Diese Funktionsbeschreibung beschreibt die Kühlsysteme aller Motortypen.
Vom 11l-Motor gibt es zwei Typen. Die ältere Ausführung, DSC11, mit
Zweiventil-Zylinderkopf und eine neue, DC11, mit Vierventil-Zylinderkopf.
Allgemeines
Das Kühlsystem hat die Aufgabe, die Betriebstemperatur des Motors auf
einem geeigneten Niveau zu halten. Dies ist für die Lebensdauer und
Wirtschaftlichkeit des Motors sehr wichtig.
Das Kühlsystem steht unter einem Überdruck, wodurch der Siedepunkt des
Kühlmittels erhöht wird.
Bei geöffnetem Thermostat strömt das Kühlmittel in den einlaßseitigen
Kühlmittelkasten des Kühlers und von dort horizontal durch den
Kühlerkern, der wiederum durch den Fahrtwind oder die vom Lüfter
geförderte Luft gekühlt wird.
Die Kühlmittelpumpe fördert das Kühlmittel durch den Ölkühler in den
Zylinderblock. Im Zylinderblock strömt das Kühlmittel durch Kanäle um
die Zylinderbuchsen und nach oben zu den Zylinderköpfen.
Von den Zylinderköpfen strömt das Kühlmittel in das
Kühlmittel-Verteilerrohr. Vom Verteilerrohr gelangt das Kühlmittel zum
Thermostatgehäuse im Rahmen vorn am Motor.
100 612
Schematische Ansicht des Kühlmittel-Kreislaufs eines 9l-Motors ohne
Scania Retarder
11l-Motor (DSC11)
Die Kühlmittelpumpe fördert das Kühlmittel in den Zylinderblock. Im
Zylinderblock strömt das Kühlmittel durch Kanäle um die Zylinder-
buchsen und nach oben zum Zylinderkopf.
Vom hinteren Zylinderkopf strömt das Kühlmittel durch das
Kühlmittel-Verteilerrohr und einen Schlauch zum Thermostatgehäuse im
Rahmen an der Motorvorderseite.
100 613
Schematische Ansicht des Kühlmittel-Kreislaufs eines 11l-Motors (DSC11)
ohne Scania Retarder
11l-Motor (DC11) und 12l-Motor
Die Kühlmittelpumpe fördert das Kühlmittel in die längsseitigen
Verteilerkanäle im Zylinderblock. Das Kühlmittel strömt durch den
Ölkühler und durch Kanäle im Zylinderblock um die Zylinderbuchsen und
nach oben zu den Zylinderköpfen.
Von den Zylinderköpfen strömt das Kühlmittel zurück in den Zylinderblock.
Im Zylinderblock gelangt das Kühlmittel durch einen Kanal zum
Thermostatgehäuse vorn am Motor.
02_0409
Schematische Ansicht des Kühlmittel-Kreislaufs eines 11l-Motors (DS11)
und eines 12l-Motors ohne Scania Retarder
14l-Motor
Die Kühlmittelpumpe fördert das Kühlmittel über Kanäle im Steuergehäuse
in die Verteilerkanäle im Zylinderblock.
Aus diesen Kanälen strömt das Kühlmittel in den Zylinderblock und um die
Zylinderbuchsen und nach oben in die Zylinderköpfe.
Von den Zylinderköpfen strömt das Kühlmittel in zwei
Kühlmittel-Verteilerrohre. Von dort strömt es zum Retarder-Ölkühler und
weiter zum Thermostatgehäuse.
02 0410
Schematische Ansicht des Kühlmittel-Kreislaufs eines 14l-Motors mit
Scania Retarder
16l-Motor
Die Kühlmittelpumpe fördert das Kühlmittel nach oben in den
Zylinderblock und durch den Ölkühler. Von dort gelangt das Kühlmittel
durch Kanäle im Zylinderblock zu den Zylinder- buchsen und nach oben zu
den Zylinderköpfen.
Von den Zylinderköpfen strömt das Kühlmittel zurück in beidseitig außen
am Zylinderblock angeordnete Sammelkanäle. Der rechte Sammelkanal mündet
über einen Querkanal vorn am Zylinderblock in den linken Sammelkanal.
Von dort strömt das Kühlmittel zum Retarder-Ölkühler und weiter zum
Thermostatgehäuse.
116 501
Schematische Ansicht des Kühlmittel-Kreislaufs eines 16l-Motors mit
Scania Retarder
Bei niedrigen Kühlmitteltemperaturen ist der Thermostat geschlossen, und
das Kühlmittel strömt über den Kurzschlußkanal am Kühler vorbei.
Wenn das Kühlmittel Betriebstemperatur erreicht, öffnet der Thermostat
und das Kühlmittel strömt durch den Kühler. Der Thermostat nimmt auch
Zwischenstellungen ein, wobei beide Kanäle offen sind und nur ein Teil
des Kühlmittels zum Kühler gelangt.
Wenn die Kühlmitteltemperatur den Temperaturwert für die vollständige
Öffnung des Thermostats erreicht hat, strömt die gesamte Kühlmittelmenge
durch den Kühler. Der Auslaß zum Kurzschlußkanal ist dann vollständig
geschlossen.
Kühlmittelstandanzeige
Die Kühlmittelstandanzeige zeigt einen zu geringen Kühlmittelstand an.
Die Anzeige besteht aus einem Niveausensor im Ausdehnungsbehälter und
einer Warnleuchte in der Instrumentenanlage.
Wenn der Kühlmittelstand unter das Mindestniveau sinkt, leuchtet die
Warnleuchte in der Instrumentenanlage auf.
02_0335
Der Anschluß des Niveausensors (T8) an die Elektrik ist im Schaltplan
16:02-01 gezeigt.
Der Kühler besteht aus zwei Kühlmittelkästen und dem dazwischen
liegenden Kühlerkern.
Der Kühlerkern besteht aus horizontal angeordneten Reihen von
dünnwandigen Aluminiumrohren. Zwischen den Rohren befinden sich dünne
gewellte Aluminiumbleche, die die Wärmeübertragungsleistung des Kühlers
erhöhen.
Der Einlaß des Kühlers ist am Thermostatgehäuse angeschlossen.
100190
Der Auslaß des Kühlers ist an der Saugseite der Kühlmittelpumpe
angeschlossen.
Ausgleichbehälter
Kühlmittel dehnt sich bei Erwärmung aus.
Um einen Flüssigkeitsverlust durch die Ausdehnung zu verhindern, wird
der Ausgleichbehälter verwendet. Der Ausgleichbehälter ist durch eine
Entlüftungsleitung mit dem Motor und dem Kühler verbunden, wodurch eine
Entlüftung des Kühlsystems erreicht wird.
116 786
Am Anschluß des Ausgleichbehälter vom Kühler befindet sich ein
Rückschlagventil, das bei Fahrzeugen mit Zusatzheizung, z. B. von
Webasto, ein Rückströmen des Kühlmittels durch den Kühler verhindert.
Der Ausgleichbehälter ist über dem höchsten Punkt des Kühlsystems
angeordnet und verfügt über ein Einfüllrohr mit Deckel.
Ein Druckregelventil im Behälter öffnet bei 0,7 bar. Dieses ermöglicht
einen Druckausgleich, wenn der nach dem Fahrbetrieb abgeschaltete Motor
abkühlt und der Druck im Kühlsystem sinkt.
Zwischen der Saugseite der Kühlmittelpumpe und dem Ausdehnungsbehälter
befindet sich eine Leitung für den statischen Druck. Diese Leitung
gewährleistet einen Überdruck in der Kühlmittelpumpe und verringert die
Gefahr von Kavitationsschäden.
Niveaumarkierungen am Ausgleichbehälter zeigen den minimalen und den
maximalen Kühlmittelstand bei kaltem Motor an.
Wenn die Kühlung durch den Fahrtwind nicht ausreicht, muß der Luftstrom
durch den Kühler von einem Lüfter erzeugt werden.
Die Wirksamkeit des Lüfters wird durch einen engen Lüfterkragen erhöht.
Zwischen Kühler und Lüfterkragen befindet sich außerdem eine
Lüfterverkleidung, die gewährleistet, daß die gesamte vom Lüfter
geförderte Luft durch den Kühler strömt.
Der Visco-Lüfter ist temperaturgesteuert und schaltet ein, wenn die
durch den Kühler strömende Luft eine bestimmte Temperatur überschreitet.
Der Visco-Lüfter funktioniert nur, wenn die Kühlmitteltemperatur auf
einem normalen Niveau gehalten werden muß. Durch diesen Lüftertyp wird
das Kühlmittel schneller erwärmt, und es wird weniger Antriebsenergie
benötigt, wodurch der Kraftstoffverbrauch gesenkt wird.
Der Lüfter wird durch die Reibung einer Silikonflüssigkeit in der
Flüssigkeitsreibungs- kupplung der Lüfternabe angetrieben.
Der Schlupf zwischen Lüfter und Nabe wird dabei bestimmt von der Menge
der Silikonflüssigkeit zwischen Mitnehmerscheibe und Kupplungsgehäuse.
Durch die Vergrößerung der Flüssigkeitsmenge wird der Schlupf geringer.
Bei drehendem Motor wird die Flüssigkeit aufgrund der Fliehkraft in den
Arbeitsraum der Kupplung gefördert, wo sie vom Abstreifer 1 durch den
Ventilkanal 2 in den Vorratsraum 3 zurück befördert wird. Der
Ventilhebel 4 öffnet und schließt das Ventil mit dem von der
Bimetallfeder 6 betätigten Schaltstift.
Die Bimetallfeder schließt das Ventil bei niedrigen Temperaturen. Die
Flüssigkeit sammelt sich im Vorratsraum, und der Lüfter wird von einem
Restmoment langsam angetrieben.
Steigt die Temperatur der aus dem Kühler austretenden Kühlluft, öffnet
die Bimetallfeder das Ventil, und die Flüssigkeit strömt vom Vorrats- in
den Arbeitsraum. Die Reibung der Flüssigkeit nimmt zu, und der Lüfter
beginnt sich mit der Kupplung zu drehen.
1
2 1 Abstreifer
7
Ventilkanal
3 4
Ventilkammer
Ventilhebel
Schaltstift
Bimetallfeder
5 7 Zwischenscheibe
116 792
6 A B
A Ventil geschlossen – hoher Schlupf B Ventil geöffnet – geringer
Schlupf
Einige Lüfter verfügen anstelle der abgebildeten Bimetallstreifen über
spiralförmige Bimetallfedern. Durch die Änderung der Stellung der
Spiral-Bimetallfeder kann der Lüfter bei Bedarf auf Dauerbetrieb
gestellt werden.
Hinweis: Dies
ist nur in Notfällen zulässig.
101 509
Visco-Lüfter
101 510
Der Lüfter dreht dann ständig mit dem vollen Antriebsmoment.
Der elektrisch gesteuerte Lüfter wird vom EDC-Steuergerät gesteuert. Das
EDC-Steuergerät empfängt Signale vom Kühlmitteltemperatur-Sensor, dem
Ladelufttemperatur-Sensor und dem Retarder- Steuergerät und regelt
anhand dieser Werte die Lüfterdrehzahl durch ein spannungsgesteuertes
PWM-Signal (Puls-Weiten-Moduliert). Das PWM-Signal hat eine Spannung von
+24 V.
Die Primärteile des Lüfters, d. h. Flansch 1 und Primärscheibe 2, werden
über den äußeren Riementrieb von der Kurbelwelle angetrieben. Die
Übersetzung gegenüber der Kurbelwelle ist 1:1,1.
Die Sekundärteile des Lüfters werden durch die Reibung einer
Silikonflüssigkeit im Lüfter angetrieben. Der Strom der
Silikonflüssigkeit wird vom Steuerventil 4 gesteuert. Das Steuerventil 4
wird vom Magnetventil 8 gesteuert. Wenn das Steuerventil 4 geschlossen
ist, wird die Flüssigkeit in der Vorratskammer 5 gesammelt. Wenn das
Steuerventil 4 öffnet, gelangt die Flüssigkeit durch die
Zentrifugalkraft in die Arbeitskammer 7 und zwischen die Scheiben. Die
Umwälzung der Flüssigkeit erfolgt durch die Primärscheibe 2 mit der
1,1-fachen Motordrehzahl, unabhängig von der Lüfterdrehzahl.
Die Drehzahl der sekundären Lüfterteile wird vom EDC-Steuergerät
gesteuert. Wenn das EDC-Steuerventil kein Signal an das Magnetventil
ausgibt, ist das Steuerventil vollständig geöffnet, und der Lüfter wird
mit der maximalen Drehzahl, d. h. der 1,1-fachen Motordrehzahl,
angetrieben. Die Lüfterdrehzahl wird vom EDC-Steuergerät durch Signale
mit unterschiedlicher Impulslänge gesteuert. Bei maximaler Impulslänge
dreht der Lüfter mit Leerlaufdrehzahl, ca. 200-300/min. Die
Leerlaufdrehzahl des Lüfters ist von der Leerlaufdrehzahl des Motors
abhängig.
Bei einer Unterbrechung der Stromzufuhr dreht der Lüfter zum Schutz des
Motors mit voller Drehzahl.
116 628
116 627
Wenn am Magnetventil keine Spannung anliegt, ist das Steuerventil offen.
Wenn am Magnetventil Spannung anliegt, ist das Steuerventil geschlossen.
Die Leerlaufdrehzahl des elektrisch gesteuerten Lüfters ist geringer als
die des Visco-Lüfters.
Durch die Steuerung der Lüfterkupplung durch elektrische Signale vom
Kühlmitteltemperatur- Sensor, Ladelufttemperatur-Sensor und dem
Retarder-Steuergerät wird eine sehr schnelle und genaue Steuerung des
Lüfters anhand der tatsächlichen Kühlanforderung erreicht. Die Steuerung
des Lüfters ist präziser, die Lüfterdrehzahl kann für jeden
Betriebszustand optimiert werden. Dies trägt zur Verringerung des
Kraftstoffverbrauchs bei. Außerdem kann die Leistung des Retarders
besser genutzt werden.
Beim elektrisch gesteuerten Lüfter ist die Kühlmitteltemperatur zwischen
5 und 10 °C höher als bei einem Visco-Lüfter.
Der Thermostat ist als Doppel-Thermostat ausgeführt. Der Thermostat
steuert die Betriebstemperatur des Motors.
Wenn die Kühlmitteltemperatur unter der Öffnungstemperatur des
Thermostats liegt, strömt das Kühlmittel nur durch den Motor, um sich
schneller zu erwärmen.
Wenn das Kühlmittel Betriebstemperatur erreicht, öffnet der Thermostat
und das Kühlmittel strömt durch den Kühler.
Kalter Motor
Der Thermostat ist geschlossen, das Kühlmittel strömt durch den Motor.
Betriebstemperatur
Der Thermostat erhält die korrekte Betriebstemperatur des Motors
aufrecht, indem er die Menge des Kühlmittels steuert, die durch den
Kühler strömt.
Heißer Motor
Der Thermostat ist vollständig geöffnet und das gesamte Kühlmittel
strömt durch den Kühler.
Die Kühlmittelpumpe befindet sich vorn am Motor und wird über einen
Antriebsriemen von der Kurbelwelle angetrieben.
Die Pumpe ist eine Schleuderpumpe und besteht aus einem spiralförmigen
Pumpengehäuse mit einem direkt auf der Welle angeordneten Pumpenrad. Die
Welle ist im Antriebsgehäuse eingebaut und dauergeschmiert.
Die Pumpenwelle ist durch einen federgespannten Axialdichtring gegen das
Kühlmittel abgedichtet.
Die Nennleistung eines Motors hängt u. a. von der Kraftstoffmenge ab,
die vollständig verbrannt werden kann.
Kalte Luft hat eine höhere Dichte und enthält mehr Volumenprozent
Sauerstoff als warme Luft. Die Temperatur der Ansaugluft steigt im
Turbolader an. Wird die Luft nach dem Austritt aus dem Turbolader
abgekühlt, steigen ihre Dichte und ihr Sauerstoffgehalt. Der erhöhte
Sauerstoffgehalt im Motor ermöglicht die Verbrennung einer größeren
Kraftstoffmenge.
Dadurch wird die Leistung erhöht und der Kraftstoffverbrauch sowie der
Schadstoffausstoß gesenkt. Die Kühlung der Luft ermöglicht die Senkung
der Verbrennungstemperatur und der Temperatur der betroffenen Bauteile.
Auf diese Weise läßt sich der temperaturbedingte Verschleiß bei
gleichzeitiger Erhöhung der Motorleistung reduzieren.
Geräuschdämpfer
Bei bestimmten Typen des 14l-Motors ist zwischen Ladeluftkühler und
Ansaugkrümmer ein Geräuschdämpfer eingebaut. Dessen Ventil schließt
während der Betätigung der Abgasbremse, um das Ansauggeräusch zu
dämpfen. Das Ventil wird vom Steuergerät der Abgasbremse gesteuert.
Das Ansaugsystem besteht aus einem Rohr, durch das die Ansaugluft vom
Turbolader zum Ladeluftkühler strömt. Der Ladeluftkühler befindet sich
vor dem Kühlmittelkühler. Die Ansaugluft wird durch die außen am
Ladeluftkühler vorbeiströmende Luft gekühlt. Vom Ladeluftkühler gelangt
die Ansaugluft in das Ansaugrohr und wird dort zu den Zylindern
verteilt.
Diese Anleitung beschreibt das Prüfen des Frostschutzmittelgehalts
(Ethylenglykol) und des Korrosionsschutzmittelgehalts in Kühlsystemen
von Scania Fahrzeugen.
Außerdem sind Anweisungen zum Gebrauch der Werkzeuge 588 227 und 588 572
enthalten.
WICHTIG! Dem
Kühlmittel dürfen keine anderen als die von Scania empfohlenen Additive
zugesetzt werden.
WICHTIG! Ein
zu hohes Mischungsverhältnis oder eine Mischung verschiedener
Frostschutz- oder Korrosionsschutzmittel kann zu Schlammbildung und
Verstopfungen im Kühler führen.
Unsachgemäße Handhabung und zu hohe Konzentrationen von Frost- oder
Korrosionsschutzmittel führen zu Schlammbildung oder Korrosion. Neben
der Schlammbildung im Kühler kommt es zu einer Verschlammung an heißen
Oberflächen, was mangelnde Kühlung und möglicherweise Überhitzung
verursacht.
Der Korrosionsschutzmittelgehalt muß daher geprüft werden.
Das Korrosionsschutzmittel muß mindestens denselben Schutz wie ein
Scania Frostschutzmittel von 30 Volumen-% und nicht mehr als Scania
Frostschutzmittel von 60 Volumen-% bieten.
Ein normaler Korrosionsschutzmittelgehalt bietet denselben Schutz
wie eine Mischung von 40 Volumen-% Scania Frostschutzmittel. Dies
entspricht einer Mischung von 10 Volumen-% Scania Korrosionsschutz.
Es gibt drei Methoden um den Korrosionsschutz eines Kühlsystems zu
messen:
Bei Fahrzeugen, die nur Frostschutz enthalten
Frostschutzmittelgehalt im Kühlmittel mit Kühlmittel-/Batterieprüfer
588 227 messen.
Bei Fahrzeugen, die nur Korrosionsschutzmittel enthalten
Korrosionsschutzmittelgehalt mit Meßgerät 588 572 prüfen.
Fahrzeuge mit Frost- und Korrosionsschutzmittel
Frostschutzmittelgehalt im Kühlmittel mit Kühlmittel-/Batterieprüfer
588 227 und Leitfähigkeit mit Meßgerät 588 572 messen.
Korrosionsschutzmittelgehalt im Kühlmittel anhand der Tabelle
berechnen.
WICHTIG! Scania
empfiehlt, Frostschutz- und Korrosionsschutzmittel nicht zu
vermischen, da die Werte beim Berechnen mit der Tabelle dadurch
inkorrekt sein können.
In den Wartungsanweisungen werden nur Anweisungen zum Prüfen des
Frostschutz- und Korrosionsschutzmittelgehalts gegeben.
Heißes Kühlmittel kann Verbrühungen verursachen. Ethylenglykol ist
beim Verschlucken äußert gesundheitsschädlich und kann zum Tode
führen.
Hautkontakt kann zu Vergiftungen führen, besonders bei heißem
Kühlmittel.
Schutzhandschuhe tragen.
WICHTIG! Die
Mischung verschiedener Glykol- Frostschutzmittel kann zu
Schlammbildung und einem verringerten Korrosionsschutz führen.
1 Frostschutzmittelgehalt
im Kühlmittel mit Kühlmittel-/Batterieprüfer 588 227 messen.
(70%)
(66%)
In Ländern, in denen die Temperaturen auf unter 0 °C
abfallen können, muß Kühlmittel Wasser und 35-45 Volumen-%
Frostschutzmittel enthalten (Ethylenglykol). Der
Frostschutzmittelgehalt (Ethylenglykol) im
1.400
GOOD
1.350
1.300
1.250
1.200
1.150
1.100
(61%)
-48 (57%)
-42 (53%)
-37 (50%)
-33 (47%)
-30 (45%)
-27 (42%)
-24 (40%)
-21 (36%)
-18 (33%)
-15(29%)
-12 (25%)
-9 (20%)
-48 (61%)
-42 (58%)
-36 (54%)
-30 (50%)
-27 (47%)
-24 (44%)
-21 (41%)
-18 (38%)
-15 (34%)
-12 (30%)
-9 (24%)
-6 (18%)
vorgemischten Kühlmittel darf 60 Volumen-% nicht überschreiten.
BATTERY CHARGE
SPECIFIC GRAVITY
ETHYLENE GLYKOL
RECHARGE FAIR
-6 (15%)
-3 (9%)
+0 (0%)
-3 (9%)
PROPYLENE
GLYKOL
+0 (0%)
C
Werden nur Frostschutzmittel (Ethylenglykol) und Wasser als
Kühlmittel verwendet, muß der Wert einen Gefrierpunkt von -15 °C
oder
30 Volumen-% übersteigen, wenn der Korrosionsschutz ausreichend sein
soll.
WICHTIG! Bei
der erstmaligen Verwendung des Werkzeugs müssen die Prüfelektroden
mit denaturiertem Alkohol gereinigt werden. Dazu werden die
Prüfelektroden 15 Minuten lang bei eingeschaltetem Meßgerät 588 572
in denaturierten Alkohol gelegt. Prüfelektroden mit destilliertem
Wasser und denaturiertem Alkohol spülen, und überschüssige
Flüssigkeit abschütteln.
WICHTIG! Das
Korrosionsschutz-Meßgerät 588 572 muß vor der Kalibrierung oder
Messung zum Aufwärmen 5 Minuten eingeschaltet bleiben.
Werkzeug 588 572 mißt die Leitfähigkeit des Kühlmittels, d. h. die
Fähigkeit, elektrisch leitfähig zu sein.
Dies erfolgt in mS/cm (mS = milliSiemens).
Das Korrosionsschutz-Meßgerät 588 572 muß regelmäßig oder vor dem
Einsatz von Kalibrierungsflüssigeit 588 573 kalibriert werden. Die
Kalibrierung muß mindestens einmal pro Monat erfolgen, wenn das
Korrosionsschutz-Meßgerät häufig in Gebrauch ist.
Prüflösung herstellen
Ggf. kann eine Prüflösung hergestellt werden, um zu prüfen, ob das
Meßgerät 588 572 während der Messung den korrekten Wert anzeigt.
Die Prüflösung muß aus Wasser bestehen, darf nicht verschmutzt sein
und darf kein Korrosionsschutzmittel enthalten.
Die Prüflösung muß in einem versiegelten Behälter aufbewahrt werden.
Hinweis: Weicht
das Meßgerät 588 572 bei der Verwendung der Prüflösung um mehr als
+/-0,2 mS ab, muß die Prüflösung erneuert und das Meßgerät 588 572
mit Kalibrierungsflüssig-
Heißes Kühlmittel kann Verbrühungen verursachen. Schutzhandschuhe
tragen. Korrosionsschutzmittel ist beim Verschlucken äußert
gesundheitsschädlich.
WICHTIG! Die
Mischung verschiedener Korrosionsschutzmittel kann zu Schlammbildung
und einem verringerten Korrosionsschutz führen.
WICHTIG! Ermittelte
Werte notieren, um den Korrosionsschutz anhand der Tabelle zu
prüfen.
Etwas Kühlmittel aus dem Ausgleichbehälter entnehmen.
Etwas Kühlmittel in Tasse o. ä. geben.
122 122
Kühlmittel auf 20 - 30 °C abkühlen lassen.
ON OFF
Korrosionsschutz-Meßgerät 588 572 einschalten. Es muß mindestens
5 Minuten vor dem Messen eingeschaltet werden.
122 114
Abdeckung von Prüfelektroden des Meß-
122 124
geräts 588 572 abnehmen.
122 116
Prüfelektroden mit destilliertem Wasser oder denaturiertem
Alkohol reinigen. Elektroden abwischen.
Beim Prüfen von unterschiedlichen Kühlmitteln müssen die
Prüfelektroden vor jeder Prüfung in destilliertem Wasser oder
denaturiertem Alkohol gereinigt werden.
Meßgerät 588 572 senkrecht in Behälter stellen.
Tasse o. ä. mit Kühlmittel unter Meß- gerät 588 572 stellen und
Prüfelektroden vollständig in Kühlmittel eintauchen.
Einige Minuten warten, bis sich der Wert auf der Anzeige des
Meßgeräts 588 572 stabilisiert hat.
122 467
Wert ablesen und notieren.
Korrosionsschutzmittelgehalt im Diagramm prüfen. Siehe
Korrosionsschutzmittel- Diagramm.
Der Korrosionsschutzmittelgehalt im Kühlmittel muß 8-12
Volumen-% betragen. Normal ist ein Korrosionsschutzmittelgehalt
im Kühlmittel von 10 Volumen-%.
Nach Gebrauch muß das Meßgerät 588 572 in destilliertem Wasser
oder denaturiertem Alkohol gereinigt werden.
Abdeckung auf Prüfelektroden des Meßgeräts 588 572 aufsetzen,
und Meßgerät ausschalten.
Nach der Messung der Leitfähigkeit mit Meßgerät 588 572 muß der Wert
in mS mit dem Korrosionsschutzmittelgehalt in Volumen-% im
Korrosionsschutzmittel-Diagramm verglichen werden.
Der Korrosionsschutzmittelgehalt muß
8-12 Volumen-% betragen. Normal ist ein Korrosionsschutzmittelgehalt
im Kühlmittel von 10 Volumen-%.
Hinweis: Ein
Scania Korrosionsschutzmittel- gehalt von 10 Volumen-% entspricht
einem Scania Frostschutzmittelgehalt von
40 Volumen-%.
Beispiel:
Die Gesamtkapazität des Kühlsystems beträgt 40 Liter.
Der Wert für den Korrosionsschutzmittel- gehalt beträgt 2
Volumen-%. Gemäß Tabelle sind 0,8 Liter Korrosionsschutzmittel
im Kühlsystem enthalten.
Der gewünschte Korrosionsschutzmittel- gehalt beträgt 10
Volumen-% (d. h. der normale Wert). Gemäß Tabelle sind 4 Liter
Korrosionsschutzmittel im Kühlsystem erforderlich. Da bereits
0,8 Liter im Kühlsystem enthalten sind, müssen dem Kühlsystem
weitere 3,2 Liter Korrosionsschutzmittel hinzugefügt werden (4 -
0,8 = 3,2 Liter).
Korrosionsschutz in vorgemischtem Kühlmittel (mit Korrosionsschutz
und Ethylenglykol) messen
! ACHTUNG!
Heißes Kühlmittel kann Verbrühungen verursachen.
Ethylenglykol ist beim Verschlucken äußert gesundheitsschädlich und
kann zum Tode führen. Hautkontakt kann zu Vergiftungen führen,
besonders bei heißem Kühlmittel. Schutzhandschuhe tragen.
WICHTIG! Verschiedene
Marken von Korrosionsschutzmittel oder Frostschutzmittel
1.400
-42 (58%)
1.200
-18
-15(29%)
-12
1.150
-12 (25%)
-9 (24%)
1.100
-6 (18%)
-3 (9%)
(70%)
(66%)
-48
(61%)
588 227
dürfen nicht gemischt werden. Die Mischung verschiedener
Korrosionsschutzmittel oder Glykol-Frostschutzmittel kann zu
1.350
1.300
1.250
(61%)
-48 (57%)
-42 (53%)
-37 (50%)
-33 (47%)
-30 (45%)
-27 (42%)
-24 (40%)
-36 (54%)
-30 (50%)
-27 (47%)
-24 (44%)
-21 (41%)
GOOD
-18
Schlammbildung und einem verringerten
-21
(36%)
(33%)
(38%)
-15 (34%)
Korrosionsschutz führen.
-9 (20%)
(30%)
WICHTIG! Werte
notieren, um später anhand der Tabelle den Korrosionsschutzmittel-
oder Frostschutzmittelgehalt ggf. zu korrigieren.
1 Frostschutzmittelgehalt
(Ethylenglykol) mit Batterieprüfer 588 227 messen.
BATTERY CHARGE
SPECIFIC GRAVITY
ETHYLENE GLYKOL
RECHARGE FAIR
-6 (15%)
-3 (9%)
+0 (0%)
C
FREEZE POINT
% GLUKOLE BYVOLYME
PROPYLENE GLYKOL
+0 (0%)
1
123 403
30 vol %
Übersteigt der Gefrierpunkt - 15 °C oder 30 Volumen-%, so ist der
Korrosionsschutz ausreichend.
Ist der Wert geringer, kann der Korrosionsschutz dennoch ausreichend
sein, vorausgesetzt, das Kühlmittel enthält Scania
Frostschutzmittel. In diesem Fall muß auch die Leitfähigkeit mit
Meßgerät 588 572 gemessen werden, um den
Korrosionsschutzmittelgehalt im Kühlmittel zu berechnen. Siehe
Anweisungen ab Schritt 2.
1 Übersteigt
der Gefrierpunkt - 15 °C oder 30 Volumen-%, so ist der Korrosionsschutz
ausreichend.
Kühlmittel aus Ausgleichbehälter mit
122 122
Spritze und Schlauch entnehmen.
Etwas Kühlmittel in Tasse o. ä. geben.
ON OFF
Korrosionsschutz-Meßgerät 588 572 einschalten. Es muß mindestens 5
Minuten vor dem Messen eingeschaltet werden.
122 114
Kühlmittel auf Zimmertemperatur abkühlen lassen.
122 124
Vordere Abdeckung von Meßgerät 588 572 abnehmen.
Prüfelektroden mit destilliertem Wasser oder denaturiertem Alkohol
reinigen.
122 116
Beim Prüfen von unterschiedlichen Kühlmitteln müssen die
Prüfelektroden vor jeder Prüfung in destilliertem Wasser oder
denaturiertem Alkohol gereinigt werden.
Meßgerät 588 572 senkrecht in Behälter stellen.
122 117
Tasse o. ä. mit Kühlmittel unter Meßgerät 588 572 stellen und
Prüfelektroden vollständig in Kühlmittel eintauchen.
122 118
Einige Minuten warten, bis sich der Wert auf der Anzeige des
Meßgeräts 588 572 stabilisiert hat.
Wert ablesen und notieren.
Werte anhand der Korrosionsschutzmittel- Tabelle prüfen.
Nach Gebrauch muß das Meßgerät 588 572 in destilliertem Wasser oder
denaturiertem Alkohol gereinigt werden.
122 467
Abdeckung auf Prüfelektroden des Meßgeräts 588 572 aufsetzen und
Meßgerät ausschalten.
Korrosionsschutz anhand der Tabelle prüfen, siehe Berechnung.
Frostschutzmittelgehalt um die Hälfte des Wertes der Leitfähigkeit
verringert werden.
m s /cm
588 572
123 404
1 Ist
die Leitfähigkeit des Kühlmittels größer als 4 mS/cm, muß der Wert für
den Frostschutzmittelgehalt um die Hälfte des Wertes der Leitfähigkeit
verringert werden.
Beispiel:
Der Gefrierpunkt liegt bei -9 °C oder 20 Volumen-%
Frostschutzmittel.
1.400
RECHARGE FAIR GOOD
1.350
1.300 1.250
1.200
(70%)
(66%)
(61%)
-48 (57%)
-42 (53%)
-37 (50%)
-33 (47%)
-30 (45%)
-27 (42%)
-24 (40%)
-21 (36%)
-48 (61%) 588
227 1
-42 (58%)
-36 (54%)
-30 (50%)
-27 (47%)
-24 (44%)
-21 (41%)
-18 (38%)
(34%)
-18
-15
(33%)
(29%)
-15
-12 (30%)
Der Wert für die Leitfähigkeit beträgt 8,2 mS/cm.
1.150
1.100
BATTERY CHARGE
SPECIFIC GRAVITY
-12 (25%)
-9 (20%)
-6 (15%)
-3 (9%)
ETHYLENE GLYKOL
+0 (0%)
C
-9 (24%)
-6 (18%)
-3 (9%)
PROPYLENE
GLYKOL
+0 (0%)
FREEZE POINT
% GLUKOLEBYVOLYME
Wert für die Leitfähigkeit halbieren, da der Gehalt 4 mS/cm
übersteigt.
-9 (20%)
19 vol %
C
Scania Frostschutzmittelgehalt von
20 Volumen-% auf 16 Volumen-% 2
reduzieren, da die Hälfte des Leitfähigkeitswertes folgendes ergibt:
8,2 / 2 = 4,1 mS/cm und 20 - 4 = 16.
WICHTIG! Frostschutzmittelgehalt
mit niedrigerem Gehalt von Scania Frostschutzmittel reduzieren. In
Korrosionsschutzmittel-Tabelle ablesen, wieviel Korrosionsschutzmittel
im Kühlmittel enthalten ist.
Tabellen
Gefrier- punkt °C
Glykol- gehalt in Volumen-
%
Schutz in Volumen-% Scania Glykol-Frostschutzmittel
60
55
50
45
40
35
30
25
20
20
15
5
Leitfähigkeitswert des Kühlmittels in Vol.-%
0
0
13,4
12,6
11,7
10,9
10,1
9,1
8,3
7,2
6,0
4,8
3,3
1,9
-2
5
12,2
11,5
10,7
10,0
9,2
8,3
7,4
6,4
5,4
4,2
3,0
1,7
-4
10
11,1
10,4
9,8
9,1
8,3
7,5
6,7
5,8
4,8
3,9
2,8
-6
15
10,0
9,5
8,9
8,2
7,5
6,8
5,9
5,3
4,4
3,6
-9
20
9,1
8,6
8,0
7,4
6,7
6,1
5,4
4,7
4,1
-13
25
8,3
7,8
7,3
6,7
6,1
5,5
5,0
4,4
-16
30
7,5
7,1
6,6
6,1
5,6
5,1
4,6
Korrosionsschutzmittel-Tabelle
Der Korrosionsschutzmittelgehalt muß 8-12 Volumen-% betragen.
Siehe Korrosionsschutzmittel-Diagramm, falls Korrosionsschutzmittel
aufgefüllt werden muß.
Das Kühlsystem hält die Betriebstemperatur des Motors auf dem richtigen
Niveau, was für die Wirtschaftlichkeit und für die Lebensdauer des
Motors entscheidend ist.
Das Kühlsystem arbeitet mit Überdruck, wodurch der Siede- punkt des
Kühlmittels erhöht wird.
Damit die Betriebstemperatur schnell erreichtund auf richtigem Niveau
gehalten wird, ist das System thermostatgesteuert. Die Überschußwärme
wird durch einen Kühler abgeleitet, durch den Luft strömt. Den Luftstrom
erzeugt ein Lüfter, der von einem Hydraulikmotor getrieben wird. Mit
Hilfe einer Hydraulik- pumpe, deren Durchfluß mit der Temperatur des
Kühlmittels variiert, erhält man einen Lüfter, der den Luftdurchsatz dem
Kühlbedarf entsprechend erhöht bzw. senkt.
Die Überschußwärme des Systems wird zum Beheizen des Fah- rerplatzes und
des Fahrgastraums benutzt.
Die Kühlmittelpumpe fördert Kühlflüssigkeit durch den Ölkühler in den
Zylinderblock. Die Kühlflüssigkeit strömt dann durch Öffnungen im
Zylinderblock, umspült die Zylinderlaufbuchsen und steigt danach in die
Zylinderköpfe hoch.
Nach den Zylinderköpfen wird das Kühlmittel in einem Rohr gesammelt. Das
Kühlmittel wird von dort zu den Ölkühlern für Getriebe und Retarder
weitergeleitet, falls solche vorhanden sind, und weiter zum
Thermostatgehäuse, zum Kühler und wieder zur Pumpe.
Zirkulation in 9er Motoren, N-Busse
Die Kühlmittelpumpe fördert Kühlflüssigkeit durch den Ölkühler in den
Zylinderblock. Die Kühlflüssigkeit strömt dann durch Öffnungen im
Zylinderblock, umspült die Zylinderlaufbuchsen und steigt danach in die
Zylinderköpfe hoch.
Nach den Zylinderköpfen wird das Kühlmittel in einem Rohr gesammelt. Das
Kühlmittel wird von dort zu den Ölkühlern für Getriebe und Retarder
weitergeleitet, falls solche vorhanden sind, und weiter zum
Thermostatgehäuse, zum Kühler und wieder zur Pumpe.
Zirkulation in 9er Ethanolmotoren, L-Busse
Die Kühlmittelpumpe fördert Kühlflüssigkeit durch den Ölkühler in den
Zylinderblock. Die Kühlflüssigkeit strömt dann durch Öffnungen im
Zylinderblock, umspült die Zylinderlaufbuchsen und steigt danach in die
Zylinderköpfe hoch.
Nach den Zylinderköpfen wird das Kühlmittel in einem Rohr gesammelt. Von
dort wird ein Teil des Kühlmittelflusses zum wassergekühlten
Ladeluftkühler geleitet. Das restliche Kühlmittel wird zu den Ölkühlern
für Getriebe und Retar- der weitergeleitet, falls solche vorhanden sind,
und weiter zum Thermostatgehäuse, zum Küh- ler und wieder zur Pumpe.
Zirkulation in 9er Ethanolmotoren, N-Busse
Die Kühlmittelpumpe fördert Kühlflüssigkeit durch den Ölkühler in den
Zylinderblock. Die Kühlflüssigkeit strömt dann durch Öffnungen im
Zylinderblock, umspült die Zylinderlaufbuchsen und steigt danach in die
Zylinderköpfe hoch.
Nach den Zylinderköpfen wird das Kühlmittel in einem Rohr gesammelt. Von
dort wird ein Teil des Kühlmittelflusses zum wassergekühlten
Ladeluftkühler und zurück zur Pumpe geleitet. Das restliche Kühlmittel
wird zu den Ölkühlern für Getriebe und Retarder weitergeleitet, falls
solche vorhanden sind, und weiter zum Thermo- statgehäuse, zum Kühler
und wieder zur Pumpe.
Zirkulation 12er Motor
Die Kühlmittelpumpe fördert Kühlmittel in den längs verlaufenden
Verteilerkanal. Das Kühl- mittel strömt durch den Ölkühler und weiter
durch eine Öffnung in den Zylinderblock, umspült die Zylinderlaufbuchsen
und strömt weiter in die Zylinderköpfe.
Nach den Zylinderköpfen wird das Kühlmittel in einem Rohr gesammelt. Das
Kühlmittel wird von dort zu den Ölkühlern für Getriebe und Retarder
weitergeleitet, falls solche vorhanden sind, und weiter zum
Thermostatgehäuse, zum Kühler und wieder zur Pumpe.
Der Thermostat hat die Aufgabe, das Kühlmit- tel zum Motor auf der
richtigen Betriebstempe- ratur zu halten. Dies wird dadurch erreicht,
daß das Kühlmittel durch den Kühler oder daran vorbei zur
Kühlmittelpumpe geleitet wird.
Kalter Motor
Wenn die Kühlmitteltemperatur unter der Öff- nungstemperatur des
Thermostats liegt, zirkuliert das Kühlmittel über eine Leitung am Kühler
vor- bei, damit der Motor schnell warm wird.
Warmer Motor
Wenn das Kühlmittel die Betriebstemperatur erreicht hat, öffnet der
Thermostat und das Kühlmittel beginnt durch den Kühler zu zirku- lieren.
Der Thermostat regelt dann die Betriebstemperatur dadurch,daß, abhängig
vom Wärmeüberschuß, mehr oder weniger Kühlmittel durch den Kühler
geleitet wird.
Kühler
Der Kühler besteht aus zwei Behältern und einem Zellenpaket, das diese
verbindet.
Das Zellenpaket ist aus in Reihe angeordneten dünnwändigen
Aluminiumrohren aufgebaut. Zwischen den Rohren liegt ein gefaltetes dün-
nes Aluminiumblech, um die größtmögliche Wärmeableitung zu erreichen.
Der Einlaß des Kühlers ist an das Thermostat- gehäuse angeschlossen und
der Auslaß an die Ansaugseite der Kühlmittelpumpe.
Der Kühler bildet mit dem Ladeluftkühler und dem Hydraulikölkühler eine
Einheit. Das Küh- lerpaket ist in vier Punkten mit Schwingungs- dämpfern
am das Fahrgestell aufgehängt.
Der Kühllüfter wird von einem Hydraulikmo- tor angetrieben. Das System
besteht aus Hydraulikmotor, Ölkühler, Rücklauffilter, Behälter, Pumpe
sowie einem Steuerkreis zur Regelung des Pumpenflusses und somit der
Lüftergeschwindigkeit.
Der Behälter hat eine Einfüllöffnung für Öl und eine Entlüftung mit
Filter. Im Deckel der Einfüllöffnung befindet sich ein Meßstab zur
Kontrolle des Ölstands.
Das Ölfilter ist im Behälter montiert. Es ist ein Vollflußfilter mit
eingebautem Bypass-Ventil.
Die Hydraulikpumpe ist am Nebenantrieb des Motors angeschlossen. Sie ist
eine variable Kolbenpumpe, deren Hubraum, und somit der Durchfluß, von
einem Steuerkreis geregelt wird. Der Lüfter ist auf der Welle des
Hydrau- likmotors montiert. Nach dem Motor wird das Öl durch einen
Kühler zurück zum Filter und zum Behälter geleitet.
Der Steuerkreis reguliert den Pumpenfluß mit Hilfe eines
Thermostatventils im Kühlmittelum- lauf und einem Kompensator an der
Pumpe. Der Kreis erhält seinen Öldruck von der Druckseite der Pumpe.
Dort sitzt ein T-Stück mit eingebau- ter Drosselung. Der eine Anschluß
des T-Stücks geht zum Kompensator der Pumpe und der andere zum
Thermostatventil. Nach dem Ther- mostatventil wird das Öl in die
Rücklaufleitung des Systems geleitet.
Rücklauffilter
Rücklaufanschluß
O-Ring
Filtereinsatz
Filterhalter
Gehäuse
Deckel
1 2 3
103 815
5 4
Hydraulikölbehälter
Hydraulikölbehälter
Einfülldeckel mit Meßstab
Luftfilter
Saugleitung
Ablaßschraube
Kalter Motor
Bei niedriger Kühlmitteltemperatur ist das Thermostatventil im
Hydrauliksystem offen. Dadurch ist der Öldruck in der Steuerleitung
niedrig, der Ölfluß von der Hydraulikpumpe gering und die Drehzahl des
Lüftermotors niedrig. Bei ganz geöffnetem Thermostatventil hat der
Lüftermotor eine Drehzahl von 500- 600/min, unabhängig vom Busmotortyp.
Warmer Motor
Wenn die Kühlmitteltemperatur nach dem Kühler 76˚C
erreicht hat, beginnt das Thermo- statventil im Hydrauliksystem zu
schließen.
Dies hat zur Folge, daß der Druck in der Steu- erleitung zunimmt und
somit auch der Ölfluß von der Hydraulikpumpe und dadurch die Drehzahl
des Lüftermotors zunimmt. Bei ganz geschlossenem Thermostatventil hat
man den maximalen Öldruck von der Pumpe (135 bar). Der Lüftermotor dreht
mit 1800-2000/min bei mindestens 1800/min beim Busmotor.
4 5 1
Hydraulikpumpe
Behälter
Filter
3 4
Thermostatventil
2 5
Lüftermotor
Ölkühler
T-Stück
Kompensator
Abweichung kommen hinsichtlich Anordnung von Hydraulikpumpe
Wenn das Kühlmittel erwärmt wird, dehnt es sich aus. Um diese
Volumenerhöhung auszu- gleichen, ist ein Ausgleichbehälter vorhanden,
der auch als Entlüfter für das Kühlsystem dient.
Der Ausgleichbehälter ist oberhalb des höch- sten Punkts des Kühlers und
des Motors ange- bracht und hat einen Deckel zum Einfüllen.
Der Deckel öffnet bei einem Überdruck von 0,75 bar.
Zwei Entlüftungsrohre sind an den Behälter angeschlossen. Das eine kommt
vom Motor und das andere vom Kühler.
Im Boden des Behälters ist ein Rohr zur Ansaugseite der Kühlmittelpumpe
angeschlos- sen. Die Flüssigkeitssäule im Rohr gibt der Pumpe einen
statischen Druck, um die Gefahr von Kavitationsschäden zu verringern.
Niveau- und Temperaturwächter
Im Rohr für statischen Druck zur Kühlmittel- pumpe befindet sich ein
Niveaugeber. Dieser ist oberhalb des höchsten Punkts des Motors ange-
bracht. Falls eine Leckage entsteht, gibt er ein Signal an eine
Warnlampe am Armaturenbrett.
Im Sammelrohr für Kühlmittel bei den Zylin- derköpfen befindet sich ein
Temperaturgeber. Falls die Temperatur des Kühlmittels zu hoch wird, gibt
er ein Signal an eine Warnlampe am Armaturenbrett.
Die Kühlmittelpumpe sitzt am Motor und wird über einen Riemen durch die
Riemenscheibe an der Kurbelwelle angetrieben.
Die Pumpe ist vom Fliehkrafttyp und besteht aus einem Pumpengehäuse,
einem Pumpendeckel und einer Welle mit einem Schaufelrad. Die Welle ist
im Pumpendeckel gelagert und dauergeschmiert.
Die Wellenlagerung ist mit einem federnden Dichtring gegen Kühlmittel
abgedichtet.
Kühlmittelpumpe, 12er Motor
Die Kühlmittelpumpe ist am Motor angebracht und wird über einen
Poly-V-Riemen durch die Riemenscheibe an der Kurbelwelle angetrieben.
Die Pumpe ist eine Fliehkraftpumpe und besteht aus einem spiralförmigen
Pumpengehäuse mit einem Schaufelrad, das direkt auf der Antriebs- welle
sitzt. Die Welle ist im Gehäuse gelagert und ist dauergeschmiert.
Die Pumpenwellenlagerung ist mit einem federn- den Wellendichtring gegen
Kühlflüssigkeit abge- dichtet.
Das Kühlsystem ist mit einem Filter versehen, das das Kühlmittel reinigt
und ihm einen Korro- sionsschutz beimengt.
Das Filter besteht aus einer Außenhülle, einem Filtereinsatz und einem
Korrosionsinhibitor.
Das Kühlmittel strömt in das Filter, am Korrosi- onsinhibitor vorbei,
der vom Kühlmittel aufge- löst und ins Kühlsystem transportiert wird und
den Motor vor Korrosionsbildung schützt.
Für Filterwechsel ist ein Absperrventil vorhanden.
Ladeluftkühlung gibt es an Scanias Motoren mit Turbolader. Hier wird die
Ladeluftkühlung für DSC-Motoren beschrieben.
Die Leistung, die von einem Motor entnom- men werden kann, hängt u.a.
von der Kraft- stoffmenge ab, die effektiv im Motor verbrannt werden
kann.
Kältere Luft hat eine höhere Dichte und enthält mehr Sauerstoff per
Volumeneinheit als erwärmte Luft. Die Temperatur der Einlaßluft wird
erhöht, wenn sie durch den Turbolader strömt. Falls die Luft danach
gekühlt wird, steigt die Densität (Dichte der Luft) und dem Motor wird
mehr Sauerstoff zugeführt. Das führt dazu, daß mehr Kraftstoff verbrannt
werden kann.
Dies führt zu höherer Leistung und niedrige- rem Kraftstoffverbrauch,
einem niedrigeren Emissionswert und einem höheren Drehmo- ment. Die
gekühlte Luft senkt die Verbren- nungstemperatur und auch die Temperatur
an den Teilen, die von der Verbrennung betroffen sind, was trotz
erhöhter Leistung eine niedri- gere thermische Belastung ergibt.
Einbauposition des Kühlers
Der Ladeluftkühler ist im selben Kühlerpaket festgeschraubt wie der
Kühlmittelkühler und der Kühler für das Hydrauliköl des Lüfterantriebs.
Einlaßsystem
Im Einlaßsystem sind Rohre vorhanden, in denen die Luft nach dem
Turbolader zum Ladeluftkühler geleitet wird, der sich vor dem
Kühlmittelkühler des Motors befindet. Die Ladeluft wird von dem
Luftstrom gekühlt, der danach am Flüssigkeitskühler des Motors vor-
beiströmt. Nach dem Kühlen wird die Einlaß- luft zum Einlaßrohr
geleitet, das die Luft an die Zylinder verteilt.
Die häufigsten Fehler am Kühlsystem sind Undichtigkeiten, Überhitzen
oder Versagen der Heizung. Überhitzen oder Versagen der Heizung kann
zwei Ursachen haben:
Probleme mit dem Kühlmittelfluß. Folgendes prüfen:
Schläuche und Rohre.
Antriebsriemen und Riemenspannung.
Funktion des Thermostats.
Kühlmittelpumpe und Riemenscheibe.
Wenn die oben genannten Punkte geprüft wurden, die Beanstandung
jedoch weiterhin besteht, kann Luft im System die Ursache sein.
Kühlmittel gemäß Beschreibung im Heft ablassen und neu einfüllen.
Probleme mit dem Kühlluftstrom. Folgendes prüfen:
Lamellen des Kühlers auf Verstopfung.
Temperaturgesteuerten Lüfter.
Dichtung um Kühler zur Verhinderung von Luftzirkulation.
Undichtigkeiten
Kühlmittelstand im Ausgleichbehälter prüfen und ggf. korrigieren.
System auf Dichtheit prüfen und Undichtigkeiten beheben.
Prüfen, ob das Kühlmittel verunreinigt ist. Verunreinigtes
Kühlmittel deutet auf eine innere Undichtigkeit oder mangelhafte
Kühlmittelbehandlung und Überdosierung hin. Interne Undichtigkeiten
können im Motor oder in einem der Ölkühler auftreten. Unsachgemäße
Handhabung des Kühlmittels und eine zu hohe Kühlmittelkonzentration
können zu Verschlammung und sogar Korrosion führen. Durch die
Verschlammung verstopft der Kühler und die Kühlleistung
wird verringert. Bei verunreinigtem Kühlmittel das System gemäß
Beschreibung im Heft reinigen. Für zusätzliche Informationen zu Wartung
und Flüssigkeiten siehe Gruppe 0.
Wenn nicht an der Heizung des Busses gearbeitet werden soll, die Ventile
für Heizungsanschluß und Heizungsrücklauf schließen. Kühlsystem mit
Adapter 99 301 und Kühlmittelbehälter 587 129 entleeren.
Auffangbehälter und Füllvorrichtung.
Befüllen
Informationen zu Spezifikationen und Füllmengen sind in Gruppe 0
"Kraftstoff, Schmiermittel und Flüssigkeiten" enthalten.
Einfüllgeräte verwenden, um Lufteinschlüsse im System zu vermeiden.
Adapter 99 301 an Ablaßanschluß anschließen und System befüllen.
Nach dem Befüllen des Kühlsystems Motor starten. Motor 10 Minuten drehen
lassen (Zeitdauer setzt voraus, daß die Heizung im Bus ausgeschaltet
ist). Kühlmittelstand prüfen und ggf. korrigieren. Wenn der
Ausgleichbehälter nicht sichtbar ist, Kühlmittelstand im Sichtglas
prüfen.
WICHTIG! Die
Ventile für Heizungsanschluß und Heizungsrücklauf öffnen, falls sie
geschlossen wurden.
Trotz dieser Methode können Lufteinschlüsse im Kühlsystem vorhanden
sein. Diese Lufteinschlüsse verschwinden, nachdem der Motor einige Zeit
betrieben wurde. Kühlmittel muß daher so lange aufgefüllt werden, bis
der Stand im Kühlmittelausgleichbehälter stabil bleibt.
Sicherstellen, daß die Dichtfläche am Einfüllstutzen nicht
beschädigt ist.
Kühlmittelstand prüfen. Ggf. korrigieren.
Kühlsystem-Prüfer 587 048 mit Adapter 587 624 anstelle des Deckels
anbauen. Druck auf ca. 0,6 bar anheben.
Nimmt der Druck ab, kann dies durch äußere oder innere
Undichtigkeiten verursacht werden.
Kühlsystem-Prüfer 587 048 und Adapter
587 624.
Äußere Undichtigkeiten
Eine äußere Undichtigkeit macht sich durch Austritt von Kühlmittel
bemerkbar. Zunächst alle Schlauch- und Rohranschlüsse prüfen, auch die
zur Heizung im Innenraum des Busses.
Innere Undichtigkeiten
Eine innere Undichtigkeit im Motor kann sich durch weiße Abgase und
Kühlmittel im Motoröl bemerkbar machen. Eine Überholung des Motors ist
in diesem Fall die einzige Lösung.
Eine innere Undichtigkeit in einem der Ölkühler kann zu Öl im Kühlsystem
oder zu Kühlmittel im Öl führen. Defekten Ölkühler erneuern, und
Kühlsystem gemäß Anweisungen unter "Kühlsystem reinigen" reinigen.
Kühlsystem gemäß Anweisungen unter "Kühlsystem, Kühlsystem entleeren
und befüllen" entleeren.
Boden unter Kühler und Lüfter ausbauen.
Alle Anschlüsse trennen.
Thermostat ausbauen.
Prüfungen
Thermostatgehäuse abschrauben und Thermostat ausbauen.
Thermostat in einen Behälter mit kochendem Wasser tauchen. Der
Thermostat muß frei hängen und darf die Wände und den Boden des
Behälters nicht berühren.
Prüfen, ob der Thermostat innerhalb von 3 Minuten vollständig
öffnet.
Prüfen, ob der Thermostat nach dem Abkühlen vollständig schließt.
Funktioniert der Thermostat nicht wie in Punkt 3 und 4 beschrieben oder
hängt er fest, muß der Thermostat erneuert werden.
Thermostatgehäuse
Thermostat
Dichtung
Abdeckung
Stiftschraube
02_0364
Thermostatgehäuse.
Einbau
Thermostatgehäuse reinigen und prüfen, ob der Thermostat korrekt
funktioniert.
Dichtung erneuern. Thermostat in Gehäuse einsetzen und Gehäuse
zusammenbauen. Thermostatgehäuse und Anschlüsse anbauen.
Anzugsmomente
Thermostatgehäuse 28 Nm
Boden unter Kühler und Lüfter einbauen.
Kühlsystem gemäß Anweisungen unter "Kühlsystem, Kühlsystem entleeren
und befüllen" befüllen.
Kühlsystem gemäß Anweisungen unter "Kühlsystem entleeren und
befüllen" entleeren.
Antriebsriemen abbauen.
Riemenscheibe ausbauen.
Pumpe ausbauen.
Einbau
Bauteile in umgekehrter Reihenfolge einbauen und Kühlsystem gemäß
Anweisungen unter "Kühlsystem, Kühlsystem entleeren und befüllen"
befüllen.
Wellendichtring erneuern Spezifikationen
Prüfmessungen 9l-Motor 11l- und 12l-Motor
Abstand zwischen der Dichtebene des Pumpendeckels und der Wellenebene
des Schaufelrads
9,35-9,75 mm 13,3-13,7 mm
Spezialwerkzeuge
Nummer Beschreibung Abbildung Werkzeugtafel
87 664 Dorn
736 Abzieher
117 Dorn
87 664
110 333
98 736
00_1475
99 117
114 286
43
G2
AM2
D4
Schaufelrad mit Abzieher 98 736 und Dorn 87 664 abbauen.
Dichtung mit zwei Schraubendrehern und einem Distanzstück erneuern.
Hinweis: Dichtungsfläche
des Pumpengehäuses nicht beschädigen.
Neue Dichtung mit Dorn 99 117 einbauen.
Hinweis: Die
Verwendung von Dorn 99 117 ist unbedingt erforderlich. Das Werkzeug
sorgt für die korrekte Vorspannung der Feder, die die Dichtung hält.
Schaufelrad auf Welle aufpressen. Zu korrektem Abstand zwischen
Dichtfläche des Pumpengehäuses und Wellenebene des Schaufelrads
siehe nachstehende Tabelle.
Hinweis: Die
Welle darf ihre Lage im Pumpendeckel nicht ändern, andernfalls kann
sich der Dichtring verschieben. A
105 435
Prüfmessungen 9l-Motor 11l- und 12l-Motor
Abstand zwischen der Dichtebene des Pumpendeckels und der Wellenebene
des Schaufelrads
9,35-9,75 mm 13,3-13,7 mm
Teile prüfen und erneuern
Prüfen, ob sich die Welle leicht drehen läßt und Kugeln und Lagerringe
nicht beschädigt sind.
Dichtungen und Dichtflächen auf Schmutz und Schäden prüfen.
Bei Verdacht auf Fehler am temperaturgesteuerten Lüfter ist die Drehzahl
des Lüfters zu prüfen. Dazu elektronischen Drehzahlmesser 587 304
verwenden.
Selbstklebenden Reflexstreifen auf einem der Lüfterflügel anbringen. Der
Klebestreifen dient bei der Messung der Drehzahl des Lüfters als Sensor.
Bei kaltem Motor und Leerlaufdrehzahl beträgt die Lüfterdrehzahl
500-600/min. Bei betriebswarmem Motor und einer Kühlmitteltemperatur
(hinter dem Kühler) von 76 °C
oder mehr, muß die Lüfterdrehzahl
1800-2000/min betragen, wenn der Motor mit ca. 1500/min dreht.
Elektronischer Drehzahlmesser 587 304.
Kühlerlüfter ausbauen
Kühlsystem gemäß Anweisungen unter "Kühlsystem entleeren und
befüllen" entleeren.
Kühler ausbauen.
Mutter zum Sichern des Lüfters auf der Motorwelle abschrauben.
Um einen Abzieher am Lüfter anbringen zu können, zwei sich diagonal
gegenüberstehende Schrauben aus der Innenplatte des Lüfters
herausdrehen.
Abzieher 587 519 mit Hilfe von je zwei Muttern und Schrauben (M8 x
100) anbauen. Lüfter ausbauen.
Abzieher 587 519.
Kühlerlüfter einbauen
Kühlerlüfter an Motorwelle anbauen und Mutter festziehen.
Anzugsmomente
Mutter des Kühlerlüfters 50-60 Nm
Hinweis: Nicht
vergessen, Schrauben und Muttern wieder an der Innenplatte des
Lüfters anzubauen, falls zum Ausbau des Lüfters ein Abzieher
verwendet wurde.
Kühler anbauen.
Kühlsystem gemäß Anweisungen unter "Kühlsystem, Kühlsystem entleeren
und befüllen" befüllen.
Kühler und Ölkühler durch Hineindrücken der Oberkante und
anschließendes Hineinheben einbauen.
Zwei Schrauben (eine auf jeder Seite) für die unteren Halter des
Kühlers 1 eindrehen.
Zwei Schrauben (eine auf jeder Seite) für die oberen Halter des
Kühlers 2 eindrehen.
Schlauch an Einlaß des Hydraulikmotors und Auslaß des Ölkühlers 2
anbauen.
Schläuche an Kühler anschließen und mit Schlauchschellen 1 sichern.
Entlüftungsschlauch 3 anschließen.
Ladeluftkühler in Einbaulage bringen. Dazu hinten anheben und vorn
absenken. Der hintere Bereich muß anschließend beim Einbau abgesenkt
und der vordere Bereich gleichzeitig angehoben werden.
Vier Schrauben der oberen Halter 2 des Ladeluftkühlers eindrehen
(auf jeder Seite zwei).
Vier Schrauben der unteren Halter 1 des Ladeluftkühlers eindrehen
(auf jeder Seite zwei).
Luftschläuche am Ein- und Auslaß des Ladeluftkühlers anschließen und
mit Schlauchschellen 3 sichern.
Kühlsystem gemäß Anweisungen unter "Kühlsystem, Kühlsystem entleeren
und befüllen" befüllen.
Hydrauliksystem zum Antrieb des Lüfters gemäß Anweisungen unter
"Hydrauliksystem, Flüssigkeit einfüllen" befüllen.
Kühlsystem gemäß Anweisungen unter "Kühlsystem, Kühlsystem entleeren
und befüllen" entleeren.
Zwei obere Schrauben aus Kühler herausdrehen.
Busse mit Ladeluftkühler: Ladeluftkühler gemäß "Ladeluftkühler
ausbauen, N-Busse" ausbauen.
Vorratsbehälter 1 des Lüfter- Hydrauliksystems entleeren.
Rücklaufleitung 2 von Ölkühler abbauen, wenn sich diese nah am
Kühlerrahmen befindet.
Unteren Kühlmittelschlauch 3 von Kühler abbauen.
Halter 4 des Kühlmittelrohrs am Heizungsventil von Kühler hinten
abbauen.
Druck im Druckluftsystem abbauen und Anschlüsse der Kühlschlangen
unten 5 und oben an den Verbindungen hinten am Kühlerrahmen abbauen.
Untere Schraube 9 aus Kühler hinten herausdrehen.
Hutmutter 8 am Ölkühlereinlaß eine halbe Umdrehung lösen, damit die
Leitung gedreht werden kann, um besseren Zugang zu erhalten.
Druckleitung 6 des Lüfterantriebs über dem Lüfter am Anschluß vor
dem Eintritt der Leitung in die Lüfterhaube abbauen. Rücklaufleitung
7 zwischen Lüfter und Ölkühler am Anschluß über dem Lüfter lösen.
Kühlmittelleitung 10 von Ausgleichbehälter abbauen. Schelle, mit der
die Leitung am Halter befestigt ist, ebenfalls abbauen, damit die
Leitung nach hinten gebogen werden kann. Die Schelle befindet sich
innen, unter der unteren linken Ecke der Öffnung - siehe Pfeil.
Oberen Kühlmittelschlauch abbauen. Entlüftungsschlauch von Anschluß
am Kühler abbauen.
Ladeluftleitung 11 nach oben abbauen und Halter von Kühlerrahmen
abbauen.
Schrauben herausdrehen und seitliche Abdeckung des Kühlerrahmens
vorn abbauen. Die Schraube befinden sich hinter dem Kühlerrahmen,
sind jedoch durch die vordere Abdeckung im Bus zugänglich. Die
Pfeile weisen auf die ungefähre Einbaulage der Schrauben.
Untere Schraube 12 aus Kühler vorn herausdrehen.
Hinterkante des Kühlers beim Herausheben des Kühlers nach innen
drücken und Vorderkante unten nach außen drehen, um eine Berührung
mit den Klimaanlagen- kompressoren und Kühlmittelschläuchen zu
vermeiden. Kühler komplett mit Kühlerlüfter, Kühlschlange und
Ölkühler ausbauen.
Zwei Schrauben (M10) in seitliche Abdeckung des Kühlerrahmens hinten
eindrehen. Obere Schrauben nicht festziehen; sie dient nur zur
Stabilisierung des Kühlers, während die seitliche Abdeckung vorn
angebaut wird.
Seitliche Abdeckung vorn mit Schrauben anbauen. Obere Schraube aus
seitlicher Abdeckung hinten herausdrehen und in unteren Halter vorn
1 einsetzen, so daß sich der Kühler etwas bewegen läßt und die
Oberkante eingeschoben werden kann.
Halter für Ladeluftleitung am Kühlerrahmen anbauen und Ladeluft-
leitung 2 anbauen.
Kühlmittelleitung 3 an Ausgleichbehälter anbauen. Schlauchschelle
anbauen, mit der die Leitung am Halter befestigt ist. Die Einbaulage
der Schelle befindet sich innen, unter der unteren linken Ecke der
Öffnung - siehe Pfeil.
Hutmutter 4 am Ölkühlereinlaß festziehen.
Druckleitung 5 des Lüfterantriebs über Lüfter anbauen.
Rücklaufleitung 6 von Lüftermotor an Ölkühler anbauen.
Unteren Kühlmittelschlauch 7 anbauen.
Halter 8 des Kühlmittelrohrs am Heizungsventil an Kühler hinten
anbauen.
Kühlschlangenanschluß unten 9 und oben hinten an Kühlerrahmen
anbauen.
Ölkühler-Rücklaufleitung 10 anbauen.
Vorratsbehälter 11 des Hydrauliksystems zum Antrieb des Lüfters
gemäß Anweisungen unter "Hydrauliksystem, Flüssigkeit einfüllen"
befüllen.
Ladeluftkühler gemäß Anweisungen unter "Ladeluftkühler einbauen,
N-Busse" einbauen.
Kühlsystem gemäß Anweisungen unter "Kühlsystem, Kühlsystem entleeren
und befüllen" befüllen.
Der niedrigste Punkt des Systems sind die Anschlüsse des Ölkühlers. Bei
Arbeiten am Kühler oder Motor das Öl am Kühler ablassen. Falls die
Hydraulikpumpe ausgebaut werden soll, kann der Behälter entleert werden,
um Flüssigkeitsaustritt zu verhindern. Dies geschieht mit Hilfe des
Stopfens unten am Behälter.
Informationen zu Spezifikationen und Füllmengen sind in Gruppe 0
"Kraftstoff, Schmiermittel und Flüssigkeiten" enthalten.
Stopfen an der Hydraulikpumpe lösen und mit Öl befüllen. Wenn das Öl
die Hydraulikpumpe erreicht (am Stopfen austritt), Stopfen
festziehen. Motor starten und kurz drehen lassen.
Anzugsmomente
Stopfen 50-55 Nm
WICHTIG! Wenn
das Hydrauliksystem geöffnet wird, ist es wichtig, auf äußerste
Sauberkeit zu achten, damit keine Verunreinigungen in das System
eindringen.
Hinweis: Hydraulikpumpe
keinesfalls trockenlaufen lassen. Sicherstellen, daß der Lüfter
dreht - dies weist auf eine korrekt funktionierende Pumpe hin.
Ölstand im Behälter prüfen und ggf. korrigieren.
Das System ist selbstentlüftend. Schritt 2 so oft wiederholen, bis
die gesamte Luft aus dem System entwichen und der Ölstand stabil
ist.
Ursache hierfür ist möglicherweise, daß das Thermostatventil nicht
öffnet oder daß der Kompensator der Hydraulikpumpe, der den Ölfluß
regelt, nicht funktioniert. Es kann aber auch daran liegen, daß das
Thermostatventil verunreinigt ist.
Maßnahme
Um die Fehlerursache zu ermitteln, muß das Thermostatventil überbrückt
werden.
Zulaufleitung am Einlaß des Thermostatventils lösen.
Rücklaufleitung zwischen Thermostatventil und Rücklaufleitung des
Systems abbauen.
Zulaufleitung am Anschluß zur Rücklaufleitung des Systems anbauen.
Nun ist das Thermostatventil überbrückt.
Füllstand im Hydraulikölbehälter prüfen und ggf. korrigieren.
Motor starten und im Leerlauf drehen lassen.
Wenn der Lüfter mit niedriger Drehzahl dreht (500-600/min), ist ein
nicht funktionierendes Thermostatventil die Fehlerursache.
Thermostatventil erneuern.
Wenn die Drehzahl des Lüfters weiterhin zu hoch ist, funktioniert
die Regelung des Pumpendurchflusses nicht. Hydraulikpumpe erneuern.
Fehler
Die Drehzahl des Lüfters erhöht sich nicht, obwohl der Motor
betriebswarm ist und die Kühlmitteltemperatur nach dem Kühler 76 °C
oder mehr beträgt (bei einer Motordrehzahl von 1500/min muß die Drehzahl
des Lüfters
1800-2000/min betragen).
Ursache
Der Fehler kann seine Ursache darin haben, daß das Thermostatventil
nicht schließt, die Hydraulikpumpe nicht funktioniert oder der
Hydraulikmotor verschlissen ist.
Hinweis: Es
kann auch sein, daß die Drosselung des T-Stücks verschmutzt ist. Wie
dies die Drehzahl beeinflußt, hängt davon ab, wie verstopft die
Drosselung ist.
Maßnahme
Um die Fehlerursache zu ermitteln, muß das Thermostatventil geschlossen
werden.
Zulaufleitung zum Thermostatventil lösen und verschließen.
Einlaß des Thermostatventils verschließen.
Füllstand im Hydraulikölbehälter prüfen und ggf. korrigieren.
Motor starten und auf eine Drehzahl von ca. 1500/min bringen.
Falls der Lüfter eine Drehzahl von
1800-2000/min erreicht hat, ist ein nicht funktionierendes
Thermostatventil die Fehlerursache, oder die Drosselung im T-Stück
ist leicht verstopft. Drosselung reinigen und/oder Thermostatventil
erneuern.
Falls die Drehzahl des Lüfters niedrig bleibt, funktioniert die
Hydraulikpumpe nicht, oder die Drosselung des T-Stücks ist völlig
verstopft. Drosselung reinigen und/ oder Hydraulikpumpe erneuern.
103 684
Artikel, geeignet für Hydrauliksysteme und einen Druck von mindestens
150 bar, zum Verschließen des Thermostatventils.
Fehler
Unnormal laute Geräusche von der Hydraulikpumpe.
Ursache und Maßnahme
Niedriger Ölstand im Behälter. Prüfen und ggf. korrigieren. Ist der
Flüssigkeitsstand niedrig, auf äußere Undichtigkeiten prüfen.
Luft im System. Das System ist bei Betrieb selbstentlüftend.
Geschieht dies nicht, dringt wahrscheinlich Luft in einen Anschluß
an der Saugleitung der Hydraulikpumpe ein.
Zu kaltes Öl. Das Öl erwärmt sich, wenn das System einige Zeit in
Betrieb war, und die unnormal lauten Geräusche verschwinden. Falls
die Geräusche nicht verschwinden, weiter nach der Fehlerursache
suchen.
Hinweis: Prüfen,
ob korrektes Öl eingefüllt wurde. Bei kalter Witterung SAE 5W 40
verwenden.
Fehler
Überhitzte Hydraulikpumpe.
Ursache und Maßnahme
Der Ölkühler funktioniert nicht korrekt. Prüfen und ggf. reinigen.
Flüssigkeitsstand zu gering. Prüfen und ggf. korrigieren. Bei
Ölverbrauch auf äußere Undichtigkeiten prüfen.
Innere Undichtigkeit in der Hydraulikpumpe. Hydraulikpumpe erneuern.
WICHTIG! Der
Rücklauffilter im Vorratsbehälter verfügt über ein eingebautes
Bypass-Ventil und ist ein Vollflußfilter. Falls der Filter verstopft
ist, öffnet das Bypass-Ventil und das Öl strömt am Filter vorbei. Filter
gemäß dem empfohlenen Intervall erneuern.
Hydrauliksystem gemäß Anweisungen unter "Hydrauliksystem,
Flüssigkeit ablassen" entleeren.
Anschlüsse zum Motor und zum Thermostatventil und vom
Vorratsbehälter abbauen.
Muttern zur Befestigung der Pumpe am Adapter des Nebenantriebs
abschrauben.
Die Kraftübertragung zur Pumpe erfolgt mit Hilfe einer
Keilverzahnung an der Welle, deshalb kann die Pumpe aus dem
Nebenantrieb gezogen werden.
Einbau
Hinweis: Sicherstellen,
daß der O-Ring zwischen Pumpe und Adapter nicht beschädigt ist.
Gegebenenfalls erneuern. Bei beschädigtem O-Ring sind Undichtigkeiten
die Folge.
Welle der Pumpe in den Nebenantrieb einführen, und Muttern
aufschrauben, mit denen die Pumpe am Adapter des Nebenantriebs
befestigt ist.
Die Anschlüsse zum Motor und zum Thermostatventil sowie zum Behälter
anbauen.
Hydrauliksystem gemäß Anweisungen unter "Hydrauliksystem,
Flüssigkeit einfüllen" befüllen.
4 1 2
103 693
3
Hydraulikpumpe mit entfernten Anschlüssen.
Anschluß vom Flüssigkeitsbehälter
Anschluß zum Hydraulikmotor
Anschluß zum Thermostatventil
Mutter, mit der die Hydraulikpumpe am Adapter des Nebenantriebs
befestigt ist
Zwei Ventile im Heizsystem des Busses schließen und Kühlmittel gemäß
Anweisungen unter "Kühlsystem, Kühlsystem entleeren und befüllen"
aus Kühler ablassen. Die Ventile befinden sich im Motorraum.
Abdeckungen um Kühler im Bus abbauen.
Zwei obere Schrauben aus Kühler herausdrehen.
Oberen Kühlmittelschlauch 3 abbauen. Entlüftungsschlauch 4 von
Anschluß am Kühler abbauen.
V-Schelle für obere Ladeluftleitung 5 abbauen.
V-Schelle für untere Ladeluftleitung 6 abbauen.
Oberkante des Kühlers eindrücken und obere Abdeckung 7 und untere
Abdeckung 8 abbauen.
Acht Schrauben des Ladeluftkühlers
9, 10 herausdrehen (zwei in jeder Ecke). Die vorderen Schrauben sind
über die vordere Öffnung im Bus zugänglich.
Oberkante des Kühlers eindrücken und Ladeluftkühler mit acht
Schrauben 1 und 2 an den Ecken einbauen.
Hinweis: Sicherstellen,
daß sich der Dichtstreifen zwischen Ladeluftkühler und Kühler in
korrekter Einbaulage befindet.
Obere Abdeckung 3 und unter Abdeckung 4 anbauen.
Zwei obere Schrauben in Kühlerrahmen eindrehen.
Kühlmittelschlauch 5 anbauen.
Entlüftungsschlauch 6 an Anschluß am Kühler anbauen.
V-Schelle für obere Ladeluftleitung 7 anbauen.
V-Schelle für untere Ladeluftleitung 8 anbauen.
Kühlsystem gemäß Anweisungen unter "Kühlsystem, Kühlsystem entleeren
und befüllen" befüllen. Zwei Ventile der Busheizung öffnen. Die
Ventile befinden sich im Motorraum.
Motor starten und bis zum Erreichen der Betriebstemperatur drehen
lassen.
Sicherstellen, daß der Kühlerlüfter dreht. Auf Kühlmittel- und
Ölaustritt prüfen. Ggf. beheben. Kühlmittel- und Ölstand prüfen und
ggf. korrigieren.
Scania Kompressormotoren sind mit einem Ladeluftkühler ausgestattet.
Die Nennleistung eines Motors hängt u. a. von der Kraftstoffmenge ab,
die vollständig verbrannt werden kann.
Kaltluft hat eine höhere Dichte und enthält mehr Volumenprozent
Sauerstoff als Warmluft. Im Turbolader steigt die Temperatur der
Ansaugluft. Wird die Luft nach Austritt aus dem Turbolader abgekühlt,
steigen ihre Dichte und ihr Sauerstoffgehalt. Der erhöhte
Sauerstoffgehalt im Motor ermöglicht die Verbrennung einer größeren
Kraftstoffmenge.
Dies hat eine höhere Motorleistung, niedrigeren Kraftstoffverbrauch,
geringere Emissionen und ein höheres Drehmoment zur Folge. Die Kühlung
der Luft ermöglicht die Senkung von Verbrennungstemperatur und
Temperatur der betroffenen Bauteile. Auf diese Weise läßt sich der
temperaturbedingte Verschleiß bei gleichzeitiger Erhöhung der
Motorleistung reduzieren.
Ansaugluftführung
102 592
Die Luft verläßt den Turbolader und strömt durch Leitungen in den vor
dem Motorkühler angeordneten Ladeluftkühler. Die Ladeluft wird durch den
Fahrtwind abgekühlt, der anschließend durch den Kühler strömt. Die
abgekühlte Luft tritt in den Ansaugkrümmer ein und verteilt sich auf die
Zylinder.
Das Kühlsystem steht unter Druck. Wird das Kühlsystem bei noch
warmem Motor geöffnet, kann heißes Kühlmittel austreten.
Heißes Kühlmittel kann Verbrühungen verursachen.
Hautkontakt vermeiden. Hautkontakt mit Kühlmittel kann zu
Hautreizungen führen.
Beim Umgang mit Kühlmittel stets Schutzhandschuhe und Schutzbrille
tragen.
Scania Korrosionsschutz, Ethylenglykol und andere Kühlmittelzusätze
sind sehr giftig und können bei Verschlucken zum Tode führen.
Lüfter und Anschlüsse nicht beschädigen. Beschädigte Lüfter und
Anschlüsse können schwere Verletzungen verursachen und andere
Bauteile im Fahrzeug beschädigen.
WICHTIG! Ausschließlich
die von Scania empfohlenen Kühlmittel und Kühlmittelfilter
verwenden.
Informationen zu Spezifikationen und Füllmengen sind in Gruppe 0
"Kraftstoff, Schmiermittel und Flüssigkeiten" zu finden.
Einfüllgeräte verwenden, um Lufteinschlüsse im System zu vermeiden.
Adapter 99 301 an Ablaßanschluß anschließen und System befüllen.
Nach dem Befüllen des Kühlsystems Motor starten. Motor 10 Minuten
drehen lassen (Zeitdauer setzt voraus, daß die Heizung im Omnibus
ausgeschaltet ist). Kühlmittelstand prüfen und ggf. auffüllen. Ist
keine Ausdehnung des Kühlmittels feststellbar, Kühlmittelstand im
Prüfglas prüfen.
WICHTIG! Heizungsauslaß-
und Rücklaufventile öffnen, falls diese geschlossen waren.
Trotz dieser Methode können Lufteinschlüsse im Kühlsystem vorhanden
sein. Diese Lufteinschlüsse verschwinden, nachdem der Motor einige
Zeit betrieben wurde. Kühlmittel muß daher so lange aufgefüllt
werden, bis der Stand im Kühlmittelausgleichbehälter stabil bleibt.
Bei ansteigender Temperatur nimmt der Widerstand im Sensor ab.
Bei der Messung mit einem Ohmmeter müssen sich folgende Meßwerte
ergeben:
-20 ˚C
11,8 - 14,9 kOhm
+/-0 ˚C
4,5 - 6,3 kOhm
+20 ˚C
2,2 - 2,6 kOhm
+40 ˚C
1,0 - 1,3 kOhm
+60 ˚C
560 - 680 Ohm
+80 ˚C
310 - 309 Ohm
+100 ˚C
180 - 230 Ohm
Kühlmitteltemperaturanzeige prüfen. Die Arbeitsanweisung zur
Prüfung des Kombiinstrumentes mit Kühlmitteltemperaturanzeige
ist in
Gruppe 16, Elektrische Bauteile, enthalten.
Sicherstellen, daß der Luftstrom nicht durch das
Fliegenschutzgitter oder andere Bauteile behindert ist.
Die Kühlelemente (2) dürfen nicht verstopft sein.
Prüfen, ob die Luftleitbleche eingebaut und unbeschädigt sind.
Kühlmittelstand prüfen. Bei einem zu niedrigen Kühlmittelstand
muß Kühlmittel gemäß Spezifikation aufgefüllt und eine
Probefahrt gemacht werden. Fällt der Kühlmittelstand ab, weist
dies auf eine interne oder externe Undichtigkeit hin. Kühlsystem
zur Prüfung mit Druck beaufschlagen, siehe "Kühlsystem zur
Prüfung mit Druck beaufschlagen".
Prüfen, ob das Kühlmittel sauber ist.
Unsachgemäße Handhabung des Kühlmittels und eine zu hohe
Kühlmittelkonzentration können zu Verschlammung und sogar
Korrosion führen. Durch die Verschlammung verstopft der Kühler
und die Kühlleistung ist verringert.
Der Kühlmittelfilter verhindert, daß sich Fremdkörper und
Schmutzpartikel festsetzen und reduziert dadurch die
Korrosionsgefahr.
Bei betriebswarmem Motor ist mit der Hand spürbar, ob der
Kühlmittelfilter in Betrieb ist.
Ist der Kühlmittelfilter bei betriebswarmem Motor kalt, kann er
verstopft oder vom Kühlmittelkreislauf getrennt sein.
Bei Verschlammung:
Kühlsystem entleeren.
Kühlsystem mit sauberem, heißem Wasser befüllen.
Motor etwa 20-30 Minuten, bis zum Erreichen der
Betriebstemperatur drehen lassen.
Kühlmittelpumpe prüfen, siehe Kapitel "Kühlmittelpumpe, Prüfen".
Antriebsriemen und Riemenspannung prüfen, um sicherzustellen,
daß die Kühlmittelpumpe angetrieben wird.
Spülmittel BASF Glycacorr G 93 oder Texaco Havoline XLI
verwenden. Das Spülmittel darf nicht schäumen.
Falls möglich, Motor bis zum Erreichen der Betriebstemperatur
drehen lassen.
Kühlsystem entleeren.
Thermostat ausbauen.
Kühlsystem mit sauberem, heißem Wasser und Spülmittel befüllen
(0,1 Liter Spülmittel auf 10 Liter Wasser), BASF Glycacorr G 93
oder Texaco Havoline XLI.
Motor etwa 20-30 Minuten, bis zum Erreichen der
Betriebstemperatur drehen lassen.
Hinweis: Innenraumheizung
des Omnibusses nicht vergessen. Ventile öffnen und Pumpen
betätigen.
Kühlsystem entleeren.
Kühlsystem mit sauberem, heißem Wasser befüllen.
Motor etwa 20-30 Minuten, bis zum Erreichen der
Betriebstemperatur drehen lassen.
Wasser ablassen.
Thermostat und neuen Kühlmittelfilter einbauen.
Kühlmittel gemäß Spezifikation auffüllen. Siehe Gruppe 0
"Kraftstoff, Schmiermittel und Flüssigkeiten".
Kühler und Ladeluftkühler außen reinigen
Kühler und Ladeluftkühler ausbauen.
Einlaß- und Auslaßleitungen verschließen, um das Eindringen von
Entfettungsmitteln oder Schmutzpartikeln in den Kühler oder
Ladeluftkühler zu verhindern.
Kühler und Ladeluftkühler reinigen.
WICHTIG! Kühlerkern vorsichtig reinigen. Die Kühlelemente
können leicht beschädigt werden. Beim Spülen der Elemente müssen die
Düsen im rechten Winkel (90˚)
auf den Kühlerkern auftreffen.
WICHTIG! Werden
Entfettungsmittel verwendet, müssen Kunststoff- und Gummiteile
besonders sorgfältig gereinigt werden.
Sind Spuren von Silikonöl auf dem Lüfter vorhanden, muß dieser
erneuert werden.
Lüfter auf Schlupf prüfen
Wird ein Fehler im temperaturgesteuerten Lüfter vermutet,
muß die Lüfterdrehzahl und die Kurbelwellendrehzahl geprüft
werden.
Dazu elektronischen Drehzahlmesser 587 304 verwenden.
02_0389
Reflektierenden Aufkleber oder Kreidemarkierung auf einem
der Rotorblätter und auf der Kurbelwellenriemenscheibe oder
-nabe anbringen. Diese Markierungen dienen als
Referenzpunkte beim Messen der Lüfter- und/oder
Kurbelwellendrehzahl.
587 304
Lüfterschlupf bei niedriger Kühlmitteltemperatur prüfen:
Motor starten und im Leerlauf drehen lassen, bis die
Lüfterdrehzahl einen gleichbleibenden Wert erreicht.
Geringfügiger Schlupf ist normal, da sich der Lüfter beim
Starten der Motordrehzahl anpaßt.
Motor mit 2000/min drehen lassen.
Zuerst Kurbelwellendrehzahl und dann Lüfterdrehzahl messen.
Schlupf des Lüfters mit folgender Formel berechnen:
Der minimale Schlupf bei niedriger Motortemperatur beträgt 40 %
(die Temperatursteuerung ist nicht betroffen). Ist der Schlupf
geringer als der angegebene Wert, muß der Lüfter erneuert
werden.
Kurbelwellendrehzahl -
Lüfterdrehzahl x
100 Kurbelwellendrehzahl
Lüfterschlupf bei hoher Kühlmitteltemperatur prüfen:
Motor drehen lassen, bis das Kühlmittel die Temperatur erreicht
hat, bei der der Thermostat vollständig öffnet und der
Kühlmittelstrom vollständig durch den Kühler strömt (ca. 85-90
˚C auf der Temperaturanzeige).
Motordrehzahl auf 2000/min erhöhen.
Zuerst Kurbelwellendrehzahl und dann Lüfterdrehzahl messen.
Schlupf des Lüfters mit folgender Formel berechnen:
Der maximal zulässige Schlupf bei hoher Kühlmitteltemperatur
beträgt 10 %. Ist der Schlupf höher als der angegebene Wert, muß
der Lüfter erneuert werden.
Es müssen stets beide Keilrippenriemen erneuert werden. Angaben
zur korrekten Riemenspannung der 3er-Serie sind in Gruppe 1 im
Kapitel "Keilrippenriemen, Vorspannung" enthalten.
Thermostatgehäuse auseinanderbauen und Thermostat ausbauen.
Einbau
Spezifikationen
Thermostatgehäuse
Thermostat
Dichtung
Deckel
Stift
Thermostatgehäuse
Anzugsdrehmomente
Thermostatgehäuse 28 Nm
Thermostatgehäuse reinigen und sicherstellen, daß der Thermostat
verklemmt ist.
Neue Dichtung einbauen. Thermostat in Gehäuse einsetzen und
Thermostatgehäuse mit 28 Nm festziehen. Thermostatgehäuse
einbauen und Anschlüsse verbinden.
Kühlmittel gemäß Anweisung auffüllen.
02_0364
Motor starten und auf Dichtheit prüfen. Kühlmittelstand prüfen
und ggf. auffüllen.
Thermostatgehäuse auseinanderbauen und Thermostat ausbauen.
Thermostat in einen Behälter mit kochendem Wasser tauchen.
Der Thermostat muß frei hängen und darf die Wände und den
Boden des Behälters nicht berühren.
Prüfen, ob der Thermostat innerhalb von 3 Minuten
vollständig öffnet.
Prüfen, ob der Thermostat nach dem Abkühlen vollständig
schließt.
Funktioniert der Thermostat nicht wie in Punkt 3 und 4 oder
hängt er fest, muß der Thermostat erneuert werden.
Abstand zwischen Dichtungsfläche des Pumpengehäuses und Dichtungsfläche
des Pumpenrades.
9-Liter-Motor 9,35 - 9,75 mm
Spezialwerkzeuge
Nummer Bezeichnung Abbildung Werkzeugtafel
98 736 Abziehwerkzeug
87 664 Dorn
111 003
99 117 Dorn
98 736
00_1475
87 664
110 333
99 117
AM2
G2
D4
Pumpenrad mit Abziehwerkzeug 98 736 und Dorn 87 664 abbauen.
98 736
02_0374
87 664
Dichtung mit zwei Schraubendrehern und einem Distanzstück ausbauen.
Hinweis: Dichtungsfläche
des Pumpengehäuses nicht beschädigen.
Neue Dichtung mit Dorn 99 117 einbauen.
02_0371
WICHTIG! Für
diesen Arbeitsgang muß unbedingt der Dorn 99 117 verwendet werden.
Durch dieses Spezialwerkzeug erhält die Haltefeder des Dichtrings
die korrekte Vorspannung.
02_0358
99 117
Pumpenrad auf die Welle pressen. Der Abstand A zwischen der
Dichtungsfläche und der Pumpenradwelle muß
9,35-9,75 mm betragen.
105 435
Hinweis: Die
Position der Welle im Pumpengehäuse darf sich nicht verändern, damit
sich der Dichtring nicht bewegen kann.
Das Kühlsystem steht unter hohem Druck. Beim Öffnen des Kühlsystems kann
heißes Kühlmittel austreten.
Heißes Kühlmittel kann Verbrühungen verursachen.
Hautkontakt vermeiden. Kühlmittel kann Hautreizungen verursachen.
Beim Arbeiten mit Kühlmittel immer Augenschutz und Schutzhandschuhe
tragen.
Scania-Korrosionsschutzmittel, Ethylenglykol und andere
Kühlmittelzusätze können bei Einnahme tödlich wirken.
Lüfter und Anschlüsse nicht beschädigen. Das Nichtbeachten dieser
Anweisungen kann schwere Verletzungen oder Schäden am Fahrzeug
verursachen.
WICHTIG! Keine
anderen als die von Scania empfohlenen Kühlmittel oder Kühlmittelfilter
verwenden.
Kühlsystem entleeren
Spezialwerkzeuge
Nummer Beschreibung Abbildung Werkzeugtafel
99 301 Adapter
587 129 Kühlmittelbehälter
0:1368
99 301 D5
Kühlsystem mit Adapter 99 301 und
Kühlmittelbehälter 587 129 entleeren.
587 129
02_0382
99 301
Kühlsystem auffüllen
Spezialwerkzeuge
Nummer
Beschreibung
Abbildung
Werkzeugtafel
99 301
Adapter
99 301
D5
0:1368
587 129 Kühlmittelbehälter
Hinweise zu Spezifikationen und Füllmengen in Gruppe 0 "Kraftstoffe,
Schmiermittel und Flüssigkeiten".
Nach Entleeren des Kühlsystems ist ein vollständiges Auffüllen durch das
Einfüllrohr des Ausgleichbehälters nicht immer möglich. Deshalb sind
Kühlmittelbehälter 587 129 und Adapter 99 301 zu verwenden, die an das
Ablaßventil angeschlossen werden.
Rücklaufschlauch an das Einfüllrohr des Ausgleichbehälters anschließen.
Nach dem Auffüllen des Kühlsystems Motor starten. Motor einige Zeit
drehen lassen.
Kühlmittelstand prüfen und ggf. Kühlmittel nachfüllen.
Auch durch die Verwendung des Spezialwerkzeuges kann nicht vollständig
ausgeschlossen werden, daß noch Lufteinschlüsse im Kühlsystem vorhanden
sind. Diese Lufteinschlüsse verschwinden nach einer gewissen Laufzeit.
Das Kühlsystem ist deshalb regelmäßig nachzufüllen.
Fahrzeuge mit Scania-Retarder verfügen über ein Entlüftungsventil am
Retarderkühler. An dieses Entlüftungsventil Adapter 99 301 mit Schlauch
anschließen. Kühlmittel in einen geeigneten Behälter ablassen.
Kühlsystem wie oben beschrieben auffüllen, bis am Retarderkühler
gleichmäßig Kühlmittel austritt. Adapter von Retarderkühler abbauen und
Kühlsystem wie oben beschrieben weiter auffüllen.
Druckprüfung
Spezifikationen
Druckbegrenzungsventil
Öffnungsdruck 0,6 - 0,9 bar
Spezialwerkzeuge
Nummer
Beschreibung
Abbildung
Werkzeugtafel
99 312
Adapter
MT1
587 048 Drucktester MT1
Beschreibung
Deckel des Ausgleichbehälters abschrauben.
Dichtfläche von Einfüllrohr und Deckeldichtung auf Beschädingungen
prüfen.
Kühlmittelstand prüfen. Ggf. auffüllen.
Kühlsystem-Drucktester 587 048 mit Adapter 99 312 an Einfüllrohr
anbauen.
Kühlsystemdruck erhöhen, bis das Druckbegrenzungsventil öffnet. Der
korrekte Öffnungsdruck liegt zwischen 0,6 - 0,9 bar.
Kühlsystemdruck absenken, bis das Druckbegrenzungsventil schließt.
Fällt der Druck weiter ab, kann eine äußere oder innere Undichtigkeit
vorliegen.
Die Maßnahmen zum Abstellen von Undichtigkeiten sind unter
"Abstell-Maßnahmen" im Abschnitt "Undichtigkeiten, Fehlersuche"
beschrieben.
587 048
02_0372
99 312
Zu hohe Kühlmitteltemperatur
Fehlersuche
Kühlmitteltemperatur mit Scania Diagnos prüfen.
Kühlmitteltemperaturanzeige ablesen. Die Prüfung und Beschreibung
von in das Kombiinstrument integrierten Kühlmitteltemperaturanzeigen
wird im Heft 16:06-11, "Elektrische Bauteile" beschrieben.
Prüfen, ob die Kühlluftzufuhr durch Insektennetze oder anderes
Zubehör im Kühlerbereich beeinträchtigt ist.
Kühlerlamellen auf Verstopfung prüfen.
Prüfen, ob alle Luftleitbleche vorhanden sind.
Kühlmittelstand prüfen. Bei zu niedrigem Kühlmittelstand Kühlmittel
gem. Spezifikation auffüllen und Probefahrt durchführen. Ein
sinkender Kühlmittelstand deutet auf eine äußere oder innere
Undichtigkeit hin. Druckprüfung gem. Anweisungen im Abschnitt
"Druckprüfung" durchführen.
Lüfter gem. Anweisungen im Abschnitt "Lüfter prüfen" prüfen.
Kühlmittel auf Verunreinigungen prüfen.
Unsachgemäße Handhabung von Kühlmittel und zu hohe
Frostschutzkonzentration können zu Verschlammung und Korrosion
führen. Der Kühler kann durch Ablagerungen verstopft werden, wodurch
die Kühlleistung verringert wird.
Der Kühlmittelfilter soll Korrosionspartikel und Verunreinigungen
zurückhalten und dadurch die Bildung von Ablagerungen verringern.
Die Funktion des Kühlmittelfilters wird bei betriebswarmem Motor mit
der Hand am Filter geprüft.
Erwärmt sich der Filter nicht, ist er möglicherweise durch
Ablagerungen verstopft oder vom System getrennt.
Im Falle von Ablagerungen sind die folgenden Anweisungen zu
beachten:
Kühlsystem entleeren und Thermostat ausbauen.
Kühlsystem gem. Anweisungen im Abschnitt "Kühlsystem innen
reinigen", Arbeitsschritte 8 - 12 reinigen.
Thermostat gem. Anweisungen im Abschnitt "Thermostat prüfen" prüfen.
Kühlmittelpumpe gem. Anweisungen im Abschnitt "Ausbau/Einbau/Prüfen"
prüfen. Durch eine Prüfung des Keilrippenriemens und Riemenspanners
sicherstellen, daß die Kühlmittelpumpe korrekt angetrieben wird.
Zu niedrige Kühlmitteltemperatur
Fehlersuche
Kühlmitteltemperatur mit Scania Diagnos prüfen.
Kühlmitteltemperaturanzeige prüfen. Die Prüfung und Beschreibung von
in das Kombiinstrument integrierten Kühlmitteltemperaturanzeigen
wird im Heft 16:06-11, "Elektrische Bauteile" beschrieben.
Thermostat gem. Anweisungen im Abschnitt "Thermostat prüfen" prüfen.
Lüfter gem. Anweisungen im Abschnitt "Lüfter prüfen" prüfen.
Kühlmittel darf nicht vom Ausgleichbehälter zum Kühler strömen.
Fahrzeuge, gebaut ab September 1998 sind mit einem Rückschlagventil
im Ausgleichbehälter ausgestattet. Rückschlagventil prüfen.
Fahrzeuge, gebaut bis September 1998, können im Service mit einem
Rückschlagventil ausgestattet werden. Siehe TI 02-980909.
Undichtigkeiten
Fehlersuche
Symptome
Kühlmittelverlust oder verunreinigtes Kühlmittel
Kühlmittel im Motoröl
Weißrauch
Prüfungen
Druckprüfung gem. Anweisungen im Abschnitt "Druckprüfung"
durchführen.
Ergebnisse
Verunreinigtes Kühlmittel deutet auf innere Undichtigkeiten,
unsachgemäße Handhabung des Kühlmittels oder zu hohe
Frostschutzkonzentration hin.
Innere Undichtigkeiten können im Motor oder in einem der Ölkühler
auftreten.
Flüssiges Spülmittel für Haushalts- Geschirrspülmaschinen oder
BASF Glycacorr G93 oder Texaco Havoline XLI verwenden. Das
Spülmittel darf nicht aufschäumen.
Wenn möglich, Motor bis zum Erreichen der Betriebstemperatur
drehen lassen.
Kühlsystem entleeren.
Thermostat ausbauen.
Kühlsystem mit einer Mischung aus heißem Wasser und Spülmittel
(0,1l pro 10l Wasser) oder BASF Glycacorr G 93 oder Texaco
Havoline XLI auffüllen.
Motor 20 - 30 Minuten bis zum Erreichen der Betriebstemperatur
drehen lassen.
Hinweis: Fahrerhausheizung
nicht vergessen.
Kühlsystem entleeren.
Kühlsystem mit sauberem, heißem Wasser auffüllen.
Motor 20 - 30 Minuten bis zum Erreichen der Betriebstemperatur
drehen lassen.
Kühlsystem entleeren.
Thermostat und neuen Kühlmittelfilter einbauen.
Kühlsystem mit Kühlmittel gem. Spezifikation auffüllen.
Ein- und Ausläße verschließen, damit keine Verunreinigungen in
den Kühler oder Ladeluftkühler eindringen können.
Kühler and Ladeluftkühler reinigen.
WICHTIG! Vorsicht bei der Reinigung des Kühlerkerns. Die
Kühlerlamellen sind sehr empfindlich gegenüber Beschädigungen. Beim
Reinigen des Kühlerkerns darf der Wasserstrahl nur im rechten Winkel
(90°)
auf den Kühlerkern gerichtet werden.
WICHTIG! Nach
der Verwendung von Reinigungsmitteln sind die Bauteile aus
Kunststoff oder Gummi sorgfältig zu reinigen.
Im folgenden wird sowohl der Ausbau des Ladeluftkühlers als auch der
Ausbau des Kühlers beschrieben.
Beschreibung
Bei Ausbau des Kühlers Kühlsystem gem. Anweisungen in Abschnitt
"Kühlsystem entleeren" entleeren.
104 938
Mittelteil des Kunststoff-Stoßfängers und mittleren Halter
abbauen.
114 103
Kühlergrill und Fahrerhausecken aufklappen.
Mittleren Kühlergrill ausbauen.
02_0367
Fahrerhaus kippen.
! ACHTUNG!
Die Kältemittelleitungen der Klimaanlage stehen unter Druck und
dürfen nicht geöffnet werden.
Ladeluft- und Kühlmittelschläuche zwischen Motor und Kühler
abbauen bzw. bei Ausbau des Ladeluftkühlers Ladeluftschläuche
abbauen.
Obere Luftleitbleche, Rohre und Schläuche oben von Kühler
abbauen.
100144
Fahrerhaus absenken.
Luftleitbleche von Ladeluftkühler abbauen.
105860
Unteren Kühlergrill ausbauen.
Aluminiumniete aus den Scharnierbohrungen heraustreiben.
Scharniere mit zwei Schrauben und Muttern M6 blockieren.
02 0377
Unteren Kühlergrill mit Scharnieren ausbauen.
Fahrzeuge mit Klimaanlage
Ladeluftkühler von oberen Haltern lösen, damit er nach hinten
geschoben werden kann.
Klimaanlagen-Kondensator lösen, unter dem Stabilisator
hindurchführen und am oberen Kühlergrill befestigen.
02_0365
Ladeluftkühler ausbauen.
02_0369
! ACHTUNG!
Verletzungsgefahr bei Arbeiten an der Fahrerhaus-Aufhängung.
Hinweis: Fahrerhäuser
mit
Vierpunkt-Luftfederung können vorn mit der Fahrerhaus-Aufhängung
angehoben werden. Das Niveauventil ist in der angehobenen
Stellung mit Draht zu sichern. Fahrerhaus stets mit einer
Abstützung zwischen Fahrerhaus und Rahmen, z. B. einem
Holzklotz, sichern.
Kühler ausbauen.
Ladeluftkühler und Kühler einbauen
Im folgenden wird sowohl der Einbau des Ladeluftkühlers als auch der
Einbau des Kühlers beschrieben.
Beschreibung
Kühler einbauen.
Neues Dichtband an Kühler ankleben.
Ladeluftkühler einbauen.
Hinweis: O-Ringe
des Ladeluftkühlers nicht beschädigen.
Luftleitbleche am Ladeluftkühler anbauen und
Klimaanlagen-Kompressor einbauen.
Wurde das Fahrerhaus mit der Luftfederung angehoben, muß das
Niveauventil in Fahrstellung geschaltet werden. Das Niveauventil
ist in zwei Ausführungen erhältlich. Das Fahrerhausniveau wird
nach einer der beiden folgenden Methoden eingestellt:
! ACHTUNG!
Verletzungsgefahr beim Einstellen des Fahrerhausniveaus.
Methode für Fahrzeuge mit Fahrgestellnummern bis Scania
Södertälje 1 218 254.
Fahrerhausabstützung entfernen und Niveauventil auf
Fahrstellung stellen.
Niveauventil von Fahrzeugen bis Fahrgestellnummer Scania
Södertälje 1 218 254.
Ventil lösen.
Ventil nach vorn oder hinten drehen, um das Fahrerhausniveau
zu heben oder
senken. A
Fahrerhausniveau so einstellen, daß das Spaltmaß zwischen
Stabilisatorhalter und Fahrerhaus-Aufhängungshalter 282-288
mm beträgt.
Ventil sichern.
18_2309
Nach Einstellung Probefahrt durchführen. Prüfung wiederholen
und Niveauventil ggf. nachstellen.
A = 282-288 mm
Methode für Fahrzeuge ab Fahrgestellnummer Scania Södertälje
1 218 254.
Vordere Schraube am Halter des Fahrerhaussockels lösen.
Siehe Abbildung.
Methode für Fahrzeuge ab Fahrgestellnummer Scania
Södertälje 1 218 254.
Halter schwenken, bis das Spaltmaß zwischen
Stabilisatorhalter und Fahrerhaus-Aufhängungshalter
282-288 mm beträgt.
Vordere Schraube festziehen.
Nach Einstellung Probefahrt durchführen. Prüfung
wiederholen und Niveauventil ggf. nachstellen.
A
101837
A = 282-288 mm
Fahrerhaus kippen.
Luftleitbleche, Rohre und Schläuche an
100144
Kühler anbauen.
Ladeluft- und Kühlmittelschläuche zwischen Motor und Kühler
anbauen.
Hinweis: O-Ringe
des Ladeluftkühlers nicht beschädigen.
Fahrerhaus absenken.
02_0367
Mittleren Kühlergrill einbauen.
02 0377
Unteren Kühlergrill einbauen und die zwei Schrauben M6
entfernen.
Kunststoff-Stoßfänger anbauen.
Fahrerhausecken und Kühlergrill zuklappen.
02_0342
Nach Einbau des Kühlers Kühlsystem gem. Anweisungen in Abschnitt
"Kühlsystem auffüllen" auffüllen.
P- und R-Fahrerhaus mit Stahl-Stoßfänger
Ladeluftkühler und Kühler ausbauen
Im folgenden wird sowohl der Ausbau des Ladeluftkühlers als auch der
Ausbau des Kühlers beschrieben.
Beschreibung
Bei Ausbau des Kühlers Kühlsystem gem. Anweisungen in Abschnitt
"Kühlsystem entleeren" entleeren.
Fahrerhaus kippen.
! ACHTUNG!
Die Kältemittelleitungen der Klimaanlage stehen unter Druck und
dürfen nicht geöffnet werden.
Ladeluft- und Kühlmittelschläuche zwischen Motor und Kühler
abbauen bzw. bei Ausbau des Ladeluftkühlers Ladeluftschläuche
abbauen.
100144
Obere Luftleitbleche, Rohre und Schläuche oben von Kühler
abbauen.
105 199
Kabelabdeckung an der linken Trittstufe abbauen.
Kabelbinder des Scheinwerferverkabelstrangs durchtrennen, damit
dieser vollständig ausgezogen werden kann.
Fahrerhaus absenken. Kühlergrille nicht schließen.
Schlauch der Scheibenwaschanlage von Rückschlagventil lösen. Das
Rückschlagventil befindet sich hinter der linken Fahrerhausecke.
105 200
Kunststoffabdeckungen von den Trittstufen und dem Stoßfänger
abbauen.
Unteren Kühlerschutz abbauen.
02_0367
104 939
Mittleren Kühlergrill ausbauen.
Ansaugrohr des Luftfilters von der Kunststoffabdeckung über dem
Scheinwerfer lösen.
105 201
Deckel des Vorratsbehälters für die Scheibenwaschflüssigkeit
abschrauben.
Stoßfänger mit Hebevorrichtung abstützen.
105 318
Alle Schrauben herausdrehen und Stoßfänger mit
Scheinwerfergehäusen absenken.
Anschlüsse der Waschflüssigkeitspumpen trennen.
Stoßfänger zur Seite schieben.
105860
105 203
Luftleitbleche von Ladeluftkühler abbauen.
Ladeluftkühler aus den oberen Haltern lösen, damit er nach
hinten geschoben werden kann.
Klimaanlagen-Kondensator lösen, unter dem Stabilisator
hindurchführen und am oberen Kühlergrill befestigen.
02_0365
Ladeluftkühler ausbauen.
02_0369
Kühler ausbauen.
Ladeluftkühler und Kühler einbauen
Im folgenden wird sowohl der Einbau des Ladeluftkühlers als auch der
Einbau des Kühlers beschrieben.
Beschreibung
Kühler einbauen.
Neue Dichtstreifen auf Kühler aufkleben.
105860
Ladeluftkühler einbauen.
Luftleitbleche am Ladeluftkühler anbauen und
Klimaanlagen-Kompressor einbauen.
Stoßfänger mit Scheinwerfergehäusen ausrichten.
Anschlüsse der Waschflüssigkeitspumpen anschließen.
105 318
Stoßfänger anheben und mit allen Schrauben befestigen.
Deckel auf Scheibenwaschflüssigkeitsbehälter aufschrauben.
Ansaugrohr des Luftfilters an die Kunststoffabdeckung über dem
Scheinwerfer anbauen.
105 201
Mittleren Kühlergrill einbauen.
02_0367
Schlauch der Scheibenwaschanlage anschließen.
Unteren Kühlerschutz anbauen.
Fahrerhaus kippen.
104 939
Scheinwerferkabelstrang zusammenlegen und mit Kabelbindern
sichern.
Kabelabdeckung an der Trittstufe anbauen.
105 199
Kunststoffabdeckungen an den Trittstufen
105 200
anbauen.
Luftleitbleche, Rohre und Schläuche an Kühler anbauen.
Hinweis: O-Ringe
des Ladeluftkühlers nicht beschädigen.
Ladeluft- und Kühlmittelschläuche zwischen Motor und Kühler
anbauen.
Fahrerhaus absenken.
100144
Nach Einbau des Kühlers Kühlsystem gem. Anweisungen in Abschnitt
"Kühlsystem auffüllen" auffüllen.
T-Fahrerhaus
Kühler ausbauen
Beschreibung
Fahrzeuge mit Kunststoff-Stoßfänger.
104 938
1 Mittlere
Kunststoffabdeckung des Stoßfängers abbauen.
Fahrzeuge mit Stahl-Stoßfänger.
104 939
Unteren Kühlerschutz abbauen.
Alle Fahrzeuge.
Kühlsystem gem. Anweisungen im Abschnitt "Kühlsystem entleeren"
entleeren.
104 940
Mittleren Kühlergrill ausbauen.
Untere Kühlerschrauben herausdrehen.
104 937
Kühlmittelschlauch von Kühlerauslaß lösen.
Luftleitblech wie abgebildet ausbauen.
104 941
Entlüftungsschläuche von Motor und Kühler sowie den Schlauch zum
Kühlereinlaß abbauen.
104 942
Klimaanlagen-Kondensator lösen, nach oben schwenken und auf dem
Motor ablegen.
104 944
104 943
Schläuche zwischen Ladeluftkühler und Motor abbauen.
Stauklappe abschrauben und auf dem Motor
104 945
ablegen.
104 947
Luftleitbleche von Ladeluftkühler wie abgebildet abbauen.
104 946
Zum Anheben des Kühlers wird die Verwendung von zwei
selbstgefertigten Hubhaken aus einem 8 mm-Stabeisen empfohlen.
104 948
Obere Kühlerschrauben herausdrehen und Kühler an den Hubhaken
herausheben.
Kühler erneuern
Beschreibung
Ladeluftkühlerleitungen und Luftleitbleche
104 949
wie abgebildet abbauen.
Letzte Schraube herausdrehen und Ladeluftkühler von Kühler
abbauen.
Luftleitbleche wie abgebildet an neuen Kühler anbauen.
104 950
Untere Kühlerhalter und Lüfterkragen an neuen Lüfter anbauen.
Neue Dichtstreifen auf Kühler aufkleben.
Ladeluftkühler mit Distanzstücken am Kühler anbauen.
104 951
Ladeluftkühlerleitungen und Luftleitbleche anbauen.
Hinweis: O-Ringe
des Ladeluftkühlers nicht beschädigen.
Kühler einbauen
Beschreibung
Kühler in Motorraum absenken.
104 948
Untere Kühlerschrauben eindrehen.
104 937
Kühlmittelschlauch an den Kühlerauslaß anschließen.
Obere Kühlerschrauben eindrehen.
105 791
Ggf. Stauklappe anbauen.
Hinweis: O-Ring
nicht beschädigen. Der Einbau wird durch Bestreichen des O-Rings
mit einem Gummischmiermittel erleichtert.
104 944
Schläuche zwischen Ladeluftkühler und Motor anbauen.
Klimaanlagen-Kompressor zurückschwenken und anbauen.
104 941
104 943
Luftleitbleche wie abgebildet anbauen.
104 942
Entlüftungsschläuche von Motor und Kühler sowie den Schlauch zum
Kühlereinlaß anbauen.
104 947
Luftleitbleche an Ladeluftkühler anbauen.
Mittleren Kühlergrill einbauen.
104 940
Kühlsystem gem. Anweisungen im Abschnitt "Kühlsystem auffüllen"
auffüllen.
Fahrzeuge mit Kunststoff-Stoßfänger.
104 938
Mittlere Kunststoff-Abdeckung anbauen.
Fahrzeuge mit Stahl-Stoßfänger.
104 939
Unteren Kühlerschutz anbauen.
Ausgleichbehälter
Ausbau
Beschreibung
Kühlsystem gem. Anweisungen in Abschnitt "Kühlsystem entleeren"
entleeren, bis der Ausgleichbehälter leer ist.
Alle Schläuche unten von Ausgleichbehälter abbauen.
Stecker von Kühlmittelstand-Sensor abziehen.
Kühlergrill ausbauen.
Äußeren Luftkanal (1) abbauen.
Scheibenwischerhalter und Scheibenwischeranlage (2) ausbauen.
2
113 974
1
Fahrzeuge mit ETC/AC
Verkabelung von Lüfter-Widerstand, Lüftermotor,
Scheibenwischermotor und Steuermotor abklemmen und lösen.
Kühlmittelventilhalter (3) abbauen. Stecker des
Kühlmittelventils (4) abziehen.
Kühlmittelrohrhalter (5) abbauen.
Klimaanlage entleeren. Siehe Heft Klimaanlage, Gruppe 18.
Kühlmittelrohr (6) abbauen. Kältemittelrohr mit Halter (7) von
Trockner lösen und Anschlüsse verschließen. Siehe Heft
Klimaanlage, Gruppe 18.
Kältemittelrohr (8) lösen und verschließen.
Trockner (9) ausbauen.
Expansionsventil (10) ausbauen.
Abdeckung des Wärmetauschers (11) abbauen.
Verdampfer (12) abbauen und Anschlüsse verschließen. Siehe Heft
Klimaanlage, Gruppe 18.
Schraube zur Befestigung des Wärmetauschers (13) am Gehäuse
herausdrehen (siehe Pfeil).
Umluftkanal (14) ausbauen. Der Umluftkanal befindet sich im
Fahrerhaus unter der Instrumententafel.
Wärmetauschergehäuse lösen und zur Seite schieben.
Ausgleichbehälter ausbauen.
7 5 13
8 12
10 6
9
14
4
113 719
3 11
Fahrzeuge ohne ETC/AC
Verkabelung von Lüfter-Widerstand, Lüftermotor,
Scheibenwischermotor und Steuermotor abklemmen und lösen.
Kühlmittelventilhalter (3) abbauen. Seilzug von Kühlmittelventil
(4) abbauen.
Kühlmittelrohrhalter (5) abbauen.
Kühlmittelrohr (6) abbauen.
Abdeckung des Wärmetauschers (11) abbauen.
Schraube zur Befestigung des Wärmetauschers (13) am Gehäuse
herausdrehen (siehe Pfeil).
Wärmetauschergehäuse lösen und zur Seite schieben.
Ausgleichbehälter ausbauen.
13
5
6
4
100267
3 11
Einbau
Beschreibung
Fahrzeuge mit ETC/AC
Ausgleichbehälter einbauen.
Wärmetauschergehäuse ausrichten und festschrauben.
Umluftkanal (14) anbauen.
Wärmetauscher (13) mit Schraube an Wärmetauschergehäuse anbauen
(siehe Pfeil).
Verdampfer anbauen (12).
Abdeckung des Wärmetauschers anbauen (11).
Expansionsventil (10) anbauen.
Trockner (9) anbauen.
O-Ringe der Kältemittelleitungen erneuern und mit PAG-Öl
bestreichen.
Kältemittelrohr (8) anbauen. Siehe Heft Klimaanlage, Gruppe 18.
Kältemittelrohr mit Halter (7) anbauen.
Kühlmittelrohr (6) anbauen.
Kühlmittelrohrhalter (5) anbauen.
Stecker des Kühlmittelventils (4) anschließen.
Kühlmittelventilhalter (3) anbauen.
7 5 13
8 12
10 6
9
14
4
113 719
3 11
Verkabelung von Lüfter-Widerstand, Lüftermotor,
Scheibenwischermotor und Steuermotor anklemmen.
Scheibenwischerhalter und Scheibenwischer (2) anbauen.
Äußeren Luftkanal (1) anbauen.
Kühlergrill einbauen.
Stecker von Kühlmittelstand-Sensor anschließen.
Alle Schläuche unten an Ausgleichbehälter anbauen.
Kühlsystem gem. Anweisungen im Abschnitt "Kühlsystem auffüllen"
auffüllen.
Klimaanlage auffüllen. Siehe Heft Klimaanlage, Gruppe 18.
Zuerst sicherstellen, daß das Kühlmittel im
Ausgleichbehälter kalt ist. Der Kühlmittelstand muß
sich unterhalb der MAX-Markierung befinden, bevor
das Druckbegrenzungsventil ausgebaut wird.
7
5
13
Druck im Ausgleichbehälter durch Öffnen des Verschlußdeckels
abbauen.
Kühlergrill ausbauen.
Scheibenwischerhalter und Scheibenwischer abbauen.
Fahrzeuge mit ETC/AC: Klimaanlage entleeren, siehe Heft
Klimaanlage, Gruppe 18.
Kältemittelrohr mit Halter (7) von Trockner lösen und
Anschlüsse verschließen. Siehe Heft Klimaanlage, Gruppe 18.
Fahrzeuge mit ETC/AC: Kältemittelrohr (8) abbauen und
verschließen.
Fahrzeuge mit ETC/AC:O-Ringe der Kältemittelleitungen erneuern
und mit PAG-Öl bestreichen.
Fahrzeuge mit ETC/AC: Kältemittelrohr (8) 7 5
13
anbauen. Siehe Heft Klimaanlage, Gruppe 18.
8 12
10 6
Fahrzeuge mit ETC/AC: Kältemittelrohr mit Halter (7) anbauen.
Scheibenwischerhalter und Scheibenwischer anbauen.
Kühlergrill einbauen.
Fahrzeuge mit ETC/AC: Klimaanlage auffüllen; siehe Heft
Klimaanlage, Gruppe 18.
9
14
4
113 719
3 11
Lüfter
Ausbau
Beschreibung
Fahrerhaus kippen.
Ladeluftrohre und -schläuche zwischen Motor und Ladeluftkühler
abbauen.
Klimaanlagen-Kompressor abbauen und zur Seite legen.
! ACHTUNG!
Die Kältemittelleitungen der Klimaanlage stehen unter Druck und
dürfen nicht geöffnet werden.
Beim Modell P124 muß die Kühlmittelpumpe ausgebaut werden.
Ausgleichbehälterrohr (Ausgleichleitung) von Rahmen abbauen.
Siehe Abbildung.
114 101
Lüfter mit Rahmen lösen und herausheben.
Einbau
Spezifikationen
Anzugsdrehmoment
Lüfter 30 Nm
Beschreibung
Lüfter mit Rahmen einbauen und mit 30 Nm festziehen.
105 158
Ausgleichbehälterrohr (Ausgleichleitung) an Rahmen anbauen.
Beim Modell P124 Kühlmittelpumpe einbauen.
Klimaanlagen-Kompressor anbauen.
Ladeluftrohre und -schläuche zwischen Motor und Ladeluftkühler
anbauen.
Fahrerhaus absenken.
Temperaturgesteuerten Lüfter prüfen
Spezialwerkzeuge
Nummer
Beschreibung
Abbildung
Werkzeugtafel
587 304
Elektronischer Drehzahlmesser
MT1
102 210
Beschreibung
! ACHTUNG!
Drehender Lüfter. Nicht hineingreifen.
Weist der Lüfter Spuren von Silikonöl auf, d. h. der
Bimetallstreifen in der Lüftermitte ist verunreinigt, muß der Lüfter
erneuert werden.
Lüfter auf Schlupf prüfen
Ist der temperaturgesteuerte Lüfter defekt, muß die Lüfterdrehzahl
mit der Motordrehzahl verglichen werden.
02_0389
Dazu ist der elektronische Drehzahlmesser 587 304 zu verwenden.
587 304
Ein Lüfterblatt und Kurbelwellen- Riemenscheibe mit einem weißen
Kreidestrich oder reflektierendem Klebeband markieren. Diese
Markierungen dienen als Referenz zur Drehzahlmessung.
Motor starten und einige Minuten bei Leerlaufdrehzahl (2 - 5
Minuten) drehen lassen, bis sich die Lüfterdrehzahl stabilisiert
hat. Ein Mitdrehen des Lüfters mit beinahe Motordrehzahl, d. h.
geringem Schlupf, nach dem Starten des Motors ist normal.
Drehzahl auf 2000/min erhöhen.
Zuerst Motordrehzahl und dann Lüfterdrehzahl messen.
Lüfterschlupf mit der folgenden Formel berechnen:
Bei niedriger Kühlmitteltemperatur muß der Schlupfwert
mindestens 40 % betragen (Temperatursteuerung nicht aktiv). Ist
der Schlupfwert geringer, muß der Lüfter erneuert werden.
Motor drehen lassen, bis der Thermostat vollständig geöffnet
ist, und das Kühlmittel vollständig durch den Kühler strömt
(ca. 90 °C auf der Kühlmitteltemperaturan- zeige).
Drehzahl auf 2000/min erhöhen.
Zuerst Motordrehzahl und dann Lüfterdrehzahl messen.
Lüfterschlupf mit der folgenden Formel berechnen:
Bei hoher Kühlmitteltemperatur sind maximal 10 % Schlupf
zulässig. Ist der Schlupf größer, muß der Lüfter erneuert
werden.
Formel zur Berechnung des Lüfterschlupfs:
Motordrehzahl - Lüfterdrehzahl Motordrehzahl
x 100
Elektronisch gesteuerter Lüfter
Lüfterfunktion prüfen
Leerlaufdrehzahl des Lüfters prüfen
Leerlaufdrehzahl des Lüfters bei zu niedriger
Kühlmitteltemperatur prüfen, d. h. wenn der Lüfter nicht auf
volle Leistung geschaltet ist.
Lüfter bei kaltem Motor, d. h. bei Leerlaufdrehzahl des Lüfters
prüfen.
Motor starten und einige Minuten bei Leerlaufdrehzahl (2 - 5
Minuten) drehen lassen, bis sich die Lüfterdrehzahl stabilisiert
hat. Der Lüfter dreht sich anfänglich mit Motordrehzahl, d. h.
er hat einen kleinen Schlupf.
Drehzahl auf 1200-1500/min anheben.
Lüfterdrehzahl mit elektronischem Drehzahlmesser 587 304 prüfen.
Lüfterblatt mit einem weißen Kreidestrich oder reflektierendem
Klebeband markieren. Diese Markierungen dienen als Referenz zur
Drehzahlmessung.
Die Leerlaufdrehzahl des Lüfters muß unabhängig von der
Motordrehzahl 200-300/min betragen.
Ist die Kühlleistung des Lüfters nicht ausreichend, obwohl kein
Fehlercode gesetzt wird, Schlupf bei voller Leistung des Lüfters, d.
h. bei Motordrehzahl prüfen.
Der Lüfter ist auf volle Leistung geschaltet, wenn die
Spannungsversorgung unterbrochen wird.
Stecker abziehen, um Spannungsversorgung zu unterbrechen.
Motordrehzahl auf 1500/min anheben.
Lüfterdrehzahl mit elektronischem Drehzahlmesser 587 304 prüfen.
Lüfterblatt mit einem weißen Kreidestrich oder reflektierendem
Klebeband markieren. Diese Markierungen dienen als Referenz zur
Drehzahlmessung.
Lüfterschlupf mit der folgenden Formel berechnen:
Es sind maximal 10 % Lüfterschlupf zulässig. Ist der Schlupf
größer, muß der Lüfter erneuert werden.
Formel zur Berechnung des Lüfterschlupfs:
Motordrehzahl x 1,1 - Lüfterdrehzahl
587 304
Motordrehzahl x 1,1
116 822
x 100
1,1 = Übersetzungsverhältnis von Lüfter- zu Motordrehzahl
Bei Unterbrechen der Spannungsversorgung wird ein Fehlercode
gesetzt. Fehlercodes mit Scania Diagnos löschen.
Thermostatgehäuse
Thermostatgehäuse für:
Alle Motoren mit Retarder und
9l-, 11l- (DSC) und 16l-Motoren ohne Retarder
8
10
25401
9
10
Thermostatgehäuse
Thermostat
Dichtung
Thermostatgehäusedeckel
Stehbolzen
Mutter
Scheibe
Halter
Schraube
Mutter
Thermostatgehäuse für 11l- (CD) und 12l-Motoren ohne Retarder
Thermostatgehäuse für 14l-Motoren ohne Retarder
10
9
10
1
6
7
3 2
4
3
2
6
1
9 4 5
8
10 11 7
26035
25402
5
8
Thermostatgehäuse
Thermostatgehäusedeckel
Thermostat
Dichtung
Schraube
Dichtung
Flanschschrauben
Temperatur-Sensor
Dichtung
Scheibe
Mutter
Thermostatgehäuse
O-Ring
Flanschschraube
O-Ring
Thermostat
Dichtung
Thermostatgehäusedeckel
Flanschschrauben
Schlauch
Schlauchschelle
Ausbau
Beschreibung
Alle Motoren mit Retarder und 9l-,
11l- (DSC) und 16l-Motoren ohne Retarder
Kühlsystem gem. Anweisungen im Abschnitt "Kühlsystem entleeren"
entleeren.
Thermostatgehäuse von Rahmen abbauen.
Thermostatgehäuse öffnen und Thermostat ausbauen.
11l- (DC) und 12l-Motoren ohne Retarder
Kühlsystem gem. Anweisungen im Abschnitt "Kühlsystem entleeren"
entleeren.
Thermostatgehäuse öffnen und Thermostat ausbauen.
14l-Motoren ohne Retarder
Kühlsystem gem. Anweisungen im Abschnitt "Kühlsystem entleeren"
entleeren.
Ansaugrohr zwischen Luftfilter und Turbolader ausbauen.
Kühlmittelfilter und Kurbelgehäuseentlüftungsrohr entfernen.
Halter der Verteilerbox lösen.
Thermostatgehäuse öffnen und Thermostat ausbauen.
Einbau
Spezifikationen
Anzugsdrehmoment
Thermostatgehäuse 28 Nm
Beschreibung
Thermostatgehäuse reinigen und auf Thermostat auf Funktion
prüfen.
Neue Dichtung einbauen. Thermostat in Gehäuse einsetzen und
Schrauben mit 28 Nm festziehen.
Alle Motoren mit Retarder und 9l-,
11l- (DSC) und 16l-Motoren ohne Retarder
1 Thermostatgehäuse
an Rahmen anbauen.
14l-Motoren ohne Retarder
Halter der Verteilerbox anbauen.
Kühlmittelfilter und Kurbelgehäuseentlüftungsrohr anbauen.
Ansaugrohr zwischen Luftfilter und Turbolader anbauen.
Kühlsystem gem. Anweisungen im Abschnitt "Kühlsystem auffüllen"
auffüllen.
Motor starten und Kühlsystem auf Undichtheiten prüfen.
Kühlmittelstand prüfen und ggf. Kühlmittel nachfüllen.
Thermostatfunktion prüfen
Thermostatgehäuse abschrauben und Thermostat ausbauen.
Thermostat in siedendes Wasser eintauchen, Der Thermostat muß
frei hängen und darf die Wände oder den Boden des Wassergefäßes
nicht berühren.
Prüfen, ob der Thermostat innerhalb von 3 Minuten vollständig
öffnet.
Prüfen, ob der Thermostat beim Abkühlen schließt.
Funktioniert der Thermostat nicht wie in Absatz 3 und 4
beschrieben oder klemmt er, Thermostat erneuern.
Kühlmittelfilter
Erneuern
Zur Verhinderung von Kühlmittelaustritt muß das Kühlmittelventil bei
Erneuern des Kühlmittelfilters geschlossen sein.
Nach Erneuern des Kühlmittelfilters ist der Kühlmittelstand im
Ausgleichbehälter zu prüfen und ggf. Kühlmittel nachzufüllen.
100061
Hinweis: Nach
Erneuern des Kühlmittelfilters Kühlmittelventil öffnen.
Ventil geöffet
02_0350
02_0351
Ventil geschlossen
Kühlmittelpumpe
Ausbau
Kühlsystem gem. Anweisungen im Abschnitt "Kühlsystem entleeren"
entleeren.
Fahrerhaus kippen.
Kühlmittelschlauch und Lüfterrahmenhalter abbauen sowie
Riemenspanner lösen.
Kühlmittelpumpe ausbauen.
Einbau
Kühlmittelpumpe einbauen, Dichtung dabei nicht beschädigen.
Antriebsriemen, Lüfterrahmenhalter und Kühlmittelschlauch
anbauen.
Fahrerhaus absenken.
Kühlsystem gem. Anweisungen im Abschnitt "Kühlsystem auffüllen"
auffüllen.
Prüfen
Alle Teile reinigen und prüfen, ob:
die Dichtfläche zum Zylinderblock plan ist.
die Lager frei drehen und die Wälzkörper und Lagerringe i. O. sind.
Riemenscheibe
Erneuern
Spezialwerkzeuge
Nummer Beschreibung Abbildung Werkzeugtafel
587 315 Abzieher XA3
87 664 Dorn
98 257 Stützdorn
Beschreibung
Riemenscheibe mit Abzieher 587 315 und Dorn 87 664 abbauen.
87 664
110 333
110 076
98 257
G2
G2
587 315
87 664
02 0388
Riemenscheibe aufpressen, bis sie bündig auf dem Wellenende
sitzt.
02_0356
Hinweis: Bei
14l- und 16l-Motoren muß der Stützdorn 98 257 beim Aufpressen der
Riemenscheibe zwischen der Mitte des Pumpenrads und dem Preßtisch
ausgerichtet werden.
Pumpenrad mit Abzieher 98 736 und Dorn 87 664 ausbauen.
98 736
02_0374
87 664
Alte Dichtung mit zwei Schraubendrehern (und geeigneter
Unterlage) heraushebeln.
Hinweis: Dabei
die Dichtfläche des Pumpengehäuses nicht beschädigen.
Bei 11l-, 12l-, 14l- und 16l-Motoren dünne Schicht Loctite 270
auf die Dichtfläche zwischen Pumpengehäuse und Dichtung
auftragen.
Neue Dichtung mit Dorn 99 117 aufpressen.
02_0371
WICHTIG! Die
Verwendung von Dorn 99 117 ist unbedingt erforderlich. Dieser
Dorn ist so konstruiert, daß die Dichtungshaltefeder mit der
korrekten Kraft vorgespannt wird.
Die Druckprüfung ist zwar bei allen Motortypen gleich, die
Einbaulage des Dichtdeckels oder Dichtdeckels mit Luftanschluß ist
jedoch je nach Motortyp unterschiedlich.
Schelle zwischen Schlauch und Ansaugkrümmer lösen. Bei
6-Zylinder- Motoren befindet sich die Schelle auf der linken
Seite, bei 8-Zylinder-Motoren auf der rechten Seite.
Dichtdeckel 99 334 anbauen und Schelle festziehen.
Anzugsdrehmoment: 8 Nm
Dichtdeckel
Am Turbolader befindliche Schelle zwischen Schlauch und
Ladeluftkühlerleitungen lösen.
Dichtdeckel mit Luftanschluß anbauen und Schelle festziehen.
Anzugsdrehmoment:
8 Nm
Hinweis: Bei
fehlerhaftem Anbau kann sich der Dichtdeckel lösen.
Der Riemenspanner darf nicht eingestellt, instand gesetzt oder in
irgendeiner Art und Weise geändert werden. Erreicht der Riemenspanner
nicht die zum korrekten Spannen des Keilrippenriemens nötige Kraft, muß
er erneuert werden.
Vor dem Lösen der Schraube des Riemenspanners Keilrippenriemen ausbauen.
Der Anzeigestift, der den Schwenkwinkel des Riemenspanners begrenzt hält
der Federkraft nicht stand und kann beim Lösen der Schraube abbrechen.
! ACHTUNG!
Wenn der Anzeigestift abbricht, schwenkt der Riemenspanner aus. Es
besteht Verletzungsgefahr durch die hohe Federkraft des Riemenspanners.
Geräusche von Antriebsriemen
Prüfen
Motor mit vollständig belastetem Antriebsriemen drehen lassen, d. h. mit
eingeschaltetem Lüfter, Generator und Klimaanlage (falls eingebaut).
Motor im Leerlauf, bei Vollast und raschem Lastwechsel drehen lassen.
Bei Geräuschentwicklung wie folgt vorgehen:
Keilrippenriemen entspannen.
Keilrippenriemen auf Risse und Verschleiß gem. den Anweisungen in
Abschnitt "Keilrippenriemen prüfen" prüfen.
Rollen des Riementriebs von Hand drehen. Die Rollen müssen sich
leicht und gleichmäßig drehen lassen, ohne dabei Geräusche zu
verursachen.
Riemenspanner zum Prüfen langsam vom Riemen weg zum Anschlag
drücken. Dann Riemenspanner langsam in die Ausgangsstellung
zurückkehren lassen. Vorgang zwei- bis dreimal wiederholen. Der
Riemenspanner muß sich gleichmäßig und ruckfrei bewegen.
Keilrippenriemen prüfen
Keilrippenriemen wie folgt auf Verschleiß prüfen.
106 229
106 230
Keilrippenriemen hat Risse in der Oberfläche. Der Riemen kann erneuert
werden.
Der Riemen ist bis zu den Rippen gerissen. Der Riemen muß erneuert
werden.
Keilrippenriemen zeigt beginnenden Verschleiß. Der Riemen kann erneuert
werden.
112 931
112 932
Stark verschlissener Keilrippenriemen. Der Riemen muß erneuert werden.
9l-Motor mit Klimaanlage
Die Antriebsriemen müssen stets paarweise erneuert werden. Die
Riemenspannung ist in der Literatur der 3er-Serie, Gruppe 1, Heft
1-871228
angegeben. 2
1
Generator und Antriebsriemenspanner
Klimaanlagen-Kompressor
3
Kurbelwelle
105 184
Kühlmittelpumpe 4
9l-Motoren ohne Klimaanlage
Die Keilrippenriemen müssen stets paarweise erneuert werden. Die
Riemenspannung ist in der Serviceliteratur der 3er-Serie, Gruppe 1, Heft
1-871228 angegeben.
1
Generator und Riemenspanner
Kurbelwelle
Kühlmittelpumpe
2
105 185
3
11l-Motor (DSC) mit Klimaanlage und zwei Umlenkrollen
Automatischer Riemenspanner
Generator
Umlenkrolle
Kühlmittelpumpe
Klimaanlagen-Kompressor
Kurbelwelle
2 3 4 5
1
3
105 186
6
11l-Motor (DSC) ohne Klimaanlage und Umlenkrolle
Automatischer Riemenspanner 2
Generator
Kühlmittelpumpe
Kurbelwelle 1 3
105 187
4
11l- (DC) und 12l-Motoren mit Klimaanlage und einer Umlenkrolle
Automatischer Riemenspanner
Kühlmittelpumpe 2 3
Klimaanlagen-Kompressor 4
Umlenkrolle 1 5
Generator 6
105 188
Kurbelwelle
11l- (DC) und 12l-Motoren mit Klimaanlage und zwei Umlenkrollen
Automatischer Riemenspanner 2 3
Kühlmittelpumpe 4
Umlenkrolle
Klimaanlagen-Kompressor 1
Generator
Kurbelwelle 3 5
105 190
6
11l- (DC) und 12l-Motoren ohne Klimaanlage und Umlenkrolle
Automatischer Riemenspanner
Kühlmittelpumpe 2
Generator
3
Kurbelwelle
1
105 189
4
11l- (DC) und 12l-Motoren ohne Klimaanlage und mit einer Umlenkrolle
Automatischer Riemenspanner 2
Kühlmittelpumpe
3
Umlenkrolle
Generator 1 4
105 191
Kurbelwelle 5
14l-Motoren mit Klimaanlage und einer Umlenkrolle
Automatischer Riemenspanner 3
Kühlmittelpumpe 4
Klimaanlagen-Kompressor
Generator
Umlenkrolle
Kurbelwelle 5
2
1
105 192
6
14l-Motoren mit Klimaanlage und zwei Umlenkrollen
Automatischer Riemenspanner
Kühlmittelpumpe 4 5
Umlenkrolle
Klimaanlagen-Kompressor 3
Generator
Kurbelwelle 3
2
1
105 194
6
14l-Motoren ohne Klimaanlage und mit zwei Umlenkrollen