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Scania Drehmomentverstärker KH 424 3
1 710 354
04:10-01
Ausgabe 1 de
Drehmomentverstärker KH 424 3
107 979
Funktions- und Arbeitsbeschreibung
© Scania
CV AB 1997, Sweden
Funktionsbeschreibung Drehmomentwandler
4
Schaltkupplung 8
Hydraulisch-elektrisches Steuersystem 8
Arbeitsbeschreibung Funktionskontrolle
9
Standdrehzahl (Vollbremsdrehzahl) 9
Direktkupplung 11
Hydrauliköldruck 13
Ausbau des Ölkühlers 15
Einbau des Ölkühlers 16
Instandsetzung des Ölkühlers 17
Ausbau des Drehmomentverstärkers 19
Einbau des Drehmomentverstärkers 23
Zerlegen des Drehmomentverstärkers 27
Zerlegen des Drehmomentwandlers 28
Wartung der Komponenten 35
Zusammenbau des
Drehmomentwandlers 45
Zusammenbau des Drehmomentverstärkers 49
Daten Kontroll-
und Bearbeitungsmaße 57
Anzugsmomente 58
Spezialwerkzeug 59
Der Drehmomentverstärker KH 424 3 wird in Verbindung mit dem Getriebe
GRS900 verwendet, die Bezeichnung lautet dann GRSH 900. Der Drehmo-
mentverstärker verstärkt stufenlos das Drehmoment des Motors.
Der Drehmomentverstärker besteht aus:
Einem Drehmomentwandler mit einer Direktkupplung zum Getriebe, einer
Schaltkupplung und einem hydraulisch-elektrischen Steuersystem.

1 2 3 4 5 6
104 814
7
-
Direktkupplung (Lockup)
-
Turbinenrad
-
Wandlerdeckel
-
Leitrad
-
Pumpenrad
-
Schaltkupplung
-
Ölkühler
Drehmomentverstärker KH 424 3
Drehmomentwandler
Der Drehmomentwandler ist hydraulisch und liefert eine stufenlose
Verstärkung des Motor- drehmoments von bis zu 1,7 mal. Dies erfolgt beim
Anfahren des Fahrzeugs. Der Drehmo- mentwandler ist so an den Motor
angepaßt, daß man bei stillstehendem, gebremsten Fahrzeug und
Vollgasstellung die Standdrehzahl (Voll- bremsdrehzahl) erhält, bei
welcher das Dreh- moment des Motors besonders vorteilhaft ist.
Drehmomentverstärkung
Das Drehmoment des Motors wird über einen Mitnehmer und ein
Antriebsblech an den Wandlerdeckel, der mit dem Pumpenrad fest verbunden
ist, übertragen.
Wenn das Pumpenrad anfängt zu rotieren, setzen seine Schaufeln das Öl in
Bewegung. Die Zentri- fugalkraft zwingt dann das Öl zum Rand des
Pumpenrades, wo es gegen das Turbinenrad gepreßt wird. Der Ölstrom ist
aufgrund der Rotation des Pumpenrades schräg gegen die Schaufeln des
Turbinenrades gerichtet.
Das Öl trifft auf den Rand des Turbinenrades und wird in seine Mitte
geleitet. Auf diese Art und Weise überträgt das Öl die Kraft des Pum-
penrades an das Turbinenrad, das rotieren muß. Das Turbinenrad ist über
die Schaltkupplung 6 mit der Antriebswelle des Getriebes verbunden, wenn
ein Gang eingelegt ist, fängt das Fahrzeug an zu rollen.

Das Pressen des Öls zum Rand des Pumpenrades und gleichzeitig nach vorn

Das Turbinenrad wird in Bewegung versetzt
Zwischen dem Turbinen- und dem Pumpenrad befindet sich das Leitrad.
Dieses ist auf einem Freilauf aufgehängt, weshalb das Leitrad nur in
Richtung des Motors rotieren kann.
Bei einer Drehmomentverstärkung ist das Leitrad gesperrt und fängt erst
an zu rotieren, wenn sich die Drehzahl zwischen Pumpen- und Turbinenrad
annähern.
Wenn der Ölstrom in der Mitte des Turbinenra- des nach hinten durch das
Leitrad geführt wird, ändert das Leitrad die Richtung des Öls und lei-
tet es in Rotationsrichtung des Pumpenrades.
Dadurch verstärkt der Ölstrom das Drehmoment des Pumpenrades. Es ist
somit das Leitrad, das für die Drehmomentverstärkung sorgt.
Die größte Drehmomentverstärkung erhält man, wenn der
Drehzahlunterschied zwischen Pumpen- und Turbinenrad am größten ist,
d.h. wenn das Fahrzeug anfängt zu rollen. Der Drehzahlunter- schied
nimmt dann mit zunehmender Drehzahl des Fahrzeugs ab. Dabei wird die
Strömungsrich- tung zum Pumpenrad hinein verändert und die
Drehmomentverstärkung sinkt sukzessive.

Funktion des Leitrades

Kraftfluß bei Drehmomentverstärkung
Bei einer bestimmten Drehzahl, wenn das Tur- binenrad mit fast derselben
Geschwindigkeit wie das Pumpenrad rotiert, beginnt der Ölstrom, die
Rückseite der Leitradschaufeln zu treffen.
Die Drehmomentverstärkung hört dann ganz auf und das Leitrad fängt an,
in derselben Richtung wie das Pumpen- und Turbinenrad zu rotieren.
Bei einer Motorbremsung verändert sich die Richtung des Ölstroms, das
Turbinenrad treibt dann das Pumpenrad ohne Drehmomentverstär- kung an.
Unter Standdrehzahl (Vollbremsdrehzahl) ver- steht man, daß die
Motordrehzahl bei stillstehen- dem und gebremsten Fahrzeug auf Vollgas
erhöht wird, bis die maximale Drehmomentverstärkung im Drehmomentwandler
erzielt wird.
Das gesamte Drehmoment des Motors wird dabei in Wärme im Öl umgewandelt.
Der Drehmoment- verstärker darf daher nur während wenigen Sekunden und
lediglich bei einer Funktions- kontrolle so verwendet werden.

-
Pumpenrad
-
Turbinenrad
-
Leitrad
A Leitrad gesperrt B Leitrad rotiert
Prinzipielle Funktionsweise des Leitrades
Direktkupplung
Bei abnehmender Drehmomentverstärkung, d.h. bei zunehmender
Fahrzeug-Geschwindigkeit und abnehmendem Drehzahlunterschied zwischen
Pumpen- und Turbinenrad, ist es aus wirtschaftli- chen Gründen sinnvoll,
den Drehmomentwandler abzuschalten.
Dies erfolgt mit Hilfe einer Direktkupplung (Lockup-Kupplung), die das
Turbinenrad mit dem Pumpenrad fest verbindet. Die Direktkupp- lung wird
angesetzt, indem Öl unter Druck an die Vorderseite des Kupplungskolben
geleitet wird.

Kraftfluß bei aktivierter Direktkupplung
Das automatische Steuerungssystem der Direkt- kupplung besteht aus einem
Drehzahlgeber im Getriebe, einem elektronischen Steuergerät und einem
Magnetventil sowie Hydraulikventilen. Das elektronische Steuergerät
erhält Signale vom Drehzahlgeber, der die Drehzahl am Lauf- rad des
Kriechgangs im Getriebe abtastet. Diese Drehzahl verhält sich
proportional zur Drehzahl der Eingangswelle und somit auch zur jener der
Turbine.
Das Einrücken der Direktkupplung erfolgt bei unterschiedlichen
Motordrehzahlen, die Dreh- zahldifferenz zwischen Pumpen- und Turbinen-
rad in Abhängigkeit des Eingangsmomentes variiert. Die Ein- und
Ausrückdrehzahl variiert je nach Motortyp. Siehe Tabelle auf Seite 10.
Wenn die Drehzahl auf einen bestimmten Wert abgesunken ist, wird die
Direktkupplung ausge- rückt und der Drehmomentwandler beginnt zu
arbeiten.
Normalerweise wird die Direktkupplung auto- matisch betätigt, sie kann
jedoch mit einem Schalter ausgeschaltet werden, so daß ein konti-
nuierlicher Betrieb des Drehmomentverstärkers erhalten wird.
Die Drehmomentverstärkung kann nur im niedri- gen Rangebereich des
Getriebes verwendet wer- den. Im hohen Rangebereich ist die
Direktkupplung des Drehmomentwandlers immer aktiviert.

-
Drehzahlgeber
-
Zahnrad im Getriebe (Laufrad des Kriechgangs)
-
Elektronisches Steuergerät
-
Magnetventil
-
Ventilgehäuse
-
Hydrauliköl an die Direktkupplung
-
Hydrauliköl an den Drehmomentwandler
Prinzip des hydraulisch-elektrischen Steuersystems
Schaltkupplung
Die Schaltkupplung ist eine Einscheibenkupp- lung vom
Trockenscheibentyp. Sie ist eine Kupplung mit ziehendem Ausrücklager,
das auf einer Traghülse gelagert ist. Das Ausrück- lager ist in der
Membranfeder der Kupplung gelagert und rotiert mit der Kupplung.
Wichtig! Aufgrund
des hohen Anfahrmo- ments, darf die Kupplung nicht verwendet wer- den,
wenn das Fahrzeug aus dem Stillstand angefahren wird. Den Anfahrgang
einlegen und die Kupplung ganz kommen lassen, bevor das Fahrzeug
angefahren wird. Näheres siehe Fahranweisungen im Fahrerhandbuch.

106 213
Schaltkupplung
Hydraulisch-elektrisches Steuersystem
Das Steuersystem regelt den Ölfluß des Dreh- momentverstärkers sowohl
bei Drehmoment- verstärkung als auch bei eingeschalteter Direktkupplung.
Drehmomentverstärkung
Das Steuersystem sorgt dafür, daß eine ausrei- chend große Ölmenge zur
Drehmomentverstär- kung, Kühlung und Schmierung an den Drehmomentwandler
strömt. Das Öl strömt dann zum Kühlen durch den Ölkühler.
Das Steuersystem hält den Öldruck im Dreh- momentwandler zwischen 3 und
6 bar.
Direktkupplung
Bei eingeschalteter Direktkupplung muß Öl mit ausreichend hohem Druck an
den Direkt- kupplungskolben geleitet werden. Gleichzeitig muß der
Drehmomentwandler ausreichend Öl zur Schmierung und Kühlung erhalten.
Ventilgehäuse
Das Ventilgehäuse besteht aus einem oberen und einem unteren
Ventilgehäuse. Im oberen Ventilgehäuse befindet sich ein Druckhalte-
ventil, ein Druckbegrenzungsventil und ein Schaltventil. Im unteren
Gehäuse sitzt ein Steuerventil und ein Druckbegrenzungsventil.
Funktionskontrolle
Wenn der Drehmomentverstärker nicht zur vollen Zufriedenheit
funktioniert, können unterschiedliche Funktionskontrollen mit dem
Drehmomentverstärker im Fahrzeug und mit warmgelaufenem Motor
durchgeführt werden.
Sämtliche Funktionskontrollen durchführen, bevor Maßnahmen beschlossen
werden.
Die Standdrehzahl (Vollbremsdrehzahl)
Die Standdrehzahl ist die höchste Drehzahl, die der Motor bei Vollgas
und stillstehendem Fahrzeug erreichen kann. Man hat dabei die maximale
Übersetzung im Drehmomentwand- ler erreicht und das gesamte Drehmoment
des Motors wird in Wärme im Öl umgewandelt.
Der Drehmomentverstärker darf daher nur wenige Sekunden und
ausschließlich bei einer Funktionskontrolle auf diese Art und Weise
eingesetzt werden.
Die Standdrehzahl bei stillstehendem, voll gebremsten Fahrzeug mit
eingelegtem, höch- sten Gang und niedrigem Range und bei voll- ständig
gedrücktem Fahrpedal kontrollieren.
Prüfvoraussetzungen:
-
Warmgelaufener Motor.
-
Stillstehendes Fahrzeug.
-
Angesetzte Feststell- und Betriebsbremse während der Kontrolle.
Standdrehzahlprüfung
-
Den höchsten Gang im niedrigen Range einlegen.
-
Kupplung loslassen.
-
Betriebsbremse ansetzen.



! WARNUNG!
Die Feststellbremse schafft es nicht alleine, das Fahrzeug zu
halten. Mit dem Bremspedal bremsen!

-
Das Fahrpedal ganz niederdrücken und anschließend die Drehzahl
ablesen, wenn sich diese stabilisiert hat. Den Test nicht länger
als 10 Sekunden durchführen, da sonst der Drehmomentverstärker
überhitzt wird.
Achtung! Die
Standdrehzahl kann u.a. auf- grund des Energiegehalts des
verwendeten Kraftstoffs von den angegebenen Werten geringfügig
abweichen. Kleinere Abweichun- gen können daher ohne Maßnahme
bleiben.
Unten wird eine Standdrehzahl für die Motorty- pen gezeigt, die zum
Zeitpunkt der Drucklegung aktuell sind.
Die angegebenen Standdrehzahlen gelten unter der Voraussetzung, daß
sich der Motor in einem guten Zustand befindet.
Fehlerursachen
Zu niedrige Standdrehzahl:
-
Motorfehler (zu niedriges Motordrehmoment)
Zu hohe Standdrehzahl:
-
zu niedriger Ölstand
-
zu niedriger Öldruck
-
Luft im Öl
-
der Freilauf sperrt nicht
Motortyp Standdrehzahl
DSC14 13 (530 PS) 1315-1515/min
DSC14 15 (460 PS) 1230-1430/min
Direktkupplung
Kontrolle der Motordrehzahl für das Ein- und Ausrücken der
Direktkupplung
-
Die Feststellbremse betätigen.
-
Das Getriebe in Neutralstellung.
-
Den Motor anlassen.
-
Die Drehzahl langsam mit dem Fahrpedal erhöhen. Die Kontrollampe
für den Dreh- momentverstärker muß bei 1340-1540/min erlöschen.
-
Die Drehzahl langsam verringern. Die Kontrollampe muß bei
1210-1410/min aufleuchten.
Fehlerursachen
-
Defekte Sicherung 5
-
Kabelfehler (Wackelkontakt, beschädigte Verkabelung)
-
Fehlerhafter Drehzahlgeber
-
Fehlerhaftes Magnetventil
-
Klemmendes Steuerventil
-
Fehlerhaftes Steuergerät


104 813
Schalter und Kontrollampe
Kontrolle der Funktionstüchtigkeit der Direktkupplung
Vorbereitungen
Ein Leitung verlegen, damit das Magnetventil vom Fahrerplatz aus
unter Spannung (+24 V) gesetzt werden kann. Eine geeignete Stelle,
um die Leitung anzuschließen, ist der Steckverbin- der C336-1
(Kabeldurchführung).
-
Die Feststellbremse betätigen.
-
Den Motor anlassen.
-
Den höchsten Gang im niedrigen Range einlegen und die Kupplung
loslassen.
-
Betriebsbremse ansetzen.
Fehlerursachen
-
zu niedriger Öldruck
-
undichter Direktkupplungskolben
-
gebrochene Kolbenringe an der Turbinenwelle
-
klemmendes Steuerventil
-
fehlerhaftes Magnetventil
-
rutschende Schaltkupplung
-
Kabelfehler (Wackelkontakt, beschädigte Verkabelung)



! WARNUNG!
Die Feststellbremse schafft es nicht alleine, das Fahrzeug zu
halten. Mit dem Bremspedal bremsen!

-
Die Drehzahl des Motors auf 1000/min erhöhen.
-
Das Magnetventil der Direktkupplung unter Spannung setzen (+24
V).
-
Der Motor muß nach 2-6 Sekunden stehenbleiben.
Hydrauliköldruck

Hydraulikmeßausrüstung 99 127 verwenden. Die Anschlüsse an den
Prüfanschlüssen G,
M
und H am
Ventilgehäuse anbringen und die Manometer entsprechend kennzeichnen.
Die Manometer so anbringen, daß sie vom Fahrerplatz aus abgelesen
werden können.
Drehmomentverstärkung
-
Die Feststellbremse betätigen.
-
Das Getriebe im niedrigen Rangebereich in Neutralstellung
bringen.
-
Den Motor anlassen.
-
Den Schalter für kontinuierlichen Drehmo- mentwandlerbetrieb
einschalten.
-
Die Drehzahl auf ca. 1700/min erhöhen.
-
Den Öldruck kontrollieren.
-
Den Schalter ausschalten.
Fehlerursachen Prüfanschluß Druck
G 2,5-3,5 bar
M 0 bar
H 5,5-7,0 bar
-
fehlerhafter Schalter
-
schlechte Pumpenkapazität
-
klemmendes Druckbegrenzungsventil für Drehmomentwandler
-
klemmendes Druckhalteventil
Direktkupplung
-
Die Feststellbremse betätigen.
-
Das Getriebe im niedrigen Rangebereich in Neutralstellung
bringen.
-
Den Motor anlassen.
-
Die Drehzahl auf ca. 1700/min erhöhen.
-
Den Öldruck kontrollieren.
Prüfanschluß Druck
G 0-1 bar
M 7-10 bar
H 2,5-3,5 bar
M-H Mindestens 4,5 bar
Fehlerursachen
-
fehlerhaftes Magnetventil
-
schlechte Pumpenkapazität
-
klemmendes Druckbegrenzungsventil für Drehmomentwandler
-
klemmendes Steuerventil
-
klemmendes Schaltventil
-
klemmendes Druckhalteventil
Ausbau des Ölkühlers
-
Kühlflüssigkeit mit Hilfe von Adapter 99 301 und
Kühlflüssigkeitsbehälter 587 129 aus dem Motor ablassen.

587 129
02_0382
99 301
-
Die Verschlußschraube im Anschlußrohr des Ölkühlers entfernen und
die restliche Kühlflüssigkeit ablassen.
-
Die Anschlüsse der Kühlmittelrohre lösen.
-
Die Ablaßschraube (10 mm Inbus) am Boden des Filtergehäuses lösen
und das Öl ablassen.

Kühlmittelablaßschraube

Ablaßschraube im Filtergehäuse
-
Das Schwungrad mit dem Drehwerkzeug 99 309 drehen, damit die
Ablaßschraube im Wandlerdeckel durch die Arbeitsöffnung im
Schwungradgehäuse zugänglich wird. Die Ablaßschraube (6 mm Inbus)
entfernen und das restliche Öl ablassen.
Achtung! Vorsichtig
vorgehen, damit die Ver- schlußschraube nicht zwischen Drehmoment-
wandler und Schwungradgehäuse hinunterfällt.
-
Die Anschlüsse der Hydraulikleitungen lösen und Kunststoffstopfen
anbringen.
-
Die Spannbänder lösen und den Ölkühler entfernen.
Einbau des Ölkühlers
-
Den Ölkühler mit den Spannbändern befestigen.
-
Die Anschlüsse der Hydraulikleitungen mit neuen Kupferdichtungen am
Ölkühler festschrauben.
-
Die Kühlmittelanschlüsse am Ölkühler befestigen.
-
Öl und Kühlflüssigkeit gemäß Daten auffüllen.

104 903
Ablaßschraube im Wandlerdeckel

Anschlüsse der Hydraulikleitungen

Instandsetzung des Ölkühlers
87 569 98 512
Spezialwerkzeug


Nummer Bezeichnung
87 569 Rohrdorn
107 020
98 512 Dorn
Bei einem Ausfall, der zu Metallspänen im Öl führt, muß das Kühlelement
ausgewechselt werden.
Zur Prüfung der Dichtheit kann der Kühler mit den angegebenen Werte für
die Öl- und Wasser- seite unter Druck gesetzt werden.
Liegt eine Wasserleckage an den Stirnseiten vor, die O-Ringe gemäß
folgender Beschrei- bung erneuern.
-
Die Sperrschrauben an den Stirnseiten entfernen.
-
Den Kühler in einer Presse auf dem Rohr- dorn 87 569 anbringen.
Die Stirnseite mit dem Dorn 98 512 ca.
25 mm niederpressen, damit der O-Ring auf der anderen Seite sichtbar
wird und entfernt werden kann. Vorsichtig pressen, damit sich die
Stirnwände nicht verformen.
-
Den Kühler umdrehen und das Kühlerele- ment aus dem Gehäuse pressen.
Den zweiten O-Ring entfernen.

Herauspressen des Kühlelementes
-
Kontrollieren, daß die Dichtflächen für die O-Ringe am Gehäuse
unversehrt sind.
-
Einen neuen O-Ring an der einen Stirnwand des Kühlelementes
anbringen und diesen reichlich mit Vaseline schmieren.
-
Das Kühlelement in das Gehäuse hineinschie- ben, das Ende ohne
O-Ring zuerst. Das Kühl- element so drehen, daß die Aussparung im
Flansch der Stirnwand direkt vor dem Schrau- benloch für die
Sperrschraube zu liegen kommt.
-
Die Stirnwand mit dem O-Ring bis ca. 25 mm unter der Montageposition
hineinpres- sen. Den O-Ring einschmieren und in der anderen
Stirnwand anbringen.
-
Das Kühlelement in die endgültige Position hineinpressen, d.h. bis
der Flansch der Stirn- wand 5 mm hinausragt. Die Sperrschrauben mit
Scheiben am Gehäuse anbringen.

Kontrolle der Dichtflächen

Anbringen von neuen O-Ringen
Ausbau des Drehmomentverstärkers
Spezialwerkzeug


Nummer Bezeichnung
98 405 Halter und Aufspannstrebe

98 655 Montageplatte Sonstiges Werkzeug
587 313 Getriebeheber
Für die Arbeit wird vorausgesetzt, daß das Getriebe ausgebaut ist. Für
den Ausbau des Getriebes siehe ”Manuelles Getriebe, Ausbau und Einbau”.
-
Den Einfüllstutzen vom Drehmoment- verstärker entfernen.
-
Den Ölmeßstab und die Leitungen vom Drehmomentverstärker entfernen.


Befestigung des Einfüllstutzen

Ölmeßstab
-
Das Kühlmittelrohr, das sich oberhalb des Drehmomentverstärkers
befindet, lösen und entfernen.
-
Die oberen Muttern, die den Drehmoment- verstärker am
Schwungradgehäuse halten, entfernen.
-
Das Ölrohr zwischen dem Magnetventil und dem Wandlergehäuse
entfernen.
-
Den elektrischen Anschluß des Magnet- ventils entfernen.
-
Den Öltemperatursensor entfernen.
-
Die Kabelschiene vom Schwungrad- gehäuse lösen.

Ölrohr

-
Öltemperatursensor
-
Elektrischer Anschluß des Magnetventils

Kabelschiene
-
Das Schwungrad mit dem Drehwerkzeug 99 309 drehen und die Schrauben
(8 St.) zwischen dem Drehmomentwandler und dem Antriebsblech am
Motor durch das Loch im Schwungradgehäuse lösen.
-
Die Lage des Drehmomentwandlers durch das Hineinschrauben der drei
Montage- schrauben im Verstärkergehäuse bis zum Anschlag gegen den
Wandlerdeckel sichern.

-
Aufspannstrebe 98 405 und Montageplatte 98 655 auf dem Getriebeheber
befestigen.
-
Den Getriebeheber unter dem Drehmoment- verstärker anordnen und die
Aufspannvor- richtung einpassen.


Lösen des Antriebsbleches
-
Leicht mit dem Heber anheben, den Motor mit dem Motorstützwerkzeug
abstützen.
Zwei Motorstützen 99 138 am Vorderachs- träger festhaken.
Die unterste Distanzhülse an den beiden Motorstützen anschrauben.
Die Muttern nicht anziehen.
Mit Zwischenhülsen und der Einstellvor- richtung mit Gewinde die
Motorstützen auf die richtige Höhe verstellen.
Zwei Schrauben der Ölwanne abschrau- ben, damit die Zapfen der
Einstellvorrich- tungen in die Schraubenlöcher eingeführt werden
können. Die beiden Ölwannen- schrauben so wählen, daß die Zwischen-
hülse hinter der Mitte der Vorderachse zu liegen kommt.
Die Lage der Hülsen so verstellen, daß sie so gerade wie möglich
stehen. Die Muttern an der untersten Hülse anziehen.
Die Einstellvorrichtung so hochschrauben, daß die Stütze vollständig
an der Ölwanne zu liegen kommt.
Wichtig! Darauf
achten, daß der Motor nicht zu stark nach hinten geneigt ist, da
sonst die Gefahr besteht, daß der Halter der Abgasbremse abbricht.
-
Die restlichen Muttern zwischen Drehmo- mentverstärker und
Schwungradgehäuse entfernen. Den Drehmomentverstärker nach hinten
ziehen, damit er das Schwung- radgehäuse nicht berührt.
-
Das Antriebsblech abschrauben und das Schwungrad mit der Nabe von
der Kurbel- welle abziehen.

-
Motorstütze
-
Distanzhülse
-
Zwischenhülse
-
Einstellvorrichtung



! WARNUNG!

Den Abstand zwischen dem Vorder- achsträger und dem Rahmen nicht, z.B.
durch das Anheben der Luftfederung, verändern. Die Gefahr besteht, daß
der Motor hinunterfällt.
Einbau des Drehmomentverstärkers

Spezialwerkzeug


Nummer Bezeichnung
98 405 Halter und Aufspannstrebe

98 655 Montageplatte Sonstiges Werkzeug
587 313 Getriebeheber


-
Das Schwungrad mit der Nabe auf der Kur- belwelle anbringen. Das
Antriebsblech mit dem Stützring auf der Kurbelwelle festschrauben.
Wichtig! Immer
neue Schrauben verwenden.
Anzugsmoment 230 Nm + 60
-
Das Schwungrad mit dem Drehwerkzeug 99 309 so drehen, daß die Löcher
im Antriebsblech direkt vor der Arbeitsöffnung im Schwungradgehäuse
stehen.
-
Den Drehmomentwandler so drehen, daß die Stellung der Schraublöcher
mit den Löchern im Antriebsblech übereinstimmen. Dann die
Montageschrauben vorsichtig abwechselnd bis zum Anschlag im Wandl-
erdeckel anziehen und mit den Sicherungs- muttern sichern.
01_1311
60o

Montageschrauben
-
Den Drehmomentverstärker in der Vorrich- tung auf dem Getriebeheber
anbringen und auf Montagehöhe hinter dem Schwungrad- gehäuse
bringen.
-
Den Drehmomentverstärker in das Schwungradgehäuse einführen.
Kontrollie- ren, daß das Loch im Antriebsblech in einer Linie mit
dem Schraubenloch im Drehmomentwandler liegt.
Wichtig! Den
Drehmomentwandler noch nicht mit dem Antriebsblech
zusammenschrauben.
-
Scheiben auf den oberen Stiftschrauben anbringen und das
Verstärkergehäuse mit den oberen Muttern am Schwungradge- häuse
festschrauben.
-
Die Aufspannvorrichtung vom Drehmo- mentverstärker entfernen und den
Getrie- beheber wegrollen.
-
Die restlichen Muttern anbringen und sämtliche Muttern anziehen.
Anzugsmoment 47 Nm.
-
Die Sicherungsmuttern der drei Montage- schrauben lösen und diese
ca. 5 mm her- ausschrauben. Die Sicherungsmuttern festziehen.


Montageschrauben
-
Das Schwungrad mit dem Drehwerkzeug 99 309 drehen und die Schrauben
(8 St.) zwischen dem Antriebsblech und dem Drehmomentwandler
anbringen.
Anzugsmoment 87 Nm.
-
Die Klappe über der Arbeitsöffnung im Schwungradgehäuse
festschrauben.
-
Das Ölrohr zwischen dem Magnetventil und dem Wandlergehäuse
anbringen. Den elektrischen Anschluß des Magnetventils anschließen.
-
Den Öltemperatursensor anbringen.
-
Das Kühlmittelrohr am Drehmoment- verstärker befestigen und an den
Motor anschließen.
-
Den Öleinfüllstutzen am Drehmoment- verstärker festschrauben.

Zusammenbau von Antriebsblech und Drehmomentwandler

|
1 |
Dichtring |
17 |
Radiallager |
33 |
Ölfilter |
|
2 |
Direktkupplungskolben |
18 |
O-Ring |
34 |
Magnet |
|
3 |
Dichtring |
19 |
Nadellager |
35 |
Ablaßschraube |
|
4 |
Nadellager |
20 |
Manschettendichtung |
36 |
Feder |
|
5 |
Turbinenwelle |
21 |
O-Ring |
37 |
Ölpumpe |
|
6 |
Gleitringdichtung |
22 |
Kolbenring |
38 |
Antriebskette |
|
7 |
Nadellager |
23 |
Zahnkranz |
39 |
Zwischenwand |
|
8 |
Axialscheibe |
24 |
Traghülse |
40 |
Pumpenrad |
|
9 |
Antriebsblech |
25 |
Kolbenring |
41 |
O-Ring |
|
10 |
Kupplungsscheiben |
26 |
Kugellager |
42 |
Leitrad |
|
11 |
Schwungrad mit |
27 |
Manschettendichtung |
43 |
Turbinenrad |
| |
Zahnkranz |
28 |
Kugellager |
44 |
Wandlerdeckel |
|
12 |
Druckring |
29 |
Sicherungsring |
45 |
Entlüftungsventil |
|
13 |
Sicherungsring |
30 |
Nehmerzylinder, |
46 |
Ablaßschraube |
|
14 |
Axiallager |
|
Kupplung |
|
|
|
15 |
Radiallager |
31 |
Kupplungsdeckel |
|
|
|
16 |
Freilauf |
32 |
Kupplungsscheibe |
|
|
Drehmomentverstärker KH 424 3
Zerlegen des Drehmomentverstärkers
Spezialwerkzeug



Nummer Bezeichnung
98 655 Montageplatte
98 747 Führungsstifte

-
Zwei Schrauben zwischen dem Kupplungs- deckel und der vorderen
Druckplatte (Schwungrad) entfernen. Zwei Führungs- stifte 98 747
oder zwei lange abgesägte M10 Schrauben anschrauben und die restli-
chen Schrauben entfernen. Den kompletten Kupplungsdeckel mit der
Kupplungsscheibe herausziehen und abheben.
-
Aufspannvorrichtung 98 655 90˚ vom
Ven- tilgehäuse und Ölfiltergehäuse entfernt am Drehmomentverstärker
anbringen.

-
Vier Hebeösen gemäß Abbildung anbringen und den Drehmomentverstärker
in ein Motorstativ hochheben.
-
Verbleibende Ölrohre entfernen.
-
Das Ventilgehäuse mit Zwischenplatte und Ölfiltergehäuse mit
Ölfilter entfernen.
107 977
-
Kunststoffstopfen o.ä. in den Löchern, die zum Hydrauliksystem hin
zum Vorschein treten, anbringen.
Zerlegen des Drehmomentwandlers

Spezialwerkzeug


87 596
Nummer Bezeichnung
87 596 Gleithammer
98 450 Schaft
-
610 Dorn
107 032
-
167 Hebezeug
98 450
98 610
99 167

-
Den Drehmomentverstärker so drehen, daß der Drehmomentwandler oben
ist.
-
Zwei Hebeösen am Drehmomentwandler anbringen. Die Montageschrauben
heraus- schrauben und den Drehmomentwandler mit einer
Hebevorrichtung herausheben.
Achtung! Zusätzliches
Öl wird aus dem Drehmomentwandler herauslaufen.

-
Mit einem Körner die Montagestellung von Pumpenrad und Wandlerdeckel
zueinander markieren.
-
Den Drehmomentwandler zu einer Arbeits- bank heben und diesen
umdrehen. Die Inbusschrauben zwischen Pumpenrad und Wandlerdeckel
abschrauben.
-
Zwei Befestigungsschrauben der Pumpen- radnabe entfernen und
geeignetes Hebe- werkzeug (z.B. zwei M8 Stiftschrauben + 99 167)
anbringen. Das Pumpenrad abheben.
-
Die Hebevorrichtung entfernen. Die restli- chen Schrauben zwischen
Nabe und Pum- penrad entfernen und die Nabe mit einem
Kunststoffhammer abklopfen.
-
Das Leitrad herausheben und die Axiallager entfernen.
-
Das Turbinenrad herausheben und das Axi- alnadellager am Boden des
Wandlerdeckels entfernen.
-
Den großen Sicherungsring zwischen dem Druckring und dem
Wandlerdeckel durch Herausdrücken aus seiner Nut mit zwei
Schraubendrehern entfernen.
-
Den Druckring und das Kupplungsschei- benpaket herausheben. Die
verbleibende Stahlscheibe über dem Direktkupplungskol- ben
entfernen.

-
Einen Kunststoffstopfen im Lager im Wandlerdeckel anbringen. Der
Stopfen sollte ca. 28 mm Durchmesser und ein Loch in der Mitte
haben. Eine Luftdüse hinein- stecken und mit einem Lappen oder
Papier umwickeln. Den Direktkupplungskolben mit Druckluft
heraufdrücken.


Entfernen von Nadellager 1, Sicherungsring 2, Druckring 3 und
Scheiben 4

-
Drei M8 Schrauben hineinschrauben und den Kolben herausheben.

-
Die äußeren und inneren Dichtringe aus dem Direktkupplungskolben
entfernen.
-
Das Radialnadellager im Drehmoment- wandlerdeckel mit dem
Gleithammer 87 596 herausklopfen.

-
Axialscheibe am Boden des Wandlerdek- kels abklopfen und entfernen.
Einen Win- kelmeißel oder ein Flacheisen, das auf der einen Seite
geschliffen worden ist, verwen- den. Vorsichtig klopfen, damit die
Paß- scheiben und die Axialscheibe nicht beschädigt werden.
Wenn die Axialscheibe fest sitzt, vorsichtig mit einem Gasschweißgerät
wärmen und anschließend wegklopfen.
Ausbau der Turbinenwelle und von Kupplungsteilen

Spezialwerkzeug


Nummer Bezeichnung
87 596 Gleithammer
98 450 Schaft
98 610 Dorn
-
Die Einbaulage der Zwischenwand hinter dem Drehmomentwandler
markieren. Wenn die Zwischenwand fest sitzt, kann sie mit drei
Auszugsschrauben (M10) entfernt wer- den. Die Zwischenwand abheben
und das restliche Öl aus dem Gehäuse entleeren.
-
Die Nadellagerhälften, die Antriebskette und das lose Kettenrad
entfernen.
87 596
98 450
98 610

107 978
Markieren und Entfernen der Zwischenwand

-
Nadellager
-
Zahnring
-
Antriebskette
-
Kolbenring
Ölpumpenantrieb

-
Die Schrauben der Traghülse entfernen und diese mit zwei langen M8
Schrauben aus dem Gehäuse ziehen.

-
Die Pumpe lösen und entfernen. 
-
Das Verstärkergehäuse in die Horizontale drehen und den
Sicherungsring zwischen Kugellager und Turbinenwelle entfernen.

-
Das Gehäuse in die Vertikale drehen. Zwei Inbusschrauben, einander
gegenüber, zwi- schen Turbinenwelle und Kupplungsdruck- platte
entfernen und zwei Hebeösen anbringen.
-
Die vordere Kupplungsdruckplatte mit der Turbinenwelle aus dem
Gehäuse heben.

-
Das Lager und die Axialdichtung mit dem Dorn 98 610 und dem Schaft
98 450 aus dem Gehäuse klopfen.

-
Den Sicherungsring im Turbinenwellenfuß entfernen und das Lager mit
dem Gleitham- mer 87 596 herausklopfen.
Wartung der Komponenten
Nach dem Ausfall einer Komponente kann es Verunreinigungen, z.B.
Metallspäne, im Öl geben, die andere Komponenten beschädigt haben
können. Daher sämtliche Teile sorgfältig reinigen und Lager, Ölkanäle,
Dichtungs- und Lagerflächen untersuchen. Eine Bürste und Druckluft
verwenden.
Direktkupplungsscheibe
-
Kontrollieren, daß keine Verschleißschäden an den Zähnen vorliegen.
-
Stärke der gesinterten Kupplungsscheiben und der
Stahlkupplungsscheiben kontrollieren, Mindestdicken:
-
Kontrollieren, daß sie frei von Heißlaufflek- ken, Rissen oder
Kratzern ist.
Schaltkupplung
Siehe Servicehandbuch, Gruppe 04.
Turbinenwelle mit Kupplungsdruckplatte
Spezialwerkzeug


Nummer Bezeichnung
98 726 Montagewerkzeug
-
Kontrollieren, daß die Reibfläche zur Kupp- lungsscheibe keine
Heißlaufflecken oder Kratzer aufweist.
-
Sämtliche Lagerflächen kontrollieren.
-
Die Gleitringdichtung am Turbinenwellen- ende entfernen. Das
Joch 98 726 und eine M10 Schraube mit Mutter verwenden, um den
Zapfen abzuziehen.
-
Die Kolbenringe 3 entfernen.
-
Sämtliche Kolbenringe und Kolbenringnu- ten hinsichtlich
Verschleiß kontrollieren.
-
Beim Anbringen kontrollieren, daß die Kol- benringenden
ordentlich an einander gehakt sind.

00_1846
98 726

-
Gleitringdichtung
-
Lagerfläche
-
Kolbenring
Kontrolle der Turbinenwelle mit Kupplungsdruckplatte

Entfernen der Gleitringdichtung
Turbinenrad
-
Die Schaufeln kontrollieren. Wenn irgend- eine Schaufel verbogen
ist, muß der Dreh- momentwandler ausgewechselt werden.
-
Den Zahnkranz der Direktkupplungsnabe hinsichtlich
Verschleißschäden an den Zähnen kontrollieren.
-
Auch die Keilverzahnung in der Nabe kontrollieren.
Antriebsblech
-
Kontrollieren, daß es keine Risse an den Rändern der Löcher gibt.

Kontrolle des Turbinenrades

Kontrolle des Antriebsbleches
Instandsetzung des Leitrades
Spezialwerkzeug




98 450 98 610
Nummer Bezeichnung
98 450 Schaft
107 033
98 610 Dorn 
-
Das Leitrad auf einer sauberen Unterlage ablegen und zuerst das
untere Rollenlager von innen mit einem Hammer herausschlagen.
-
Anschließend die Nabe des Freilaufs mit einem schmalen Dorn
vorsichtig herausschlagen.
-
Das andere Lager mit einem Dorn heraus- schlagen, wenn beide Lager
ausgewechselt werden sollen, sonst nur das Lager reinigen.
-
Die Lagerfläche für den Freilauf im Leitrad hinsichtlich
Druckschäden kontrollieren.

-
Die Nabe des Freilaufs (Sicherungselement, Führungsbleche und
Sicherungsflächen) rei- nigen. Die Innen- bzw. Außenhülse vor und
zurück drehen und kontrollieren, daß sich die Sicherungselemente
bewegen.
Kontrolle des Freilaufs
-
Ein Gummiband um den Freilauf herum anbringen und dieses bei
gleichzeitiger Dre- hung so in das Leitrad hineindrücken, daß die
Kupferfedern an die schärfste Stelle der Schaufeln kommen. Dorn
verwenden.
-
Die Funktion des Freilaufs durch Aufschie- ben des Leitrades über
die Traghülse mit dem schärfsten Teil der Schaufeln nach oben
kontrollieren. Das Leitrad muß sich im Uhrzeigersinn frei drehen
lassen und in die andere Richtung durch den Freilauf gesperrt
werden.
-
Die Lager gegen den Absatz im Leitrad mit dem Dorn 98 610 und dem
Schaft 98 450 hineinschlagen.

Einbau des Freilaufs

1 Traghülse
Kontrolle die Sperrichtung des Freilaufs
Auswechseln der Manschettendichtung in der Zwischenwand
Spezialwerkzeug



Nummer Bezeichnung
87 446 Dorn
98 450 Schaft
98 450
107 034
87 446
-
Die Dichtung mit einem schmalen Dorn herausschlagen. Das Beschädigen
des Dich- tungssitzes in der Zwischenwand vermeiden.
-
Dichtmittel auf die Außenseite der Man- schettendichtung auftragen.
-
Die Zwischenwand gemäß Abbildung auf ebener Unterlage ablegen.
-
Die neue Dichtung mit Dorn 87 446 und Schaft 98 450 hineinschlagen.
Die offene Seite der Dichtung nach unten richten.

Einbau einer neuen Manschettendichtung
Instandsetzung des Ventilgehäuses
-
Beide Ventilgehäuse gemäß den Abbildun- gen zerlegen.
-
Sämtliche Ventilteile sorgfältig mit Lappen und Druckluft reinigen.
-
Kontrollieren, daß sämtliche Gleitflächen in den Gehäusen und an den
Kolben frei von Kratzern sind.
-
Kontrollieren, daß die Drosselungsdüsen in den Kolben nicht
verstopft sind. Beim Aus- wechseln muß das Gewinde der Düsen mit
Sicherungsflüssigkeit gesichert werden.
-
Beschädigte oder fehlerhafte Teile aus- wechseln. Bei fehlerhaftem
Öldruck müssen sämtliche Federn ausgewechselt werden.
-
Wenn das Fahrzeug beim Schalten aufgrund einer zu kurzen Einrückzeit
ruckt, muß die Drosselung S1 im Steuerventil 7 durch eine Drosselung
mit kleinerem Innendurchmes- ser ersetzt werden. Alternativ hierzu
können Scheiben hinter der Feder F2 angebracht werden.
-
Kolben und Federn mit öl schmieren und die Ventilgehäuse gemäß
Abbildungen zusammenbauen.
-
Neue O-Ringe auf dem Magnetventil anbringen und dieses so montieren,
daß die Löcher in die richtige Richtung zeigen.

-
Druckhalteventil
-
Druckbegrenzungsventil
9 Schaltventil
Oberes Ventilgehäuse

-
Steuerventil
-
Druckbegrenzungsventil Unteres Ventilgehäuse

S1 = Drosselung F1, F2 = Federn
Steuerventil
Instandsetzung der Pumpe
Spezialwerkzeug

Spezialwerkzeug
587 315 Abzieher
-
Die Pumpe in einem Schraubstock zwischen weichen Backen einspannen.
Die Schrauben zwischen den Pumpengehäusedeckeln ent- fernen.
-
Die Pumpe durch Klopfen auf die Zahnrad- enden mit einem Dorn
zerlegen.

-
Das Antriebsrad von der Zahnradwelle mit dem Abzieher 587 315
abziehen.
-
Die Pumpenteile seinigen und die Arbeits- flächen an den Zahnrädern,
Pumpendeckeln und dem Antriebsrad kontrollieren.
-
Bei Schäden und Verschleißerscheinungen, die eine verringerte
Pumpenleistung verursa- chen können, müssen die betreffenden Pum-
penteile oder die gesamte Pumpe ausgewechselt werden.

-
Das Antriebsrad auf einer Platte erwärmen (max. 400 C). Anschließend
das Antriebs- rad auf die Zahnradwelle mit dem Deckel mit Gewinde
dazwischen aufpressen. Den Deckel so drehen, daß das Antriebsrad
sich am weitesten entfernt von den Befesti- gungslöchern des
Pumpengehäuses befindet.
-
Von der Dichtungsseite des Pumpengehäuses auf den anderen Deckel
klopfen.
-
Sämtliche Teile mit Öl einschmieren. Das lose Zahnrad anbringen und
den Deckel mit dem Antriebsrad anklopfen.
-
Die Pumpe in einen Schraubstock einspan- nen und die Schrauben des
Pumpendeckels festziehen.
Anzugsmoment 9,5 Nm.
-
Kontrollieren, daß sich das Antriebsrad leicht drehen läßt. Wenn
dies nicht der Fall ist, muß das Spiel zwischen Zahnrad und
Pumpendeckel kontrolliert werden.
Elektrische Komponenten
Magnetventil
Die Funktion kontrollieren, indem das Magnet- ventil mit +24 V unter
Spannung gesetzt wird.
Drehzahlgeber
Den Widerstand des Gebers kontrollieren:
Der Abstand des Gebers zum Zahnrad ist wich- tig. Die
Abstandseinstellung kontrollieren, indem die Spannung (Wechselspannung)
bei 1500/min gemessen wird. Bei ordnungsgemä- ßem Abstand muß die
Spannung 2,0-3,5 V betragen. Geeigneter Meßpunkt ist zwischen den
Stiften 5 und 6 im Steckverbinder C336.
Öltemperaturwächter
Die Funktion durch Eintauchen des tempera- turempfindlichen Teils in ein
erwärmtes Ölbad kontrollieren. Den Wächter in einem 24 V-Kreis mit
Indikatorlampe anschließen. Die Tempera- tur langsam zwischen 120 und
145 ˚C
erhöhen. Der Wächter muß bei 140-150 ˚C
unterbrechen.
Steuergerät
Das Steuergerät ist in der Elektrozentrale untergebracht.

Magnetventil

-
Getriebegehäuse
-
Frequenzgeber
-
Zahnrad
-
Scheibe
a = 1,0-1,55 mm
Einbau des Drehzahlgebers
Zusammenbau des Drehmomentwandlers

Spezialwerkzeug


Nummer Bezeichnung
87 579 Dorn
98 450 Schaft
87 579
107 035
98 757 Montagedorn
98 450
98 757

-
Ein neues Nadellager am Boden des Zwi- schenflansches hineinklopfen.
Den Schaft 98 450 verwenden.

-
Dieselbe Paßscheibe wie vorher einlegen und die Axialscheibe am
Boden des Wandl- erdeckel hineinklopfen. Z.B. den Dorn
87 579 oder eine 55 mm Hülse verwenden. Ein Paßscheibe o.ä. zwischen
Dorn und Lagerring legen, um die Oberfläche nicht zu beschädigen.

-
Neue Dichtringe einölen und im Direktkupp- lungskolben anbringen.
Die Ringe einölen, äußere zusätzlich einölen, und den Dorn
98 757 von der Unterseite in den Kolben einpressen.

-
Den Direktkupplungskolben im Wandler- deckel einlegen. Einen
schweren Gegen- stand, z.B. eine Parallelunterlage, auf den Dorn
legen und den Kolben mit leichten Schlägen ringsherum mit dem Schaft
eines Kupferhammers hineinklopfen.
-
Den Dorn entfernen und sorgfältig kontrol- lieren, daß keine Reste
der Dichtungen am Außen- und Innenrand den Kolbens zu sehen sind.
Sollte dies der Fall sein, muß der Kolben wieder entfernt und eine
neuer Dichtring montiert werden.

-
Das Kupplungsscheibenpaket in folgender Reihenfolge einlegen:
Stahlscheibe, gesin- terte Scheibe, Stahlscheibe, gesinterte
Scheibe. Den Druckring auflegen und den großen Sicherungsring
anbringen.
-
Die Scheiben radial zentrieren und darauf achten, daß die Klappen
sich gegenüberlie- gen. Das Axialnadellager auf den Wandler- deckel
legen und das Turbinenrad an Ort
und Stelle heben. Einbau
von Scheiben 4, Druckring 3,
Sicherungsring 2 und Nadellager 1

-
Kontrollieren, daß der Lagerring am Turbi- nenrad angebracht ist und
das eine der Axial- lager einlegen.

-
Das Leitrad mit dem schärfsten Teil der Schaufeln nach oben einlegen
und das zweite Axiallager auflegen.

-
Einen neuen O-Ring einschmieren und auf der Nabe des Pumpenrades
anbringen und diese vorübergehend auf dem Pumpenrad mit drei
Schrauben festschrauben.
-
Einen neuen großen O-Ring einschmieren und über dem äußeren Flansch
anbringen. Das Pumpenrad gemäß Markierung auf den Wandlerdeckel
auflegen. Kontrollieren, daß beide Axiallager zentriert sind. Dann
das Pumpenrad mit vier Schrauben nach unten ziehen.
-
Eine Meßuhr mit der Meßspitze auf dem Axiallager oberhalb des
Leitrades anbrin- gen. Das Axialspiel des Leitrades durch Anheben
des Leitrades messen und den Ausschlag an der Meßuhr notieren. Das
zulässige Spiel beträgt 0,3-0,7 mm.
Ein geeignetes Hebewerkzeug kann gemäß Abbildung aus einem 2 mm
Flacheisen her- gestellt werden.
Wenn das Spiel falsch ist, muß der Drehmo- mentwandler wieder
zerlegt und eine Paß- scheibe mit geeigneter Dicke unter der
Axialscheibe am Boden des Wandlerdek- kels angebracht werden.
-
Die restlichen Schrauben anbringen und das Pumpenrad mit 20 Nm
festziehen.



Hebewerkzeug für Leitrad
Zusammenbauen des Drehmomentverstärkers
Spezialwerkzeug


Nummer Bezeichnung
87 247 Dorn
87 408 Dorn
87 550 Dorn
87 932 Dorn
98 450 Schaft
98 726 Montagewerkzeug
-
747 Führungsstifte
-
092 Dorn
99 204 Zentrierdorn

87 247
87 408
87 550 87 932
98 450
99 092 99 204
107 786
98 726 98 747

-
Die Manschettendichtung im Verstärkerge- häuse von der
Kupplungsseite her mit dem Dorn 87 408 und dem Schaft 98 450 hinein-
klopfen. Die Dichtung so drehen, daß die offene Seite nach unten
zeigt.

-
Das Gehäuse ein halbe Umdrehung drehen und das Lager mit dem Dorn 87
247 und dem Schaft 98 450 hineinklopfen.

-
Die Traghülse hineinklopfen und vorüber- gehend mit zwei Schrauben
festschrauben. Zwei lange M8 Schrauben als Führung und einen Dorn,
z.B. 87 932, verwenden.

-
Ein neues Stützlager in den Turbinenwel- lenfuß hineinklopfen und
den Sicherungs- ring anbringen. Eine Hülse geeigneter Größe (36 mm)
verwenden.
-
Neue Kolbenringe auf der Turbinenwelle anbringen und an einander
haken.

-
Das Gehäuse eine halbe Umdrehung drehen und die Turbinenwelle mit
der Kupplungs- druckplatte anheben. Diesen mit Dorn
87 550 und 99 092 in seine endgültige Lage klopfen.

-
Das Gehäuse in die Horizontale drehen. Die Traghülse mit zwei langen
M8-Schrauben herausziehen. Den Sicherungsring vor dem Lager auf der
Turbinenwelle anbringen.
-
Das Gehäuse in die Vertikale drehen und die Traghülse wieder
hineinklopfen.
Die Schrauben endgültig festziehen.
Anzugsmoment 24 Nm.
-
Zentrierdorn in das Lager des Schwungrads einsetzen und die
Kupplungsscheibe auf der Welle anbringen.
Achtung! Die
Kupplungsscheibe gemäß Abb. drehen.
-
Führungsstifte 98 747 in die mit Gewinde versehenen Löcher 7 und 8
einsetzen, siehe Abbildung. Den Kupplungsdeckel auf die
Führungsstifte setzen.
-
Die Schrauben 1-6 in Reihenfolge gemäß Abb. festziehen, so daß die
Führungskante des Kupplungsdeckels auf dem gesamten Umfang
gleichzeitig hinter die Führungs- kante des Schwungrades (A) greift.
Achtung! Manche
Kupplungsscheiben sind im Nabenbereich der Federbefestigung höher.
Dies kann zu Schwierigkeiten bei der Montage füh- ren, wenn die
Membranfeder gegen die Naben- partie der Kupplungsscheibe stößt.
Bei der Montage muß die Führungskante des Kupplungsdeckels besonders
genau eingepaßt werden, da die Führungskante ihren Sitz erst
erreicht, nachdem die Schrauben ein paar Milli- meter angezogen
worden sind. Siehe Abbildung.
Die Montage erfolgt ansonsten wie gewohnt.

Einbau der Kupplungsscheibe mit dem Pfeil zum Schwungrad.



04_0446
ca. 5mm
-
Führungsstifte entfernen. Die Schrauben 7 und 8 anbringen.
-
Die Schrauben 1-8 in Reihenfolge gemäß Abbildung mit 47 Nm
festziehen. Dann kontrollieren, ob der Kupplungsdeckel ganz eben und
gleichmäßig an der Fläche des Schwungrads anliegt.
-
Alle Schrauben zur Kontrolle mit 47 Nm anziehen.
-
Den Zentrierdorn entfernen.
-
Das Gehäuse 180˚C
drehen. Die Pumpe mit zwei neuen O-Ringen anbringen, die Schrauben
festziehen.
Anzugsmoment 47 Nm.
-
Das Kettenrad mit dem kleineren Durchmes- ser nach oben über die
Traghülse legen. Die Kette schmieren und an den Kettenrädern
anbringen.
-
Die Nadellagerhälften schmieren und auf der Traghülse anbringen,
Kontrollieren, daß der Kolbenring an der Traghülse eingehakt ist.


Der kleinste Durchmesser des Kettenrades
-
Die Pumpenradnabe vom Drehmoment- wandler entfernen. Die Nabe auf
die Trag- hülse und in das Kettenrad schieben.
-
Die Kette durch leichtes Verschieben der Pumpe spannen, bis die
Kette sich durch 10 N 3-5 mm nach innen drücken läßt. Die Pumpe
festziehen.
Anzugsmoment 47 Nm.
-
Die Pumpenradnabe entfernen und wieder auf dem Drehmomentwandler
anbringen. Anzugsmoment 10 Nm.
-
Einen neuen großen Dichtring einschmieren und an der Zwischenwand
anbringen. Die Dichtfläche für den O-Ring im Gehäuse abtrocknen. Die
Zwischenwand gemäß Markierung anbringen und festschrauben.
Anzugsmoment 24 Nm.
-
Eine neue Gleitringdichtung einschmieren und am Ende der
Turbinenwelle anbringen. Den Endzapfen so weit hineinklopfen, daß
sich der Kolbenring ohne Axialspiel frei bewegen läßt. Das Joch 98
726 und eine M10 Schraube mit Mutter verwenden, um ein eventuelles
Einstellen zu erleichtern.

Anbringen des Pumpenantriebs

Anbringen einer neuen Gleitringdichtung

-
Hebeösen am Drehmomentwandler befesti- gen und diesen über das
Gehäuse heben. Kontrollieren, daß das Kettenrad zentriert ist. Den
Drehmomentwandler absenken und daran wackeln, damit die Nabe in das
Ket- tenrad eindringt.
-
Den Drehmomentwandler so drehen, daß der Zentrumzapfen gerade nach
oben zeigt, und die drei Montageschrauben abwech- selnd vorsichtig
bis zum Anschlag gegen das Wandlergehäuse anziehen. Mit den
Sicherungsmuttern sichern.
-
Den Drehmomentverstärker gemäß Abbil- dung drehen und den
Drehmomentwandler vorsichtig hineinheben.

-
Den Magneten am Halter reinigen und einen neuen Ölfiltereinsatz mit
Feder und Halter am Filtergehäuse anbringen.
Das Filtergehäuse am Verstärkergehäuse mit einer neuen Dichtung
dazwischen festschrauben.
Anzugsmoment 24 Nm.
-
Ölfiltergehäuse
-
Dichtung
-
Ölfilter
-
Magnet
-
Feder
Teile des Ölfilters
-
Die Ventilgehäuse mit der Zwischenplatte am Verstärkergehäuse
festschrauben. Beim Montieren neue Dichtungen (3 St.) verwen- den
und durch sorgfältiges Probieren dafür sorgen, daß sie gegen die
richtige Fläche an den Ventilgehäusen zu liegen kommen.
Anzugsmoment 24 Nm.
-
Kontrollieren, daß sämtliche Schrauben an den Ventilgehäusen
angezogen sind.

-
Zwischenplatte
-
Oberes Ventilgehäuse
-
Unteres Ventilgehäuse
-
Ölfiltergehäuse
Einbau von Ölfiltergehäuse und Ventilgehäuse
Kontroll- und Bearbeitungsmaße
Ölpumpe
Spiel Zahnrad-Pumpendeckel
....................................................... Max. 0,03 mm

Daten
Ölpumpenantrieb, Mittenabstand zwischen den Zahnrädern der Antriebskette
Unverschlissene Kette und unverschlissene Zahnräder ................
138,6 mm Verschlissene Komponente
.......................................................... max. 139,9 mm
Ölkühler, bei Druckprüfung
Ölseite
...........................................................................................
max. 14 bar
Wasserseite
...................................................................................
max. 4 bar
Öltemperaturwächter
Unterbrechungsdrehzahl bei Kontrolle
......................................... 140-150 ˚C
Frequenzgeber
Widerstandsmessung zwischen den Stiften bei 23˚ ......................
1060-1100 Ohm
Widerstandsmessung zwischen Stift und Masse ..........................
mindestens 500
kOhm
Direktkupplung
Axialverschleiß, gesinterte Scheibe
.............................................. max. 0,3 (Mindest-
dicke 3,0 mm)
Axialverschleiß, Stahlscheibe
....................................................... max. 0,3
(Mindest-
dicke 1,7 mm)
Schaltkupplung
Vordere Kupplungsdruckplatte (an Turbinenwelle) .....................
max. 0,5 mm Für weitere Daten siehe Servicehandbuch, Gruppe 04.
Daten
Anzugsmoment
Schraube Antriebsblech - Kurbelwelle
......................................... 230 Nm + 60 Schraube
Antriebsblech - Drehmomentwandler ........................... 105 Nm
Mutter Drehmomentverstärker - Schwungradgehäuse ................. 47 Nm
Schraube Pumpenrad - Wandlerdeckel
......................................... 20 Nm
Schraube Deckel - Verstärkergehäuse
.......................................... 24 Nm
Schraube Traghülse - Verstärkergehäuse
..................................... 24 Nm
Schraube Pumpenradnabe - Pumpenrad
....................................... 20 Nm Schraube Kupplungsdeckel -
Kupplungsdruckplatte .................... 47 Nm Mutter Getriebe -
Drehmomentverstärker .................................... 47 Nm
Schrauben im Pumpendeckel
........................................................ 9,5 Nm
Schrauben Pumpe - Verstärkergehäuse
........................................ 47 Nm
Schrauben Ventilgehäuse - Verstärkergehäuse ............................
24 Nm
Schrauben Ölfiltergehäuse - Verstärkergehäuse
........................... 24 Nm Schrauben Turbinenwelle - Druckplatte
....................................... 87 Nm
Halter im Drehmomentverstärker M14
........................................ 112 Nm Schwingungsdämpfer (M12)
........................................................ 70 Nm




Spezialwerkzeug
|
Werkzeug
87 247 |
Bezeichnung
Dorn |
Werkzeugtafel
R1 |
|
87 408 |
Dorn |
AM1 |
|
87 446 |
Dorn |
AD2 |
|
87 550 |
Dorn |
AD2 |
|
87 569 |
Rohrdorn |
P |
|
87 579 |
Dorn |
R1 |
|
87 596 |
Gleithammer |
D2 |
|
87 932 |
Dorn |
D3, G1 |
|
98 405 |
Halter und Aufspannstrebe |
F1 |
|
98 450 |
Schaft |
R2, AD2, AM1 |
|
98 512 |
Dorn |
D4 |
|
98 610 |
Dorn |
R1 |
|
98 655 |
Montageplatte |
F2 |
|
98 726 |
Montagewerkzeug |
R2 |
|
98 747 |
Führungsstifte |
F1 |
|
98 757 |
Montagedorn |
MV |
|
99 092 |
Dorn |
AD2 |
|
99 167 |
Hebezeug |
G1 |
|
99 204 |
Zentrierdorn |
D4 |
|
99 217 |
Hydraulik-Meßausrüstung |
|
|
99 309 |
Drehwerkzeug |
D5 |
|
99 318 |
Motorstütze |
D5 |

Sonstiges Werkzeug
|
587 129 |
Kühlmittelbehälter |
|
|
587 313 |
Getriebeheber |
|
|
587 315 |
Abzieher |
31 |

04:01-03

Ausgabe 1 de


Verschleißprüfung bei Kupplungsscheiben
Verschleißprüfung bei Kupplungsscheiben

Verschleißprüfung bei Kupplungsscheiben
04_0461
Spezialwerkzeug 


Nummer Bezeichnung 99 315 Lehre
Bei einer Kontrolle des Kupplungsscheiben- verschleißes an Fahrzeugen
mit Servomaster- Hauptzylinder muß der Verschleiß direkt an der
Kupplungsscheibe gemessen werden.

04_0458
Lehre 99 315 verwenden und gemäß Abbil- dung durch das Loch im
Schwungradgehäuse messen.
Die Dicke einer neuen Kupplungsscheibe beträgt 10 mm, die
Verschleißgrenze liegt bei 7 mm.

04:02-01
Ausgabe 2 de
Kupplung K432 15
K432 16
K432 17
K432 18
Technische Daten

Kupplung
K432 15, K432 16, K432 17,
K432 18
Technische Daten
Typ Zug
Belagdurchmesser 430 mm
Hub der Druckplatte min. 1,8 mm
Kupplungsscheibe, max. Verzug 0,8 mm
Anzugsmoment 47 Nm
Spezialwerkzeug

Nummer Bezeichnung Abbildung

99 315 Lehre

Verschleißkontrolle bei Kupplungsscheiben

Der Verschleiß der Kupplung muß direkt an der Scheibe gemessen werden.
Lehre 99 315 verwenden und gemäß Abbildung durch die Öffnung im
Schwungradgehäuse mes- sen.
04_0478
Die Stärke einer neuen Kupplungsscheibe beträgt 10 mm, die
Verschleißgrenze liegt bei 7 mm.
0_1665
99 315



de


Kupplung K402 5
Daten
1 585 874
Scania
CV AB 1995-10
Daten
Typ
..................................................................Ziehend
Belagdurchmesser ...........................................400 mm
Hub der Druckplatte ................................ min. 1,7 mm Max.
Schiefheit der Kupplungsscheibe ...........0,8 mm Anzugsmoment
.................................................47 Nm

Spezialwerkzeug
Führungsstifte .........................................98 747
Zentrierdorn ............................................99 204
Lehre .......................................................99 315

Verschleißüberprüfung bei Kupplungsscheiben
Der Verschleiß der Kupplung muß direkt an der Scheibe gemessen werden.
Lehre 99 315 verwenden und laut Abbildung durch das Loch im
Schwungradgehäuse messen.
04_0478
Die Dicke einer neuen Kupplungsscheibe beträgt 10 mm, die
Verschleißgrenze liegt bei 7 mm.




Ausgabe 2 de
Kupplung und Kupplungsbetätigung
Funktions- und Arbeitsbeschreibung

1 585 412
© Scania
CV AB 1999-10, Sweden
Funktionsbeschreibung Allgemeines 3
Geberzylinder 4
Nehmerzylinder 6
Leitungsverlegung und Anschlüsse 9
Arbeitsbeschreibung Geberzylinder
erneuern 13
Kupplungsscheibe prüfen 15
Nehmerzylinder erneuern 16
Kupplung erneuern 19
Druckplatte prüfen 20
Membranfeder prüfen 23
Hydrauliksystem entlüften 24
Fehlersuche Kupplung
und Kupplungsbetätigung 31
Kupplungsbetätigung
Allgemeines
Die Kupplung von Scania ist hydraulisch und selbstnachstellend. Sie
besteht aus zwei Hauptkomponenten, einem druckluftversorgten
Geberzylinder (Servoeinheit) und einem auf Zug wirkenden Nehmerzylinder
mit integriertem Ausrücklager. Bei Lkw mit EK-Nebenabtrieb ist der
Nehmerzylinder separat angeordnet und das Ausrücklager im
Kupplungsdeckel integriert.
Das System benötigt nur eine geringe Pedalkraft und ist deshalb sehr
komfortabel und leistungsstark.

-
Position des Geberzylinders
-
Position des Geberzylinders
Geberzylinder
Der Geberzylinder wird vom Kupplungspedal betätigt. Beim Betätigen des
Kupplungspedals wirkt die Druckstange 7 auf das Druckluftventil 6 im
Geberzylinder. Das Druckluftventil öffnet und Druckluft drückt den
Hydraulikkolben 9 nach unten, wodurch die Hydraulikflüssigkeit zum
Nehmerzylinder gedrückt wird. Der Hydraulikanschluß 1 ist bei manchen
Kupplungen gedrosselt, um den
Flüssigkeitsstrom im System zu dämpfen und so Vibrationen am
Kupplungspedal zu verhindern.
Geberzylinder, Übersicht

-
Hydraulikanschluß zum Nehmerzylinder
-
Anschluß zum Flüssigkeitsbehälter
-
Anschluß für Entlüftungsschlauch
-
Druckluftkolben
-
Gummibälge
-
Druckluftventil, Servoventil
-
Druckstange zum Kupplungspedal
-
Druckluftanschluß
-
Hydraulikkolben
Nehmerzylinder
Der Nehmerzylinder wirkt auf Zug und befindet sich innen im
Kupplungsgehäuse über der Getriebeantriebswelle. Das bewegliche Teil 3
des Nehmerzylinders ist an der Membranfeder 5 der Kupplung mit dem
Sicherungsring 1 befestigt. Wenn der Nehmerzylinder durch den
Geberzylinder mit Druck beaufschlagt wird, zieht das bewegliche Teil die
Membranfeder mit sich und die Kupplung trennt.
Der Anschluß zwischen Kupplung und Nehmerzylinder besteht aus einem
Sicherungsring an der Nase des Nehmerzylinders 8. Ein Einbau des
Getriebes rastet der Sicherungsring in den Druckring 7 der Membranfeder
und verbindet so Nehmerzylinder und Membranfeder.
Nehmerzylinder von Fahrzeugen ohne EK-Nebenabtrieb

-
Sicherungsring
-
Ausrücklager
-
Nehmerzylinder, bewegliches Teil
-
Nehmerzylinder, festes Teil
-
Membranfeder
-
Halter für Druckring
-
Druckring
-
Nase
Bei Fahrzeugen mit EK-Nebenabtrieb ist der Nehmerzylinder an einem
separaten Halter außerhalb des Kupplungsgehäuses befestigt. Das
Ausrücklager wird über einen Hebel betätigt und ist im Kupplungsdeckel
integriert.
Nehmerzylinder von Fahrzeugen mit EK-Nebenabtrieb

-
Nehmerzylinder
-
Hebel
-
Ausrücklager, in Kupplungsgehäuse integriert
Kupplung, Übersicht

-
Schwungrad
-
Kupplungsscheibe
-
Druckplatte
-
Nehmerzylinder
-
Membranfeder
-
Kupplungsdeckel
Leitungsverlegung und Anschlüsse

Es gibt verschiedene Konfigurationen von Leitungsverlegungen und
Anschlüssen.
Schlauchverlegung zwischen Geberzylinder und Flüssigkeitsbehälter
Ältere Konfiguration bei Lkw und Bussen
-
Bei älteren Konfigurationen befindet sich ein Entlüftungsventil am
Nehmerzylinder und die
Entlüftung erfolgt wie bei einer konventionellen Hydraulik. Das
Entlüftungsventil 1 befindet sich über der Hydraulikleitung 2 zum
Geberzylinder.

Ältere Konfiguration
-
Entlüftungsventil
-
Hydraulikleitung zum Geberzylinder
Konfiguration von Lkw nach 07.99
-
Die Hydraulik ist selbstentlüftend und
es gibt kein Entlüftungsventil am Nehmerzylinder. Die
Selbstentlüftung ist dadurch möglich, daß die Hydraulikleitung vom
Nehmerzylinder zum Geberzylinder und der Schlauch vom Geberzylinder
zum Flüssigkeitsbehälter nach oben verlaufen. Die Entlüftung erfolgt
über den Flüssigkeitsbehälter. Nach Arbeiten am System erfolgt die
Entlüftung mit einem Spezialwerkzeug, das den Flüssigkeitsbehälter
mit Druckluft beaufschlagt.

Leitungsverlegung beim selbstentlüftenden System
-
Fahrzeuge mit Linkslenkung
-
Fahrzeuge mit Rechtslenkung
Neue Konfiguration bei Bussen
-
Das Entlüftungsventil 2 befindet sich unter der Hydraulikleitung 1
zum Geberzylinder. Das System wird
wie eine konventionelle Hydraulik entlüftet.

-
Hydraulikleitungsverlegung und Anschlüsse
-
Entlüftungsventil bei Bussen
Lkw mit EK-Nebenabtrieb
-
Das Entlüftungsventil befindet sich am Nehmerzylinder. Das System wird
wie eine konventionelle Hydraulik am Entlüftungsventil
entlüftet.

1 Entlüftungsventil
bei Lkw mit EK-Nebenabtrieb
Geberzylinder erneuern
Ausbau
Systemdruck abbauen.



! ACHTUNG!
Schutzbrille tragen! Hydraulikflüssigkeit ist korrosiv und kann
bleibende Augenschäden verursachen.

-
Schlauch 2 zum Flüssigkeitsbehälter abbauen und nach oben legen,
damit die Flüssigkeit nicht aus dem Behälter ausläuft.
-
Entlüftungsschlauch 3 abbauen.
-
Hydraulikschlauch 4 zum Nehmerzylinder abbauen. Schlauch und
Anschlüsse am
Zylinder mit Stopfen verschließen. 
-
Mutter
-
Schlauch zum Flüssigkeitsbehälter
-
Entlüftungsschlauch
-
Hydraulikschlauch zum Nehmerzylinder
Geberzylinder erneuern

-
Abdeckung unter dem Lenkrad abbauen.
-
Anschluß für den Druckluftschlauch 7 abbauen.
Hinweis: Anschluß
beim Lösen unbedingt gegenhalten.
-
Drei Haltemuttern 1 des Geberzylinders abschrauben.
-
Sicherungsstift 6 und Parallelstift 5
ausbauen. 5 Parallelstift
-
Sicherungsstift
-
Druckluftschlauch

Einbau
Spezifikation
Alternative Position des Druckluftschlauchs bei Lkw nach 12.99
Anzugsdrehmoment

Anschluß, Druckluftschlauch 20 Nm

Hinweis: Anschluß
des Druckluftschlauchs beim Anbauen unbedingt gegenhalten.
Prüfen

Spezialwerkzeuge
|
Teile-Nr. |
Bezeichnung |
Abbildung |
Werkzeugtafel |
|
99 315 |
Lehre für Kupplungsscheibe |
|
F1 |


Beim Prüfen des Kupplungsscheiben- verschleißes muß die Messung
direkt an der Scheibe erfolgen. Schutzabdeckung von der Prüföffnung
unten am Schwungradgehäuse abbauen. Mit der Lehre 99 315 durch die
Prüföffnung wie in der Abbildung gezeigt die Kupplungsscheibe
messen.
04_0458
Neue Scheiben sind 10 mm dick und haben eine Verschleißgrenze von 7
mm. In manchen Fällen kann die Messung mit die Lehre schwierig sein.
In diesem Fall muß die Kurbelwelle mit dem Werkzeug 99 309 gedreht
werden.

Ausbau
Fahrzeuge ohne EK-Nebenabtrieb
-
Getriebe ausbauen, siehe Hauptgruppe 5, Schaltgetriebe, Aus- und
Einbau.
-
Bereich um die Rohranschlüsse reinigen.
-
Rohrdurchführung im Kupplungsgehäuse lösen. Rohre im
Kupplungsgehäuse ausbauen. Ältere Lkw und Bussen haben zwei
Rohre. Rohranschlüsse zur Verhinderung von Schmutzeintritt mit
Stopfen verschließen.
Nehmerzylinder, neue Lkw

Nehmerzylinder, Bus und ältere Lkw
-
Schrauben und Nehmerzylinder ausbauen.
Hinweis: Der
Nehmerzylinder kann nicht überholt werden und muß komplett
ausgetauscht werden.

Ausbau des Nehmerzylinder
Einbau
Fahrzeuge ohne EK-Nebenabtrieb
Daten
Anzugsdrehmomente

Nehmerzylinder 22 Nm

Rohr 30 Nm

-
Nehmerzylinder an Kupplungsgehäuse anschrauben.
-
Rohre anbauen und mit korrektem Drehmoment festziehen.
-
Rohrdurchführung an Kupplungsgehäuse anschrauben.
-
Getriebe einbauen, siehe Hauptgruppe 5, Schaltgetriebe, Aus- und
Einbau.
Fahrzeuge mit EK-Nebenabtrieb
Ab- und Anbau
Der Nehmerzylinder ist auf einem Halter außen am Kupplungsgehäuse
montiert.

1 Nehmerzylinder
von Fahrzeugen mit EK-Nebenabtrieb
Ausbau
Spezialwerkzeuge
|
Teile-Nr. |
Bezeichnung |
Abbildung |
Werkzeugtafel |
|
98 747 |
Führungsstifte |
|
F1 |

99 204
99 205


Zentrierungswelle D4
Hülse


-
Getriebe ausbauen, siehe Hauptgruppe 5, Schaltgetriebe, Aus- und
Einbau.
-
Schrauben 7 und 8 ausbauen.
-
Führungsstifte 98 747 in die Schraubenbohrungen einbauen.
-
Zentrierungswelle 99 204 mit Hülse 99 205 in die Scheibenmitte
einbauen.
-
Kupplungsdeckel und Kupplungsscheibe durch abwechselndes Lösen
der übrigen Schrauben abbauen.
-
Schwungrad reinigen und auf Risse und Verschleiß prüfen.
-
Druckplatte prüfen, siehe Druckplatte prüfen.
Druckplatte prüfen
Daten
Maximale Durchbiegung

Druckplatte 1 mm

Reibfläche der Druckplatte auf Wärmeschäden prüfen.
Weist die Reibfläche der Druckplatte tiefe thermische Risse oder
Blaufärbung auf, die auf ein Durchrutschen der Kupplung hinweisen,
muß der Kupplungsdeckel erneuert werden. Die Reibfläche darf nicht
abgeschliffen oder abgedreht werden, da dadurch die Zuhaltekraft der
Kupplung beeinträchtigt wird.
Eine durch falsche Bedienung verursachte Überhitzung der Kupplung
führt oft zum Verzug und zur Durchbiegung der Druckplatte.
Eine Durchbiegung stellt keine Beeinträchtigung dar, wenn der
ursprüngliche Kupplungsdeckel und die ursprüngliche Kupplungsscheibe
wieder verwendet werden. Beim Erneuern der Kupplungsscheibe muß die
Tiefe der Durchbiegung stets gemessen werden.
Wird, wie in der Abb. gezeigt, ein Maß B von mehr als 0,6 mm
gemessen, besteht das Risiko eines schnellen Verschleißes der neuen
Kupplungsscheibe.
Wenn die Durchbiegung bzw. der Verschleiß (Maß B) ca. 1 mm
überschreitet, muß der Kupplungsdeckel erneuern werden.

Druckplatte prüfen
Einbau
|
Daten
Anzugsmomente |
|
|
|
Kupplungsdeckel |
47 Nm |
|
Spezialwerkzeuge
Teile-Nr. Bezeichnung |
|
Abbildung |
Werkzeugtafel |
|
98 747 Führungsstifte |
|
|
F1 |

99 204
99 205


Zentrierungswelle D4
Hülse
-
Zentrierungswelle 99 204 in das Schwungradlager einsetzen. Hülse
99 205 auf Zentrierungswelle aufsetzen und Kupplungsscheibe auf
Hülse aufsetzen.
Hinweis: Kupplungsscheibe
wie abgebildet drehen.
-
Führungsstifte 98 747 in die Bohrungen 7 und 8 einbauen.
Kupplungsdeckel auf Führungsstifte setzen.
WICHTIG! Damit
der Kupplungsdeckel plan auf der Flanschfläche des Schwungrads
aufliegt, müssen die Führungskanten am Kupplungsdeckel und
Schwungrad gründlich gereinigt werden.


Kupplungsscheibe mit dem Pfeil zum Schwungrad anbauen.

-
Schrauben 1 - 6 in der abgebildeten Reihenfolge festziehen,
dabei muß die Führungskante des Kupplungsdeckels gleichmäßig mit
der Führungskante A des Schwungrads abschließen.

-
Führungsstifte ausbauen und Schrauben 7 und 8 einbauen.
-
Sicherstellen, daß der Kupplungsdeckel vollständig und plan auf
der Flanschfläche des Schwungrads sitzt.
-
Schrauben 1 - 8 in der abgebildeten Reihenfolge mit 47 Nm
anziehen.
-
Anzugsdrehmoment aller Schrauben mit 47 Nm prüfen.
-
Zentrierungswelle und Hülse abbauen.
-
Membranfeder prüfen, siehe Membranfeder prüfen.
-
Getriebe einbauen, siehe Hauptgruppe 5, Schaltgetriebe, Aus- und
Einbau.
Membranfeder prüfen
Daten
Maximale Durchbiegung

Membranfedersegmente 1 mm

Eine zu starke Durchbiegung der Membranfedersegmente bei angebautem
Kupplungsdeckel kann Vibrationen am Ausrücklager verursachen.
Eine unterschiedliche Höhe der Membranfedersegmente wird
wahrscheinlich verursacht durch einen Riß in der Membranfeder oder
durch ein unterschiedliches Anzugsdrehmoment der Schrauben des
Kupplungsdeckels.
Entsprechend den folgenden Anweisungen prüfen, ob die
Membranfedersegmente aus anderen Gründen mehr als 1 mm durchgebogen
sind.
-
Kupplungsdeckel an Schwungrad anschrauben.
-
Schrauben mit 47 Nm festziehen.
-
Mit einem Lineal und einem Meßschieber die Durchbiegung im
Verhältnis zur flachen Stellung des Druckrings prüfen.
Bei einer Durchbiegung von mehr als 1 mm muß der Kupplungsdeckel
erneuert werden, sofern die Ursache nicht durch z. B. einen
korrekten Einbau behoben werden kann.

Membranfedersegmente prüfen
Hydrauliksystem an den Entlüftungsventilen entlüften
Sonstiges Werkzeug
|
Teile-Nr. |
Bezeichnung |
Abbildung |
Werkzeugtafel |
|
587 949 |
Füllausrüstung |
|
|



99 405 Entlüftungswerkzeug D6




! ACHTUNG!
Schutzbrille tragen! Hydraulikflüssigkeit ist korrosiv und kann
bleibende Augenschäden verursachen.

Entlüften ohne Füllausrüstung 587 949
WICHTIG! Hydraulikflüssigkeit
SAE J 1703 Bremsflüssigkeit DOT:3-4 verwenden.
-
Geeigneten Entlüftungsbehälter an das Entlüftungsventil 1 am
Kupplungsgehäuse anschließen.
WICHTIG! Gebrauchte
Bremsflüssigkeit muß entsorgt werden.

Der Entlüftungsbehälter ist am Entlüftungsventil 1 des
Kupplungsgehäuses angeschlossen.
-
Flüssigkeitsbehälter bis zur maximalen Höhe mit Flüssigkeit
auffüllen.
WICHTIG! Sicherstellen,
daß der Flüssigkeitsbehälter während des Entlüftungsvorgangs
stets gefüllt ist.
-
Kupplungspedal betätigen, bis Widerstand fühlbar ist.
Kupplungspedal vollständig durchtreten und festhalten.
Alternativ kann das System mit dem Entlüftungswerkzeug 99 405
mit Druck entlüftet werden.
-
Entlüftungsventil am Kupplungsgehäuse öffnen und die mit Luft
versetzte Flüssigkeit durch Niederdrücken des Kupplungspedals
herauspumpen.
-
Entlüftungsventil schließen und Kupplungspedal loslassen.
-
Schritte 2 - 5 wiederholen, bis blasenfreie Flüssigkeit am
Entlüftungsventil austritt.
Entlüften mit Füllausrüstung 587 949



! ACHTUNG!
Schutzbrille tragen! Hydraulikflüssigkeit ist korrosiv und kann
bleibende Augenschäden verursachen.

WICHTIG! Hydraulikflüssigkeit
SAE J 1703 Bremsflüssigkeit DOT:3-4 verwenden.
-
Flüssigkeitsbehälter der Füllausrüstung mit Hydraulikflüssigkeit
füllen. Der Flüssigkeitsbehälter faßt 5 Liter.
-
Füllausrüstung gem. den Abbildungen anbauen und an
Druckluftversorgung anschließen.

Die Füllausrüstung ist am Flüssigkeitsbehälter angeschlossen.
-
System durch Öffnen des Entlüftungsventils 1 am Kupplungsgehäuse
entlüften und füllen. Entlüftungsvorgang wiederholen, bis
blasenfreie Flüssigkeit am Entlüftungsventil austritt. Das
Hydrauliksystem faßt ca.
0,5 Liter.
WICHTIG! Sicherstellen,
daß der Flüssigkeitsbehälter während des Entlüftungsvorgangs stets
gefüllt ist.

Der Entlüftungsbehälter der Füllausrüstung 587 949 ist am
Entlüftungsventil 1 am Kupplungsgehäuse angeschlossen.
Hydrauliksystem ohne Entlüftungsventil entlüften

Spezialwerkzeuge
|
Teile-Nr. |
Bezeichnung |
Abbildung |
Werkzeugtafel |
|
99 405 |
Entlüftungswerkzeug |
|
D6 |




! ACHTUNG!
Schutzbrille tragen! Hydraulikflüssigkeit ist korrosiv und kann
bleibende Augenschäden verursachen.




! ACHTUNG!

Der Flüssigkeitsbehälter kann mit einem Druck von bis zu 2 bar
beaufschlagt werden.

WICHTIG! Hydraulikflüssigkeit
SAE J 1703 Bremsflüssigkeit DOT:3-4 verwenden.
-
Flüssigkeitsbehälter bis zur maximalen Höhe mit Flüssigkeit
auffüllen.
-
Kappe des Entlüftungswerkzeugs am Flüssigkeitsbehälter
anschließen. Sicherstellen, daß die Kappe korrekt auf das
Gewinde aufgeschraubt ist.
Aufschrauben der Kappe des Entlüftungswerkzeugs
-
Entlüftungswerkzeug an Druckluftzufuhr anschließen. Das Werkzeug
ist auf 2 bar voreingestellt.
-
Einen Druck von 2 bar aufbauen. Flüssigkeitsbehälter 20 Sekunden
mit Druck beaufschlagt lassen. Das Entlüftungswerkzeug kann
während des Druckaufbaus im System am Haken aufgehängt werden.

Hydrauliksystem mit Druck beaufschlagen

Entlüftungswerkzeug aufhängen
1 Haken
-
Druck am Entlüftungsventil des Entlüftungswerkzeugs ablassen.
Die Luft im System steigt blasenförmig im Flüssigkeitsbehälter
auf.

1 Entlüftungsventil
-
Schritte 4 und 5 fünfmal mit einer geringeren Druckhaltedauer
wiederholen.
WICHTIG! Sicherstellen,
daß der Flüssigkeitsbehälter während des Entlüftungsvorgangs
stets gefüllt ist.
-
Kupplungspedal zehnmal niedertreten.
-
Schritte 3 bis 7 des Entlüftungsvorgangs zweimal wiederholen.
-
Flüssigkeitsbehälter bis zur maximalen Höhe mit Flüssigkeit
auffüllen.
-
Kupplungspedal noch zehn- bis fünfzehnmal niedertreten.
-
Die Hydraulik sollte nun soweit entlüftet sein, daß die Kupplung
funktioniert. Andernfalls muß der Entlüftungsvorgang so lange
wiederholt werden, bis die Kupplung funktioniert.
-
Werkzeug abbauen.
Hinweis: Noch
vorhandene geringe Lufteinschlüsse in der Hydraulik lösen sich im
Fahrbetrieb auf.

© Scania
CV AB 1999, Sweden
Kupplung und Kupplungsbetätigung
Bei einer Fehlfunktion der Kupplung können Ursache und
Abhilfemaßnahme anhand des folgenden Fehlersuchverfahrens schnell
gefunden werden.
Die Positionsnummern im Text beziehen sich auf die Abbildung am Ende
des Fehlersuche- Abschnitts.
Fehler
Symptom
Vibrationen am Kupplungspedal, wenn dieses mit dem Fuß stillgehalten
wird, unabhängig von der Stellung.
Ursache
Grate an den Führungskanten des Kupplungsdeckels oder nicht parallel
zur Membranfeder stehende Druckplatte.
Maßnahme
Führungskante des Kupplungsdeckels entgraten. Siehe Hauptgruppe 4,
Kupplung einbauen und Membranfeder prüfen.
Symptom
Vibrationen am Kupplungspedal beim Niederdrücken oder Lösen.
Ursache
Instabiles Steuerventil im Geberzylinder. Gilt nur für Geberzylinder
mit einem älteren Datumscode als 9750.
Maßnahme
Ungedrosselten Anschluß A am Hydraulikanschluß 1 des Geberzylinders
durch einen gedrosselten Anschluß mit neuen O-Ring ersetzen.

-
Anschluß
-
O-Ring
-
Geberzylinder
-
Drossel
Symptom
Die Kupplung beginnt zu greifen.
Ursache
-
Hydraulische Undichtigkeit an Geberzylinder, Nehmerzylinder,
Hydraulikschlauch oder den Anschlüssen.
-
Interne hydraulische Undichtigkeit im Geberzylinder durch
Verunreinigungen oder eine aufgequollene Gummischeibe.
Maßnahme
-
Undichte Bauteile nachziehen oder erneuern.
-
Geberzylinder erneuern.
Symptom
Weiches Pedalgefühl, sich ändernder Schleifpunkt oder ungenügender
Hub des Nehmerzylinders.
Ursache
Luft in der Hydraulikflüssigkeit.
Maßnahme
-
Alle Anschlüsse prüfen.
-
Schlauchverlegung zwischen Geberzylinder-Anschluß 2 und
Flüssigkeitsbehälter prüfen.
-
Hydrauliksystem entlüften.
Symptom
Langsame Pedalbewegung, verringerte oder keine Servofunktion.
Ursache
-
Keine Druckluftzufuhr zum Geberzylinder.
-
Interne Druckluft-Undichtigkeit vom Entlüftungsschlauch 3.
-
Druckluft-Undichtigkeit vom Gummibalg 5 wegen beschädigter
Deckeldichtung.
-
Druckluft-Undichtigkeit vom Haltering wegen beschädigtem O-Ring.
Maßnahme
-
Druckluftzufuhr zum Geberzylinder prüfen.
-
Geberzylinder erneuern.
Symptom
Der Retarder wird ohne Absicht eingeschaltet.
Ursache
Die Pedalfeder ist zu schwach, um das Pedal in der oberen Stellung
zu halten.
Maßnahme
Feder und Federhalter erneuern. Umbausatz 550 552 verwenden.

-
Distanzscheibe
-
Federhalter
-
Mutter
Symptom
Geschwindigkeitsregelung oder Drehzahl- Feststellung zeitweise ohne
Funktion.
Ursache
Sicherungsstift für Druckstange blockiert in vertikaler Stellung und
verhindert, daß das Pedal in die obere Stellung zurückkehrt.
Maßnahme
Sicherstellen, daß der korrekte Sicherungsstift entsprechend der
Abbildung eingebaut ist.

Sicherungsstift, Kupplungspedal
Symptom
Druckluft-Undichtigkeit am Anschluß 3 des Entlüftungsschlauchs.
Ursache
Interne Druckluft-Undichtigkeit am Geberzylinder.
Maßnahme
Geberzylinder erneuern.
Symptom
Luftaustritt durch Gummibalg 5 bei nicht aktivem Geberzylinder.
Ursache
-
Riß im Ventilsitz des Servoventils 6, verursacht durch Berührung des
Druckstangenkopfs 7 mit der Kante des Sitzes im Geberzylinder.
-
Riß im Ventilsitz des Servoventils 6, verursacht durch Schläge auf
den Druckluftanschluß 8 oder Festziehen ohne Gegenhalten.
Maßnahme
-
Falls möglich, Druckstange gegen eine längere austauschen.
-
Geberzylinder erneuern.
Geberzylinder, Übersicht

-
Hydraulikanschluß zum Nehmerzylinder
-
Anschluß zum Flüssigkeitsbehälter
-
Anschluß für Entlüftungsschlauch
-
Druckluftkolben
-
Gummibälge
-
Druckluftventil, Servoventil
-
Druckstange zum Kupplungspedal
-
Druckluftanschluß
-
Hydraulikkolben
содержание ..
1
2
3
4
5
6
7 ..
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