DIN-Normen - Teil 209

 

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DIN-Normen - Teil 209

 

 

Zudem muss der positive Anschluss mit einem „+“ am Deckel oder auf dem Pol selbst gekennzeich-
net werden.

Des Weiteren sind auf dem Deckel Sicherheitszeichen anzubringen, die Folgendes bedeuten:

– Feuer, offenes Licht und Rauchen verboten;

– Augenschutz tragen;

– von Kindern fern halten;

– Batteriesa¨ure;

– Gebrauchsanweisung beachten;

– explosibles Gas.

Die Europa¨ische Typnummer (ETN) besteht aus 9 Ziffern von jeweils 3 Gruppen mit 3 Ziffern. ABC

Gruppe A: Batteriespannung und Nennkapazita¨t (C

n

)

Gruppe B: Geometrische Merkmale der Batterie und Anforderungsniveaus nach dieser Norm

Gruppe C: Kaltstartstrom der Batterie.

Gruppe A

Fu¨r 6 V-Batterien entsprechen die drei Ziffern der Nennkapazita¨t wie folgt:

1 Ah bis 499 Ah: Ziffern 001 bis 499

Fu¨r 12 V-Batterien wird zu der Nennkapazita¨t 500 addiert, d. h. die Nennkapazita¨ten werden wie folgt
identifizierbar:

1 Ah bis 299 Ah: 501 bis 799

Bei identischen Merkmalen von Gruppe B und C

Wenn die Ziffern der Gruppe B und die Ziffern der Gruppe C identisch mit einer bestehenden ETN
sind und Batterien mit anderen Nennkapazita¨ten auf den Markt kommen, werden in der Norm Son-
derlo¨sungen festgelegt (s. Norm).

Gruppe B

Die drei Ziffern der Gruppe B kennzeichnen die geometrischen Maße und z. B. folgende weitere De-
tails:

– Lage des Anschlusspols;

– Typ des Anschlusspols;

– Garnitur, wie Bodenleiste, Handgriffe, usw.;

– Deckeltyp;

– Anforderungsniveau, das beim Kaltstarttest erreicht werden muss;

– Batterie mit geringem Wasserverbrauch;

– Anforderungsniveau, das beim Haltbarkeitstest erreicht werden muss;

– Anforderungsniveau, das beim Vibrationstest erreicht werden muss.

Gruppe C

Die drei Ziffern der Gruppe C beschreiben den Ka¨ltepru¨fstrom.

DIN EN 61951-2

Akkumulatoren und Batterien mit alkalischem oder anderen nichtsa¨urehaltigen
Elektrolyten – Tragbare wiederaufladbare gasdichte Einzelzellen – Teil 2: Nickel-
Metallhydrid (Feb 2004)

Diese Norm legt Anforderungen an die Kennzeichnung und Maße sowie Pru¨fungen fu¨r Ladung und
Entladung, Haltbarkeit, Lagerung und mechanische Pru¨fungen fu¨r tragbare wiederaufladbare gas-
dichte Nickel-Metall-Hydrid-Einzelzellen fest, die zum Gebrauch in jeder Lage geeignet sind.

19

Elektrotechnik

854

Diese Zellen werden in Form von kleinen prismatischen oder zylindrischen Zellen oder als Knopfzel-
len hergestellt und ko¨nnen in jeder Gebrauchslage verwendet werden.

Als gasdichte Zelle wird solche bezeichnet, die verschlossen bleibt und weder Gas noch Flu¨ssigkeiten
freisetzt, wenn sie innerhalb der vom Hersteller angegebenen Grenzwerte fu¨r die Ladung und Tempe-
ratur betrieben wird. Die Zelle muss zur Vermeidung von gefa¨hrlich hohem Innendruck mit einer
Sicherheitseinrichtung ausgeru¨stet sein. Die Zelle erfordert kein Nachfu¨llen von Elektrolyt und ist
so konstruiert, dass sie wa¨hrend ihrer Lebensdauer in ihrem urspru¨nglichen, gasdichten Zustand
betrieben werden kann.

Gasdichte zylindrische wiederaufladbare Nickel-Metall-Hydrid-Einzelzellen mu¨ssen mit den Buchsta-
ben „HR“ gekennzeichnet werden, gefolgt von einem Buchstaben L, M, H oder X, der angibt:

geeignet fu¨r

– niedrige Entladestro¨me (L);

– mittlere Entladestro¨me (M);

– hohe Entladestro¨me (H);

– sehr hohe Entladestro¨me (X).

Der Gruppe aus drei (oder vier) Buchstaben werden zwei Zahlengruppen nachgestellt, die durch einen
Schra¨gstrich voneinander getrennt sind:

a) Die beiden Ziffern, die links vor dem Schra¨gstrich stehen, geben den maximalen Durchmesser der

Zelle in Millimeter an, aufgerundet auf die na¨chste ganze Zahl.

b) Die beiden Ziffern, die rechts hinter dem Schra¨gstrich stehen, geben die maximale Ho¨he der Zelle

in Millimeter an, aufgerundet auf die na¨chste ganze Zahl.

Beispiel: Die Bezeichnung HRXR 23/43 gilt fu¨r eine zylindrische Zelle, geeignet fu¨r hohe Entlade-
stro¨me, die auch fu¨r Schnellladungen vorgesehen ist und einen maximalen Durchmesser von 23 mm
und eine maximale Ho¨he von 43 mm hat.

Weitere Bauformen s. Norm.

19.13

Elektrotechnische Sicherheitsbestimmungen,
Errichten von Niederspannungsanlagen

Normen der Reihe DIN VDE 0100 (VDE 0100) Errichten von Niederspannungsanlagen

Die Normenreihe DIN VDE 0100 (VDE 0100) entha¨lt Festlegungen fu¨r das Errichten von Niederspan-
nungsanlagen bis 1000 V Wechselspannung mit maximal 500 Hz und bis zu 1500 V Gleichspannung.
Sie entha¨lt grundlegende Festlegungen zur elektrotechnischen Sicherheit elektrischer Anlagen, die als
allgemein anerkannte Regeln der Technik angesehen werden du¨rfen. Der Aufbau der Normenreihe ist
in Bild 856.1 skizziert.

Die in diesem Auszug wiedergegebenen Abschnitte der Normenreihe dienen dazu, die wichtigsten
Festlegungen zum Schutz gegen elektrischen Schlag zu skizzieren. Da ha¨ufig auf die Schutzklassen
der Betriebsmittel Bezug genommen wird, ist zusa¨tzlich ein Auszug aus DIN EN 61140 (VDE 0140-1)
enthalten. Zwar ist der Schutz gegen elektrischen Schlag ein sehr bedeutender, aber nicht der einzige
Aspekt der elektrotechnischen Sicherheit. Beispielsweise ist auch der Sachschutz nach DIN VDE 0100-
430 (VDE 0100-430) „Errichten von Starkstromanlagen mit Nennspannungen bis 1000 V – Schutz von
Kabeln und Leitungen bei berstrom“ zu beachten. Daher ist im Folgenden auch von dieser Norm
ein Auszug wiedergegeben.

Hinweise: Nationale Zusa¨tze sind grau schattiert

Gemeinsame Aba¨nderungen zu Internationalen Normen sind durch eine senkrechte Linie am linken
Seitenrand gekennzeichnet.

Weitere Hinweise s. auch VDE-Schriftenreihe 106 „DIN VDE 0100 richtig angewandt“.

Abschnitts-, Bild- und Tabellen-Nummern in den Auszu¨gen aus der jeweiligen Norm sowie Verweise
beziehen sich immer auf die jeweiligen Nummern in der Norm selbst.

19

19.13

Elektrotechnische Sicherheitsbestimmungen, Errichten von Niederspannungsanlagen

855

DIN VDE 0100-200 (VDE 0100-200)

Errichten von Niederspannungsanlagen – Teil 200: Begriffe (Jun 2006)

Inhalt

IEC 60050, TEIL 826: ELEKTRISCHE ANLAGEN

Einleitung

1 Anwendungsbereich

2 Normative Verweisungen

3 Begriffsbenennungen und Begriffserkla¨rungen

HAUPTABSCHNITT 826-10

– KENNGRSSEN

VON ELEKTRISCHEN ANLAGEN

HAUPTABSCHNITT 826-11

– SPANNUNGEN

UND STRME

HAUPTABSCHNITT 826-12

– ELEKTRISCHER

SCHLAG UND SCHUTZMASSNAHMEN

HAUPTABSCHNITT 826-13

– ERDUNG UND

VERBINDUNG

HAUPTABSCHNITT

826-14

– ELEKTRISCHE

STROMKREISE

HAUPTABSCHNITT 826-15

– KABEL- UND LEI-

TUNGSANLAGEN

HAUPTABSCHNITT

826-16

– ANDERE BE-

TRIEBSMITTEL

HAUPTABSCHNITT 826-17

– TRENNEN UND

SCHALTEN

HAUPTABSCHNITT 826-18

– FHIGKEIT VON

PERSONEN

Nationaler

Anhang NC

(normativ)

National

festgelegte Begriffe

Stichwortverzeichnisse

Nationaler Anhang ND (informativ) Eingliede-
rung dieser Norm in Reihe DIN VDE 0100
(VDE 0100)

Der Inhalt der Norm ist nicht vollsta¨ndig wie-
dergegeben

Bei der Nummerierung der Abschnitte wurde
die dies Internationalen Wo¨rterbuches der IEC
u¨bernommen

HAUPTABSCHNITT 826-11 – SPANNUNGEN
UND STRME

826-11-01

Nennspannung (einer elektrischen
Anlage), f

Spannung, durch die die elektrische Anlage
oder ein Teil der elektrischen Anlage gekenn-
zeichnet ist

Bild 856.1

Struktur der Reihe DIN VDE 0100 (VDE 0100)

19

Elektrotechnik

856

19

826-11-02

Fehlerspannung, f

Spannung zwischen einer gegebenen Fehler-
stelle und der Bezugserde bei einem Isolati-
onsfehler

826-11-05

Beru¨hrungsspannung, f

Spannung zwischen leitfa¨higen Teilen, wenn
diese gleichzeitig von einem Menschen oder
einem Tier beru¨hrt werden

[IEV 195-05-11]

ANMERKUNG: Der Wert der Beru¨hrungsspan-

nung kann durch die Impedanz des mit
diesen leitfa¨higen Teilen in elektrischem
Kontakt stehenden Menschen oder Tie-
res merklich beeinflusst werden.

826-11-09 Erdoberfla¨chenpotential, n

Spannung zwischen einem festgelegten Punkt
auf der Erdoberfla¨che und der Bezugserde

[IEV 195-05-08]

826-11-10

vorgesehener Betriebsstrom (eines
Stromkreises), m

Strom, den ein Stromkreis im ungesto¨rten Be-
trieb fu¨hren soll

826-11-11

Fehlerstrom, m

Strom, der u¨ber eine gegebene Fehlerstelle
aufgrund eines Isolationsfehlers fließt

826-11-12

Beru¨hrungsstrom, m

Strom durch den Ko¨rper eines Menschen oder
Tieres, wenn dieser Ko¨rper ein oder mehrere

ber ¨uhrbare

Teile einer elektrischen Anlage

oder eines elektrischen Betriebsmittels beru¨hrt

[IEV 195-05-21 MOD]

ANMERKUNG Voraussetzung ist, dass diese

Teile leitfa¨hig sind und unter Spannung
stehen.

826-11-19

Differenzstrom, m

algebraische Summe der

Augenblickswerte

der Stro¨me, die zur gleichen Zeit in allen akti-
ven Leitern an einem gegebenen Punkt eines
Stromkreises in einer elektrischen Anlage flie-
ßen

826-11-20

Ableitstrom, m

Strom in einem unerwu¨nschten Strompfad un-
ter u¨blichen Betriebsbedingungen

[IEV 195-05-15]

826-11-21

Schutzleiterstrom, m

Strom, der als Ableitstrom oder als elektrischer
Strom

infolge

eines

Isolationsfehlers

im

Schutzleiter auftritt

HAUPTABSCHNITT 826-12 – ELEKTRISCHER
SCHLAG UND SCHUTZMASSNAHMEN

826-12-01

elektrischer Schlag, m

physiologische Wirkung, hervorgerufen von ei-
nem elektrischen Strom durch den Ko¨rper ei-
nes Menschen oder Tieres

[IEV 195-01-04]

826-12-02

Schutz gegen elektrischen Schlag, m

Maßnahmen, die das Risiko eines elektrischen
Schlags vermindern

[IEV 195-01-05]

826-12-03

direktes Beru¨hren, n

Beru¨hren aktiver Teile durch Menschen oder
Tiere

[IEV 195-06-03]

826-12-04

indirektes Beru¨hren, n

Beru¨hren von Ko¨rpern elektrischer Betriebsmit-
tel, die infolge eines Fehlzustands unter Span-
nung stehen, durch Menschen oder Tiere

[IEV 195-06-04]

826-12-05

Basisschutz, m

Schutz gegen elektrischen Schlag, wenn keine
Fehlzusta¨nde vorliegen

[IEV 195-06-01]

ANMERKUNG: Im Allgemeinen entspricht bei

Niederspannungsanlagen, -netzen und
-betriebsmitteln der Basisschutz dem
Schutz gegen direktes Beru¨hren.

826-12-06

Fehlerschutz, m

Schutz gegen elektrischen Schlag unter den
Bedingungen eines Einzelfehlers

[IEV 195-06-02]

ANMERKUNG: Im Allgemeinen entspricht bei

Niederspannungsanlagen, -netzen und
-betriebsmitteln der Fehlerschutz dem
Schutz bei indirektem Beru¨hren, vor-
nehmlich im Hinblick auf einen Fehler
der Basisisolierung.

826-12-07

zusa¨tzlicher Schutz, m

Schutzmaßnahme zusa¨tzlich zum Basisschutz
und/oder Fehlerschutz

19.13

Elektrotechnische Sicherheitsbestimmungen, Errichten von Niederspannungsanlagen

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