Der Kraftstoffwärmer (H15) umschließt den Kraftstoffilter und erwärmt
den Kraftstoff im Filter.
Im Dieselkraftstoff bilden sich bei tiefen Temperaturen
Paraffinkristalle. Aufgrund der Paraffinausscheidung erhöht sich die
Zähflüssigkeit des Dieselkraftstoffes. Dadurch kann es zur Verstopfung
des Kraftstoffilters kommen. Das verringerte Fließvermögen führt zu
einer Unterbrechung der Kraftstoffzufuhr und beeinträchtigt den
Motorbetrieb.
Das Erwärmen des Dieselkraftstoffes verhindert die Paraffinausscheidung.
Der Kraftstoffwärmer besteht aus Edelstahl und wird in eingebautem
Zustand mit zwei Bügelklammern zusammengehalten.
! ACHTUNG!
Der Kraftstoffwärmer darf erst nach Einbau eingeschaltet werden. Auch
nach dem Betrieb ist die Wärmeentwicklung im Bereich des
Kraftstoffwärmers noch sehr hoch.
Der Kraftstoffwärmer wird über den Schalter an der Instrumententafel
eingeschaltet.
Eine Kontrolleuchte im Schalter zeigt den Betrieb des Kraftstoffwärmers
an.
Die obere Schalterhälfte ist federbelastet. Diese Schalterstellung
dient zum Erwärmen des Kraftstoffilters, bevor der Motor gestartet
wird.
Die untere Schalterhälfte rastet in der unteren Stellung ein und
funktioniert nur bei laufendem Motor. Bei ladendem Generator
versorgt dieser den Kraftstoffwärmer mit Spannung.
Die Dieselkraftstoff-Vorwärmung hat eine hohe Stromaufnahme. Sie
soll deshalb nur bei Bedarf eingeschaltet werden.
Kabelstrang 1 gemäß der Abbildung verlegen. Der Verlauf variiert
zwischen den einzelnen Karosseriebauern. Massekabel 31 (BK) an
Massepunkt G521 anschließen.
Schalter mit Schaltersymbol einbauen. Stecker S583 an Schalter
anschließen.
Kabel 15X (GN), von R46 und S583, an Pin A und B der Sicherung
F1/36 anschließen.
Kabel 61D (YE) an Pin 5 des Anschlußblocks H anschließen. Kabel
31 (BK) an Pin E des Anschlußblocks 31 anschließen. Abdeckung
von RP19 entfernen und Relaissockel für R46 einbauen. Relais an
RP19 anbauen.
Kabel D (GY) zum Stecker C56 führen und an Pin A6 anschließen.
Kabel FH (WH) zum Stecker C503 in der Mitte des Steckergehäuses
führen und an Pin H1 anschließen. Gegebenenfalls ist eine
Sicherungsscheibe in die Tülle einzusetzen, bevor die Kabel
angeschlossen werden können.
Karosseriekabelstrang durch Tülle C503/H führen. Kabel FH an Pin
1 anschließen. Gegebenenfalls ist das Steckergehäuse in die
Tülle einzusetzen, bevor die Kabel angeschlossen werden können.
Kabelstrang mit dem anderem Kabelstrang zum Motor verlegen.
Massekabel 31 (BK) an Massepunkt G503 anschließen.
Kraftstoffiltergehäuse reinigen. Das Gehäuse muß frei von
Verunreinigungen (Öl, Schmutz usw.) sein. Kraftstoffwärmer in
Einbaulage bringen und Kabelstrang zum Motor befestigen. Die
Abbildungen zeigen die Kabelstrangverläufe der unterschiedlichen
Motoren.
Kabelstrang des Kraftstoffwärmers an Stecker C281 anschließen.
Funktion des Kraftstoffwärmers prüfen.
Kabelstrangverlauf für K94, Seitenansicht Kabelstrangverlauf für
K94, Rückansicht
Kabelstrangverlauf für L94 und N94 Kabelstrangverlauf für K114/124
Einspritzpumpen für Scanias Dieselmotoren werden plombiert, nachdem
sie vor Ausliefe- rung kontrolliert und eingestellt worden sind. Die
Plombierung erfolgt an den Stellen, an denen ein Eingriff Leistung,
Zusammensetzung der Abgase und Kraftstoffverbrauch beeinflußt.
Achtung! Bei
unbefugtem Eingriff in die Ein- spritzpumpe erlischt Scanias
Garantie.
Folgende Plomben befinden sich an der Ein- spritzpumpe:
Die Plombierung des Pumpenherstellers bei Lieferung an das
Scania-Werk.
Bleiplombe
Metallhülse mit Kunststoffstopfen
Plombierungshülse aus schwarzem Kunst- stoff (Bosch-Service
= rote Plombierungs- hülse)
Pumpenelementmuttern auf der rechten Seite. Sie werden mit
Plombierungsdraht und Bleiplombe/Blechscheibenplombe plombiert.
2
Plombe Nr. 2:
Reglerdeckel auf der linken Seite.
Abb. A: Plombierung des Pumpenherstellers.
Abb. B: Scanias Plombierung, Schraube mit Loch sowie Draht und
Blechscheibenplombe.
03_0844
Abb. A
2
03_0845
Abb. B
Plombe Nr. 3:
RV-Stellung (Positionsgeber der Regel- stange). Mit
Kunststoffstopfen plombiert.
03_0846
3
Plombe Nr. 4:
Oberer Deckel des Stellmagneten. 5
4
Abb. C: Plombierung des Pumpenherstellers.
Abb. D: Scanias Plombierung, Schraube mit Loch sowie Draht und
Blechscheibenplombe.
03_0849
Abb. C
Plombe Nr. 5:
Kunststoffplombe, schwarz (Bosch = rote
Kunststoffplombe, Scania Service = blaue 5 4
Kunststoffplombe).
03_0850
Abb. D
Pumpe mit RQ-/RQV-Regler
Plombe Nr. 6:
Pumpenelementmuttern auf der rechten Seite. Sie werden mit
Plombierungsdraht und Bleiplombe/Blechscheibenplombe plombiert.
100 955
6
Plombe Nr. 7:
Vollastanschlag wird mit Plombenhülse aus 7
Kunststoff an der Sicherungsmutter der Ein- stellschraube plombiert.
100 956
Achtung! Bei
11er-Motoren sitzt der Vollastan- schlag auf der entgegengesetzten
Seite.
Plombe Nr. 8: 8
101 957
Rauchbegrenzer, Einstellung und Rauchbe- grenzerdeckel. Werden durch
Metallhülse mit Kunststoffstopfen/ Plombierungsdraht und
Blechscheibenplombe plombiert.
Plombe Nr. 9:
9
Mit Kunststoffplombe plombiert.
100959
Plombe Nr. 10:
Reglerdeckel. Wird durch Metallhülse mit 10
100 960
Kunststoffstopfen/ Plombierungsdraht und Blechscheibenplombe
plombiert.
Plombe Nr. 11:
Rauchbegrenzer mit RQVK-Regler. Wird 11
100 961
durch Metallhülse mit Kunststoffstopfen/ Plombierungsdraht und
Blechscheiben- plombe plombiert.
Plombe Nr. 12:
Deckel für Vollastanschlag bei RQVK-Regler. Wird durch Metallhülse
mit Kunststoffstop- fen/ Plombierungsdraht und Blechscheiben- plombe
plombiert.
Einstellwerkzeug 99 414 mit Metallstück um Pumpe-Düse-Einheit
anbauen.
Kontermutter lösen und Pumpe-Düse- Einheit mit Einstellschraube
1 einstellen. Die Pumpe-Düse-Einheit ist korrekt eingestellt,
wenn der kleine Stößel 2 bündig mit der flachen Oberseite des
Werkzeugs abschließt. Mit einem Finger fühlen. Unterschiede bis
zu 1/10 mm können erfühlt werden.
Befindet sich der Stößel über oder unter der flachen Oberseite
des Werkzeugs, muß die Pumpe-Düse-Einheit eingestellt werden.
Schließt der Stößel bündig mit der flachen Oberseite des
Werkzeugs ab, ist die Pumpe-Düse- Einheit korrekt eingestellt.
Einstellwerkzeug 99 414 funktioniert wie eine Fühlerlehre und
entspricht 66,9 mm.
Schwungscheibe mit Spezialwerkzeug 99 309 gegen den
Uhrzeigersinn drehen, bis die Markierung auf der Schwungscheibe
im unteren Fenster sichtbar ist.
Einstellreihenfolge bei 11l- und 12l-Motoren
Schwungscheibenmarkierung (Grad)
Ventilüberschnei- dung bei Zylinder
Kipphebeleinstellen an Zylinder
Ventile einstellen an Zylinder
Nach OT (0°)
1
2
6
Ventil 2, 5 (120°)
5
4
2
Ventil 3, 4 (240°)
3
1
4
Nach OT (0°)
6
5
1
Ventil 2, 5 (120°)
2
3
5
Ventil 3, 4 (240°)
4
6
3
Einstellreihenfolge bei 16l-Motoren
Schwungscheiben-
Ventilüber-
Kipphebel
Einlaßventil
Auslaßventil
markierung (Grad)
schneidung bei
einstellen an
einstellen an
einstellen an
Zylinder
Zylinder
Zylinder
Zylinder
Nach OT (0°)
6
4 und 5
7 und 8
4 und 5
Vor OT (180°)
7
2 und 6
1 und 5
2 und 6
Nach OT (360°)
1
3 und 7
2 und 4
3 und 7
Vor OT (540°)
4
1 und 8
3 und 6
1 und 8
5 1
6 2
7 3
8 4
106 007
Zylindernumerierung
Kontermutter der Einstellschraube mit 39 Nm festziehen.
Die Kraftstoffanlage besteht aus Kraftstofftank mit Tankeinheit,
Kraftstoffleitungen, Förder- pumpe, Kraftstoffilter,
Einspritzpumpe mit Kraftstoffventil und Überströmventil sowie
Dü- senhalterkombinationenundRücklaufleitungen.
Die Förderpumpe saugt Kraftstoff durch das Tanksieb und fördert
ihn anschließend durch die Kraftstoffilter weiter an die
Einspritzpumpe.
Die Einspritzpumpe verteilt zum richtigen Zeit- punkt über die
Druckleitungen und Düsenhalter- kombinationen den Kraftstoff in
der Menge, die der Leistungsabgabe des Motors entspricht, an die
Zylinder des Motors.
Überschüssiger Kraftstoff vom Überströmventil und Leckkraftstoff
von den Düsenhalterkombi- nationen wird über die Leckkraftstoff-
und Rücklaufleitung an den Tank zurückgeführt.
Scania-Fahrzeuge werden mit einem oder zwei Kraftstofftanks
ausgerüstet. Die Kraftstofflei- tung an den Motor ist an den rechten
Tank ange- schlossen. Bei Fahrzeugen mit zwei Behältern verläuft ein
Verbindungsrohr aus Kunststoff zwischen den beiden Behältern.
Im Kraftstofftank befindet sich eine Tankeinheit mit Saug- und
Rücklaufleitungen an die Ein- spritzpumpe bzw. Zusatzheizung. Hier
befinden sich auch Schwimmer und Geber für den Kraft- stoffmesser.
Das Rücklaufrohr von der Ein- spritzpumpe ist ganz unten in der
Tankeinheit gegen das Sieb gebogen, damit bei Kälte der warme
Rücklaufkraftstoff dem Verfestigen des Kraftstoffs entgegenwirkt.
Der Schwimmer betätigt über einen Hebel den Schleifkontakt, der an
der Spule bewegt wird. Durch den zu- oder abnehmenden Widerstand
wird der Kraftstoffmesser dazu gebracht anzu- zeigen, wieviel
Kraftstoff im Tank vorhanden ist.
Vom Ansaugrohr verläuft eine Kraftstoffleitung aus Kunststoff
entlang des Rahmenlängsträgers vom Tank zum Motor.
Achtung! Die
Kraftstoffleitungen aus Kunst- stoff müssen bei großer Hitze, z.B.
beim Schweißen, geschützt werden.
03_0262
Ansaugrohr für Kraftstoff an die Einspritzpumpe
Ansaugrohr für Kraftstoff an die Zusatzheizung
Rücklaufleitung für Kraftstoff von der Einspritz- pumpe
Rücklaufleitung für Kraftstoff von der Zusatzhei- zung
Das Kraftstoffventil ist ein Magnetventil, daß die
Kraftstoffzufuhr an den Motor öffnet und schließt. Der
Verlauf des Kraftstoffs durch das Ventil hängt davon ab, ob
das Ventil offen oder geschlossen ist.
Das Kraftstoffventil befindet sich im offenen Zu- stand,
wenn die Spannung angeschaltet ist. Des- halb muß die
Spannung beim Entlüften der Kraftstoffanlage angeschaltet
sein.
Wenn die Spannung ausgeschaltet wird, schließt das Ventil.
Die Förderpumpe saugt dann Kraft- stoff von der
Einspritzpumpe an, anstatt Kraft- stoff an sie zu fördern.
Der Motor bleibt aufgrund des Unterdrucks stehen.
03_0800
Kraftstoffventil und Überströmventil
Offenes Kraftstoffventil
Die Förderpumpe saugt Kraftstoff durch das Kraftstoffventil
vom Tank an. Danach fördert sie den Kraftstoff durch das
Filter und das Kraft- stoffventil weiter an die
Einspritzpumpe.
03_0813
Überschußkraftstoff von der Einspritzpumpe wird über das
Kraftstoffventil und das Über- strömventil an den Tank
zurückgeführt. Leck- kraftstoff von den
Düsenhalterkombinationen wird über einen Anschluß am
Überströmventil zurückgeführt.
Die Förderpumpe saugt Kraftstoff von der Ein- spritzpumpe
durch das Kraftstoffventil an. Sie fördert danach den
Kraftstoff durch das Filter und das Kraftstoffventil weiter
an den Tank.
Die Förderpumpe hat zur Aufgabe, Kraftstoff aus den Tank
anzusaugen und durch das System an die Einspritzpumpe zu
fördern.
Die Förderpumpe ist eine mechanische Kolben- pumpe, die an
der Einspritzpumpe befestigt ist. Sie wird über die
Nockenwelle der Kraftstoff- pumpe angetrieben, auf welcher
sich zwei Nok- ken befinden.
Die einfach wirkende Förderpumpe pumpt da- durch Kraftstoff
zweimal pro Nockenwellenum- drehung und die doppelt wirkende
viermal.
An der Förderpumpe befindet sich eine Hand- pumpe zur
Entlüftung nach ausgeführten War- tungsarbeiten.
Die Kapazität der Förderpumpe ist ao ausgelegt, daß die
Kraftstoffmenge bei weitem den Bedarf des Motors übersteigt.
Die einfach wirkende Förderpumpe besteht aus zwei Nocken,
die durch einen Kolben getrennt sind. Der Kolben 10 wird
einerseits vom Stößel 14 und von der Druckstange 9 betätigt,
anderer- seits von der Kolbenfeder 11.
Pumpengehäuse
Saugventil
Druckventil
Handpumpe
Dichtung
Ventilfeder
Verschlußschraube
O-Ring
Druckstange
Kolben
Kolbenfeder
Dichtung
Verschluß- schraube
Stößel
Stößelrolle
Stößelachse
Führung
Federring
Ansaughub
(Ansaugen von Kraftstoff)
Der Pumpenkolben wird von der Kolbenfeder nach innen
gezwungen. Kraftstoff wird ange- saugt und strömt am
Ansaugventil vorbei und füllt die äußere Pumpenkammer.
03_0856
Ansaugen von Kraftstoff
Zwischenhub
(Pumpen zwischen äußerer und innerer Pumpen- kammer)
Wenn die Nocke den Pumpenkolben zurück- schiebt,
schließt das Saugventil und Kraftstoff wird durch das
Druckventil in die Pumpenkam- mer gefördert.
Pumpenhub
(Pumpen von Kraftstoff an die Einspritzpumpe)
Wenn die Nocke in ihre untere Stellung zurück- kehrt,
wird der Kolben von der Kolbenfeder nach innen gedrückt
und der Kraftstoff in der Pum- penkammer wird an den
Auslaß gefördert.
Gleichzeitig wird neuer Kraftstoff in die äußere
Pumpenkammer angesaugt.
Die doppelt wirkende Förderpumpe hat vier
Rückschlagventile (die einfach wirkende zwei).
Dies führt dazu, daß jede Kammer sowohl An- saug- als
auch Pumpenkammer wird. Bei jedem Hub wird Kraftstoff in
eine Kammer angesaugt und aus der anderen
hinausgefördert.
03_0853
Der Antrieb funktioniert in gleicher Weise wie der für
die einfach wirkende Förderpumpe.
Pumpengehäuse
Saugventil
Druckventil
Handpumpe
Dichtung
Ventilfeder
Verschlußschraube
O-Ring
Druckstange
Kolben
Kolbenfeder
Dichtung
Verschlußschraube
Stößel
Stößelrolle
Stößelachse
Führung
Feder
Hub nach innen
Der Pumpenkolben wird durch die Kolbenfeder nach innen gedrückt und
Kraftstoff wird durch die Ansaugkammer angesaugt, strömt durch das
Saugventil und füllt die Pumpenkammer.
03_0257
Hub nach innen
Hub nach außen
Die Nockenwelle zwingt den Kolben nach au- ßen, der Kraftstoff
ansaugt, diesmal in die andere Pumpenkammer. Gleichzeitig wird der
Kraft- stoff in der ersten Pumpenkammer durch die Druckkammer zum
Auslaß gefördert. Wenn die doppelt wirkende Pumpe den Hub nach innen
wiederholt, wird der Kraftstoff der zweiten Pum- penkammer zum
Auslaß gefördert.
03_0258
Hub nach außen
! WARNUNG!
Niemals den Auslaß der Förderpumpe blockieren, der Druck wird
gefährlich hoch.
Das Kraftstoffilter befindet sich auf einem Filter- halter, der am
Motor festgeschraubt ist.
03_0865
Das Filter besteht aus einem Metallbehälter mit spiralförmig
gewickelten Papiereinsätzen. Es ist nicht zerlegbar, sondern muß
komplett ausge- wechselt werden.
Lager, Nockenwelle und Heber werden mit Öl vom Schmiersystem des
Motors angetrieben. Die Pumpenelemente werden vom Kraftstoff ge-
schmiert.
Die Einspritzpumpe hat ein Pumpenelement für jeden Motorzylinder.
Die Pumpenelemente ha- ben immer denselben Hub. Die Einspritzmenge
hängt von der Drehung des Kolbens im Pumpen- element ab. Der
Pumpenkolben wird durch die Regelstange, die vom Regulator gesteuert
wird, gedreht.
Alle Kolben werden gleichzeitig und gleich viel gedreht. Der
Einspritzvorgang beginnt damit, daß der Pumpenkolben Rücklauf- und
Einfüll- bohrung im Pumpenelement schließt.
2
03_0789
1
Zahnring
Haupt-Drehzahlgeber
Stellmagnet
Rückholfeder
Regelstange
a
a
Der Pumpenkolben hat eine schräge Regelkante. Der
Einspritzvorgang wird beendet, wenn die Regelkante die
Rücklaufbohrung im Pumpenzy- linder passiert.
Das Druckventil öffnet und läßt Kraftstoff in die Druckleitung,
wenn der Öffnungsdruck im Pum- penelement erreicht ist. Wenn der
Kraftstoff- druck nach dem Einspritzen sinkt, wird der
Ventilkolben von der Feder wieder gegen den Sitz gedrückt.
Wenn der Druckventilkolben geschlossen hat, wird das für den
Kraftstoff in der Druckleitung vorhandene Volumen vergrößert.
Dadurch sinkt der Druck in der Druckleitung und den Düsen-
halterkombinationen und die Gefahr von Nach- tropfen an der
Düsenhalterkombination verringert sich.
Die Volumenveränderung ist an die Länge der Druckleitung
angepaßt, und 11 deshalb die Län- ge darf niemals verändert
werden.
Das Druckventil wird im Pumpengehäuse vom Druckventilhalter
gehalten, der von oben in das Gehäuse geschraubt wird.
Reihenpumpen mit regelbarem Förderbeginn
Reihenpumpen mit regelbarem Förderbeginn ha- 7
ben eine verschiebbare ”Hülse” am Pumpenkol- 8
ben, die einen verstellbaren Vorhub zur Veränderung des
Förderbeginns (des Einspritz- vorgangs) ermöglicht. Die
Einspritzmenge wird in gleicher Weise wie bei der herkömmlichen
Pumpe geregelt.
Erste Phase des Kolbenhubs: der Einlaß ist frei und der Kraftstoff
kann einströmen.
Zweite Phase das Kolbenhubs: vom unteren Tot- punkt bis zu dem
Zeitpunkt, wenn die Kolben- oberkante die Einlässe schließt.
03_0264
03_0265
Unterer Totpunkt, Kraftstoffzufuhr
Vorhub
Dritte Phase des Kolbenhubs: von dem Zeit- punkt, bei dem die
Kolbenoberkante die Einfüll- bohrung geschlossen hat, bis die
Regelkante die Überströmbohrung öffnet. Wenn die Einfüllboh- rung
öffnet, schließt das Druckventil.
Vierte Phase des Kolbenhubes: von dem Zeit- punkt, an dem die
Überströmbohrung öffnet, bis zum oberen Totpunkt.
Die Axialnut steht direkt vor der Bohrung. In diser Stellung findet
keine Förderung von Kraft- stoff statt. In diese Stellung wird der
Kolben ge- dreht, wenn der Motor abgeschaltet werden soll.
Die Einspritzpumpe muß so eingestellt sein, daß die richtige
Kraftstoffmenge zum richtigen Zeit- punkt in jeden Zylinder während
des Verbren- nungshubs eingespritzt wird.
Die Einstellung der Einspritzpumpe in Grad im Verhältnis zum oberen
Totpunkt ist auf einem Schild auf der Zylinderkopfhaube oder auf dem
Einlaßrohr gekennzeichnet. Siehe ”Kraftstoffan- lage,
Arbeitsbeschreibung.”
Einspritzmengen
Um angegebene Leistung und Drehmoment zu erreichen, müssen Regler
und Einspritzpumpe richtig eingestellt sein.
Nur die Werkstätten, die vorgesehene Ausrü- stung und ausgebildetes
Personal haben, dürfen in Pumpen und Regler eingreifen. Beim Prüfen
müssen Pumpe und Regler gemäß den Prüftabel- len von Scania gefahren
werden.
Die Prüftabellen sind nicht im Servicehandbuch enthalten, sondern
befinden sich in ”Einspritzan- lagen”, einer speziellen Ausgabe des
Service- handbuchs.
Die Prüftabellen sind für jede spezielle Kombi- nation von Motor,
Pumpe, Regler etc. ausgelegt. Dies ist in den Prüftabellen vermerkt.
Alle Einstellvorrichtungen der Pumpe und des Reglers müssen
plombiert werden, um zu ver- hindern, daß Einstellungen von
Unbefugten ver- ändert werden.
03_0834
99 316
Der Sicherungsstift 99 316 wird für die Einstel- lung und Kontrolle
des Förderbeginns verwendet.
Die Druckleitungen sind aus Stahlrohren herge- stellt, die mit
Konussen und Überwurfmuttern an jedem Ende versehen sind.
Die Druckleitungen sind mit Klammern befe- stigt, um die Vibrationen
der Rohre zu dämpfen und somit die Bruchgefahr zu verringern.
Eine gebrochene oder in anderer Weise beschä- digte Druckleitung
darf nicht durch Löten oder Schweißen repariert werden, sondern muß
aus- gewechselt werden.
Druckleitungen dürfen nicht zwischen verschie- denen Typen oder
Ausführungen von Motoren vertauscht werden, da Durchmesser und Länge
der Leitung vom zugehörigen Motortyp abhängt.
Düsenhalterkombinationen
Der Kraftstoff wird durch die Druckleitungen an die
Düsenhalterkombinationen gefördert.
In den Rohranschlüssen der Düsenhalterkombi- nation ist ein
stabförmiges Filter festgepreßt. Der Kraftstoff wird durch einen
Kanal im Stabfilter an die Düse gepreßt.
Die Bewegung der Düsennadel wird durch den Kraftstoffdruck und die
Federkraft geregelt.
Wenn der Kraftstoff von der Einspritzpumpe ei- nen gewissen Druck
(Öffnungsdruck) erreicht hat, wird die Düsennadel angehoben (Beginn
des Einspritzvorgangs). Der Kraftstoff wird dann durch fünf
sorgfältig kalibrierte Löcher feinver- teilt in den Verbrennungsraum
des Motors ge- sprüht.
Der Kraftstoff, der zwischen Düsennadel und Düsengehäuse leckt, wird
über die Leckkraft- stoffleitung, die an die Düsenhalterkombinatio-
nen angeschlossen ist, zurück an den Kraftstofftank geleitet.
Die Instandsetzung und Prüfung darf nur von Werkstätten
ausgeführt werden, die über sachkundiges Personal und die
erforderliche Ausrüstung verfügen.
Hinsichtlich der Reparaturanweisungen für Pumpe und Regler
verweisen wir auf den Pumpenhersteller und dessen Orga-
nisation.
Pumpe und Regler müssen gemäß der Prüftabellen von Scania
eingestellt wer- den. Daraus geht auch hervor, welche
Einstellwerte und welche Prüfaus- rüstung für einen
bestimmten Pumpen- typ gelten.
Die Prüftabellen sind in ”Einspritzanla- gen”, einer
speziellen Variante des Ser- vicehandbuchs integriert.
Motorleistung und Pumpeneinstellung
Die Motoren von Scania werden in ver- schiedenen
Ausführungen für unter- schiedliche Anwendungsbereiche
geliefert. Auch die Leistungs- und Dre- hzahleinstellung
variiert.
Für jeden Motortyp gibt es eine Nenn- leistung. Das ist
diejenige, die bei Lie- ferung ab Werk eingestellt ist.
Diese Leistung wird bei Einstellung der Einspritzpumpe gemäß
Prüftabelle erhalten.
Für welche Leistung der Motor einges- tellt ist, geht aus
der Typenbezeichnung der Einspritzpumpe hervor. Diese endet
mit einem kleinen Codebuchstaben, wenn der Motor für eine
andere Leistung als die Grundleistung einges- tellt ist.
Wenn ein Leistungscode existiert, muß der richtige
Regelstangenweg gemäß dem Code entsprechend der Prüftabelle
eingestellt werden.
Die Arbeiten an der Einspritzausrüstung dürfen nur von Personal mit
Spezialausbil- dung und Zugang zu der erforderlichen Werkzeug- und
Prüfausrüstung durchge- führt werden.
Für Kontrolle und Einstellung der Einspritz- pumpen gibt es
spezielle Prüftabellen und Anweisungen ”Einspritzanlage”, eine
spezi- elle Variante des Servicehandbuchs (siehe auch ”Motorleistung
und Pumpeneinstel- lung”).
Die Kraftstoffanlage ist empfindlich gegen Verunreinigungen. Bei
allen Arbeiten sorg- fältig auf Sauberkeit achten, ansonsten besteht
das Risiko, daß Schmutz in das Sys- tem eindringt. Immer
Schutzstopfen ver- wenden, um geöffnete Anschlüsse abzudecken.
Plombierungen
Die Einstellungen für die maximale Leistung und Drehzahl, die ab
Werk vorge- nommen wurden, sind sorgfältig erprobt und dürfen nicht
zur Erzielung einer höhe- ren Leistung geändert werden. Deshalb ist
die Einspritzausrüstung an einer Vielzahl von Stellen mit
Garantieplomben plombiert.
Werden die Plombierungen von Unbefugten gebrochen, entfallen
Garantieleistungen, die Schäden betreffen, die durch fehlerhafte
Einstellungen verursacht werden.
In manchen Ländern ist der Grenzwert für die Rauchdichte durch den
Gesetzgeber festgelegt. Aufgrund solcher Bestimmungen kann eine
weitere Plombierung der Einsprit- zausrüstung notwendig sein.
Achtung! Alle
ausgeführten Arbeiten, bei denen eine Leitung, ein Stopfen etc. im
System geöffnet wird, müssen auf folgende Weise been- det werden:
Den Motor starten und auf eine eventuelle Lek- kage hin untersuchen. Den
Motor laufen lassen, bis er gleichmäßig läuft.
Nach Abschluß der Arbeiten müssen die Fehler- codes mit PC-Diagnos
gelöscht werden.
03_0808
Filter und Filterhalter reinigen.
03_0809
Das Filter abschrauben. Filterzange verwen- den, z. B. 587 025.
Den O-Ring des Filters einölen und das neue Filter von Hand
festziehen, bis die Dichtung gegen den Filterhalter anliegt.
03_0810
Eine weitere halbe Umdrehung anziehen. Die Kraftstoffanlage gemäß
unten entlüften.
03_0806
Den Zündschlüssel in Fahrstellung drehen. Die Hohlschraube auf dem
Kraftstoffilter ein paar Umdrehungen lösen. Ein geeigne- tes Gefäß
darunter stellen. Mit der Hand- pumpe so lange pumpen, bis sauberer
Kraftstoff ohne Luftblasen herausläuft. Hohlschraube anziehen.
Das Überströmventil (mit einer Kugel in der Mitte) am
Kraftstoffventil einige Umdre- hungen lösen. Mit der Handpumpe
solange pumpen, bis Kraftstoff ohne Luftblasen aus dem geöffneten
Überströmventil heraustritt.
Das Überströmventil schließen. Das Pum- pen für weitere 10 Pumphübe
fortsetzen.
03_0811
Den Motor starten und auf eventuell vor- handene Leckagen
kontrollieren.
Achtung! Alle
ausgeführten Arbeiten, bei denen eine Leitung, ein Stopfen etc. im
System geöffnet wird, müssen auf folgende Weise been- det werden:
Den Motor starten und auf eine eventuelle Lek- kage hin untersuchen. Den
Motor laufen lassen, bis er gleichmäßig läuft.
Nach Abschluß der Arbeiten müssen die Fehler- codes mit PC-Diagnos
gelöscht werden.
03_0872
1 Die
Leitungsanschlüsse reinigen und die kaputte Druckleitung entfernen.
Die neue Druckleitung innen mit Druckluft reinigen. Die neue
Druckleitung an der Ein- spritzpumpe anbringen.
03_0873
Die Verschraubung an der Düsenhalterkom- bination festziehen. Darauf
achten, daß Kegel und Druckleitungen richtig in den Verschraubungen
sitzen, wenn die Muttern festgezogen werden. Werkzeug 99 310 ver-
wenden. Anzugsmoment 20 Nm.
1
2
3
4
Das Rohr so klammern, wie es früher ange- bracht war.
Den Motor starten und auf eventuell vor- handene Leckagen
kontrollieren.
Das Fahrerhaus kippen und das Manometer ins Fahrerhaus hochziehen.
Den Motor laufenlassen und des Druck ablesen. Die Kontrolle muß bei
maximaler Leistungsab- gabe erfolgen, d.h. maximaler Regelstangen- weg
im gesamten Drehzahlbereich.
03_0874
Der niedrigste, zulässige Kraftstoffdruck bei 1900/min beträgt 2 bar bei
DSC9, 11, 12 und 3,0 bar bei DSC14. Bei zu niedrigem Druck müssen die
Kraftstoffleitungen mit Anschlüssen, Überströmventil, Kraftstoffilter
und Förder- pumpe untersucht werden.
Auswechseln einer einfachwirken- den Förderpumpe
Achtung! Alle
ausgeführten Arbeiten, bei denen eine Leitung, ein Stopfen etc. im
System geöffnet wird, müssen auf folgende Weise been- det werden:
Den Motor starten und auf eine eventuelle Lek- kage hin untersuchen. Den
Motor laufen lassen, bis er gleichmäßig läuft.
Nach Abschluß der Arbeiten müssen die Fehler- codes mit PC-Diagnos
gelöscht werden.
Ausbau
Die Förderpumpe äußerlich reinigen.
03_0897
Die Ansaug- und Druckleitungen von der Förderpumpe entfernen.
Schutzstopfen anbringen.
03_0898
Ein Gefäß für Öl und Kraftstoff unter die Einspritzpumpe stellen.
Die Muttern lösen und die Förderpumpe entfernen.
Einbau
03_0906
Die Förderpumpe an der Einspritzpumpe anbringen.
Die Ansaug- und Druckleitungen ansch- ließen. Das System entlüften.
Siehe ”Auswechseln des Kraftstoffilters” Punkt 4-6.
03_0907
Den Motor starten und auf eventuell vor- handene Leckagen
kontrollieren.
Achtung! Weiche
Backen verwenden, um die Dichtfläche zu schützen.
03_0900
Die Förderpumpe in einer Aufspannvorrich- tung oder in einem
Schraubstock einspan- nen. Die Handpumpe, das Saugventil unter der
Handpumpe und den Verschlußstopfen für das Druckventil entfernen.
Das Druck- ventil herausnehmen.
Den Verschlußstopfen für den Pumpenkol- ben entfernen. Die
Kolbenfeder, den Pum- penkolben, die Druckstange und den O- Ring aus
dem Pumpengehäuse herausneh- men.
03_0901
Den Stößel zerlegen.
Alle Teile in Dieselkraftstoff waschen (Schutzhandschuhe verwenden).
03_0902
Achtung! Neue
Dichtungen beim Zusammen- bau verwenden. Für die einfachwirkende För-
derpumpe gibt es ein Instandsetzungsset, das beim Zusammenbau verwendet
werden soll.
Zusammenbau
03_0903
Den Stößel zusammenbauen.
Den O-Ring im Pumpengehäuse einsetzen. Den Stößel und den Federring
einsetzen.
03_0904
Achtung! Weiche
Backen verwenden, um die Dichtfläche zu schützen.
03_0905
Druckstange, Pumpenkolben und Kolbenfe- der einsetzen.
Verschlußstopfen und Dich- tung anbringen. Den Verschlußstopfen
festziehen.
03_0900
Druckventil und Feder einsetzen. Ver- schlußstopfen und Dichtung
anbringen. Ver- schlußstopfen festziehen. Saugventil und Feder
einsetzen. Handpumpe und Dichtung anbringen. Handpumpe festziehen.
Die Förderpumpe an der Einspritzpumpe anbringen und die Ansaug- und
Druck- leitungen anschließen.
Neue Dichtungen am Kühlmittel-Sammel- rohr und am Einsaugrohr
anbringen. Anzugsmoment für Kühlmittel-Sammel- rohr und Einsaugrohr
40 Nm.
03_0918
Das System entlüften. Siehe ”Auswechseln des Kraftstoffilters” Punkt
4-6. Den Motor starten und auf eventuelle Leckagen hin
kontrollieren.
Instandsetzung einer doppel- wirkenden Förderpumpe
Zerlegen
03_0910
Den Federring und den Stößel entfernen.
Achtung! Weiche
Backen verwenden, um die Dichtflächen zu schützen.
03_0911
Die Förderpumpe in einer Aufspannvorrich- tung oder in einem
Schraubstock einspan- nen. Die Handpumpe, das Saugventil unter der
Handpumpe, den Verschlußstopfen hin- ter der Handpumpe und das
Saugventil darunter entfernen. Die zwei verbleibenden
Verschlußstopfen und Druckventile entfer- nen.
Den Verschlußstopfen für den Pumpenkol- ben entfernen. Die Feder,
den Kolben, die Druckstange und den O-Ring aus dem Pum- pengehäuse
herausnehmen.
03_0912
Den Stößel zerlegen.
03_0902
Alle Teile in Dieselkraftstoff waschen (Schutzhandschuhe verwenden).
Zusammenbau
Achtung! Neue
Dichtungen beim Zusammen- bau verwenden.
03_0903
Den Stößel zusammenbauen.
03_0913
Den O-Ring im Pumpengehäuse einsetzen. Den Stößel und den Federring
einsetzen.
Achtung! Weiche
Backen verwenden, um die Dichtfläche zu schützen.
03_0914
Die Druckstange, den Kolben und die Feder anbringen. Den
Verschlußstopfen und die Dichtung anbringen. Den Verschlußstopfen
festziehen.
03_0915
Die Druckventile und die Federn anbringen. Die Verschlußstopfen und
die Dichtungen anbringen. Die Verschlußstopfen festziehen.
03_0916
Die Saugventile und die Federn anbringen. Den Verschlußstopfen und
die Dichtung auf dem inneren Saugventil anbringen. Den
Verschlußstopfen festziehen.
03_0917
Die Handpumpe und die Dichtung auf dem äußeren Saugventil anbringen.
Die Hand- pumpe festziehen.
Achtung! Alle
ausgeführten Arbeiten, bei denen eine Leitung, ein Stopfen etc. im
System geöffnet wird, müssen auf folgende Weise been- det werden:
Den Motor starten und auf eine eventuelle Lek- kage hin untersuchen. Den
Motor laufen lassen, bis er gleichmäßig läuft.
Nach Abschluß der Arbeiten müssen die Fehler- codes mit PC-Diagnos
gelöscht werden.
Den Druckmesser 98 113 mit dem Manometer 0-6 bar an den ausgehenden
Anschluß des Kraftstoffilters anschließen. Den Zündschlüssel in
Fahrstellung drehen.
Von Hand pumpen, bis das Überströmventil öff- net. Es muß zwischen 0,5
und 1,5 bar öffnen.
Wird das Pumpen beendet, sinkt der Druck, bis das Überströmventil bei
ca. 0,5 bar schließt.
Danach sinkt der Druck weiter langsam ab. Wird die Spannung an das
Kraftstoffventil unterbro- chen, wird das System drucklos.
Achtung! Alle
ausgeführten Arbeiten, bei denen eine Leitung, ein Stopfen etc. im
System geöffnet wird, müssen auf folgende Weise been- det werden:
Den Motor starten und auf eine eventuelle Lek- kage hin untersuchen. Den
Motor laufen lassen, bis er gleichmäßig läuft.
Nach Abschluß der Arbeiten müssen die Fehler- codes mit PC-Diagnos
gelöscht werden.
WICHTIG! Das
Kraftstoffventil darf nicht zer- legt werden. Bei einem Fehler muß das
Kraft- stoffventil komplett ausgewechselt werden.
03_0875
Das Kraftstoffventil äußerlich reinigen. Die Kraftstoffleitungen vom
Kraftstoffventil entfernen. Schutzstopfen anbringen.
Den Kabelbinder, der das Kabel hält, entfer- nen. Den Deckel der
Anschlußdose entfer- nen und den Steckverbinder (C155/9) in der
Anschlußdose trennen.
Anschlußdose DSC14
Achtung! Die
Schrauben sind mit loctite gesi- chert.
03_0877
Die Schrauben lösen (torx M6) und das Ventil entfernen.
Einbau
Einen Schutz über die Anschlußlöcher in der Einspritzpumpe
anbringen. Die Gewinde mit einem Gewindezapfen (M6) reinigen. Mit
Druckluft sauberblasen. Die Löcher müssen frei von Schmutz und Öl
sein. Die Schrauben mit einer Stahlbürste reinigen.
03_0878
Neue O-Ringe an den Anschlüssen des Ven- tils zur Einspritzpumpe hin
anbringen.
Sicherungsflüssigkeit 561 029 an den Schrauben verwenden. Das Ventil
an der Einspritzpumpe festschrauben. Die Schrau- ben mit 8 Nm
anziehen.
Den Steckverbinder (C155/9) in der Anschlußdose anschließen und den
Deckel der Anschlußdose festschrauben. Die Kabel festbinden.
Die Kraftstoffleitungen an selber Stelle anbringen.
100563
Das System entlüften. Siehe ”Auswechseln des Kraftstoffilters” Punkt
4-6.
Den Motor starten und auf eine eventuelle Leckagen hin untersuchen.
Den Motor lau- fen lassen, bis er gleichmäßig läuft.
Öffnungsdruck der Düsenhalterkombination: Siehe
“Einspritzausrüstung” oder Prüftabelle des Motors.
Anzugsmomente
Überwurfmutter für Druckleitung
20 Nm
Düsenhalterkombination, Überwurfmutter im Zylinderkopf
70 Nm
Zylinderkopfhaube
26 Nm
Spezialwerkzeug
Nummer Bezeichnung Abbildung
Werkzeugtafel
87 125 Auszieher für Dichtring
-
99 074 Schlagdorn -
99 079 Adapter -
00_1540
99 308 Hülse für Düsenhalter- kombination
-
99 308
Nummer
Bezeichnung
Abbildung
Werkzeugtafel
99 310
Hülse für Druckleitung
-
100331
Ausbau
Achtung! Alle
ausgeführten Arbeiten, bei denen eine Leitung, ein Stopfen etc. im
System geöffnet wird, müssen auf folgende Weise been- det werden:
Den Motor starten und auf eine eventuelle Lek- kage hin untersuchen. Den
Motor laufen lassen, bis er gleichmäßig läuft.
Nach Abschluß der Arbeiten müssen die Fehler- codes mit PC-Diagnos
gelöscht werden.
Düsenhalterkombinationen und deren Sitz im Zylinderkopf reinigen.
Mit Druckluft sauberblasen.
Druckleitungen (und Leckkraftstoff- leitungen, gilt für DSC9, 11 und
14) entfer- nen, Hülse 99 310 verwenden. Schutzstopfen anbringen.
Die Zylinderkopf- haube entfernen, gilt für DSC12.
01_1344
Achtung! Punkt
3 gilt für DSC14.
Die Kabelbinder, die das Kabel zur Düsen- halterkombination mit
Nadelbewegungssen- sor festhält, entfernen. Den Deckel von der
Anschlußdose entfernen und den Steckver- binder (C161/6) in der
Anschlußdose tren- nen.
01_1345
Düsenhalterkombinationen herausschrau- ben, die Hülse 99 308
verwenden. Vorsich- tig an der Düsenhalterkombination mit dem
Nadelbewegungssensor schrauben, damit das Kabel nicht beschädigt
wird.
Den Dichtring vom Boden des Sitzes für die Düsenhalterkombination
entfernen, wenn dieser nicht bereits beim Ausbau der Düsen-
halterkombination entfernt wurde. Werk- zeug 87 125 verwenden.
Verschlußstopfen im Sitz der Düsenhalterkombination anbringen.
87 125
Einbau
Neuen Dichtring am Boden des Sitzes für die Düsenhalterkombination
einlegen. Kon- trollieren, daß darin kein alter Dichtring liegt.
WICHTIG! O-Ringe
an den Düsenhalterkombi- nationen immer auswechseln, wenn sie ausge-
baut waren. Kontrollieren, daß die Dichtflächen sauber sind. Die
O-Ringe mit Glyzerin schmie- ren, gilt für DSC12.
Neue Dichtringe und O-Ringe anbringen.
100036
Düsenhalterkombination DSC12
03_0882
Düsenhalterkombination DSC9, 11 und 14
03_0881
Düsenhalterkombination DSC14
Düsenhalterkombination in der richtige Lage (Führungsnut) montieren.
Die Mutter mit 70 Nm anziehen. Momentschlüssel
99 308 verwenden. Bei der Düsenhalter- kombination mit
Nadelbewegungssensor vorsichtig sein, damit das Kabel nicht beschädigt
wird.
01_1351
99 308
70 Nm
Achtung! Punkt
4 gilt für DSC12.
Neue Zylinderkopfhaube anbringen und Schrauben mit 26 Nm anziehen.
Die Druckleitungen (und Leckkraftstoff- leitungen, gilt für DSC9, 11
und 14) anbringen. Die Muttern der Druckleitungen mit dem Werkzeug
99 310 auf 20 Nm anzie- hen. Die Druckleitungen mit Klammern
befestigen.
Achtung! Punkt
6 gilt für DSC14.
Steckverbinder in der Anschlußdose ansch- ließen und den Deckel der
Dose festschrau- ben. Kabel mit Kabelbindern befestigen.
Achtung! Bei
DSC11 befindet sich die Pumpe auf der gegenüberliegenden Seite.
101 030
DSC9
Technische Daten
Förderbeginn, a: siehe Schild auf dem Einlaß- rohr oder auf der
Zylinderkopfhaube
Anzugsmomente
Einspritzpumpe - Steuerdeckel 39 Nm
Einspritzpumpe - Stützkonsole 50 Nm
Expanderbuchse in der Stützkonsole 92 Nm
Pumpenritzel, Schritt 1 20 Nm
Pumpenritzel, Schritt 2 80 Nm
Pumpenritzel, Schritt 3 105 Nm
100682
DSC11
0_1547
Spezialwerkzeug
Nummer
Bezeichnung
Abbildung
Werkzeugtafel
99 316
Sicherungsstift
SCANIA 99316
Ausbau
Achtung! Alle
ausgeführten Arbeiten, bei denen eine Leitung, ein Stopfen etc. im
System geöffnet wird, müssen auf folgende Weise been- det werden:
Den Motor starten und auf eine eventuelle Lek- kage hin untersuchen. Den
Motor laufen lassen, bis er gleichmäßig läuft.
Nach Abschluß der Arbeiten müssen die Fehler- codes mit PC-Diagnos
gelöscht werden.
Druckleitungen, Ölrohr mit Kraftstoff- und elektrischen Leitungen an
die Einspritz- pumpe (und den Antriebsriemen, gilt für 11er Motoren)
entfernen. Kunststoffschutz an Einspritzpumpe, Druckleitungen und
Düsenhalterkombinationen anbringen.
Die Gasbetätigung vom Verstellhebel lösen.
110 747
Kurbelgehäuse-Entlüftungsdeckel entfer- nen.
Den vorgeschriebenen Förderbeginn an der Gradierung des Schwungrades
einstellen. Der richtige Förderbeginn geht aus dem Schild auf dem
Motor hervor.
Den Sicherungsstift für die Alpha- Einstellung, 99 316, durch das
Loch im Mit- nehmer der Pumpe in das Loch in der Stirn- wand der
Pumpe einschieben. Das Loch im Mitnehmer befindet sich in der
richtigen Lage (ca. 12.30 Uhr-Stellung), wenn die Löcher in einer
Linie liegen. Das ist eine Kontrolle des richtig eingestellten
Förderbe- ginns vor dem Ausbau.
Den Sicherungsstift entfernen.
Achtung! Verbleibt
der Sicherungsstift, wenn die Schrauben stärker angezogen werden,
kann sich die Pumpeneinstellung ändern. Die Pum- peneinstellung muß
dann in einem Prüfstand kontrolliert werden.
! WARNUNG!
Die Schraube für den Einstellzapfen ist plombiert und darf nicht
gelöst werden. Wird die Einstellung des Zapfens geän- dert, muß die
Pumpe in einem Prüfstand eingestellt werden.
Die Schrauben des Pumpenritzels entfernen. Die Scheibe und das
Ritzel entfernen.
Die Befestigungsschrauben der Stützkon- sole der Pumpe lösen.
Die Schrauben, die den Steuerdeckel der Pumpe halten, entfernen.
Die Einspritzpumpe entfernen.
110 749
Die Stützkonsole von der Pumpe entfernen. Die Expanderbuchse
zerlegen und reinigen. Dies ist notwendig, damit die Buchse beim
nächsten Anziehen der Schraube die rich- tige Lage einnimmt.
110 748
99 316
DSC9
1 12
2
6 7
3 8
9
5
4
110 745
10
11
Einspritzpumpe
Verschlußschraube für die Öleinfüllung
O-Ring
Pumpenritzel
Schraube
Scheibe
Schraube
Scheibe
Stützkonsole
Expanderbuchse
Schraube
Schraube
50
20+80+105
39
110 746
92
Anzugsmoment, Nm
Einbau
Die Stützkonsole an der Pumpe befestigen. Die Schrauben mit 50 Nm
anziehen.
Achtung! Punkt
4 darf nicht vor Punkt 2 ausge- führt werden.
Die Pumpe am Steuerdeckel anbringen. Die Schrauben über Kreuz mit 39
Nm anziehen.
Kontrollieren, daß die Expanderbuchse ger- einigt ist. Dies ist
notwendig, damit die Expanderbuchse die richtige Lage, wenn die
Schrauben angezogen werden.
Die Expanderbuchse in der Stützkonsole befestigen. Die Schraube mit
92 Nm anzie- hen.
Die Kurbelwelle des Motors drehen, so daß sich der Kolben des ersten
Zylinders am Ende des Kompressionshubs befindet. Die Gradierung des
Schwungrads für die rich- tige Einstellung verwenden. Der Richtige
Förderbeginn geht aus dem Schild am Motor hervor.
Die Einstellung kann an den Ventilen des ersten Zylinders
kontrolliert werden; beide müssen geschlossen sein (Spiel
zwischen dem Ventil und dem Kipphe- bel haben).
Den Sicherungsstift 99 316 im Loch im Mit- nehmer und im Loch in der
Stirnwand der Pumpe anbringen. Den Sicherungsstift zunächst so weit
hineindrücken, daß er mit dem Mitnehmer bündig ist.
Achtung! Kontrollieren,
daß das Pumpenritzel richtig herum eingebaut wird. Es ist auf dem
Ritzel gekennzeichnet, welche Seite nach außen zeigen muß.
Den Sicherungsstift entfernen. Das Pum- penritzel aufschieben und
den Sicherungs- stift wieder anbringen. Das Pumpenritzel im
Uhrzeigersinn drehen, so daß ein eventuel- les Spiel verschwindet.
Scheibe und Schrauben anbringen. Die Schrauben müssen in drei
Schritten gemäß unten angezogen werden.
Zunächst die Schrauben über Kreuz mit 20 Nm anziehen, mit dem
Sicherungs- stift im Loch.
Den Sicherungsstift entfernen.
Achtung! Verbleibt
der Sicherungsstift, wenn die Schrauben stärker angezogen werden,
kann sich die Pumpeneinstellung ändern. Die Pum- peneinstellung muß
dann in einem Prüfstand kontrolliert werden.
Die Schrauben über Kreuz mit 80 Nm anziehen.
Zum Schluß die Schrauben über Kreuz mit 105 Nm anziehen.
Kontrollieren, daß sich der Sicherungsstift durch das Loch in die
Stirnseite der Pumpe einschieben läßt, wenn der richtige Förder-
beginn am Schwungrad eingestellt ist.
Öl einfüllen, wenn die Einspritzpumpe leer ist, ca. 0,45 l.
Den Kurbelgehäuse-Entlüftungsdeckel und die übrigen Komponenten, die
entfernt wur- den, wieder anbringen.
Förderbeginn, a: siehe Schild auf dem Einlaß- rohr oder auf der
Zylinderkopfhaube
Einspritzpumpe - Flanschdeckel 50 Nm
Flanschdeckel - Steuerdeckel 50 Nm
Einspritzpumpe - Stützkonsole 50 Nm
Expanderbuchse in der Stützkonsole 92 Nm
Hydraulikpumpe - Steuerdeckel 26 Nm
Pumpenritzel, Schritt 1 20 Nm
Pumpenritzel, Schritt 2 80 Nm
Pumpenritzel, Schritt 3 105 Nm
Spezialwerkzeug
Nummer Bezeichnung Abbildung Werkzeugtafel
99 316 Sicherungsstift
00 1547
SCANIA 99316 -
DSC12
1 2
3 4 5 6
7
20 8
21
9
19
18 17 16
15 14 13
03_0833
12 11 10
Einspritzpumpe
O-Ring
Dichtring
Mutter
Dichtring
Schraube
Dichtung
Schraube
Hydraulikpumpe
Schraube
Scheibe
Pumpenritzel
O-Ring
Flanschdeckel
Schraube
Stützkonsole
Expanderbuchse
Schraube
Schraube
Schraube
Verschlußschraube für die Öleinfüllung
50
50
26
50
50
92 50
100068
20+80+105
Anzugsmoment, Nm
Beschreibung
Achtung! Alle
ausgeführten Arbeiten, bei denen eine Leitung, ein Stopfen etc. im
System geöffnet wird, müssen auf folgende Weise been- det werden:
Den Motor starten und auf eine eventuelle Lek- kage hin untersuchen. Den
Motor laufen lassen, bis er gleichmäßig läuft.
Nach Abschluß der Arbeiten müssen die Fehler- codes mit PC-Diagnos
gelöscht werden.
Ausbau
Druckleitungen sowie Kraftstoff- und elek- trische Leitungen der
Einspritzpumpe ent- fernen. Kunststoffschutz an Einspritzpumpe,
Druckleitungen und Düsenhalterkombinationen anbringen.
Die Hydraulikpumpe der Servolenkung lösen und zur Seite biegen.
Den Motor durchdrehen, bis das Loch im Mitnehmer der Pumpe auf ca. 3
Uhr, durch den Steuerdeckel verdeckt, steht (ungefähr
o.T. am Schwungrad).
! WARNUNG!
Die Schraube für den Einstellzapfen ist plombiert und darf nicht
gelöst werden. Wird die Einstellung des Zapfens geän- dert, muß die
Pumpe in einem Prüfstand eingestellt werden.
Die Schrauben des Pumpenritzels, die zugänglich sind, lösen.
Den Motor eine Umdrehung durchdrehen und den vorgeschriebenen
Förderbeginn an der Gradierung des Schwungrades einstel- len. Der
richtige Förderbeginn geht aus dem Schild auf dem Motor hervor.
Den Sicherungsstift für die Alpha- Einstellung, 99 316, durch das
Loch im Mit- nehmer der Pumpe in das Loch in der Stirn- wand der
Pumpe einschieben. Das Loch im Mitnehmer befindet sich in der
richtigen Lage (ca. 9 Uhr-Stellung), wenn die Löcher in einer Linie
liegen. Das ist eine Kontrolle des richtig eingestellten
Förderbeginns vor dem Ausbau.
Den Sicherungsstift entfernen.
Achtung! Verbleibt
der Sicherungsstift, wenn die Schrauben stärker angezogen werden,
kann sich die Pumpeneinstellung ändern. Die Pum- peneinstellung muß
dann in einem Prüfstand kontrolliert werden.
Die übrigen Schrauben des Pumpenritzels lösen.
Die Befestigungsschrauben der Stützkon- sole der Pumpe lösen.
Die Schrauben und Muttern, die den Pum- penflanschdeckel am
Steuerdeckel befesti- gen, entfernen.
Die Pumpe entfernen. Schlaufen und Hebe- vorrichtung verwenden.
Die Stützkonsole von der Pumpe entfernen. Die Expanderbuchse
zerlegen und reinigen. Dies ist notwendig, damit die Buchse beim
nächsten Anziehen der Schraube die rich- tige Lage einnimmt.
03_0834
99 316
Der Sicherungsstift 99 316 wird verwen- det, um den Förderbeginn zu
kontrollie- ren und einzustellen
Die Schrauben des Pumpenritzels entfernen. Die Scheibe und das
Ritzel entfernen.
Die Schrauben, die den Flanschdeckel hal- ten, entfernen. Vorsichtig
mit einem Gum- mihammer gegen den Deckel klopfen, damit er sich
löst.
O-Ringe und Dichtringe entfernen. Neue verwenden, wenn die Pumpe
wieder einge- baut wird.
Einbau
Den O-Ring auf der Einspritzpumpe und den Dichtring für den Ölkanal
im Pum- pengehäuse anbringen.
Den Flanschdeckel auf der Pumpe montie- ren. Die Schrauben über
Kreuz mit 50 Nm anziehen.
Den O-Ring am Flanschdeckel und den Dichtring für den Ölkanal im
Flanschdeckel anbringen.
Die Welle der Pumpe drehen, damit der Sic- herungsstift 99 316 sich
durch das Loch im Mitnehmer in das Loch in der Stirnwand der Pumpe
schieben läßt. Den Stift einführen und bis weiteres drin lassen.
03_0832
99 316
Der Sicherungsstift 99 316 wird verwen- det, um den Förderbeginn zu
kontrollieren und einzustellen
Das Pumpenritzel anbringen, während sich der Sicherungsstift noch im
Loch befindet. Wenn dies nicht geht: Sicherungsstift entfer- nen,
Ritzel und Scheibe auflegen und den Sicherungsstift wieder
anbringen. Die Schrauben anbringen und leicht von Hand anziehen.
Den vorgeschriebenen Förderbeginn an der Gradierung des Schwungrades
einstellen. Der richtige Förderbeginn geht aus dem Schild auf dem
Motor hervor.
Das Pumpenritzel im Uhrzeigersinn bis zur Endlage der Langlöcher
drehen. Wenn die Pumpe am Motor montiert wird, wird das Ritzel im
Verhältnis zur Welle der Pumpe entgegen dem Uhrzeigersinn verdreht.
Achtung! Punkt
11 darf nicht vor Punkt 9 aus- geführt werden.
Die Einspritzpumpe mit dem im Loch mon- tierten Sicherungsstift auf
dem Motor mon- tieren. Den Pumpenflanschdeckel am Steuerdeckel
befestigen. Die Schrauben und Muttern mit 50 Nm anziehen.
Die Stützkonsole an der Pumpe befestigen. Die Schrauben mit 50 Nm
anziehen.
Kontrollieren, daß die Expanderbuchse ger- einigt ist. Dies ist
notwendig, damit die Expanderbuchse die richtige Lage, wenn die
Schrauben angezogen werden.
Die Expanderbuchse in der Stützkonsole befestigen. Die Schraube mit
92 Nm anzie- hen.
Die drei Schrauben des Pumpenritzels, die zugänglich sind, mit 20 Nm
anziehen.
Den Sicherungsstift entfernen.
Achtung! Verbleibt
der Sicherungsstift, wenn die Schrauben stärker angezogen werden,
kann sich die Pumpeneinstellung ändern. Die Pum- peneinstellung muß
dann in einem Prüfstand kontrolliert werden.
Die Schrauben mit 80 Nm anziehen.
Den Motor eine Umdrehung durchdrehen und die übrigen Schrauben mit
20 Nm,
80 Nm und 105 Nm in 3 Schritten anziehen.
Den Motor eine Umdrehung durchdrehen und die übrigen Schrauben mit
105 Nm anziehen.
Kontrollieren, daß sich der Sicherungsstift durch das Loch einführen
läßt, wenn der richtige Förderbeginn am Schwungrad eing- estellt
ist.
Die Dichtung der Hydraulikpumpe auswechseln und die Pumpe im Steuer-
deckel wieder montieren. Die Schrauben mit 26 Nm anziehen.
Öl einfüllen, wenn die Einspritzpumpe leer ist, ca.0,45 l.
Die Druckleitungen sowie die Kraftstoff- und elektrischen Leitungen
wieder anbringen.
Förderbeginn, a: siehe Schild auf dem Einlaß- rohr oder auf der
Zylinderkopfhaube.
Anzugsmomente
Einspritzpumpe - Steuerdeckel 39 Nm
Einspritzpumpe - Rückseite 35 +/- 5 Nm
Pumpenritzel, Schritt 1 20 Nm
Pumpenritzel, Schritt 2 80 Nm
Pumpenritzel, Schritt 3 105 Nm
Spezialwerkzeug
Nummer Bezeichnung Abbildung Werkzeugtafel
99 309 Drehwerkzeug -
100330
99 316 Sicherungsstift
1547
SCANIA 99316 -
Beschreibung
Achtung! Alle
ausgeführten Arbeiten, bei denen eine Leitung, ein Stopfen etc. im
System geöffnet wird, müssen auf folgende Weise been- det werden:
Den Motor starten und auf eine eventuelle Lek- kage hin untersuchen. Den
Motor laufen lassen, bis er gleichmäßig läuft.
Nach Abschluß der Arbeiten müssen die Fehler- codes mit PC-Diagnos
gelöscht werden.
Ausbau
03_0883
Antriebsriemen, Luftleitungen und Druck- leitungen sowie Kraftstoff-
und elektrische Leitungen der Einspritzpumpe entfernen.
Kunststoffschutz an Einspritzpumpe, Druckleitungen und
Düsenhalterkombina- tionen anbringen.
Kurbelgehäuse-Entlüftungsdeckel entfernen.
03_0884
Den vorgeschriebenen Förderbeginn an der Gradierung des Schwungrads
einstellen, Werkzeug 99 309 verwenden. Der richtige Förderbeginn
geht aus dem Schild auf dem Motor hervor.
Den Sicherungsstift für die Alpha- Einstellung, 99 316, durch das
Loch im Mit- nehmer der Pumpe in das Loch in der Stirn- wand der
Pumpe einschieben. Das Loch im Mitnehmer befindet sich in der
richtigen Lage (ca. 3 Uhr-Stellung), wenn die Löcher in einer Linie
liegen. Das ist eine Kontrolle des richtig eingestellten
Förderbeginns vor dem Ausbau.
Den Sicherungsstift entfernen.
Achtung! Verbleibt
der Sicherungsstift, wenn die Schrauben stärker angezogen werden,
kann sich die Pumpeneinstellung ändern. Die Pum- peneinstellung muß
dann in einem Prüfstand kontrolliert werden.
Einen Lappen zwischen Pumpenritzel und Steuerdeckel als Fallschutz
legen.
03_0827
! WARNUNG!
Die Schraube für den Einstellzapfen ist plombiert und darf nicht
gelöst werden. Wird die Einstellung des Zapfens geän- dert, muß die
Pumpe in einem Prüfstand eingestellt werden.
Die Schrauben des Pumpenritzels entfernen. Die Scheibe und das
Ritzel entfernen.
Die Befestigungsschrauben an der Rück- seite der Pumpe entfernen.
03_0921
Die Schrauben, die die Pumpe im Steuer- deckel halten, entfernen.
Die Einspritzpumpe entfernen.
100564
Einbau
Die beiden O-Ringe an der Pumpe anbringen und die Pumpe einschieben.
Achtung! Fehlerhaft
angebrachte oder beschä- digte O-Ringe führen zu einer Ölleckage.
Achtung! Punkt
3 darf nicht vor Punkt 2 ausge- führt werden.
100564
Die Pumpe am Steuerdeckel befestigen. Die Schrauben über Kreuz mit
39 Nm festzie- hen.
Die Befestigungsschrauben an der Rück- seite der Pumpe anbringen.
Die Schrauben mit 35 +/- 5 Nm anziehen.
03_0921
Die Kurbelwelle des Motors drehen, so daß sich der Kolben des ersten
Zylinders am Ende des Kompressionshubs befindet. Die Gradierung des
Schwungrads für die rich- tige Einstellung verwenden. Der richtige
Förderbeginn geht aus dem Schild am Motor hervor. Die Einstellung
kann an den Ventilen des ersten Zylinders kontrolliert werden; beide
müssen geschlossen sein (Spiel zwischen dem Ventil und dem Kipp-
hebel haben).
Den Sicherungsstift 99 316 im Loch im Mit- nehmer und im Loch in der
Stirnwand der Pumpe anbringen. Den Sicherungsstift zunächst so weit
hineindrücken, daß er mit dem Mitnehmer bündig ist.
Das Pumpenritzel mit dem Sicherungsstift im Loch aufschieben. Das
Pumpenritzel im Uhrzeigersinn drehen, so daß ein eventuel- les Spiel
verschwindet.
Scheiben und Schrauben anbringen. Die Schrauben müssen in drei
Schritten gemäß unten angezogen werden. Zunächst die Schrauben über
Kreuz mit 20 Nm anziehen, mit dem Sicherungsstift im Loch.
Den Sicherungsstift entfernen.
03_0827
Achtung! Verbleibt
der Sicherungsstift, wenn die Schrauben stärker angezogen werden,
kann sich die Pumpeneinstellung ändern. Die Pum- peneinstellung muß
dann in einem Prüfstand kontrolliert werden.
Die Schrauben über Kreuz mit 80 Nm anziehen.
Zum Schluß die Schrauben über Kreuz mit 105 Nm anziehen.
Kontrollieren, daß sich der Sicherungsstift durch das Loch in die
Stirnseite der Pumpe einschieben läßt, wenn der richtige Förder-
beginn am Schwungrad eingestellt ist.
Öl einfüllen, wenn die Einspritzpumpe leer ist, ca. 0,3 l.
03_0883
Den Kurbelgehäuse-Entlüftungsdeckel und die übrigen Komponenten, die
entfernt wur- den, wieder anbringen.
Förderbeginn, a: siehe Schild auf dem Einlaßrohr oder auf der
Zylinderkopfhaube
Anzugsmomente
Hydraulikpumpe - Steuerdeckel 26 Nm
Pumpenritzel, Schritt 1 20 Nm
Pumpenritzel, Schritt 2 80 Nm
Pumpenritzel, Schritt 3 105 Nm
Spezialwerkzeug
Nummer Bezeichnung Abbildung Werkzeugtafel
99 309 Drehwerkzeug -
100330
99 316 Sicherungsstift -
Beschreibung
Die Kontrolle des Förderbeginns kann auf zwei Arten durchgeführt werden:
Mit dem Sicherungsstift 99 316 oder mit der Überströmmethode.
Achtung! Die
Überströmmethode kann nur zusammen mit PC-Diagnos SD2 durchgeführt
werden.
Die Hydraulikpumpe der Servolenkung lösen und diese zur Seite
weglegen, gilt für DSC12.
Den Kurbelgehäuse-Entlüftungsdeckel entfernen, gilt für DSC9 und
11.
03_0885
Den vorgeschriebenen Förderbeginn an der Gradierung des Schwungrads
einstellen. Der erste Zylinder muß sich in Kompres- sionsstellung
befinden, Werkzeug 99 309 verwenden. Der richtige Förderbeginn geht
aus dem Schild auf dem Motor hervor. 99
309
01_1388
Den Sicherungsstift für die Alpha- Einstellung, 99 316, durch das
Loch im Mit- nehmer der Pumpe in das Loch in der Stirn- wand der
Pumpe einschieben. Das Loch im Mitnehmer befindet sich in der
richtigen Lage (ca. 9 Uhr-Stellung bei DSC12 und
12.30 Uhr-Stellung bei DSC9 und 11), wenn die Löcher in einer Linie
liegen.
Achtung! Paßt
der Sicherungsstift nicht, muß eine Einstellung des Pumpenritzels
durchgeführt werden.
03_0889
99 316
Einstellung des Pumpenritzels
Den Sicherungsstift entfernen.
03_0832
Achtung! Verbleibt
der Sicherungsstift, wenn die Schrauben stärker angezogen werden,
kann sich die Pumpeneinstellung ändern. Die Pum- peneinstellung muß
dann in einem Prüfstand kontrolliert werden.
99 316
Die Punkte 2, 3 und 5 gelten für DSC12. Den Motor durchdrehen, bis
das Loch im Mitnehmer der Pumpe auf ca. 3 Uhr, durch den
Steuerdeckel verdeckt, steht (ungefähr
o.T. am Schwungrad).
Die Schrauben des Pumpenritzels, die zugänglich sind, lösen. Die
Schrauben bel- assen.
Den Motor eine Umdrehung durchdrehen und den vorgeschriebenen
Förderbeginn an der Gradierung des Schwungrades einstel- len. Der
richtige Förderbeginn geht aus dem Schild auf dem Motor hervor.
Die übrigen Schrauben des Pumpenritzels lösen. Die Schrauben
belassen.
DSC9 und 11: Die Schrauben des Pumpen- ritzels lösen. Die Schrauben
belassen.
Achtung! Punkt
6 muß vorsichtig ausgeführt werden. Die Pumpenwelle kann nur einige
Grad im bzw. entgegen dem Uhrzeigersinn gedreht werden. Ist es nicht
möglich, den Sicherungsstift in das Langloch im Pumpenritzel
hineinzuschie- ben, kann die Ursache ein fehlerhaft eingebautes
Pumpenritzel sein.
Einen Gabel-Schlüssel mit SW 36 verwen- den und die Pumpenwelle so
drehen, daß der Sicherungsstift 99 316 sich durch das Loch im
Mitnehmer in das Loch in der Stirnwand der Pumpe schieben läßt. Den
Sicherungsstift einschieben und belassen.
DSC12. Die drei Schrauben des Pumpenrit- zels, die zugänglich sind,
mit 20 Nm anzie- hen.
DSC9 und 11. Die Schrauben des Pumpen- ritzels über Kreuz mit 20 Nm
anziehen.
Den Sicherungsstift entfernen.
Achtung! Verbleibt
der Sicherungsstift, wenn die Schrauben stärker angezogen werden,
kann sich die Pumpeneinstellung ändern. Die Pum- peneinstellung muß
dann in einem Prüfstand kontrolliert werden.
DSC9 und 11. Die Schrauben über Kreuz mit 80 Nm und 105 Nm in 2
Schritten anziehen.
Die Punkte 12, 13 und 14 gelten für DSC12. Die Schrauben mit 80 Nm
anziehen.
Den Motor eine Umdrehung durchdrehen und die übrigen Schrauben mit
20 Nm,
80 Nm und 105 Nm in 3 Schritten anziehen.
Den Motor eine Umdrehung durchdrehen und die übrigen Schrauben mit
105 Nm anziehen.
Kontrollieren, daß sich der Sicherungsstift durch das Loch einführen
läßt, wenn der richtige Förderbeginn am Schwungrad eing- estellt
ist.
DSC12. Die Dichtung der Hydraulikpumpe auswechseln und die Pumpe am
Steuer- deckel wieder anbringen. Die Schrauben mit 26 Nm anziehen.
DSC9 und 11. Die Kurbelgehäuse-Entlüft- ungsdeckel wieder anbringen.
Die Schrau- ben bei DSC9 mit 20 Nm und bei DSC11 mit 16 Nm anziehen.
Förderbeginn, a: siehe Schild auf dem Einlaß- rohr oder auf der
Zylinderkopfhaube
Anzugsmomente
Pumpenritzel, Schritt 1 20 Nm
Pumpenritzel, Schritt 2 80 Nm
Pumpenritzel, Schritt 3 105 Nm
Spezialwerkzeug
Nummer Bezeichnung Abbildung Werkzeugtafel
99 309 Drehwerkzeug -
100330
99 316 Sicherungsstift -
Beschreibung
Die Kontrolle des Förderbeginns kann auf zwei Arten durchgeführt werden:
Mit dem Sicherungsstift 99 316 oder mit der Überströmmethode.
Achtung! Die
Überströmmethode kann nur zusammen mit PC-Diagnos SD2 durchgeführt
werden.
Antriebsriemen entfernen.
Kurbelgehäuse-Entlüftungsdeckel entfer- nen.
03_0883
Den vorgeschriebenen Förderbeginn an der Gradierung des Schwungrads
einstellen. Der erste Zylinder muß sich in Kompres- sionsstellung
befinden, Werkzeug 99 309 verwenden. Der richtige Förderbeginn geht
aus dem Schild auf dem Motor hervor.
Den Sicherungsstift für die Alpha- Einstellung, 99 316, durch das
Loch im Mit- nehmer der Pumpe in das Loch in der Stirn- wand der
Pumpe einschieben. Das Loch im Mitnehmer befindet sich in der
richtigen Lage (ca. 3 Uhr-Stellung), wenn die Löcher in einer Linie
liegen.
Achtung! Paßt
der Sicherungsstift nicht, muß eine Einstellung des Pumpenritzels
durchgeführt werden.
Einstellung des Pumpenritzels
Den Sicherungsstift entfernen.
03_0827
Achtung! Verbleibt
der Sicherungsstift, wenn die Schrauben stärker angezogen werden,
kann sich die Pumpeneinstellung ändern. Die Pum- peneinstellung muß
dann in einem Prüfstand kontrolliert werden.
Einen Lappen zwischen Pumpenritzel und Steuerdeckel als Fallschutz
legen.
Die Schrauben des Pumpenritzels lösen. Die Schrauben belassen.
Achtung! Punkt
4 muß vorsichtig ausgeführt werden. Die Pumpenwelle kann nur einige
Grad im bzw. entgegen dem Uhrzeigersinn gedreht werden. Ist es nicht
möglich, den Sicherungsstift in das Langloch im Pumpenritzel
hineinzuschie- ben, kann die Ursache ein fehlerhaft eingebautes
Pumpenritzel sein.
03_0890
Einen Schlüssel mit SW 46 verwenden und die Pumpenwelle so drehen,
daß der Sicher- ungsstift 99 316 sich durch das Loch im Mitnehmer in
das Loch in der Stirnwand der Pumpe schieben läßt. Den
Sicherungsstift einschieben und belassen.
Die Schrauben über Kreuz mit 20 Nm anziehen, mit dem Sicherungsstift
im Loch.
Den Sicherungsstift entfernen.
Achtung! Verbleibt
der Sicherungsstift, wenn die Schrauben stärker angezogen werden,
kann sich die Pumpeneinstellung ändern. Die Pum- peneinstellung muß
dann in einem Prüfstand kontrolliert werden.
03_0827
Die Schrauben über Kreuz mit 80 Nm anziehen.
Zum Schluß die Schrauben über Kreuz mit 105 Nm anziehen.
Kontrollieren, daß sich der Sicherungsstift durch das Loch einführen
läßt, wenn der richtige Förderbeginn am Schwungrad eing- estellt
ist.
03_0883
Den Kurbelgehäuse-Entlüftungsdeckel und die übrigen Komponenten, die
entfernt wur- den, wieder anbringen.
Förderbeginn, a: siehe Schild auf dem Einlaß- rohr oder auf der
Zylinderkopfhaube
Anzugsmomente
Druckventilhalter 115 +/- 5 Nm
Überwurfmutter für Druckleitung 20 Nm
Spezialwerkzeug
Nummer Bezeichnung Abbildung Werkzeugtafel
99 052 Werkzeug für Druckventilhalter -
99 309 Drehwerkzeug -
330
100331
99 310 Hülse für Druckleitung -
99 316 Sicherungsstift -
Beschreibung
Die Kontrolle des Förderbeginns kann auf zwei Arten durchgeführt werden:
Mit dem Sicherungsstift 99 316 oder mit der Überströmmethode.
Achtung! Die
Überströmmethode kann nur zusammen mit PC-Diagnos SD2 durchgeführt
werden.
Der Motor muß bei der Kontrolle kalt sein.
Achtung! Der
Motor muß bei Beginn der Kon- trolle ca. 25˚ vor dem OT (gilt für DSC9,
11 und
12) bzw. 15˚ vor dem OT (gilt für DSC14) ste- hen.
Achtung! Alle
ausgeführten Arbeiten, bei denen eine Leitung, ein Stopfen etc. im
System geöffnet wird, müssen auf folgende Weise been- det werden:
Den Motor starten und auf eine eventuelle Lek- kage hin untersuchen. Den
Motor laufen lassen, bis er gleichmäßig läuft.
Nach Abschluß der Arbeiten müssen die Fehler- codes mit PC-Diagnos
gelöscht werden.
(Luftleitungen entfernen, gilt für DSC14.) Druckventilhalter,
Düsenhalterkombinatio- nen und deren Sitz reinigen. Mit Druckluft
sauberblasen.
01_1388
99 309
Die Druckleitung entfernen, Hülse 99 310 verwenden. Schutzstopfen
anbringen. Die Zylinderkopfhaube des ersten Zylinders ent- fernen.
03_0886
Die Kurbelwelle des Motors drehen, so daß sich der Kolben des ersten
Zylinders am Ende des Kompressionshubs befindet. Die Gradierung des
Schwungrads für die rich- tige Einstellung verwenden. Die
Einstellung kann an den Ventilen des ersten Zylinders kontrolliert
werden; beide müssen geschlos- sen sein (Spiel zwischen dem Ventil
und dem Kipphebel haben).
1
2
Achtung! Eine
Markierung für die Stellung des 3
ersten Zylinders anbringen. Siehe Abbildung 1 für DSC14, 2 für
DSC12, 3 für DSC9 und 11.
100543
Den Druckventilhalter des ersten Zylinders entfernen. Er kann sehr
fest sitzen. Werk- zeug 99 052 verwenden.
Achtung! Vorsichtig
sein, daß sich nicht das Pumpenelement dreht.
03_0891
Füllstück, eventuelle Paßscheiben, Federn und Kegel des Druckventils
entfernen.
03_0887
99 052
Druckventilhalter und O-Ring wieder anbringen. Druckventilhalter
anziehen, Werkzeug 99 052 verwenden.
Eine Druckleitung anbringen, die gebogen und auf ca. 50-70 mm vom
Kegel abgelängt wurde. Ein Gefäß unter die Leitung stellen, damit
der auslaufende Kraftstoff aufge- fangen werden kann.
Mit der Handpumpe pumpen und darauf achten, daß Kraftstoff
herausläuft.
03_0895
Die Hilfe eines Kollegen in Anspruch neh- men; dieser kann
beobachten, wann Kraft- stoff aus der Leitung tropft. Die
Kurbelwelle des Motors in Rotationsrichtung drehen, Werkzeug 99 309
am Schwungrad des Motors verwenden, bis es aus der Leitung zu
tropfen beginnt (ein Tropfen pro Sekunde).
Jetzt muß der Sicherungsstift 99 316 in die Bohrung im Mitnehmer und
in die Bohrung in der Pumpenstirn passen und die richtige Gradzahl
auf dem Schwungrad stehen.
Die richtige Gradzahl kann dem Schild auf dem Motor, den
Prüftabellen und der ”Einspritzausrüstung” entnommen wer- den.
Wenn der Motor auf die korrekte Grad- zahl für den Förderbeginn
am Schwung- rad eingestellt ist und der Kraftstoff nicht vom
Rinnen zum Tropfen überge- gangen ist, muß eine Justierung
vorge- nommen werden.
03_0893
03_0887
99 052
03_0891
Das Rohr und den Druckventilhalter vom ersten Zylinder entfernen.
Das Füllstück, evt. Paßscheiben, die Feder und den Kegel des
Druckventils anbringen.
Druckventilhalter und neuen O-Ring anbringen. Das Werkzeug 99 052
muß im 90˚ Winkel auf dem Drehmomentschlüssel sitzen, damit das
Moment korrekt wird. Anzugsmoment: 115 +/- 5 Nm.
Die Verschraubung an der Düsenhalterkom- bination festziehen. Darauf
achten, daß Kegel und Druckleitungen richtig in den Verschraubungen
sitzen, wenn die Muttern festgezogen werden. Werkzeug 99 310 ver-
wenden. Anzugsmoment 20 Nm.
03_0894
99 052
900
1
2
3
4
Das Rohr so klammern, wie es früher ange- bracht war.
Den Motor starten und auf eventuell vor- handene Leckagen
kontrollieren.
Bei Arbeiten am Kraftstoffsystem ist auf absolute Sauberkeit zu achten.
! ACHTUNG!
Drahtbürsten, Messer oder ähnliche Gegenstände dürfen nicht zum Reinigen
verwendet werden. Maschinen mit rotierenden Bürsten dürfen ebenfalls
nicht verwendet werden. Diese Werkzeuge beschädigen die Bohrungen in der
Düse und verursachen dadurch Abgasrußen, erhöhten Kraftstoffverbrauch
und Leistungsverlust.
Leistungsverlust, hoher Kraftstoffverbrauch und/oder Abgasrußen werden
oft durch fehlerhafte Einspritzdüsen verursacht. Der korrekte Umgang mit
Einspritzdüsen ist besonders bei modernen Motoren äußerst wichtig.
Starke Kohleablagerungen an den Düsen entstehen vor allem bei Motoren,
die über lange Zeit im Leerlauf betrieben werden, z. B. beim Betrieb des
Kranes oder häufiger Nutzung der Motorbremse.
Verschlissene Düsen sind häufig auf eine schlechte Kraftstoffqualität
und Kraftstoffilter mit ungenügender Wirkung zurückzuführen. Unter
diesen Umständen bilden sich Riefen und Ablagerungen am Düsennadelsitz.
Möglicherweise können auch Riefen an den Dichtflächen auftreten. Düsen
mit solchen Schäden sind zu ersetzen, und auch die Einspritzpumpe muß
aufgrund des erhöhten Verschleißes öfter überholt werden. Außerdem
müssen die Kraftstoffilter erneuert und andere Teile des
Kraftstoffsystems gereinigt werden.
Blaufärbung oder Anlaufen der Düsen wird durch hohe Temperaturen an der
Düsenspitze verursacht. Diese entstehen durch die Verwendung der
Motorbremse bei hohen Drehzahlen, einer erhöhten Einspritzmengen-
Einstellung oder einem falsch eingestellten Einspritzbeginn. Die
Blaufärbung der Düsen hat keinen Einfluß auf die Leistung und ergibt für
sich allein noch keinen Anlaß zum Erneuern der Düsen.
Korrosion an den Düsen wird häufig durch einen hohen Schwefel- oder
Wassergehalt im Kraftstoff verursacht. In diesen Fällen müssen die Düsen
ersetzt und die Einspritzpumpe sowie die anderen Teile des
Kraftstoffsystems geprüft werden.
In Scania Motoren werden drei Typen von Einspritzdüsen eingebaut.
Einfachfeder- Einspritzdüsen mit oder ohne Nadelhub-Sensor und
Doppelfeder-Einspritzdüsen.
Der Kraftstoff gelangt durch eine Zufuhrleitung zur Einspritzdüse. Diese
spritzt den Kraftstoff als Nebel in den Brennraum.
Einfachfeder-Einspritzdüse
In den Rohrflansch der Einspritzdüse ist ein Stangenfilter eingepreßt.
Durch einen Kanal im Filter gelangt der Kraftstoff zur Düse.
Bestimmte Einspritzdüsen sind nicht mit diesem Filter ausgerüstet.
Der Hub der Düsennadel wird vom Kraftstoffdruck und von der Federkraft
der Düsenfeder bestimmt.
Sobald der von der Einspritzpumpe erzeugte Druck den Öffnungsdruck der
Düse erreicht, wird die Düsennadel angehoben und der Einspritzvorgang
beginnt. Durch verschiedene präzise kalibrierte Öffnungen wird der
Kraftstoff als Nebel in den Brennraum gespritzt.
Zwischen Düsennadel und Düsengehäuse durchströmender Kraftstoff wird
über eine Leckölleitung zum Kraftstoffbehälter zurückgeführt.
1
2
3
4
5
6
03_0871
Einfachfeder-Einspritzdüse
Zufuhrleitung
Hutmutter
Stangenfilter
Leckölleitung
Feder
Düsennadel
Einspritzdüse mit Nadelhub- Sensor
Bei Einspritzdüsen mit Nadelhub-Sensor befindet sich im Oberteil des
Düsenhalters eine elektrische Spule, die eine Spannung induziert, wenn
sich die Druckstange aufwärts bewegt.
Diese Spannung wird über einen Stecker und ein Kabel an das Steuergerät
weitergeleitet.
03_0922
Einspritzdüse mit Nadelhub-Sensor
Doppelfeder-Einspritzdüse
In den Rohrflansch der Einspritzdüse ist ein Stangenfilter eingepreßt.
Durch einen Kanal im Filter gelangt der Kraftstoff zur Düse.
Bestimmte Einspritzdüsen sind nicht mit diesem Filter ausgerüstet.
Im Ruhezustand drückt die obere Feder die Düsennadel über eine
Druckstange und einen Druckstift auf ihren Sitz im Düsenhalter.
Im Leerlauf und bei geringer Teillast funktioniert die Einspritzdüse in
der ersten Stufe, wodurch ein ruhiger Leerlauf erreicht wird.
Die erste Stufe ist bis zum mittleren Drehzahlbereich und zu einer
mittleren Motorlast aktiv, während die zweite Stufe (siehe Zweite Stufe)
lastabhängig ist. Bei einer größeren Last wird die Einspritzdauer
verlängert.
Erste Stufe
Durch den ansteigenden Kraftstoffdruck wird die Düse über die
Druckstange und den Druckstift nach oben gegen die oberer Feder
gedrückt.
Die Hubbewegung endet, wenn die Nadel den Ausschnitt in der
Distanzscheibe berührt. Die Hubbewegung der Nadel vom Sitz bis zum
Ausschnitt in der Distanzscheibe wird als Vorhub bezeichnet.
Zweite Stufe
Am Ende des Vorhubs, wenn die Düsennadel an der Distanzscheibe ansteht,
beginnt die Wirkung der unteren Feder.
Diese übt einen zusätzlichen Federdruck auf die Nadel aus. Um die
Düsennadel noch weiter anzuheben, ist ein Anstieg des Kraftstoffdrucks
erforderlich. Sobald ein entsprechend hoher Kraftstoffdruck aufgebaut
ist, wird die Düsennadel weiter angehoben und eine größere Fläche für
den Kraftstoffluß freigegeben.
Am Ende des Einspritzvorgangs wird die Düse durch beide Federn
geschlossen.
Einspritzdüse sowie Bereich um die Einspritzdüse am Zylinderkopf
reinigen. Mit Druckluft trocknen.
Zufuhr- und Leckölleitungen abbauen. Gilt nicht für 12l Motoren.
Hülse 99 310 verwenden. Schutzstopfen einsetzen. Kipphebeldeckel
abbauen. Gilt nicht für 12l Motoren.
Hinweis: Schritt
3 gilt nur für 14l Motoren.
Befestigungsbänder der Einspritzdüsen mit Nadelhub-Sensor lösen.
Deckel der Verteilerbox abnehmen und Stecker C161/6 abziehen.
Einspritzdüse herausschrauben. Hülse
01_1345
99 308 verwenden. Bei Einspritzdüsen mit Nadelhub-Sensor darauf
achten, daß das Kabel (1) nicht beschädigt wird.
01_1344
99 308
Einspritzdüse ausbauen. Treibdorn 99 074
und Adapter 99 079 verwenden. 99 074
99 079
03_0880
99 074
99 079
01_1235
01_1346
Dichtring vom Boden der Einspritzdüsenbohrung entfernen, falls
dieser nicht mit der Einspritzdüse entfernt wurde. Werkzeug 87 125
verwenden. Einspritzdüsenbohrung mit Stopfen verschließen.
Neuen Dichtring auf Einspritzdüsenbohrung auflegen. Sicherstellen,
daß der alte Dichtring entfernt wurde.
WICHTIG! Die
O-Ringe sind nach jedem Ausbau der Einspritzdüsen zu erneuern.
Sicherstellen, daß alle Dichtflächen rein sind. O-Ringe mit
Glycerinfett 815 368 schmieren. Gilt nur für 12l Motoren.
100036
Einspritzdüsen, 12l Motoren
Neue Dichtringe und O-Ringe anbauen.
Einspritzdüsen, 9-, 11- und 14l Motoren
Einspritzdüsen mit Nadelhub-Sensor. Gilt nur für 14l Motoren.
Einspritzdüse mit der Kugel in der Führungsnut einbauen. Mutter mit
70 Nm festziehen, dazu Drehmomentschlüssel und Steckschlüssel 99 308
verwenden. Beim Einschrauben von Einspritzdüsen mit Nadelhub-Sensor
das Kabel nicht beschädigen.
01_1351
99 308
70 Nm
Hinweis: Schritt
4 gilt nur für 12l Motoren.
Kipphebeldeckel aufsetzen und Schrauben mit 26 Nm festziehen.
Zufuhr- und Leckölleitungen anbauen. Die Leckölleitungen betreffen
nicht den 12l Motor. Zufuhrleitungs-Muttern mit Spezialwerkzeug 99
310 mit 20 Nm festziehen. Zufuhrleitungen mit Schellen befestigen.
Hinweis: Schritt
6 gilt nur für 14l Motoren.
Stecker in Verteilerbox aufstecken und Deckel an Verteilerbox
anbauen. Kabel befestigen.
Drahtbürsten, Messer oder ähnliche Gegenstände dürfen nicht zum
Reinigen verwendet werden. Maschinen mit rotierenden Bürsten dürfen
ebenfalls nicht verwendet werden. Diese Werkzeuge beschädigen die
Bohrungen in der Düse und verursachen dadurch Abgasrußen, erhöhten
Kraftstoffverbrauch und Leistungsverlust.
WICHTIG! Auch
neue Einspritzdüsen müssen vor der Prüfung gereinigt werden.
Einspritzdüse zerlegen.
Bauteile der Einspritzdüse mindestens 10 Minuten mit
Ultraschallgerät
588 099 reinigen.
Bauteile mit Kaltentfetter reinigen und mit Druckluft trocknen.
WICHTIG! Die
Prüfausrüstung für Einspritzdüsen muß ISO 8984 entsprechen. Die
Prüfausrüstung muß regelmäßig gemäß den Anweisungen des
Herstellers gereinigt und kalibriert werden.
Nr.
Beschreibung
Abbildung
Werkzeugtafel
587 635
Prüfgerät für Einspritzdüsen
-
101 145
Bosch EPS 100 Prüfgerät für Einspritzdüsen
WICHTIG! Für
die Prüfung muß Kalibrierungsflüssigkeit verwendet werden. Bei
der Verwendung von normalem Diesel- Kraftstoff werden keine
korrekten Anzeigewerte erreicht.
Die Kalibrierungsflüssigkeit muß ISO 4113 entsprechen. Die
Flüssigkeit muß absolut rein sein, es dürfen weder Partikel noch
Verunreinigungen vorhanden sein.
Beschreibung
Beschreibung der Prüfung von Einspritzdüsen
S
1
3
C
1
8
A
8
N
1
4
I
A
814
814
Beschreibungen: siehe Hauptgruppe 3, Einspritzausrüstung und
Drehzahleinstellung.
D
L
538
L
A1
4
7P
5
38
101 555
Scania Düse
538
101 144
Bosch Düse
Prüfung mit Prüfgerät für Einspritzdüsen
Hinweis: Vor
dem Zerlegen ist die Einspritzdüse im Prüfgerät zu prüfen.
Bei Doppelfeder-Einspritzdüsen kann nur die erste Stufe
geprüft werden.
Am Prüfgerät die folgenden Prüfungen durchführen:
Nadelhub
Öffnungsdruck
Nachtropfen
Leckölfluß
Spritzbild
Korrekte Werte: siehe Hauptgruppe 3, Einspritzausrüstung und
Drehzahleinstellung.
Sind die Prüfwerte normal, kann die Einspritzdüse in den
Motor eingebaut werden. Andernfalls ist die Einspritzdüse zu
ersetzen.
Vorbereitungen
! ACHTUNG!
Während der Prüfung darauf achten, daß der Kraftstoffstrahl nicht die
Haut berührt. Der Strahl kann in die Haut eindringen und eine
Blutvergiftung verursachen. Ausreichende Belüftung sicherstellen.
Einspritzdüse ca. 10 Minuten im Ultraschallgerät 588 099 reinigen.
Diese Methode darf nur von speziell dazu ausgebildeten Personen
angewandt werden.
Einspritzdüse in die Düsenkammer einsetzen und an das Prüfgerät
anschließen. Rohrmutter nicht festziehen. Ventil am Druckanzeiger
schließen. Hebel betätigen, bis Prüfflüssigkeit an der Mutter
austritt. Mutter festziehen.
101 145
Prüfgerät für Einspritzdüsen 587 635
Fünf- bis zehnmal schnell pumpen, um die Einspritzdüse zu entlüften
und Verunreinigungen zu entfernen.
Nadelhub prüfen
Vor dem Zusammenbau der Einspritzdüse ist der Nadelhub zu prüfen.
Nadel in Kalibrierungsflüssigkeit oder Diesel-Kraftstoff tauchen und
in das Düsengehäuse einsetzen.
Düse fast senkrecht halten und Nadel ca. 1/3 aus dem Düsengehäuse
herausziehen.
Nach dem Loslassen muß die Nadel durch ihr Eigengewicht in das
Gehäuse zurückfallen.
Nadel und Düse reinigen bzw. ersetzen, wenn sich die Nadel nicht
frei bewegt.
Öffnungsdruck prüfen
Druck langsam erhöhen, bis die Druckanzeige nicht weiter ausschlägt
oder der Druck abfällt.
101 147
Der höchste angezeigte Druck entspricht dem Öffnungsdruck.
Nachtropfen prüfen
Düsenende mit Druckluft trocknen.
Einen 20 bar unter dem Öffnungsdruck liegenden Druck aufbauen.
101 146
Die Düse gilt als dicht, wenn zwischen der Entstehung von zwei
Tropfen mindestens 10 Sekunden liegen. Feuchtigkeitsbildung an der
Düsenspitze ist akzeptabel.
! ACHTUNG!
Drahtbürsten, Messer oder ähnliche Gegenstände dürfen nicht zum
Reinigen verwendet werden. Maschinen mit rotierenden Bürsten dürfen
ebenfalls nicht verwendet werden. Diese Werkzeuge beschädigen die
Bohrungen in der Düse und verursachen dadurch Abgasrußen, erhöhten
Kraftstoffverbrauch und Leistungsverlust.
Tropft die Düse nach, sind Nadel und Düse nochmals zu reinigen oder
zu erneuern.
Leckölfluß prüfen
Einen Druck von 120 bar aufbauen und Pumpenhebel loslassen.
Die Zeit messen, in der der Druck von 100 bar auf 70 bar absinkt.
Dieser Druckabfall muß mindestens 10 Sekunden dauern. Bei einer
geringeren Dauer ist die Düse zu ersetzen.
101 295
Hinweis: Wenn
an allen Einspritzdüsen eine zu geringe Druckabfalldauer gemessen wird,
ist möglicherweise die Prüfeinrichtung defekt.
Prüfeinrichtung mit einer neuen Einspritzdüse prüfen.
Spritzbild prüfen
Hinweis: Durch
den Verschleiß der Düse unterscheiden sich die Spritzbilder von neuen
und gebrauchten Einspritzdüsen erheblich.
Hinweis: Das
Spritzbild von Doppelfeder- Einspritzdüsen kann nicht mit Standard-
Prüfgeräten geprüft werden.
Alle Bauteile der Einspritzdüse im Ultraschallgerät reinigen und
Einspritzdüse an Prüfgerät anschließen.
101 148
Durch langsames Pumpen mit ca. einer Pumpbewegung pro Sekunde tritt
die Flüssigkeit strahlförmig aus der Düse aus und wird nicht
vernebelt.
Durch schnelles Pumpen mit ca. zwei bis drei Pumpbewegungen pro
Sekunde wird die Flüssigkeit vernebelt.
Während der Prüfung tritt die Flüssigkeit möglicherweise aus manchen
Öffnungen als Strahl und aus anderen als Nebel aus. Dies ergibt ein
nicht korrektes Spritzbild.
Gebrauchte Einspritzdüsen weisen normalerweise ein nicht korrektes
Spritzbild auf, und die Unterschiede zwischen die einzelnen
Düsenöffnungen sind größer als die bei neuen Düsen. Das Spritzbild
kann durch weiteres Reinigen der Düsen verbessert werden.
Bei einem nicht korrekten Spritzbild müssen Einspritzdüsen zerlegt
und die Düsenöffnungen gereinigt werden.
101 149
Korrektes Spritzbild
101 150
Nicht korrektes Spritzbild
Flattergeräusche
Das Flattern von Einspritzdüsen hat keinen Einfluß auf Motorleistung
oder Kraftstoffverbrauch und muß daher bei der Prüfung der Düsen nicht
berücksichtigt werden.
Der Hebel des Prüfgeräts muß zum Erzeugen von Flattergeräuschen mit
genau der richtigen Geschwindigkeit betätigt werden. Diese liegt
entweder bei ca. 1 oder 0,1 Sekunden für das Herunterdrücken des Hebels.
Bei einer anderen Betätigungsgeschwindigkeit ist ein Flattern der
Einspritzdüse nicht möglich.
Hinweis: Flattergeräusche
können nur bei Einfachfeder-Einspritzdüsen hervorgerufen werden.
Hinweis: Zusammengehörende
Düsenhalter und Düsennadeln dürfen nicht vertauscht werden. Sie sind
präzise aufeinander abgestimmt. Doppelfeder-Einspritzdüsen sind bei
einer defekten Düse komplett zu erneuern.
Einspritzdüse in Halter 99 251 einsetzen. Einspritzdüse zerlegen und
reinigen.
Teile mit starken Kohleablagerungen in harzlösende Flüssigkeit
einlegen.
Düsengehäuse und Düsennadel ca. 10 min im Ultraschallgerät 588 099
reinigen. Diese Methode darf nur von speziell dazu ausgebildeten
Personen angewandt werden.
Düsengehäuse mit Reinigungsflüssigkeit spülen.
101 152
Düsenöffnungen mit einer Nadel prüfen.
101 153
Die zum Reinigen verwendete Nadel muß im Durchmesser 0,02-0,03 mm
kleiner sein als die Düsenöffnung. Siehe Hauptgruppe 3,
Einspritzausrüstung und Drehzahleinstellung.
101 154
Stangenfilter trocken blasen. Dabei Druckluft von der Düse zum
Zufuhrleitungsflansch leiten. Der Filter darf nicht herausgepreßt
werden.
O
S
I
3
1
1
4
Sicherstellen, daß Düsennadel und Düsengehäuse absolut rein sind.
Alle Bauteile in Prüfflüssigkeit tauchen.
101 155
Düsennadel in Gehäuse einbauen. Gehäuse senkrecht halten und
Düsennadel 10 mm hochziehen, nach dem Loslassen muß die Nadel durch
ihr Eigengewicht in das Gehäuse zurückfallen. Nadel anheben und
dabei drehen, Prüfung mehrmals wiederholen.
Nadel und Düse reinigen oder ersetzen, wenn sich die Nadel nicht
frei bewegt.
Zusammenbau
Alle Bauteile trocken blasen und mit Prüfflüssigkeit schmieren.
WICHTIG! Der
Zusammen von Einspritzdüsen muß unbedingt mit dem vorgeschriebenen
Drehmoment erfolgen. Durch ein höheres als das vorgeschriebene
Drehmoment entstehen Kräfte, die ein Klemmen der Bauteile und somit
eine Beeinträchtigung der Funktion verursachen. Außerdem muß der
Zusammenbau unbedingt mit dem angegebenen Halter erfolgen. Dies
verhindert Beschädigungen an den Einspritzdüsen beim Zusammenbau.
Düse in Halter 99 251 befestigen. Einspritzdüse zusammenbauen.
101 157
ISO 4113
Düsenmutter mit Drehmomentschlüssel 587 071 und
Steckschlüsselaufsatz 587 673 mit den folgenden Drehmomenten
aufschrauben: Scania Düse 65 Nm, Bosch- Düse 45 Nm.
101 446
Öffnungsdruck, Nachtropfen, Leckölfluß und Spritzbild prüfen.
Der Regler hält die Motordrehzahl proportional zur
Verstellhebelstellung.
Ohne Regler würde die Motordrehzahl so weit abfallen, daß
Drehzahlschwankungen auftreten oder der Motor abstirbt.
Drehzahlschwankungen entstehen durch eine Mehrluftmenge, die eine
Reduzierung der Füllmenge in den Zylindern bei Erhöhung der
Motordrehzahl verhindert.
Die Fliehgewichte des Drehzahlreglers bewegen sich während des
gesamten Drehzahlbereichs.
Jede Verstellhebelstellung ist einer spezifischen Motordrehzahl
zugeordnet.
Die Schleppfeder des Verstellbolzens kann sowohl zug- als auch
druckbelastet werden. Bei starker Motorbelastung und abfallender
Motordrehzahl wird die Regelstange gegen den Vollastanschlag gedrückt.
Der zug- bzw. druckbelastete Verstellbolzen wird durch die von den
Regelfedern nach innen gedrückten Fliehgewichte zusammengedrückt.
Bei ansteigender Motordrehzahl im Schiebebetrieb hingegen, wird die
Regelstange in Richtung Stoppstellung verschoben und die Schleppfeder
des Verstellbolzens durch die nach außen gedrückten Fliehgewichte
entlastet.
Verstellhebel
Lenkhebel
Kulissenstein
Kurvenplatte
Regelhebel
Gelenkgabel
Federteller
Spielausgleichfeder
Regelstange
Gleitstein
Führungsbolzen
Zug- und druckbelasteter Verstellbolzen
Winkelhebel
Fliehgewicht
Regelfeder
Einstellmutter
Höchstdrehzahlanschlag
Leerlaufanschlag
Nockenwelle der Einspritzpumpe
Reglernabe
Vollastanschlag
Kolbenbolzen
A = Regelstange in Leerlaufstellung
B = Regelstange in Höchstdrehzahlstellung C = Regelstange in
Kaltstartstellung
Abgebildet sind Prinzipschemata und Funktionsweisen der
Hauptkomponenten.
Stillstand des Motors
Die Stellung der Regelstange (9) sorgt für eine zum Starten des Motors
ausreichende Kraftstoffmenge. Die Fliehgewichte
(14) befinden sich ganz innen.
Startstellung
Das Kraftstoffventil wird betätigt, und der Verstellhebel wird in
Richtung Höchstdrehzahlanschlag (17) verschoben. Die Regelstange (9)
befindet sich in Startstellung (C), um möglichst viel Kraftstoff für den
Start zu fördern.
In Kaltstartstellung fördert die Kraftstoffpumpe eine größere
Kraftstoffmenge und verschiebt den Förderbeginn in Richtung "spät". Dies
ist durch eine sogenannte Kaltstartnut in der Pumpe möglich.
Leerlaufstellung
101 475
Nach dem Starten des Motors geht der Verstellhebel (Fahrpedal) in die
Leerlaufstellung, d. h. zum Leerlaufanschlag zurück. Die Regelstange
bewegt sich ebenfalls in die vom Drehzahlregler festgelegte
Leerlaufstellung zurück. Die Kraftstoffmenge reicht nun aus, um eine
konstante Leerlaufdrehzahl einzuregeln.
9 21
1
A B C
17
18
Teillaststellung
Je nach Lastbereich und die der Verstellhebelstellung entsprechenden
Motordrehzahl regelt der Drehzahlregler die
festgelegte Motordrehzahl durch Erhöhen oder 18
101 476
Senken der Kraftstoffmenge.
9 21
A B C
17
Vollaststellung
Bei Erreichen der Höchstdrehzahl beginnt die Endregelung. Die
Fliehgewichte verlagern sich ganz nach außen und bewirken, daß die
Regelstange in Richtung Stoppstellung (geringere Kraftstoffmenge)
verschoben wird.
9 21
1 A B C
17
18
15
101477
15
Motor ausschalten
Um den Motor auszuschalten, wird die Kraftstoffzufuhr unterbrochen, und
der Kraftstoff fließt in den Kraftstoffbehälter zurück. Dies geschieht
durch das Abschaltventil an der Einspritzpumpe.
Beim RQ-Regler handelt es sich um einen Fliehgewichtregler, der
vorwiegend bei Fahrzeugen mit Automatikgetriebe, wie z. B. Bussen
verwendet wird. RQ-Regler kommen ebenfalls in Industrie- und
Schiffsmotoren zum Einsatz.
Die Aufgabe des Drehzahlreglers besteht darin, eine nahezu konstante
Motordrehzahl im Leerlaufbetrieb einzuregeln sowie bei Erreichen der
Höchstdrehzahl abzuregeln. Im Bereich zwischen Leerlauf und Erreichen
der Höchstdrehzahl wird die Motordrehzahl nicht vom
Leerlauf-Enddrehzahlregler, sondern ausschließlich von der
Fahrpedalstellung, d. h.
Betätigung der Regelstange an der Einspritzpumpe bestimmt.
Dadurch, daß der Regler nicht im Bereich zwischen Leerlauf und Erreichen
der Höchstdrehzahl arbeitet, sind Schaltvorgänge beim Automatikgetriebe
ohne Einwirkung des Drehzahlbegrenzers möglich.
Die Reglernabe (17) wird über einen Schwingungsdämpfer von der
Nockenwelle der Einspritzpumpe (18) angetrieben.
Die Winkelhebel (10) für die Fliehgewichte
sitzen in Lagern der Reglernabe.
In jedem Fliehgewicht ist ein Federsatz
untergebracht. Die Winkelhebel wandeln die radialen
Fliehgewichtswege in axiale Bewegungen des Verstellbolzens (9) um.
Dieser überträgt sie auf den Gleitstein (7).
Der Gleitstein wird durch einen Führungsbolzen (8) geführt und stellt
über den Regelhebel (4) und die Gelenkgabel die Verbindung mit der
Regelstange (6) her.
Die Stellung des Verstellhebels (1) wird durch das Fahrpedal bestimmt.
RQ-Regler
1
Verstellhebel
9
Verstellbolzen
17
Reglernabe
2
3
Lenkhebel
Kulissenstein
10
11
Winkelhebel
Fliehgewicht
18
Nockenwelle der Einspritzpumpe
4
Regelhebel
12
Regelfedern
19
Regelstangenanschlag
Gelenkgabel
Regelstange
Gleitstein
Führungsbolzen
Einstellmutter
Höchstdrehzahlanschlag
Leerlaufanschlag
Kolbenbolzen
A = Regelstange in Leerlaufstellung
B = Regelstange in Höchstdrehzahlstellung C = Regelstange in
Kaltstartstellung
Regelfedern
In den Fliehgewichten (4) sind im allgemeinen drei konzentrisch
angeordnete Federn, die Regelfedern, eingebaut.
Die äußere Feder stützt sich zwischen Fliehgewicht und äußerem
Federteller (2) ab.
Die beiden inneren Federn liegen zwischen dem äußeren und inneren
Federteller (3).
Im Leerlauf ist nur die äußere Feder, die Leerlauffeder (6), aktiv.
Bei steigender Drehzahl verharren die Fliehgewichte am inneren
Federteller, bis die Höchstdrehzahl erreicht ist, und die Abregelung
beginnt.
Bei Regelung der Enddrehzahl wirken alle Federn zusammen. Die inneren
Federn werden als Endregelfedern (8) bezeichnet.
Abgebildet sind Prinzipschemata und Funktionsweisen der
Hauptkomponenten.
Stillstand des Motors
Die Stellung der Regelstange (6) sorgt für eine zum Starten des Motors
ausreichende Kraftstoffmenge. Die Fliehgewichte
(11) befinden sich ganz innen.
Startstellung
Das Kraftstoffventil wird betätigt und der Verstellhebel (1) wird in
Richtung Höchstdrehzahlanschlag (14) verschoben. Die Regelstange (6)
befindet sich in Startstellung (C), um möglichst viel Kraftstoff für den
Start zu fördern.
Leerlaufstellung
Nach dem Starten des Motors wird der Verstellhebel (1) (Fahrpedal) zum
Leerlaufanschlag (15) zurückgezogen. Die Regelstange (6) kehrt ebenfalls
in die vom nun arbeitenden Drehzahlreglers bestimmte Leerlaufstellung
(B) zurück. Die Kraftstoffmenge reicht nun aus, um eine konstante
Leerlaufdrehzahl einzuregeln.
Teillaststellung
Bei Betätigung des Fahrpedals erhöht sich die Motordrehzahl. Die
Fliehgewichte (11) legen sich an die Federteller und bleiben in dieser
Lage, bis die Enddrehzahl erreicht ist. Der Drehzahlregler arbeitet
daher nicht zwischen Leerlaufstellung (B) und Höchstdrehzahlstellung
(C). In diesem Drehzahlbereich wird die Stellung der Regelstange (6)
allein von der Stellung des Fahrpedals bestimmt.
Vollaststellung
Bei Erreichen der Höchstdrehzahl gehen die Fliehgewichte (11) gegen die
Kraft der Endregelfedern (12) weiter nach außen und ziehen die
Regelstange zurück, so daß die Abregelung beginnt. Beim Abregeln werden
die Winkelhebel (10) über die Reglernabe (17) und den Gleitstein (7) am
Regelhebel (4) bewegt, wodurch die Regelstange (6) von der
Höchstdrehzahlstellung (C) in die Stoppstellung (A) (geringere
Kraftstoffmenge) verschoben wird. Die Regelstangenstellung wird folglich
durch den Lastbereich bestimmt.
Motor ausschalten
Um den Motor auszuschalten, wird die Kraftstoffzufuhr unterbrochen, und
der Kraftstoff fließt in den Kraftstoffbehälter zurück. Dies geschieht
durch das Abschaltventil an der Einspritzpumpe.
Durch den Weißrauchbegrenzer wird der Regelstangenweg begrenzt, so daß
eine vom Ansaugkrümmerdruck abhängige variable Vollastmenge möglich ist.
Durch diese Begrenzung wird die Abgasmenge sowohl beim Beschleunigen als
auch unter Vollast und niedriger Motordrehzahl bei geringerem Ladedruck
des Turboladers beträchtlich gesenkt.
Die Bewegung der Membran wird über ein Gestänge auf die Regelstange
übertragen, d. h. der Regelstangenweg wird größer oder kleiner.
Der Weißrauchbegrenzer ist über eine Leitung mit dem Ansaugkrümmer
verbunden. Eine Änderung des Ansaugkrümmerdrucks wirkt auf die Membran
im Rauchbegrenzer.
101 479
Beispiel eines Rauchbegrenzers (RQV)
Beispiel eines Rauchbegrenzers (RQ)
Kaltstartfunktion
Die Kaltstartförderung wird automatisch bei durchgetretenem Fahrpedal
vor dem Starten des Motors aktiviert.
Bei nicht drehender Nockenwelle der Kraftstoffpumpe kann die Regelstange
den Vollastanschlag überschreiten.
101 631
Dadurch wird der Regelstangenweg größer, so daß die Pumpenkolben in die
Kaltstartnut verdreht werden. Der Förderbeginn wird in Richtung "spät"
verschoben und die Kraftstoffmenge beim Starten des Motors erhöht.
Den Flammenstart verwendet man, um die Emission von Weißrauch zu
begrenzen. Der Flammenstart verbessert außerdem die Startfä- higkeit bei
extrem kalter Witterung.
Anlassen des Motors
Wenn der Zündschlüssel in die Fahrstellung (Stellung 15) gedreht wird
und die Kühlmittel- temperatur unter +10 C
liegt, wird die Glüh- kerze aktiviert.
Dabei leuchtet die Kontrollampe konstant.
Nach ca. 20 Sekunden (bei Batteriespannung 24V) beginnt die Kontrollampe
zu blinken.
Bei einer Kühlmitteltemperatur über ca.
101015
+10 C
beginnt die Kontrollampe sofort
zu 1 2
blinken.
Dann kann der Motor angelassen werden.
Wenn die Kühlmitteltemperatur unter +10 C
liegt und der Zündschlüssel in die Startstellung (Stellung 50) gedreht
wird, wird das Magnet- ventil aktiviert. Kraftstoff wird eingespritzt
und von der Glühkerze angezündet.
Wenn der Zündschlüssel nach dem Start in die Fahrstellung zurückgeht,
leuchtet die Kontroll- lampe konstant.
Nun folgt eine Nachheiz- phase.
Die Glühkerze und das Magnetventil des Flam- menstarts bleiben bis zu
drei Minuten unter Spannung, oder bis die Motortemperatur 60 C
überschreitet. Währenddessen leuchtet die Kontrollampe konstant.
Während der Nach- heizphase wird die Temperatur der Ansaugluft erhöht
und der Weißrauch-Ausstoß verringert.
Während dieser Zeit sollte der Motor nicht über 1000 /min gedreht
werden.
Falls der Startversuch scheitert oder falls der Start nicht innerhalb
von ca. 30 Sekunden erfolgt (die Kontrollampe erlischt wieder), muß der
Zündschlüssel zuerst in die Stoppstel- lung (Position B) gedreht werden.
Vor einem neuen Startversuch sollte man dann 20 Sekun- den warten.
Danach den Schlüssel in die Fahr- stellung drehen, um den Flammenstart
erneut zu aktivieren.
Ausschalten
In folgenden Situationen wird der Flammenstart automatisch abgeschaltet.
Dabei erlischt die Kontrollampe.
Falls ein Startversuch unternommen wird, wenn die Kontrollampe
konstant leuchtet.
Das Steuergerät (E26) sammelt Informationen, anhand welcher es das
Öffnen/Schließen des Magnetventils, das Relais der Glühkerze und die
Funktion der Kontrolltafel (Kontrollampe) steuert.
Anordnung der Komponenten am Motor.
Magnetventil
102273
Das Magnetventil (V58) wird über das Steuer- gerät gesteuert. Das Ventil
öffnet/schließt die Kraftstoffzufuhr.
1 2 3
102277
Glühkerze
Magnetventil
Temperatursensor
Glühkerze
102274
Die Glühkerze (H10) befindet sich am Ansaug- rohr und dient zum einen
als Kraftstoffdüse und zum anderen, um den Kraftstoff zu zünden. Der
Kraftstoff entzündet sich beim Vorbeiströmen an der Spirale der
Glühkerze. Die Spirale muß während ca. 20 Sekunden erwärmt werden.
Temperatursensor
Der Temperatursensor (T77) erfaßt die Tempe- ratur des Kühlmittels.
Beim Drehen des Zündschlüssels in die Fahr- stellung (Stellung 15)
werden eventuelle Fehler- codes (siehe Tabelle) unverzüglich angezeigt.
(Mit 2-2-.. sind zwei kurze Blinksignale, gefolgt von einer Pause,
gefolgt von zwei Blinksignalen etc. gemeint.)
101015
1 2
Wenn mehrere Fehlercodes gleichzeitig aktiv sind, wird nur der
Fehlercode gezeigt, der die höchste Priorität hat. Prioritätsfolge gemäß
Tabelle in abwärtsgerichteter Reihenfolge.
Bei all diesen Fehlern sind sowohl der Glüh- kerze als auch das
Magnetventil abgeschaltet.
Die Fehlercodelampe blinkt circa 60 Sekunden lang.
Falls ein Fehler behoben worden ist, muß der Schlüssel in die
Sperrstellung (Stellung 0) gedreht werden, um die Fehlercodes zu
löschen.
Fehlercode
Ursache
Priorität
2-2-2-2-...
Unterbrechung in der Glühkerze oder Unter- brechung zwischen
Flammenstart-Steuergerät und Glühkerze.
1
3-3-3-3-...
Die Sicherung des Flammenstart-Steuergeräts ist ausgefallen
oder es liegt eine Störung in der Spannungsversorgung des
Flammenstart- Steuergeräts vor.
3
4-4-4-4-...
Unterbrechung zwischen Flammenstart-Steu- ergerät und
Magnetventil oder Unterbrechung in der Spule des
Magnetventils.
Um das Prüfen des Systems zu ermöglichen, gibt es ein spezielles
Prüfkabel. Das Kabel ist schwarz, mit FSL/E26 gekennzeichnet und besitzt
einen Isolator, der mit G9 gekennzeichnet ist. Das Kabel ist mit
Kabelbinder an dem Kabelbündel befestigt, welches hinter dem
Erdungspunkt G9 nach links unter der Elektrozentrale verläuft.
Das Prüfkabel bei G9 erden. Das Kabel ist schwarz mit einem grünen
Isolator.
Den Zündschlüssel in die Fahrstellung drehen (Stellung 15).
Den Zündschlüssel in die Startstellung (Stellung 50) drehen.
Die Kontrollampe leuchtet erst ca. 20 Sekun- den konstant,
währenddessen wird die Glüh- kerze erwärmt. Danach muß die
Kontrollampe anfangen zu blinken.
Die Kontrollampe leuchtet konstant, wenn der Motor angelassen wurde.
Das Magnetventil (für den Kraftstoff) und die Glühkerze werden ca. 3
Minuten aktiviert bleiben.
Wichtig! Nach
abgeschlossener Prüfung muß das Prüfkabel von G9 abgenommen werden.
Das Kabel darf bei normalem Betrieb nicht geerdet sein.
Daten
Glühkerze
Spannung..........................................................................................................
24 V
Strom................................................................................................................
13 +/- 1 A
während 20 s
Anzugsmomente:
Mutter der Glühkerze (M20)
..................................................................
max. 25 Nm
Ethanolkraftstoff hat andere Eigenschaften als Dieselkraftstoff.
Daraus ergeben sich für die Komponenten des Kraftstoffsystems bei
Ethanol-Motoren andere Anforderungen als bei Dieselmotoren. Trotz u.
U. gleicher Formgebung unterscheiden sich die Komponenten der beiden
Systeme im Inneren und sind nicht gegeneinander austauschbar.
Das bei Ethanol-Motoren verwendete Kraftstoffsystem unterscheidet
sich wie folgt von dem bei Dieselmotoren verwendeten:
Kraftstoffilter
Kraftstoffpumpe
Einspritzpumpe
RQ-Regler ohne Kaltstartfunktion
Absperrventil
! ACHTUNG!
Aufgrund der im Vergleich zu Dieselkraftstoff niedrigeren
Entzündungstemperatur von Ethanolkraftstoff besteht ein erhöhtes
Brandrisiko.
Für Scania Fahrzeuge ist nur Ethanolkraftstoff 1 412 812 zugelassen.
Ethanolkraftstoff enthält:
Ethanol (E95)
Beraid (Zündverbesserer)
Vergällungsmittel
Farbstoff (nur Schweden)
Korrosionsschutzmittel
Der Hauptvorteil bei der Verwendung von Ethanolkraftstoff ist der
niedrige Kohlendioxidausstoß. Bei Ethanolkraftstoff handelt es sich
nicht um einen fossilen Brennstoff. Der Stickoxidausstoß bei Verwendung
von Ethanolkraftstoff ist im Vergleich zu Dieselkraftstoff ebenfalls
niedriger.
Der Hauptnachteil von Ethanolkraftstoff besteht in seiner wesentlich
leichteren Entflammbarkeit. Daher sind Kraftstoffundichtigkeiten
unbedingt zu vermeiden. Aufgrund des niedrigeren Heizwerts von Ethanol
nimmt der Kraftstoffverbrauch um 70 Volumenprozent zu.
Die Kraftstoffsysteme für Ethanol- und Dieselmotoren unterscheiden sich
nur in den oben dargestellten Punkten. Daher gilt die
Funktionsbeschreibung für Kraftstoffsysteme auch für DSI9E-Motoren.
Arbeitsbeschreibung
Arbeitsbeschreibung
Kraftstoffsystem für Ethanol-Motor DSI9E
Für DSI9E Motoren gilt die Arbeitsbeschreibung für 9l Lkw- Motoren.
Ausnahme: Prüfen klemmender Pumpenelemente.
Reparaturarbeiten
Hinweis: Beim
Zerlegen und Zusammenbauen sind mit Ethanolkraftstoff in Berührung
kommende Teile zu reinigen und zu ölen. Dies dient als Korrosionsschutz.
Prüfen
Aufgrund der chemischen Eigenschaften von Ethanol und Schmieröl besteht
das Risiko von Ablagerungen an den Pumpenelementen. Diese können die
Leerlaufeigenschaften verschlechtern und/oder die Motorleistung
reduzieren. Um festzustellen, ob die Einspritzpumpe gewartet werden muß,
ist folgende Prüfung in den im Wartungsprogramm angegebenen
Zeitabständen durchzuführen.
Einspritzpumpe prüfen
Motor laufen lassen, bis die Motortemperatur mindestens 40 ˚C
beträgt.
Bereich um den Innensechskantstopfen auf dem Reglergehäuse reinigen.
Innensechskantstopfen vom Reglergehäuse abbauen. Im Reglergehäuse
zwischen Regler und Verstellhebel befindet sich eine Gelenkgabel.
Verstellhebel (1) von E-Gaszug/Fahrpedalzug (2) abbauen.
Verstellhebel (1) mehrmals in Richtung Leerlauf und anschließend in
Richtung Vollast verschieben. Mit der Hand Bewegung der Gelenkgabel
prüfen. Die Bewegung des Verstellhebels aus seinen Endstellungen ist
durch die Reglerfedern zeitverzögert spürbar. Eine direkte
Verbindung besteht nicht. Daher erfolgt die Bewegung nicht sofort.
Mindestens dreimal wiederholen. Nur wenn die Gelenkgabel sich nicht
bewegt, muß die Pumpe in einer Bosch Werkstatt instand gesetzt
werden. Bewegt sich die Gelenkgabel freigängig, Verstellhebel und
Innensechskantstopfen anbauen.
Dieses Heft beschreibt die EDC MS5. EDC ist eine Abkürzung für
Electronic Diesel Control (elektronische Dieselregelung).
Die elektronische Dieselregelung EDC MS5 regelt die Einspritzmenge und
den Einspritzbeginn. Die EDC MS5 ist bei Fahrzeugen mit Einspritzpumpe
eingebaut.
Weitere Informationen zum Kraftstoffsystem enthalten die folgenden
Servicehefte:
Kraftstoffsystem, Funktionsbeschreibung 03:01-01
Kraftstoffsystem, Arbeitsbeschreibung 03:01-02
Einspritzdüsen bei Reiheneinspritzpumpen, Funktions- und
Arbeitsbeschreibung
Die EDC MS5 regelt die Einspritzmenge. In bestimmten Fällen regelt
die EDC MS5 auch den Einspritzbeginn. Dadurch wird eine optimale
Verbrennung erreicht und der Schadstoffausstoß sowie der
Kraftstoffverbrauch gesenkt.
Das Steuergerät ist das "Gehirn" des Systems. Es verarbeitet die von
den System-Sensoren und -Komponenten empfangenen Informationen und
steuert außerdem bestimmte Steuergeräte anderer Systeme. Siehe
Abbildung.
Das Steuergerät verarbeitet die Informationen und sendet Signale zum
elektronischen Regler der Einspritzpumpe. Diese Signale steuern den
Einspritzvorgang.
Das EDC-System ermöglicht Funktionen wie Geschwindigkeitsregelung,
Hand- Drehzahlregelung, Drehzahlbegrenzung und Kaltstartprogramm.
Das EDC-Steuergerät ist das "Gehirn" des Systems. Die mit dem
Steuergerät kommunizierenden Komponenten sowie die Richtung des
Informationsflusses sind anhand der folgenden Abbildung erkennbar.
Der Regler der Einspritzpumpe ist in diesem Heft beschrieben. Eine
Beschreibung der Einspritzpumpe ist im Heft Kraftstoffsystem,
Funktionsbeschreibung 03:01-01 enthalten.
Das EDC-Steuergerät kommuniziert mit den folgenden Bauteilen des
Reglers der Einspritzpumpe.
Regelstangenstellungs-Sensor (einer).
Stellmagnet für die Einspritzmenge (einer).
Stellmagnet für den Einspritzbeginn bei 9l- und 14l-Motoren (einer).
Haupt-Drehzahlsensor (einer). Dieser ist nur bei Fahrzeugen mit
12l-Motor in den Regler integriert. Der Abschnitt ’Drehzahl-
Sensoren' enthält den Haupt- Drehzahlsensor bei Fahrzeugen mit 9l-
und 14l-Motoren.
Die obengenannten Bauteile beeinflussen die
2 1
118 430
Regler zur Regelung der Einspritzmenge
Einspritzpumpe
Stellung der Regelstange. Die Bauteile werden 2 1
im folgenden beschrieben.
118 429
Regler zur Regelung des Einspritzbeginns und der
Einspritzmenge
Einspritzpumpe
Regelstangenstellungs-Sensor
Der Regelstangenstellungs-Sensor erfaßt und signalisiert dem
EDC-Steuergerät die aktuelle Stellung der Regelstange.
Der Regelstangenstellungs-Sensor besteht aus einem Eisenkern, einer
Meßspule und einer Referenzspule.
Das Signal der Meßspule gibt Aufschluß über die Stellung der
Regelstange. Verändert sich die Position der Regelstange, so
verändert sich auch dieses Signal.
Durch das Signal der Referenzspule kann das Steuergerät externe
Faktoren, die das Signal der Meßspule beeinflussen, wie z. B. die
Temperatur, ausgleichen. Das Signal der Referenzspule wird durch die
Stellung der Regelstange nicht beeinflußt.
03_0573
Eisenkern
Meßspule
Regelstange
Referenzspule
2
Stellmagnet für Einspritzmenge
3
Der Stellmagnet drückt die Regelstange in
Richtung Vollaststellung. Der Stellmagnet 1
arbeitet gegen eine Rückstellfeder, die die
Regelstange zurückdrücken möchte.
Der Stellmagnet empfängt eine Spannung von
118 423
+24 V vom Versorgungsrelais und ist über die EDC-Steuergeräte-Pins 1
und 2 mit Masse verbunden.
Das Steuergerät beeinflußt den Strom durch den Stellmagneten und
steuert damit die
Regelstange.
Bei zunehmender Stromstärke wird die Regelstange in Richtung Vollast
bewegt, bei abnehmender Stromstärke ist es umgekehrt.
Ist der Stromkreis unterbrochen, wird die Regelstange durch die
Rückstellfeder in die Stop-Position gebracht.
Stellmagnet für Einspritzmenge
Rückstellfeder
Regelstange
Stellmagnet für Einspritzbeginn
Stellmagnete für den Einspritzbeginn sind nur in bestimmten Reglern
eingebaut. Die Hubschieber-Stellwelle wird in Richtung frühe
Förderung verstellt. Der Stellmagnet arbeitet gegen eine
Rückstellfeder, die die
Hubschieber-Stellwelle zurückdrücken möchte.
Der Stellmagnet empfängt eine Spannung von
+24 V vom Versorgungsrelais und ist über die EDC-Steuergeräte-Pins 3
und 4 mit Masse verbunden.
Das Steuergerät beeinflußt den Strom durch den Stellmagneten und
steuert damit die Hubschieber-Stellwelle. Bei zunehmender
Stromstärke wird die Hubschieber-Stellwelle in Richtung frühe
Förderung verstellt, bei abnehmender Stromstärke ist es umgekehrt.
Ist der Stromkreis unterbrochen, wird die Hubschieber-Stellwelle
durch die Rückstellfeder zurückgedrückt. Dies führt zu einer
Verstellung des Förderbeginns in Richtung spät.
3
1
2
118 422
Stellmagnet für Einspritzbeginn
Rückstellfeder
Hubschieber-Stellwelle
03_0799
Der Stellmagnet für den Einspritzbeginn verstellt die
Hubschieber-Stellwelle in Richtung frühe Förderung.
Haupt-Drehzahlsensor
Der Haupt-Drehzahlsensor tastet ein Impulsrad auf der Nockenwelle
der Einspritzpumpe ab.
Wenn das Steuergerät einen Fehler erkennt, wird der Fehlercode 12
erzeugt.
Hinweis: Der
Sensor ist von der Polarität abhängig, die Pins müssen deshalb wie
unten abgebildet angeschlossen werden.
Pin 21 — Signalspannung. Pin 13 — Masse
Weitere Informationen zu den Haupt- Drehzahlsensoren enthält der
Abschnitt 'Motordrehzahl-Sensoren'.
Haupt-Drehzahlsensor T74 Dieser Drehzahlsensor ist bei Fahrzeugen
mit 9l- und 14l-Motoren und EDC MS5 eingebaut.
Kommunikation zwischen Haupt- Drehzahlsensor und Reserve-
Drehzahlsensor.
Das EDC-System verwendet zwei Sensoren zur Messung der
Motordrehzahl: den Haupt- Drehzahlsensor und den Reserve-
Drehzahlsensor. Die Sensoren sind induktiv.
116 744
Aus Sicherheitsgründen reagiert das Steuergerät auf den Sensor, der
die höchste Motordrehzahl erfaßt.
Wenn das Steuergerät von einem der beiden Sensoren kein Signal
empfängt, wird das Motordrehmoment ebenfalls begrenzt. Sobald das
Signal wieder empfangen wird, funktioniert der Motor wieder normal.
Wenn von keinem Sensor ein Signal empfangen wird, kann der Motor
nicht gestartet werden, bei drehendem Motor wird der Motor
abgeschaltet.
Beide Sensoren werden auf der folgenden Seite ausführlicher
beschrieben.
Haupt-Drehzahlsensor T74 (Schwungrad)
Hinweis: Der
Haupt-Drehzahlsensor T74 ist nur bei Fahrzeugen mit 9l- oder
14l-Motoren eingebaut. Bei Fahrzeugen mit 12l-Motor ist er in den
Regler integriert. Dieser Haupt- Drehzahlsensor ist im Abschnitt
’Regler E15’ beschrieben.
Das Schwungrad ist am Rand mit Bohrungen versehen. Diese Bohrungen
werden vom Haupt-Drehzahlsensor abgetastet, und bei jeder Bohrung
sendet der Sensor einen Impuls zum EDC-Steuergerät. Das Steuergerät
berechnet anhand dieser Signale Kurbelwellenwinkel und
Motordrehzahl.
Das Steuergerät erfaßt die Spannung vom Haupt-Drehzahlsensor
zwischen den Pins 21 und 13.
Wenn das Steuergerät einen Fehler erkennt, wird der Fehlercode 12
erzeugt.
Hinweis: Der
Sensor ist von der Polarität abhängig, die Pins müssen deshalb wie
unten abgebildet angeschlossen werden.
Pin 21 — Signalspannung. Pin 13 — Masse.
Reserve-Drehzahlsensor T75
Der Reserve-Drehzahlsensor tastet die Zähne auf dem
Anlasser-Zahnkranz ab, wenn sich das Schwungrad dreht. Auf diese
Weise kann das Steuergerät ebenfalls die Motordrehzahl berechnen.
Das Steuergerät erfaßt die Spannung vom Reserve-Drehzahlsensor
zwischen den Pins 22 und 17.
Wenn das Steuergerät einen Fehler erkennt, wird der Fehlercode 13
erzeugt.
Hinweis: Der
Sensor ist von der Polarität abhängig, die Pins müssen deshalb wie
unten abgebildet angeschlossen werden.
Das Kraftstoffventil ist ein Magnetventil, das sich beim Einschalten
des Fahrstroms öffnet. Beim Entlüften des Kraftstoffsystems muß der
Fahrstrom daher eingeschaltet sein.
03_0800
Das Kraftstoffventil empfängt eine Spannung von +24 V vom
EDC-Steuergeräte-Pin 14 und ist am Fahrgestell an Masse
angeschlossen.
Eine ausführliche Beschreibung des Kraftstoffventils ist im Heft
Kraftstoffsystem, Funktionsbeschreibung 03:01-01 enthalten.
Der in die Einspritzdüse integrierte Nadelbewegungs-Sensor mißt den
Einspritzbeginn direkt an der Düse. Dies wird bei Motoren mit
variablem Förderbeginn eingesetzt. Nur eine Einspritzdüse (Zylinder
1) verfügt über einen Nadelbewegungs-Sensor.
Dabei handelt es sich um einen induktiven Sensor. Durch den Strom
vom Steuergerät wird am Sensor ein Magnetfeld erzeugt.
03_0779
Der Nadelbewegungs-Sensor empfängt Spannung vom EDC-Steuergeräte-Pin
32 und ist über Pin 17 nach Masse geschaltet.
Ladedruck- und Temperatur-Sensor können entweder zu einem Bauteil
zusammengefaßt sein (T47) oder aus zwei separaten Bauteilen (T31 und
T32) bestehen. Die Funktion der Sensoren bleibt davon unbeeinflußt.
Die Sensoren werden auf der folgenden Seite beschrieben.
456
107
T47 — kombinierter Ladedruck- und Temperatur-Sensor.
03_0768
T31 — Ladedruck-Sensor.
03_0769
T32 — Ladelufttemperatur-Sensor.
Ladedruck-Sensor, T47 oder T31
Der Ladedruck-Sensor mißt den Absolutdruck im Ansaugkrümmer, d. h.
den atmospärischen Druck plus den vom Turbolader erzeugten
Ladedruck.
Anhand dieser Signale verringert das EDC- Steuergerät die
Einspritzmenge, wenn der Ladedruck einen bestimmten Wert
unterschreitet. Je geringer der Druck, desto weniger Kraftstoff mißt
das Steuergerät der Einspritzpumpe zu. Dadurch wird Abgasrußen
vermieden.
Der Sensor empfängt eine Versorgungsspannung von +5 V vom EDC-
Steuergeräte-Pin 33 und ist über den Pin 13 nach Masse geschaltet.
Der Steuergeräte-Pin 36 empfängt die Signalspannung vom Sensor. Die
Signalspannung ist direkt proportional zum Ladedruck. Ein hoher
Ladedruck erzeugt eine hohe Spannung und umgekehrt.
Bei einem Signalfehler verwendet das Steuergerät einen
vorprogrammierten Druckwert und erzeugt den Fehlercode 16.
Zur Sicherheit wird das Motordrehmoment begrenzt.
Ladelufttemperatur-Sensor, T47 oder T32
Der Sensor für die Ladelufttemperatur erfaßt die Temperatur im
Ansaugkrümmer. Anhand dieses Signals paßt das EDC-Steuergerät die
Einspritzmenge so genau an, daß kein Abgasruß entsteht. Je wärmer
die Ladeluft, desto weniger Kraftstoff mißt das Steuergerät den
Pumpe/Düse-Elementen zu.
Der Sensor ist ein NTC-Sensor, dessen Widerstand von der Temperatur
abhängt. Bei steigender Temperatur nimmt der Widerstand im Sensor
ab.
Der Sensor ist über Pin 13 nach Masse geschaltet. Das Steuergerät
erfaßt die Spannung zwischen den Pins 13 und 55.
Liegt die Spannung außerhalb des Sollbereichs, verwendet das
Steuergerät einen vorprogrammierten Temperaturwert und erzeugt den
Fehlercode 15.
Der kalte Motor reagiert dann weniger spontan auf das Fahrpedal, da
der Weißrauchbegrenzer nicht mehr korrekt funktioniert.
Der Kühlmitteltemperatur-Sensor beeinflußt die Einspritzmenge beim
Motorstart.
Außerdem beeinflußt er die Leerlauf- und Höchstdrehzahl bei kaltem
Motor.
106132
Wenn der Kühlmitteltemperatur-Sensor beim Startversuch einen kalten
Motor erkennt (Kaltstart), geschieht folgendes: Wenn der Motor nicht
innerhalb von 2 Sekunden startet, wird die eingespritzte
Kraftstoffmenge langsam erhöht, bis der Motor startet.
Direkt nach einem Kaltstart wird zum Schutz des Motors die Drehzahl
auf 1000/min begrenzt und die Leerlaufdrehzahl auf 600/min
angehoben.
Die Dauer der Drehzahlbegrenzung hängt von der Kühlmitteltemperatur
ab:
Unter +10 °C 30 Sekunden
Über +20 °C 3 Sekunden
Die Leerlaufdrehzahl kehrt auf einen normalen Wert zurück, wenn die
Kühlmitteltemperatur 50 °C erreicht hat.
Der Kühlmitteltemperatur-Sensor ist über
Pin 13 nach Masse geschaltet. Das Steuergerät erfaßt die Spannung
zwischen den Pins 13 und 53.
Liegt die Spannung außerhalb des Sollbereichs, verwendet das
Steuergerät einen vorprogrammierten Temperaturwert und erzeugt den
Fehlercode 14.
Der Motor startet dann weniger leicht, der Leerlauf wird auf 600/min
angehoben und kann nicht eingestellt werden.
Die Anschlußbox am Motor verbindet die EDC-Motorbauteile mit der
Karosserie- Elektrik. Außerdem schützt die Box vor Schmutz und
mechanischer Beschädigung.
03_0780
Alle EDC-Komponenten am Motor sind mit kompatiblen Kabeln für die
Anschlußbox ausgerüstet.
Hinweis: Das
Gehäuse des Steuergeräts muß korrekt an Masse angeschlossen sein.
Der Entstörkondensator im Steuergerät funktioniert nur mit einer
perfekten Masseverbindung korrekt.
Bei Lkws ist das EDC-Steuergerät in der Zentral-Elektrikeinheit
untergebracht. Bei Bussen ist das EDC-Steuergerät in der linken
hinteren Ecke der Karosserie eingebaut.
Funktion des EDC-Steuergeräts
Das EDC-Steuergerät empfängt Informationen und verarbeitet diese zu
Signalen, die die Kraftstoffventile und den Regler der
Einspritzpumpe steuern.
Das Steuergerät enthält zwei Mikroprozessoren. Ein Prozessor wird
für die Berechnung der Einspritzmenge, der andere für die Berechnung
des Einspritzbeginns und der Fehlerdiagnose benötigt.
Die Fahrzeugelektrik arbeitet mit einer Systemspannung von +24 V und
verwendet das Fahrgestell als Masse.
Im Steuergerät wird die Spannung zur Versorgung der Sensoren und
anderen Bauteile auf 5 V vermindert. Diese Sensoren sind immer über
das Steuergerät nach Masse geschaltet.
Mit dem Scania Programmer kann das Steuergerät wie folgt
konfiguriert werden.
Begrenzte Hand-Drehzahlregelung einstellen.
Feste Motordrehzahl einstellen.
Die folgenden Funktionen der Drehzahlregelung einstellen, die bei
eingelegtem Gang verwendet werden sollen: Normale
Hand-Drehzahlregelung, Begrenzte Hand-Drehzahlregelung, Erhöhter
Leerlauf und Feste Motordrehzahl.
Höchstgeschwindigkeit einstellen.
Zweite Höchstgeschwindigkeit einstellen
Reglertyp einstellen (RQ oder RQV)
Leerlaufdrehzahl einstellen oder Leerlaufeinstelloption mit
Bedienteil der Geschwindigkeitsregelung wählen.
In der Arbeitsbeschreibung 03:02-02 EDC M5 für Einspritzpumpe ist
aufgeführt, welche obengenannten Optionen in den verschiedenen
Steuergeräten eingestellt werden können.
Bei jeder Konfiguration werden Datum und VCI-Identifikations-Nr. im
Steuergerät gespeichert. Dies entspricht einer Sicherheits-
Versiegelung.
Das EDC-Steuergerät ist mit den anderen EDC-Systemen im Fahrzeug
über einen
51 52
53 54 55
33 34
35 36 37
15 16
17 18 19
55-Pin-Stecker verbunden. Siehe Abbildung.
38 39
40
41 42 43
44
45
46
47 48 49
50
20 21
22
23 24 25
26
27
28
29 30 31
32
1
2
3
4
5
6
7
8
9 10 11
12
13
14
118217
EDC-Steuergerät mit 55-Pin-Anschluß.
Der Anschluß der Pins ist unten gezeigt.
Schaltet den Stellmagneten für die Einspritzmenge nach Masse.
Schaltet den Stellmagneten für die Einspritzmenge nach Masse.
Schaltet den Stellmagneten für Einspritzbeginn nach Masse.
Schaltet den Stellmagneten für Einspritzbeginn nach Masse.
Nicht belegt
Nicht belegt
Nicht belegt
Nicht belegt
Eingangsignal der Meßspule über die Stellung der Regelstange.
Eingangsignal der Referenzspule über die Stellung der
Regelstange.
Spannungsversorgung zum Regelstangenstellungs-Sensor.
Nicht belegt
Sensor-Masse.
14 +24 V Spannungsversorgung zum Kraftstoffventil.
15 +24 V Spannungsversorgung vom Versorgungsrelais zum Steuergerät
16 +24 V Spannungsversorgung vom Versorgungsrelais zum Steuergerät
Sensor-Masse.
Masseanschluß des Steuergeräts am Fahrgestell
Masseanschluß des Steuergeräts am Fahrgestell
20 +24 V Eingangssignal vom Diagnoseschalter +24 V Ausgangssignal
für die Aktivierung der Diagnose- und Warnleuchten
Eingangssignal vom Haupt- Drehzahlsensor
Eingangssignal vom Reserve- Drehzahlsensor
Eingangssignal für die begrenzte Hand- Drehzahlregelung und die
Funktion Feste Motordrehzahl. Die Funktion wird durch das
Schalten des Pin nach Masse eingeschaltet. Ist Pin B41
gleichzeitig an Masse angeschlossen, wird statt dessen die
Funktion Feste Motordrehzahl eingeschaltet.
Eingangssignal vom Bremspedalschalter 2. Das Steuergerät
interpretiert einen an Masse geschalteten Pin als betätigtes
Bremspedal.
Eingangssignal vom Schalter für Notabschaltung. Ein an Masse
geschalteter Pin führt zur Notabschaltung des Motors.
Eingangssignal vom Kupplungspedalschalter. Das Steuergerät
interpretiert einen an Masse geschalteten Pin als betätigtes
Kupplungspedal.
Eingangssignal vom Potentiometer im Fahrpedal-Sensor. Der Pin
empfängt eine Signalspannung von 0,25-4,00 V. Die Signalstärke
ist davon abhängig, wie stark das Fahrpedal betätigt wird.
Nicht belegt (Ausgangssignal für Motordrehzahl)
PWM-Signal. Ausgangssignal von Fahrpedalbetätigung.
CAN-Datenbus, L-Kabel
CAN-Datenbus, H-Kabel
Eingangssignal vom Nadelbewegungs- Sensor.
5 V Versorgungsspannung zum Ladedruck-Sensor.
Die Drehmomentbegrenzung 2 wird durch das Schalten des Pins nach
Masse aktiviert. Ist Pin 35 gleichzeitig an Masse angeschlossen,
wird statt dessen die Drehmomentbegrenzung 3 aktiviert.
Die Drehmomentbegrenzung 1 wird durch das Schalten des Pins nach
Masse aktiviert. Ist Pin 34 gleichzeitig an Masse angeschlossen,
wird statt dessen die Drehmomentbegrenzung 3 aktiviert.
Eingangssignal vom Ladedruck-Sensor Der Pin empfängt eine
Signalspannung von 0,33-4,66 V.
Nicht belegt
Nicht belegt
Eingangssignal vom Fahrpedalschalter. Wenn der Pin nach Masse
geschaltet wird, erkennt das Steuergerät dies als eine
Fahrpedalbetätigung.
Eingangssignal für die Abschaltung der Geschwindigkeitsregelung.
+24 V an Pin schaltet die Geschwindigkeitsregelung aus.
Eingangssignal für den erhöhten Leerlauf. Die Funktion Erhöhte
Leerlaufdrehzahl wird durch das Schalten des Pin nach Masse
aktiviert. Ist Pin 23 gleichzeitig an Masse angeschlossen, wird
die Funktion Feste Motordrehzahl eingeschaltet.
Eingangssignal für Leerlaufanforderung. +24 V an Pin schaltet
Leerlaufdrehzahl.
Eingangssignal vom Bremspedalschalter 1. Wenn der Masseanschluß
unterbrochen wird, erkennt das Steuergerät dies als eine
Bremspedalbetätigung.
Eingangssignal vom Bedienelement der Geschwindigkeitsregelung.
Das Steuergerät erfaßt die Spannung zwischen den Pins 44 und 13.
Bei Fahrzeugen ohne Geschwindigkeitsregelung wird der Pin an einen
Widerstand geschaltet. Das Steuergerät interpretiert die Spannung
zwischen Pin 44 und Pin 13 als aktivierte Geschwindigkeitsregelung.
45 +5 V Versorgungsspannung zum Potentiometer des Fahrpedal-Sensors
46 Ausgangssignal zur Aktivierung des Versorgungsrelais. Das Relais
wird über den Pin nach Masse geschaltet.
47 +24 V Eingangssignal vom Zündschloß (Schlüssel in Fahrtstellung)
Diagnosekabel K
Diagnose-Kabel L
Nicht angeschlossen. (Eingangssignal für
Geschwindigkeitsbegrenzung 2. Durch eine Spannung von +24 V an
den Pin wird die Geschwindigkeitsbegrenzung 2 aktiviert).
Eingangssignal für die Fahrgeschwindigkeit vom Fahrtenschreiber
(Ausgang D3).
Nicht belegt. (PWM-Signal. Eingangssignal für Motorregelung).
Eingangssignal vom Kühlmitteltemperatur-Sensor. Das Steuergerät
erfaßt die Spannung (0,44-4,94 V) zwischen den Pins 53 und 13.
Nicht belegt
Eingangssignal vom Ladelufttemperatur-Sensor. Das Steuergerät
erfaßt die Spannung (0,44-4,94 V) zwischen den Pins 55 und 13.
Das Versorgungsrelais ist der Hauptschalter des EDC-Systems. Das
Versorgungsrelais versorgt das EDC-Steuergerät mit Spannung. Das
Steuergerät steuert das Relais und damit das System. Wenn das Relais
öffnet, ist der Motor abgeschaltet.
Bei eingeschaltetem Fahrstrom wird der Steuergeräte-Pin 47 mit der
Batteriespannung von +24 V versorgt. Das Steuergerät schaltet dann
Pin 46 nach Masse, das Versorgungsrelais schließt, und das
Steuergerät wird mit +24 V an
Der Fahrpedal-Sensor besteht aus den folgenden drei Bauteilen:
Potentiometer
Fahrpedalschalter
Kick-Down-Schalter
Das Potentiometer signalisiert dem EDC-Steuergerät die
Fahrpedalstellung. Das Potentiometer empfängt eine
Versorgungsspannung von ca. +5 V vom
Steuergeräte-Pin 45 und wird dann am Pin 17 nach Masse geschaltet.
Der Sensor sendet eine Signalspannung an den Steuergeräte-Pin 27.
Die Spannung ist von der Fahrpedalstellung abhängig. Eine Spannung
von 2,7 V signalisiert dem Steuergerät Vollast. Eine Spannung von
mehr als 2,7 V erzeugt keine höhere
Motorleistung.
Der Fahrpedalschalter signalisiert dem Steuergeräte-Pin 39, ob das
Fahrpedal betätigt wird oder nicht. In der Ruhestellung des Pedals
ist der Fahrpedalschalter offen. Dies wird vom Steuergerät als
Leerlauf-Anforderung interpretiert. Sobald das Pedal niedergetreten
wird, schließt der Fahrpedalschalter, und der Steuergeräte-Pin 39
wird nach Masse geschaltet.
Der Kick-Down-Schalter wird aktiviert, wenn das Fahrpedal über die
Vollaststellung hinaus niedergetreten wird. Das Signal vom Kick-
Down-Schalter wird allerdings nicht vom EDC-System verwendet, Das
Signal kann von anderen Systemen genutzt werden — z. B. Opticruise
und Automatikgetriebe.
Durch das Betätigen des Bedienteils der Geschwindigkeitsregelung
wird dem EDC-Steuergerät die gewünschte Fahrgeschwindigkeit
signalisiert. Das
Steuergerät empfängt vom Fahrtenschreiber ständig Signale über die
Fahrgeschwindigkeit.
Das Bedienteil der Geschwindigkeitsregelung dient außerdem zum
Einstellen der Leerlaufdrehzahl oder der Motordrehzahlfunktionen.
Das Bedienteil der Geschwindigkeitsregelung hat die folgenden fünf
Funktionen:
ON (Ein)
OFF (Aus)
ACC (engl. Accelerate - Beschleunigen)
RET (engl. Retard - Verzögern)
RES (engl. Resume - vorherige Geschwindigkeit wieder aufnehmen)
Bedienteil und Steuergerät sind durch zwei Kabel verbunden. Diese
Kabel sind an den Steuergeräte-Pins 13 und 44 angeschlossen. Jede
Funktion erzeugt eine bestimmte Signalspannung (siehe Abb.), die vom
Steuergerät an den Pins abgenommen wird.
03_0767
U
(volt)
5
4
RET
3
RES
2
ACC
1
0
OFF ON
Diese Spannungen werden erzeugt, weil sich der Widerstand in den
Stromkreisen je nach gewählter Funktion ändert.
Das Bedienteil empfängt eine Versorgungsspannung von ca. +5 V vom
Steuergeräte-Pin 44 und wird über den Pin 13 nach Masse geschaltet.
Die zwei Bremspedalschalter signalisieren die Betätigung des
Bremspedals. In Bussen sind die Schalter in einem Bauteil
zusammengefaßt und mit B1 gekennzeichnet. In Lkws werden die
Schalter mit B1 und B34 gekennzeichnet. Die Schalter sind so
ausgelegt, daß beim Betätigen des Pedal ein Schalter schließt und
der andere öffnet. Beide Schalter werden gleichzeitig, d. h. am
Anfang des Pedalwegs, betätigt.
Der beim Betätigen öffnende Schalter ist der Bremspedalschalter 1,
der schließende Schalter ist der Bremspedalschalter 2.
Der Bremspedalschalter 1 ist zwischen EDC- Steuergeräte-Pin 43 und
Masse geschaltet.
Beim Betätigen des Bremspedals wird der Masseanschluß von Pin 43
unterbrochen.
Der Bremspedalschalter 2 ist zwischen Steuergeräte-Pin 24 und Masse
angeschlossen. Beim Betätigen des Pedals wird Pin 24 nach Masse
geschaltet.
Pedale, Lkw
1
2
116 249
Bremspedalschalter 1
Bremspedalschalter 2
Bremspedal und Betriebsbremsventil, Bus
1
116 385
1 Betriebsbremsventil
mit Bremspedalschaltern 1 und 2
Der Kupplungspedalschalter signalisiert die Betätigung des
Kupplungspedals.
Der Schalter ist zwischen EDC-Steuergeräte- Pin 26 und Masse
angeschlossen. Beim Betätigen des Pedals schließt der Schalter und
schaltet Pin 26 nach Masse.
Pedale, Lkw
1
116 250
1 Kupplungspedalschalter
Kupplungspedal und Schalter sind bei Lkw und Bussen gleich.
EDC-Steuergerät die Fahrgeschwindigkeit. Das
Fahrgeschwindigkeitssignal ist Voraussetzung für bestimmte
Funktionen wie Geschwindigkeitsregelung, Geschwindigkeitsbegrenzung
und Drehzahlregelung.
17_0121
Wenn das Steuergerät kein Signal vom Fahrtenschreiber erhält,
verwendet es den vorprogrammierten Ersatzwert von 15 km/h.
Das Fahrgeschwindigkeitssignal wird an den Steuergeräte-Pin 51
gesendet.
Die EDC-Warnleuchte leuchtet beim Einschalten des Fahrstroms und
beim Abschalten des Motors einige Sekunden auf.
Beim Einschalten des Fahrstroms leuchtet die Warnleuchte einige
Sekunden auf, damit ihre Funktion geprüft werden kann.
Beim Abschalten des Motors leuchtet die Warnleuchte auf, während das
EDC- Steuergerät eine Funktionsprüfung des EDC- Systems durchführt.
Nach Abschluß der Prüfung öffnet das Versorgungsrelais und die
Warnleuchte erlischt. Möglicherweise blinkt die Warnleuchte auch
während der Funktionsprüfung, dies ist kein Fehler.
06 448
1 2 EDC
EDC-Warnleuchte (Lkw)W27
STOP
s
15
Bei drehendem Motor soll die Warnleuchte nicht leuchten. Sie
leuchtet auf, wenn ein Fehler im EDC-System vorliegt.
Die Warnleuchte empfängt +24 V vom Steuergeräte-Pin 20 und ist am
Fahrgestell an Masse angeschlossen.
Mit dem Diagnoseschalter können im EDC- Steuergerät gespeicherte
Fehlercodes ausgelesen werden. Die Fehlercodes werden von der
Leuchte ausgegeben. Der Schalter dient auch zum Löschen von
Fehlercodes.
Der Schalter ist zwischen +24 V Batteriespannung und
Steuergeräte-Pin 20 angeschlossen. Der Druckschalter schließt beim
Drücken.
Die Diagnoseleuchte empfängt +24 V vom Steuergeräte-Pin 20 und ist
am Fahrgestell an Masse angeschlossen.
Durch Drücken des Schalters wird die Leuchte mit Spannung versorgt.
Der Abschnitt Warnsystem enthält weitere Informationen über den
Diagnoseschalter, z. B. das Auslesen von Fehlercodes.
Die Diagnoseleuchte ist mit der EDC- Warnleuchte parallel
geschaltet, weshalb beide Leuchten stets miteinander aufleuchten.
Manche Busse verfügen über einen separaten Schalter für die Funktion
Feste Motordrehzahl. Siehe Abbildung.
Im stationären Betrieb kann die Motordrehzahl kurzfristig durch den
Schalter angehoben werden. Dabei muß sich das Getriebe in
Leerlaufstellung befinden und die Feststellbremse betätigt sein.
Die Funktion kann durch Betätigen des Bremspedals oder ggf. durch
Betätigen des Kupplungspedals, der Abgasbremse oder des Retarders
ausgeschaltet werden.
Mit dem Scania Programmer kann die Feste Motordrehzahl neu
programmiert werden. Weitere Informationen zu dieser Funktion
enthält der Abschnitt Feste Motordrehzahl.
Die Notabschaltung ermöglicht ein schnelles Abschalten des Motors in
Notfällen wie z. B. bei einem Unfall oder beim Kranbetrieb.
Beim Betätigen der Notabschaltung wird bei stehendem Fahrzeug der
Motor sofort abgeschaltet. Während der Fahrt wird der Motor auf
Leerlaufdrehzahl gedrosselt, aber nicht abgeschaltet. Dies
gewährleistet die weitere Funktion von z. B. der Servolenkung.
Die Notabschaltung wird durch das Schalten des Steuergeräte-Pins 25
nach Masse aktiviert. Die Notabschaltung ist werksseitig
eingestellt, siehe Arbeitsbeschreibung 03:02-02,
EDC MS5 für die Einspritzpumpe.
In Bussen ist der Stop-Schalter im Motorraum in der
Zentral-Elektrikeinheit an Pin 25 angeschlossen.
Bei Steuergeräten, die bis April 1996 gebaut wurden, wird beim
Betätigen der Notabschaltung der Fehlercode 37 erzeugt.
EDC
25
118 224
Die Notabschaltung wird durch Schalten von Pin 25 nach Masse
aktiviert.
Die Drehzahlregelung umfaßt vier verschiedene Funktionen. Diese sind
wie folgt definiert:
Normale Hand-Drehzahlregelung, mod 0 Begrenzte
Hand-Drehzahlregelung, mod 1 Erhöhte Leerlaufdrehzahl, mod 2
Feste Motordrehzahl, mod 3
Normalerweise wird die Funktion Normale Hand-Drehzahlregelung
benutzt. Die Drehzahl ist dabei nicht begrenzt.
Die übrigen Motordrehzahl-Funktionen werden aktiviert, indem die
EDC-Steuergeräte-Pins 23 und 41 in verschiedenen Kombinationen an
Masse geschaltet werden.
Die Funktionen können aktiviert werden, indem die Pins eines
Steckers in der Zentral- Elektrikeinheit an Masse geschaltet werden.
Siehe Arbeitsbeschreibung 03:02-02,
EDC MS5 für die Einspritzpumpe.
Zusätzliche elektrische System können so angeschlossen werden, daß
bei der Benutzung dieses Systems die korrekte Funktion automatisch
aktiviert wird.
Werden mehrere Funktionen benutzt, können die Steuergeräte-Pins über
einen Schalter in verschiedenen Kombinationen an Masse geschaltet
werden. Weitere Informationen hierzu enthält die Arbeitsbeschreibung
03:02-02, EDC MS5 für die Einspritzpumpe.
Die Reaktion des Motors auf die verschiedenen Funktionen wird im
folgenden beschrieben.
EDC
23 41
118 220
Die Funktion wird durch — verschiedene Kombinationen — von
Masseschlüssen der EDC-Steuergeräte-Pins 23 und 41 aktiviert.
Normale Hand-Drehzahlregelung (mod 0)
Bei der normalen Hand-Drehzahlregelung dreht der Motor mit der am
Bedienteil der Geschwindigkeitsregelung eingestellten Drehzahl. Die
Funktion funktioniert ähnlich wie die Geschwindigkeitsregelung
während der Fahrt — nur wird anstelle der Fahrgeschwindigkeit die
Motordrehzahl geregelt.
Dabei sind Motordrehzahlen zwischen 500 und 2000/min möglich.
Um die gewählte Drehzahl aufrecht zu erhalten, verarbeitet das
EDC-Steuergerät zuerst die Signale von den Drehzahl-Sensoren und
regelt dann entsprechend die Kraftstoffeinspritzung.
Folgende Bedingungen müssen erfüllt sein, damit die Funktion
aktiviert werden kann:
EDC
23 41
118 220
Die EDC-Steuergeräte-Pins 23 und 41 dürfen nicht an Masse geschaltet
sein.
Das Bedienteil der Geschwindigkeitsregelung muß sich in Stellung ON
befinden.
Die Fahrgeschwindigkeit darf 10 km/h nicht überschreiten.
Gewünschte Drehzahl wählen
RES drücken, der Motor dreht dann mit der zuletzt eingestellten
Drehzahl.
Durch Drücken von ACC oder RET die gewünschte neue Drehzahl
einstellen.
Dann RES mindestens 3 Sekunden drücken, die eingestellte Drehzahl
wird gespeichert.
Leerlaufdrehzahl ändern
OFF drücken oder
Brems- oder Kupplungspedal betätigen oder
Abgasbremse oder Retarder einschalten.
Begrenzte Hand-Drehzahlregelung (mod 1)
Mit der begrenzten Hand-Drehzahlregelung wird eine Motordrehzahl und
ein Motordrehmoment eingestellt, das der Motor dann nicht
überschreitet. Die Höchstwerte sind innerhalb der folgenden Bereiche
einstellbar:
• 700—2000/min
mindestens 200 Nm, maximal Höchstdrehmoment des Motors
Dies schützt beispielsweise an den Nebenantrieb angeschlossene
Einheiten vor Überlastung.
Die oben beschriebenen Eigenschaften werden mit dem Scania
Programmer eingestellt. Mit dem Scania Programmer kann auch
eingestellt werden, ob das Fahrpedal während des Betriebs mit der
begrenzten Hand-Drehzahlregelung in Funktion ist oder nicht.
Folgende Bedingungen müssen erfüllt sein, damit die Funktion
aktiviert werden kann:
Das Bedienteil der Geschwindigkeitsregelung muß sich in Stellung ON
befinden.
Die Fahrgeschwindigkeit darf 10 km/h nicht überschreiten.
Höchstgrenze für Drehzahl und Drehmoment einstellen
Höchstdrehzahl und Höchstdrehmoment im Scania Programmer einstellen.
Höchstdrehzahl und Höchstdrehmoment aktivieren
WICHTIG! Wird
die Drehzahlbegrenzung mit dem Scania Programmer verringert und der
Pin wie unten gezeigt an Masse geschaltet, erhöht sich die
Motordrehzahl dennoch auf den zuvor eingestellten Wert. Die Drehzahl
kann daher den mit dem Scania Programmer eingestellten Maximalwert.
Vor dem Einsatz dieser Funktion, muß daher stets geprüft werden, ob
die Funktion bereits aktiviert ist. Pin wie folgt an Masse schalten.
ACC und anschließend RES drei Sekunden drücken und Höchstdrehzahl
mit dem Scania Programmer einstellen.
EDC
23 41
118 222
Pin 23 an Masse schalten und sicherstellen, daß Pin 41 nicht an
Masse geschaltet ist.
Drehzahl unterhalb der Höchstdrehzahl einstellen
Durch Drücken von ACC oder RET die gewünschte neue Drehzahl
einstellen.
Dann RES mindestens 3 Sekunden drücken, die eingestellte Drehzahl
wird gespeichert.
Erhöhte Leerlaufdrehzahl (mod 2)
Mit der Funktion Erhöhte Leerlaufdrehzahl wird eine Motordrehzahl
eingestellt, die der Motor dann nicht unterschreitet. Dadurch kann
z. B. Luftdruck aufgebaut oder der Motor aufgewärmt werden. Die
Funktion ist auch bei Fahrzeugen mit Zementmischer sinnvoll.
Die untere Drehzahl wird am Bedienteil der Geschwindigkeitsregelung
zwischen 500 und 800/min eingestellt.
Folgende Bedingungen müssen erfüllt sein, damit die Funktion
aktiviert werden kann:
Das Bedienteil der Geschwindigkeitsregelung muß sich in Stellung ON
befinden.
Mindestdrehzahl einstellen
EDC
23 41
118 222
Sicherstellen, daß der EDC-Steuergeräte- Pin 23 keinen Masseschluß
hat, dann Pin 41 nach Masse schalten. Die zuvor eingestellte
Motordrehzahl wird nun nicht mehr unterschritten.
Motor im Leerlauf drehen lassen und durch Drücken von ACC oder RET
eine neue Mindestdrehzahl einstellen.
Dann RES mindestens 3 Sekunden drücken, die eingestellte Drehzahl
wird gespeichert.
Auf normale Leerlaufdrehzahl zurückstellen
OFF drücken oder Pin 41 von Masse trennen.
Mindestdrehzahl wieder aktivieren
Ist Pin 41 bereits an Masse geschaltet, muß nur ON gedrückt werden
und danach RES.
Ist Pin 41 nicht an Masse geschaltet, muß dieser jetzt nur an Masse
gelegt werden.
Feste Motordrehzahl (mod 3)
Mit dem Scania Programmer können bei der Funktion Feste
Motordrehzahl die folgenden zwei Grenzwerte eingestellt werden.
Ein Höchstdrehmoment. Das Drehmoment kann auf einen Wert zwischen
200 und 2000 Nm eingestellt werden.
Eine einzuhaltende Drehzahl. Dabei sind Motordrehzahlen zwischen 600
und 2000/min möglich.
Wenn diese Funktionen aktiv sind, ist eine Steuerung der Drehzahl
mit dem Fahrpedal oder dem Bedienteil der Geschwindigkeitsregelung
nicht mehr möglich. Diese Funktion ist für Anwendungen sinnvoll, die
eine hohe Präzision erfordern, z. B. beim Betrieb eines Krans mit
langem Ausleger.
Folgende Bedingungen müssen erfüllt sein, damit die Funktion
aktiviert werden kann:
Die Fahrgeschwindigkeit darf 10 km/h nicht überschreiten.
Drehzahl und Höchstdrehmoment einstellen
Drehzahl und Höchstdrehmoment im Scania Programmer einstellen.
Drehzahl und Höchstdrehmoment aktivieren
EDC
23 41
118 223
EDC-Steuergeräte-Pins 23 and 41 nach Masse schalten.
Leerlaufdrehzahl ändern,
Brems- oder Kupplungspedal betätigen, oder
Abgasbremse oder Retarder einschalten.
Grenzwerte wieder aktivieren
Masseverbindung zu den EDC-Steuergeräte- Pins 23 und 41 unterbrechen
und erneut an Masse schalten.
Überblick über die Motordrehzahlregelung
Abschaltkriterien
Mod 0
Mod 1
Mod 2
Mod 3
Abgeschaltet
Ja
Ja
Ja
Nein
>10 km/h
Ja
Ja
Nein
Ja
Bremspedal
Ja
Ja
Nein
Ja
Abgasbremse
Ja
Ja
Nein
Ja
Retarder
Ja
Ja
Nein
Ja
Kupplungspedal
Ja
Ja
Nein
Ja
Notabschaltung
Ja
Ja
Ja
Ja
Aktivierung der Motordrehzahlregelung
Mod 0 Mod 1 Mod 2 Mod 3
ACC, RET oder RES Ja Ja Ja Nein
Motordrehzahl speichern
Mod 0
Mod 1
Mod 2
Mod 3
RES für 3 Sekunden
Ja
Ja
Ja
Nein
Scania Programmer
Nein
Nein
Nein
Ja
Motordrehzahlbereich: 500-800/min
500—2000
500—2000
500—800
600—2000
Einstellung mit dem Scania Programmer
Mod 0
Mod 1
Mod 2
Mod 3
Höchstdrehzahl
Nein
Ja
Nein
Ja
Maximales Drehmoment
Nein
Ja
Nein
Ja
Kann das Fahrpedal bei aktiver Drehzahlregelung benutzt
werden?
Nein
Ja
Nein
Nein
Kann die Drehzahlregelung bei eingelegtem Gang benutzt
werden?
Die Drehmomentbegrenzung umfaßt vier Funktionen. Diese Funktionen
sind wie folgt definiert:
Keine Drehmomentbegrenzung, mod 0 Drehmomentbegrenzung 1, mod 1
Drehmomentbegrenzung 2, mod 2
Drehmomentbegrenzung 3, mod 3
Normalerweise wird die Funktion Keine Drehmomentbegrenzung
verwendet. Das Motordrehmoment ist dabei nicht begrenzt.
Die übrigen Funktionen werden aktiviert, indem die
EDC-Steuergeräte-Pins 34 und 35 in verschiedenen Kombinationen an
Masse geschaltet werden.
Der Anschluß der Funktionen ist werksseitig vorbereitet. Weitere
Informationen zur Aktivierung der Funktionen enthält die
Arbeitsbeschreibung EDC MS5 für die Einspritzpumpe. Die Reaktion des
Motors auf die verschiedenen Funktionen wird im folgenden
beschrieben.
EDC
34 35
118 225
Die Funktion wird durch — verschiedene Kombinationen — von
Masseschlüssen der EDC-Steuergeräte-Pins 34 und 35 aktiviert.
Keine Drehmomentbegrenzung (mod 0)
Wenn die Funktion Keine Drehmomentbegrenzung geschaltet ist,
verläuft die Drehmomentkurve des Motors ohne Einschränkungen.
Nm
107 460
r/min
Der Motor verhält sich entsprechend der Drehmomentkurve 'Keine
Drehmomentbegrenzung (0)', wenn die EDC- Steuergeräte-Pins 34 und 35
nicht an Masse angeschlossen sind.
Drehmomentbegrenzung 1 (mod 1)
Wenn die Funktion Drehmomentbegrenzung 1 aktiviert ist, wird die
Drehmomentkurve normalerweise verschoben. Der Drehmomentverlauf
vermittelt dann das Gefühl, daß das Drehmoment bei abnehmender
Drehzahl ansteigt, z. B. beim Fahren am Berg.
Nm
EDC
34 35
118 225
118 226
Der Motor verhält sich entsprechend der Drehmomentkurve
'Drehmomentbegrenzung (1)', wenn der EDC-Steuergeräte-Pin 34 nicht
an Masse angeschlossen ist, während Pin 35 an Masse angeschlossen
ist.
EDC
34 35
Drehmomentbegrenzung 2 (mod 2)
Die Funktion Drehmomentbegrenzung 2 begrenzt das Drehmoment im
Drehzahlbereich bis 1000/min auf 700 Nm. Bei höheren Drehzahlen wird
die Drehmomentgrenze etwas gesenkt.
Nm
107 387
r/min
Die Funktion wird bei Fahrzeugen mit Anfahrwandler und
Schaltgetriebe verwendet. Die Funktion ist so geschaltet, daß sie
bei betätigtem Kupplungspedal aktiv ist. Dadurch soll ein Überhitzen
der Kupplung verhindert werden.
118 227
118 228
Der Motor verhält sich entsprechend der Drehmomentkurve
'Drehmomentbegrenzung (2)', wenn der EDC-Steuergeräte-Pin 34 an
Masse angeschlossen ist, während Pin 35 nicht an Masse angeschlossen
ist.
Drehmomentbegrenzung 3 (mod 3)
Die Funktion Drehmomentbegrenzung 3 bewirkt eine steil abfallende
Drehmomentkurve. Ab einer Drehzahl von 1000/min sinkt das Drehmoment
und wird bei 1400/min vollständig zurückgenommen. Diese Funktion
kann als Alternative zur Funktion Begrenzte Hand-Drehzahlregelung
verwendet werden, um z. B. die Überlastung eines Nebenabtriebs zu
verhindern.
Nm
107 388
r/min
EDC
34 35
Der Motor verhält sich entsprechend der Drehmomentkurve
'Drehmomentbegrenzung (3)', wenn die EDC-Steuergeräte-Pins 34 und 35
an Masse angeschlossen sind.
Hinweis: Schalter
auf OFF stellen, wenn die Geschwindigkeitsregelung nicht verwendet wird.
Steht der Schalter auf ON, kann die
Geschwindigkeitsregelung versehentlich eingeschaltet werden.
03_0767
Funktionen der Geschwindigkeitsregelung:
ON Eingeschaltet
Schalter der Geschwindigkeitsregelung.
Abgesch
altet
Ausgeschaltet
Schalter in Richtung OFF drücken (federgespannte Position).
ACC Beschleunigen (von "Accelerate") RET Verzögern (von "Retard")
RES Wiederaufnahme der vorherigen Geschwindigkeit
Einschalten
Um die Geschwindigkeitsregelung zu aktivieren, muß die
Fahrgeschwindigkeit mindestens 20—35 km/h betragen (je nach Motortyp
unterschiedlich).
Schalter auf ON stellen.
Mit der gewünschten Geschwindigkeit fahren. Um die
Geschwindigkeitsregelung zu aktivieren, ACC oder RET drücken und
Fahrpedal lösen.
Einstellen der Fahrgeschwindigkeit
Eingestellte Fahrgeschwindigkeit mit ACC oder RET ändern. Bei
Erreichen der gewünschten Geschwindigkeit ACC/RET loslassen.
Durch einmaliges Drücken und Loslassen kann die Fahrgeschwindigkeit
in Stufen von 1 km/h geändert werden. Dies kann höchstens fünfmal in
Folge durchgeführt werden.
Ausschalten
Die Geschwindigkeitsregelung kann folgendermaßen ausgeschaltet
werden.
Retarder oder Abgasbremse
Bremspedal
Kupplungspedal
Fahrpedal — mindestens 30 Sekunden lang höhere Fahrgeschwindigkeit
als der eingestellte Wert
Wiederaufnahme der vorherigen Geschwindigkeit
Nach Bremsvorgängen kann durch Drücken der Taste RES schnell die
vorherige Geschwindigkeit wieder aufgenommen werden.
Die eingestellte Geschwindigkeit bleibt so lange aktiv, bis der
Motor ausgeschaltet oder eine neue Geschwindigkeit eingestellt wird.
Es können zwei verschiedene Geschwindigkeitsbegrenzungen
programmiert werden: Höchstgeschwindigkeit und
Geschwindigkeitsbegrenzung 2. Beide Begrenzungen werden mit dem
Scania Programmer programmiert.
Die zwei Begrenzungen werden im folgenden näher erläutert.
Höchstgeschwindigkeit
Das Steuergerät empfängt vom Fahrtenschreiber ständig Signale über
die Fahrgeschwindigkeit. Beim Erreichen der Höchstgeschwindigkeit
begrenzt das Steuergerät die Motorlast und verhindert so ein
Überschreiten der programmierten Geschwindigkeit.
Beim Fahren mit Höchstgeschwindigkeit kann die Motordrehzahl bei
betätigtem Kupplungspedal kurzfristig erhöht werden.
Dadurch wird das Herunterschalten während der Benutzung der
Motorbremse vereinfacht.
Geschwindigkeitsbegrenzung 2
Mit der Funktion Geschwindigkeits- begrenzung 2 kann mit dem Scania
Programmer eine Geschwindigkeitsgrenze programmiert werden, die
unter der Höchstgeschwindigkeit liegt. Diese niedrigere
Geschwindigkeitsbegrenzung ist z. B. bei Müllsammelfahrzeugen mit
außenliegender Plattform sinnvoll. Die Geschwindigkeits- begrenzung
2 wird aktiviert, wenn eine Person auf der Plattform mitfährt.
Bei neuen EDC-Steuergeräten ist die Geschwindigkeitsbegrenzung 2 auf
einen Standardwert von 70 km/h programmiert.
Die Funktion Geschwindigkeitsbegrenzung 2 wird aktiviert durch
Anlegen einer Spannung von +24 V an Pin 50 des EDC-Steuergeräts.
Die Leerlaufdrehzahl läßt sich zwischen 500 und 700/min einstellen.
Die Einstellung kann über das Bedienteil der Geschwindigkeits-
regelung erfolgen. Ist das Fahrzeug nicht mit einem Bedienteil für
die Geschwindigkeits- regelung ausgestattet, kann die Einstellung
der Leerlaufdrehzahl mit dem Scania Programmer oder durch die
Herstellung eines Hilfskabels erfolgen. Siehe Arbeitsbeschreibung
03:02-02, EDC MS5 für die Einspritzpumpe.
Reglertyp
Es gibt zwei Typen von Reglern:
RQ und RQV. Bei der Auswahl des Reglertyps muß unterschieden werden,
ob das EDC- Steuergerät Signale vom Fahrpedal verwenden soll. Die
Unterschiede zwischen den Reglern RQ und RQV werden im folgenden
beschrieben.
RQV = Das Fahrpedal fordert eine bestimmte Drehzahl an. Der Typ RQV
wird in den meisten Fahrzeugen verwendet und ist bei
Ersatzteil-Steuergeräten vorprogrammiert.
RQ = Das Fahrpedal fordert eine bestimmtes Drehmoment an. Der Typ RQ
wird in Busse mit Automatikgetriebe eingebaut. Neue Steuergeräte
müssen für den Reglertyp RQ umprogrammiert werden.
Der Reglertyp RQ sorgt in Verbindung mit Opticruise bei geringer
Motorlast für weichere Gangwechsel.
Der Reglertyp wird mit dem Scania Programmer im Steuergerät
programmiert.
Wenn im EDC-System ein Fehler auftritt, führt das EDC-Steuergerät
eine oder mehrere der folgenden Maßnahmen durch.
Die EDC-Warnleuchte leuchtet auf. Die Leuchte erlischt, wenn der
Fehler nicht mehr auftritt. In manchen Fällen erlischt die Leuchte
erst nach Aus- und Einschalten des Fahrstroms.
Funktionen wie Geschwindigkeitsregelung und Hand-Drehzahlregelung
werden abgeschaltet.
Das Drehmoment wird begrenzt.
Im Leerlauf dreht der Motor mit einer etwas erhöhten Drehzahl.
1 2
EDC-Warnleuchte (Lkw)
1 2
106 448
EDC
STOP
s
15
10 20
Der Motor wird abgeschaltet.
Das Steuergerät führt die o. g. Maßnahmen durch, um teure Schäden
oder im schlimmsten Fall eine unkontrollierte Drehzahlregelung des
Motors zu verhindern.
1/2
0 1
6
0 12
1
80 100
40 120
6
0 12
2
5 25
r/min x 100
0 30
Wenn der Motor nicht abgeschaltet wird, kann das Fahrzeug oft noch
bis zu nächsten Werkstatt gefahren werden. Dabei ist zu beachten,
daß das System dann mit engeren Sicherheitsbereichen arbeitet, wobei
besonders auf die verringerte Motorleistung zu achten ist.
Bei jedem Abschalten des Motors führt das EDC-Steuergerät eine
Funktionsprüfung des EDC-Systems durch. Während dieses Abschalttests
leuchtet die Warnleuchte. Am Ende des Tests geschieht folgendes: Das
Versorgungsrelais öffnet, die Leuchte erlischt, und die
Stromversorgung zum Steuergerät ist unterbrochen.
Wenn das Steuergerät beim Abschalttest einen Fehler feststellt,
leuchtet die Warnleuchte beim nächsten Motorstart auf, auch dann,
wenn der Fehler nicht mehr vorliegt. Die Warnleuchte erlischt erst,
wenn das Steuergerät einen Abschalttest ohne Fehler durchgeführt
hat.
Wenn das Steuergerät einen Fehler erkennt oder einen anormalen
Zustand feststellt, wird ein Fehlercode erzeugt. Das Warnsystem kann
ca. 30 Fehlercodes erzeugen.
Blinkcodes
Die Fehlercodes werden von der Diagnoseleuchte als Blinkcodes
ausgegeben. Die zuerst ausgegebenen langen Blinksignale von 1
Sekunde Dauer stellen die Zehnereinheiten dar. Die danach
ausgegebenen kurzen Blinksignale von 0,3 Sekunden Dauer stellen die
Einereinheiten dar.
Das Beispiel rechts zeigt den Fehlercode 25.
Ein einzelnes langes Blinksignal von 4 Sekunden Dauer zeigt an, daß
keine Fehlercodes gespeichert sind.
Das EDC-Steuergerät verfügt über genügend Kapazität zum Speichern
von 10 Codes. Die Fehlercodes werden nach ihrer Priorität abgelegt.
Ist der Fehlercodespeicher ausgelastet, bleiben Fehlercodes mit
hoher Priorität gespeichert, während die Codes mit niedriger
Priorität gelöscht werden können.
Dabei werden die Fehlercodes an zwei verschiedenen Stellen im
Steuergerät gespeichert. Die von der Diagnoseleuchte ausgegebenen
Fehlercodes können über den Diagnoseschalter gelöscht werden.
Im zweiten Speicher des Steuergeräts bleiben die Fehlercodes
allerdings erhalten und können dort nur mit Scania Diagnos
ausgelesen werden. Mit Scania Diagnos kann festgestellt werden, wie
oft ein Fehler aufgetreten ist; diese Information kann bei der Suche
nach losen Kontakten nützlich sein. Mit Scania Diagnos werden beide
Fehlercodespeicher gelöscht.
Ist der über den PC zugängliche Speicher ausgelastet, werden neue
Fehlercodes mit niedriger Priorität nicht gespeichert. Dies ist auch
dann der Fall, wenn die alten Fehlercodes mit dem Diagnoseschalter
gelöscht wurden.
Tritt der 11. Fehlercode auf und hat dieser niedrige Priorität, so
leuchtet die Kontrolleuchte auf. Die Kontrolleuchte leuchtet
permanent und zeigt einen Fehler an, der Blinkcodespeicher ist
jedoch leer.
Tritt ein bereits im PC-Speicher gespeicherter Fehler erneut auf,
wird ein Blinkcode erzeugt und die Kontrolleuchte leuchtet.
Notlaufprogramm
Bei einem Ausfall des Fahrpedal- Potentiometers kann im
Notlaufprogramm zur nächsten Werkstatt gefahren werden. Das
Notlaufprogramm wird durch ein einmaliges Loslassen des Fahrpedals
gelöst, wodurch dem EDC-Steuergerät signalisiert wird, daß der
Fahrpedalschalter funktioniert.
Bei betätigtem Fahrpedal ist der Fahrpedalschalter geschlossen. Der
geschlossene Fahrpedalschalter erzeugt ein Signal, das einem halb
durchgetretenen Fahrpedal entspricht.
Beim Loslassen des Fahrpedals kehrt der Motor auf Leerlaufdrehzahl
zurück.
Das ABS/TC-System beeinflußt das EDC System und umgekehrt.
Das ABS/TC-Steuergerät überwacht ständig, ob die Antriebsräder
durchdrehen. Bei einem Durchdrehen der Antriebsräder verringert das
TC-System unabhängig von der Fahrpedalstellung das Drehmoment des
Motors, bis die Antriebsräder wieder schlupffrei drehen.
Das EDC-Steuergerät signalisiert dem ABS/ TC-Steuergerät ständig die
Fahrpedalstellung.
Die Steuergeräte von EBS und ABS/TC kommunizieren ebenso mit dem
EDC- Steuergerät.
Opticruise
Opticruise beeinflußt das EDC-System und umgekehrt.
Das Opticruise-Steuergerät empfängt ständig Daten vom
EDC-Steuergerät wie z. B. die Motordrehzahl oder die
Fahrpedalstellung.
Während des Schaltvorgangs übernimmt das Opticruise-Steuergerät die
Regelung des EDC-Systems und regelt die Motorleistung.
Automatikgetriebe
Das Automatikgetriebe empfängt vom EDC-Steuergerät Informationen
über die
Fahrpedalstellung. Beim Gangwechsel kann das Automatikgetriebe die
Fahrpedalstellung beeinflussen.
Hinweis: Ein
PWM-Signal ist mit einem normalen Multimeter nicht zuverlässig
meßbar. Die Fehlersuche ist statt dessen anhand der Fehlercodes
durchzuführen.
PWM bedeutet "Puls-Weiten-Moduliert". Die Pulsweite wird z. B. mit
zunehmendem Niedertreten des Fahrpedals größer.
Das PWM-Signal ist ein Rechtecksignal mit konstanter Frequenz (T).
Die Spannung (U) ist ebenfalls konstant, die Variable ist die
prozentuale Aktivierungszeit jedes Zyklus (der Zyklus ist in den
Abbildungen mit 100% gezeigt).
Das PWM-Signal überträgt Informationen sehr genau.
Hinweis: Aufbautenhersteller
und Karosseriebauer dürfen ohne Genehmigung von Scania keine eigenen
Systeme am CAN anschließen. Durch den Anschluß von anderen als den
werksseitig eingebauten Systemen kann die Sicherheit und
Zuverlässigkeit des Fahrzeugs beeinträchtigt werden.
Hinweis: CAN-Signale
sind nicht mit dem Multimeter meßbar. Die Fehlersuche ist statt
dessen anhand der Fehlercodes durchzuführen.
CAN ist das Akronym für Controller Area Network (Netzwerk). Durch
die CAN- Technologie kann die Anzahl der Kabel im Fahrzeug
verringert und dadurch die Zuverlässigkeit weiter erhöht werden. Der
Datenkreis besteht aus den zwei Kabeln CAN H (High) und CAN L (Low).
Das Steuergerät empfängt alle CAN-Signale in einem speziellen
Speicher. Dieser Speicher ist mit einer Anzahl von Radiogeräten
vergleichbar, die gleichzeitig eingeschaltet, aber auf verschiedene
Radioprogramme eingestellt sind. Auf diese Weise ist das Steuergerät
stets über alle Parameter informiert.
ABS/TC
OPTICRUISE
EDC
106 161
Durch diese zwei Kabel sind verschiedene Systeme zu einem Netzwerk
zusammengeschlossen. Ein CAN- Datenaustausch erfolgt z. B. zwischen
EDC, ABS/TC, EBS, Retarder, Opticruise und Koordinator.
Vereinfacht dargestellt, funktioniert der CAN- Datenaustausch wie
der Rundfunk. Die durch das CAN-Kabel laufenden Datensignale
entsprechen dabei den Radiowellen in der Luft.
Beim Radiohören ist das Radiogerät so eingestellt, daß nur ein
bestimmtes Radioprogramm empfangen wird. Es dann nur dieses eine
Radioprogramm hörbar, obwohl gleichzeitig viele andere Radiosender
Programme ausstrahlen.
Dementsprechend funktioniert auch ein Steuergerät, das nur bestimmte
vom CAN- Kabel übertragene Daten empfängt. Dies können z. B. Daten
vom EDC-Steuergerät über die Kühlmitteltemperatur sein.
Beim Erneuern des EDC-Steuergeräts sind die folgenden Punkte zu
beachten.
WICHTIG! Das
Steuergerät kann beschädigt werden, wenn es bei eingeschalteter
Stromversorgung abgeklemmt wird. Bevor das Steuergerät ausgebaut
wird, muß deshalb der Fahrstrom ausgeschaltet werden und die EDC-
Leuchte erlöschen.
Nach der Erneuerung des Steuergeräts müssen die folgenden
Arbeitsschritte durchgeführt werden.
Die erforderlichen Programmierungen mit dem Scania Programmer
durchführen.
Motor starten. Fehlercodes mit Scania Diagnos prüfen und dann
löschen.
Im Folgenden wird die Einstellung der Leerlaufdrehzahl mit dem
Bedienteil der Geschwindigkeitsregelung beschrieben. Die
Leerlaufdrehzahl läßt sich zwischen 500 und 700/min einstellen.
Die Leerlaufdrehzahl muß grundsätzlich auf die geringstmögliche
Drehzahl eingestellt werden, bei der der Motor noch rund läuft.
Hinweis: Wenn
sich die Drehzahl nicht wie unten beschrieben einstellen läßt, ist
möglicherweise im Scania Programmer als Einstelloption der Scania
Programmer selbst gewählt. In diesem Fall muß die Einstelloption auf
Geschwindigkeitsregelung geändert werden.
Motor bis zum Erreichen der Betriebstemperatur drehen lassen.
Schalter der Geschwindigkeitsregelung auf ON stellen.
Wenn das Fahrzeug ein Bus ist, muß sichergestellt sein, daß die
Funktion Feste Motordrehzahl ausgeschaltet ist.
Bremspedal betätigen und halten, bis die folgenden Punkte
durchgeführt worden sind.
Mindestens 3 Sekunden lang auf RES drücken. Die Motordrehzahl
beträgt nun 500/min dies
ist der Grundleerlauf.
WICHTIG! Leerlaufdrehzahl
so niedrig einstellen, daß der Motor gerade noch rund läuft. Die
Leerlaufdrehzahl darf 550/min nicht überschreiten.
Durch Drücken von ACC oder RET die gewünschte Drehzahl
einstellen. Einmal drücken entspricht 10/min.
Nach dem Einstellen der niedrigsten Drehzahl, bei der der Motor
gerade noch rund läuft, die Taste RES mindestens
3 Sekunden drücken. Die Leerlaufdrehzahl wurde nun eingestellt und
das Bremspedal kann gelöst werden. Diese Drehzahl wird nun bis zur
nächsten Änderung beibehalten.
Ohne Bedienteil für Geschwindigkeitsrege- lung
Die Drehzahl kann auch dann eingestellt werden, wenn das Fahrzeug
nicht mit einem Bedienteil für die Geschwindigkeitsregelung
ausgerüstet ist. Die Einstellung erfolgt dann mit dem Scania
Programmer.
Die Drehzahl kann mit dem Scania Programmer nur bei Steuergeräten
mit den folgenden Seriennummern eingestellt werden. 1 413 154. Die
Seriennummer kann mit dem Scania Programmer ausgelesen werden.
Auf der folgenden Seite wird die Anfertigung eines Adapterkabels und
dessen Verwendung zum Einstellen der Leerlaufdrehzahl beschrieben.
Adapterkabel
Zur Anfertigung des Adapterkabels werden die folgenden Teile
benötigt:
1 402 449
2 x 815 705
813 554
2
2 x 0.75 mm
2 x 815 705
112 191
813 550
Beschreibung
Schalter
Teile-Nr.
1 402 449
Anzahl
1
Hinweis
Lenksäule mit Bedienteil für
Geschwindigkeitsregelung
Kabel
-
2
0,75 mm2,
Länge ca. 2 m
Kontaktgehäuse
813 554
1
9-polig
Kontaktgehäuse
813 550
1
2-polig
Rundstecker
815 705
4
3,5 mm
Adapterkabel entsprechend der untenstehenden Abbildung
zusammenbauen.
112 203
A =
Lenksäule mit Bedienteil für Geschwindigkeitsregelung
B =
zwei Stecker und zwei Kabel
C =
Stecker in der Zentral-Elektrikeinheit
Leerlaufdrehzahl mit Adapterkabel einstellen
Leerlaufdrehzahl entsprechend den folgenden Anweisungen mit
Adapterkabel einstellen.
Hinweis: Wenn
sich die Drehzahl nicht wie unten beschrieben einstellen läßt, ist
möglicherweise im Scania Programmer als Einstelloption der Scania
Programmer selbst gewählt. In diesem Fall muß die Einstelloption auf
Geschwindigkeitsregelung geändert werden.
Motor bis zum Erreichen der Betriebstemperatur drehen lassen.
Feststellbremse betätigen.
Fahrstufe Neutral (N) wählen.
Motor ausschalten.
Deckel der Zentral-Elektrikeinheit im Dachhimmel öffnen.
Widerstand aus dem Kontaktgehäuse entfernen, das sich ca. 10 cm
neben dem Stecker mit der Kennzeichnung EDC 9, C508, befindet.
Kontaktgehäuse des Adapterkabels in den Steckkontakt stecken,
aus dem der Widerstand entfernt wurde.
Motor starten.
Schalter der Geschwindigkeitsregelung auf ON stellen.
112 276
Sicherstellen, daß der Schalter Feste Motordrehzahl
ausgeschaltet ist.
Bremspedal betätigen und halten, bis die folgenden Punkte
durchgeführt worden sind.
Mindestens 3 Sekunden lang auf RES drücken. Die Motordrehzahl
beträgt nun 500 min dies
ist der Grundleerlauf.
EDC 9, C508
WICHTIG! Leerlaufdrehzahl
so niedrig einstellen, daß der Motor gerade noch rund läuft. Die
Leerlaufdrehzahl darf 550/min nicht überschreiten.
Durch Drücken von ACC oder RET die gewünschte Drehzahl
einstellen. Einmal drücken entspricht 10/min.
Nach dem Einstellen der niedrigsten Drehzahl, bei der der Motor
gerade noch rund läuft, die Taste RES mindestens
3 Sekunden drücken. Die Leerlaufdrehzahl wurde nun eingestellt
und das Bremspedal kann gelöst werden. Diese Drehzahl wird nun
bis zur nächsten Änderung beibehalten.
Fahrstrom mit Startschlüssel ausschalten. Nach Abschalten des
Fahrstroms wird beim Durchführen des nächsten Schritts der
Fehlercode 21 erzeugt.
Adapterkabel entfernen und den ausgebauten Widerstand wieder
einsetzen.
Die folgenden Arbeitsschritte können mit dem Scania Programmer
ausgeführt werden.
Begrenzte Hand-Drehzahlregelung einstellen.
Feste Motordrehzahl einstellen.
Die folgenden Funktionen der Drehzahlregelung einstellen, die bei
eingelegtem Gang verwendet werden können sollen: Normale Hand-
Drehzahlregelung, Begrenzte Hand- Drehzahlregelung, Erhöhter
Leerlauf und Feste Motordrehzahl.
Höchstgeschwindigkeit einstellen.
Zweite Höchstgeschwindigkeit einstellen
Reglertyp einstellen (RQ oder RQV)
Leerlaufdrehzahl einstellen oder Leerlaufeinstelloption mit
Bedienteil der Geschwindigkeitsregelung wählen.
Die Möglichkeit der Einstellung der o. g. Funktionen ist von der
Seriennummer des Steuergeräts abhängig. Tabelle auf der folgenden
Seite beachten. Die Seriennummer kann mit dem Scania Programmer
ausgelesen werden.
Scania Programmer
Parameter Seriennummer des Steuergeräts
1 382 152
1 383 003
1 398 849,
1 413 154
1 427 842
Begrenzte Hand-Drehzahlregelung
- Maximales Drehmoment
SP
SP
SP
SP
- Höchstdrehzahl
-
-
SP
SP
- Fahrpedal (deaktiviert oder nicht)
-
-
-
SP
Feste Motordrehzahl (maximales Drehmoment und feste
Drehzahl)
SP
SP
SP
SP
Höchstgeschwindigkeit
SP
SP
SP
SP
Drehzahlbegrenzer 2
-
-
SP
SP
Reglertyp
-
-
SP
SP
Leerlaufeinstellung
-
-
-
SP
Blockierung der Motordrehzahlregelung bei eingelegtem
Gang
-
-
-
SP
SP bedeutet, daß der Parameter mit dem Scania Programmer eingestellt
werden kann.
Dieser Abschnitt beschreibt die Aktivierung der folgenden
Funktionen.
Notabschaltung
Begrenzte Hand-Drehzahlregelung
Feste Motordrehzahl
Erhöhte Leerlaufdrehzahl
Drehmomentbegrenzung 1, 2 oder 3
Drehzahlbegrenzer 2 Alle Funktionen außer der
Drehzahlbegrenzung 2 werden durch einen Masseschluß — in
verschiedenen Kombinationen — von bestimmten Pins des
EDC-Steuergeräts aktiviert. Die Funktion Drehzahlbegrenzung 2 wird
aktiviert durch Anlegen einer Spannung von +24 V an den Pin 50 des
EDC-Steuergeräts.
Bei Lkw werden die Pins am Stecker C107 nach Masse kurzgeschlossen,
dieser befindet sich unter der Zentral-Elektrikeinheit. Der Stecker
ist blau und hat 5 Pins, beide Steckergehäuse sind werkseitig
angebaut.
Die Abbildung zeigt den Anschluß zwischen Steuergerät und Stecker
C107. Die zum Aktivieren einer bestimmten Funktion
kurzzuschließenden Pins sind auf der nächsten Seite angegeben.
Zum Kurzschließen die folgenden Teile verwenden:
Anschluß (Pin), Teile-Nr. 199 950
Kabel mit Querschnitt 0,75 mm2
Anschlußdiagramm für Sonderfunktionen bei Lkw. Busse: siehe Schaltplan
im Werkstatt-Handbuch, Gruppe 16.
Die folgende Tabelle enthält die Pins, die zum Aktivieren einer
bestimmten Funktion mit den Kabeln verbunden werden müssen.
Die Tabelle gilt nur für Lkw. Beim Anschluß der Kabel bei einem Bus ist
unbedingt der entsprechende Schaltplan zu beachten.
Bestimmte Aufbauten erfordern eine oder mehrere feste Motordrehzahlen.
Das folgende Beispiel zeigt die Einstellung von drei festen
Motordrehzahlen. Das Umschalten zwischen den Drehzahlen ist möglich
durch einen Schalter, der die Pins nach Masse schließt.
Damit die Einstellungen vorgenommen werden können, muß sich das
Bedienteil der Geschwindigkeitsregelung in Stellung ON befinden.
Motordrehzahl 1
Motordrehzahl 1 mit der Funktion Erhöhte Leerlaufdrehzahl an der
Geschwindigkeitsregelung einstellen.
Motordrehzahlbereich: 500-800/min Pin 41 liegt an Masse an.
Motordrehzahl 2
Motordrehzahl 2 mit der Funktion Begrenzte Hand-Leerlaufregelung an der
Geschwindigkeitsregelung einstellen.
Motordrehzahlbereich: 500-2000/min Pin 23 liegt an Masse an.
Motordrehzahl 3
Motordrehzahl 3 mit der Funktion Feste Motordrehzahl einstellen. Diese
Funktion wird mit einem PC und Scania Programmer im Steuergerät
programmiert.
Motordrehzahlbereich: 600 - 2000/min Pin 23 und Pin 41 liegen an Masse
an.
In bestimmten Fällen kann es erforderlich sein, die Motordrehzahl über
ein externes Bedienteil zu regeln, das den Funktionen ON, OFF, ACC, RET
und RES der Geschwindigkeitsregelung entspricht. Dieses externe
Bedienteil wird entsprechend dem Schaltplan Externe Motorregelung,
Gruppe 16 im Werkstatt-Handbuch, angeschlossen.
WICHTIG! Der
Anschluß muß dem Schaltplan genau entsprechen.
Die externe Motorregelung darf z. B. nur dann aktivierbar sein, wenn die
Feststellbremse betätigt ist.
116 610
Zur Verhinderung von elektromagnetischen Störungen müssen die Kabel zur
externen Steuerung verdrillt sein.
Die Fehlercodetexte sind direkt aus dem PC-Programm Scania Diagnos
entnom- men und werden hier - aus Rationalisierungsgründen - in
ihrer ursprünglichen Form wiedergegeben.
In den Fehlercodetexten sind Vorschläge, wie der betreffende Fehler
zu beheben ist.
Die Fehlercodetexte haben am Ende Verweise auf die Stromwegpläne im
Abschnitt elektrische Schaltpläne. Dort gibt es auch Abbildungen,
die die Anordnung der elektrischen Komponenten zeigen.
Nähere Angaben darüber, wie das EDC-System an die anderen
elektrischen Systeme des Fahrzeugs angeschlossen ist, geht aus den
Verbindungsplänen unter Gruppe 16 hervor.
Fehler, die keinen Fehlercode mit sich führen, sind im Abschnitt
”Fehler, die keinen Fehlercode verursachen” aufgeführt.
Die Fehlersuche sollte mit dem Befragen des Fahrers, d.h. mit dem
Versuch, ein vollstän- diges Bild des Problems zu verschaffen,
beginnen. Folgendes ermitteln:
Fehlersymptom
Unter welchen Bedingungen ist der Fehle aufgetreten?
Wie oft ist der Fehler aufgetreten?
Hat die Kontrollampe geleuchtet?
Es die Kontrollampe von selbst erloschen?
Hat der Fahrer Fehlercodes gelöscht?
Fehlercodes
Alle gespeicherten Fehlercodes abrufen. Diese miteinander vergleichen
und versuchen, Schlußfolgerungen bezüglich einer plausiblen
Fehlerursache zu ziehen, bevor irgendeine andere Maßnahme ergriffen
wird. Die Fehler- codes sind in der Reihenfolge, in der sie erzeugt
wurden, gespeichert.
Elektrischer Schaltplan
Die Fehlercodetexte haben am Ende Verweise auf Stromwege. Diese
Stromwege beziehen sich auf Stromwegpläne, die sich im Abschnitt
elektrische Schaltpläne befinden.
Die Pläne sind für 12er und 14er Motoren getrennt in fortlaufender
Reihenfolge darge- stellt. Der betreffende Bereich wird mit einer
Abbildung eingeleitet, die die Anordnung der Komponenten zeigt.
Angaben darüber, wie das EDC-System an die anderen elektrischen Systeme
des Fahrzeugs angeschlossen ist, gehen aus den Verbindungs- plänen unter
Gruppe 16 hervor.
Fehler, die keinen Fehlercode verursachen
Obwohl das Steuergerät eine fortschrittliche und vorausschauende
Software besitzt, kann es vorkommen, daß ein Fehler auftritt, den das
Steuergerät nicht von dem unterscheiden kann, was bei normalem Betrieb
eintritt. In einem solchen Fall erzeugt es keinen Fehlercode; es gibt
immer eine Grenze dafür, wie umfang- reich eine Funktionsüberwachung
sein kann. Im Abschnitt ”Fehler, die keinen Fehlercode verursachen” gibt
es eine Tabelle über unter- schiedliche Fehler, ihre Symptome und Ursa-
chen.
Daran denken, daß Störungen, die bei einer Kraftstoffanlage ohne EDC
auftreten, bei- spielsweise eine defekte Düsenhalterkombina- tion, auch
bei Fahrzeugen mit EDC auftreten können.
Die Spannung muß mit dem Zündschlüssel ein- geschaltet sein.
05_5161
Den Diagnoseschalter drücken und die Zahl der Blinksignale zählen.
Den Schalter erneut betätigen und die Zahl der Blinksignale zählen.
Wenn wieder der- selbe Code abgelesen wird, ist nur ein Fehler im
System gespeichert. Anderenfalls
den Schalter ein weiteres mal drücken, bis 1
2
EDC
ATC
der erste Code ernent angezeigt wird. Sämstliche Felhercodes
notieren.
03_0836
Diagnoseschalter
Diagnoselampe
Die langen Blinksignale (1 s), die zuerst erschei- nen, sind die Zehner,
die darauffolgenden kur- zen Blinksignale (0,3 s) sind die Einer.
Das Beispiel rechts zeigt den Fehlercode 25.
Ein einziges sehr langes (4 s) Blinksignal bedeu- tet, daß keine
Fehlercodes im Speicher vorhan- den sind.
Die Fehlercodes müssen nach abgeschlossener Fehlersuche und Reparatur
gelöscht werden.
Das Löschen geschieht auf zwei verschiedenen Ebenen, was unten
beschrieben wird.
Fehlercodes, Löschen
Folgendes löscht die Fehlercodes,
die mit Hilfe der Diagnoselampe als Blinkcodes angezeigt werden. Die
Fehlercodes bleiben jedoch in einem anderen Speicher, der nur über einen
PC zugänglich ist, bestehen.
Den Motor einmal starten und wieder aus- schalten, damit eine
Nachlaufkontrolle durchgeführt wird. Warten, bis die Kontroll- lampe
erlischt.
Den Diagnoseschalter drücken und halten.
Den Zündschlüssel in die Fahrstellung dre- hen und mindestens 3
Sekunden warten.
Danach ist das Zurücksetzen abgeschlossen.
Den Motor starten und überprüfen, daß die Kontrollampe erlischt.
Den Diagnoseschalter betätigen. Der Feh- lercodespeicher muß leer
sein, d.h. ein ein- ziges, langes Blinksignal erscheint.
05_5161
1 2
03_0836
EDC
ATC
Diagnoseschalter
Diagnoselampe
Endgültiges Löschen von Fehlercodes mit Hilfe eines PCs
Nach einer beendeten Fehlersuche und Repara- tur müssen die
Fehlercodes endgültig mit Hilfe von Scania Diagnos und einem PC
gelöscht werden. Mit dem PC werden sowohl der Blink- codespeicher
als auch der PC-Speicher im Steu- ergerät gleichzeitig gelöscht.
00_1561
Auch bei der Lieferinspektion muß mit dem PC gelöscht werden, damit
sichergestellt ist, daß der PC-Speicher bei Lieferung des Fahrzeugs
an den Kunden leer ist.
Die Liste unten ist eine Zusammenstellung der Fehlercodes, die
auftreten können. Auf den folgenden Seiten gibt es ausführlichere
Informationen über jeden Fehlercode.
Fehlercode Ursache
Zu hohe Drehzahl
Haupt-Drehzahlgeber
Ersatz-Drehzahlgeber
Kühlmitteltemperatursensor
Ladelufttemperatursensor
Ladeluftdrucksensor
Bedienelemente für Geschwindigkeitsregler
Bremspedalschalter
Fahrpedal/Bremspedal
Fahrpedalgeber
Geschwindigkeitssignal
Geschwindigkeitssignal
Geschwindigkeitssignal
Förderbeginn
Position der Regelstange
Batteriespannung
Nadelbewegungssensor
Positionsgeber der Regelstange
Positionsgeber der Regelstange
Notstopp
Fahrpedalgeber
Fahrpedalgeber
CAN-Kommunikation
Nadelbewegungssensor
Nadelbewegungssensor
Nadelbewegungssensor
Nachlaufkontrolle
Kraftstoffventil
Endstufe
Versorgungsrelais
Steuergerät
Nachlaufkontrolle
Steuergerät
Fehlercode 11
Zu hohe Drehzahl
Fehler: Mindestens
eines der Signale für die Motordrehzahl zeigt mehr als 3000/min.
Ursache: Das
Steuergerät hat festgestellt, daß die Frequenz von mindestens einem der
Signale, die an den Stiften 21 und 22 eingehen, zu hoch gewesen ist.
Anmerkung: Das
Signal vom Haupt-Drehzahlgeber oder Ersatz-Drehzahlgeber hat mehr als
3000/min angezeigt. Der Stellmagnet wird stromlos (der Motor wird
abgeschaltet), bis beide Drehzahlsignale 3000/min unterschreiten. Danach
funk- tioniert der Motor wie gewohnt.
Der Fehlercode wird bei falschem Zurückschalten erzeugt. Er kann auch im
Zusammenhang mit Störungen beim Drehzahl- signal auftreten.
Maßnahme: Drehzahlgeber,
Steckverbinder und Verkabe- lung kontrollieren.
Stromweg, 12er Motor: 38,
62
Stromweg, 14er Motor: 9,
62
Fehlercode 12
Haupt-Drehzahlgeber
Fehler: Der
Fehlercode kann aufgrund von vier Ursachen gebildet werden:
Beim Starten des Motors zeigt das Signal des Haupt- Drehzahlgebers
eine niedrigere Motordrehzahl als das Signal des
Ersatz-Drehzahlgebers an. Der Haupt-Dreh- zahlgeber zeigt weniger
als 50/min an, während der Ersatz-Drehzahlgeber gleichzeitig mehr
als 100/min anzeigt.
Das Signal vom Haupt-Drehzahlgeber zeigt unwahr- scheinliche
Veränderungen der Motordrehzahl von Impuls zu Impuls an.
Das Signal des Haupt-Drehzahlgebers zeigt eine niedri- gere
Motordrehzahl als das Signal des Ersatz-Drehzahlge- bers an. Der
Ersatz-Drehzahlgeber zeigt über 700 /min an. Der Haupt-Drehzahlgeber
zeigt gleichzeitig eine Drehzahl unter 90 % der Drehzahl des
Ersatz-Drehzahl- gebers an.
Das Signal des Haupt-Drehzahlgebers zeigt eine regelmä- ßige, bei
jeder Umdrehung des Motors wiederkehrende Störung an.
Ursache:
Beim Anlassen des Motors ist die Frequenz des Signals am Stift 21 im
Vergleich zur Frequenz des Signals am Stift 22 zu niedrig gewesen.
Die Frequenz des Signals am Stift 21 ist allzu ungleich- mäßig
gewesen.
Die Frequenz des Signals am Stift 21 ist im Vergleich zur Frequenz
des Signals am Stift 22 zu niedrig gewesen.
Das Signal am Stift 21 hat eine regelmäßige, bei jeder Umdrehung des
Motors wiederkehrende Störung.
Anmerkung: Solange
des Fehler auftritt, wird das Drehmo- ment des Motors begrenzt.
Verschwindet der Fehler, funktio- niert der Motor wie gewohnt.
Aus Sicherheitsgründen geht das Steuergerät immer von dem Geber aus, der
die höchste Drehzahl anzeigt. Aus diesem Grund kann es vorkommen, daß
ein Fehlercode für den Sen- sor erzeugt wird, der den richtigen Wert
anzeigt.
Der Fehlercode wird erzeugt, wenn die Leitungen des Gebers falsch
angeschlossen sind. Vertauschte Leitungen führen zu einem umgepolten
Signal.
Der Fehler kann durch einem falschen Abstand zwischen dem Geber und dem
Schwungrad/Zahnkrans verursacht werden.
Tritt gleichzeitig der Fehlercode 13 auf, d.h. beide Drehzahl- geber
zeigen einen falschen Wert an, wird der Motor abge- schaltet (der
Stellmagnet wird stromlos).
Maßnahme: Drehzahlgeber,
Steckverbinder und Verkabe- lung kontrollieren.
Stromweg, 12er Motor: 38
Stromweg, 14er Motor: 9
Fehlercode 13
Ersatz-Drehzahlgeber
Fehler: Das
Entstehen dieses Fehlercodes kann zwei Ursa- chen haben:
Das Signal vom Ersatz-Drehzahlgeber zeigt unwahr- scheinliche
Veränderungen der Motordrehzahl von Impuls zu Impuls an.
Das Signal des Ersatz-Drehzahlgebers zeigt eine niedri- gere
Motordrehzahl als das Signal des Haupt-Drehzahlge- bers an. Der
Haupt-Drehzahlgeber zeigt über 700/min an. Der Ersatz-Drehzahlgeber
zeigt gleichzeitig eine Dreh- zahl unter 90 % der Drehzahl des
Haupt-Drehzahlgebers an.
Ursache:
Die Frequenz des Signals am Stift 22 ist allzu ungleich- mäßig
gewesen.
Die Frequenz des Signals am Stift 22 ist im Vergleich zur Frequenz
des Signals am Stift 21 zu niedrig gewesen.
Anmerkung: Solange
des Fehler auftritt, wird das Drehmo- ment des Motors begrenzt.
Verschwindet der Fehler, funktio- niert der Motor wie gewohnt.
Aus Sicherheitsgründen geht das Steuergerät immer von dem Geber aus, der
die höchste Drehzahl anzeigt. Aus diesem Grund kann es vorkommen, daß
ein Fehlercode für den Sen- sor erzeugt wird, der den richtigen Wert
anzeigt.
Der Fehlercode kann durch einen falschen Abstand zwischen dem Geber und
dem Zahnkranz verursacht werden.
Tritt gleichzeitig der Fehlercode 12 auf, d.h. beide Drehzahl- geber
zeigen einen falschen Wert an, wird der Motor abge- schaltet (der
Stellmagnet wird stromlos).
Maßnahme: Drehzahlgeber,
Steckverbinder und Verkabe- lung kontrollieren.
Stromweg, 12er Motor: 62
Stromweg, 14er Motor: 62
Fehlercode 14
Kühlmitteltemperatursensor
Fehler: Unwahrscheinliches
Signal vom Kühlmitteltempera- tursensor.
Ursache: Zu
hohe oder zu niedrige Spannung zwischen den Stiften 53 und 13 des
Steuergerätes.
Anmerkung: Die
Spannung war geringer als 0,44 V (über 130 ˚C) oder höher als 4,94 V
(unter -40 ˚C).
Wenn die Spannung außerhalb des zulässigen Bereichs ist, verwendet das
Steuergerät einen vorprogrammierten Tempe- raturwert (40 ˚C).
Solange der Fehler auftritt, hat der Motor verschlechterte
Kaltstarteigenschaften, die Leerlaufdrehzahl wird auf 600/min erhöht und
kann nicht eingestellt werden.
Maßnahme: Temperatursensor,
Steckverbinder und Verka- belung kontrollieren.
Stromweg, 12er Motor: 17
Stromweg, 14er Motor: 17
Fehlercode 15
Ladelufttemperatursensor
Fehler: Unwahrscheinliches
Signal vom Ladelufttemperatur- sensor.
Ursache: Zu
hohe oder zu niedrige Spannung zwischen den Stiften 55 und 13 des
Steuergerätes.
Anmerkung: Die
Spannung war geringer als 0,44 V (über 130 ˚C) oder höher als 4,94 V
(unter -40 ˚C).
Wenn die Spannung außerhalb des zulässigen Bereichs ist, verwendet das
Steuergerät einen vorprogrammierten Tempe- raturwert (40 ˚C).
Solange der Fehler auftritt, reagiert der Motor bei kalter Wit- terung
langsamer als gewohnt auf Gasbetätigung, da der Rauchbegrenzer nicht wie
vorgesehen funktioniert.
Maßnahme: Temperatursensor,
Steckverbinder und Verka- belung kontrollieren.
Stromweg, 12er Motor: 13
Stromweg, 14er Motor: 13
Fehlercode 16
Fehlercode 21
Ladeluftdrucksensor
Fehler: Unwahrscheinliches
Signal vom Ladeluftdrucksensor.
Ursache: Zu
hohe oder zu niedrige Spannung an Stift 36 des Steuergerätes.
Anmerkung: Die
Spannung war geringer als 0,33 V (0,5 bar) oder höher als 4,66 V (4,0
bar).
Wenn die Spannung außerhalb des zulässigen Bereichs ist, verwendet das
Steuergerät einen vorprogrammierten Druck- wert (ca. 1,7 bar).
Der Ladeluftdrucksensor erfaßt den absoluten Druck im Ein- laßrohr, d.h.
den Umgebungsluftdruck plus den Überdruck, der vom Turbolader kommt.
Solange der Fehler auftritt, wird das Drehmoment des Motors begrenzt.
Maßnahme: Ladeluftdrucksensor,
Steckverbinder und Verka- belung kontrollieren.
Stromweg, 12er Motor: 21
Stromweg, 14er Motor: 21
Bedienelemente für Geschwindigkeitsregler
Fehler: Unwahrscheinliches
Signal von den Bedienelementen für den Geschwindigkeitsregler.
Ursache: Zu
niedrige oder zu hohe Spannung zwischen
Stift 44 und 13. Kann auch ein unzulässiges Spannungsniveau zwischen den
unterschiedlichen Funktionen ACC, RES, RET, ON und OFF sein.
Anmerkung: Solange
der Fehler auftritt, funktionieren Geschwindigkeitsregler,
Handgasfunktion und Leerlaufein- stellung nicht.
Das Steuergerät deutet die Spannungsniveaus wie folgt: 0,67-1,03 V,
ON+ACC
1,50-1,89 V, ON+RES
2,37-2,82 V, ON+RET
3,20-3,57 V, ON
3,57-4,40 V, OFF
Der Fehlercode wird bei einem Spannungsniveau außerhalb dieser Bereiche
gebildet.
Maßnahme: Bedienelemente,
Steckverbinder und Verkabe- lung kontrollieren.
Stromweg, 12er Motor: 4
Stromweg, 14er Motor: 4
Fehlercode 22
Bremspedalschalter
Fehler: Die
Bremspedalschalter geben bezüglich der Stellung des Pedals
widersprüchliche Signale. Der eine Schalter gibt an, daß das Pedal
losgelassen ist, während der andere angibt, daß das Pedal niedergedrückt
ist.
Ursache: Die
beiden Stifte 24 und 43 hatten gleichzeitig Ver- bindung oder
gleichzeitig keine Verbindung mit Masse.
Anmerkung: Beide
Bremspedalschalter sind länger als fünf Minuten gleichzeitig offen oder
geschlossen gewesen.
Solange der Fehler auftritt, funktionieren Geschwindigkeits- regler,
Handgasfunktion und Leerlaufeinstellung nicht.
Der Fehler kann seine Ursache darin haben, daß die Schalter falsch
justiert sind, oder, daß die jeweilige Mutter so fest angezogen ist, daß
der Schalter klemmt.
Maßnahme: Schalter,
Steckverbinder und Verkabelung kon- trollieren.
Stromweg, 12er Motor: 103,
113
Stromweg, 14er Motor: 103,
113
Fehlercode 24
Fahrpedal/Bremspedal
Fehler: Signale
melden, daß sowohl das Fahr- als auch das Bremspedal gleichzeitig
gedrückt sind.
Ursache: Zu
hohe Spannung an Stift 27 während gleichzeitig Stift 24 Verbindung oder
Stift 43 keine Verbindung mit Masse hat.
Anmerkung: Das
Fahrpedal und das Bremspedal müssen mindestens bei 20 Einbremsungen
hintereinander gleichzeitig gedrückt gewesen sein, damit der Fehlercode
erzeugt wird.
Der Zweck dieses Fehlercodes ist es zu überprüfen, ob das Fahrpedal
nicht funktionsgemäß in die Ruhestellung zurück- kehrt, z.B. bei
defekter Rückholfeder.
Die Spannung an Stift 27 hat mehr als 0,45 V betragen.
Fehler an den Bremspedalschaltern liefern den Fehlercode 22. Fehler am
Gasbetätigungsschalter/Potentiometer des Fahrpe- dalgebers liefern den
Fehlercode 25.
Maßnahme: Die
Bewegung des Fahrpedals beobachten.
Stromweg, 12er Motor: 71,
103, 113
Stromweg, 14er Motor: 71,
103, 113
Fehlercode 25
Fahrpedalgeber
Fehler: Das
Entstehen dieses Fehlercodes kann zwei Ursa- chen haben:
Unwahrscheinliches Signal vom Potentiometer.
Unzulässige Abweichung zwischen Potentiometer des Fahrpedalgebers
und Gasbetätigungsschalter.
Ursache:
Zu hohe oder zu niedrige Spannung an Stift 27.
Zu niedrige Spannung an Stift 27 während gleichzeitig der Stift 39
Verbindung mit Masse hat. Zu hohe Span- nung an Stift 27 während
gleichzeitig der Stift 39 keine Verbindung mit Masse hat.
Anmerkung:
Die Spannung hat weniger als 0,25 V oder mehr als 4,00 V betragen.
Das Fahrzeug kann mit dem Gasbetätigungsschalter zur nächsten
Werkstatt notgefahren werden. Beim Notfahren gibt ein losgelassenes
Fahrpedal Leerlauf und ein herun- tergedrücktes Pedal
(Gasbetätigungsschalter geschlossen) gibt halbes Vollgas. Der
Geschwindigkeitsregler kann verwendet werden, wenn die
Geschwindigkeit 35 km/h überschreitet.
Die Spannung war niedriger als 0,49 V während gleich- zeitig der
Gasbetätigungsschalter geschlossen war oder die Spannung war höher
als 0,90 V während gleichzeitig der Gasbetätigungsschalter offen
war.
Der Motor läuft mit einer Drehzahl, die leicht über der normalen
Leerlaufdrehzahl liegt. Der Motor läßt sich nicht mit dem Fahrpedal
beeinflussen. Der Geschwindig- keitsregler kann verwendet werden,
wenn die Geschwin- digkeit 35 km/h übersteigt.
Maßnahme: Potentiometer
kontrollieren. Potentiometer und Gasbetätigungsschalter vergleichen.
Steckverbinder und Ver- kabelung kontrollieren.
Stromweg, 12er Motor: 71,
107
Stromweg, 14er Motor: 71,
107
Fehlercode 26
Geschwindigkeitssignal
Fehler: Ausgebleibenes
oder unwahrscheinliches Geschwin- digkeitssignal.
Ursache: Eingangssignal
am Stift 51 fehlt, zeigt eine unwahr- scheinlich hohe Geschwindigkeit
an, hat eine zu hohe Fre- quenz oder ein zu hohes oder zu niedriges
Spannungsniveau.
Anmerkung: Das
Signal vom Fahrtschreiber hat eine Geschwindigkeit über 150 km/h
angezeigt. Geschwindig- keitsregler, Handgasfunktion und
Leerlaufeinstellung funktio- nieren nicht.
Wenn der Fehler aktiv ist, verwendet das Steuergerät einen
vorprogrammierten Geschwindigkeitswert (15 km/h).
Der Fehlercode wird auch bei einer Unterbrechung oder einem Kurzschluß
in der Leitung zwischen Fahrtschreiber und Steuergerät erzeugt.
Die Spannung des Geschwindigkeitssignals ist ein internes
Spannungsniveau im Steuergerät, das nicht mit dem Multime- ter gemessen
werden kann.
Maßnahme: Die
Funktion des Fahrtschreibers auf dem Blatt oder während einer Probefahrt
kontrollieren. Wenn der Fahrt- schreiber ordnungsgemäß funktioniert, die
Verkabelung zwi- schen Fahrtschreiber und Steuergerät kontrollieren.
Stromweg, 12er Motor: 89
Stromweg, 14er Motor: 89
Fehlercode 27
Geschwindigkeitssignal
Fehler: Ausgebliebenes
Geschwindigkeitssignal oder unwahrscheinlich hohe Geschwindigkeit.
Ursache: Das
Eingangssignal an Stift 51 fehlt oder die vom Steuergerät berechnete
Geschwindigkeit ist unwahrscheinlich hoch.
Anmerkung: Der
Fehlercode wird bei einer Unterbrechung in der Leitung zwischen
Fahrtschreiber und Steuergerät gebil- det.
Der Fehlercode wird auch gebildet, wenn das Signal vom Fahrtschreiber
eine Geschwindigkeit über 150 km/h anzeigt.
Bei Steuergeräten, die von Januar 1998 an gefertigt werden, wird der
Fehlercode nur bei laufendem Motor gebildet.
Wenn der Fehler aktiv ist, verwendet das Steuergerät einen
vorprogrammierten Geschwindigkeitswert (15 km/h).
Geschwindigkeitsregler, Handgasfunktion und Leerlaufein- stellung
funktionieren nicht.
Maßnahme: Die
Funktion des Fahrtschreibers auf dem Blatt oder während einer Probefahrt
kontrollieren. Wenn der Fahrt- schreiber ordnungsgemäß funktioniert, die
Verkabelung zwi- schen Fahrtschreiber und Steuergerät kontrollieren.
Ursache: Das
Eingangssignal an Stift 51 hat eine zu hohe Frequenz, ein zu niedriges
oder zu hohes Spannungsniveau.
Anmerkung: Der
Fehlercode wird gebildet, wenn die Lei- tung zwischen Fahrtschreiber und
Steuergerät mit +24 V oder Fahrgestellmasse kurzgeschlossen ist.
Der Fehlercode kann auch durch äußere elektrische Störungen erzeugt
werden.
Geschwindigkeitsregler, Handgasfunktion und Leerlaufein- stellung
funktionieren nicht.
Wenn der Fehler aktiv ist, verwendet das Steuergerät einen
vorprogrammierten Geschwindigkeitswert (15 km/h).
Bei Steuergeräten, die von Januar 1998 an gefertigt werden, wird der
Fehlercode nur bei laufendem Motor gebildet.
Die Spannung des Geschwindigkeitssignals ist ein internes
Spannungsniveau im Steuergerät, das nicht mit dem Multime- ter gemessen
werden kann.
Maßnahme: Die
Funktion des Fahrtschreibers auf dem Blatt oder während einer Probefahrt
kontrollieren. Wenn der Fahrt- schreiber ordnungsgemäß funktioniert, die
Verkabelung zwi- schen Fahrtschreiber und Steuergerät kontrollieren.
Stromweg, 12er Motor: 89
Stromweg, 14er Motor: 89
Fehlercode 31
Förderbeginn
Fehler: Der
Förderbeginn kann nicht richtig eingestellt wer- den.
Ursache: Unwahrscheinliche
zeitliche Abweichung zwischen dem Signal an Stift 32
(Nadelbewegungssensor) und dem Signal an Stift 21 (Haupt-Drehzahlgeber).
Anmerkung: Die
Ursache des Fehlers kann sein:
Niedriger Kraftstoffdruck oder niedriges Füllniveau (Luft im
Kraftstoff) in der Einspritzpumpe.
Klemmen in der Einspritzpumpe (Hubstellhülse, Hubs- tellzapfen oder
Stellmagnet).
Zu niedriger Öffnungsdruck bei der Düsenhalterkombina- tion, in der
der Nadelbewegungssensor eingebaut ist (beim Abgasbremsen).
Fehlerhafte Grundeinstellung der Pumpe oder Fehler am Pumpenantrieb.
Die Endstufe des Steuergerätes ist ausgefallen.
Solange der Fehler auftritt, wird das Drehmoment des Motors begrenzt.
Der Fehlercode kann nur bei Motoren mit verstellbarem För- derbeginn
auftreten. Der Fehler kann in Verbindung mit Feh- lercode 34, 44 und 45
auftreten.
Maßnahme: Nach
Luftleckagen in der Kraftstoffanlage suchen, sowohl auf der Ansaug- als
auch auf der Druckseite.
Die Funktion des Überströmventils kontrollieren.
Kontrollieren, daß das Kraftstoffventil keinen Wackelkontakt hat.
Stellmagnet für Förderbeginn, Steckverbinder und Verkabe- lung
kontrollieren.
Die Grundeinstellung und die mechanischen Komponenten der Pumpe
kontrollieren.
Fehler: Die
Regelstange kann nicht richtig eingestellt wer- den. Der durch den
Positionsgeber der Regelstange gemes- sene Wert (Istwert) stimmt nicht
mit dem Wert überein, den das Steuergerät versucht einzustellen
(Sollwert).
Ursache: Das
Ausgangssignal an Stift 1 und 2 (Stellmagnet, Kraftstoffmenge) stimmt
nicht mit dem Eingangssignal an Stift 9, 10 und 11 (Positionsgeber der
Regelstange) überein.
Anmerkung: Die
Fehlerursache kann ein Klemmen der Regelstange oder ein Defekt des
Stellmagneten sein.
Bei Fahrzeugen, die bis einschließlich März 1997 gefertigt wurden, ist
die häufigste Fehlerursache ein Kurzschluß in der Verkabelung zwischen
Motor und Fahrerhaus. Von März 1997 an ist eine verbesserte Verkabelung
eingeführt worden.
Der Stellmagnet wird stromlos (der Motor wird abgeschaltet).
Verschwindet der Fehler von selbst, muß die Spannung aus-
/angeschaltet werden (Nachlaufkontrolle), bevor das Steuer- gerät die
Funktion als normal auffaßt.
Steuergeräte sind von April 1996 an verbessert worden und somit nicht im
selben Maße für die Bildung des Fehlercodes 32 anfällig.
Maßnahme: Stellmagnet,
Steckverbinder und Verkabelung kontrollieren. Die Bewegung der
Regelstange kontrollieren.
Bei Problemen mit Fehlercode 32 und plötzlichem Stehen- bleiben des
Motors bei Fahrzeugen, die vor März 1997 gefer- tigt wurden, sollte die
Verkabelung durch die verbesserte Ausführung ersetzt werden.
Stromweg, 12er Motor: 44
Stromweg, 14er Motor: 44
Fehlercode 33
Batteriespannung
Fehler: Das
Steuergerät hat die Batteriespannung als niedri- ger als 9 V gedeutet.
Ursache: Zu
niedrige Spannung an Stift 15 und 16.
Anmerkung: Der
Fehler kann bei einem Kaltstart mit schlechten Batterien auftreten.
Maßnahme: Batterien
und Generator kontrollieren. Steck- verbinder und Verkabelung
kontrollieren.
Stromweg, 12er Motor: 33
Stromweg, 14er Motor: 33
Fehlercode 34
Nadelbewegungssensor
Fehler: Das
Bilden dieses Fehlercodes kann zwei Ursachen haben:
Unwahrscheinlicher Widerstand im Kreis des Nadelbe- wegungssensors.
Unwahrscheinliche Abweichungen am Signal des Nadel- bewegungssensors
im Vergleich zur Motordrehzahl.
Ursache:
Das Steuergerät hat festgestellt, daß der Widerstand im Kreis
zwischen Stift 32 und 17 zu niedrig oder zu hoch gewesen ist.
Die Frequenz des Signals am Stift 32 ist von den Dreh- zahlsignalen
am Stift 21 abgewichen.
Anmerkung: Solange
der Fehler auftritt, wird die Drehzahl des Motors begrenzt.
Der Fehlercode kann nur bei einem Motor mit regelbarem Förderbeginn
auftreten. Der Fehler kann gleichzeitig mit dem Fehlercode 31 auftreten.
Luft in der Kraftstoffanlage kann bewirken, daß die Düsenna- del nicht
ordnungsgemäß öffnet, z.B. nach Austausch des Kraftstoffilters.
Der Fehler kann von einer schwergängigen Düsennadel verur- sacht werden.
Leuchtet die Kontrollampe beim Abgasbremsen auf, hat wahrscheinlich die
Düsenhalterkombination mit dem Nadel- bewegungssensor zu niedrigen
Öffnungsdruck.
Maßnahme: Nadelbewegungssensor,
Steckverbinder und Verkabelung kontrollieren.
Nach Luftleckagen in der Kraftstoffanlage suchen, sowohl auf der Ansaug-
als auch auf der Druckseite.
Stromweg, 12er Motor: -
Stromweg, 14er Motor: 67
Fehlercode 35
Positionsgeber der Regelstange
Fehler: Wackelkontakt
beim Signal des Positionsgebers der Regelstange.
Ursache: Das
Steuergerät hat festgestellt, daß das Signal am Stift 9, 10 oder 11
allzu ungleichmäßig gewesen ist.
Anmerkung: Der
Fehlercode wird erzeugt, wenn mindestens dreimal in 10 Sekunden ein
Wackelkontakt aufgetreten ist.
Verschwindet der Fehler von selbst, muß die Spannung aus- und wieder
angeschaltet werden, bevor die Kontrollampe erlischt. Der Fehlercode
erinnert daran, daß das Fahrzeug zur Reparatur in die Werkstatt muß.
Der Fehler kann gleichzeitig mit dem Fehlercode 36 auftreten.
Maßnahme: Positionsgeber
der Regelstange, Steckverbinder und Verkabelung kontrollieren.
Nach Unterbrechungen in der Verkabelung suchen. Die Span- nung
einschalten. Den Fehlercodespeicher löschen, die Steck- verbinder
schütteln und kontrollieren, ob der Fehlercode erneut erzeugt wird.
Stromweg, 12er Motor: 45
Stromweg, 14er Motor: 45
Fehlercode 36
Positionsgeber der Regelstange
Fehler: Unwahrscheinliches
Signal vom Positionsgeber der Regelstange.
Ursache: Zu
hohes oder zu niedriges Spannungsniveau am Stift 9, 10 oder 11.
Anmerkung: Bei
Steuergeräten, die bis einschließlich April 1996 gefertigt wurden, wird
der Stellmagnet stromlos (der Motor wird abgeschaltet).
Bei Steuergeräten, die von April 1996 an gefertigt wurden, fällt die
Motordrehzahl auf einen Wert kurz über der norma- len Leerlaufdrehzahl
zurück. Das Fahrzeug läßt sich in die nächste Werkstatt notfahren. Der
Motor läßt sich nicht mit dem Fahrpedal beeinflussen.
Der Fehler kann gleichzeitig mit dem Fehlercode 35 auftreten.
Maßnahme: Positionsgeber
der Regelstange, Steckverbinder und Verkabelung kontrollieren.
Nach Unterbrechungen in der Verkabelung suchen. Die Span- nung
einschalten. Den Fehlercodespeicher löschen, die Steck- verbinder
schütteln und kontrollieren, ob der Fehlercode erneut erzeugt wird.
Stromweg, 12er Motor: 45
Stromweg, 14er Motor: 45
Fehlercode 37
Notstopp
Fehler: Signal
vom Notstoppschalter.
Ursache: Der
Stift 25 des Steuergerätes hat Verbindung mit Masse gehabt.
Anmerkung: Bei
stillstehendem Fahrzeug wird der Motor abgeschaltet. Beim Fahren fällt
der Motor auf Leerlaufdreh- zahl zurück. Auf die Weise wird. u.a. die
Servowirkung der Lenkung erhalten.
Der Fehlercode wird bei jedem Verwenden des Notstopp- schalters erzeugt.
Häufig liegt dabei kein Fehler im System vor. Sollte jedoch ein Fehler
in der Leitung zwischen Steuer- gerät und Notstoppschalter vorliegen,
kann der Fehlercode wertvoll sein.
Der Fehlercode wird nur bei Steuergeräten, die bis einschließ- lich
April 1996 gefertigt wurden, erzeugt. Steuergeräte, die danach gefertigt
wurden, erzeugen keinen Fehlercode bei Betätigung des Notstoppschalters.
Maßnahme: Schalter,
Steckverbinder und Verkabelung kon- trollieren.
Stromweg, 12er Motor: 94
Stromweg, 14er Motor: 94
Fehlercode 41
Fahrpedalgeber
Fehler: Unwahrscheinliches
Signal vom Potentiometer des Fahrpedalgebers.
Ursache: Die
Eingangsspannung an Stift 27 ist zu niedrig oder zu hoch.
Anmerkung: Die
Spannung ist niedriger als 0,25 V oder höher als 4,00 V gewesen.
Die Gasbetätigung wird auf Leerlaufdrehzahl verringert, wenn der Fehler
auftritt. Das Drehmoment des Motors wird begrenzt.
Das Fahrzeug kann mit dem Gasbetätigungsschalter zur näch- sten
Werkstatt notgefahren werden. Beim Notfahren gibt ein losgelassenes
Fahrpedal Leerlauf und ein gedrücktes Pedal (Gasbetätigungsschalter
geschlossen) die Hälfte von Vollgas. Der Geschwindigkeitsregler kann
verwendet werden, wenn die Geschwindigkeit 35 km/h überschreitet.
Maßnahme: Potentiometer,
Steckverbinder und Verkabelung kontrollieren.
Stromweg, 12er Motor: 71
Stromweg, 14er Motor: 71
Fehlercode 42
Fahrpedalgeber
Fehler: Unwahrscheinliche
Abweichung zwischen Potentio- meter des Fahrpedalgebers und dem
Gasbetätigungsschalter.
Ursache: Zu
niedrige Eingangsspannung an Stift 27 während gleichzeitig Stift 39 mit
Masse verbunden ist. Zu hohe Ein- gangsspannung an Stift 27 während
gleichzeitig Stift 39 nicht mit Masse verbunden ist.
Anmerkung: Die
Spannung ist niedriger als 0,49 V gewesen, gleichzeitig war der
Gasbetätigungsschalter geschlossen, oder die Spannung ist höher als 0,90
V gewesen und gleichzeitig war der Gasbetätigungsschalter offen.
Die Drehzahl des Motors ist etwas höher als die normale
Leerlaufdrehzahl. Der Motor läßt sich nicht mit dem Fahrpe- dal
beeinflussen. Der Geschwindigkeitsregler kann verwendet werden, wenn die
Geschwindigkeit 35 km/h übersteigt.
Das Drehmoment des Motors wird begrenzt.
Maßnahme: Potentiometer
kontrollieren. Potentiometer und Gasbetätigungsschalter vergleichen.
Steckverbinder und Ver- kabelung kontrollieren.
Stromweg, 12er Motor: 71,
107
Stromweg, 14er Motor: 71,
107
Fehlercode 43
CAN-Kommunikation
Fehler: Fehler
im CAN-Kommunikationskreis.
Ursache: Interner
Fehler im Steuergerät.
Anmerkung: Der
Fehler beeinflußt nicht die Funktionstüch- tigkeit des Motors, aber
andere Steuergeräte erhalten keine Motorinformationen. Sie (z.B. ABS/TC
oder Opticruise) kön- nen nicht die Kontrolle über die Motorfunktionen
überneh- men.
Maßnahme: Steuergerät
auswechseln.
Stromweg, 12er Motor:- Stromweg,
14er Motor:-
Fehlercode 44
Nadelbewegungssensor
Fehler: Die
Anzahl der Impulse vom Nadelbewegungssensor ist größer gewesen, als sie
im Vergleich zur Motordrehzahl sein sollte.
Ursache: Die
Frequenz des Signals an Stift 32 ist vom Dreh- zahlsignal an Stift 21
abgewichen.
Anmerkung: Solange
der Fehler auftritt, wird die Drehzahl des Motors begrenzt.
Der Fehlercode kann nur bei einem Motor mit regelbarem Förderbeginn
auftreten. Der Fehler kann gleichzeitig mit dem Fehlercode 31 auftreten.
Leuchtet die Kontrollampe beim Abgasbremsen auf, hat wahrscheinlich die
Düsenhalterkombination mit dem Nadel- bewegungssensor zu niedrigen
Öffnungsdruck.
Maßnahme: Nadelbewegungssensor,
Steckverbinder und Verkabelung kontrollieren.
Nach Luftleckagen in die Kraftstoffanlage suchen, sowohl auf der Ansaug-
als auch auf der Druckseite.
Stromweg, 12er Motor: -
Stromweg, 14er Motor: 67
Fehlercode 45
Nadelbewegungssensor
Fehler: Die
Anzahl der Impulse vom Nadelbewegungssensor ist geringer gewesen, als
sie im Vergleich zur Motordrehzahl sein sollte.
Ursache: Die
Frequenz des Signals an Stift 32 ist vom Dreh- zahlsignal an Stift 21
abgewichen.
Anmerkung: Solange
der Fehler auftritt, wird die Drehzahl des Motors begrenzt.
Der Fehlercode kann nur bei einem Motor mit regelbarem Förderbeginn
auftreten. Der Fehler kann gleichzeitig mit dem Fehlercode 31 auftreten.
Luft in der Kraftstoffanlage kann bewirken, daß die Düsenna- del nicht
ordnungsgemäß öffnet, z.B. nach Austausch des Kraftstoffilters.
Der Fehler kann von einer schwergängigen Düsennadel verur- sacht werden.
Maßnahme: Nadelbewegungssensor,
Steckverbinder und Verkabelung kontrollieren.
Düsenhalterkombinationen kontrollieren.
Stromweg, 12er Motor: -
Stromweg, 14er Motor: 67
Fehlercode 46
Nadelbewegungssensor
Fehler: Unwahrscheinlicher
Widerstand im Kreis des Nadel- bewegungssensors.
Ursache: Das
Steuergerät hat festgestellt, daß der Widerstand im Kreis zwischen den
Stiften 32 und 17 zu niedrig oder zu hoch gewesen ist.
Anmerkung: Solange
der Fehler auftritt, wird die Drehzahl des Motors begrenzt.
Der Fehlercode kann nur bei Motoren mit regelbarem Förder- beginn
vorkommen.
Maßnahme: Nadelbewegungssensor,
Steckverbinder und Verkabelung kontrollieren.
Stromweg, 12er Motor: -
Stromweg, 14er Motor: 67
Fehlercode 61
Nachlaufkontrolle
Fehler: Das
Steuergerät ist unterbrochen worden, bevor die Nachlaufkontrolle
abgeschlossen werden konnte.
Ursache: Die
Spannung an den Stiften 15 und 16 ist zu früh abgefallen.
Anmerkung: Die
Nachlaufkontrolle beinhaltet, daß das Steu- ergerät eine
Funktionskontrolle durchführt, nachdem die Spannung mit dem Schlüssel
abgeschaltet wurde.
Wird die Nachlaufkontrolle zehnmal hintereinander unterbro- chen, wird
das Drehmoment des Motors begrenzt. Sobald das Steuergerät es schafft,
eine Nachlaufkontrolle durchzuführen, ohne unterbrochen zu werden, wird
der Fehler als behoben betrachtet.
Der Motor muß immer mit dem Zündschlüssel ausgeschaltet werden. Falls
vorhanden, darf der Batteriehauptschalter nicht abgeschaltet werden,
bevor die Lampe erloschen ist.
Maßnahme: Kontrollieren,
daß die Kontrollampe einen kur- zen Moment aufleuchtet, nachdem die
Spannung mit dem Schlüssel abgeschaltet wurde.
Steckverbinder und Verkabelung an die Stifte 15, 16 und 46 des
Steuergerätes kontrollieren. Die Spannungsversorgung kann durch
Anschließen von Zusatzausrüstung gestört wer- den.
Stromweg, 12er Motor: 32
Stromweg, 14er Motor: 32
Fehlercode 62
Kraftstoffventil
Fehler: Die
Motordrehzahl sinkt nicht schnell genug, wenn der Motor ausgeschaltet
wird.
Ursache: Die
Frequenz der Drehzahlsignale an Stift 21 und 22 nimmt nicht schnell
genug ab, nachdem die Spannung an Stift 47 verschwunden ist.
Anmerkung: Die
Drehzahl muß mit mindestens 150/min innerhalb von 4 s abnehmen.
Der Stellmagnet wird stromlos (der Motor wird abgeschaltet). Beim
nächsten Anlassen des Motors ist das Drehmoment begrenzt. Sinkt danach
bei erneutem Ausschalten die Dreh- zahl schnell genug, wird das normale
Drehmoment wieder- hergestellt.
Eine wahrscheinliche Fehlerursache ist Luft im Kraftstoffsy- stem oder
eine interne Leckage im Kraftstoffventil.
Der Fehler kann gleichzeitig mit dem Fehlercode 63 auftreten.
Maßnahme: Kontrollieren,
daß die Spannungsversorgung am Kraftstoffventil sofort nach Ausschalten
der Spannung mit dem Schlüssel verschwindet.
Wenn die Drehzahl auf 350/min gesunken ist, wird das Kraft- stoffventil
wieder unter Spannung gesetzt. Danach liegt die Spannung so lang am
Ventil an, bis die Nachlaufkontrolle abgeschlossen ist und die
Kontrollampe erlischt.
Nach Luftleckagen in die Kraftstoffanlage an der Leitung zwischen
Kraftstoffventil und Versorgungspumpe suchen. Das Überströmventil
kontrollieren.
Stromweg, 12er Motor: 27,
39, 57, 62
Stromweg, 14er Motor: 9,
27, 57, 62
Fehlercode 63
Endstufe
Fehler: Unterbrechung
oder Kurzschluß im Kreis, der von der Endstufe des Steuergerätes
gesteuert wird.
Ursache: Unterbrechung
oder Kurzschluß mit Masse in der Leitung an den Stift 14.
Anmerkung: Das
Kraftstoffventil schließt und der Motor hält an. Bei einem Wackelkontakt
läuft der Motor ungleichmäßig.
Verschwindet der Fehler von selbst, muß die Spannung aus-
/angeschaltet werden (Nachlaufkontrolle), bevor das Steuer- gerät die
Funktion als normal auffaßt.
Der Fehler kann gleichzeitig mit dem Fehlercode 62 auftreten.
Maßnahme: Steckverbinder,
Verkabelung und Kraftstoff- ventil kontrollieren.
Stromweg, 12er Motor: 57
Stromweg, 14er Motor: 57
Fehlercode 64
Versorgungsrelais
Fehler: Spannungsversorgung
an das Steuergerät vorhanden, obwohl der Zündschlüssel sich in
Sperrstellung befindet.
Ursache: Spannung
an den Stiften 15 und 16 noch vorhan- den, obwohl die Spannung am Stift
47 verschwunden ist.
Anmerkung: Das
Versorgungsrelais ist nach Beendigung der Nachlaufkontrolle nicht
stromlos geworden.
Die Kontrolle leuchtet ununterbrochen, obwohl die Spannung abgeschaltet
ist. Die Funktion des Motors wird nicht beein- flußt, der Motor kann
erneut gestartet werden.
Wenn die Kontrollampe leuchtet, muß das Versorgungsrelais entfernt
werden, bevor der Steckverbinder des Steuergerätes abgeklemmt werden
darf.
Maßnahme: Das
Versorgungsrelais entfernen und beobach- ten, ob die Kontrollampe
erlischt. Erlischt sie, ist das Relais defekt oder die Leitung an den
Stift 46 mit Masse kurzge- schlossen. Leuchtet die Lampe immer noch, ist
die Verkabe- lung an die Stifte 15 und 16 mit +24 V kurzgeschlossen.
Stromweg, 12er Motor: 27,
33
Stromweg, 14er Motor: 27,
33
Fehlercode 81
Steuergerät
Fehler: Interner
Fehler im Steuergerät.
Ursache: Die
beiden Mikroprozessoren haben die Verbin- dung zueinander verloren.
Anmerkung: Der
Stellmagnet wird stromlos (der Motor wird abgeschaltet).
Maßnahme: Steuergerät
auswechseln.
Stromweg, 12er Motor: -
Stromweg, 14er Motor: -
Fehlercode 82
Nachlaufkontrolle
Fehler: Das
Steuergerät hat während der Nachlaufkontrolle einen Fehler entdeckt. Die
Position der Regelstange weicht vom vorprogrammierten Wert ab.
Ursache: Das
Ausgangssignal an Stift 1 und 2 (Stellmagnet, Kraftstoffmenge) stimmt
nicht mit dem Eingangssignal an Stift 9, 10 und 11 (Positionsgeber der
Regelstange) überein.
Anmerkung: Während
der Nachlaufkontrolle regelt das Steu- ergerät die Regelstange in eine
vorprogrammierte Position und läßt den Positionsgeber diese ermitteln.
Danach wird der Strom an den Stellmagneten unterbrochen.
Sollte das Steuergerät bei diesem Test einen Fehler entdek- ken, wird
beim nächsten Anlassen das Drehmoment des Motors begrenzt.
Tritt der Fehlercode 82 gleichzeitig mit einem der Fehlerco- des 32, 35
oder 36 auf, liegt die Fehlerursache wahrscheinlich außerhalb des
Steuergerätes.
Tritt der Fehlercode 82 einzeln auf, deutet dies auf einen internen
Fehler im Steuergerät hin.
Maßnahme: Kontrollieren,
ob weitere Fehlercodes vorhan- den sind, z.B. 32, 35 oder 36. Zuerst
diese Fehler beheben. Wenn der Code 82 einzeln auftritt, muß das
Steuergerät aus- getauscht werden.
Stromweg, 12er Motor: 42
Stromweg, 14er Motor: 42
Fehlercode 83
Steuergerät
Fehler: Interner
Fehler im Steuergerät.
Ursache: Das
Steuergerät hat festgestellt, daß der Fehlerco- despeicher nicht
ordnungsgemäß funktioniert.
Anmerkung: Der
Fehler beeinflußt nicht die Funktion des Motors.
Maßnahme: Den
Fehlercode löschen und kontrollieren, ob der Fehlercode erneut erzeugt
wird. Wenn dies der Fall ist, das Steuergerät auswechseln.
Das Steuergerät ist über einen 55-poligen Steckverbinder mit den übrigen
EDC-Syste- men verbunden.
37 19
50
51 52 53 54 55
32
33 34 35 36 37
9
10
11
12
14 15
16
17
18
19
13
55
38 39 40 41 42 43 44 45 46 47 48 49
20 21
22 23 24 25 26 27 28 29 30 31
1 2
3
4
5
6
7
8
100 296
Steckverbinder für das Steuergerät
Stellmagnet für die Kraftstoffmenge.
Stellmagnet für die Kraftstoffmenge.
Stellmagnet für den Förderbeginn.
Stellmagnet für den Förderbeginn.
Nicht belegt.
Nicht belegt.
Nicht belegt.
Nicht belegt.
Eingangssignal von der Meßspule des Positionsgebers der Regelstange.
Eingangssignal von der Referenzspule des Positionsgebers der
Regelstange.
Versorgung an den Positionsgeber der Regelstange.
Nicht belegt.
Erdung des Gebers.
Spannungsversorgung +24 V an das Kraftstoffventil.
Spannungsspeisung +24 V vom Versor- gungsrelais zum Steuergerät
Spannungsspeisung +24 V vom Versor- gungsrelais zum Steuergerät.
Erdung des Gebers.
Erdung des Steuergeräts am Fahrgestell.
Erdung des Steuergeräts am Fahrgestell.
Eingangssignal +24 V vom Diagnose- schalter. Ausgangssignal +24 V
für die Aktivierung von Diagnoselampe und Kontrollampe.
Eingangssignal vom Haupt-Drehzahlge- ber.
Eingangssignal vom Ersatz-Drehzahlge- ber.
Eingangssignal für begrenzte Handgas- funktion. Das Erden des
Stiftes begrenzt die Handgasdrehzahl. Ist gleichzeitig der Stift 41
geerdet, erhält man die Funktion ”gesperrte Drehzahl”.
Eingangssignal vom Bremspedalschalter 2. Das Erden des Stiftes wird
vom Steuergerät als gedrücktes Bremspedal interpretiert.
Eingangssignal für Notstopp. Das Erden des Stiftes führt zum
Notstopp des Motors.
Eingangssignal vom Kupplungspedal- schalter. Das Erden des Stiftes
deutet das Steuergerät als gedrücktes Kupplungspe- dal.
Eingangssignal vom Potentiometer im Fahrpedalgeber. Der Stift erhält
eine Signalspannung, die davon abhängt, wie weit das Fahrpedal
gedrückt wird.
Nicht angeschlossen (Ausgangssignal für Motordrehzahl).
PWM-Signal, Ausgangssignal für Gasbe- tätigung.
CAN-Kommunikation, L-Leitung.
CAN-Kommunikation, H-Leitung.
Eingangssignal vom Nadelbewegungs- sensor.
Spannungsversorgung (+5 V) an Lade- luftdrucksensor.
Eingangssignal vom Drehmomentbegren- zer 2. Das Erden des Stiftes
liefert die Funktion Drehmomentbegrenzer 2. Ist gleichzeitig der
Stift 35 geerdet, bekommt man statt dessen die Funktion
Drehmomentbegrenzer 3.
Eingangssignal vom Drehmomentbegren- zer 1. Das Erden des Stiftes
liefert die Funktion Drehmomentbegrenzer 1. Ist gleichzeitig der
Stift 34 geerdet, bekommt man statt dessen die Funktion
Drehmomentbegrenzer 3.
Eingangssignal vom Ladeluftdrucksen- sor.
Nicht belegt.
Nicht belegt.
Eingangssignal vom Gasbetätigungs- schalter. Das Erden des Stiftes
interpre- tiert das Steuergerät als gedrücktes Fahrpedal.
Eingangssignal für das Ausschalten des Geschwindigkeitsreglers.
Durch +24 V am Stift wird der Geschwindigkeitsregler ausgeschaltet.
Eingangssignal für erhöhte Leerlaufdreh- zahl. Das Erden des Stiftes
liefert die Funktion ”erhöhter Leerlauf”. Ist gleich- zeitig der
Stift 23 geerdet, erhält man statt dessen die Funktion ”gesperrte
Dreh- zahl”.
Eingangssignal für verlangte Leerlauf- drehzahl. Durch +24 V am
Stift erhält man die Leerlaufdrehzahl.
Eingangssignal vom Bremspedalschalter
Die unterbrochene Masseverbindung interpretiert das Steuergerät
als gedrück- tes Bremspedal.
Eingangssignal von den Bedienelementen des Geschwindigkeitsreglers.
Das Steuer- gerät erfaßt das Spannungsniveau zwi- schen Stift 44 und
13.
Spannungsversorgung +5 V an das Poten- tiometer im Fahrpedalgeber.
Ausgangssignal für die Aktivierung des Versorgungsrelais. Der Stift
erdet das Relais.
Eingangssignal +24 V vom Zündschloß (Zündschlüssel in Fahrstellung).
Diagnoseleitung K.
Diagnoseleitung L.
Ab Werk nicht angeschlossen. Eingangs- signal für
Geschwindigkeitsregler 2.
+24 V an den Stift aktiviert den Geschwindigkeitsbegrenzer 2.
Geschwindigkeitssignal vom Fahrtschrei- ber Ausgang D3.
PWM-Signal, Eingangssignal für Motor- regelung.
Eingangssignal vom Kühlmitteltempera- tursensor. Das Steuergerät
erfaßt die Spannung zwischen Stift 53 und 13.
Nicht belegt
Eingangssignal vom Ladelufttemperatur- sensor. Das Steuergerät
erfaßt das Span- nungsniveau zwischen Stift 5 und 13.
Der Abschnitt für 12er Motoren wird mit einer Abbildung über die
Anordnung der elektrischen Komponenten eingeleitet.
Die Komponentenabbildung ist eine Prinzip- darstellung. Sie gilt
sowohl für Links- als auch für Rechtslenker.
Nach der Komponentenabbildung folgen elektrische Schaltpläne. Diese
sind mit fort- laufenden Stromwegnummern versehen. Die
Stromwegverweise aus der Fehlercodeliste verwenden, um den richtigen
Schaltplan und betroffene Komponenten zu finden.
Der Abschnitt über den 14er Motor ist in gleicher Weise aufgebaut.
Die Schaltpläne enthalten die Bezeichnungen der Komponenten, z.B.
E12. Die vollständi- gen Bezeichnungen und eventuelle Meßwerte
liegen unter der Gruppe 16 im Servicehand- buch vor.
Änderungen in den elektrischen Schaltplänen:
12er Motor, Stromweg 37: Die Leitungen C2-11 sind bei Fahrzeugen,
die ab Januar 1998 gefertigt werden, zu C2-14 versetzt worden.
14er Motor, Stromweg 39: Die Leitungen C2-11 sind bei Fahrzeugen,
die ab Januar 1998 gefertigt werden, zu C2-14 versetzt worden.
Entsprechende Änderungen können bei älteren Fahrzeugen auch durchgeführt
worden sein.
Der Motor weist in bezug auf Zug- kraft, Leistung und
Drehmoment Mängel auf.
Der Ladeluftdrucksensor ist verstopft. Er reagiert langsa-
mer auf Veränderungen des Ladeluftdrucks. Die Folge ist, daß
der Motor bei Drücken des Fahrpedals als lahm emp- funden
wird. Es wird kein Fehlercode erzeugt, da sich das Signal
vom Sensor die ganze Zeit innerhalb zulässiger Grenzen
bewegt.
Luftleckage in den Kraftstoffleitungen auf der Ansaugseite
oder undichtes Überströmventil.
Niedriger Förderdruck von der Förderpumpe. Die Förder- pumpe
muß einen Druck von 3-4 bar liefern.
Verwechselte Leitungen am Ladeluftdrucksensor können ein
konstantes Drucksignal innerhalb der zulässigen Gren- zen
mit sich führen.
Schwarzer Qualm bei Gasbetätigung.
Der Ladeluftdrucksensor klemmt und liefert einen konstant zu
hohen Ladeluftdruck.
Verwechselte Leitungen am Ladeluftdrucksensor können ein
konstantes Drucksignal innerhalb der zulässigen Gren- zen
mit sich führen.
Falsche Motorleistung.
Falscher Förderbeginn am Schwungrad eingestellt.
Geschwindigkeitsregler funktioniert nicht.
Der Kupplungspedalschalter funktioniert nicht. Der Stift 26
ist geerdet.
+24 V Spannung an Stift 40.
Motor läuft nur mit Leerlaufdrehzahl.
+24 V Spannung an Stift 42.
Der Motor läßt sich nicht starten.
Fehler in der Spannungsversorgung an Stift 15 und 16.
Unterbrechung in der Leitung an Stift 46 oder 47.
Der Motor jagt etwas hoch, wenn der Geschwindigkeitsregler
mit Hilfe des Brems- oder Kupplungspedals ausge- schaltet
wird.
Brems- oder Kupplungspedalschalter öffnen zu spät.
Der Geschwindigkeitsregler kann nicht mit dem Kupplungspedal
ausge- schaltet werden.
Der Kupplungspedalschalter funktioniert nicht, weshalb der
Stift 26 beim Drücken des Pedals nicht geerdet wird.
Die Kontrollampe leuchtet, aber keine Fehlercodes sind mit
der Diagnose- lampe abrufbar.
Der Fehlercodespeicher, auf den man nur mit Hilfe eines PCs
zugreifen kann, ist voll.
Geschwindigkeitsbegrenzer funktio- niert nicht.
Der Fahrtschreiber ist außer Funktion.
Kurzzeitiges Zucken des Motors, das als Fehlzündung
empfunden werden kann.
Das Steuergerät ermittelt eine falsche Drehzahl und schaltet
die Kraftstoffzufuhr kurzzeitig ab. Der Motor bleibt dabei
nie stehen und es wird aufgrund der Kürze der Erscheinung
kein Fehlercode erzeugt. Der Fehler ist bei Steuergeräten,
die ab einschließlich Mai 1997 gefertigt werden, behoben.
Achtung! Bitte
bedenken, daß EDC eine gewöhnliche mechanische Kraftstoffanlage ist, die
mit einer elektronischen Steuerung ver- sehen worden ist. Die Fehler,
die bei einer Kraftstoffanlage ohne EDC auftreten können wie z.B.
defekte Düsenhalterkombinationen, können auch bei einem mit EDC
ausgerüsteten Fahrzeug auftreten.
Bei Fahrzeugen ohne Koordinator werden die Sonderfunktionen
angeschlossen, indem einige der EDC-Steuergeräte-Pins über Stecker
C107 an Masse gelegt werden.
Drehzahlbegrenzer 2 wird durch Anlegen von
+24 V an einen der EDC-Steuergeräte-Pins angeschlossen.
Der Anschluß der verschiedenen Funktionen wird unter
Arbeitsbeschreibung beschrieben.
Fahrzeuge mit Koordinator
Bei Fahrzeugen mit Koordinator werden die Sonderfunktionen
angeschlossen, indem einige der Koordinator-Pins über Stecker C271
an Masse gelegt werden.
Das EDC-Steuergerät empfängt dann vom Koordinator eine CAN-Meldung
über die ausgewählte Funktion.
Der Anschluß der verschiedenen Funktionen wird unter
Arbeitsbeschreibung beschrieben.
Die Sonderfunktionen können je nach Anwendung unterschiedlich
aktiviert werden. Die Aktivierung kann entweder manuell durch den
Fahrer (über einen Schalter) oder automatisch durch Ansteuerung
eines bestimmten Bauteils erfolgen.
Die Notabschaltung ermöglicht ein schnelles Abschalten des Motors in
Notfällen wie z. B. bei einem Unfall während des Kranbetriebs.
Bei Betätigen der Notabschaltung wird bei stehendem Fahrzeug der
Motor sofort abgeschaltet. Während der Fahrt wird der Motor auf
Leerlaufdrehzahl gedrosselt, aber nicht abgeschaltet. Dies
gewährleistet z. B. die weitere Funktion der Servolenkung.
Diese Funktion wird durch Anlegen eines Pins an Stecker C107 bzw.
C271 an Masse aktiviert.
Im Motorraum von Bussen befindet sich eine Abschalttaste.
Die Drehzahlregelung umfaßt vier verschiedene Funktionen. Diese
Funktionen sind wie folgt definiert:
Normale Hand-Drehzahlregelung, Modus 0 Begrenzte
Hand-Drehzahlregelung, Modus 1 Erhöhte Leerlaufdrehzahl, Modus 2
Festdrehzahl, Modus 3
Normalerweise wird die Funktion Normale Hand-Drehzahlregelung
verwendet. Die Drehzahl ist dabei nicht begrenzt.
Zusätzliche elektrische Systeme können so angeschlossen werden, daß
bei der Benutzung dieses Systems die korrekte Funktion automatisch
aktiviert wird.
Werden verschiedene Funktionen benötigt, können die Pins an
EDC-Steuergerät bzw. Koordinator mit Hilfe eines Schalters in
unterschiedlicher Kombination an Masse angelegt werden. Für weitere
Informationen hierzu siehe Arbeitsbeschreibung.
Die Reaktion des Motors auf die verschiedenen Funktionen wird auf
der nächsten Seite beschrieben.
Normale Hand-Drehzahlregelung (Modus 0)
Bei der normalen Hand-Drehzahlregelung dreht der Motor mit der am
Bedienteil der Geschwindigkeitsregelung eingestellten Drehzahl.
Diese Funktion funktioniert ähnlich wie die
Geschwindigkeitsregelung, jedoch wird anstelle der
Fahrgeschwindigkeit die Motordrehzahl geregelt.
Dabei sind Motordrehzahlen zwischen 500 und 2000/min möglich.
Um die gewählte Drehzahl aufrecht zu erhalten, verarbeitet das
EDC-Steuergerät zuerst die Signale von den Drehzahl-Sensoren und
regelt dann entsprechend die Kraftstoffeinspritzung.
Bei der normalen Hand-Drehzahlregelung ist das Verhalten der
verschiedenen Motoren etwas unterschiedlich. Siehe Übersicht über
Motorcharakteristiken.
Verwendung der normalen Hand- Drehzahlregelung
Diese Funktion wird manuell vom Fahrer über das Bedienteil der
Geschwindigkeitsregelung aktiviert.
Voraussetzungen
Das Bedienteil der Geschwindigkeitsregelung muß sich in Stellung ON
befinden.
Die Fahrgeschwindigkeit darf 10 km/h nicht überschreiten.
Drehzahl mit dem Bedienteil der Geschwindigkeitsregelung einstellen
RES drücken, der Motor dreht dann mit der zuletzt eingestellten
Drehzahl.
Durch Drücken von ACC oder RET die gewünschte neue Drehzahl
einstellen.
Dann RES mindestens 3 Sekunden drücken; die eingestellte Drehzahl
wird gespeichert.
Zur Leerlaufdrehzahl übergehen
OFF drücken oder
Brems- oder Kupplungspedal betätigen oder
Abgasbremse oder Retarder einschalten
Begrenzte Hand- Drehzahlregelung (Modus 1)
Mit der begrenzten Hand-Drehzahlregelung wird eine Motordrehzahl und
ein Motordrehmoment eingestellt, das der Motor dann nicht
überschreitet. Die Höchstwerte sind innerhalb der folgenden Bereiche
einstellbar:
• 700
- 2000/min
mindestens 200 Nm, maximal Höchstdrehmoment des Motors
Dies schützt beispielsweise an den Nebenantrieb angeschlossene
Einheiten vor Überlastung.
Diese Funktion wird durch Anlegen eines Pins an Stecker C107 bzw.
C271 an Masse aktiviert.
Die oben beschriebenen Eigenschaften werden mit Scania Programmer
eingestellt.
Unterschiedliche Motordrehzahlen, die unter den mit Scania
Programmer eingestellten liegen, können mit dem Bedienteil der
Geschwindigkeitsregelung eingestellt werden.
Mit Scania Programmer kann auch eingestellt werden, ob das Fahrzeug
bei aktivierter begrenzter Hand-Drehzahlregelung mit dem Fahrpedal
beeinflußt werden kann.
Bei der begrenzten Hand-Drehzahlregelung ist das Verhalten der
verschiedenen Motoren etwas unterschiedlich. Siehe Übersicht über
Motorcharakteristiken während der Drehzahlregelung.
Verwendung der begrenzten Hand- Drehzahlregelung (Modus 1)
Diese Funktion kann entweder manuell durch den Fahrer (über einen
Schalter) oder automatisch durch Ansteuerung eines bestimmten
Bauteils aktiviert werden.
Voraussetzungen
Das Bedienteil der Geschwindigkeitsregelung muß sich in Stellung ON
befinden.
Die Fahrgeschwindigkeit darf 10 km/h nicht überschreiten.
Höchstgrenze für Drehzahl und Drehmoment einstellen
Höchstdrehzahl und Höchstdrehmoment im Scania Programmer einstellen.
Neue Drehzahl mit dem Bedienteil der Geschwindigkeitsregelung
einstellen
Es können nur Motordrehzahlen eingestellt werden, die unter dem mit
Scania Programmer eingestellten Grenzwert liegen.
RES drücken, der Motor dreht dann mit der zuletzt eingestellten
Drehzahl.
Durch Drücken von ACC oder RET die gewünschte neue Drehzahl
einstellen.
Dann RES mindestens 3 Sekunden drücken, die eingestellte Drehzahl
wird gespeichert.
WICHTIG! Wird
die Drehzahlgrenze mit Scania Programmer verringert und der Pin an
Masse angelegt, erhöht sich die Motordrehzahl dennoch auf den zuvor
eingestellten Wert.
Vor dem Einsatz dieser Funktion, muß daher stets geprüft werden, ob
die Funktion bereits aktiviert ist. Funktion aktivieren. ACC und
anschließend RES drei Sekunden drücken und Obergrenze mit Scania
Programmer einstellen.
Zur Leerlaufdrehzahl übergehen
OFF drücken oder
Brems- oder Kupplungspedal betätigen oder
Abgasbremse oder Retarder einschalten
Erhöhte Leerlaufdrehzahl (Modus 2)
Mit der Funktion Erhöhte Leerlaufdrehzahl wird eine Motordrehzahl
eingestellt, die der Motor dann nicht unterschreitet. Dadurch kann
z. B. Luftdruck aufgebaut oder der Motor aufgewärmt werden. Die
Funktion ist auch bei Fahrzeugen mit Zementmischer sinnvoll.
Diese Funktion wird durch Anlegen eines Pins an Stecker C107 bzw.
C271 an Masse aktiviert.
Die untere Drehzahl wird am Bedienteil der Geschwindigkeitsregelung
zwischen 500 und 800/min eingestellt.
Bei der Funktion Erhöhte Leerlaufdrehzahl ist das Verhalten der
verschiedenen Motoren etwas unterschiedlich. Siehe Übersicht über
Motorcharakteristiken.
Verwendung der erhöhten Leerlaufdrehzahl (Modus 2)
Diese Funktion kann entweder manuell durch den Fahrer (über einen
Schalter) oder automatisch durch Ansteuerung eines bestimmten
Bauteils aktiviert werden.
Gewünschte erhöhte Leerlaufdrehzahl mit der Geschwindigkeitsregelung
einstellen
Funktion aktivieren.
Das Bedienteil der Geschwindigkeits- regelung muß sich in Stellung
ON befinden.
Motor im Leerlauf drehen lassen und durch Drücken von ACC oder RET
einen neuen Grenzwert einstellen.
Dann RES mindestens 3 Sekunden drücken; die eingestellte Drehzahl
wird gespeichert.
Auf normale Leerlaufdrehzahl zurückstellen
Funktion deaktivieren.
Festdrehzahl (Modus 3)
Mit Scania Programmer können bei der Funktion Festdrehzahl folgende
zwei Grenzwerte eingestellt werden.
Ein maximales Drehmoment. Das Drehmoment kann auf einen Wert
zwischen 200 Nm und Maximaldrehmoment eingestellt werden.
Eine Drehzahl, die der Motor aufrecht halten muß. Dabei sind
Motordrehzahlen zwischen 600 und 2000/min möglich.
Diese Funktion wird durch Anlegen eines Pins an Stecker C107 bzw.
C271 an Masse aktiviert.
Wenn diese Funktionen aktiv sind, ist eine Steuerung der Drehzahl
mit dem Fahrpedal oder dem Bedienteil der Geschwindigkeits- regelung
nicht mehr möglich. Diese Funktion ist für Anwendungen sinnvoll, die
eine hohe Präzision erfordern, z. B. beim Betrieb eines Krans mit
langem Ausleger.
Bei der Funktion Festdrehzahl ist das Verhalten der verschiedenen
Motoren etwas unterschiedlich. Siehe Übersicht über
Motorcharakteristiken.
Verwendung der Festdrehzahl (Modus 3)
Diese Funktion kann entweder manuell durch den Fahrer (über einen
Schalter) oder automatisch durch Ansteuerung eines bestimmten
Bauteils aktiviert werden.
Voraussetzungen
Die Fahrgeschwindigkeit darf 10 km/h nicht überschreiten.
Drehzahl und maximales Drehmoment einstellen
Drehzahl und maximales Drehmoment mit Scania Programmer einstellen.
Zur Leerlaufdrehzahl übergehen
Brems- oder Kupplungspedal betätigen oder
Abgasbremse oder Retarder einschalten
Übersicht über Motorcharakteristiken während der Drehzahlregelung
Normale Hand- Drehzahlregelung (Modus 0)
Begrenzte Hand- Drehzahlregelung (Modus 1)
Erhöhte Leerlaufdrehzahl (Modus 2)
EDC MS5 EDC MS6 (EU21)
EDC MS6 (EU32)
und
EDC S6
A A B
A A
B B
Festdrehzahl (Modus 3) B B A
1 =
Motortypen DC 1101, DC 1102, DC 1107,
DSC 1203 und DSC 1205
2 =
Andere Motortypen
A =
Schnelle und präzisere Drehzahlregelung. Die Drehzahl bleibt
unabhängig von der Motorlast konstant.
B =
Langsamere Drehzahlregelung. Die Motordrehzahl kann bei Änderungen
der Motorlast kurzfristig schwanken.
Überblick über die Motordrehzahlregelung
Abschaltkriterien
Modus 0
Modus 1
Modus 2
Modus 3
OFF (Aus)
Ja
Ja
Nein
Nein
>10 km/h
Ja
Ja
Nein
Ja
Bremspedal
Ja
Ja
Nein
Ja
Abgasbremse
Ja
Ja
Nein
Ja
Retarder
Ja
Ja
Nein
Ja
Kupplungspedal
Ja
Ja
Nein
Ja
Notabschaltung
Ja
Ja
Ja
Ja
Aktivierung der Motordrehzahlregelung
Modus 0
Modus 1
Modus 2
Modus 3
ACC, RET oder RES
Ja
Ja
Nein
Nein
Speichern der Motordrehzahl
Modus 0
Modus 1
Modus 2
Modus 3
RES für 3 Sekunden
Ja
Ja
Ja
Nein
Scania Programmer
Nein
Nein
Nein
Ja
Motordrehzahlbereich
500 - 2000
500 - 2000
500 - 800
600 - 2000
Einstellung mit Scania Programmer
Modus 0
Modus 1
Modus 2
Modus 3
Höchstdrehzahl
Nein
Ja
Nein
Ja
Maximales Drehmoment
Nein
Ja
Nein
Ja
Kann das Fahrpedal bei aktiver Drehzahlregelung
verwendet werden?
Nein
Ja
Nein
Nein
Kann die Drehzahlregelung bei eingelegtem Gang verwendet
werden (nur MS5 und MS6)?
Ja
Ja
Ja
Ja
Beispiel für die Einstellung von drei Festdrehzahlen
Bestimmte Aufbauten erfordern ein oder mehrere Festdrehzahlen.
Das folgende Beispiel zeigt die Einstellung von drei Festdrehzahlen.
Das Umschalten zwischen den Drehzahlen ist möglich durch einen
Schalter, der die Pins an Masse anlegt.
Damit die Einstellungen vorgenommen werden können, muß sich das
Bedienteil der Geschwindigkeitsregelung in Stellung ON befinden.
Motordrehzahl 1
Motordrehzahl 1 mit der Funktion Erhöhte Leerlaufdrehzahl an der
Geschwindigkeitsregelung einstellen.
Motordrehzahlbereich: 500-800/min
Pin 5 an C107 bzw. C271 liegt an Masse an.
Motordrehzahl 2
Motordrehzahl 2 mit der Funktion Begrenzte Hand-Drehzahlregelung an
der Geschwindigkeitsregelung einstellen.
Motordrehzahlbereich: 500-2000/min
Pin 1 an C107 bzw. C271 liegt an Masse an.
Motordrehzahl 3
Motordrehzahl 3 mit der Funktion Festdrehzahl einstellen. Diese
Funktion wird mit Scania Programmer im Steuergerät programmiert.
Motordrehzahlbereich: 600-2000/min
Pins 1 und 5 an C107 bzw. C271 liegen an Masse an.
Drehmomentbegrenzung ist ein Überbegriff für vier verschiedene
Funktionen zur Begrenzung des Motordrehmoments. Diese Funktionen
sind wie folgt definiert:
Keine Drehmomentbegrenzung, Modus 0 Drehmomentbegrenzung 1, Modus 1
Drehmomentbegrenzung 2, Modus 2
Drehmomentbegrenzung 3, Modus 3
Normalerweise wird die Funktion Keine Drehmomentbegrenzung
verwendet. Das Motordrehmoment ist dabei nicht begrenzt.
Drehmomentbegrenzungen 1, 2 und 3 werden durch Anlegen eines Pins an
Stecker C107 bzw. C271 an Masse aktiviert.
Die Reaktion des Motors auf die verschiedenen Funktionen wird auf
der nächsten Seite beschrieben.
Keine Drehmomentbegrenzung (Modus 0)
Wenn die Funktion Keine Drehmomentbe- grenzung geschaltet ist,
verläuft die Drehmomentkurve des Motors ohne Einschränkungen.
Nm
107 460
r/min
Drehmomentbegrenzung 1 (Modus 1)
Wenn die Funktion Drehmomentbegrenzung 1 aktiviert ist, ist die
Drehmomentkurve steil. Der Drehmomentverlauf vermittelt dann das
Gefühl, daß das Drehmoment bei abnehmender Drehzahl ansteigt, z. B.
beim Fahren am Berg.
Nm
107 461
r/min
Drehmomentbegrenzung 2 (Modus 2)
Die Funktion Drehmomentbegrenzung 2 begrenzt das Drehmoment im
Drehzahlbereich bis 1000/min auf 700 Nm. Bei höheren Drehzahlen wird
die Drehmomentgrenze etwas gesenkt.
Die Funktion wird bei Fahrzeugen mit Drehmomentwandler und
Schaltkupplung verwendet. Die Funktion muß so geschaltet werden, daß
sie bei betätigtem Kupplungspedal aktiv ist. Dadurch wird ein
Überhitzen der Kupplung verhindert.
Nm
107 387
r/min
Drehmomentbegrenzung 3 (Modus 3)
Die Funktion Drehmomentbegrenzung 3 bewirkt eine steil abfallende
Drehmomentkurve. Ab einer Drehzahl von 1000/min sinkt das Drehmoment
und wird bei 1400/min vollständig zurückgenommen. Diese Funktion
kann als Alternative zur Funktion Begrenzte Hand- Drehzahlregelung
verwendet werden, um z. B. die Überlastung eines Nebenantriebs zu
verhindern.
Nm
107 388
r/min
Kundenspezifische Drehmomentkurve
Mit Scania Programmer kann eine kundenspezifische Drehmomentkurve
programmiert werden.
Diese kann zur Begrenzung von Drehmoment und Drehzahl verwendet
werden. Hierdurch läßt sich z. B. zum Schutz eines Nebenantriebs
eine maximale Drehzahl einstellen. Im Gegensatz zu anderen
Funktionen wird diese Funktion bei Betätigen des Brems- oder
Kupplungspedals nicht deaktiviert.
Das Drehmoment wird zur Begrenzung der Motordrehzahl auf 0 Nm
eingestellt. Soll die Motordrehzahl z. B. auf 1000/min begrenzt
werden, wird das Drehmoment ab 1000/min auf 0 Nm eingestellt.
Die Option, eine kundenspezifische Drehmomentkurve zu programmieren,
wurde für MS5 ab 02.98 eingeführt.
Es können zwei verschiedene Geschwindigkeitsbegrenzungen
programmiert werden: Höchstgeschwindigkeit und
Geschwindigkeitsgrenze 2. Beide Begrenzungen werden mit Scania
Programmer programmiert.
Die zwei Begrenzungen werden im folgenden näher erläutert.
Höchstgeschwindigkeit
Das EDC-Steuergerät empfängt vom Fahrtenschreiber ständig Signale
über die Fahrgeschwindigkeit. Bei Erreichen der
Höchstgeschwindigkeit begrenzt das Steuergerät die Motorlast und
verhindert so ein Überschreiten der programmierten Geschwindigkeit.
Beim Fahren mit Höchstgeschwindigkeit kann die Motordrehzahl bei
betätigtem Kupplungspedal kurzzeitig erhöht werden.
Dadurch wird das Herunterschalten während der Benutzung der
Motorbremse vereinfacht.
Geschwindigkeitsbegrenzung 2
Mit der Funktion Geschwindigkeits- begrenzung 2 kann über Scania
Programmer eine Geschwindigkeitsgrenze eingestellt werden, die unter
der Höchstgeschwindigkeit liegt. Diese niedrigere
Geschwindigkeitsgrenze ist z. B. bei Müllsammelfahrzeugen mit
außenliegender Plattform sinnvoll. Die Geschwindigkeitsbegrenzung 2
wird aktiviert, wenn eine Person auf der Plattform steht.
Bei neuen EDC-Steuergeräten ist die Geschwindigkeitsbegrenzung 2 auf
einen Standardwert von 70 km/h programmiert.
In bestimmten Fällen kann es erforderlich sein, die Motordrehzahl
über ein externes Bedienteil zu regeln, das den Funktionen ON, OFF,
ACC, RET und RES der Geschwindigkeitsregelung entspricht. Für
Informationen zum Anschluß der externen Motorregelung siehe
Schaltplan Externe Motorregelung in Hauptgruppe 16 des
Service-Handbuchs.
WICHTIG! Der
Anschluß muß dem Schaltplan genau entsprechen.
Die externe Motorregelung darf nur dann anschließbar sein, wenn die
Feststellbremse betätigt ist.
116 610
Zur Verhinderung von elektromagnetischen Störungen müssen die Kabel
zur externen Steuerung verdrillt sein.
Zur Abgasreinigung werden von Scania Partikelfilter eingesetzt,
deren Funktion auf dem CRTTM-Prinzip
basiert. CRTTMsteht
für “Continuously Regenerating Trap”, d. h. sich ständig
regenerierender Filter. Diese Technologie ermöglicht eine
Verbrennung der Rußpartikel während der Fahrt.
Scania Partikelfilter bestehen aus einem 2
Katalysator und einem Keramikfilter. Der
Katalysator wandelt den
größten Teil des 1
Kohlenwasserstoffs (HC) und Kohlenmonoxids (CO) um in Kohlendioxid
(CO2)
und Wasser.
Außerdem wird Stickoxid (NO) in Stickstoffdioxid (NO2)
umgewandelt. Der
Keramikfilter hält einen großen Teil der 3
Rußpartikel zurück, die aus Kohlenstoff (C)
120 728
bestehen. Die Rußpartikel reagieren mit dem Stickstoffdioxid und
verbrennen im Filter zu Kohlendioxid.
Scania Partikelfilter reduzieren die 4
Kohlenwasserstoff-, Kohlenmonoxid- und
Rußemissionen beträchtlich.
Der Partikelfilter ersetzt den bisher verwendeten Schalldämpfer.
Scania Partikelfilter
Abgaseinlaß
Katalysator
Filterelement
Abgasauslaß
Leerlauf und Nebenabtrieb
Zur Verbrennung der Rußpartikel im Filter ist eine ausreichend hohe
Abgastemperatur zwischen 250 °C und 450 °C erforderlich.
Bei geringer Motorlast, z. B. bei Verwendung des Nebenabtriebs oder
im Leerlauf, erfolgt
u. U. nach einiger Zeit nur noch eine teilweise Verbrennung der
Rußpartikel.
Als geringe Motorlast gelten die folgenden Lastzustände:
Betrieb des Nebenabtriebs
Leerlaufbetrieb
Stadtverkehr mit hohem Leerlaufanteil Scania empfiehlt deshalb
Folgendes:
Motor nicht länger als drei Stunden mit geringer Last betreiben.
Danach muß der Motor für ca. 30 Minuten wieder mit erhöhter Last
betrieben werden,
z. B. mit höherer Geschwindigkeit in den oberen Gängen.
Kraftstoff
Der Betrieb eines Scania Partikelfiltersystems setzt einen
Dieselkraftstoff mit einem Schwefelgehalt von maximal 50 ppm (0,005%
Gewichtsanteil) voraus. Bei einem höheren Schwefelanteil kann der
Partikelfilter beschädigt werden.
Arbeitsbeschrei- bung
Sicherheit
Beim Betrieb des Fahrzeugs in der Werkstatt gelten die gleichen
Sicherheitsvorschriften wie bei Fahrzeugen ohne Partikelfilter.
Während des Motorbetriebs erwärmt sich das Abgassystem, es besteht
Verbrennungsgefahr. Vor Arbeiten am Partikelfilter muß
sichergestellt sein, daß das Abgassystem ausreichend abgekühlt ist.
Wartung
Die Wartung des Scania Partikelfilters erfolgt nach Intervallen in
den Wartungsanweisungen.
Das Abgasrohr muß regelmäßig sichtgeprüft werden. Da der
Partikelfilter den Abgasruß filtert, darf im Abgasrohr kein Ruß
sichtbar sein. Andernfalls funktioniert der Partikelfilter nicht
korrekt.
Vorbereitungen für die Filterreinigung
Zur Vereinfachung der Filterreinigung muß der Filter von
Rußpartikeln freigebrannt werden.
Dazu müssen vor der Wartung folgende Schritte durchgeführt werden:
Fahrzeug für ca. 15-30 Minuten mit hoher Motorlast betreiben, dazu
mit höherer Geschwindigkeit in den oberen Gängen
z. B. bergauf fahren.
Vor weiteren Arbeiten den Partikelfilter abkühlen lassen.
Filterelement reinigen
WICHTIG! Filterelement
vorsichtig handhaben. Das Filterelement besteht aus
stoßempfindlichen Keramikmaterial.
Einbaurichtung des Filters markieren.
Hinweis: Filterelement
beim Wiedereinbau um 180° drehen.
Zwei V-Schellen zur Befestigung des Filterelements lösen.
Filterelement ausbauen. 1
120 729
Auslaß des Filterelements auf Rußablagerungen prüfen. Falls
Rußablagerungen vorhanden sind, ist das Filterelement
möglicherweise beschädigt und muß erneuert werden.
Filterelement wie folgt reinigen:
! ACHTUNG!
Beim Reinigen des Filters unbedingt Schutzmaske und
Schutzhandschuhe tragen.
Filterelement zum Entfernen der losen Ascheablagerungen
vorsichtig schütteln.
Mit einem gewerblichen Sauggerät alle Asche- und Rußablagerungen
von den sichtbaren Flächen an Katalysator und Filterelement
absaugen.
Oberflächen von Katalysator und Filterelement prüfen auf:
Risse und Riefen in der Oberfläche
Festen Sitz des Keramikfilters im äußeren Gehäuse
Wenn keine Beschädigungen festgestellt werden, Filtereinheit um
180° drehen und wieder einbauen. Siehe Abbildung.
120 730
Filtereinheit herumdrehen
Alte Partikelfilter, Filterelemente, Asche und Ruß müssen gemäß den
örtlichen Bestimmungen entsorgt werden.
Katalysator
Bestimmte Substanzen beschädigen den Katalysator im Partikelfilter.
In diesem Fall werden die Rußpartikel nicht verbrannt und verstopfen
den Filter. Deshalb müssen die folgenden Hinweise unbedingt beachtet
werden:
Es dürfen keine anderen als die in handelsüblichem Kraftstoff
vorhandenen Additive oder Zusätze verwendet werden.
Es dürfen ausschließlich die von Scania freigegebenen Schmieröle
verwendet werden.
Silikonhaltige Dichtungen und Dichtmittel dürfen nicht verwendet
werden.
Entlüftungsventil öffnen, und Kraftstoffsystem durch Öffnen der
Hohlschraube/des Anschlusses hinten am Kraftstoffverteilerrohr
entleeren.
! ACHTUNG!
Das Kraftstoffsystem muß vollständig entleert sein. Andernfalls
kann Kraftstoff in die Zylinder laufen und einen Motorschaden
verursachen.
Läuft Kraftstoff in den Brennraum, muß dieser sofort mit einer
Pumpe abgepumpt werden.
108 036
12l-Motor
116 272
16l-Motor
Ventildeckel und umgebenden Bereich reinigen.
Ventildeckel oben abbauen.
Druck an den Ventilen durch abwechselndes Herausdrehen der
Schrauben an der Kipphebelachse abbauen.
! ACHTUNG!
Beim Ausbau der Kipphebelachse nicht über den Motor beugen. Die
Feder der Pumpe-Düse-Einheit steht unter Vorspannung und kann
herausspringen. Verletzungsgefahr!
Hinweis: Löst
sich die Feder an der Pumpe- Düse-Einheit, muß die
Pumpe-Düse-Einheit erneuert werden.
Kipphebelachse ausbauen.
107 508
Schraube an der Klemmplatte für die Pumpe-Düse-Einheit
herausdrehen.
Klemmplatte
Schraube der Klemmplatte
Pumpe-Düse-Einheit
Kabel an Pumpe-Düse-Einheit abbauen. Schrauben so weit wie
möglich lösen, sie können nicht vollständig ausgebaut werden.
Hinweis: Pumpe-Düse-Einheit
nicht an der Feder anheben. Die Feder kann sich lösen.
Pumpe-Düse-Einheit bis zum Anschlag gegen den Uhrzeigersinn
drehen. Gleithammer 87 596 zwischen Magnetventil und Rand des
Ventildeckels unten ansetzen (siehe Abb.).
Hinweis: Wird
der Gleithammer direkt unterhalb des Magnetventils angesetzt,
kann dieses u. U. beschädigt werden.
Gleithammer gemäß Pfeil ansetzen.
121 072
Das Ansetzen des Gleithammers wird durch vorheriges Herausdrehen
einer der Schrauben des Ventildeckels unten erleichtert.
Pumpe-Düse-Einheit ausbauen. Hängt die Pumpe-Düse-Einheit fest,
mit einem Schonhammer vorsichtig auf das Magnetventilgehäuse
klopfen.
16l-Motor ist für den Ausbau der Pumpe-Düse- Einheiten wenig Platz
zwischen den hinteren Zylindern 3, 4, 7 und 8 sowie dem Fahrerhaus.
Fahrerhaus zum Ausbau der Pumpe-Düse- Einheiten anheben und vorn
abstützen.
Fahrerhaus auf maximale Höhe anheben. Dazu Hebel abbauen und
nach oben schieben.
1 Hebel
der Fahrerhausaufhängung
Motorstütze 99 318 mit Halter 100 mm zwischen
Fahrerhaushalterung und Befestigung des Stabilisators anbauen.
Motorstütze aufschrauben, so daß die Spitze in die
Schraubenbohrung eingreift und das Werkzeug gesichert ist.
Ventildeckel und umgebenden Bereich reinigen.
Ventildeckel oben abbauen. Bei Zylindern 3 und 7 muß der
Ventildeckel zum Ausbau
an der Fahrerhaushalterung gekippt werden.
1 Motorstütze
99 318
Druck an den Ventilen durch abwechselndes Herausdrehen der
Schrauben an der Kipphebelachse abbauen.
! ACHTUNG!
Beim Ausbau der Kipphebelachse nicht über den Motor beugen. Die
Feder der Pumpe-Düse-Einheit steht unter Vorspannung und kann
herausspringen. Verletzungsgefahr!
Hinweis: Löst
sich die Feder an der Pumpe- Düse-Einheit, muß die
Pumpe-Düse-Einheit erneuert werden.
Kipphebelachse ausbauen.
Hinweis: Bei
Arbeiten an Zylindern 3 und 7 muß der Ventildeckel unten
ebenfalls ausgebaut werden, damit Gleithammer 87 596 eingesetzt
werden kann.
Lagerhalter abbauen. Betrifft Zylinder 3 und 7.
Lagerhalter
Schraube des Lagerhalters
8 Schraube
1 herausdrehen, mit der der Kabeleinlaß für die Pumpe-Düse-Einheit
im Ventildeckel unten gehalten wird. Betrifft Zylinder 3 und 7.
1 Schraube
für Einlaß
Kabel an Pumpe-Düse-Einheit abbauen. Schrauben so weit wie
möglich lösen, sie können nicht vollständig ausgebaut werden.
Kabel durch Öffnung im Ventildeckel unten ausbauen.
Schrauben des Ventildeckels unten herausdrehen, und Ventildeckel
unten ausbauen.
1 Schraube
für Ventildeckel unten
Hinweis: Pumpe-Düse-Einheit
nicht an der Feder anheben. Die Feder kann sich lösen.
11 Schraube
an der Klemmplatte für die Pumpe-Düse-Einheit herausdrehen.
Klemmplatte
Schraube der Klemmplatte
Pumpe-Düse-Einheit
Pumpe-Düse-Einheit bis zum Anschlag im Uhrzeigersinn drehen.
Gleithammer 87 596 zwischen Magnetventil und Rand des
Ventildeckels unten ansetzen (siehe Abb.).
Hinweis: Wird
der Gleithammer direkt unterhalb des Magnetventils angesetzt,
kann dieses u. U. beschädigt werden.
116 271
Gleithammer gemäß Pfeil ansetzen
Pumpe-Düse-Einheit ausbauen. Hängt die Pumpe-Düse-Einheit fest,
mit einem Schonhammer vorsichtig auf das Magnetventilgehäuse
klopfen.
Maß für Pumpe-Düse-Einheit (bei kaltem Motor) 66,9 +/- 0,1 mm
Beschreibung Teile-Nr.
O-Ring-Fett für O-Ringe der Pumpe-Düse- Einheiten
1 402 039
Anzugsdrehmoment
Kontermutter an Kippehebel 39 Nm Schraube für Klemmplatte an
Pumpe-Düse-Einheit 20 Nm + 75° Lagerhalter
und Kipphebelachse 105 Nm
Schrauben für Kabel an Pumpe-Düse-Einheit 2 +/- 0,2 Nm
Spezialwerkzeuge
Nummer
Beschreibung
Abbildung
588 179
Drehmomentschrauber
114 769
Hinweis: Alle
Arbeiten, bei denen das Kraftstoffsystem geöffnet werden muß, wie
folgt durchführen:
Motor starten und auf Undichtigkeiten prüfen. Motor bis zum
Erreichen eines runden Motorlaufs drehen lassen.
Nach Abschluß der Arbeiten Fehlercodes mit Scania Diagnos aus
Steuergerät auslesen und löschen.
Ggf. Dichtung vom Halter der Pumpe-Düse- Einheit abnehmen.
Dichtflächen am Halter der Pumpe-Düse-Einheit reinigen.
WICHTIG! O-Ringe
und Dichtscheibe beim Einbau von Pumpe-Düse-Einheiten stets
erneuern. Sicherstellen, daß alle Dichtflächen sauber sind.
O-Ringe der Pumpe-Düse-Einheiten mit O-Ring-Fett, Teile-Nr. 1
402 039 schmie- ren.
Neue Dichtscheibe an Pumpe-Düse-Einheit anbauen. Ein
Gummieinsatz sorgt für die korrekte Einbaulage der Dichtscheibe.
107 513
Klemmplatte mit Schraube in Einbaulage an Pumpe-Düse-Einheit
bringen und in Zylinderkopf einsetzen. Pumpe-Düse- Einheit so
weit wie möglich von Hand niederdrücken.
Hinweis: Sicherstellen,
daß Klemmplatte und Schraube trocken und ölfrei sind.
Schraube zunächst mit 20 Nm, dann um weitere 75° festziehen. Der
Ventildeckel weist zwei Markierungen im 75°-Winkel auf.
WICHTIG! Korrekte
Einbaulage der Stößel sicherstellen. Korrekten Sitz des Stößels
für die Pumpe-Düse-Einheit sicherstellen. Der Stößel muß vom
Sicherungsring in der unteren Stellung gehalten werden.
WICHTIG! Wurden
die Kipphebel bei mehreren Zylindern ausgebaut, sind die
Kipphebel- Einstellschrauben vor der Einstellung vollständig
herauszudrehen.
Kipphebelachse einbauen. Schrauben abwechselnd einschrauben,
damit sie gleichzeitig angezogen werden können und sich nicht
verbiegen. Schrauben mit
Kabel der Pumpe-Düse-Einheit durch Öffnung im Ventildeckel unten
ziehen und Einlaßschraube 1 eindrehen.
Ggf. Dichtung vom Halter der Pumpe-Düse- Einheit abnehmen.
Dichtflächen am Sitz der Pumpe-Düse-Einheit reinigen.
1 Schraube
für Einlaß
WICHTIG! O-Ringe
und Dichtscheibe beim Einbau von Pumpe-Düse-Einheiten stets
erneuern. Sicherstellen, daß alle Dichtflächen sauber sind.
O-Ringe der Pumpe-Düse-Einheiten mit O-Ring-Fett, Teile-Nr. 1
402 039 schmieren.
Neue Dichtscheibe an Pumpe-Düse-Einheit anbauen. Ein
Gummieinsatz sorgt für die korrekte Einbaulage der Dichtscheibe.
Klemmplatte und Schraube vor dem Einbau reinigen.
Klemmplatte mit Schraube in Einbaulage an der Pumpe-Düse-Einheit
bringen und in Zylinderkopf einsetzen. Pumpe-Düse- Einheit so
weit wie möglich von Hand niederdrücken.
Schraube zunächst mit 20 Nm, dann um weitere 75° festziehen. Der
Ventildeckel weist zwei Markierungen im 75°-Winkel auf.
Lagerhalter einbauen. Schrauben mit 105 Nm festziehen.
1 2
105 Nm
b126 055
Schraube des Lagerhalters
Lagerhalter
WICHTIG! Korrekte
Einbaulage der Stößel sicherstellen. Korrekten Sitz des
Stößels für die Pumpe-Düse-Einheit sicherstellen. Der Stößel
muß vom Sicherungsring in der unteren Stellung gehalten
werden.
WICHTIG! Wurden
die Kipphebel bei mehreren Zylindern ausgebaut, sind die
Kipphebel- Einstellschrauben vor der Einstellung vollständig
herauszudrehen.
Kipphebelachse einbauen. Schrauben abwechselnd einschrauben,
damit sie gleichzeitig angezogen werden können und sich nicht
verbiegen. Schrauben mit
105 Nm festziehen.
Motorstütze 99 318 mit Halter von Fahrerhaushalterung abbauen.
Schwungrad drehen, bis die Markierung entsprechend der folgenden
Tabelle im unteren Fenster
sichtbar ist. Schwungradmarkierung niemals am oberen Fenster
ablesen - dies führt zu falschen Ergebnissen.
120
480
240
126 620
600
Pumpe-Düse-Einheiten einstellen
WICHTIG! Erste
Grobeinstellung mit dem Meßschieber vornehmen und dann die
Feineinstellung mit dem Einstellwerkzeug 99 365 durchführen.
Werden nicht beide
Einstellungen durchgeführt, kann die Stellung der
Pumpe-Düse-Einheit beeinträchtigt werden, was zu
Leistungsverlust und Ausfällen führt.
1
Sicherungsschraube 1 des Kipphebels
66.9 −+0.1
drehen und dabei den Abstand zwischen der a
110 045
Fläche a und der Oberkante des Ventilfedertellers mit dem
Meßschieber messen. Der Abstand muß 66,9 mm betragen.
Einstellwerkzeug 1 (99 365) auf
Referenzwerkzeug 2 aufsetzen. 1
Einstellwerkzeug durch Drehen der Meßuhr 1A
1A nullen.
2
Pumpe-Düse-Einheit so einstellen, daß der Abstand zwischen
Fläche a und der Oberkante des Ventilfedertellers
66,9 +/- 0,1 mm beträgt.
107 515
Siehe Tabellen unter "Einstellreihenfolge für Pumpe-Düse-Einheiten".
5 Einstellwerkzeug
99 414 mit Metallstück um Pumpe-Düse-Einheit anbauen.
! ACHTUNG!
Wurde eine Pumpe-Düse-Einheit geprüft und liegt der erhaltene Wert
außerhalb 66,9 +/- 0,5 mm, bei der Handhabung dieser
Pumpe-Düse-Einheit äußerst vorsichtig vorgehen. Die Feder steht
unter Vorspannung und kann herausspringen. Verletzungsgefahr!
114 769
Nummer
Beschreibung
Abbildung
99 414
Einstellwerkzeug
Meßwerkzeugschrank
66.9
124 856
Einstellwerkzeug 99 414 funktioniert wie eine Fühlerlehre und
entspricht 66,9 mm.
Beim Einstellen Kontermutter lösen und Pumpe-Düse-Einheit mit
Einstellschraube 1 einstellen. Die Pumpe-Düse-Einheit ist
korrekt eingestellt, wenn sich der kleine Kolben 2 auf gleicher
Höhe mit der flachen Oberseite des Werkzeugs befindet. Mit einem
Finger prüfen. Unterschiede von weniger als 1 mm können erfühlt
werden. Das Einstellmaß muß 66,9 +/-0,1 mm betragen.
Siehe Tabellen unter "Einstellreihenfolge für
Pumpe-Düse-Einheiten".
Befindet sich der Werkzeugkolben über oder unter der flachen
Oberseite des Werkzeugs, muß die Pumpe-Düse-Einheit eingestellt
werden.
Schließt der Werkzeugkolben bündig mit der flachen Oberseite des
Werkzeugs ab, ist die Einstellung der Pumpe-Düse-Einheit
korrekt.
Kontermutter nach der Einstellung mit 39 Nm festziehen.
Werkzeug 99 414 abbauen.
WICHTIG! Kabel
so einbauen, daß sie beim Anbau an die Pumpe-Düse-Einheit in die
korrekte Richtung weisen.
Kabel an Pumpe-Düse-Einheiten anbauen. Ihre relative Einbaulage
ist nicht von Bedeutung. Drehmomentschrauber 588 179 verwenden
und Schrauben mit 2 Nm festziehen.
WICHTIG! Drehmomentschrauber
588 179 verwenden, um ein Abscheren der Schrauben zu verhindern.
Scheren die Schrauben ab, muß die gesamte Pumpe-Düse-Einheit
erneuert werden.
Sind die Kabel für die Pumpe-Düse- Einheiten zu lang, können sie
am Magnetventil der Pumpe-Düse-Einheit gesichert werden.
Ventildeckel oben anbauen und Schrauben mit 12 Nm bzw. 18 Nm (je
nach
118 482
588 179
107 675
18 +3Nm
12 +3Nm
− −
Schraubentyp) festziehen, siehe Abbildung.
Entlüftungsventil schließen und Hohlschraube festziehen.
116 621
Kraftstoffsystem befüllen und entlüften (siehe Kraftstoffsystem
entlüften).
Schwungrad mit Spezialwerkzeug 99 309 drehen, bis die jeweilige
Markierung am Schwungrad (siehe nachstehende Tabelle) im unteren
Fenster sichtbar wird.
Schwungradmarkierung (Grad)
Ventilüberschneidung bei Zylinder
Kipphebel einstellen an Zylinder
Ventile einstellen an Zylinder
TDC Down (0°)
1
2
6
Ventil 2, 5/ 120 480 (120°)
5
4
2
Ventil 3, 4/ 240 600 (240°)
3
1
4
TDC Down (0°)
6
5
1
Ventil 2, 5/ 120 480 (120°)
2
3
5
Ventil 3, 4/ 240 600 (240°)
4
6
3
Kipphebel nach dem Einstellen mit einem Stift markieren.
Kontermutter nach der Einstellung mit 39 Nm festziehen.
Einstellreihenfolge bei 16l-Motoren
Schwungrad mit Spezialwerkzeug 99 309 drehen, bis die jeweilige
Markierung am Schwungrad (siehe nachstehende Tabelle) im unteren
Fenster sichtbar wird.
Schwungradmarkierung
Ventilüberschneidung
Kipphebel
Einlaßventil
Auslaßventil
(Grad)
bei Zylinder
einstellen an
einstellen an
einstellen an
Zylinder
Zylinder
Zylinder
TDC Down (0°)
6
4 und 5
7 und 8
4 und 5
TDC Up (180°)
7
2 und 6
1 und 5
2 und 6
TDC Down (360°)
1
3 und 7
2 und 4
3 und 7
TDC Up (540°)
4
1 und 8
3 und 6
1 und 8
Kipphebel nach dem Einstellen mit einem Stift markieren.
Kontermutter nach der Einstellung mit 39 Nm festziehen.
Hinweis: Alle
Arbeiten, bei denen das Kraftstoffsystem geöffnet werden muß, wie
folgt durchführen:
Motor starten und auf Undichtigkeiten prüfen. Motor bis zum
Erreichen eines runden Motorlaufs drehen lassen.
Nach Abschluß der Arbeiten Fehlercodes mit Scania Diagnos aus
Steuergerät auslesen und löschen.
Zur Druckprüfung können folgende Spezialwerkzeuge verwendet werden:
Druckmesser 98 113 bzw. Druckmesser 99 362. Die Verwendung des
Druckmessers 99 362 ist in Heft 01:00-03 beschrieben.
Vor der Druckprüfung den Kraftstoffilter erneuern und das
Kraftstoffsystem entlüften.
Der Druck wird vom Überströmventil aufrecht erhalten.
Bei zu niedrigem Druck Kraftstoffleitungen, Anschlüsse,
Überströmventil, Kraftstoffilter und Versorgungspumpe prüfen.
11l- und 12l-Motoren
1 Spezialwerkzeug
an Kraftstoffilterauslaß anschließen.
Anschluß des Spezialwerkzeugs 99 362 an einen 12l-Motor
16l-Motoren
Spezialwerkzeug an den Anschluß am Kraftstoffilter anbauen.
Alle
Motor starten und Drehzahl auf 500/min anheben. Kraftstoffdruck
ablesen. Bei einer Drehzahl von 500/min muß der Druck mindestens
4,5 bar betragen.
Motordrehzahl auf 1900/min anheben. Kraftstoffdruck ablesen. Bei
einer Drehzahl von 1900/min muß der Druck mindestens 5,5 bar
betragen.
Der Druck wird vom Überströmventil aufrecht erhalten.
Bei zu niedrigem Druck Kraftstoffleitungen, Anschlüsse,
Überströmventil, Kraftstoffilter und Versorgungspumpe prüfen.
116 251
Anschluß des Spezialwerkzeugs 99 362 an einen 16l-Motor
Hinweis: Alle
Arbeiten, bei denen das Kraftstoffsystem geöffnet werden muß, wie
folgt durchführen:
Motor starten und auf Undichtigkeiten prüfen. Motor bis zum
Erreichen eines runden Motorlaufs drehen lassen.
Nach Abschluß der Arbeiten Fehlercodes mit Scania Diagnos aus
Steuergerät auslesen und löschen.
Zur Druckprüfung können folgende Spezialwerkzeuge verwendet werden:
Druckmesser 98 113 bzw. Druckmesser 99 362. Die Verwendung des
Druckmessers 99 362 ist in Heft 01:00-03 beschrieben.
Der Druck wird vom Überströmventil aufrecht erhalten.
11l- und 12l-Motoren
1 Spezialwerkzeug
an Kraftstoffilterauslaß anschließen.
16l-Motoren
Spezialwerkzeug hinten an das linke Kraftstoffverteilerrohr
anbauen.
Alle
116 258
Zündschlüssel in Fahrstellung drehen.
Handpumpe betätigen. Das Überströmventil darf erst bei einem
Druck von mindestens 4,5 bar öffnen. Überströmventil ggf.
erneuern.
Motor starten und Drehzahl auf 1500/min anheben.
Druck ablesen. Liegt der Druck bei 7,5 bar oder darüber, ist das
Überströmventil verstopft und muß gereinigt oder erneuert
werden.
Schrauben an Magnetventilen der Pumpe-Düse-Einheiten 2,0 +/- 0,2 Nm
18 +3Nm
12 +3Nm
− −
116 621
114 769
Schrauben an Ventildeckeln oben
Werkzeuge
Nummer
Beschreibung
Abbildung
588 179
Drehmomentschrauber
Arbeitsbeschreibung
116 471
1 16l-Motor:
Sicherstellen, daß die Einlaßlei- tung zwischen Turbolader und
Luftfilter ausgebaut wurde.
2 Kabelführungen
einbauen. Für nähere Informationen zur Einbaulage der Kabelführungen
und anderen Bauteile siehe Abbildungen.
Kabel und Kabelführungen bei 11l- und 12l-Motoren
1
6 2
1
1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12
13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23
24 25 26 27 28 29 30 31 32 33 34 35
3
4
5
5
6
107 518
4 3 2
Zylinder 1–6
Kühlmitteltemperatur-Sensor
Haupt-Drehzahlsensor (Schwungrad)
Zusatz-Drehzahlsensor (überwacht Nockenwellenrad)
Stecker an Steuergerät
Ladedruck- und Ladetemperatur-Sensor
Kabel und Kabelführungen bei 16l-Motoren
1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12
13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23
24 25 26 27 28 29 30 31 32 33 34 35
4
5 6 7
5 1
8
1 6 2
7
3
8
4
116 472
3 2
Zylinder 1–8
Haupt-Drehzahlsensor (Schwungrad)
Zusatz-Drehzahlsensor (überwacht Nockenwellenrad)
Stecker an Lüfter-Magnetventil
Kühlmitteltemperatur-Sensor
Öldruck-Sensor
Ladedruck- und Ladetemperatur-Sensor
Stecker an Steuergerät
11l- und 12l-Motoren
Zylinder
Pin
1
28
2
27
3
26
4
33
5
35
6
34
16l-Motoren
Zylinder
Pin
1
35
2
27
3
28
4
34
5
26
6
33
7
32
8
29
Kabel zu Pumpe-Düse-Einheiten verlegen.
Korrekte Kabelverlegung zur jeweiligen Pumpe-Düse-Einheit durch
Prüfung mit Multimeter gemäß Tabelle sicherstellen.
107 519
Kabel in Nut im Ventildeckel unten eindrücken. Siehe Abbildung.
Hinweis: Beim
Festziehen der Schrauben an den Anschlüssen der
Pumpe-Düse-Einheiten vorsichtig vorgehen. Schert eine Schraube
ab, muß die Pumpe-Düse-Einheit erneuert werden.
Kabel durch Festziehen der Schrauben an die Pumpe-Düse-Einheiten
anbauen. Schrauben mit Drehmomentschrauber 588 179 auf 2,0 +/-
0,2 Nm festziehen.
16l-Motor: Gummilager und Kabelführungen an Ventildeckel unten
anschrauben.
11l- und 12l-Motor: Gummilager an Ventildeckel unten
anschrauben.
16l-Motor: Kompressorleitung einbauen. Sie befindet sich auf der
linken Kabelführung.
107 675
588 179
16l-Motor: Auf Kontaktplatte am Lüfterring den Stecker am
Lüfter- Magnetventil aufstecken. Kabel befestigen.
16l-Motor: Öldruck-Sensor mit Klemmen einbauen.
Kühlmitteltemperatur-Sensor mit Klemmen einbauen.
Ladeluft-Sensor mit Klemmen einbauen.
11l- und 12l-Motor: Mit einer der Schrauben des Ladeluft-Sensors
wird auch eine Abdeckung befestigt.
11
8
16l-Motor
11
116 648
10 9
10
116 653
11l- und 12l-Motor
Hinweis: Drehzahl-Sensoren
vorsichtig
handhaben. Sie sind magnetisch und 12
stoßempfindlich.
Zusatz-Drehzahlsensor mit Klemmen einbauen.
Haupt-Drehzahlsensor mit Klemmen einbauen.
Zwei Stecker auf Steuergerät aufstecken.
Scania Diagnos anschließen und Pumpe- Düse-Einheiten durch
Ansteuern prüfen. Sicherstellen, daß die von den Sensoren
ausgegebenen Werte korrekt sind.
116 649
13
16l-Motor
12
13
116 655
11l- und 12l-Motor
Ventildeckel oben anbauen, und Schrauben wie dargestellt
festziehen.
18 +3Nm
12 +3Nm
− −
116 621
11l- und 12l-Motor: Kurbelgehäuseentlüftung an Ventildeckel oben
(Zylinder 1) anbauen. Gummi- Distanzscheibe zwischen Leitung und
Ventildeckel einsetzen.
Kühlmittel einfüllen - siehe Arbeitsbeschreibung für Kühlsystem.
116 471
16l-Motor: Einlaßleitung zwischen Turbolader und Luftfilter
einbauen.
Ist ein Bauteil defekt (z. B. Kühlmittel- temperatur-Sensor oder
Motordrehzahl- Sensor), mußte bei Fahrzeugen mit EDC MS6 der
gesamte EDC-Kabelstrang erneuert werden. Um dies zu vermeiden,
Abisolierwerkzeug 588 220 verwenden.
Defekten Sensor mit Scania Diagnos ermitteln.
Die Kabel aller Bauteile sind ausreichend lang, um eine
Plazierung der Verbindungsstelle an geraden, geschützten
Kabelabschnitten zu ermöglichen.
Kabel des neuen Bauteils verbinden. Verbindungsstelle an
einem Kabelabschnitt vornehmen, der gerade und geschützt
ist. Mit Multimeter und Scania Diagnos sicherstellen, daß
der Kabelstrang weder Unterbrechungen noch Kurzschlüsse
aufweist.
116 952
00:1421
Nummer
Beschreibung
Abbildung
588 200
Abisolierwerkzeug
588 207
Crimpwerkzeug
588 220
Abisolierwerkzeug
587 602
Heißluftfön
Abisolierwerkzeug 588 220
Verbindungsstellen für Bauteile 11l- und 12l-Motor
Die Verbindungsstellen für alle Bauteile
sind unter Platte A zu wählen.
16l-Motor
Verbindungsstelle für Magnetventilkabel bei A für Zylinder 7 und 8
Verbindungsstelle für Zusatz- Drehzahlsensor T75 und
Magnetventilkabel bei B für Zylinder 5 und 6
Verbindungsstelle für Öldruck-Sensor T5 und
Kühlmitteltemperatur-Sensor T33 bei C
Verbindungsstelle für Haupt- Drehzahlsensor T74, Ladeluftdruck- und
Ladelufttemperatur-Sensor T47 sowie Magnetventilkabel bei D für
Zylinder 1, 2, 3 und 4
Hinweis: Das
Kabel für den Temperatur- Sensor T47 und die Magnetventilkabel für
Zylinder 1, 2 und 3 sind sehr kurz. Das neue Kabel muß länger als
das zuvor verwendete sein, damit die Verbindungsstelle bei D liegen
kann. Das Kabel biegt sich dann zum Steuergerät. Siehe Abbildung.
A
121458
Die Verbindungsstellen für alle Bauteile
sind unter Platte A zu wählen.
Verbindungsstelle für Magnetventilkabel für Zylinder 3
Arbeitsbeschreibung
Defektes Bauteil von Motor abbauen.
Kabel lösen, und Schmutz sowie Fett entfernen.
Auf dem Kabel Mittelpunkt der Verbindungsstelle markieren.
Verbindungsstelle möglichst zwischen zwei Kabelhaltern
anfertigen.
Hinweis: Maß
A zum markierten Mittelpunkt addieren. Andernfalls ist das Kabel
vom Steuergerät zu kurz.
Neues Kabel gemäß nachstehender Abbildung zuschneiden. Maß B zum
markierten Mittelpunkt addieren.
Zweifachkabel
Vierfachkabel
Ladedruck- und Ladetemperatur-Sensor sowie Öldruck-Sensor
verfügen über Vierfachkabel.
Kabel mit Werkzeug 588 220 abisolieren. Siehe Abbildung.
Sicherstellen, daß die Kabelisolierung nicht beschädigt wird.
Kabel gemäß nachstehender Abbildung zuschneiden. Die Mittellinie
in der Abbildung entspricht der Markierung auf dem Kabel.
WICHTIG! Die
Verbindungsstelle muß abgedichtet werden, so daß keine
Feuchtigkeit eindringen kann.
Auf jedes Kabel eine 40 mm lange Schrumpfhülse mit 8 mm
Durchmesser aufschieben.
Schrumpfhülse mit 16 mm Durchmesser aufsetzen, die ca. 30 mm
länger als die Verbindungsstelle ist. Für Vierfachkabel werden
zwei Schrumpfhülsen verwendet.
Schrumpfhülsen mit Crimpwerkzeug 588 207 aufcrimpen.
Schrumpfhülsen mit Heißluftfön
(z. B. 587 602) erwärmen, bis Kleber aus
den Enden austritt. Nach dem
Aufcrimpen der Schrumpfhülsen diese erwärmen, bis der Kleber
austritt.
Schrumpfhülse über Hülsen aufschieben und erwärmen, bis der
Kleber austritt.
Schrumpfhülse über die gesamte Verbindung aufschieben und
erwärmen, bis der Kleber austritt.
Kabel einbauen. Ggf. einen der Gummizähne im Kabelhalter
abschneiden, wenn der Ladedruck- und Ladetemperatur- Sensor T47
erneuert wurde.
WICHTIG! Das
Steuergerät kann beschädigt werden, wenn es bei eingeschalteter
Spannungsversorgung abgeklemmt wird. Bevor das Steuergerät ausgebaut
wird, muß deshalb die Zündung ausgeschaltet werden und die
EDC-Leuchte erlöschen.
Zwei Stecker von Steuergerät abziehen.
Schrauben an Steuergerät herausdrehen, und Steuergerät
herausheben.
Kontaktfläche des Steuergeräte-Kühlers reinigen.
Hinweis: Schrauben
des Steuergeräts nicht mit mehr als 22 Nm festziehen.
Andernfalls können Gewindeschäden die Folge sein.
Steuergerät in Einbaulage bringen, und Schrauben mit 22 Nm
festziehen.
Zwei Stecker auf Steuergerät aufstecken.
Die erforderlichen Programmierungen mit dem Scania Programmer
durchführen.
Motor starten. Fehlercodes mit Scania Diagnos prüfen und dann
löschen.
Einbaulage des EDC-Steuergeräts bei 11l- und 12l-Motoren
Ein Kraftstoffsystem mit EDC (Electronic Diesel Control -
elektronische Diesel-Regelung) und PDE (Pumpe-Düse-Einheiten)
besteht – außer den Kraftstoffleitungen und dem Kraftstoffbehälter –
noch aus folgenden Bauteilen:
Versorgungspumpe
Handpumpe 7
Steuergerät mit Kühler
Kraftstoffilter 3
Ein oder zwei Kraftstoffverteilerrohre. 6
6-Zylindermotoren haben ein, 5
8-Zylindermotoren zwei 4
2
Kraftstoffverteilerrohre. 1
115 849
Überströmventil
Eine PDE pro Zylinder
Zum Kraftstoffsystem gehört auch die elektronische Regelung. Diese
umfaßt neben dem Steuergerät und den PDEs auch Magnetventile,
Sensoren und weitere Steuergeräte. Weitere Informationen zur
elektronischen Regelung enthält der Abschnitt EDC.
Die Versorgungspumpe 1 fördert Kraftstoff vom Kraftstoffbehälter zum
Kühler des 7
Steuergeräts 3, Kraftstoffilter 4 und in das 5
Kraftstoffverteilerrohr 5 (16l-Motoren haben 6 3
zwei Kraftstoffverteilerrohre). 2
4
An der Versorgungspumpe befindet sich eine
zusätzliche Handpumpe 2. Diese dient zum 1
Entlüften des Kraftstoffsystems.
116 246
Das Kraftstoffverteilerrohr verfügt über ein Überströmventil 6. Es
steuert den Druck im Kraftstoffsystem. Bei zu hohem Druck öffnet das
Überströmventil, und der überschüssige Kraftstoff strömt zurück zum
Kraftstoffbehälter.
Das Kraftstoffverteilerrohr verteilt den Kraftstoff zu den einzelnen
PDEs in den Zylinderköpfen. Das EDC-Steuergerät steuert den Beginn
der Kraftstoffeinspritzung in die Zylinder durch die PDEs.
Bei beschädigten O-Ringen an den PDEs tritt Kraftstoff aus den
Überströmbohrungen 7 und den Überströmkanälen 7 aus. Diese befinden
sich im Kraftstoffverteilerrohr an jedem Zylinder. 16l-Motoren haben
zusätzliche Überströmkanäle, die ausgetretenen Kraftstoff von den
Überströmbohrungen und der Motoroberseite ableiten.
11l- und 12l-Motor. Die Zahlen im Text beziehen
sich auf die Zahlen in der Abbildung.
4 5 7
3
5
6
2
116 245
1
16l-Motor. Die Zahlen im Text beziehen sich auf die Zahlen in der
Abbildung.
Schematische Darstellung des Kraftstoffsystems
11l- und 12l-Motor
16l-Motor
1 2 A 3 4 5
B A
1 2 A
B A
3 4 D 5
E
116 252
C 6 E D
Versorgungspumpe
Handpumpe
EDC-Steuergerät
Kraftstoffilter
Zylinder
Kraftstoffbehälter
116 253
C 6 D
A Rückschlagventil
B Versorgungspumpe (Zahnradpumpe) C Sicherheitsventil
Jede PDE besteht aus einem Pumpenelement, einem Magnetventil und
einer Düse. Damit kann die Einspritzmenge für jeden einzelnen
Zylinder genau geregelt werden.
Die elektronische Dieselregelung EDC steuert die Einspritzmenge und
den Einspritzzeitpunkt der PDEs für jeden Zylinder einzeln. Dadurch
wird eine optimale Verbrennung erreicht und der Schadstoffausstoß
sowie der Kraftstoffverbrauch gesenkt. Das EDC-System ist im Heft
MS6 beschrieben.
Das Steuergerät ist das "Gehirn" des Systems. Es verarbeitet die von
den System-Sensoren und -Bauteilen empfangenen Informationen sowie
Daten von Steuergeräten anderer Systeme. Anhand der empfangenen
Signale berechnet das Steuergerät Ausgangssignale, die an die PDEs
übertragen werden. Diese Signale steuern den Einspritzvorgang.
Das EDC-System ermöglicht Funktionen wie Geschwindigkeitsregelung,
Hand- Drehzahlregelung, Geschwindigkeitsbe- grenzung,
Rauchbegrenzung und Kaltstartprogramm.
Die Versorgungspumpe ist eine Zahnradpumpe. Bei 11l- und 12l-Motoren
befindet sich die Versorgungspumpe auf der Rückseite des
Druckluftkompressors und wird von der Kompressorwelle angetrieben.
Bei 16l-Motoren befindet sich die Versorgungspumpe vorn am Motor und
wird von der linken Nockenwelle angetrieben.
Die Pumpenkapazität ist so ausgelegt, daß an allen
Pumpe-Düse-Einheiten stets der korrekte Kraftstoffdruck und die
richtige Förderrate vorhanden sind.
107 413
Zur Anzeige einer Undichtigkeit befindet sich im Flansch der
Versorgungspumpe eine Bohrung.
Einbaulage der Versorgungspumpe beim 11l- und 12l-Motor
Die Handpumpe befindet sich auf der Rückseite der Versorgungspumpe
und dient zum Entlüften des Kraftstoffsystems. Bei Bussen ist die
Handpumpe so angeordnet, daß sie leicht durch den hinteren
Motordeckel erreicht werden kann.
Das Steuergerät wird durch den Steuergeräte- Kühler gekühlt, der vom
Kraftstoff durchströmt wird. Der Steuergeräte-Kühler befindet sich
zwischen Motor und Steuergerät und ist auf Vibrationsdämpfern
montiert.
Dadurch werden die auf das Steuergerät wirkenden Vibrationen
gedämpft.
Die Vibrationsdämpfer isolieren außerdem das Steuergerät elektrisch
gegen den Motor.
Das Kraftstoffverteilerrohr verteilt den Kraftstoff zu den einzelnen
PDEs in den Zylinderköpfen. Das Kraftstoffverteilerrohr ist mit
Hohlschrauben an die Überströmleitung angeschlossen. Dadurch sind
eventuelle Undichtigkeiten an den O-Ringen der PDEs sichtbar.
Jeder Zylinder verfügt über eine Pumpe-Düse- Einheit. Diese befindet
sich in der Mitte des Zylinderkopfs zwischen den vier Ventilen.
Die Pumpe-Düse-Einheit ist eine integrierte Einheit aus einem
Pumpenelement und einer Einspritzdüse und wird von der Nockenwelle
des Motors betätigt. Der Antrieb durch die Nockenwelle erfolgt über
Rollenstößel, Stößelstange und Kipphebel auf die Pumpe-
Düse-Einheit.
Pumpenteil
Einspritzdüsenteil
Ventilgehäuse
Die Pumpe-Düse-Einheit besteht aus drei Hauptteilen:
Pumpenteil mit Zylinder und Kolben, entsprechend dem Pumpenteil
einer Einspritzpumpe
Einspritzteil mit Düsenbuchse, Düsennadel und Feder
Ventilgehäuse mit elektromagnetischem Kraftstoffventil
Der untere Teil der Pumpe-Düse-Einheit befindet sich in einer
Stahlhülse, die auf einer Kupferscheibe im Zylinderkopf sitzt,
ähnlich einer herkömmlichen Einspritzdüse.
Der obere Teil der Pumpe-Düse-Einheit mit der Kompressionsfeder und
dem Ventilgehäuse befindet sich über dem Zylinderkopf.
Einspritzbeginn und Einspritzmenge werden vom Steuergerät berechnet.
Dieses steuert das elektromagnetische Kraftstoffventil im
Ventilgehäuse.
Die Öffnungsdauer der Düse (Einspritzdauer) bestimmt die in den
Zylinder eingespritzte Kraftstoffmenge.
Leckanzeige
Ein Überströmkanal verläuft von der Pumpe- A
Düse-Einheit zur Hohlschraube im
Kraftstoffverteilerrohr. Wenn Öl aus dem Überströmkanal austritt,
ist der obere O-Ring A defekt. Wenn Kraftstoff aus dem Überström-
kanal austritt, ist der mittlere O-Ring B defekt. B
Der untere O-Ring C dient als zusätzliche Sicherung gegen
Kühlmittel-Undichtigkeiten.
115 919
C
Füllphase
Während der Füllphase bewegt sich der Pumpenkolben 2 zum oberen
Anschlag.
Die höchste Erhebung der Nocke ist abgelaufen, und der Rollenstößel
läuft auf den Grundkreis der Nockenwelle zu.
Das Kraftstoffventil 1 ist offen, und Kraftstoff strömt durch den
Kraftstoffkanal 3 in den Pumpenzylinder.
Der Füllvorgang dauert an, bis der Pumpenkolben seine höchste
Position erreicht.
Kraftstoffventil
Pumpenkolben
Kraftstoffkanal (Einlaß und Auslaß)
Überströmphase
Die Überströmphase beginnt, sobald der Rollenstößel wieder auf dem
Nocken aufläuft und über die Stößelstange und den Kipphebel den
Pumpenkolben 2 nach unten drückt.
Der Kraftstoff strömt nun durch das Kraftstoffventil 1, durch die
Bohrung in der Pumpe-Düse-Einheit und in den Kraftstoff- kanal 3.
Die Überströmphase dauert an, solange das Kraftstoffventil 1
geöffnet ist.
Kraftstoffventil
Pumpenkolben
Kraftstoffkanal (Einlaß und Auslaß)
Einspritzphase
Die Einspritzphase beginnt, sobald das Kraftstoffventil 1 schließt.
Das Kraftstoffventil schließt, wenn das Magnetventil mit Spannung
versorgt wird. Durch den Nocken auf der Nockenwelle wird der
Pumpenkolben 2 weiter niedergedrückt, der Kanal durch das
Kraftstoffventil ist geschlossen, und der Kraftstoff wird
eingespritzt.
Die Einspritzphase dauert an, solange das Kraftstoffventil 1
geschlossen ist.
Kraftstoffventil
Pumpenkolben
Kraftstoffkanal (Einlaß und Auslaß)
Druckabbauphase
Der Einspritzvorgang ist beendet, sobald das Kraftstoffventil 1
öffnet und der Druck in der Pumpe-Düse-Einheit unter den
Öffnungsdruck der Düse sinkt.
Der Kraftstoff strömt nun durch das geöffnete Kraftstoffventil 1,
durch die Bohrung in der Pumpe-Düse-Einheit und in den Kraftstoff-
kanal 3.
Einspritzbeginn und -ende werden also vom Öffnen und Schließen des
Kraftstoffventils bestimmt.
Die Schließzeit des Kraftstoffventils bestimmt die pro Pumpenhub
eingespritzte Kraftstoffmenge.
Kraftstoffventil
Pumpenkolben
Kraftstoffkanal (Einlaß und Auslaß)
Kraftstoffilter
Es gibt zwei Typen von Kraftstoffiltern.
11l- und 12l-Motoren haben einen Filter, der aus einem Metallgehäuse
mit spiralförmigem Papiereinsatz besteht. Diese Filter sind nicht
zerlegbar und müssen komplett erneuert werden.
107 415
Der 16l-Motor verfügt über einen Filter mit auswechselbarem
Filtereinsatz. Der Filtereinsatz wird durch den Gehäusedeckel
gehalten, beim Ausbauen des Filters wird das Filtergehäuse
automatisch entleert.
Die folgende Seite zeigt, mit welchen Bauteilen und Systemen das
EDC-Steuergerät kommuniziert.
Falls das Fahrzeug entsprechend ausgerüstet ist, erfolgt die
Kommunikation des EDC- Steuergeräts mit den folgenden Bauteilen über einen
Koordinator. Bei Fahrzeugen ohne Koordinator sind die Bauteile
direkt an das EDC-Steuergerät angeschlossen.
Fahrpedalstellungs-Sensor
Bremspedalschalter
115 913
Kupplungspedalschalter
Bedienteil für Geschwindigkeitsregelung
Fahrtschreiber
EDC-Warnleuchte
Diagnoseschalter mit Leuchte
Karosseriebauschalter C271, zur Aktivierung von Spezialfunktionen
Bei Fahrzeugen mit Koordinator leuchtet die Leuchte im Schalter beim
Einschalten der Zündung einige Sekunden auf.
Kommunikation zwischen den verschiedenen EDC-Systemen
System ohne Koordinator
1 2 3 4
A
EDC
B
ABS/TC EBS
RETARDER
PC
DIAGNOS
OPTICRUISE
5 6
7 8 9 10
11 12 13 14 15 16 17
18
RES ACC RET
ON
OFF
115 785
EDC
Motordrehzahl-Sensoren, 2 Stück
Ladedruck- und Ladetemperatur-Sensor
Kühlmitteltemperatur-Sensor
Magnetventile der Pumpe-Düse-Einheiten, eines pro Zylinder
Versorgungsrelais
Steuergerät für ABS/TC, EBS
Steuergerät für Retarder
Abgasbremse
Steuergerät für Opticruise
Diagnoseanschluß für PC
Fahrpedalstellungs-Sensor
Bremspedalschalter
Kupplungspedalschalter
Bedienteil für Geschwindigkeitsregelung
Fahrtschreiber (Fahrgeschwindigkeit)
EDC-Warnleuchte (Lkw)
EDC-Warnleuchte (Bus)
Diagnoseschalter mit Leuchte
System mit Koordinator
1 2 3 4 5 6
RES
ACC RET
ON
OFF
EDC
COO
12
A
EDC
B
4
0 7
15
10 20
5
25
80 100
40 120
r/min x 100
0 30
ABS/TC EBS
RETARDER
PC
DIAGNOS
OPTICRUISE
115 488
7 8 9 10 11
Die Kommunikation mit den Bauteilen im Fahrerbereich erfolgt über
den Koordinator (COO).
Motordrehzahl-Sensoren, 2 Stück
Ladedruck- und Ladetemperatur-Sensor
Kühlmitteltemperatur-Sensor
Öldruck-Sensor
Lüfter-Magnetventil
Magnetventile der Pumpe-Düse-Einheiten, eines pro Zylinder
Versorgungsrelais
Steuergerät für ABS/TC, EBS
Steuergerät für Retarder
Steuergerät für Opticruise
Diagnoseanschluß für PC
Koordinator zum Anschluß von EDC- Steuergerät an Bauteile im
Fahrerbereich
A – Anschluß zwischen Motorbauteilen und EDC-Steuergerät
B – Anschluß zwischen anderen Bauteilen und EDC-Steuergerät
Einbaulage von Bauteilen am 16l-Motor
6
A
5 B 7
1
8
115 856
4
3 2
Magnetventile der Pumpe-Düse-Einheiten, eines pro Zylinder
Öldruck-Sensor
Kühlmitteltemperatur-Sensor
Lüfter-Magnetventil
Ladedruck- und Ladetemperatur-Sensor
EDC-Steuergerät
Zusatz-Drehzahlsensor (Nockenwelle)
Haupt-Drehzahlsensor (Schwungrad)
A – Anschluß zwischen Motorbauteilen und EDC-Steuergerät
B – Anschluß zwischen anderen Bauteilen und EDC-Steuergerät
Motordrehzahl-Sensoren T74 und T75
Das EDC-System verwendet zwei Motordrehzahl-Sensoren: den Haupt-
Drehzahlsensor T74 und den Zusatz- Drehzahlsensor T75. Die Sensoren
sind induktiv.
116 744
Wenn die Sensoren bei drehendem Motor unterschiedliche Werte
ausgeben, verwendet das Steuergerät ausschließlich die Werte vom
Haupt-Drehzahlsensor – aus Sicherheitsgründen wird dabei das
Motordrehmoment begrenzt.
Wenn das Steuergerät von einem der beiden Sensoren kein Signal
empfängt, wird das Motordrehmoment ebenfalls begrenzt. Sobald das
Signal wieder empfangen wird, funktioniert der Motor wieder normal.
Wenn von keinem Sensor ein Signal empfangen wird, kann der Motor
nicht gestartet werden, bei drehendem Motor wird der Motor
abgeschaltet.
Die beiden folgenden Seiten enthalten eine genauere Beschreibung der
beiden Sensoren.
Haupt-Drehzahlsensor T74 (Schwungrad)
Am Umfang des Schwungrads befinden sich 58 Bohrungen (siehe
Abbildung). Diese Bohrungen werden vom Haupt-Drehzahlsensor
abgetastet, und bei jeder Bohrung sendet der
Sensor einen Impuls zum EDC-Steuergerät. Das Steuergerät berechnet
anhand dieser Signale Kurbelwellenwinkel und Motordrehzahl.
An einer Stelle des Schwungrads ist der Abstand zwischen zwei
Bohrungen größer. Wenn der Sensor dem Steuergerät diesen
vergrößerten Abstand signalisiert, interpretiert das Steuergerät
dies als OT-Stellung. In dieser Stellung stehen Zylinder 1 oder 6
auf Zündzeitpunkt.
Bei einem defekten Zusatz-Drehzahlsensor muß das Steuergerät den
Zündzeitpunkt von Zylinder 1 feststellen. Dazu wird Kraftstoff in
den Zylinder 1 eingespritzt, sobald das Schwungrad OT erreicht. Wenn
das Steuergerät dabei einen Drehzahlanstieg feststellt,
interpretiert es dieses als einen Verbrennungsvorgang im Zylinder 1.
Das Steuergerät erfaßt die Spannung vom Haupt-Drehzahlsensor
zwischen den Pins A1 und A13.
Wenn das Steuergerät einen Fehler erkennt, wird der Fehlercode 12
erzeugt.
Hinweis: Der
Sensor ist von der Polarität abhängig, die Pins müssen deshalb wie
unten abgebildet angeschlossen werden.
Pin A1 – Signalspannung Pin A13 – Masse
116 392
Schwungrad. Die Ansicht zeigt einige der Bohrungen, die vom
Haupt-Drehzahlsensor abgetastet werden.
116 111
Einbaulage des Haupt-Drehzahlsensors beim 11l- und 12l-Motor
115 862
Einbaulage des Haupt-Drehzahlsensors beim 16l-Motor
Zusatz-Drehzahlsensor T75 (Nockenwelle)
Der Zusatz-Drehzahlsensor tastet die 1 8
Erhöhungen auf dem Nockenwellenrad ab –
siehe Abbildung. Dadurch erkennt das EDC- 7
Steuergerät, welcher Zylinder in Zündstellung 5 3
ist.
4
Das Nockenwellenrad ist mit der Nockenwelle 6
116 393
verbunden und dreht mit gleicher Drehzahl. Auf 2
diese Weise kann das Steuergerät ebenfalls die
Motordrehzahl berechnen.
Das Steuergerät erfaßt die Spannung vom Zusatz-Drehzahlsensor
zwischen den Pins A2 und A14.
Wenn das Steuergerät einen Fehler erkennt, wird Fehlercode 13
erzeugt.
Hinweis: Der
Sensor ist von der Polarität abhängig, die Pins müssen deshalb wie
unten abgebildet angeschlossen werden.
Pin A2 – Signalspannung Pin A14 – Masse
Nockenwellenrad des 16l-Motors. Die Zahlen
weisen auf die Erhöhungen hin, an denen der Zusatz-Drehzahlsensor
die Zündstellung der einzelnen Zylinder abtastet.
116 112
Einbaulage des Zusatz-Drehzahlsensors beim 11l- und 12l-Motor
116 026
Einbaulage des Zusatz-Drehzahlsensors beim 16l-Motor
Ladedruck- und Ladetemperatur- Sensor T47
Die Sensoren für Ladedruck und Ladetemperatur sind in einem Bauteil
zusammengefaßt. Beide Sensoren werden auf der folgenden Seite
ausführlicher beschrieben.
107 456
116 113
Einbaulage des Sensors beim 11l- und 12l-Motor
116 114
Einbaulage des Sensors beim 16l-Motor
Ladeluftdruck-Sensor
Der Ladeluftdruck-Sensor mißt den Absolutdruck im Ansaugkrümmer, d.
h. den atmosphärischen Druck plus den vom Turbolader erzeugten
Ladedruck.
Anhand dieser Signale verringert das EDC- Steuergerät die
Einspritzmenge, wenn der Ladedruck einen bestimmten Wert
unterschreitet. Je geringer der Druck, desto weniger Kraftstoff mißt
das Steuergerät den Pumpe-Düse-Einheiten zu. Dadurch wird Abgasrußen
vermieden.
Der Sensor empfängt eine Versorgungsspannung von +5 V vom EDC-
Steuergeräte-Pin A23 und ist über Pin A17 an Masse angeschlossen.
Der Steuergeräte-Pin A12 empfängt die Signalspannung vom Sensor. Die
Signalspannung ist direkt proportional zum Ladedruck. Ein hoher
Ladedruck erzeugt eine hohe Spannung und umgekehrt.
Bei einem Signalfehler verwendet das Steuergerät einen
vorprogrammierten Druckwert und erzeugt den Fehlercode 16.
Zur Sicherheit wird das Motordrehmoment begrenzt.
Ladelufttemperatur-Sensor
Der Ladelufttemperatur-Sensor erfaßt die Temperatur im
Ansaugkrümmer. Anhand dieses Signals paßt das EDC-Steuergerät die
Kraftstoffmenge so genau an, daß kein Schwarzrauch entsteht. Je
wärmer die Ladeluft, desto weniger Kraftstoff mißt das Steuergerät
den Pumpe-Düse-Einheiten zu.
Der Sensor ist ein NTC-Sensor, dessen Widerstand also von der
Temperatur abhängt. Bei steigender Temperatur nimmt der Widerstand
im Sensor ab.
Der Sensor ist über Pin A17 an Masse angeschlossen. Das Steuergerät
erfaßt die Spannung zwischen den Pins A17 und A21.
Liegt die Spannung außerhalb des Sollbereichs, verwendet das
Steuergerät einen vorgegebenen Temperaturwert und erzeugt Fehlercode
15.
Der Motor reagiert dann bei kaltem Wetter langsamer auf das
Fahrpedal, da das EDC- Steuergerät einen Temperaturwert verwendet,
der über der aktuellen Temperatur liegt.
Kühlmitteltemperatur-Sensor T33
106132
Der Kühlmitteltemperatur-Sensor übermittelt beim Starten des Motors
ein Signal an das EDC- Steuergerät, das die Einspritzmenge bestimmt.
Außerdem beeinflußt er über das EDC- Steuergerät die Leerlauf- und
Höchstdrehzahl bei kaltem Motor sowie die Leistung bei überhitztem
Motor.
Wenn der Kühlmitteltemperatur-Sensor beim Startversuch einen kalten
Motor erkennt (Kaltstart) und dies an das EDC-Steuergerät
übermittelt, geschieht folgendes: Wenn der Motor nicht innerhalb von
2 Sekunden startet, wird die eingespritzte Kraftstoffmenge langsam
erhöht, bis der Motor startet.
Direkt nach einem Kaltstart wird zum Schutz des Motors die Drehzahl
auf 1000/min begrenzt und die Leerlaufdrehzahl auf 600/min
angehoben.
Die Dauer der Drehzahlbegrenzung hängt von der Kühlmitteltemperatur
ab:
Unter +10 °C 30 Sekunden
Über +20 °C 3 Sekunden
Die Leerlaufdrehzahl wird auf Normalniveau abgesenkt, sobald das
Kühlmittel eine Temperatur von 20 bis 60 °C erreicht hat
(je nach Motortyp).
116 115
Einbaulage des Kühlmitteltemperatur-Sensors beim 11l- und 12l-Motor
116 116
Einbaulage des Kühlmitteltemperatur-Sensors beim 16l-Motor
Bei bestimmten Motoren, z. B. dem 16l-Motor, wird die Motorleistung
begrenzt, wenn die Kühlmitteltemperatur 103 °C übersteigt.. Siehe
Diagramm. Dadurch wird ein Überhitzen des Motors verhindert.
Der Sensor ist über Pin A5 an Masse angeschlossen. Das
EDC-Steuergerät erfaßt das Spannungsniveau zwischen Pins A22 und A5.
Liegt die Spannung außerhalb des Sollbereichs, verwendet das
Steuergerät einen vorgegebenen Temperaturwert und erzeugt Fehlercode
14.
Der Motor startet dann weniger leicht, der Leerlauf wird auf 600/min
angehoben und kann nicht eingestellt werden.
100
o/o
oC
116 642
103 107
Öldruck-Sensor T5
Der Öldruck-Sensor mißt den Absolutdruck des Motoröls, d. h. den
atmosphärischen Druck plus den von der Ölpumpe erzeugten Druck.
Motoren mit Koordinator
Öldruck-Sensor T5 ist direkt an das EDC- Steuergerät angeschlossen.
Das EDC- Steuergerät verwendet diesen Wert nicht, sondern sendet ihn
an den Koordinator.
Der Sensor empfängt eine Versorgungsspannung von +5 V vom
EDC-Steuergeräte-Pin A8 und ist über Pin A6 an Masse angeschlossen.
Der Sensor sendet eine Signalspannung an den Steuergeräte-Pin A9.
Liegt die Spannung außerhalb des Sollbereichs, sendet das
Steuergerät einen vorgegebenen Druckwert an den Koordinator und
erzeugt den Fehlercode 18.
Einbaulage des Öldruck-Sensors beim 11l- und 12l-Motor
116 173
Einbaulage des Öldruck-Sensors beim 16l-Motor
Lüfter-Magnetventil V56
Der Lüfter wird mechanisch von der Kurbelwelle über den äußeren
Riementrieb angetrieben. Der Lüfter wird entweder mechanisch
(Viscokupplung) oder elektrisch gesteuert.
Viscolüfter werden von einer Bimetallfeder gesteuert, die wiederum
den Schlupf in der Viscokupplung in der Lüfternabe steuert.
Beim elektrisch gesteuerten Lüfter ist die Bimetallfeder durch ein
Magnetventil ersetzt. Das EDC-Steuergerät steuert das Magnetventil
durch ein PWM-Signal von +24 V (weitere Informationen über
PWM-Signale enthält der Abschnitt über PWM-Signale). Auf diese Weise
steuert das Steuergerät die Lüfterdrehzahl.
Ein Vorteil des elektrisch gesteuerten Lüfters ist die im Vergleich
zum Viscolüfter geringere Leerlaufdrehzahl. Dies spart Kraftstoff.
Ein weiterer Vorteil ist die präzisere Steuerbarkeit. Während einer
Retarderbremsung kann das Retarder-Steuergerät beispielsweise beim
EDC-Steuergerät eine maximale Lüfterdrehzahl anfordern. Dadurch wird
die Kühlleistung erhöht, und der Retarder kann länger genutzt
werden, bevor dessen Bremsleistung temperaturbedingt verringert
wird.
Wenn das Magnetventil kein Signal vom Steuergerät empfängt, wird der
Lüfter auf volle Leistung geschaltet und dreht dann mit
Motordrehzahl. Dadurch ist eine Motorkühlung auch bei einer defekten
Lüfterregelung gewährleistet.
Das Steuergerät verarbeitet die Signale von folgenden Bauteilen und
entscheidet dann über die Art der Lüftersteuerung:
Kühlmitteltemperatur-Sensor
Ladelufttemperatur-Sensor
Retarder-Steuergerät
Motordrehzahl-Sensoren
116 174
Einbaulage des Magnetventils beim 16l-Motor
Das Magnetventil liegt an Steuergeräte-Pin A16 an Masse an und
empfängt ein PWM-Signal von
Pin A10.
Wenn das Steuergerät das Magnetventil nicht korrekt steuern kann,
wird Fehlercode 39 erzeugt.
EDC-Steuergerät E12
Einbaulage des EDC-Steuergeräts
Das EDC-Steuergerät ist am Steuergeräte- Kühler angeschlossen. Das
Steuergerät wird durch den Steuergeräte-Kühler gekühlt, der vom
Kraftstoff durchströmt wird.
Das Steuergerät ist zum Schutz vor Vibrationen mit
Vibrationsdämpfern am Motor befestigt. Die Vibrationsdämpfer
isolieren außerdem das Steuergerät elektrisch gegen den Motor.
Das Gehäuse des Steuergeräts darf keinesfalls über den Motor nach
Masse verbunden werden. Das Steuergerät darf ausschließlich über die
Fahrerhaus- und Fahrgestell-Verkabelung mit der Fahrgestellmasse
verbunden werden. Der Entstörkondensator im Steuergerät funktioniert
nur mit einer perfekten Masseverbindung korrekt.
116 117
Einbaulage des EDC-Steuergeräts bei 11l- und 12l-Motoren
116 118
Einbaulage des EDC-Steuergeräts bei 16l-Motoren
Funktion des EDC-Steuergeräts
Das EDC-Steuergerät empfängt Informationen und verarbeitet diese zu
Signalen, die die Magnetventile der Pumpe-Düse-Einheiten steuern.
Die Fahrzeugelektrik arbeitet mit einer Systemspannung von +24 V und
verwendet das Fahrgestell als Masse.
Im Steuergerät wird die Spannung zur Versorgung der Sensoren und
anderen Bauteile auf ca. 5 V reduziert. Diese Sensoren liegen immer
über das Steuergerät an Masse an.
Das Steuergerät wird mit Scania Programmer programmiert. Damit kann
z. B. eine Höchstgeschwindigkeit festgelegt werden.
Bei jeder Konfiguration werden Datum und VCI-Identifikations-Nr. im
Steuergerät gespeichert. Dies entspricht einer Sicherheits-
Versiegelung.
Einige EDC-Steuergeräte verfügen über einen integrierten
Atmosphärendruck-Sensor.
Wenn das Steuergerät einen niedrigen Atmosphärendruck feststellt, d.
h. eine große Höhe über dem Meeresspiegel, wird die maximale
Einspritzmenge begrenzt. Dadurch wird ein Überdrehen des Turboladers
verhindert.
Das Steuergerät wertet die Spannung vom Sensor wie folgt aus:
• 0,2–2,36
V = 0,6 bar
• 2,37–4,74
V = 0,6–1,2 bar
Liegt die Spannung außerhalb des o. g. Sollbereichs, verwendet das
Steuergerät einen vorgegebenen Druckwert und erzeugt Fehlercode 29.
EDC-Steuergerät, Anschlüsse
Das EDC-Steuergerät ist mit den anderen EDC-Systemen im Fahrzeug
über die zwei
35-poligen Stecker A und B verbunden. Siehe Abbildung.
Über Stecker A sind die Motorbauteile angeschlossen.
Über Stecker B sind die übrigen EDC-Bauteile angeschlossen. Falls
das Fahrzeug entsprechend ausgerüstet ist, erfolgt die Kommunikation
des Steuergeräts mit den Bauteilen im Fahrerbereich über den
Koordinator. Die Kommunikation mit dem Koordinator erfolgt über den
CAN-Datenbus an den Pins B11 und B12.
Die Pinbelegung ist unten gezeigt.
A1 Eingangssignal vom Haupt- Drehzahlsensor
A2 Eingangssignal vom Zusatz- Drehzahlsensor
A3 Nicht belegt
A4 Nicht belegt
A5 Masseanschluß des Kühlmitteltemperatur-Sensors
A6 Masseanschluß des Öldruck-Sensors A7 Nicht belegt
A8 Versorgungsspannung +5 V zum Öldruck-Sensor
A9 Eingangssignal vom Öldruck-Sensor A10 Versorgungsspannung +24 V
zum
Lüfter-Magnetventil
A11 Nicht belegt
A12 Eingangssignal vom Ladeluftdruck- Sensor.
A13 Masseanschluß des Haupt- Drehzahlsensors
A14 Masseanschluß des Zusatz- Drehzahlsensors
A15 Nicht belegt
A16 Masseanschluß des Lüfter- Magnetventils
A17 Masseanschluß des Ladeluftdruck- Sensors.
A18 Nicht belegt
1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12
13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23
24 25 26 27 28 29 30 31 32 33 34 35
A
35 34 33 32 31 30 29 28 27 26 25 24
23 22 21 20 19 18 17 16 15 14 13
12 11 10 9 8 7 6 5 4 3 2 1
106 138
B
A19 Nicht belegt A20 Nicht belegt
A21 Eingangssignal vom Ladelufttemperatur-Sensor. Das Steuergerät
erfaßt die Spannung zwischen den Pins A17 und A21.
A22 Eingangssignal vom Kühlmitteltemperatur-Sensor. Das Steuergerät
erfaßt die Spannung zwischen den Pins A22 und A5.
A23 Versorgungsspannung +5 V zum Ladedruck-Sensor
A24 Versorgungsspannung zu den Magnetventilen der folgenden
Zylinder:
6-Zylindermotor: 1, 2 und 3
8-Zylindermotor: 1, 4, 6 und 7 A25 Versorgungsspannung zu den
Magnetventilen der folgenden
Zylinder:
6-Zylindermotor: 4, 5 und 6
8-Zylindermotor: 2, 3, 5 und 8
A26 Masseanschluß zu den Magnetventilen der folgenden Zylinder:
6-Zylindermotor: 3
8-Zylindermotor: 5
A27 Masseanschluß zu den Magnetventilen der folgenden Zylinder:
6-Zylindermotor: 2
8-Zylindermotor: 2
A28 Masseanschluß zu den Magnetventilen der folgenden Zylinder:
6-Zylindermotor: 1
8-Zylindermotor: 3
A29 Nur bei 8-Zylindermotoren.
Masseanschluß des Magnetventils von Zylinder 8
A30 Nicht belegt A31 Nicht belegt
A32 Nur bei 8-Zylindermotoren.
Masseanschluß des Magnetventils von Zylinder 7
A33 Masseanschluß zu den Magnetventilen der folgenden Zylinder:
6-Zylindermotor: 4
8-Zylindermotor: 6
A34 Masseanschluß zu den Magnetventilen der folgenden Zylinder:
6-Zylindermotor: 6
8-Zylindermotor: 4
A35 Masseanschluß zu den Magnetventilen der folgenden Zylinder:
6-Zylindermotor: 5
8-Zylindermotor: 1
B1 Anschluß des Steuergeräts an Fahrzeugmasse.
B2 Anschluß des Steuergeräts an Fahrzeugmasse.
B3 Spannungsversorgung +24 vom Versorgungsrelais zum Steuergerät
B4 Spannungsversorgung +24 vom Versorgungsrelais zum Steuergerät
B5 Nicht belegt (Ausgangssignal für Motordrehzahl)
B6 Masse-Eingangssignal vom Diagnoseschalter. Masse- Ausgangssignal
für die Aktivierung der Diagnose- und Warnleuchten
B7 PWM-Signal. Ausgangssignal von Fahrpedalbetätigung
B8 Eingangssignal vom Bedienelement der Geschwindigkeitsregelung.
Das Steuergerät erfaßt die Spannung zwischen Pins B8 und B25.
B9 Nicht belegt B10 Nicht belegt
B11 CAN-Kommunikation, L-Leitung B12 CAN-Kommunikation, H-Leitung
B13 Diagnoseleitung K
B14 Nicht belegt
B15 Eingangssignal +24 V vom Startschalter (Schlüssel in
Fahrtstellung)
B16 Versorgungsspannung +5 V zum Potentiometer des Fahrpedal-Sensors
B17 Eingangssignal vom Fahrpedalschalter.
Wenn der Pin an Masse anliegt, erkennt das Steuergerät dies als eine
Betätigung des Fahrpedals.
B18 Nicht belegt
B19 Eingangssignal für Drehmomentbegrenzung 2. Durch Anlegen des
Pins an Masse wird die Drehmomentbegrenzung 2 eingeschaltet (Pin B28
darf nicht an Masse anliegen). Liegt gleichzeitig Pin B28 an Masse
an, wird statt dessen die Drehmomentbegrenzung 3 eingeschaltet.
B20 Eingangssignal vom Kupplungspedalschalter. Wenn der Pin an Masse
anliegt, erkennt das Steuergerät dies als eine Betätigung des
Kupplungspedals.
B21 Eingangssignal für die begrenzte Hand-Drehzahlregelung. Durch
Anlegen des Pins an Masse wird die begrenzte Hand-Drehzahlregelung
eingeschaltet (Pin B32 darf nicht an Masse anliegen). Liegt Pin B32
gleichzeitig an Masse an, wird die Funktion Festdrehzahl
eingeschaltet.
B22 Eingangssignal für die Notabschaltung. Die Funktion wird durch
Anlegen des Pins an Masse eingeschaltet.
B23 Eingangssignal vom Potentiometer im Fahrpedal-Sensor. Der Pin
empfängt eine Signalspannung von 0,25-
4,00 V, je nach Fahrpedalstellung.
B24 Nicht belegt
B25 Masseanschluß des Bedienteils der Geschwindigkeitsregelung
B26 Eingangssignal vom Bremspedalschalter 1. Wenn der Masseanschluß
unterbrochen wird, erkennt das Steuergerät dies als eine Betätigung
des Bremspedals.
B27 Ausgangssignal zur Aktivierung des Versorgungsrelais. Das Relais
wird über den Pin an Masse gelegt.
B28 Eingangssignal für Drehmomentbegrenzung 1. Durch Anlegen des
Pins an Masse wird die Drehmomentbegrenzung 1 eingeschaltet (Pin B19
darf nicht an Masse angelegt werden). Ist gleichzeitig Pin B19 an
Masse angeschlossen, wird statt dessen die Drehmomentbegrenzung 3
eingeschaltet.
B29 Geschwindigkeitssignal vom Fahrtenschreiber (Ausgang D3)
B30 Nicht belegt
B31 Eingangssignal vom Bremspedalschalter 2. Wenn der Pin an Masse
anliegt, erkennt das Steuergerät dies als eine Betätigung des
Bremspedals.
B32 Eingangssignal für den erhöhten Leerlauf. Durch Anlegen des Pins
an Masse wird die Funktion Erhöhte Leerlaufdrehzahl eingeschaltet
(Pin B21 darf nicht an Masse anliegen). Ist Pin B21 gleichzeitig an
Masse angeschlossen, wird die Funktion Festdrehzahl eingeschaltet.
B33 Eingangssignal für das Ausschalten der Geschwindigkeitsregelung.
+24 V an Pin schaltet die Geschwindigkeitsregelung aus.
B34 Eingangssignal für die Geschwindigkeitsbegrenzung 2.
+24 V an Pin schaltet die Geschwindigkeitsbegrenzung 2 ein.
B35 Masseanschluß des Potentiometers im Fahrpedal-Sensor.
Bei Fahrzeugen mit Koordinator werden die Bauteile im Fahrerbereich
in der Funktionsbeschreibung des Koordinators erläutert. Das
Versorgungsrelais ist eine Ausnahme, da es stets vom EDC-Steuergerät
gesteuert wird.
Wie festgestellt werden kann, ob ein Koordinator vorhanden ist, wird
unter EDC, Allgemeines, erläutert.
Einbaulage der Bauteile, Lkw
Einbaulage der Bauteile, Bus
10
9
4 5 6 7 8 9
8
7
116 328
6
5 4 3 2 1
106 122
3 2 1
Fahrpedalstellungs-Sensor
Bremspedalschalter
Kupplungspedalschalter
Bedienteil für Geschwindigkeitsregelung
Fahrtenschreiber (Fahrgeschwindigkeit)
Diagnoseschalter mit Leuchte
EDC-Warnleuchte
Versorgungsrelais
Diagnoseanschluß für PC
Diagnoseschalter mit Leuchte
Bedienteil für Geschwindigkeitsregelung
Kupplungspedalschalter
Bremspedalschalter
Fahrpedalstellungs-Sensor
EDC-Warnleuchte
Fahrtenschreiber (Fahrgeschwindigkeit)
Schalter für kurzfristiges Anheben der Motordrehzahl (Funktion
Feste Motordrehzahl)
Diagnoseanschluß für PC
Versorgungsrelais
Versorgungsrelais R34
Das Versorgungsrelais ist der Hauptschalter des EDC-Systems. Das
Versorgungsrelais versorgt das EDC-Steuergerät mit Spannung. Das
Steuergerät steuert das Relais und damit das System. Wenn das Relais
öffnet, ist der Motor abgeschaltet.
Bei Einschalten der Zündung wird der Steuergeräte-Pin B15 mit
Batteriespannung (+24 V) versorgt. Das Steuergerät legt dann Pin B27
an Masse an, das Versorgungsrelais wird aktiviert und das
Steuergerät wird mit +24 V an den Pins B3 und B4 versorgt.
Einbaulage des Versorgungsrelais in der Zentral-Elektrikeinheit. Die
Zentral- Elektrikeinheit ist bei Lkw und Bussen gleich.
116 342
Einbaulage von Versorgungsrelais und Zentral- Elektrikeinheit, Lkw.
Die Einbaulage der Zentral-Elektrikeinheit bei Bussen ist
unterschiedlich.
Fahrpedal-Sensor – B25, B26 und D35
Hinweis: Bei
Fahrzeugen mit Koordinator ist das Bauteil mit dem Koordinator
verbunden. Das EDC-Steuergerät empfängt dann nur eine CAN-Meldung
über den Bauteilstatus.
Der Fahrpedal-Sensor besteht aus folgenden drei Bauteilen:
Potentiometer
Fahrpedalschalter
Kickdown-Schalter
Fahrpedal und Fahrpedalstellungs-Sensor, Lkw
1 Fahrpedalstellungs-Sensor
Fahrpedal und Fahrpedalstellungs-Sensor, Bus
116 357
1
1 Fahrpedalstellungs-Sensor
Das Potentiometer signalisiert dem EDC- Steuergerät die
Fahrpedalstellung. Das Potentiometer empfängt eine
Versorgungsspannung von ca. +5 V vom Steuergeräte-Pin B16 und wird
dann über
Pin B35 an Masse angelegt. Der Sensor sendet eine Signalspannung an
den Steuergeräte-
Pin B23. Die Spannung ist von der Fahrpedalstellung abhängig. Eine
Spannung von 2,7 V signalisiert dem Steuergerät Vollast. Eine
Spannung von mehr als 2,7 V erzeugt keine höhere
Motorleistung.
Der Fahrpedalschalter signalisiert dem Steuergeräte-Pin B17, ob das
Fahrpedal betätigt wird oder nicht. In der Ruhestellung des Pedals
ist der Fahrpedalschalter offen. Dies wird vom Steuergerät als
Leerlauf- Anforderung interpretiert. Sobald das Pedal betätigt wird,
schließt der Fahrpedalschalter, und Steuergeräte-Pin B17 wird an
Masse angelegt.
Der Kickdown-Schalter wird aktiviert, wenn das Fahrpedal über die
Vollaststellung hinaus niedergetreten wird. Das Signal vom
Kickdown-Schalter wird allerdings nicht vom EDC-System verwendet,
sondern von anderen Systemen, z. B. Opticruise.
Bedienelement für Geschwindigkeitsregelung S51
Hinweis: Bei
Fahrzeugen mit Koordinator ist das Bauteil mit dem Koordinator
verbunden. Das EDC-Steuergerät empfängt dann nur eine CAN-Meldung
über den Bauteilstatus.
03_0767
Durch das Betätigen des Bedienteils der Geschwindigkeitsregelung
wird dem EDC- Steuergerät die gewünschte Fahrgeschwindigkeit
signalisiert. Das Steuergerät empfängt vom Fahrtschreiber ständig
Signale über die Fahrgeschwindigkeit.
Das Bedienteil der Geschwindigkeitsregelung dient
außerdem zum Einstellen der
Leerlaufdrehzahl oder der Motordrehzahlfunktionen.
Das Bedienteil der Geschwindigkeitsregelung hat folgende fünf
Funktionen:
ON (Ein)
OFF (Aus)
ACC (engl. Accelerate - Beschleunigen)
RET (engl. Retard - Verzögern)
RES (engl. Resume - vorherige Geschwindigkeit wieder aufnehmen)
Bedienteil und Steuergerät sind durch zwei Kabel verbunden. Diese
Kabel sind an den Steuergeräte-Pins B8 und B25 angeschlossen. Jede
Funktion erzeugt eine bestimmte Signalspannung (siehe Abb.), die vom
Steuergerät an den Pins abgenommen wird.
Diese Spannungen werden erzeugt, wenn sich der Widerstand in den
Stromkreisen je nach gewählter Funktion ändert.
Das Bedienteil empfängt eine Versorgungsspannung von ca. +5 V vom
U
(volt)
5
4
RET
3
OFF ON
Steuergeräte-Pin B8 und wird über Pin B25 an 2
RES
Masse angelegt.
ACC
107 426
1
0
Signalspannungen der Geschwindigkeitsregelung
Bremspedalschalter B1 und B34
Hinweis: Bei
Fahrzeugen mit Koordinator sind die Komponenten mit dem Koordinator
verbunden. Das EDC-Steuergerät empfängt dann nur eine CAN-Meldung
über den Bauteilstatus.
Die zwei Bremspedalschalter signalisieren die Betätigung des
Bremspedals. Die Schalter sind so ausgelegt, daß beim Betätigen des
Pedals ein Schalter schließt und der andere öffnet. Beide Schalter
werden gleichzeitig, d. h. am Anfang des Pedalwegs, betätigt.
Der beim Betätigen öffnende Schalter ist der Bremspedalschalter 1,
der schließende Schalter ist der Bremspedalschalter 2.
Bremspedalschalter 1 ist zwischen EDC- Steuergeräte-Pin B26 und
Masse geschaltet. Beim Betätigen des Bremspedals wird der
Masseanschluß von Pin B26 unterbrochen.
Bremspedalschalter 2 ist zwischen Steuergeräte-Pin B31 und Masse
angeschlossen. Beim Betätigen des Pedals wird Pin B31 an Masse
angeschlossen.
Pedale, Lkw
1
2
116 249
Bremspedalschalter 1
Bremspedalschalter 2
Bremspedal und Betriebsbremsventil, Bus
1
116 385
1 Betriebsbremsventil
mit Bremspedalschaltern 1 und 2
Kupplungspedalschalter B32
Hinweis: Bei
Fahrzeugen mit Koordinator ist das Bauteil mit dem Koordinator
verbunden. Das EDC-Steuergerät empfängt dann nur eine CAN-Meldung
über den Bauteilstatus.
Der Kupplungspedalschalter signalisiert die Betätigung des
Kupplungspedals.
Der Schalter ist zwischen EDC-Steuergeräte- Pin B20 und Masse
angeschlossen. Beim Betätigen des Pedals schließt der Schalter und
Pin B20 liegt an Masse an.
Pedale, Lkw
1
116 250
1 Kupplungspedalschalter
Kupplungspedal und Schalter sind bei Lkw und Bussen gleich.
Fahrtschreiber O4
Hinweis: Bei
Fahrzeugen mit Koordinator ist das Bauteil mit dem Koordinator
verbunden. Das EDC-Steuergerät empfängt dann nur eine CAN-Meldung
über den Bauteilstatus.
17 0121
Der Fahrtschreiber signalisiert dem EDC- Steuergerät die
Fahrgeschwindigkeit. Das Fahrgeschwindigkeitssignal ist
Voraussetzung für bestimmte Funktionen wie Geschwindigkeitsregelung,
Geschwindigkeitsbegrenzung und Drehzahlregelung.
Wenn das Steuergerät kein Signal vom Fahrtschreiber erhält,
verwendet es den vorprogrammierten Ersatzwert von 15 km/h.
Das Fahrgeschwindigkeitssignal wird an den Steuergeräte-Pin B29
gesendet.
EDC-Warnleuchte, W27
Hinweis: Bei
Fahrzeugen mit Koordinator ist das Bauteil mit dem Koordinator
verbunden. Das EDC-Steuergerät empfängt dann nur eine CAN-Meldung
über den Bauteilstatus.
106 448
1 2 EDC
Die EDC-Warnleuchte leuchtet beim Einschalten der Zündung und beim
Ausschalten des Motors einige Sekunden auf.
Beim Einschalten der Zündung leuchtet die Warnleuchte einige
Sekunden auf, damit ihre Funktion geprüft werden kann.
Beim Ausschalten des Motors leuchtet die Warnleuchte auf, während
das EDC- Steuergerät eine Funktionsprüfung des EDC-
EDC-Warnleuchte (Lkw)
1 2
1/2
STOP
s
15
10 20
Systems durchführt. Nach Abschluß der Prüfung öffnet das
Versorgungsrelais und die Warnleuchte erlischt. Möglicherweise
blinkt die Warnleuchte auch während der Funktionsprüfung, dies ist
kein Fehler.
0 1
6
0 12
1
80 100
40 120
6
0 12
2
5 25
r/min x 100
0 30
113 178
Bei drehendem Motor darf die Warnleuchte nicht leuchten. Sie
leuchtet auf, wenn ein Fehler im EDC-System vorliegt.
Die Warnleuchte empfängt eine Spannung von
+24 V vom Versorgungsrelais und ist über den Steuergeräte-Pin B6 mit
Masse verbunden.
EDC-Warnleuchte (Bus)
Diagnoseschalter mit Leuchte, S52
Hinweis: Bei
Fahrzeugen mit Koordinator ist das Bauteil mit dem Koordinator
verbunden. Das EDC-Steuergerät empfängt dann nur eine CAN-Meldung
über den Bauteilstatus.
Mit dem Diagnoseschalter können im EDC- Steuergerät gespeicherte
Fehlercodes ausgelesen werden. Die Fehlercodes werden von der
Leuchte als Blinksignale ausgegeben. Der Schalter dient auch zum
Löschen von Fehlercodes.
Der Schalter ist angeschlossen zwischen Steuergeräte-Pin B6 und
Masse. Der Druckschalter schließt beim Drücken.
Die Diagnoseleuchte empfängt eine Spannung von +24 V vom
Versorgungsrelais und ist über den Steuergeräte-Pin B6 mit Masse
verbunden.
Durch Drücken des Schalters wird die Leuchte mit Masse verbunden.
Der Abschnitt Warnsystem enthält weitere Informationen über den
Diagnoseschalter, z. B. das Auslesen von Fehlercodes.
Die Diagnoseleuchte ist mit der EDC- Warnleuchte parallel
geschaltet, weshalb beide Leuchten stets zusammen aufleuchten.
Es gibt zwei Typen von Reglern: RQ und RQV. Bei der Auswahl des
Reglertyps muß unterschieden werden, ob das EDC-Steuergerät Signale
vom Fahrpedal verwenden soll. Die Unterschiede zwischen den Reglern
RQ und RQV werden im folgenden beschrieben.
RQV = Das Fahrpedal fordert eine bestimmte Drehzahl an. Der Typ RQV
wird in den meisten Fahrzeugen verwendet und ist bei
Ersatzteil-Steuergeräten vorprogrammiert.
RQ = Das Fahrpedal fordert eine bestimmtes Drehmoment an. Der Typ RQ
wird in Busse mit Automatikgetriebe eingebaut. Neue Steuergeräte
müssen für den Reglertyp RQ umprogrammiert werden.
Der Reglertyp wird mit Scania Programmer im Steuergerät
programmiert.
Wenn im EDC-System ein Fehler auftritt, führt das EDC-Steuergerät
eine oder mehrere der folgenden Maßnahmen durch.
Die EDC-Warnleuchte leuchtet auf. Die Leuchte erlischt, wenn der
Fehler nicht mehr auftritt. In manchen Fällen erlischt die
Allgemeines
106 448
1 2 EDC
Leuchte erst nach Aus- und Einschalten der Zündung.
Funktionen wie Geschwindigkeitsregelung und Hand-Drehzahlregelung
werden abgeschaltet.
Das Drehmoment wird begrenzt.
Die defekte Pumpe-Düse-Einheit wird abgeschaltet.
EDC-Warnleuchte (Lkw)
1 2
STOP
s
15
10 20
Im Leerlauf dreht der Motor mit einer etwas erhöhten Drehzahl.
1/2
0 1
80 100
40 120
5 25
r/min x 100
0 30
Der Motor wird abgeschaltet.
Das Steuergerät führt die o. g. Maßnahmen
6
0 12
1
6
0 12
113 178
2
durch, um teure Schäden oder im schlimmsten Fall eine unkontrollierte
Drehzahlregelung des Motors zu verhindern.
Wenn der Motor nicht abgeschaltet wird, kann das Fahrzeug oft noch bis
zu nächsten Werkstatt gefahren werden. Dabei ist zu beachten, daß das
System dann mit engeren Sicherheitsbereichen arbeitet, wobei besonders
auf die verringerte Motorleistung zu achten ist.
EDC-Warnleuchte (Bus)
Abschalttest
Bei jedem Abschalten des Motors führt das EDC-Steuergerät eine
Funktionsprüfung des EDC-Systems durch. Während dieses Abschalttests
leuchtet die Warnleuchte. Am Ende des Tests geschieht folgendes: Das
Versorgungsrelais öffnet, die Leuchte erlischt und die
Spannungsversorgung zum Steuergerät ist unterbrochen.
Wenn das Steuergerät beim Abschalttest einen Fehler feststellt, leuchtet
die Warnleuchte beim nächsten Motorstart auf, auch dann, wenn der Fehler
nicht mehr vorliegt. Die Warnleuchte erlischt erst, wenn das Steuergerät
einen Abschalttest ohne Fehler durchgeführt hat.
Fehlercodes
Wenn das Steuergerät einen Fehler erkennt oder einen anormalen Zustand
feststellt, wird ein Fehlercode erzeugt. Das Warnsystem kann ca. 30
Fehlercodes erzeugen.
Blinkcodes
Die Fehlercodes werden von der Diagnoseleuchte als Blinkcodes
ausgegeben. Die zuerst ausgegebenen langen Blinksignale von 1 Sekunde
Dauer stellen die Zehnereinheiten dar. Die danach ausgegebenen kurzen
Blinksignale von 0,3 Sekunden Dauer stellen die Einereinheiten dar.
106 157
Das Beispiel rechts zeigt den Fehlercode 25.
106 158
Ein einzelnes langes Blinksignal von 4 Sekunden Dauer zeigt an, daß
keine Fehlercodes gespeichert sind.
Fehlercodespeicher
Das EDC-Steuergerät verfügt über genügend Kapazität zum Speichern aller
Codes.
Dabei werden die Fehlercodes an zwei verschiedenen Stellen im
Steuergerät gespeichert. Die von der Diagnoseleuchte ausgegebenen
Fehlercodes können über den Diagnoseschalter gelöscht werden.
Im zweiten Speicher des Steuergeräts bleiben die Fehlercodes allerdings
erhalten und können dort nur mit Scania Diagnos ausgelesen werden. Mit
Scania Diagnos kann festgestellt werden, wie oft ein Fehler aufgetreten
ist; diese Information kann bei der Suche nach losen Kontakten nützlich
sein. Mit Scania Diagnos werden beide Fehlercodespeicher gelöscht.
Notlauf
Bei einem defekten Potentiometer im Fahrpedal-Sensor wird der Fehlercode
25 erzeugt. Das Fahrzeug kann im Notlauf zur nächsten Werkstatt gefahren
werden. Der Notlauf wird durch ein einmaliges Freigeben des Fahrpedals
aktiviert, wodurch dem EDC- Steuergerät signalisiert wird, daß der
Fahrpedalschalter funktioniert.
Wird das Fahrpedal anschließend betätigt, schließt der
Fahrpedalschalter. Der geschlossene Fahrpedalschalter erzeugt ein
Signal, das einem halb durchgetretenen Fahrpedal entspricht.
Beim Freigeben des Fahrpedals kehrt der Motor auf Leerlaufdrehzahl
zurück.
Das ABS/TC-System beeinflußt das EDC- System und umgekehrt.
Das ABS/TC-Steuergerät überwacht den evtl. auftretenden Schlupf der
Antriebsräder. Bei einem Durchdrehen der Antriebsräder verringert das
TC-System unabhängig von der Fahrpedalstellung das Drehmoment des
Motors, bis die Antriebsräder wieder schlupffrei drehen.
Das EDC-Steuergerät signalisiert dem ABS/ TC-Steuergerät ständig die
Fahrpedalstellung.
Die Steuergeräte von EBS und ABS/TC kommunizieren ebenso mit dem EDC-
Steuergerät.
Opticruise
Opticruise beeinflußt das EDC-System und umgekehrt.
Das Opticruise-Steuergerät empfängt ständig Daten vom EDC-Steuergerät
wie z. B. die Motordrehzahl oder die Fahrpedalstellung.
Während des Schaltvorgangs übernimmt das Opticruise-Steuergerät die
Regelung des EDC- Systems und regelt die Motorleistung.
Abgasbremse
Die Abgasbremse beeinflußt das EDC-System, aber nicht umgekehrt.
Bei aktiver Abgasbremse erhält das EDC- Steuergerät ein Signal, wodurch
die Geschwindigkeitsregelung abgeschaltet wird.
Wenn die Abgasbremse über das Bremspedal betätigt wird, wird der Motor
auf Leerlaufdrehzahl zurückgenommen.
Retarder
Der Retarder beeinflußt das EDC-System und umgekehrt.
Bei aktivem Retarder erhält das EDC- Steuergerät ein Signal, wodurch die
Geschwindigkeitsregelung abgeschaltet wird.
Wird bei aktivem Retarder das Fahrpedal betätigt, wird der Retarder
sofort abgeschaltet, und das Fahrzeug reagiert auf das Fahrpedal.
Bei aktivem Retarder wird ggf. eine bestimmte Drehzahl des elektrisch
gesteuerten Lüfters angefordert.
PWM-Signale
Hinweis: Ein
PWM-Signal ist mit einem normalen Multimeter nicht zuverlässig meßbar.
Eine Fehlersuche ist statt dessen anhand der Fehlercodes durchzuführen.
PWM steht für "pulse width modulated" und U
bedeutet "pulsbreitenmoduliert". Die Pulsbreite wird z. B. mit
zunehmender Betätigung des Fahrpedals größer.
Das PWM-Signal ist ein Rechtecksignal mit konstanter Frequenz (T). Die
Spannung (U) ist ebenfalls konstant, die Variable ist die
T
106 159
10%
100%
prozentuale Aktivierungszeit jedes Zyklus (der Zyklus ist in den
Abbildungen mit 100 % gezeigt).
Das PWM-Signal überträgt Informationen sehr genau.
PWM-Signal bei Leerlaufdrehzahl.
U
T
90%
106 160
100%
PWM-Signal bei Vollast.
CAN-Datenaustausch
Hinweis: Aufbautenhersteller
und Karosseriebauer dürfen ohne Genehmigung von Scania keine eigenen
Systeme am CAN anschließen. Durch den Anschluß von anderen als den
werksseitig eingebauten Systemen kann die Sicherheit und Zuverlässigkeit
des Fahrzeugs beeinträchtigt werden.
Hinweis: CAN-Meldungen
sind nicht mit dem Multimeter meßbar. Die Fehlersuche ist statt dessen
anhand der Fehlercodes durchzuführen.
CAN steht für Controller Area Network. Durch die CAN-Technologie kann
die Anzahl der Kabel im Fahrzeug verringert und dadurch die
Zuverlässigkeit weiter erhöht werden. Der Datenkreis besteht aus den
zwei Kabeln
CAN H (High) und CAN L (Low).
Das Steuergerät empfängt alle CAN-Signale in einem speziellen Speicher.
Dieser Speicher ist mit einer Anzahl von Radiogeräten vergleichbar, die
gleichzeitig eingeschaltet, aber auf verschiedene Radioprogramme
eingestellt sind. Auf diese Weise ist das Steuergerät stets über alle
Parameter informiert.
COO
ABS/TC
OPTICRUISE
EDC
EBS
116 757
Durch diese zwei Kabel sind verschiedene Systeme zu einem Netzwerk
zusammengeschlossen. Ein CAN- Datenaustausch erfolgt z. B. zwischen EDC,
ABS/TC, EBS, Retarder, Opticruise und Koordinator.
Vereinfacht dargestellt, funktioniert der CAN- Datenaustausch wie der
Rundfunk. Die durch das CAN-Kabel laufenden Daten entsprechen dabei den
Radiowellen in der Luft.
Beim Radio wird der Empfänger auf jeweils einen Sender eingestellt.
Obwohl viele andere Radiosender zur selben Zeit Programme ausstrahlen,
wird nur ein Programm empfangen.
Entsprechend funktioniert auch ein Steuergerät, das nur bestimmte vom
CAN-Kabel übertragene Daten empfängt. Dies können z. B. Daten vom
EDC-Steuergerät über die Kühlmitteltemperatur sein.
Kraftstoffsystem mit Pumpe-Düse- Einheit (PDE) und EDC MS6
Fehlersuche
116 910
EDC
ETC
EDC
Dieses Heft enthält keine Schaltpläne mehr. Verwenden Sie bitte die
Schaltpläne in Scania Diagnos oder der Gruppe 16 im Werkstatt-Handbuch.
Ihre Meinung zum Entfall der Schaltpläne interessiert uns. Falls Sie uns
dazu etwas mitteilen möchten, verwenden Sie bitte eine Kopie des
Feedback- Formulars hinten in diesem Heft, und senden Sie uns dieses zu.
Außerdem ist ein vollständiges Verzeichnis aller Fehlercodes
enthalten. Die Ursache für die Erzeugung von Fehlercodes sowie die
Fehlerbehebung werden ebenfalls erläutert. Dasselbe
Fehlercodeverzeichnis ist auch in Scania Diagnos enthalten.
Funktionsprüfung. Eine Funktionsprüfung soll nach jeder Reparatur
durchgeführt werden.
Hinweis: Dieses
Heft enthält keine Schaltpläne mehr.
Es sind die Schaltpläne in Scania Diagnos oder der Gruppe 16 im
Werkstatt-Handbuch zu verwenden.
Alle Schaltpläne und Fehlercodes können mit Scania Diagnos angezeigt
werden, ohne daß dieses am Fahrzeug angeschlossen ist oder im
Demo-Modus läuft. Klicken Sie auf die Schaltfläche "Starten aus
Datenbank" und wählen Sie das zu prüfende System.
Die folgende Tabelle enthält die Fehler, bei deren Auftreten keine
Fehlercodes erzeugt werden.
Symptom Ursache/Maßnahme
Geringes Motordrehmoment, geringe Motorleistung.
Der Ladedrucksensor ist blockiert. Dadurch wird die Reaktion auf
Ladedruckänderungen verlangsamt, bzw. bei einem hängenden Sensor ein
konstanter niedriger Ladedruck signalisiert. Der Motor reagiert dann
träge auf das Fahrpedal. Es wird kein Fehlercode erzeugt, da das
Sensorsignal stets innerhalb des Sollbereichs liegt.
Vertauschte Kabel am Ladedruck-Sensor verursachen ebenfalls ein
konstantes Signal innerhalb des Sollbereichs.
Luftundichtigkeit auf der Saugseite der Kraftstoffpumpe. Leitungen
und Dichtungen probeweise erneuern, da das Auffinden von
Undichtigkeiten schwierig ist.
Das Überströmventil ist undicht. Kraftstoffsystem zum Prüfen mit
Druck beaufschlagen, siehe Arbeitsbeschreibung 03:04-01.
Niedriger Kraftstoffdruck von der Kraftstoffpumpe. Die
Kraftstoffpumpe muß einen Druck von 5,5 - 7,5 bar erzeugen.
Kraftstoffsystem zum Prüfen mit Druck beaufschlagen, siehe
Arbeitsbeschreibung 03:04-01.
Die Kraftstoffversorgung zum Motor ist nicht ausreichend.
Sicherstellen, daß alle Leitungen des Kraftstoffsystems frei
durchgängig sind.
Abgasrußen beim Beschleunigen. Der Ladedruck-Sensor hängt und
erzeugt ein konstantes
Signal für hohen Ladedruck.
Vertauschte Kabel am Ladedruck-Sensor verursachen ebenfalls ein
konstantes Signal innerhalb des Sollbereichs.
Symptom Ursache/Maßnahme
Der Motor läuft nur noch im Leerlauf +24 V-Spannung an Pin B14.
Motor startet nicht. Unterbrechung der Kabel von Pin B1 und B2 nach
Masse.
Unterbrechung des Kabels von Stromversorgung +24 V nach Pin B3 und
B4.
Unterbrechung des Kabels von Stromversorgung +24 V vom Startschalter
nach Pin B15.
Unterbrechung des Kabels von Pin B27 zum Versorgungsrelais.
Fehler im Versorgungsrelais.
Luft im Kraftstoff. Leitungen und Anschlüsse vor und nach der
Kraftstoffpumpe, d. h. saug- und druckseitig, auf Undichtigkeiten
prüfen.
Leitungen und Dichtungen probeweise erneuern, da das Auffinden von
Undichtigkeiten schwierig ist. Besonders aufmerksam die doppelten
O-Ringe zwischen Kraftstoffspeicher und Zylinderköpfen prüfen.
Überströmventil prüfen, dazu Kraftstoffsystem mit Druck
beaufschlagen, siehe Arbeitsbeschreibung 03:04-01.
Der Motor läuft unrund. Schlechter Massekontakt an Pin B1 und B2.
Korrekte
Befestigung der Klemmenschrauben sicherstellen.
Motordrehzahl schwankt leicht beim Abschalten der
Geschwindigkeitsregelung mit Brems- oder Kupplungspedal.
Brems- oder Kupplungspedalschalter öffnen zu spät.
Symptom Ursache/Maßnahme
Geschwindigkeitsregelung ohne Funktion.
Geschwindigkeitsregelung läßt sich mit Kupplungspedal nicht
abschalten.
Die Fahrgeschwindigkeit schwankt bei eingeschalteter
Geschwindigkeitsregelung.
Geschwindigkeitsbegrenzung ohne Funktion.
Die Diagnoseleuchte leuchtet beim Ein- und Ausschalten des
Fahrstroms nicht auf, sondern nur beim Drücken des
Diagnoseschalters.
Diagnose- und Warnleuchte blinken schnell.
Diagnose- und Warnleuchte leuchten konstant.
Kraftstoff und Öl treten aus der Leckkraftstoffleitung aus (eine pro
Zylinder).
Kupplungspedalschalter defekt, dadurch Masseschaltung von B20.
+24 V-Spannung an Pin B33.
Kupplungspedalschalter ist defekt, keine Masseschaltung von B20 bei
Pedalbetätigung.
Fahrtenschreiber defekt. Das Steuergerät interpretiert eine
Fahrgeschwindigkeit von 0 km/h und versucht, eine feste
Motordrehzahl beizubehalten, die Drehzahlregelung erfolgt über die
Hand-Drehzahlregelung.
Fahrtenschreiber defekt.
Defekte Leistungsstufe in der Diagnoseleuchte oder Unterbrechung des
Kabels von Pin B6. Das Steuergerät (Leistungsstufe) kann zerstört
werden, wenn beim Drücken des Diagnoseschalters der Masseanschluß,
Pin B1 und B2, zwischen Steuergerät und Fahrgestell keinen
einwandfreien Kontakt hat oder unterbrochen wird.
Programmierfehler. Steuergerät erneuern.
Kommunikation mit Koordinator ist unterbrochen. Blinkcodes werden
nicht ausgegeben.
Einer der O-Ringe zur Abdichtung der Pumpe-Düse-Einheit gegen
Kraftstoff oder Öl ist undicht.
Zu Beginn der Fehlersuche muß sich der Techniker ein umfassendes
Bild des Problems verschaffen. Dazu sollen dem Fahrer folgende
Fragen gestellt werden:
Fehlersymptome
Bedingungen, unter denen der Fehler auftritt
Häufigkeit, mit der der Fehler auftritt
Ob die Warnleuchte beim Auftreten des Fehlers aufleuchtet
Ob die Warnleuchte erlischt, sobald der Fehler nicht mehr auftritt
Ob der Fahrer alle Fehlercodes gelöscht hat
Danach sind alle Fehlercodes auszulesen. Dies erfolgt entweder durch
Blinksignale des EDC- Diagnoseschalters oder mit Scania Diagnos.
Vor dem Durchführen von weiteren Maßnahmen müssen die Fehlercodes
verglichen und die wahrscheinlichen Fehlerursachen bestimmt werden.
Fehlercodes werden in der Reihenfolge ihrer Erzeugung gespeichert.
Das Auslesen von Fehlercodes mit der Diagnoseleuchte wird im
folgenden beschrieben.
Die Bedeutung der Fehlercodes wird auf der folgenden Seite
beschrieben.
Fahrstrom einschalten.
Diagnoseschalter drücken und Anzahl der kurzen und langen
Blinksignale zählen. Dies entspricht einem ausgelesenen
Fehlercode.
Punkt 2 wiederholen, bis alle Fehlercodes ausgelesen wurden.
Wenn mehrmals der gleiche Code angezeigt wird, liegt nur ein
Fehler im System vor.
116 532
EDC
ETC
EDC
Bei Lkw sind zwei Ausführungen von Diagnoseschaltern und –leuchten
möglich.
116 533
Diagnoseschalter mit –leuchte bei Bussen.
106 157
Die zuerst ausgegebenen langen Blinksignale (1 s) zeigen
Zehnerstellen an. Die dann folgenden kurzen Blinksignale (0,3
Sekunden) zeigen die Einerstellen an.
Das Beispiel rechts zeigt den Fehlercode 25.
106 158
Ein einzelnes langes Blinksignal (4 Sekunden) zeigt an, daß keine
Fehlercodes gespeichert sind.
Das EDC-Steuergerät verfügt über genügend Kapazität zum Speichern
aller Codes.
Dabei werden die Fehlercodes an zwei verschiedenen Stellen im
Steuergerät gespeichert. Die von der Diagnoseleuchte ausgegebenen
Fehlercodes können über den Diagnoseschalter gelöscht werden.
Im zweiten Speicher des Steuergeräts bleiben die Fehlercodes
allerdings erhalten und können dort nur mit Scania Diagnos
ausgelesen werden.
Mit Scania Diagnos werden beide Fehlercodespeicher gelöscht.
Fehlercodes während der Auslieferungsinspektion löschen
Fehlercodes müssen bei der Auslieferungs- inspektion mit Scania
Diagnos gelöscht werden, damit bei der Fahrzeugübergabe an den
Kunden beide Speicher leer sind.
Von der Diagnoseleuchte ausgegebene Fehlercodes löschen
Die Löschung der von der Diagnoseleuchte ausgegebenen Fehlercodes
wird im folgenden beschrieben. Die Fehlercodes bleiben weiterhin im
zweiten Speicher des Steuergeräts gespeichert und können mit Scania
Diagnos gelöscht werden.
Motor einmal starten und abschalten, um einen Abschalttest
auszulösen. Warten, bis die EDC-Warnleuchte erlischt.
Diagnoseschalter gedrückt halten und dabei Fahrstrom 3 Sekunden
lang einschalten. Die Rücksetzung ist jetzt abgeschlossen.
Motor starten und prüfen, ob die Warnleuchte erlischt.
Diagnoseschalter drücken. Der Fehlercodespeicher muß leer sein,
d. h. es soll nur ein langes Blinksignal ausgegeben werden.
Die Fehlercodes werden auf den folgenden Seiten beschrieben.
Fehlerursache und Fehlerbehebung werden ebenfalls erläutert. Die
Fehlercodes werden in der gleichen Weise in Scania Diagnos
beschrieben.
Bestimmte Fehlercodes werden auf zweierlei Weise beschrieben, je
nachdem, ob das Fahrzeug mit einem Koordinator ausgerüstet ist. Ob
das Fahrzeug über einen Koordinator verfügt, ist an der
Diagnosetafel erkenntlich. Bei Fahrzeugen mit Koordinator ist der
abgebildete Schalter eingebaut. Außerdem leuchtet die Leuchte im
Schalter beim Einschalten des Fahrstroms einige Sekunden auf.
115 913
Schaltplan in Scania Diagnos oder Gruppe 16 des Werkstatt-Handbuchs
verwenden.
Weitere Informationen über die Verbindung des EDC-Systems mit
anderen elektrischen Systemen enthält der Anschluß- und Schaltplan
im Werkstatt-Handbuch, Gruppe 16.
Informationen über die verschiedenen elektrischen Bauteile des
EDC-Systems enthält Scania Diagnos und der Abschnitt Elektrische
Bauteile in Gruppe 16. Dort finden sich außerdem eine kurze
Beschreibung der Prüfung und Erneuerung der entsprechenden Bauteile.
Fehlercode 11
Fehler
Eines der Motordrehzahlsignale signalisiert mehr als 3000 U/min.
Ursache
Das EDC-Steuergerät hat festgestellt, daß die Frequenz bei
mindestens einem der Signale an Pin A1 und A2 zu hoch war.
Anmerkungen
Die Pumpe-Düse-Einheiten werden abgeschaltet, bis beide
Drehzahl-Sensoren eine Drehzahl von weniger als 3000 U/min
signalisieren. Danach funktioniert der Motor wieder normal.
Der Fehlercode wurde wahrscheinlich durch einen Fehler beim
Herunterschalten verursacht, bei dem der Motor überdreht wurde – das
EDC- System ist deshalb nicht defekt. Der Fehlercode wurde
möglicherweise auch durch einen Störeinfluß auf das Drehzahlsignal
erzeugt.
Maßnahme
Signal vom Haupt-Drehzahl-Sensor am Schwungrad prüfen und mit dem
Signal vom Zusatz-Drehzahl-Sensor der Nockenwelle vergleichen.
Sichtprüfung von Drehzahl-Sensoren, Steckern und Verkabelung
durchführen.
Dann Fehlercodespeicher löschen und prüfen, ob der Fehlercode wieder
erzeugt wird.
Fehlercode 12
Fehler
Der Haupt-Drehzahl-Sensor am Schwungrad zeigt ein falsches Signal
an. Der Fehlercode kann die folgenden vier Ursachen haben:
Das EDC-Steuergerät empfängt kein Signal vom
Haupt-Drehzahl-Sensor.
Das Signal vom Haupt-Drehzahl-Sensor signalisiert nicht
plausible Änderungen der Motordrehzahl zwischen den einzelnen
Impulsen.
Das Signal vom Haupt-Drehzahl-Sensor schwankt mehrmals zwischen
korrekten und nicht korrekten Werten.
Haupt-Drehzahl-Sensor und Zusatz- Drehzahl-Sensor signalisieren
gegensätzliche Informationen über den Motortakt.
Ursache
Pin A1 empfängt kein Signal.
Die Frequenz des von Pin A1 empfangenen Signals ist zu
unregelmäßig.
Das von Pin A1 empfangene Signal schwankt zwischen korrekten und
nicht korrekten Werten.
Phasenfehler zwischen den von Pin A1 und A2 empfangenen
Signalen.
Anmerkungen
Der Fehlercode kann z. B. die folgenden vier Ursachen haben:
Sensorkabel falsch angeschlossen. Bei vertauschtem Anschluß der
Kabel ist das Signal invers.
Abstand zwischen Sensor und Schwungrad nicht korrekt.
Motorsteuerung falsch zusammengebaut.
Wenn anhand der Drehzahl-Sensor-Signale nicht eindeutig
erkenntlich ist, in welchem Takt
sich der Motor befindet, verwendet das EDC- Steuergerät das Signal
vom Haupt-Drehzahl- Sensor. Zur Sicherheit wird das Motordrehmoment
begrenzt. Wenn während des Startvorgangs ein Fehler auftritt,
verhindert das EDC-Steuergerät den Motorstart. Dabei wird der
Fehlercode 13 erzeugt.
Solange der Fehler vorliegt, ist das Motordrehmoment begrenzt.
Sobald der Fehler nicht mehr auftritt, funktioniert der Motor wieder
normal.
Wenn beide Drehzahl-Sensoren den Fehlercode 13 gleichzeitig
erzeugen, also defekt sind, wird der Motor abgeschaltet.
Maßnahme
Signal vom Haupt-Drehzahl-Sensor am Schwungrad prüfen und mit dem
Signal vom Zusatz-Drehzahl-Sensor der Nockenwelle vergleichen.
Widerstand des Haupt-Drehzahl-Sensors messen.
Sichtprüfung von Haupt-Drehzahl-Sensor, Steckern und Verkabelung
durchführen.
Motorsteuerung prüfen, z. B. auf übermäßiges Spiel.
Dann Fehlercodespeicher löschen und prüfen, ob der Fehlercode wieder
erzeugt wird.
Fehlercode 13
Fehler
Der Zusatz-Drehzahl-Sensor an der Nockenwelle erzeugt ein falsches
Signal. Der Fehlercode kann die folgenden vier Ursachen haben:
Kein Eingangssignal vom Zusatz-Drehzahl- Sensor.
Das Signal vom Zusatz-Drehzahl-Sensor signalisiert nicht
plausible Änderungen der Motordrehzahl zwischen den einzelnen
Impulsen.
Das Signal vom Zusatz-Drehzahl-Sensor schwankt mehrmals zwischen
korrekten und nicht korrekten Werten.
Haupt-Drehzahl-Sensor und Zusatz- Drehzahl-Sensor signalisieren
gegensätzliche Informationen über den Motortakt.
Ursache
Pin A2 empfängt kein Signal.
Die Frequenz des von Pin A2 empfangenen Signals ist zu
unregelmäßig.
Das von Pin A2 empfangene Signal schwankt zwischen korrekten und
nicht korrekten Werten.
Phasenfehler zwischen den von Pin A1 und A2 empfangenen
Signalen.
Anmerkungen
Der Fehlercode kann z. B. die folgenden vier Ursachen haben:
Sensorkabel falsch angeschlossen. Bei vertauschtem Anschluß der
Kabel ist das Signal invers.
Abstand zwischen Sensor und Schwungrad nicht korrekt.
Motorsteuerung falsch zusammengebaut.
Wenn anhand der Drehzahl-Sensor-Signale
der Motortakt nicht eindeutig erkenntlich ist - das EDC-Steuergerät
verwendet dann das Signal vom Haupt-Drehzahl-Sensor. Zur Sicherheit
wird das Motordrehmoment begrenzt. Wenn während des Startvorgangs
ein Fehler auftritt, verhindert das EDC-Steuergerät den Motorstart.
Dabei wird der Fehlercode 12 erzeugt.
Solange der Fehler vorliegt, ist das Motordrehmoment begrenzt.
Sobald der Fehler nicht mehr auftritt, funktioniert der Motor wieder
normal.
Wenn beide Drehzahl-Sensoren den Fehlercode 12 gleichzeitig
erzeugen, wird der Motor abgeschaltet.
Maßnahme
Signal vom Haupt-Drehzahl-Sensor am Schwungrad prüfen und mit dem
Signal vom Zusatz-Drehzahl-Sensor der Nockenwelle vergleichen.
Widerstand des Zusatz-Drehzahl-Sensors messen.
Sichtprüfung von Zusatz-Drehzahl-Sensor, Steckern und Verkabelung
durchführen.
Motorsteuerung prüfen, z. B. auf übermäßiges Spiel.
Dann Fehlercodespeicher löschen und prüfen, ob der Fehlercode wieder
erzeugt wird.
Fehlercode 14
Fehler
Das Signal vom Kühlmitteltemperatur-Sensor ist nicht plausibel.
Ursache
Die Spannung zwischen Steuergeräte-Pin A22 und A5 ist zu hoch oder
zu niedrig.
Anmerkungen
Der Fehlercode wird erzeugt, wenn die Spannung geringer als 0,49 V
(über 130 °C) oder höher als 4,62 V ist (unter –40 °C). Das
EDC-Steuergerät verwendet dann einen vorprogrammierten
Temperaturwert von 60 °C.
Solange der Fehler vorliegt, ist das Kaltstartverhalten des Motors
beeinträchtigt, und der Leerlauf wird auf 600 U/min angehoben und
kann nicht eingestellt werden.
Maßnahme
Signal vom Kühlmitteltemperatur-Sensor prüfen.
Bei kaltem Motor prüfen, ob Kühlmittel und Ansaugluft ungefähr die
gleiche Temperatur aufweisen.
Widerstand des Kühlmitteltemperatur-Sensors messen.
Sichtprüfung von Kühlmitteltemperatur-Sensor, Steckern und
Verkabelung durchführen.
Dann Fehlercodespeicher löschen und prüfen, ob der Fehlercode wieder
erzeugt wird.
Fehlercode 15
Fehler
Das Signal vom Ladelufttemperatur-Sensor ist nicht plausibel.
Ursache
Die Spannung zwischen Steuergeräte-Pin A21 und A17 ist zu hoch oder
zu niedrig.
Anmerkungen
Der Fehlercode wird erzeugt, wenn die Spannung geringer als 0,49 V
(über 130 °C) oder höher als 4,62 V ist (unter -40 °C). Das
EDC-Steuergerät verwendet dann einen vorprogrammierten
Temperaturwert von 40 °C.
Solange der Fehler vorliegt, reagiert der kalte Motor langsamer als
normal auf das Fahrpedal. Dies wird durch den nicht korrekt
funktionierenden Rauchbegrenzer verursacht.
Maßnahme
Signal vom Ladelufttemperatur-Sensor prüfen.
Bei kaltem Motor prüfen, ob Kühlmittel und Ansaugluft ungefähr die
gleiche Temperatur aufweisen.
Widerstand des Ladelufttemperatur-Sensors messen.
Sichtprüfung von Ladelufttemperatur-Sensor, Steckern und Verkabelung
durchführen.
Dann Fehlercodespeicher löschen und prüfen, ob der Fehlercode wieder
erzeugt wird.
Fehlercode 16
Fehler
Das Signal vom Ladedruck-Sensor ist nicht plausibel.
Ursache
Die Spannung am Steuergeräte-Pin 33 ist zu hoch oder zu niedrig.
Anmerkungen
Der Fehlercode wird erzeugt, wenn die Spannung geringer als 0,35 V
(0,5 bar Absolutdruck) oder höher als 4,66 V (4,0 bar Absolutdruck)
ist. Das EDC-Steuergerät verwendet dann einen vorprogrammierten
Druckwert von ca. 1,7 bar.
Der Ladedruck-Sensor mißt den Absolutdruck im Ansaugkrümmer, d. h.
den atmosphärischen Druck plus den vom Turbolader erzeugten
Ladedruck.
Solange der Fehler vorliegt, ist das Motordrehmoment begrenzt.
Maßnahme
Signal vom Ladedruck-Sensor prüfen.
Bei abgeschaltetem Motor prüfen, ob Ladedruck und Atmosphärendruck
ungefähr die gleichen Werte aufweisen.
Sichtprüfung von Ladedruck-Sensor, Steckern und Verkabelung
durchführen.
Dann Fehlercodespeicher löschen und prüfen, ob der Fehlercode wieder
erzeugt wird.
Fehlercode 18
Fehler
Das Eingangssignal vom Öldruck-Sensor ist nicht plausibel.
Ursache
Die Spannung am Steuergeräte-Pin A9 ist zu hoch oder zu niedrig.
Anmerkungen
Der Fehlercode wird erzeugt, wenn die Spannung geringer als 0,35 V
oder höher als 4,66 V ist. Das EDC-Steuergerät verwendet dann einen
vorprogrammierten Druckwert von 0 bar.
Der Öldruck-Sensor erfaßt den Motoröldruck.
Maßnahme
Signal vom Öldruck-Sensor prüfen.
Sichtprüfung von Öldruck-Sensor, Steckern und Verkabelung
durchführen.
Dann Fehlercodespeicher löschen und prüfen, ob der Fehlercode wieder
erzeugt wird.
Fehlercode 21 — Fahrzeuge ohne Koordinator
Fehler
Signal vom Bedienelement der Geschwindigkeitsregelung ist nicht
plausibel.
Ursache
Die Spannung zwischen Pin B8 und Pin B25 ist zu niedrig oder zu
hoch. Möglich ist auch ein nicht zulässiges Spannungsniveau zwischen
den verschiedenen Funktionen ACC, RES, RET, ON und OFF.
Anmerkungen
Solange der Fehler vorliegt, sind Geschwindigkeitsregelung, Hand-
Drehzahlregelung und Leerlaufeinstellung außer Funktion.
Das Steuergerät interpretiert die Spannungsniveaus wie folgt:
0,67-1,03 V, ACC
1,50-1,89 V, RES
2,37-2,82 V, RET
3,20-3,57 V, ON
3,57-4,40 V, OFF
Maßnahme
Bedienelement, Stecker und Verkabelung prüfen.
Fehlercode 21 — Fahrzeuge mit Koordinator
Fehler
Das CAN-Signal vom Koordinator für die Stellung des Bedienelements
der Geschwindigkeitsregelung ist entweder nicht vorhanden oder nicht
plausibel.
Ursache
Im CAN-Signal ist zwischen Koordinator und EDC-Steuergeräte-Pin B11
und B12 einer der folgenden Fehler aufgetreten.
Das CAN-Signal für die Stellung des Bedienelements ist nicht
vorhanden.
Oder
Der Koordinator zeigt an, daß das Signal vom Schalter der
Geschwindigkeitsregelung defekt ist.
Anmerkungen
Solange der Fehler vorliegt, sind Geschwindigkeitsregelung, Hand-
Drehzahlregelung und Leerlaufeinstellung außer Funktion.
Wenn das CAN-Signal für die Stellung des Bedienelements der
Geschwindigkeitsregelung nicht vorhanden ist, liegt möglicherweise
ein Fehler in der Verkabelung des CAN- Datenbusses oder im
Koordinator vor.
Wenn der Koordinator anzeigt, daß das Signal vom Schalter der
Geschwindigkeitsregelung defekt ist, liegt der Fehler wahrscheinlich
nicht in der Verkabelung des CAN-Datenbusses.
Maßnahme
Signal vom Koordinator für die Stellung des Schalter der
Geschwindigkeitsregelung prüfen.
Fehlersuche im Koordinator durchführen.
Verkabelung des CAN-Datenbusses und der Stecker prüfen.
Dann Fehlercodespeicher löschen und prüfen, ob der Fehlercode wieder
erzeugt wird.
Fehlercode 22 — Fahrzeuge ohne Koordinator
Fehler
Die Bremspedalschalter erzeugen widersprüchliche Signale für die
Pedalstellung. Ein Schalter zeigt an, daß das Pedal in Ruhestellung
ist, der andere, daß das Pedal niedergetreten wird.
Ursache
Pin B26 und B31 wurden gleichzeitig an Masse geschaltet oder von der
Masse getrennt.
Anmerkungen
Beide Bremspedalschalter waren gleichzeitig mehr als fünf Minuten
geschlossen oder geöffnet.
Solange der Fehler vorliegt, sind Geschwindigkeitsregelung, Hand-
Drehzahlregelung und Leerlaufeinstellung außer Funktion.
Maßnahme
Schalter, Stecker und Verkabelung prüfen.
Fehlercode 22 — Fahrzeuge mit Koordinator
Fehler
Das CAN-Signal vom Koordinator für die Stellung der
Bremspedalschalter ist entweder nicht vorhanden oder nicht
plausibel.
Ursache
Im CAN-Signal ist zwischen Koordinator und EDC-Steuergeräte-Pin B11
und B12 einer der folgenden Fehler aufgetreten.
Das CAN-Signal von den Bremspedalschaltern ist nicht vorhanden.
Oder
Der Koordinator zeigt an, daß die Signale von den
Bremspedalschaltern defekt sind und diese sich widersprechen.
Anmerkungen
Solange der Fehler vorliegt, sind Geschwindigkeitsregelung, Hand-
Drehzahlregelung und Leerlaufeinstellung außer Funktion.
Wenn das CAN-Signal von den Bremspedalschaltern nicht vorhanden ist,
liegt ein Fehler in der Verkabelung des CAN- Datenbusses oder im
Koordinator vor.
Wenn der Koordinator anzeigt, daß die Signale von den
Bremspedalschaltern defekt sind, liegt der Fehler wahrscheinlich
nicht in der Verkabelung des CAN-Datenbusses. Bevor der Fehlercode
erzeugt wird, müssen die Bremspedalschalter mindestens 5 Minuten
lang widersprüchliche Signale erzeugt haben.
Maßnahme
Signal vom Koordinator für die Stellung der Bremspedalschalter
prüfen.
Fehlersuche im Koordinator durchführen.
Verkabelung des CAN-Datenbusses und der Stecker prüfen.
Dann Fehlercodespeicher löschen und prüfen, ob der Fehlercode wieder
erzeugt wird.
Fehlercode 24 — Fahrzeuge ohne Koordinator
Fehler
Signale für die gleichzeitige Betätigung von Brems- und Fahrpedal.
Ursache
Die Eingangsspannung an Pin B23 ist zu hoch, während gleichzeitig
Pin B31 an Masse geschaltet oder Pin B26 nicht an Masse geschaltet
ist.
Anmerkungen
Zum Erzeugen des Fehlercodes müssen Fahr- und Bremspedal während 20
aufeinander folgenden Bremsungen gleichzeitig betätigt werden.
Dieser Fehlercode dient dazu, eine nicht korrekte Rückstellung des
Fahrpedals in die Ruhestellung anzuzeigen, was z. B. durch eine
defekte Rückstellfeder verursacht werden kann.
Die Eingangsspannung an Pin B23 liegt beim Niederdrücken des
Bremspedals über 0,45 V.
Bei einem Fehler der Bremspedalschalter wird der Fehlercode 22
erzeugt. Bei einem Fehler des Fahrpedalschalters oder
-potentiometers wird der Fehlercode 25 erzeugt.
Maßnahme
Fahrpedalweg prüfen.
Fehlercode 24 — Fahrzeuge mit Koordinator
Fehler
Das EDC-Steuergerät empfängt ein CAN-Signal vom Koordinator für die
gleichzeitige Betätigung von Brems- und Fahrpedal.
Ursache
Das CAN-Signal vom Koordinator an EDC- Steuergeräte-Pin B11 und B12
signalisiert die gleichzeitige Betätigung von Brems- und Fahrpedal.
Anmerkungen
Die Verkabelung des CAN-Datenbusses ist wahrscheinlich nicht defekt.
Der Koordinator hat wahrscheinlich Signale erhalten, die ein
gleichzeitiges Betätigen von Fahr- und Bremspedal während 20
aufeinander folgenden Bremsungen anzeigen.
Dieser Fehlercode dient dazu, eine nicht korrekte Rückstellung des
Fahrpedals in die Ruhestellung anzuzeigen, was z. B. durch eine
defekte Rückstellfeder verursacht werden kann.
Maßnahme
Signal vom Koordinator für die Stellung der Bremspedalschalter und
des Fahrpedals prüfen.
Fehlersuche im Koordinator durchführen.
Verkabelung des CAN-Datenbusses und der Stecker prüfen.
Dann Fehlercodespeicher löschen und prüfen, ob der Fehlercode wieder
erzeugt wird.
Fehlercode 25 — Fahrzeuge ohne Koordinator
Fehler
Der Fehlercode kann die folgenden zwei Ursachen haben:
Signal vom Potentiometer im Fahrpedal-Sensor nicht plausibel.
Abweichung des Signals vom Potentiometer im Fahrpedal-Sensor und dem
Fahrpedalschalter nicht plausibel.
Ursache
Eingangsspannung an Pin B23 zu niedrig oder zu hoch.
Die Eingangsspannung an Pin B23 ist zu gering, während Pin B17 an
Masse geschaltet ist.
Alternativ dazu ist die Eingangsspannung an Pin B23 zu hoch, während
Pin B17 nicht an Masse geschaltet ist.
Anmerkungen
Wenn der Fehler durch eine nicht plausible Spannung vom
Potentiometer erzeugt wird, gilt folgendes:
Die Spannung vom Potentiometer war geringer als 0,25 V oder höher
als 4,00 V.
Das Fahrzeug kann mit dem Fahrpedalschalter im Notlaufprogramm zur
nächsten Werkstatt gefahren werden. Im Notlaufprogramm dreht der
Motor bei losgelassenem Fahrpedal mit Leerlaufdrehzahl und bei
betätigtem Fahrpedal (Schalter geschlossen) mit Halblast.
Bei Fahrgeschwindigkeiten über 35 km/h kann die
Geschwindigkeitsregelung verwendet werden.
Beim Auftreten dieses Fehlers wird die Motordrehzahl auf
Leerlaufdrehzahl zurückgenommen. Das Drehmoment wird begrenzt.
Wenn der Fehler durch eine nicht plausible Signaldifferenz zwischen
Potentiometer und Fahrpedalschalter erzeugt wird, gilt folgendes:
Die Spannung vom Potentiometer ist bei geschlossenem
Fahrpedalschalter geringer als
0,49 V. Alternativ dazu ist die Spannung bei geöffnetem
Fahrpedalschalter höher als 0,90 V.
Im Leerlauf dreht der Motor mit einer etwas erhöhten Drehzahl (750
U/min). Der Motor reagiert nicht auf das Fahrpedal. Bei
Fahrgeschwindigkeiten über 35 km/h kann die Geschwindigkeitsregelung
verwendet werden.
Maßnahme
Potentiometer prüfen. Signale von Potentiometer und
Fahrpedalschalter vergleichen. Stecker und Verkabelung prüfen.
Fehlercode 25 — Fahrzeuge mit Koordinator
Fehler
Das CAN-Signal vom Koordinator über das Fahrpedalpotentiometer ist
entweder nicht vorhanden oder nicht plausibel.
Ursache
Im CAN-Signal ist zwischen Koordinator und EDC-Steuergeräte-Pin B11
und B12 einer der folgenden Fehler aufgetreten.
Das CAN-Signal vom Fahrpedalpotentiometer ist nicht vorhanden.
Oder
Der Koordinator zeigt an, daß das Signal vom
Fahrpedalpotentiometer defekt ist oder die Differenz zwischen
den Signalen von Potentiometer und Fahrpedalschalter zu groß
ist.
Anmerkungen
Wenn das CAN-Signal vom Fahrpedal- potentiometer nicht vorhanden
ist, gilt folgendes:
Das Fahrzeug kann mit dem Fahrpedalschalter im Notlaufprogramm
zur nächsten Werkstatt gefahren werden. Im Notlaufprogramm dreht
der Motor bei losgelassenem Fahrpedal mit Leerlaufdrehzahl und
bei betätigtem Fahrpedal (Schalter geschlossen) mit Halblast.
Bei Fahrgeschwindigkeiten über 35 km/h kann die
Geschwindigkeitsregelung verwendet werden.
Beim Auftreten dieses Fehlers wird die Motordrehzahl auf
Leerlaufdrehzahl zurückgenommen. Das Drehmoment wird begrenzt.
Wenn der Koordinator anzeigt, daß das Signal vom
Fahrpedalpotentiometer defekt ist oder die Differenz zwischen den
Signalen von Potentiometer und Fahrpedalschalter zu groß ist, gilt
folgendes:
Im Leerlauf dreht der Motor mit einer etwas erhöhten Drehzahl
(750 U/min).
Der Motor reagiert nicht auf das Fahrpedal.
Bei Fahrgeschwindigkeiten über 35 km/h kann die
Geschwindigkeitsregelung verwendet werden.
Der Fehlercode wird erzeugt, wenn der Fahrpedalschalter nicht
aktiviert ist, während der Fahrpedal-Sensor eine Pedalbetätigung von
mehr als 45 % signalisiert.
Der Fehlercode wird auch erzeugt, wenn der Fahrpedalschalter
aktiviert ist, während der Fahrpedal-Sensor eine Pedalbetätigung von
weniger als 0,4 % signalisiert.
Maßnahme
Signal vom Koordinator für die Fahrpedalstellung prüfen.
Signale vom Koordinator über Fahrpedalstellung und Fahrpedalschalter
prüfen.
Fehlersuche im Koordinator durchführen.
Verkabelung des CAN-Datenbusses und der Stecker prüfen.
Dann Fehlercodespeicher löschen und prüfen, ob der Fehlercode wieder
erzeugt wird.
Fehlercode 26 — Fahrzeuge ohne Koordinator
Fehler
Fahrgeschwindigkeitssignal nicht vorhanden oder nicht plausibel.
Ursache
Das Eingangssignal zu Pin B29 ist nicht vorhanden, signalisiert eine
nicht plausibel hohe Fahrgeschwindigkeit, hat eine zu hohe Frequenz
oder eine zu niedrige bzw. zu hohe Spannung.
Anmerkungen
Das Signal vom Fahrtenschreiber zeigt eine Fahrgeschwindigkeit von
über 150 km/h an. Geschwindigkeitsregelung, Hand- Drehzahlregelung
und Leerlaufeinstellung sind außer Funktion.
Der Fehlercode wird nur bei drehendem Motor erzeugt.
Wenn dieser Fehler vorliegt, verwendet das Steuergerät einen
vorprogrammierten Geschwindigkeitswert von 15 km/h.
Dieser Fehlercode wird auch im Falle eines Kurzschlusses oder einer
Stromkreisunterbrechung im Kabel zwischen Fahrtenschreiber und
Steuergerät erzeugt.
Der Fehlercode kann auch durch äußere elektrische Störeinflüsse
erzeugt werden. Am Ausgang D3 des Fahrtenschreibers darf nur das
System zur Fahrgeschwindigkeitsbegrenzung, in diesem Fall EDC,
angeschlossen werden.
Die Fahrgeschwindigkeits-Signalspannung entspricht einem internen
Spannungsniveau im Steuergerät. Es ist nicht mit einem Multimeter
meßbar.
Maßnahme
Funktion des Fahrtenschreibers auf der Tachoscheibe oder während
einer Probefahrt prüfen. Wenn der Fahrtenschreiber korrekt
funktioniert, ist die Verkabelung zwischen Fahrtenschreiber und
Steuergerät zu prüfen.
Fehlercode 26 — Fahrzeuge mit Koordinator
Fehler
Das CAN-Signal vom Koordinator für die Fahrgeschwindigkeit ist
entweder nicht vorhanden oder nicht plausibel.
Ursache
Im CAN-Signal ist zwischen Koordinator und EDC-Steuergeräte-Pin B11
und B12 einer der folgenden Fehler aufgetreten.
Das CAN-Signal für die Fahrgeschwindigkeit ist nicht vorhanden.
Oder
Der Koordinator zeigt an, daß das Fahrgeschwindigkeitssignal vom
Fahrtenschreiber defekt ist.
Anmerkungen
Der Fehlercode wird nur bei drehendem Motor erzeugt.
Solange der Fehler vorliegt, sind Geschwindigkeitsregelung, Hand-
Drehzahlregelung und Leerlaufeinstellung außer Funktion. Die
Notabschaltung schaltet den Motor nicht ab, sondern reduziert die
Motordrehzahl auf Leerlaufdrehzahl.
Das EDC-Steuergerät verwendet dann einen vorprogrammierten
Fahrgeschwindigkeitswert von 15 km/h.
Wenn der Koordinator anzeigt, daß das Fahrgeschwindigkeitssignal vom
Fahrtenschreiber defekt ist, liegt der Fehler wahrscheinlich nicht
in der Verkabelung des CAN-Datenbusses.
Wenn das CAN-Signal für das Fahrgeschwindigkeitssignal nicht
vorhanden ist, liegt möglicherweise ein Fehler in der Verkabelung
des CAN-Datenbusses oder im Koordinator vor.
Maßnahme
Signal vom Koordinator für die Fahrgeschwindigkeit prüfen.
Fehlersuche im Koordinator durchführen.
Verkabelung des CAN-Datenbusses und der Stecker prüfen.
Dann Fehlercodespeicher löschen und prüfen, ob der Fehlercode wieder
erzeugt wird.
Fehlercode 29
Fehler
Das Signal vom Atmosphärendruck-Sensor ist nicht plausibel.
Ursache
Die Spannung des im Steuergerät integrierten Atmosphärendruck-Sensor
ist zu hoch oder zu niedrig.
Anmerkungen
Der Fehlercode wird erzeugt, wenn die Spannung geringer als 0,20 V
oder höher als 4,93 V ist.
Wenn die Spannung außerhalb des o. g. Sollbereichs liegt, verwendet
das EDC- Steuergerät einen vorprogrammierten Druckwert von 1,0 bar.
Maßnahme
Signal vom Atmosphärendruck-Sensor prüfen.
Bei abgeschaltetem Motor prüfen, ob Ladedruck und Atmosphärendruck
ungefähr die gleichen Werte aufweisen.
Fehlercodespeicher löschen und prüfen, ob der Fehlercode wieder
erzeugt wird. Wenn der Fehlercode wieder erzeugt wird, muß das EDC-
Steuergerät erneuert werden.
Fehlercode 33
Fehler
Das EDC-Steuergerät interpretiert die Batteriespannung als zu hoch
oder zu niedrig.
Ursache
Die Spannung an Steuergeräte-Pin B3 und B4 ist zu hoch oder zu
niedrig.
Anmerkungen
Der Fehlercode wird erzeugt, wenn die Spannung geringer als 22 V
oder höher als 30 V ist.
Der Fehlercode wird nur bei drehendem Motor erzeugt.
Solange der Fehler vorliegt, ist das Motordrehmoment begrenzt.
Sobald der Fehler nicht mehr auftritt, funktioniert der Motor wieder
normal.
Wenn die Spannung außerhalb des o. g. Sollbereichs von 22 – 30 V
liegt, verwendet das EDC-Steuergerät einen vorprogrammierten Wert
von ca. 28 V.
Der Fehler tritt möglicherweise beim Kaltstart mit einer Batterie in
schlechtem Ladezustand auf.
Maßnahme
Batteriespannungssignal prüfen und mit der am Multimeter gemessenen
Batteriespannung vergleichen.
Sichtprüfung von Steckern und Verkabelung durchführen.
Dann Fehlercodespeicher löschen und prüfen, ob der Fehlercode wieder
erzeugt wird.
Fehlercode 37 — Fahrzeuge ohne Koordinator
Fehler
Signal vom Notschalter. Bei Bussen kann das Signal vom Schalter in
der hinteren Zentral- Elektrikeinheit im Motorraum stammen.
Ursache
Pin B22 des Steuergeräts ist mit Masse verbunden.
Anmerkungen
Bei stehendem Fahrzeug wird der Motor abgeschaltet. Während der
Fahrt kehrt der Motor auf Leerlaufdrehzahl zurück. Dies
gewährleistet die Funktion der Servolenkung usw.
Der Fehlercode wird bei jeder Betätigung des Notschalters erzeugt.
Durch die Rücksetzung des Notschalters wird der Fehler gelöscht. Der
Fehlercode wird beim Ausschalten des Fahrstroms automatisch
gelöscht.
Maßnahme
Schalter, Stecker und Verkabelung prüfen.
Fehlercode 37 — Fahrzeuge mit Koordinator
Fehler
CAN-Signal vom Koordinator zur Abschaltung (Notabschaltung) des
Motors.
Ursache
CAN-Signal vom Koordinator zu EDC- Steuergeräte-Pin B11 und B12 zur
Abschaltung (Notabschaltung) des Motors.
Anmerkungen
Bei stehendem Fahrzeug wird der Motor abgeschaltet. Während der
Fahrt kehrt der Motor auf Leerlaufdrehzahl zurück. Dies
gewährleistet die Funktion der Servolenkung usw.
Der Fehlercode wird bei jeder Betätigung des Notschalters, falls
eingebaut, erzeugt. Durch die Rücksetzung des Notschalters wird der
Fehler gelöscht.
Der Fehlercode kann auch erzeugt werden, wenn die
Diebstahlwarnanlage VPS (Vehicle Protection System) aktiviert wurde.
Maßnahme
Signal vom Koordinator über den Status der Funktion prüfen.
Fehlersuche im Koordinator durchführen.
Verkabelung des CAN-Datenbusses und der Stecker prüfen.
Dann Fehlercodespeicher löschen und prüfen, ob der Fehlercode wieder
erzeugt wird.
Fehlercode 39
Fehler
Keine Lüftersteuerung durch EDC-Steuergerät.
Ursache
Die Spannung zwischen Steuergeräte-Pin A10 und A16 ist zu hoch oder
zu niedrig.
Möglicherweise liegt auch ein interner Fehler im EDC-Steuergerät
vor.
Der Fehlercode kann die folgenden Ursachen haben:
Die Treiberstufe ist kurzgeschlossen nach Masse.
Die Treiberstufe ist kurzgeschlossen nach
+24 V oder die Leitung ist unterbrochen.
Anmerkungen
Solange der Fehler vorliegt, ist der Lüfter vollständig
eingeschaltet und dreht mit Motordrehzahl.
Der Fehlercode wird nur beim Einschalten des Fahrstroms erzeugt.
Damit das EDC-Steuergerät den Fehler als nicht mehr vorhanden
erkennt, muß der Strom aus- und wieder eingeschaltet werden.
Der Fehlercode wird erzeugt, wenn im EDC- Steuergerät ein elektrisch
gesteuerter Lüfter programmiert, im Fahrzeug aber ein Viscolüfter
eingebaut ist.
Maßnahme
Stecker vom Magnetventil am Lüfterkragen abziehen und prüfen, ob bei
eingeschaltetem Strom eine Spannung von +24 V anliegt.
Widerstand des Magnetventils messen.
Mit dem Scania Programmer prüfen, ob der im Fahrzeug eingebaute
Lüfter im EDC-Steuergerät programmiert ist.
Dann Fehlercodespeicher löschen und prüfen,
ob der Fehlercode wieder erzeugt wird.
Fehlercode 43
Fehler
Fehler im CAN-Datenbus.
Ursache
Interner Fehler im EDC-Steuergerät.
Anmerkungen
Dieser Fehler hat keinen Einfluß auf die Funktion des Motors. Andere
Steuergeräte erhalten allerdings keine Motor-Signale. Die
entsprechenden Systeme, wie z. B. ABS/TC, EBS und Opticruise, können
dann den Motorbetrieb nicht beeinflussen.
Wenn der CAN-Datenbus wieder korrekt funktioniert, muß das
EDC-Steuergerät erst einen Abschalttest durchführen, bevor es den
Fehler als nicht mehr vorhanden erkennt.
Maßnahme
Fehlercodespeicher löschen und prüfen, ob der Fehlercode wieder
erzeugt wird. Wenn der Fehlercode wieder erzeugt wird, muß das EDC-
Steuergerät erneuert werden.
Fehlercode 48
Fehler
Fehler im CAN-Datenaustausch mit dem Koordinator.
Ursache
Der Datenaustausch zwischen Koordinator und EDC-Steuergeräte-Pin B11
und B12 ist unterbrochen.
Anmerkungen
Die Verkabelung des CAN-Datenbusses ist wahrscheinlich defekt.
Solange der Fehler vorliegt, verhält sich der Motor wie folgt:
Der Motor reagiert nicht auf die Bedienelemente im
Fahrerbereich, z. B. das Fahrpedal.
Im Leerlauf dreht der Motor mit einer etwas erhöhten Drehzahl
(750 U/min). Das Fahrzeug kann dann in einem niedrigen Gang im
Notlaufprogramm gefahren werden.
Diagnose- und Warnleuchte leuchten konstant. Blinkcodes werden nicht
ausgegeben.
Maßnahme
Verkabelung des CAN-Datenbusses zwischen EDC-Steuergerät und
Koordinator prüfen.
Dann Fehlercodespeicher löschen und prüfen, ob der Fehlercode wieder
erzeugt wird.
Fehlercode 49
Fehler
Fehler im CAN-Datenaustausch mit dem Koordinator.
Ursache
Das EDC-Steuergerät kann das CAN-Signal vom Koordinator nicht
auswerten. Der Eingang des CAN-Signals am Steuergerät erfolgt an Pin
B11 und B12.
Anmerkungen
Solange der Fehler vorliegt, verhält sich der Motor wie folgt:
Der Motor reagiert nicht auf die Bedienelemente im
Fahrerbereich, z. B. das Fahrpedal.
Im Leerlauf dreht der Motor mit einer etwas erhöhten Drehzahl
(750 U/min). Das Fahrzeug kann dann in einem niedrigen Gang im
Notlaufprogramm gefahren werden.
Der Fehler kann nur nach einer Erneuerung des EDC-Steuergeräts oder
Koordinators auftreten, wenn das neue Teil nicht mit dem im Fahrzeug
vorhandenen kompatibel ist.
Maßnahme
Prüfen, ob die korrekte Version von EDC- Steuergerät und Koordinator
verwendet wird .
Dann Fehlercodespeicher löschen und prüfen, ob der Fehlercode wieder
erzeugt wird.
Fehlercode 51 — 6-Zylindermotoren
Fehler
Nicht plausibler Stromverbrauch der Pumpe- Düse-Einheit von Zylinder
1.
Ursache
Der Stromverbrauch zwischen Pin A28 und A24 ist zu niedrig oder zu
hoch. Alternativ dazu ist die Änderung des Stromverbrauchs während
des Magnetventilbetriebs zu schnell oder zu langsam.
Anmerkungen
Es können je nach Fehler verschiedene Fehlersymptome auftreten.
Wenn durch den Fehler Fehlercodes für alle Zylinder erzeugt werden,
wird der Motor abgeschaltet. Die Fehlercodes 51, 52, 53, 54, 55 und
56 werden gleichzeitig erzeugt.
Der defekte Zylinder wird abgeschaltet und der Motor läuft auf den
anderen Zylindern weiter. Zum Ausgleich des unrunden Motorlaufs wird
das Drehmoment verringert. Es wird nur ein Fehlercode für den
defekten Zylinder erzeugt.
Im Falle einer Unterbrechung des Kabels von Pin A24 wird die Hälfte
der Zylinder abgeschaltet, und der Motor läuft auf den verbleibenden
Zylindern weiter. Die Fehlercodes 51, 52 und 53 werden gleichzeitig
erzeugt.
Wenn zwei Magnetventile gegeneinander kurzgeschlossen sind, läuft
der Motor sehr unrund. Der Fehlercode 51 und der entsprechende
Fehlercode für den anderen Zylinder werden gleichzeitig erzeugt. Bei
diesem Fehlertyp wird der Fehlercode erst erzeugt, nachdem der Motor
ca. 4 Minuten gelaufen ist.
Maßnahme
Prüfen, ob andere Pumpe-Düse-Einheiten Fehlercodes erzeugt haben.
Stecker, Kabel und Magnetventile der Pumpe- Düse-Einheiten prüfen.
Fehlercode 51 — 8-Zylindermotoren
Fehler
Nicht plausibler Stromverbrauch der Pumpe- Düse-Einheit von Zylinder
1.
Ursache
Der Stromverbrauch zwischen Pin A35 und A24 ist zu niedrig oder zu
hoch. Alternativ dazu ist die Änderung des Stromverbrauchs während
des Magnetventilbetriebs zu schnell oder zu langsam.
Anmerkungen
Es können je nach Fehler verschiedene Fehlersymptome auftreten.
Der defekte Zylinder wird abgeschaltet und der Motor läuft auf den
anderen Zylindern weiter. Zum Ausgleich des unrunden Motorlaufs wird
das Drehmoment verringert. Es wird nur ein Fehlercode für den
defekten Zylinder erzeugt.
Im Falle einer Unterbrechung des Kabels von Pin A24 wird die Hälfte
der Zylinder abgeschaltet und der Motor läuft auf den verbleibenden
Zylindern weiter. Die Fehlercodes 51, 54, 56 und 57 werden
gleichzeitig erzeugt.
Wenn der Spritzbeginn vom erwarteten Wert abweicht, läuft der Motor
etwas unrund. Der Fehlercode wird erst erzeugt, wenn die Abweichung
größer ist als 0,2 ms oder länger als 4 Minuten auftritt.
Wenn zwei Magnetventile gegeneinander kurzgeschlossen sind, läuft
der Motor sehr unrund. Der Fehlercode 51 und der entsprechende
Fehlercode für den anderen Zylinder werden gleichzeitig erzeugt.
Wenn durch den Fehler Fehlercodes für alle Zylinder erzeugt werden,
wird der Motor abgeschaltet. Die Fehlercodes 51, 52, 53, 54, 55,
56, 57 und 58 werden gleichzeitig erzeugt.
Maßnahme
Einspritzabweichung mit Scania Diagnos prüfen.
Prüfen, ob andere Pumpe-Düse-Einheiten Fehlercodes erzeugt haben.
Sichtprüfung der Stecker, Kabel und Magnetventile der
Pumpe-Düse-Einheiten durchführen.
Dann Fehlercodespeicher löschen und prüfen, ob der Fehlercode wieder
erzeugt wird.
Fehlercode 52 — 6-Zylindermotoren
Fehler
Nicht plausibler Stromverbrauch der Pumpe- Düse-Einheit von Zylinder
2.
Ursache
Der Stromverbrauch zwischen Pin A27 und A24 ist zu niedrig oder zu
hoch. Alternativ dazu ist die Änderung des Stromverbrauchs während
des Magnetventilbetriebs zu schnell oder zu langsam.
Anmerkungen
Es können je nach Fehler verschiedene Fehlersymptome auftreten.
Wenn durch den Fehler Fehlercodes für alle Zylinder erzeugt werden,
wird der Motor abgeschaltet. Die Fehlercodes 51, 52, 53, 54, 55 und
56 werden gleichzeitig erzeugt.
Der defekte Zylinder wird abgeschaltet und der Motor läuft auf den
anderen Zylindern weiter. Zum Ausgleich des unrunden Motorlaufs wird
das Drehmoment verringert. Es wird nur ein Fehlercode für den
defekten Zylinder erzeugt.
Im Falle einer Unterbrechung des Kabels von Pin A24 wird die Hälfte
der Zylinder abgeschaltet und der Motor läuft auf den verbleibenden
Zylindern weiter. Die Fehlercodes 51, 52, und 53 werden gleichzeitig
erzeugt.
Wenn zwei Magnetventile gegeneinander kurzgeschlossen sind, läuft
der Motor sehr unrund. Der Fehlercode 52 und der entsprechende
Fehlercode für den anderen Zylinder werden gleichzeitig erzeugt. Bei
diesem Fehlertyp wird der Fehlercode erst erzeugt, nachdem der Motor
ca. 4 Minuten gelaufen ist.
Maßnahme
Prüfen, ob andere Pumpe-Düse-Einheiten Fehlercodes erzeugt haben.
Stecker, Kabel und Magnetventile der Pumpe- Düse-Einheiten prüfen.
Fehlercode 52 — 8-Zylindermotoren
Fehler
Nicht plausibler Stromverbrauch der Pumpe- Düse-Einheit von Zylinder
2.
Ursache
Der Stromverbrauch zwischen Pin A27 und A25 ist zu niedrig oder zu
hoch. Alternativ dazu ist die Änderung des Stromverbrauchs während
des Magnetventilbetriebs zu schnell oder zu langsam.
Anmerkungen
Es können je nach Fehler verschiedene Fehlersymptome auftreten.
Der defekte Zylinder wird abgeschaltet und der Motor läuft auf den
anderen Zylindern weiter. Zum Ausgleich des unrunden Motorlaufs wird
das Drehmoment verringert. Es wird nur ein Fehlercode für den
defekten Zylinder erzeugt.
Im Falle einer Unterbrechung des Kabels von Pin A25 wird die Hälfte
der Zylinder abgeschaltet und der Motor läuft auf den verbleibenden
Zylindern weiter. Die Fehlercodes 51, 53, 55 und 58 werden
gleichzeitig erzeugt.
Wenn der Spritzbeginn vom erwarteten Wert abweicht, läuft der Motor
etwas unrund. Der Fehlercode wird erst erzeugt, wenn die Abweichung
größer ist als 0,2 ms oder länger als 4 Minuten auftritt.
Wenn zwei Magnetventile gegeneinander kurzgeschlossen sind, läuft
der Motor sehr unrund. Der Fehlercode 52 und der entsprechende
Fehlercode für den anderen Zylinder werden gleichzeitig erzeugt.
Wenn durch den Fehler Fehlercodes für alle Zylinder erzeugt werden,
wird der Motor abgeschaltet. Die Fehlercodes 51, 52, 53, 54, 55,
56, 57 und 58 werden gleichzeitig erzeugt.
Maßnahme
Einspritzabweichung mit Scania Diagnos prüfen.
Prüfen, ob andere Pumpe-Düse-Einheiten Fehlercodes erzeugt haben.
Sichtprüfung der Stecker, Kabel und Magnetventile der
Pumpe-Düse-Einheiten durchführen.
Dann Fehlercodespeicher löschen und prüfen, ob der Fehlercode wieder
erzeugt wird.
Fehlercode 53 — 6-Zylindermotoren
Fehler
Nicht plausibler Stromverbrauch der Pumpe- Düse-Einheit von Zylinder
3.
Ursache
Der Stromverbrauch zwischen Pin A26 und A24 ist zu niedrig oder zu
hoch. Alternativ dazu ist die Änderung des Stromverbrauchs während
des Magnetventilbetriebs zu schnell oder zu langsam.
Anmerkungen
Es können je nach Fehler verschiedene Fehlersymptome auftreten.
Wenn durch den Fehler Fehlercodes für alle Zylinder erzeugt werden,
wird der Motor abgeschaltet. Die Fehlercodes 51, 52, 53, 54, 55 und
56 werden gleichzeitig erzeugt.
Der defekte Zylinder wird abgeschaltet und der Motor läuft auf den
anderen Zylindern weiter. Zum Ausgleich des unrunden Motorlaufs wird
das Drehmoment verringert. Es wird nur ein Fehlercode für den
defekten Zylinder erzeugt.
Im Falle einer Unterbrechung des Kabels von Pin A24 wird die Hälfte
der Zylinder abgeschaltet und der Motor läuft auf den verbleibenden
Zylindern weiter. Die Fehlercodes 51, 52, und 53 werden gleichzeitig
erzeugt.
Wenn zwei Magnetventile gegeneinander kurzgeschlossen sind, läuft
der Motor sehr unrund. Der Fehlercode 53 und der entsprechende
Fehlercode für den anderen Zylinder werden gleichzeitig erzeugt. Bei
diesem Fehlertyp wird der Fehlercode erst erzeugt, nachdem der Motor
ca. 4 Minuten gelaufen ist.
Maßnahme
Prüfen, ob andere Pumpe-Düse-Einheiten Fehlercodes erzeugt haben.
Stecker, Kabel und Magnetventile der Pumpe- Düse-Einheiten prüfen.
Fehlercode 53 — 8-Zylindermotoren
Fehler
Nicht plausibler Stromverbrauch der Pumpe- Düse-Einheit von Zylinder
3.
Ursache
Der Stromverbrauch zwischen Pin A28 und A25 ist zu niedrig oder zu
hoch. Alternativ dazu ist die Änderung des Stromverbrauchs während
des Magnetventilbetriebs zu schnell oder zu langsam.
Anmerkungen
Es können je nach Fehler verschiedene Fehlersymptome auftreten.
Der defekte Zylinder wird abgeschaltet und der Motor läuft auf den
anderen Zylindern weiter. Zum Ausgleich des unrunden Motorlaufs wird
das Drehmoment verringert. Es wird nur ein Fehlercode für den
defekten Zylinder erzeugt.
Im Falle einer Unterbrechung des Kabels von Pin A25 wird die Hälfte
der Zylinder abgeschaltet und der Motor läuft auf den verbleibenden
Zylindern weiter. Die Fehlercodes 52, 53, 55 und 58 werden
gleichzeitig erzeugt.
Wenn der Spritzbeginn vom erwarteten Wert abweicht, läuft der Motor
etwas unrund. Der Fehlercode wird erst erzeugt, wenn die Abweichung
größer ist als 0,2 ms oder länger als 4 Minuten auftritt.
Wenn zwei Magnetventile gegeneinander kurzgeschlossen sind, läuft
der Motor sehr unrund. Der Fehlercode 53 und der entsprechende
Fehlercode für den anderen Zylinder werden gleichzeitig erzeugt.
Wenn durch den Fehler Fehlercodes für alle Zylinder erzeugt werden,
wird der Motor abgeschaltet. Die Fehlercodes 51, 52, 53, 54, 55,
56, 57 und 58 werden gleichzeitig erzeugt.
Maßnahme
Einspritzabweichung mit Scania Diagnos prüfen.
Prüfen, ob andere Pumpe-Düse-Einheiten Fehlercodes erzeugt haben.
Sichtprüfung der Stecker, Kabel und Magnetventile der
Pumpe-Düse-Einheiten durchführen.
Dann Fehlercodespeicher löschen und prüfen, ob der Fehlercode wieder
erzeugt wird.
Fehlercode 54 — 6-Zylindermotoren
Fehler
Nicht plausibler Stromverbrauch der Pumpe- Düse-Einheit von Zylinder
4.
Ursache
Der Stromverbrauch zwischen Pin A33 und A25 ist zu niedrig oder zu
hoch. Alternativ dazu ist die Änderung des Stromverbrauchs während
des Magnetventilbetriebs zu schnell oder zu langsam.
Anmerkungen
Es können je nach Fehler verschiedene Fehlersymptome auftreten.
Wenn durch den Fehler Fehlercodes für alle Zylinder erzeugt werden,
wird der Motor abgeschaltet. Die Fehlercodes 51, 52, 53, 54, 55 und
56 werden gleichzeitig erzeugt.
Der defekte Zylinder wird abgeschaltet und der Motor läuft auf den
anderen Zylindern weiter. Zum Ausgleich des unrunden Motorlaufs wird
das Drehmoment verringert. Es wird nur ein Fehlercode für den
defekten Zylinder erzeugt.
Im Falle einer Unterbrechung des Kabels von Pin A25 wird die Hälfte
der Zylinder abgeschaltet und der Motor läuft auf den verbleibenden
Zylindern weiter. Die Fehlercodes 54, 55, und 56 werden gleichzeitig
erzeugt.
Wenn zwei Magnetventile gegeneinander kurzgeschlossen sind, läuft
der Motor sehr unrund. Der Fehlercode 54 und der entsprechende
Fehlercode für den anderen Zylinder werden gleichzeitig erzeugt. Bei
diesem Fehlertyp wird der Fehlercode erst erzeugt, nachdem der Motor
ca. 4 Minuten gelaufen ist.
Maßnahme
Prüfen, ob andere Pumpe-Düse-Einheiten Fehlercodes erzeugt haben.
Stecker, Kabel und Magnetventile der Pumpe- Düse-Einheiten prüfen.
Fehlercode 54 — 8-Zylindermotoren
Fehler
Nicht plausibler Stromverbrauch der Pumpe- Düse-Einheit von Zylinder
4.
Ursache
Der Stromverbrauch zwischen Pin A34 und A24 ist zu niedrig oder zu
hoch. Alternativ dazu ist die Änderung des Stromverbrauchs während
des Magnetventilbetriebs zu schnell oder zu langsam.
Anmerkungen
Es können je nach Fehler verschiedene Fehlersymptome auftreten.
Der defekte Zylinder wird abgeschaltet und der Motor läuft auf den
anderen Zylindern weiter. Zum Ausgleich des unrunden Motorlaufs wird
das Drehmoment verringert. Es wird nur ein Fehlercode für den
defekten Zylinder erzeugt.
Im Falle einer Unterbrechung des Kabels von Pin A24 wird die Hälfte
der Zylinder abgeschaltet und der Motor läuft auf den verbleibenden
Zylindern weiter. Die Fehlercodes 51, 54, 56 und 57 werden
gleichzeitig erzeugt.
Wenn der Spritzbeginn vom erwarteten Wert abweicht, läuft der Motor
etwas unrund. Der Fehlercode wird erst erzeugt, wenn die Abweichung
größer ist als 0,2 ms oder länger als 4 Minuten auftritt.
Wenn zwei Magnetventile gegeneinander kurzgeschlossen sind, läuft
der Motor sehr unrund. Der Fehlercode 54 und der entsprechende
Fehlercode für den anderen Zylinder werden gleichzeitig erzeugt.
Wenn durch den Fehler Fehlercodes für alle Zylinder erzeugt werden,
wird der Motor abgeschaltet. Die Fehlercodes 51, 52, 53, 54, 55,
56, 57 und 58 werden gleichzeitig erzeugt.
Maßnahme
Einspritzabweichung mit Scania Diagnos prüfen.
Prüfen, ob andere Pumpe-Düse-Einheiten Fehlercodes erzeugt haben.
Sichtprüfung der Stecker, Kabel und Magnetventile der
Pumpe-Düse-Einheiten durchführen.
Dann Fehlercodespeicher löschen und prüfen, ob der Fehlercode wieder
erzeugt wird.
Fehlercode 55 — 6-Zylindermotoren
Fehler
Nicht plausibler Stromverbrauch der Pumpe- Düse-Einheit von Zylinder
5.
Ursache
Der Stromverbrauch zwischen Pin A35 und A25 ist zu niedrig oder zu
hoch. Alternativ dazu ist die Änderung des Stromverbrauchs während
des Magnetventilbetriebs zu schnell oder zu langsam.
Anmerkungen
Es können je nach Fehler verschiedene Fehlersymptome auftreten.
Wenn durch den Fehler Fehlercodes für alle Zylinder erzeugt werden,
wird der Motor abgeschaltet. Die Fehlercodes 51, 52, 53, 54, 55 und
56 werden gleichzeitig erzeugt.
Der defekte Zylinder wird abgeschaltet und der Motor läuft auf den
anderen Zylindern weiter. Zum Ausgleich des unrunden Motorlaufs wird
das Drehmoment verringert. Es wird nur ein Fehlercode für den
defekten Zylinder erzeugt.
Im Falle einer Unterbrechung des Kabels von Pin A25 wird die Hälfte
der Zylinder abgeschaltet und der Motor läuft auf den verbleibenden
Zylindern weiter. Die Fehlercodes 54, 55, und 56 werden gleichzeitig
erzeugt.
Wenn zwei Magnetventile gegeneinander kurzgeschlossen sind, läuft
der Motor sehr unrund. Der Fehlercode 55 und der entsprechende
Fehlercode für den anderen Zylinder werden gleichzeitig erzeugt. Bei
diesem Fehlertyp wird der Fehlercode erst erzeugt, nachdem der Motor
ca. 4 Minuten gelaufen ist.
Maßnahme
Prüfen, ob andere Pumpe-Düse-Einheiten Fehlercodes erzeugt haben.
Stecker, Kabel und Magnetventile der Pumpe- Düse-Einheiten prüfen.
Fehlercode 55 — 8-Zylindermotoren
Fehler
Nicht plausibler Stromverbrauch der Pumpe- Düse-Einheit von Zylinder
5.
Ursache
Der Stromverbrauch zwischen Pin A26 und A25 ist zu niedrig oder zu
hoch. Alternativ dazu ist die Änderung des Stromverbrauchs während
des Magnetventilbetriebs zu schnell oder zu langsam.
Anmerkungen
Es können je nach Fehler verschiedene Fehlersymptome auftreten.
Der defekte Zylinder wird abgeschaltet und der Motor läuft auf den
anderen Zylindern weiter. Zum Ausgleich des unrunden Motorlaufs wird
das Drehmoment verringert. Es wird nur ein Fehlercode für den
defekten Zylinder erzeugt.
Im Falle einer Unterbrechung des Kabels von Pin A24 wird die Hälfte
der Zylinder abgeschaltet und der Motor läuft auf den verbleibenden
Zylindern weiter. Die Fehlercodes 52, 53, 55 und 58 werden
gleichzeitig erzeugt.
Wenn der Spritzbeginn vom erwarteten Wert abweicht, läuft der Motor
etwas unrund. Der Fehlercode wird erst erzeugt, wenn die Abweichung
größer ist als 0,2 ms oder länger als 4 Minuten auftritt.
Wenn zwei Magnetventile gegeneinander kurzgeschlossen sind, läuft
der Motor sehr unrund. Der Fehlercode 55 und der entsprechende
Fehlercode für den anderen Zylinder werden gleichzeitig erzeugt.
Wenn durch den Fehler Fehlercodes für alle Zylinder erzeugt werden,
wird der Motor abgeschaltet. Die Fehlercodes 51, 52, 53, 54, 55,
56, 57 und 58 werden gleichzeitig erzeugt.
Maßnahme
Einspritzabweichung mit Scania Diagnos prüfen.
Prüfen, ob andere Pumpe-Düse-Einheiten Fehlercodes erzeugt haben.
Sichtprüfung der Stecker, Kabel und Magnetventile der
Pumpe-Düse-Einheiten durchführen.
Dann Fehlercodespeicher löschen und prüfen, ob der Fehlercode wieder
erzeugt wird.
Fehlercode 56 — 6-Zylindermotoren
Fehler
Nicht plausibler Stromverbrauch der Pumpe- Düse-Einheit von Zylinder
6.
Ursache
Der Stromverbrauch zwischen Pin A34 und A25 ist zu niedrig oder zu
hoch. Alternativ dazu ist die Änderung des Stromverbrauchs während
des Magnetventilbetriebs zu schnell oder zu langsam.
Anmerkungen
Es können je nach Fehler verschiedene Fehlersymptome auftreten.
Wenn durch den Fehler Fehlercodes für alle Zylinder erzeugt werden,
wird der Motor abgeschaltet. Die Fehlercodes 51, 52, 53, 54, 55 und
56 werden gleichzeitig erzeugt.
Der defekte Zylinder wird abgeschaltet und der Motor läuft auf den
anderen Zylindern weiter. Zum Ausgleich des unrunden Motorlaufs wird
das Drehmoment verringert. Es wird nur ein Fehlercode für den
defekten Zylinder erzeugt.
Im Falle einer Unterbrechung des Kabels von Pin A25 wird die Hälfte
der Zylinder abgeschaltet und der Motor läuft auf den verbleibenden
Zylindern weiter. Die Fehlercodes 54, 55, und 56 werden gleichzeitig
erzeugt.
Wenn zwei Magnetventile gegeneinander kurzgeschlossen sind, läuft
der Motor sehr unrund. Der Fehlercode 56 und der entsprechende
Fehlercode für den anderen Zylinder werden gleichzeitig erzeugt. Bei
diesem Fehlertyp wird der Fehlercode erst erzeugt, nachdem der Motor
ca. 4 Minuten gelaufen ist.
Maßnahme
Prüfen, ob andere Pumpe-Düse-Einheiten Fehlercodes erzeugt haben.
Stecker, Kabel und Magnetventile der Pumpe- Düse-Einheiten prüfen.
Fehlercode 56 — 8-Zylindermotoren
Fehler
Nicht plausibler Stromverbrauch der Pumpe- Düse-Einheit von Zylinder
6.
Ursache
Der Stromverbrauch zwischen Pin A33 und A24 ist zu niedrig oder zu
hoch. Alternativ dazu ist die Änderung des Stromverbrauchs während
des Magnetventilbetriebs zu schnell oder zu langsam.
Anmerkungen
Es können je nach Fehler verschiedene Fehlersymptome auftreten.
Der defekte Zylinder wird abgeschaltet und der Motor läuft auf den
anderen Zylindern weiter. Zum Ausgleich des unrunden Motorlaufs wird
das Drehmoment verringert. Es wird nur ein Fehlercode für den
defekten Zylinder erzeugt.
Im Falle einer Unterbrechung des Kabels von Pin A25 wird die Hälfte
der Zylinder abgeschaltet und der Motor läuft auf den verbleibenden
Zylindern weiter. Die Fehlercodes 51, 54, 56 und 57 werden
gleichzeitig erzeugt.
Wenn der Spritzbeginn vom erwarteten Wert abweicht, läuft der Motor
etwas unrund. Der Fehlercode wird erst erzeugt, wenn die Abweichung
größer ist als 0,2 ms oder länger als 4 Minuten auftritt.
Wenn zwei Magnetventile gegeneinander kurzgeschlossen sind, läuft
der Motor sehr unrund. Der Fehlercode 56 und der entsprechende
Fehlercode für den anderen Zylinder werden gleichzeitig erzeugt.
Wenn durch den Fehler Fehlercodes für alle Zylinder erzeugt werden,
wird der Motor abgeschaltet. Die Fehlercodes 51, 52, 53, 54, 55,
56, 57 und 58 werden gleichzeitig erzeugt.
Maßnahme
Einspritzabweichung mit Scania Diagnos prüfen.
Prüfen, ob andere Pumpe-Düse-Einheiten Fehlercodes erzeugt haben.
Sichtprüfung der Stecker, Kabel und Magnetventile der
Pumpe-Düse-Einheiten durchführen.
Dann Fehlercodespeicher löschen und prüfen, ob der Fehlercode wieder
erzeugt wird.
Fehlercode 57 — 8-Zylindermotoren
Fehler
Nicht plausibler Stromverbrauch der Pumpe- Düse-Einheit von Zylinder
7.
Ursache
Der Stromverbrauch zwischen Pin A32 und A24 ist zu niedrig oder zu
hoch. Alternativ dazu ist die Änderung des Stromverbrauchs während
des Magnetventilbetriebs zu schnell oder zu langsam.
Anmerkungen
Es können je nach Fehler verschiedene Fehlersymptome auftreten.
Der defekte Zylinder wird abgeschaltet und der Motor läuft auf den
anderen Zylindern weiter. Zum Ausgleich des unrunden Motorlaufs wird
das Drehmoment verringert. Es wird nur ein Fehlercode für den
defekten Zylinder erzeugt.
Im Falle einer Unterbrechung des Kabels von Pin A24 wird die Hälfte
der Zylinder abgeschaltet und der Motor läuft auf den verbleibenden
Zylindern weiter. Die Fehlercodes 51, 54, 56 und 57 werden
gleichzeitig erzeugt.
Wenn der Spritzbeginn vom erwarteten Wert abweicht, läuft der Motor
etwas unrund. Der Fehlercode wird erst erzeugt, wenn die Abweichung
größer ist als 0,2 ms oder länger als 4 Minuten auftritt.
Wenn zwei Magnetventile gegeneinander kurzgeschlossen sind, läuft
der Motor sehr unrund. Der Fehlercode 57 und der entsprechende
Fehlercode für den anderen Zylinder werden gleichzeitig erzeugt.
Wenn durch den Fehler Fehlercodes für alle Zylinder erzeugt werden,
wird der Motor abgeschaltet. Die Fehlercodes 51, 52, 53, 54, 55,
56, 57 und 58 werden gleichzeitig erzeugt.
Maßnahme
Einspritzabweichung mit Scania Diagnos prüfen.
Prüfen, ob andere Pumpe-Düse-Einheiten Fehlercodes erzeugt haben.
Sichtprüfung der Stecker, Kabel und Magnetventile der
Pumpe-Düse-Einheiten durchführen.
Dann Fehlercodespeicher löschen und prüfen, ob der Fehlercode wieder
erzeugt wird.
Fehlercode 58 — 8-Zylindermotoren
Fehler
Nicht plausibler Stromverbrauch der Pumpe- Düse-Einheit von Zylinder
8.
Ursache
Der Stromverbrauch zwischen Pin A29 und A25 ist zu niedrig oder zu
hoch. Alternativ dazu ist die Änderung des Stromverbrauchs während
des Magnetventilbetriebs zu schnell oder zu langsam.
Anmerkungen
Es können je nach Fehler verschiedene Fehlersymptome auftreten.
Der defekte Zylinder wird abgeschaltet und der Motor läuft auf den
anderen Zylindern weiter. Zum Ausgleich des unrunden Motorlaufs wird
das Drehmoment verringert. Es wird nur ein Fehlercode für den
defekten Zylinder erzeugt.
Im Falle einer Unterbrechung des Kabels von Pin A25 wird die Hälfte
der Zylinder abgeschaltet und der Motor läuft auf den verbleibenden
Zylindern weiter. Die Fehlercodes 52, 53, 55 und 58 werden
gleichzeitig erzeugt.
Wenn der Spritzbeginn vom erwarteten Wert abweicht, läuft der Motor
etwas unrund. Der Fehlercode wird erst erzeugt, wenn die Abweichung
größer ist als 0,2 ms oder länger als 4 Minuten auftritt.
Wenn zwei Magnetventile gegeneinander kurzgeschlossen sind, läuft
der Motor sehr unrund. Der Fehlercode 58 und der entsprechende
Fehlercode für den anderen Zylinder werden gleichzeitig erzeugt.
Wenn durch den Fehler Fehlercodes für alle Zylinder erzeugt werden,
wird der Motor abgeschaltet. Die Fehlercodes 51, 52, 53, 54, 55,
56, 57 und 58 werden gleichzeitig erzeugt.
Maßnahme
Einspritzabweichung mit Scania Diagnos prüfen.
Prüfen, ob andere Pumpe-Düse-Einheiten Fehlercodes erzeugt haben.
Sichtprüfung der Stecker, Kabel und Magnetventile der
Pumpe-Düse-Einheiten durchführen.
Dann Fehlercodespeicher löschen und prüfen, ob der Fehlercode wieder
erzeugt wird.
Fehlercode 61
Fehler
Das EDC-Steuergerät wurde vor Abschluß des Abschalttests
abgeschaltet.
Ursache
Die Eingangsspannung an Pin B3 und B4 wurde zu früh abgeschaltet.
Anmerkungen
Nach dem Abschalten des Fahrstroms führt das EDC-Steuergerät einen
Abschalttest durch, bei dem die Funktion des EDC-Systems geprüft
wird.
Wenn der Abschalttest mehr als 10 mal nacheinander unterbrochen
wird, wird das Motordrehmoment begrenzt. Das EDC- Steuergerät
interpretiert den Fehler als nicht mehr vorhanden, sobald der
Abschalttest wieder ohne Unterbrechung durchgeführt werden konnte.
Der Fahrstrom muß dazu stets ausgeschaltet werden. Falls ein
Batterie-Hauptschalter eingebaut ist, darf dieser erst nach dem
Erlöschen der Warnleuchte ausgeschaltet werden.
Maßnahme
Prüfen, ob die Warnleuchte beim Abschalten des Fahrstroms kurz
aufleuchtet.
Stecker und Verkabelung zu EDC-Steuergeräte- Pin B3, B4 and B27
prüfen. Die Spannungsversorgung wird möglicherweise durch
angeschlossene Zusatzausstattungen unterbrochen.
Funktion des Versorgungsrelais prüfen oder probehalber ein neues
Relais einbauen.
Dann Fehlercodespeicher löschen und prüfen, ob der Fehlercode wieder
erzeugt wird.
Fehlercode 64
Fehler
Das EDC-Steuergerät wird mit Spannung versorgt, obwohl der
Startschlüssel in der verriegelten Stellung steht.
Ursache
Eingangsspannung liegt an Pin B3 und B4 an, obwohl keine
Eingangsspannung an Pin B15 anliegt.
Anmerkungen
Nach Abschluß des Abschalttests ist das Versorgungsrelais immer noch
mit Spannung versorgt.
Die Warnleuchte leuchtet ständig, obwohl der Strom abgeschaltet ist.
Die Funktion des Motors ist nicht beeinträchtigt, d. h. der Motor
kann gestartet werden.
Wenn die Warnleuchte leuchtet, muß das Versorgungsrelais ausgebaut
werden, bevor der Stecker vom EDC-Steuergerät abgezogen wird.
Maßnahme
Versorgungsrelais ausbauen.
Wenn die Warnleuchte immer noch leuchtet, ist die Verkabelung zu Pin
B3 und B4 wahrscheinlich nach +24 V kurzgeschlossen.
Wenn die Warnleuchte erlischt, kann durch eine Widerstandsmessung
des Kabels zu Pin B27 geprüft werden, ob ein Masseschluß vorliegt.
Wenn kein Masseschluß vorliegt, ist wahrscheinlich das Relais
defekt. In diesem Fall muß das Relais erneuert werden.
Dann Fehlercodespeicher löschen und prüfen, ob der Fehlercode wieder
erzeugt wird.
Fehlercode 81
Fehler
Interner Fehler im EDC-Steuergerät.
Ursache
Das interne Überwachungssystem im EDC- Steuergerät hat einen Fehler
festgestellt.
Anmerkungen
Das EDC-Steuergerät schaltet sofort die Pumpe- Düse-Einheiten ab
(Motorabschaltung).
Maßnahme
EDC-Steuergerät erneuern.
Dann Fehlercodespeicher löschen und prüfen, ob der Fehlercode wieder
erzeugt wird.
Fehlercode 82
Fehler
Das EDC-Steuergerät stellt beim Abschalttest einen Fehler fest.
Ursache
Während der Abschaltung stellt das EDC- Steuergerät einen Fehler in
der Mikroprozessor- Steuerung fest.
Anmerkungen
Wenn das EDC-Steuergerät beim Abschalttest einen Fehler feststellt,
wird das Motordrehmoment ab dem nächsten Start verringert.
Das normale Motordrehmoment wird erst dann wieder hergestellt, wenn
das Steuergerät einen Abschalttest ohne Fehler durchgeführt hat und
den Fehler als nicht mehr vorhanden erkennt.
Maßnahme
Fehlercodespeicher löschen und prüfen, ob der Fehlercode wieder
erzeugt wird. Wenn der Fehlercode wieder erzeugt wird, muß das EDC-
Steuergerät erneuert werden.
Fehlercode 83
Fehler
Interner Fehler im EDC-Steuergerät.
Ursache
Das EDC-Steuergerät erkennt, daß der Fehlercode- oder
Betriebsdatenspeicher nicht korrekt funktioniert.
Anmerkungen
Dieser Fehler hat keinen Einfluß auf die Funktion des Motors.
Maßnahme
Fehlercodespeicher löschen und prüfen, ob der Fehlercode wieder
erzeugt wird. Wenn der Fehlercode wieder erzeugt wird, muß das EDC-
Steuergerät erneuert werden.
Die folgende Funktionsprüfung des EDC- Systems muß nach jeder
Reparatur durchgeführt werden.
Fehlercodespeicher mit PC und SD2 löschen.
Motor starten. Die Leerlaufdrehzahl soll 500-700 U/min betragen.
Die Leerlaufdrehzahl wird automatisch auf 600 U/min abgesenkt,
wenn die Kühlmitteltemperatur weniger als 20 bis 60 °C
beträgt (je nach Motortyp).
Schalter der Geschwindigkeitsregelung auf ON stellen.
RES drücken. Die Motordrehzahl steigt auf die gespeicherte
handgeregelte Drehzahl (500-2000 U/min).
RET drücken. Die Drehzahl sinkt langsam.
ACC drücken. Die Drehzahl steigt langsam.
Schalter gegen den Federdruck leicht in Richtung OFF drücken.
Die Drehzahl kehrt auf Leerlaufdrehzahl zurück.
RES drücken. Die Motordrehzahl steigt auf die gespeicherte
handgeregelte Drehzahl.
Kupplungspedal leicht betätigen. Die Drehzahl kehrt auf
Leerlaufdrehzahl zurück.
RES drücken. Die Motordrehzahl steigt auf die gespeicherte
handgeregelte Drehzahl.
Bremspedal leicht betätigen. Die Drehzahl kehrt auf
Leerlaufdrehzahl zurück.
RES drücken. Die Motordrehzahl steigt auf die gespeicherte
handgeregelte Drehzahl.
Retarderhebel drücken. Die Drehzahl kehrt auf Leerlaufdrehzahl
zurück.
RES drücken. Die Motordrehzahl steigt auf die gespeicherte
handgeregelte Drehzahl.
Fußschalter der Motorbremse drücken. Die Drehzahl kehrt auf
Leerlaufdrehzahl zurück.
Niedrigen Gang einlegen und Kupplung langsam greifen lassen,
ohne dabei das Fahrpedal zu berühren. Einen Gang wählen, bei dem
mit Leerlaufdrehzahl eine Fahrgeschwindigkeit von 5 km/h
erreicht wird.
Fahrgeschwindigkeit durch Drücken von ACC steigern. Bei 10 km/h
wird die Hand- Drehzahlregelung deaktiviert, der Motor kehrt auf
Leerlaufdrehzahl zurück. Wenn vor Erreichen der 10 km/h eine
Drehzahl von 2000 U/min überschritten wird, muß ein höherer Gang
gewählt werden.
Fahrpedal betätigen. Prüfen, ob der Motor auf das Fahrpedal
reagiert und die Drehzahl der Fahrpedalstellung entspricht.
Motor abschalten. Die EDC-Warnleuchte leuchtet für ca. 3
Sekunden auf.
Blinkcodespeicher mit der Diagnosetaste im Fahrzeug auslesen.
Wenn keine Fehlercodes vorliegen, leuchtet die Leuchte 4
Sekunden lang auf.
Leerlaufdrehzahl prüfen
Motor bis zum Erreichen der Betriebstemperatur warmfahren. Die
Leerlaufdrehzahl wird auf den eingestellten Wert abgesenkt.
Leerlaufdrehzahl prüfen. Grundsätzlich soll die Leerlaufdrehzahl
so niedrig sein, daß der Motor gerade noch rund läuft. Die
Leerlaufdrehzahl kann zwischen 500 und 700 U/min eingestellt
werden.
Um das von Ihnen erwartete hohe Niveau der Handbücher auch in
Zukunft zu gewährleisten, sind wir auf Ihre Mithilfe angewiesen und
möchten Sie bitten, uns Ihre Erfahrungen und Ansichten in bezug auf
unsere Handbücher mitzuteilen.
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angegebene Adresse. Sie können Ihre Kommentare auch gerne per
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Hochspannung. Elektrische Anschlüsse der Magnetventile, Verkabelung
oder Pins am Steuergerät bei laufendem Motor nicht berühren. Das
Steuergerät sendet Spannungsimpulse mit 120 V zu den Magnetventilen.
Das Steuergerät sendet Spannungsimpulse mit 120 V zu den
Magnetventilen. Durch die hohe Spannung wird eine Stromstärke von
7,5 A erreicht, mit der die Magnetventile beim Einspritzen des
Kraftstoffs gesteuert werden. Nach der Einspritzung sinkt die
Spannung auf 24 V und die Stromstärke auf 3,75 A.
Voraussetzungen: Zylinderkopfhaube, Kipphebel und Ventilbrücken sind
abgebaut. Bauteile so kennzeichnen, daß sie später wieder in ihrer
ursprünglichen Position eingebaut werden können.
Spezialwerkzeuge
Teile-Nr.
Beschreibung
Abbildung
Werkzeugtafel
588 476
Stemmeisen
D2
118 214
B117893
Halter abschrauben.
B117894
Pumpe-Düse-Einheit mit Stemmeinsen 588 476 abbauen.
Ventilspiel, Einlaßventil (bei kaltem Motor) 0,45 mm
Ventilspiel, Auslaßventil (bei kaltem Motor) 0,70 mm
Anzugsdrehmoment
Sicherungsmutter der Einstellschraube am Kipphebel 35 Nm
Einstellschraube des Kipphebels der Pumpe-Düse-Einheit 6 Nm + 60°
Sicherungsmutter der Einstellschraube des Kipphebels der Pumpe-
Düse-Einheit
39 Nm
Spezialwerkzeuge
Teile-Nr. Beschreibung Abbildung Werkzeugtafel
99 309 Drehwerkzeug
Ventilspiel und Schließkraft der Pumpe-Düse- Einheiten bei kaltem
Motor einstellen.
Hinweis: Die
Schließkraft der Pumpe-Düse- Einheiten kann nur eingestellt, aber
nicht geprüft werden.
Hinweis: Wenn
der komplette Einspritzmechanismus oder Bauteile davon
(Ventilstößel, Stößelstangen, Kipphebel oder Pumpe-Düse-Einheiten)
erneuert wurden, muß die Schließkraft nach 20 000 km nachgestellt
werden. Dies ist erforderlich, weil die Schließkraft beim Einlaufen
der Bauteile nachläßt.
00 1548
99 309 D 5
Reihenfolge der Einstellung
Schwungrad mit Drehwerkzeug 99 309 drehen, bis die Markierung im unteren Fenster
im Schwungradgehäuse sichtbar ist. Schwungrad in Motordrehrichtung
drehen und Ventilspiel und Schließkraft der Pumpe-Düse-Einheiten
gemäß der folgenden Tabelle einstellen.
Markierung am Schwungrad (Grad)
Ventilüberschnei- dung bei Zylinder
Ventile einstellen bei Zylinder
Pumpe-Düse-Einheit einstellen bei Zylinder
Nach OT (0°) 6 1 4
120°/480° 2 5 1
240°/600° 4 3 5
Nach OT (360°) 1 6 3
120°/480° 5 2 6
240°/600° 3 4 2
Ventilspiel einstellen
Ventilspiel mit Ventilfühlerlehre prüfen und mit Einstellschraube am
Kipphebel einstellen.
Die Einlaßventile werden durch die kurzen Kipphebel, die
Auslaßventile durch die langen Kipphebel gesteuert.
Sicherstellen, daß die Ventilbrücken korrekt auf den Ventilen
aufliegen.
Das Spiel der Einlaßventile beträgt 0,45 mm, das der Auslaßventile
0,70 mm.
Sicherungsmuttern der Einstellschrauben mit 35 Nm festziehen.
Schließdruck der Pumpe-Düse-Einheiten einstellen
Die Pumpe-Düse-Einheit benötigt einen bestimmten Schließdruck.
Dieser wird wie folgt eingestellt:
Einstellschraube des Kipphebels der Pumpe-Düse-Einheit
schmieren.
Einstellschraube mit 6 Nm + 60° festziehen.
Sicherungsmutter der Einstellschraube mit 39 Nm festziehen.
Der Kraftstoffdruck im Ventilblock kann mit Scania Diagnos
ausgelesen werden. Im hier beschriebenen Meßvorgang wird der
Kraftstoffdruck vor dem Kraftstoffilter gemessen.
Hinweis: Alle
Arbeiten, bei denen das Kraftstoffsystem geöffnet werden muß, wie
folgt durchführen:
Motor starten und Kraftstoffsystem auf Dichtheit prüfen. Motor bis
zum Erreichen eines runden Motorlaufs drehen lassen.
Nach Abschluß der Arbeiten Fehlercodes mit Scania Diagnos aus
Steuergerät auslesen und löschen.
Die Verwendung der Meßausrüstung 99 362 ist beschrieben in Heft
01:00-03.
Vor der Druckprüfung den Kraftstoffilter erneuern und das
Kraftstoffsystem entlüften.
Spezialwerkzeug an den Anschluß am Kraftstoffilter anbauen.
Motor starten und Kraftstoffdruck ablesen. Der Sollwert des
Kraftstoffdrucks ist in der folgenden Abbildung dargestellt.
B 119 289
Anschluß der Meßausrüstung 99 362
A
bar
24.0
22.0
20.0
18.0
16.0
14.0
118 368
10.0
400 600 800
1000 1200 1400 1600 1800 rpm B
Bei einem zu geringen Kraftstoffdruck den Filter, die Leitungen und
Anschlüsse, Überströmventil und Versorgungspumpe prüfen.
Bei einem zu hohen Kraftstoffdruck ist wahrscheinlich das
Überströmventil blockiert und muß erneuert werden.
Wenn der Motor nicht startet, kann ein zu geringer Kraftstoffdruck
die Ursache sein. Kraftstoffdruck folgt prüfen:
WICHTIG! Anlasser
nicht länger als 30 Sekunden betätigen.
Motor mit Anlasser durchdrehen und Kraftstoffdruck prüfen, dieser
muß mindestens 8 bar betragen.
Filterdeckel mit einem geschlossenen Schlüssel mit
Sechskantantrieb, z. B. Steckschlüssel 588 475, abschrauben.
Hinweis: Keinesfalls
Maulschlüssel o. ä. verwenden - dies kann eine Beschädigung des
Filterdeckels zur Folge haben.
Filterdeckel mit Filtereinsatz von Filtergehäuse abbauen. Nach
Ausbau des Filtereinsatzes läuft der Kraftstoff automatisch aus
dem Filtergehäuse ab.
Hinweis: Wenn
der Kraftstoff nicht korrekt abläuft, gelangen Verunreinigungen
in die Pumpe-Düse-Einheiten.
Alten Filtereinsatz von Filterdeckel abbauen. Dazu Filtereinsatz
vorsichtig zur Seite biegen.
Einbau
Anzugsdrehmoment
Filterdeckel 25 Nm +/- 5 Nm
Spezialwerkzeuge
Teile-Nr. Beschreibung Abbildung Werkzeugtafel
118 268
588 475 Steckschlüssel Servicewagen
Hinweis: Alle
Arbeiten, bei denen das Kraftstoffsystem geöffnet werden muß, wie
folgt durchführen:
Motor starten und Kraftstoffsystem auf Dichtheit prüfen. Motor bis
zum Erreichen eines runden Motorlaufs drehen lassen.
Nach Abschluß der Arbeiten Fehlercodes mit Scania Diagnos aus
Steuergerät auslesen und löschen.
Neuen O-Ring an Filterdeckel anbauen. O-Ring mit O-Ring-Fett
schmieren.
Sicherstellen, daß sich kein Kraftstoff mehr im Filtergehäuse
befindet.
Hinweis: Wenn
der Kraftstoff nicht korrekt abläuft, gelangen Verunreinigungen
in die Pumpe-Düse-Einheiten.
Neuen Filtereinsatz in Halter im Filterdeckel einsetzen.
WICHTIG! Filtereinsatz
vor dem Einbau in das Filtergehäuse in den Deckel einsetzen.
Andernfalls kann der Filtereinsatz beschädigt werden.
Filtereinsatz mit Filterdeckel in Filtergehäuse einschieben.
Filterdeckel mit einem geschlossenen Schlüssel mit
Sechskantantrieb, z. B. Steckschlüssel
588 475, aufschrauben. Anzugsdrehmoment
25 +/- 5 Nm.
WICHTIG! Filterdeckel
mit angegebenem Drehmoment festziehen. Andernfalls kann eine
Beschädigung des Filtereinsatzes die Folge sein. Keinesfalls
Maulschlüssel o. ä. verwenden - dies kann eine Beschädigung des
Filterdeckels zur Folge haben.
Kraftstoffsystem gemäß den Anweisungen im Abschnitt
"Kraftstoffsystem entlüften" entlüften.
Beim Ausbau des Kraftstoffrohrs zwischen Kraftstoffilter und
Kraftstoffspeicher ist der Anschluß am Kraftstoffspeicher schwer
zugänglich. Der Ausbau wird erleichtert, wenn zuerst der Anschluß am
Kraftstoffilter gelöst und dann mit dem Werkzeug 98 681 der Anschluß
am Kraftstoffspeicher gelöst wird.
Kraftstoffsystem entlüften
Transparenten Kunststoffschlauch an Entlüftungsventil am
Kraftstoffiltergehäuse anbauen.
WICHTIG! Anlasser
nicht länger als 30 Sekunden betätigen.
Entlüftungsventil öffnen und Motor mit Anlasser durchdrehen, bis
blasenfreier Kraftstoff aus dem Schlauch austritt.
Entlüftungsventil schließen und Kunststoffschlauch abbauen.
B 119 292
Motor starten und Kraftstoffsystem auf Dichtheit prüfen.
Sicherstellen, daß die Dichtungen korrekt eingebaut
sind.
13
Hohlschraube
Anzugsdrehmoment 23 Nm.
18
Kraftstoff-Abschaltventil
Das Abschaltventil besteht aus lose zusammengebauten
Teilen. Diese fallen beim Zerlegen auseinander. Der
Zusammenbau wird im folgenden Abschnitt beschrieben.
Abschaltventil entsprechend der Abbildung zusammenbauen.
Die Dichtringe A sind identisch.
WICHTIG! Sicherstellen,
daß die Scheibe B in der korrekten Richtung eingebaut ist. Siehe
Abbildung. Wenn die Scheibe in der falschen Richtung eingebaut ist,
können Probleme beim Motorstart auftreten.
Das Kraftstoffsystem Scania HPI (High Pressure Injection) und die
Motorregelung EDC (Electronic Diesel Control) S6 bestehen
hauptsächlich aus den im folgenden beschriebenen Bauteilen.
Versorgungspumpe
Kraftstoffilter
Steuergerät
Magnetventilblock
Überströmventil (Öffnungsdruck 17 bar)
Zwei Haupteinspritzungs-Magnetventile
Zwei Voreinspritzungs-Magnetventile
Kraftstoff-Abschaltventil
Kraftstoffspeicher
Pumpe-Düse-Einheit, HPI-Ausführung, eine pro Zylinder
Zwei Druckdämpfer
Entlüftungsventil
Überströmventil (Öffnungsdruck 26,2 bar)
4 6 7 7
10
6 8 9
12
5 2
13
11
1
B 119 305
3
Zum Kraftstoffsystem gehört auch die elektronische Regelung. Die
Regelung besteht aus dem Steuergerät, den Magnetventilen, Sensoren
und zusätzlichen Steuergeräten.
Weitere Informationen zur elektronischen Regelung enthält der
Abschnitt EDC. Das EDC-System ist im Heft S6 beschrieben.
Das Kraftstoffsystem ist in zwei getrennte Reihen unterteilt. Die
Zylinder 1, 2 und 3 bilden die vordere Reihe und die Zylinder 4, 5
und 6 die hintere.
Bedingt durch die Zündfolge des Sechszylinder-Reihenmotors (1, 5, 3,
6, 2, 4),
öffnen eine Pumpe-Düse-Einheit in der vorderen Reihe und eine in der
hinteren Reihe gleichzeitig. Damit der Kraftstoff jeweils einer
bestimmten Pumpe-Düse-Einheit zugeführt werden kann, ist das System
geteilt, wobei Magnetventile den Kraftstoff zu den beiden Reihen
verteilen.
Das Kraftstoffsystem ist ein offenes System,
h., daß die Düse während der Druckaufbauphase geöffnet ist.
Dadurch strömt Verbrennungsgas durch die Pumpe-Düse- Einheit,
die Rücklaufleitung und zum Kraftstoffbehälter. Im
Kraftstoffbehälter sind deshalb Verbrennungsgase feststellbar,
dies ist vollkommen normal. Es sind auch Kohleablagerungen im
System möglich.
Die Versorgungspumpe saugt durch zwei Saugleitungen Kraftstoff
aus dem Kraftstoffbehälter an. Ein Rückschlagventil im
Kraftstoffbehälter verhindert das Rückströmen von Kraftstoff.
Die Versorgungspumpe fördert den Kraftstoff durch den
Kraftstoffilter und das Kraftstoff-Abschaltventil. Von dort
strömt der Kraftstoff in einen Kraftstoffkanal im Ventilblock
und über die Magnetventile in den Kraftstoffspeicher.
Das Kraftstoff-Abschaltventil unterbricht die
Kraftstoffversorgung beim Abschalten des Motors oder beim
Auftreten eines Fehlers.
Der Ventilblock enthält ein Überströmventil zur Steuerung des
Kraftstoffversorgungsdrucks. Bei einem zu hohem Versorgungsdruck
öffnet das Überströmventil, und der überschüssige Kraftstoff
strömt zurück zur Saugseite der Kraftstoffpumpe.
Der Ventilblock enthält außerdem die Magnetventile zur Steuerung
der Kraftstoffmenge an den Pumpe-Düse-Einheiten. Die
Kraftstoffmenge für die Haupteinspritzung wird von zwei
Magnetventilen gesteuert. Die Kraftstoffmenge für die
Voreinspritzung wird ebenfalls von zwei Magnetventilen
gesteuert.
Der Ventilblock enthält außerdem zwei Druckdämpfer zum Ausgleich
von Versorgungsdruckschwankungen.
Der Kraftstoff wird durch den Kraftstoffspeicher zu den
Pumpe-Düse-Einheiten im jeweiligen Zylinderkopf verteilt. Der
Kraftstoffspeicher ist zweigeteilt und versorgt die vordere oder
hintere Reihe mit Kraftstoff.
Das EDC-Steuergerät steuert den Einspritzbeginn der
Pumpe-Düse-Einheiten.
Der für die Voreinspritzung verwendete Kraftstoff wird über zwei
Rücklaufleitungen zum Kraftstoffbehälter zurückgefördert.
Der beim Abschalten des Motors zwischen den Magnetventilen und
Pumpe-Düse-Einheiten verbleibende Kraftstoff erwärmt sich durch
die Motorwärme. Um eine Expansion des Kraftstoffs in die
Pumpe-Düse-Einheiten zu verhindern, wird der Überdruck über ein
Rückschlagventil im Magnetventil abgebaut und der Kraftstoff
durch eine Düse im Ventilblock zum Kraftstoffbehälter
zurückgeführt.
Der Kraftstoffdruck im System wird vom Überströmventil konstant
gehalten. Bei drehendem Motor beträgt der Kraftstoffdruck ca. 17
bar.
Die elektronische Dieselregelung (EDC) steuert die
Einspritzmenge und den Einspritzzeitpunkt der
Pumpe-Düse-Einheiten für jeden Zylinder einzeln.
Der Kraftstoff für die Haupt- und Voreinspritzung gelangt durch
Magnetventile zu den Pumpe-Düse-Einheiten. Die Kraftstoffmenge
für die Vor- und Haupteinspritzung wird von jeweils einem
Magnetventil pro Reihe gesteuert.
Die Impulslänge, und damit die Öffnungsdauer der Magnetventile,
bestimmt die Kraftstoffmenge an den Pumpe-Düse-Einheiten. Der
Kraftstoffdruck ist dabei konstant. Die Impulslänge wird vom
EDC-Steuergerät bestimmt.
Das Steuergerät ist das "Gehirn" des Systems. Es verarbeitet die
von den System-Sensoren und
-Komponenten empfangenen Informationen und steuert außerdem
bestimmte Steuergeräte anderer Systeme. Anhand dieser
Informationen berechnet das Steuergerät die Signale für die
Magnetventile, die die Kraftstoffmenge an den
Pumpe-Düse-Einheiten steuern.
Die Versorgungspumpe ist eine Zahnradpumpe. Die Versorgungspumpe
befindet sich auf der Rückseite des Druckluftkompressors und
wird von der Kompressorwelle angetrieben.
Die Pumpenkapazität ist so ausgelegt, daß an allen
Pumpe-Düse-Einheiten stets der korrekte Kraftstoffdruck und die
richtige Förderrate vorhanden sind.
119 308
Auf der Unterseite der Versorgungspumpe befindet sich eine
Überströmöffnung, die als Leckanzeige funktioniert.
Der Kraftstoffilter enthält ein austauschbares Filterelement.
Das Filterelement wird durch den Gehäusedeckel gehalten, beim
Ausbauen des Filters wird das Filtergehäuse automatisch
entleert. Der Kraftstoffilter einhält ein Überströmventil mit
einem Öffnungsdruck von ca. 26,2 bar. Das Überströmventil
öffnet, wenn der Filter verstopft ist und leitet den Kraftstoff
zurück zum Kraftstoffbehälter. Dadurch sinkt der Kraftstoffdruck
im Ventilblock, wodurch auch die Motorleistung verringert wird.
Über diesen Weg wird der Kraftstoff ebenfalls zurückgeführt,
wenn das Kraftstoff- Abschaltventil die Kraftstoffversorgung
unterbricht.
Das Überströmventil steuert den Kraftstoffversorgungsdruck. Dieser
muß ca. 17 bar betragen. Bei einem zu hohem Versorgungsdruck öffnet
das Überströmventil,
und der überschüssige Kraftstoff strömt zurück zur Saugseite der
Kraftstoffpumpe.
B 119 311
Einbauposition des Überströmventils
Druckdämpfer
Die beiden Druckdämpfer befinden sich auf dem Ventilblock. Die
Druckdämpfer gleichen Schwankungen im Versorgungsdruck aus.
Der Kraftstoffspeicher verteilt den Kraftstoff zu den
Pumpe-Düse-Einheiten in den Zylinderköpfen. Der Kraftstoffspeicher
ist zweigeteilt, wobei der vordere Teil die Zylinder 1 bis 3 und der
hintere die Zylinder 4 bis 6 mit Kraftstoff versorgt. Von den
Pumpe-Düse- Einheiten rücklaufender Kraftstoff wird in einem
gemeinsamen Kanal im Kraftstoffspeicher gesammelt.
Jeder Zylinder verfügt über eine eigene Pumpe-Düse-Einheit. Die
Pumpe-Düse- Einheiten werden von der Nockenwelle angetrieben. Der
Antrieb erfolgt über Rollenstößel, Stößelstange und Kipphebel.
Die Pumpe-Düse-Einheiten verfügen über drei Kraftstoffkanäle: ein
Kanal für den Haupteinspritzungs-Kraftstoff, ein Kanal für den
Voreinspritzungs-Kraftstoff und ein Kanal für den Rücklauf.
Der Kanal für den Haupteinspritzungs- Kraftstoff enthält ein
Rückschlagventil, das den Eintritt von Verbrennungsgasen verhindert.
Die Pumpe-Düse-Einheit verfügt an der höchsten Position über einen
mechanischen Anschlag, wodurch ein Spiel am Kipphebel erreicht wird.
Dadurch wird die Schmierung verbessert und der Verschleiß des
Antriebs verringert.
Während des Druckaufbauvorgangs ist die Düse geöffnet. Es gibt keine
federgespannte Düsennadel, die die Düse bei einem bestimmten Druck
verschließt. Nach dem Einspritzvorgang wird die Pumpe-Düse-Einheit
durch die Nockenwelle mechanisch verschlossen. Die
Pumpe-Düse-Einheit wird dann bis zum nächsten Einspritzvorgang von
der Nockenwelle geschlossen gehalten.
Die Pumpe-Düse-Einheit benötigt einen bestimmten Schließdruck. Wenn
dieser zu gering ist, schließt die Pumpe-Düse-Einheit nicht
vollständig und Verbrennungsgase gelangen in die Pumpe-Düse-Einheit,
wodurch die Bildung von Kohleablagerungen im Kraftstoffsystem
verstärkt wird. Dies verkürzt die Lebensdauer des Kraftstoffilters.
1
9 2
10
11 3
12 4
5
13
6
7
117 876
8
Oberer Kolben
Kraftstoffkanal, Voreinspritzungs- Kraftstoff
Mittlerer Kolben
Rücklaufkanal, Voreinspritzungs-Kraftstoff
Kraftstoffkanal, Haupteinspritzungs- Kraftstoff
Rückschlagventil
Rücklaufkanal zum Abbau von oberhalb des Sitzes aufgebautem
Kraftstoffdruck
Unterer Kolben
Filter
Rücklauf-Kraftstoffkanal
Hülse
Rücklaufkanal
Filter
Phase 1
117 877
Die Pumpe-Düse-Einheit ist geschlossen, die Nockenwelle drückt die
Kolben in der Pumpe-Düse-Einheit über den Rollenstößel,
Stößelstange und Kipphebel zusammen, und der untere Kolben wird
gegen den Düsensitz gedrückt.
Im geschlossenen Zustand wird die Pumpe-Düse-Einheit mit Kraftstoff
für die Vor-und Haupteinspritzung gefüllt.
Phase 2
117 878
Die Kolben in der Pumpe-Düse-Einheit folgen der Aufwärtsbewegung des
Kipphebels, bis der untere Kolben in seiner höchsten Stellung den
Anschlag erreicht.
Der Kanal für den Haupteinspritzungs- Kraftstoff wird geöffnet, und
Kraftstoff strömt in die Pumpe-Düse-Einheit ein, sobald das
Kraftstoff-Magnetventil öffnet.
Phase 3
117 879
Der obere Kolben hat seine höchste Stellung in der
Pumpe-Düse-Einheit am Anschlag erreicht.
Das Kraftstoff-Magnetventil ist geöffnet und der
Haupteinspritzungs-Kraftstoff strömt ein.
Der Einlaßkanal für den Voreinspritzungs- Kraftstoff ist geöffnet.
Phase 4
117 880
Das Voreinspritzungs-Magnetventil öffnet und der Kraftstoff für die
Voreinspritzung strömt ein. Der mittlere Kolben der
Pumpe-Düse-Einheit wird vom Kraftstoff nach unten gegen den unteren
Kolben gedrückt.
Sobald der Füllvorgang für den Haupteinspritzungs-Kraftstoff
abgeschlossen ist, schließt der untere Kolben den Einlaß.
Phase 5
17 881
Der obere Kolben wird vom Kipphebel nach unten gedrückt. Der
mittlere Kolben wird vom Kraftstoff nach unten gegen den unteren
Kolben gedrückt. Die drei Kolben bewegen sich gemeinsam nach unten.
Evtl. durchströmender Kraftstoff strömt über den Leckkraftstoffkanal
zurück. Der untere Kolben verdichtet die Luft in der Düse, und die
Einspritzung beginnt, sobald der untere Kolben die
Kraftstoff-Luft-Mischung in der Düse vollständig verdichtet hat.
Phase 6
117 882
Der Einspritzvorgang ist abgeschlossen. Der untere Kolben befindet
sich im unteren Totpunkt. Der Kipphebel drückt weiterhin auf den
oberen Kolben und dieser auf den mittleren, wodurch der Ablaufkanal
freigelegt wird. Der Voreinspritzungs-Kraftstoff strömt aus, sobald
der obere Kolben den Rücklaufkanal zum Kraftstoffbehälter freigibt.
Die Pumpe-Düse- Einheit wird von der Nockenwelle mechanisch
geschlossen. In dieser Stellung wird auch der Druck über dem Sitz
über den Kanal im unteren Kolben abgebaut, und der Kraftstoff strömt
ebenfalls über die Rücklaufleitung zum Kraftstoffbehälter zurück.
Kraftstoffdruck-Sensor für vordere Reihe, Zylinder 1 - 3
Ladeluftdruck- und -temperatursensor
Kraftstoffdruck- und -temperatur-Sensor
Kraftstoffdruck-Sensor für hintere Reihe, Zylinder 4 - 6
Kühlmitteltemperatur-Sensor
Zwei Motordrehzahl-Sensoren
Öldruck-Sensor
Magnetventile
Zum System gehören vier Magnetventile, zwei
Haupteinspritzungs-Magnetventile und zwei
Voreinspritzungs-Magnetventile.
Die Magnetventile befinden sich auf einem Ventilblock außen an den
Zylinderkopfhauben. Dadurch sind keine elektrischen Kabel in den
Zylinderkopfhauben erforderlich und die Magnetventile sind leicht
zugänglich.
Das EDC-Steuergerät steuert die Magnetventile durch ein PWM-Signal
mit +24 V (weitere Informationen über PWM-Signale enthält der
Abschnitt über PWM-Signale). Die Magnetventile werden primär mit
einer Spannung von 120 V versorgt, die auf 24 V verringert wird. Die
Öffnungsdauer der Magnetventile wird vom EDC-Steuergerät bestimmt,
je länger das PMW-Impulssignal ist, desto länger ist das Ventil
geöffnet.
1 2 3 4
119 315
Kraftstoff-Magnetventil, vordere Reihe
Voreinspritzungs-Magnetventil, vordere Reihe
Voreinspritzungs-Magnetventil, hintere Reihe
Kraftstoff-Magnetventil, hintere Reihe
Haupteinspritzungs- Magnetventile, V100 und V101
Die Haupteinspritzungs-Magnetventile steuern die Menge des
Haupteinspritzungs-Kraftstoffs. Das Magnetventil der vorderen Reihe
steuert die Kraftstoffmenge der Pumpe-Düse-Einheiten von Zylinder 1
- 3. Das Magnetventil der hinteren Reihe steuert die Kraftstoffmenge
der Pumpe- Düse-Einheiten von Zylinder 4 - 6.
Die eingespritzte Kraftstoffmenge wird durch Öffnungsdauer der
Magnetventile bestimmt. Die Öffnungsdauer wird vom EDC-Steuergerät
V100 V101
1 2 1 2
1 2 4 5
gesteuert.
Wenn das Steuergerät das Magnetventil nicht korrekt steuern kann,
wird ein Fehlercode erzeugt.
E44
118 074
B2 A1
Das Magnetventil ist am EDC-Steuergerät E44 angeschlossen.
V100 = Kraftstoff-Magnetventil für vordere Reihe.
V101 = Kraftstoff-Magnetventil für hintere Reihe.
Voreinspritzungs-Magnetventile, V98 und V99
Die Voreinspritzungs-Magnetventile steuern den Kraftstoff für die
Voreinspritzung. Das Magnetventil der vorderen Reihe steuert die
Voreinspritzung der Pumpe-Düse-Einheiten von Zylinder 1 - 3. Das
Magnetventil der hinteren Reihe steuert die Voreinspritzung der
Pumpe-Düse-Einheiten von Zylinder 4 - 6.
Die Voreinspritzung wird bestimmt von der Kraftstoffmenge, die die
Magnetventile den Pumpe-Düse-Einheiten zuführen. Die
V 98 V99
1 2 1 2
6 7 9 10
Kraftstoffmenge wird durch Öffnungsdauer der
Magnetventile gesteuert. Deren Öffnungsdauer wird vom
EDC-Steuergerät gesteuert.
Wenn das Steuergerät das Magnetventil nicht korrekt steuern kann,
wird ein Fehlercode
E44
118 075
B2 A1
erzeugt.Das
Magnetventil ist am EDC-Steuergerät E44
angeschlossen.
V98 = Voreinspritzungs-Magnetventil für vordere Reihe.
V99 = Voreinspritzungs-Magnetventil für hintere Reihe.
Kraftstoff-Abschaltventil V102
Das Kraftstoff-Abschaltventil unterbricht die Kraftstoffversorgung
des Motors. Das Ventil wird vom EDC-Steuergerät gesteuert. Es
unterbricht die Kraftstoffversorgung beim Abschalten des Motors von
Hand oder durch das EDC-Steuergerät im Falle eines Fehlers. Bei
drehendem Motor wird das Kraftstoff- Abschaltventil mit einer
Spannung von +12 V versorgt. Das Ventil öffnet bei angelegter
Spannung und schließt beim Abschalten der Spannung.
Beim Starten des Motors wird das Kraftstoff- Abschaltventil erst
dann vom Steuergerät eingeschaltet, nachdem dieses ein Signal vom
Motordrehzahl-Sensor erhalten hat.
Beim Abschalten des Motors führt das EDC-System eine Abschaltprüfung
durch.
Wenn das Kraftstoff-Abschaltventil defekt ist und die
Kraftstoffversorgung nicht unterbricht, erkennen die
Kraftstoffdruck-Sensoren, daß der Druck nicht abfällt. Die
Kraftstoffversorgung wird dann von den Haupteinspritzungs-
Magnetventilen unterbrochen.
Wenn das Steuergerät das Abschalt- Magnetventil nicht korrekt
steuern kann, wird ein Fehlercode erzeugt.
B 119 316
Einbauposition des Kraftstoff-Abschaltventils
V102
1 2
4 5
118 076
E44 B2
Anschluß des Kraftstoff-Abschaltventils an das EDC-Steuergerät E44.
Kraftstoffdruck- und -temperatur-Sensoren
Kraftstoffdruck- und -temperatur- Sensor, T91 2
Die Sensoren für Kraftstoffdruck und - temperatur sind in einem
Bauteil integriert. Beide Sensoren werden im folgenden beschrieben.
B 119 317
Kraftstoffdruck-Sensor 1 3
Dieser Sensor erfaßt und signalisiert dem
EDC-Steuergerät den aktuellen Kraftstoffdruck. Der Sensor erfaßt den
absoluten Kraftstoffdruck, d. h. den atmosphärischen Druck sowie den
von der Versorgungspumpe erzeugten Druck.
Das EDC-Steuergerät verwendet diese Information zur Anpassung an
Kraftstoffdruckschwankungen, wodurch eine gleichbleibende
Motorleistung und ein korrektes Abgasverhalten gewährleistet werden.
Das Steuergerät wertet die Spannung vom Sensor aus. Die
Signalspannung ist direkt proportional zum Kraftstoffdruck. Ein
hoher Kraftstoffdruck erzeugt eine hohe Spannung und umgekehrt.
Bei einem Signalfehler verwendet das Steuergerät einen
vorprogrammierten Druckwert und erzeugt einen Fehlercode.
Kraftstoffdruck- und -temperatur-Sensor, T91
Kraftstoffdruck-Sensor, vordere Reihe, T92
Kraftstoffdruck-Sensor, hintere Reihe, T93
T 91
P/
1 2
3 4
E44
8 10
9 3
118 077
B2
Sensor-Anschluß an EDC-Steuergerät E44.
Kraftstofftemperatur-Sensor
Dieser Sensor erfaßt und signalisiert dem EDC-Steuergerät die
aktuelle Kraftstofftemperatur.
Das EDC-Steuergerät verwendet diese Information zur Anpassung an
Kraftstofftemperaturschwankungen, wodurch eine gleichbleibende
Motorleistung und ein korrektes Abgasverhalten gewährleistet
werden.
Das Steuergerät wertet die Spannung vom Sensor aus. Die
Signalspannung ist umgekehrt proportional zur
Kraftstofftemperatur. Eine hohe Temperatur erzeugt eine niedrige
Spannung und umgekehrt.
Wenn sich die Signalspannung außerhalb des Sollbereichs
befindet, verwendet das Steuergerät einen vorprogrammierten
Temperaturwert und erzeugt einen Fehlercode.
Kraftstoffdruck-Sensoren, T92 und T93
Jede Reihe verfügt über einen eigenen Kraftstoffdruck-Sensor.
Die Kraftstoffdruck- Sensoren erfassen und signalisieren dem
EDC-Steuergerät die Druckimpulse zwischen den
Kraftstoff-Magnetventilen und den Zylindern der jeweiligen
Reihe. Das
EDC-Steuergerät prüft, ob diese Druckimpulse der vom Steuergerät
angeforderten Kraftstoffmenge entsprechen. Die Sensoren erfassen
den absoluten Kraftstoffdruck, d. h. den atmosphärischen Druck
sowie den Kraftstoffdruck.
Das Steuergerät wertet die Spannung der Sensoren aus. Die
Signalspannung ist direkt proportional zum Kraftstoffdruck. Ein
hoher Kraftstoffdruck erzeugt eine hohe Spannung und umgekehrt.
Wenn das Steuergerät einen Signalfehler erkennt, wird ein
Fehlercode erzeugt. Das EDC-Steuergerät verwendet dann einen
vorprogrammierten Druckwert. Zur Sicherheit wird das
Motordrehmoment begrenzt.
Wenn die Druckimpulse zu einem oder zwei Zylindern in einer
Reihe schwanken, wird ein Fehlercode erzeugt. Wenn die
Druckimpulse an allen Zylindern einer Reihe zu hoch sind, wird
der Motor vom Kraftstoff-Abschaltventil auf Leerlaufdrehzahl
gedrosselt. Der Motor läuft sehr unrund, und es wird ein
Fehlercode erzeugt.
T 92
P
1 2
3
2 8 3
118 078
E44 A1
Kraftstoffdruck-Sensor T92, Anschluß an EDC-Steuergerät E44.
T 93
P
1 2
3
1 7 6
118 079
E44 A1
Kraftstoffdruck-Sensor T93, Anschluß an EDC-Steuergerät E44.
Motordrehzahl-Sensoren T74 und T75
Das EDC-System verfügt über zwei Motordrehzahl-Sensoren,
Motordrehzahl- Sensor 1 and Motordrehzahl-Sensor 2. Die Sensoren
sind induktiv. Sie erzeugen deshalb nur bei drehendem Motor ein
Signal. Die Signalstärke wird wesentlich vom Luftspalt zwischen
den Sensoren und dem Schwungrad sowie von der Motordrehzahl
bestimmt. Das EDC-System wertet die Signalstärke bei
verschiedenen Drehzahlen aus. Wenn das Signal zu schwach ist,
wird ein Fehlercode erzeugt.
Motordrehzahl-Sensor 1 und Motordrehzahl- Sensor 2 tasten die
Position des Schwungrads ab. Deshalb kann das System nicht
bestimmen, in welcher Arbeitsphase sich der Motor befindet, d.
h. z. B. ob sich Zylinder 1 oder Zylinder 6 in Zündstellung
befinden. Bei jedem Abschalten des Motors und des Fahrstroms
wird die Kurbelwellenstellung gespeichert. Beim nächsten
Einschalten des Fahrstroms wird anhand der gespeicherten
Kurbelwellenstellung die aktuelle Kurbelwellenstellung bestimmt.
Nach dem Motorstart wird eine Systemprüfung durchgeführt, in der
die gespeicherte Stellung bestätigt wird.
11
BB111718987318
22
Motordrehzahl-Sensor 1, T74
Motordrehzahl-Sensor 2, T75
Einbaulage des Motordrehzahl-Sensors. Die Vergrößerung zeigt einige
der Bohrungen im Schwungrad, die von den Drehzahlsensoren abgetastet
werden.
Das EDC-Steuergerät empfängt Signale von beiden
Motordrehzahl-Sensoren. Wenn das Steuergerät ein fehlerhaftes oder
gar kein Signal von einem der Motordrehzahl-Sensoren empfängt, wird
zum Schutz des Motors das Motordrehmoment begrenzt. Sobald wieder
ein korrektes Signal empfangen wird, funktioniert der Motor wieder
normal.
Wenn das Steuergerät ein fehlerhaftes oder gar kein Signal von
beiden Motordrehzahl-Sensoren empfängt, kann der Motor nicht
gestartet werden. Wenn der Motor dreht, wird er abgeschaltet.
T 74 T 75
n n
1 2
1 2
1 2
1 2
Die Motordrehzahl-Sensoren tasten Bohrungen im Schwungrad ab, und
senden bei jeder Bohrung einen Impuls zum EDC-Steuergerät. Dies
ermöglicht dem Steuergerät die Bestimmung des Arbeitstaktes des
Motors. Das
E44
118 080
A5 A6
Steuergerät überwacht die Drehzahl bei jedem Arbeitstakt der
einzelnen Zylinder. Durch die individuelle Zumessung der
Kraftstoffmenge für jeden Zylinder sorgt das Steuergerät für eine
möglichst gleichmäßige Drehzahl.
An einer Stelle des Schwungrads ist der Abstand zwischen zwei
Bohrungen größer. Wenn der Sensor dem Steuergerät diesen
vergrößerten Abstand signalisiert, interpretiert das Steuergerät
dies als OT-Stellung.
Wenn das Steuergerät einen Fehler erkennt, werden ein oder mehrere
Fehlercodes erzeugt.
Anschluß des Motordrehzahl-Sensors an
EDC-Steuergerät E44.
Ladedruck- und -temperatur-Sensor T47
Die Sensoren für Ladedruck und Ansauglufttemperatur sind in einem
Bauteil integriert. Beide Sensoren werden auf der folgenden Seite
ausführlicher beschrieben.
B 119 319
Einbauposition des Sensors
T 47
P/
1 2
3 4
1
E44
3 2
4
118 081
A10
Anschluß des Sensors an EDC-Steuergerät E44.
Ladedrucksensor
Der Ladedruck-Sensor mißt den Absolutdruck im Ansaugkrümmer, d. h.
den atmospärischen Druck plus den vom Turbolader erzeugten
Ladedruck.
Anhand dieser Signale verringert das
EDC-Steuergerät die Kraftstoffmenge, wenn der Ladedruck einen
bestimmten Wert unterschreitet. Je geringer der Druck, desto weniger
Kraftstoff mißt das Steuergerät den Pumpe-Düse-Einheiten zu. Dadurch
wird Abgasrußen vermieden.
Das Steuergerät wertet die Spannung vom Sensor aus. Die
Signalspannung ist direkt proportional zum Ladedruck. Ein hoher
Ladedruck erzeugt eine hohe Spannung und umgekehrt.
Je nach Fahrpedalstellung, Motordrehzahl, Drehzahlanstieg und
Ladelufttemperatur berechnet das Steuergerät einen Sollwert für den
Ladedruck. Die Abweichung zwischen dem aktuellen Ladedruck und dem
berechneten Sollwert kann mit Scania Diagnos ausgelesen werden.
Im Falle eines Signalfehlers verwendet das Steuergerät
vorprogrammierte Druckwerte.
Zur Sicherheit wird das Motordrehmoment begrenzt.
Ladelufttemperatur-Sensor
Der Sensor für die Ladelufttemperatur erfaßt die Temperatur im
Ansaugkrümmer. Anhand dieses Signals paßt das EDC-Steuergerät die
Kraftstoffmenge so genau an, daß kein Abgasruß entsteht. Je wärmer
die Ladeluft, desto weniger Kraftstoff mißt das Steuergerät den
Pumpe-Düse-Einheiten zu.
Der Sensor ist ein NTC-Sensor, dessen Widerstand von der Temperatur
abhängt. Bei steigender Temperatur nimmt der Widerstand im Sensor
ab.
Wenn sich die Signalspannung außerhalb des Sollbereichs befindet,
verwendet das Steuergerät vorprogrammierte Temperaturwerte.
Der Motor reagiert dann bei kaltem Wetter
langsamer auf das Fahrpedal, da das EDC-Steuergerät einen
Temperaturwert
verwendet, der über der aktuellen Temperatur liegt.
Kühlmitteltemperatur-Sensor T33
Der Kühlmitteltemperatur-Sensor beeinflußt die Kraftstoffmenge und
den Einspritzzeitpunkt beim Motorstart und bei kaltem Motor.
Außerdem beeinflußt er die Leerlauf- und Höchstdrehzahl bei kaltem
Motor sowie die Leistung bei überhitztem Motor.
Wenn der Kühlmitteltemperatur-Sensor beim Startversuch einen kalten
Motor erkennt (Kaltstart), geschieht folgendes: Wenn der Motor nicht
innerhalb von 2 Sekunden startet, wird die eingespritzte
Kraftstoffmenge langsam erhöht, bis der Motor startet.
Direkt nach einem Kaltstart wird zum Schutz des Motors die Drehzahl
auf 1000 U/min begrenzt und die Leerlaufdrehzahl auf
600 U min angehoben.
Die Dauer der Drehzahlbegrenzung hängt von der Kühlmitteltemperatur
ab:
B 119 320
Einbaulage des Kühlmitteltemperatur-Sensors
Unter +10 °C 30 Sekunden
Über +20 °C 3 Sekunden
Die Leerlaufdrehzahl wird auf Normalniveau abgesenkt, sobald das
Kühlmittel eine Temperatur von 20 bis 60 °C erreicht hat
(je nach Motortyp).
T 33
1 2
1 2
118 082
E44 A7
Anschluß des Kühlmitteltemperatur-Sensors an EDC-Steuergerät E44.
Bei bestimmten Motoren wird die Motorleistung beim Überschreiten
einer Kühlmitteltemperatur von 104 °C begrenzt. Siehe Abbildung.
Dadurch wird ein Überhitzen des Motors verhindert, außerdem wird ein
Fehlercode erzeugt.
Das Steuergerät wertet die Spannung vom Sensor aus. Wenn sich die
Signalspannung außerhalb des Sollbereichs befindet, verwendet das
Steuergerät vorprogrammierte Temperaturwerte.
Der Motor startet dann weniger gut und weist einen erhöhten
Weißrauchausstoß auf.
100
o/o
oC
118 488
104 106
Öldruck-Sensor T5
Der Öldruck-Sensor erfaßt den Motoröldruck.
Das EDC-Steuergerät wertet die Spannung vom Sensor aus. Wenn sich
die Signalspannung außerhalb des Sollbereichs befindet, zeigt die
Öldruckanzeige in der Instrumententafel unabhängig von der Drehzahl
2,5 bar an, und ein Fehlercode wird erzeugt.
Im EDC-Steuergerät sind Sollwerte für den Öldruck bei verschiedenen
Drehzahlen gespeichert. Bei Drehzahlen unter
1000/min muß der Öldruck einen bestimmten Mindestwert aufweisen. Bei
Drehzahlen über 1000/min muß der Öldruck einen höheren Wert
aufweisen, um alle Motorbauteile ausreichend zu schmieren. Wenn der
Öldruck den Mindestwert unterschreitet, leuchtet die Öldruckleuchte
auf. Die Öldruckleuchte leuchtet drehzahlabhängig bei verschiedenen
Drücken auf.
B117890
Einbaulage des Öldruck-Sensors
T 5
P/
1 2
3 4
E44
2 4 3
118 083
A9
Anschluß des Öldruck-Sensors an EDC-Steuergerät E44.
EDC-Steuergerät E44
Einbaulage des EDC-Steuergeräts
B 119 321
Das Gehäuse des Steuergeräts darf keinesfalls über den Motor nach
Masse verbunden werden. Das Steuergerät darf ausschließlich über die
Fahrerhaus- und Fahrgestell-Verkabelung mit der Fahrgestellmasse
verbunden werden. Der Entstörkondensator im Steuergerät funktioniert
nur mit einer perfekten Masseverbindung korrekt.
Einbaulage des EDC-Steuergeräts
Funktion des EDC-Steuergeräts
Das EDC-Steuergerät empfängt Informationen und verarbeitet diese zu
Signalen, die die Magnetventile für die Kraftstoffmenge der Haupt-
und Voreinspritzung steuern.
Die Fahrzeugelektrik arbeitet mit einer Systemspannung von +24 V und
verwendet das Fahrgestell als Masse.
Im Steuergerät wird die Spannung zur Versorgung der Sensoren und
anderen Bauteile auf 5 V vermindert. Diese Sensoren sind immer über
das Steuergerät nach Masse geschaltet.
Das Steuergerät wird mit dem Scania Programmer programmiert. Dabei
kann z. B. eine Höchstgeschwindigkeit festgelegt werden.
Bei jeder Konfiguration werden Datum und VCI-Identifikations-Nr. im
Steuergerät gespeichert. Dies entspricht einer
Sicherheits-Versiegelung.
EDC-Steuergerät, Anschlüsse
5
4
B
3
2
1
1
5
4
A
3
2
1
10
9
8
7
6
10
9
8
7
6
5
4
3
2
1
5
4
3
2
1
10
9
8
7
6
2
10
9
8
7
6
4
3 4
6
2
1
2
1
5 6
2
1
2
1
8
2
1
2
1
7 8
2
1
2
1
5
4
3
2
1
9
5
4
3
2
1
5
4
3
2
1
10
5
4
3
2
1
1
2
3
5
7
9
B 117892
10
Das EDC-Steuergerät ist mit den anderen
EDC-Systemen im Fahrzeug über die Stecker A und B verbunden. Siehe
Abbildung.
Die Pinbelegung ist unten gezeigt.
Stecker
Pin
A1
1
Versorgungsspannung +5 V zum Kraftstoffdruck-Sensor der
hinteren Reihe.
A1
2
Versorgungsspannung +5 V zum Kraftstoffdruck-Sensor der
vorderen Reihe.
A1
3
Eingangssignal vom Kraftstoffdruck-Sensor der vorderen
Reihe. Das Steuergerät erfaßt die Spannung zwischen den
Pins 3 und 8.
A1
4
Masseanschluß für das Kraftstoff-Magnetventil der
hinteren Reihe.
A1
5
Versorgungsspannung zum Kraftstoff-Magnetventil der
hinteren Reihe.
A1
6
Eingangssignal vom Kraftstoffdruck-Sensor der hinteren
Zylinderreihe. Das Steuergerät erfaßt die Spannung
zwischen den Pins 6 und 7.
A1
7
Masseanschluß für den Kraftstoffdruck-Sensor der
hinteren Zylinderreihe.
A1
8
Masseanschluß für den Kraftstoffdruck-Sensor der
vorderen Reihe.
A1
9
Masseanschluß für das Voreinspritz-Magnetventil der
hinteren Reihe.
A1
10
Versorgungsspannung des Voreinspritzungs-Magnetventils
der hinteren Reihe.
A2
1-10
Nicht belegt
A3
1-2
Nicht belegt
A4
1-2
Nicht belegt
A5
1
Eingangssignal von Motordrehzahl-Sensor 1.
A5
2
Masseanschluß des Motordrehzahl-Sensors 1.
A6
1
Eingangssignal von Motordrehzahl-Sensor 2.
A6
2
Masseanschluß des Motordrehzahl-Sensors 2.
A7
1
Eingangssignal vom Kühlmitteltemperatur-Sensor.
A7
2
Masseanschluß des Kühlmitteltemperatur-Sensors
A8
1-2
Nicht belegt
A9
1
Nicht belegt
A9
2
Versorgungsspannung +5 V zum Öldruck-Sensor
Stecker
Pin
A9
3
Eingangssignal vom Öldruck-Sensor Das Steuergerät erfaßt
die Spannung zwischen den Pins 3 und 4.
A9
4
Masseanschluß des Öldruck-Sensors
A9
5
Nicht belegt
A10
1
Versorgungsspannung +5 V zum Ladedruck-Sensor
A10
2
Eingangssignal vom Ladedruck-Sensor Das Steuergerät
erfaßt die Spannung zwischen den Pins 2 und 3.
A10
3
Masseanschluß des Ladedruck-Sensors
A10
4
Eingangssignal vom Ladelufttemperatur-Sensor. Das
Steuergerät erfaßt die Spannung zwischen den Pins 3 und
4.
A10
5
Nicht belegt
B1
1
Versorgungsspannung +24 V zum Steuergerät.
B1
2
Masseanschluß des Steuergeräts am Fahrgestell
B1
3
Eingangssignal +24 V vom Startschalter (Schlüssel in
Fahrtstellung)
B1
4
Nicht belegt
B1
5
Nicht belegt
B1
6
Versorgungsspannung +24 V zum Steuergerät.
B1
7
Masseanschluß des Steuergeräts am Fahrgestell
B1
8
Nicht belegt
B1
9
CAN-Datenbus, H-Kabel
B1
10
CAN-Datenbus, L-Kabel
B2
1
Masseanschluß für das Kraftstoff-Magnetventil der
vorderen Reihe.
B2
2
Versorgungsspannung zum Kraftstoff-Magnetventil der
vorderen Reihe.
B2
3
Eingangssignal vom Kraftstofftemperatur-Sensor. Das
Steuergerät erfaßt die Spannung zwischen den Pins 3 und
10.
B2
4
Versorgungsspannung zum Kraftstoff-Abschaltventil.
B2
5
Masseanschluß des Kraftstoff-Abschaltventils.
B2
6
Masseanschluß für das Voreinspritz-Magnetventil der
vorderen Reihe.
B2
7
Versorgungsspannung des Voreinspritzungs-Magnetventils
der hinteren Reihe.
Stecker
Pin
B2
8
Versorgungsspannung, +5 V zum
Kraftstoffversorgungsdruck-Sensor.
B2
9
Eingangssignal vom Kraftstoffversorgungsdruck-Sensor.
Das Steuergerät erfaßt die Spannung zwischen den Pins 9
und 10.
B2
10
Masseanschluß für den Kraftstoffversorgungsdruck-Sensor.
Die Kommunikation mit den Komponenten im Fahrerbereich erfolgt über
den Koordinator (COO). Das EDC-Steuergerät empfängt dann nur ein
CAN-Signal über den Status der Komponente. Die einzelnen Komponenten
werden in der Funktionsbeschreibung des Koordinators beschrieben. Im
folgenden wird beschrieben, wie das EDC-Steuergerät die
Informationen vom Koordinator verwendet.
Fahrpedal-Sensor
Das EDC-Steuergerät erhält ein CAN-Signal vom Koordinator über die
Stellung des Fahrpedals. Anhand dieser Information steuert das
EDC-Steuergerät die Magnetventile für Haupt- und Voreinspritzung.
Bedienelement für Geschwindigkeitsregelung S51
Das EDC-Steuergerät erhält ein CAN-Signal vom Koordinator über die
Einstellung der Geschwindigkeitsregelung. Das
EDC-Steuergerät interpretiert diese Information als gewünschte
Fahrgeschwindigkeit oder Motordrehzahl und steuert die Motordrehzahl
entsprechend.
Bremspedalschalter
Das EDC-Steuergerät erhält ein CAN-Signal vom Koordinator über die
Stellung der Bremspedalschalter. Das Steuergerät verwendet diese
Information zur Steuerung verschiedener Funktionen, z. B. der
Geschwindigkeits- regelung.
Kupplungspedalschalter
Das EDC-Steuergerät erhält ein CAN-Signal vom Koordinator über die
Stellung des Kupplungspedalschalters. Das Steuergerät verwendet
diese Information zur Steuerung verschiedener Funktionen, z. B. der
Geschwindigkeitsregelung.
Fahrtenschreiber O4
Das EDC-Steuergerät erhält ein CAN-Signal vom Koordinator über die
Fahrgeschwindigkeit. Das Fahrgeschwindigkeitssignal ist eine
Voraussetzung für bestimmte Funktionen wie
z. B. Geschwindigkeitsregelung und Geschwindigkeitsbegrenzung.
Wenn das Steuergerät kein Signal vom Fahrtenschreiber erhält,
verwendet es einen vorprogrammierten Ersatzwert von 15 km/h.
EDC-Warnleuchte, W27
Das EDC-Steuergerät signalisiert dem Koordinator, ob die
Anzeigeleuchte eingeschaltet werden soll oder nicht.
Bei jedem Einschalten des Fahrstroms leuchtet die Anzeigeleuchte zur
Bestätigung der Funktion einige Sekunden auf.
Beim Abschalten des Motors leuchtet die Anzeigeleuchte auf, während
das
EDC-Steuergerät eine Funktionsprüfung des EDC-Systems durchführt.
Die Leuchte erlischt am Ende der Funktionsprüfung.
Bei drehendem Motor soll die Warnleuchte nicht leuchten. Wenn sie
aufleuchtet, liegt ein Fehler im EDC-System vor.
Wenn die Anzeigeleuchte ständig blinkt und das Fahrzeug nicht
gestartet werden kann, liegt ein schwerwiegender Fehler im
Steuergerät vor. In diesem Fall ist kein Kontakt mit dem Steuergerät
mehr möglich. Das Steuergerät muß erneuert werden.
Die Notabschaltung wird über den Koordinator aktiviert. Das
EDC-Steuergerät empfängt nur ein CAN-Signal über den Status der
Komponente.
Die Notabschaltung ermöglicht ein schnelles Abschalten des Motors in
Notfällen wie z. B. bei einem Unfall oder beim Kranbetrieb.
Beim Betätigen der Notabschaltung wird bei stehendem Fahrzeug der
Motor sofort abgeschaltet. Während der Fahrt wird der Motor auf
Leerlaufdrehzahl gedrosselt, aber nicht abgeschaltet. Dies
gewährleistet die weitere Funktion von z. B. der Servolenkung.
Die Funktionsbeschreibung des Koordinator enthält weitere
Informationen über die Aktivierung dieser Funktion.
Geschwindigkeitsregelung
Hinweis: Schalter
auf OFF stellen, wenn die Geschwindigkeitsregelung nicht verwendet
wird. Steht der Schalter auf ON, kann die Geschwindigkeitsregelung
versehentlich eingeschaltet werden.
Funktionen der Geschwindigkeitsregelung: ON Eingeschaltet
OFF Ausgeschaltet
03_0767
ACC Beschleunigen (von "Accelerate")
RET Verzögern (von "Retard") RES
Wiederaufnahme der vorherigen
Geschwindigkeit (von "Resume")
Einschalten
Um die Geschwindigkeitsregelung zu aktivieren, muß die
Fahrgeschwindigkeit mindestens 20—35 km/h betragen
(je nach Motortyp).
Schalter auf ON stellen.
Mit der gewünschten Geschwindigkeit fahren. Zum Aktivieren der
Geschwindigkeitsregelung ACC oder RET drücken und Fahrpedal
lösen.
Fahrgeschwindigkeit einstellen
Eingestellte Fahrgeschwindigkeit mit ACC oder RET ändern. Bei
Erreichen der gewünschten Geschwindigkeit ACC bzw. RET loslassen.
Durch ein kurzes Antippen kann die Fahrgeschwindigkeit in Stufen von
1 km/h geändert werden.
Ausschalten
Die Geschwindigkeitsregelung kann durch die Betätigung der folgenden
Funktionen ausgeschaltet werden:
Retarder oder Abgasbremse
Schalter der Geschwindigkeitsregelung. Schalter in Richtung OFF
drücken (federgespannte Position).
Bremspedal
Kupplungspedal
Fahrpedal — mindestens 30 Sekunden lang höhere Fahrgeschwindigkeit
als der eingestellte Wert
Wiederaufnahme der vorherigen Geschwindigkeit
Nach Bremsvorgängen kann durch Drücken der Taste RES schnell die
vorherige Geschwindigkeit wieder aufgenommen werden.
Die eingestellte Geschwindigkeit bleibt so lange aktiv, bis der
Motor ausgeschaltet oder eine neue Geschwindigkeit eingestellt wird.
Drehzahlregelung
Die Funktionen der Drehzahlregelung werden über den Koordinator
aktiviert. Das
EDC-Steuergerät empfängt dann nur ein CAN-Signal über die
ausgewählte Funktion.
Die Drehzahlregelung umfaßt vier verschiedene Funktionen. Diese sind
wie folgt definiert:
Normalerweise wird die Funktion Normale Hand-Drehzahlregelung
benutzt. Die Drehzahl ist dabei nicht begrenzt.
Die Funktionsbeschreibung des Koordinator enthält weitere
Informationen über die Aktivierung der Drehzahlregelungs-Funktionen.
Wenn die Funktionen von Hand geschaltet werden müssen, können die
Pins erfolgt über einen Stecker in der Zentral-Elektrikeinheit nach
Masse geschaltet werden.
Zusätzliche elektrische System können so angeschlossen werden, daß
bei der Benutzung dieses Systems die korrekte Funktion automatisch
aktiviert wird.
Die Reaktion des Motors auf die verschiedenen Funktionen wird im
folgenden beschrieben.
Normale Hand-Drehzahlregelung (mod 0)
Bei der normalen Hand-Drehzahlregelung dreht der Motor mit der am
Bedienteil der Geschwindigkeitsregelung eingestellten Drehzahl. Die
Funktion ist ähnlich der der Geschwindigkeitsregelung während der
Fahrt, nur wird anstelle der Fahrgeschwindigkeit die Motordrehzahl
geregelt.
Dabei sind Motordrehzahlen zwischen 500 und 2000/min möglich.
Um die gewählte Drehzahl aufrecht zu erhalten, verarbeitet das
EDC-Steuergerät zuerst die Signale von den Drehzahl-Sensoren und
regelt dann entsprechend die Kraftstoffeinspritzung.
Voraussetzungen für die Aktivierung der Funktionen
Das Bedienteil der Geschwindigkeitsregelung muß sich in Stellung ON
befinden.
Die Fahrgeschwindigkeit darf 10 km/h nicht überschreiten.
Feste Motordrehzahl mit der Geschwindigkeitsregelung aktivieren
RES drücken, der Motor dreht dann mit der zuletzt eingestellten
Drehzahl.
Durch Drücken von ACC oder RET die gewünschte neue Drehzahl
einstellen.
Dann RES mindestens 3 Sekunden drücken, die eingestellte Drehzahl
wird gespeichert.
Leerlaufdrehzahl ändern
OFF drücken oder
Brems- oder Kupplungspedal betätigen oder
Abgasbremse oder Retarder einschalten.
Begrenzte Hand-Drehzahlregelung (mod 1)
Mit der begrenzten Hand-Drehzahlregelung wird eine Motordrehzahl und
ein Motordrehmoment eingestellt, das der Motor dann nicht
überschreitet. Die Höchstwerte sind innerhalb der folgenden Bereiche
einstellbar:
• 700—2000/min
mindestens 200 Nm, maximal Höchstdrehmoment des Motors
Dies schützt beispielsweise an den Nebenantrieb angeschlossene
Einheiten vor Überlastung.
Die oben beschriebenen Eigenschaften werden mit dem Scania
Programmer eingestellt. Mit dem Scania Programmer kann auch
eingestellt werden, ob das Fahrpedal während des Betriebs mit der
begrenzten Hand-Drehzahlregelung in Funktion ist oder nicht.
Voraussetzungen für die Aktivierung der Funktionen
Die Funktion muß im Koordinator aktiviert sein.
Das Bedienteil der Geschwindigkeitsregelung muß sich in Stellung ON
befinden.
Die Fahrgeschwindigkeit darf 10 km/h nicht überschreiten.
Höchstgrenze für Drehzahl und Drehmoment einstellen
Höchstdrehzahl und Höchstdrehmoment im Scania Programmer einstellen.
Höchstdrehzahl und Höchstdrehmoment aktivieren
Die Funktionen werden über den Koordinator aktiviert.
Motordrehzahl unter der Höchstdrehzahl mit Geschwindigkeitsregelung
einstellen
Die Funktion muß im Koordinator aktiviert sein.
RES drücken, der Motor dreht dann mit der zuletzt eingestellten
Drehzahl.
Durch Drücken von ACC oder RET die gewünschte neue Drehzahl
einstellen.
Dann RES mindestens 3 Sekunden drücken, die eingestellte Drehzahl
wird gespeichert.
Erhöhte Leerlaufdrehzahl (mod 2)
Mit der Funktion Erhöhte Leerlaufdrehzahl wird eine Motordrehzahl
eingestellt, die der Motor dann nicht unterschreitet. Dadurch kann
z. B. Luftdruck aufgebaut oder der Motor aufgewärmt werden. Die
Funktion ist auch bei Fahrzeugen mit Zementmischer sinnvoll.
Die untere Drehzahl wird am Bedienteil der Geschwindigkeitsregelung
zwischen 500 und 800 U/min eingestellt.
Voraussetzungen für die Aktivierung der Funktionen
Die Funktion muß im Koordinator aktiviert sein.
Das Bedienteil der Geschwindigkeitsregelung muß sich in Stellung ON
befinden.
Gewünschte erhöhte Leerlaufdrehzahl mit der Geschwindigkeitsregelung
aktivieren
Die Funktion wird über den Koordinator aktiviert.
Motor im Leerlauf drehen lassen und durch Drücken von ACC oder RET
eine neue Drehzahl einstellen.
Dann RES mindestens 3 Sekunden drücken, die eingestellte Drehzahl
wird gespeichert.
Eine über der mit der Geschwindigkeitsregelung eingestellte noch
höhere Drehzahl einstellen
RES drücken, der Motor dreht dann mit der zuletzt eingestellten
Drehzahl.
Durch Drücken von ACC oder RET die gewünschte neue Drehzahl
einstellen.
Dann RES mindestens 3 Sekunden drücken, die eingestellte Drehzahl
wird gespeichert.
Feste Drehzahl (mod 3)
Mit dem Scania Programmer können bei der Funktion Feste Drehzahl die
folgenden zwei Grenzwerte eingestellt werden.
Ein Höchstdrehmoment: Das Drehmoment kann auf einen Wert zwischen
200 und 2000 Nm eingestellt werden.
Eine Drehzahl: Dabei sind Motordrehzahlen zwischen 600 und 2000
U/min möglich.
Wenn diese Funktionen aktiv sind, ist eine Steuerung der Drehzahl
mit dem Fahrpedal oder dem Bedienteil der Geschwindigkeitsregelung
nicht mehr möglich. Diese Funktion ist für Anwendungen sinnvoll, die
eine hohe Präzision erfordern, z. B. beim Betrieb eines Krans mit
langem Ausleger.
Voraussetzungen für die Aktivierung der Funktionen
Die Fahrgeschwindigkeit darf 10 km/h nicht überschreiten.
Drehzahl und Höchstdrehmoment einstellen
Drehzahl und Höchstdrehmoment im Scania Programmer einstellen.
Drehzahl und Höchstdrehmoment aktivieren
Die Funktionen werden über den Koordinator aktiviert.
Leerlaufdrehzahl ändern
Brems- oder Kupplungspedal betätigen. oder
Abgasbremse oder Retarder einschalten.
Überblick über die Motordrehzahlregelung
Abschaltkriterien
Mod 0
Mod 1
Mod 2
Mod 3
Geschwindigkeitsregelung in Stellung OFF
Ja
Ja
Ja
Nein
>10 km/h
Ja
Ja
Nein
Ja
Bremspedal
Ja
Ja
Nein
Ja
Abgasbremse
Ja
Ja
Nein
Ja
Retarder
Ja
Ja
Nein
Ja
Kupplungspedal
Ja
Ja
Nein
Ja
Notabschaltung
Ja
Ja
Ja
Ja
Motordrehzahlregelung aktivieren
Mod 0
Mod 1
Mod 2
Mod 3
ACC, RET oder RES
Ja
Ja
Ja
Nein
Motordrehzahl speichern
Mod 0
Mod 1
Mod 2
Mod 3
RES für 3 Sekunden
Ja
Ja
Ja
Nein
Scania Programmer
Nein
Nein
Nein
Ja
Motordrehzahlbereich
500—2000
500—2000
500—800
600—2000
Einstellung mit Scania Programmer
Modus 0
Modus 1
Modus 2
Modus 3
Höchstdrehzahl
Nein
Ja
Nein
Ja
Maximales Drehmoment
Nein
Ja
Nein
Ja
Verwendung des Fahrpedals bei aktiver
Motordrehzahlregelung
Nein
Ja
Nein
Nein
Drehmomentbegrenzung
Die Drehmomentbegrenzungen werden über den Koordinator aktiviert.
Das EDC-Steuergerät empfängt dann nur eine CAN-Meldung über die
ausgewählte Funktion.
Die Drehmomentbegrenzung umfaßt vier Funktionen. Diese Funktionen
sind wie folgt definiert:
Keine Drehmomentbegrenzung, mod 0 Drehmomentbegrenzung 1, mod 1
Drehmomentbegrenzung 2, mod 2
Drehmomentbegrenzung 3, mod 3
Normalerweise wird die Funktion Keine Drehmomentbegrenzung
verwendet. Das Motordrehmoment ist dabei nicht begrenzt.
Die übrigen Funktionen werden über den Koordinator aktiviert. Die
Funktions- beschreibung des Koordinators enthält weitere
Informationen.
Der Anschluß der Funktionen ist werksseitig vorbereitet. Die
Reaktion des Motors auf die verschiedenen Funktionen wird im
folgenden beschrieben.
Keine Drehmomentbegrenzung (mod 0)
Wenn die Funktion Keine Drehmomentbegrenzung geschaltet ist,
verläuft die Drehmomentkurve des Motors ohne Einschränkungen.
Nm
107 460
r/min
Drehmomentbegrenzung 1 (mod 1)
Wenn die Funktion Drehmomentbegrenzung 1 aktiviert ist, wird die
Drehmomentkurve verschoben. Der Drehmomentverlauf vermittelt dann
das Gefühl, daß das Drehmoment bei abnehmender Drehzahl ansteigt, z.
B. beim Fahren am Berg.
Nm
107 461
r/min
Drehmomentbegrenzung 2 (mod 2)
Die Funktion Drehmomentbegrenzung 2 begrenzt das Drehmoment im
Drehzahlbereich bis 1000/min auf 700 Nm. Bei höheren Drehzahlen wird
die Drehmomentgrenze etwas gesenkt.
Die Funktion wird bei Fahrzeugen mit Anfahrwandler und
Schaltkupplung verwendet. Die Funktion ist so geschaltet, daß sie
bei betätigtem Kupplungspedal aktiv ist. Dadurch soll ein Überhitzen
der Kupplung verhindert werden.
Nm
107 387
r/min
Drehmomentbegrenzung 3 (mod 3)
Die Funktion Drehmomentbegrenzung 3 bewirkt eine steil abfallende
Drehmomentkurve. Ab einer Drehzahl von 1000 U/min sinkt das
Drehmoment und wird bei 1400 U/min vollständig zurückgenommen. Diese
Funktion kann als Alternative zur Funktion Begrenzte
Hand-Drehzahlregelung verwendet werden, um
z. B. die Überlastung eines Nebenabtriebs zu verhindern.
Mit dem Scania Programmer kann eine individuelle Drehmomentkurve
programmiert werden.
Nm
107 388
r/min
Geschwindigkeitsbegrenzung
Es können zwei verschiedene Höchstgeschwindigkeiten eingestellt
werden: Höchstgeschwindigkeit und Geschwindigkeitsgrenze 2. Die
Einstellung erfolgt mit dem Scania Programmer.
Die zwei Begrenzungen werden im folgenden näher erläutert.
Höchstgeschwindigkeit
Das Steuergerät empfängt vom Fahrtenschreiber ständig Signale über
die Fahrgeschwindigkeit. Beim Erreichen der Höchstgeschwindigkeit
begrenzt das Steuergerät die Motorleistung und verhindert so ein
Überschreiten der programmierten Geschwindigkeit.
Beim Fahren mit Höchstgeschwindigkeit kann die Motordrehzahl bei
betätigtem Kupplungspedal kurzfristig erhöht werden.
Dadurch wird das Herunterschalten während der Benutzung der
Motorbremse vereinfacht.
Geschwindigkeitsbegrenzung 2
Mit der Funktion Geschwindigkeits- begrenzung 2 kann mit dem Scania
Programmer eine Geschwindigkeitsgrenze programmiert werden, die
unter der Höchstgeschwindigkeit liegt. Diese niedrigere
Geschwindigkeitsbegrenzung ist z. B. bei Müllsammelfahrzeugen mit
außenliegender Plattform sinnvoll. Die Geschwindigkeits- begrenzung
2 wird aktiviert, wenn eine Person auf der Plattform mitfährt.
Bei neuen EDC-Steuergeräten ist die Geschwindigkeitsbegrenzung 2 auf
einen Standardwert von 70 km/h programmiert.
Wenn im EDC-System ein Fehler auftritt, führt das EDC-Steuergerät
eine oder mehrere der folgenden Maßnahmen durch.
Die EDC-Warnleuchte leuchtet auf. Die Leuchte erlischt, wenn der
Fehler nicht mehr auftritt. Bei bestimmten Fehlern muß der Fahrstrom
oder der Motor aus- und wieder eingeschaltet werden, damit die
Leuchte erlischt.
Funktionen wie Geschwindigkeitsregelung und Hand-Drehzahlregelung
werden abgeschaltet.
Das Drehmoment wird begrenzt.
Die defekte Pumpe-Düse-Einheit wird abgeschaltet.
Im Leerlauf dreht der Motor mit einer etwas erhöhten Drehzahl.
Der Motor wird abgeschaltet.
Der Motor wird auf Leerlaufdrehzahl gedrosselt.
Das Steuergerät führt die o. g. Maßnahmen durch, um teure Schäden
oder im schlimmsten Fall eine unkontrollierte Drehzahlregelung des
Motors zu verhindern.
Wenn der Motor nicht abgeschaltet wird, kann das Fahrzeug oft noch
bis zu nächsten Werkstatt gefahren werden. Dabei ist zu beachten,
daß das System dann mit engeren Sicherheitstoleranzen arbeitet,
wobei besonders auf die verringerte Motorleistung zu achten ist.
1 2
EDC-Warnleuchte (Lkw)
106 448
EDC
Abschalttest
Bei jedem Abschalten des Motors führt das EDC-Steuergerät eine
Funktionsprüfung des EDC-Systems durch. Während dieses Abschalttests
leuchtet die Warnleuchte. Am Ende des Tests geschieht folgendes: Das
Steuergerät schaltet ab und die Leuchte erlischt. Das Steuergerät
wird ständig mit Bordspannung versorgt.
Wenn das Steuergerät beim Abschalttest einen Fehler feststellt,
leuchtet die Warnleuchte beim nächsten Motorstart auf, auch dann,
wenn der Fehler nicht mehr vorliegt. Die Warnleuchte erlischt erst,
wenn das Steuergerät einen Abschalttest ohne Fehler durchgeführt
hat.
Fehlercodes
Wenn das Steuergerät einen Fehler erkennt oder einen anormalen
Zustand feststellt, wird ein Fehlercode erzeugt. Das Warnsystem kann
ca. 125 Fehlercodes erzeugen. Bei der Motorregelung EDC S6
entspricht ein Blinkcode mehreren verschiedenen Fehlercodes. Weitere
Informationen hierzu enthält das Werkstatt-Handbuch, Heft 03:04-06.
Blinkcodes
Die Blinkcodes werden von der Diagnoseleuchte als zweistelliger Code
ausgegeben. Die zuerst ausgegebenen langen Blinksignale von 1
Sekunde Dauer stellen die Zehnereinheiten dar. Die danach
ausgegebenen kurzen Blinksignale von 0,3 Sekunden Dauer stellen die
Einereinheiten dar.
106 157
Das Beispiel rechts zeigt den Fehlercode 25.
106 158
Ein einzelnes langes Blinksignal von 4 Sekunden Dauer zeigt an, daß
keine Fehlercodes gespeichert sind.
Fehlercodespeicher
Das EDC-Steuergerät kann bis zu 40 Codes speichern.
Dabei werden die Fehlercodes an zwei verschiedenen Stellen im
Steuergerät gespeichert. Die von der Diagnoseleuchte ausgegebenen
Fehlercodes können über den Diagnoseschalter gelöscht werden.
Im zweiten Speicher des Steuergeräts bleiben die Fehlercodes
allerdings erhalten und können dort nur mit Scania Diagnos
ausgelesen werden. Mit Scania Diagnos kann festgestellt werden, wie
oft ein Fehler aufgetreten ist; diese Information kann bei der Suche
nach losen Kontakten nützlich sein. Mit Scania Diagnos werden beide
Fehlercodespeicher gelöscht.
Notlaufprogramm
Bei einem Ausfall des Potentiometers des Fahrpedals wird ein
Fehlercode im Koordinator erzeugt. Ein weiterer Fehlercode wird
außerdem im EDC-Steuergerät erzeugt, der auf den Fehlercode im
Koordinator hinweist. Das Fahrzeug kann im Notlaufprogramm zur
nächsten Werkstatt gefahren werden. Das Notlaufprogramm wird durch
ein einmaliges Loslassen des Fahrpedals aktiviert, wodurch dem
EDC-Steuergerät signalisiert wird, daß der Fahrpedalschalter
funktioniert.
Bei betätigtem Fahrpedal ist der Fahrpedalschalter geschlossen. Der
geschlossene Fahrpedalschalter erzeugt ein Signal, das einem halb
durchgetretenen Fahrpedal entspricht.
Beim Loslassen des Fahrpedals kehrt der Motor auf Leerlaufdrehzahl
zurück.
Bei einem Ausfall des Leerlaufschalters dreht der Motor mit 750/min.
Das ABS/TC-System beeinflußt das EDC System und umgekehrt.
Das ABS/TC-Steuergerät überwacht den evtl. auftretenden Schlupf der
Antriebsräder. Bei einem Durchdrehen der Antriebsräder verringert
das TC-System unabhängig von der Fahrpedalstellung das Drehmoment
des Motors, bis die Antriebsräder wieder schlupffrei drehen.
Das EDC-Steuergerät erhält ein CAN-Signal vom Koordinator über die
Stellung des Fahrpedals. Das EDC-Steuergerät signalisiert dem
ABS/TC-Steuergerät ständig die Fahrpedalstellung.
Die Steuergeräte von EBS und ABS/TC kommunizieren ebenso mit dem
EDC-Steuergerät.
Opticruise
Opticruise beeinflußt das EDC-System und umgekehrt.
Das Opticruise-Steuergerät empfängt ständig Daten vom
EDC-Steuergerät wie z. B. die Motordrehzahl oder die
Fahrpedalstellung. Das EDC-Steuergerät erhält ein CAN-Signal vom
Koordinator über die Stellung des Fahrpedals.
Während des Schaltvorgangs übernimmt das Opticruise-Steuergerät die
Regelung des EDC-Systems und regelt die Motorleistung.
Abgasbremse
Die Abgasbremse beeinflußt das EDC-System, aber nicht umgekehrt.
Bei aktiver Abgasbremse erhält das
EDC-Steuergerät ein Signal, wodurch die Geschwindigkeitsregelung
abgeschaltet wird.
Wenn die Abgasbremse über das Bremspedal betätigt wird, wird der
Motor auf Leerlaufdrehzahl zurückgenommen.
Retarder
Der Retarder beeinflußt das EDC-System und umgekehrt.
Bei aktivem Retarder erhält das
EDC-Steuergerät ein Signal, wodurch die Geschwindigkeitsregelung
abgeschaltet wird.
Wird bei aktivem Retarder das Fahrpedal betätigt, wird der Retarder
sofort abgeschaltet, und das Fahrzeug reagiert auf das Fahrpedal.
PWM-Signale
Hinweis: Das
PWM-Signal kann nicht zuverlässig mit einem normalen Multimeter
gemessen werden. Die Fehlersuche ist statt dessen anhand der
Fehlercodes durchzuführen.
U
PWM bedeutet "Puls-Weiten-Moduliert".
Das PWM-Signal ist ein Rechtecksignal mit konstanter Frequenz (T).
Die Spannung (U) ist ebenfalls konstant, die Variable ist die
prozentuale Aktivierungszeit jedes Zyklus (der Zyklus ist in den
Abbildungen mit 100% gezeigt).
Das PWM-Signal ermöglicht eine sehr genaue Informationsübertragung.
T
106 159
10%
100%
U
T
90%
106 160
100%
CAN-Datenaustausch
Hinweis: Aufbautenhersteller
und Karosseriebauer dürfen ohne Genehmigung von Scania keine eigenen
Systeme am
CAN-Datenbus anschließen. Durch den Anschluß von anderen als den
werksseitig eingebauten Systemen kann die Sicherheit und
Zuverlässigkeit des Fahrzeugs beeinträchtigt werden.
Hinweis: CAN-Signale
sind nicht mit dem Multimeter meßbar. Die Fehlersuche ist statt
dessen anhand der Fehlercodes durchzuführen.
CAN ist das Akronym für Controller Area Network (Netzwerk). Durch
die
CAN-Technologie kann die Anzahl der Kabel im Fahrzeug verringert und
dadurch die Zuverlässigkeit weiter erhöht werden. Der Datenkreis
besteht aus den zwei Kabeln CAN H (High) und CAN L (Low).
Dementsprechend funktioniert auch ein Steuergerät, das nur bestimmte
vom CAN-Kabel übertragene Daten empfängt. Dies können z. B. Daten
vom EDC-Steuergerät über die Kühlmitteltemperatur sein.
Das Steuergerät empfängt alle CAN-Signale in einem speziellen
Speicher. Dieser Speicher ist mit einer Anzahl von Radiogeräten
vergleichbar, die gleichzeitig eingeschaltet, aber auf verschiedene
Radioprogramme eingestellt sind. Auf diese Weise ist das Steuergerät
stets über alle Parameter informiert.
COO
ABS/TC
OPTICRUISE
EDC
EBS
116 757
Durch diese zwei Kabel sind verschiedene Systeme zu einem Netzwerk
zusammengeschlossen. Ein
CAN-Datenaustausch erfolgt z. B. zwischen EDC, ABS/TC, EBS,
Retarder, Opticruise und Koordinator.
Vereinfacht dargestellt, funktioniert der CAN-Datenaustausch wie der
Rundfunk. Die
durch das CAN-Kabel laufenden Datensignale entsprechen dabei den
Radiowellen in der Luft.
Das Radiogerät ist dabei auf ein bestimmtes Radioprogramm
eingestellt. Es ist dann nur dieses eine Radioprogramm hörbar,
obwohl gleichzeitig viele andere Radiosender Programme ausstrahlen.
Eine Blinkcodeliste und eine Liste der zugehörigen Fehlercodes.
Außerdem ist ein vollständiges Verzeichnis aller Fehlercodes enthalten.
Die Ursache für die Erzeugung von Fehlercodes sowie die Fehlerbehebung
werden ebenfalls erläutert. Dasselbe Fehlercodeverzeichnis ist auch in
Scania Diagnos enthalten.
Funktionsprüfung. Eine Funktionsprüfung soll nach jeder Reparatur
durchgeführt werden.
Zu Beginn der Fehlersuche muß sich der Techniker ein umfassendes
Bild des Problems verschaffen. Dazu sollen dem Fahrer folgende
Fragen gestellt werden:
Fehlersymptome
Bedingungen, unter denen der Fehler auftritt
Häufigkeit, mit der der Fehler auftritt
Ob die Warnleuchte beim Auftreten des Fehlers aufleuchtet
Ob die Warnleuchte erlischt, sobald der Fehler nicht mehr auftritt
Ob der Fahrer alle Fehlercodes gelöscht hat
Danach sind alle Fehlercodes auszulesen. Dies erfolgt entweder durch
Blinksignale des EDC- Diagnoseschalters oder mit Scania Diagnos.
Vor dem Durchführen von weiteren Maßnahmen müssen die Fehlercodes
verglichen und die wahrscheinlichen Fehlerursachen bestimmt werden.
Fehlercodes werden in der Reihenfolge ihrer Erzeugung gespeichert.
Das EDC-Steuergerät verfügt über genügend Kapazität, um 40 Fehlercodes
zu speichern.
Dabei werden die Fehlercodes an zwei verschiedenen Stellen im
Steuergerät gespeichert. Die von der Diagnoseleuchte ausgegebenen
Fehlercodes können über den Diagnoseschalter gelöscht werden.
Im zweiten Speicher des Steuergeräts bleiben die Fehlercodes allerdings
erhalten und können dort nur mit Scania Diagnos ausgelesen werden.
Mit Scania Diagnos werden beide Fehlercodespeicher gelöscht.
Fehlercodes während der Auslieferungsinspektion löschen
Fehlercodes müssen bei der Auslieferungsinspektion mit Scania Diagnos
gelöscht werden, damit bei der Fahrzeugübergabe an den Kunden beide
Speicher leer sind.
Von der Diagnoseleuchte ausgegebene Fehlercodes löschen
Die Löschung der von der Diagnoseleuchte ausgegebenen Fehlercodes wird
im folgenden beschrieben. Diese Fehlercodes werden dann an einem anderen
Speicherplatz im Steuergerät abgelegt — sie können mit Scania Diagnos
gelöscht werden.
Motor einmal starten und abschalten, um einen Abschalttest
auszulösen. Warten, bis die EDC-Warnleuchte erlischt.
Diagnoseschalter gedrückt halten und dabei Fahrstrom 3 Sekunden lang
einschalten. Die Rücksetzung ist jetzt abgeschlossen.
Motor starten und prüfen, ob die Warnleuchte erlischt.
Diagnoseschalter drücken. Der Fehlercodespeicher muß leer sein, d.
h. es soll nur ein langes Blinksignal ausgegeben werden.
Die untenstehende Liste enthält Blinkcodes, die ausgelesen werden
können, und die dazugehörigen Fehlercodes. EDC S6 unterscheidet sich von
früheren EDC-Systemen darin, daß ein Blinkcode mehreren verschiedenen
Fehlercodes zugeordnet ist.
Blinkcode
Fehlercode
Beschreibung
11
1100-1101
Überdrehen
12
1100-1107
Motordrehzahl-Sensor 1
13
1200-1207
Motordrehzahl-Sensor 2
14
2000-2002
Kühlmitteltemperatur-Sensor
15
2100-2102
Ladelufttemperatur-Sensor
16
2200-2203
Ladeluftdruck-Sensor
18
2400-2403
Öldruck-Sensor
19
D900-D902
Kraftstofftemperatur-Sensor
23
FFFE
Fehlercodes im Koordinator
24
3003
Bremspedalschalter und Fahrpedal-Sensor
25
3106
Fahrpedal-Sensor und Leerlaufschalter
33
3200-3205
Batteriespannung
37
FFFD
Notabschaltung
43
4000
Fehler im CAN-Stromkreis
48
3300-3301
CAN-Meldung vom Koordinator
49
3403
Inkorrekte CAN-Version
61
4100
Systemabschaltung
71
D000-D005
Drucksensor, Kraftstoffversorgungsdruck
72
D100-D105
Kraftstoffdruck-Sensor, vordere Reihe
73
D200-D205
Kraftstoffdruck-Sensor, hintere Reihe
74
D300-D304
Einspritzmengen-Magnetventil, vordere Reihe
75
D400-D404
Einspritzmengen-Magnetventil, hintere Reihe
76
D500-D504
Förderbeginn-Magnetventil, vordere Reihe
77
D600-D604
Förderbeginn-Magnetventil, hintere Reihe
Blinkcode Fehlercode Beschreibung
78 D700-D701, D706
Kraftstoff-Abschaltventil
79 D800-804 Fehler in der Treiberstufe der Magnetventile
Die Fehlercodes werden auf den folgenden Seiten beschrieben.
Fehlerursache und Fehlerbehebung werden ebenfalls erläutert. Die
Fehlercodes werden in der gleichen Weise in Scania Diagnos beschrieben.
Weitere Informationen über die Verbindung des EDC-Systems mit anderen
elektrischen Systemen enthält der Anschluß- und Schaltplan im
Service-Handbuch, Gruppe 16.
Informationen über die verschiedenen elektrischen Bauteile des
EDC-Systems enthält Scania Diagnos und der Abschnitt Elektrische
Bauteile in Gruppe 16. Dort finden sich außerdem eine kurze Beschreibung
der Prüfung und Erneuerung der entsprechenden Bauteile.
Fehlercode 1000
Fehler
Überdrehen
Ursache
Die Motordrehzahl lag über 3000/min.
Anmerkungen
Bei einer Motordrehzahl über 3000/min wird die Kraftstoffzufuhr
abgeschaltet, bis die Drehzahl unter 3000/min absinkt. Danach
funktioniert der Motor wieder normal.
Der Fehlercode wird nur bei inkorrekt eingesetztem Getriebe (z. B.
inkorrektem Herunterschalten) gesetzt.
Maßnahme
Fahrer über das Risiko von Motorschäden bei hohen Drehzahlen
informieren.
Fehlercode 1001
Fehler
Überdrehen
Ursache
Die Motordrehzahl lag über 3276/min.
Anmerkungen
Bei einer Motordrehzahl über 3000/min wird die Kraftstoffzufuhr
abgeschaltet, bis die Drehzahl unter 3000/min absinkt. Danach
funktioniert der Motor wieder normal.
Der Fehlercode wird nur bei inkorrekt eingesetztem Getriebe (z. B.
inkorrektem Herunterschalten) gesetzt.
Maßnahme
Fahrer über das Risiko von Motorschäden bei hohen Drehzahlen
informieren.
Fehlercode 1100
Fehler
Drehzahlsensor 1 und 2 liefern widersprüchliche Daten zum
Kurbelwellenwinkel.
Ursache
Die Drehzahlsignale von Drehzahlsensor 1 und 2 liefern widersprüchliche
Daten darüber, an welcher Stelle des Arbeitszyklusses sich der Motor
befindet.
Anmerkungen
Wurde nur für einen der Drehzahlsensoren ein Fehlercode gesetzt, kann
dies auf eine Vertauschung der Drehzahlsensor-Kabel zurückzuführen sein.
Wurde für beide Drehzahlsensoren ein Fehlercode gesetzt, kann der Motor
mehrere Umdrehungen gegen die normale Drehrichtung gedreht worden sein
(z. B. nach Absterben des Motors an einer Steigung).
Wurde der Fehlercode sofort nach einem Startversuch gesetzt, kann ein
Vertauschen der Drehzahlsensoren die Ursache sein
(d. h. Drehzahlsensor 1 in Einbaulage für Drehzahlsensor 2 und
umgekehrt).
Ist einer der Drehzahlsensoren defekt, wird das maximale Drehmoment um
ca. 30% reduziert (solange der Fehler aktiv ist). Die hohe
Leerlaufdrehzahl wird ebenfalls reduziert.
Sind beide Drehzahlsensoren defekt, wird der Motor ausgeschaltet.
Maßnahme
Drehzahlsensoren, Stecker und Verkabelung prüfen.
Fehlercode 1101
Fehler
Das Signal von Drehzahlsensor 1 ist zu niedrig.
Ursache
Das Drehzahlsignal liegt unter dem für die aktuelle Motordrehzahl
korrekten Niveau.
Der Fehlercode kann auf einen zu großen Abstand zwischen Sensor und
Schwungrad zurückzuführen sein.
Das Steuergerät erhöht die Empfindlichkeit des Sensors, um das Setzen
weiterer Fehlercodes zu verhindern. Daher wird der Fehlercode nicht
erneut gesetzt, auch wenn der Fehler weiterhin vorliegt. Die erhöhte
Empfindlichkeit des Sensors kann zum Setzen weiterer Fehlercodes führen.
Diese Fehlercodes können ignoriert werden.
Das Steuergerät kann die Empfindlichkeit des Sensors in zwei Stufen
erhöhen: Die automatische Erhöhung durch das Steuergerät hat keinen
Einfluß auf die Funktion des Steuergeräts.
Anmerkungen
Der Fehler beeinflußt die Funktion des Motors nicht, d. h. er begrenzt
die Motorleistung nicht.
Maßnahme
Tritt der Fehler mehr als zweimal auf, Drehzahlsensor, Abstand zwischen
Sensor und Schwungrad (max. 1,5 mm zulässig) sowie Stecker und
Verkabelung prüfen.
Fehlercode 1102
Fehler
Unterbrechung im Signal von Drehzahlsensor 1.
Ursache
Das Signal von Drehzahlsensor 1 hat eine implausible Drehzahlerhöhung in
dem Zeitraum angezeigt, in dem das Signal nicht pulsiert.
Wurde der Fehlercode für ein fehlendes Signal (Fehlercode-Nr. 1107)
gleichzeitig gesetzt, war während mehrerer Kurbelwellenumdrehungen kein
Signal vorhanden. Andernfalls ist der Fehler auf eine zeitweise Störung
zurückzuführen.
Dieser Fehler kann bei extrem niedrigen Temperaturen oder beim Starten
mit unzureichend geladener Batterie erzeugt werden.
Anmerkungen
Ist einer der Drehzahlsensoren defekt, wird das maximale Drehmoment um
ca. 30% reduziert (solange der Fehler aktiv ist). Die hohe
Leerlaufdrehzahl wird ebenfalls reduziert.
Sind beide Drehzahlsensoren defekt, wird der Motor ausgeschaltet.
Maßnahme
Drehzahlsensor, Stecker und Verkabelung prüfen.
Fehlercode 1103
Fehler
Störung des Signals von Drehzahlsensor 1.
Ursache
Das Signal von Drehzahlsensor 1 hat eine implausible Drehzahlerhöhung in
dem Zeitraum angezeigt, in dem das Signal nicht pulsiert.
Wurde der Fehlercode für ein fehlendes Signal (Fehlercode-Nr. 1107)
gleichzeitig gesetzt, war während mehrerer Kurbelwellenumdrehungen kein
Signal vorhanden. Andernfalls ist der Fehler auf eine zeitweise Störung
zurückzuführen.
Dieser Fehler kann bei extrem niedrigen Temperaturen oder beim Starten
mit unzureichend geladener Batterie erzeugt werden.
Anmerkungen
Ist einer der Drehzahlsensoren defekt, wird das maximale Drehmoment um
ca. 30% reduziert (solange der Fehler aktiv ist). Die hohe
Leerlaufdrehzahl wird ebenfalls reduziert.
Sind beide Drehzahlsensoren defekt, wird der Motor ausgeschaltet.
Maßnahme
Drehzahlsensor, Stecker und Verkabelung prüfen.
Fehlercode 1104
Fehler
Störung des Signals von Drehzahlsensor 1.
Ursache
Das Signal von Drehzahlsensor 1 hat eine implausible
Motordrehzahlerhöhung zwischen zwei aufeinanderfolgenden Impulsen
angezeigt.
Wurde der Fehlercode für ein fehlendes Signal (Fehlercode-Nr. 1107)
gleichzeitig gesetzt, war während mehrerer Kurbelwellenumdrehungen kein
Signal vorhanden. Andernfalls ist der Fehler auf eine zeitweise Störung
zurückzuführen.
Dieser Fehler kann bei extrem niedrigen Temperaturen oder beim Starten
mit unzureichend geladener Batterie erzeugt werden.
Anmerkungen
Ist einer der Drehzahlsensoren defekt, wird das maximale Drehmoment um
ca. 30% reduziert (solange der Fehler aktiv ist). Die hohe
Leerlaufdrehzahl wird ebenfalls reduziert.
Sind beide Drehzahlsensoren defekt, wird der Motor ausgeschaltet.
Maßnahme
Drehzahlsensor, Stecker und Verkabelung prüfen.
Fehlercode 1105
Fehler
Unterbrechung im Signal von Drehzahlsensor 1.
Ursache
Das Signal von Drehzahlsensor 1 hat einen implausiblen
Motordrehzahlabfall zwischen zwei aufeinanderfolgenden Impulsen
angezeigt.
Wurde der Fehlercode für ein fehlendes Signal (Fehlercode-Nr. 1107)
gleichzeitig gesetzt, war während mehrerer Kurbelwellenumdrehungen kein
Signal vorhanden. Andernfalls ist der Fehler auf eine zeitweise Störung
zurückzuführen.
Dieser Fehler kann bei extrem niedrigen Temperaturen oder beim Starten
mit unzureichend geladener Batterie erzeugt werden.
Anmerkungen
Ist einer der Drehzahlsensoren defekt, wird das maximale Drehmoment um
ca. 30% reduziert (solange der Fehler aktiv ist). Die hohe
Leerlaufdrehzahl wird ebenfalls reduziert.
Sind beide Drehzahlsensoren defekt, wird der Motor ausgeschaltet.
Maßnahme
Drehzahlsensor, Stecker und Verkabelung prüfen.
Fehlercode 1106
Fehler
Das Signal vom Drehzahlsensor 1 ist seit dem Motorstart fehlerhaft.
Ursache
Das Steuergerät hat kein plausibles Signal von Drehzahlsensor 1
empfangen.
Dieser Fehler kann bei extrem niedrigen Temperaturen oder beim Starten
mit unzureichend geladener Batterie erzeugt werden.
Anmerkungen
Liegt der Fehler bei beiden Drehzahlsensoren vor, läßt sich der Motor
nicht starten.
Maßnahme
Drehzahlsensoren, Stecker und Verkabelung prüfen.
Fehlercode 1107
Fehler
Das Signal von Drehzahlsensor 1 fehlt.
Ursache
Vom Drehzahlsensor liegt seit einiger Zeit kein Drehzahlsignal vor.
Anmerkungen
Ist einer der Drehzahlsensoren defekt, wird das maximale Drehmoment um
ca. 30% reduziert (solange der Fehler aktiv ist). Die hohe
Leerlaufdrehzahl wird ebenfalls reduziert.
Maßnahme
Drehzahlsensor, Stecker und Verkabelung prüfen.
Fehlercode 1200
Fehler
Drehzahlsensor 1 und 2 liefern widersprüchliche Daten zum
Kurbelwellenwinkel.
Ursache
Die Drehzahlsignale von Drehzahlsensor 1 und 2 liefern widersprüchliche
Daten darüber, an welcher Stelle des Arbeitszyklusses sich der Motor
befindet.
Anmerkungen
Wurde nur für einen der Drehzahlsensoren ein Fehlercode gesetzt, kann
dies auf eine Vertauschung der Drehzahlsensor-Kabel zurückzuführen sein.
Wurde für beide Drehzahlsensoren ein Fehlercode gesetzt, kann der Motor
mehrere Umdrehungen gegen die normale Drehrichtung gedreht worden sein
(z. B. nach Absterben des Motors an einer Steigung).
Wurde der Fehlercode sofort nach einem Startversuch gesetzt, kann ein
Vertauschen der Drehzahlsensoren die Ursache sein
(d. h. Drehzahlsensor 1 in Einbaulage für Drehzahlsensor 2 und
umgekehrt).
Ist einer der Drehzahlsensoren defekt, wird das maximale Drehmoment um
ca. 30% reduziert (solange der Fehler aktiv ist). Die hohe
Leerlaufdrehzahl wird ebenfalls reduziert.
Sind beide Drehzahlsensoren defekt, wird der Motor ausgeschaltet.
Maßnahme
Drehzahlsensoren, Stecker und Verkabelung prüfen.
Fehlercode 1201
Fehler
Das Signal von Drehzahlsensor 2 ist zu niedrig.
Ursache
Das Drehzahlsignal liegt unter dem für die aktuelle Motordrehzahl
korrekten Niveau.
Der Fehlercode kann auf einen zu großen Abstand zwischen Sensor und
Schwungrad zurückzuführen sein.
Das Steuergerät erhöht die Empfindlichkeit des Sensors, um das Setzen
weiterer Fehlercodes zu verhindern. Daher wird der Fehlercode nicht
erneut gesetzt, auch wenn der Fehler weiterhin vorliegt. Die erhöhte
Empfindlichkeit des Sensors kann zum Setzen weiterer Fehlercodes führen.
Diese Fehlercodes können ignoriert werden.
Das Steuergerät kann die Empfindlichkeit des Sensors in zwei Stufen
erhöhen: Die automatische Erhöhung durch das Steuergerät hat keinen
Einfluß auf die Funktion des Steuergeräts.
Anmerkungen
Der Fehler beeinflußt die Funktion des Motors nicht, d. h. er begrenzt
die Motorleistung nicht.
Maßnahme
Tritt der Fehler mehr als zweimal auf, Drehzahlsensor, Abstand zwischen
Sensor und Schwungrad (max. 1,5 mm zulässig) sowie Stecker und
Verkabelung prüfen.
Fehlercode 1202
Fehler
Unterbrechung im Signal von Drehzahlsensor 2.
Ursache
Das Signal von Drehzahlsensor 2 hat eine implausible Drehzahlerhöhung in
dem Zeitraum angezeigt, in dem das Signal nicht pulsiert. Wurde der
Fehlercode für ein fehlendes Signal (Fehlercode-Nr. 1107) gleichzeitig
gesetzt, war während mehrerer Kurbelwellenumdrehungen kein Signal
vorhanden. Andernfalls ist der Fehler auf eine zeitweise Störung
zurückzuführen.
Dieser Fehler kann bei extrem niedrigen Temperaturen oder beim Starten
mit unzureichend geladener Batterie erzeugt werden.
Anmerkungen
Ist einer der Drehzahlsensoren defekt, wird das maximale Drehmoment um
ca. 30% reduziert (solange der Fehler aktiv ist). Die hohe
Leerlaufdrehzahl wird ebenfalls reduziert.
Sind beide Drehzahlsensoren defekt, wird der Motor ausgeschaltet.
Maßnahme
Drehzahlsensoren, Stecker und Verkabelung prüfen.
Fehlercode 1203
Fehler
Störung des Signals von Drehzahlsensor 2.
Ursache
Das Signal von Drehzahlsensor 2 hat eine implausible Drehzahlerhöhung in
dem Zeitraum angezeigt, in dem das Signal nicht pulsiert. Wurde der
Fehlercode für ein fehlendes Signal (Fehlercode-Nr. 1107) gleichzeitig
gesetzt, war während mehrerer Kurbelwellenumdrehungen kein Signal
vorhanden. Andernfalls ist der Fehler auf eine zeitweise Störung
zurückzuführen.
Dieser Fehler kann bei extrem niedrigen Temperaturen oder beim Starten
mit unzureichend geladener Batterie erzeugt werden.
Anmerkungen
Ist einer der Drehzahlsensoren defekt, wird das maximale Drehmoment um
ca. 30% reduziert (solange der Fehler aktiv ist). Die hohe
Leerlaufdrehzahl wird ebenfalls reduziert.
Sind beide Drehzahlsensoren defekt, wird der Motor ausgeschaltet.
Maßnahme
Drehzahlsensoren, Stecker und Verkabelung prüfen.
Fehlercode 1204
Fehler
Das Signal von Drehzahlsensor 2 ist fehlerhaft.
Ursache
Das Signal von Drehzahlsensor 2 hat eine implausible
Motordrehzahlerhöhung zwischen zwei aufeinanderfolgenden Impulsen
angezeigt. Wurde der Fehlercode für ein fehlendes Signal (Fehlercode-Nr.
1107) gleichzeitig gesetzt, war während mehrerer Kurbelwellenumdrehungen
kein Signal vorhanden. Andernfalls ist der Fehler auf eine zeitweise
Störung zurückzuführen.
Dieser Fehler kann bei extrem niedrigen Temperaturen oder beim Starten
mit unzureichend geladener Batterie erzeugt werden.
Anmerkungen
Ist einer der Drehzahlsensoren defekt, wird das maximale Drehmoment um
ca. 30% reduziert (solange der Fehler aktiv ist). Die hohe
Leerlaufdrehzahl wird ebenfalls reduziert.
Sind beide Drehzahlsensoren defekt, wird der Motor ausgeschaltet.
Maßnahme
Drehzahlsensoren, Stecker und Verkabelung prüfen.
Fehlercode 1205
Fehler
Unterbrechung im Signal von Drehzahlsensor 2.
Ursache
Das Signal von Drehzahlsensor 2 hat einen implausiblen
Motordrehzahlabfall zwischen zwei aufeinanderfolgenden Impulsen
angezeigt. Wurde der Fehlercode für ein fehlendes Signal (Fehlercode-Nr.
1107) gleichzeitig gesetzt, war während mehrerer Kurbelwellenumdrehungen
kein Signal vorhanden. Andernfalls ist der Fehler auf eine zeitweise
Störung zurückzuführen.
Dieser Fehler kann bei extrem niedrigen Temperaturen oder beim Starten
mit unzureichend geladener Batterie erzeugt werden.
Anmerkungen
Ist einer der Drehzahlsensoren defekt, wird das maximale Drehmoment um
ca. 30% reduziert (solange der Fehler aktiv ist). Die hohe
Leerlaufdrehzahl wird ebenfalls reduziert.
Sind beide Drehzahlsensoren defekt, wird der Motor ausgeschaltet.
Maßnahme
Drehzahlsensoren, Stecker und Verkabelung prüfen.
Fehlercode 1206
Fehler
Das Signal von Drehzahlsensor 2 war von Anfang an fehlerhaft.
Ursache
Das Steuergerät hat kein plausibles Signal von Drehzahlsensor 2
empfangen.
Dieser Fehler kann bei extrem niedrigen Temperaturen oder beim Starten
mit unzureichend geladener Batterie erzeugt werden.
Anmerkungen
Liegt der Fehler bei beiden Drehzahlsensoren vor, läßt sich der Motor
nicht starten.
Maßnahme
Drehzahlsensoren, Stecker und Verkabelung prüfen.
Fehlercode 1207
Fehler
Das Signal von Drehzahlsensor 2 fehlt.
Ursache
Vom Drehzahlsensor liegt seit einiger Zeit kein Drehzahlsignal vor.
Anmerkungen
Ist einer der Drehzahlsensoren defekt, wird das maximale Drehmoment um
ca. 30% reduziert (solange der Fehler aktiv ist). Die hohe
Leerlaufdrehzahl wird ebenfalls reduziert.
Maßnahme
Drehzahlsensoren, Stecker und Verkabelung prüfen.
Fehlercode 2000
Fehler
Die Spannung lag über 4,90 V (unter - 40 °C),
d. h. die Kühlmitteltemperatur lag unter der Untergrenze.
Ursache
Die Spannung zwischen Pin 1 und Pin 2 des Steckers A7 ist zu hoch.
Anmerkungen
Liegt die Spannung außerhalb des zulässigen Bereichs, verwendet das
Steuergerät einen vorprogrammierten Temperaturwert (60 °C).
Solange der Fehler vorliegt, kann die Leerlaufdrehzahl nicht eingestellt
werden.
Ein kalter Motor hat schlechte Starteigenschaften und eine
ungleichmäßige Leerlaufdrehzahl zur Folge.
Maßnahme
Signal vom Kühlmitteltemperatur-Sensor prüfen.
Bei kaltem Motor prüfen, ob Kühlmittel und Ansaugluft ungefähr die
gleiche Temperatur aufweisen.
Widerstand des Kühlmitteltemperatur-Sensors messen.
Sichtprüfung von Kühlmitteltemperatur- Sensor, Steckern und Verkabelung
durchführen.
Dann Fehlercodespeicher löschen und prüfen, ob der Fehlercode wieder
erzeugt wird.
Fehlercode 2001
Fehler
Die Spannung lag unter 0,44 V (über 130 °C),
d. h. die Kühlmitteltemperatur lag über der Obergrenze.
Ursache
Die Spannung zwischen Pin 1 und Pin 2 des Steckers A7 ist zu niedrig.
Anmerkungen
Liegt die Spannung außerhalb des zulässigen Bereichs, verwendet das
Steuergerät einen vorprogrammierten Temperaturwert (60 °C).
Solange der Fehler vorliegt, kann die Leerlaufdrehzahl nicht eingestellt
werden.
Ein kalter Motor hat schlechte Starteigenschaften und eine
ungleichmäßige Leerlaufdrehzahl zur Folge.
Maßnahme
Signal vom Kühlmitteltemperatur-Sensor prüfen.
Bei kaltem Motor prüfen, ob Kühlmittel und Ansaugluft ungefähr die
gleiche Temperatur aufweisen.
Widerstand des Kühlmitteltemperatur-Sensors messen.
Sichtprüfung von Kühlmitteltemperatur- Sensor, Steckern und Verkabelung
durchführen.
Dann Fehlercodespeicher löschen und prüfen, ob der Fehlercode wieder
erzeugt wird.
Fehlercode 2002
Fehler
Interner Fehler im Steuergerät.
Ursache
Das Steuergerät konnte das Signal vom Kühlmitteltemperatur-Sensor nicht
verarbeiten (umwandeln).
Anmerkungen
Bei Auftreten dieses Fehlers verwendet das Steuergerät einen
vorprogrammierten Temperaturwert (60 °C).
Solange der Fehler vorliegt, kann die Leerlaufdrehzahl nicht eingestellt
werden.
Ein kalter Motor hat schlechte Starteigenschaften und eine
ungleichmäßige Leerlaufdrehzahl zur Folge.
Maßnahme
Gespeicherte Fehlercodes löschen. Motor starten und auf maximale
Drehzahl bringen.
Wird der Fehlercode erneut gesetzt, ist das Steuergerät zu erneuern.
Fehlercode 2100
Fehler
Die Spannung lag über 4,90 V (unter - 40 °C),
d. h. die Ladelufttemperatur lag unter der Untergrenze.
Ursache
Die Spannung zwischen Pin 3 und Pin 4 des Steckers A10 ist zu hoch.
Anmerkungen
Liegt die Spannung außerhalb des zulässigen Bereichs, verwendet das
Steuergerät einen vorprogrammierten Temperaturwert (40 °C).
Solange der Fehler vorliegt, reagiert der kalte Motor langsamer als
normal auf das Fahrpedal. Dies wird durch den nicht korrekt
funktionierenden Rauchbegrenzer verursacht.
Maßnahme
Signal vom Ladelufttemperatur-Sensor prüfen.
Bei kaltem Motor prüfen, ob Kühlmittel und Ansaugluft ungefähr die
gleiche Temperatur aufweisen.
Widerstand des Ladelufttemperatur-Sensors messen.
Sichtprüfung von Ladelufttemperatur-Sensor, Steckern und Verkabelung
durchführen.
Dann Fehlercodespeicher löschen und prüfen, ob der Fehlercode wieder
erzeugt wird.
Fehlercode 2101
Fehler
Die Spannung lag unter 0,44 V (über 130 °C),
d. h. die Ladelufttemperatur lag über der Obergrenze.
Ursache
Die Spannung zwischen Pin 3 und Pin 4 des Steckers A10 ist zu niedrig.
Anmerkungen
Liegt die Spannung außerhalb des zulässigen Bereichs, verwendet das
Steuergerät einen vorprogrammierten Temperaturwert (40 °C).
Solange der Fehler vorliegt, reagiert der kalte Motor langsamer als
normal auf das Fahrpedal. Dies wird durch den nicht korrekt
funktionierenden Rauchbegrenzer verursacht.
Maßnahme
Signal vom Ladelufttemperatur-Sensor prüfen.
Bei kaltem Motor prüfen, ob Kühlmittel und Ansaugluft ungefähr die
gleiche Temperatur aufweisen.
Widerstand des Ladelufttemperatur-Sensors messen.
Sichtprüfung von Ladelufttemperatur-Sensor, Steckern und Verkabelung
durchführen.
Dann Fehlercodespeicher löschen und prüfen, ob der Fehlercode wieder
erzeugt wird.
Fehlercode 2102
Fehler
Interner Fehler im Steuergerät.
Ursache
Das Steuergerät konnte das Signal vom Ladelufttemperatur-Sensor nicht
verarbeiten (umwandeln).
Anmerkungen
Bei Auftreten dieses Fehlers verwendet das Steuergerät einen
vorprogrammierten Temperaturwert (40 °C).
Solange der Fehler vorliegt, reagiert der kalte Motor langsamer als
normal auf das Fahrpedal. Dies wird durch den nicht korrekt
funktionierenden Rauchbegrenzer verursacht.
Maßnahme
Gespeicherte Fehlercodes löschen. Motor starten und auf maximale
Drehzahl bringen.
Wird der Fehlercode erneut gesetzt, ist das Steuergerät zu erneuern.
Fehlercode 2200
Fehler
Die Spannung lag über 4,66 V (höher als 4,0 bar Absolutdruck), d. h.
über der Obergrenze für den Ladeluftdruck.
Ursache
Die Spannung zwischen Pin 2 und Pin 3 des Steckers A10 ist zu hoch.
Anmerkungen
Liegt die Spannung außerhalb des zulässigen Bereiches, verwendet das
Steuergerät einen vorprogrammierten Druckwert (ca. 1,7 bar
Absolutdruck).
Der Ladeluftdruck-Sensor ermittelt den absoluten Luftdruck im
Ansaugkrümmer, d. h. den Umgebungsluftdruck plus den zusätzlichen
Überdruck durch den Turbolader.
Solange der Fehler vorliegt, wird das Motordrehmoment um 30% reduziert.
Außerdem reagiert der Motor langsamer auf Gasbetätigung. Dies wird durch
den nicht korrekt funktionierenden Rauchbegrenzer verursacht.
Maßnahme
Signal vom Ladedruck-Sensor prüfen.
Sichtprüfung von Ladedruck-Sensor, Steckern und Verkabelung durchführen.
Dann Fehlercodespeicher löschen und prüfen, ob der Fehlercode wieder
erzeugt wird.
Fehlercode 2201
Fehler
Die Spannung lag unter 0,329 V (unter 0,4 bar Absolutdruck), d. h. unter
der Untergrenze für den Ladeluftdruck.
Ursache
Die Spannung zwischen Pin 2 und Pin 3 des Steckers A10 ist zu niedrig.
Anmerkungen
Liegt die Spannung außerhalb des zulässigen Bereiches, verwendet das
Steuergerät einen vorprogrammierten Druckwert (ca. 1,7 bar).
Der Ladeluftdruck-Sensor ermittelt den absoluten Luftdruck im
Ansaugkrümmer, d. h. den Umgebungsluftdruck plus den zusätzlichen
Überdruck durch den Turbolader.
Solange der Fehler vorliegt, wird das Motordrehmoment um 30% reduziert.
Außerdem reagiert der Motor langsamer auf Gasbetätigung. Dies wird durch
den nicht korrekt funktionierenden Rauchbegrenzer verursacht.
Maßnahme
Signal vom Ladedruck-Sensor prüfen.
Sichtprüfung von Ladedruck-Sensor, Steckern und Verkabelung durchführen.
Dann Fehlercodespeicher löschen und prüfen, ob der Fehlercode wieder
erzeugt wird.
Liegt der Fehler weiterhin vor, Ansaugsystem auf Verstopfung (z. B.
durch Eis oder Schmutz) prüfen.
Luftfederbälge auf korrekten Zustand prüfen (z. B. daß sie nicht
zusammengepreßt sind).
Fehlercode 2202
Fehler
Interner Fehler im Steuergerät.
Ursache
Das Steuergerät konnte das Signal vom Ladeluftdruck-Sensor nicht
verarbeiten (umwandeln).
Anmerkungen
Bei Auftreten dieses Fehlers verwendet das Steuergerät einen
vorprogrammierten Druckwert (ca. 1,7 bar Absolutdruck).
Der Ladeluftdruck-Sensor ermittelt den absoluten Luftdruck im
Ansaugkrümmer, d. h. den Umgebungsluftdruck plus den zusätzlichen
Überdruck durch den Turbolader.
Der Motor reagiert langsamer auf Gasbetätigung. Dies wird durch den
nicht korrekt funktionierenden Rauchbegrenzer verursacht.
Maßnahme
Gespeicherte Fehlercodes löschen, Motor starten und auf maximale
Drehzahl bringen.
Wird der Fehlercode erneut gesetzt, ist das Steuergerät zu erneuern.
Fehlercode 2203
Fehler
Das Steuergerät verläßt sich nicht auf das Signal des
Ladeluftdruck-Sensors, obwohl dieses innerhalb des zulässigen Bereichs
liegt.
Ursache
Die Spannung des Ladeluftdruck-Sensors war im Vergleich zur Spannung
anderer Sensoren implausibel oder es lag eine für die aktuellen
Betriebsbedingungen implausible Druckänderung vor.
Anmerkungen
Bei Auftreten eines implausiblen Drucksignals verwendet das Steuergerät
einen vorprogrammierten Druckwert (ca. 1,7 bar Absolutdruck).
Der Ladeluftdruck-Sensor ermittelt den absoluten Luftdruck im
Ansaugkrümmer, d. h. den Umgebungsluftdruck plus den zusätzlichen
Überdruck durch den Turbolader.
Der Motor reagiert langsamer auf Gasbetätigung. Dies wird durch den
nicht korrekt funktionierenden Rauchbegrenzer verursacht.
Maßnahme
Signal vom Ladedruck-Sensor prüfen.
Sichtprüfung von Ladedruck-Sensor, Steckern und Verkabelung durchführen.
Dann Fehlercodespeicher löschen und prüfen, ob der Fehlercode wieder
erzeugt wird.
Liegt der Fehler weiterhin vor, Ansaugsystem auf Verstopfung (z. B.
durch Eis oder Schmutz) prüfen.
Luftfederbälge auf korrekten Zustand prüfen (z. B. daß sie nicht
zusammengepreßt sind).
Der Fehlercode kann auch bei nicht abgedichtetem Ansaugsystem oder
defektem Turbolader gesetzt werden.
Fehlercode 2400
Fehler
Die Spannung lag über 4,79 V (höher als 8,3 bar Relativdruck), d. h.
über der Obergrenze für den Öldruck.
Ursache
Die Spannung zwischen Pin 3 und Pin 4 des Steckers A9 ist zu hoch.
Anmerkungen
Die Öldruckanzeige in der Instrumententafel zeigt unabhängig von der
Motordrehzahl
2,5 bar an.
Liegt die Spannung außerhalb des zulässigen Bereiches, verwendet das
Steuergerät einen vorprogrammierten Druckwert (ca. 2,5 bar
Relativdruck).
Maßnahme
Signal vom Öldruck-Sensor prüfen.
Sichtprüfung von Öldruck-Sensor, Steckern und Verkabelung durchführen.
Dann Fehlercodespeicher löschen und prüfen, ob der Fehlercode wieder
erzeugt wird.
Fehlercode 2401
Fehler
Die Spannung lag unter 0,147 V (unter 0,2 bar Relativdruck), d. h. unter
der Untergrenze für den Öldruck.
Ursache
Die Spannung zwischen Pin 3 und Pin 4 des Steckers A9 ist zu niedrig.
Anmerkungen
Die Öldruckanzeige in der Instrumententafel zeigt unabhängig von der
Motordrehzahl
2,5 bar an.
Liegt die Spannung außerhalb des zulässigen Bereiches, verwendet das
Steuergerät einen vorprogrammierten Druckwert (ca. 2,5 bar
Relativdruck).
Maßnahme
Signal vom Öldruck-Sensor prüfen.
Sichtprüfung von Öldruck-Sensor, Steckern und Verkabelung durchführen.
Dann Fehlercodespeicher löschen und prüfen, ob der Fehlercode wieder
erzeugt wird.
Fehlercode 2402
Fehler
Interner Fehler im Steuergerät.
Ursache
Das Steuergerät konnte das Signal vom Öldruck-Sensor nicht verarbeiten
(umwandeln).
Anmerkungen
Die Öldruckanzeige in der Instrumententafel zeigt unabhängig von der
Motordrehzahl
2,5 bar an.
Liegt die Spannung außerhalb des zulässigen Bereiches, verwendet das
Steuergerät einen vorprogrammierten Druckwert (ca. 2,5 bar
Relativdruck).
Maßnahme
Gespeicherte Fehlercodes löschen. Motor starten und auf maximale
Drehzahl bringen.
Wird der Fehlercode erneut gesetzt, ist das Steuergerät zu erneuern.
Fehlercode 2403
Fehler
Das Steuergerät verläßt sich nicht auf das Signal des Öldruck-Sensors,
obwohl dieses innerhalb des zulässigen Bereichs liegt.
Ursache
Die Spannung des Öldruck-Sensors war im Vergleich zur Spannung anderer
Sensoren implausibel oder es lag eine für die aktuellen
Betriebsbedingungen implausible Druckänderung vor.
Anmerkungen
Die Öldruckanzeige in der Instrumententafel zeigt unabhängig von der
Motordrehzahl
2,5 bar an.
Liegt die Spannung außerhalb des zulässigen Bereiches, verwendet das
Steuergerät einen vorprogrammierten Druckwert (ca. 2,5 bar
Relativdruck).
Maßnahme
Signal vom Öldruck-Sensor prüfen.
Sichtprüfung von Öldruck-Sensor, Steckern und Verkabelung durchführen.
Dann Fehlercodespeicher löschen und prüfen, ob der Fehlercode wieder
erzeugt wird.
Fehlercode 2600
Fehler
Die Spannung für einen der Sensoren in Sensorgruppe 1 lag über 5,2 V.
Diese Sensorgruppe umfaßt den Öldruck-Sensor und den
Kraftstoffdruck-Sensor für die vordere Zylinderreihe (Zylinder 1-3).
Ursache
Kurzschluß an Batteriespannung.
Anmerkungen
Solange der Fehler vorliegt, wird das Motordrehmoment um 30% reduziert.
Maßnahme
Signal des Öldruck-Sensors und des Kraftstoffdruck-Sensors für die
vordere Zylinderreihe (Zylinder 1-3) prüfen.
Öldruck-Sensor, Kraftstoffdruck-Sensor, Stecker und Verkabelung
sichtprüfen.
Dann Fehlercodespeicher löschen und prüfen, ob der Fehlercode wieder
erzeugt wird.
Fehlercode 2601
Fehler
Die Spannung für einen der Sensoren in Sensorgruppe 1 lag unter 4,8 V.
Diese Sensorgruppe umfaßt den Öldruck-Sensor und den
Kraftstoffdruck-Sensor für die vordere Zylinderreihe (Zylinder 1-3).
Ursache
Kurzschluß zwischen Spannungsversorgung und Massepunkt des Sensors.
Anmerkungen
Solange der Fehler vorliegt, wird das Motordrehmoment um 30% reduziert.
Maßnahme
Signal des Öldruck-Sensors und des Kraftstoffdruck-Sensors für die
vordere Zylinderreihe (Zylinder 1-3) prüfen.
Öldruck-Sensor, Kraftstoffdruck-Sensor, Stecker und Verkabelung
sichtprüfen.
Dann Fehlercodespeicher löschen und prüfen, ob der Fehlercode wieder
erzeugt wird.
Fehlercode 2700
Fehler
Die Spannung für einen der Sensoren in Sensorgruppe 2 lag über 5,2 V.
Diese Sensorgruppe umfaßt den Ladelufttemperatur- Sensor, den
Ladeluftdruck-Sensor, den Kraftstoffversorgungsdruck-Sensor und den
Kraftstoffdruck-Sensor für die hintere Zylinderreihe (Zylinder 4-6).
Ursache
Kurzschluß an Batteriespannung.
Anmerkungen
Solange der Fehler vorliegt, wird das Motordrehmoment um 30% reduziert.
Maßnahme
Signal des Ladelufttemperatur-Sensors, des Ladeluftdruck-Sensors, des
Kraftstoffversorgungsdruck-Sensors sowie des Kraftstoffdruck-Sensors für
die hintere Zylinderreihe (Zylinder 4-6) prüfen.
Ladelufttemperatur-Sensor, Ladeluftdruck- Sensor,
Kraftstoffversorgungsdruck-Sensor, Kraftstoffdruck-Sensor für die
hintere Zylinderreihe sowie Stecker und Verkabelung sichtprüfen.
Dann Fehlercodespeicher löschen und prüfen, ob der Fehlercode wieder
erzeugt wird.
Fehlercode 2701
Fehler
Die Spannung für einen der Sensoren in Sensorgruppe 2 lag unter 4,8 V.
Diese Sensorgruppe umfaßt den Ladelufttemperatur- Sensor, den
Ladeluftdruck-Sensor, den Kraftstoffversorgungsdruck-Sensor und den
Kraftstoffdruck-Sensor für die hintere Zylinderreihe (Zylinder 4-6).
Ursache
Kurzschluß zwischen Spannungsversorgung und Massepunkt des Sensors.
Anmerkungen
Solange der Fehler vorliegt, wird das Motordrehmoment um 30% reduziert.
Maßnahme
Signal des Ladelufttemperatur-Sensors, des Ladeluftdruck-Sensors, des
Kraftstoffversorgungsdruck-Sensors sowie des Kraftstoffdruck-Sensors für
die hintere Zylinderreihe (Zylinder 4-6) prüfen.
Ladelufttemperatur-Sensor, Ladeluftdruck- Sensor,
Kraftstoffversorgungsdruck-Sensor, Kraftstoffdruck-Sensor für die
hintere Zylinderreihe sowie Stecker und Verkabelung sichtprüfen.
Dann Fehlercodespeicher löschen und prüfen, ob der Fehlercode wieder
erzeugt wird.
Fehlercode 3003
Fehler
Die CAN-Meldung vom Koordinator über die Bremspedalschalter und das
Potentiometer des Fahrpedal-Sensors hat einen unzulässigen Wert
angezeigt.
Ursache
Die CAN-Meldung vom Koordinator an das EDC-Steuergerät hat fehlerhafte
Signale an die Bremspedalschalter und das Potentiometer des
Fahrpedal-Sensors ergeben.
Anmerkungen
Die Verkabelung für die CAN-Kommunikation ist wahrscheinlich i. O.
Der Koordinator hat wahrscheinlich Signale erhalten, die angeben, daß
Brems- und Fahrpedal mindestens zwanzigmal hintereinander gleichzeitig
betätigt wurden.
Dieser Fehlercode dient dazu, eine nicht korrekte Rückstellung des
Fahrpedals in die Ruhestellung anzuzeigen, was z. B. durch eine defekte
Rückstellfeder verursacht werden kann.
Maßnahme
Zuerst sicherstellen, daß die Beschleunigung bei freigegebenem Fahrpedal
0% beträgt.
Ist dies der Fall, sicherstellen, daß das Bremssignal bei freigegebenem
Bremspedal inaktiv ist.
Meldung vom Koordinator über die Stellung der Bremspedalschalter und des
Fahrpedals prüfen.
Fehlercodespeicher löschen und prüfen, ob der Fehlercode wieder erzeugt
wird.
Fehlersuche des Koordinators durchführen.
Verkabelung des CAN-Datenbusses und der Stecker prüfen.
Im Koordinator gespeicherte Fehlercodes löschen!
Fehlercode 3106
Fehler
Interner Fehler im Koordinator oder im EDC- Steuergerät.
Ursache
EDC-Steuergerät und Koordinator haben unterschiedliche Signale zum
Verhältnis zwischen Fahrpedal und Leerlaufdrehzahlschalter erhalten.
Anmerkungen
Der Fehler hat eine Gasbetätigung von 0% und eine Notlaufdrehzahl von
750/min zur Folge.
Maßnahme
Zunächst prüfen, ob im Koordinator Fehlercodes im Zusammenhang mit dem
Fahrpedal gespeichert wurden. Ggf. Fehler beheben.
Anschließend Fehlercode löschen und Fahrzeug ca. 10 Minuten probefahren.
Wurde der Fehlercode erneut gesetzt, ist der Koordinator zu erneuern.
Fehlercode erneut löschen und Fahrzeug ca. 10 Minuten probefahren.
Wurde der Fehlercode erneut gesetzt, ist das EDC-Steuergerät zu
erneuern.
Fehlercode 3200
Fehler
Das Steuergerät hat die Information erhalten, daß die Batteriespannung
0,2 Sekunden lang über 47 V lag.
Ursache
Die Spannung zwischen Pin 1/6 und Pin 2/7 des Steckers B1 ist zu hoch.
Anmerkungen
Überschreitet die Batteriespannung 47 V bei einer Fahrgeschwindigkeit
von 0 km/h, wird der Motor sofort ausgeschaltet.
Beträgt die Fahrgeschwindigkeit > 0 km/h, dreht der Motor 5 Minuten im
Leerlauf und wird dann abgeschaltet.
Dieser Fehler kann bei Starthilfe auftreten.
Maßnahme
Batterie und Generator prüfen. Stecker und Verkabelung prüfen.
Fehlercode 3201
Fehler
Das Steuergerät hat die Information erhalten, daß die Batteriespannung
0,2 Sekunden lang unter 9 V lag.
Ursache
Die Spannung zwischen Pin 1/6 und Pin 2/7 des Steckers B1 ist zu
niedrig.
Anmerkungen
Der Fehler tritt möglicherweise beim Kaltstart mit einer Batterie in
schlechtem Ladezustand auf.
Maßnahme
Batterie und Generator prüfen. Stecker und Verkabelung prüfen.
Fehlercode 3202
Fehler
Interner Fehler im Steuergerät.
Ursache
Das Steuergerät konnte das Batteriespannungssignal nicht verarbeiten
(umwandeln).
Anmerkungen
Solange der Fehler vorliegt, wird ein vorprogrammierter Wert (28 V)
verwendet.
Maßnahme
Fehlercode löschen. Motor starten und auf maximale Drehzahl bringen.
Steuergerät erneuern wenn der Fehlercode wieder ausgegeben wird.
Fehlercode 3203
Fehler
Das Steuergerät verläßt sich nicht auf das Batteriespannungssignal,
obwohl dieses innerhalb des zulässigen Bereichs liegt.
Ursache
Das Batteriespannungssignal war unter bestimmten Betriebsbedingungen im
Vergleich zu den normalen Werten implausibel.
Anmerkungen
Maßnahme
Batterie und Generator prüfen. Stecker und Verkabelung prüfen.
Fehlercode 3204
Fehler
Die Batteriespannung lag 5 Sekunden lang zwischen 30,56 V und 47,00 V.
Ursache
Die Spannung zwischen Pin 1/6 und Pin 2/7 des Steckers B1 ist zu hoch.
Anmerkungen
Der Motor dreht im Leerlauf, wenn die Batteriespannung 15 Minunten lang
zwischen 30,56 V und 47,00 V lag.
Maßnahme
Batterie und Generator prüfen. Stecker und Verkabelung prüfen.
Fehlercode 3205
Fehler
Die Batteriespannung lag 5 Sekunden lang zwischen 9,00 V und 21,44 V.
Ursache
Die Spannung zwischen Pin 1/6 und Pin 2/7 des Steckers B1 ist zu
niedrig.
Anmerkungen
Der Fehlercode wird nicht gesetzt, wenn die Motordrehzahl unter 400/min
liegt, um ein inkorrektes Setzen von Fehlercodes beim Starten zu
verhindern.
Maßnahme
Batterie und Generator prüfen. Stecker und Verkabelung prüfen.
Fehlercode 3300
Fehler
Vom Koordinator liegt keine CAN-Meldung vor.
Ursache
An Pin 9 und 10 des Steckers B1 werden keine CAN-Meldungen vom
Koordinator empfangen (zu Fahrpedal, Bremsen, Geschwindigkeitsregelung
usw.).
Anmerkungen
Der Fehler hat eine Gasbetätigung von 0% und eine Notlaufdrehzahl von
750/min zur Folge.
Maßnahme
Wurde der Fehlercode nur einmal gesetzt, kann dies auf eine
Unterbrechung der Koordinator- Spannungsversorgung zurückzuführen sein,
während das EDC-Steuergerät mit Spannung versorgt wurde.
Wird der Fehlercode häufig gesetzt, ist wahrscheinlich ein Fehler in der
Verkabelung oder ein fehlerhafter Anschluß die Ursache.
Wird Fehlercode 4000 gleichzeitig gesetzt, ist das EDC-Steuergerät zu
erneuern.
Allgemeine Fehlerdiagnose:
Fehlercodes löschen und Motor starten. Zündung aus- und einschalten.
Wird der Fehlercode erneut gesetzt, Verkabelung prüfen und Stecker
reinigen.
Behebt dies den Fehler nicht, sicherstellen, daß das Steuergerät das
Zündspannungssignal OFF/ ON (U15) gleichzeitig erhält.
Wird die Fehlerursache nicht gefunden, zunächst den Koordinator
erneuern. Liegt der Fehler weiterhin vor, das EDC-Steuergerät erneuern.
Im Koordinator gespeicherte Fehlercodes auslesen/löschen!
Fehlercode 3301
Fehler
Vom Koordinator liegt keine CAN-Meldung vor.
Ursache
An Pin 9 und 10 des Steckers B1 werden keine CAN-Meldungen vom
Koordinator empfangen (zu Motordrehzahlregelung, Drehmomentbegrenzung
usw.).
Anmerkungen
Der Fehler hat eine Gasbetätigung von 0% und eine Notlaufdrehzahl von
750/min zur Folge.
Maßnahme
Wurde der Fehlercode nur einmal gesetzt, kann dies auf eine
Unterbrechung der Koordinator- Spannungsversorgung zurückzuführen sein,
während das EDC-Steuergerät mit Spannung versorgt wurde.
Wird der Fehlercode häufig gesetzt, ist wahrscheinlich ein Fehler in der
Verkabelung oder ein fehlerhafter Anschluß die Ursache.
Wird Fehlercode 4000 gleichzeitig gesetzt, ist das EDC-Steuergerät zu
erneuern.
Allgemeine Fehlerdiagnose:
Fehlercodes löschen und Motor starten. Zündung aus- und einschalten.
Wird der Fehlercode erneut gesetzt, Verkabelung prüfen und Stecker
reinigen.
Behebt dies den Fehler nicht, sicherstellen, daß das Steuergerät das
Zündspannungssignal OFF/ ON (U15) gleichzeitig erhält.
Wird die Fehlerursache nicht gefunden, zunächst den Koordinator
erneuern. Liegt der Fehler weiterhin vor, das EDC-Steuergerät erneuern.
Im Koordinator gespeicherte Fehlercodes auslesen/löschen!
Fehlercode 3403
Fehler
Inkorrekte CAN-Version.
Ursache
Koordinator und Steuergerät stimmen nicht über die verwendete
CAN-Version überein.
Anmerkungen
Der Fehler hat eine Gasbetätigung von 0% und eine Notlaufdrehzahl von
750/min zur Folge.
Der Fehler kann nur nach Erneuern des Steuergeräts auftreten.
Maßnahme
Teile-Nr./Kennzeichnung von Koordinator und EDC-Steuergerät prüfen.
Steuergerät mit inkorrekter Teile-Nr. erneuern.
Fehlercode 4000
Fehler
Interner Fehler im Steuergerät.
Ursache
Fehler im CAN-Datenbus.
Anmerkungen
Der Fehler hat eine Gasbetätigung von 0% und eine Notlaufdrehzahl von
750/min zur Folge.
Dieser Fehler beeinträchtigt die Kommunikation zwischen EDC-Steuergerät
und den übrigen Steuergeräten.
Das EDC-Steuergerät erhält keine Informationen zur Fahrpedalstellung
sowie zu anderen Bedienelementen im Fahrerhaus.
Motordrehzahl, Kühlmitteltemperatur und Öldruck werden nicht mehr
angezeigt.
Das EDC-Steuergerät erhält keine Informationen von anderen Systemen (z.
B. TC (Antriebsschlupf-Regelung) und Opticruise).
Wenn der CAN-Stromkreis wieder i. O. ist, muß das Steuergerät zuerst
eine Nachlaufkontrolle durchführen, bevor der Fehler als inaktiv
betrachtet wird.
Maßnahme
Gespeicherte Fehlercodes löschen und Zündung mit Zündschlüssel aus- und
einschalten.
Steuergerät erneuern wenn der Fehlercode wieder ausgegeben wird.
Fehlercode 4100
Fehler
Das Steuergerät wurde vor Beendigung der Nachlaufkontrolle unterbrochen.
Ursache
Die Spannung an Pin 1 und 6 des Steckers B1 lag zu kurz an.
Anmerkungen
Während der Nachlaufkontrolle führt das Steuergerät eine
Funktionskontrolle aus, nachdem die Spannung mit dem Zündschlüssel
ausgeschaltet wurde.
Wenn der Abschalttest mehr als 10 mal nacheinander unterbrochen wird,
wird das Motordrehmoment begrenzt.
Dieser Fehler kann auch dazu führen, daß der Motor langsamer gestartet
wird.
Der Fehler wird als behoben angenommen, sobald das Steuergerät eine
Nachlaufkontrolle ohne Unterbrechung durchführen kann.
Der Fahrstrom muß dazu stets ausgeschaltet werden. Falls ein
Batterie-Hauptschalter eingebaut ist, darf dieser erst nach dem
Erlöschen der Warnleuchte ausgeschaltet werden.
Maßnahme
Prüfen, ob die Warnleuchte beim Abschalten des Fahrstroms kurz
aufleuchtet.
Stecker und Verkabelung an Pin 1 und 6 des Steuergeräte-Steckers B1
prüfen.
Die Spannungsversorgung wird möglicherweise durch angeschlossene
Zusatzausstattungen unterbrochen.
Fehlercode 4101
Fehler
Die Datenübertragung zum Steuergerät wurde unterbrochen.
Ursache
Sowohl während des Betriebs, als auch nach Ausschalten des Motors werden
Daten an das Steuergerät übertragen. Dieser Fehlercode wird bei
Unterbrechung der Datenübertragung gesetzt. Dies kann z. B. durch eine
zu geringe Spannung zum Steuergerät verursacht werden.
Anmerkungen
Dieser Fehler kann auch dazu führen, daß der Motor langsamer gestartet
wird.
Maßnahme
Batterie und Generator prüfen.
Gespeicherte Fehlercodes löschen und Zündung mit Zündschlüssel aus- und
einschalten.
Prüfen, ob der Fehlercode erneut gesetzt wurde. Steuergerät erneuern
wenn der Fehlercode wieder ausgegeben wird.
Fehlercode 4102
Fehler
Interner Fehler im Steuergerät.
Ursache
Das Steuergerät hat festgestellt, daß der Fehlercodespeicher oder ein
anderer steuergeräteinterner Speicher nicht korrekt funktioniert.
Anmerkungen
Dieser Fehler kann auch dazu führen, daß der Motor langsamer gestartet
wird.
Maßnahme
Gespeicherte Fehlercodes löschen und Zündung mit Zündschlüssel aus- und
einschalten.
Prüfen, ob der Fehlercode erneut gesetzt wurde. Steuergerät erneuern
wenn der Fehlercode wieder ausgegeben wird.
Fehlercode 4200
Fehler
Interner Fehler im Steuergerät.
Ursache
Das Steuergerät hat festgestellt, daß ein steuergeräteinterner Speicher
nicht korrekt funktioniert.
Anmerkungen
Ein Fehlercode für Batteriespannung und Kraftstoffdruck wird gesetzt.
Wenn der Speicher wieder i. O. ist, muß das Steuergerät zuerst eine
Nachlaufkontrolle durchführen, bevor der Fehler als inaktiv betrachtet
wird.
Maßnahme
Wurde der Fehlercode nur einmal gesetzt:
Gespeicherte Fehlercodes löschen und Zündung mit Zündschlüssel aus- und
einschalten.
Steuergerät erneuern wenn der Fehlercode wieder ausgegeben wird.
Wurde der Fehlercode mehrfach gesetzt, ist das Steuergerät zu erneuern.
Fehlercode 4201
Fehler
Interner Fehler im Steuergerät.
Ursache
Das Steuergerät hat festgestellt, daß ein steuergeräteinterner Speicher
nicht korrekt funktioniert.
Anmerkungen
Ein Fehlercode für den Temperatur-Sensor und den Ladeluftdruck-Sensor
wird gesetzt.
Wenn der Speicher wieder i. O. ist, muß das Steuergerät zuerst eine
Nachlaufkontrolle durchführen, bevor der Fehler als inaktiv betrachtet
wird.
Maßnahme
Wurde der Fehlercode nur einmal gesetzt:
Gespeicherte Fehlercodes löschen und Zündung mit Zündschlüssel aus- und
einschalten.
Steuergerät erneuern wenn der Fehlercode wieder ausgegeben wird.
Wurde der Fehlercode mehrfach gesetzt, ist das Steuergerät zu erneuern.
Fehlercode 4300
Fehler
Interner Fehler im Steuergerät.
Ursache
Bei der steuergeräteinternen Hardwareprüfung wurde ein Fehler
festgestellt.
Anmerkungen
Solange der Fehler aktiv ist, unterbricht das EDC-Steuergerät durch
Schließen der Magnetventile die Kraftstoffzufuhr zu den
Pumpe-Düse-Einheiten.
Der Motor läßt sich nur langsam oder gar nicht starten.
Maßnahme
Gespeicherte Fehlercodes löschen und Zündung mit Zündschlüssel aus- und
einschalten.
Prüfen, ob der Fehlercode erneut gesetzt wurde.
Wurde der Fehlercode erneut gesetzt, ist das Steuergerät zu erneuern.
Fehlercode 4301
Fehler
Interner Fehler im Steuergerät.
Ursache
Bei der steuergeräteinternen Hardwareprüfung wurde ein Fehler
festgestellt.
Anmerkungen
Solange der Fehler aktiv ist, unterbricht das EDC-Steuergerät durch
Schließen der Magnetventile die Kraftstoffzufuhr zu den
Pumpe-Düse-Einheiten.
Dies hat häufig eine kurzzeitige Fehlfunktion des Motors bzw. bei
längerem Auftreten des Fehlers ein Absterben des Motors zur Folge.
Zudem wird Fehlercode 4303 gesetzt.
Der Fehlercode kann aufgrund eines der folgenden Fehlercodes gesetzt
werden: 3200, 3500 oder E000-E006.
Maßnahme
Fehlercode löschen und Fahrzeug ca. 10 Minuten probefahren.
Prüfen, ob der Fehlercode erneut gesetzt wurde. Wurde der Fehlercode
erneut gesetzt, ist das Steuergerät zu erneuern.
Fehlercode 4302
Fehler
Interner Fehler im Steuergerät.
Ursache
Bei der steuergeräteinternen Hardwareprüfung wurde ein Fehler
festgestellt.
Anmerkungen
Das Steuergerät schaltet nicht ab, solange der Fehler aktiv ist.
Maßnahme
Fehlercode löschen und Fahrzeug ca. 10 Minuten probefahren.
Prüfen, ob der Fehlercode erneut gesetzt wurde. Wurde der Fehlercode
erneut gesetzt, ist das Steuergerät zu erneuern.
Fehlercode 4303
Fehler
Interner Fehler im Steuergerät.
Ursache
Bei der steuergeräteinternen Hardwareprüfung wurde ein Fehler
festgestellt.
Anmerkungen
Der Fehler hat häufig eine kurzzeitige Fehlfunktion des Motors zur
Folge. Ist der Fehler über einen längeren Zeitraum hinweg aktiv, wird
außerdem Fehlercode 4301 gesetzt.
Der Fehlercode kann aufgrund eines der folgenden Fehlercodes gesetzt
werden: 3200, 3500 oder E000-E006.
Maßnahme
Fehlercode löschen und Fahrzeug ca. 10 Minuten probefahren.
Prüfen, ob der Fehlercode erneut gesetzt wurde. Wurde der Fehlercode
erneut gesetzt, ist das Steuergerät zu erneuern.
Fehlercode 4400
Fehler
Interner Fehler im Steuergerät.
Ursache
Im Steuergerät ist ein Speicherfehler aufgetreten.
Anmerkungen
Solange der Fehler vorliegt, kann der Motor nicht gestartet bzw. das
Fahrzeug nicht gefahren werden.
Maßnahme
Gespeicherte Fehlercodes löschen und versuchen, den Motor zu starten.
Wird der Fehlercode erneut gesetzt und läßt sich der Motor nicht
starten, ist das Steuergerät zu erneuern.
Läßt sich der Motor starten, Fahrzeug ca. 10 Minuten probefahren.
Prüfen, ob der Fehlercode erneut gesetzt wurde. Wurde der Fehlercode
erneut gesetzt, ist das Steuergerät zu erneuern.
Fehlercode 4401
Fehler
Interner Fehler im Steuergerät.
Ursache
Im Steuergerät ist ein Speicherfehler aufgetreten.
Anmerkungen
Solange der Fehler vorliegt, kann der Motor nicht gestartet bzw. das
Fahrzeug nicht gefahren werden.
Maßnahme
Gespeicherte Fehlercodes löschen und versuchen, den Motor zu starten.
Wird der Fehlercode erneut gesetzt und läßt sich der Motor nicht
starten, ist das Steuergerät zu erneuern.
Läßt sich der Motor starten, Fahrzeug ca. 10 Minuten probefahren.
Prüfen, ob der Fehlercode erneut gesetzt wurde. Wurde der Fehlercode
erneut gesetzt, ist das Steuergerät zu erneuern.
Fehlercode 4404
Fehler
Interner Fehler im Steuergerät.
Ursache
Im Steuergerät ist ein Speicherfehler aufgetreten.
Anmerkungen
Solange der Fehler vorliegt, kann der Motor nicht gestartet bzw. das
Fahrzeug nicht gefahren werden.
Maßnahme
Gespeicherte Fehlercodes löschen und versuchen, den Motor zu starten.
Wird der Fehlercode erneut gesetzt und läßt sich der Motor nicht
starten, ist das Steuergerät zu erneuern.
Läßt sich der Motor starten, Fahrzeug ca. 10 Minuten probefahren.
Prüfen, ob der Fehlercode erneut gesetzt wurde. Wurde der Fehlercode
erneut gesetzt, ist das Steuergerät zu erneuern.
Fehlercode 4405
Fehler
Interner Fehler im Steuergerät.
Ursache
Im Steuergerät ist ein Speicherfehler aufgetreten.
Anmerkungen
Solange der Fehler vorliegt, kann der Motor nicht gestartet bzw. das
Fahrzeug nicht gefahren werden.
Maßnahme
Gespeicherte Fehlercodes löschen und versuchen, den Motor zu starten.
Wird der Fehlercode erneut gesetzt und läßt sich der Motor nicht
starten, ist das Steuergerät zu erneuern.
Läßt sich der Motor starten, Fahrzeug ca. 10 Minuten probefahren.
Prüfen, ob der Fehlercode erneut gesetzt wurde. Wurde der Fehlercode
erneut gesetzt, ist das Steuergerät zu erneuern.
Fehlercode 4406
Fehler
Interner Fehler im Steuergerät.
Ursache
Im Steuergerät ist ein Speicherfehler aufgetreten.
Anmerkungen
Solange der Fehler vorliegt, kann der Motor nicht gestartet bzw. das
Fahrzeug nicht gefahren werden.
Maßnahme
Gespeicherte Fehlercodes löschen und versuchen, den Motor zu starten.
Wird der Fehlercode erneut gesetzt und läßt sich der Motor nicht
starten, ist das Steuergerät zu erneuern.
Läßt sich der Motor starten, Fahrzeug ca. 10 Minuten probefahren.
Prüfen, ob der Fehlercode erneut gesetzt wurde. Wurde der Fehlercode
erneut gesetzt, ist das Steuergerät zu erneuern.
Fehlercode 4407
Fehler
Interner Fehler im Steuergerät.
Ursache
Im Steuergerät ist ein Speicherfehler aufgetreten.
Anmerkungen
Solange der Fehler vorliegt, kann der Motor nicht gestartet bzw. das
Fahrzeug nicht gefahren werden.
Maßnahme
Gespeicherte Fehlercodes löschen und versuchen, den Motor zu starten.
Wird der Fehlercode erneut gesetzt und läßt sich der Motor nicht
starten, ist das Steuergerät zu erneuern.
Läßt sich der Motor starten, Fahrzeug ca. 10 Minuten probefahren.
Prüfen, ob der Fehlercode erneut gesetzt wurde. Wurde der Fehlercode
erneut gesetzt, ist das Steuergerät zu erneuern.
Fehlercode D000
Fehler
Die Spannung lag über 4,79 V (über 25,9 bar Absolutdruck), d. h. der
Kraftstoffversorgungsdruck lag über der Obergrenze.
Ursache
Die Spannung zwischen Pin 9 und 10 des Steckers B2 ist zu hoch oder es
liegt ein Fehler in der Spannungsversorgung der Sensorgruppe 1 (Pin 2
des Steckers A1 oder Pin 2 des Steckers A9) vor.
Anmerkungen
Liegt die Spannung außerhalb des zulässigen Bereichs, verwendet das
Steuergerät einen vorprogrammierten Wert (21,4 bar Absolutdruck).
Solange der Fehler vorliegt, wird das Motordrehmoment um 30% reduziert.
Wird gleichzeitig ein den Öldruck-Sensor betreffender Fehlercode
ausgelesen, liegt in der Regel ein Fehler in der gemeinsamen
Spannungsversorgung vor.
Maßnahme
Signal des Kraftstoffversorgungsdruck-Sensors prüfen.
Sensor und Verkabelung sichtprüfen. Stecker reinigen.
Dann Fehlercodespeicher löschen und prüfen, ob der Fehlercode wieder
erzeugt wird.
Fehlercode D001
Fehler
Die Spannung lag unter 0,147 V (unter -2,1 bar Absolutdruck), d. h. der
Kraftstoffversorgungsdruck lag unter der Untergrenze.
Solange der Fehler vorliegt, wird das Motordrehmoment um 30% reduziert.
Ursache
Die Spannung zwischen Pin 9 und 10 des Steckers B2 ist zu niedrig oder
es liegt ein Fehler in der Spannungsversorgung der Sensorgruppe 1 (Pin 2
des Steckers A1 oder Pin 2 des Steckers A9) vor.
Anmerkungen
Liegt die Spannung außerhalb des zulässigen Bereichs, verwendet das
Steuergerät einen vorprogrammierten Wert (21,4 bar Absolutdruck).
Ist der Wert des Öldruck-Sensors ebenfalls inkorrekt, liegt in der Regel
ein Fehler in der gemeinsamen Spannungsversorgung der Sensoren vor.
Maßnahme
Signal des Kraftstoffversorgungsdruck-Sensors prüfen.
Sensor und Verkabelung sichtprüfen. Stecker reinigen.
Dann Fehlercodespeicher löschen und prüfen, ob der Fehlercode wieder
erzeugt wird.
Fehlercode D002
Fehler
Interner Fehler im Steuergerät.
Ursache
Das Steuergerät konnte das Signal vom Kraftstoffversorgungsdruck-Sensor
nicht verarbeiten (umwandeln).
Anmerkungen
Bei Auftreten dieses Fehlers verwendet das Steuergerät einen
vorprogrammierten Wert (21,4 bar Absolutdruck).
Solange der Fehler vorliegt, wird das Motordrehmoment um 30% reduziert.
Maßnahme
Gespeicherte Fehlercodes löschen. Motor starten und auf maximale
Drehzahl bringen.
Wird der Fehlercode erneut gesetzt, ist das Steuergerät zu erneuern.
Fehlercode D004
Fehler
Das Steuergerät verläßt sich nicht auf das Signal des
Kraftstoffversorgungsdruck- Sensors, obwohl dieses innerhalb des
zulässigen Bereichs liegt.
Ursache
Der Kraftstoffversorgungsdruck ist verglichen mit dem normalen Druck bei
verschiedenen Betriebsbedingungen zu hoch.
Anmerkungen
Liegt die Spannung außerhalb des zulässigen Bereichs, verwendet das
Steuergerät einen vorprogrammierten Wert (21,4 bar Absolutdruck).
Solange der Fehler vorliegt, wird das Motordrehmoment um 30% reduziert.
Maßnahme
Überströmventil prüfen.
Signal vom Kraftstoffversorgungsdruck-Sensor prüfen.
Sensor und Verkabelung sichtprüfen. Stecker reinigen.
Dann Fehlercodespeicher löschen und prüfen, ob der Fehlercode wieder
erzeugt wird.
Fehlercode D005
Fehler
Das Steuergerät verläßt sich nicht auf das Signal des
Kraftstoffversorgungsdruck- Sensors, obwohl dieses innerhalb des
zulässigen Bereichs liegt.
Ursache
Der Kraftstoffversorgungsdruck ist verglichen mit dem normalen Druck bei
verschiedenen Betriebsbedingungen zu niedrig.
Anmerkungen
Liegt die Spannung außerhalb des zulässigen Bereichs, verwendet das
Steuergerät einen vorprogrammierten Wert (21,4 bar Absolutdruck).
Solange der Fehler vorliegt, wird das Motordrehmoment um 30% reduziert.
Maßnahme
Signal des Kraftstoffversorgungsdruck-Sensors prüfen.
Sensor und Verkabelung sichtprüfen. Stecker reinigen.
Dann Fehlercodespeicher löschen und prüfen, ob der Fehlercode wieder
erzeugt wird.
Der Fehler kann folgende Ursachen haben:
Eines der beiden Überströmventile öffnet zu früh.
Das Kraftstoff-Abschaltventil ist geschlossen. Der Kraftstoffilter ist
verstopft.
Luft im Kraftstoff oder kein Kraftstoff. Defekte Versorgungspumpe.
Starke Undichtigkeit im Kraftstoffsystem.
Fehlercode D100
Fehler
Die Spannung lag über 4,79 V (höher als 20,3 bar Absolutdruck), d. h.
über der Obergrenze für den Kraftstoffdruck an der vorderen
Zylinderreihe (Zylinder 1-3).
Ursache
Die Spannung zwischen Pin 3 und 2 des Steckers A1 ist zu hoch oder es
liegt ein Fehler in der Spannungsversorgung der Sensorgruppe 2 (Pin 8
des Steckers B2 oder Pin 1 des Steckers A1) vor.
Anmerkungen
Liegt die Spannung außerhalb des zulässigen Bereichs, verwendet das
Steuergerät einen vorprogrammierten Wert (0,448 bar Absolutdruck).
Ist der Wert vom Kraftstoffdruck-Sensor für die hintere Zylinderreihe
(Zylinder 4-6) ebenfalls inkorrekt, liegt in der Regel ein Fehler in der
gemeinsamen Spannungsversorgung der Sensoren vor.
Solange der Fehler vorliegt, wird das Motordrehmoment um 30% reduziert.
Maßnahme
Signal vom Kraftstoffdruck-Sensor prüfen. Sensor und Verkabelung
sichtprüfen.
Stecker reinigen.
Dann Fehlercodespeicher löschen und prüfen, ob der Fehlercode wieder
erzeugt wird.
Fehlercode D101
Fehler
Die Spannung lag unter 0,147 V (unter -1,2 bar Absolutdruck), d. h.
unter der Untergrenze für den Kraftstoffdruck an der vorderen
Zylinderreihe (Zylinder 1-3).
Ursache
Die Spannung zwischen Pin 3 und 2 des Steckers A1 ist zu niedrig oder es
liegt ein Fehler in der Spannungsversorgung der Sensorgruppe 2 (Pin 8
des Steckers B2 oder Pin 1 des Steckers A1) vor.
Anmerkungen
Liegt die Spannung außerhalb des zulässigen Bereichs, verwendet das
Steuergerät einen vorprogrammierten Wert (0,448 bar Absolutdruck).
Ist der Wert vom Kraftstoffdruck-Sensor für die hintere Zylinderreihe
(Zylinder 4-6) ebenfalls inkorrekt, liegt in der Regel ein Fehler in der
gemeinsamen Spannungsversorgung der Sensoren vor.
Solange der Fehler vorliegt, wird das Motordrehmoment um 30% reduziert.
Maßnahme
Signal vom Kraftstoffdruck-Sensor prüfen. Sensor und Verkabelung
sichtprüfen.
Stecker reinigen.
Dann Fehlercodespeicher löschen und prüfen, ob der Fehlercode wieder
erzeugt wird.
Fehlercode D102
Fehler
Interner Fehler im Steuergerät.
Ursache
Das Steuergerät konnte das Signal vom Kraftstoffdruck-Sensor an der
vorderen Zylinderreihe (Zylinder 1-3) nicht verarbeiten (umwandeln).
Anmerkungen
Bei Auftreten dieses Fehlers verwendet das Steuergerät einen
vorprogrammierten Wert (0,448 bar Absolutdruck).
Solange der Fehler vorliegt, wird das Motordrehmoment um 30% reduziert.
Maßnahme
Gespeicherte Fehlercodes löschen. Motor starten und auf maximale
Drehzahl bringen.
Wird der Fehlercode erneut gesetzt, ist das Steuergerät zu erneuern.
Fehlercode D103
Fehler
Der Kraftstoffdruck an einem oder zwei Zylindern in der vorderen
Zylinderreihe (Zylinder 1-3) ist zu hoch.
Ursache
Das Steuergerät hat festgestellt, daß der Kraftstoffdruck vom
Magentventil an die Einspritzdüse aufgrund einer Verstopfung der
Kraftstoffleitung zur Einspritzdüse nicht wie erwartet abfällt.
Der Fehlercode kann gesetzt werden, wenn das Fahrzeug einige Zeit nicht
gefahren wurde (besonders bei kalter Witterung) und Luft in das System
eingedrungen ist. Der Fehlercode wird entweder beim Starten des Motors
oder innerhalb von zwei Minuten nach dem Starten des Motors gesetzt.
Anmerkungen
Da einer oder zwei Zylinder nicht mit Kraftstoff versorgt werden, läuft
der Motor unrund.
Maßnahme
Kraftstoffsystem entlüften und Motor auf Betriebstemperatur bringen.
Läuft der Motor unrund, obwohl das Kraftstoffsystem entlüftet und der
Motor anschließend auf Betriebstemperatur gebracht wurde, wie folgt
vorgehen:
Einspritzdüsen der vorderen Zylinderreihe (Zylinder 1-3) erneuern.
Kraftstoffverteilerrohr reinigen (Kanäle für Spritzbeginnregelung und
Kraftstoff mit Druckluft reinigen).
Kanäle für Kraftstoff in den Zylinderköpfen der vorderen Zylinderreihe
(Zylinder 1-3) reinigen.
Sind Fremdkörper im Kraftstoffsystem die Fehlerursache, Kraftstofffilter
prüfen und ggf.
erneuern.
Fehlercode D104
Fehler
Der Kraftstoffdruck an allen Zylindern in der vorderen Zylinderreihe
(Zylinder 1-3) ist zu hoch.
Ursache
Das Einspritzmengen-Magnetventil kann im geöffneten Zustand klemmen.
Das Signal des Kraftstoffdruck-Sensors ist verglichen mit dem in
Anbetracht der aktuellen Motorlast vom Steuergerät erwarteten Wert zu
hoch.
Anmerkungen
Die Motordrehzahl wird durch das Kraftstoff- Abschaltventil auf einen
Wert zwischen 500/min und 550/min begrenzt. Der Motor läuft sehr unrund.
Maßnahme
Verkabelung prüfen und Stecker an Magnetventil und
Kraftstoffdruck-Sensor der vorderen Zylinderreihe (Zylinder 1-3)
reinigen.
Gespeicherte Fehlercodes löschen. Motor starten und auf maximale
Drehzahl bringen.
Wird der Fehlercode weiterhin gesetzt, zunächst das
Einspritzmengen-Magnetventil und ggf. den Kraftstoffdruck-Sensor
erneuern.
Fehlercode D105
Fehler
Der Kraftstoffdruck an allen Zylindern in der vorderen Zylinderreihe
(Zylinder 1-3) ist zu niedrig.
Ursache
Der Fehlercode kann folgende Ursachen haben:
Starke Undichtigkeit hinter dem Einspritzmengen-Magnetventil.
Verstopfung des Einspritzmengen- Magnetventils.
Verstopfung der Kraftstoffleitung zwischen Magnetventil und
Kraftstoffdruck-Sensor.
Das Einspritzmengen-Magnetventil ist ständig geschlossen.
Das Signal des Kraftstoffdruck-Sensors ist verglichen mit dem in
Anbetracht der aktuellen Motorlast vom Steuergerät erwarteten Wert zu
niedrig.
Anmerkungen
Mögliche Fehlersymptome sind: Rauchentwicklung, unrunder Motorlauf und
schlechte Motorleistung.
Maßnahme
Verkabelung prüfen und Stecker an Magnetventil und
Kraftstoffdruck-Sensor der vorderen Zylinderreihe (Zylinder 1-3)
reinigen.
Gespeicherte Fehlercodes löschen. Motor starten und auf maximale
Drehzahl bringen.
Wird der Fehlercode erneut gesetzt, Kraftstoffleitung prüfen,
Einspritzmengen- Magnetventil, Kraftstoffdruck-Sensor oder Ansaugkrümmer
erneuern.
Fehlercode D200
Fehler
Die Spannung lag über 4,79 V (höher als 20,3 bar Absolutdruck), d. h.
über der Obergrenze für den Kraftstoffdruck an der hinteren
Zylinderreihe (Zylinder 4-6).
Ursache
Die Spannung zwischen Pin 6 und 7 des Steckers A1 ist zu hoch oder es
liegt ein Fehler in der Spannungsversorgung der Sensorgruppe 2 (Pin 8
des Steckers B2 oder Pin 1 des Steckers A1) vor.
Anmerkungen
Liegt die Spannung außerhalb des zulässigen Bereichs, verwendet das
Steuergerät einen vorprogrammierten Wert (0,448 bar Absolutdruck).
Ist der Wert vom Kraftstoffdruck-Sensor für die vordere Zylinderreihe
(Zylinder 1-3) ebenfalls inkorrekt, liegt in der Regel ein Fehler in der
gemeinsamen Spannungsversorgung der Sensoren vor.
Solange der Fehler vorliegt, wird das Motordrehmoment um 30% reduziert.
Maßnahme
Signal vom Kraftstoffdruck-Sensor prüfen. Sensor und Verkabelung
sichtprüfen.
Stecker reinigen.
Dann Fehlercodespeicher löschen und prüfen, ob der Fehlercode wieder
erzeugt wird.
Fehlercode D201
Fehler
Die Spannung lag unter 0,147 V (unter -1,2 bar Absolutdruck), d. h.
unter der Untergrenze für den Kraftstoffdruck an der hinteren
Zylinderreihe (Zylinder 4-6).
Ursache
Die Spannung zwischen Pin 6 und 7 des Steckers A1 ist zu niedrig oder es
liegt ein Fehler in der Spannungsversorgung der Sensorgruppe 2 (Pin 8
des Steckers B2 oder Pin 1 des Steckers A1) vor.
Anmerkungen
Liegt die Spannung außerhalb des zulässigen Bereichs, verwendet das
Steuergerät einen vorprogrammierten Wert (0,448 bar Absolutdruck).
Ist der Wert vom Kraftstoffdruck-Sensor für die vordere Zylinderreihe
(Zylinder 1-3) ebenfalls inkorrekt, liegt in der Regel ein Fehler in der
gemeinsamen Spannungsversorgung der Sensoren vor.
Solange der Fehler vorliegt, wird das Motordrehmoment um 30% reduziert.
Maßnahme
Signal vom Kraftstoffdruck-Sensor prüfen. Sensor und Verkabelung
sichtprüfen.
Stecker reinigen.
Dann Fehlercodespeicher löschen und prüfen, ob der Fehlercode wieder
erzeugt wird.
Fehlercode D202
Fehler
Interner Fehler im Steuergerät.
Ursache
Das Steuergerät konnte das Signal vom Kraftstoffdruck-Sensor an der
hinteren Zylinderreihe (Zylinder 4-6) nicht verarbeiten (umwandeln).
Anmerkungen
Bei Auftreten dieses Fehlers verwendet das Steuergerät einen
vorprogrammierten Wert (0,448 bar Absolutdruck).
Solange der Fehler vorliegt, wird das Motordrehmoment um 30% reduziert.
Maßnahme
Gespeicherte Fehlercodes löschen. Motor starten und auf maximale
Drehzahl bringen.
Wird der Fehlercode erneut gesetzt, ist das Steuergerät zu erneuern.
Fehlercode D203
Fehler
Der Kraftstoffdruck an einem oder zwei Zylindern in der hinteren
Zylinderreihe (Zylinder 4-6) ist zu hoch.
Ursache
Der Druckimpuls des Magnetventils an die Einspritzdüse ist zu lang, da
die Kraftstoffversorgung der Einspritzdüse beeinträchtigt ist.
Der Fehlercode kann gesetzt werden, wenn das Fahrzeug einige Zeit nicht
gefahren wurde (besonders bei kalter Witterung) und Luft in das System
eingedrungen ist. Der Fehlercode wird entweder beim Starten des Motors
oder innerhalb von zwei Minuten nach dem Starten des Motors gesetzt.
Anmerkungen
Da einer oder zwei Zylinder nicht mit Kraftstoff versorgt werden, läuft
der Motor unrund.
Maßnahme
Kraftstoffsystem entlüften und Motor auf Betriebstemperatur bringen.
Läuft der Motor unrund, obwohl das Kraftstoffsystem entlüftet und der
Motor anschließend auf Betriebstemperatur gebracht wurde, wie folgt
vorgehen:
Einspritzdüsen der hinteren Zylinderreihe (Zylinder 4-6) erneuern.
Kraftstoffverteilerrohr reinigen (Kanäle für Spritzbeginnregelung und
Kraftstoff mit Druckluft reinigen).
Kanäle für Kraftstoff in den Zylinderköpfen der hinteren Zylinderreihe
(Zylinder 4-6) reinigen.
Sind Fremdkörper im Kraftstoffsystem die Fehlerursache, Kraftstofffilter
prüfen und ggf. erneuern.
Fehlercode D204
Fehler
Der Kraftstoffdruck an allen Zylindern in der hinteren Zylinderreihe
(Zylinder 4-6) ist zu hoch.
Ursache
Das Einspritzmengen-Magnetventil kann im geöffneten Zustand klemmen.
Das Signal des Kraftstoffdruck-Sensors ist verglichen mit dem in
Anbetracht der aktuellen Motorlast vom Steuergerät erwarteten Wert zu
hoch.
Anmerkungen
Die Motordrehzahl wird durch das Kraftstoff- Abschaltventil auf einen
Wert zwischen 500/min und 550/min begrenzt. Der Motor läuft sehr unrund.
Maßnahme
Verkabelung prüfen und Stecker an Magnetventil und
Kraftstoffdruck-Sensor der vorderen Zylinderreihe (Zylinder 4-6)
reinigen.
Gespeicherte Fehlercodes löschen. Motor starten und auf maximale
Drehzahl bringen.
Wird der Fehlercode weiterhin gesetzt, zunächst das
Einspritzmengen-Magnetventil und ggf. den Kraftstoffdruck-Sensor
erneuern.
Fehlercode D205
Fehler
Der Kraftstoffdruck an allen Zylindern in der hinteren Zylinderreihe
(Zylinder 4-6) ist zu niedrig.
Ursache
Der Fehlercode kann folgende Ursachen haben:
Starke Undichtigkeit hinter dem Einspritzmengen-Magnetventil.
Verstopfung des Einspritzmengen- Magnetventils.
Verstopfung der Kraftstoffleitung zwischen Magnetventil und
Kraftstoffdruck-Sensor.
Das Einspritzmengen-Magnetventil ist ständig geschlossen.
Das Signal des Kraftstoffdruck-Sensors ist verglichen mit dem in
Anbetracht der aktuellen Motorlast vom Steuergerät erwarteten Wert zu
niedrig.
Anmerkungen
Mögliche Fehlersymptome sind: Rauchentwicklung, unrunder Motorlauf und
schlechte Motorleistung.
Maßnahme
Verkabelung prüfen und Stecker an Magnetventil und
Kraftstoffdruck-Sensor der hinteren Zylinderreihe (Zylinder 4-6)
reinigen.
Gespeicherte Fehlercodes löschen. Motor starten und auf maximale
Drehzahl bringen.
Wird der Fehlercode erneut gesetzt, Kraftstoffleitung prüfen,
Einspritzmengen- Magnetventil, Kraftstoffdruck-Sensor oder Ansaugkrümmer
erneuern.
Fehlercode D300
Fehler
Das Einspritzmengen-Magnetventil der vorderen Zylinderreihe (Zylinder
1-3) ist defekt.
Ursache
Kurzschluß an +24 V, alternativ zwischen Pin 1 und 2 an Stecker B2.
Anmerkungen
Der Motor läuft sehr unrund.
Maßnahme
Verkabelung prüfen und Stecker reinigen.
Gespeicherte Fehlercodes löschen. Motor starten und auf maximale
Drehzahl bringen.
Besteht der Fehler weiterhin, Einspritzmengen- Magnetventil erneuern.
Fehlercode D301
Fehler
Das Einspritzmengen-Magnetventil der vorderen Zylinderreihe (Zylinder
1-3) ist defekt.
Ursache
Kurzschluß an Masse an Pin 1 und 2 des Steckers B2.
Anmerkungen
Der Motor läuft sehr unrund.
Maßnahme
Verkabelung prüfen und Stecker reinigen.
Gespeicherte Fehlercodes löschen. Motor starten und auf maximale
Drehzahl bringen.
Besteht der Fehler weiterhin, Einspritzmengen- Magnetventil erneuern.
Fehlercode D302
Fehler
Das Einspritzmengen-Magnetventil der vorderen Zylinderreihe (Zylinder
1-3) ist defekt.
Ursache
Unterbrechung an Pin 1 und 2 des Steckers B2.
Anmerkungen
Der Motor läuft nur auf drei Zylindern.
Maßnahme
Verkabelung prüfen und Stecker reinigen.
Gespeicherte Fehlercodes löschen. Motor starten und auf maximale
Drehzahl bringen.
Besteht der Fehler weiterhin, Einspritzmengen- Magnetventil erneuern.
Fehlercode D303
Fehler
Das Einspritzmengen-Magnetventil der vorderen Zylinderreihe (Zylinder
1-3) ist defekt.
Ursache
Die Überwachung von Pin 1 und 2 des Steckers B2 ergibt verglichen mit
anderen Magnetventilen implausible Werte.
Anmerkungen
Der Motor läuft sehr unrund.
Maßnahme
Verkabelung prüfen und Stecker A1 und B2 sowie den Magnetventilstecker
reinigen.
Gespeicherte Fehlercodes löschen. Motor starten und auf maximale
Drehzahl bringen.
Wird der Fehlercode weiterhin gesetzt, zunächst das Steuergerät und ggf.
das Einspritzmengen-Magnetventil erneuern.
Fehlercode D304
Fehler
Das Einspritzmengen-Magnetventil der vorderen Zylinderreihe (Zylinder
1-3) ist defekt.
Ursache
Die Überwachung von Pin 1 und 2 des Steckers B2 ergibt, daß die Spannung
zu niedrig ist, um das Magnetventil anzusteuern.
Anmerkungen
Der Motor läuft unrund.
Das Motordrehmoment wird um ca. 30% reduziert.
Maßnahme
Wurde gleichzeitig Fehlercode 3201 gesetzt, ist die Batteriespannung zu
niedrig. Diesen Fehler zuerst beheben.
Verkabelung prüfen und Stecker A1 und B2 sowie den Magnetventilstecker
reinigen.
Gespeicherte Fehlercodes löschen. Motor starten und auf maximale
Drehzahl bringen.
Wird der Fehlercode weiterhin gesetzt, zunächst das
Einspritzmengen-Magnetventil und ggf. das Steuergerät erneuern.
Fehlercode D400
Fehler
Das Einspritzmengen-Magnetventil der hinteren Zylinderreihe (Zylinder
4-6) ist defekt.
Ursache
Kurzschluß an +24 V, alternativ zwischen Pin 4 und 5 an Stecker A1.
Anmerkungen
Der Motor läuft sehr unrund.
Maßnahme
Verkabelung prüfen und Stecker reinigen.
Gespeicherte Fehlercodes löschen. Motor starten und auf maximale
Drehzahl bringen.
Besteht der Fehler weiterhin, Einspritzmengen- Magnetventil erneuern.
Fehlercode D401
Fehler
Das Einspritzmengen-Magnetventil der hinteren Zylinderreihe (Zylinder
4-6) ist defekt.
Ursache
Kurzschluß an Masse an Pin 4 und 5 des Steckers A1.
Anmerkungen
Der Motor läuft sehr unrund.
Maßnahme
Verkabelung prüfen und Stecker reinigen.
Gespeicherte Fehlercodes löschen. Motor starten und auf maximale
Drehzahl bringen.
Besteht der Fehler weiterhin, Einspritzmengen- Magnetventil erneuern.
Fehlercode D402
Fehler
Das Einspritzmengen-Magnetventil der hinteren Zylinderreihe (Zylinder
4-6) ist defekt.
Ursache
Unterbrechung an Pin 4 und 5 des Steckers A1.
Anmerkungen
Der Motor läuft nur auf drei Zylindern.
Maßnahme
Verkabelung prüfen und Stecker reinigen.
Gespeicherte Fehlercodes löschen. Motor starten und auf maximale
Drehzahl bringen.
Besteht der Fehler weiterhin, Einspritzmengen- Magnetventil erneuern.
Fehlercode D403
Fehler
Das Einspritzmengen-Magnetventil der hinteren Zylinderreihe (Zylinder
4-6) ist defekt.
Ursache
Die Überwachung von Pin 4 und 5 des Steckers A1 ergibt verglichen mit
anderen Magnetventilen implausible Werte.
Anmerkungen
Der Motor läuft sehr unrund.
Maßnahme
Verkabelung prüfen und Stecker A1 und B2 sowie den Magnetventilstecker
reinigen.
Gespeicherte Fehlercodes löschen. Motor starten und auf maximale
Drehzahl bringen.
Wird der Fehlercode weiterhin gesetzt, zunächst das Steuergerät und ggf.
das Einspritzmengen-Magnetventil erneuern.
Fehlercode D404
Fehler
Das Einspritzmengen-Magnetventil der hinteren Zylinderreihe (Zylinder
4-6) ist defekt.
Ursache
Die Überwachung von Pin 4 und 5 des Steckers A1 ergibt, daß die Spannung
zu niedrig ist, um das Magnetventil anzusteuern.
Anmerkungen
Der Motor läuft unrund.
Das Motordrehmoment wird um ca. 30% reduziert.
Maßnahme
Wurde gleichzeitig Fehlercode 3201 gesetzt, ist die Batteriespannung zu
niedrig. Diesen Fehler zuerst beheben.
Verkabelung prüfen und Stecker A1 und B2 sowie den Magnetventilstecker
reinigen.
Gespeicherte Fehlercodes löschen. Motor starten und auf maximale
Drehzahl bringen.
Wird der Fehlercode weiterhin gesetzt, zunächst das
Einspritzmengen-Magnetventil und ggf. das Steuergerät erneuern.
Fehlercode D500
Fehler
Das Förderbeginn-Magnetventil der vorderen Zylinderreihe (Zylinder 1-3)
ist defekt.
Ursache
Kurzschluß an +24 V, alternativ zwischen Pin 6 und 7 an Stecker B2.
Anmerkungen
Der Motor läuft sehr unrund und die gesamte vordere Zylinderreihe
(Zylinder 1-3) wird in der Regel abgeschaltet.
Maßnahme
Verkabelung prüfen und Stecker reinigen.
Gespeicherte Fehlercodes löschen. Motor starten und auf maximale
Drehzahl bringen.
Besteht der Fehler weiterhin, Förderbeginn- Magnetventil erneuern.
Fehlercode D501
Fehler
Das Förderbeginn-Magnetventil der vorderen Zylinderreihe (Zylinder 1-3)
ist defekt.
Ursache
Kurzschluß an Masse an Pin 6 und 7 des Steckers B2.
Anmerkungen
Der Motor läuft sehr unrund und die gesamte vordere Zylinderreihe
(Zylinder 1-3) wird in der Regel abgeschaltet.
Maßnahme
Verkabelung prüfen und Stecker reinigen.
Gespeicherte Fehlercodes löschen. Motor starten und auf maximale
Drehzahl bringen.
Besteht der Fehler weiterhin, Förderbeginn- Magnetventil erneuern.
Fehlercode D502
Fehler
Das Förderbeginn-Magnetventil der vorderen Zylinderreihe (Zylinder 1-3)
ist defekt.
Ursache
Unterbrechung an Pin 6 und 7 des Steckers B2.
Anmerkungen
Der Motor läuft nur auf drei Zylindern.
Maßnahme
Verkabelung prüfen und Stecker reinigen.
Gespeicherte Fehlercodes löschen. Motor starten und auf maximale
Drehzahl bringen.
Besteht der Fehler weiterhin, Förderbeginn- Magnetventil erneuern.
Fehlercode D503
Fehler
Das Förderbeginn-Magnetventil der vorderen Zylinderreihe (Zylinder 1-3)
ist defekt.
Ursache
Die Überwachung von Pin 6 und 7 des Steckers B2 ergibt verglichen mit
anderen Magnetventilen implausible Werte.
Anmerkungen
Der Motor läuft sehr unrund und die gesamte vordere Zylinderreihe
(Zylinder 1-3) wird in der Regel abgeschaltet.
Maßnahme
Verkabelung prüfen und Stecker A1 und B2 sowie den Magnetventilstecker
reinigen.
Gespeicherte Fehlercodes löschen. Motor starten und auf maximale
Drehzahl bringen.
Wird der Fehlercode weiterhin gesetzt, zunächst das Steuergerät und ggf.
das Förderbeginn-Magnetventil erneuern.
Fehlercode D504
Fehler
Das Förderbeginn-Magnetventil der vorderen Zylinderreihe (Zylinder 1-3)
ist defekt.
Ursache
Die Überwachung von Pin 6 und 7 des Steckers B2 ergibt, daß die Spannung
zu niedrig ist, um das Magnetventil anzusteuern.
Anmerkungen
Der Motor läuft unrund.
Das Motordrehmoment wird um ca. 30% reduziert.
Maßnahme
Wurde gleichzeitig Fehlercode 3201 gesetzt, ist die Batteriespannung zu
niedrig. Diesen Fehler zuerst beheben.
Verkabelung prüfen und Stecker A1 und B2 sowie den Magnetventilstecker
reinigen.
Gespeicherte Fehlercodes löschen. Motor starten und auf maximale
Drehzahl bringen.
Wird der Fehlercode weiterhin gesetzt, zunächst das
Förderbeginn-Magnetventil und ggf. das Steuergerät erneuern.
Fehlercode D600
Fehler
Das Förderbeginn-Magnetventil der hinteren Zylinderreihe (Zylinder 4-6)
ist defekt.
Ursache
Kurzschluß an +24 V, alternativ zwischen Pin 9 und 10 an Stecker A1.
Anmerkungen
Der Motor läuft sehr unrund und die gesamte hintere Zylinderreihe
(Zylinder 4-6) wird in der Regel abgeschaltet.
Maßnahme
Verkabelung prüfen und Stecker reinigen.
Gespeicherte Fehlercodes löschen. Motor starten und auf maximale
Drehzahl bringen.
Besteht der Fehler weiterhin, Förderbeginn- Magnetventil erneuern.
Fehlercode D601
Fehler
Das Förderbeginn-Magnetventil der hinteren Zylinderreihe (Zylinder 4-6)
ist defekt.
Ursache
Kurzschluß an Masse an Pin 9 und 10 des Steckers A1.
Anmerkungen
Der Motor läuft sehr unrund und die gesamte hintere Zylinderreihe
(Zylinder 4-6) wird in der Regel abgeschaltet.
Maßnahme
Verkabelung prüfen und Stecker reinigen.
Gespeicherte Fehlercodes löschen. Motor starten und auf maximale
Drehzahl bringen.
Besteht der Fehler weiterhin, Förderbeginn- Magnetventil erneuern.
Fehlercode D602
Fehler
Das Förderbeginn-Magnetventil der hinteren Zylinderreihe (Zylinder 4-6)
ist defekt.
Ursache
Unterbrechung an Pin 9 und 10 des Steckers A1.
Anmerkungen
Der Motor läuft nur auf drei Zylindern.
Maßnahme
Verkabelung prüfen und Stecker reinigen.
Gespeicherte Fehlercodes löschen. Motor starten und auf maximale
Drehzahl bringen.
Besteht der Fehler weiterhin, Förderbeginn- Magnetventil erneuern.
Fehlercode D603
Fehler
Das Förderbeginn-Magnetventil der hinteren Zylinderreihe (Zylinder 4-6)
ist defekt.
Ursache
Die Überwachung von Pin 9 und 10 des Steckers A1 ergibt verglichen mit
anderen Magnetventilen implausible Werte.
Anmerkungen
Der Motor läuft sehr unrund und die gesamte hintere Zylinderreihe
(Zylinder 4-6) wird in der Regel abgeschaltet.
Maßnahme
Verkabelung prüfen und Stecker A1 und B2 sowie den Magnetventilstecker
reinigen.
Gespeicherte Fehlercodes löschen. Motor starten und auf maximale
Drehzahl bringen.
Wird der Fehlercode weiterhin gesetzt, zunächst das Steuergerät und ggf.
das Förderbeginn-Magnetventil erneuern.
Fehlercode D604
Fehler
Das Förderbeginn-Magnetventil der hinteren Zylinderreihe (Zylinder 4-6)
ist defekt.
Ursache
Die Überwachung von Pin 9 und 10 des Steckers A1 ergibt, daß die
Spannung zu niedrig ist, um das Magnetventil anzusteuern.
Anmerkungen
Der Motor läuft sehr unrund.
Das Motordrehmoment wird um ca. 30% reduziert.
Maßnahme
Wurde gleichzeitig Fehlercode 3201 gesetzt, ist die Batteriespannung zu
niedrig. Diesen Fehler zuerst beheben.
Verkabelung prüfen und Stecker A1 und B2 sowie den Magnetventilstecker
reinigen.
Gespeicherte Fehlercodes löschen. Motor starten und auf maximale
Drehzahl bringen.
Wird der Fehlercode weiterhin gesetzt, zunächst das
Förderbeginn-Magnetventil und ggf. das Steuergerät erneuern.
Fehlercode D700
Fehler
Unterbrechung im Kraftstoff-Abschaltventil.
Ursache
Das Steuergerät sendet hochfrequente Impulse an das
Kraftstoff-Abschaltventil und hat eine ständig zu hohe Frequenz
festgestellt.
Ursache hierfür kann eine Unterbrechung in den Kabeln zum
Kraftstoff-Abschaltventil oder eine Unterbrechung im Kraftstoff-
Abschaltventil sein.
Alternativ von Pin 4 im Stecker B2 ein Kurzschluß nach +24 V vorliegen.
Anmerkungen
Liegt eine Unterbrechung in den Kabeln zum Kraftstoff-Abschaltventil
oder im Kraftstoff- Abschaltventil vor, wird die Kraftstoffzufuhr
unterbrochen und der Motor stirbt ab.
Liegt an Pin 4 des Steckers B2 ein Kurzschluß an +24 V vor, ist das
Magnetventil ständig geöffnet.
Maßnahme
Verkabelung und Kraftstoff-Abschaltventil prüfen.
Fehlercode D701
Fehler
Kurzschluß im Kraftstoff-Abschaltventil.
Ursache
Das Steuergerät hat erfolglos versucht, die Spannung am
Kraftstoff-Abschaltventil zu regeln. Ursache hierfür kann ein Kurzschluß
im Kraftstoff-Abschaltventil oder ein Kurzschluß an Masse an Pin 4 des
Steckers B2 sein.
Anmerkungen
Das Kraftstoff-Abschaltventil schließt und der Motor stirbt ab.
Maßnahme
Verkabelung und Kraftstoff-Abschaltventil prüfen.
Fehlercode D706
Fehler
Das Kraftstoff-Abschaltventil ist ständig geöffnet.
Ursache
Der Versorgungsdruck nimmt bei Abschalten des Motors über das
Kraftstoff-Abschaltventil nicht schnell genug ab.
Anmerkungen
Wird der Motor mit Hilfe des Zündschlüssels abgeschaltet, versuchen das
Einspritzmengen- Magnetventil und das Förderbeginn- Magnetventil
weiterhin, den Motor drehen zu lassen, während das
Kraftstoff-Abschaltventil das Signal gibt, den Motor abzuschalten.
Geschieht dies nicht (d. h. der Versorgungsdruck sinkt nur
unwesentlich), wird ein Fehlercode gesetzt und das
Einspritzmengen-Magnetventil und das Förderbeginn-Magnetventil schalten
den Motor ab.
Der beim Abschalten des Motors gesetzte Fehlercode wird erst bei
korrektem Abschalten des Motors gelöscht.
Das Motordrehmoment wird um 30% reduziert.
Maßnahme
Prüfen, ob Fehlercode D700 oder D701 gesetzt wurde. Wurde Fehlercode
D700 oder D701 gesetzt, liegt wahrscheinlich ein Fehler in der Elektrik
vor, der zuerst behoben werden muß.
Wurde weder Fehlercode D700 noch Fehlercode D701 gesetzt, zuerst das
Kraftstoff- Abschaltventil und ggf. den
Kraftstoffversorgungsdruck-Sensor erneuern.
Motor aus- und einschalten, Zündspannung mit Zündschlüssel einschalten
und Fehlercode löschen. Motor erneut aus- und einschalten und
sicherstellen, daß der Fehlercode gelöscht wurde.
Fehlercode D800
Fehler
Interner Fehler im Steuergerät.
Ursache
Fehler in der Treiberstufe zum Einspritzmengen-Magnetventil der vorderen
Zylinderreihe (Zylinder 1-3).
Anmerkungen
Der Motor läuft unrund.
Maßnahme
Gespeicherte Fehlercodes löschen. Motor starten und auf maximale
Drehzahl bringen.
Prüfen, ob der Fehlercode erneut gesetzt wurde. Wurde der Fehlercode
erneut gesetzt, ist das Steuergerät zu erneuern.
Fehlercode D801
Fehler
Interner Fehler im Steuergerät.
Ursache
Fehler in der Treiberstufe zum Einspritzmengen-Magnetventil der hinteren
Zylinderreihe (Zylinder 4-6).
Anmerkungen
Der Motor läuft unrund.
Maßnahme
Gespeicherte Fehlercodes löschen. Motor starten und auf maximale
Drehzahl bringen.
Prüfen, ob der Fehlercode erneut gesetzt wurde. Wurde der Fehlercode
erneut gesetzt, ist das Steuergerät zu erneuern.
Fehlercode D802
Fehler
Interner Fehler im Steuergerät.
Ursache
Fehler in der Treiberstufe zum Förderbeginn- Magnetventil der vorderen
Zylinderreihe (Zylinder 1-3).
Anmerkungen
Zylinder 1-3 werden abgeschaltet.
Maßnahme
Gespeicherte Fehlercodes löschen. Motor starten und auf maximale
Drehzahl bringen.
Prüfen, ob der Fehlercode erneut gesetzt wurde. Wurde der Fehlercode
erneut gesetzt, ist das Steuergerät zu erneuern.
Fehlercode D803
Fehler
Interner Fehler im Steuergerät.
Ursache
Fehler in der Treiberstufe zum Förderbeginn- Magnetventil der hinteren
Zylinderreihe (Zylinder 4-6).
Anmerkungen
Zylinder 4-6 werden abgeschaltet.
Maßnahme
Gespeicherte Fehlercodes löschen. Motor starten und auf maximale
Drehzahl bringen.
Prüfen, ob der Fehlercode erneut gesetzt wurde. Wurde der Fehlercode
erneut gesetzt, ist das Steuergerät zu erneuern.
Fehlercode D804
Fehler
Interner Fehler im Steuergerät.
Ursache
Zu niedrige Spannung an mehreren Treiberstufen.
Anmerkungen
Der Motor läuft unrund. Das Motordrehmoment wird um 30% reduziert.
Maßnahme
Gespeicherte Fehlercodes löschen. Motor starten und auf maximale
Drehzahl bringen.
Prüfen, ob der Fehlercode erneut gesetzt wurde. Wurde der Fehlercode
erneut gesetzt, ist das Steuergerät zu erneuern.
Fehlercode D900
Fehler
Die Spannung lag über 4,90 V (unter -40 °C),
d. h. die Kraftstofftemperatur lag unter der Untergrenze.
Ursache
Die Spannung zwischen Pin 3 und Pin 10 des Steckers B2 ist zu hoch.
Anmerkungen
Liegt die Spannung außerhalb des zulässigen Bereichs, verwendet das
Steuergerät einen vorprogrammierten Temperaturwert (40 °C).
Maßnahme
Signal vom Kraftstofftemperatur-Sensor prüfen.
Widerstand des Kraftstofftemperatur-Sensors messen.
Kraftstofftemperatur-Sensor, Stecker und Verkabelung sichtprüfen.
Dann Fehlercodespeicher löschen und prüfen, ob der Fehlercode wieder
erzeugt wird.
Fehlercode D901
Fehler
Die Spannung lag unter 0,440 V (über 130 °C),
d. h. die Kraftstofftemperatur lag über der Obergrenze.
Ursache
Die Spannung zwischen Pin 3 und Pin 10 des Steckers B2 ist zu hoch.
Anmerkungen
Liegt die Spannung außerhalb des zulässigen Bereichs, verwendet das
Steuergerät einen vorprogrammierten Temperaturwert (40 °C).
Maßnahme
Signal vom Kraftstofftemperatur-Sensor prüfen.
Widerstand des Kraftstofftemperatur-Sensors messen.
Kraftstofftemperatur-Sensor, Stecker und Verkabelung sichtprüfen.
Dann Fehlercodespeicher löschen und prüfen, ob der Fehlercode wieder
erzeugt wird.
Fehlercode D902
Fehler
Interner Fehler im Steuergerät.
Ursache
Das Steuergerät konnte das Signal vom Kraftstofftemperatur-Sensor nicht
verarbeiten (umwandeln).
Anmerkungen
Liegt die Spannung außerhalb des zulässigen Bereichs, verwendet das
Steuergerät einen vorprogrammierten Temperaturwert (40 °C).
Maßnahme
Gespeicherte Fehlercodes löschen. Motor starten und auf maximale
Drehzahl bringen.
Wird der Fehlercode erneut gesetzt, ist das Steuergerät zu erneuern.
Fehlercode E000
Fehler
Interner Fehler im Steuergerät.
Ursache
Das Steuergerät steuert das Einspritzmengen- Magnetventil der vorderen
Zylinderreihe (Zylinder 1-3) inkorrekt an.
Anmerkungen
Solange der Fehler vorliegt, wird die Kraftstoffzufuhr abgeschaltet.
Daher kann der Fehler auch zum Setzen weiterer Fehlercodes führen.
Maßnahme
Fehlercode löschen und Fahrzeug ca. 10 Minuten probefahren. Prüfen, ob
der Fehlercode erneut gesetzt wurde.
Wurde der Fehlercode erneut gesetzt, ist das Steuergerät zu erneuern.
Fehlercode E001
Fehler
Interner Fehler im Steuergerät.
Ursache
Das Steuergerät steuert das Einspritzmengen- Magnetventil der hinteren
Zylinderreihe (Zylinder 4-6) inkorrekt an.
Anmerkungen
Solange der Fehler vorliegt, wird die Kraftstoffzufuhr abgeschaltet.
Daher kann der Fehler auch zum Setzen weiterer Fehlercodes führen.
Maßnahme
Fehlercode löschen und Fahrzeug ca. 10 Minuten probefahren. Prüfen, ob
der Fehlercode erneut gesetzt wurde.
Wurde der Fehlercode erneut gesetzt, ist das Steuergerät zu erneuern.
Fehlercode E003
Fehler
Interner Fehler im Steuergerät.
Ursache
Aufgrund eines steuergeräteinternen Fehlers mißt das Steuergerät die
Motordrehzahl von Drehzahl-Sensor 1 inkorrekt.
Anmerkungen
Solange der Fehler vorliegt, wird die Kraftstoffzufuhr abgeschaltet.
Daher kann der Fehler auch zum Setzen weiterer Fehlercodes führen.
Maßnahme
Fehlercode löschen und Fahrzeug ca. 10 Minuten probefahren. Prüfen, ob
der Fehlercode erneut gesetzt wurde.
Wurde der Fehlercode erneut gesetzt, ist das Steuergerät zu erneuern.
Fehlercode E004
Fehler
Interner Fehler im Steuergerät.
Ursache
Aufgrund eines steuergeräteinternen Fehlers mißt das Steuergerät die
Motordrehzahl von Drehzahl-Sensor 2 inkorrekt.
Anmerkungen
Solange der Fehler vorliegt, wird die Kraftstoffzufuhr abgeschaltet.
Daher kann der Fehler auch zum Setzen weiterer Fehlercodes führen.
Maßnahme
Fehlercode löschen und Fahrzeug ca. 10 Minuten probefahren. Prüfen, ob
der Fehlercode erneut gesetzt wurde.
Wurde der Fehlercode erneut gesetzt, ist das Steuergerät zu erneuern.
Fehlercode E005
Fehler
Interner Fehler im Steuergerät.
Ursache
Anmerkungen
Solange der Fehler vorliegt, wird die Kraftstoffzufuhr abgeschaltet.
Daher kann der Fehler auch zum Setzen weiterer Fehlercodes führen.
Maßnahme
Fehlercode löschen und Fahrzeug ca. 10 Minuten probefahren. Prüfen, ob
der Fehlercode erneut gesetzt wurde.
Wurde der Fehlercode erneut gesetzt, ist das Steuergerät zu erneuern.
Fehlercode E006
Fehler
Interner Fehler im Steuergerät.
Ursache
Anmerkungen
Solange der Fehler vorliegt, wird die Kraftstoffzufuhr abgeschaltet.
Daher kann der Fehler auch zum Setzen weiterer Fehlercodes führen.
Maßnahme
Fehlercode löschen und Fahrzeug ca. 10 Minuten probefahren. Prüfen, ob
der Fehlercode erneut gesetzt wurde.
Wurde der Fehlercode erneut gesetzt, ist das Steuergerät zu erneuern.
Fehlercode E200
Fehler
Bei einer Kühlmitteltemperatur über 104 °C wird der Fehlercode erzeugt.
Ursache
Die Kühlmitteltemperatur hat einen zu hohen Wert erreicht.
Anmerkungen
Bei einer Kühlmitteltemperatur über 104 °C wird das maximale
Motordrehmoment begrenzt, um ein Überhitzen des Motors zu vermeiden. Die
Motorleistung wird stufenweise verringert, bis zu einer maximalen
Reduzierung von 30% bei 106 °C.
Maßnahme
Korrekte Funktion des Kühlsystems sicherstellen.
Fehlercode E300
Fehler
Das Steuergeräteprogramm wurde unzulässig geändert.
Ursache
Das Steuergeräteprogramm wurde unzulässig geändert – z. B. durch
Verwendung eines nicht von Scania zugelassenen Programmiergeräts.
Anmerkungen
Der Fehler hat 0% Gasbetätigung und eine Drehzahlabsenkung auf
Leerlaufdrehzahl zur Folge.
Maßnahme
Steuergerät erneuern.
Fehlercode FFFD
Fehler
Signal vom Notschalter.
Ursache
Eine CAN-Meldung vom Koordinator weist auf eine Aktivierung des an den
Koordinator angeschlossenen Notstoppschalters hin.
Anmerkungen
Bei stehendem Fahrzeug wird der Motor abgeschaltet.
Wird das Fahrzeug gefahren, dreht der Motor im Leerlauf. Dies
gewährleistet die Funktion der Servolenkung usw.
Die Geschwindigkeitsregelung kann nicht eingesetzt werden.
Der Fehlercode wird bei jeder Betätigung des Notschalters erzeugt. Der
Fehler ist nach Rücksetzen des Notstoppschalters nicht mehr aktiv.
Maßnahme
Schalter, Stecker und Verkabelung prüfen.
Fehlercode FFFE
Fehler
Im Koordinator wurden Fehlercodes gesetzt.
Ursache
Im Koordinator wurden einer oder mehrere Fehlercodes gesetzt, die die
Motorfunktion beeinträchtigen.
Anmerkungen
Der Fehlercode wird gesetzt, wenn im Koordinator einer oder mehrere
Fehlercodes vorliegen, die die Motorfunktion beeinträchtigen.
Maßnahme
Bei aktivem Fehlercode die Fehlercodes im Koordinator prüfen.
Die folgende Funktionsprüfung des EDC- Systems muß nach jeder Reparatur
durchgeführt werden.
Fehlercodespeicher mit PC und SD2 löschen.
Motor starten. Die Leerlaufdrehzahl soll 500-700/min betragen. Die
Leerlaufdrehzahl wird automatisch auf 600/min angehoben, wenn die
Kühlmitteltemperatur weniger als 20 bis 60 °C beträgt (je nach
Motortyp).
Schalter der Geschwindigkeitsregelung auf ON stellen.
RES drücken. Die Motordrehzahl steigt auf die gespeicherte
handgeregelte Drehzahl (500-2000/min).
RET drücken. Die Drehzahl sinkt langsam.
ACC drücken. Die Drehzahl steigt langsam.
Schalter gegen den Federdruck leicht in Richtung OFF drücken. Die
Drehzahl kehrt auf Leerlaufdrehzahl zurück.
RES drücken. Die Motordrehzahl steigt auf die gespeicherte
handgeregelte Drehzahl.
Kupplungspedal leicht betätigen. Die Drehzahl kehrt auf
Leerlaufdrehzahl zurück.
RES drücken. Die Motordrehzahl steigt auf die gespeicherte
handgeregelte Drehzahl.
Bremspedal leicht betätigen. Die Drehzahl kehrt auf Leerlaufdrehzahl
zurück.
RES drücken. Die Motordrehzahl steigt auf die gespeicherte
handgeregelte Drehzahl.
Retarderhebel drücken. Die Drehzahl kehrt auf Leerlaufdrehzahl
zurück.
RES drücken. Die Motordrehzahl steigt auf die gespeicherte
handgeregelte Drehzahl.
Fußschalter der Motorbremse drücken. Die Drehzahl kehrt auf
Leerlaufdrehzahl zurück.
Niedrigen Gang einlegen und Kupplung langsam greifen lassen, ohne
dabei das Fahrpedal zu berühren. Einen Gang wählen, bei dem mit
Leerlaufdrehzahl eine Fahrgeschwindigkeit von 5 km/h erreicht wird.
Fahrgeschwindigkeit durch Drücken von ACC steigern. Bei 10 km/h wird
die Hand- Drehzahlregelung deaktiviert, der Motor kehrt auf
Leerlaufdrehzahl zurück. Wenn vor Erreichen der 10 km/h eine
Drehzahl von 2000/min überschritten wird, muß ein höherer Gang
gewählt werden.
Fahrpedal betätigen. Prüfen, ob der Motor auf das Fahrpedal reagiert
und die Drehzahl der Fahrpedalstellung entspricht.
Motor abschalten. Die EDC-Warnleuchte leuchtet für ca. 3 Sekunden
auf.
Blinkcodespeicher mit der Diagnosetaste im Fahrzeug auslesen. Wenn
keine Fehlercodes vorliegen, leuchtet die Leuchte 4 Sekunden lang
auf.
Leerlaufdrehzahl prüfen
Motor bis zum Erreichen der Betriebstemperatur warmfahren. Die
Leerlaufdrehzahl wird auf den eingestellten Wert abgesenkt.
Leerlaufdrehzahl prüfen. Grundsätzlich soll die Leerlaufdrehzahl so
niedrig sein, daß der Motor gerade noch rund läuft. Die
Leerlaufdrehzahl kann zwischen 500 und 700/min eingestellt werden.
In diesem Service-Handbuch wird die Fehlersuche nach Kraftstoffverlust
an Pumpe- Düse-Einheiten beschrieben.
Kraftstoffverlust an Pumpe-Düse-Einheiten kann Kraftstoffeintritt in den
Motor zur Folge haben, wodurch das Motoröl verdünnt wird. Dies kann zu
schweren Motorschäden führen.
Ölstand messen und prüfen, ob Motoröl nach Diesel riecht. Ist der
Ölstand zu hoch oder riecht das Motoröl nach Diesel, mit Schritt 2
fortfahren.
4 977
Motorölviskosität mit Viskositätsprüfer 1
2
588 493 prüfen.
WICHTIG! Die
Viskosität ist mit neuem Motoröl des gleichen Typs zu prüfen.
USED OIL
FLOSTICK
NEW OIL
K GOOD
122 413
3 4 5 6
Kammer für gebrauchtes Öl
Nut für gebrauchtes Öl
Kammer für überschüssiges Öl
Kammer für neues Öl
Nut für neues Öl
Das neue Öl muß die Markierung OIO erreicht haben, bevor der
Viskositätsprüfer schnell in horizontale Stellung zurückgebracht
wird.
Öl aus Motor ablassen.
Gebrauchtes Öl in Kammer 1 einfüllen, bis es über die Kante in
Kammer 2 läuft. Siehe
Abbildung. 2
1
588 493
124 982
Kammer für gebrauchtes Öl
Kammer für überschüssiges Öl
WICHTIG! Die
Viskosität ist mit neuem Motoröl des gleichen Typs zu prüfen.
Zum Befüllen von Kammer 1 mit neuem Motoröl eine saubere
Spritze verwenden, bis das Öl über die Kante in Kammer 2 läuft.
2
1
588 493
125 176
Kammer für neues Öl
Kammer für überschüssiges Öl
Viskositätsprüfer für 20 Minuten in horizontaler Stellung lassen
(bei warmem Motoröl), so daß sich Öltemperatur und Ölstand
stabilisieren können.
588 493
20 min
125 177
Überschüssiges Öl aus Kammer 1 ablassen.
1
588 493
125 178
1 Kammer
für überschüssiges Öl
Viskositätsprüfer kippen und in der Stellung halten, bis das
Bezugsmotoröl in der Nut die Markierung neben der Nut erreicht hat.
Viskositätsprüfer schnell absenken.
125 179
588 493
Viskosität prüfen, indem die zurückgelegte Strecke des gebrauchten
Motoröls mit der des Bezugmotoröls verglichen wird.
Viskosität i. O.
Die Prüfung zeigt keinen Kraftstoffgehalt im Motoröl an.
Viskosität zu hoch
Die Prüfung zeigt keinen Kraftstoffgehalt im Motoröl an, weist
aber auf einen Ölwechsel hin.
Viskosität zu niedrig
Die Prüfung zeigt eine Verdünnung des Motoröls an und weist
einen erhöhten Kraftstoffgehalt auf. Motoröl wechseln und gemäß
Abschnitt Pumpe-Düse- Einheiten prüfen fortfahren.
Eine zu niedrige Viskosität kann auch durch ein inkorrektes
Wechselintervall oder inkorrektes Bezugsmotoröl hervorgerufen
werden.
125 180
Viskosität i. O.
125 181
Viskosität zu hoch
125 182
Viskosität zu niedrig
Viskositätsprüfer und Spritze gründlich reinigen, so daß für die
nächste Messung keine Motorölreste vorhanden sind.
WICHTIG! Kraftstoffkanister
sichern, so daß er sich beim Fahren nicht lösen und nicht umfallen kann.
Fahren auf öffentlichen Straßen vermeiden, weil Kraftstoff aus dem
Kraftstoffkanister austreten kann.
WICHTIG! Der
Farbstoff darf nicht im Kraftstoffbehälter des Fahrzeugs vermischt
werden.
Farbstoff mit Kraftstoff im Kanister vermischen. 5 Gramm Farbstoff
pro 20 Liter Kraftstoff.
Motor laufen lassen, bis die Motortemperatur 80 Grad erreicht hat.
124 980
Zulauf- und Rücklaufleitung an Kraftstoffkanister anschließen.
1 2
124 979
5 Gramm Farbstoff
20 Liter Kraftstoffkanister
Kraftstoff mit der Handpumpe durch das Kraftstoff-Verteilerrohr
pumpen oder Motor laufen lassen, bis gefärbter Kraftstoff austritt.
108 036
12l-Motor
116 272
16l-Motor
WICHTIG! Kraftstoffkanister
sichern, so daß er sich beim Fahren nicht lösen oder umfallen kann.
Fahren auf öffentlichen Straßen vermeiden, weil Kraftstoff aus dem
Kraftstoffkanister austreten kann.
Hinweis: Es
ist nicht ausreichend, den Motor in der Werkstatt im Leerlauf zu
betreiben und die Motordrehzahl kurzzeitig anzuheben. Es muß eine
kurze Probefahrt durchgeführt werden, bis Kraftstoffverlust
auftritt.
Fahrzeug unter Last auf dem Parkplatz oder vor der Werkstatt fahren.
Mehrmals beschleunigen oder Retarder verwenden, um Kraftstoffverlust
herbeizuführen. Fahren auf öffentlichen Straßen vermeiden, weil
Kraftstoff aus dem Kraftstoffkanister austreten kann.
Motor ausschalten.
Ventildeckel oben abbauen.
Pumpe-Düse-Einheiten auf Kraftstoffverlust prüfen
124 983
Undichte Pumpe-Düse-Einheit(en) gemäß Service-Handbuch, Gruppe 3
erneuern.
Ventildeckel oben anbauen und Schrauben mit 12 Nm bzw. 18 Nm (je
nach Schraubentyp) festziehen, siehe Abbildung.
−
116 621
18 +
−
3Nm 12 +
3Nm
Zulaufleitung an Kraftstoffbehälter anbauen. Rücklaufleitung an
Kraftstoffkanister angeschlossen lassen.
1
Motor laufen lassen, bis farbstofffreier Kraftstoff aus der
Rücklaufleitung fließt.
Kraftstoffilter erneuern. Siehe Service- Handbuch, Gruppe 3.
Der Kraftstoffwärmer (H15) sitzt um das Kraft- stoffilter herum und
erwärmt den Kraftstoff im Filter.
Dieselkraftstoff enthält Paraffin. Bei kräftiger Abkühlung von
Dieselkraftstoff wird dieses Par- affin ausgefällt. Der Kraftstoff wird
zähflüssig, wodurch das Filter nach und nach verstopft.
Der Kraftstoff wird nicht durch das Filter durch- strömen können, was zu
Betriebsstörungen führt.
Durch das Erwärmen des Kraftstoffs im Filter wird diese Paraffinierung
verhindert.
Der Kraftstoffwärmer besteht aus Heizdrähten und einem Anschlußkabel,
die in eine dünne Silikonummantelung eingegossen sind. Der Sili-
konmantel ist an einem 0,4 mm starken Blech mit Spannern
aufvulkanisiert.
Bei der Montage wird das rostfreie Blech um das Kraftstoffilter herum
gebogen und von den beiden am Blech festgeschweißten Spannern an Ort und
Stelle gehalten.
! WARNUNG! 1
104491
Keine Spannung an den Kraftstoffwär- mer anschließen, wenn er noch nicht
am Kraftstoffilter montiert ist. Bei Betrieb und auch hinterher wird
eine kräftige Wärmestrahlung abgegeben.
Der Kraftstoffwärmer wird mit einem Schalter am Armaturenbrett betätigt.
Der Schalter hat drei Stellungen. Eine Kontrol- lampe im Schalter
leuchtet, wenn der Kraftstoff- wärmer eingeschaltet ist.
Stellung 0 Abgeschaltet.
Stellung 1 Fest. Der Kraftstoffwärmer erhält Spannung, wenn der
Generator lädt. (Bei laufendem Motor zu verwenden.)
Stellung 2 Rückfedernd. Der Kraftstoff- wärmer bekommt nur Spannung,
wenn der Schalter in gedrückter Stellung gehalten wird, und der
Zündschlüssel sich in Zündstel- lung befindet. (Diese Stellung wird
dann ver- wendet, wenn der Motor abgeschaltet ist, und man das
Kraftstoffilter vorwärmen möchte.)
Das Verlegen der Leitungen bei Links- und Rechtslenkern wird anhand
derselben Methode durchgeführt.
Die obere und untere Frontklappe und die beiden Seitenklappen
öffnen. Die Klappe über den Kabeldurchführungen vor der
Elektrozentrale auf der Beifahrerseite ent- fernen.
Die Segmente D, E und F des Armaturen- bretts lösen. Die drei Teile
nach vorn heben. Die Klappe über der Elektrozentrale öffnen und die
Elektrozentrale nach außen klappen. Die Tafel unter der
Elektrozentrale entfernen.
Verkabelung gemäß Abbildung verlegen.
Massekabel an ihre entsprechenden Erdungs- punkte G8, G11 und G12
anschließen.
D E F
C6
Symbol und Schalter anbringen.
Steckverbinder S62 am Schalter anschließen.
Deckplatte an RP33 abklopfen und Relais- fassung für R45 anbringen.
Mit 15XE gekennzeichnetes Kabel an den Stift A der Sicherung 37,
Kabel 61D an den Stift A an Sicherung 38 anschließen.
Ein Relais in RP33 montieren.
F1/37
F1/38
104018
G12 RP33
Kabel an den Steckverbinder C6/A
(Stecker 7) im oberen Steckergehäuse verle- 6
gen und anschließen, das mit FH gekenn-
zeichnete Kabel an Stift 5 und Kabel 31 an Stift 6. Eventuell muß
eine Sperrscheibe
(1 im Satz enthalten) in der Durchführung 5 A
angebracht werden, bevor die Kabel ange-
schlossen werden können.
Verkabelung festklammern und entfernte B
Segmente im Fahrerhaus wieder anbringen.
C
104 281
1
! WARNUNG!
Nicht unter einem Fahrerhaus, das sich in Zwischenstellung befindet,
arbeiten. Fahrerhaus immer ganz kippen. Beim Kippen weder vor noch
hinter dem Fah- rerhaus aufhalten. Bei Arbeiten unter dem Fahrerhaus
muß es mit einer Stütze gesichert werden.
Fahrerhaus kippen.
18_2321
99 295
5
C 6/A
Kabel der Fahrgestellverkabelung in der Durchführung C6/A
anschließen, das mit FH gekennzeichnete Kabel an Stift 5 und Kabel
31 an Stift 6. Eventuell muß der Steckverbinder erst in der
Durchführung montiert werden, bevor die Kabel ange-
schlossen werden können. 6
Kabelstrang zusammen mit der übrigen Verkabelung vor dem Motor bis
zum Rah- menträger auf der linken Seite verlegen. Kabelstrang
zusammen mit der übrigen Verkabelung klammern.
Den roten Klebestreifen des Kabels am ersten Kabelbinder am
Kabelstamm am lin- ken Rahmenträger anbringen. Gemäß Abbil- dung
klammern.
Eventuelle Verunreinigungen (Öl etc.) an der Außenseite des
Kraftstoffilters entfernen.
Den Kraftstoffwärmer um das Kraftstoffil- ter herum anbringen und
die Verkabelung am Motor vor bis zum Lüfterring klammern. Siehe
Abbildung für betreffenden Motor.
Steckverbinder C281 am Lüfterring zusam- menbauen, mit dem Halter
sichern und mit einem Kabelbinder gemäß Abbildung befe- stigen.
*) Werte in Klammern beziehen sich auf die Inspektion
3) Gilt ab Motor-Nr. D12-5707810. Die neuen Einspritzdüsen können nicht
in ältere Motoren eingebaut werden und umgekehrt. Der Zylinderkopf wurde
geändert.