DIN-Normen - Teil 24

 

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DIN-Normen - Teil 24

 

 

DIN EN 10052

Begriffe der Wa¨rmebehandlung von Eisenwerkstoffen (Jan 1994)

Diese Norm entha¨lt im Hauptteil 149 Definitionen aus dem Gebiet der Wa¨rmebehandlung von Eisenwerkstoffen. Zum
Versta¨ndnis des Hauptteils sind weiterhin 52 Begriffserkla¨rungen als Erga¨nzung enthalten (s. Norm). Kurzangabe von
Wa¨rmebehandlungen von Eisenwerkstoffen nach DIN 17014-3, s. Norm.

Ac

1

. Temperatur, bei der die Bildung des Austenits bei einem Wa¨rmen beginnt.

Ac

3

. Temperatur, bei der die Umwandlung des Ferrits in Austenit bei einem Wa¨rmen endet.

Ar

1

. Temperatur, bei der die Umwandlung des Austenits in Ferrit oder in Ferrit und Zementit bei einem Abku¨hlen endet.

Abschrecken. Abku¨hlen eines Werkstu¨ckes mit gro¨ßerer Geschwindigkeit als an ruhender Luft. Weitere Begriffe zum
Abschrecken s. Norm.

Alterung. nderung der Eigenschaften eines nicht im thermodynamischen Gleichgewicht befindlichen Werkstoffes in
Abha¨ngigkeit von Temperatur und Zeit. Natu¨rliche Alterung ist durch die Wanderung interstitiell eingebauter Elemente
bei oder in Na¨he der Raumtemperatur bedingt. (Anmerkung: interstitiell bedeutet dazwischenliegend)

Anlassen. Ein- oder mehrmaliges Erwa¨rmen eines geha¨rteten Werkstu¨ckes auf Temperaturen unterhalb Ac

1

. Halten auf

dieser Temperatur und anschließendes, zweckentsprechendes Abku¨hlen.

Anlassspro¨digkeit.

– Irreversible; 300



C-Spro¨digkeit: Verspro¨dung, die beim Halten o. . Temperaturfolgen im Bereich

von etwa 300



C bei bestimmten Stahlsorten auftreten kann.

– Reversible; 500



C-Spro¨digkeit s. Norm.

Aufha¨rtbarkeit. In einem Werkstu¨ck durch Ha¨rten unter idealen Bedingungen erreichbare ho¨chste Ha¨rte.

Aufkohlen. Thermochemisches Behandeln eines Werkstu¨ckes im austenitischen Zustand zum Anreichern der Rand-
schicht mit Kohlenstoff, der dann im Austenit in fester Lo¨sung vorliegt.

Aufkohlungstiefe. Senkrechter Abstand von der Oberfla¨che eines Werkstu¨ckes bis zu einer Dicke, die durch den ange-
reicherten Kohlenstoffgehalt gekennzeichnet ist.

Ausha¨rten. Wa¨rmebehandlung, bestehend aus Lo¨sungsbehandeln und Auslagern.

Austenit. Feste Lo¨sung eines oder mehrerer Elemente im Eisen mit kubisch-fla¨chenzentrierter Kristallstruktur im Tem-
peraturbereich von 911



C bis 1392



C.

Austenitisieren. Erwa¨rmen und Halten auf einer Temperatur oberhalb Ac

1

, um das Gefu¨ge in Austenit umzuwandeln.

Austenitisierungstemperatur ist die ho¨chste Temperatur, bei der ein Werkstu¨ck beim Austenitisieren gehalten werden
kann.

Blankglu¨hen. Glu¨hen unter Bedingungen, bei denen das metallene Aussehen erhalten bleibt.

Diffusionsglu¨hen. Glu¨hen dicht unter der Solidustemperatur (bei Sta¨hlen mit Gefu¨geumwandlung erheblich oberhalb
Ac

3

) mit langzeitigem Halten auf dieser Temperatur und nachfolgendem beliebigem Abku¨hlen, um eine gleichma¨ßige

Verteilung lo¨slicher Bestandteile zu erhalten.

Durchha¨rtung. Bis zum Kern oder

– beim Ha¨rten von einer Seite her – zur Ru¨ckseite eines Werkstu¨ckes reichende

Ha¨rtung.

Einfachha¨rten. Einmaliges Ha¨rten nach vorangegangenem Aufkohlen und Abku¨hlen auf Raumtemperatur.

Einha¨rtung. Von der Oberfla¨che des Werkstu¨ckes ausgehende Ha¨rtung, gekennzeichnet durch die erreichte Einha¨rtungs-
tiefe und den Verlauf der Ha¨rte in Abha¨ngigkeit vom Abstand zum Rand (nach dem Ha¨rten).

Einha¨rtungstiefe. Randschichttiefe eines geha¨rteten Werkstu¨ckes, bis zu der eine bestimmte Ha¨rte vorgeschrieben ist.

1

)

Einsatzha¨rten. Ha¨rten nach vorhergegangenem Aufkohlen, ggf. unter gleichzeitigem Aufsticken der Oberfla¨che.

A u f k o h l e n. (Einsetzen, Zementieren). Meist auf die Randzone beschra¨nkte Kohlenstoffanreicherung durch Halten bei
einer Temperatur oberhalb der Umwandlungspunkte Ac

1

oder Ac

3

in Kohlenstoff abgebenden Mitteln.

C a r b o n i t r i e r e n. Thermochemisches Behandeln eines Werkstu¨ckes oberhalb Ac

1

zum Anreichern der Randschicht

mit Kohlenstoff und Stickstoff. Beide Elemente befinden sich danach im Austenit in fester Lo¨sung.

D i r e k t h a¨ r t e n. Ha¨rten des aufgekohlten Werkstu¨ckes am Schluss des Aufkohlens, Ha¨rtetemperatur kann tiefer liegen
als die Aufkohlungstemperatur, jedoch nicht unter Ar

1

der Einsatzschicht.

D o p p e l h a¨ r t e n. Zweimaliges Ha¨rten des aufgekohlten Werkstu¨ckes, wobei die erste Ha¨rtung von der Ha¨rtetemperatur
des Kernwerkstoffes, die Zweite von der Ha¨rtetemperatur der Einsatzschicht vorgenommen wird.

Einsatzha¨rtungstiefe. Tiefe der Randschicht eines einsatzgeha¨rteten Werkstu¨ckes, bis zu der eine Ha¨rte von 550 HV1 im
Regelfall noch vorhanden ist.

1

)

Entkohlung ist die Verringerung des Kohlenstoffgehaltes in der Randschicht eines Werkstu¨ckes, meist als Folge einer
Wa¨rmebehandlung. Der nahezu vollsta¨ndige Entzug des Kohlenstoffes wird auch Auskohlung genannt, der teilweise
Entzug dagegen Abkohlung.

Entkohlungstiefe ist der senkrechte Abstand von der Oberfla¨che eines Werkstu¨ckes bis zu einer die Dicke der entkohl-
ten Schicht kennzeichnenden Grenze.

Flammha¨rten. Ha¨rten von Werkstu¨cken nach oberfla¨chigem Erwa¨rmen mit einer Brennerflamme, s. Randschichtha¨rten.

Grobkornglu¨hen. Glu¨hen untereutektoider Sta¨hle bei einer Temperatur zwischen 1050



C und 1300



C mit ausreichend

langem Halten, um gro¨beres Korn (z. B. zur Verbesserung der Zerspanbarkeit) zu erzielen.

8

1

) Weiteres u¨ber Einha¨rtungs- bzw. Einsatzha¨rtungstiefe ist in DIN 6773-4 Wa¨rmebehandlung von Eisenwerkstoffen;

Wa¨rmebehandelte Teile; Darstellung und Angaben in Zeichnungen, Einsatzha¨rten festgelegt (s. Norm)

8.1

Stahl und Eisen

109

Ha¨rten. Austenitisieren und Abku¨hlen unter Bedingungen, die bei Ha¨rtesteigerung zur Martensit- gegebenenfalls Baint-
bildung fu¨hren.

Induktionsha¨rten. Ha¨rten von Werkstu¨cken nach oberfla¨chigem elektroinduktivem Erwa¨rmen.

Nitrieren (Aufsticken). Glu¨hen in Stickstoff abgebenden Mitteln zum Erzielen einer mit Stickstoff angereicherten Ober-
fla¨che.

G a s n i t r i e r e n. Nitrieren in Stickstoff abgebenden Gasen.

P l a s m a n i t r i e r e n. Nitrieren im Plasma.

Normalglu¨hen. Erwa¨rmen auf eine Temperatur von 50



C oberhalb des oberen Umwandlungspunktes Ac

3

(bei u¨bereu-

tektoidischen Sta¨hlen oberhalb des unteren Umwandlungspunktes Ac

1

) mit anschließendem Abku¨hlen in ruhender

Luft.

Patentieren (Begriff aus der Drahtindustrie). Wa¨rmebehandlung von Draht oder Band, bestehend in einem Erwa¨rmen
auf eine Temperatur oberhalb des oberen Umwandlungspunktes Ac

3

und verha¨ltnisma¨ßig raschem Abku¨hlen, um ein

fu¨r die nachfolgende Kaltverformung gu¨nstiges Gefu¨ge zu erzielen.

Randschichtha¨rten. Ha¨rten mit auf die Randschicht beschra¨nktem Austenitisieren. Es ist zweckma¨ßig, den Begriff durch
die Art des Wa¨rmens zu kennzeichnen, z. B. Flammha¨rten, Induktionsha¨rten, Elektronenstrahlha¨rten, Laserstrahlha¨rten.

Rekristallisationsglu¨hen. Glu¨hen bei einer Temperatur im Rekristallisationsbereich nach einer Verformung bei einer
Temperatur unterhalb dieses Bereiches, mit dem Ziel, ohne Phasenumwandlung eine Kornneubildung zu erreichen.

Spannungsarmglu¨hen. Glu¨hen bei einer Temperatur unterhalb des unteren Umwandlungspunktes Ac

1

meist unter

650



C, mit anschließendem langsamen Abku¨hlen zum Abbau innerer Spannungen ohne wesentliche nderung der

vorliegenden Eigenschaften.

Stabilisieren. Wa¨rmebehandlung mit dem Ziel, im Laufe der Zeit zu erwartende Form-, Maß- und/oder Gefu¨gea¨nderun-
gen vorwegzunehmen.

Tempern. Glu¨hen von weißem Gusseisen zum Zerfall des Zementits bei einer Temperatur oberhalb des unteren Um-
wandlungspunktes Ac

1

– in Sauerstoff abgebenden Mitteln unter Verringerung des Kohlenstoffgehaltes (fu¨hrt zu weißem Temperguss),
– in neutralen Mitteln ohne wesentliche Verringerung des Kohlenstoffgehaltes (fu¨hrt zu schwarzem Temperguss).

Tiefku¨hlen oder Tieftemperaturbehandeln. Nachbehandeln geha¨rteter Sta¨hle bei tiefen Temperaturen bis zu

 180



C

zur Verringerung des Gehaltes an Restaustenit.

berhitzen und berzeiten. Erwa¨rmen auf eine so hohe Temperatur und mit so langem Halten, dass eine u¨berma¨ßige
Kornvergro¨berung auftritt.

Verbrennung. Irreversible nderung des Gefu¨ges und der Eigenschaften durch beginnendes Aufschmelzen an den
Korngrenzen.

Vergu¨ten. Ha¨rten und Anlassen bei ho¨herer Temperatur, um die gewu¨nschte Kombination der mechanischen Eigen-
schaften, insbesondere hohe Za¨higkeit und Duktilita¨t, zu erreichen.

Warmbadha¨rten. Ha¨rten durch Abku¨hlen in einem Salz- oder Metallbad mit Halten bis zum Temperaturausgleich und
anschließendem beliebigem Abku¨hlen auf Raumtemperatur.

Weichglu¨hen. Glu¨hen bei einer Temperatur dicht unterhalb des unteren Umwandlungspunktes Ac

1

(mitunter auch ober-

halb Ac

1

) oder Pendeln um Ac

1

mit anschließendem langsamen Abku¨hlen zum Erzielen eines mo¨glichst weichen Zu-

standes.

Zementit. Carbid des Eisens, entsprechend der Zusammensetzung Fe

3

C.

DIN EN 10027-1

Bezeichnungssysteme fu¨r Sta¨hle – Kurznamen (Okt 2005)

Diese Norm legt die Regeln fu¨r die Bezeichnung der Sta¨hle mittels Kennbuchstaben und -zahlen fest. Fu¨r besondere
Merkmale, wie z. B. die Eignung zur Verwendung bei bestimmten Temperaturen, Oberfla¨chenzustand, Behandlungs-
zustand und die mechanischen oder physikalischen Eigenschaften oder die chemische Zusammensetzung, sind zu den
Hauptsymbolen Zusatzsymbole festgelegt.

Sofern nicht anders verlangt, werden die zur Bildung der Kurznamen verwendeten Symbole ohne Leerzeichen ge-
schrieben.

Bei den nach ihren mechanischen Eigenschaften bezeichneten Sta¨hlen wird nicht mehr grundsa¨tzlich die Zugfestigkeit,
sondern im Regelfall die Streckgrenze als Merkmal in der Bezeichnung verwendet (s. Tab. 111.1). Angaben in MPa
(Anmerkung: 1 MPa

¼ 1 N/mm

2

). Die Kurznamen der Sta¨hle werden in zwei Kategorien eingeteilt.

Kategorie 1: Aufgrund der Verwendung und der mechanischen oder physikalischen Eigenschaften der

Sta¨hle gebildete Kurznamen (Tab. 111.1 und 112.1 bis 113.2)

Kategorie 2: Kurznamen, die Hinweise auf die chemische Zusammensetzung der Sta¨hle enthalten.

Die Kategorie 2 ist in vier Untergruppen unterteilt und richtet sich nach dem unterschiedlichen Legierungsgehalt der
Sta¨hle. Allgemein gilt: Wenn die Festlegungen fu¨r den Stahl auch fu¨r Gussstu¨cke gelten, muss seinem Namen der
Buchstabe G vorangestellt werden. Wird ein Stahl der Untergruppen 3 und 4 pulvermetallurgisch hergestellt, mu¨ssen
seinem Namen die Buchstaben PM vorangestellt werden. Symbole fu¨r besondere Anforderungen, Art des berzuges
und fu¨r den Behandlungszustand von Stahlerzeugnissen, s. Tab. 112.4, 113.1, 113.2 und Norm.

8

Werkstoffe

110

8

Tabelle 111.1

Bezeichnungssysteme fu¨r Sta¨hle: Hauptsymbole nach DIN EN 10027-1 (Kategorie 1)

Hauptsymbol

1

)

Zusatzsymbole

2

)

Bezeichnungs-
beispiele

Normbeispiel

Buchstabe
Bedeutung

Eigenschaft

Gruppe 1

Gruppe 2

S
Sta¨hle fu¨r den Stahlbau

nnn

¼ Mindeststreckgrenze fu¨r die

kleinste Erzeugnisdicke

A; M; N; Q;
G

3

)

C; D; E; F;
H L; M; N;
P; Q; S; T;
W; an

S235JR
S355NL
S355J2W

DIN EN 10025-2
DIN EN 10025-3
DIN EN 10025-5

P
Druckbeha¨ltersta¨hle

M; N; Q; B;
T; S; G

L; H; X; R

P265GH
P355NH

DIN EN 10028-2
DIN EN 10028-3

L
Sta¨hle fu¨r Leitungsrohre

M; N; Q G

a

4

)

L360GA
L360NB
L360QB

DIN EN 10208-1
DIN EN 10208-2

E
Maschinenbausta¨hle

G

C

E335
GE240

DIN EN 10025-2
DIN EN 10293

B
Betonstahl

nnn

¼ charakteristische Streckgrenze

a

5

)

B500N

Y
Spannsta¨hle

nnnn

¼ Zugfestigkeit

Q; C; H; S;
G

Y1770C

R
Sta¨hle fu¨r oder in Form
von Schienen

nnn

¼ Mindestha¨rte nach Brinell

Mn; Cr; G;
an

HT, LHT, Q

R320Cr

H

Flacherzeugnisse aus
ho¨herfesten Sta¨hlen
zum Kaltumformen

Cnnn

¼ Kaltgewalzt, gefolgt von fest-

gelegter Mindeststreckgrenze

B; C; I; LA;
M; P; T; X;
Y; G

D

HC400LA

DIN EN 10268

Dnnn

¼ Warmgewalzt, zur unmittelbaren

Kaltumformung bestimmt, gefolgt von
festgelegter Mindeststreckgrenze

Xnnn

¼ Art des Walzens nicht vorge-

schrieben, gefolgt von festgelegter
Mindeststreckgrenze

CTnnn(n)

¼ Kaltgewalzt, gefolgt von

festgelegter Mindestzugfestigkeit

DTnnn(n)

¼ Warmgewalzt, zur unmittel-

baren Kaltumformung bestimmt, gefolgt
von festgelegter Mindestzugfestigkeit

XTnn(n)n

¼ Art des Walzens nicht vorge-

schrieben, gefolgt von festgelegter
Mindestzugfestigkeit

D

Flacherzeugnisse zum
Kaltumformen

Cnn

¼ kaltgewalzte Flacherzeugnisse,

gefolgt von zwei Symbolen

D; EK; ED;
H; T; G; an

DD14
DC04
DC03

þ ZE

DC04EK
DX51D

þ Z

DIN EN 10111
DIN EN 10130
DIN EN 10152
DIN EN 10209
DIN EN 10327

Dnn

¼ Warmgewalzt zur unmittelbaren

Kaltumformung bestimmte Flacher-
zeugnisse, gefolgt von zwei Symbolen

Xnn

¼ Flacherzeugnisse, deren Walzart

nicht vorgegeben ist, gefolgt von zwei
Symbolen

T

Verpackungsblech und
-band

Hnnn

¼ Nennstreckgrenze fu¨r kontinuier-

lich geglu¨hte Sorten

TH550
TS550

DIN EN 10202

Snnn

¼ Nennstreckgrenze fu¨r losweise

geglu¨hte Sorten

M

Elektroblech und -band

Nnn(n)

¼ ho¨chstzula¨ssige Ummagneti-

sierungsverluste

 100,

nn

¼ 100  Nenndicke

6

)

M400-50A
M140-30S
M600-50D
M390-50E

DIN EN 10106
DIN EN 10107
DIN EN 10126
DIN EN 10165

1

) Wenn die Festlegungen fu¨r den Stahl auch fu¨r Gussstu¨cke gelten, muss seinem Namen ein G vorangestellt werden.

2

) Bedeutung der Zusatzsymbole s. Tab. 112.2 und 112.3. Allgemein gilt: a

¼ Ziffer, n ¼ numerisch, an ¼ alphanume-

risch. Symbole der Gruppe 2 du¨rfen nur in Verbindung mit Symbolen der Gruppe 1 verwendet werden. Die Symbole
A, M, N, Q gelten fu¨r Feinkornsta¨hle. an

¼ chemische Symbole fu¨r vorgeschriebene Elemente.

3

) Anhaltsangaben zur Kerbschlagarbeit in Joule und Pru¨ftemperatur, s. Tab. 112.5.

4

) a

¼ Anforderungsklassen, falls erforderlich mit einer nachfolgenden Ziffer (s. z. B. DIN EN 10208-2).

5

) a

¼ Duktilita¨tsklasse, falls erforderlich mit einer oder zwei nachfolgenden Kennziffern.

6

) Beide Angaben werden durch einen Bindestrich getrennt, s. Tab. 112.1.

8.1

Stahl und Eisen

111

Tabelle 112.1

Zusatzsymbole fu¨r Elektroblech und

-band (Hauptsymbol M) DIN EN 10027-1

Fu¨r eine magnetische Induktion bei 50 Hz von 1,5 Tesla

A

nicht kornorientiert

D

unlegiert, nicht schlussgeglu¨ht

E

legiert, nicht schlussgeglu¨ht

N

kornorientiert, mit normalen Ummagneti-
sierungsverlusten

Fu¨r eine magnetische Induktion bei 50 Hz von 1,7 Tesla

P

kornorientiert, mit eingeschra¨nkten Um-
magnetisierungsverlusten

S

kornorientiert, mit niedrigen Ummagneti-
sierungsverlusten

Tabelle 112.3

Zusatzsymbole Gruppe 1, DIN EN 10027-1

Zusatzsymbole Gruppe 1

zum Haupt-
symbol
Tab. 113.1

A

ausscheidungsha¨rtend

S

B

Gasflaschen

P

B

Bake hardening

H

C

kaltgezogener Draht

Y

C

Komplexphase

H

Cr

chromlegiert

R

D

Schmelztauchu¨berzug

D

ED

fu¨r Direktemaillierung

D

EK

fu¨r konventionelle Emaillierung

D

G

andere Merkmale, ggf. mit 1
oder 2 Ziffern

S; P; L; E; Y;
R; H; D

H

Warmgewalzte Sta¨be oder
warmgewalzte und behandelte
Sta¨be

Y

H

fu¨r Hohlprofile

D

I

Isotroper Stahl

H

LA

niedrig legiert

H

M

thermomechanisch gewalzt

S; P; L; H

Mn

hoher Mn-Gehalt

R

N

normalgeglu¨ht oder nor-
malisierend gewalzt

S; P; L

P

phosphorlegiert

H

Q

vergu¨tet

S; P; L;Y

S

einfache Druckbeha¨lter

P

S

Litze

Y

T

Rohre

P;D

T

TRIP-Stahl (Transformation
Induced Plasicity

H

X

Dualphase

H

Y

Interstitialfree steel (IF-Stahl)

H

Tabelle 112.2

Zusatzsymbole Gruppe 2, DIN EN 10027-1

Zusatzsymbole Gruppe 2

zum Haupt-
symbol
Tab. 113.1

C

mit besonderer Kaltumform-
barkeit

S; E

C

Eignung zum Kaltziehen

S; E

D

fu¨r Schmelztauchu¨berzu¨ge

S; H

E

fu¨r Emaillierung

S

F

zum Schmieden

S

H

Hohlprofile

S; D

H

Hochtemperatur

P

HT

wa¨rmebehandelt

R

L

fu¨r tiefere Temperaturen

P; S

LHT

Niedrig legiert, wa¨rmebehan-
delt

R

M

Thermomechanisch gewalzt

S

N

Normalgeglu¨ht oder normali-
sierend gewalzt

S

P

Spundwandstahl

S

Q

Vergu¨tet

S; R

R

Raumtemperatur

P

S

fu¨r Schiffsbau

S

T

fu¨r Rohre

S

W

wetterfest

S

X

Hoch- und Tieftemperatur

P

Tabelle 112.4

Symbole fu¨r besondere Anforderungen
an Stahlerzeugnisse DIN EN 10027-1

þCH

mit Kernha¨rtbarkeit

þH

mit besonderer Ha¨rtbarkeit

þZ15

Mindest-Brucheinschnu¨rung senkrecht zur
Oberfla¨che 15 %

þZ25

Mindest-Brucheinschnu¨rung senkrecht zur
Oberfla¨che 25 %

þZ35

Mindest-Brucheinschnu¨rung senkrecht zur
Oberfla¨che 35 %

Tabelle 112.5

Zusatzsymbole der Gruppe 1 fu¨r die
Kerbschlagarbeit in J (DIN EN 10027-1)

Kerbschlagarbeit

Pru¨ftemperatur in



C

27 J

40 J

60 J

JR

KR

LR

þ20

JO

K0

LO

0

J2

K2

L2

20

J3

K3

L3

30

J4

K4

L4

40

J5

K5

L5

50

J6

K6

L6

60

8

Werkstoffe

112

 

 

 

 

 

 

 

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