standby-Betriebsart ist die Feststellbremse angelegt.
Vor Kalibrierung des Steuergeräts arbeitet die Funktion der
automatischen Feststellbremsen- Freigabe nicht.
Bei der normalen Fahrgestellhöhe handelt es sich um jene, bei der
das Fahrzeug normalerweise gefahren wird. Befindet sich das Fahrzeug
nicht bei normaler Fahrgestellhöhe, ist die Fahrhöhen- Warnleuchte
erleuchtet.
Die Fahrgestellhöhe wird automatisch auf die normale Höhe
eingestellt, wenn die grüne Taste auf der Bedieneinheit gedrückt
wird, nachdem eine der Tasten für das Anheben oder Absenken der
Fahrgestellhöhe gedrückt wurde (siehe Abschnitt über die
Bedieneinheit).
Die normale Fahrgestellhöhe wird dem Steuergerät im Zuge der
Höhenkalibrierung einprogrammiert. Eine Kalibrierung muß immer dann
erfolgen, wenn das Steuergerät, ein Drucksensor oder ein
Niveausensor ausgetauscht wurde.
Verändert sich die Fahrgestellhöhe bei ausgeschalteter Zündung, z.B.
aufgrund einer Undichtigkeit, dann kehrt das Fahrzeug nach
Einschalten der Spannungsversorgung nicht automatisch zur normalen
Fahrgestellhöhe zurück. In diesem Fall muß die normale
Fahrgestellhöhe mit Hilfe der Bedieneinheit eingestellt werden.
Angehoben
Wurde Anheben der ungelenkten Liftachse oder Lastverlagerung
gewählt, wird die normale Fahrgestellhöhe angehoben. Bei
Auslieferung des Fahrzeugs ist das Steuergerät auf 65 mm Anhebung
beim Anheben der Liftachse und auf 20 mm bei Lastverlagerung
programmiert, entsprechend Messung durch den hinteren Niveausensor.
Diese Werte können auf Kundenwunsch abgeändert werden, wozu der
Scania Programmer 2 Version 2.02 oder später verwendet wird.
Temporär
Eine temporäre Fahrgestellhöhe kann über einen Zusatzschalter im
Fahrerhaus eingestellt werden. Diese Funktion erweist sich dann als
nützlich, wenn für eine begrenzte Zeit eine höhere oder niedrigere
Fahrgestellhöhe gewünscht wird.
Bei Bedienung z.B. eines Krans kann mit dieser Funktion sämtliche
Luft aus den Luftfederbälgen abgelassen werden.
Die Signalleitung vom Schalter muß an Stift 19 des Steuergeräts
angeschlossen werden.
Die temporäre Fahrgestellhöhe muß dann mit dem Scania Programmer 2
Version 2.02 oder später eingestellt werden. Siehe Beschreibung der
Arbeitsweise.
Diese Funktion ist bei bestimmten Fahrzeug- modellen standardmäßig.
Festzurrstellung
Soll das Fahrzeug für den Transport auf einer Fähre festgezurrt
werden, muß das Fahrgestell mit der Bedieneinheit auf die
Anschlagpuffer abgesenkt werden. Diese Fahrgestellhöhe wird bei
Ausschalten der Zündung aufrechterhalten.
Bei stehendem Fahrzeug und eingeschalteter Zündung ermittelt das
Steuergerät des
ELC-Systems die Fahrgestellhöhe in Intervallen von 1,5 Sekunden mit
der sogenannten Schnellabfrage. Dies gewährleistet, daß das Fahrzeug
beim Be- und Entladen die eingestellte Fahrgestellhöhe beibehält.
Die Schnellabfrage arbeitet auch, wenn die Standby-Funktion
aktiviert ist.
Fahren mit Schnellabfrage
Die Schnellabfrage wird normalerweise aufgegeben, wenn das
Steuergerät das Vorliegen eines Geschwindigkeitssignals vom
Fahrtschreiber ermittelt.
Bei Auslieferung ist das Steuergerät darauf programmiert, die
Schnellabfrage bei Fahrzeugen mit der Achskonfiguration 4x2 bei 15
km/h einzustellen, bei anderen Fahrzeugen bei 0 km/h.
Mit dem Scania Programmer 2 ist es allerdings möglich, eine
Grenzgeschwindigkeit (0, 15 km/h) auszuwählen, unterhalb deren das
Steuergerät die Schnellabfrage durchführt.
Bei Fahrzeugen mit der Achskonfiguration 4x2 können die
Einstellungen nicht abgeändert werden.
Steuergerät der Generation 2.1A
Bei Steuergeräten der Generation 2.1A kann die Grenzgeschwindigkeit
für die Schnellabfrage auf 0, 15 oder
100 km/h eingestellt werden.
Bei Fahrzeugen mit der Achskonfiguration 4x2 sind die
Geschwindigkeiten 15 oder 100 km/h nicht wählbar.
Praktisch bedeutet eine Grenzgeschwindigkeit von 100 km/h, daß die
Schnellabfrage fast immer arbeitet.
Normalabfrage
Bei der Fahrt schaltet das Steuergerät auf Normalabfrage, wodurch
die Fahrgestellhöhe einmal pro Minute ermittelt und eingestellt
wird. Dies vermeidet unnötige Regeleingriffe
z.B. bei Kurvenfahrt oder beim Beschleunigen. Unter Normalabfrage
verbraucht das ELC- System wesentlich weniger Druckluft als eine
mechanisch gesteuerte Luftfederung.
Bremsung
Beim Bremsen wird vom Bremsleuchtenrelais ein Signal an das
Steuergerät ausgegeben, wodurch jegliche Höhenänderung unterbunden
wird. Dies verhindert, daß das System Höhenänderungen kompensiert,
die durch die Nickbewegung des Fahrzeugs beim Bremsen entstehen.
Auf der Instrumententafel befindet sich ein Kippschalter mit drei
Stellungen (S105) zur Betätigung der Liftachse.
In der Mittelstellung ist die Liftachse angehoben.
Zum Absenken der Liftachse den Schalter in die untere Raststellung
schalten.
Wird der Schalter in die obere, federbelastete Stellung gebracht,
wird Lastverlagerung aktiviert.
Alte Auslegung:
Die im Schalter verbaute Leuchte ist eingeschaltet, wenn
Liftachsenanhub oder Lastverlagerung eingeschaltet wurde. Die
Leuchte erlischt, wenn der Schalter in seine untere Stellung
gebracht wird.
Neue Auslegung:
Die Leuchte im Schalter leuchtet auf, wenn Liftachsenanhub aktiviert
ist, und erlischt, wenn Liftachsenabsenkung aktiviert ist. Damit
zeigt die Leuchte an, daß das Steuergerät das Anheben der Liftachse
zuläßt.
Schalter
3
1
104579
2
Kippschalter mit drei Stellungen (S105)
Liftachsenanhub
Wurde eine Stellanforderung auf Liftachsenanhub gegeben, wird Luft
aus den Liftachsen-Luftfederbälgen abgelassen. Die Liftachse wird
angehoben, solange die zulässige Hinterachslast nicht überschritten
wird und ausreichender Systemdruck verfügbar ist. Die Leuchte im
Schalter leuchtet auf.
Ehe ein erneuter Versuch zum Anheben der Liftachse erfolgen kann,
muß der Schalter in seine untere Stellung gedrückt worden sein.
Falls beim Beladen die zulässige Hinterachslast bei angehobener
Liftachse überschritten wird, wird die Liftachse automatisch
abgesenkt.
Dieses automatische Absenken kann mit dem Scania Programmer 2
deaktiviert werden, indem für die Funktion Absenken der angehobenen
Liftachse die Option Manuell ausgewählt wird.
Die zulässige Hinterachslast unterscheidet sich aufgrund anders
gearteter gesetzlicher Anforderungen zwischen einzelnen Ländern und
wird mit dem Scania Programmer 2 programmiert.
Wurde eine Stellanforderung auf Liftachsenanhub erhalten, sind die
Funktionsabläufe wie folgt:
Das Steuergerät ermittelt auf Grundlage der einprogrammierten
zulässigen Hinterachslast, ob Liftachsenanhub möglich ist. Kann
ein Liftachsenanhub nicht erfolgen, dann beendet dies den
Funktionsablauf. Ist Liftachsenanhub möglich, läuft der
Funktionablauf wie in Schritt
2 beschrieben weiter.
Die Hinterachs-Luftfederbälge werden mit Druckluft beaufschlagt,
um die Fahrgestellhöhe geringfügig anzuheben. Die folgenden
Absätze beschreiben schrittweise die Systemfunktion.
Die Hebebälge der Liftachse werden teilweise mit Druckluft
befüllt.
Die Luftfederbälge der Liftachse werden entlüftet.
Die Hebebälge der Liftachse werden weiter mit Druckluft befüllt.
Die Entlüftung der Luftfederbälge der Liftachse wird
fortgesetzt.
Die Hebebälge der Liftachse werden erneut mit Druckluft befüllt.
Vom Steuergerät wird überprüft, ob es zu einem Druckanstieg in
den Luftfederbälgen der Liftachse kommt. Ein Druckanstieg
verweist darauf, daß der Anhubvorgang weiterläuft und die
Liftachse noch nicht vollständig angehoben ist.
Bei Druckanstieg verläuft der Prozeß gemäß Schritt 7,
andernfalls endet der Anhubvorgang.
Hinweis: Wurde
der Liftachsenanhub abgeschlossen, dann werden die Hebebälge alle
fünf Minuten erneut befüllt, um Undichtigkeiten zu kompensieren.
Lastverlagerung
Alle Fahrzeuge mit ungelenkter Liftachse sind standardmäßig mit der
Lastverlagerungsfunktion ausgerüstet. Aufgrund unterschiedlicher
gesetzlicher Anforderungen wird Lastverlagerung in zwei
Konfigurationen bereitgestellt, mit oder ohne Zeitbegrenzung. Zudem
ist eine Geschwindigkeitsbegrenzung für die Lastverlagerung
programmierbar. Diese Funktionen werden mit dem Scania Programmer 2
programmiert. Näheres siehe Abschnitt über die Lastverlagerung.
Bei Fahrzeugen mit 8x2/4 Fahrwerk und Federungstyp A oder B wird die
vordere gelenkte Liftachse über einen separaten Schalter auf der
Instrumententafel betätigt. Hierbei handelt es sich um eine
vollkommen von Hand gesteuerte Funktion, die nicht vom Steuergerät
des ELC-Systems beeinflußt wird.
Über den Schalter werden zwei Magnetventile geschaltet (V71 und
V72). V72 entlüftet die Luftfederbälge zur gleichen Zeit, zu der V71
die Hebebälge der Liftachse befüllt, nachdem der Liftachsenanhub
eingeschaltet wurde.
Schalter
2
Die Ventile sind auf der linken Seite des Querträgers vor den
Hebebälgen der vorderen gelenkten Liftachse angebaut.
Fahrzeuge mit Doppelachse
Fahrzeuge mit Doppelachse sind mit und ohne Lastverlagerung
lieferbar. Die Lastverlagerung kann mit und ohne Zeitbegrenzung
erfolgen.
Schalter
Für Fahrzeuge mit Doppelachse sind zwei Schalterkonfigurationen
lieferbar. Ein Kippschalter mit zwei Stellungen für Fahrzeuge mit
zeitbegrenzter Lastverlagerung (S106) und ein
Dreistellungs-Kippschalter (S108) für andere Fahrzeuge.
106 232
1
Kippschalter mit zwei Raststellungen (S11).
Schalter
2
Wenn der Schalter nicht gedrückt wurde, bleibt die Lastverlagerung
deaktiviert und die Lastverteilung zwischen den beiden Hinterachsen
erfolgt spezifikationsgemäß.
Differentialsperre während der Lastverlagerung
Die Lastverlagerung kann erst aktiviert werden, nachdem die
Differentialsperre für die Doppelachse eingeschaltet wurde. Näheres
siehe Abschnitt über die Lastverlagerung.
Lastverlagerung wird dazu genutzt, zwischenzeitlich die Belastung
der vorlaufenden Hinterachse zu erhöhen, um z.B. bessere
Reifenhaftung bereitzustellen.
Wurde eine Stellanforderung auf Lastverlagerung gegeben, werden die
Luftfederbälge der ungelenkten Liftachse oder der nachlaufenden
Hinterachse allmählich entlüftet. Wird während der Lastverlagerung
die zulässige Hinterachslast nicht erreicht, dann werden die
Luftfederbälge der Liftachse/ Nachlaufachse vollständig entlüftet.
Zulässige Hinterachslast und Lastverlagerung werden durch
gesetzliche Anforderungen in den jeweiligen Absatzmärkten geregelt.
Diesen Anforderungen ist bei der Programmierung des Steuergeräts
Rechnung zu tragen.
Wurde Lastverlagerung aktiviert, dann arbeitet die Bedieneinheit
erst wieder, nachdem die Stopptaste auf der Bedieneinheit gedrückt
und die Lastverlagerung unterbrochen wurde.
Wurde Lastverlagerung angefordert, leuchtet die Warnleuchte
Lastverlagerung auf und bleibt erleuchtet, solange Lastverlagerung
aktiviert ist.
Steuergerät der Generation 2.1A
Die Funktion der Bedieneinheit wird durch Lastverlagerung nicht
beeinflußt, wenn ein Steuergerät der Generation 2.1A eingebaut ist,
d.h. die Bedieneinheit kann auch während der Lastverlagerung genutzt
werden. Zudem kann Lastverlagerung bei eingeschalteter Bedieneinheit
aktiviert werden.
Das Steuergerät ist zudem mit einer Speicherfunktion ausgerüstet.
Wird die Zündung aus- und wieder eingeschaltet, wird vom Steuergerät
abgespeichert, ob Lastverlagerung beim Ausschalten der Zündung
aktiviert war. Daraufhin wird Lastverlagerung automatisch wieder
aktiviert. Dies ist allerdings nur der Fall, wenn der Vorgang der
Lastverlagerung mit Liftachsenanhub vollständig abgeschlossen war.
12_0751
Warnleuchte Lastverlagerung
Mit Zeitbegrenzung
Wird der Schalter in seine obere Stellung geschaltet, wird
Lastverlagerung
90 Sekunden lang aktiviert, und die Warnleuchte Lastverlagerung auf
der Instrumententafel leuchtet auf. Zudem wird die Leuchte im
Schalter eingeschaltet (Einzelheiten siehe Bedienelemente und
Arbeitsweise, Schalter für Liftachsenanhub).
Lastverlagerung wird immer bis zum programmierten zulässigen Maß
ausgeführt.
Nach 90 Sekunden und Abschluß des Lastverlagerungsvorgangs erlischt
die Leuchte.
Ein neuer Lastverlagerungsvorgang kann erst 50 Sekunden nach
Abschluß des vorangegangenen in die Wege geleitet werden.
Lastverlagerung bei Fahrzeugen mit Doppelachse ist erst zulässig,
wenn die Differentialsperre der Doppelachse eingeschaltet wurde.
Bei Fahrzeugen mit Lastverlagerung ohne Zeitbegrenzung kann die
Lastverlagerung stufenlos eingeregelt werden. Wird der Hebeschalter
für die ungelenkte Liftachse in seine obere Stellung geschaltet,
beginnt die Lastverlagerung, und die Warnleuchte Lastverlagerung auf
der Instrumententafel leuchtet auf.
Lastverlagerung wird fortgeführt, solange der Schalter gedrückt
bleibt. Bei Freigabe des Schalters endet die Lastverlagerung, und
das erzielte Verlagerungsmaß wird aufrechterhalten.
Wird der Schalter erneut gedrückt, wird die Lastverlagerung
fortgesetzt, bis sich die zulässige Hinterachslast eingestellt hat.
Wurde die zulässige Hinterachslast nach vollständiger Entlüftung der
Luftfederbälge der Liftachse nicht erreicht, wird die Liftachse
angehoben, solange das Steuergerät auf Lastverlagerung mit
Liftachsenanhub programmiert ist.
Wird der Schalter dann in seine untere Stellung gebracht und dort
gehalten, dann wird die Lastverlagerung zurückgenommen, bis die
Warnleuchte auf der Instrumententafel erlischt. Daraufhin ist die
ursprüngliche Lastverteilung wiederhergestellt.
Wird der Schalter in seine Mittelstellung gebracht, bevor die
Warnleuchte Lastverlagerung erloschen ist, wird die Rücknahme der
Lastverlagerung abgebrochen und die gegenwärtig gegebene
Lastverteilung am Fahrwerk aufrechterhalten.
Funktionsabläufe bei der Lastverlagerung
Wurde eine Stellanforderung auf Lastverlagerung erhalten, sind die
Funktionsabläufe wie folgt:
Die Hinterachs-Luftfederbälge werden mit Druckluft beaufschlagt,
um die Fahrgestellhöhe anzuheben. Die Warnleuchte
Lastverlagerung leuchtet auf.
Die Luftfederbälge der Liftachse werden entlüftet. Daraufhin
werden die Luftfederbälge der Antriebsachse erneut mit Druckluft
beaufschlagt, um die korrekte Fahrgestellhöhe zu erhalten.
Die Abläufe in Paragraph 2 werden wiederholt, bis der
einprogrammierte Wert für die zulässige Hinterachslast bei
Lastverlagerung erreicht wurde.
Fand vollständige Lastverlagerung auf die Antriebsachse statt,
ehe der einprogrammierte Wert für die zulässige Hinterachslast
bei Lastverlagerung erreicht wurde, beginnt der Liftachsenanhub,
solange das Steuergerät auf Lastverlagerung mit Liftachsenanhub
programmiert ist. Siehe Abschnitt Funktionsabläufe beim
Liftachsenanhub.
Hinweis: Paragraph
4 trifft nicht für Fahrzeuge mit Lastverlagerung mit Zeitbegrenzung
zu.
Hinweis: Während
der Lastverlagerung kann die Fahrhöhen-Warnleuchte kurzfristig
aufleuchten. Nach Erreichen der korrekten Fahrgestellhöhe erlischt
die Leuchte.
Geschwindigkeitsbegrenzung
Um die gesetzlichen Anforderungen bestimmter Länder zu erfüllen,
z.B. im Hinblick auf 6x2/4 Fahrzeuge, kann eine
Höchstgeschwindigkeit für Lastverlagerung einprogrammiert werden.
Die Höchstgeschwindigkeit muß mit dem Scania Programmer Version 2.02
oder später programmiert werden und bedeutet, daß die
Lastverlagerung unterbrochen wird, wenn das Fahrzeug schneller als
25 km/h fährt.
Fahrzeuge in der gleichen Konfigurationsgruppe sind im Prinzip in
gleicher Weise ausgerüstet. Es gibt drei verschiedene Fahrzeug-
Konfigurationsgruppen:
Fahrzeuge ohne Lastverlagerung: 4x2, 6x4, und 8x4.
Fahrzeuge mit Lastverlagerung: 6x4 und 8x4.
Fahrzeuge mit Liftachse und Lastverlagerung: 6x2, 6x2/4, 6x2*4, 8x2,
8x2*6, und 8x2/4.
Zudem sind die Fahrzeuge mit Federungstyp A oder B lieferbar.
Diese Gruppen werden vom Scania Diagnos 2 zur Identifikation eines
Fahrzeugs genutzt.
Steuergerät der Generation 2.1A
Die Konfigurationsgruppen sind für das neue Steuergerät unerheblich,
da die exakte Fahrwerkskonfiguration abgespeichert ist.
S-Bestellung
Nach S-Bestellung gebaute Fahrzeuge können eine
Fahrwerkskonfiguration besitzen, die vom Scania Programmer 2 (SP2)
nicht unterstützt wird. Solche Fahrzeuge sind mit einer der vom SP2
unterstützten Fahrwerkskonfigurationen zu programmieren. Die Auswahl
der korrekten Fahrwerkskonfiguration ist von Wichtigkeit.
Auf dem Typenschild für den Fahrgestellrahmen wird angegeben, welche
Fahrwerkskonfiguration für die Programmierung bei nach S-Bestellung
gebauten Fahrzeugen zu nutzen ist.
Alternative Konfigurationen
Zusammen mit dem ELC-System der 2. Generation sind drei alternative
Auslegungen der Druckluftanlage lieferbar.
Kombinationen mit einer Auslegungsform der Druckluftanlage können
bestimmten Beschränkungen unterliegen.
Grundausführung
Federungstyp A oder B.
Technische Daten des Systems in Grundausführung:
9,3 bar Systemdruck.
Keine Zusatzlufttanks.
System mit Schnellabfrage
Das System mit Schnellabfrage ist für folgende Fahrzeuge lieferbar:
Federungstyp A oder B.
Technische Daten des Systems mit Schnellabfrage:
12,2 bar Systemdruck.
2 Zusatzlufttanks.
System für Lastumsetzung
Das System für Lastumsetzung ist für folgende Fahrzeuge lieferbar:
Federungstyp B.
Achskonfiguration 4x2, 6x2, 6x4 und 6x2*4.
Technische Daten des Systems für Lastumsetzung:
12,2 bar Systemdruck.
4 Zusatzlufttanks (4x2).
6 Zusatzlufttanks (6x2, 6x4 und 6x2*4).
Bestimmte Restriktionen bezüglich der oben gemachten Angaben können
sich aus Achsabständen und Rahmenhöhe ergeben.
Mit Hilfe der Bedieneinheit kann die Fahrgestellhöhe auf das
gewünschte Niveau
angehoben oder abgesenkt werden. In der 3
Bedieneinheit ist ein separater Mikroprozessor
verbaut. Die Bedieneinheit kommuniziert mit 2
dem Steuergerät durch Austausch digitaler 4
Signale. 6
Auf der Bedieneinheit sind neun Tasten und 5 7
zwei Leuchten angeordnet. Durch die linke
Leuchte wird angezeigt, daß Taste Nr. 2
M1
M2
betätigt ist, durch die rechte, daß Taste Nr. 3 9
betätigt ist (siehe Abbildung). Die Taste Nr. 4 10
104 654
STOP
wird nicht verwendet. 8
Auch wenn eine der Leuchten leuchtet, kann das Fahrzeug gefahren
werden.
Das Fahrzeug kann bei einer manuell eingestellten Fahrgestellhöhe
gefahren werden. Scania empfiehlt allerdings, das Fahrzeug immer bei
der normalen Fahrgestellhöhe zu fahren.
Tasten auf der Bedieneinheit
Leuchten, die die Betätigung der Tasten Nr. 2 oder 3 (Anheben
oder Absenken, vorn oder hinten) anzeigen.
Aktivieren der Funktion: Anheben/ Absenken vorn.
Aktivieren der Funktion: Anheben/ Absenken hinten.
Nicht belegt.
M1 - Speicher für individuell programmierte Fahrgestellhöhe. Muß
zusammen mit Taste Nr. 2 und/oder 3 verwendet werden.
M2 - Speicher für individuell programmierte Fahrgestellhöhe. Muß
zusammen mit Taste Nr. 2 und/oder 3 verwendet werden.
Tasten und Leuchten auf der Bedieneinheit.
Normale Fahrgestellhöhe einstellen - Muß zusammen mit Taste Nr.
2 und/oder 3 verwendet werden.
Anheben - Muß zusammen mit Taste Nr. 2 und/oder 3 verwendet
werden.
Absenken - Muß zusammen mit Taste Nr. 2 und/oder 3 verwendet
werden.
Stopp - Unterbricht die eingeleitete Funktion (5-7). Die
Stopptaste wird auch zum Aktivieren der Standby-Funktion und zur
Programmierung von M1 und M2 verwendet. Unterbricht die Freigabe
der Vorderachs-Federzylinderbremse, falls diese Funktion aktiv
ist.
Bei der Bedieneinheit für Fahrzeuge ohne Vorderachs-Luftfederung ist
die Taste Nr. 2 nicht vorgesehen. Als Ersatzteil ist eine
Bedieneinheit für Fahrzeuge mit Luftfederung an allen Achsen zu
verwenden.
Standby-Funktion
Um ein Be-/Entladen des Fahrzeugs bei ausgeschalteter
zündgeschalteter Versorgung zu ermöglichen, ist eine eingebaute
Standby- Funktion vorhanden. Diese Funktion ermöglicht, daß die
Schnellabfrage der Fahrgestellhöhe und eine Kompensation für
Höhenänderungen für maximal 120 Minuten nach Ausschalten der
zündgeschalteten Versorgung aufrechterhalten wird.
Die Fahrgestellhöhe unter Standby ist nicht an irgendeine der
programmierten oder kalibrierten Höhen gebunden.
Aktivieren der Standby-Funktion
Die Standby-Betriebsart wird aktiviert, wenn die Taste Nr. 10 auf
der Bedieneinheit gedrückt wird, während die zündgeschaltete
Versorgung ausgeschaltet wird.
Programmieren von M1 und M2
Mit der Bedieneinheit können dem Steuergerät zwei Höhenniveaus
einprogrammiert werden. Hierbei sollte es sich z.B. um die Höhen von
zwei häufig angefahrenen Be-/Entladerampen handeln.
Zum Programmieren wie folgt vorgehen:
Taste Nr. 2 und/oder 3 drücken (anheben/absenken vorn und/oder
hinten).
Gewünschte Fahrgestellhöhe mit der Bedieneinheit einstellen.
Stopptaste drücken.
Stopptaste gedrückt halten und gleichzeitig M1 oder M2 drücken.
Beide Tasten loslassen.
Die Programmierung des Höhenniveaus ist damit abgeschlossen und die
Fahrgestellhöhe ist abgespeichert.
Zum Aufrufen einer programmierten Fahrgestellhöhe:
Taste Nr. 2 oder 3 (anheben oder absenken, vorn oder hinten)
drücken.
Taste M1 oder M2 drücken.
Höhenänderung
Bei einer Höhenänderung mit der Bedieneinheit wird vom Steuergerät
sichergestellt, daß die Höheneinstellung zwischen
Fahrzeugvorderseite und Fahrzeugheck so waagerecht als möglich
erfolgt.
Mit der Bedieneinheit wird eine Stellanforderung auf Höhenänderung
gegeben. Vom Steuergerät werden Höhenbezugspunkte für die vordere
und hintere Achse berechnet. Diese Bezugspunkte müssen während der
Höhenänderung zur gleichen Zeit durchlaufen werden. Falls z.B. die
Fahrzeugvorderseite schneller als das Heck angehoben oder abgesenkt
wird, wird die Höhenänderung vorn unterbrochen, bis das Heck den
entsprechenden Bezugspunkt durchlaufen hat.
Eine solche waagerechte Höhenänderung ist nützlich, z.B. bei
Handhabung einer abnehmbaren Plattform.
Steuergerät der Generation 2.1A
Die Verwendbarkeit der Bedieneinheit wird bei einer Lastverlagerung
mit einem Steuergerät der Generation 2.1A nicht beeinflußt. Mithin
kann die Bedieneinheit auch genutzt werden, während Lastverlagerung
im Gang ist. Zudem kann Lastverlagerung bei eingeschalteter
Bedieneinheit aktiviert werden.
Beim ELC-System der 2. Generation wird das gleiche Steuergerät für
alle Fahrzeugmodelle verwendet.
Die Arbeitsweise des Steuergeräts wird von
einer Anzahl von Parametern beeinflußt. In 18
Abhängigkeit von den Einstellungen dieser
Parameter arbeitet das Steuergerät auf 35
unterschiedliche Weise. Um korrektes Fahrverhalten des Fahrzeugs zu
erzielen, ist es von Wichtigkeit, daß die Programmierung korrekt
erfolgte und die faktische Fahrzeugkonfiguration wiedergibt. Das
Steuergerät wird mit dem Scania Programmer 2 programmiert.
Steuergerätanschlüsse
Die Stifte des Anschlußverbinders am Steuergerät sind für Ein- und
Ausgangssignale wie folgt belegt.
Stift:
Versorgungsspannung (Klemme 30) zum
Steuergerät. 19
Diagnosekabel L.
1
Eingangssignal für die Funktion Liftachse
104 656
anheben/absenken vom Instrumententafelschalter. Das Kabel ist
mit ELC3 gekennzeichnet. Bei älteren Fahrzeugen kann das Kabel
mit ELC24
gekennzeichnet sein.
Diagnosekabel K.
Nicht belegt.
Signalkabel vom Drucksensor in den Luftfederbälgen der
Liftachse/ Nachlaufachse.
Signalkabel vom Drucksensor in den Luftfederbälgen der
Vorlaufachse.
Nicht belegt.
Stifteanordnung am Steuergerät.
Versorgungsspannung (Klemme 15) über Zündschalter.
Nicht belegt.
Ausgangssignal zum Ventil für die Funktion
Vorderachs-Luftfederbälge befüllen/entleeren.
Ausgangssignal zum Ventil für die Funktion
Liftachsen-/Nachlaufachsen- Luftfederbälge befüllen/entleeren.
Ausgangssignal zum Ventil für die Funktion
Liftachsen-Luftfederbälge befüllen/entleeren.
Ausgangssignal zum Ventil für die Funktion Liftachse
anheben/absenken.
Ausgangssignal zum Steuerventil für die Funktion Luftfederbälge
befüllen/ entleeren.
Eingangssignal vom Bremsleuchtenrelais.
Eingangssignal für Lastverlagerung vom
Instrumententafelschalter.
Ausgangssignal zur Warnleuchte Lastverlagerung.
Eingangssignal vom Schalter für alternative (temporäre)
Fahrgestellhöhe.
Zeitgebersignal von der Bedieneinheit. Das Signal wird
aktiviert, wenn eine Taste auf der Bedieneinheit gedrückt wird.
Das Zeitgebersignal auf Stift 20 wird vom Steuergerät für die
Decodierung des Datensignals auf Stift 21 benötigt.
Datensignal von der Bedieneinheit. Das Zeitgebersignal auf Stift
20 wird vom Steuergerät für die Decodierung des Datensignals
benötigt.
Geschwindigkeitssignal vom Fahrtschreiber.
Nicht belegt.
Eingangssignal vom Bestätigungskontakt der
Doppelachsen-Differentialsperre.
Niveausensorsignal hinten.
Niveausensorsignal vorn.
Masse (Klemme 31).
Nicht belegt.
Ausgangssignal zum Ventil für die Freigabe der Vorderachs-
Federspeicherbremsen.
Nicht belegt.
Nicht belegt.
Nicht belegt.
Ausgangssignal zur Warnleuchte Systemstörung.
Ausgangssignal zur Fahrhöhen- Warnleuchte.
Alte Auslegung: Nicht belegt.
Neue Auslegung: Ausgangssignal zur Anzeigeleuchte
Liftachsenanhub im Schalter. (S105).
Die Erfahrung hat gezeigt, daß es nur selten zum Ausfall eines
Steuergeräts kommt. Daher sind gespeicherte Fehlercodes und die
Sicherungen zu überprüfen, bevor erwogen wird, ein Steuergerät
auszutauschen.
Wird ein Steuergerät ausgetauscht, muß das neue Steuergerät so
programmiert werden, daß die Fahrzeugkonfiguration korrekt
wiedergegeben wird. Das Steuergerät wird mit dem Scania
Programmer 2 programmiert.
Wird ein Steuergerät ausgetauscht, kann es zur Abspeicherung von
Fehlercodes kommen, da das Austausch-Steuergerät noch nicht auf
die Höhen- und Drucksensoren kalibriert ist.
Warnleuchten
Systemstörung
Stell sich eine Systemstörung ein, die vom Steuergerät
identifiziert werden kann, dann wird vom Steuergerät die
Warnleuchte Systemstörung eingeschaltet, um den Benutzer zu
warnen.
Gleichzeitig wird ein Fehlercode im Steuergerätespeicher
abgespeichert. Der Fehlercode kann mit dem Scania Diagnos 2 oder
als Blinkcode ausgelesen werden. Nähere Einzelheiten siehe
Fehlersuche.
Liegt die Störung nicht mehr vor, erlischt die Warnleuchte in
den meisten Fällen automatisch. Der Fehlercode bleibt allerdings
weiterhin abgespeichert.
Kalibrierung
Die Niveau- und Drucksensoren weisen fertigungsbedingte
Toleranzen auf. Diesen Toleranzen wird durch das Steuergerät bei
der Kalibrierung Rechnung getragen.
Für ordnungsgemäße Funktion ist das Steuergerät folglich zu
kalibrieren.
Kalibrierung bedeutet, daß der vom Sensor bei einer spezifischen
Fahrgestellhöhe oder bei druckfreien Luftfederbälgen generierte
Signalwertvom Steuergerät abgespeichert wird. Bei der
Regeltätigkeit werden diese Werte vom Steuergerät in Rechnung
gestellt und damit Fertigungstoleranzen zwischen individuellen
Sensoren kompensiert.
Nähere Einzelheiten zur Kalibrierung siehe Beschreibung der
Arbeitsweise.
Steuergerät der Generation 2.1A
Ab Generation 2.1A kann eine Kalibrierung auch mit dem Scania
Programmer 2 durchgeführt werden.
Steuergeräte der 2. Generation sind gegenwärtig nicht mit PC
kalibrierbar. SP2 wird in naher Zukunft modifiziert, um diese
Funktion auch bereitzustellen.
Befindet sich das Fahrzeug bei einer Fahrgestellhöhe, die sich
von der kalibrierten normalen Fahrgestellhöhe unterscheidet,
dann leuchtet die Fahrhöhen-Warnleuchte auf.
Bei der normalen Fahrgestellhöhe handelt es sich um jene
kalibrierte Fahrgestellhöhe, bei der das Fahrzeug normalerweise
gefahren wird.
Die Fahrgestellhöhe kann durch Liftachsenanhub, Lastverlagerung
und eine Stellanforderung für eine zeitweilig geänderte Höhe
geändert werden. Die Fahrhöhen- Warnleuchte bleibt für die Dauer
der Höhenänderung eingeschaltet und erlischt daraufhin.
Die normale Fahrgestellhöhe wird mit der grünen Taste auf der
Bedieneinheit eingestellt. Nähere Einzelheiten siehe
Bedieneinheit.
Lastverlagerung
Die Warnleuchte Lastverlagerung leuchtet auf, wenn
Lastverlagerung angefordert wurde, und bleibt erleuchtet, bis
die Lastverteilung zwischen den Doppelachsen dem spezifizierten
Wert entspricht.
Die Warnleuchte erlischt automatisch, wenn die Lastverlagerung
manuell unterbrochen (oder zurückgenommen) wird oder wenn
Lastverlagerung mit Zeitbegrenzung zur Anwendung gelangt.
Alte Auslegung: Die
im Schalter verbaute Leuchte leuchtet auch auf, wenn
Liftachsenanhub oder Lastverlagerung angefordert wurde.
Die Leuchte im Schalter erlischt, wenn die Lastverlagerung
manuell unterbrochen wird.
Neue Auslegung: Die
im Schalter verbaute Leuchte leuchtet auf, wenn die Liftachse
angehoben ist, und erlischt, wenn die Liftachse abgesenkt ist.
Die Leuchte zeigt an, daß die Liftachse angehoben ist.
12 0752
Fahrhöhen-Warnleuchte
Warnleuchte Lastverlagerung
Steuergerät der Generation 2.1A: Die
Warnleuchte Lastverlagerung auf der Instrumententafel leuchtet
auf, wenn vom Steuergerät eine Stellanforderung auf
Lastverlagerung empfangen und für zulässig befunden wurde. Die
Leuchte im Schalter leuchtet auf, wenn das Steuergerät eine
komplette Lastverlagerung mit Liftachsenanhub akzeptiert hat,
und erlischt, wenn die Liftachse abgesenkt ist.
Die Leuchte zeigt an, daß das Steuergerät das Anheben der
Liftachse zuläßt.
Die Warnleuchte auf der Instrumententafel ist auch erleuchtet,
wenn die Lastverlagerung allmählich zurückgenommen wird, und
erlischt erst nach vollständiger Beendigung der Lastverlagerung.
Für die Regelung der Luftfederung nutzt das ELC-System der 2.
Generation einen einzelnen oder einen doppelten
Magnetventilblock, V54 oder V54 + V55. In Abhängigkeit von der
Fahrzeugkonfiguration unterscheidet sich die Arbeitsweise des
Magnetventilblocks.
Werkseitig baut Scania vier unterschiedliche Magnetventilblöcke
ein. Als Ersatzteile sind nur zwei Ausführungen lieferbar: Ein
doppelter und ein einzelner Magnetventilblock.
Bestimmte produktionsseitig verwendete Magnetventilblöcke
besitzen eingeschränkte Funktionalität; bei als Ersatzteil
gelieferten Blöcken stehen alle Funktionen zur Verfügung. Wird
ein als Ersatzteil gelieferter Block bei einem Fahrzeug
verwendet, das nur weniger Funktionen benötigt, z.B. bei einem
Fahrzeug mit Federungstyp A, dann werden die entsprechenden
Auslaßöffnungen nicht verwendet und sind mit Stopfen zu
verschließen.
Magnetventilblock V54
Der einzelne Magnetventilblock V54 wird für folgende Fahrzeuge
verwendet:
Fahrwerk/Federung
Lastverlagerung
Magnetventile
4x2A
-
2
4x2B
-
3
6x4A
ohne
2
6x4B
ohne
3
6x4A
mit
3
8x4A
ohne
2
8x4B
ohne
3
8x4A
mit
3
Magnetventilblock V54
1
2
105818
5 4 3
Elektrikanschluß
(3) Auslaß
3 (11/25)
Einlaß
(22) Steuerluft für Hinterachs-Luftfederbälge
(23) Fahrzeuge
mit Federungstyp B: Steuerluft für
Vorderachs-Luftfederbälge Fahrzeuge
mit Federungstyp A und Lastverlagerung: Steuerluft für
Luftfederbälge der nachlaufenden Hinterachse
Das Magnetventil V32 löst die Vorderachs- Feststellbremse während
Ladetätigkeiten. Es wird aktiviert, wenn ein Anheben oder Absenken
der Fahrgestellhöhe angefordert wurde, um Biegebeanspruchungen des
Fahrgestellrahmens zu verhindern.
Einzelheiten siehe Bremssystem.
Sensoren
Höhensensoren T72 und T73
Mit der Umstellung auf das ELC-System der 2. Generation wurden jetzt
für alle Elektrikverbindungen neue, fester sitzende Steckverbinder
eingeführt. Hierbei handelt es sich um Bajonett-Steckverbinder in
Übereinstimmung mit DIN.
Die Fahrgestellhöhe von induktiven Sensoren ermittelt. Die
Niveausensoren sind am Rahmen angebaut und messen den Abstand
zwischen Rahmen und Achse.
Die Niveausensoren bestehen aus einer feststehenden Spule und einem
beweglichen Magnetkern. Wird die Fahrgestellhöhe angehoben oder
abgesenkt, dann wird der Kern entweder weiter in die Spule
hineingeschoben oder aus dieser herausgezogen.
Die Induktivität der Spule ändert sich in Abhängigkeit davon, wie
weit der Kern in die Spule hineinragt.
Vom Steuergerät wird der Sensor mit einem Impuls angesteuert. Die
Impulslänge des Rückmeldesignals ändert sich mit der
Spuleninduktivität.
Durch Auswertung der Impulslänge wird ein Wert errechnet, der die
Fahrgestellhöhe des Fahrzeugs wiedergibt.
Niveausensor
102639
A B
A Ältere Ausführung
B 2. Generation mit DIN-Verbinder
Niveausensor
1
2
4 3
105 827
Anschluß
Spule
Kern
Hebelsicherung
Beispiel:
Die Fahrgestellhöhe wird angehoben. Der Kern wandert in die Spule
hinein. Induktivität und Impulslänge steigen an.
Die Fahrgestellhöhe wird abgesenkt. Der Induktivität und Impulslänge
nehmen ab.
A
300 us
B
Da Kern und Spule keinen Kontakt miteinander haben, entsteht zwischen
diesen beiden Teilen kein Verschleiß. Daher ist das Ausgangssignal des
Sensors ausgesprochen akkurat. Bei der Fehlersuche können bei
angesteuertem Sensor keine Widerstandsänderungen gemessen werden. Der
Widerstand der Sensorspule beträgt konstant 120 Ohm, unabhängig von der
130 us
C
640 us
Stellung des Kerns.
12 0749
A Impulslänge bei normaler Fahrgestellhöhe.
B Impulslänge bei niedriger Induktivität (Fahrgestellhöhe niedrig).
B Impulslänge bei hoher Induktivität (Fahrgestellhöhe angehoben).
Bei Fahrzeugen mit Lastverlagerung wird der Druck in den
Hinterachs-Luftfederbälgen unter Auswertung der Daten von zwei
Drucksensoren eingeregelt. Die Drucksensoren sind an den linken
Luftfederbälgen der Antriebsachse und der Nachlaufachse/ Liftachse
vorgesehen.
Der Drucksensor ist über drei Leitungen angeschlossen. Hierbei handelt
es sich um ein Massekabel, ein Versorgungskabel und ein Signalkabel zum
Steuergerät.
Druck wirkt auf eine Silikonmembran ein, die ihrerseits eine
Wheatstone-Brücke und einen elektronischen Meßverstärker ansteuert. Der
Meßverstärker generiert proportional zum Druck in den Luftfederbälgen
ein Signal zwischen 0,5 und 4,5 Volt. Eine Spannung von 0,5 V entspricht
atmosphärischem Druck (Umgebungsluftdruck, der Druck im Balg beträgt 0
bar), und 4,5 V entspricht einem Druck im Balg von 10 bar. Bei der
Versorgungsspannung handelt es sich um Batteriespannung, + 24 V.
Im Bajonettanschluß des Drucksensors ist eine Bohrung vorgesehen, durch
die atmosphärischer Druck in den Sensor eintreten kann. Diese Bohrung
darf nicht blockiert sein, da der Sensor für Bezugszwecke den
atmosphärischen Druck heranzieht. Die hierfür vom Sensor benötigte Luft
wird dem Sensor über die Verkabelung zugeleitet.
Drucksensor
05 942
Die Bohrung im Elektrikanschluß des Sensors darf nicht blockiert werden.
Die elektronische Niveauregulierung ELC überwacht kontinuierlich ihre
Funktion. Beim Einschalten der Zündung führt das Steuergerät stets einen
Selbsttest durch.
Auftretende und erfaßte Fehler werden durch die Warnleuchte für
Systemfehler angezeigt.
Dem festgestellten Fehler wird ein Fehlercode zugewiesen, der im
Steuergerät gespeichert wird. Der Fehlercode kann mit Hilfe der
Diagnoseleuchte in Form eines Blinkcodes ausgegeben oder mit Scania
Diagnos 2 ausgelesen werden.
Zu Beginn jeder Fehlersuche Fehlercodes auslesen.
Darauf achten, daß im Druckluftsystem Betriebsdruck vorhanden ist. Auf
diese Weise läßt sich das Risiko, bei der Fehlersuche irreführende
Ergebnisse zu erhalten, minimieren.
Fahrzeug vor der Fehlersuche nach Möglichkeit auf normales Fahrniveau
bringen.
Nach Abschluß der Instandsetzungsarbeiten ist der Fehlercodespeicher zu
prüfen. Hierdurch kann sichergestellt werden, daß während der
Instandsetzungsarbeiten keine neuen Fehlercodes gesetzt wurden.
Beim Auftreten schwerwiegender Fehler blinkt die Warnleuchte für
Systemfehler und ein Fehlercode wird gesetzt. Schwerwiegende Fehler
lassen sich in zwei Kategorien unterteilen.
Inkorrektes Read-Only-Memory (ROM). Ein Fehlercode wird gesetzt.
Inkorrekter Arbeitsspeicher (RAM). Ein Fehlercode wird gesetzt.
Die Niveauregulierung entfällt, und die Fahrniveaus können nicht
verändert werden. Tritt einer dieser Fehler auf: Zunächst durch Aus-
und Einschalten der Zündung prüfen. Fehlercode löschen. Blinkt die
Warnleuchte weiterhin, ist das Steuergerät zu erneuern.
Fehler im Kabelstrang des Niveausensors, Drucksensors oder der
Magnetventile (Kurzschluß/Unterbrechung). Ein Fehlercode wird
gesetzt.
Fehler im Niveausensor, Drucksensor oder den Magnetventilen
(Kurzschluß/ Unterbrechung). Ein Fehlercode wird gesetzt.
Inkorrekte Parameter. Ein Fehlercode wird gesetzt.
Inkorrekte Kalibrierungswerte. Ein Fehlercode wird gesetzt.
Die Niveauregulierung entfällt, und die
Fahrniveaus können nicht verändert werden. Die Fahrgestellhöhe kann
manuell über die Fernbedienung eingestellt werden.
Durch Aus- und Einschalten der Zündung prüfen. Ist ein loser
Anschluß Ursache des Fehlers und tritt der Fehler nur zeitweise auf,
normalisiert sich die Niveauregulierung in einigen Fällen wieder.
Der Fehlercode wird im Steuergerät gespeichert.
Die Warnleuchte für Systemfehler leuchtet auch auf, wenn:
Die Zündung eingeschaltet wird. Die
Warnleuchte leuchtet auf und zeigt hierdurch an, daß sie korrekt
funktioniert. Es wird kein Fehlercode gesetzt.
Die Niveauregulierung abgeschlossen ist. Es wird kein Fehlercode
gesetzt.
Die Versorgungsspannung zum Steuergerät zu niedrig ist (zwischen 7,5
und 18 V). Es wird kein Fehlercode gesetzt. Bei einer
Versorgungsspannung von weniger als
Unterbrechung oder Kurzschluß im Bremssignalkreis. Ein Kurzschluß im
Bremssignalversorgungskreis wird als normaler Bremsvorgang
interpretiert und das Steuergerät bricht den Steuervorgang ab. Ist
das Bremssignal länger als fünf Minuten aktiv, ignoriert das
Steuergerät dieses Signal und steuert das System erneut. Sobald der
Fehler nicht mehr auftritt, schaltet das Steuergerät auf
Normalfunktion zurück.
Hebel/Verbindungsstange zum Niveausensor verbogen. Dieser Fehler hat
ein inkorrektes Fahrniveau zur Folge.
Wird die Spule des Niveausensors beschädigt oder tritt Feuchtigkeit
in den Sensor oder den Sensorschalter ein, hat dies ein inkorrektes
Fahrniveau zur Folge.
Ventil zum Anheben/Absenken des
Fahrgestells klemmt in geöffneter Stellung. Das Fahrzeug wird
angehoben und abgesenkt.
Ein Magnetventil zum Befüllen/Entleeren der Luftfederbälge klemmt in
geöffneter Stellung. Das Magnetventil steuert ständig (nach oben und
unten), um das korrekte Fahrniveau einzustellen.
Das Magnetventil zum Anheben/Absenken der Nachlaufachse klemmt in
geöffneter Stellung. Die Nachlaufachse wird zusammen mit den
Luftfederbälgen angehoben/abgesenkt.
Eine geknickte oder verstopfte Leitung zum Magnetventil für das
Lösen der Feststellbremse oder ein klemmendes Ventil kann dazu
führen, daß die Federspeicherbremse vorn beim Anheben/ Absenken
nicht gelöst wird.
Verstopfte Ventilverbindungen zur Nachlaufachsensteuerung. Die
Nachlaufachse ist funktionslos.
Feuchtigkeit in den Drucksensoren. Tritt Feuchtigkeit in den Sensor
oder den Sensorschalter ein, kann dies eine inkorrekte
Lastverteilung zwischen den Hinterachsen zur Folge haben.
Bestimmte interne Fehler im Steuergerät. Die Federung kann nicht
manuell oder automatisch gesteuert werden.
Fehlercodes werden durch Blinksignale der Diagnoseleuchte in der
Instrumententafel ausgegeben.
Diagnoseschalter neben der Diagnoseleuchte mindestens 2 und
höchstens 7 Sekunden drücken.
Schalter loslassen, der erste Fehlercode
wird durch Blinksignale ausgegeben. 1 2
12_0764
ETC
EDC
Die Blinkcodes bestehen aus Zehner- und Einerstellen. Beim Loslassen
des Diagnoseschalters werden zuerst die Zehnerstellen ausgegeben.
Die Blinksignale der Zehnerstellen haben eine niedrige Frequenz.
Nach der Ausgabe der Zehnerstelle wird die Einerstelle ausgegeben.
Die Blinksignale der Einerstellen haben eine hohe Frequenz.
Diagnoseschalter
Diagnoseleuchte
Die Blinksignale werden addiert und der Fehlercode kann in der
Fehlercodeliste nachgeschlagen werden.
Durch nochmaliges Drücken des Diagnoseschalters wird der nächste
Fehlercode ausgegeben.
Um die Blinkcodeausgabe zu wiederholen, muß die Zündung aus- und
wieder eingeschaltet werden.
1
2
0 2 4 6 [s]
Blinkcodes, Zehnerstellen
Blinkcodes, Einerstellen
Hinweis: Wenn
alle drei ELC-Warnleuchten beim Drücken des Diagnoseschalters
aufleuchten, wurde der Schalter zu lange gedrückt und die Ausgabe wird
abgebrochen.
Die Fehlercodes bleiben bis zur beabsichtigten Löschung gespeichert.
Nach der Instandsetzung müssen alle Fehlercodes stets gelöscht werden,
um die nächste Fehlersuche zu erleichtern.
Zündung mit Zündschlüssel ausschalten. Diagnoseschalter drücken und
festhalten.
Zündung einschalten und vor dem Loslassen des Diagnoseschalters
mindestens drei Sekunden warten. Die Fehlercodes wurden gelöscht.
Werden Fehlercodes gelöscht, ohne den Fehler vorher zu beheben, wird
der Fehlercode beim nächsten Einschalten der Zündung erneut gesetzt.
Dies gilt nicht für Fehler, bei denen eine bestimmte Zeitspanne
verstreichen muß, bevor der Fehlercode gesetzt wird.
Die Prüfsumme im ROM-Speicher ist inkorrekt. Die Daten im
ROM-Speicher sind inkorrekt.
Bemerkungen:
-
Maßnahme:
Fehlercode löschen. Steuergerät erneuern, wenn der Fehlercode wieder
gesetzt wird.
Fehlercode 02
Fehler:
Kalibrierfehler - Niveausensor.
Ursache:
Bei der Kalibrierung des Steuergeräts auf die Niveausensoren ist ein
Fehler aufgetreten. Der Fehlercode kann aus einem der folgenden
Gründe gesetzt werden:
Einer der kalibrierten Werte ist außerhalb der Toleranz.
Ein Niveausensor ist defekt.
Der Speicher zur Kalibrierung der Niveausensoren ist defekt.
Die Kalibrierung wurde inkorrekt durchgeführt (zu viele
Masseanschlüsse für das G9 Kabel).
Bemerkungen:
Während der Kalibrierung liest das Steuergerät drei Werte von den
Niveausensoren ab. Das Steuergerät vergleicht die Kalibrierwerte mit
den vorgegebenen Toleranzen.
Maßnahme:
Sicherstellen, daß die Niveausensoren weder beschädigt noch
inkorrekt eingebaut sind.
Widerstand der Niveausensoren prüfen. Der gemessene Widerstand
muß 120 +/- 5 Ohm betragen.
Fehlercode löschen. Niveaus neu kalibrieren.
Wird der Fehlercode erneut gesetzt: Steuergerät erneuern.
Fehlercode 03
Fehler:
Parameterfehler im Steuergerät.
Ursache:
Die Prüfsumme der Parameter ist inkorrekt. Mindestens einer der
Parameter, die den Prozeß beeinflussen, ist inkorrekt.
Möglicherweise wurden auch einer oder mehrere Parameter nicht
programmiert.
Bemerkungen:
Beim Programmieren der Parameter wird für jeden Parameter ein
Prüfwert erstellt. Diese Werte werden zu einer Prüfsumme addiert.
Das Steuergerät prüft diese Summe und setzt ggf. einen Fehlercode.
Maßnahme:
Fehlercode löschen. Wird der Fehlercode erneut gesetzt:
Parameter neu programmieren.
Fehlercode löschen. Steuergerät erneuern, wenn der Fehlercode
wieder gesetzt wird.
Fehlercode 04
Fehler:
Interner Fehler im Steuergerät.
Ursache:
RAM-Speicher defekt. Der RAM-Speicher des Steuergerätes ist defekt.
Bemerkungen:
Das Steuergerät hat bei der Prüfung der Speicherzellen im
RAM-Speicher eine defekte Speicherzelle entdeckt.
Maßnahme:
Fehlercode löschen. Steuergerät erneuern, wenn der Fehlercode wieder
gesetzt wird.
Fehlercode 06
Fehler:
Unterbrechung in der Spannungsversorgung oder interner Fehler im
Steuergerät.
Ursache:
Das Steuergerät hat einen Fehler in einem internen Relais erkannt.
Bemerkungen:
Der Fehlercode kann auch gesetzt werden, wenn die
Spannungsversorgung an Pin 1 des Steuergeräts bei ausgeschalteter
Zündspannung unterbrochen wurde.
Maßnahme:
Sicherstellen, daß an Pin 1 des Steuergeräts (Sicherung 14)
Versorgungsspannung anliegt.
Fehlercode löschen. Steuergerät erneuern, wenn der Fehlercode
wieder gesetzt wird.
Fehlercode 07
Fehler:
Kalibrierfehler - Drucksensor.
Ursache:
Bei der Kalibrierung des Steuergeräts auf die Drucksensoren der
Luftfederbälge ist ein Fehler aufgetreten. Der Fehlercode kann aus
einem der folgenden Gründe gesetzt werden:
Einer der kalibrierten Werte ist außerhalb der Toleranz.
Einer der Drucksensoren ist defekt oder die Luftfederbälge
wurden nicht vollständig entleert.
Der Speicher zur Kalibrierung der Drucksensoren ist defekt.
Bemerkungen:
Während der Kalibrierung verarbeitet das Steuergerät das Signal der
Niveausensoren, wenn das Fahrzeug auf seinen Anschlagpuffern
aufliegt. Das Steuergerät vergleicht diese Werte mit den
vorgegebenen Toleranzen.
Maßnahme:
Anschluß des Drucksensors und Kabel zwischen Steuergerät und
Sensor prüfen.
Fahrzeug absenken, bis der Rahmen auf den Anschlagpuffern
aufliegt. Vollständige Entleerung der Luftfederbälge
sicherstellen. Sicherstellen, daß die Spannung zwischen Pin 7
und Masse 0,5 +/- 0,06 V beträgt. An geeignetem Stecker messen.
Fehlercode löschen.
Das Steuergerät auf die Drucksensoren kalibrieren. Steuergerät
erneuern, wenn der Fehlercode wieder gesetzt wird.
Fehlercode 08
Fehler:
Interner Fehler im Steuergerät.
Ursache:
Inkorrekte Prüfsumme der WABCO-Daten.
Bemerkungen:
Diese Werte wurden bei der Herstellung des Steuergeräts
programmiert.
Tritt dieser Fehler auf, können Scania Diagnos und Scania Programmer
nicht mit dem Steuergerät kommunizieren.
Maßnahme:
Fehlercode löschen. Steuergerät erneuern, wenn der Fehlercode wieder
gesetzt wird.
Fehlercode 09
Fehler:
Interner Fehler im Steuergerät.
Ursache:
Inkorrekte Prüfsumme der vorprogrammierten Niveausensorwerte.
Bemerkungen:
Diese Werte wurden bei der Herstellung des Steuergeräts
programmiert.
Maßnahme:
Fehlercode löschen. Steuergerät erneuern, wenn der Fehlercode wieder
gesetzt wird.
Fehlercode 11
Fehler:
Unterbrechung oder Kurzschluß im Stromkreis des Niveausensors an der
Hinterachse.
Ursache:
Das Steuergerät hat eine Unterbrechung oder einen Kurzschluß an
Batterieplus im Sensor oder dem Kabel an Pin 25 des Steuergeräts
festgestellt.
Bemerkungen:
Das Steuergerät erhält implausible Informationen zur Fahrgestellhöhe
hinten.
Maßnahme:
Anschluß des Sensors und Kabel zwischen Steuergerät und Sensor
prüfen.
Widerstand zwischen den Sensorpins messen. Der gemessene
Widerstand muß 120 +/- 5 Ohm betragen.
Fehlercode 12
Fehler:
Unterbrechung oder Kurzschluß im Stromkreis des Niveausensors an der
Vorderachse.
Ursache:
Das Steuergerät hat eine Unterbrechung oder einen Kurzschluß an
Batterieplus im Sensor oder dem Kabel an Pin 26 des Steuergeräts
festgestellt.
Bemerkungen:
Das Steuergerät erhält implausible Informationen zur Fahrgestellhöhe
vorn.
Maßnahme:
Anschluß des Sensors und Kabel zwischen Steuergerät und Sensor
prüfen.
Widerstand zwischen den Sensorpins messen. Der gemessene
Widerstand muß 120 +/- 5 Ohm betragen.
Fehlercode 15
Fehler:
Kurzschluß im Drucksensor der Hinterachse.
Ursache:
Das Steuergerät hat eine zu hohe Spannung zwischen der Signalleitung
des Drucksensors (Pin 7) und Fahrzeugmasse (Pin 27) festgestellt.
Bemerkungen:
Die Nachlaufachse wird abgesenkt und läßt sich nicht mehr anheben.
Spannung bei normaler Funktion:
0,5 V bei entleerten Luftfederbälgen.
4,5 V bei vollständig befüllten Luftfederbälgen.
Spannungen über 6,4 V werden vom Steuergerät als Kurzschluß an
Batterieplus erfaßt, und ein Fehlercode wird gesetzt.
Maßnahme:
Anschluß des Drucksensors und Kabel zwischen Steuergerät und
Sensor prüfen.
Masseanschluß des Drucksensors prüfen.
Fahrzeug absenken, bis der Rahmen auf den Anschlagpuffern
aufliegt. Vollständige Entleerung der Luftfederbälge
sicherstellen. Sicherstellen, daß die Spannung zwischen Pin 7
und Masse 0,5 +/- 0,06 V nicht
überschreitet. An geeignetem Stecker messen.
Fehlercode 17
Fehler:
Kurzschluß im Stromkreis des Drucksensors an der Nachlaufachse.
Ursache:
Das Steuergerät hat eine zu hohe Spannung zwischen der Signalleitung
des Drucksensors (Pin 6) und Fahrzeugmasse (Pin 27) festgestellt.
Bemerkungen:
Die Nachlaufachse wird abgesenkt und läßt sich nicht mehr anheben.
Spannung bei normaler Funktion:
0,5 V bei entleerten Luftfederbälgen.
4,5 V bei vollständig befüllten Luftfederbälgen.
Spannungen über 6,4 V werden vom Steuergerät als Kurzschluß an
Batterieplus erfaßt, und ein Fehlercode wird gesetzt.
Maßnahme:
Anschluß des Drucksensors und Kabel zwischen Steuergerät und
Sensor prüfen.
Masseanschluß des Drucksensors prüfen.
Fahrzeug absenken, bis der Rahmen auf den Anschlagpuffern
aufliegt. Vollständige Entleerung der Luftfederbälge
sicherstellen. Sicherstellen, daß die Spannung zwischen Pin 6
und Masse 0,5 +/- 0,06 V nicht
überschreitet. An geeignetem Stecker messen.
Fehlercode 21
Fehler:
Kurzschluß im Niveausensor der Hinterachse.
Ursache:
Das Steuergerät hat einen Kurzschluß an Masse im Niveausensor oder
im Kabel an Pin 25 des Steuergeräts festgestellt.
Bemerkungen:
Das Steuergerät erhält keine Informationen zur Fahrgestellhöhe
hinten.
Maßnahme:
Anschluß des Sensors und Kabel zwischen Steuergerät und Sensor
prüfen.
Widerstand zwischen den Sensorpins messen. Der gemessene
Widerstand muß 120 +/- 5 Ohm betragen.
Fehlercode 22
Fehler:
Kurzschluß im Niveausensor der Vorderachse.
Ursache:
Das Steuergerät hat einen Kurzschluß an Masse im Niveausensor oder
im Kabel an Pin 26 des Steuergeräts festgestellt.
Bemerkungen:
Das Steuergerät erhält keine Informationen zur Fahrgestellhöhe vorn.
Maßnahme:
Anschluß des Sensors und Kabel zwischen Steuergerät und Sensor
prüfen.
Widerstand zwischen den Sensorpins messen. Der gemessene
Widerstand muß 120 +/- 5 Ohm betragen.
Fehlercode 25
Fehler:
Unterbrechung oder Kurzschluß im Stromkreis des Drucksensors an der
Hinterachse.
Ursache:
Das Steuergerät hat eine zu niedrige Spannung zwischen der
Signalleitung des Drucksensors (Pin 7) und Fahrzeugmasse (Pin 27)
festgestellt.
Bemerkungen:
Die Nachlaufachse wird abgesenkt und läßt sich nicht mehr anheben.
Spannung bei normaler Funktion:
0,5 V bei entleerten Luftfederbälgen.
4,5 V bei vollständig befüllten Luftfederbälgen.
Spannungen über 125 mV werden vom Steuergerät als Kurzschluß an
Masse oder als Unterbrechung erfaßt.
Maßnahme:
Anschluß des Drucksensors und Kabel zwischen Steuergerät und
Sensor prüfen.
Versorgungsspannung des Drucksensors prüfen.
Fahrzeug absenken, bis der Rahmen auf den Anschlagpuffern
aufliegt. Vollständige Entleerung der Luftfederbälge
sicherstellen. Sicherstellen, daß die Spannung zwischen Pin 7
und Masse 0,5 +/-0,06 V nicht
überschreitet. An geeignetem Stecker messen.
Fehlercode 27
Fehler:
Unterbrechung oder Kurzschluß im Stromkreis des Drucksensors an der
Nachlaufachse.
Ursache:
Das Steuergerät hat eine zu niedrige Spannung zwischen der
Signalleitung des Drucksensors (Pin 6) und Fahrzeugmasse (Pin 27)
festgestellt.
Bemerkungen:
Die Nachlaufachse wird abgesenkt und läßt sich nicht mehr anheben.
Spannung bei normaler Funktion:
0,5 V bei entleerten Luftfederbälgen.
4,5 V bei vollständig befüllten Luftfederbälgen.
Spannungen über 125 mV werden vom Steuergerät als Kurzschluß an
Masse oder als Unterbrechung erfaßt.
Maßnahme:
Anschluß des Drucksensors und Kabel zwischen Steuergerät und
Sensor prüfen.
Versorgungsspannung des Drucksensors prüfen.
Fahrzeug absenken, bis der Rahmen auf den Anschlagpuffern
aufliegt. Vollständige Entleerung der Luftfederbälge
sicherstellen. Sicherstellen, daß die Spannung zwischen Pin 7
und Masse 0,5 +/- 0,06 V nicht
überschreitet. An geeignetem Stecker messen.
Fehlercode 30
Fehler:
Unterbrechung oder Kurzschluß im Stromkreis des Magnetventils zur
Befüllung/Entleerung der Luftfederbälge.
Ursache:
Das Steuergerät hat bei Magnetventil in Ruhestellung eine zu hohe
Spannung oder eine Unterbrechung zwischen Magnetventilversorgung
(Pin 15) und Fahrzeugmasse (Pin 27) festgestellt.
Bemerkungen:
Bei inaktiver Funktion Befüllen/Entleeren der Luftfederbälge und
einer Spannung über 4 V erfaßt das Steuergerät einen Kurzschluß an
Batterieplus, und ein Fehlercode wird gesetzt.
Bei einer Unterbrechung im Stromkreis der Magnetventilspule ist
ein Anheben nicht möglich.
Bei einem Kurzschluß an Batterieplus ist ein Absenken möglich.
Der Fehlercode wird ebenfalls gesetzt, wenn Sicherung 14 bei
eingeschalteter Zündung ausgebaut wird oder durchbrennt.
Maßnahme:
Sicherstellen, daß Sicherung 14 nicht durchgebrannt ist.
Kabel zwischen Pin 15 des Steuergeräts und Ventil prüfen.
Widerstand der Magnetventilspule prüfen. Der Widerstand muß
zwischen 70 und 80 Ohm liegen.
Fehlercode 31
Fehler:
Unterbrechung oder Kurzschluß im Stromkreis des Magnetventils zum
Befüllen/Entleeren der Luftfederbälge an der Hinterachse.
Ursache:
Das Steuergerät hat bei Magnetventil in Ruhestellung eine zu hohe
Spannung oder eine Unterbrechung zwischen Magnetventilversorgung
(Pin 13) und Fahrzeugmasse (Pin 27) festgestellt.
Bemerkungen:
Bei inaktiver Funktion Befüllen/Entleeren der Luftfederbälge und
einer Spannung über 4 V erfaßt das Steuergerät einen Kurzschluß an
Batterieplus, und ein Fehlercode wird gesetzt.
Bei Vorliegen dieses Fehlers kann das Steuergerät die Funktion
Anheben/Absenken hinten nicht ansteuern.
Maßnahme:
Kabel zwischen Pin 13 des Steuergeräts und Ventil prüfen.
Widerstand der Magnetventilspule prüfen. Der Widerstand muß
zwischen 70 und 80 Ohm liegen.
Fehlercode 33
Fehler:
Unterbrechung oder Kurzschluß im Stromkreis des Magnetventils zum
Befüllen/Entleeren der Luftfederbälge an der Nachlaufachse.
Ursache:
Das Steuergerät hat bei Magnetventil in Ruhestellung eine zu hohe
Spannung oder eine Unterbrechung zwischen Magnetventilversorgung
(Pin 12) und Fahrzeugmasse (Pin 27) festgestellt.
Bemerkungen:
Bei inaktiver Funktion Befüllen/Entleeren der Luftfederbälge und
einer Spannung über 4 V erfaßt das Steuergerät einen Kurzschluß an
Batterieplus, und ein Fehlercode wird gesetzt.
Bei Vorliegen dieses Fehlers kann das Steuergerät die Funktion
Anheben/Absenken der Nachlaufachse nicht ansteuern.
Maßnahme:
Kabel zwischen Pin 12 des Steuergeräts und Ventil prüfen.
Widerstand der Magnetventilspule prüfen. Der Widerstand muß
zwischen 70 und 80 Ohm liegen.
Fehlercode 35
Fehler:
Unterbrechung oder Kurzschluß im Stromkreis des Magnetventils zum
Lösen der Feststellbremse vorn.
Ursache:
Das Steuergerät hat bei Magnetventil in Ruhestellung eine zu hohe
Spannung oder eine Unterbrechung zwischen Magnetventilversorgung
(Pin 29) und Fahrzeugmasse (Pin 27) festgestellt.
Bemerkungen:
Bei inaktiver Funktion Befüllen/Entleeren der Luftfederbälge und
einer Spannung über 4 V erfaßt das Steuergerät einen Kurzschluß an
Batterieplus, und ein Fehlercode wird gesetzt.
Das Steuergerät kann die Feststellbremse vorn bei Auftreten dieses
Fehlers nicht lösen.
Hinweis: Bei einem Kurzschluß an Batterieplus ist ein Betätigen der
Federspeicherbremsen vorn nicht möglich.
Maßnahme:
Kabel zwischen Pin 29 des Steuergeräts und Ventil prüfen.
Widerstand der Magnetventilspule prüfen. Der Widerstand muß
zwischen 55 und 65 Ohm liegen.
Fehlercode 36
Fehler:
Unterbrechung oder Kurzschluß im Stromkreis des Magnetventils zum
Befüllen/Entleeren der Luftfederbälge an der Vorderachse.
Ursache:
Das Steuergerät hat bei Magnetventil in Ruhestellung eine zu hohe
Spannung oder eine Unterbrechung zwischen Magnetventilversorgung
(Pin 11) und Fahrzeugmasse (Pin 27) festgestellt.
Bemerkungen:
Bei inaktiver Funktion Befüllen/Entleeren der Luftfederbälge und
einer Spannung über 4 V erfaßt das Steuergerät einen Kurzschluß an
Batterieplus, und ein Fehlercode wird gesetzt.
Bei Vorliegen dieses Fehlers kann das Steuergerät die Funktion
Anheben/Absenken vorn nicht ansteuern.
Maßnahme:
Kabel zwischen Pin 11 des Steuergeräts und Ventil prüfen.
Widerstand der Magnetventilspule prüfen. Der Widerstand muß
zwischen 70 und 80 Ohm liegen.
Fehlercode 37
Fehler:
Unterbrechung oder Kurzschluß im Stromkreis des Magnetventils zum
Anheben/Absenken der Nachlaufachse.
Ursache:
Das Steuergerät hat bei Magnetventil in Ruhestellung eine zu hohe
Spannung oder eine Unterbrechung zwischen Magnetventilversorgung
(Pin 14) und Fahrzeugmasse (Pin 27) festgestellt.
Bemerkungen:
Bei inaktiver Funktion Anheben/Absenken der Nachlaufachse und einer
Spannung über 4 V erfaßt das Steuergerät einen Kurzschluß an
Batterieplus, und ein Fehlercode wird gesetzt.
Bei Vorliegen dieses Fehlers kann das Steuergerät die Funktion
Anheben/Absenken der Nachlaufachse nicht ansteuern.
Maßnahme:
Kabel zwischen Pin 14 des Steuergeräts und Ventil prüfen.
Widerstand der Magnetventilspule prüfen. Der Widerstand muß
zwischen 70 und 80 Ohm liegen.
Fehlercode 40
Fehler:
Kurzschluß im Stromkreis des Magnetventils zum Befüllen/Entleeren
der Luftfederbälge.
Ursache:
Das Steuergerät hat bei aktiviertem Magnetventil eine zu niedrige
Spannung zwischen Magnetventilversorgung (Pin 15) und Fahrzeugmasse
(Pin 27) festgestellt.
Bemerkungen:
Bei aktiver Funktion Befüllen/Entleeren der Luftfederbälge und einer
Spannung unter 2,5 V erfaßt das Steuergerät einen Kurzschluß an
Masse, und ein Fehlercode wird gesetzt.
Bei Vorliegen dieses Fehlers kann das Steuergerät die Funktion
Anheben nicht ansteuern.
Maßnahme:
Kabel zwischen Pin 15 des Steuergeräts und Ventil prüfen.
Widerstand der Magnetventilspule prüfen. Der Widerstand muß
zwischen 70 und 80 Ohm liegen.
Fehlercode 41
Fehler:
Kurzschluß im Stromkreis des Magnetventils zum Befüllen/Entleeren
der Luftfederbälge hinten.
Ursache:
Das Steuergerät hat bei aktiviertem Magnetventil eine zu niedrige
Spannung zwischen Magnetventilversorgung (Pin 13) und Fahrzeugmasse
(Pin 27) festgestellt.
Bemerkungen:
Bei aktiver Funktion Befüllen/Entleeren der Luftfederbälge und einer
Spannung unter 2,5 V erfaßt das Steuergerät einen Kurzschluß an
Masse, und ein Fehlercode wird gesetzt.
Bei Vorliegen dieses Fehlers kann das Steuergerät die Funktion
Anheben nicht ansteuern.
Maßnahme:
Kabel zwischen Pin 13 des Steuergeräts und Ventil prüfen.
Widerstand der Magnetventilspule prüfen. Der Widerstand muß
zwischen 70 und 80 Ohm liegen.
Fehlercode 43
Fehler:
Kurzschluß im Stromkreis des Magnetventils zum Befüllen/Entleeren
der Luftfederbälge der Nachlaufachse.
Ursache:
Das Steuergerät hat bei aktiviertem Magnetventil eine zu niedrige
Spannung zwischen Magnetventilversorgung (Pin 12) und Fahrzeugmasse
(Pin 27) festgestellt.
Bemerkungen:
Bei aktiver Funktion Befüllen/Entleeren der Luftfederbälge der
Nachlaufachse und einer Spannung unter 2,5 V erfaßt das Steuergerät
einen Kurzschluß an Masse, und ein Fehlercode wird gesetzt.
Bei Vorliegen dieses Fehlers kann das Steuergerät die Funktion
Anheben/Absenken der Nachlaufachse nicht ansteuern.
Maßnahme:
Kabel zwischen Pin 12 des Steuergeräts und Ventil prüfen.
Widerstand der Magnetventilspule prüfen. Der Widerstand muß
zwischen 70 und 80 Ohm liegen.
Fehlercode 45
Fehler:
Kurzschluß im Stromkreis des Magnetventils zum Lösen der
Feststellbremse vorn.
Ursache:
Das Steuergerät hat bei aktiviertem Magnetventil eine zu niedrige
Spannung zwischen Magnetventilversorgung (Pin 29) und Fahrzeugmasse
(Pin 27) festgestellt.
Bemerkungen:
Bei aktiver Funktion Lösen der Feststellbremse vorn und einer
Spannung unter 2,5 V erfaßt das Steuergerät einen Kurzschluß an
Masse, und ein Fehlercode wird gesetzt.
Das Steuergerät kann die Feststellbremse vorn bei Auftreten dieses
Fehlers nicht lösen.
Maßnahme:
Kabel zwischen Pin 29 des Steuergeräts und Ventil prüfen.
Widerstand der Magnetventilspule prüfen. Der Widerstand muß
zwischen 70 und 80 Ohm liegen.
Fehlercode 46
Fehler:
Kurzschluß im Stromkreis des Magnetventils zum Befüllen/Entleeren
der Luftfederbälge vorn.
Ursache:
Das Steuergerät hat bei aktiviertem Magnetventil eine zu niedrige
Spannung zwischen Magnetventilversorgung (Pin 11) und Fahrzeugmasse
(Pin 27) festgestellt.
Bemerkungen:
Bei aktiver Funktion Befüllen/Entleeren der Luftfederbälge vorn und
einer Spannung unter 2,5 V erfaßt das Steuergerät einen Kurzschluß
an Masse, und ein Fehlercode wird gesetzt.
Bei Vorliegen dieses Fehlers kann das Steuergerät die Funktion
Anheben/Absenken vorn nicht ansteuern.
Maßnahme:
Kabel zwischen Pin 11 des Steuergeräts und Ventil prüfen.
Widerstand der Magnetventilspule prüfen. Der Widerstand muß
zwischen 70 und 80 Ohm liegen.
Fehlercode 47
Fehler:
Kurzschluß im Stromkreis des Magnetventils zum Anheben/Absenken der
Nachlaufachse.
Ursache:
Das Steuergerät hat bei aktiviertem Magnetventil eine zu niedrige
Spannung zwischen Magnetventilversorgung (Pin 14) und Fahrzeugmasse
(Pin 27) festgestellt.
Bemerkungen:
Bei aktiver Funktion Anheben/Absenken der Nachlaufachse und einer
Spannung unter 2,5 V erfaßt das Steuergerät einen Kurzschluß an
Masse, und ein Fehlercode wird gesetzt.
Bei Vorliegen dieses Fehlers kann das Steuergerät die Funktion
Anheben/Absenken der Nachlaufachse nicht ansteuern.
Maßnahme:
Kabel zwischen Pin 14 des Steuergeräts und Ventil prüfen.
Widerstand der Magnetventilspule prüfen. Der Widerstand muß
zwischen 70 und 80 Ohm liegen.
Fehlercode 51
Fehler:
Unzureichende Steuerung bei Steuergeräteanforderung einer Anhebung
hinten.
Ursache:
Der Niveausensor hinten hat 30 Sekunden lang ein Niveau angezeigt,
das niedriger ist, als das vom Steuergerät angeforderte Niveau.
Bemerkungen:
Der Fehlercode kann erst 15 Minuten nach Einschalten der Zündung
gesetzt werden, wenn die Zündung vorher mindestens 10 Sekunden
ausgeschaltet war.
Hierdurch wird ein ausreichender Druck im Druckluftsystem
sichergestellt.
Maßnahme:
Luftdruck prüfen. Sicherstellen, daß die Luft in die Luftfederbälge
strömen kann. Auf Undichtigkeiten, Verstopfungen und klemmende
Ventile prüfen. Sicherstellen, daß die Verbindungsstange und der
Hebel des Sensors nicht verbogen sind oder sich gelöst haben.
Fehlercode 52
Fehler:
Unzureichende Steuerung bei Steuergeräteanforderung einer Anhebung
vorn.
Ursache:
Der Niveausensor vorn hat 30 Sekunden lang ein Niveau angezeigt, das
niedriger ist, als das vom Steuergerät angeforderte Niveau.
Bemerkungen:
Der Fehlercode kann erst 15 Minuten nach Einschalten der Zündung
gesetzt werden, wenn die Zündung vorher mindestens 10 Sekunden
ausgeschaltet war.
Hierdurch wird ein ausreichender Druck im Druckluftsystem
sichergestellt.
Maßnahme:
Luftdruck prüfen. Sicherstellen, daß die Luft in die Luftfederbälge
strömen kann. Auf Undichtigkeiten, Verstopfungen und klemmende
Ventile prüfen. Sicherstellen, daß die Verbindungsstange und der
Hebel des Sensors nicht verbogen sind oder sich gelöst haben.
Fehlercode 57
Fehler:
Unzulässige Steuerung der Steuergeräteanforderung, den Luftdruck in
den Luftfederbälgen der Nachlaufachse zu erhöhen.
Ursache:
Der Drucksensor hat 30 Sekunden lang ein Drucksignal geliefert, das
niedriger ist, als der einzustellende Druck.
Bemerkungen:
Der Fehlercode kann erst 15 Minuten nach Einschalten der Zündung
gesetzt werden, wenn die Zündung vorher mindestens 10 Sekunden
ausgeschaltet war.
Hierdurch wird ein ausreichender Druck im Druckluftsystem
sichergestellt.
Maßnahme:
Luftdruck prüfen. Sicherstellen, daß die Luft in die Luftfederbälge
strömen kann. Auf Undichtigkeiten, Verstopfungen und klemmende
Ventile prüfen.
Fehlercode 61
Fehler:
Unzureichende Steuerung bei Steuergeräteanforderung einer Absenkung
hinten.
Ursache:
- Der Niveausensor hinten hat 30 Sekunden lang ein Niveau angezeigt,
das höher ist, als das vom Steuergerät angeforderte Niveau.
Bemerkungen:
Der Fehlercode kann erst 15 Minuten nach Einschalten der Zündung
gesetzt werden, wenn die Zündung vorher mindestens 10 Sekunden
ausgeschaltet war.
Hierdurch wird ein ausreichender Druck im Druckluftsystem
sichergestellt.
Maßnahme:
Leitungen auf Durchgängigkeit prüfen. Sicherstellen, daß die
Verbindungsstange und der Hebel des Sensors nicht verbogen sind oder
sich gelöst haben. Prüfen, ob das Ventil in Anhebestellung klemmt.
Sicherstellen, daß keine mechanische Behinderung der Bewegung nach
unten besteht.
Sicherstellen, daß die Drucksensoren korrekt funktionieren und nicht
nur einen Spannungswert ausgeben. Liegt kein Druck an, muß die
Spannung am Drucksensor
0,5 +/- 0,06 V betragen.
Fehlercode 62
Fehler:
Unzureichende Steuerung bei Steuergeräteanforderung einer Absenkung
vorn.
Ursache:
Der Niveausensor vorn hat 30 Sekunden lang ein Niveau angezeigt, das
höher ist, als das vom Steuergerät angeforderte Niveau.
Bemerkungen:
Der Fehlercode kann erst 15 Minuten nach Einschalten der Zündung
gesetzt werden, wenn die Zündung vorher mindestens 10 Sekunden
ausgeschaltet war.
Hierdurch wird ein ausreichender Druck im Druckluftsystem
sichergestellt.
Maßnahme:
Leitungen auf Durchgängigkeit prüfen. Sicherstellen, daß die
Verbindungsstange und der Hebel des Sensors nicht verbogen sind oder
sich gelöst haben. Prüfen, ob das Ventil in Anhebestellung klemmt.
Sicherstellen, daß keine mechanische Behinderung der Bewegung nach
unten besteht.
Fehlercode 65
Fehler:
Unzulässige Steuerung der Steuergeräteanforderung, den Luftdruck in
den Luftfederbälgen der Hinterachse zu reduzieren.
Ursache:
Der Drucksensor hat 30 Sekunden lang ein Drucksignal geliefert, das
höher ist, als der einzustellende Druck.
Bemerkungen:
Der Fehlercode kann erst 15 Minuten nach Einschalten der Zündung
gesetzt werden, wenn die Zündung vorher mindestens 10 Sekunden
ausgeschaltet war.
Hierdurch wird ein ausreichender Druck im Druckluftsystem
sichergestellt.
Maßnahme:
Luftdruck prüfen. Sicherstellen, daß die Luft in die Luftfederbälge
strömen kann. Auf Undichtigkeiten, Verstopfungen und klemmende
Ventile prüfen.
Sicherstellen, daß die Drucksensoren korrekt funktionieren und nicht
nur einen Spannungswert ausgeben. Liegt kein Druck an, muß die
Spannung am Drucksensor
0,5 +/- 0,06 V betragen.
Fehlercode 67
Fehler:
Unzulässige Steuerung der Steuergeräteanforderung, den Luftdruck in
den Luftfederbälgen der Nachlaufachse zu reduzieren.
Ursache:
Der Drucksensor hat 30 Sekunden lang ein Drucksignal geliefert, das
höher ist, als der einzustellende Druck.
Bemerkungen:
Der Fehlercode kann erst 15 Minuten nach Einschalten der Zündung
gesetzt werden, wenn die Zündung vorher mindestens 10 Sekunden
ausgeschaltet war.
Hierdurch wird ein ausreichender Druck im Druckluftsystem
sichergestellt.
Maßnahme:
Luftdruck prüfen. Sicherstellen, daß die Luft in die Luftfederbälge
strömen kann. Auf Undichtigkeiten, Verstopfungen und klemmende
Ventile prüfen.
Sicherstellen, daß die Drucksensoren korrekt funktionieren und nicht
nur einen Spannungswert ausgeben. Liegt kein Druck an, muß die
Spannung am Drucksensor
0,5 +/- 0,06 V betragen.
Fehlercode 80
Fehler:
Interner Fehler im Steuergerät.
Ursache:
Inkorrekte Prüfsumme der WABCO-Daten.
Bemerkungen:
Das System wird sofort heruntergefahren.
Maßnahme:
Fehlercode löschen. Wird der Fehlercode erneut gesetzt, ist das
Steuergerät zu erneuern.
Fehlercode 81
Fehler:
Unterbrechung oder Kurzschluß im Signalstromkreis des Tachometers.
Ursache:
Das Steuergerät hat eine Unterbrechung oder einen Kurzschluß an
Batterieplus an Pin 22 erkannt.
Bemerkungen:
Die manuelle Niveauregulierung über die Fernbedienung ist normal;
eine schnelle Niveauänderung bei stehendem Fahrzeug ist nicht
möglich. Die Prüfung erfolgt einmal pro Minute.
Maßnahme:
Kabel zwischen Pin 22 des Steuergeräts und Fahrtenschreiber prüfen.
Bei 8x2/4-Fahrzeugen mit A- oder B-Federung und zwei Nachlaufachsen
wird die vordere Nachlaufachse über einen separaten Schalter in der
Instrumententafel gesteuert. Diese Funktion ist vollständig manuell
und vom ELC-Steuergerät unabhängig.
Der Schalter steuert zwei Magnetventile (V71 und V72). V72 entleert
die Luftfederbälge,
während V71 die Luftfederbälge der Nachlaufachse zum Anheben der
Nachlaufachse befüllt.
Funktioniert eines der Ventile nicht korrekt, wird die Nachlaufachse
nicht angehoben.
Arbeiten unter luftgefederten Fahrzeugen dürfen nicht so ausgeführt
werden, daß die Gefahr von Personenschäden besteht.
Wenn der Rahmen auf die Achse herunterfällt, kann er Quetsch- und
Schlagverletzungen verur- sachen.
! WARNUNG!
Bei Arbeiten unter einem luftgefederten Fahrzeug immer Unterstellböcke
ver- wenden.
Der Rahmen kann auf die Achse hinunterfallen, wenn:
ein Luftbalg beschädigt wird.
eine Luftleitung getrennt wird.
ein Ventil für die Entleerung der Bälge unter Spannung gesetzt wird.
ein Niveauventil sich bei laufendem Motor dreht.
Fahren von luftgefederten Fahrzeugen
Beim Fahren muß das Fahrzeug das kalibrierte normale Fahrniveau
haben.
Um das normale Fahrniveau einzustellen, muß der Schalter für
Kneeling in seine obere Stellung gedrückt werden. Alternativ hierzu
kann der Schalter für die Niveauänderung nach oben oder unten
gedrückt werden, bis die Lampe für Niveaufehler erlöscht.
Das Fahrzeug darf nur in Ausnahmefällen mit einem anderen Niveau als
dem normalen Fahr- niveau gefahren werden.
Bergen
Um das Bergen zu ermöglichen, wenn das ELC- Steuergerät vollständig
außer Funktion ist und die Federungsbälge leer sind, kann das System
manuell über drei Einfüllnippel (ähnlich Reifen- ventilen) befüllt
werden.
Weiteres siehe Arbeitsbeschreibung unter Ein- stellung der Balghöhe.
ELC (Electronic Level Control) ist eine elek- tronische Steuerung
der Luftfederung des Fahrzeugs. ELC bietet eine ganze Reihe an
Vorteilen gegenüber einer mechanischen Luft- federung:
Weniger Luftverbrauch während der Fahrt.
Einfacheres Luftleitungs- und Ventilsystem.
Das Fahrniveau wird beim Bremsen und in Kurven nicht beeinflußt.
Möglichkeit für temporäres Fahrniveau.
Verbesserte Funktion bei Niveauregulie- rung.
Verbesserte Funktion bei Kneeling.
Systembeschreibung
Das Luftfederungssystem wird in einem mit ELC ausgerüsteten Bus von
einem Steuergerät geregelt. Bei einem Gelenkbus wird das System von
zwei Steuergeräten geregelt, eines für Vorder- und mittlere Achse
und eines für die angetriebene Hinterachse.
Das Steuergerät erfaßt laufend die Höhe des Fahrzeugs mit Hilfe der
Niveaugeber, einer vorn und zwei hinten. Gelenkbusse haben außerdem
zwei Geber an der mittleren Achse.
Die Niveaugeber, die individuell kalibriert werden, um eine exakte
Niveauregulierung ausführen zu können, liefern eine Spannung an das
Steuergerät, das diese Spannung mit dem kalibrierten Spannungsniveau
vergleicht.
Ist eine Niveauregulierung erforderlich (die Spannung ist zu hoch
oder zu niedrig), regelt das Steuergerät die Luftmenge in den Bälgen
über zwei bzw. drei Magnetventilblöcken bei Gelenkbussen.
Auf diese Weise wird sichergestellt, daß das Fahrzeug unabhängig von
der Belastung ein konstantes Niveau hat.
Das normale Fahrniveau ist das Niveau, mit dem das Fahrzeug
normalerweise gefahren werden sollte. Ist das Fahrzeug nicht auf
nor- males Fahrniveau eingestellt, leuchtet die Warnlampe für
Niveaufehler.
Das normale Fahrniveau wird in Zusammen- hang mit der
Niveaukalibrierung eingestellt. Die Kalibrierung muß jedesmal
ausgeführt werden, wenn das Steuergerät oder ein Niveau- geber
ausgetauscht wird.
Ändert sich das Niveau des Fahrzeugs bei aus- geschalteter
Zündspannung z.B. aufgrund einer Leckage, kehrt das Fahrzeug nicht
zum norma- len Fahrniveau zurück, wenn die Spannung eingeschaltet
wird. Das normale Fahrniveau muß in diesem Fall mit dem Schalter für
Knee- ling-Abbruch eingestellt werden oder durch Drücken des
Schalters für Niveauanhebung, nachdem der Motor gestartet wurde, bis
die Niveaulampe erlischt.
Das Fahrniveau kann kurzzeitig mit einem Schalter am Armaturenbrett
um circa 110 mm angehoben bzw. um circa 75 mm abgesenkt werden.
Näheres unter Bedienelemente und Handhabung.
Beim Fahren mit einem zu hohen Niveau ver- schlechtert sich die
Stabilität des Fahrzeugs. Das Fahren mit einem anderen als dem
norma- len Fahrniveau muß als vorübergehend betrachtet und sollte
vermieden werden.
Eine Niveauänderung ist zulässig bei
einem höheren Luftdruck als 5 bar.
eingeschaltetem Motor.
einer Geschwindigkeit unter 30 km/h. Beträgt die Geschwindigkeit
mehr als
30 km/h, kehrt das Fahrzeug automatisch zum normalen Fahrniveau
zurück.
Fahrniveau 2
Das Fahrzeug kann mit einem Fahrniveau 2 programmiert werden. Dies
beinhaltet, daß das Niveau circa 20 mm abgesenkt wird, wenn die
Geschwindigkeit 25 km/h unterschreitet.
Das Fahrniveau 2 wird dann beibehalten, bis die Geschwindigkeit 45
km/h überschreitet, bei der sich das normale Fahrniveau automatisch
einstellt.
Ist das Fahrniveau 2 aktiviert, betrachtet das Steuergerät dieses
Niveau als normales Fahrni- veau. Das bedeutet, daß die
Niveaufehlerlampe nicht leuchtet.
Achtung! Bei
einem stillstehendem Fahrzeug, bei dem das Steuergerät auf
Fahrniveau 2 pro- grammiert ist, ist das Fahrniveau 20 mm nied-
riger als das kalibrierte Fahrniveau. Dies muß bei der
Kontrollmessung der Balghöhe berück- sichtigt werden.
Das Fahrniveau 2 wird im Steuergerät mit Hilfe von Scania Programmer
2 programmiert.
Diese Funktion senkt die Höhe am Einstieg um 70 - 110 mm je nach Typ
des Kneelings. Wird Kneeling über den Schalter aktiviert, wird der
Federungsbalg/bälge bis zum Erreichen des richtigen Kneelingniveaus
entleert.
Das Fahrzeug kann mit drei verschiedenen Typen von
Kneelingfunktionen ausgerüstet werden:
Einstiegskneeling vorn, rechts oder links
die ganze Front
die ganze Seite, rechts oder links (von Feb. 99 an)
Der Typ der Kneelingfunktion wird im Steuer- gerät mit Hilfe von
Scania Programmer 2 pro- grammiert.
Kneeling ist zulässig bei
einem höheren Luftdruck als 5 bar.
eingeschaltetem Motor.
angesetzter Feststell- oder Haltestellen- bremse.
zulässigem Signal von der Tür/den Türen. Diese Funktion variiert in
Abhängigkeit davon, wie sich die Kneelingfunktion im Verhältnis zur
Türfunktionalität verhalten soll.
Kippschutz
Das Steuergerät kann mit der Funktion Kipp- schutz programmiert
werden. D.h. daß ELC das Niveau maximal senkt, wenn sich das
Fahrzeug mehr gesetzlich zulässig neigt. Diese Funktion ist in
manchen Ländern vorgeschrie- ben.
Die Funktion tritt in Kraft, wenn der Unter- schied zwischen den
Niveausignalen vom rech- ten und vom linken Niveaugeber unzulässig
groß ist.
Der Kippschutz wird im Steuergerät mit Hilfe von Scania Programmer 2
programmiert.
Das Fahrzeug kann mit Niveauregulierung aus- gerüstet werden.
104 118
Das Fahrniveau wird dann mit einem zurückfe- dernden Schalter mit
drei Stellungen (S522) geregelt, der sich am Armaturenbrett
befindet.
Schalter mit 3 Stellungen (S522)
Anheben
Um das Fahrniveau anzuheben, muß der Schal- ter in seine obere
Stellung gedrückt werden.
Die Warnlampe für Niveaufehler leuchtet. Wird der Schalter
losgelassen, wird das Anhe- ben unterbrochen und dann bei erneut
gedrück- tem Schalter fortgesetzt.
Absenken
Den Schalter in seine untere Stellung drücken. Das Absenken
funktioniert des weiteren genauso wie das Anheben.
Zurückkehren
Um zum normalen Fahrniveau zurückzukeh- ren, gibt es zwei
alternative Methoden:
Der Schalter für die Niveauänderung wird in seine obere bzw. untere
Stellung gedrückt und dort gehalten. Wird das nor- male Fahrniveau
erreicht, wird das Absen- ken bzw. Anheben abgebrochen und die
Warnlampe für Niveaufehler erlischt. Den Schalter loslassen.
Ist das Fahrzeug mit Kneelingfunktion aus- gerüstet, kann die
Niveauänderung durch Drücken des Schalters für Kneeling in seine
obere Stellung zurückgesetzt werden.
Die Kneelingfunktion wird mit einem zurück- federnden Schalter mit
drei Stellungen gesteu- ert, der sich am Armaturenbrett befindet.
Wird der Schalter in seine untere Stellung gedrückt und dort
gehalten, verringert sich die Einstiegshöhe.
Wird der Schalter losgelassen, wird die Knee- lingfunktion
unterbrochen und dann bei erneu- tem Drücken des Schalters
fortgesetzt.
Zurückkehren
Um die Kneelingfunktion abzubrechen, muß der Schalter für mindestens
0,5 Sekunden in seine obere Stellung gedrückt werden. Das Fahrzeug
kehrt dann zu seinem normalen Fahr- niveau zurück. Das Anheben wird
auch bei Loslassen des Schalters fortgesetzt, bis das normale
Fahrniveau erreicht wird.
Für ELC wird in allen Fahrzeugtypen dasselbe Steuergerät verwendet.
Gelenkbusse haben zwei Steuergeräte, eines für die Vorder- und
mittlere Achse und eines für die angetriebene Hinterachse.
Das vordere und das hintere Steuergerät dürfen nicht verwechselt
werden.
Programmierung
Die Funktion des Steuergerätes wird durch eine Anzahl von Parametern
bestimmt. Ausgehend von der Einstellung dieser arbeitet das Steuer-
gerät auf unterschiedliche Weise. Für ein kor- rektes Verhalten des
Fahrzeugs ist es wichtig, daß die Programmierung richtig ausgeführt
wird und die tatsächliche Konfiguration des Fahrzeugs beschreibt.
Bei der Programmierung wird dem Steuergerät eine logische Adresse
zugeteilt. Wenn Scania Diagnos oder Scania Programmer nach einem
Steuergerät sucht, verwendet es die logische Adresse, um die
Steuergeräte voneinander zu unterscheiden.
Die logischen Adressen sind:
10 für einen Bus.
11 für einen Gelenkbus, vorn.
12 für einen Gelenkbus, hinten.
Die Programmierung wird mit Hilfe von Scania Programmer 2 (SP2)
vorgenommen.
Gelenkbus
Bei der Programmierung von einem Gelenkbus scheinen das vordere und das
hintere Steuerge- rät gleich programmiert zu sein. Dies gilt jedoch nur
für die Funktionen, die bei der Pro- grammierung mit SP2 wählbar sind.
Abhängig vom Bustyp werden auch einige Parameter automatisch im
Steuergerät pro- grammiert.Dies wird jedoch in SP2 nicht ange- zeigt.
Aufgrund dieser automatischen Programmierung ist es wichtig, daß die
Typen- bezeichnung bei der Programmierung korrekt angegeben wird. SP2
verwendet die Typenbe- zeichnung um sicherzustellen, daß das Steuer-
gerät richtig programmiert wird.
Frontkneeling kann im hinteren Steuergerät nicht programmiert werden.
Austauschen des Steuergerätes
Die Erfahrung hat gezeigt, daß Fehler am Steu- ergerät selten sind.
Deshalb sollten Fehlercodes abgerufen und Sicherungen kontrolliert wer-
den, bevor das Steuergerät ausgetauscht wird.
Beim Austauschen eines Steuergerätes muß das neue Steuergerät
programmiert werden, um zur Konfiguration des Fahrzeugs zu passen. Es
können nun Fehlercodes erzeugt werden, weil das Steuergerät hinsichtlich
der Niveaugeber nicht mehr kalibriert ist.
Die Programmierung wird mit Hilfe von Sca- nia Programmer 2 vorgenommen.
Nach der Herstellung haben die Niveaugeber individuelle Unterschiede.
Diese Unterschiede berücksichtigt das Steuergerät bei der Kalibrie-
rung.
Die Kalibrierung beinhaltet, daß der Wert, den der Geber bei einer
gewissen Höhe angibt, im Steuergerät gespeichert wird. Bei der Regulie-
rung berücksichtigt dann das Steuergerät die- sen Wert und kompensiert
die Unterschiede in der Toleranz.
Ist das Steuergerät nicht kalibriert, wird es nicht korrekt arbeiten.
Die Kalibrierung muß deshalb immer ausgeführt werden, wenn einer der
Niveaugeber oder das Steuergerät ausge- tauscht werden.
Die Kalibrierung wird am einfachsten mit Sca- nia Programmer 2
vorgenommen, kann aber auch manuell ausgeführt werden. Näheres in der
Arbeitsbeschreibung.
Wenn ein Fehler im System entsteht, den das Steuergerät identifizieren
kann, warnt das Steuergerät davor durch Aufleuchten der Warnlampe für
Systemfehler.
Warnlampe für Systemfehler
Gleichzeitig wird ein Fehlercode erzeugt, der im Speicher des
Steuergerätes abgespeichert wird. Der Fehlercode kann dann mittels
Scania Diagnos 2 oder über Blinkcodes abgerufen werden. Dies wird im
Abschnitt ”Fehlersuche” näher erläutert.
Sollte der Fehler verschwinden, erlischt die Warnlampe in den meisten
Fällen von selbst. Der Fehlercode bleibt jedoch im Speicher bestehen.
Niveaufehler
Hat das Fahrzeug ein anderes Niveau als das kalibrierte normale
Fahrniveau, leuchtet die Warnlampe für Niveaufehler.
Das normale Fahrniveau ist jenes kalibrierte Niveau, mit dem das
Fahrzeug normalerweise gefahren werden sollte.
Bei einem Fahrzeug, das mit dem Fahrniveau 2 programmiert ist,
betrachtet das Steuergerät dieses Niveau als das normale Fahrniveau,
wenn die Funktion aktiv ist. Die Warnlampe leuchtet beim Fahrniveau 2
nicht auf.
Die Fahrgestellhöhe wird mit drei Niveauge- bern gemessen, einer vorn
und zwei hinten. Ein Gelenkbus hat außerdem zwei Geber an der mittleren
Achse. Die Niveaugeber sind am Rahmen angeordnet und messen, über ein
Gestänge, den Abstand zwischen Achse und Rahmen.
Die Niveaugeber bestehen aus einem Schleif- kontakt und einem
Widerstand. Wird das Fahr- zeug angehoben oder abgesenkt, gleitet der
Schleifkontakt über den Widerstand. Der Widerstand im Kreis wird erhöht
bzw. verrin- gert, was bewirkt, daß auch die Spannungssi- gnale an das
Steuergerät sich erhöhen bzw. verringern.
Die Niveaugeber werden mit 5,0 V versorgt. Die Spannung von den
Niveaugebern an das Steuergerät schwankt zwischen 1,7 V bei dem
niedrigsten Niveau und 3,4 V beim Maximalni- veau. Bei dem kalibrierten
normalen Fahrni- veau beträgt die Spannung von den Gebern
2,5 V.
Druckwächter
ELC nutzt den normalen Druckwächter (T4) des Druckluftsystems, um die
Möglichkeit zur Niveauabsenkung auszuschließen, wenn der Luftdruck zu
niedrig ist.
Sinkt der Luftdruck im System unter 5 bar, ver- hindert das Steuergerät
Absenken und Knee- ling. Das Anheben ist jedoch zulässig.
Einfüllventile
Am Fahrzeug befinden sich drei Einfüllventile vom Reifenventiltyp. Über
diese kann Luft direkt in die Bälge gefüllt werden.
Die Einfüllventile werden in Zusammenhang mit der Niveaukalibrierung
verwendet, können aber auch verwendet werden, ein Bergen bei
ausgefallenem ELC-System zu ermöglichen.
Die/das Steuergerät(e) sind vorn im Dach über der
Zentral-Elektrikeinheit eingebaut
Steuergerätefehler treten nur selten auf. Daher müssen vor dem
Erneuern eines Steuergeräts stets Fehlercodes und Sicherungen
geprüft werden.
Einbaulage des Steuergeräts im Bus
! ACHTUNG!
Fahrzeuge mit Luftfederung sind vor der Durchführung von Arbeiten
unter dem Fahrzeug stets mit Unterstellböcken abzustützen.
Beim Erneuern eines fehlerhaften Bauteils kann sich das Fahrniveau
plötzlich ändern.
Einbaulage des Steuergeräts im Gelenkbus
B
A A
116 208
116 209
A = Steuergerät vorn B = Steuergerät hinten
Die im folgenden beschriebenen Maßnahmen durchführen:
Zündspannung ausschalten.
Steuergerät abklemmen.
Schrauben herausdrehen.
Neues Steuergerät einbauen.
Als Austauschteil ist das Steuergerät werkseitig mit
Standardeinstellungen programmiert. Es verfügt jedoch nicht über
die Kalibrierung der Niveausensoren. Damit das Steuergerät
einwandfrei arbeitet, muß es auf die korrekte Konfiguration
programmiert werden.
Neues Steuergerät mit Scania Programmer 2 (SP2) programmieren.
Steuergerät auf Niveausensoren kalibrieren. Die Kalibrierung ist
am einfachsten mit SP2, sie kann jedoch auch manuell erfolgen (für
weitere Informationen, siehe Normal- Fahrniveau einstellen).
Für ELC werden zwei verschiedene Magnetventilblöcke verwendet.
Der erste Magnetventilblock wird an der Vorderachse, der zweite
an der Hinterachse und bei Gelenkbussen an der mittleren Achse
eingesetzt.
Der vordere Magnetventilblock verfügt über ein zusätzliches
Ventil für die schnellere Entleerung der Luftfederbälge bei
eingeschalteter Haltestellenabsenkung.
Druckluftsystem vor dem Erneuern des Magnetventilblocks
entleeren.
Stecker (DIN-Stecker) anziehen, bis ein Klicken hörbar ist.
Magnetventilblock, vorn
109 354
1
2 3
4
Magnetventilblock, Mitte/hinten
109 355
1
2 3
4
(3) Auslaß
(1) Zufuhr
(21) Steuerluft zu den Luftfederbälgen rechts 4 (22)
Steuerluft zu den Luftfederbälgen links
Bei Rechtslenkern sind die Steuerleitungen (Auslaß 21 und 22) auf
der anderen Seite eingebaut.
Die Einstellung der Normalhöhe der Federbälge ist äußerst wichtig
für die Gewährleistung eines optimalen Fahrkomforts und
Fahrverhaltens.
Die Einstellung besteht aus drei Schritten:
Kalibrierung
Einstellung der Federbalghöhe
Einstellung der Hebelposition
! ACHTUNG!
Fahrzeuge mit Luftfederung sind vor der Durchführung von Arbeiten
unter dem Fahrzeug stets mit Unterstellböcken abzustützen.
Das Heben/Senken erfolgt sehr schnell.
Hebel keinesfalls bei drehendem Motor lösen. Es besteht
Verletzungsgefahr. Vor der Durchführung von Arbeiten stets die
Zündung mit dem Zündschlüssel ausschalten.
Niemals die Länge der Stange bei drehendem Motor verstellen.
Das Fahrniveau läßt sich am einfachsten mit Scania Programmer 2
einstellen.
Das Fahrniveau kann nicht kalibriert werden, wenn noch Fehlercodes
im Steuergerät gespeichert sind. Sicherstellen, daß das System vor
der Kalibrierung fehlerfrei ist.
Zündspannung ausschalten.
Verbindungsstangen von den Hebeln der Niveausensoren abbauen.
Hebel mit 4 mm Bohrern o. ä. fixieren.
Ein zu großes Spiel zwischen Bohrern und Hebeln kann durch
Umwickeln der Bohrer mit Isolierband verringert werden.
Um zu verhindern, daß ein Fehlercode durch den außerhalb des
Toleranzbereichs befindlichen Niveausensor erzeugt wird, kann
eine Prüfmessung wie folgt durchgeführt werden.
Zündung einschalten.
Bei Bussen mit einem Multimeter am Stecker C507 messen, bei
Gelenkbussen an den Steckern C507 und C675. Die Spannung muß
zwischen 2,4 V und 2,6 V liegen.
103 674
Fixieren der Hebel
Die Messung erfolgt zwischen:
Bus
Pin
Pin
Stecker
Funktion
2 (ELC14)
und
3 (ELC13)
C507
Niveausensor, vorn
8 (ELC26)
und
9 (ELC11)
C507
hinten rechts
5 (ELC9)
und
6 (ELC10)
C507
hinten links
Gelenkbus
Pin
2 (ELC14)
und
Pin
3 (ELC13)
Stecker
C507
Funktion
Niveausensor, vorn
8 (ELC26)
5 (ELC9)
und und
9 (ELC11)
6 (ELC10)
C507 C507
mittlere Achse, rechts mittlere Achse, links
2 (ELC9R)
5 (ELC26R
und und
3 (ELC10R)
6 (ELC11R)
C675 C675
hinten links hinten rechts
Wenn sich einer der Sensoren außerhalb des Toleranzbereichs
befindet, muß die Befestigung mit den Bohrern verbessert werden.
Zündspannung ausschalten.
Diagnoseschalter drücken und festhalten. Zündschlüssel in
Fahrstellung drehen.
Die Diagnoseleuchte leuchtet für
2 Sekunden auf, während das Steuergerät einen Selbsttest
durchführt, und erlischt dann.
Nach ca.10 Sekunden leuchtet die Diagnoseleuchte wieder auf.
Nach weiteren 2 Sekunden erlischt die Leuchte wieder.
Diagnoseschalter freigeben.
Die Kalibrierung ist abgeschlossen.
Zündspannung ausschalten.
Bohrer erst dann aus den Hebeln der Niveausensoren entfernen, wenn
die Einstellung der Federbalghöhe abgeschlossen ist.
Für Maße zur Einstellung der Federbalghöhe: Siehe
Gruppe 12 Federbalghöhe im Service- Handbuch.
Bestimmte Busse verfügen über ein zweites Fahrniveau, bei dem die
Federbalghöhe bei stehendem Fahrzeug um ca. 20 mm abgesenkt wird. Wenn
diese Funktion werkseitig im Steuergerät programmiert ist, wird dies
durch einen Aufkleber auf dem Steuergerät kenntlich gemacht. Der Text
ist auf Englisch und lautet folgendermaßen:
2:nd driving level: With
Das Prüfmaß ist bei diesen Fahrzeugen um
20 mm geringer als das Einstellmaß. Nach der Einstellung leuchtet die Niveaufehlerleuchte.
Beim Starten des Motors wird das Fahrzeug auf das zweite Fahrniveau
abgesenkt und die Leuchte erlischt.
Die Höhe der Federbälge wird von der Ober- zur Unterkante gemessen.
Am Fahrzeug befinden sich drei Ventile zum Füllen/Entleeren der
Luftfederbälge beim Einstellen der Höhe. Eines vorn und zwei hinten. Am
vorderen Ventil werden die vorderen Federbälge eingestellt. Die hinteren
Ventile dienen der Einstellung der hinteren Federbälge.
Luftfederbälge über die Ventile füllen bzw. entleeren, bis die korrekte
Höhe erreicht ist.
Lage der hinteren Ventile
103 676
Bei Fahrgestellen der U-Klasse befinden sich die hinteren Ventile vor
der Hinterachse.
Verbindungsstange auf korrekte Länge einstellen. Um Spannungen im
Hebelsystem, die zu einer inkorrekten Fahrhöhe führen könnten, zu
vermeiden, muß der Arm beim Einbauen an die Kugel leicht gesichert sein.
Der Hebel darf keinen Druck auf den Bohrer ausüben. Der Bohrer muß
leicht herauszunehmen sein.
Die Abbildung zeigt einen Linkslenker. Bei Rechtslenkern ist die Leitung
LC1 an die linken Luftfederbälge angeschlossen und die Leitung LB1 an
die rechten Luftfederbälge.
Schematische Darstellung von 4x2 N-Fahrzeugen
V524
1
LA4−12
22 21
5 2
7 3
9 8
LB2_6
6 4 3
LB1−12
1 X902
LC1−12
X905
For feeding circuit, see main diagram
L900 L900
Front axle
1
LA5−12
21
V523
22
LD1−12
3 LE1−12
LD2−12
L900 L900
LE2−12
LD3−12
LE3−12
Rear axle
L900 L900
X905
LD4−6
LE4−6
114 733
X905
Die Abbildung zeigt einen Linkslenker. Bei Rechtslenkern ist die Leitung
LC1 an die linken Luftfederbälge angeschlossen und die Leitung LB1 an
die rechten Luftfederbälge.
Schematische Darstellung für K- und L-Busse 6x2 Ohne Lastübertragung
V524
1
LA4−12
22 21
5 2
7 3
9 8
LB2_6
6 4 3
LB1−12
1 X902
LC1−12
X905
L900 L900
Front axle
1
LA5−12
21
V523
22
LD1−12
3 LE1−12
L900
L900
LD3−12
LD2−12
LE1−12
LE3−12
Rear axle
L900
L900
LD4−6 LE4−6
L900 L900
Tag axle
114 736
X905
Die Abbildung zeigt einen Linkslenker. Bei Rechtslenkern ist die Leitung
LC1 an die linken Luftfederbälge angeschlossen und die Leitung LB1 an
die rechten Luftfederbälge.
Schematische Darstellung für K- und L-Busse 6x2 Mit Lastübertragung
V524
1
LA412
22 21
5 2
7 3
9 8
LB2_6
6 4 3
LB112
1 X902
LC112
X905
L900 L900
Front axle
1
LA512
21
V523
22
LD112
3 LE112
L900
L900
LD312
LD212
LE112
LE312
Rear axle
L900
L900
LA66
V525 4
3
3
11 12
21 22
LF112 LG112
X902
4
5
1 2 3
5
7
8
L900 L900
114 735
Tag axle
X905
Die Abbildung zeigt einen Linkslenker. Bei Rechtslenkern ist die Leitung
LC1 an die linken Luftfederbälge angeschlossen und die Leitung LB1 an
die rechten Luftfederbälge.
Schematische Darstellung von 6x2/2 N-Fahrzeugen
1
LA4−12
5 2
7 3
9 8
LA5−12
6 4
1 X902
22
LB1−12
LB2−6
X905
L900
3
Front axle
L900
21
LC1−12
V524
1
LA5−12
21
LJ1−12
V543
22
3
LK1−12
LJ3−12
JK3−12
L900 L900
LJ2−12 LK2−12
For feeding circuit see main diagram
Middle axle
L900 L900
X905 X905
EA2−12
EC3−12
LA6−12
X901 1
F904 21
V523
22
LD1−12
3 LE1−12
L900 L900
LD3−12
LE3−12
LD2−12 LE2−12
Rear axle
L900 L900
LD4−6
LE4−6
114 737
X905 X905
Die Abbildung zeigt einen Linkslenker. Bei Rechtslenkern ist die Leitung
LC1 an die linken Luftfederbälge angeschlossen und die Leitung LB1 an
die rechten Luftfederbälge.
Die ELC überwacht kontinuierlich ihre eigene Funktion. Zusätzlich führt
das Steuergerät bei jedem Einschalten des Startstroms einen Selbsttest
durch.
Sobald ein Fehler auftritt und dieser erkannt wurde, leuchtet die
System-Warnleuchte auf. Dem erkannten Fehler wird ein Fehlercode
zugeordnet, der im Steuergerät gespeichert wird. Die Niveauregelung wird
dann vollständig abgeschaltet. Der Fehlercode wird von der
Diagnoseleuchte in Form eines Blinkcodes ausgegeben.
System-Warnleuchte
Die System-Warnleuchte leuchtet auch, wenn:
103 647
Der Startstrom eingeschaltet wird. Die Leuchte zeigt an, daß das
System funktioniert. Es wird kein Fehlercode erzeugt.
Die Kalibrierung der Fahrhöhe abgeschlossen ist. Es wird kein
Fehlercode erzeugt.
Die Versorgungsspannung zum Steuergerät zu gering ist, zwischen 7,5
und 18 Volt. Es wird kein Fehlercode erzeugt. Das Steuergerät wird
abgeschaltet, wenn die Versorgungsspannung unter 7,5 Volt abfällt.
Kurzschlüsse in Kabeln, Sensoren und Magnetventilen.
Unterbrochene Stromkreise in Kabeln, Sensoren und Magnetventilen.
Inkorrekte Steuerfunktion (das Steuergerät kann das Fahrzeug nicht
auf das gewünschte Niveau anheben oder absenken).
Speichermodulfehler im Steuergerät.
Nicht durch das Steuergerät erkannte Fehler.
In den Magnetventilen:
Falls ein zum Anheben/Absenken benötigtes Ventil festhängt, ist die
Fahrhöhe inkorrekt.
Ist eines dieser Ventile undicht, versucht ELC permanent die
korrekte Fahrhöhe einzuregeln.
In den Niveausensoren:
Ist die Spule in den Niveausensoren beschädigt oder ist Feuchtigkeit
in den Sensor oder Sensorschalter eingedrungen, führt dies zu einer
inkorrekten Fahrhöhe.
Andere Fehler:
Bestimmte interne Fehler im Steuergerät. Die Federung kann weder
manuell noch automatisch geregelt werden.
Verbogene(r) Hebel/Verbindungsstange zum Niveausensor. Dieser Fehler
führt zu einem inkorrekten Fahrniveau.
Das Steuergerät gibt die Fehlercodes als Blinkcodes aus. Die
Blinkcodes werden an der Leuchte im Diagnoseschalter und der System-
Warnleuchte angezeigt.
Bevor die Blinkcodes angezeigt werden können, muß der Selbsttest des
Steuergeräts abgeschlossen sein (dies dauert nach dem Einschalten
des Startstroms einige Sekunden).
Diagnoseschalter mindestens drei Sekunden drücken.
Schalter loslassen, die Fehlercodes werden durch Blinksignale
ausgegeben.
Nachdem alle Fehlercodes ausgegeben wurden, unterbricht das
Steuergerät die Ausgabe für
103 923
1,5 Sekunden. Die Fehlercode-Ausgabe wird dann wiederholt. Dieser
Vorgang wiederholt sich, bis der Fahrstrom ausgeschaltet wird oder
alle Fehlercodes gelöscht sind.
Stromkreis unterbrochen/Kurzschluß nach Masse in einem der
Magnetventile.
Kurzschluß zur Spannungsversorgung oder nach Masse in einem der
Magnetventile.
Drehzahlsignalfehler.
Niveausignalfehler.
Unplausible Zeit für die Niveaueinstellung.
Schalterfehler.
Interner Fehler im Steuergerät.
Interner Fehler im Steuergerät.
Niveaukalibrierungsfehler.
Programmzeitfehler.
Fehlerfreies System
Sind keine Fehler im Steuergerät gespeichert, blinkt die Leuchte
nicht.
Fehlercodes löschen
Die Fehlercodes bleiben bis zur beabsichtigten Löschung gespeichert.
Um eine falsche Diagnose bei der nächsten Fehlersuche zu verhindern,
müssen nach dem Beheben der Fehler die Fehlercodes gelöscht werden.
Blinkcodes auslesen; dazu Diagnosetaste mindestens 3 Sekunden
drücken.
Diagnoseschalter erneut drücken und festhalten. Die
Diagnoseleuchte erlischt.
Schalter zur Trittstufensenkung
(Haltestellenabsenkung)/Normalniveau oder Schalter zum
Heben/Senken einmal für mindestens 0,3 Sekunden drücken. Taste
loslassen.
Da die Blinkcodes nicht so genau sind, wie die Blinkcodes in Scania
Diagnos 2, kann anhand der folgenden Tabelle abgelesen werden,
welcher Fehlercode dem jeweiligen Blinkcode entspricht.
Unterbrechung oder Kurzschluß im Stromkreis des Magnetventils hinten
links.
Ursache:
Stromkreisunterbrechung oder Masseschluß zwischen Steuergerät (Pin
22) und Magnetventil.
Stromkreisunterbrechung zwischen Steuergerät (Pin 35) und
Magnetventil.
Inkorrekter Widerstand im Ventilanschluß.
Magnetventil defekt.
Steuergerät defekt.
Bemerkungen:
Tritt ein Fehler auf, wird der Stromkreis getrennt, und die
System-Warnleuchte leuchtet auf. Dieser Fehler bleibt bestehen. Auch
nach Beheben des Fehlers bleibt der Stromkreis unterbrochen, bis die
Spannungsversorgung ausgeschaltet wird.
Wird die Spannungsversorgung wieder eingeschaltet, funktioniert ELC
nach einem erfolgreichen Selbsttest einwandfrei, vorausgesetzt der
Fehler wurde behoben.
Maßnahme:
Stecker vom Magnetventilblock abziehen.
Pins am Ventilblock auf Verunreinigungen und Beschädigungen prüfen.
Widerstand an den Pins (2, 4) am Magnetventilblock messen. Der
Widerstand muß bei 80 +/- 10 Ohm liegen.
Magnetventilblock wieder anschließen. Verkabelung zum Steuergerät
prüfen. Dazu Stecker vom Steuergerät abziehen und Widerstand
zwischen Pin 22 und Pin 35 messen. Der Widerstand muß bei 80 +/- 10
Ohm liegen.
Werden bei den oben genannten Prüfungen keine Fehler festgestellt:
System mit einem neuen Steuergerät prüfen.
Blinkcode 2 (b)
Fehler:
Unterbrechung oder Kurzschluß im Stromkreis des Magnetventils hinten
rechts.
Ursache:
Stromkreisunterbrechung zwischen Steuergerät (Pin 21) und
Magnetventil (Pin 2).
Stromkreisunterbrechung zwischen Steuergerät (Pin 35) und
Magnetventil.
Masseschluß in der Spannungsversorgung zum Magnetventil (Pin 21).
Inkorrekter Widerstand im Ventilanschluß.
Magnetventil defekt.
Steuergerät defekt.
Bemerkungen:
Tritt ein Fehler auf, wird der Stromkreis getrennt, und die
System-Warnleuchte leuchtet auf. Dieser Fehler bleibt bestehen. Auch
nach Beheben des Fehlers bleibt der Stromkreis unterbrochen, bis die
Spannungsversorgung ausgeschaltet wird.
Wird die Spannungsversorgung wieder eingeschaltet, funktioniert ELC
nach einem erfolgreichen Selbsttest einwandfrei, vorausgesetzt der
Fehler wurde behoben.
Maßnahme:
Stecker vom Magnetventilblock abziehen.
Pins am Ventilblock auf Verunreinigungen und Beschädigungen prüfen.
Widerstand an den Pins (3, 4) am Magnetventilblock messen. Der
Widerstand muß bei 80 +/- 10 Ohm liegen.
Magnetventilblock wieder anschließen. Verkabelung zum Steuergerät
prüfen. Dazu Stecker vom Steuergerät abziehen und Widerstand
zwischen Pin 21 und Pin 35 messen. Der Widerstand muß bei
80 +/- 10 Ohm liegen.
Werden bei den oben genannten Prüfungen keine Fehler festgestellt:
System mit einem neuen Steuergerät prüfen.
Blinkcode 2 (c)
Fehler:
Unterbrechung oder Kurzschluß im Stromkreis des Magnetventils,
Vorderachse.
Ursache:
Stromkreisunterbrechung zwischen Steuergerät (Pin 3) und
Magnetventil.
Stromkreisunterbrechung zwischen Steuergerät (Pin 35) und
Magnetventil.
Masseschluß in der Spannungsversorgung zum Magnetventil (Pin 3).
Inkorrekter Widerstand im Ventilanschluß.
Magnetventil defekt.
Steuergerät defekt.
Bemerkungen:
Tritt ein Fehler auf, wird der Stromkreis getrennt, und die
System-Warnleuchte leuchtet auf. Dieser Fehler bleibt bestehen. Auch
nach Beheben des Fehlers bleibt der Stromkreis unterbrochen, bis die
Spannungsversorgung ausgeschaltet wird.
Wird die Spannungsversorgung wieder eingeschaltet, funktioniert ELC
nach einem erfolgreichen Selbsttest einwandfrei, vorausgesetzt der
Fehler wurde behoben.
Maßnahme:
Stecker vom Magnetventilblock abziehen.
Pins am Ventilblock auf Verunreinigungen und Beschädigungen prüfen.
Widerstand an den Pins (2, 4) am Magnetventilblock messen. Der
Widerstand muß bei 80 +/- 10 Ohm liegen.
Magnetventilblock wieder anschließen. Verkabelung zum Steuergerät
prüfen. Dazu Stecker vom Steuergerät abziehen und Widerstand
zwischen Pin 3 und Pin 35 messen. Der Widerstand muß bei
80 +/- 10 Ohm liegen.
Werden bei den oben genannten Prüfungen keine Fehler festgestellt:
System mit einem neuen Steuergerät prüfen.
Blinkcode 2 (d)
Fehler:
Unterbrechung oder Kurzschluß im Stromkreis des Magnetventils,
Steuerung. Vorn, Mitte oder hinten.
Ursache:
Stromkreisunterbrechung zwischen Steuergerät (Pin 4) und einem der
Magnetventile.
Stromkreisunterbrechung zwischen Steuergerät (Pin 35) und einem der
Magnetventile.
Masseschluß in der Spannungsversorgung zum Magnetventil (Pin 4).
Inkorrekter Widerstand im Ventilanschluß.
Magnetventil defekt.
Steuergerät defekt.
Bemerkungen:
Die Steuerventile in den vorderen und hinteren/ mittleren Blöcken
sind an dieselbe Versorgung (Pin 4) am Steuergerät angeschlossen.
Das Steuergerät kann den defekten Magnetventilblock nicht ermitteln.
Das Steuergerät für die hintere Antriebsachse an einem Gelenkbus ist
nur an einen Magnetventilblock angeschlossen.
Tritt ein Fehler auf, wird der Stromkreis getrennt, und die
System-Warnleuchte leuchtet auf. Dieser Fehler bleibt bestehen. Auch
nach Beheben des Fehlers bleibt der Stromkreis unterbrochen, bis die
Spannungsversorgung ausgeschaltet wird.
Wird die Spannungsversorgung wieder eingeschaltet, funktioniert ELC
nach einem erfolgreichen Selbsttest einwandfrei, vorausgesetzt der
Fehler wurde behoben.
Maßnahme:
Stecker von Magnetventil(en) abziehen.
Pins am Ventilblock auf Verunreinigungen und Beschädigungen prüfen.
Widerstand an den Pins (1, 4) am Magnetventilblock messen. Der
Widerstand muß bei 80 +/- 10 Ohm liegen.
Verkabelung zum Steuergerät auf Stromkreisunterbrechung und
Kurzschluß prüfen.
Pins am Steuergerät und am Stecker auf Verunreinigungen und/oder
Beschädigungen prüfen.
Werden bei den oben genannten Prüfungen keine Fehler festgestellt:
System mit einem neuen Steuergerät prüfen.
Blinkcode 3
Fehler:
Kurzschluß im Versorgungsstromkreis eines der Niveausensoren.
Ursache:
Masseschluß in einem Versorgungskabel zwischen Steuergerät (Pins 27,
28, 29) und Niveausensoren.
Kurzschluß an Spannungsversorgung (+) in einem der Massekabel
zwischen Steuergerät (Pins 9, 14, 26) und Niveausensoren.
Defekt in einem der Niveausensoren.
Steuergerät defekt.
Bemerkungen:
Tritt ein Fehler auf, wird der Stromkreis getrennt, und die
System-Warnleuchte leuchtet auf.
Nach Beheben des Defekts erlischt die Warnleuchte, und die Funktion
wird nach Aus- und Einschalten des Startstroms wiederhergestellt.
Die Spannung zwischen Pin 1 und Pin 18 des Steuergeräts muß über 22
V liegen.
Maßnahme:
Stecker von Niveausensor abziehen und Spannung an Pins 1 und 2
messen. Die Spannung muß 5 +/- 0,25 Volt betragen. Wenn die Spannung
korrekt ist: Niveausensor prüfen. Wenn die Spannung korrekt ist: wie
folgt fortfahren.
Verkabelung auf Kurzschluß prüfen.
Spannung messen zwischen Pin 9 und Pin 27 (hinten links), Pin 26 und
Pin 28
(hinten rechts) sowie zwischen Pin 14 und Pin 29 (vorn) des
Steuergeräts. Die Spannung muß 5 +/- 0,25 Volt betragen. Ist dies
nicht der Fall: Steuergerät erneuern.
Blinkcode 4
Fehler:
Unterbrechung oder Kurzschluß im Stromkreis für das
Geschwindigkeitssignal des Fahrtenschreibers.
Ursache:
Stromkreisunterbrechung zwischen Pin 32 des Steuergeräts und
Fahrtenschreiber.
Das Signal ist an Spannungsversorgung oder Masse kurzgeschlossen.
Fahrtenschreiber defekt.
Steuergerät defekt.
Bemerkungen:
Tritt ein Fehler auf, wird der Stromkreis getrennt, und die
System-Warnleuchte leuchtet auf.
Die Warnleuchte erlischt nach Beheben des Defekts und Erfassung des
Fahrtenschreibersignals vom Steuergerät, d. h. wenn das Fahrzeug
gefahren wird.
Maßnahme:
Verkabelung zwischen Pin 32 des Steuergeräts und Fahrtenschreiber
prüfen.
Blinkcode 5 (a)
Fehler:
Unterbrechung oder Kurzschluß im Stromkreis des Niveausensorsignals
hinten links.
Ursache:
Kurzschluß oder Stromkreisunterbrechung im Signalkabel zwischen Pin
4 des Niveausensors und Pin 10 des Steuergeräts.
Stromkreisunterbrechung in der Spannungsversorgung des Niveausensors
(Pins 27 und 9 des Steuergeräts).
Möglicherweise ist der Gelenkarm des Niveausensors verbogen oder
verschlissen.
Niveausensor defekt.
Steuergerät defekt.
Bemerkungen:
Tritt ein Fehler auf, wird der Stromkreis getrennt, und die
System-Warnleuchte leuchtet auf.
Nach Beheben des Defekts erlischt die Warnleuchte, und die Funktion
wird nach Aus- und Einschalten des Startstroms wiederhergestellt.
Maßnahme:
Arm und Gelenke des Sensors prüfen.
Stecker des Sensors abziehen. Er darf nicht verschmutzt oder
beschädigt sein.
Hebel des Sensors lösen. Widerstand an Pins 1 und 4 messen. Der
Widerstand muß zwischen 2,5 und 7,3 Ohm betragen, wenn der Hebel
zwischen max. und min. bewegt wird.
Widerstand am Stecker zwischen
Pin 1 und 2 messen. Die Spannung muß 5 +/-0,25 Volt betragen.
Verkabelung auf Stromkreisunterbrechung oder Kurzschluß prüfen.
Blinkcode 5 (b)
Fehler:
Unterbrechung oder Kurzschluß im Stromkreis des Niveausensorsignals
hinten rechts.
Ursache:
Kurzschluß oder Stromkreisunterbrechung im Signalkabel zwischen Pin
4 des Niveausensors und Pin 11 des Steuergeräts.
Stromkreisunterbrechung in der Spannungsversorgung des Niveausensors
(Pins 28 und 26 des Steuergeräts).
Möglicherweise ist der Gelenkarm des Niveausensors verbogen oder
verschlissen.
Niveausensor defekt.
Steuergerät defekt.
Bemerkungen:
Tritt ein Fehler auf, wird der Stromkreis getrennt, und die
System-Warnleuchte leuchtet auf.
Nach Beheben des Defekts erlischt die Warnleuchte, und die Funktion
wird nach Aus- und Einschalten des Startstroms wiederhergestellt.
Maßnahme:
Arm und Gelenke des Sensors prüfen.
Stecker des Sensors abziehen. Er darf nicht verschmutzt oder
beschädigt sein.
Hebel des Sensors lösen. Widerstand an Pins 1 und 4 messen. Der
Widerstand muß zwischen 2,5 und 7,3 Ohm betragen, wenn der Hebel
zwischen max. und min. bewegt wird.
Widerstand am Stecker zwischen
Pin 1 und 2 messen. Die Spannung muß 5 +/-0,25 Volt betragen.
Verkabelung auf Stromkreisunterbrechung oder Kurzschluß prüfen.
Blinkcode 5 (c)
Fehler:
Unterbrechung oder Kurzschluß im Stromkreis des Niveausensors, vorn.
Ursache:
Kurzschluß oder Stromkreisunterbrechung im Signalkabel zwischen Pin
4 des Niveausensors und Pin 13 des Steuergeräts.
Stromkreisunterbrechung in der Spannungsversorgung des Niveausensors
(Pins 29 und 14 des Steuergeräts).
Möglicherweise ist der Gelenkarm des Niveausensors verbogen oder
verschlissen.
Niveausensor defekt.
Steuergerät defekt.
Bemerkungen:
Tritt ein Fehler auf, wird der Stromkreis getrennt, und die
System-Warnleuchte leuchtet auf.
Nach Beheben des Defekts erlischt die Warnleuchte, und die Funktion
wird nach Aus- und Einschalten des Startstroms wiederhergestellt.
Maßnahme:
Arm und Gelenke des Sensors prüfen.
Stecker des Sensors abziehen. Er darf nicht verschmutzt oder
beschädigt sein.
Hebel des Sensors lösen. Widerstand an Pins 1 und 4 messen. Der
Widerstand muß zwischen 2,5 und 7,3 Ohm betragen, wenn der Hebel
zwischen max. und min. bewegt wird.
Widerstand am Stecker zwischen
Pin 1 und 2 messen. Die Spannung muß 5 +/-0,25 Volt betragen.
Verkabelung auf Stromkreisunterbrechung oder Kurzschluß prüfen.
Blinkcode 6 (a)
Fehler:
Unplausible Niveauregulierungsdauer hinten links.
Ursache:
Undichtigkeit in Luftfederbälgen, Leitungen oder Ventilen.
Luftfederbälge, Leitungen, Ventile oder Niveausensorgestänge
beschädigt.
Niveau "hoch", "niedrig" oder "Trittstufe abgesenkt" kann aufgrund
inkorrekter Parameter nicht eingestellt werden.
Bemerkungen:
Der Defekt tritt nach mindestens 4 Minuten ständiger Betätigung auf.
Tritt ein Fehler auf, wird der Stromkreis getrennt, und die
System-Warnleuchte leuchtet auf. Dieser Fehler bleibt bestehen. Auch
nach Beheben des Fehlers bleibt der Stromkreis unterbrochen, bis die
Spannungsversorgung ausgeschaltet wird.
Wird die Spannungsversorgung wieder eingeschaltet, funktioniert ELC
nach einem erfolgreichen Selbsttest einwandfrei, vorausgesetzt der
Fehler wurde behoben.
Maßnahme:
Luftfederbälge, Leitungen, Ventile oder Niveausensorgestänge auf
Undichtigkeiten und Beschädigungen prüfen.
Sicherstellen, daß die Ventile bei Niveau "hoch", "niedrig" und
"Trittstufe abgesenkt" geschlossen sind.
Schließen die Ventile nicht, wird aber das Fahrzeug in die korrekte
Richtung angehoben/abgesenkt, kann dies durch ein falsch
programmiertes Steuergerät verursacht werden. Steuergerät neu
programmieren.
Undichtigkeit in Luftfederbälgen, Leitungen oder Ventilen.
Luftfederbälge, Leitungen, Ventile oder Niveausensorgestänge
beschädigt.
Niveau "hoch", "niedrig" oder "Trittstufe abgesenkt" kann aufgrund
inkorrekter Parameter nicht eingestellt werden.
Bemerkungen:
Der Defekt tritt nach mindestens 4 Minuten ständiger Betätigung auf.
Tritt ein Fehler auf, wird der Stromkreis getrennt, und die
System-Warnleuchte leuchtet auf. Dieser Fehler bleibt bestehen. Auch
nach Beheben des Fehlers bleibt der Stromkreis unterbrochen, bis die
Spannungsversorgung ausgeschaltet wird.
Wird die Spannungsversorgung wieder eingeschaltet, funktioniert ELC
nach einem erfolgreichen Selbsttest einwandfrei, vorausgesetzt der
Fehler wurde behoben.
Maßnahme:
Luftfederbälge, Leitungen, Ventile oder Niveausensorgestänge auf
Undichtigkeiten und Beschädigungen prüfen.
Sicherstellen, daß die Ventile bei Niveau "hoch", "niedrig" und
"Trittstufe abgesenkt" geschlossen sind.
Schließen die Ventile nicht, wird aber das Fahrzeug in die korrekte
Richtung angehoben/abgesenkt, kann dies durch ein falsch
programmiertes Steuergerät verursacht werden. Steuergerät neu
programmieren.
Blinkcode 6 (c)
Fehler:
Unplausible Niveauregulierungsdauer vorn.
Ursache:
Undichtigkeit in Luftfederbälgen, Leitungen oder Ventilen.
Luftfederbälge, Leitungen, Ventile oder Niveausensorgestänge
beschädigt.
Niveau "hoch", "niedrig" oder "Trittstufe abgesenkt" kann aufgrund
inkorrekter Parameter nicht eingestellt werden.
Bemerkungen:
Der Fehler tritt nach mindestens 4 Minuten ständiger Betätigung auf.
Tritt ein Fehler auf, wird der Stromkreis getrennt, und die
System-Warnleuchte leuchtet auf. Dieser Fehler bleibt bestehen. Auch
nach Beheben des Fehlers bleibt der Stromkreis unterbrochen, bis die
Spannungsversorgung ausgeschaltet wird.
Wird die Spannungsversorgung wieder eingeschaltet, funktioniert ELC
nach einem erfolgreichen Selbsttest einwandfrei, vorausgesetzt der
Fehler wurde behoben.
Maßnahme:
Luftfederbälge, Leitungen, Ventile oder Niveausensorgestänge auf
Undichtigkeiten und Beschädigungen prüfen.
Sicherstellen, daß die Ventile bei Niveau "hoch", "niedrig" und
"Trittstufe abgesenkt" geschlossen sind.
Schließen die Ventile nicht, wird aber das Fahrzeug in die korrekte
Richtung angehoben/abgesenkt, kann dies durch ein falsch
programmiertes Steuergerät verursacht werden. Steuergerät neu
programmieren.
Blinkcode 7
Fehler:
Unterbrechung oder Kurzschluß im Schalterstromkreis.
Ursache:
Fehler in der Verkabelung zwischen dem Steuergerät und einem der
Schalter für Fahrniveau oder abgesenkte Trittstufe.
Schalter defekt.
Steuergerät defekt.
Bemerkungen:
Tritt ein Fehler auf, wird der Stromkreis getrennt, und die
System-Warnleuchte leuchtet auf. Dieser Fehler bleibt bestehen. Auch
nach Beheben des Fehlers bleibt der Stromkreis unterbrochen, bis die
Spannungsversorgung ausgeschaltet wird.
Wird die Spannungsversorgung wieder eingeschaltet, funktioniert ELC
nach einem erfolgreichen Selbsttest einwandfrei, vorausgesetzt der
Fehler wurde behoben.
Maßnahme:
Verkabelung zwischen dem Steuergerät (Pins 6, 8 und 24) und den
Schaltern für Fahrniveau und Trittstufenabsenkung prüfen.
Schalter erneuern.
Steuergerät erneuern.
Blinkcode 8
Fehler:
Interner Fehler im Steuergerät.
Ursache:
Fehler in serieller ISO-Diagnose-Schnittstelle.
Bemerkungen:
Tritt ein Fehler auf, wird der Stromkreis getrennt, und die
System-Warnleuchte leuchtet auf. Dieser Fehler bleibt bestehen. Auch
nach Beheben des Fehlers bleibt der Stromkreis unterbrochen, bis die
Spannungsversorgung ausgeschaltet wird.
Wird die Spannungsversorgung wieder eingeschaltet, funktioniert ELC
nach einem erfolgreichen Selbsttest einwandfrei, vorausgesetzt der
Fehler wurde behoben.
Maßnahme:
Verkabelung zwischen Pin 15 und Pin 33 des Steuergeräts und dem
Diagnoseanschluß (K, L) prüfen.
Blinkcodes löschen. Wird der Blinkcode erneut erzeugt, muß das
Steuergerät erneuert werden.
Blinkcode 9 (a)
Fehler:
Interner Fehler im Steuergerät.
Ursache:
Fehler im Speicher (EEPROM defekt).
Bemerkungen:
Tritt ein Fehler auf, wird der Stromkreis getrennt, und die
System-Warnleuchte leuchtet auf. Dieser Fehler bleibt bestehen. Auch
nach Beheben des Fehlers bleibt der Stromkreis unterbrochen, bis die
Spannungsversorgung ausgeschaltet wird.
Wird die Spannungsversorgung wieder eingeschaltet, funktioniert ELC
nach einem erfolgreichen Selbsttest einwandfrei, vorausgesetzt der
Fehler wurde behoben.
Maßnahme:
Steuergerät erneuern.
Blinkcode 9 (b)
Fehler:
Interner Fehler im Steuergerät.
Ursache:
Fehler im Speicher (RAM defekt).
Bemerkungen:
Tritt ein Fehler auf, wird der Stromkreis getrennt, und die
System-Warnleuchte leuchtet auf. Dieser Fehler bleibt bestehen. Auch
nach Beheben des Fehlers bleibt der Stromkreis unterbrochen, bis die
Spannungsversorgung ausgeschaltet wird.
Wird die Spannungsversorgung wieder eingeschaltet, funktioniert ELC
nach einem erfolgreichen Selbsttest einwandfrei, vorausgesetzt der
Fehler wurde behoben.
Maßnahme:
Steuergerät erneuern.
Blinkcode 9 (c)
Fehler:
Interner Fehler im Steuergerät.
Ursache:
Fehler im Speicher (ROM defekt).
Bemerkungen:
Tritt ein Fehler auf, wird der Stromkreis getrennt, und die
System-Warnleuchte leuchtet auf. Dieser Fehler bleibt bestehen. Auch
nach Beheben des Fehlers bleibt der Stromkreis unterbrochen, bis die
Spannungsversorgung ausgeschaltet wird.
Wird die Spannungsversorgung wieder eingeschaltet, funktioniert ELC
nach einem erfolgreichen Selbsttest einwandfrei, vorausgesetzt der
Fehler wurde behoben.
Maßnahme:
Steuergerät erneuern.
Blinkcode 9 (d)
Fehler:
Interner Fehler im Steuergerät.
Ursache:
Defekt im Steuergerät (defekter Prozessor).
Bemerkungen:
Tritt ein Fehler auf, wird der Stromkreis getrennt, und die
System-Warnleuchte leuchtet auf. Dieser Fehler bleibt bestehen. Auch
nach Beheben des Fehlers bleibt der Stromkreis unterbrochen, bis die
Spannungsversorgung ausgeschaltet wird.
Wird die Spannungsversorgung wieder eingeschaltet, funktioniert ELC
nach einem erfolgreichen Selbsttest einwandfrei, vorausgesetzt der
Fehler wurde behoben.
Maßnahme:
Steuergerät erneuern.
Blinkcode 9 (e)
Fehler:
Interner Fehler im Steuergerät.
Ursache:
Fehler in der Unterbrecherfunktion.
Bemerkungen:
Tritt ein Fehler auf, wird der Stromkreis getrennt, und die
System-Warnleuchte leuchtet auf. Dieser Fehler bleibt bestehen. Auch
nach Beheben des Fehlers bleibt der Regelkreis unterbrochen, bis die
Spannungsversorgung ausgeschaltet wird.
Wird die Spannungsversorgung wieder eingeschaltet, funktioniert ELC
nach einem erfolgreichen Selbsttest einwandfrei, vorausgesetzt der
Fehler wurde behoben.
Maßnahme:
Steuergerät erneuern.
Blinkcode 10
Fehler:
Defekt bei Kalibrierung des normalen Fahrniveaus.
Ursache:
Das Signal vom Niveausensor lag bei der Kalibrierung des normalen
Fahrniveaus nicht zwischen 2,34 und 2,66 V.
Einer der Schalter für Fahrniveau oder abgesenkte Trittstufe war
während der Kalibrierung betätigt (an Masse gelegt).
Bemerkungen:
Tritt ein Fehler auf, wird der Stromkreis getrennt, und die
System-Warnleuchte leuchtet auf. Dieser Fehler bleibt bestehen. Auch
nach Beheben des Fehlers bleibt der Stromkreis unterbrochen, bis die
Spannungsversorgung ausgeschaltet wird.
Wird die Spannungsversorgung wieder eingeschaltet, funktioniert ELC
nach einem erfolgreichen Selbsttest einwandfrei, vorausgesetzt der
Fehler wurde behoben.
Weitere Informationen zur Einstellung des normalen Fahrniveaus sind
in "ELC" im Werkstatt-Handbuch unter Arbeitsbeschreibung zu finden.
Maßnahme:
Sicherstellen, daß die Spannung der Niveausensoren bei der
Kalibrierung des normalen Fahrniveaus zwischen
2,34 und 2,66 V liegt (z. B. Kalibrierfunktion in SP2 verwenden).
Ist die Spannung nicht stabil und innerhalb des Intervalls, liegt
ein Fehler im Niveausensor oder in den Kabeln/Pins zwischen Sensor
und Steuergerät vor.
Sicherstellen, daß die Schalter für Fahrniveau oder abgesenkte
Trittstufe nicht betätigt
(an Masse gelegt) sind (Pins 6, 8 und 24).
Neukalibrierung des Fahrniveaus durchführen. Weitere Informationen
dazu sind in "ELC" im Werkstatt-Handbuch unter Arbeitsbeschreibung
zu finden.
Blinkcode 11
Fehler:
Laufzeitfunktion defekt.
Ursache:
Steuergerät defekt. Steuergerät durch extreme Belastung ohne
Funktion.
Bemerkungen:
Tritt ein Fehler auf, wird der Stromkreis getrennt, und die
System-Warnleuchte leuchtet auf. Dieser Fehler bleibt bestehen. Auch
nach Beheben des Fehlers bleibt der Stromkreis unterbrochen, bis die
Spannungsversorgung ausgeschaltet wird.
Wird die Spannungsversorgung wieder eingeschaltet, funktioniert ELC
nach einem erfolgreichen Selbsttest einwandfrei, vorausgesetzt der
Fehler wurde behoben.
Maßnahme:
Stecker des Steuergeräts auf defekte Kontakte prüfen.
Fehlercode löschen, Spannungsversorgung einschalten und Motor
starten. Motor mindestens 60 Sekunden drehen lassen. Wird der
Fehlercode erneut gesetzt, Steuergerät erneuern.
Es gibt drei verschiedene Fahrgestellhöhen, die die Kalibrierungshöhen
beeinflussen. Dabei steht
N für normal, z. B. 4x2 N L für tief, z. B. 4x2 L
E für extra tief, z. B. 4x2 E
Vorderachse
Ausschlaggebend für die Wahl der Balghöhe bei der Kalibrierung vorn ist
das Tiefbett der Vorderachse.
AMA 860, 170 mm Tiefbett
AMA 740, 112 mm Tiefbett A
AMA 920, 82 mm Tiefbett
101 192
Die Balghöhe vorn wird
zwischen der Rahmenunterseite und der Unterkante des unteren
Rollenkörpers am Balg gemessen.
Hinterachse
Ausschlaggebend für die Wahl der Balghöhe bei der Kalibrierung hinten
ist der Hinterachsegehäusetyp. Bei Fahrzeugen mit Nachlaufachse ist die
Achse vor der Messung
abzusenken. A
ADA 1300
ADA 1500
Doppelachse
Ein weiterer Faktor, der die Kalibrierung beeinflußt, ist die Generation
der Hinterachsaufhängung.
Bei Generation 1 befinden sich die Stoßdämpfer auf der Innenseite
des Rahmens.
Bei Generation 2 befinden sich die Stoßdämpfer auf der Außenseite
des Rahmens.
101 193
Die Balghöhe hinten wird
bei abgesenkter Nachlaufachse zwischen der Rahmenunterseite und der
Oberkante des Hinterachsgehäuses gemessen.
Mechanisch gesteuerte Luftfederung - A-Federung
Fahrgestell
Hinterachse
Fahrniveau
+/- 15 mm
Maximal- niveau
+/- 15 mm
Anmerkungen
4x2N
ADA 1100/ 1300a
142
269
Generation 1
4x2N
ADA 1100/ 1300b
128
288
Generation 2
4x2N
ADA 1500Pb/
1501Pb
122
282
Generation 2
4x2L
ADA 1100/ 1300c
101
288
Generation 2
Hergestellt vor Februar
2000
4x2L
ADA 1100/ 1300d
70
220
Generation 2
Hergestellt nach Februar
2000
a = Hinterachsaufhängung, Generation 1.
b = Hinterachsaufhängung, Generation 2.
c = Hinterachsaufhängung, Generation 2, hergestellt vor Februar
2000.
d = Hinterachsaufhängung, Generation 2, hergestellt nach Februar
2000.
ELC Generation 1 - vorn
Fahrgestell
Vorderachse
Fahrniveau
+/- 10 mm
Maximal-
niveau
+/- 10 mm
Anmerkungen
4x2N
AMA 740
265
452
6x2N
AMA 860
317
537
ELC Generation 1 - hinten
Fahrgestell
Hinterachse
Fahrniveau
+/- 10 mm
Maximal-
niveau
+/- 10 mm
Anmerkungen
4x2N
ADA 1300
142
262
6x2N
ADA 1300
142
262
ELC Generation 2 - vorn
Fahrgestell
Balghöhe
Vorderachse
Fahrniveau
+/- 10 mm
Maximal- niveau
+/- 10 mm
Anmerkungen
4x2N
6x2N
6x4N
6x2/4N
8x2/4N
6x2*4N
8x4*4N
Normal
AMA 860
317
537
4x2N
6x2N
6x4N
6x2/4N
6x2*4N
Tief
AMA 740
265
452
8x2N
8x4N
8x2*6N
Normal
AMA 860
317
477
8x2N
8x4N
8x2*6N
Tief
AMA 740
265
425
4x2L
6x2L
6x2*4L
Tief
AMA 860
285
452
Hergestellt vor
Februar 2000
4x2L
6x2L
6x2*4L
Tief
AMA 860
265
452
Hergestellt nach
Februar 2000
6x2/4L
Extra tief
AMA 860
218
328
4x2E
Extra tief
AMA 860
218
328
Fahrgestell
Hinterachse
Fahrniveau
+/- 10 mm
Maximal-
niveau
+/- 10 mm
Anmerkungen
4x2N
6x2N
8x2N
6x2*4N
8x2*6N
ADA 1100/1300
128
288
4x2N
6x2N
8x2N
ADA 1500P/1501P
122
282
6x4N
8x4N
8x4*4N
ADA 1100/1300
128
233
6x2/4N
8x2/4N
ADA 1100/1300
128
257
8x2/4N
ADA1500P/1501P
122
251
4x2L
6x2L
6x2*4L
ADA1100/1300
101
288
Hergestellt vor Februar
2000
4x2L
6x2L
6x2*4L
ADA1100/1300
70
225
Hergestellt nach Februar
2000
6x2/4L
ADA1100/1300
96
242
4x2E
ADA1100/1300
78
239
Busse
Balghöhe prüfen
Voraussetzungen:
voller Arbeitsdruck in der Druckluftanlage
normales Fahrniveau, d. h. Funktionen wie erhöhte Bodenfreiheit,
Einstiegsabsenkung
u. ä. dürfen nicht aktiviert sein
Balghöhe messen zwischen Oberkante der oberen Balgauflage und Unterkante
des Rollenkörpers.
Fahrniveau 2
Bei CN94UB mit ELC kann Fahrniveau 2 verwendet werden. In diesem Fall
wird die Balghöhe bei Unterschreiten einer bestimmten
Fahrgeschwindigkeit (z. Zt. 47 km/h) automatisch reduziert. Ob die
Funktion Fahrniveau 2 verwendet werden soll, wird im ELC Steuergerät
programmiert. Balghöhen für Fahrniveau 2:
Die Toleranz beträgt +/- 5 mm. Bei einem der Federbälge an der mittleren
oder hinteren Achse ist eine Toleranz von +/- 8 mm zulässig.
ELC
Die Toleranz beträgt +/- 10 mm bei Prüfarbeiten und +/- 3 mm beim
Einstellen. Bei einem der Federbälge an der mittleren oder hinteren
Achse ist eine Toleranz von +/- 5 mm zulässig.